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KI statt Hardware: Samsungs riskantes Spiel

Von Heise

Beim Galaxy S26 setzt Samsung seine Hoffnungen komplett auf KI-Features. Bei der Hardware aber sind andere vorbeigezogen, meint Steffen Herget.

Mit den drei Modellen der Smartphone-Serie Galaxy S26 [1] betreibt Samsung bei der Hardware nur sehr sanfte Modellpflege, die Neuerungen betreffen vor allem KI-Features, also Software. Diese Strategie bringt einige Risiken mit sich, denn nur wenige Menschen wählen ihr nächstes Smartphone nach der Software aus.

Zu den neuen KI-Funktionen des Galaxy S26 zählen einige wirklich praktische Helferlein. Die Spam-Erkennung könnte dafür sorgen, dass künftig keine dubiosen Gewinnspielanbieter oder Marktforscher durchklingeln. Perplexity als weiterer, ins System eingebackener Assistent kann zusammen mit Bixby die Einstellungen leichter machen und Aufgaben übernehmen. Now Nudge überwacht den Kalender im Hintergrund und sorgt für entspannte Terminplanung. Der neue Finder sucht alle Apps nach Inhalten ab, damit man nicht selbst zwischen ihnen hin und her springen muss. Alles eine feine Sache, wenn es denn im Alltag so reibungslos funktioniert wie bei den Demos auf dem Unpacked-Event.

Dabei gibt es allerdings ein Problem: Die Hoffnung der Smartphone-Hersteller und der Chipfertiger, dass die breite Masse wegen toller neuer KI-Features am Ende neue Smartphones kauft, hat sich bisher nicht erfüllt. Sicher, immer mehr Menschen verwenden KI auf dem Smartphone, doch als Zugpferd für die Verkaufszahlen hat sie sich noch nicht erwiesen. In Deutschland gingen die Absatzzahlen zuletzt leicht zurück, selbst wenn das Premium-Segment, in dem auch die Galaxy-S26-Geräte zu Hause sind, wächst.

Andere sind vorbeigezogen

Bei der Hardware hat Samsung unterdessen die Führungsrolle, die der Hersteller durch die Galaxy-S-Serie und vor allem das Ultra lange Zeit innehatte, so langsam verloren. Bei den Akkus sind insbesondere chinesische Hersteller wie Honor, Oppo und Xiaomi in anderen Sphären unterwegs und liefern mit Silizium-Kohlenstoff-Zellen teils 50 Prozent mehr Kapazität als Samsung im Ultra, das jetzt in der siebten (!) Generation mit dem gleichen 5000-mAh-Akku erscheint. Auch bei den Kameras gibt es kaum Fortschritte, das Galaxy S26 Ultra hat seit Jahren die gleichen Sensoren – keine schlechten, klar, aber andere Smartphones machen vielfach mindestens gleich gute, eher bessere Fotos. Den Trend zu eingebauten Magneten für Magsafe-Zubehör hat Samsung bislang ebenfalls ignoriert. Bei der langen Updateversorgung war Samsung vorbildlich früh dabei, doch EU-Regulierungen zwangen die Konkurrenz zum Nachziehen – Vorsprung ein wenig gesunken [2]. Immerhin, beim Prozessor ist das Galaxy S26 Ultra noch spitze, doch den Qualcomm-Chip bauen auch viele andere Hersteller ein – teils mit mehr Arbeitsspeicher.

Samsung Galaxy S26 Ultra, S26+ und S26 in Bildern (0 Bilder) [3]

[4]

Samsungs Strategie fußt also darauf, dass die Kundschaft wegen der KI-Funktionen zu einem neuen Galaxy-Smartphone greift. Doch was sagen die Kunden? Aktuellen Zahlen des Bitkom [5] aus dem Vorjahr zufolge nutzen zwar 71 Prozent der Menschen KI auf dem Smartphone, doch gerade mal 26 Prozent geben an, dass diese ein primärer Kaufgrund für ein bestimmtes Modell sei. Mit Abstand bleiben ein robustes Display (98 Prozent) und ein starker Akku (96 Prozent) die wichtigsten Punkte. Updates (93 Prozent) und Kamera (90 Prozent) liegen knapp dahinter. Zwar mag sich der Trend mittlerweile ein wenig zugunsten der KI verschieben, doch die wichtigsten Kriterien bleiben andere. Hinzu kommt: „Ich benutze KI auf dem Smartphone“ ist für viele Menschen gleichbedeutend mit „Ich nutze ChatGPT, Perplexity, Copilot oder Gemini“ und die sind per App auf quasi allen Smartphones nutzbar, dafür braucht es kein neues High-End-Telefon.

Mutig, mutig

Zusammen mit der Tatsache, dass Smartphones immer länger verwendet werden – eine direkte Folge von robuster Hardware und langer Update-Versorgung – ergibt sich ein Dilemma für Samsung: Der Hersteller konzentriert sich auf einen weniger prominenten Aspekt des Smartphones, während er andere, für die Auswahl beim Kauf wesentlich wichtigere Punkte konsequent vernachlässigt. Ein, nun ja, mutiger Ansatz.

Es bleibt also abzuwarten, ob Samsung mit dieser Strategie zum Erfolg kommt. Sicher, die Zahlen des Herstellers zeigen eine gestiegene Bekanntheit und Nutzerbasis der Galaxy AI. Doch ob das reicht, um die Verkaufszahlen des Galaxy S26 nach oben zu treiben, bleibt fraglich.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11188405

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Samsung-Galaxy-S26-S26-und-S26-Ultra-Software-schlaegt-Hardware-11187914.html
[2] https://www.heise.de/news/5-Jahre-Updates-Welche-Smartphone-Hersteller-sich-daran-halten-11162620.html
[3] https://www.heise.de/bilderstrecke/5033001.html?back=11188405;back=11188405
[4] https://www.heise.de/bilderstrecke/5033001.html?back=11188405;back=11188405
[5] https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/mehr-als-40-Mrd.-Euro-Umsatz-Smartphones
[6] https://www.heise.de/ct
[7] mailto:sht@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

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  • 25. Februar 2026 um 19:00

Galaxy-S26-Serie im Hands-on: Samsung bringt ein bisschen Neues, auch beim Preis

Von Tobias Költzsch
Die Galaxy-S26 -Serie bringt kaum Änderungen beim Design, auch die Kameras sind fast identisch. Interessant ist die neue Privacy-Funktion.
Die neue Galaxy-S26-Serie von Samsung (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die neue Galaxy-S26-Serie von Samsung Bild: Tobias Költzsch/Golem

Samsung hat die neue Galaxy-S26-Serie vorgestellt und damit Smartphones, die ihren Vorgängern stark ähneln. Neben einer minimalen Designanpassung kommen die drei Geräte mit fast identischen Kameramodulen und fast gleich großen Akkus. Anders als die Galaxy-S25-Reihe wird es aber wieder eine Zweiteilung bei der Prozessorenausstattung geben.

Neben dem Galaxy S26 und dem Galaxy S26 Ultra gibt es wieder ein Plus-Modell; ein Galaxy S26 Edge gibt es nicht, das Konzept eines dünnen Smartphones entpuppte sich als Reinfall. Golem konnte sich die drei neuen Smartphones bereits anschauen und hat zumindest ein, zwei interessante Neuerungen gefunden.

Eine nennt sich Privacy Display, auf Deutsch Datenschutzanzeige. Was Smartphone-Nutzer bislang mit speziellen Folien erreichen konnten, macht das Galaxy S26 Ultra jetzt automatisch: Auf Knopfdruck werden bestimmte Pixel so abgedunkelt, dass der Bildschirm von der Seite aus betrachtet dunkler wird und man den Inhalt schwerer erkennen kann.

Privacy Display macht den Bildschirm dunkel

Das ist ein cleverer Trick, der beispielsweise in der Bahn vor neugierigen Blicken schützt. Samsung führt die Funktion aber nur beim teuersten Modell ein – das Galaxy S26 und Galaxy S26+ bekommen die Datenschutzanzeige nicht. Die Technologie an sich zeigte Samsung bereits vor zwei Jahren bei einem Computermonitor.

Das Galaxy S26, das S26 Plus und das S26 Ultra (von rechts nach links) (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 1/27: Das Galaxy S26, das S26 Plus und das S26 Ultra (von rechts nach links) (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Beim Design hat Samsung die Kameramodule an das des Galaxy Z Fold 7 angepasst. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/27: Beim Design hat Samsung die Kameramodule an das des Galaxy Z Fold 7 angepasst. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Ansonsten sehen die neuen Modelle fast wie ihre Vorgänger aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/27: Ansonsten sehen die neuen Modelle fast wie ihre Vorgänger aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 hat einen minimal größeren Bildschirm, bei den beiden anderen Modellen sind Größe und Auflösung identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/27: Das Galaxy S26 hat einen minimal größeren Bildschirm, bei den beiden anderen Modellen sind Größe und Auflösung identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Verarbeitung der Galaxy-S26-Serie ist wie von Samsung gewohnt hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/27: Die Verarbeitung der Galaxy-S26-Serie ist wie von Samsung gewohnt hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra hat die beste Kamera der drei neuen Modelle - bis auf eine etwa größere Blendenöffnung sind die Kameras aber identisch mit denen der Vorgänger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/27: Das Galaxy S26 Ultra hat die beste Kamera der drei neuen Modelle - bis auf eine etwa größere Blendenöffnung sind die Kameras aber identisch mit denen der Vorgänger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra kommt mit einem S Pen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/27: Das Galaxy S26 Ultra kommt mit einem S Pen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Mit dem S Pen können Nutzer handschriftliche Eingaben machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/27: Mit dem S Pen können Nutzer handschriftliche Eingaben machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Plus ...
Bild 9/27: Das Galaxy S26 Plus ...
... und das Galaxy S26 haben keine Änderungen bei der Kamera bekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/27: ... und das Galaxy S26 haben keine Änderungen bei der Kamera bekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra von vorn ...
Bild 11/27: Das Galaxy S26 Ultra von vorn ...
... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Ladeleistung hat Samsung auf 60 Watt per Kabel erhöht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/27: Die Ladeleistung hat Samsung auf 60 Watt per Kabel erhöht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Plus von vorn ...
Bild 14/27: Das Galaxy S26 Plus von vorn ...
... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Plus lädt jetzt mit bis zu 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/27: Das Galaxy S26 Plus lädt jetzt mit bis zu 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 von vorn ...
Bild 17/27: Das Galaxy S26 von vorn ...
... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Auch das Einsteigermodell lädt mit 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/27: Auch das Einsteigermodell lädt mit 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra bekommt die Funktion Privacy Display, mit der die Betrachtung von der Seite durch Abschalten bestimmter Pixel erschwert wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/27: Das Galaxy S26 Ultra bekommt die Funktion Privacy Display, mit der die Betrachtung von der Seite durch Abschalten bestimmter Pixel erschwert wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
In der Maximaleinstellung sind Inhalte nicht mehr zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/27: In der Maximaleinstellung sind Inhalte nicht mehr zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Zum Vergleich: die seitliche Betrachtung ohne Privacy Display (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/27: Zum Vergleich: die seitliche Betrachtung ohne Privacy Display (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Auch von oben oder unten lassen sich Inhalte nicht mehr ohne Weiteres erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/27: Auch von oben oder unten lassen sich Inhalte nicht mehr ohne Weiteres erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Preise für die Galaxy-S26-Serie hat Samsung im Vergleich mit den Vorgängern leicht angehoben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/27: Die Preise für die Galaxy-S26-Serie hat Samsung im Vergleich mit den Vorgängern leicht angehoben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra ist mit offiziell 7,9 mm relativ flach, dafür ragt das Kameramodul recht weit heraus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/27: Das Galaxy S26 Ultra ist mit offiziell 7,9 mm relativ flach, dafür ragt das Kameramodul recht weit heraus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die verschiedenen Kameramodule im Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/27: Die verschiedenen Kameramodule im Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Galaxy-S26-Smartphones können ab dem 25. Februar 2026 vorbestellt werden, auf den Markt kommen sie am 11. März. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/27: Die Galaxy-S26-Smartphones können ab dem 25. Februar 2026 vorbestellt werden, auf den Markt kommen sie am 11. März. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)

Privacy Display kann in zwei Stufen entweder grundsätzlich verwendet werden, oder aber selektiv. Dabei ist es möglich, dass sich die Schutzfunktion nur bei bestimmten Apps aktiviert, die Nutzer auswählen können – sinnvoll erscheint das bei Banking-Apps. Außerdem ist es möglich, dass nur Benachrichtigungen durch die Abdunklung von seitlichen Blicken verborgen bleiben, was wir clever finden.

In der normalen Einstellung von Privacy Display wird der Bildschirm etwas dunkler, wenn wir von vorn draufschauen. Das ist kein Wunder, werden doch zahlreiche Pixel abgedunkelt. Aktivieren wir zusätzlich noch die Funktion Maximaler Privatsphärenschutz, wird die seitliche Verdunkelung noch einmal verschärft.

Dann sinkt der Kontrast so stark, dass Inhalte wirklich nicht mehr erkannt werden können. Der Nachteil an der zweiten Stufe des Privacy Display ist, dass der Kontrast des Displays auch merklich niedriger ist, wenn wir von vorn draufschauen.

Uns ist im Test mit Kollegen aufgefallen, dass der Winkel, ab dem der Privacy Display seine beste Wirkung erzielt, sehr groß sein muss. Sitzt man etwa im Zug dicht nebeneinander, dürften Nachbarn im normalen Modus des Privacy Display immer noch genügend Displayinhalte erkennen.

Neu bei allen drei Modellen ist eine KI-Erinnerungsfunktion namens Now Nudge: Sie liefert kontextbezogene Informationen und Vorschläge, indem der Bildschirm auf Fragen oder Ähnliches überwacht wird. Wenn Nutzer beispielsweise in einem Chat nach Fotos eines bestimmten Ereignisses gefragt werden, zeigt Now Nudge am oberen Rand der Tastatur eine Schaltfläche zur Galerie mit einer passenden Fotoauswahl an.

