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KI-Blase: Vollauslastung der Fertigung begrenzt weltweite IT-Ausgaben

Von Achim Sawall
Mehr geht derzeit nicht. Ein führender Gartner -Analyst erklärt auf Fragen von Golem, warum die weltweiten IT-Ausgaben nur um knapp elf Prozent wachsen.
Industrial KI Cloud der Deutschen Telekom in München (Bild: Deutsche Telekom)
Industrial KI Cloud der Deutschen Telekom in München Bild: Deutsche Telekom

Die weltweiten IT-Ausgaben werden laut der aktuellen Prognose von Gartner im Jahr 2026 voraussichtlich 6,15 Billionen US-Dollar betragen. Dies entspricht einem Anstieg von nur 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im anhaltenden KI-Boom werde das Wachstum von den vorhandenen Produktionskapazitäten begrenzt, sagte John-David Lovelock, Vice President Analyst bei Gartner, Golem auf Anfrage. Es wurden allein in den vergangenen zehn Monaten KI-Rechenzentrumsinvestitionen in Höhe von etwa 800 Milliarden bis 1,2 Billionen US-Dollar angekündigt.

Die Gesamtausgaben für KI-optimierte Server und die "KI-Fabric" , die zur Unterstützung dieser Rechenzentren erforderlich seien, wären in der Prognose enthalten. "Derzeit sind die Halbleiter- und Servermärkte voll ausgelastet – alles, was gebaut wird, wird verkauft und alles, was geschaffen werden kann, wird geschaffen. Bis die Lagerbestände wieder ein normales Niveau erreicht haben, was in den nächsten zwei Jahren nicht zu erwarten ist, werden die Ausgaben durch die Produktionskapazität begrenzt" , erklärte Lovelock.

Die Harvard-Professorin und Ökonomin Gita Gopinath hatte zuvor erneut vor den Folgen einer platzenden KI-Blase gewarnt und gefragt, wie die investierenden Unternehmen dieses Geld jemals zurückverdienen könnten. Lovelock sagte dazu: "Die Anbieter, die derzeit KI-Rechenzentren bauen, haben nicht das gleiche Geschäftsmodell. Der Umsatz von Amazon basierend auf seinen KI-Rechenzentren wird hauptsächlich aus seinem KI-optimierten IaaS-Angebot stammen. Die Einnahmen von Google stammen aus den angebotenen Produkten und Dienstleistungen, die durch Gemini unterstützt oder verbessert werden."

Gartner: Geschäftsmodelle der KI-Betreiber verschieden

Es handle sich hier nicht um einen einfachen Markt, der für alle Unternehmen gleich funktioniere. "Es ist außerdem zu beachten, dass einige dieser Rechenzentren nicht zur Generierung neuer Einnahmequellen, sondern zur Sicherung bestehender Produkte und Umsatzströme errichtet werden" , betonte Lovelock weiter.

"Das Wachstum der KI-Infrastruktur hält trotz anhaltender Bedenken hinsichtlich einer möglichen KI-Blase unvermindert an. Die Ausgaben für KI-bezogene Hardware und Software steigen weiter deutlich" , sagte Lovelock zu der aktuellen Analyse. "Insbesondere die anhaltend hohe Nachfrage von Hyperscale-Cloud-Anbietern treibt die Investitionen in Server voran, die speziell für KI-Workloads optimiert sind."

Die Serverausgaben dürften sich im Jahr 2026 weiter beschleunigen und gegenüber dem Vorjahr um 36,9 Prozent zulegen. Insgesamt werden die Ausgaben für Rechenzentren voraussichtlich um 31,7 Prozent steigen und im Jahr 2026 die Marke von 650 Milliarden US-Dollar überschreiten, nach knapp 500 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.

Hinweis in eigener Sache

Golem organisiert eine neue Konferenz zu IT-Souveränität! Die Rack & Stack findet im April statt – Tickets gibt es hier .

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  • 04. Februar 2026 um 18:45

Anzeige: Samsung-Smartphone für nur 149 Euro bei Amazon mitnehmen

Von Simon Krebs
Ein gutes Smartphone muss nicht teuer sein. Für Markenqualität bei niedrigem Preis steht Samsungs Galaxy-A-Reihe. Bei Amazon winkt ein Angebot.
Das Samsung Galaxy A17 zum Tiefstpreis bei Amazon (Bild: Amazon.de/Samsung/Golem)
Das Samsung Galaxy A17 zum Tiefstpreis bei Amazon Bild: Amazon.de/Samsung/Golem

Die Auswahl des neuen Smartphones kann sehr herausfordernd sein. Welche Anforderungen soll es erfüllen und welches Budget steht zur Verfügung? Wer auf ein Markenprodukt nicht verzichten möchte, aber über ein eher kleines Budget verfügt, schaut sich das Samsung Galaxy A17 an. Dieses ist bei Amazon derzeit auf einen neuen Tiefstpreis reduziert, der laut Angaben des Preisvergleichsportals Geizhals zugleich ein Bestpreis ist. Zwar ist der Preis bei einem Anbieter leicht niedriger, durch dessen hohe Lieferkosten ist der Endpreis aber höher. Das Angebot gilt bis Ende des Monats, aber nur solange der Vorrat reicht.

Samsung Galaxy A17: gutes Smartphone, kleiner Preis

Das Samsung Galaxy A17 ist ein Allrounder aus Samsungs Mittelklasse. Das immersive AMOLED-Display mit Full-HD-Auflösung misst 6,7 Zoll und ist damit ein recht großes Smartphone mit jeder Menge Platz auf dem Bildschirm. Die Bildwiederholrate liegt bei 90 Hz und ermöglicht eine stets flüssige Wiedergabe von Videos und ruckelfreie Animationen.

Mit dem Samsung Galaxy A17 haben Nutzer die Möglichkeit, mit Gemini zu kommunizieren und in Echtzeit Antworten zu erhalten. Angetrieben wird das Samsung-Smartphone von einem Octa-Core-Prozessor mit 2,4 GHz, als Betriebssystem dient Android 16. Laut Hersteller soll es bis zu sechs Jahre lang mit Updates versorgt werden. Auch der Akku weiß zu überzeugen und verfügt über eine Kapazität von 5.000 mAh.

Besonders interessant bei jedem Smartphone ist das Kamerasystem. Das Samsung Galaxy A17 verfügt über eine Weitwinkelkamera mit 50 Megapixeln (MP), eine Ultraweitwinkel- (5 MP) sowie eine Makrokamera mit 2 MP. Die Selfiekamera auf der Vorderseite kommt auf 13 MP. Durch optische Bildstabilisierung soll es auch bei widrigen Lichtverhältnissen möglich sein, helle und klare Bilder aufzunehmen.

Samsung Galaxy A17 zum Tiefstpreis bei Amazon

Das Samsung Galaxy A17 ist bei Amazon jetzt günstig wie nie zuvor und nirgendwo günstiger erhältlich. Es ist mit 4 GByte RAM und 128 GByte internem Speicher ausgestattet, der sich per externer Speicherkarte auf bis zu 2 TByte erweitern lässt. Wer jetzt zuschlägt, spart 80 Euro zur UVP und zahlt nur noch 149 Euro. Laut Amazon gilt der Deal bis zum 28. Februar, allerdings nur solange der Aktionsvorrat reicht. Daher sollte bei Interesse nicht zu lang gewartet werden.

Reklame

Samsung Galaxy A17 5G AI Smartphone, KI-Handy mit Android, Dünner 7,5-mm-Rahmen, 50-MP-Kamera, 128 GB Speicher, 4 GB RAM, 5.000-mAh-Akku, Blue, 2,5 Jahre Herstellergarantie

Nur 149 Euro

Im Samsung-Store bei Amazon finden Interessenten noch weitere Produkte des Herstellers. Für einen besseren Vergleich weitere Modelle bietet sich die Bestsellerliste Handys & Smartphones an. Dort sind Geräte diverser Hersteller aus unterschiedlichen Preiskategorien nach ihrer derzeitigen Beliebtheit bei Amazon-Kunden sortiert gelistet. Das Samsung Galaxy A17 befindet sich dort derzeit auf Platz 2.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf der Produkte über diese Links erhält Golem eine kleine Provision. Das ändert nichts am Preis der Artikel.

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  • 04. Februar 2026 um 17:56

Alter und Muskeln: Warum Regeneration länger dauert

Von Bernardo Cantz

Bernardo Cantz

Älterer Mann in Sportkleidung fasst sich schmerzverzerrt an beide Schultern nach dem Training – Muskelheilung dauert im Alter länger

Älterer Sportler mit Schulterschmerzen: Mit zunehmendem Alter heilen Muskelverletzungen langsamer – ein biologisch vorprogrammierter Prozess.

(Bild: PeopleImages / Shutterstock.com)

Muskelstammzellen setzen im Alter auf Überleben statt schnelle Reparatur. Das verzögert die Heilung nach Verletzungen erheblich.

Ein verstauchter Knöchel, ein gezerrter Oberschenkel – solche Verletzungen gehören zum Sport dazu. Doch während junge Sportler oft nach wenigen Tagen wieder durchstarten, benötigen ältere deutlich länger.

Was sich wie eine Binsenweisheit anhört, hat einen konkreten zellulären Grund: Die Reparaturzellen im Muskel ändern mit den Jahren ihre Strategie.

Wie Muskeln sich selbst reparieren

Im Muskelgewebe schlummern spezialisierte Stammzellen, die normalerweise inaktiv bleiben. Erst wenn Fasern beschädigt werden oder intensive Trainingsreize eintreffen, erwachen sie zum Leben.

Dann teilen sie sich, bilden neue Muskelzellen und füllen gleichzeitig ihren eigenen Vorrat wieder auf. Bei jungen Menschen [1] läuft dieser Prozess zügig ab – die Heilung kommt schnell voran.

Mit zunehmendem Alter [2] verändert sich dieses Muster jedoch deutlich. Die Stammzellen bleiben zwar vorhanden, doch ihre Reaktionsgeschwindigkeit nimmt ab.

Ein Protein verschiebt die Prioritäten

Wissenschaftler der Stanford University haben herausgefunden [3], woran das liegt. In den Muskelstammzellen älterer Versuchstiere steigt die Konzentration eines bestimmten Moleküls namens NDRG1 deutlich an.

Dieses Protein bremst zellinterne Wachstumssignale aus – konkret den sogenannten mTOR-Weg. Die Folge: Die Zellen werden widerstandsfähiger und leben länger. Gleichzeitig verlieren sie aber an Tempo, wenn es um Reparaturarbeiten geht.

Julia von Maltzahn, Professorin an der Brandenburgisch Technischen Universität (BTU Cottbus-Senftenberg) hat diese Forschung in einem wissenschaftlichen Kommentar eingeordnet [4] und bringt es auf den Punkt: Die Zellen überdauern zwar, büßen aber Leistungsfähigkeit ein. Sicherheit steht über Schnelligkeit.

Experimente zeigen das Dilemma

Um die Rolle von NDRG1 zu prüfen, schalteten die Forscher das entsprechende Gen bei älteren Mäusen aus. Tatsächlich heilten deren Muskelverletzungen daraufhin rascher – zumindest beim ersten Mal.

Doch sobald die Tiere erneut verletzt wurden, kehrte sich der Vorteil ins Gegenteil: Die Regeneration fiel schwächer aus, viele Stammzellen überlebten die wiederholte Beanspruchung nicht.

Offenbar handelt es sich um einen biologischen Zielkonflikt. Zellen mit viel NDRG1 halten länger durch, reagieren aber langsamer. Zellen ohne das Protein arbeiten zwar schneller, erschöpfen sich jedoch früher. Im Laufe des Alterns setzt sich die erste Variante durch – eine Art zelluläre Auslese zugunsten der Langlebigkeit [5].

Kein Verschleiß, sondern Anpassung

Diese Befunde rücken das Altern in ein neues Licht. Statt dass Gewebe einfach "abgenutzt" wird, passen sich einzelne Zellen aktiv an veränderte Bedingungen an.

Die Stammzellen bleiben erhalten, ändern aber ihr Verhalten. Ihre Zahl in verschiedenen Untergruppen bleibt weitgehend stabil, doch die Fähigkeit zur flexiblen Reaktion schwindet.

Für Sportler bedeutet das: Längere Pausen nach Verletzungen sind keine Frage mangelnder Disziplin, sondern biologisch vorprogrammiert. Der Körper hat seine Prioritäten verschoben.

Was das für Training und Therapie bedeutet

Wer im fortgeschrittenen Alter Sport treibt [6] oder nach einer Pause wieder einsteigt [7], sollte diese Erkenntnis ernst nehmen. Unrealistische Erwartungen an die Heilungsgeschwindigkeit führen nur zu Frust oder Überlastung. Gleichzeitig eröffnet das neue Wissen Perspektiven für künftige Behandlungen.

Forscher arbeiten daran, die Balance zwischen Zellüberleben und Reparaturfähigkeit gezielt zu beeinflussen. Ziel ist es, Therapien zu entwickeln, die nicht erst eingreifen, wenn Schäden bereits entstanden sind, sondern die Regenerationskraft von vornherein erhalten.

Dafür müssen noch viele Fragen geklärt werden – etwa welche Faktoren aus der Zellumgebung oder dem Gesamtorganismus den beschriebenen Überlebensbias steuern.

