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Deutsche Forscher zeigen, wie KI-Modelle effizienter und günstiger werden können

Von Bernd Müller

Bernd Müller

KI-Gehirnschaltung als Symbol für maschinelles Lernen, Automatisierung, Datenverarbeitung und fortschrittliche Analytik, die moderne Unternehmensinnovation fördert Parse

(Bild: Koupei Studio / Shutterstock.com)

Forscher entdecken überraschenden Trick: KI-Modelle brauchen das Gegenteil von dem, was alle dachten.

Viele werden die Situation kennen: Bevor man zum Spaziergang aufbricht, schaut man aus dem Fenster und fragt sich, ob man vielleicht einen Regenschirm mitnehmen sollte. Solche und ähnliche Fragen lassen sich heute Millionen Menschen von einem KI-Chatbot [1] beantworten.

Wie gut die Antwort ausfällt, hängt nicht nur damit zusammen, auf welche Daten der KI-Chatbot zugreifen kann, sondern auch von der Qualität des eigenen KI-Modells [2]. Besonders wichtig ist hier die Balance zwischen linearen und nichtlinearen Komponenten.

Was bedeutet Linearität bei KI-Modellen?

Ein lineares Modell reagiert proportional auf seine Eingaben. Verdoppelt sich der Input, verdoppelt sich auch der Output. Das funktioniert wie bei einer einfachen Formel.

Nichtlineare Modelle arbeiten anders. Sie können die gleiche Information unterschiedlich verarbeiten [3]. Das hängt davon ab, in welchem Zusammenhang sie auftritt.

Ein Beispiel dafür ist das Wort "Bank", an dem sich der Unterschied gut darstellen lässt. Es kann ein Finanzinstitut bezeichnen, aber auch eine Sitzgelegenheit. Welche Bedeutung gemeint ist, erschließt sich aus dem Kontext.

Doch lineare Systeme verstehen solche Unterschiede nicht. Soll nun Sprache verarbeitet oder sollen Muster erkannt werden, sind deshalb nichtlineare Fähigkeiten unverzichtbar.

Das Problem der Trainingskosten

Allerdings verursacht Nichtlinearität hohe Kosten. Große Transformer-Modelle [4] benötigen beim Training enorme Rechenkapazitäten [5]. Weltweit entstehen deshalb Rechenzentren [6] mit gigantischem Stromverbrauch [7].

Lineare Modelle lassen sich deutlich günstiger trainieren. Aber sie können eben keine komplexen Kontexte verarbeiten.

Gesucht wird also ein Kompromiss. Ein System, das kontextabhängig arbeiten kann, ohne die vollen Ressourcen zu verschlingen. Sowohl lineare als auch Transformer-Modelle [8] unterstützen paralleles Training. Das ermöglicht die Verarbeitung großer Datenmengen.

Die Frage lautet: Wie viel Nichtlinearität benötigt ein Modell wirklich?

Tests an verschiedenen Aufgaben

Forscher aus Frankfurt und Heidelberg [9] sind dieser Frage nachgegangen. Sie testeten verschiedene Modelle an unterschiedlichen Problemen. Dazu gehörten Textklassifizierung, Bilderkennung und kognitive Tests.

Diese Bandbreite half dabei, herauszufinden, wo Nichtlinearität tatsächlich nötig ist. Und wo lineare Verarbeitung ausreicht.

Das Ergebnis [10] überraschte. Modelle mit dosierter Nichtlinearität schnitten in vielen Fällen am besten ab. Sie übertrafen sowohl rein lineare als auch komplett nichtlineare Varianten.

Besonders deutlich zeigte sich das bei kleinen Datenmengen. Aber auch bei größeren Datensätzen blieben diese Hybridmodelle konkurrenzfähig.

Nichtlineare Einheiten als Schalter

Wie funktioniert das? Die nichtlinearen Komponenten wirken wie Weichen im System. Sie schalten zwischen verschiedenen linearen Wegen um. Das geschieht abhängig vom jeweiligen Kontext.

Für die Untersuchung nutzten die Wissenschaftler sogenannte Almost Linear Recurrent Neural Networks. Diese Architektur erlaubt es, den nichtlinearen Anteil gezielt zu verändern. Und die Auswirkungen zu messen.

Die stufenweise lineare Struktur macht sichtbar, welche Mechanismen ablaufen. Funktionen wie Gating oder regelbasierte Integration lassen sich direkt erkennen. Das ist ein großer Vorteil gegenüber undurchsichtigen Modellen [11].

Mehrfacher Nutzen für die Praxis

Weil Nichtlinearität auf wenige Stellen konzentriert ist, kann nachvollzogen werden, wo das Modell sie einsetzt. Das verbessert die Interpretierbarkeit erheblich.

Zudem sinken die Rechenkosten. Denn es sind weniger nichtlineare Operationen nötig. In Szenarien mit mehreren Aufgaben fördert sparsame Nichtlinearität zudem gemeinsame Muster. Statt stark verteilter Repräsentationen.

Ein weiterer Vorteil zeigt sich bei begrenzten Trainingsdaten. Hier wirkt die dosierte Nichtlinearität als hilfreiche Vorannahme. Wenn Aufgaben diskretes Umschalten zwischen Modi erfordern, erreichen dosiert nichtlineare Modelle oft bessere Ergebnisse. Sie übertreffen dann ihre vollständig nichtlinearen Gegenstücke.

Erkenntnisse für die Hirnforschung

So wie sich in den Experimenten zeigte, können dosiert nichtlineare Systeme auch in den Neurowissenschaften [12] hilfreich sein. Die Modelle können nicht nur neuronale Aufzeichnungen analysieren, sondern sie helfen auch dabei, die Funktionsprinzipien des Gehirns zu verstehen.

So konnten sie zeigen, dass das Gehirn ähnlich funktioniert, wie die hybriden KI-Modelle: Das Gedächtnis arbeitet demnach mit linearen Prozessen. Gerechnet wird dagegen durch gezielt nichtlineare Mechanismen.

Ein Bauplan für künftige Entwicklungen

Die Forscher empfehlen, dosierte Nichtlinearität als Gestaltungsprinzip von neuen KI-Modellen zu etablieren. Statt reflexartig auf maximale Nichtlinearität zu setzen, sollten Entwickler bewusst abwägen [13]: Wo ist sie wirklich nötig?

Das spart Ressourcen. Und hilft dabei, die Systeme besser nachvollziehen zu können.


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https://www.heise.de/-11172072

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tp/article/ChatGPT-liest-mit-Wie-privat-sind-unsere-Gespraeche-mit-KI-10631607.html
[2] https://www.heise.de/tp/article/Kann-man-KI-Antworten-ueberhaupt-noch-trauen-11114709.html
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Kuenstliche-Intelligenz-Einstieg-fuer-Maker-4266728.html
[4] https://www.heise.de/tp/article/GenAI-verschlingt-40-Milliarden-Dollar-ohne-messbaren-Nutzen-11071758.html
[5] https://www.heise.de/tp/article/Europas-Comeback-Jupiter-erinnert-an-alte-Forschungsglorie-10633942.html
[6] https://www.heise.de/tp/article/Wird-Deutschland-zur-Datenkolonie-USA-haben-16-mal-mehr-Rechenpower-als-wir-11075794.html
[7] https://www.heise.de/tp/article/Wieviel-Strom-frisst-die-Digitalisierung-9730356.html
[8] https://www.heise.de/tp/article/Ist-DeepSeek-jetzt-besser-als-ChatGPT-und-Gemini-11102674.html
[9] https://idw-online.de/de/news865710
[10] https://openreview.net/pdf?id=qI2Vt9P9rl
[11] https://www.heise.de/tp/article/KI-Halluzinationen-Mathematisch-unvermeidbar-10669149.html
[12] https://www.heise.de/tp/article/Gehirnwellen-scannen-wie-Radar-Neue-Erkenntnisse-zur-visuellen-Wahrnehmung-10794542.html
[13] https://www.heise.de/tp/article/Koennen-ethische-Richtlinien-KI-Einsatz-in-Unternehmen-verbessern-10309661.html

Copyright © 2026 Heise Medien

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  • 10. Februar 2026 um 16:45

Iran-USA-Verhandlungen: Zeit gewonnen, Krieg verschoben?

Von Luca Schäfer

Luca Schäfer

Ein Mann in Anzug vor Mikrofonen

Trumps Unterhändler vom Dienst: US-Sondergesandter Steve Witkoff

(Bild: DT phots1/Shutterstock.com)

Last-Minute-Diplomatie im Schatten der Eskalation: Washington und Teheran verhandeln heimlich. Kann ein Deal den Krieg noch verhindern? Eine Analyse.

Die erste Runde ist geschafft: Am vergangenen Freitag verhandelten [1] der Iran und die USA über ein mögliches Abkommen. Zuletzt hatte sich – nach der Verlegung [2]amerikanischer Flugzeugträger – die Lage enorm zugespitzt.

Bislang traten keine größeren Informationen nach außen. Es dürfte sich bei den Verhandlungen um Vorgespräche gehandelt haben, die zum Ziel hatten, die beiden maximal auseinanderklaffenden Verhandlungspositionen aufeinander zuzubewegen. Trump nannte [3] die Gespräche nichtssagend "sehr gut".

Der "gute Start" (iranischer Außenminister Araghchi) soll nach Konsultationen in den Heimatländern demnächst fortgesetzt werden [4]– ein exakter Zeitpunkt blieb offen. Die Lage bleibt volatil: Wie der Orientalist Walter Posch einordnet [5], handelten beide Seiten zwar besonnen, dennoch könne es "jederzeit" zu einer militärischen Eskalation kommen.

Dies führte nicht zuletzt ein Zwischenfall vor Augen: Das US-Militär schoss kürzlich [6] eine iranische Drohne ab, die – ob versehentlich oder beabsichtigt – sich einem Flugzeugträger genähert hatte. Zögern die Verhandlungen somit den Big Bang lediglich hinaus?

Arabische Schweiz

Der Ort der Gespräche überrascht kaum. Aufgrund einer auf Ausgleich basierenden Außenpolitik gilt das Sultanat Oman als "Schweiz Arabiens" [7]. So legte man bereits 2013 in Maskat den Grundstein für das JCPOA genannte Atomabkommen [8]. Gleichwohl vermittelte die omanische Diplomatie erfolgreich für US-Interessen: Oman warf [9] sein politisches Gewicht in die Waagschale, um in einer humanitären Vermittlerrolle im Iran inhaftierte US-Bürger in die Freiheit zu bekommen.

2006 unterzeichneten [10] der Oman und die USA ein Freihandelsabkommen, welches US-Konzernen den Marktzugang erleichterte und Zölle abschaffte. Seitdem sind die USA der zweitgrößte Kapitalgeber des Landes und fungieren [11] zudem als engster militärischer Partner.

Omanische Streitkräfte operieren mit importierten US-Waffen; im Rahmen eines 2019 geschlossenen Interoperabilitätsabkommens räumte Maskat im Bedarfsfall mögliche US-Nutzung omanischer Basen ein. Als Anrainer [12] sowie auf Grundlage tiefgreifender ökonomischer Verflechtungen in Richtung Teheran (Energie-Partnerschaft, Handelsflüsse) besitzt der Oman jedoch selbst kein Interesse an einer Eskalation.

Symbol der Region

Gleichzeitig verurteilten [13] zahlreiche arabische Staaten einen US-Iran-Krieg, der die regionale Stabilität gefährden würde. Wenn auch dabei nicht die Partnerschaft zur Islamischen Republik im Vordergrund gestanden haben dürfte [14], sondern eine israelische Suprematie verhindert werden soll, ist der Beitrag wichtig.

Mit einem Ende der Theokratie würde die extrem rechte Regierung Israels ihren entscheidenden regionalen Gegenspieler verlieren. Die Netanjahu-Administration pocht [15] gegenüber Washington auf einer "harten" Linie und sieht Verhandlungen generell kritisch. Tel Aviv will die Gespräche über das iranische Atomprogramm hinaus ausweiten und – gestützt auf die Erfahrungen des Zwölftage-Krieges im Juni – auch eine umfassende Abrüstung konventioneller Waffensysteme, vor allem ballistischer Raketen, durchsetzen.

Bedrohungsnutzen

Aktuell wird diskutiert [16], ob die US-Linie von Israel beeinflusst werden kann. Nimmt man die Maga-Rhetorik und die nationale Sicherheitsstrategie [17] ernst – mit ihrer Orientierung auf einen imperialen Endkampf gegen den "systematischen Rivalen" China – dürfte bei aller Beeinflussung US-amerikanischer Politik [18] durch eine gut vernetzte zionistische Lobby [19], der Weg der Verhandlungen weiter beschritten werden.

Doch auch Tel Aviv nutzt [20] die vermeintliche Bedrohung: Akademische Studien belegen [21], dass israelische Politik – oftmals abseits einer realen Bedrohungslage – den Iran innen- wie außenpolitisch divers nutzt.

Laut dieser Analyse, die vom Investigativjournalisten Gareth Porter [22] gestützt wird, dient [23]der Faktor Iran der Stärkung der Bindung zu den USA, gigantischem Militarismus sowie innenpolitischen Restriktionen. Insofern muss fraglich bleiben, ob Tel Aviv bereit ist, noch vor der Durchsetzung all seiner Interessen im Gazastreifen, in Syrien oder dem Libanon seine legitimierende Begründung auszuschalten.

Gretchenfrage und Maximalforderungen

Gleichwohl steht der Frieden auf Messers Schneide: Während die USA (und Israel) insbesondere den Stopp oder eine drastische Reduktion der iranischen Urananreicherung vorsehen, den Zugang für internationale Inspektionen erzwingen mögen und weitreichende Einschränkungen im Raketenprogramm erreichen wollen, fordert der Iran gegenseitige (!) Sicherheitsgarantien, den Abbau der das Land strangulierenden Sanktionen und eine Abkehr von US-amerikanischer Ultimatenpolitik.

Die Positionen liegen somit weit voneinander entfernt, und das iranische Atomprogramm ist die Gretchenfrage des Prozesses. Nach den letzten international verfügbaren Daten [24] – seit Juni 2025 hat Teheran die Zusammenarbeit mit der IAEA und damit einhergehende Kontrollinspektionen auf Basis des Angriffs auf das Land auf unbestimmte Zeit ausgesetzt – verfügte das Land über 440 Kilogramm Uran angereichert bis 60 Prozent.

Damit liegt der Iran fernab des benötigten waffenfähigen Materials (90 Prozent). Entgegen den politisch mobilisierenden Behauptungen von Trump oder Netanjahu war der Iran, nach Analysen der US-Geheimdienste [25], noch im Juni 2025 Jahre vom Bau einer Atombombe entfernt. Seit Monaten beteuert [26]die iranische Politik gebetsmühlenartig, dass kein neues Uran angereichert werde und man sich als souveränes Land lediglich das Recht der zivilen Atomnutzung vorbehalten würde.