Now Nudge soll auch dabei helfen, bei Terminanfragen in Chats oder E-Mails schnell einen entsprechenden Eintrag zu generieren. Die Funktion ergänzt das bereits bekannte Now Brief, das Samsung bei der Galaxy-S26-Serie verbessert haben will. Now Brief soll mehr personalisierte Updates beinhalten, die auf dem Verhalten der Nutzer basieren.

Samsung betont das Thema KI bei der Galaxy-S26-Reihe stark, wenngleich viele Funktionen von anderen Herstellern bereits bekannt sind. Dazu zählen ein KI-Editiermodus für Fotos und ein Anrufer-Screening, wie es Google schon seit Längerem anbietet. Auch einen Foto-Coach wie die Pixel-Smartphones haben die Galaxy-S26-Modelle jetzt.

Audio-Radierer jetzt auch mit Netflix und Youtube nutzbar

Der Audio-Radierer, der Hintergrundgeräusche verringert und Stimmen klarer darstellt, funktioniert auch bei Dritthersteller-Apps wie Youtube oder Netflix. Auch Googles Circle to Search ist wieder an Bord, das jetzt mehrere eingekreiste Objekte auf einmal erkennt.

Das Galaxy S26, das S26 Plus und das S26 Ultra (von rechts nach links) (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 1/27: Das Galaxy S26, das S26 Plus und das S26 Ultra (von rechts nach links) (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Beim Design hat Samsung die Kameramodule an das des Galaxy Z Fold 7 angepasst. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/27: Beim Design hat Samsung die Kameramodule an das des Galaxy Z Fold 7 angepasst. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Ansonsten sehen die neuen Modelle fast wie ihre Vorgänger aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/27: Ansonsten sehen die neuen Modelle fast wie ihre Vorgänger aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 hat einen minimal größeren Bildschirm, bei den beiden anderen Modellen sind Größe und Auflösung identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/27: Das Galaxy S26 hat einen minimal größeren Bildschirm, bei den beiden anderen Modellen sind Größe und Auflösung identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Verarbeitung der Galaxy-S26-Serie ist wie von Samsung gewohnt hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/27: Die Verarbeitung der Galaxy-S26-Serie ist wie von Samsung gewohnt hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra hat die beste Kamera der drei neuen Modelle - bis auf eine etwa größere Blendenöffnung sind die Kameras aber identisch mit denen der Vorgänger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/27: Das Galaxy S26 Ultra hat die beste Kamera der drei neuen Modelle - bis auf eine etwa größere Blendenöffnung sind die Kameras aber identisch mit denen der Vorgänger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra kommt mit einem S Pen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/27: Das Galaxy S26 Ultra kommt mit einem S Pen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Mit dem S Pen können Nutzer handschriftliche Eingaben machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/27: Mit dem S Pen können Nutzer handschriftliche Eingaben machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Plus ...
Bild 9/27: Das Galaxy S26 Plus ...
... und das Galaxy S26 haben keine Änderungen bei der Kamera bekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/27: ... und das Galaxy S26 haben keine Änderungen bei der Kamera bekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra von vorn ...
Bild 11/27: Das Galaxy S26 Ultra von vorn ...
... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Ladeleistung hat Samsung auf 60 Watt per Kabel erhöht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/27: Die Ladeleistung hat Samsung auf 60 Watt per Kabel erhöht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Plus von vorn ...
Bild 14/27: Das Galaxy S26 Plus von vorn ...
... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Plus lädt jetzt mit bis zu 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/27: Das Galaxy S26 Plus lädt jetzt mit bis zu 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 von vorn ...
Bild 17/27: Das Galaxy S26 von vorn ...
... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Auch das Einsteigermodell lädt mit 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/27: Auch das Einsteigermodell lädt mit 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra bekommt die Funktion Privacy Display, mit der die Betrachtung von der Seite durch Abschalten bestimmter Pixel erschwert wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/27: Das Galaxy S26 Ultra bekommt die Funktion Privacy Display, mit der die Betrachtung von der Seite durch Abschalten bestimmter Pixel erschwert wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
In der Maximaleinstellung sind Inhalte nicht mehr zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/27: In der Maximaleinstellung sind Inhalte nicht mehr zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Zum Vergleich: die seitliche Betrachtung ohne Privacy Display (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/27: Zum Vergleich: die seitliche Betrachtung ohne Privacy Display (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Auch von oben oder unten lassen sich Inhalte nicht mehr ohne Weiteres erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/27: Auch von oben oder unten lassen sich Inhalte nicht mehr ohne Weiteres erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Preise für die Galaxy-S26-Serie hat Samsung im Vergleich mit den Vorgängern leicht angehoben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/27: Die Preise für die Galaxy-S26-Serie hat Samsung im Vergleich mit den Vorgängern leicht angehoben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra ist mit offiziell 7,9 mm relativ flach, dafür ragt das Kameramodul recht weit heraus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/27: Das Galaxy S26 Ultra ist mit offiziell 7,9 mm relativ flach, dafür ragt das Kameramodul recht weit heraus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die verschiedenen Kameramodule im Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/27: Die verschiedenen Kameramodule im Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Galaxy-S26-Smartphones können ab dem 25. Februar 2026 vorbestellt werden, auf den Markt kommen sie am 11. März. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/27: Die Galaxy-S26-Smartphones können ab dem 25. Februar 2026 vorbestellt werden, auf den Markt kommen sie am 11. März. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)

Neben Gemini hält Samsung etwas unverständlicherweise immer noch am eigenen Sprachassistenten Bixby fest; er wurde mittlerweile zum Helfer bei der Suche nach Systemfunktionen degradiert. Das funktioniert in unserem kleinen Test eher nicht so gut: Eine Anfrage nach einer Systemeinstellung beantwortete Bixby falsch. Neben Gemini ist seit Kurzem auch Perplexity als Assistent auswählbar.

Beim Design hat Samsung lediglich das Kameramodul etwas verändert und der Form des Galaxy Z Fold 7 angepasst. Das Galaxy S26+ und das Ultra-Modell verwenden die gleichen Displays wie ihre Vorgänger, beim Galaxy S26 ist der Bildschirm von 6,2 auf 6,3 Zoll gewachsen, die Auflösung liegt aber weiterhin bei 2.340 x 1.080 Pixeln.

Beim Galaxy S26 und S26+ sind die gleichen drei Kameras wie im Vorgängermodell eingebaut: Die Hauptkamera hat 50 Megapixel, die Superweitwinkelkamera 12 Megapixel und die dreifache Telekamera 10 Megapixel. Diesen Sensor setzt Samsung seit 2021 ein.

Auch die Kameras des Ultra-Modells kommen bekannt vor : Die Hauptkamera hat wieder 200 Megapixel, die Superweitwinkelkamera 50 Megapixel. Das Dreifach-Tele kommt mit dem gleichen alten 10-Megapixel-Sensor wie die beiden anderen Modelle; die Fünffach-Telekamera in Periskopbauweise verwendet einen 50-Megapixel-Sensor. Verglichen mit dem Galaxy S25 Ultra haben die Kameras allerdings größere Blendenöffnungen.

Einen echten Kameratest konnten wir im Rahmen unserer kurzen Zeit mit den neuen Galaxy-S26-Modellen nicht durchführen. Unser erster Eindruck ist aber gut: Die Schärfe ist besonders beim Ultra sehr gut. Beim Ultra lässt sich der Digitalzoom bis 10-fach problemlos verwenden, bei 20-facher Vergrößerung ist der Qualitätsabfall aber bereits sichtbar. Die Aufnahmen sind aber immer noch gut. Die 100-fache Vergrößerung dient nur noch Dokumentationszwecken.

Bei den neuen Galaxy-S26-Modellen gibt es auch wieder eine KI-Bildbearbeitung. Sie kann Bilder auch komplett umgestalten, wie es Google bereits auf seinen Pixel-Smartphones anbietet.

Samsung bringt zweigeteilte Chipset-Strategie zurück

Wie bei früheren Galaxy-S-Serien kommen die S26-Geräte mit unterschiedlichen Chipsets – eine Praxis, die Samsung bei der Galaxy-S25-Serie abgeschafft hatte. Das Galaxy S26 Ultra bekommt Qualcomms aktuellen Premium-Chip Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy, dessen CPU um 130 MHz und dessen GPU um 100 MHz übertaktet wurde.

Das Galaxy S26, das S26 Plus und das S26 Ultra (von rechts nach links) (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 1/27: Das Galaxy S26, das S26 Plus und das S26 Ultra (von rechts nach links) (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Beim Design hat Samsung die Kameramodule an das des Galaxy Z Fold 7 angepasst. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/27: Beim Design hat Samsung die Kameramodule an das des Galaxy Z Fold 7 angepasst. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Ansonsten sehen die neuen Modelle fast wie ihre Vorgänger aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/27: Ansonsten sehen die neuen Modelle fast wie ihre Vorgänger aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 hat einen minimal größeren Bildschirm, bei den beiden anderen Modellen sind Größe und Auflösung identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/27: Das Galaxy S26 hat einen minimal größeren Bildschirm, bei den beiden anderen Modellen sind Größe und Auflösung identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Verarbeitung der Galaxy-S26-Serie ist wie von Samsung gewohnt hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/27: Die Verarbeitung der Galaxy-S26-Serie ist wie von Samsung gewohnt hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra hat die beste Kamera der drei neuen Modelle - bis auf eine etwa größere Blendenöffnung sind die Kameras aber identisch mit denen der Vorgänger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/27: Das Galaxy S26 Ultra hat die beste Kamera der drei neuen Modelle - bis auf eine etwa größere Blendenöffnung sind die Kameras aber identisch mit denen der Vorgänger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra kommt mit einem S Pen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/27: Das Galaxy S26 Ultra kommt mit einem S Pen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Mit dem S Pen können Nutzer handschriftliche Eingaben machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/27: Mit dem S Pen können Nutzer handschriftliche Eingaben machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Plus ...
Bild 9/27: Das Galaxy S26 Plus ...
... und das Galaxy S26 haben keine Änderungen bei der Kamera bekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/27: ... und das Galaxy S26 haben keine Änderungen bei der Kamera bekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra von vorn ...
Bild 11/27: Das Galaxy S26 Ultra von vorn ...
... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Ladeleistung hat Samsung auf 60 Watt per Kabel erhöht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/27: Die Ladeleistung hat Samsung auf 60 Watt per Kabel erhöht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Plus von vorn ...
Bild 14/27: Das Galaxy S26 Plus von vorn ...
... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Plus lädt jetzt mit bis zu 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/27: Das Galaxy S26 Plus lädt jetzt mit bis zu 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 von vorn ...
Bild 17/27: Das Galaxy S26 von vorn ...
... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Auch das Einsteigermodell lädt mit 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/27: Auch das Einsteigermodell lädt mit 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra bekommt die Funktion Privacy Display, mit der die Betrachtung von der Seite durch Abschalten bestimmter Pixel erschwert wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/27: Das Galaxy S26 Ultra bekommt die Funktion Privacy Display, mit der die Betrachtung von der Seite durch Abschalten bestimmter Pixel erschwert wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
In der Maximaleinstellung sind Inhalte nicht mehr zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/27: In der Maximaleinstellung sind Inhalte nicht mehr zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Zum Vergleich: die seitliche Betrachtung ohne Privacy Display (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/27: Zum Vergleich: die seitliche Betrachtung ohne Privacy Display (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Auch von oben oder unten lassen sich Inhalte nicht mehr ohne Weiteres erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/27: Auch von oben oder unten lassen sich Inhalte nicht mehr ohne Weiteres erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Preise für die Galaxy-S26-Serie hat Samsung im Vergleich mit den Vorgängern leicht angehoben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/27: Die Preise für die Galaxy-S26-Serie hat Samsung im Vergleich mit den Vorgängern leicht angehoben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra ist mit offiziell 7,9 mm relativ flach, dafür ragt das Kameramodul recht weit heraus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/27: Das Galaxy S26 Ultra ist mit offiziell 7,9 mm relativ flach, dafür ragt das Kameramodul recht weit heraus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die verschiedenen Kameramodule im Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/27: Die verschiedenen Kameramodule im Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Galaxy-S26-Smartphones können ab dem 25. Februar 2026 vorbestellt werden, auf den Markt kommen sie am 11. März. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/27: Die Galaxy-S26-Smartphones können ab dem 25. Februar 2026 vorbestellt werden, auf den Markt kommen sie am 11. März. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)

Das Galaxy S26 und das Galaxy S26 Plus kommen mit Samsungs eigenem Exynos 2600 , einem 2-nm-Chip, den Samsung im Dezember 2025 vorgestellt hatte. Samsung verwendet insgesamt zehn C1-Kerne von ARM und hat sich von schwächeren Kernen für kleinere Aufgaben komplett verabschiedet. Neben dem Prime Core, einem C1-Ultra mit 3,8 GHz, kommen drei C1-Pro mit 3,25 GHz und sechs C1-Pro mit 2,75 GHz zum Einsatz.

Wie der Exynos 2600 im Vergleich mit dem aktuellen Qualcomm-Top-Chipset abschneidet, konnten wir in unserem Hands-on nicht testen. Samsung zufolge soll der Exynos 2600 gegenüber dem Snapdragon 8 Elite aus der Galaxy-S25-Serie 40 Prozent mehr NPU-Leistung, 29 Prozent mehr GPU-Leistung und 7 Prozent mehr CPU-Leistung bieten.