Bis solche Ansätze verfügbar sind, bleibt primär eines wichtig: Geduld. Muskeln benötigen im Alter [8] mehr Zeit – aber sie können sich nach wie vor erholen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11165519

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.b-tu.de/news/artikel/30670-warum-muskeln-im-alter-langsamer-heilen-1
[2] https://www.heise.de/tp/article/Alterung-im-Zeitraffer-Diese-zwei-Lebensphasen-sind-entscheidend-10453288.html
[3] https://www.science.org/doi/10.1126/science.ads9175
[4] https://www.science.org/eprint/ZI7WC2R8RFQ6SYXVKNN3/full
[5] https://www.heise.de/tp/article/Blutuntersuchungen-geben-Einblicke-in-extreme-Langlebigkeit-9784079.html
[6] https://www.heise.de/tp/article/Krafttraining-im-Alter-senkt-Risiko-chronischer-Krankheiten-und-Pflegebeduerftigkeit-9777281.html
[7] https://www.heise.de/tp/article/Joggen-leicht-gemacht-So-ueberwinden-Sie-mentale-Blockaden-10000094.html
[8] https://www.heise.de/tp/article/Dem-Altern-trotzen-Wie-Krafttraining-Senioren-fit-und-beweglich-haelt-9979228.html

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  • 04. Februar 2026 um 16:15

Messenger Signal: Nachrichten in Chats lassen sich festpinnen

Von Heise
Fesgepinnte Nachricht in Signal

(Bild: Signal / heise medien)

Der Messenger Signal hat eine neue Funktion erhalten. Nutzer und Nutzerinnen können nun Nachrichten in Chats festpinnen.

Im Messenger Signal [1] können Nutzer und Nutzerinnen ab sofort Nachrichten in Chats festpinnen. Die Dauer ist flexibel, der Platz dafür ist jedoch begrenzt, wie Signal mitteilt. „Die am häufigsten gestellten Fragen, Restaurant-Reservierungen oder Urlaubs-Reiserouten sind schon ganz oben im Kopf, nun können sie ganz oben auch im Chat sein“, rührt Signal die Werbetrommel für die Funktion „fixierte Nachrichten“.

Signal: Nachrichten fixieren

Die Funktion kommt mit den Signal-Versionen für Android (Version 7.71), iOS (Version 7.93) und Desktop (Version 7.87) auf die Geräte. „In den jüngsten Versionen von Signal, die derzeit verteilt werden, kannst du deine wichtigsten Nachrichten ganz oben in deinen persönlichen und Gruppen-Chats festpinnen“, erklären die Entwickler. [2] Um eine Nachricht zu fixieren, muss man lange auf die Nachricht oder das Bild, die Umfrage oder Datei drücken und dadurch das Kontextmenü öffnen. Der neue Unterpunkt heißt auf Deutsch „Fixieren“ und hat als Symbol eine Stecknadel vorangestellt.

Sobald eine Nachricht fixiert ist, sehen auch andere Mitglieder des Chats diese Nachricht als angepinnt. Bis zu drei Nachrichten können in einem Chat fixiert sein. Gruppen-Admins können einstellen, wer die Erlaubnis zum festpinnen erhält.

Nutzer können wählen, ob eine Nachricht für 24 Stunden, 7 Tage, 30 Tage oder für immer angepinnt bleiben soll. Nach Ablauf des Zeitraums wird die Nachricht automatisch wieder losgelöst. Durch Antippen des Stecknadel-Symbols neben der fixierten Nachricht lässt sie sich ebenfalls lösen. Wenn bereits drei Nachrichten festgepinnt sind, wirft Signal die bereits am längsten festgepinnte Nachricht raus, um Platz für die neue Nachricht zu schaffen.

Nicht für alle sichtbar

Signal versichert, dass die gepinnte Nachricht nur dann sichtbar ist, wenn User diese bereits in ihrem Nachrichtenverlauf haben. Wer also erst nach Eintrudeln der fixierten Nachricht in einen Chat dazukommt oder die Originalnachricht gelöscht hat, bekommt die festgepinnte Nachricht nicht zu sehen. Getreu dieser Logik werden auch verschwindende Nachrichten aus der Fixierung gelöst, wenn ihr Timer ausläuft und die Nachricht aus dem Chat entfernt wird.

Mitte Dezember gerieten WhatsApp und Signal in die Medien, da es möglich war [4], anhand von Laufzeiten für Nachrichtenbestätigungen Informationen über Nutzer ausfindig zu machen. Dagegen helfen jedoch bestimmte Einstellungen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11165258

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/thema/Signal
[2] https://signal.org/blog/pinned-messages/
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[4] https://www.heise.de/news/WhatsApp-und-Signal-Privatsphaere-angreifbar-Tracker-Software-verfuegbar-11117533.html
[5] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[6] mailto:dmk@heise.de

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  • 04. Februar 2026 um 14:30

Phishing: Falsche Cloud-Speicher-Warnung nachverfolgt

Von Heise
Betrügerische Mail oder SMS mit Angelhaken auf einem Smartphone.

(Bild: Sadi-Santos/Shutterstock.com)

Phishing-Mails zielen nicht nur direkt auf Zugangsdaten ab, sondern bringen Opfer öfter zu Affiliate-Marketing-Seiten.

Für viele sind die E-Mails direkt im Spam-Ordner zu finden, jedoch umgehen sie gelegentlich die Klassifizierung und landen dann doch im Posteingang: Warnungen zu Cloud-Speichern bezüglich überlaufenden Speicherplatzes oder Fehlern bei Bezahlvorgängen. Nicht immer dienen sie den Drahtziehern zum Abzocken von Zugangsdaten. IT-Forscher haben als Ziel Webseiten mit Affiliate-Marketing beobachtet.

Das berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Malwarebytes in seinem Blog [1]. Bei der Untersuchung einer Phishing [2]-Mail bezüglich vermeintlicher Zahlungsprobleme mit einem Cloud-Speicher landeten die IT-Analytiker bei der Freecash-App. Die landete einem weiteren Blog-Beitrag von Malwarebytes zufolge [3] etwa auf Platz zwei der Apple-iOS-Charts der kostenlosen Apps. Sie verspricht Nutzern und Nutzerinnen, Geld dafür zu erhalten, etwa auf Tiktok Videos anzuschauen. Jedoch platzt der Traum vom Gehaltscheck schnell, die App liefert den Usern lediglich zu Online-Spielen wie Monopoly Go oder Disney Solitaire und verspricht aber dort für das Absolvieren von zeitbegrenzten In-Game-Challenges Geld.

Die Drahtzieher hinter den Phishing-Mails, deren Links am Ende zur Installation der Freecash-App verleiten, lenken die User also nicht auf Webseiten zum Scrollen, um ihnen dafür Geld auszuzahlen, sondern zu Spielen, wofür sie möglicherweise Geld ausgeben oder bezahlte Werbung anschauen. Hinter Freecash steckt laut Malwarebytes die Berliner Firma Almedia, die die Plattform als Möglichkeit beschreibt, Handy-Spieleentwickler mit Usern zu verknüpfen, die das wahrscheinlich installieren und Geld ausgeben.

Großangelegte Cloud-Speicher-Abo-Betrugsmasche

Malwarebytes bezieht sich zudem auf Bleepingcomputer, die weitere Ziele ausgemacht haben mit dieser weltweit laufenden Betrugsmasche basierend auf vermeintlichen Cloud-Speicher-Mails [4] mit „Warnung an Empfänger, ihre Fotos, Dateien und Konten würden geblockt oder gelöscht aufgrund angeblicher Zahlungsprobleme“. Die Links in den E-Mails verweisen etwa auf „https://storage.googleapis.com/[..]/redirect.html“ und erwecken durch den Verweis auf Googles Cloud Storage den Eindruck, seriös zu sein. Die Weiterleitung, die die IT-Forscher von Malwarebytes dort gefunden haben, führte zu einer bereits bekannten und in der Blocklist verzeichneten Webseite, auf der zuvor schon Phishing beobachtet wurde.

Mehrere Weiterleitungen weiter zeigt eine Webseite dann ein gefälschtes CAPTCHA an, das nach Lösung auf die Freecash-Domain umleitet. Bleepingcomputer hat demnach weitere Ziele beobachtet, darunter VPN-Angebote, kaum bekannte Sicherheitssoftware oder Abo-basierte Angebote ohne jede Verbindung zu Cloud-Speicher. Die Autoren schließen daraus: „Anstatt direkt Zugangsdaten zu stehlen, scheint die Kampagne darauf ausgerichtet zu sein, Traffic zu monetarisieren, indem sie Opfer zu Affiliate-Angeboten weiterleitet, bei denen die Betreiber für Anmeldungen oder Conversions bezahlt werden.“

Malwarebytes empfiehlt, die eigenen Zugänge über die offizielle Website und nicht durch Klicken auf Links in unaufgefordert zugesandten E-Mails zu besuchen. Außerdem sollten User ihre Passwörter nicht mit anderen teilen. Von der Interaktion mit Webseiten, die Besucher mit diesen Methoden anlocken, sollte unterbleiben. Die Frage bleibt offen, wie weit diese Masche erfolgreich ist. Es dürfte doch einige Menschen abschrecken, dass sie auf eine vermeintlich fehlerhafte Zahlung reagieren und am Ende eine App installieren sollen, die ihnen Geld für das Anschauen von Tiktok-Videos verspricht oder Spiele, VPN-Dienste und Ähnliches andient. Es reicht offenbar eine geringe Zahl an Opfern, um Geld damit zu verdienen, andernfalls würden diese Betrugsversuche abebben.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11164973

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.malwarebytes.com/blog/news/2026/02/a-fake-cloud-storage-alert-that-ends-at-freecash
[2] https://www.heise.de/thema/Phishing
[3] https://www.malwarebytes.com/blog/news/2026/01/get-paid-to-scroll-tiktok-the-data-trade-behind-freecash-ads
[4] https://www.heise.de/news/iCloud-Speicher-ist-voll-Phishing-Kampagne-zielt-auf-Apple-Nutzer-9192454.html
[5] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[6] mailto:dmk@heise.de

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  • 04. Februar 2026 um 12:22

Schadcode-Lücken in IBM WebSphere Application Server Liberty und Netcool/OMNIbus

Von Heise
Ein symbolischer Updatebalken füllt sich.

(Bild: AFANASEV IVAN / Shutterstock.com)

Angreifer können IBMs Anwendungsserver WebSphere Application Server Liberty und die Netzwerkmonitoringlösung Tivoli Netcool/OMNIbus attackieren.

Admins, die Instanzen mit IBM WebSphere Application Server Liberty oder Tivoli Netcool/OMNIbus verwalten, sollten ihre Systeme zeitnah absichern. Geschieht das nicht, können Angreifer im schlimmsten Fall Schadcode ausführen. Bislang hat IBM keine laufenden Angriffe erwähnt. Für WebSphere Application Server Liberty gibt es bislang aber nur eine vorläufige Lösung, um Computer vor Attacken zu schützen.

Interim Fix

In einer Warnmeldung beschreiben die Entwickler [1], dass Angreifer WebSphere Application Server Liberty über eine Path-Traversal-Lücke (CVE-2025-14914 „hoch“) attackieren können. Systeme sind aber nur verwundbar, wenn das restConnector-1.0- oder restConnector-2.0-Feature aktiv ist.

Ist das gegeben, können Angreifer aufgrund von unzureichenden Überprüfungen präparierte Zip-Archive hochladen und so Dateien in eigentlich abgeschotteten Pfaden überschreiben. Am Ende kann es zur Ausführung von Schadcode kommen.

Davon sind den Entwicklern zufolge die Versionen 17.0.0.3 bis einschließlich 26.0.0.1 bedroht. Bislang ist noch kein Sicherheitsupdate erschienen. IBM verweist in einem Beitrag auf eine „vorläufige Lösung“ (Interim Fix) [2], um Instanzen trotzdem zu schützen.

Weiteres Sicherheitsproblem

Die Schwachstelle (CVE-2026-1188 „mittel“) in Tivoli Netcool/OMNIbus betrifft IBM Runtime Environment Java. An dieser Stelle können Angreifer auf einem nicht näher beschriebenen Weg Speicherfehler auslösen. So etwas führt in der Regel zu Abstürzen. Oft gelang in diesem Kontext aber auch Schadcode auf PCs und kompromittiert sie.

Davon sind IBM zufolge [3] die Ausgaben 8.1.0 bis einschließlich 8.1.0.35 betroffen. Tivoli Netcool/OMNIbus 8.1.0.36 soll gegen die geschilderte Attacke gerüstet sein.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11164596

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.ibm.com/support/pages/node/7258224
[2] https://www.ibm.com/support/pages/node/7257603
[3] https://www.ibm.com/support/pages/node/7259419
[4] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[5] mailto:des@heise.de

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  • 04. Februar 2026 um 11:25

Maker Faire Heilbronn 2026: Ein Samstag voller Ideen und Technik

Von Daniel Schwabe
Besucher der Maker Faire Heilbronn beugen sich interessiert über einen 3D-Drucker.

Am 7. Februar wird die experimenta zum Treffpunkt für Maker: Aussteller, Workshops und Vorträge – Eintritt frei!

Die Maker Faire Heilbronn geht am 7. Februar 2026 von 10 bis 18 [1] Uhr in die nächste Runde. Veranstalter experimenta verspricht wieder einen ganzen Tag voller Kreativität, Technik und Inspiration. Wer gerne tüftelt, lötet, programmiert, baut oder sich einfach von cleveren Ideen begeistern lässt, sollte sich den Samstag fett im Kalender markieren. Und das Beste: Der Eintritt ist kostenfrei!