Auch wenn Israel selbst nur in einer unbedeutenden Forschungsanlage der IAEA Zugang gewährt [27], man zudem nicht dem Atomwaffensperrvertrag (NPT) beitrat und eine Politik der "nuklearen Unklarheit" verfolgt [28], fordert Tel-Aviv, dass das Uran aus dem Iran abtransportiert werden müsse. Hierbei könnte es Bewegung geben: Moskau bot [29] erneut an, die Uran-Bestände des Iran im Land zu verwahren.

Quo vadis?

Es ist – im Sinne einer friedlichen Welt – erfreulich, dass eine erste Runde ohne Eklat stattgefunden hat. Dennoch gilt es als unwahrscheinlich, dass es – auf Basis der weiterhin existierenden Maximalforderungen – zu einer zeitnahen Einigung kommen wird. Beide Seiten haben primär Zeit gewonnen.

Teheran kann – trotz massiver Aufrüstung seiner Marine mit Drohnenschwärmen, der Drohung der Verminung der Küste sowie russisch-chinesischen Aufrüstungseinkäufen (Boden-Luft-Raketen, S-400-System) – kein Interesse an einem Krieg haben. Gegen Tel Aviv und Washington wäre kein militärischer Sieg denkbar.

Vielmehr wird es der unter Schock stehenden Führung des Staates um einen gewissen Ausgleich gehen: Will die Republik überleben und nicht an periodischen Protesten auf Basis wirtschaftlicher Nöte zugrunde gehen, müssen einige der Sanktionen fallen und Handlungsspielräume erweitert werden. Gleichzeitig haben – neben den arabischen Staaten – auch die engen Brics [30]-Partner Russland und China kein Interesse an einer militärischen Eskalation.

Es gilt anzunehmen, dass der Iran sein Atomprogramm opfern wird, auch wenn er seine konventionellen Waffen weiter aufrüsten wird, um die feindlichen Kosten eines Angriffs (einer Invasion) in unkalkulierbare Höhen zu treiben.

Während die USA auf eine Kombination aus ökonomisch-militärischem Druck setzen dürften, sieht Israel die Zeit für militärische Interventionen längst gekommen [31]. Diplomatische Lösungen und einen eingefrorenen, begrenzten Konflikt kann es somit nur dann geben, wenn die USA sich einer israelischen Linie [32] verweigern.


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https://www.heise.de/-11171183

Links in diesem Artikel:
[1] https://apnews.com/article/iran-trump-protests-negotiations-nuclear-deal-9758adb33c0d01c70a07ad7de0f5221b
[2] https://www.focus.de/politik/ausland/trump-riesige-us-flotte-faehrt-richtung-iran-analysten-reicht-nicht-fuer-angriff_caf86b41-2d68-40ef-baa2-51d7ebae40c6.html
[3] https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-iran-gespraeche-trump-100.html
[4] https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-usa-gespraeche-oman-ende-100.html
[5] https://www.zdfheute.de/politik/ausland/iran-usa-oman-verhandlungen-atomprogramm-experte-walter-posch-100.html
[6] https://www.spiegel.de/ausland/iran-usa-schiessen-iranische-drohne-im-arabischen-meer-ab-a-67f65b9d-d379-4c01-b8b4-de4731808553
[7] https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nahost-konflikt-die-schweiz-arabiens-der-stille-vermittler-oman.cf4f0fef-17cf-4bef-88ab-a4b904b03518.html
[8] https://www.aljazeera.com/features/2025/4/20/everything-you-need-to-know-about-iran-us-nuclear-negotiations
[9] https://de.wikipedia.org/wiki/Beziehungen_zwischen_Oman_und_den_Vereinigten_Staaten
[10] https://www.fm.gov.om/en/20084/
[11] https://fodasun.com/en/omans-capabilities-in-mitigating-iran-us-tensions-and-facilitating-the-lifting-of-anti-iranian-sanctions/
[12] https://omanspire.om/how-muscat-became-the-hub-for-iran-us-diplomacy-amid-rising-tensions/
[13] https://www.trtdeutsch.com/article/72cb94934788
[14] https://global.chinadaily.com.cn/a/202602/08/WS6987c916a310d6866eb3812a.html
[15] https://www.welt.de/politik/ausland/article69879b862ddb13e1db76f13e/treffen-mit-trump-netanjahu-reist-zu-beratungen-nach-washington-und-pocht-auf-harte-linie-bei-iran-gespraechen.html
[16] https://www.aljazeera.com/news/2026/2/4/some-israel-question-influence-over-us-iran-war-decision-nears
[17] https://www.heise.de/tp/article/US-Sicherheitsstrategie-2025-Kriegserklaerung-aus-Washington-11113154.html
[18] https://www.blaetter.de/ausgabe/2002/august/die-vereinigten-staaten-und-israel
[19] https://www.rosalux.org.il/artikel/die-beziehungen-zwischen-den-usa-und-israel-wedelt-der-schwanz-mit-dem-hund/
[20] https://www.swp-berlin.org/publikation/des-einen-freund-des-andern-feind-israel-und-iran-im-maghreb
[21] https://umbrella.lib.umb.edu/discovery/fulldisplay?docid=alma9919819775003746&context=L&vid=01MA_UMB:01MA_UMB&lang=en&adaptor=Local%20Search%20Engine&tab=Everything&query=sub,exact,National%20security%20--%20Israel,AND&mode=advanced&offset=20
[22] https://en.wikipedia.org/wiki/Gareth_Porter
[23] https://www.palestine-studies.org/en/node/195935
[24] https://www.gov.uk/government/speeches/npt-safeguards-agreement-with-iran-e3-statement-to-the-iaea-board-of-governors-november-2025
[25] https://www.tagesspiegel.de/internationales/iran-noch-jahre-von-der-atomwaffe-entfernt-us-geheimdienstler-sehen-offenbar-keine-unmittelbare-nukleare-bedrohung-13874461.html
[26] https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-urananreicherung-134.html
[27] https://taz.de/Israels-Atomwaffenarsenal/!5058656/
[28] https://media.un.org/unifeed/en/asset/u140/u140331b#:~:text=%E2%80%9CIsrael%20is%20a%20very%20valued,Shimon%20Peres%2C%20President%20of%20Israel:
[29] https://www.reuters.com/world/china/russia-says-uranium-proposal-iran-is-still-table-2026-02-04/
[30] https://www.telepolis.de/thema/Brics
[31] https://www.reuters.com/world/middle-east/us-intel-suggests-israel-preparing-strike-irans-nuclear-facilities-cnn-reports-2025-05-20/
[32] https://www.focus.de/politik/ausland/greifen-die-usa-den-iran-an-donald-trump-prueft-jetzt-3-optionen_2ede66d1-d04f-4521-901b-500d03e54e98.html

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  • 10. Februar 2026 um 14:00

Königin Luise: Ein Superstar des deutschen Feudalismus

Von Christian Bartels

Christian Bartels

Ansicht eines Barockschlosses

Schloss Hohenzieritz

(Bild: Christian Bartels)

In Mecklenburgs Süden sind so einige Schlösser stehen geblieben. Da geht es um die Strelitzie und um die einst ungemein umschwärmte preußische Königin Luise.

Die Herzöge und Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz waren eher kleine Lichter, die über das weitgehend vergessene Fürstentümchen kaum hinauswirkten [1]. Anders sieht das bei einigen Prinzessinnen aus, die in größere Hauptstädte heirateten und deren Spuren im Neustrelitzer Umland vermarktet werden.

Während in Neustrelitz seit 1945 kein Schloss mehr steht, enthält das rund 25 Kilometer südwestlich gelegene Mirow gleich zwei vollständig erhaltene Schlösser. Der "3 Königinnen Palais" [2] buhlt um Aufmerksamkeit, die zumindest zwei der drei Königinnen verdienen – auch von Menschen, die keine Fans von Royals sind.

Prinzessin Charlotte heiratete 1761 den englischen Kronprinzen. Auch wenn George III. später als "Farmer George" und "Mad King George" dramatisiert und verfilmte wurde und in den USA, die sich gegen sein Königreich ihre Unabhängigkeit erkämpften, sowieso als Tyrann gilt, wurde sie mit ihm sogar glücklich – bei Fürstenhochzeiten eher nicht die Regel.

Verheiratet in europäischen Hauptstädten

In Großbritanniens Kolonien bekamen denn auch einige Städten den Namen Charlottesville. Und die afrikanische Paradiesvogelblume einen nach dem Geburtsnamen der in den Kew Gardens bei London zusehends gartenbegeisterten Königin. Die Strelitzie gelangte dann auch bald nach Neustrelitz – und steht seit 2008 dort auch als Skulptur [3] auf einem der die Stadtbilder im 21. Jahrhundert prägenden Plätze, einer Kreisverkehrs-Insel.

Zumindest in Deutschland noch berühmter als Queen Charlotte wurde und ist vielleicht noch immer deren Nichte Luise, die 1793 den späteren preußischen König Friedrich Wilhelm III. heiratete. Imagemäßig profitierte Luise, wie später Marilyn Monroe oder James Dean, davon, dass sie früh gestorben ist, mit 34 Jahren.

Sie wurde nur jung abgebildet – und oft. Auch wenn die vielen Bildnisse der Königin, die einem in Mecklenburg wie in Berlin begegnen, sich keineswegs immer sehr ähnlich sind: Gut sah sie offenbar aus.

Öffentlichkeitswirksame Königin

Offenkundig war Königin Luise um Öffentlichkeitswirkung bestrebt. Sie stand und saß etwa lange Modell für als Reproduktionen verbreitete Bilder und Büsten und kommunizierte über die Grenzen Preußens hinaus mit Dichtern wie Jean Paul. Heinrich von Kleist verehrte ihr ein Geburtstagsgedicht [4], kurz bevor er sich als Berliner Tageszeitungspionier versuchte.

Vogelperspektieve des ortes Mirow mit See.

Mirow in der Mecklenburgischen Seenplatte

(Bild: Christian Bartels)

Offenkundig sollte das wenig pompöse, ostentativ bürgerliche, wenn nicht sogar proto-biedermeierliche Leben, das Luise glücklich mit ihrem Gemahl – einem der wenigen Fürsten ohne Mätressen – führte, Volksnähe demonstrieren und stiften. Schließlich tobte zur selben Zeit die Französische Revolution und kam Berlin immer näher. Überall fürchteten Monarchen, selber guillotiniert zu werden.

Wichtige Reform-Politiker wie der damalige preußische Staatskanzler Karl August von Hardenberg kommunizierten lieber mit Luise als mit dem nicht besonders vorausblickenden Friedrich Wilhelm. Und in der öffentlichen Meinung, die während der Revolutionsjahre Fahrt an Bedeutung zunahm (im schon damals wie heute noch zeitungsreichen Deutschland besonders), verbreiteten sich Luise-Anekdoten rasant.

Kinder küssen – nur ohne Wahlkampf

Etwa die, wie sie beim Einzug in Berlin ein kleines Mädchen, das wie üblich ein Gedicht aufsagte, unüblicherweise in die Arme nahm und küsste. Das Königspaar reiste durch seine Lande und zeigte sich gern, wie zu den wichtigsten Aufgaben heutiger Monarchen gehört.

Dass dann in preußisch-französischen Konflikten und Kriegen auch Anti-Luise-Anekdoten lanciert wurden, etwa vom noch Image-bewussteren Kaiser Napoleon, erhöhte die Bedeutung. Wie im algorithmischen Zeitalter galt schon damals: Hin und Her von Fans und Hatern sorgt erst recht für Reichweite.

Und spätestens als Luises Sohn, Preußenkönig Wilhelm, im hohen Alter von 73 Jahren an ihrem Sarg betete, bevor er 1870 in den vom französischen Kaiser Napoleons III. erklärten Krieg zog, und dann nochmals im nächsten Jahr, nachdem er selber als deutscher Kaiser und Sieger aus Versailles zurückgekehrt war, waren alle Dämme gebrochen für eine nicht mehr nur preußenweite Luisen-Verehrung.

Luises 250. Geburtstag im März

Noch zum 200. Todestag wurde sie 2010 als "Königin der Herzen" und "Mythos", als "It-Girl", "Working Mom" und "Fashion Victim" apostrophiert. Über sämtliche Epochen machte Luise mehr her als andere deutsche Monarchinnen und Monarchen (es sei denn, man zählt die gebürtige Bayerin Sissi dazu, in deren Kaiserinzeit sich Österreichs und Deutschlands Wege trennten).

Wobei nun im März Luises 250. Geburtstag ansteht und dazu bloß wenige lokale Veranstaltungen, und eher in Mecklenburg als in Berlin, geplant sind. Nur eine Luise-Briefmarke [5] wird erscheinen, genau wie für "SpongeBob". Sind solche Preußen-Storys nun auserzählt? Womöglich auch, weil immer gute Beziehungen zu Russland mitspielen? Luise schätzte auch Zar Alexander, eine ihrer Töchter wurde selber Zarin.

Geboren wurde Luise übrigens in Hannover, weil ihr noch nicht regierender Vater dort sein Geld als Gouverneur für seinen Schwager, den britisch-hannoverschen König verdiente. Aber gestorben ist sie im mecklenburgischen Hohenzieritz, gut zehn Kilometer nördlich von Neustrelitz. Dort steht noch ein Schloss [6].

Luises Sterbezimmer

Da besuchte Luise im Sommer 1810, nach der Niederlage gegen Napoleon und der Rückkehr aus einem abenteuerlichen Exil der Königsfamilie in Ostpreußen, ihren Vater, der inzwischen in Neustrelitz regierte. Überraschend erkrankte sie und starb, an einer Lungenentzündung oder an Kummer, wie bald vermutet wurde.

Ihr angeblich unverändertes Sterbezimmer wurde bereits 1813, kaum dass die Franzosen aus der Region gewichen waren, für Besucher geöffnet und blieb es bis 1945. Seit dem Jahr 2000 steht es Besuchern wieder offen. Einst verewigten sich angereiste Adelige per Autograph, nun gibt es auch Möglichkeiten für bürgerliche Besucher.

Englische Gartenlandschaft

Wie man das findet, bleibt natürlich Ansichtssache. Schön jedenfalls ist am Hohenzieritzer Schlosspark, den ab den 1770er Jahren ein über die englische Gartenfreundin Queen Charlotte vermittelter Gartenbaumeister gestaltete, der unmerkliche Übergang in echte Landschaften.