Beim Akku hat Samsung nur beim Basismodell nachgelegt, das jetzt 4.300 mAh statt nur 4.000 mAh hat. Beim Plus-Modell hat der Akku wieder 4.900 mAh, das Ultra kommt mit einem 5.000-mAh-Akku. Die Ladeleistung beim Ultra-Modell wurde von 45 auf 60 Watt erhöht, drahtlos sind jetzt 25 statt zuvor 15 Watt möglich. Die neuen Modelle unterstützen Qi 2, haben allerdings keine Magnete.

Ausgeliefert wird die Galaxy-S26-Serie mit Android 16 und Samsungs eigener Benutzeroberfläche. Insgesamt sieben Jahre lang sollen die Smartphones Updates und Upgrades bekommen.

Fazit

Die neue Galaxy-S26-Serie scheint eher eine Weiter- als eine Neuentwicklung zu sein: Samsung setzt auf bewährtes Design mit ähnlicher Kamera-Hardware und nur leichten Veränderungen bei den Displays und den Akkus. Größere Veränderungen gibt es bei der Software, etwa neue KI-Funktionen oder auch das clevere Privacy Display.

Damit folgt Samsung einem Trend vieler Hersteller – auch Samsung selbst hat in den vergangenen Jahren eher weiter- als neuentwickelt. Entsprechend sind auch die neuen Galaxy-S26-Modelle leistungsfähige, gut verarbeitete Smartphones, weisen aber am Ende nur bedingt neue Hardware auf. Dafür sind sie – etwas versteckt – teurer geworden.

Bei seinen neuen Modellen hat Samsung die 128-GByte-Versionen abgeschafft. Das Galaxy S26 ist mit 256 GByte Speicher für 1.000 Euro zu bekommen, die Version mit 512 GByte kostet 1.200 Euro. Das Galaxy S25 mit 256 GByte Speicher war noch 40 Euro günstiger, die 512-GByte-Version 110 Euro günstiger.

Das Galaxy S26, das S26 Plus und das S26 Ultra (von rechts nach links) (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 1/27: Das Galaxy S26, das S26 Plus und das S26 Ultra (von rechts nach links) (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Beim Design hat Samsung die Kameramodule an das des Galaxy Z Fold 7 angepasst. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/27: Beim Design hat Samsung die Kameramodule an das des Galaxy Z Fold 7 angepasst. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Ansonsten sehen die neuen Modelle fast wie ihre Vorgänger aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/27: Ansonsten sehen die neuen Modelle fast wie ihre Vorgänger aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 hat einen minimal größeren Bildschirm, bei den beiden anderen Modellen sind Größe und Auflösung identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/27: Das Galaxy S26 hat einen minimal größeren Bildschirm, bei den beiden anderen Modellen sind Größe und Auflösung identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Verarbeitung der Galaxy-S26-Serie ist wie von Samsung gewohnt hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/27: Die Verarbeitung der Galaxy-S26-Serie ist wie von Samsung gewohnt hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra hat die beste Kamera der drei neuen Modelle - bis auf eine etwa größere Blendenöffnung sind die Kameras aber identisch mit denen der Vorgänger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/27: Das Galaxy S26 Ultra hat die beste Kamera der drei neuen Modelle - bis auf eine etwa größere Blendenöffnung sind die Kameras aber identisch mit denen der Vorgänger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra kommt mit einem S Pen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/27: Das Galaxy S26 Ultra kommt mit einem S Pen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Mit dem S Pen können Nutzer handschriftliche Eingaben machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/27: Mit dem S Pen können Nutzer handschriftliche Eingaben machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Plus ...
Bild 9/27: Das Galaxy S26 Plus ...
... und das Galaxy S26 haben keine Änderungen bei der Kamera bekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/27: ... und das Galaxy S26 haben keine Änderungen bei der Kamera bekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra von vorn ...
Bild 11/27: Das Galaxy S26 Ultra von vorn ...
... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Ladeleistung hat Samsung auf 60 Watt per Kabel erhöht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/27: Die Ladeleistung hat Samsung auf 60 Watt per Kabel erhöht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Plus von vorn ...
Bild 14/27: Das Galaxy S26 Plus von vorn ...
... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Plus lädt jetzt mit bis zu 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/27: Das Galaxy S26 Plus lädt jetzt mit bis zu 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 von vorn ...
Bild 17/27: Das Galaxy S26 von vorn ...
... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Auch das Einsteigermodell lädt mit 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/27: Auch das Einsteigermodell lädt mit 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra bekommt die Funktion Privacy Display, mit der die Betrachtung von der Seite durch Abschalten bestimmter Pixel erschwert wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/27: Das Galaxy S26 Ultra bekommt die Funktion Privacy Display, mit der die Betrachtung von der Seite durch Abschalten bestimmter Pixel erschwert wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
In der Maximaleinstellung sind Inhalte nicht mehr zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/27: In der Maximaleinstellung sind Inhalte nicht mehr zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Zum Vergleich: die seitliche Betrachtung ohne Privacy Display (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/27: Zum Vergleich: die seitliche Betrachtung ohne Privacy Display (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Auch von oben oder unten lassen sich Inhalte nicht mehr ohne Weiteres erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/27: Auch von oben oder unten lassen sich Inhalte nicht mehr ohne Weiteres erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Preise für die Galaxy-S26-Serie hat Samsung im Vergleich mit den Vorgängern leicht angehoben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/27: Die Preise für die Galaxy-S26-Serie hat Samsung im Vergleich mit den Vorgängern leicht angehoben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 Ultra ist mit offiziell 7,9 mm relativ flach, dafür ragt das Kameramodul recht weit heraus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/27: Das Galaxy S26 Ultra ist mit offiziell 7,9 mm relativ flach, dafür ragt das Kameramodul recht weit heraus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die verschiedenen Kameramodule im Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/27: Die verschiedenen Kameramodule im Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Galaxy-S26-Smartphones können ab dem 25. Februar 2026 vorbestellt werden, auf den Markt kommen sie am 11. März. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/27: Die Galaxy-S26-Smartphones können ab dem 25. Februar 2026 vorbestellt werden, auf den Markt kommen sie am 11. März. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)

Das Plus-Modell mit 256 GByte kostet 1.250 Euro, mit 512 GByte 1.450 Euro. Die 256-GByte-Variante des Galaxy S25 Plus startete noch bei 1.150 Euro – also 100 Euro weniger. Die 512-GByte-Version kostete zum Marktstart 1.270 Euro. Die Basisversion des Galaxy S26 Ultra ist hingegen mit 1.450 Euro stabil im Preis geblieben. Die 512-GByte-Version ist mit 1.650 Euro 90 Euro teurer als der Vorgänger, die 1-TByte-Variante kostet mit 1.950 Euro 140 Euro mehr.

Zum Marktstart gibt es wieder die Speicherverdoppelungsaktion: Für den Preis des 256-GByte-Modells gibt es das 512-GByte-Gerät. Beim Upgrade von 512 GByte auf 1 TByte müssen Käufer allerdings noch 100 Euro draufzahlen – das war bisher nicht so.

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  • 25. Februar 2026 um 19:00

Clouddienste: US-Diplomaten sollen Datensouveränität bekämpfen

Von Friedhelm Greis
Die US-Regierung stört sich daran, dass Länder ihre digitale Infrastruktur von den USA abkoppeln wollen. Das behindere die Entwicklung von KI -Diensten.
US-Außenminister Marco Rubio weist seine Diplomaten zu Lobbyarbeit gegen Datensouveränität an. (Bild: Bernadett Szabo/Reuters)
US-Außenminister Marco Rubio weist seine Diplomaten zu Lobbyarbeit gegen Datensouveränität an. Bild: Bernadett Szabo/Reuters

US-amerikanische Diplomaten sollen sich gegen die Bestrebungen anderer Staaten einsetzen, ihre Datennutzung stärker zu lokalisieren – und damit den Datentransfer in die USA einzuschränken. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf ein Rundschreiben des US-Außenministeriums, das von Außenminister Marco Rubio unterzeichnet wurde.

Eine entsprechende Regulierung von US-amerikanischen IT-Konzernen würde "globale Datenflüsse stören, Kosten und Cybersicherheitsrisiken erhöhen, künstliche Intelligenz (KI) und Clouddienste einschränken und die staatliche Kontrolle in einer Weise ausdehnen, dass bürgerliche Freiheiten untergraben und Zensur ermöglicht werden können" .

Dem Schreiben zufolge drängt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump auf eine "aggressivere, internationale Datenpolitik" . Die Diplomaten sollten "unnötig belastenden Regulierungen, etwa der Pflicht zur Datenlokalisierung, entgegenwirken" .

Digitaler Unabhängigkeitstag ausgerufen

Seit dem Amtsantritt Trumps im Januar 2025 nehmen Forderungen nach mehr Datensouveränität in Europa zu. Allerdings sind Behörden und Firmen in vielen Fällen von Cloudspeichern aus den USA abhängig, wobei Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud Platform (GCP) das Geschäft dominieren.

Inzwischen gibt es verstärkte Bestrebungen, dass sich private Nutzer von US-Diensten wie Microsoft, X oder Meta emanzipieren. So rief der Chaos Computer Club (CCC) auf dem 39. Chaos Communication Congress (39C3) zusammen mit Organisationen wie Wikimedia Deutschland zu einem monatlichen " digitalen Unabhängigkeitstag " auf. An jedem ersten Sonntag im Monat sollen Nutzer von Big-Tech-Plattformen zu freien, lokalen oder weniger problematischen Alternativen wechseln.

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  • 25. Februar 2026 um 18:00

Anzeige: Portabler USB-C-Hub - 5-in-1-Dock für nur 9 Euro

Von Claus Ludewig
Bei Amazon gibt es einen USB-C-Hub mit fünf Anschlüssen aktuell zum Sparpreis unter 9 Euro. Doch das gilt nur für kurze Zeit.
Nur noch bis Montag: Amazon verkauft Benfei-USB-C-Hub für nur 8,99 Euro. (Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon)
Nur noch bis Montag: Amazon verkauft Benfei-USB-C-Hub für nur 8,99 Euro. Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon

Egal, ob man ein MacBook nutzt oder ein Ultrabook, oftmals stehen nur USB-C-Anschlüsse parat. Wer etwa einen Monitor per HDMI anschließen möchte, muss dann zu einer Dockingstation greifen. Für unterwegs eignet sich hierzu besonders ein tragbares Modell wie der Benfei-5-in-1-Hub, den es aktuell im Angebot bei Amazon für nicht mal 9 Euro zu kaufen gibt.

Was hat die günstige USB-C-Dockingstation zu bieten?

Die Benfei-Dockingstation erweitert einen einzelnen USB-C-Port um insgesamt fünf Anschlüsse und richtet sich damit vor allem an Nutzer von schlanken Notebooks ohne umfangreiche Schnittstellenausstattung. Dabei dient ein 20 cm langes USB-C-Kabel als Verbindung zum PC.

Mit HDMI und USB-C mit PD-Ladefunktion

Über HDMI lässt sich ein externer Monitor mit bis zu 4K-UHD anbinden. Für die Stromversorgung steht ein USB-C-Port mit Power Delivery bis 100 Watt zur Verfügung, so dass das das Notebook während des Betriebs geladen werden kann. Dabei lässt sich ein Laptop mit maximal 90 Watt mit Strom versorgen, während die anderen 10 Watt von der Dock selbst für andere Schnittstellen reserviert sind.

Mit 3-mal USB-A

Hinzu kommen drei USB-A-Ports, darunter ein Anschluss nach USB 3.2 mit bis zu 10 Gbit/s für schnelle Datenübertragungen sowie zwei weitere Ports, die sich aufgrund von USB 2.0 eher für Peripherie wie Maus, Tastatur oder externe Laufwerke eignen.

Wie gut ist das aktuelle Amazon-Angebot?

Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung verkauft Amazon den Benfei-USB-C-Hub im befristeten Angebot für nur 8,99 Euro. Laut Keepa-Preishistorie gab es diese USB-C-Dockingstation noch nie günstiger. Doch die aktuelle Offerte läuft nur noch bis zum Montag, den 2. März.

Reklame

Benfei USB C Hub 5-in-1, USB C Multiport-Adapter mit 4K HDMI /PD 100W / 3*USB-A Datenports

Jetzt noch zum Bestpreis

Preis, Daten und Fakten zur Benfei-5-in-1-USB-C-Dock

  • Vom chinesischen Hersteller Benfei gibt es eine 5-in-1-USB-C-Dock, die portabel ist und aktuell günstig angeboten wird.
  • Neben HDMI und einem USB-C-Anschluss zum Laden eines Laptops mit 90 Watt gibt es noch drei USB-A-Ports.
  • Aktuell verkauft Amazon die Benfei-5-in-1-USB-C-Dock für nur 8,99 Euro. Noch nie gab es diesen USB-Hub günstiger zu kaufen, so die Keepa-Preishistorie. Doch dieses Angebot gilt nur bis Montag, den 2. März.

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  • 25. Februar 2026 um 17:48

Störungsmeldung vom 25.02.2026 12:45

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Deutsche Glasfaser

Details

Beginn
25.02.2026 12:45
Region
Zetel-Neuenburg (04452)
Provider
Deutsche Glasfaser
Zugangsart
FTTH

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  • 25. Februar 2026 um 12:45

Störungsmeldung vom 25.02.2026 17:50

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
25.02.2026 17:50
Region
Bonn (0228)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 25. Februar 2026 um 17:50

Störungsmeldung vom 25.02.2026 16:08

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider T-Online

Details

Beginn
25.02.2026 16:08
Region
Georgsmarienhütte (05401)
Provider
T-Online
Zugangsart
FTTH

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  • 25. Februar 2026 um 16:08

Heizungsgesetz: Was die Reform für Hauseigentümer bedeutet

Von Matthias Lindner
Haus mit Solarzellen auf dem Dach und Wärmepumpen vor dem Haus.

(Bild: Martin Bergsma / Shutterstock.com)

Die Koalition kippt die 65-Prozent-Regel für neue Heizungen. Gas und Öl bleiben erlaubt. Doch Experten warnen vor einer Kostenfalle.