Spannende Aussteller

Auch 2026 ist die Bandbreite der Ausstellenden wieder sehr bunt. Über 29 Aussteller lassen die Maker-Muskeln spielen. Mit dabei sind unter anderem 737DIYsimBuild, die einen komplett selbstgebauten Boeing-737-Flugsimulator inklusive Cockpit-Feeling zeigen. Wer lieber auf Robotik steht, sollte bei der Entwicklung von Hexapod-Robotern vorbeischauen, wo sechsbeinige Roboter mit Raspberry Pi zum Leben erweckt werden.

Eine Gruppe Maker betrachtet ein Projekt und unterhält sich.
Eine Gruppe Maker betrachtet ein Projekt und unterhält sich.

Auf einer Maker Faire ist Fachsimpeln mit den Ausstellern an der Tagesordnung.

Elektronikfans kommen bei eHaJo und dem Elektronik-Kompendium auf ihre Kosten. Nachhaltige Ideen liefert unter anderem die Tinkertank-Werkstatt, die zeigt, wie aus Plastikmüll neue Produkte entstehen können. Dazu kommen viele weitere Projekte aus den Bereichen 3D-Druck, Holz, Textil, Medien und Bildung.

Mitmachen erwünscht

Nicht nur Zuschauen, sondern selbst Hand anlegen ist angesagt (es ist ja eine Maker-Messe). Über den Tag verteilt gibt es zahlreiche Workshops und Mitmachaktionen – zum Beispiel:

  • kleine Holzroboter bauen
  • Mini-Lötworkshop mit iFixit
  • Buzzer-Boards bauen
  • Flugsimulator fliegen
  • Textiles Origami
  • Buttons gestalten
  • Programmierwettbewerb: Wer schreibt den besten Code?
Junge Maker bauen an einem kleinen Auto.
Junge Maker bauen an einem kleinen Auto.

Junge Maker werden direkt eingebunden: Mitmachaktionen zum selber bauen gibt es auf der Maker Faire.

Vorträge

Im Forum im Erdgeschoss läuft parallel ein Vortragsprogramm. Highlights sind unter anderem:

  • „Maker-Mindset: Von großartigen Fehlern“ – ein interaktiver Vortrag über Mut, Scheitern und Lernen
  • CircuitPython mit Raspberry Pi Pico & NeoPixel-Matrizen
  • Flugsimulation, wie funktioniert das eigentlich?
  • Arduino-Programmierung mit ChatGPT – live gezeigt, inklusive Grenzen der KI
  • Citizen Science in Heilbronn: ein stadtweites Sensornetzwerk mit Fokus auf Datenschutz

Eine Übersicht über alle Aussteller und Vorträge gibt es auf der Webseite der experimenta [2].

Fazit: Ein Pflichttermin für Maker

Die Maker Faire Heilbronn 2026 ist der perfekte Ort, um neue Projekte zu entdecken, Wissen zu teilen, Inspiration zu sammeln und einfach einen richtig guten Tag mit Gleichgesinnten zu verbringen. Locker, kreativ und voller Aha-Momente – genau so, wie Maker es lieben.

Maker Faire Heilbronn ist eine unabhängig organisierte Veranstaltung unter der Lizenz von Maker Media und wird präsentiert vom deutschsprachigen Make Magazin.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11165264

Links in diesem Artikel:
[1] https://makerspace.experimenta.science/maker-faire-2026/
[2] https://makerspace.experimenta.science/maker-faire-2026/#vortraege
[3] https://www.heise.de/make
[4] mailto:das@heise.de

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  • 04. Februar 2026 um 14:14

iPhone-Foldable: Diverse Hardware-Details aus China-Leak

Von Heise
iPhone-Verpackungen

iPhone-Verpackungen: Im Herbst soll das erste Foldable kommen.

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

Kameras, Akku, Knöpfe: Ein bekannter Weibo-Leaker, der in der Vergangenheit mehrfach richtig lag, hat sich zu Apples erstem Falt-Handy geäußert.

Im September soll es so weit sein: Dann dürfte Apple sein erstes iPhone-Foldable [1] vorstellen. Das Falt-Handy mit flexiblem OLED-Bildschirm soll sich dabei an Geräten wie Samsungs Fold-Reihe orientieren, aber unter anderem einen besonders faltenfreien Look [2] im aufgeklappten Zustand aufweisen. Ein bekannter Leaker aus China hat nun in einem Beitrag auf Weibo einige bislang nicht bekannte Details publiziert. Der Account mit dem Namen „Instant Digital“ hatte sich in der Vergangenheit als erstaunlich treffsicher erwiesen – wohl wegen guter Kontakte in Apples Lieferkette.

Knopfverteilung und Touch-ID

Den jüngsten Angaben [3] zufolge orientiert sich Apple mit seinem Foldable teilweise am iPad mini [4], das eine Art Vorbild darzustellen scheint. So wird Apple statt Face-ID-Gesichtserkennung einen Touch-ID-fähigen Sleep/Wake-Knopf mit Fingerabdrucksensor verbauen. Dieser soll an der rechten Seite angebracht sein, gleiches gilt für einen Kamerasteuerungsknopf darunter. Die Lautstärkeeinstellung wandert hingegen nach rechts oben, wie beim iPad mini. (Perspektive jeweils aufgeklappt.)

Die linke Seite des Geräts bleibt offenbar knopflos. Das weggelassene Face-ID-Modul erlaubt es, die Dynamic Island zu schrumpfen – die Kamera selbst soll durch eine runde Einbuchtung im Display („Punch-Hole-Design“) schauen. Die rückwärtigen Kameras fasst Apple wie beim iPhone Air in einer Kameraplattform mit Blitz, Mikrofon und eventuell LIDAR zusammen, schreibt Instant Digital.

Farbauswahl sehr simpel

Allerdings soll der Kameraplattform-Bereich stets schwarz sein, wäre also gegebenenfalls unterschiedlich eingefärbt als das Gehäuse. Instant Digital will hier vernommen haben, dass Apple ein weißes Gehäuse als Standardvariante plant, mindestens eine weitere Farbe ist aber wohl angedacht.

Apple soll die Hauptplatine auf die rechte Seite verlagert haben, Kabelverbindungen nach links werden so vermieden. Das iPhone-Foldable soll viel Platz für den Akku ausweisen – er sei der größte in Apples iPhone-Geschichte, so Instant Digital. Aktuell wird davon berichtet, dass Apple 5500 mAh verbauen wird – mehr als etwa in Google-Foldables steckt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11164374

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Ausgebuegelt-Apple-angeblich-startklar-fuer-iPhone-Foldable-10295313.html
[2] https://www.heise.de/news/Foldable-ohne-Buegelfalte-So-soll-das-faltbare-iPhone-geschmeidig-bleiben-10488599.html
[3] https://m.weibo.cn/status/5261773869154461
[4] https://www.heise.de/news/iPad-mini-mit-OLED-Display-Vorstellung-erst-Ende-2026-11095793.html
[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[6] https://www.heise.de/mac-and-i
[7] mailto:bsc@heise.de

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  • 04. Februar 2026 um 13:29

Funktion übernommen: Camo-Entwickler verklagt Apple wegen „Sherlocking“

Von Heise
Bildschirmfoto von Camo

(Bild: Reincubate)

Reincubate, Entwickler der Webcam-App Camo, geht gegen Apple vor – weil der Konzern Features abgekupfert haben soll.

Das britische Unternehmen Reincubate, Hersteller der bekannten Webcam-App Camo, mit der man unter anderem iPhones als Kamera für den Mac verwenden [1] kann, hat Klage gegen Apple eingereicht. Der Grund: Reincubate sieht sich durch die Apple-Funktion Integrationskamera [2] (englischer Begriff: Continuity Camera) übertölpelt – über das sogenannte Sherlocking [3], bei dem Apple Funktionen von Softwareherstellern in sein System übernimmt. Das beim United States District Court für die District of New Jersey eingereichte Verfahren [4], über das unter anderem der Softwarepatentexperte Florian Mueller berichtet [5], dreht sich um zwei Punkte: Erstens sieht Reincubate eine Patentverletzung durch Apple, zweitens eine Verletzung des Wettbewerbsrechts.

Camo-Chef kriegt Feature auf WWDC zu sehen

Reincubate bestätigte die Klage in einem Blogeintrag [6]. Genaue Details zu den Hintergründen, die eine „erstaunliche Geschichte“ darstellten, so Reincubate-CEO Aidan Fitzpatrick, wollte das Unternehmen allerdings nicht geben. Erwähnt werden allerdings dennoch einige Seitenhiebe gegen den Konzern. So ist zu lesen, wie Fitzpatrick 2022 an der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC teilnahm, nur um dort die Features von Camo im Rahmen der Integrationskamera zu sehen. Gezeigt worden sei die Funktion von einem Team, das ihm selbst per Privatnachricht mitgeteilt habe, dass sie „Camo jeden Tag auf der Arbeit“ nutzten.

Es sei faszinierend gewesen, Apples „Playbook“ nach der Vorstellung der Funktion zuzusehen. Er habe unter anderem Botschaften aus Apples oberem Management erhalten und man habe ihm gesagt, man nehme die Sache ernst und werde sie adressieren. Allerdings habe sich Apple nie auf etwas Schriftliches festgelegt. Apple habe ihm auch mitgeteilt, dass der Konzern nicht vorhabe, Reincubate zu kaufen – dies habe er aber auch nie angeboten. Die Sache soll mehrere Jahre gedauert haben, ohne dass sich etwas tat. Reincubate entschied sich schließlich zu klagen.

Wettbewerbs- und Patentrecht

Reincubate ist laut Liste der Sunday Times [7] eines der 100 am schnellsten wachsenden Unternehmen in Großbritannien. Die Firma wirft Apple in der Klage unter anderem eine unrechtmäßige Ausnutzung einer Monopolstellung vor und fordert mehr Interoperabilität. Das Unternehmen beschuldigt Apple direkt, zwei seiner US-Patente verletzt zu haben. In der Klage wird unter anderem demonstriert, wie Apple und Reincubate zunächst als Partner agierten.

Softwarepatentexperte Mueller glaubt, dass Apple das von Reincubate geführte Jury-Verfahren unbedingt vermeiden will. Er erwartet, dass Apple versuchen wird, den wettbewerbsrechtlichen Teil des Verfahrens als unzulässig aus der Klage zu werfen. Reincubates Patente könnten für Apple jedoch gefährlich werden. Reincubate fürchtet nun, dass Apple ihm seine iOS-Entwicklerlizenz streicht, die für Camo von großer Wichtigkeit ist. In einem Antrag heißt es deshalb, dass dies Apple untersagt werden solle. Stellungnahmen des Konzerns liegen bislang nicht vor.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11164832

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Nach-dem-Sherlocking-durch-Apple-Kamera-App-Camo-2-aufgebohrt-7547547.html
[2] https://support.apple.com/de-de/102546
[3] https://en.wikipedia.org/wiki/Sherlock_(software)#Sherlocked_as_a_term
[4] https://ipfray.com/wp-content/uploads/2026/01/26-01-27-Reincubate-v.-Apple-complaint.pdf
[5] https://ipfray.com/uk-app-developer-camo-files-u-s-antitrust-and-patent-lawsuit-against-apple-after-its-functionality-became-the-continuity-camera-feature/
[6] https://camo.com/blog/camo-and-apple
[7] https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7417991963838337025/
[8] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[9] https://www.heise.de/mac-and-i
[10] mailto:bsc@heise.de

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  • 04. Februar 2026 um 12:39

Indien: Apple kommt um „Steuerfalle“ bei Fertigung herum

Von Heise
Apple-Fähnchen auf Karte mit Indien

Apple-Fähnchen auf Karte mit Indien: Wichtiger Produktionsstandort.

(Bild: hyotographics / Shutterstock.com)

Nach entsprechender Lobbyarbeit hat es Apple geschafft: Der Konzern darf Maschinen für seine Lieferanten in Indien kaufen – ohne riesige Steuerrechnung.

Seit vergangenem Jahr ist bekannt, dass Apple im Rahmen seiner indirekten Fertigungstätigkeit in Indien eine milliardenschwere Steuernachzahlung [1] drohen könnte. Der Grund: Der Konzern agiert, wie auch schon in China, sehr produktionsnah. Das heißt: Er lässt zwar iPhone & Co. durch Lieferanten herstellen, stellt aber gleichzeitig auch die teuren und hochkomplexen Maschinen zumindest teilweise bereit. Das hat den Vorteil, dass sich diese auch abziehen und anderweitig weiternutzen lassen, etwa wenn sich Apple mit einem Fertiger „auseinanderleben“ sollte. Für die indischen Steuerbehörden könnte dies aber eine „direkte Geschäftsbeziehung“ implizieren, was entsprechende Zahlungen auslösen würde. Doch das hat sich nun offenbar erledigt: Am Wochenende wurde bekannt, dass Indien seine Gesetze verändert – nach offenbar intensiver Lobbyarbeit seitens Apple.

Fünf Jahre Ruhe

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters [2] dürfen ausländische Firmen nun inländische Fertiger für „in bestimmten Segmenten“, wozu auch die Technikbranche zählt, für mindestens fünf Jahre mit Maschinen versorgen, ohne dass ein Steuerrisiko entsteht. Apple soll mittlerweile in Indien bis zu 25 Prozent aller iPhones [3] herstellen, plus diverse andere Produkte.