Die geschwungenen Mauern zur leichten Abgrenzung tragen den sprechenden Namen "Ahas". Und wie so oft in Mecklenburg sind Seen zu sehen. Im Touristenort Mirow an der Kleinseenplatte [7] gilt das erst recht. Auch ohne Royals- oder Luisen-Faible lohnt ein Besuch.

Bleibt die Frage, welche dritte Drei-Königinnen-Palais der Mirower Drei-Königinnen-Palais meint. Nicht Jutta von Mecklenburg-Strelitz [8], die nominell Königin Montenegros war (aber nur eine Woche lang im Exil ... Das würde echt zu weit führen – auch wenn Montenegro als mutmaßlich 28. Mitgliedsland der EU werden wird).

Schadows Prinzessinen

Die dritte ist Luises Schwester Friederike, die schließlich noch zur vorletzten Monarchin des späten Königreichs Hannover avancierte.

Gipsstatuen zweier Biedermeier-Prinzessinnen

Luise und Friedrike: Schadows Prinzessinnengruppe

(Bild: Christian Bartels)

Bekannt ist diese Friederike eher als zweite Hälfte der Prinzessinnengruppe [9] des Bildhauers Johann Gottfried Schadow. Das lässig wirkende, dabei in allerhand Modellsitzungen bzw. -stehungen entstandenen lebensgroße Doppelstandbild der Schwestern, das schnell breite Wirkungsgeschichte entfaltete, lässt sich in Berlin sogar bei freiem Eintritt besichtigen.

Während die Marmor-Fassung in der Alten Nationalgalerie zu sehen ist, wartet das ursprünglichere, genauso große Gipsmodell im schönstem Bau von Berlin-Mitte, der als Schinkel-Museum dienenden Friedrichswerderschen Kirche.


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https://www.heise.de/-11169993

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[1] https://www.telepolis.de/article/Neustrelitz-Schloss-weg-Hauptstadt-auch-krasse-Planstadt-11159913.html
[2] https://www.3koeniginnen.de/
[3] https://www.neustrelitz.de/de/stadt-amp-verwaltung/auf-einen-blick/neustrelitz-und-die-strelitzie
[4] https://projekt-gutenberg.org/authors/heinrich-von-kleist/books/gedichte-und-fabeln/chapter/19/
[5] https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Bilderstrecken/Sondermarken/Programm_2026/Maerz-2026.html
[6] https://www.mv-schloesser.de/de/willkommen-auf-schloss-hohenzieritz/
[7] https://www.mv-schloesser.de/de/willkommen-auf-schloss-hohenzieritz/
[8] https://de.wikipedia.org/wiki/Jutta_zu_Mecklenburg-Strelitz
[9] https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/friedrichswerdersche-kirche/ausstellungen/detail/die-prinzessinnen-sind-zurueck/

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  • 10. Februar 2026 um 13:00

Attacken auf BeyondTrust Remote Support und Privileged Remote Access möglich

Von Heise
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(Bild: AFANASEV IVAN/Shutterstock.com)

Zwei Fernwartungslösungen von BeyondTrust sind verwundbar. Sicherheitsupdates schließen eine kritische Lücke.

Nutzen Angreifer eine Sicherheitslücke in BeyondTrust Remote Support oder Privileged Remote Access erfolgreich aus, können sie Systeme vollständig kompromittieren. Aktuelle Versionen sind gegen mögliche Attacken gerüstet. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass Angreifer die Schwachstelle bereits ausnutzen.

Die Gefahr

Aus einer Warnmeldung geht hervor [1], dass Remote Support bis einschließlich Ausgabe 25.3.1 und Privileged Remote Access bis einschließlich Version 24.3.4 angreifbar sind. Die Entwickler geben an, Remote Support 25.3.2 und Privileged Remote Access 25.1.1 abgesichert zu haben. Bei SaaS-Kunden seien die Sicherheitsupdates schon installiert. Admins von On-Premises-Instanzen müssen die Patches selbst installieren. Der Support für Remote Support vor 21.3 und Privileged Remote Access vor 22.1 ist ausgelaufen und es gibt keine Sicherheitspatches mehr. Hier ist ein Upgrade fällig.

Mit dem Patchen sollten Admins nicht zu lange warten, schließlich können Angreifer über die Lücke (CVE-2026-1731 „kritisch“) Schadcode auf Systeme schieben. Das klappt für entfernte Angreifer ohne Authentifizierung mit speziellen Client-Anfragen.


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https://www.heise.de/-11171444

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.beyondtrust.com/trust-center/security-advisories/bt26-02
[2] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[3] mailto:des@heise.de

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  • 10. Februar 2026 um 12:27

Archive.today: Betreiber setzt Nutzer für DDoS-Attacke ein

Von Heise
Screenshot von Archive.today mit Warnschild

(Bild: heise medien)

Der Betreiber von Archive.today setzt Besucher seiner Seite ohne deren Wissen für eine DDoS-Attacke ein. Betroffener ist ein finnischer Blogger.

Der anonyme Betreiber von Archive.today setzt Besucher seiner Internetseite in einer Distributed-Denial-of-Service-Attacke (DDoS) unwissentlich gegen einen finnischen Blogger ein. Auf einer Vorschaltseite, die per Google reCaptcha Bots fernhalten soll, ist JavaScript versteckt, das im Browser des Nutzers alle 300 Millisekunden eine HTTP-Anfrage an die Seite Gyrovague.com richtet. Hintergrund der Attacke ist offenbar ein missliebiger Blogpost des Betroffenen. Hinter der attackierten URL verbirgt sich der Blog des Finnen Janni Patokallio, der im Jahr 2023 in einem Beitrag Ergebnisse einer Recherche über Archive.today veröffentlicht hatte. Deutsche Nutzer, die Archive.today verwenden, bewegen sich dadurch in einer rechtlichen Grauzone und könnten sich strafbar machen, sagt ein Fachanwalt für IT-Recht.

Gegenüber einem Sicherheitsforscher erklärte der Betreiber von Archive.today [1], dass die DDoS-Attacke dazu diene, die Hosting-Kosten des Finnen „etwas“ in die Höhe zu treiben. Er fühle sich durch dessen Blogpost „gedoxxed“ und reagiere mit der DDoS-Attacke darauf. In dem offiziellen Tumblr-Blog von Archive.today [2], in das vor Kurzem nach zwei Jahren Pause erstmals wieder gepostet wurde, werden Patokallio und seine Familie scharf attackiert. In dem Post werden wirre Zusammenhänge zwischen Patokallio, einer angeblichen Nazi-Vergangenheit seines Großvaters, Waffenhandel und der Ukraine hergestellt.

Sperren gegen Medienunternehmen

Der Betreiber von Archive.today war für heise online über die auf der Seite angegebene E-Mail-Adresse nicht zu erreichen. In seinem Tumblr-Blog schreibt er, dass er Büros des Verlags Condé Nast gesperrt habe, weil diese „Propaganda“ über seinen Dienst veröffentlicht hätten. Von einer solchen Sperre ist seit einigen Tagen offenbar auch heise online betroffen. Aus dem Firmennetz ist die Seite nicht mehr aufrufbar, E-Mails an den Betreiber können nicht zugestellt werden. Stein des Anstoßes bei heise online ist offenbar ein Bericht vom November 2025 [3], in dem es um Ermittlungen von US-Behörden gegen Archive.today ging.

In diesem Bericht wurde auch der Blogpost von Janni Patokallio erwähnt und verlinkt. Dieser erklärt darin unter anderem, dass Archive.today ein Botnetz mit wechselnden IP-Adressen betreibt, um Abwehrmaßnahmen gegen das Scraping zu umgehen. Mit Archive.today können frühere Versionen einer Website aufgerufen werden, in vielen Fällen aber auch Bezahlschranken von Publikationen umgangen werden. Patokallio schrieb außerdem, dass der oder die Betreiber in Russland sitzen – eine These, die im Netz allerdings umstritten ist.

So reagiert der Betroffene

Janni Patokallio erklärte in seinem Blog [4], dass ihm die DDoS-Attacke finanziell nichts ausmache, da er ein Webhosting zum Pauschalpreis nutze. Hinzu kommt, dass Adblocker wie uBlock Origin die DDoS-Anfragen inzwischen blockieren. Der Attacke war offenbar eine E-Mail des Archive.today-Betreibers vorausgegangen, die er zunächst übersehen habe. Als er schließlich antwortete, habe ihn der Betreiber mit rufschädigenden Maßnahmen bedroht.

Mit seiner Aktion bringt der Betreiber von Archive.today möglicherweise auch Nutzer aus Deutschland in rechtliche Schwierigkeiten. DDoS-Angriffe sind strafbar. „Wenn man nun arglos in einen solchen Angriff verwickelt wird, kann das mangels Vorsatz schon nicht strafrechtlich relevant sein; wenn man aber sowohl hinsichtlich des Angriffs als auch hinsichtlich seines eigenen Förderungsbeitrags in Form des Aufrufens des Formulars erkennt und billigend in Kauf nimmt, dass sich dies als unterstützender Bestandteil realisiert, läge eine Straftat vor“, ordnete der IT-Anwalt Jens Ferner die rechtliche Situation auf Anfrage von heise online ein. Zwar sei es in der Praxis eher so, dass eine strafrechtliche Verfolgung wegen des Aufwands nicht erfolgen wird. Allerdings dürfte das Bekanntwerden der Attacke durch Medienberichte dazu beitragen, dass ein Vorsatz leichter nachzuweisen ist.

Ferner weist auf einen anderen Nebeneffekt hin: Dadurch, dass Archive.today die Nutzer unwissentlich die URL des finnischen Bloggers aufrufen lässt, werden deren IP-Adressen an diesen übertragen. Dies könnte ein Angriffspunkt für die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen sein.


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https://www.heise.de/-11170623

Links in diesem Artikel:
[1] https://infosec.exchange/@iampytest1/115905846553756281
[2] https://archive-is.tumblr.com/post/806966482173083648/some-time-back-i-sat-down-for-an-interview-with
[3] https://www.heise.de/news/Archive-today-FBI-fordert-Daten-von-Provider-Tucows-11065717.html
[4] https://gyrovague.com
[5] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[6] mailto:mki@heise.de

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  • 10. Februar 2026 um 12:00

Jetzt patchen! Abermals Attacken auf SolarWinds Web Help Desk beobachtet

Von Heise

(Bild: solarseven/Shutterstock.com)

Sicherheitsforschern zufolge nutzen Angreifer derzeit kritische Schadcode-Lücken in SolarWinds Web Help Desk aus.

Zum wiederholten Male haben es Angreifer auf Systeme mit der Ticketing-Software SolarWinds Web Help Desk (WHD) abgesehen. Nach erfolgreichen Attacken ist davon auszugehen, dass PCs vollständig kompromittiert sind. Sicherheitspatches stehen zum Download bereit.

Hintergründe

Erst kürzlich [1] warnte die US-Sicherheitsbehörde CISA vor Attacken auf eine „kritische“ Schadcode-Lücke (CVE-2025-40551). Nun haben Sicherheitsforscher von Huntress [2] und Microsoft [3] Attacken auf eine weitere Schadcode-Lücke (CVE-2025-26399 „kritisch“) dokumentiert. Diese Schwachstelle wurde bereits im September vergangenen Jahres öffentlich bekannt [4].

Die Lücke klafft in der AjaxProxy-Komponente und Angreifer sollen sie aus der Ferne und ohne Authentifizierung ausnutzen. Im Anschluss können sie Schadcode im Hostsystem ausführen. Nach erfolgreichen Attacken verankern sich Angreifer mit einer Hintertür in Systemen. Dafür sollen sie legitime Anwendungen wie das Remote-Monitoring-und-Management-Tool Zoho ManageEngine missbrauchen. Zusätzlich versuchen die Angreifer, den Virenscanner Defender und die Firewall unter Windows zu deaktivieren.

Admins sollten sicherstellen, dass sie mindestens die gegen diese Attacke abgesicherte SolarWinds-WHD-Ausgabe 2026.1 installiert haben. Alle vorigen Versionen sollen verwundbar sein. Weitere Informationen zum Aktualisieren von Instanzen haben die SolarWinds-Entwickler in einem Beitrag zusammengetragen [5].

Überdies empfehlen die Sicherheitsforscher, den Admin-Zugriff nicht öffentlich erreichbar zu machen. Geht das nicht anders, muss ein VPN-Tunnel Verbindungen schützen. Außerdem sollten Admins alle Zugangsdaten zurücksetzen.


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https://www.heise.de/-11170887

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Angriffe-auf-Solarwinds-Web-Help-Desk-FreePBX-und-Gitlab-beobachtet-11164498.html
[2] https://www.huntress.com/blog/active-exploitation-solarwinds-web-help-desk-cve-2025-26399
[3] https://www.microsoft.com/en-us/security/blog/2026/02/06/active-exploitation-solarwinds-web-help-desk/
[4] https://www.heise.de/news/Sicherheitspatch-fuer-SolarWinds-Web-Help-Desk-abermals-repariert-10668445.html
[5] https://documentation.solarwinds.com/en/success_center/whd/content/helpdeskupgradetolatestversion.htm
[6] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[7] mailto:des@heise.de

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  • 10. Februar 2026 um 09:17

Großbritannien: Apple und Google sagen App-Store-Öffnung zu

Von Heise
Flagge Großbritanniens auf einer Europakarte

(Bild: hyotographics / Shutterstock.com)

Apple und Google haben in Großbritannien Zugeständnisse an die Regulierer gemacht. Der Dialog soll konstruktiver sein als mit der EU.

Apple und Google haben in Großbritannien Zugeständnisse an die Regulierer gemacht, die ab Mai in Kraft treten könnten. Wie die zuständige Wettbewerbsbehörde (Competition and Markets Authority, CMA) mitteilte [1], verpflichten sich die beiden US-Konzerne zu Maßnahmen, die für mehr Fairness in den App Stores und Interoperabilität in iOS sorgen sollen. Apple lobte in einem offiziellen Statement den positiven Dialog mit den Behörden. Inoffiziell ist aus Unternehmenskreisen zu hören, dass das Unternehmen froh ist, dass die Behörden in Großbritannien wie zuvor schon Japan [2] und Brasilien aus Sicht Apples konstruktiver an Lösungen interessiert seien als die Europäische Union.

Laut den Vorschlägen, die von der CMA jetzt in einer mehrwöchigen öffentlichen Auslegung bis 3. März zur Konsultation gestellt wurden, verpflichten sich beide Unternehmen dazu, App-Ablehnungen künftig klarer zu begründen und konkrete Lösungswege aufzuzeigen. Entwickler sollen weitreichenden Zugang zu eigenen App-Daten wie Downloads und Umsätzen bekommen und ihre Beschwerden schneller verarbeitet werden. Zugeständnisse gibt es auch beim Prüfprozess für neue Apps. Regelmäßig soll an die CMA berichtet werden.