Wer in den kommenden Jahren eine neue Heizung benötigt, bekommt deutlich mehr Spielraum: Die schwarz-rote Koalition hat sich auf Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz geeinigt.

Im Kern fällt die bisherige Pflicht weg, wonach neue Heizungen mindestens 65 Prozent ihrer Wärme aus erneuerbaren Quellen beziehen müssen. Gleichzeitig dürfen Eigentümer auch künftig Öl- und Gasheizungen einbauen.

CDU-Fraktionschef Jens Spahn kommentierte: "Der Heizungskeller wird damit wieder zur Privatsache. Die Bürger haben wieder die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie sie heizen".

Was sich beim Heizungstausch konkret ändert

Künftig steht Hauseigentümern ein breiter Katalog an Heiztechnologien offen – von der Wärmepumpe über Fernwärme und Biomasse hin zu Gas- und Ölkesseln.

Wer sich nach Inkrafttreten des Gesetzes für eine neue fossile Heizung entscheidet, muss diese allerdings ab dem 1. Januar 2029 anteilig mit klimafreundlichen Brennstoffen betreiben. Zum Start liegt dieser Anteil bei mindestens zehn Prozent. In drei weiteren Stufen soll er bis 2040 ansteigen – wie hoch genau, lässt das Eckpunktepapier [1] noch offen.

Ergänzend dazu verpflichtet die Koalition ab 2028 die Energieversorger selbst: Sie müssen einen wachsenden Anteil an Biomethan, Wasserstoff oder synthetischen Brennstoffen in den Markt bringen.

Diese sogenannte Grüngasquote beginnt bei bis zu einem Prozent. Auf den vorgeschriebenen Bio-Anteil entfällt der CO2-Preis, was die Mehrkosten für Verbraucher abfedern soll.

Die Bundesregierung will den Gesetzentwurf bis Ostern im Kabinett beschließen. Das neue Regelwerk soll vor dem 1. Juli 2026 in Kraft treten.

Förderung gesichert – aber Details offen

Gute Nachricht für alle, die eine Modernisierung planen: Die staatliche Förderung über das Programm "Bundesförderung für effiziente Gebäude" (BEG) bleibt bis mindestens 2029 bestehen.

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch versicherte: "Wir bleiben bei der Förderung stabil." Wie die Fördermittel im Detail verteilt werden, klären die Koalitionspartner allerdings erst bis zum Sommer.

Auch bei der kommunalen Wärmeplanung gibt es Erleichterungen: Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohnern müssen künftig nur noch rund ein Fünftel des bisherigen Aufwands betreiben. Für Einfamilienhäuser entfällt zudem die Pflicht, Energieverbrauchsdaten an die Planer zu übermitteln.

Warum Fachleute vor einer Kostenfalle warnen

Die neue Wahlfreiheit klingt verlockend – doch mehrere Wissenschaftler mahnen zur Vorsicht. Martin Pehnt, Professor am Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg, bringt es auf gegenüber dem Science Media Center (SMC) den Punkt: "Wer kurzfristig denkt, könnte in eine Kostenfalle tappen."

Zwar seien fossile Heizungen in der Anschaffung günstiger als eine Wärmepumpe. Doch steigende CO2-Abgaben, wachsende Netzentgelte und hohe Preise für Biomethan oder Wasserstoff könnten die laufenden Kosten über die Lebensdauer der Anlage kräftig in die Höhe treiben. Schon heute schneide die Wärmepumpe im Gesamtkostenvergleich in vielen Fällen besser ab.

Karen Pittel, Professorin beim ifo Institut, teilt diese Einschätzung. Steige die Nachfrage nach Biogas stark an, werde auch der Preis klettern. Günstiger Wasserstoff zum Heizen stehe auf absehbare Zeit ebenfalls nicht bereit.

Und Stefan Thomas vom Wuppertal Institut ergänzt gegenüber dem SMC: Würde die Hälfte aller bestehenden Gas- und Ölheizungen durch neue fossile Anlagen ersetzt, bräuchte man für deren Betrieb "schon fast das gesamte Biomassepotenzial in Deutschland".

Große Lücke beim Klimaschutz – und offene Fragen für Mieter

Auch die Klimabilanz der Reform steht in der Kritik. Nach Berechnungen zum Projektionsbericht hätte die bisherige 65-Prozent-Regel allein 2030 rund zehn Millionen Tonnen CO2 eingespart.

Die neuen Eckpunkte kommen laut Schätzungen nur auf etwa zwei Millionen Tonnen – also ein Fünftel. Wie die Koalition diese Lücke schließen will, bleibt unklar. Im Eckpunktepapier steht lediglich, dass 2030 eine Überprüfung stattfinden und bei Bedarf nachgesteuert werden soll.

Für Mieter stellt sich ein zusätzliches Problem: Vermieter könnten weiterhin preiswerte fossile Heizungen einbauen, während die langfristig steigenden Betriebskosten über die Nebenkostenabrechnung bei den Mietern landen.

Zwar kündigt das Eckpunktepapier einen Schutz vor überhöhten Nebenkosten an – wie dieser konkret aussehen soll, verrät es jedoch nicht. Eigentümer, die selbst in ihrem Haus wohnen und in den nächsten Jahren einen Heizungstausch planen, sollten daher nicht nur auf die Anschaffungskosten schauen, sondern die gesamten Betriebskosten über 15 bis 20 Jahre durchrechnen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11189591

Links in diesem Artikel:
[1] https://table.media/assets/eckpunkte-gebaudemodernisierungsgesetz1.pdf

Copyright © 2026 Heise Medien

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  • 25. Februar 2026 um 14:30

Minderjährigen-Modus statt Verbot: Ein Blick auf Social-Media in China

Von Marcel Kunzmann
Ein asiatisches Mädchen an einem handy

Verbot vs. angepasste Algorithmen: Die Debatte um Jugendschutz bei Social-Media kennt viele Facetten

(Bild: Namart Pieamsuwan/Shutterstock.com)

China reguliert Social Media für Jugendliche nicht durch Verbote, sondern mit einem "Minderjährigen-Modus". Sind angepasste Algorithmen die bessere Lösung?

In Europa wird derzeit heftig über die Regulierung von Social Media für Kinder und Jugendliche diskutiert. Befeuert wurde die Debatte durch das australische Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren, das seit dem 10. Dezember 2025 greift. Die SPD hat in Verbot für Jugendliche unter 14 Jahren im Sinn und will dieses zügig auf den Weg bringen [1]. Auch die CDU hat sich dieser Forderung angeschlossen [2].

Doch ist ein Verbot der einzig sinnvolle Weg für Schutz vor Sucht und Verblödung? Ein Blick nach China zeigt einen interessanten Alternativansatz. Dort geht es den Algorithmen an den Kragen.

China hat am 29. April 2025 den sogenannten "Minderjährigen-Modus" (minor mode) landesweit eingeführt [3]. Das System gibt Eltern umfassende Kontrolle über die Internetnutzung ihrer Kinder und beschränkt deren Zugang zu Inhalten, die nicht als altersgerecht eingestuft werden.

Die Cyberspace Administration of China (CAC), die zentrale Internetaufsichtsbehörde des Landes, hatte die technischen Vorgaben für das System im November 2024 veröffentlicht. Gerätehersteller, App-Entwickler und Betreiber von App-Stores wurden aufgefordert, gemeinsam an der Umsetzung zu arbeiten. Bereits ein halbes Jahr später ist das System nun einsatzbereit, wie die CAC mitteilte.

Funktionsweise und technische Umsetzung

Eltern können den Modus mit einem Klick aktivieren. Die Deaktivierung oder Änderung der Einstellungen erfordert eine Verifizierung durch Erwachsene. Nach 30 Minuten ununterbrochener Nutzung erscheinen Erinnerungen, eine Pause einzulegen.

Zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens werden die meisten Anwendungen gesperrt. In dieser Zeit bleiben lediglich Notrufe und von den Eltern freigegebene Bildungsplattformen zugänglich.

Das System sammelt Statistiken über die Nutzung, damit Eltern kontrollieren können, ob ihre Kinder das Internet altersgerecht und "im Sinne sozialistischer Werte" nutzen, wie die CAC erklärte.

Altersspezifische Inhalte und Nutzungsgrenzen

Die CAC hatte bereits 2023 einen ersten Entwurf für den Minderjährigen-Modus vorgelegt. Wie El País berichtet [4], unterteilt das System Minderjährige in fünf Altersgruppen: unter 3 Jahren, 3 bis 8 Jahre, 8 bis 12 Jahre, 12 bis 16 Jahre und 16 bis 18 Jahre. Für jede Gruppe gelten unterschiedliche Zeitlimits: Kinder unter 8 Jahren dürfen 40 Minuten täglich online sein, 8- bis 16-Jährige eine Stunde und 16- bis 18-Jährige bis zu zwei Stunden.

Zudem werden die Algorithmen an die jeweilige Gruppe angepasst. Für Kleinkinder unter drei Jahren sieht das Konzept beispielsweise vor allem Audio-Inhalte wie Lieder vor, um zu verhindern, dass sie zu "Video-Zombies" werden, wie die CAC formulierte. Zwölf- bis Sechzehnjährige sollen Nachrichten erhalten, die ihrer kognitiven Entwicklung entsprechen, sowie Unterhaltungsinhalte, die "sozialistische Grundwerte" fördern.

Große Anbieter aus den Bereichen Kurzvideos, soziale Netzwerke, E-Commerce und Bildung haben sich laut CAC verpflichtet, nur noch altersgerechte Inhalte bereitzustellen und eigene Inhalte für Minderjährige zu entwickeln.

Hintergrund und frühere Maßnahmen

Bereits 2021 hatte China die Zeit, die Minderjährige mit Videospielen verbringen dürfen, auf drei Stunden pro Woche beschränkt. Eine staatliche Zeitung hatte damals ein Smartphone-Spiel des Technologiekonzerns Tencent als "spirituelles Opium" bezeichnet. Allerdings lassen sich diese Beschränkungen leicht umgehen, da viele Minderjährige die Konten ihrer Eltern nutzen.

Chinesische soziale Netzwerke verlangen bereits seit längerem eine Registrierung mit echtem Namen, der über den Personalausweis oder eine Handynummer verifiziert wird. Plattformen wie Bilibili, Kuaishou und Douyin (die chinesische Version von TikTok) haben seit 2019 Einschränkungen für Nutzer unter 16 Jahren eingeführt.

Mögliche Inspiration für den Westen

Ash Johnson vom Information Technology and Innovation Foundation (ITIF) in den USA bewertete den chinesischen Ansatz differenziert. Der Minderjährigen-Modus sei "in mancher Hinsicht ein überraschend weniger restriktiver Ansatz" als Maßnahmen in einigen demokratischen Ländern, die soziale Medien für Nutzer unter einem bestimmten Alter komplett verboten hätten, schrieb [5] Johnson im Mai 2025.

Während Chinas autoritärer Ansatz in der Digitalpolitik selten als positives Beispiel für demokratische Nationen diene, könne der Minderjährigen-Modus als Inspiration dienen, so Johnson. Dabei solle von inhaltlichen politischen Vorgaben wie in China abgesehen werden – allerdings sei der Ansatz, die Algorithmen der jeweiligen Altersentwicklung anzupassen, grundsätzlich eine interessante Idee.

China hat mit rund 1,07 Milliarden Internetnutzern eine der größten Nutzerbasen weltweit, wie das China Internet Network Information Center mitteilte. Im Dezember 2022 war jeder fünfte Nutzer unter 20 Jahre alt. Der Markt für kindergerechte intelligente Geräte wächst stetig.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11189157

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.tagesschau.de/inland/koalition-social-media-verbot-100.html
[2] https://www.spiegel.de/politik/cdu-fordert-social-media-verbot-bis-14-jahre-a-bcd5cdfc-d7d3-4b8f-8248-a1aa382daeb7
[3] https://www.techinasia.com/news/china-officially-launches-minor-mode-curb-kids-screen-time
[4] https://english.elpais.com/science-tech/2023-08-09/china-proposes-an-ambitious-plan-to-prevent-internet-addiction-in-children.html
[5] https://itif.org/publications/2025/05/09/chinas-minors-mode-blueprint-or-cautionary-tale/

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  • 25. Februar 2026 um 14:00

US-Krieg mit dem Iran: Wovor arabische Staaten sich fürchten

Von Elmar Mamedov
Landkarte des Iran mit Nachbarländern

(Bild: Matthew Nichols1, shutterstock)

Die arabischen Nachbarn sehen den militärischen Aufmarsch wohl wissend, dass Bombardierungen und Regimewechsel geopolitische Folgen haben können.

Während ein amerikanischer Angriff auf den Iran zunehmend unvermeidlich erscheint, sind Amerikas Verbündete am Persischen Golf – jene Staaten, die US-Stützpunkte beherbergen und sich nervös auf mögliche iranische Vergeltung vorbereiten – zutiefst besorgt über eine Eskalation und drängen Washington, sie zu verhindern.

Das Ausmaß der US-Mobilisierung ist in der Tat gewaltig [1]. Wie Kelley Vlahos von Responsible Statecraft berichtete [2], befinden sich mindestens 108 Luftbetankungsflugzeuge im oder auf dem Weg zum Einsatzgebiet. Militärs zufolge könnten Angriffe nun „jederzeit“ erfolgen.

Diese Vorbereitungen deuten nicht nur darauf hin, dass die Operation unmittelbar bevorstehen könnte, sondern auch darauf, dass sie nachhaltiger sein und länger andauernd könnte, als der einmalige Schlag gegen iranische Nuklearanlagen im Juni 2025.

Gefühl der Untergangsstimmung

Unter Beobachtern macht sich ein wachsendes Gefühl der Untergangsstimmung breit: Angesichts des Aufmarsches gibt es für Präsident Donald Trump kaum noch eine Möglichkeit, sein Gesicht zu wahren, wenn er die Angriffe abblasen lässt um sich aus einer Lage zu befreien, in die er sich unnötig manövriert hat.