Apple umging das Problem bislang, indem Fertiger wie Foxconn oder Tata selbst in Vorleistung gingen – potenziell für Milliarden Euro. Die Entscheidung der indischen Regierung lautet nun, dass man, um die Herstellung elektronischer Produkte durch Auftragsfertiger zu stärken, eine „Geschäftsbeziehung“, die Steuerpflicht auslöst, auch nicht beim Kauf von Maschinen annimmt. „Wir geben Ihnen Sicherheit“, sagte Revenue Secretary Arvind Shrivastava auf einer Pressekonferenz nach der Vorstellung des Staatsbudgets.

Ein „Deal-Breaker-Risiko“

In der Ausführungsbestimmung heißt es: „Alle Einkünfte, die aus der Bereitstellung von Investitionsgütern, Ausrüstung oder Werkzeugen an einen Auftragshersteller, der ein in Indien ansässiges Unternehmen ist, entstehen, sind von der Steuer befreit.“ Damit werde ein „zentrales Deal-Breaker-Risiko“ entfernt, so Steuerexperte Shankey Agrawal gegenüber Reuters. Er erwarte dadurch ein schnelleres „Scale-up“ der Produktion im Land und ein größeres Vertrauen in den indischen Fertigungsmarkt.

Unklar bleibt, was nach den fünf Jahren passiert – geplant ist die Regelung zunächst bis zum Steuerjahr 2030/2031. Da sich die Produktion schnell ändert, wäre es denkbar, dass die Maschinen bis dahin wieder außer Landes gebracht wurden. Indien beschränkt die Steuerbefreiung auf sogenannte Customs-Bonded-Areas, Fabrikgelände, die offiziell „außerhalb des indischen Zollraums“ liegen. Diese werden verwendet, um den Export zu erleichtern – China setzt seit Jahren auf solche Zonen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11164350

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Indien-Apple-Fertigung-drohen-Milliardensteuern-Lobbyarbeit-beim-Staat-10773778.html
[2] https://www.reuters.com/business/retail-consumer/india-hands-apple-win-by-letting-foreign-firms-fund-equipment-manufacturers-2026-02-01/
[3] https://www.heise.de/news/Nicht-nur-iPhones-Auch-bald-viele-AirPods-made-in-India-10916743.html
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 04. Februar 2026 um 11:52

Anzeige: Zwei 240-W-USB-C-Ladekabel für keine 5 Euro pro Stück

Von Erik Körner
Amazon verkauft zwei extrem beliebte USB-C-Ladekabel von Iniu für bis zu 240 W Ladeleistung zum Tiefstpreis.
Zwei zwei Meter lange USB-C-Ladekabel von Iniu für bis zu 240 W Leistung zum Tiefstpreis bei Amazon (Bild: Amazon.de/Iniu/Golem)
Zwei zwei Meter lange USB-C-Ladekabel von Iniu für bis zu 240 W Leistung zum Tiefstpreis bei Amazon Bild: Amazon.de/Iniu/Golem

Selbst der schnellste USB-Charger bringt wenig, wenn man kein Ladekabel besitzt, das seine hohe Ausgangsleistung unterstützt. Im Einzelhandel bezahlt man für solche High-Speed-Varianten oft über 20 Euro, deutlich günstiger kommt man bei Amazon weg. Der Onlinehändler verkauft zwei zwei Meter lange USB-C-Kabel von Iniu für bis zu 240 W für unter fünf Euro pro Stück. Der Angebotspreis gilt bis spätestens zum 8. Februar.

Darum lohnen sich die USB-C-Ladekabel von Iniu

Die USB-C-Ladekabel von Iniu sind die ideale Wahl für Nutzer mit vielen Geräten. Ihr 240-W-Support garantiert Kompatibilität mit Smartphones, Tablets, Laptops oder Handheldkonsolen und selbstverständlich diversen USB-Ladegeräten – unabhängig vom Hersteller. Sie funktionieren problemlos mit Carplay und Android Auto. Basierend auf dem USB-2.0-Standard können die Ladekabel außerdem Daten mit bis zu 480 MBit pro Sekunde übertragen.

Auf der Produktseite behauptet Iniu, die 240-W-Ladekabel würden das weltweit schnellste Laden überhaupt ermöglichen. Ob das stimmt, sei an dieser Stelle dahingestellt. Wichtiger ist ohnehin: Sie erreichen zumindest enorm hohe Ladegeschwindigkeiten. Einen ausreichend starken Charger vorausgesetzt, sollen die USB-C-Kabel ein Macbook Pro in 30 Minuten auf 88 Prozent laden, ein iPad Pro auf 91 Prozent, ein Samsung Galaxy S23 auf 84 Prozent oder ein Steam Deck auf 65 Prozent.

Inius USB-C-Ladekabel sind nicht nur schnell, sondern auch hochwertig verarbeitet. Die Kabel sollen über 40.000 Biegungen problemlos überstehen. Sie haben einen robusten, aber flexiblen Mantel aus Flyweave-Nylon, der nicht fusselt und haustiersicher ist, etwa vor Katzen mit Appetit für Elektronik. Die Stecker sollen bis zu 25 kg Gewicht aushalten, ohne sich zu verbiegen oder abzubrechen. Ein praktischer Bonus: In je einem Stecker ist eine grüne LED verbaut, die bei Stromfluss aufleuchtet. So weiß man immer, ob das angeschlossene Gerät tatsächlich lädt, und findet es im Dunkeln leichter wieder.

Iniu bei Amazon: USB-Ladekabel, Powerbanks, USB-Ladegeräte und mehr zum Witzpreis

Inius USB-C-Ladekabel sind 26 Prozent günstiger bei Amazon. Man zahlt 8,48 Euro statt der unverbindlichen Preisempfehlung von 11,49 Euro im befristeten Angebot. Mehr spannende Deals für Ladeelektronik findet man auf der Amazon-Seite des Herstellers. Powerbanks in verschiedenen Größen, High-Speed-Ladegeräte oder Magsafe-Ladestationen sind teils zu ihrem bisher niedrigsten Preis verfügbar. Stöbern lohnt sich.

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  • 04. Februar 2026 um 16:57

Maga Inc.: Tech-Milliardäre spenden weiter an Trump

Von Mike Faust
Mit dem Geld könnte sich US-Präsident Trump auch nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus politischen Einfluss sichern.
Mit den Spendengeldern kann sich Trump politischen Einfluss sichern, auch wenn er das Weiße Haus verlassen hat. (Bild: ZUMA Press Wire via Reuters Connect)
Mit den Spendengeldern kann sich Trump politischen Einfluss sichern, auch wenn er das Weiße Haus verlassen hat. Bild: ZUMA Press Wire via Reuters Connect

US-Präsident Donald Trump nahestehende politische Lobbygruppen (Political Action Commitee, Pac) haben im Jahr 2025 eine Rekordsumme von 429 Millionen US-Dollar eingesammelt. Wie die Financial Times berichtet , stammt ein Großteil des Geldes von Tech-Milliardären, die sich für politische Veränderungen in ihrem Sinne einsetzen.

Die größte Summe eines Einzelkomitees steht der Maga Inc. zur Verfügung, die über mehr als 304 Millionen US-Dollar verfügt. Diese Summe übersteige die finanziellen Mittel jeder mit der Demokratischen Partei verbundenen Gruppe um mehrere zehn Millionen US-Dollar, heißt es weiter.

Geld von Crypto.com und OpenAI-Mitbegründer

Die größte offengelegte Spende an Maga Inc. kam von der Kryptobörse Crypto.com, die 30 Millionen US-Dollar spendete und gleichzeitig mehrere Verträge mit mehreren Kryptounternehmen hat, die von Familienmitgliedern Trumps geführt werden.

Zu den weiteren Spendern gehören Greg Brockman, Mitbegründer und Vorsitzender von OpenAI, sowie dessen Frau Anna Brockman, die Maga Inc. jeweils 12,5 Millionen US-Dollar zukommen ließen. Greg Brockman unterstützt zudem Gruppen, die sich gegen staatliche KI-Regulierungen einsetzen und Kampagnen gegen Politiker ausführen, die derartige Regeln fordern.

Der Investor Jeff Yass, dessen Handelsfirma Susquehanna eine Milliardenbeteiligung an Bytedance hält, spendete 16 Millionen US-Dollar an Maga Inc. Hinzu kommen jeweils drei Millionen US-Dollar von den Risikokapitalgebern Marc Andreessen und Ben Horowitz, die sich für Krypto- und KI-freundliche Gesetze engagieren. Weitere 21 Millionen US-Dollar stammen von der sogenannten Dark-Money-Gruppe Securing American Greatness, die ihre Spender nicht offenlegt.

Bereitschaft, Krypto- und KI-freundliche Regierung zu unterstützen

Die Financial Times bezeichnet die hohe Summe in einem einzelnen Pac als ungewöhnlich und sieht dies als Zeichen, dass Trump immer noch sehr großen Einfluss auf die Republikanische Partei ausübt. Außerdem zeige es die Bereitschaft von Großspendern, eine Regierung zu finanzieren, die sich für Krypto und KI einsetzt .

Superpacs, wie die Maga Inc., dürfen unbegrenzt Geld sammeln und mit diesem Kandidaten unterstützen, sich aber nicht direkt mit Wahlkampagnen abstimmen. Für Trump stellt dies eine Möglichkeit dar, um loyale Politiker zu fördern. Zudem könnte er sich damit auch nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus politisch relevant halten.

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  • 04. Februar 2026 um 16:50

Anzeige: Kfz-Verbandstasche (2026) jetzt für unter 10 Euro bei Amazon

Von Boris Connemann
Die Kfz-Verbandstasche für Auto und Motorrad ist StVO-konform, europaweit nutzbar und bei Amazon aktuell stark reduziert.
Sicher unterwegs: Amazon hat die Kfz-Verbandstasche aktuell für unter 10 Euro im Angebot. (Bild: Amazon.de)
Sicher unterwegs: Amazon hat die Kfz-Verbandstasche aktuell für unter 10 Euro im Angebot. Bild: Amazon.de

Ein Verbandskasten im Auto ist nicht nur Pflicht, sondern kann im Ernstfall absolut entscheidend sein. Seit den jüngsten Anpassungen der Vorschriften sind bestimmte Inhalte zwingend vorgeschrieben, darunter auch medizinische Masken. Wer bei einer Kontrolle keinen aktuellen Verbandskasten mitführt, riskiert Bußgelder – und im Notfall fehlen wichtige Materialien, die absolut unerlässlich sind. Mit der Heldenwerk-Kfz-Verbandstasche nach DIN 13164:2022 gibt es derzeit ein Angebot bei Amazon, das Sicherheit, Konformität und Aktualität mit einem äußerst attraktiven Preis kombiniert.

Kfz-Verbandstasche mit Ausstattung nach neuer DIN-Norm 2025

Die Tasche enthält alles, was Auto- und Motorradfahrer im Ernstfall benötigen: Pflaster, Kompressen, Mullbinden, Verbandpäckchen und ein Dreieckstuch für die Erstversorgung kleiner und größerer Verletzungen. Dazu kommen Handschuhe und eine Schere, mit denen sich Verbände anlegen oder Kleidung schnell öffnen lassen. Eine Rettungsdecke schützt Verletzte vor Unterkühlung, während Feuchttücher und Wundreinigungstücher die hygienische Versorgung erleichtern. Besonders wichtig: Zwei medizinische Masken gehören zum Set, so dass die Tasche der aktuellen DIN-Norm für 2025 entspricht.

Die Aufbewahrung ist übersichtlich organisiert, die Materialien sind steril verpackt und durch eine bebilderte Anleitung ergänzt, die im Ernstfall schnelle Orientierung bietet. Gerade dann, wenn der letzte Erste-Hilfe-Kurs schon länger zurückliegt, ist das eine wertvolle Unterstützung. Die Tasche selbst ist kompakt, robust und mit einem stabilen Reißverschluss versehen. Sie passt ins Handschuhfach, die Türablage oder in den Kofferraum und ist durch die leuchtend rote Farbe leicht auffindbar.

Verbandstasche bei Amazon zum Schnäppchenpreis

Aktuell gibt es die Heldenwerk-Kfz-Verbandstasche bei Amazon für 9,90 Euro, die unverbindliche Preisempfehlung lag zuvor bei 16,97 Euro. Mit über 4.000 verkauften Exemplaren allein im letzten Monat gehört sie zu den meistgewählten Produkten ihrer Kategorie. Was wenig wundert, wenn man sich das aktuelle Verkehrsgeschehen in weiten Teilen Deutschlands ansieht.

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  • 04. Februar 2026 um 16:39

Telekom-Rechenzentrum soll deutsche KI-Leistung um die Hälfte steigern

Von Heise

In München eröffnet die Telekom ihr bislang größtes KI-Rechenzentrum mit Nvidia-Technik und politischer Prominenz.

Telekom-CEO Tim Höttges hat den Startschuss für das seit Mitte 2025 umgebaute KI-Rechenzentrum [1] im Münchner Tucherpark gegeben. Es soll vor allem deutschen und europäischen Kunden einen souveränen Betrieb ihrer jeweiligen KI-Modelle ermöglichen. Zudem stellt es ausreichend Rechenleistung auch zum Training großer Sprachmodelle bereit, konkret etwa für das europäische souveräne LLM Soofi [2].