Status quo oder wirkliche Zugeständnisse?

Apple will ferner mit einigen Maßnahmen den Vorgaben zur Interoperabilität Genüge leisten. Dazu zählen detaillierte Dokumentationen von iOS-Funktionen und Entwicklerschnittstellen (APIs), eine transparente Roadmap für Änderungen in iOS, gleichzeitiger Zugang zu neuen Hardware-Funktionen für Drittanbieter und die Möglichkeit für Entwickler, Zugang zu bestimmten Funktionen beantragen zu können. Apple kann dann abwägen, ob dieses Begehren die Sicherheit seiner Systeme oder der Daten seiner Nutzer gefährdet.

Unklar bleibt, ob die Unternehmen damit nur festschreiben, was sie heute ohnehin schon praktizieren, oder ihre Zugeständnisse wirklich darüber hinausgehen und britische Entwickler mehr bekommen als Entwickler im Ausland. So begründet das App Review von Apple beispielsweise schon seit Langem, aus welchem Grund eine App abgelehnt wurde, und nennt vielfach auch Lösungswege.

Weiterhin kein Verständnis für EU-Regulierung

Wie schon in Japan und Brasilien soll Apple mit den Zugeständnissen in Großbritannien wohl leben können, hat heise online aus Unternehmenskreisen erfahren. Zwar erachtet Apple die Regulierung für nicht notwendig, wolle sich dieser aber nicht versperren, wenn sie Grundwerte des Unternehmens wie Datenschutz, Urheberrechte und Sicherheit achte. Kein Verständnis hat man in Cupertino aber offenbar weiterhin für das Vorgehen der EU. Es verhindere Innovation, zwinge Apple dazu, sein geistiges Eigentum anderen auszuliefern, bevor es den eigenen Nutzern zugutekommt und sei getrieben von den Interessen einzelner Multimilliarden-Dollar-Konzerne.

Im Oktober 2025 hatte die CMA Apple und Google als „strategische Marktakteure“ eingestuft [3], ähnlich dem Gatekeeper-Status, den die Europäische Union laut Digital Markets Act (DMA) vergibt, um Akteure mit einer bestimmten Reichweite als besonders marktrelevant einzustufen. Diese Unternehmen unterliegen damit strengeren Verpflichtungen zur Öffnung ihrer Plattformen und fairer Behandlung von Entwicklern.

So geht es weiter

Nach Abschluss der öffentlichen Konsultation wird die CMA darüber entscheiden, ob die Maßnahmen konkret umgesetzt werden. Das soll am 1. April erfolgen. Die Verpflichtungen würden dann zunächst für fünf Jahre gelten. Bei Verstößen drohen den Unternehmen Milliardenstrafen, die bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes betragen können. Parallel prüft die CMA noch Apples Browser-Engine und Google Play.


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https://www.heise.de/-11171669

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.gov.uk/government/news/cma-secures-commitments-from-apple-and-google-to-improve-fairness-in-app-store-processes-and-enhance-ios-interoperability
[2] https://www.heise.de/news/Japan-Regulierer-nimmt-App-Store-ins-Visier-wie-in-Europa-10508954.html
[3] https://www.heise.de/news/Grossbritannien-Apple-argumentiert-gegen-Regulierung-mit-EU-als-Negativbeispiel-10624655.html
[4] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[5] mailto:mki@heise.de

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  • 10. Februar 2026 um 13:54

Neue HomeKit-Architektur: Zwangsumzug ab heute

Von Heise
HomeKit, hier in alter Version von 2017

HomeKit, hier in alter Version von 2017.

(Bild: Apple)

Es ist soweit: Apple dreht sein (ur)altes Smart-Home-Framework ab. Nutzer sollten damit wenig Probleme haben – eigentlich.

Nach diversen Ankündigungen [1] und jahrelanger Schonfrist [2] endet heute die Zeit für die sogenannte alte HomeKit-Architektur: Apple zwingt die gesamte Nutzerschaft nun zum Upgrade. Das hat einige Folgen, die aber zumeist nicht stören. Zudem lässt sich mit Fug und Recht behaupten, dass auch die neue Architektur längst wieder veraltet ist.

Ende 2022 ging es bereits los

Apple hatte „HomeKit 2“ alias neue HomeKit-Architektur bereits Ende 2022 eingeführt. Damals gab es zunächst aber enorme Schwierigkeiten beim Umstieg [3]. Nach Bugfixes erschien das System dann endgültig mit iOS 16.4 [4]. Seither überließ es Apple seinen Usern, ob sie aktualisieren wollen oder nicht.

Ohne Aktualisierung konnte es allerdings sein, dass der Zugriff auf das eigene Heim blockiert oder neuere Geräte nicht mehr funktionierten. Sicherheits- und Leistungsverbesserungen, die die „neue“ Architektur enthält, wurden dann ebenfalls nicht umgesetzt. Hinzu kam Support für weitere Geräte wie smarte Staubsauger und die sogenannte Aktivitätenliste, die unter anderem Alarmmeldungen [5] umfasst.

Umstieg weitgehend problemfrei

Nachteile der neuen HomeKit-Architektur gibt es wenige. So müssen die Geräte aktuell genug sein – das sind sie aber längst. Die neue HomeKit-Architektur wird über die Home-App eingespielt und benötigt mindestens iOS oder iPadOS 16.2, macOS 13.1, tvOS 16.2 oder watchOS 9.2. All diese Versionen sind wiederum veraltet und – wichtig – unsicher, da sie ungepatchte Lücken enthalten.

Mit der neuen HomeKit-Architektur, die auch bei der Matter-Unterstützung hilft, fiel auch ein Feature weg: iPads können offiziell nicht mehr als Homehub (Steuerzentrale) dienen. Zuvor war dies noch möglich, solange das Tablet mit Strom versorgt wurde. Nun ist die Funktion nur noch mit HomePod, HomePod mini und Apple TV umsetzbar. Zuletzt hatte der HomePod 2 sein dreijähriges Jubiläum ohne Update [6] gefeiert. Der HomePod mini ist noch älter. Wann Apple eine dritte neue HomeKit-Architektur umsetzt, bleibt unklar. Die aktuelle hat immer noch Probleme mit der Zuverlässigkeit [7] und schaltet nicht selten langsamer, als Nutzer sich das wünschen.


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https://www.heise.de/-11171339

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Neue-HomeKit-Architektur-Apple-verlaengert-Gnadenfrist-11044352.html
[2] https://www.heise.de/news/HomeKit-2-Apple-wagt-neuen-Anlauf-mit-iOS-16-4-8149933.html
[3] https://www.heise.de/news/HomeKit-Debakel-Apple-stuft-Upgrade-intern-angeblich-als-Riesenproblem-ein-7446264.html
[4] https://www.heise.de/ratgeber/Tipps-zu-iOS-16-4-Co-Wie-Sie-die-Neuerungen-nutzen-8145010.html
[5] https://support.apple.com/de-de/105011
[6] https://www.heise.de/news/HomePod-2-Unschoenes-Jubilaeum-11166607.html
[7] https://www.heise.de/hintergrund/Zehn-Jahre-HomeKit-Wie-sich-Apples-Smart-Home-Plattform-entwickelt-hat-9959346.html
[8] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[9] https://www.heise.de/mac-and-i
[10] mailto:bsc@heise.de

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  • 10. Februar 2026 um 12:20

„Niemand sollte sich so fühlen“: Apple-CEO will Mitarbeitern ohne US-Pass helfen

Von Heise
Tim Cook bei einer Produktvorstellung im September 2022

Tim Cook bei einer Produktvorstellung in Cupertino.

(Bild: Apple / Screenshot YouTube)

Zuletzt hatte es schwere Kritik an der Teilnahme des Apple-Chefs an einer Filmvorführung mit dem US-Präsidenten gegeben. Nun äußert er sich dazu.

Nach schwerer Kritik an der Teilnahme an einer Veranstaltung mit US-Präsident Donald Trump [1] nach den Vorfällen in Minnesota, bei denen Mitglieder der US-Grenzpolizei zwei Menschen erschossen hatten, hat sich Apple-CEO Tim Cook erneut zu dem Thema geäußert. Die Ansprache erfolgte im Rahmen eines All-Hands-Meetings des iPhone-Herstellers in der vergangenen Woche, bei dem sich der Konzernchef auch zum 50. Apple-Geburtstag im April sowie seinen Rentenplänen geäußert [2] hatte. Laut dem Redetext, der mittlerweile bekannt [3] wurde, sagte Cook, er habe von einigen der Mitarbeiter gehört, sie hätten Angst davor, ihre Wohnungen zu verlassen. „Niemand sollte sich so fühlen.“ Damit sprach der Apple-Chef über das stark umstrittene Vorgehen der US-Behörden, die in zahlreichen US-Großstädten Razzien unter Migranten durchführen, um diese abzuschieben.

Schlauer, weiser und innovativer

Einwanderung sei wichtig für Apple. so Cook. „Jeder sollte mit Würde und Respekt behandelt werden, egal wo er herkommt.“ Die Firma sei, so lange er sich erinnern könne, schlauer, weiser und innovativer, weil sie „die besten und klügsten Menschen aus der ganzen Welt“ anziehe. Er werde daher weiter für Einwanderer lobbyieren bei der US-Regierung und den Abgeordneten. „Sie haben mein Wort.“

Er sei dankbar, „bei einer Firma zu arbeiten, wo wir [die Werte von Würde und Respekt für alle] vertreten“. Apple stehe zudem für Bildung und die Ausweitung der Möglichkeiten der Menschen. „Wir stehen für Privatsphärenschutz, den Schutz der Umwelt. Diese Werte haben uns immer angeleitet und werden das immer tun.“

Vorab viel interne Kritik

Cook hatte zuvor intern viel Mitarbeiterschelte bekommen. Besonders ein Memo Cooks war kritisiert worden. Darin gab er zwar an „zutiefst erschüttert“ zu sein. Jetzt brauche es „Deeskalation“. Danach war er aber zu einer Filmvorführung mit US-Präsident Trump gegangen, um „gutes Gespräch“ zu führen.

In internen Apple-Foren und Slack-Chats gab es daraufhin Verärgerung – inklusive viel Sarkasmus. Mitarbeiter hätten sich besorgt gezeigt, das Cook mit dem US-Präsidenten verkehrte – mehr als je zuvor, so einer von ihnen laut einem US-Magazin. Cook war es in den vergangenen Jahren unter anderem gelungen, Apple vor neuen US-Zöllen zu bewahren, die das iPhone und andere Produkte, die in China und anderswo hergestellt [4] werden, stark verteuert hätten.


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https://www.heise.de/-11171235

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Trump-Besuch-trotz-Gewalteskalation-Kritik-an-Apple-Chef-Tim-Cook-kocht-hoch-11157666.html
[2] https://www.heise.de/news/Tim-Cook-bei-All-Hands-Neues-zur-Rente-und-zu-Apples-50-Geburtstag-11169716.html
[3] https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2026-02-08/apple-readies-iphone-17e-new-siri-entry-level-ipad-ipad-air-and-macbook-pro-mldr3hpk
[4] https://www.heise.de/news/Bericht-Wie-Tim-Cook-es-schaffte-US-Zoll-Ausnahmen-fuers-iPhone-zu-bekommen-10357449.html
[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[6] https://www.heise.de/mac-and-i
[7] mailto:bsc@heise.de

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  • 10. Februar 2026 um 11:48

Windbranche: DGB Nord warnt vor Jobabbau durch Reiches Energiewendepläne

Von Tobias Költzsch, dpa
Der DGB Nord sieht durch den Gesetzentwurf von Wirtschaftsministerin Reiche zehntausende Jobs in der Windbranche in Gefahr.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (Bild: Alexandra Beier/Getty Images)
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche Bild: Alexandra Beier/Getty Images

Der Plan des Bundeswirtschaftsministeriums zum Ausbau der Stromnetze und der erneuerbaren Energien gefährdet aus Sicht des DGB Nord zehntausende Arbeitsplätze in der Windbranche sowie viele Jobs in energieintensiven Industrien. "Dieser Entwurf aus dem Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche ist das Gegenteil von Planungs- und Investitionssicherheit" , sagte die DGB Nord-Vorsitzende Laura Pooth.

Aufgrund der neuen Verunsicherung drohe ein Teufelskreis: Der Ausbau der Erneuerbaren werde nicht nur gebremst, sondern auch teurer. Netzbetreiber würden ihre Netzausbauplanungen reduzieren und das führe zur weiteren Blockade neuer Windräder oder Solaranlagen. "In dieser Logik gewinnt immer das langsamste Pferd. Frau Reiche, als Bundeswirtschaftsministerin: Das kann nicht Ihr, das kann nicht unser Anspruch sein" , sagte Pooth.

Dem Gesetzentwurf der Ministerin zufolge sollen der Zubau von Anlagen besser mit dem Netzausbau synchronisiert und Kosten gesenkt werden. Derzeit könne der Netzausbau nicht mit dem Anlagenzubau Schritt halten. Deshalb komme es zur Vermeidung von Netzengpässen immer wieder zur sogenannten Abregelung von Wind- und Solaranlagen.

Vergleich mit Niedergang der deutschen Solarbranche

Wird die Leistung gedrosselt oder abgeschaltet, erhalten Betreiber bisher Entschädigungen, die jedes Jahr Milliarden kosten. Das will die Ministerin ändern. Besonders belastete Netzgebiete sollen als "kapazitätslimitiert" ausgewiesen werden können – im Falle von Abregelungen sollen an den entsprechenden Standorten für Neuanschlüsse keine Entschädigungen mehr zu zahlen sein.

Die Gewerkschaftschefin erinnerte an das Vorgehen des damaligen Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier (CDU), das vor gut zehn Jahren zehntausende Arbeitsplätze in der Solar- und Windbranche gekostet habe. Jetzt drohe wieder ein solches Szenario, mit der Folge, dass teure Gaskraftwerke viel länger laufen müssten als nötig. Reiche (CDU) war vor ihrem Wechsel an die Spitze des Bundeswirtschaftsministeriums Geschäftsführerin der Eon-Tochter Innogy Westenergie.