Doch während US-Militärplaner Ziellisten studieren, sehen der Irak und die Staaten des Golf-Kooperationsrates (GCC) vor allem Risiken [3].

„Sie mögen es begrüßen, wenn die iranische Führung geschwächt wird, aber alle sorgen sich mehr um ein Szenario von Chaos und Unsicherheit sowie um die Möglichkeit, dass radikalere Kräfte dort an die Macht kommen“, sagte [4] Anna Jacobs Khalaf, Golf-Analystin und Non-Resident Fellow am Arab Gulf States Institute, Anfang 2026 gegenüber Al Jazeera.

Intensive Konsultationen der Anrainer

Portraitfoto
Unser Gastautor Elmar Mamedov. (Bild: RS [5])

Seit Januar konsultieren Saudi-Arabien, Katar und Oman gemeinsam mit der Türkei und Ägypten intensiv, um Washington und Teheran vom Rand des Abgrunds zurückzuholen. Das geschieht nicht aus Sympathie für Teheran, sondern weil ihnen klar ist, dass sie an vorderster Front iranischer Vergeltung stünden – und mit den Folgen, sollte das Regime kollabieren.

Wie der Regionalanalyst Galip Dalay anmerkt [6], kommt zu möglicher wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Destabilisierung noch hinzu, dass Israel als aufstrebende Hegemonialmacht der Region stark vom Zusammenbruch des Regimes profitieren würde.

„Irans Macht und Ambitionen in der Region sind geschwächt, und die Aussicht auf eine iranisch geprägte Ordnung ist in weite Ferne gerückt“, schrieb er im Februar 2026 für Chatham House. „Für die Führungskräfte im Nahen Osten haben sich die Bedrohungen verändert: Die größten Risiken gehen nun von einem expansionistischen und aggressiven Israel sowie vom Chaos eines möglicherweise kollabierten iranischen Staates aus.“

Beispiellose Hegemonie Israels

Ähnlich äußerte [7] sich Bader al-Saif, Assistenzprofessor für Geschichte an der Kuwait University, gegenüber der New York Times: „Ein Bombardement Irans widerspricht der Kalkulation und den Interessen der arabischen Golfstaaten. Die Neutralisierung des gegenwärtigen Regimes – sei es durch Regimewechsel oder interne Führungsumbildung – könnte sich in eine beispiellose Hegemonie Israels übersetzen, was den Golfstaaten nicht dienen würde.“

Für den überwiegend schiitischen Irak droht politische und soziale Unruhe. Nach Jahrzehnten der Erschütterungen infolge der US-Invasion 2003 ringt das Land noch immer um ein stabiles politisches System und eine handlungsfähige Regierung. Bagdad ist verzweifelt bemüht, sich aus diesem Konflikt herauszuhalten.

Ein mit der irakischen Politik bestens vertrauter Experte, der anonym mit Responsible Statecraft sprach, betonte, dass kleinere, radikale schiitische Gruppen wie Kataib Hisbollah und Harakat Nujaba sich verpflichtet fühlen könnten, amerikanische Truppen in der Region zur Verteidigung Teherans anzugreifen.

US-iranische Feuersbrunst auf irakischem Boden?

Die wichtigsten schiitischen politischen Kräfte jedoch – zusammengeschlossen im Schiitischen Koordinationsrahmen [8], darunter die von dem designierten Premierminister Nuri al-Maliki geführte State of Law Coalition sowie die Fatah-Allianz unter Hadi al-Ameri – sehen eine US-iranische Feuersbrunst auf irakischem Boden als existenzielle Bedrohung ihrer fragilen Souveränität.

Auch Teheran ist daran interessiert, dass der Irak sich heraushält. Was Teheran im Kampf ums eigene Überleben braucht, ist ein funktionierender Nachbar und Handelspartner, der Bagdad weiterhin Strom verkaufen [9] kann – und kein Land, das in Versagen und Chaos abrutscht.

Für den Golf ist die Gefahr vielschichtig. Zunächst gibt es die unmittelbare physische Bedrohung. Der Iran hat wiederholt signalisiert [10], dass US-Stützpunkte in der Region legitime Ziele seien. Der Angriff im Juni 2025 auf den Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar nach den US-Schlägen während des zwölftägigen Krieges – auch wenn es keine Opfer gab – ist für die Golfstaaten noch frisch in Erinnerung.

Antwort diesmal weit härter

Eine neue, anhaltende Kampagne könnte Einrichtungen in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Saudi-Arabien und Bahrain unter Beschuss iranischer Raketen oder Drohnenschwärme bringen. Äußerungen [11] iranischer Offizieller wie Ali Shamkhani, ein einflussreicher Berater des Obersten Führers Ajatollah Chamenei, deuten darauf hin, dass die Antwort diesmal weit härter ausfallen würde als der symbolische Schlag gegen Al Udeid.

Diese Bedrohung ist nicht hypothetisch: 2019 hat der Iran saudische Ölanlagen angegriffen [12] und lahmgelegt. Die Lektion war klar: Der Iran verfügt über die Fähigkeit, die Infrastruktur der Golfstaaten zu treffen. In einem Krieg, der aus Sicht der iranischen Führung existenziell wäre, würde die Motivation steigen, Länder anzugreifen, die US-Militärbasen beherbergen.

Selbst wenn die Golfstaaten von direkten iranischen Angriffen verschont blieben, drohten andere verheerende Folgen. Diese Staaten versuchen, ihre Volkswirtschaften zu diversifizieren und ausländische Investitionen sowie Talente anzuziehen; die Möglichkeit eines regionalen Krieges würde Kapital und Menschen in die Flucht schlagen.

Instabilität, Migration, Radikalisierung und Spillover-Effekte

Eine mögliche Flüchtlingskrise ist eine weitere große Sorge. Der iranische Hafen Bandar Abbas ist nur eine kurze Bootsfahrt von Dubai entfernt. Ein Konflikt, der Irans Wirtschaft verwüstet oder einen inneren Zusammenbruch auslöst, könnte Tausende Vertriebene über das Wasser in die VAE treiben.

Hinzu kommt das Risiko eines wirtschaftlichen Albtraums. Wie iranische Offizielle ausdrücklich warnten [13], liegen im Kriegsfall alle Optionen auf dem Tisch, einschließlich einer Blockade oder Verminung der Straße von Hormus.

Eine vollständige Sperrung ist zwar unwahrscheinlich, da sie Irans eigene Ölexporte nach China schwer schädigen würde, doch bereitet die Marine der Revolutionsgarden inzwischen eine „smarte [14]“ Blockade vor: Westliche Tanker könnten selektiv gestoppt und chinesische Ölimporte gleichzeitig durchgelassen werden – ganz nach dem Vorbild der jemenitischen Huthi-Rebellen.

20 Prozent der Welt-Ölproduktion

Ein Fünftel des weltweiten Öls passiert die Meerenge. Wie bei der Huthi-Blockade des Roten Meeres als Reaktion auf die israelischen Angriffe in Gaza würde bereits die Androhung einer Sperrung die Versicherungsprämien in die Höhe treiben und die globalen Ölpreise steigen lassen.

Das wiederum würde Inflationsängste schüren. Angriffe auf zivile Ölinfrastruktur mit dem Ziel, Weltmarktpreise zu erhöhen und Zinsen in die Höhe zu treiben, wären ein direkter Angriff auf Trumps wirtschaftliches Versprechen an die Amerikaner – im Jahr der Zwischenwahlen.

Letztlich besteht ein erhöhtes Risiko, dass ein US-Militärangriff dazu führt, dass der Iran seine offizielle Doktrin einer ausschließlich zivilen Nutzung der Kernenergie aufgibt und sich für die Bewaffnung entscheidet – ironischerweise genau das Ergebnis, das der Krieg angeblich verhindern soll.

Kaum materielle Hindernisse für den Griff zur Bombe

Abgesehen von einer vollständigen Besetzung des Landes durch die USA und Israel – ein unrealistisches Szenario – gäbe es ob des vorhandenen Know-hows kaum materielle Hindernisse für den Griff zur Bombe durch den Iran. Eine solche politische Entscheidung ist keineswegs ausgeschlossen, falls Ajatollah Chamenei handlungsunfähig würde.

Für die GCC-Staaten wäre das das schlimmstmögliche Szenario – sie lebten dann neben einem revanchistischen, revisionistischen und möglicherweise atomar bewaffneten Iran. Das würde sie – insbesondere Saudi-Arabien und die VAE – dazu zwingen, eine eigene nukleare Abschreckung anzustreben, was die Region in ein gefährliches, destabilisierendes Wettrüsten stürzen würde.

Diese umfassendere Angst vor Destabilisierung ist der Hauptgrund, warum der saudische Kronprinz und faktische Herrscher Mohammed bin Salman öffentlich [15] die Nutzung des saudischen Luftraums für einen Angriff auf den Iran ausschloss [16]. Die VAE vertreten dieselbe Position: Anwar Gargash, ein wichtiger Berater des Präsidenten, forderte [17] eine „langfristige diplomatische Lösung zwischen Washington und Teheran“.

Ansatz der Trump-Regierung rätselhaft

Trotz der offensichtlichen Risiken wirkt der Ansatz der Trump-Regierung rätselhaft. Obwohl der Iran in der Nuklearfrage ernsthafte Zugeständnisse angeboten hat, etwa die Aussetzung [18] der Uran-Anreicherung und wirtschaftliche Anreize [19] für die USA, scheint Trump auf eine Kapitulation Teherans abzuzielen – nicht nur in der Nuklearfrage, sondern auch bei den ballistischen Raketen, einer absoluten roten Linie für den Iran [20].

Währenddessen beschleunigt sich der militärische Aufmarsch und sorgt in Riad, Abu Dhabi, Doha, Maskat, Bagdad und anderswo im Nahen Osten für tiefe Besorgnis. Amerikas Golfverbündete jubeln nicht für einen Krieg; sie versuchen verzweifelt, ihn zu verhindern. Trump täte gut daran, auf ihren Rat zu hören – in seinem eigenen und im Interesse Amerikas.

„Die Folgen eines Staatskollapses würden weit über das hinausgehen, was der Nahe Osten infolge der Konflikte im Irak, in Syrien oder im Jemen erlebt hat – sei es in Form von Instabilität, Migration, Radikalisierung, der Verbreitung bewaffneter Gruppen oder regionaler Spillover-Effekte“, schrieb Dalay.

„Regionale Führer sind überzeugt, dass die USA der regionalen Diplomatie eine echte Chance geben müssen. Die Alternative ist ein verheerender Krieg und ein weiterer katastrophaler Konfliktzyklus.“

Eldar Mamedov ist ein in Brüssel ansässiger Außenpolitikexperte und Non-Resident Fellow am Quincy Institute.

Dieser Text erschien zuerst auf Englisch auf unserem Partnerportal Responsible Statecraft [21].


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.wsj.com/world/middle-east/iran-middle-east-us-military-7400d800?mod=world_feat1_middle-east_pos2
[2] https://responsiblestatecraft.org/fuel-tankers-iran-attack/
[3] https://www.nytimes.com/2026/01/14/world/middleeast/gulf-trump-iran.html
[4] https://www.aljazeera.com/news/2026/1/16/gulf-countries-gear-up-diplomacy-to-stave-off-us-iran-escalation
[5] https://responsiblestatecraft.org/author/emamedov/
[6] https://www.chathamhouse.org/2026/02/why-are-middle-eastern-governments-lobbying-against-us-attack-iran
[7] https://www.nytimes.com/2026/01/14/world/middleeast/gulf-trump-iran.html
[8] https://amwaj.media/en/article/iraq-s-coordination-framework-claims-election-victory-as-largest-parliamentary-bl
[9] https://www.aljazeera.com/news/2025/3/9/us-ends-sanctions-waiver-for-iraq-to-buy-electricity-from-iran
[10] https://www.france24.com/en/middle-east/20260219-trump-iran-nuclear-deal-deadline-tehran-threatens-retaliation-us-bases
[11] https://www.aljazeera.com/news/liveblog/2026/1/28/live-iran-says-it-will-respond-like-never-before-after-trumps-threats
[12] https://www.nytimes.com/2019/09/14/world/middleeast/saudi-arabia-refineries-drone-attack.html
[13] https://iranpress.com/content/314911/iran-says-all-options-table-us-steps-military-presence
[14] https://iranwire.com/en/news/149195-irgc-launches-smart-control-military-drill-in-the-strait-of-hormuz/
[15] https://defencesecurityasia.com/en/chinese-satellites-expose-us-air-force-buildup-prince-sultan-air-base-saudi-iran/
[16] https://english.alarabiya.net/News/middle-east/2026/01/28/mbs-to-iran-s-president-kingdom-will-not-allow-its-airspace-or-land-to-be-used-for-attack
[17] https://www.stabroeknews.com/2026/02/03/news/world/middle-east-needs-long-term-solution-uae-says-ahead-of-us-iran-crisis-talks/
[18] https://www.instagram.com/reel/DU5V2ZnDl_z/
[19] https://www.rferl.org/a/iran-us-economic-incentives-nuclear-deal-trump/33679740.html
[20] https://www.hungarianconservative.com/articles/interview/trita-parsi-iran-regime-change-us-relations/
[21] https://responsiblestatecraft.org/iran-war-gulf-states/

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  • 25. Februar 2026 um 13:00

ARD beleuchtet Apple-Geschichte in dreiteiliger Dokumentation

Von Heise
Apple-Mitbegründer Steve Jobs bei einer Präsentation

Apple-Mitbegründer Steve Jobs bei einer Präsentation.

(Bild: SWR / Spiegel TV mit KI bearbeitet)

Eine vom SWR produzierte Serie über Apple steht ab Ende März in der Mediathek bereit. Apple-Veteranen wie Hartmut Esslinger oder Andy Hertzfeld kommen vor.