Die Telekom-Sparte T-Systems baut den ersten Baustein ihrer „Industrial AI Cloud“ zusammen mit dem Partner Polarise, der die Hardware installiert und betreibt. Im Endausbau sollen in vier unterirdischen Räumen insgesamt rund 10.000 KI-Beschleuniger rechnen. Es kommt eine Mischung aus Nvidia DGX B200 SuperPod [3] und Servern mit jeweils mehreren RTX 6000 Pro Blackwell Server [4] zum Einsatz.

Nach Angaben der Telekom stellt das neue Rechenzentrum im Endausbau mit 0,5 Exaflops Rechenleistung für KI-Algorithmen rund 50 Prozent der gesamten KI-Performance bereit, die man derzeit in Deutschland insgesamt buchen könnte.

Rechenzentrums-Retrofit

Der Aufbau des Rechenzentrums ist technisch interessant, weil dazu ein bereits vorhandenes, älteres Rechenzentrum umgebaut wurde (Retrofit). Es erstreckt sich über mehr als fünf unterirdische Stockwerke unmittelbar neben dem Eisbach, der für die Surferwelle bekannt ist. Dessen Wasser wird auch zur Kühlung genutzt.

Wehr im Eisbach in München
Wehr im Eisbach in München

Dieses Wehr staut den Eisbach, um das Kühlwasser für das unterirdische Rechenzentrum Tucherpark zu entnehmen. Das Rechenzentrum befindet sich unter dem rechten Ufer des Eisbachs.

(Bild: Christof Windeck / heise medien)

Erste KI-Server sind bereits an Kunden vermietet, aber die vier Räume auf zwei Etagen sind längst noch nicht alle fertig ausgebaut.

Mit 12 Megawatt (MW) gesamter Versorgungs- und Kühlleistung gehört das RZ Tucherpark zu den kleineren derzeit geplanten KI-Rechenzentren in Deutschland. Allerdings stellt es schon jetzt sehr hohe Performance bereit.

Update

Ursprünglich stand hier eine Schätzung von 15 bis 20 MW Leistungsaufnahme. Tatsächlich stehen zunächst 12 MW bereit, ein Ausbau auf 20 MW ist geplant.

Nach eigenen Angaben investiert die Telekom zusammen mit ihren Partnern rund 1 Milliarde Euro in das Projekt.

Zu den Rednern bei der Eröffnungsveranstaltung in München gehörten außer Telekom-CEO Tim Höttges auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und der deutsche Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11165290

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Telekom-Rechenzentrum-mit-10-000-Nvidia-GPUs-entsteht-in-Muenchen-11056756.html
[2] https://www.heise.de/news/Soofi-Deutschland-soll-souveraenes-KI-Sprachmodell-entwickeln-11083042.html
[3] https://www.heise.de/news/Microsoft-und-OpenAI-zeigen-die-ersten-Nvidia-Blackwell-Systeme-9975521.html
[4] https://www.heise.de/news/RTX-Pro-6000-mit-Blackwell-und-96-GByte-ECC-Speicher-gesichtet-10309549.html
[5] https://www.heise.de/ct
[6] mailto:ciw@ct.de

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  • 04. Februar 2026 um 14:00

E-Zigarette: Weniger schädlich ist nicht harmlos

Von Thomas Pany

Thomas Pany

Junger Mann mit Zigarette und Dampfgerät

Bild: Shutterstock.com

Auch ohne Verbrennung entstehen beim Erhitzen giftige Stoffe. Eine Anses-Studie zeigt: E-Zigaretten bergen eigene Gesundheitsrisiken.

E-Zigaretten gelten seit Jahren als Instrument der Schadensbegrenzung im Vergleich zur Tabakzigarette. Gesundheitspolitisch werden sie häufig als pragmatische Übergangslösung zur Rauchentwöhnung betrachtet. Viele greifen zur E-Zigarette, um mit dem Rauchen aufzuhören – wie sicher ist diese "Brückentechnologie“ zur Schadensbegrenzung?

Die Debatte über mögliche mittel- und langfristige Risiken des Dampfens wächst – insbesondere dort, wo Nutzung dauerhaft wird und besonders, wenn Jugendliche einsteigen. Belastbare Langzeitdaten sind, da es Vapen noch nicht so lange gibt, begrenzt. Allerdings mehren sich toxikologische und epidemiologische Hinweise.

Nach dreijähriger Analyse hat die französische Behörde für Lebensmittel-, Umwelt- und Arbeitsschutz (Anses [1]) nun einen Bericht [2] vorgelegt, der auf einer dreijährigen Auswertung von knapp 3.000 wissenschaftlichen Publikationen [3] basiert.

Die Kernaussage: Das Dampfen birgt mittel- und langfristig mögliche gesundheitliche Risiken, bleibt aber deutlich weniger schädlich als herkömmlicher Tabakrauch.

Zwischen Schadensminderung und neuen Risiken

Die Anses-Studie identifiziert konkrete Gesundheitsgefahren beim Vapen. Bei nikotinhaltigen Produkten stuft die Behörde kardiovaskuläre Effekte wie erhöhten Blutdruck als "wahrscheinlich" ein.

Allerdings handle es sich um reversible Veränderungen, einen formalen Zusammenhang mit Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit oder Schlaganfällen stellt die Anses zum jetzigen Zeitpunkt nicht her.

Studien zeigen demnach mögliche Auswirkungen auf die Atemwege, etwa das Auftreten chronisch obstruktiver Lungenerkrankungen (COPD) [4] und Lungenentzündungen. Mehrere Arbeiten weisen auf biologische Veränderungen hin, die mit frühen Stadien der Krebsentstehung vereinbar sind.

Die Expertinnen und Experten betonen jedoch ausdrücklich: Die mit der E-Zigarette verbundenen Effekte sind nicht von der gleichen Schwere wie jene, die durch Tabak verursacht werden.

Besonders kritisch bewertet die Anses die Exposition während der Schwangerschaft. Das Dampfen, insbesondere mit Nikotin, hat "mögliche schädliche kardiovaskuläre und respiratorische Effekte auf die Nachkommen", indem es während der Entwicklung zu Veränderungen der Herz- und Atemzellen führt.

Warum die E-Zigarette trotzdem Schadstoffe enthält

Ein zentraler Befund der Anses-Analyse widerlegt eine verbreitete Annahme: Auch ohne Verbrennung entstehen beim Erhitzen der Liquids toxische und teils krebserregende Substanzen.

Die Expertinnen und Experten analysierten die Toxizität von Aldehyden – Substanzen mit anerkannt toxischen, insbesondere krebserzeugenden Wirkungen, die weiterhin in den von Dampfern ausgeatmeten Aerosolen vorhanden sind.

Die Anses kommt zu dem Schluss, dass das Fehlen von Verbrennung das Auftreten dieser Stoffe keineswegs verhindert und dass ihre Inhalation ein "nicht zu vernachlässigendes" Gesundheitsrisiko darstellt.

Zudem wurden weitere potenziell problematische Substanzen identifiziert, etwa Metalle oder Abbauprodukte von Sucralose, die beim Aerosolisierungsprozess der E-Zigarette entstehen.

Wie Clément Mercier vom Centre ingénierie et santé in Saint-Etienne gegenüber franceinfo.fr [5] erklärt, können bestimmte Aromen problematisch sein: "Die Struktur der Moleküle, wenn sie erhitzt werden, erzeugt deutlich mehr toxische Verbindungen" – etwa bei Zimt, aber auch bei Menthol "in geringerem Maße".

E-Zigarette als zweischneidiges Schwert bei der Rauchentwöhnung

Trotz aller Risiken erkennt die Anses die E-Zigarette als Mittel zur Rauchentwöhnung an, da sie bei vergleichbarer Nutzung ein "reduziertes Risiko" aufweist.

Das geht einen Schritt weiter als die Einschätzung des Hohen Rates für öffentliche Gesundheit, der 2022 erklärte, dass Dampfprodukte nicht als Instrumente der Risikoreduktion dargestellt werden könnten.

Die Behörde betont jedoch, dass diese Praxis eine "vorübergehende Option" bleiben müsse. Die Realität sieht anders aus: 59 Prozent der erwachsenen Dampfer nutzen ihre E-Zigarette seit zwei Jahren oder länger.

Noch problematischer: 65 Prozent der erwachsenen Dampfer sind Doppelnutzer – sie dampfen und rauchen gleichzeitig. Die Auswirkungen dieser doppelten Exposition sind laut Anses noch weitgehend unbekannt, könnten aber "schlimmer sein als jene, die bei einer alleinigen Exposition gegenüber der Zigarette oder der E-Zigarette beobachtet werden".

Bertrand Dautzenberg, ein französischer Tabakologe und seit rund fünfzehn Jahren Verfechter der E-Zigarette, verteidigt deren Nutzen gegenüber Le Monde [6]: "Das Nutzen-Risiko-Verhältnis ist enorm, die E-Zigarette enthält deutlich weniger Aldehyde als die Zigarette. Solange es Raucher gibt, muss man das Dampfen fördern."

Warum die E-Zigarette für Jugendliche gefährlich ist

Wenn es um das Dampfen bei Jugendlichen gibt es, wie zu erwarten, Warnungen vor einer Verharmlosung. Ein Drittel der befragten 13- bis 17-jährigen Dampfer in Frankreich hat nie geraucht und direkt mit dem Dampfen begonnen. Für sie ist die E-Zigarette kein Ausstiegs-, sondern ein Einstiegsprodukt in den Nikotinkonsum.

Die Anses warnt, dass der Konsum bei Jugendlichen weitgehend durch Modetrends und die Attraktivität bestimmter, insbesondere fruchtiger Aromen motiviert wird. Die Behörde empfiehlt daher, jede Form der Verharmlosung der E-Zigarette zu vermeiden und nicht zum Einstieg ins Dampfen zu ermuntern, insbesondere bei Jugendlichen.

Das Problem beschränkt sich nicht auf Frankreich. Die Weltgesundheitsorganisation WHO [7] meldete im Oktober vergangenen Jahres einen alarmierenden Anstieg des E-Zigarettenkonsums unter Jugendlichen in der gesamten europäischen Region.

In Deutschland haben laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum [8] – der Bericht stammt vom September 2025 – fast acht Prozent der 12- bis 17-Jährigen und rund 15 Prozent der 18- bis 25-Jährigen in den letzten 30 Tagen eine E-Zigarette verwendet. Dabei greifen junge Menschen vor allem zu den bunten, billigen und einfach zu bedienenden Einweg-E-Zigaretten.

Als Reaktion auf die identifizierten Risiken plant die französische Regierung ab 2026 eine strengere Regulierung. Das französische Gesundheitsministerium [9] kündigte an, die Aromen in Vaping-Produkten stark einzuschränken und den Nikotingehalt zu reduzieren.

Die Anses fordert zudem eine strengere Regulierung der Zusammensetzung dieser Produkte, insbesondere durch das Verbot von Inhaltsstoffen mit gesundheitlichem Risiko. Zudem empfiehlt sie, "jede Ermunterung zum Dampfen bei Nichtrauchern und Jugendlichen" zu vermeiden – notfalls auch über das derzeitige Verbot von Werbung und den Verkauf an Minderjährige hinaus.

Fazit: Die E-Zigarette kann für Raucher eine weniger schädliche Alternative sein – aber nur als vorübergehende Brücke zur Rauchentwöhnung, nicht als Dauerlösung. Für Nichtraucher und Jugendliche ist es offensichtlich besser, die Finger davonzulassen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11165254

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.anses.fr/fr/content/vapoter-quels-risques-pour-la-sante
[2] https://www.anses.fr/fr/content/vapoter-quels-risques-pour-la-sante
[3] https://www.lemonde.fr/planete/article/2026/02/04/cigarette-electronique-l-anses-rend-un-avis-prudent-sur-les-risques-sanitaires-du-vapotage_6665288_3244.html
[4] https://www.lemonde.fr/planete/article/2026/02/04/cigarette-electronique-l-anses-rend-un-avis-prudent-sur-les-risques-sanitaires-du-vapotage_6665288_3244.html
[5] https://www.franceinfo.fr/sante/drogue-addictions/cigarette-electronique/
[6] https://www.lemonde.fr/planete/article/2026/02/04/cigarette-electronique-l-anses-rend-un-avis-prudent-sur-les-risques-sanitaires-du-vapotage_6665288_3244.html
[7] https://www.who.int/europe/de/news/item/08-10-2025-who-european-region-has-the-highest-rate-of-tobacco-use-in-the-world--with-an-alarming-rise-in-young-people-using-e-cigarettes--global-report-warns
[8] https://www.dkfz.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/jeder-siebte-todesfall-ist-eine-folge-des-rauchens-neuer-tabakatlas-des-deutschen-krebsforschungszentrums-erschienen
[9] https://sante.gouv.fr/actualites-presse/presse/communiques-de-presse/article/vers-une-generation-sans-tabac-des-espaces-sans-tabac-des-le-1er-juillet-2025

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  • 04. Februar 2026 um 15:20

Generalprobe gescheitert: Mondmission startet frühestens im März

Von Marcel Kunzmann

Marcel Kunzmann

Eine Rakete bei Nacht vor dem Mond

Künstlerische Darstellung des Space Launch System (SLS)

(Bild: Alones/Shutterstock.com)

Die NASA verschiebt die Mondmission Artemis II auf März. Wasserstofflecks und technische Probleme zwangen zur Verschiebung. Ein Überblick.

Die Nasa hat den Start ihrer Mission Artemis II vom Februar auf frühestens März verschoben. Grund sind anhaltende Wasserstofflecks und weitere technische Schwierigkeiten, die bei der Generalprobe am Montag im Kennedy Space Center in Florida auftraten.