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  • 10. Februar 2026 um 14:00

Anzeige: Überwachungskamera Blink Mini für unter 15 Euro bei Amazon

Von Antje Lüth
Die Überwachungskamera Blink Mini mit HD-Video, Nachtsicht und Alexa-Sprachsteuerung gibt es bei Amazon zum Schnäppchenpreis.
Überwachungskamera Blink Mini (Bild: amazon.de/blink)
Überwachungskamera Blink Mini Bild: amazon.de/blink

Überwachungskameras für den Innenbereich bieten viele Vorteile. Sie dienen nicht nur zur Überwachung von Haus oder Wohnung bei Abwesenheit, sondern können auch verwendet werden, um Kinder, Haustiere oder Handwerker im Blick zu behalten. Ein Modell von Blink, das sich auf die wichtigsten Funktionen konzentriert und damit auch für Einsteiger leicht zu bedienen ist, ist bei Amazon zurzeit besonders günstig.

Überwachungskamera Blink Mini: schnell installiert und einsatzbereit

Die Überwachungskamera Blink Mini findet mit ihrer kompakten Größe von nur 50 × 49 × 36 Millimetern überall einen Platz. Sie wird mit einem stabilen Ständer geliefert, an dem sie mit wenigen Handgriffen befestigt ist. Anschließend muss sie nur noch mit dem ebenfalls mitgelieferten Netzteil ans Stromnetz angeschlossen und mit dem WLAN verbunden werden, um einsatzbereit zu sein. Zur Betrachtung der Aufnahmen dient die Blink-Home-Monitor-App, die für Android- und iOS-Geräte kostenlos zur Verfügung steht.

Scharfe Aufnahmen mit HD und Nachtsicht

Mit HD-Videos und Nachtsicht liefert die Überwachungskamera von Blink rund um die Uhr scharfe Bilder, die ein diagonales Sichtfeld von 110° abdecken. Je nach Standort bietet sie damit einen guten Überblick über die wichtigsten Bereiche des Raumes.

Bewegungserkennung, Benachrichtigung und Kontaktaufnahme

Sobald die Kamera eine Bewegung erkennt, sendet sie eine Benachrichtigung an das Smartphone, so dass Nutzer stets über Ereignisse in den eigenen vier Wänden informiert bleiben. Bewegungserfassungszonen können in der App individuell angepasst werden, damit die Kamera nur auf das reagiert, was wirklich wichtig ist.

Über Mikrofon und Lautsprecher der Kamera ist auch eine direkte Kontaktaufnahme möglich, um Besucher zu begrüßen, Anweisungen zu erteilen oder Eindringlinge abzuschrecken. Zusätzlich unterstützt sie Sprachsteuerung mit Alexa, wenn sie mit entsprechenden Geräten kombiniert wird.

Lokale Speicherung und Blink-Abo

Sollen die Aufnahmen der Kamera gespeichert werden, stehen zwei Methoden zur Auswahl: Mit dem kostenpflichtigen Blink-Abo erhalten Nutzer Zugriff auf einen Cloudspeicher und weitere Funktionen wie eine intelligente Personenerkennung. Ein 30-tägiger Probezeitraum ist Teil des Angebotes. Wer eine lokale Speicherung bevorzugt, benötigt das separat erhältliche Sync Module 2, um Videos auf USB-Sticks zu sichern.

Die Überwachungskamera Blink Mini im Angebot

Amazon bietet die Überwachungskamera Blink Mini in Weiß oder Schwarz zurzeit für nur 14,99 Euro an, womit sie 42 Prozent unter dem Normalpreis liegt – ein Schnäppchen, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Blink Mini - Kompakte, smarte Plug-in-Überwachungskamera für innen, 1080p-HD-Video, Nachtsicht, Zwei-Wege-Audio, Bewegungserfassung; einfache Einrichtung, funktioniert mit Alexa - 1 Kamera (weiß)

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Neben der Blink Mini hat Amazon weitere Überwachungskameras für den Innen- und Außenbereich von Blink und anderen Herstellern wie Tapo, Ring oder Reolink im Angebot:

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  • 10. Februar 2026 um 13:53

Anzeige: Disney+ mit waipu.tv jetzt kurz zum halben Preis sichern

Von Simon Krebs
Der Internet-TV-Anbieter waipu.tv hat zum Valentinstag ein Top-Paket geschnürt. Disney+ mit waipu.tv gibt es ein Jahr lang zum halben Preis.
waipu.tv mit Disney+ im Jahrespaket zum halben Preis (Bild: waipu.tv)
waipu.tv mit Disney+ im Jahrespaket zum halben Preis Bild: waipu.tv

Wer die perfekte Kombination aus TV und Streaming sucht, freut sich über den Valentins-Deal bei waipu.tv. Der Internet-TV-Dienst kombiniert sein Angebot mit dem Streamingdienst Disney+ und schnürt so ein Entertainment-Paket, das keine Wünsche offenlässt. Zum Valentinstag bietet waipu.tv das Bundle ein Jahr lang zum halben Preis an. Der Deal gilt allerdings nur noch bis zum 15. Februar. Daher sollten Interessenten nicht zu lange warten, da der Anbieter den Deal auch jederzeit vorzeitig beenden kann.

waipu.tv mit Disney+: bestes Entertainment im Bundle

Mit dem Paket waipu.tv Perfect Plus haben Nutzer Zugriff auf mehr als 300 TV-Sender wie RTL oder Pro7 in gestochen scharfer HD-Qualität, darunter mehr als 70 Pay-TV-Sender. Zusätzlich bietet der Dienst Komfortfunktionen wie das Pausieren und spätere Fortsetzen von Livesendungen an. Mit der Option Restart springen Nutzer direkt an den Anfang der Sendung zurück und können diese noch einmal komplett anschauen. Für Aufnahmen steht ein Speicherplatz von 150 Stunden bereit. Zusätzlich steht neben dem Live-TV die waiputhek mit mehr als 40.000 Filmen, Serien und Shows rund um die Uhr zur Verfügung.

Im Paket gibt es waipu.tv Perfect Plus mit Disney+ . Hier haben Nutzer die Auswahl zwischen den Optionen Standard mit Werbung, Standard oder Premium, um Zugriff auf die Welten von Disney, Pixar, Star Wars und vieles Weitere zu bekommen. Mit waipu.tv können vier Streams parallel abgespielt werden, zusätzlich zwei weitere bei Disney+, beim Premium-Paket sogar vier weitere.

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waipu.tv mit Disney+ zum halben Preis sichern

Im Rahmen des Valentins-Deals gibt es das Bundle aus waipu.tv Perfect Plus mit Disney+ jetzt im Jahrespaket zum halben Preis. Wer das günstigste Paket nimmt (Standard mit Werbung), zahlt ein Jahr lang nur noch 9,50 Euro im Monat. Das Standardpaket ohne Werbung wird für 10,74 Euro monatlich angeboten. Hier können auch Filme oder Serien heruntergeladen werden. Beide Pakete bieten die Inhalte in Full-HD-Auflösung.

Am besten aufgestellt sind Nutzer allerdings mit dem Paket Disney+ Premium . Hier können vier parallele Streams genutzt und Inhalte in 4K-Qualität genossen werden. Für einen perfekten Sound wird Dolby Atmos unterstützt. Für dieses Paket werden im Jahresabo ein Jahr lang nur noch 13 Euro im Monat fällig. Wer von den Konditionen profitieren und sich das beste Entertainment-Paket sichern möchte, sollte nicht zu lange warten und jetzt bei waipu.tv zuschlagen.

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  • 10. Februar 2026 um 13:50

Raindrop.io "Stella": KI-Bibliothekarin für die Lesezeichen-Sammlung

Von Heise

Die KI des Bookmark Managers sucht Links, fasst Artikel zusammen oder hilft beim Aufräumen der Lesezeichen.

Nutzer des Online-Bookmark-Managers Raindrop.io [1] finden seit Kurzem einen unscheinbaren, mit „Fragen“ beschrifteten Knopf in der Bedienoberfläche vor. Dahinter verbirgt sich die Assistentin Stella. Sie soll die Lesezeichensammlung viel besser als eine Volltextsuche in ein durchsuchbares Gedächtnis verwandeln. Und das funktioniert erstaunlich gut. Fragt man zum Beispiel nach „Suche mir bitte alle Grundlagenartikel zu KI [2] heraus“, antwortet sie wie im Screenshot dargestellt mit den relevantesten Treffern.

Der Bookmark Manager versteht jetzt natürlichsprachliche Fragen und liefert kommentierte Linksammlungen zurück.

Stella kann außerdem gespeicherte Artikel zusammenfassen, komplexe Inhalte in einfacher Sprache erklären und beim Aufräumen helfen – etwa Duplikate finden, Tags zusammenführen oder unsortierte Lesezeichen in passende Sammlungen verschieben. Bevor sie Änderungen an der Bibliothek vornimmt, fragt sie brav um Erlaubnis.

Die smarte Assistentin nutzt nach Angaben des Betreibers [3] OpenAIs quelloffenes GPT OSS 120B [4], das auf eigener Infrastruktur gehostet werde. Nutzerdaten würden die Server nicht verlassen und auch nicht zum Training verwendet. Die Assistentin greift für ihre Arbeit auf die statischen Kopien [5] zurück, die der Dienst vom Inhalt jedes gespeicherten Links anlegt. Dabei extrahiert er bis zu 300.000 Zeichen, wobei er auch PDF-Dateien berücksichtigt.

Dank MCP-Server lässt sich Stella auch aus anderen Anwendungen einspannen, wie hier zum Beispiel aus Claude heraus.

Stella befindet sich derzeit in der Beta-Phase und ist als Early Access exklusiv für Pro-Abonnenten (ab rund 28 US-Dollar pro Jahr) in der Web-App verfügbar. Neben Englisch werden unter anderem Spanisch, Chinesisch, Japanisch und Russisch unterstützt – Deutsch steht nicht auf der offiziellen Liste, funktionierte aber in unseren Tests reibungslos. Zusätzlich bietet Raindrop.io eine MCP-Schnittstelle an, über die sich die Lesezeichen-Bibliothek auch direkt aus ChatGPT oder Claude heraus nutzen lässt.


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[1] https://raindrop.io/
[2] https://www.heise.de/thema/Kuenstliche-Intelligenz
[3] https://help.raindrop.io/stella
[4] https://huggingface.co/openai/gpt-oss-120b
[5] https://help.raindrop.io/using-search
[6] https://www.heise.de/ct
[7] mailto:jo@ct.de

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  • 10. Februar 2026 um 09:52

JavaScript: webpack ist unbeliebt – doch wird am häufigsten genutzt

Von Heise
Eine Hand mit fünf kleinen Bauklötzen, die glückliche, neutrale und unglückliche Gesichter haben

(Bild: Pasuwan/shutterstock.com)

In einer neuen Studie ist Vite das beliebteste JavaScript-Tool und läuft webpack in der Nutzung fast den ersten Rang ab. Nur zwei Prozentpunkte trennen sie.

Die neueste Ausgabe der jährlichen Umfrage State of JavaScript [1] präsentiert die Antworten von mehr als 10.000 Entwicklerinnen und Entwicklern weltweit, die ihre beliebtesten sowie am häufigsten genutzten JavaScript-Tools mitteilen. React ist erneut das meistgenutzte Frontend-Framework und Vite wieder das beliebteste Tool insgesamt.

Das meistgenutzte Tool webpack kann dagegen wenig Begeisterung wecken, denn der Bundler gilt als schwerfällig, mühsam und veraltet – und Vite ist ihm in der Nutzungshäufigkeit eng auf den Fersen. Unter den Texteditoren sticht der neuere KI-Editor Cursor besonders hervor, kann es jedoch nicht mit Visual Studio Code aufnehmen.

Vite sägt rasant an webpacks Thron

Die Studie hat erneut nicht nur nach der Nutzung von JavaScript-Libraries gefragt, sondern auch nach den positiven, negativen oder neutralen Einstellungen, die Entwickler ihnen gegenüber hegen. Die Libraries sind in verschiedene Kategorien gruppiert, darunter Frontend- oder Backend-Frameworks sowie Build-Tools. Gesamtsieger in der Nutzungshäufigkeit ist der Bundler webpack, doch das Build-Tool Vite ist ihm auf Rang 2 eng auf den Fersen und hat in diesem Jahr React überholt.

Ein Blick auf die meistgenutzten Build-Tools zeigt, wie eng dieses Mal das Rennen um den ersten Platz war: webpack nutzen 86,4 Prozent der Teilnehmenden im Jahr 2025, während Vite mit 84,4 Prozent knapp dahinter liegt. Die Betrachtung über die letzten Jahre hinweg zeigt, dass sich die Schere zwischen webpack und Vite immer weiter schließt. In der Umfrage 2023 betrug der Unterschied zwischen den Tools noch 17 Prozent, 2024 nur noch acht Prozent.

Meistgenutzte Build-Tools laut dem State of JavaScript 2025: webpack und Vite belegen – mit großem Abstand zu anderen wie esbuild oder Rollup – die ersten beiden Plätze.
Meistgenutzte Build-Tools laut dem State of JavaScript 2025: webpack und Vite belegen – mit großem Abstand zu anderen wie esbuild oder Rollup – die ersten beiden Plätze.

Meistgenutzte Build-Tools laut dem State of JavaScript 2025: webpack und Vite belegen – mit großem Abstand zu anderen wie esbuild oder Rollup – die ersten beiden Plätze.

(Bild: State of JavaScript 2025 [4])

Auf der Beliebtheitsskala steht Vite ganz oben: Unter denjenigen, die das Tool bereits verwendet haben, stehen ihm 56 Prozent positiv gegenüber, dagegen nur ein Prozent negativ. In den Freitext-Kommentaren zu Vite überschlagen sich die Lobeshymnen. Es sei einfach zu nutzen, die beste Technologie in seinem Bereich oder gar „die einzige Wahl im Jahr 2025“.

webpack als veralteter, schwerfälliger Albtraum

Am unbeliebtesten unter seinen Nutzern ist webpack: 37 Prozent der Befragten, die webpack einsetzen, bewerten es negativ. Lediglich 14 Prozent der webpack-User haben dem Tool gegenüber eine positive Einstellung. Die Freitext-Antworten bemängeln unter anderem, webpack sei „schwerfällig und veraltet“, habe „extrem langsame Kompilierungszeiten“ und die Konfiguration sei ein Albtraum. Andere Kommentare loben Vite oder Turbopack als bessere Alternativen.

KI-Coding mit Cursor

Bei den Texteditoren liegt Microsofts Visual Studio Code in der Nutzung mit 84 Prozent weiterhin mit Abstand vorne. Auf dem zweiten Platz landet Cursor: 26 Prozent der Befragten verwenden die KI-gestützte Entwicklungsumgebung, die somit alteingesessene Entwicklungsumgebungen und Editoren wie JetBrains WebStorm oder Vim (jeweils 20 Prozent) verdrängt.