Für Apple ist 2026 ein besonderes Jahr: Am 1. April feiert der Konzern seinen 50. Geburtstag. Die Apple Computer Company wurde 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ron Wayne in Los Altos gegründet. Dass Apple selbst größere Feierlichkeiten [1] plant, hat CEO Tim Cook bereits angekündigt. In welcher Form das passieren wird, ist noch unklar. Zum Jubiläum ist auch mit diversen Würdigungen zu rechnen: So plant die ARD-Anstalt im Südwesten, der SWR, eine dreiteilige Dokumentation, die von Spiegel TV produziert wird. Darin sollen bekannte Figuren aus der Apple-Geschichte auftreten, der iPhone-Hersteller selbst aber wohl nicht.

Verführerische Apple-Welt

Wie der SWR ankündigte, soll „Die Apple-Story – Eine Vision verführt die Welt“ ab dem 26. März in der ARD-Mediathek [2] zu sehen sein, zudem ab dem 30. März im Spätabendprogramm (23:30 Uhr) auch im Ersten. Neben Spiegel TV und SWR produzieren auch NDR und HR mit. Die ARD will dabei tief ausholen – von Jobs' „Bicycle for the Mind“ [3] über den „1984“-Werbespot [4] bis zur iPhone-Revolution.

Neben ehemaligen Apple-Mitarbeitern wie Andy Hertzfeld oder Daniel Kottke sind auch deutsche Gestalter wie Hartmut Esslinger oder Erik Spiekermann zu sehen, die für die Entwicklung eine Rolle spielen. Der SWR verspricht „zahlreiche Archivbilder“, wie „radikal sich unser Alltag in den vergangenen 50 Jahren verändert hat“. Schließlich soll die Doku auch noch einen aktuellen Bezug bekommen – Youtuber und Influencer, die allesamt Apple-Produkte nutzen, kommen ebenso vor wie die Ex-Piratin Marina Weisband und ein Zukunftsforscher.

iPhone veränderte Menschheit

Apple wird als Unternehmen der Gegenkultur auf dem Weg zum Weltkonzern vorgestellt, der Mac wird ebenso gezeigt wie Jobs' Abgang, seine Arbeit bei NeXT und Pixar und seine anschließende „spektakuläre“ Rückkehr. Das iPhone habe die Menschheit dann „fundamental verändert“, heißt es in der Doku.

Heute ist Apple noch immer der größte Smartphone- und Tabletproduzent und das größte produzierende Unternehmen überhaupt (jeweils nach Umsatz gerechnet). Ob Apple zum Jubiläum spezielle Hardware plant wie dereinst den 20th Anniversary Mac [5] von 1996, ist unklar. Mac & i [6] wird sich im nächsten Heft ebenfalls mit dem großen Apple-Geburtstag beschäftigen.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Tim-Cook-bei-All-Hands-Neues-zur-Rente-und-zu-Apples-50-Geburtstag-11169716.html
[2] https://www.ardmediathek.de/
[3] https://www.youtube.com/watch?v=KmuP8gsgWb8
[4] https://www.youtube.com/watch?v=ErwS24cBZPc
[5] https://www.youtube.com/watch?v=kjVfkSAqloU
[6] https://shop.heise.de/magazine/mac-i/
[7] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[8] https://www.heise.de/mac-and-i
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  • 25. Februar 2026 um 13:06

1Password erhöht Abopreise deutlich

Von Heise
1Password auf Mac und iPhone

1Password auf Mac und iPhone.

(Bild: 1Password)

Der Passwortmanager, der einst eine Einmalbezahl-App war, ist mittlerweile ein Cloud-Abo. Nutzer müssen nun mehr zahlen – begründet unter anderem mit mehr KI.

Der kanadische Sicherheitsanbieter 1Password Inc. hat eine größere Preiserhöhung für seine Privatnutzer angekündigt. Kunden des Dienstes, der seit dem Umstieg auf ein Cloud-Angebot als Abonnement vermarktet [1] wird, erhielten am Dienstag entsprechende Mails. Wer das sinnvolle Jahrespaket kauft, muss insgesamt 12 US-Dollar mehr zahlen – die Europreise wurden ebenfalls angepasst. Aus 59,99 Dollar werden also für den Familienplan 71,88 Dollar, für das Einzelabo werden 47,88 Dollar statt 35,88 Dollar fällig. Die Umstellung erfolgt ab dem 27. März und startet mit dem nächsten Einzug. Das heißt: Wird die nächste fällige Gebühr vor diesem Termin kassiert, zahlt man noch den alten Preis.

1Password: Lange keine Preise erhöht

1Password begründet die Preiserhöhung mit verschiedenen Verbesserungen, die man dem Dienst gegönnt hat. Genannt wird aber auch eine Standardfunktion, nämlich das automatische Speichern von Logins und Bezahlangaben, an der das Unternehmen gearbeitet hat. Zudem gebe es nun ein „schnelleres und sicheres Geräte-Setup“, eine KI-basierte Passwort-Item-Benennung, erweiterte Recovery-Optionen sowie Verbesserungen beim Sicherheitshinweisdienst Watchtower und eine „proaktive Phishing-Verhütung“.

Ob das alles 12 Dollar extra im Jahr wert ist, müssen die Kunden wissen. Auf Mac, iPhone und iPad hatte Apples eigene Passwörter-App [2] zuletzt viele Nutzer gewonnen. 1Password betont, man habe seine Preise „für viele Jahre nahezu unverändert“ gelassen. Der Anbieter hatte Nutzer mit der Tatsache verstört, dass die App sich nicht mehr nur lokal nutzen lässt – jetzt handelt es sich um einen reinen Cloud-Dienst mit Apps und Browser-Plug-ins. Die Anwendungen hatte 1Password komplett umgearbeitet – 1Password 8 gilt langjährigen Nutzern der Vorversion nach wie vor als schlechter als die alte Version 7, die nativ für macOS (und Windows) entwickelt worden war.

Die Kosten in Euro für 1Password

Die Euro-Preise für 1Password liegen jetzt bei 43,80 Euro für Einzelabos und 69 Euro im Familienpaket. Im ersten Jahr sind die Preise auf 32,88 respektive 51,72 Euro verringert. Im Monat werden 4,39 Euro für Einzelnutzer oder 6,99 Euro für Familien fällig. Hier gibt es keine günstigeren Preise im ersten Jahr.

Apples Passwörter-App nutzt iCloud zur Synchronisierung. Mit iCloud für Windows gibt es auch eine App, die PCs unterstützt. Zudem gibt es Plug-ins für verschiedene Browser.


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https://www.heise.de/-11188959

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/1Password-8-fuer-Mac-fuehrt-Cloud-Zwang-ein-und-wird-Web-App-7077238.html
[2] https://www.heise.de/news/Apple-Passwoerter-App-Problematischer-Bug-soll-Monate-bestanden-haben-10321028.html
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 25. Februar 2026 um 12:06

Bericht: Touchscreen-MacBook Pro mit OLED noch in diesem Jahr

Von Heise
MacBook Pro auf einem Schreibtisch mit aufgeklapptem Display

MacBook Pro auf einem Schreibtisch, hier ganz Touch-los.

(Bild: WeDesing / Shutterstock.com)

Laut Bloomberg baut Apple eine Dynamic Island in ein OLED-MacBook – und ein zwischen Touch- und Trackpad-Bedienung umschaltbares macOS.

Großer Umbau bei den portablen Macs: Insidern zufolge wird Apple noch in diesem Jahr, vermutlich im Herbst, ein allererstes Touchscreen-MacBook auf den Markt bringen. Es soll sich, berichtet der üblicherweise gut informierte Bloomberg-Reporter Mark Gurman [1], gleichzeitig um die ersten OLED-Mac-Modelle handeln. Bislang verwendet Apple diese Display-Technik nur beim iPhone sowie bei den iPad-Pro-Modellen [2]. Sowohl das 14- als auch das 16-Zoll-Modell werden überarbeitet. Mit der Verwendung des noch unveröffentlichten M6-Chips ist weiterhin zu rechnen. Apple soll außerdem Umbauten an macOS planen, damit eine Touchbedienung sinnvoll(er) wird.

Dynamic Island auf dem Mac

Die Kamera der ersten Touchscreen-Macs landet in einer Dynamic Island, wie man sie vom iPhone kennt, heißt es in dem Bericht weiter. Darin können dann auch Live-Aktivitäten [3] angezeigt werden, die macOS 26, wenn auch zunächst nur außerhalb der EU, eingeführt hatte. Technisch plant Apple offenbar eine „Cutout“-Kamera wie beim iPhone, platziert oben in der Mitte. Aktuelle MacBooks haben eine Einkerbung (Notch), wie sie Apple beim iPhone X im Jahr 2017 einst eingeführt hatte. Dies stört unter anderem, weil Teile der Menüleiste abgedeckt sind. Ob und wie dies die Dynamic Island löst, bleibt abzuwarten – womöglich rückt sie etwas mehr nach unten.

Apple hatte über Jahre betont, dass sich ein Touchscreen für den Mac nicht lohnt. Zuletzt gab es aber immer mehr Gerüchte, dass es intern ein Umdenken [4] gab. Gänzlich Touch-frei waren die Systeme aber nicht: So hatte Apple über Jahre mit der Touch Bar [5] eine OLED-basierte Funktionstastenleiste im MacBook Pro verbaut. Diese konnte sich jedoch nie durchsetzen – weder war sie bei Nutzern beliebt noch wurde sie viel von Softwareanbietern verwendet. Apple strich sie bei der Umgestaltung der MacBooks ab dem Jahrgang 2021 dann ersatzlos.

macOS mit Touchbedienung

Für macOS plant Apple mit den neuen MacBook-Pro-Modellen auch Veränderungen. Mit dem Liquid-Glass-Design [6] in macOS 26 traf der Konzern hier laut Gurman erste Vorbereitungen. Es gibt insgesamt mehr Platz, um Touch-Ziele zu treffen. Ein vollständiger Umbau in Richtung iPadOS ist aber nicht geplant. So will Apple etwa keine Touch-Tastatur implementieren. Der Touchscreen soll angeblich nur zu einer zusätzlichen Eingabeform neben dem Trackpad werden. Standardfunktionen wie Scrollen oder Zoomen mittels Multitouch wird es geben. Menüs wie der Emoji-Picker seien ebenfalls Touch-optimiert.

All das erinnert ein wenig an Microsofts erste Touchscreen-Windows-Versuche – wie das bei den Nutzern ankommt, bleibt abzuwarten. Steve Jobs hatte Notebooks mit Touchscreen einst als „ergonomisch furchtbar“ [7] bezeichnet. Technikchef John Ternus hatte das iPad zuletzt 2021 als „besten Touchcomputer“ ausgezeichnet. Eine Änderung dieser Strategie hielt Apple damals laut Ternus nicht für notwendig. Der Konzern änderte die Haltung wohl auch deshalb, weil neue Funktionen neue Zielgruppen anziehen könnten. OLED und neue Chips allein reichen dafür offenbar nicht.


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https://www.heise.de/-11188945

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-02-24/apple-s-touch-screen-macbook-pro-to-have-dynamic-island-new-interface
[2] https://www.heise.de/tests/Flach-und-flott-Das-neue-iPad-Pro-M5-im-Test-10792884.html
[3] https://support.apple.com/de-de/120684
[4] https://www.heise.de/news/Touchscreen-im-Mac-Apple-will-sich-bereit-fuer-naechste-Generation-machen-7459492.html
[5] https://www.heise.de/news/Touch-Bar-Crowdfunding-Kampagne-soll-Ersatz-schaffen-10187424.html
[6] https://www.heise.de/hintergrund/Liquid-Glass-Apples-neue-Oberflaeche-fuer-iOS-26-macOS-26-und-Co-im-Detail-10487350.html
[7] https://www.youtube.com/watch?v=7zfir0Ide0A
[8] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[9] https://www.heise.de/mac-and-i
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  • 25. Februar 2026 um 11:30

Solarwinds Serv-U: Update stopft vier kritische Sicherheitslücken

Von Heise
Finger tippt auf Update-Button

(Bild: heise online / dmk)

Vier kritische Sicherheitslecks stopft Solarwinds mit dem aktuellen Serv-U-Update. Angreifer können betroffene Systeme kompromittieren.

Solarwinds hat eine aktualisierte Version der Dateitransfer-Software Serv-U veröffentlicht. Darin schließen die Entwickler vier als kritisches Risiko eingestufte Sicherheitslücken. IT-Verantwortliche sollten ihre Instanzen umgehend aktualisieren.

In den Release-Notes zu Serv-U 15.5.4 [1] beschreiben Programmierer die ausgebesserten Schwachstellen. Aufgrund „kaputter Zugriffskontrollen“ können Angreifer einen System-Admin-User anlegen und beliebigen Code als „root“ über Domain-Admin- oder Gruppen-Admin-Rechte ausführen (CVE-2025-40538, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“). Eine Schwachstelle aufgrund einer sogenannten Type-Confusion können Angreifer ebenfalls missbrauchen, um nativen Code aus dem Netz als „root“ auszuführen (CVE-2025-40539, CVE-2025-40540, beide CVSS 9.1, Risiko „kritisch“). Bei diesem Schwachstellentyp passen tatsächlich übergebene Datentypen nicht mit den erwarteten überein, wodurch der Inhalt etwa Speicherbereiche überschreiben kann.

Vier kritische Lücken in Serv-U

Die vierte Schwachstelle ist vom Typ „unsichere direkte Objektreferenz“ (Insecure Direct Object Reference IDOR). Auch sie erlaubt bösartigen Akteuren die Möglichkeit, bei erfolgreichem Missbrauch Schadcode aus dem Netz auszuführen, mit „root“-Rechten (CVE-2025-40541, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“).