Die US-Raumfahrtbehörde teilte am Dienstagmorgen mit [1], dass die Ingenieure während des zweitägigen Tests mehrere Herausforderungen bewältigt hätten und viele der geplanten Ziele erreicht worden seien. Um die Daten auszuwerten und eine zweite Generalprobe durchzuführen, werde nun März als frühestmöglicher Startzeitpunkt angepeilt, hieß es in einer Stellungnahme. Das erste Startfenster im kommenden Monat öffnet sich am 6. März um 20:29 Uhr Ortszeit für zwei Stunden.

Artemis II soll die erste bemannte Mondmission seit 1972 werden und vier Astronauten an Bord der Orion-Kapsel auf eine Schleife um die Rückseite des Mondes schicken. Zur Besatzung gehören Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover, Missionsspezialistin Christina Koch und der kanadische Astronaut Jeremy Hansen. Damit fliegen erstmals eine Frau, ein Afroamerikaner und ein Kanadier zu einer Mondmission.

Wiederkehrende Probleme mit Wasserstoff

Bei der Generalprobe, dem sogenannten "Wet Dress Rehearsal", betankt die Nasa die Rakete und prüft alle Abläufe bis kurz vor der Zündung. Dabei traten am Montag erneut Wasserstofflecks auf – an derselben Stelle, die bereits beim Start der unbemannten Mission Artemis I vor drei Jahren Probleme bereitet hatte.

Die Lecks befinden sich an den Verbindungsstellen zwischen der Rakete und der Startplattform, wo flüssiger Wasserstoff und Sauerstoff in die Hauptstufe des Space Launch Systems fließen. Wasserstoff gilt als einer der effizientesten Raketentreibstoffe, ist aber extrem schwierig zu handhaben. Bei minus 253 Grad Celsius verflüssigt, kann er durch kleinste Öffnungen entweichen, da Wasserstoffmoleküle die kleinsten und leichtesten im Universum sind.

Die Nasa akzeptiert eine gewisse Menge austretendes Wasserstoffgas als normal. Als sicher gilt eine Konzentration von bis zu vier Prozent im Gehäuse um die Treibstoffverbindung. Dieser Grenzwert wurde während der Übung mehrfach überschritten, berichtete die Nachrichtenagentur Ars Technica.

Die Ingenieure versuchten, das Problem zu beheben, indem sie den Wasserstofffluss stoppten, die Verbindungsstelle erwärmen ließen, damit sich die Dichtungen neu setzen konnten, und den Treibstofffluss anpassten, wie die Nasa mitteilte. Zunächst schien dies zu funktionieren, und die 98 Meter hohe Rakete wurde am Montagabend vollständig mit mehr als 2,8 Millionen Litern Treibstoff beladen.

Countdown vorzeitig abgebrochen

Doch weitere Komplikationen verzögerten den Ablauf. Ein Team benötigte länger als geplant, um die Luke der Orion-Kapsel zu schließen und zu sichern. Ein Ventil zur Druckbeaufschlagung der Luke entlüftete versehentlich und musste nachgezogen werden. Zudem fielen Audioverbindungen aus, und mehrere Kameras funktionierten nicht richtig, vermutlich aufgrund der jüngsten Kälte in Zentralflorida.

Kurz nach Mitternacht gab das Startteam grünes Licht für die letzten zehn Minuten des Countdowns. Ziel war es, die Uhr 33 Sekunden vor dem Start anzuhalten – etwa zu dem Zeitpunkt, an dem die Rakete bei einem echten Startversuch die Kontrolle übernehmen würde. Stattdessen stoppte die Uhr bei T-minus 5 Minuten und 15 Sekunden.

"Aufgrund eines Anstiegs der Wasserstoffleckrate" sei der Countdown beendet worden, teilte die Nasa mit. Der Test endete, bevor die Rakete auf interne Stromversorgung umschalten und ihre vier Treibstofftanks vollständig unter Druck setzen konnte. Auch eine Überprüfung der Steuerung der vier Haupttriebwerke fand nicht statt – alles Meilensteine, die die Ingenieure abhaken wollten.

Später, aber sicher

Nasa-Administrator Jared Isaacman betonte in einer Stellungnahme auf X [2], dass Sicherheit oberste Priorität bleibe – für die Astronauten, die Belegschaft, die Systeme und die Öffentlichkeit. "Wir werden nur starten, wenn wir davon überzeugt sind, dass wir für diese historische Mission bereit sind", schrieb er.

Isaacman bedankte sich bei der Nasa-Belegschaft sowie den Partnern aus Industrie und Ausland, die unermüdlich an dem Projekt arbeiteten. Man werde die notwendigen Reparaturen vornehmen, Tests und eine weitere Generalprobe durchführen.

Die Nasa kündigte an, die Daten vollständig auszuwerten und jedes Problem zu beheben, bevor ein offizielles Startdatum festgelegt wird. Ob die Rakete dafür in das Montagegebäude zurückgerollt werden muss, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

Die vier Astronauten befinden sich seit dem 21. Januar in medizinischer Quarantäne an ihrem Heimatstützpunkt in Houston – eine Standardpraxis vor Weltraumflügen. Sie werden nun aus der Quarantäne entlassen, um ihr Training fortzusetzen und auf ein neues Startdatum zu warten. Etwa zwei Wochen vor der nächsten Abflugmöglichkeit beginnt eine erneute Quarantäne.

Die Mission ist Teil eines größeren Programms, das langfristig Landungen am Südpol des Mondes vorbereiten soll. Die Europäische Weltraumorganisation ESA steuert wesentliche Komponenten für die Orion-Kapsel bei. Zum Einsatz kommt die Schwerlast-Trägerrakete Space Launch System.

Sollte es im März zu weiteren Komplikationen kommen, sind auch Startfenster im April oder später möglich. Die Nasa hat nur wenige Startgelegenheiten pro Monat, wenn der Mond sich in der richtigen Position befindet, damit die Orion-Kapsel eine sogenannte freie Rückkehrbahn fliegen und sicher zur Erde zurückkehren kann.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.nasa.gov/blogs/missions/2026/02/03/artemis-ii-wet-dress-rehearsal-nasa-discusses-initial-results/
[2] https://x.com/NASAAdmin/status/2018578937115271660

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  • 04. Februar 2026 um 14:15

Anthropic-Tool löst 285-Milliarden-Dollar-Crash aus

Von Matthias Lindner

Matthias Lindner

Die Einführung zu Claude 3 ist auf der Anthropic-Website auf einem Computer zu sehen.

(Bild: Tada Images / Shutterstock.com)

Ein KI-Werkzeug für juristische Arbeiten löste Panikverkäufe aus. Experten fürchten: Ganze Geschäftsmodelle stehen auf dem Spiel.

Ein neues KI-Tool [1] von Anthropic, das für juristische Tätigkeiten [2] eingesetzt werden kann, hat die Aktienmärkte in Aufruhr versetzt. Am Dienstag büßten Unternehmen aus den Bereichen Software und Finanzdienstleistungen [3] insgesamt etwa 285 Milliarden US-Dollar an Börsenwert ein.

Branchenkenner bezeichnen die Situation als "SaaSpocalypse", heißt es bei [4] Bloomberg.

Ein Aktienkorb von Goldman Sachs mit US-Softwarewerten sackte innerhalb eines Tages um sechs Prozent [5] ab. Der S&P North American Software Index ging ebenfalls auf Talfahrt – und setzte damit einen negativen Trend fort: Im Januar rutschte er bereits um 15 Prozent ab.

Automatisierung juristischer Prozesse als Katalysator

Anthropic stellte ein Werkzeug vor [6], das Vertragsprüfungen, NDA-Triage und Compliance-Workflows [7] automatisieren kann. Firmen können die Automatisierung an ihre internen Vorgaben anpassen.

Nutzer erhalten Befehle zur Steuerung: Eine Funktion analysiert Vertragsklauseln und kennzeichnet problematische Stellen farblich mit konkreten Verbesserungsvorschlägen.

Eine andere sortiert eingehende Geheimhaltungsvereinbarungen nach Prüfungsbedarf. Das Unternehmen betont ausdrücklich, dass Juristen die Ergebnisse kontrollieren müssen [8].

Vom Nischenanbieter bis zum Branchenriesen betroffen

Zunächst traf es Firmen mit Schwerpunkt auf Rechtsinformationen. Die Börse in London verlor dreizehn Prozent ihres Werts, der Informationsdienstleister Thomson Reuters 16 Prozent. Der Online-Rechtsservice Legalzoom brach um 20 Prozent ein.

Schnell erfasste der Abwärtssog die gesamte Softwareindustrie. Die Grafik- und Dokumentensoftware-Hersteller Adobe sowie der CRM-Anbieter Salesforce gaben jeweils rund sieben Prozent nach. Microsoft verlor weitere drei Prozent – innerhalb weniger Tage summierte sich der Verlust auf über dreizehn Prozent.

Im Finanzsektor erwischte es [9] besonders Kreditgeber. Die Investmentgesellschaft Blue Owl Capital sank um 13 Prozent. Die Private-Equity-Häuser Ares Management, KKR und TPG büßten mehr als zehn Prozent ein.

Doppelte Bedrohung durch Modellanbieter

Anders als spezialisierte Legal-Tech-Startups entwickelt Anthropic die grundlegenden KI-Systeme selbst. Diese lassen sich gezielt für einzelne Branchen optimieren.

Dadurch entsteht Druck auf zwei Ebenen: Etablierte Datenanbieter sehen sich ebenso herausgefordert wie junge KI-Firmen im Rechtsbereich.

Start-ups wie Harvey AI mit einer Bewertung von fünf Milliarden US-Dollar nutzen Basissysteme externer Entwickler. Wenn diese Anbieter nun eigene Branchenlösungen präsentieren, verschärft sich der Wettbewerb erheblich.

Quartalszahlen bestätigen Branchenschwäche

Die aktuellen Geschäftsergebnisse unterstreichen die angespannte Lage. Lediglich 71 Prozent der Softwarefirmen im S&P 500 übertrafen die Umsatzprognosen. Im gesamten Technologiesektor gelang dies 85 Prozent der Unternehmen.

Microsoft legte solide Zahlen vor, doch Investoren konzentrierten sich auf das nachlassende Wachstum im Cloud-Geschäft [10] bei gleichzeitig steigenden Investitionen in KI-Infrastruktur. Die Aktie verlor daraufhin an einem Tag zehn Prozent. Auch ServiceNow und SAP nährten Zweifel am künftigen Expansionstempo.

Gegen den Trend entwickelte sich Palantir Technologies [11]. Das Analyseunternehmen steigerte seinen Umsatz im Schlussquartal um 70 Prozent. Der Kurs legte um knapp sieben Prozent zu.

Risikoprüfung bei Beteiligungsgesellschaften

Die Verunsicherung erreichte auch Private-Equity-Investoren. Mehrere Gesellschaften lassen ihre Portfolios auf anfällige Softwarebeteiligungen durchleuchten. Apollo reduzierte den Softwareanteil in seinen Kreditfonds um nahezu die Hälfte.

Ein Fondsmanager bringt laut Bloomberg die Herausforderung auf den Punkt: In diesem Jahr entscheide sich, welche Firmen von KI profitieren und welche verdrängt werden.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tp/article/Kann-man-KI-Antworten-ueberhaupt-noch-trauen-11114709.html
[2] https://www.heise.de/tp/article/Agentic-AI-Wie-kuenstliche-Intelligenz-die-Arbeitswelt-2025-veraendert-10276292.html
[3] https://www.heise.de/tp/article/GenAI-verschlingt-40-Milliarden-Dollar-ohne-messbaren-Nutzen-11071758.html
[4] https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-02-03/-get-me-out-traders-dump-software-stocks-as-ai-fears-take-hold
[5] https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-02-03/legal-software-stocks-plunge-as-anthropic-releases-new-ai-tool
[6] https://claude.com/plugins/legal
[7] https://www.heise.de/tp/article/Koennen-ethische-Richtlinien-KI-Einsatz-in-Unternehmen-verbessern-10309661.html
[8] https://www.heise.de/tp/article/KI-Halluzinationen-Mathematisch-unvermeidbar-10669149.html
[9] https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-02-03/legal-software-stocks-plunge-as-anthropic-releases-new-ai-tool
[10] https://www.heise.de/tp/article/Wird-Deutschland-zur-Datenkolonie-USA-haben-16-mal-mehr-Rechenpower-als-wir-11075794.html
[11] https://www.heise.de/tp/article/Palantir-Wenn-Software-ueber-Leben-und-Tod-entscheidet-11120958.html

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  • 04. Februar 2026 um 13:55

OpenAI stellt mit der Codex-App eine Kommandozentrale für KI-Workflows vor

Von Heise
OpenAI-Schriftzug und Umrisse von Personen, die an einem Tisch sitzen, wobei eine Person am Kopf des Tisches sitzt und eine steht.

(Bild: kovop/Shutterstock.com)

Multitasking statt sequenzielles Abarbeiten von Aufgaben: Mit der Codex-App lassen sich mehrere KI-Agenten gleichzeitig ausführen und zentral steuern.

Die neue Codex-App von OpenAI bietet Entwicklerinnen und Entwicklern eine zentrale Bedienoberfläche für mehrere Codex-Agenten mitsamt Projekten, Fähigkeiten und Automatisierungen. Vorerst gibt es die App nur als Desktop-Anwendung für macOS. Der zentrale KI-Agent hinter der App ist das gleichnamige KI-Tool Codex.