State of JavaScript 2025: Visual Studio Code sichert sich den ersten Platz als meistgenutzter Texteditor.
State of JavaScript 2025: Visual Studio Code sichert sich den ersten Platz als meistgenutzter Texteditor.

State of JavaScript 2025: Visual Studio Code sichert sich den ersten Platz als meistgenutzter Texteditor.

(Bild: State of JavaScript 2025 [5])

Nach den KI-Tools gefragt, die sie regelmäßig zum Schreiben von Code verwenden, nennen die Teilnehmenden in erster Linie ChatGPT [6], GitHub Copilot, Claude, Gemini und Cursor. Claude hat dabei einen deutlichen Sprung in der Nutzung vorzuweisen – mit einem Zuwachs um 22 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

Diese und weitere Ergebnisse der Studie können Interessierte im Detail auf der Website zum State of JavaScript 2025 [7] betrachten. Auch die früheren Ergebnisse [8] der seit 2016 jährlich durchgeführten Umfrage sind auf der Website des Projekts zu finden.


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[5] https://2025.stateofjs.com/en-US/other-tools/#text_editors
[6] https://www.heise.de/thema/ChatGPT
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[8] https://stateofjs.com/
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  • 10. Februar 2026 um 10:13

OpenAI Realtime API bietet günstigeres Mini-Modell für Echtzeitkommunikation

Von Heise
Chatbot und Menschen

(Bild: pncha.me/Shutterstock.com)

Das öffentliche Release verbessert Audio, Sprache, Debugging und die Developer Experience. Daneben lässt sich eine kostengünstigere Mini-Variante nutzen.

Knapp ein Jahr nach der Vorstellung der Developer Preview hat OpenAI im August 2025 die GA-Version (General Availability) der Realtime API veröffentlicht. Die Realtime API ist eine multimodale Schnittstelle, über die Audio- und Textdaten mit sehr geringer Latenz direkt mit einem Sprachmodell ausgetauscht werden können. Der Developer Day im Oktober 2025, einige Monate nach dem GA-Launch, brachte zusätzliche Neuerungen, darunter neue Tools, Preisänderungen und eine kleinere, schnellere Modellvariante.

Mit der GA-Version erweitert OpenAI die Möglichkeiten der Interaktion mit KI-Agenten deutlich. In einem Blogbeitrag [1] stellt das Unternehmen Anwendungsbeispiele von Partnern wie Zillow, T-Mobile, StubHub, Oscar Health und Lemonade vor, die die Vielfalt der Einsatzszenarien verdeutlichen. Die Anwendungsfelder reichen über klassische Sprachdialoge hinaus und ermöglichen sogenannte „hands-free Interaktionen“, bei denen Anwenderinnen und Anwender Text-, Sprach- und visuelle Eingaben flexibel kombinieren können. Die Realtime API ist dabei nicht ausschließlich als Voice-to-Voice-Lösung konzipiert, sondern als multimodales System, das Text, Audio und Bilder gleichermaßen als Eingaben akzeptiert. Sprachinteraktion stellt somit einen ergänzenden Kommunikationskanal neben weiteren Nutzungsformen dar.

Technische Neuerungen im allgemeinen Release

Im Vergleich zur Developer Preview enthält die GA-Version der Realtime API zahlreiche technische Erweiterungen und Verbesserungen [2] in den Bereichen Modellarchitektur, Integration und Nutzbarkeit. Eine zentrale Änderung ist die Einführung einer Mini-Variante des Modells, die kosteneffizientere und schnellere Anwendungen ermöglicht. Die OpenAI-Website zeigt die Unterschiede zwischen gpt-realtime [3] und gpt-realtime-mini [4].

Die Audioqualität wurde deutlich überarbeitet: Die erzeugte Sprache klingt natürlicher und ausdrucksstärker, mit feineren Betonungen, flüssigeren Pausen und einer besseren Anpassung an Gesprächsverläufe. OpenAI hat hierfür zwei neue Stimmen eingeführt: „Cedar“ und „Marin“.

Auch die Fähigkeit zur Befolgung komplexer Anweisungen hat der Anbieter verbessert. Das Modell reagiert präziser auf System- und Entwickler-Prompts, und es kann Texte exakt vorlesen, alphanumerische Sequenzen korrekt wiedergeben und fließend zwischen Sprachen wechseln. Benchmark-Tests wie die Big Bench Audio Evaluation [7] weisen eine Steigerung der Genauigkeit (Accuracy) von rund 65 Prozent in der Beta-Version auf über 82 Prozent in der GA-Version aus:

Ergebnisse des Benchmarks Big Bench Audio Intelligence
Ergebnisse des Benchmarks Big Bench Audio Intelligence

OpenAI Realtime API: Ergebnisse des Benchmarks Big Bench Audio Intelligence

(Bild: OpenAI [8])

Eine wesentliche Verbesserung betrifft die erweiterten rhetorischen Fähigkeiten des Modells. Die Realtime API kann Gesprächsverläufe nun flüssiger, natürlicher und kontextbewusster gestalten, indem sie Pausen, Betonungen und Gesprächsdynamik besser interpretiert. In diesem Zusammenhang führt OpenAI die Funktion der Conversation Idle Timeouts ein. Erkennt das Modell über einen definierten Zeitraum keine Eingabe, kann es automatisch Folgesätze wie „Sind Sie noch da?“ ausgeben, um den Gesprächsfluss aufrechtzuerhalten und dem Nutzer oder der Nutzerin ein aktives Gespräch zu signalisieren.

Darüber hinaus reagiert das Modell während längerer oder asynchroner Funktionsaufrufe mit Zwischentexten, beispielsweise „Ich warte noch auf das Ergebnis“, um Wartezeiten kommunikativ zu überbrücken und den Dialog lebendig zu halten. Diese Ergänzungen tragen dazu bei, die Interaktion natürlicher und konsistenter zu gestalten – insbesondere in Anwendungsfällen, in denen Echtzeit-Feedback und gesprochene Zwischenausgaben entscheidend für die Nutzererfahrung sind.

Zudem unterstützt die OpenAI Realtime API nun neben WebSocket und WebRTC auch das Session Initiation Protocol (SIP), was die direkte Integration in Telefonie- und Contact-Center-Systeme erleichtert.

Für Entwicklerinnen und Entwickler hat der Anbieter die Strukturen der Ereignis- („Event“-) und Nachrichten-Items überarbeitet, um Debugging und Fehlerbehandlung zu vereinfachen. Dieses Modell verfügt zudem inzwischen über EU-Datenresidenz, um europäischen Datenschutzanforderungen Rechnung zu tragen.

Vorgefertigte Werkzeuge wie Web-Search [9] oder Code Interpreter [10] sind derzeit noch nicht integriert, sodass Anwender sie selbst nachbauen müssen. Über die Implementierung des MCP-Servers (Model Context Protocol) ist es möglich, externe Tools in die Agentenlogik einzubinden. Damit lassen sich die Fähigkeiten eines Agenten relativ einfach erweitern und in bestehende Tools größerer Anwendungen integrieren. Diese Änderungen erhöhen insgesamt die Robustheit, Flexibilität und Praxistauglichkeit der API.

Modellübersicht

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Modellparameter und Preisstrukturen [11] von gpt-realtime und gpt-realtime-mini.

Modell Kontextfenster (Token) Maximale Ausgabe (Token) Wissensgrenze Eingabetypen Ausgabetypen Preis pro 1 Million Input-Token (Audio) Preis pro 1 Million Output-Token (Audio)
gpt-realtime 32.000 4.096 Okt. 2023 Text, Bild, Audio Text, Audio $ 32,00 (Cached: $ 0,40) $ 64,00
gpt-realtime-mini 32.000 4.096 Okt. 2023 Text, Bild, Audio Text, Audio $ 10,00 (Cached: $ 0,30) $ 20,00

Tabelle 1: Vergleich der Kernparameter beider Modelle; Kosten pro Million Token in US-Dollar ($)

Verbesserte Developer Experience mit dem Agents SDK

Parallel zum GA-Release hat OpenAI auch die Developer Experience weiterentwickelt. Das Anfang 2025 vorgestellte Agents SDK unterstützt inzwischen die Realtime API und erleichtert die Erstellung interaktiver, multimodaler Agenten.

Es bietet standardisierte Integrationen für verschiedene Plattformen, darunter:

  • Twilio [12]: Über die Media Streams API kann Live-Audio von Telefonaten direkt an die Realtime API weitergeleitet werden. Das SDK übernimmt dabei technische Details wie Latenzmanagement und Audioformatierung.
  • Cloudflare Workers [13]: Eine angepasste Transportschicht ermöglicht Echtzeit-Interaktion auch in Umgebungen ohne native WebSockets.
  • Vercel AI SDK [14]: Ein Adapter erlaubt die Anbindung verschiedener Modelle, was für Multi-Agent-Anwendungen und Modellmischungen vorteilhaft ist.

Diese Werkzeuge reduzieren den Infrastruktur- und Integrationsaufwand und ermöglichen es Entwicklern, sich auf Logik und Nutzererfahrung zu konzentrieren. In produktiven Umgebungen verbessert dies Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit, ohne tief in Streaming- oder Audioarchitekturen einsteigen zu müssen.

Im praktischen Einsatz lässt sich damit beispielsweise ein Voicebot mit minimalem Code realisieren, der während eines Live-Telefonats dynamisch Daten aus einer externen API abruft – ohne manuelle Arbeit an WebSocket- oder Netzwerkprotokollen. Mit dem Agents SDK können Programmierer die gesamte Implementierung, die ohne das Agents SDK beispielsweise 275 Zeilen [15] benötigen kann, elegant in weniger als 100 Zeilen JavaScript-Code schreiben, was eine Einsparung von mehr als 60 Prozent bedeutet. Das folgende Listing zeigt ein Beispiel:

import Fastify from 'fastify';
import dotenv from 'dotenv';
import fastifyFormBody from '@fastify/formbody';
import fastifyWs from '@fastify/websocket';
import {
   RealtimeAgent,
   RealtimeSession,
   backgroundResult,
   tool,
} from '@openai/agents/realtime';
import { TwilioRealtimeTransportLayer } from '@openai/agents-extensions';
import { z } from 'zod';

// Lese Umgebungsvariablen aus einer .env-Datei
dotenv.config();

const { OPENAI_API_KEY } = process.env;
if (!OPENAI_API_KEY) {
   console.error('Fehlende Umgebungsvariable. Bitte definieren Sie diese in einer .env-Datei.');
   process.exit(1);
}

// Initialisiere Fastify-Server
const fastify = Fastify();
fastify.register(fastifyFormBody);
fastify.register(fastifyWs);

// Tool zum Bewerten von Reisepreisen – entspricht der ursprünglichen Funktionalität
const bewerteReisePreisTool = tool({
   name: 'bewerte_reise_preis',
   description: 'Falls der Nutzer nach dem Preis der Reise fragt, nutze diese Funktion, um den Preis zu berechnen.',
   parameters: z.object({
       start: z.string().describe('Ort, von dem die Reise startet'),
       ziel: z.string().describe('Ort, an dem die Reise endet'),
       verkehrsmittel: z.string().describe('Verkehrsmittel für die Reise'),
       dauer: z.number().describe('Dauer der Reise in Minuten'),
   }),
   execute: async ({ start, ziel, verkehrsmittel, dauer }) => {
       const preis = Math.round(Math.random() * 10 * dauer);
       console.log(`Der zufällige Preis für die Reise von ${start} nach ${ziel} mit ${verkehrsmittel} beträgt ${preis}€`);
       return backgroundResult(`Der Preis für die Reise von ${start} nach ${ziel} mit ${verkehrsmittel} (Dauer: ${dauer} Minuten) beträgt ${preis}€.`);
   },
});

// Erstelle den Agent mit deutschen Anweisungen
const agent = new RealtimeAgent({
   name: 'Reise-Assistent',
   instructions: 'Du bist ein hilfsbereiter Sprachassistent, der Fragen kurz und bündig beantwortet, ohne viel zu reden. Du hilfst hauptsächlich bei Reisefragen und Preisbewertungen.',
   tools: [bewerteReisePreisTool],
});

// Route für eingehende Anrufe von Twilio
fastify.all(
   '/incoming-call',
   async (request, reply) => {
       const twimlResponse = `<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<Response>
   <Say language="de-De">Viel Spaß beim Testen des Sprachassistenten!</Say>
   <Connect>
       <Stream url="wss://${request.headers.host}/media-stream"/>
   </Connect>
</Response>`;
       reply.type('text/xml').send(twimlResponse);
   },
);

// WebSocket route für die WebSocket-Verbindung zwischen Twilio und OpenAI
fastify.register(async (scopedFastify) => {
   scopedFastify.get(
       '/media-stream',
       { websocket: true },
       async (connection) => {
           console.log('Anrufer verbunden');

           const twilioTransportLayer = new TwilioRealtimeTransportLayer({
               twilioWebSocket: connection,
           });

           const session = new RealtimeSession(agent, {
               transport: twilioTransportLayer,
               model: 'gpt-realtime'
           });

           // Verbinde zur OpenAI Realtime API
           await session.connect({
               apiKey: OPENAI_API_KEY,
           });
           console.log('Verbunden mit der OpenAI Realtime API');

       },
   );
});

fastify.listen({ port: 3000 }, (err) => {
   if (err) {
       console.error(err);
       process.exit(1);
   }
   console.log(`Server gestartet`);
});

Listing 1: Beispiel für einen kompakten Telefon-Assistenten mit dem Agents SDK

Das Listing demonstriert, wie sich mit dem Agents SDK ein Sprachassistent mit Echtzeitaudio in wenigen Zeilen umsetzen lässt. Ein Fastify-Server verarbeitet eingehende Anrufe und Audio-Streams über Twilio, während der mitgelieferte Transport-Layer die Verbindung zur OpenAI Realtime API herstellt. Ein Tool zur Bewertung von Reisepreisen wird über zod-Validierung eingebunden. Der Agent reagiert auf deutschsprachige Anweisungen und gibt kurze, prägnante Antworten.

Die Verarbeitung erfolgt ohne Medienbruch und mit minimaler Latenz: Sprache wird erkannt, verarbeitet und die Antwort direkt synthetisiert. Die gesamte Logik bleibt in einem kompakten, skalierbaren Serverprozess gebündelt und ist wartungsarm implementierbar.