Wie Angreifer die Schwachstellen konkret missbrauchen und wie Admins derartige Versuche erkennen können, schreibt Solarwinds jedoch nicht. Die Sicherheitslücken wurden offenbar im Responsible Disclosure offengelegt und bislang noch nicht im Netz attackiert.

Dennoch sollten Admins aufgrund des Schweregrads der Lücken die Aktualisierung zeitnah vornehmen. Cyberbanden nutzen Schwachstellen in Datentransfer-Software oftmals zum unbefugten Zugriff und Kopieren von Daten, um damit Unternehmen zu erpressen.

Zuletzt hatte Solarwinds Mitte November Sicherheitslücken in Serv-U [2] geschlossen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11189063

Links in diesem Artikel:
[1] https://documentation.solarwinds.com/en/success_center/servu/content/release_notes/servu_15-5-4_release_notes.htm
[2] https://www.heise.de/news/Sicherheitsluecken-Solarwinds-Platform-und-Serv-U-fuer-Attacken-anfaellig-11084806.html
[3] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[4] mailto:dmk@heise.de

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  • 25. Februar 2026 um 12:20

Best Western Hotels warnt vor Phishing-Attacken

Von Heise
Best-Western-Webseite auf blauem Hintergrund

(Bild: Best Western / heise medien)

Betrüger haben offenbar Zugang zu aktuellen Buchungsdaten von Best Western Hotels. Das Unternehmen warnt vor einer Phishingwelle.

Die Best Western Hotels (BWH) versenden aktuell E-Mails an alle Kunden, in denen sie vor derzeit laufenden Phishing-Angriffen warnen. Betroffen seien jedoch nicht nur Best Western Hotels, sondern die gesamte Hotellerie weltweit.

In der uns vorliegenden E-Mail schreibt BWH: „Derzeit erreichen uns zahlreiche Meldungen von Reisenden, die im Zusammenhang mit einer bevorstehenden Buchung betrügerische E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten von ausländischen Rufnummern und kryptischen E-Mailadressen erhalten haben.“ Im Nachrichtentext werden Empfänger aufgefordert, Buchungen zu bestätigen oder Zahlungsdaten zu verifizieren.

Echte Daten in Phishing-Nachrichten

Wir haben einen Leserhinweis erhalten, demzufolge eine derartige WhatsApp-Nachricht ihn am 17. Februar erreichte, mit der Bitte, eine am 15. Januar vorgenommene Buchung nach Klick auf einen Link zu ergänzen. Bei Nichtbefolgung würde die Buchung innerhalb von 24 Stunden verfallen. Sowohl Buchungsdatum als auch Name waren korrekt, die Telefonnummer stammt mutmaßlich ebenso aus der unbekannten Datenquelle.

BWH führt damit übereinstimmend aus: „Die Absender missbrauchen unsere Logos, um den Eindruck zu erwecken, die Nachrichten kämen von unseren Hotels. Dies ist nicht der Fall. Bitte klicken Sie auf keinen Fall auf enthaltene Links und geben Sie keine persönlichen Daten oder Zahlungsinformationen preis.“ Die Hotelkette ergänzt: „Wir beobachten derzeit eine flächendeckende Phishing-Attacke, die die gesamte Hotellerie weltweit betrifft und nicht auf unsere Hotels beschränkt ist. Diese betrügerischen Nachrichten können Buchungsinformationen enthalten, einschließlich Namen, Kontaktinformationen und Informationen zu einem zukünftigen Aufenthalt.“ Zusätzliche Informationen wie Sonderwünsche, Zahlungsinformationen oder andere sensible Daten seien jedoch nicht enthalten.

Die Quelle des Datenlecks ist derzeit noch unbekannt. Die Best Western Hotels arbeiten den eigenen Angaben zufolge jedoch „mit externen IT-Spezialisten und den zuständigen Behörden im In- und Ausland [..] mit Hochdruck an der Aufklärung“. Kunden, die eine solche betrügerische Nachricht erhalten haben, sollen einen Screenshot speichern, jedoch keinesfalls auf den enthaltenen Link klicken. Wer bereits Daten auf solch einer Phishing-Seite eingegeben hat, solle die eigene Bank kontaktieren und die Zahlungskarten präventiv sperren lassen. Zudem bitten die Best Western Hotels darum, in diesem Fall auch das Datenschutz-Team mit der E-Mail-Adresse datenschutzbeauftragter@bwhhotels.de zu benachrichtigen.

Die aktuellen Vorfälle erinnern an die ungeklärten Phishing-Vorfälle rund um Booking.com [1], die etwa Mitte vergangenen Jahres vermehrt Hotels in Südtirol betrafen. Dort kam es vermehrt zu kompromittierten Extranet-Zugängen bei Booking.com.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11188923

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Ungeklaerte-Phishing-Vorfaelle-rund-um-Booking-com-10439567.html
[2] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[3] mailto:dmk@heise.de

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  • 25. Februar 2026 um 11:06

Spyware kann Kamera- und Mikrofonanzeige beim iPhone abdrehen

Von Heise
Indikator für Kamera und Mikrofon auf dem iPhone

Indikator für Kamera (grün) und Mikrofon (orange) auf dem iPhone: Per Hack abdrehbar.

(Bild: Apple)

Eigentlich sollte man bei jeder iOS-App sehen können, dass Kamera- oder Mikrofonaufzeichnung laufen. Predator, ein Spionageprogramm, hackt diese aber.

Die scheinbar „fest verdrahtete“ Warnung, dass Kamera oder Mikrofon beim iPhone aktuell aktiv sind, lässt sich offenbar umgehen. Das Sicherheitsforschungsteam des MDM-Spezialisten Jamf warnt in einer neuen Untersuchung davor, dass dies mindestens eine bekannte Spyware [1] bereits tut. Dabei handelt es sich um die kommerziell erhältliche Spionagesoftware Predator vom Hersteller Intellexa/Cytrox. Immerhin: Damit der Trick funktioniert, muss das iPhone zuvor vollständig übernommen worden sein und die Spyware Kernelzugriff haben.

Eingriff ins System mit einem Hook

Im Gegensatz zum Mac, der eine physische LED für die Webcam-Anzeige verwendet, für die zumindest aktuell keine Hacks bekannt [2] sind (allerdings früher [3]), werden ein grünes Licht für Kamerazugriff (plus gegebenenfalls Mikrofon) und ein oranges Licht für Mikrofonzugriff auf iPhones und iPads rein grafisch dargestellt. Predator nutzt zur Umgehung dieser tief im System verankerten Funktion eigene Hooks und Code-Injections, die Systemprozesse aushebeln.

In ihrer Studie, die keine neuen Angriffsformen für die jüngste iOS-Version beschreibt, sondern ein Reverse-Engineering von Predator vornimmt, wird ein einzelner Hook identifiziert, der sowohl Kamera- als auch Mikrofonanzeige aushebeln kann. Frühere Ansätze arbeiteten anders, simulierten ein Herunterfahren des gesamten Geräts, um dann Kamera und Mikrofon aktiv zu lassen. Predator unterdrückt hingegen nur die Anzeige, während das iPhone normal weiterarbeitet.

Spyware braucht kompletten iPhone-Zugriff

Aus der Jamf-Studie geht nicht hervor, was Apple tun könnte, um diese Angriffsform abzuwehren – oder ob die ausgenutzten Lücken weiterhin bestehen beziehungsweise überhaupt abgewehrt werden könnten. "Diese Erkenntnisse schließen Lücken in den vorhandenen Bedrohungsinformationen und zeigen die ausgeklügelten Post-Exploitation-Techniken auf, die von kommerzieller Spyware eingesetzt werden, um die Datenschutzmaßnahmen von iOS zu umgehen", schreiben die Forscher. Wir haben bei Jamf angefragt, wie man die aktuelle Lage dort einschätzt.

Informationen zu Predator waren bereits 2024 bekannt geworden – die Google Threat Intelligence Group hatte die Angriffe aufgedeckt. Bei der Spyware handelt es sich um eine vermutlich sehr teure und nur für gezielte Angriffe eingesetzte Software. Um die Kamera- und Mikrofonanzeige auszuhebeln, muss sie wie erwähnt vollen Zugriff auf das iPhone haben, was nur über die Ausnutzung schwerwiegender Zero-Day-Lücken geht. Diese treten allerdings immer wieder auf.


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https://www.heise.de/-11188076

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.jamf.com/blog/predator-spyware-ios-recording-indicator-bypass-analysis/#background
[2] https://www.heise.de/news/Webcam-Warnung-Abdeckungen-koennen-MacBook-Display-zerstoeren-10792976.html
[3] https://www.heise.de/ratgeber/Webcam-und-Mikrofon-Spionage-am-Mac-verhindern-4505083.html
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[5] https://www.heise.de/mac-and-i
[6] mailto:bsc@heise.de

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  • 25. Februar 2026 um 10:19

Visual Studio 2026: KI-Agenten, besseres Debugging und C++-Migration

Von Heise
Computer Tastatur Roboterhand

(Bild: kung_tom/Shutterstock.com)

Visual Studio 2026 Update 18.3 bringt KI-gestützte Testgenerierung, Call-Stack-Analyse, WinForms-Agent und C++-Modernisierung.

Microsoft hat das Februar-Feature-Update (Version 18.3) im Stable Channel von Visual Studio 2026 veröffentlicht. Es liefert erweiterte KI-Unterstützung durch GitHub Copilot an mehreren Stellen, verbessert Debugging-Werkzeuge und gewährt erstmals eine Public Preview auf die Modernisierung von C++-Projekten.

Copilot-Integration: Tests, Call-Stack-Analyse und Profiling

Gleich mehrere Neuerungen betreffen die Integration von GitHub Copilot in den Entwicklungsalltag. Die Testgenerierung lässt sich laut Ankündigung [1] nun über den Befehl @Test im Copilot Chat anstoßen. Entwickler beschreiben, was getestet werden soll, und Copilot erzeugt daraufhin Unit-Tests für C#-Code. Das soll mit den Frameworks xUnit, NUnit und MSTest funktionieren.

Weiterhin kann Copilot nun auch den Call Stack analysieren. Wird die Ausführung einer Anwendung unterbrochen, lässt sich im Call-Stack-Fenster die Option „Analyze with Copilot“ auswählen. Der KI-Assistent soll dann erklären, warum die Anwendung an dieser Stelle nicht weiterläuft – ob ein Thread auf Arbeit wartet, in einer Schleife hängt oder blockiert wird.

WinForms Expert Agent unterstützt bei Legacy-Code

Das Update stellt Entwicklerinnen und Entwicklern einen neuen „WinForms Expert Agent“ bereit, der automatisch im Systemprompt aktiviert wird, wenn sie an WinForms-Projekten arbeiten. Der Agent soll gezielt bei typischen Herausforderungen in der WinForms-Entwicklung helfen – etwa bei der Unterscheidung zwischen Designer-generiertem Code und regulärer Geschäftslogik, bei modernen .NET-Patterns (MVVM, async/await, Dark Mode, High-DPI), beim Layout mit TableLayoutPanel und FlowLayoutPanel sowie bei der CodeDOM-Serialisierung. Auch Exception-Handling-Muster für asynchrone Event-Handler deckt der Agent laut Blogpost ab. Microsoft positioniert ihn als eine Art automatisierten Code-Reviewer, der von Namenskonventionen bis zu Barrierefreiheit Empfehlungen geben soll.

C++-Modernisierung in Public Preview

Nachdem Microsoft bereits im Vorfeld von Visual Studio 2026 für C++-Entwicklerinnen und -Entwickler eine Migrationsanleitung veröffentlicht hatte [2], folgt nun die KI-gestützte App-Modernisierung für C++ als Public Preview. Das Feature soll dabei helfen, C++-Projekte auf aktuelle MSVC-Versionen zu aktualisieren und dabei auftretende Upgrade-Probleme zu beheben. Eine detaillierte Dokumentation hierzu steht über die Plattform Microsoft Learn [3] bereit.

Debugging: DataTips im IEnumerable Visualizer

Beim Debugging von Sammlungen bietet Visual Studio nun DataTips im IEnumerable Visualizer. Laut Microsoft genügt es, im Grid über eine Zelle zu hovern, um sämtliche Eigenschaften des dahinterliegenden Objekts zu sehen – dieselbe DataTip-Darstellung, die aus dem Editor oder dem Watch-Fenster bekannt ist. Das soll insbesondere bei komplexen oder verschachtelten Datenstrukturen wie List<T> oder Dictionaries mit strukturierten Werten die Inspektion beschleunigen.

Slash Commands und mehr Tempo für Razor Hot Reload

Unter den weiteren Neuerungen in Visual Studio 2026 Version 18.3 finden sich Slash Commands, die die Arbeit mit benutzerdefinierten Prompts im Copilot Chat vereinfachen sollen. Über den Schrägstrich-Befehl / erscheinen eigene Prompts oben in der Liste, gekennzeichnet durch ein Lesezeichen-Symbol. Zwei neue Befehle kommen hinzu: /generateInstructions erzeugt automatisch eine copilot-instructions.md-Datei auf Basis des Projektkontexts – etwa Coding-Style und Präferenzen. Mit /savePrompt lässt sich ein wiederverwendbarer Prompt aus dem aktuellen Chat-Verlauf extrahieren und für spätere Nutzung speichern.

Ferner soll mit dem neuen Release das Hot Reload für Razor-Dateien spürbar schneller arbeiten. Der Razor-Compiler wird innerhalb des Roslyn-Prozesses gehostet, wodurch Änderungen an .razor-Dateien schneller übernommen werden sollen. Zudem akzeptiert Hot Reload jetzt mehr Arten von Codeänderungen ohne Rebuild – darunter Dateiumbenennungen und zuvor nicht unterstützte Edits. Ist ein Rebuild dennoch nötig, kann Hot Reload die Anwendung laut Microsoft automatisch neu starten, statt die Debug-Sitzung zu beenden.