Parallel zum Launch der Codex-App ist Codex für einen begrenzten Zeitraum in den ChatGPT-Tarifen [1] Free und Go enthalten. Wie lange genau, sagt OpenAI allerdings nicht. Für die Tarife Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu verdoppelt der Anbieter die Nutzungslimits. Diese sollen überall dort gelten, wo Codex zum Einsatz kommt, was neben der neuen App auch für IDEs oder die Cloud gilt.

Delegieren statt Programmieren

Während das 2025 veröffentlichte AI-Tool Codex [2] Softwareentwicklern einen Teil der Programmierarbeit abnehmen kann, verfolgt die jetzt vorgestellte App einen umfassenderen Ansatz. Sie soll Developer in die Lage versetzen, komplexe und langwierige Multitasking-Aufgaben über ganze Teams von Agenten hinweg zu bewältigen, ohne dabei den Überblick zu verlieren.

Für das Delegieren der Workflows stellt das KI-Tool neben automatischen Zeitplänen auch nach Projekten organisierte Threads zur Verfügung, sodass mehrere Agenten parallel laufen und Aufgaben austauschen. Hinzu kommt eine Unterstützung für Git Worktrees, was es Agenten erlaubt, gleichzeitig und konfliktfrei am selben Repository zu arbeiten. Um Entwicklerinnen und Entwicklern den Einstieg zu erleichtern, übernimmt die Codex-App Sitzungsverläufe und Konfigurationen aus der Codex-CLI und IDE-Erweiterungen.

Eine Bibliothek mit Funktionen (Skills) für Tools und Workflows gehört ebenfalls zum Umfang der App. Damit lassen sich beispielsweise Webapps auf Cloud-Hosts hochladen, Bilder generieren, Dokumentationen erstellen oder Designs umsetzen. Eine vollständige Liste findet sich im Repository von OpenAI [3].

Screenshot Codex-App
Screenshot Codex-App

Integriert: Die Codex-App kommt mit einer umfangreichen Funktionsbibliothek (Skills).

(Bild: OpenAI)

So wie die Codex-CLI verwendet auch die Codex-App systemweite und konfigurierbare Sandbox-Mechanismen. Die Agenten sind darauf beschränkt, Dateien nur innerhalb isolierter Kopien zu bearbeiten. Aktionen, die höhere Berechtigungen erfordern wie der Netzwerkzugriff, führen sie erst nach erteilter Erlaubnis durch. Zur Automatisierung lassen sich bestimmte Befehle mit erhöhten Berechtigungen ausführen. Geplant hat OpenAI, dass Codex künftig cloudbasiert kontinuierlich im Hintergrund weiter läuft, auch wenn die Anwender ihre Rechner ausgeschaltet haben.

Als Beispiel für die Arbeit der Codex-App zeigt OpenAI ein Rennspiel [4], das Codex nach Prompt-Eingabe über mehrere Iterationen hinweg mit insgesamt 7 Millionen Tokens selbst entwickelt hat. Dabei ist das Tool auch in die Rollen von Designern und QA-Tester geschlüpft, und hat das Spiel selbst gespielt.

Windows- und Linux-User können sich bei OpenAI registrieren und sollen dann per Mail benachrichtigt [5] werden, sobald die App für diese Plattformen erscheint.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://chatgpt.com/de-DE/pricing/
[2] https://www.heise.de/news/OpenAI-Tool-Codex-soll-Softwareentwicklern-das-Programmieren-abnehmen-10387230.html
[3] https://github.com/openai/skills
[4] https://openai.com/de-DE/index/introducing-the-codex-app/
[5] https://openai.com/de-DE/form/codex-app/
[6] mailto:who@heise.de

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  • 04. Februar 2026 um 12:16

30 Jahre Java – Interview mit Community-Vertretern (Teil 4)

Von Heise
Zahl 30 steht auf Kaffeetasse

(Bild: Erstellt mit KI (Midjourney) durch iX-Redaktion)

Java wurde 2025 schon 30 Jahre alt. Das ist ein guter Zeitpunkt, zurück, aber auch nach vorn zu blicken.

In den vergangenen 30 Jahren hat sich eine rege Community im Java-Umfeld gebildet. Ich habe im Laufe des Jahres 2025 einige deutschsprachige Vertreter zu ihren Erfahrungen befragt. Die Resonanz war überwältigend. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben. In diesem vierten Teil kommen Michael Simons (Java Champion), Stefan Zörner (Buchautor und Mitglied der Apache Foundation), Markus Eisele (Java Champion), Dirk Weil (Buchautor) und Michael Vitz (Java Champion) zu Wort.

Java prägt viele Entwickler und Entwicklerinnen seit ihren ersten Schritten in der IT – und hat in dieser Zeit Höhen, Tiefen und mehrere Neuerfindungen erlebt. Die folgenden Antworten spiegeln persönliche Anfänge, prägende Erlebnisse, kritische Momente und eine Einordnung von Javas Rolle in der heutigen Softwareentwicklung wider. Abschließend wagen sie einen Blick nach vorn: mit Tipps für die eigene Weiterentwicklung und Erwartungen an Java in den kommenden Jahren.

Wann und mit welcher Version bist du erstmals mit Java in Berührung gekommen?

Michael Simons: Produktiv, also gegen Geld Software mit Java entwickelt um 2003, mit J2SE 1.4. Während des Studiums mal kurz J2SE 1.2 oder 1.3 angefasst, aber meine Ausbildung war sehr C- und Fortran-90-lastig.

Stefan Zörner: Ich habe bis 1998 an der Uni Münster Mathematik studiert und am Ende Übungsgruppen in Informatik betreut. Da wurde 1996/97 ganz frisch Java eingesetzt. Ich habe es mit den Leuten aus meinen Übungsgruppen zusammen gelernt, Version 1.0 war das.

Markus Eisele: Ich denke, es muss J2SE 1.2 gewesen sein. So um 1999.

Dirk Weil: Das war die allererste Version 1.0 – ich glaube, im Jahr 1996. Wir haben damals einen Arbeitskreis ins Leben gerufen, um die Entwicklung von Java zu beobachten und darüber zu diskutieren.

Michael Vitz: Das erste Mal in Berührung mit Java bin ich noch in meiner Schulzeit in der Oberstufe gekommen. Dort konnte ich für ein Jahr Informatik als Fach belegen. Dort begann, erst mit JavaKara und anschließend mit der Bibliothek „Stifte und Mäuse“, mit Java 1.4 und IBM Jikes als Compiler, meine lange Reise im JVM-Ökosystem.

Was war rückblickend dein schönstes Erlebnis mit der Sprache oder dem Ökosystem Java?

Michael Simons: „Dein schönstes Erlebnis mit einer Programmiersprache …“ – ich finde die Frage ein wenig irritierend. Emotional am schönsten war sicherlich, dass ich durch Java überhaupt in ein größeres Open-Source-Ökosystem eintauchen konnte. Mein damaliger Arbeitgeber war primär ein Oracle-Shop, das heißt, wir haben viel Oracle-Tools, wie Forms und Designer, genutzt, und darin gab es damals wenig Gelegenheit, Open Source zu machen. Über Java bin ich in die Spring-Welt gekommen und habe mir dort einen Namen gemacht und konnte 2016 das erste Mal auf einer internationalen Konferenz über Springs Autokonfiguration sprechen. Das hat mein Leben sehr bereichert und auch beeinflusst. Es ist nicht bei Spring geblieben, ich war auch einer der ersten Sprecher über jOOQ, und konnte so meine „Liebe“ für Java und deklarative Abfragesprachen in die Welt tragen. Seit fast sieben Jahren arbeite ich im Open-Source-Umfeld. Ohne Java und eine offene, inklusive Community wäre mein Leben zumindest in beruflicher Hinsicht ganz anders verlaufen.

Stefan Zörner: Ich habe später viel im Unternehmensumfeld entwickelt, in meiner IBM-Zeit vor allem in Versicherungen, da war J2EE angesagt. Die Vereinfachung vieler Dinge durch Hibernate und vor allem Spring war tatsächlich eine kleine Offenbarung. Die Bücher von Spring-Vater Rod Johnson habe ich gerne gelesen.

Markus Eisele: Sicherlich die Community. Ich habe früh in meiner Karriere damit begonnen, mein Wissen aus Projekten weiterzugeben, und ich kann mich noch sehr gut an die ersten Vorträge über Struts und J2EE erinnern, die ich im Rahmen von freitäglichen Infoveranstaltungen gehalten habe. Auf diesem Weg ging ich weiter in Richtung internationaler Konferenzen und hatte das Glück, auch mal auf der JavaOne zu sprechen. Das schönste Erlebnis war sicherlich, die Geburt der JavaLand begleiten zu dürfen und der Sprache auch hierzulande eine große Plattform bieten zu können.

Dirk Weil: Mit Java hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass ich nicht der Erste war, der ein Problem hatte. Es gab nun eine Community, die sich gegenseitig unterstützte und Lösungen verteilte. Das hatte ich vorher mit C und C++ nicht erlebt. Dazu kam die damals noch rasante Entwicklung von Server-Produkten wie BEA WebLogic oder JBoss. Damit traf Java exakt den Punkt der Revolution von Anwendungen weg vom meist lokalen Client-Server-Modell hin zu global verfügbaren Webanwendungen.

Michael Vitz: Auf der persönlichen Ebene sicher meine Ernennung zum Java Champion Anfang 2021. Seitdem darf ich Mitglied in einer Gruppe sein, in der viele Menschen sind, deren Arbeit ich jahrelang verfolgt und geschätzt habe. Und ich erwische mich immer noch mit dem Gedanken, dass ich als kleines Licht dort eigentlich nicht hingehöre. Aus einer professionellen Sicht gibt es sehr viele schöne Erlebnisse, aber nicht das eine. Jede Anwendung und jedes Problem, die ich, auch weil mir ein solches Ökosystem zur Seite steht, mit Java lösen konnte und die anschließend Mehrwert liefert, lösen in mir positive Gefühle aus.

Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. Was hat dich negativ beeinflusst beziehungsweise was war ein unschöner Moment im Java-Umfeld?

Michael Simons: Ein, zwei menschliche Enttäuschungen, die auf die widersinnige Annahme zurückzuführen sind, dass „alle“ Menschen in einem positiven Umfeld generell positiv sind beziehungsweise sich auch in meinem Wertekosmos bewegen. Das hat aber weniger mit der Sprache als solcher zu tun.

Stefan Zörner: Umgekehrt die Mühen, die man mit J2EE und speziell EJB 1.0 hatte. Eigentlich wollte ich nur eine Entität persistieren. Die rituellen Handlungen beim Deployment waren erheblich. Das Ganze wurde erst durch die Einflüsse von Spring und Hibernate auch in Java EE besser.

Markus Eisele: Mich persönlich stört die rigorose Handhabung des Trademarks von Oracle. Durch das konsequente Verfolgen von jeglichen Aktivitäten, die den Begriff „Java“ im Namen tragen, ist die Community immer gezwungen, alternative Wege zu gehen und es gibt kaum ein aktives Community-Mitglied, welches da nicht seine unschönen Erfahrungen gesammelt hat. Hier wurde und wird weiterhin sehr viel Vertrauen und Wertschätzung für einen durchaus fragwürdigen Gegenwert verspielt.

Dirk Weil: Die sehr zähe Weiterentwicklung von Java EE in den Jahren ab 2016 war sehr irritierend. Das ging teilweise bis zur Einschätzung, dass Java EE tot sei. Der Umstieg auf Jakarta EE mit seinem eher juristisch verordneten Paketnamenswechsel und dem damit verbundenen Breaking Change in der Plattform setzte da sogar noch einen drauf.

Michael Vitz: Zum Glück kann ich mich nicht bewusst an einen negativen Moment erinnern. Natürlich gab es, aufgrund des Pluralismus im Ökosystem, immer mal wieder Scharmützel zwischen Bibliotheken, Werkzeugen oder Frameworks, aber aus meiner Sicht haben diese sich stets in Grenzen gehalten und sind selten unter die Gürtellinie gerutscht oder sehr persönlich geworden. Auf das JDK selbst hat wohl primär die Einführung des Modulsystems und der damit für einige etwas kompliziertere Wechsel auf JDK 9 negativen Einfluss gehabt. Aber auch das ist jetzt schon fast acht Jahre her.

Glaubst du, dass Java auch nach 30 Jahren noch relevant ist? Welche Rolle spielt Java deiner Meinung nach in der modernen Softwareentwicklung, insbesondere im Vergleich zu anderen Sprachen und Technologien?

Michael Simons: Ja, definitiv. Vor über 20 Jahren habe ich bereits Java Stored Procedures in eine Oracle-Datenbank deployed. Programme und Applikationen, die ich vor zehn Jahren geschrieben habe, sind immer noch im Betrieb. Unsere Open-Source-Module sind weltweit im Einsatz. Einige der erfolgreichsten IDEs dieses Planenten sind in Java geschrieben. All die Versicherungs- und Bankensoftware wird sich nicht von alleine warten oder durch generierten Code ersetzt werden. Ich mache mir da wenige Sorgen. In den letzten zwei, drei Jahren habe ich für mich viel Python geschrieben. Zusammen mit dem Pink-Database-Design-Paradigma, das Datenbanken in den Mittelpunkt stellt, ist es eine ungeheuer leichtgewichtige und schnelle Alternative für kleine bis mittelgroße Applikationen. Ich möchte das nicht missen. Aber, wenn ich an einen größeren Einsatz denke, möchte ich auch nicht auf die Stabilität von Java, die sensible Evolution, das annähernd komplette Ökosystem, die sehr guten Buildtools und vieles mehr verzichten.