Änderungen beim Übergang von Beta zu GA

Neben den funktionalen Erweiterungen gab es auch strukturelle Änderungen [16] im API-Design:

  • Entfernung des Beta-Headers OpenAI-Beta: realtime=v1; Anfragen erfolgen ohne speziellen Header.
  • Einführung kurzlebiger API-Keys, die zentral generiert werden
  • Entfernung des Parameters Temperature zur Steuerung der Modellkreativität
  • Neue Endpunkte und optimierte Event-Struktur für WebRTC- und WebSocket-Streams
  • Neues URL-Schema für WebRTC-Initialisierung
  • Überarbeitete Eventnamen und Item-Formate (z. B. wurde response.text.delta zu response.output_text.delta).
  • Neue Item-Events .added und .done zur feineren Synchronisierung

Einschränkungen und bekannte Grenzen

Trotz der erheblichen Fortschritte der OpenAI Realtime API bestehen weiterhin einige zentrale Einschränkungen, die Entwicklerinnen und Entwickler bei der Planung ihrer Anwendungen berücksichtigen sollten.

Dem System liegt ein Large Language Model (LLM) zugrunde, das grundsätzlich darauf ausgelegt ist, aktiv zu interagieren. Diese Eigenschaft führt dazu, dass das Modell tendenziell eigeninitiativ auf Gesprächssituationen reagiert – auch dann, wenn das nicht ausdrücklich erwünscht ist.

Selbst bei klaren Anweisungen wie „Bitte nur antworten, wenn du namentlich angesprochen wirst“ oder „Höre nur zu“ beteiligt sich das Modell in Gruppengesprächen häufig unaufgefordert an der Unterhaltung, etwa wenn während einer Telefonkonferenz eine kurze Sprechpause entsteht.

Da jeder Input in der Realtime API nahezu unmittelbar mit einer Ausgabe beantwortet wird, lassen sich passive Notetaker-Szenarien, bei denen ein System lediglich zuhört und das Gespräch erst später zusammenfasst, nur eingeschränkt oder gar nicht realisieren. Für solche Anwendungsfälle bietet sich weiterhin eine manuelle Transkription über klassische Speech-to-Text-Verfahren an.

Auch in Mehrbenutzer-Situationen zeigen sich derzeit Grenzen. Das Modell kann häufig nicht eindeutig erkennen, an wen sich eine Aussage richtet, was bei Gesprächen mit mehreren Teilnehmenden zu Missverständnissen führen kann.

Ein weiterer Punkt betrifft die Kostenstruktur produktiver Anwendungen. Trotz der deutlichen Preissenkungen durch das Mini-Modell bleibt der Rechenaufwand für hochwertige Echtzeit-Audioverarbeitung ein entscheidender Faktor, der individuell bewertet werden sollte.

Zur Orientierung: Bei einem durchschnittlichen Gespräch mit etwa 140 Wörtern pro Minute und Teilnehmer entstehen in 30 Minuten rund 5.600 Token (oder 0,0056 Millionen) pro Richtung – also jeweils für Eingabe und Ausgabe.

Auf dieser Basis ergeben sich für beide Modelle die folgenden geschätzten Kosten:

Parameter gpt-realtime-mini gpt-realtime Preis der Beta- Version im Oktober 2024
Kosten Audio-Input 0,0056 × $ 10 = $ 0,056 0,0056 × $ 32 = $ 0,1792 0,0056 × $ 100 = $ 0,56
Kosten Audio-Output 0,0056 × $ 20 = $ 0,112 0,0056 × $ 64 = $ 0,3584 0,0056 × $ 200  = $ 1,12
Gesamtkosten für 30 Minuten $ 0,168 $ 0,5376 $ 1,68

Tabelle 2: Schätzung der Kosten pro Million Token nach Modell in US-Dollar ($)

Die Preise beider Modelle sind deutlich niedriger im Vergleich zur Beta-Version. Besonders das Mini-Modell ist sehr kosteneffizient und reduziert die Preise um 90 Prozent. Das eröffnet neue, kostensensible Einsatzbereiche. Trotzdem ist auch diese Variante sorgfältig für Szenarien zu prüfen, die dauerhaft hohe Audioverarbeitungsleistung erfordern – zum Beispiel dauerhafte Protokollbefragungen oder Meeting-Zusammenfassungen, bei denen ein Modell über längere Zeit „still“ mitschreibt.

Generell müssen Entwicklerinnen und Entwickler sorgfältig abwägen, welcher Modelltyp den Anforderungen ihrer Anwendung am ehesten gerecht wird und ob Realtime-Fähigkeiten wirklich einen Mehrwert bieten. Für eine Vielzahl moderner Use Cases, in denen sofortige, multimodale Interaktion und bidirektionale Sprachschnittstellen entscheidend sind, ist die Realtime API jedoch inzwischen praxistauglich und erschließt neue Möglichkeiten. Für klassische, rein textuelle Aufgaben genügt aber häufig weiterhin das Standard-Chatmodell.

Konkurrenz und Ausblick

Im Bereich multimodaler Echtzeitinteraktion ist OpenAI derzeit der führende Anbieter. Vergleichbare Entwicklungen gibt es bei Google (Gemini Live), Amazon (Nova Sonic) und Alibaba (Qwen3 Omni), die jedoch noch nicht in ähnlich großem Umfang verfügbar oder dokumentiert sind. Die OpenAI Realtime API ist auch über Microsoft Azure verfügbar und kann dort aufgrund der engen strategischen Partnerschaft zwischen Microsoft und OpenAI zum gleichen Preis wie bei OpenAI direkt [17] genutzt werden.

Darüber hinaus bietet Microsoft seit Juli 2025 mit der Voice Live API [18] eine weiter abstrahierte Schnittstelle an, die zusätzliche Funktionen wie das Videostreaming digitaler Avatare via WebRTC umfasst. Die Voice Live API lässt sich in den Kategorien Pro, Basic und Lite betreiben und ist dabei sowohl mit Modellen von OpenAI als auch mit Microsoft-eigenen Modellen kombinierbar: In Voice Live Pro stehen unter anderem GPT-4o-Realtime, GPT-4o und GPT-4.1, in Voice Live Basic kleinere Varianten wie GPT-4o-Mini-Realtime, GPT-4o Mini und GPT-4.1 Mini zur Verfügung, während Voice Live Lite auf äquivalente Modelle wie GPT-4.1 Nano oder Phi setzt.

Ein Vergleich der aktuellen Preismodelle zeigt folgende Werte:

  • Google Gemini 2.5 Flash Native Audio [19] (Live API) berechnet etwa 3 US-Dollar je Million Input-Token für Audio und Video sowie rund 12 US-Dollar je Million Output-Token, inklusive aller Verarbeitungs- und Reasoning-Token.
  • Amazon Nova Sonic [20] schlägt mit 3,40 US-Dollar je Million Input-Speech-Token und 13,60 US-Dollar je Million Output-Speech-Token zu Buche.
  • Alibaba Qwen3 Omni [21] ist Open Source. Zu den Kosten liegen zurzeit keine öffentlich verfügbaren Informationen vor.
  • Microsoft Azure: Über Azure ist die Realtime API zu denselben Preisen wie bei OpenAI direkt verfügbar, derzeit 64 (Input) und 32 US-Dollar (Output) pro Million Audio-Token für das Standardmodell sowie 20 und 10 US-Dollar pro Million Audio-Token für die Mini-Variante; bei Nutzung der höher abstrahierten Azure Voice Live API [22] liegen die Preise, bei identischem zugrunde liegendem Modell, aufgrund der zusätzlichen Abstraktions- und Plattformfunktionen höher, bei etwa 88/44 US-Dollar pro Million Audio-Token (Standard) und 22/11 US-Dollar pro Million Audio-Token (Mini).

Während andere Anbieter noch frühe Sprache-zu-Sprache-Modelle erproben, stellt OpenAI mit der Realtime API bereits eine stabile Plattform mit ausgereiftem SDK und umfassender Entwicklerunterstützung zur Verfügung, wobei sich Preisunterschiede unter anderem durch Unterschiede in der Leistungsfähigkeit und Zielsetzung der zugrunde liegenden Modelle erklären lassen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Modelle unterschiedlicher Anbieter nicht zwangsläufig direkt miteinander vergleichbar sind.

Mit der GA-Version der Realtime API steht nun ein stabiler und konsolidierter Funktionsumfang zur Verfügung, der über frühe Sprache-zu-Sprache-Experimente hinausgeht. Durch die Unterstützung mehrerer Eingabeformen – Sprache, Text und Bild – sowie durch eine niedrige End-to-End-Latenz lassen sich Anwendungsszenarien umsetzen, die mit klassischen „Speech-to-Text à LLM à Text-to-Speech“-Architekturen nur eingeschränkt realisierbar sind. Gleichzeitig wurden mit der Weiterentwicklung des SDK, der klareren API-Struktur und den erweiterten Integrationsmöglichkeiten Hürden für die Umsetzung solcher Systeme reduziert.

Damit deckt die aktuelle Version der Realtime API zusätzliche Anwendungsfälle ab und erleichtert Entwicklerinnen und Entwicklern den Übergang von experimentellen Prototypen hin zu produktionsnahen, interaktiven Echtzeitanwendungen.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://openai.com/index/introducing-gpt-realtime/
[2] https://developers.openai.com/blog/realtime-api/
[3] https://platform.openai.com/docs/models/gpt-realtime
[4] https://platform.openai.com/docs/models/gpt-realtime-mini
[5] https://enterjs.de/veranstaltung-88203-se-0-sprachinterfaces-bauen-zwischen-llm-hype-und-realitaet.html?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_ejs_ai.empfehlung-ho.link.link&LPID=34830
[6] https://enterjs.de/tickets.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_ejs_ai.empfehlung-ho.link.link&LPID=34830#AI
[7] https://openai.com/index/introducing-gpt-realtime/
[8] https://openai.com/index/introducing-gpt-realtime/
[9] https://platform.openai.com/docs/guides/tools-web-search
[10] https://platform.openai.com/docs/guides/tools-code-interpreter
[11] https://openai.com/api/pricing/
[12] https://openai.github.io/openai-agents-js/extensions/twilio/
[13] https://openai.github.io/openai-agents-js/extensions/cloudflare/
[14] https://openai.github.io/openai-agents-js/extensions/ai-sdk/
[15] https://www.heise.de/hintergrund/OpenAI-Realtime-API-Echtzeit-Unterhaltungen-mit-Sprachmodellen-10252457.html
[16] https://platform.openai.com/docs/guides/realtime#beta-to-ga-migration
[17] https://azure.microsoft.com/en-us/pricing/details/cognitive-services/openai-service/
[18] https://techcommunity.microsoft.com/blog/azure-ai-foundry-blog/azure-ai-voice-live-api-what%25E2%2580%2599s-new-and-the-pricing-announcement/4428687
[19] https://ai.google.dev/gemini-api/docs/pricing
[20] https://aws.amazon.com/bedrock/pricing/
[21] https://github.com/QwenLM/Qwen3-Omni
[22] https://techcommunity.microsoft.com/blog/azure-ai-foundry-blog/azure-ai-voice-live-api-what%25E2%2580%2599s-new-and-the-pricing-announcement/4428687
[23] mailto:mai@heise.de

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  • 10. Februar 2026 um 09:23

Wie motiviere ich meinen Boss?

Von Heise

(Bild: Charles-Edouard Cote/Shutterstock.com)

Motivation von Mitarbeitern ist ein gängiges Thema. Doch wie ist es eigentlich um die Motivation der Manager und Team-Leads bestellt?

Die Frage „Wie motiviere ich meine Mitarbeiter?“ wurde mir unzählige Male von Vorgesetzten gestellt. Überraschenderweise ist mir die Frage „Wie motiviere ich meinen Boss?“ nie begegnet. Da der Begriff nicht einheitlich verwendet wird, sei kurz erwähnt, dass ich unter Boss jede Person mit Führungsverantwortung für einen Bereich verstehe.

Sind Vorgesetzte immer motiviert?

Wenn man bedenkt, dass ein Vorgesetzter A selbst Mitarbeiter seines Vorgesetzten B ist, müsste das angebliche Motivationsproblem ja auch für Person A gelten. Also dürfte es aus der Perspektive von B auch bei A mal an Motivation fehlen.

Aber auch aus Sicht eines Teams von Person A zweifle ich den Zustand von „permanenter Motivation“ an. Denn von Teams höre ich nicht selten, dass es ihnen an Führung fehlt. Teammitglieder erkennen sehr wohl Defizite bei Vorgesetzten, nur bringen sie das nie mit Motivation in Verbindung.

Geht es hier eigentlich um Motivation oder um etwas anderes?

Ein Beispiel: Ein Entwickler, mit dem ich gearbeitet habe, hat seinen Bereichsleiter um ein Mitarbeitergespräch gebeten. Es hatte schon lange keines mehr stattgefunden und so hatten sich beim Mitarbeiter einige Themen aufgestaut. Acht Monate, nachdem der Mitarbeiter erstmals um das Gespräch gebeten hatte, hatte es immer noch nicht stattgefunden. Augenscheinlich war der Manager nicht sonderlich motiviert, das Gespräch zu führen. Als ich das Thema bei ihm ansprach, gab er offen zu, dass er sich lieber um technische Fragen kümmere. Es machte den Eindruck, dass alles, was an seiner Position mit Personalführung zu tun hatte, nicht „sein Ding“ war.

Nun kann man eine solche Situation (mit einigem Recht) grundsätzlich beklagen, das hilft aber nicht weiter und beantwortet die wichtigste Frage nicht: Was soll der Mitarbeiter in dem Fall tun?

Im Allgemeinen rate ich dazu, herauszubekommen, was den Vorgesetzten interessiert; anders gesagt, was ihn motiviert. Möchte er bei seinem eigenen Vorgesetzten gut dastehen? Möchte er sich um bestimmte Themen möglichst wenig kümmern? Möchte er, dass die Aufgaben, die man erledigt, möglichst geräuschlos und im Zeitplan erledigt werden? Und so weiter.

Im zweiten Schritt geht es darum, das eigene Anliegen mit der vermuteten Motivation des Vorgesetzten in Verbindung zu bringen.

Unterschiedliche Strategien

Im obigen Beispiel des Vorgesetzten, der „seine Ruhe“ haben möchte, gibt es verschiedene Strategien – von entgegenkommend bis konfrontativ. Entgegenkommend wäre es zum Beispiel, die Planung des Gesprächs in die eigene Hand zu nehmen, eine Agenda mit den eigenen Themen aufzustellen und das alles in einen Kalendereintrag zu schreiben. Wenn man im Kalender die freien Slots des Vorgesetzten sehen kann, wählt man einen Termin und lädt ihn ein.