Selbst im Bereich LLMs gibt es auf GraalVM basierende Lösungen, die schnelle, lokale Inferenz ermöglichen. Das ist meines Erachtens erheblich viel mehr wert als in anderen Sprachen geschriebene Ketten von HTTP-Calls, um mit LLMs und GPTs zu agieren. Bei der Frage nach Vergleichen sehe ich förmlich, wie du auf den Bereich Data Engineering und Education zielst: Bezüglich Data Engineering wird Java maximal von SQL überholt, nicht von Python. Die Python-Scripts und Notebooks sind schön für explorative Auswertungen, das stimmt, aber damit nehmen sie Java nichts weg. Bezüglich Education: Mit Java 24 ist es einfacher denn jemals zuvor, mit einer einzelnen Main-Methode zu starten, ohne Klassenzeremonie.

Stefan Zörner: Ja. Dafür sorgt schon die schiere Menge an Software, die in Java geschrieben ist und auch heute immer noch insbesondere in großen Unternehmen entsteht. Innovation findet tendenziell woanders statt, aber die Java-Welt greift viele Dinge auf.

Markus Eisele: Das ist gerade im aktuellen Hype rund um künstliche Intelligenz und Python natürlich eine sehr gute Frage. Was ich täglich mit Kunden erlebe, ist, dass es ein jahrelang gewachsenes Vertrauen in die Betreibbarkeit und Qualität von Java-basierten Anwendungen gibt. Die JVM als Runtime und auch die Sprache haben sich konsequent weiterentwickelt und bieten für nahezu alle Anwendungsfälle geeignete und performante Antworten. Dieses Vertrauen müssen sich andere Plattformen erst verdienen. Ich vergleiche das auch gerne mal mit Laufschuhen. Es gibt wahnsinnig gut aussehende, mit allerlei Schnickschnack und tollen Sohlen, aber ganz am Ende kann man erst nach vielen Kilometern dann den Unterschied wirklich ausmachen. Ähnlich sehe ich auch die Zukunft von Java. Vorsichtige Modellpflege mit einem Blick auf die wirklich wichtigen Funktionen unter konsequenter Weiterentwicklung der Laufzeitperformance erhält Java den Vorsprung. Noch für viele Jahre.

Dirk Weil: Ich halte Java weiterhin für sehr relevant und tragfähig. Die mittlerweile recht zügige Weiterentwicklung der Sprache selbst wie auch die breite Unterstützung für Server-Frameworks – Jakarta EE, Spring Boot, Quarkus und so weiter – sind für mich ein starkes Zeichen für ein lebendiges Ökosystem. Das finde ich bei anderen Sprachen nicht in der gleichen Qualität.

Michael Vitz: Wer weiß schon, wie die Welt in 30 Jahren aussieht? Gerade in einer Zeit, in der wir mit KI eine Technologie erleben, die das eine oder andere auf den Kopf stellt, und das sehr rasant. Unter der Annahme, dass Beobachtungen aus der Vergangenheit auch in der Zukunft gelten, gibt es in 30 Jahren sicher noch Java-Anwendungen. Ob diese dann eher den Stellenwert wie heute C oder COBOL haben, vermag ich aber nicht zu sagen. Ich gehe aber davon aus, dass es mit Sicherheit noch Menschen gibt, die dann Geld mit Java verdienen können. In der modernen Softwareentwicklung spielt Java sicherlich heute eine größere Rolle. Die Verbreitung über die letzten Jahre und auch die stete Weiterentwicklung, bei gleichzeitiger hoher Kontinuität und Kompatibilität, machen sich hier bezahlt. Und auch wenn diese deswegen vereinzelt etwas langsamer ist als in anderen Sprachen, braucht sich Java im Feature-Vergleich und vor allem mit dem großen Ökosystem nicht zu verstecken. Die wohl aktuell größten Baustellen der langsameren Startzeit und des höheren Arbeitsspeicherverbrauchs sind bekannt und werden an diversen Stellen angegangen. Insofern bin ich auch hier guter Dinge, dass Java weiterhin eine solide Wahl ist.

Tipps und Wünsche

Welche Tipps kannst du aktuellen Java-Entwicklern geben, um in der sich schnell verändernden Technologielandschaft am Ball zu bleiben und sich mit Java weiterzuentwickeln?

Michael Simons: Lernt kein Java. Lernt stattdessen Grundlagen. Nicht für L33t-Coding-Interviews, sondern für euer Verständnis von Algorithmen und Programmierung. Bevorzugt langweilige und einfache Lösungen gegenüber cleveren Lösungen. Macht das gerne mit Java. Java ist zugänglich. Horrorgeschichten darüber, dass unendlich viele Tools benötigt werden, sind schon lange nicht mehr wahr. Heutzutage kann jede einfache Main-Klasse mit java ausgeführt werden, sie muss noch nicht mal vorher mit javac explizit kompiliert werden. Lasst euch nicht vom Gen-AI-Hype irremachen. Ja, ihr könnt damit schnell Code generieren, aber versteht ihr den auch? Fokussiert euch nicht nur auf Code, sondern auf die Domäne. Das ist am Ende das, was Geld macht. Und vielleicht sollte man sich genau das nicht vom AI-Tool wegnehmen lassen.

Stefan Zörner: Wenn ihr es nicht schon tut, würde ich euch den Kontakt zu den lokalen Java User Groups empfehlen. Gerade die in kleineren Städten sind sehr engagiert und bieten eine tolle Möglichkeit zum Austausch.

Markus Eisele: Ein Thema, nach dem ich oft gefragt werde, von Studierenden genauso wie von erfahrenen Entwicklern. Jeder hat hier seine eigene Methode und Vorlieben. Was ich als besonders wichtig empfinde, ist die Grundeinstellung: am Ball bleiben zu wollen. Sich nicht auf dem Wissen auszuruhen. Wir sind hier alle gefragt, die Zeit zu investieren und die Kenntnisse der Werkzeuge aktuell zu halten. Sicherlich sind die Java Champions [2] eine gute Gruppe von Leuten, die auch regelmäßig auf unterschiedlichen Plattformen die Neuigkeiten kommunizieren. Wer gerne eher „hands-on“ lernt, dem kann ich nur die Devoxx University Days oder natürlich auch die Schulungstage der JavaLand empfehlen. Aber es gibt noch unzählige andere Angebote, aus denen man auswählen kann. In diesem Fall gilt auch hier wie für so vieles Andere: Der Weg ist das Ziel. Entscheidet euch dabei zu bleiben und lernt in eurem Tempo mit den Medien, die ihr bevorzugt. Natürlich dürft ihr auch mir auf Bsky (@myfear.com) oder Mastodon (myfear@mastodon.online) folgen.

Dirk Weil: Die umfangreichen Möglichkeiten können auf den ersten Blick abschreckend wirken, weil man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Da kann ich nur raten, als Einsteiger kleine Schritte zu machen und Dinge, die man nicht braucht, links liegenzulassen. Am besten funktioniert es im Austausch mit erfahrenen Entwicklern. Die kann man in der wirklich gut ausgebauten Landschaft von User Groups und Konferenzen finden – und natürlich auch bei uns als Dienstleister. 😉

Michael Vitz: Wer mich kennt, weiß, dass ich, obwohl ich Java Champion bin, mich nicht auf eine Technologie festlegen lassen möchte. Deswegen würde ich als ersten Tipp geben, sich nicht ausschließlich auf Java zu fokussieren. Es macht sicherlich Sinn, eine Technologie sehr tief zu kennen, aber noch wichtiger ist, zumindest glaube ich das, das Verständnis von generellen Konzepten, die sich dann auch einfach in andere Ökosysteme übertragen lassen. Um dabei am Ball zu bleiben, muss sicherlich jeder für sich eine passende Strategie finden. Meine liegt darin, regelmäßig diverse Quellen, wie Blogs, Newsseiten, Podcasts, YouTube-Channel und Konferenzen, zu konsumieren. Je mehr Erfahrung ich über die Jahre gesammelt habe, umso mehr reicht es mittlerweile primär durch die Überschriften auf dem aktuellen Stand zu bleiben und die konkreten Inhalte nur noch selektiv zu verarbeiten.

Was wünschst du dir für Java in den nächsten fünf bis zehn Jahren und welche Befürchtungen hast du?

Michael Simons: Ich wünsche mir, dass die aktuellen Architekten der Sprache und der JVM, namentlich Brian Goetz, Mark Reinhold, Ron Pressler und viele andere, noch lange dabei bleiben, weiterhin nicht nur unfassbar gut zu lesende JEPs und andere Dokumente veröffentlichen, sondern die Sprache wie bisher pflegen, warten und weiterentwickeln.

Stefan Zörner: Ich mag die aktuelle Entwicklung, einfache Programme einfacher zu machen (Stichwort: „Simple Source Files and Instance Main Methods“). Da fände ich mehr davon schön. Befürchtungen habe ich eigentlich keine, da Java ein lebendiges Ökosystem ist und nicht von einem Unternehmen dominiert wird. Diese Befürchtung hatte ich bei der Übernahme durch Oracle.

Markus Eisele: Ich würde mir wünschen, dass Java weiterhin so unaufgeregt und stabil innoviert, wie es das in der Vergangenheit getan hat. Verlässlichkeit und Performance vor Funktionalität um jeden Preis, mit einem guten Blick auf das, was die Gemeinschaft bewegt. Ich schätze die Arbeit der Java-Architekten und ihren Blick auf die wesentlichen Dinge hier sehr. Danke für euer Engagement und Führung. Meine größte Sorge bleibt, dass irgendwann Zuverlässigkeit gegen Hype getauscht wird. Das wäre ein großer Verlust.

Dirk Weil: Ich wünsche mir, dass Java – und vielleicht umso mehr die Server-Frameworks – mit der Zeit gehen und aktuelle Trends aufnehmen. Gegenwärtig ist es das allgegenwärtige Thema KI, für das schon diverse Lösungen als Java-Bibliotheken oder Ähnliches zur Verfügung stehen. So muss Java auch zukünftige Strömungen in sich aufnehmen. Dann habe ich für die Zukunft von Java keine Befürchtungen!

Michael Vitz: Ich bin da, vermutlich, sehr bescheiden. Da es für mich nicht die große Baustelle gibt, durch die ich mich blockiert fühle, nehme ich jedes neue Feature, das mir dann doch noch hilft, mit Freude an. Sicherlich wäre es super, wenn die schon genannten Punkte der Startzeit und vor allem des Speicherverbrauchs bald deutlich nach unten gehen. Das würde viele Diskussionen im Vergleich zu anderen Sprachen ersparen und würde auch dem ökologischen Fußabdruck helfen und damit indirekt auch finanzielle Ersparnisse erzeugen. Wenn ich jetzt etwas allgemeiner auf Technik schaue, dann müssen wir sicherlich abwarten, ob der aktuelle KI-Hype auch größeren Einfluss auf Programmiersprachen selbst haben wird. Wenn dem so ist, dann könnte es in zehn Jahren auch so sein, dass Code selbst nur noch ein Zwischenschritt, wie heute Bytecode, ist oder wir diesen gar nicht mehr benötigen, weil wir natürlich sprachlich oder grafisch programmieren. Andererseits ermöglicht es uns, Code sehr präzise zu formulieren, was wir möchten. Insofern bleibt die Zukunft, zum Glück, sicherlich spannend.


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programmier.bar: Coding Agents mit Julia Kordick

Von Heise
programmier.bar: Coding Agents mit Julia Kordick

(Bild: programmier.bar)

Zwischen Hype und Realität: Was AI Coding Agents im Entwicklungsalltag tatsächlich leisten, erklärt Julia Kordick von Microsoft.

Coding-Agenten wie GitHub Copilot und der Agentic Mode halten zunehmend Einzug in den Entwicklungsalltag. In dieser Podcastfolge spricht Julia Kordick, Software Global Black Belt bei Microsoft, mit der programmier.bar darüber, warum nicht die reine Codegenerierung, sondern vor allem der richtige Kontext über den Erfolg von AI Coding Agents entscheidet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich solche Systeme sinnvoll einsetzen lassen, ohne die Kontrolle über Code und Architektur zu verlieren.

Zwischen Entwicklungsteams und Management

Julia Kordick beschreibt, wie sie in ihrer Rolle die Brücke zwischen Entwicklungsteams und Management schlägt und den Einsatz von AI Coding Agents sowohl in großen Enterprise-Strukturen als auch in Start-ups begleitet. Sie erläutert, wie sich Workflows schrittweise aufsetzen lassen, wie Agenten-Personas definiert werden und wie mehrere Agenten sinnvoll orchestriert werden können.

Abschließend werfen Dennis Becker, Jan Gregor Emge-Triebel und Julia Kordick einen Blick auf die Zukunft der Softwareentwicklung. Sie diskutieren, wie sich Rollen verändern könnten, welche Chancen agentische Systeme bieten und wie Entwickler:innen ihre Expertise einbringen können, um die Zusammenarbeit von Mensch und KI sinnvoll zu gestalten.

Die aktuelle Ausgabe des Podcasts steht auch im Blog der programmier.bar [3] bereit: „Coding Agents mit Julia Kordick [4]“. Fragen und Anregungen gerne per Mail [5] oder via Mastodon [6], Bluesky [7], LinkedIn [8] oder Instagram [9].


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