Konfrontativ wäre der Ansatz, seinen Boss in allen anderen stattfindenden Meetings an den Gesprächswunsch zu erinnern. Also auch in Besprechungen, in denen das Thema nichts zu suchen hat. Irgendwann – so die Hoffnung – hat man genug genervt und bekommt einen Termin. Ob diese konfrontative Ansprache eine gute Idee ist, dürfte sehr stark vom persönlichen Verhältnis zum Vorgesetzten abhängen. Und es ist wichtig, den richtigen Ton zu treffen. Keinesfalls sollte man das eigentliche Thema des Meetings behindern. Wenn aber der Vorgesetzte zum Abschluss eher floskelhaft fragt: „Sind wir durch oder habt Ihr noch ein Thema?“ kann eine beiläufige Erwähnung der Art „Wir wollten ja noch unser Mitarbeitergespräch führen. Wann passt es denn?“ funktionieren.

Ein dritter Weg, den ich sehr erfolgreich anwenden konnte, besteht darin, für die Themen, die der Vorgesetzte bearbeiten soll, eigene Tickets im Teamboard (sic!) zu schreiben. Das funktioniert besonders gut, wenn sich die Führungskraft als Teil des Teams sieht. Falls man es irgendwie rechtfertigen kann, dass diese Tickets als Blocker für andere Arbeiten des Teams herhalten können, steht das Team früher oder später still, wenn der Chef nicht liefert.

Bei Teams, die ihre Arbeit mit Metriken beobachten, kann so eine Vorgehensweise die Auswertungen ziemlich verschlechtern. Bleiben die fraglichen Tickets lange unbearbeitet, erhöht sich die Cycle Time. Im obigen Beispiel wäre das Ticket „Mitarbeitergespräch führen“ mindestens 8 Monate alt geworden. Das ist in den Umgebungen, die ich kenne, eine sehr schlechte Cycle Time. Falls das ein KPI ist, der im Unternehmen sichtbar gemacht wird, möchte der Vorgesetzte bestimmt nicht, dass dieser Sachverhalt an die große Glocke gehängt wird. Bei diesem Weg macht man sich also die Motivation zunutze, dass der Vorgesetzte Wert auf sein Ansehen in der Firma legt.

Letztlich läuft es in all diesen Fällen darauf hinaus, im Falle eines (unmotiviert wirkenden) Vorgesetzten, die Führung im jeweiligen Einzelfall selbst zu übernehmen.

Erst lesen, dann hören

Nach dem Schreiben des Artikels ist die Idee entstanden, die Frage „Wie motiviere ich meinen Boss?“ im Gespräch mit Führungskräften zu diskutieren. Die Gespräche finden live und online und – bei entsprechender Nachfrage – regelmäßig statt. Die Anmeldung [1] ist kostenlos.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11127649

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[1] https://kutura.digital/how-to-motivate-your-boss
[2] mailto:rme@ix.de

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  • 10. Februar 2026 um 09:21

Tipp: iPad-Bildschirm automatisch dunkler als dunkel stellen

Von Heise

In der dunklen Jahreszeit kann es besonders am Abend unangenehm sein, auf den zu hellen Apple-Tablet-Screen zu schauen. So machen sie ihn angenehmer.

Nachts ist mir der iPad-Bildschirm auf der niedrigsten Stufe oft noch zu hell. Kann ich den zeitweise stärker dimmen?

In den iPadOS-Einstellungen unter „Bedienungshilfen > Anzeige & Textgröße > Weißpunkt reduzieren“ dunkeln Sie das Display zusätzlich zum Helligkeitsregler im Kontrollzentrum ab.

Schalten Sie diese Funktion ein, und wählen den für Sie passenden Wert zwischen 25 und 100 Prozent.

Falls Sie den Menüpfad nicht auf Anhieb finden, nutzen Sie einfach die Spotlight-Suche von iPadOS: Öffnen Sie sie mit einem Wisch von der Bildschirmmitte nach unten und geben in die Textleiste „Weißpunkt“ ein.

Mit „Weißpunkt reduzieren“ dunkeln Sie das iPad zusätzlich ab – sogar in Spotlight
Mit „Weißpunkt reduzieren“ dunkeln Sie das iPad zusätzlich ab – sogar in Spotlight

Mit „Weißpunkt reduzieren“ dunkeln Sie das iPad zusätzlich ab – sogar in Spotlight.

Den Schalter, den Spotlight Ihnen daraufhin anzeigt, können Sie innerhalb des Suchfensters bedienen, er (de-)aktiviert den zuletzt eingestellten Dimmwert.

Noch komfortabler bekommen Sie jede Nacht ein abgedunkeltes iPad, wenn Sie eine Automation anlegen: Gehen Sie in die Kurzbefehle-App, in der Seitenleiste auf „Automation“ und erstellen über das „+“ rechts eine neue Regel. Wählen Sie im Popup eine Tageszeit, entweder eine Uhrzeit oder die Sonnenuntergangszeit.

Mit zwei Automationen dimmen Sie das Display nur des Nachts ab
Mit zwei Automationen dimmen Sie das Display nur des Nachts ab

Mit zwei Automationen dimmen Sie das Display nur des Nachts ab.

Nehmen Sie letzteres, bekommen Sie neben der Option „Zum Sonnenuntergang“ Varianten wie „15 Minuten vor Sonnenuntergang“ oder „1 Stunde nach Sonnenuntergang“. Tippen Sie auf „Fertig“ und haken Sie „Täglich“ und „Sofort ausführen“ an, damit Sie die Einstellung nicht jedes Mal bestätigen müssen. Nach „Weiter“ gehen Sie auf „Neuen Kurzbefehl erstellen“. Suchen Sie im Aktionen-Feld nach „Weißpunkt einstellen“ und tippen darauf. Bestätigen Sie mit „Fertig“.

Die Ausführung können Sie abhängig von der Sonnenuntergangszeit einstellen
Die Ausführung können Sie abhängig von der Sonnenuntergangszeit einstellen

Die Ausführung können Sie abhängig von der Sonnenuntergangszeit einstellen.

In jedem Falle können Sie die Helligkeit im Kontrollzentrum weiterhin variieren, nur eben auf einem dunkleren Niveau. Damit iPadOS die Funktion am nächsten Morgen automatisch ausschaltet, legen Sie eine weitere Automation an, zum Beispiel mit den Eigenschaften „6 Uhr, täglich, sofort ausführen“.

Suchen Sie in „Neue leere Automation“ wieder nach Weißpunkt. Tippen Sie hier allerdings auf „Ein“, damit der Zustand auf „Aus“ wechselt.


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  • 10. Februar 2026 um 00:00

Schadcode-Lücke in FortiClient EMS kann PCs kompromittieren

Von Heise
Eine symbolisches Schild mit einer Updateerinnerung.

(Bild: Artur Szczybylo / Shutterstock.com)

Ein wichtiges Update schließt eine kritische Sicherheitslücke in FortiClient Endpoint Management Server (EMS).

Admins, die in Firmen Computer mit FortiClient Endpoint Management Server (EMS) verwalten, sollten die Anwendung aus Sicherheitsgründen zeitnah auf den aktuellen Stand bringen. Eine Schwachstelle in einer bestimmten Version kann Schadcode auf Systeme lassen.

Die Schwachstelle

In einer Warnmeldung weisen die Entwickler darauf hin [1], dass von der „kritischen“ Sicherheitslücke (CVE-2026-21643) ausschließlich FortiClient EMS 7.4.4 bedroht ist. Die Ausgaben 7.2 und 8.0 sind nicht von der Schwachstelle betroffen. Die Entwickler versichern, das Sicherheitsproblem ab der Version 7.4.5 gelöst zu haben.

Weil SQL-Kommandos nicht ausreichend bereinigt werden, können Angreifer ohne Authentifizierung mit präparierten HTTP-Anfragen an der Lücke ansetzen und eigenen Code ausführen. Aufgrund des Schweregrads der Schwachstelle ist davon auszugehen, dass PCs im Anschluss vollständig kompromittiert sind. Bislang gibt es seitens FortiGuard keine Hinweise auf laufende Attacken. Unklar bleibt, woran Admins bereits attackierte PCs erkennen können.


URL dieses Artikels:
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[1] https://fortiguard.fortinet.com/psirt/FG-IR-25-1142
[2] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&amp;wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[3] mailto:des@heise.de

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  • 09. Februar 2026 um 14:29

heise+ | Wie Hollywood den Einsatz von KI vorantreibt

Von Heise

Filmstudios und Streamingdienste setzen verstärkt auf KI, um Produktionen zu beschleunigen und Kosten zu senken. Doch Kreative sehen darin eine Bedrohung.

Bereits seit längerer Zeit ist davon die Rede, dass sich Netflix die Kosten für Synchronisationen gerne sparen würde. So berichtete Sprecherin Ranja Bonalana im Interview mit c’t [1] [1], dass der Streamingdienst beim Deutschlandstart nur die Originalfassungen ausspielen wollte. Das hat damals nicht geklappt, doch nun wagt der Dienst einen neuen Anlauf – mit synthetischen Stimmen, die sich mittlerweile mit generativer KI erzeugen lassen. Das wäre auf Dauer wohl zumindest billiger als die Synchronisation durch Menschen.

Der Verband deutscher Sprecher:innen (VDS) teilte Ende Januar mit, Netflix setze für kommende Projekte von den Synchronsprechern die Unterschrift unter einer neuen Rechteabtretung voraus, nach der Netflix die Aufnahmen auch zu KI-Trainingszwecken nutzen dürfe. Synchronsprecher fürchten nun, dass der Konzern ihre Stimmen klonen oder über eine Vermischung mehrerer Vorbilder KI-Stimmen nach Wunsch erschaffen könnte.

Eine generelle Rechteabtretung würde für die Sprecher bedeuten, die Kontrolle über ihre Stimme zu verlieren und sich auf Dauer eventuell selbst arbeitslos zu machen. Der VDS hat daher nach eigenen Angaben ein unabhängiges juristisches Gutachten in Auftrag gegeben, das die neuen Verträge hinsichtlich Datenschutz, Vertragsrecht, Urheberrecht und der KI-Verordnung beurteilen wird.


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https://www.heise.de/-11156848

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[1] https://www.heise.de/hintergrund/Warum-die-Nutzung-von-KI-Stimmen-reguliert-werden-muss-10392397.html
[2] https://www.heise.de/hintergrund/Wie-Hollywood-den-Einsatz-von-KI-vorantreibt-11156848.html
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Starke-Bilder-im-Kino-Die-Technik-des-Dolby-Cinema-11137688.html
[4] https://www.heise.de/tests/Dirac-ART-im-Test-Wie-aktive-Raumkorrektur-den-Klang-im-Heimkino-verbessert-10739468.html
[5] https://www.heise.de/hintergrund/Format-Analyse-So-unterscheidet-sich-Dolby-Atmos-Ton-fuer-Kino-Disc-und-Stream-10493188.html
[6] https://www.heise.de/hintergrund/Dolby-Vision-2-Mit-Metadaten-gegen-ruckelnde-Bilder-10636271.html

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  • 09. Februar 2026 um 14:00

Tim Cook bei All-Hands: Neues zur Rente und zu Apples 50. Geburtstag

Von Heise
Tim Cook

Apple-Chef Tim Cook im Hauptquartier des Konzerns.

(Bild: Apple / Screenshot YouTube)

Bei einem Unternehmenstreffen hat Tim Cook verschiedene Themen angesprochen. Es gibt Neuigkeiten zu Apples Jubiläumsplanungen und seiner eigenen Pensionierung.

Apple bereitet größere Festivitäten zu seinem 50. Unternehmensgeburtstag am 1. April vor. Das sagte Konzernchef Tim Cook bei einem All-Hands-Termin mit allen Mitarbeitern in der vergangenen Woche. Bei dem Treffen beantwortete der CEO auch Fragen – unter anderem danach, wie lange er noch bei Apple bleiben werde, nachdem es Berichte über seine baldige Pensionierung [1] gegeben hatte. Cook ist im vergangenen November 65 Jahre alt geworden.

Jubiläum wird gefeiert

Laut seinem Redetext, den Bloomberg veröffentlicht hat [2], sagte Cook, er denke gerade „ungewöhnlich viel“ über die Vergangenheit nach, obwohl das nichts sei, das Apple üblicherweise beschäftige. „Unsere Kultur ist es, nicht zurückzuschauen.“ Apple gehe es immer nur um das nächste Projekt. Dennoch plane der Konzern eine Feier. „Die kommt garantiert.“

Das Management ist allerdings noch nicht bereit, zu verraten, wie das genau erfolgen werde, sagte Cook. Man habe sich aber in jüngster Zeit mit alten Archiven, alten Fotografien, den Produkten, Diensten und Menschen der letzten Jahrzehnte beschäftigt. „Mich hat beeindruckt, wie Apple die Dinge verändert hat, die Welt verändert hat, der Welt etwas gegeben hat.“

Sorgsame Nachfolgeplanung

Zur Frage, ob er demnächst in Rente gehen werde, äußerte sich Cook nur schemenhaft. Er betonte, Apple betreibe sorgsame Nachfolgeplanung. Er selbst sei „besessen“ davon, zu ermitteln, „wer in diesem Raum in fünf Jahren, 10 Jahren oder 15 Jahren sitzt“. Nachfolgeregelungen sollten für Apple keine Überraschungen sein, das sei ein wichtiger Teil der Führung. Natürlich sei es normal, dass die Menschen in einem bestimmten Alter in Rente gingen. Das sei nur natürlich. Dass es tatsächlich Überraschungen beim Management gegeben hatte – etwa den Abgang von Software-Designer Alan Dye [3] – sagte Cook nicht.

Bei dem All-Hands sprach Cook auch Apples KI-Aufholjagd an, lobte den Aufkauf des Unternehmens Q.AI [4], das Sprache stimmlos erkennen kann. KI sei eine der wichtigsten Chancen des ganzen bisherigen Lebens, sagte Cook – und wiederholte damit ähnliche frühere Aussagen. Immer mehr Menschen nutzten Apple Intelligence und Visual Intelligence. Großes Wachstum erwartet Cook in Indien [5]. Das sei jetzt schon ein wichtiger Markt.


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https://www.heise.de/-11169716

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Abgang-von-Tim-Cook-Bericht-ueber-schnellen-Apple-CEO-Wechsel-verfrueht-11089069.html
[2] https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2026-02-08/apple-readies-iphone-17e-new-siri-entry-level-ipad-ipad-air-and-macbook-pro-mldr3hpk
[3] https://www.heise.de/news/Nicht-mehr-Tim-Cook-John-Ternus-ist-Apples-neuer-Designchef-11153769.html
[4] https://www.heise.de/news/Apple-kauft-KI-Start-up-Q-AI-fuer-Milliarden-11160150.html
[5] https://www.heise.de/news/Indien-Apple-bringt-Fabrikarbeitern-Swift-bei-11166611.html
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[7] https://www.heise.de/mac-and-i
[8] mailto:bsc@heise.de

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  • 09. Februar 2026 um 13:22
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