Einen kompletten Überblick aller Neuerungen im Februar-Feature-Update von Visual Studio 2026 sowie mehr Details finden sich im Microsoft Dev Blog. [4]


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11188993

Links in diesem Artikel:
[1] https://devblogs.microsoft.com/visualstudio/visual-studio-february-update/
[2] https://www.heise.de/news/Visual-Studio-2022-Im-Oktober-Update-erinnert-sich-Copilot-an-fruehere-Wuensche-10965419.html
[3] https://learn.microsoft.com/cpp/porting/copilot-app-modernization-cpp?view=msvc-170
[4] https://devblogs.microsoft.com/visualstudio/visual-studio-february-update/
[5] mailto:map@ix.de

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  • 25. Februar 2026 um 11:55

LibreOffice Online bekommt eine zweite Chance

Von Heise
Icon von LibreOffice, Schriftzug

(Bild: The Document Foundation)

Die Document Foundation öffnet das 2022 eingefrorene Repository von LibreOffice Online wieder. Die Gründe von damals gelten als überholt.

LibreOffice Online wird wieder weiterentwickelt: Die Document Foundation (TDF) hat die 2022 getroffene Entscheidung rückgängig gemacht, das Repository des Projekts einzufrieren. Anfang Februar 2026 beschloss der aktuelle Vorstand unter Vorsitz von Eliane Domingos, das Archiv wieder für Beiträge zu öffnen. Die damaligen Bedenken hinsichtlich fehlender Maintainer und Sicherheitsprobleme sieht die Stiftung mittlerweile als überholt an.

Die ursprüngliche Einfrierung erfolgte auf Initiative früherer Vorstände, darunter Mitglieder mit Interessenkonflikten aus dem kommerziellen Ökosystem. Als Hauptgründe galten unzureichende Wartung, bekannte Sicherheitslücken, die nach einem Fork im Oktober 2020 nicht zurückportiert werden konnten, sowie mangelnde Entwicklungsaktivität. Das Repository wurde damals in einen Read-only-Modus versetzt und sollte ins „Attic“ verschoben werden.

Domingos erklärte die nun erfolgte Wende [1] mit den Worten: „Um den Prozess der Befreiung von LibreOffice Online zu starten und die Reise anzutreten, die zu einer Online-Version von der Community und für die Community führt.“ Die Abstimmung über die Wiedereröffnung dauerte 72 Stunden und fand breite Unterstützung, obwohl es auch kritische Stimmen gab.

Warnungen bleiben vorerst bestehen

Das Repository wird zunächst mit Warnhinweisen wieder zugänglich gemacht, bis das TDF-Team es als sicher und nutzbar einstuft. Die Stiftung lädt die Community ausdrücklich ein, Code, Technologien und weitere Beiträge beizusteuern. Auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern wird gesucht, um eine gemeinsame technische Basis sowie Qualitätssicherung und Marketing voranzutreiben.

LibreOffice Online ist eine webbasierte Version der bekannten Office-Suite [2] für den Eigenbetrieb. Die Software rendert Dokumente serverseitig und streamt die Bedienoberfläche über den Browser. Sie unterstützt Writer, Calc und Impress sowie kollaboratives Bearbeiten in Echtzeit. Der aktuelle Code-Stand gilt allerdings als veraltet und unsicher, bekannte CVEs sind nicht behoben. Bis zur produktionsreifen Version ist es noch ein weiter Weg.

Abgrenzung zu Collabora Online

Von Collabora Online [3] unterscheidet sich LibreOffice Online grundlegend: Während TDFs Projekt als Community-getriebenes Upstream-Projekt konzipiert ist, handelt es sich bei Collabora Online um einen kommerziellen Fork mit Enterprise-Support, signierten Sicherheitsupdates und LTS-Versionen. Collabora hat viel in die Entwicklung investiert und bietet Integrationen für Nextcloud und ownCloud an.

Die Document Foundation stellt explizit klar, dass sie selbst keinen Hosting-Service oder Enterprise-Support für LibreOffice Online anbieten wird. Folglich empfiehlt die Stiftung für produktive Umgebungen wie gehabt das kommerzielle Ökosystem. Einen konkreten Zeitplan für eine produktionsreife Version gibt es nicht. Die weitere Entwicklung hängt von den Beiträgen der Community ab, die sich über Code-Beiträge, QA-Tests und technische Diskussionen beteiligen kann.

Weitere Details zur künftigen Entwicklung hat die Document Foundation in ihrem Blog [4] veröffentlicht.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11188701

Links in diesem Artikel:
[1] https://community.documentfoundation.org/t/vote-revoke-votes-related-to-libreoffice-online-atticiziation-and-freezing-of-repository/13495
[2] https://www.heise.de/thema/LibreOffice
[3] https://www.heise.de/tests/Collabora-Office-LibreOffice-light-im-Test-11118860.html
[4] https://blog.documentfoundation.org/blog/2026/02/24/libreoffice-online-a-fresh-start/
[5] https://www.heise.de/ix
[6] mailto:fo@heise.de

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  • 25. Februar 2026 um 10:50

Meetings, Konferenzen und Workshops: Warum wir uns noch physisch treffen sollten

Von Heise
Leute stoßen mit Kaffeetassen im Büro an

(Bild: sebra / Shutterstock.com)

Konferenzen, Meetups und Workshops vor Ort wirken aus der Zeit gefallen. In einer Welt von Homeoffice, Videocalls und KI sind sie es jedoch nicht.

Wir haben heute alles, um uns nie wieder physisch begegnen zu müssen. Videocalls ersetzen Meetings, KI-Assistenten beantworten Fachfragen in Sekunden, Vorträge stehen auf YouTube, und asynchrone Kommunikation macht Zeitzonen irrelevant. Mein Unternehmen (die the native web GmbH [1]) arbeitet seit der Gründung im Jahr 2012 vollständig remote, und das nicht als Notlösung, sondern als bewusste Entscheidung. Wir beraten Kundinnen und Kunden, entwickeln Software, produzieren Videos für YouTube und schreiben Fachartikel und Bücher, ohne dass dafür jemals jemand in ein Büro fahren müsste. Wir haben keines.

Wenn man es streng betrachtet, sind physische Treffen in unserer Branche kaum noch zu rechtfertigen. Die Anreise kostet Zeit und Geld, die Umweltbilanz ist fragwürdig, die Hotels sind überteuert und nicht immer komfortabel. Einen Fachvortrag kann man auf YouTube schauen, eine Diskussion in einem Forum führen, einen Workshop über ein geteiltes Whiteboard abhalten. Trotzdem bin ich überzeugt, dass etwas Entscheidendes verloren geht, wenn man sich nur noch digital begegnet. Nicht, weil die digitale Welt schlecht funktioniert. Sondern, weil sie für eine bestimmte Kategorie von Erfahrung blind ist.

Die digitale Welt funktioniert hervorragend

Das soll kein Artikel werden, der Remote-Arbeit schlechtredet. Im Gegenteil: Remote ist für den Alltag der Softwareentwicklung eine ausgezeichnete Arbeitsform, die ich nicht mehr missen möchte. Code-Reviews, Pair-Programming, technische Abstimmungen, Kundenberatung, sogar Workshops lassen sich digital durchführen, und zwar gut. Wer das Gegenteil behauptet, hat es entweder nie ernsthaft versucht oder es mit den falschen Werkzeugen getan.

KI verstärkt diesen Effekt noch. Wissen, das früher nur auf Konferenzen oder in Fachgesprächen zugänglich war, steht heute jederzeit zur Verfügung. Man kann ein technisches Problem beschreiben und bekommt in Sekunden eine fundierte Einschätzung. Man kann sich in ein neues Themengebiet einarbeiten, ohne dafür einen Kurs zu besuchen oder eine Kollegin zu fragen. Die Barrieren für den Zugang zu Information waren noch nie so niedrig wie heute.

Und die Werkzeuge werden besser, nicht schlechter. Virtuelle Whiteboards erlauben kollaboratives Arbeiten in Echtzeit. Bildschirmfreigaben machen Code-Walkthroughs so transparent wie einen Blick über die Schulter. Automatische Transkriptionen halten fest, was besprochen wurde. In vielen Situationen ist die digitale Zusammenarbeit der physischen sogar überlegen, weil sie dokumentierbar, durchsuchbar und reproduzierbar ist.

Die Frage ist also nicht, ob die digitale Welt funktioniert. Sie funktioniert. Die Frage ist, ob sie für alles reicht. Und die ehrliche Antwort darauf lautet: Nein. Nicht, weil ihr etwas Technisches fehlt, sondern weil bestimmte Formen der menschlichen Wahrnehmung an physische Präsenz gebunden sind.

Was durch den Bildschirm nicht passt

Stellen Sie sich einen Raum vor, in dem 200 Menschen sitzen und einem Vortrag zuhören. Im Raum herrscht eine bestimmte Energie: aufmerksame Stille, gelegentliches Nicken, ein leises Raunen bei einer überraschenden These. Oder eben das Gegenteil: unruhiges Hin- und Herrutschen, verstohlene Blicke auf Smartphones, ein spürbares Desinteresse. Beide Zustände transportieren Information, und zwar wichtige Information darüber, ob eine Idee Resonanz findet oder ins Leere läuft. Diese Information existiert in keinem Video, in keinem Transkript und in keinem Chat-Protokoll.

Dasselbe gilt für die Kaffeepause. In einem Videocall gibt es keine Kaffeepause. Es gibt eine Bildschirmpause, in der man aufsteht, sich einen Kaffee holt und auf das eigene Smartphone schaut. In einer physischen Kaffeepause dagegen passiert etwas anderes: Man kommt mit jemandem ins Gespräch, den man vorher nicht kannte. Man hört zufällig ein Gesprächsfragment, das einen aufhorchen lässt. Man stellt sich zu einer Gruppe, die über ein Problem diskutiert, das man selbst gerade hat. Nichts davon ist geplant, und genau das ist der Punkt.

Digitale Kommunikation ist zielgerichtet. Man öffnet einen Call, um ein bestimmtes Thema zu besprechen. Man schreibt eine Nachricht, weil man eine konkrete Frage hat. Man schaut ein Video, weil man etwas Bestimmtes lernen will. Physische Begegnung dagegen ist offen. Sie lässt Raum für das Ungeplante, das Zufällige, das Beiläufige. Und in meiner Erfahrung entsteht genau dort oft das Wertvollste.

Ich habe das in meiner eigenen Laufbahn mehrfach erlebt. 2011 bin ich zur ersten Node.js Conference Italy [2] nach Brescia gereist. Rein rational hätte ich mir die Vorträge irgendwann als Aufzeichnung ansehen können. Aber was mich dort erreicht hat, war nicht der Inhalt der Talks. Es war die Atmosphäre: 250 Menschen aus ganz Europa, die für eine Technologie brannten, die damals kaum jemand kannte. In diesem Raum wurde mir klar, dass Node.js kein Experiment bleiben würde. Diese Erkenntnis hätte mir kein Video vermittelt. Sie entstand nicht aus dem, was gesagt wurde, sondern aus dem, was im Raum spürbar war.

Inspiration entsteht selten am Schreibtisch

Für den Alltag ist der Schreibtisch der richtige Ort. Dort wird Code geschrieben, dort werden Architekturen entworfen, dort entstehen Artikel und Präsentationen. Der Schreibtisch ist der Ort der Ausführung, und Remote-Arbeit optimiert ihn auf beeindruckende Weise. Man arbeitet ungestört, in seinem eigenen Rhythmus, mit seinen eigenen Werkzeugen. Das ist produktiv, effizient und für viele Menschen auch die angenehmere Arbeitsform.

Aber Neues entsteht selten im Modus der Ausführung. Inspiration braucht einen anderen Zustand: eine gewisse Offenheit, eine Bereitschaft, sich von etwas Unerwartetem treffen zu lassen. Wer jeden Tag am selben Schreibtisch sitzt, dieselben Werkzeuge nutzt und dieselben Kanäle konsumiert, bewegt sich in einem geschlossenen System. Die Impulse, die hereinkommen, sind gefiltert, kuratiert, algorithmisch ausgewählt. Sie bestätigen bestehende Annahmen, statt sie in Frage zu stellen. Das ist kein böser Wille der Algorithmen, es ist ihre Funktionsweise: Sie zeigen, was zum bisherigen Verhalten passt, nicht was davon abweicht.

Physische Begegnung durchbricht dieses System, weil sie ungefiltert ist. Man nimmt Stimmungen wahr, Körpersprache, Begeisterung, Skepsis. Man wird mit Perspektiven konfrontiert, die man sich nicht selbst ausgesucht hat. Man erlebt, wie andere Menschen über Probleme denken, die man selbst aus einer völlig anderen Richtung betrachtet. Und manchmal reicht ein einziger solcher Moment, um einen Gedanken auszulösen, der monatelange Arbeit beeinflusst. Nicht weil der Gedanke so brillant wäre, sondern weil er in einem Kontext entsteht, der ihn wirksam macht.

Das gilt nicht nur für Konferenzen. Es gilt genauso für den Workshop bei einer Kundin oder einem Kunden, bei dem man zum ersten Mal die tatsächliche Dynamik eines Teams erlebt, statt sie aus Jira-Tickets und Slack-Nachrichten zu rekonstruieren. In einem Remote-Call sieht man Gesichter in kleinen Kacheln. Vor Ort sieht man, wer mit wem spricht, wer schweigt, wer die Augen verdreht, wenn ein bestimmtes Thema aufkommt. Man spürt, wo die eigentlichen Spannungen liegen und wo die Energie ist. Diese Wahrnehmung ist für eine Beraterin oder einen Berater Gold wert, weil sie Probleme sichtbar macht, die in keinem Dokument stehen.

Es gilt für das Meetup, bei dem man in einer fremden Stadt zum ersten Mal eine lokale Community kennenlernt und feststellt, dass die Probleme, die man für einzigartig hielt, anderswo längst gelöst sind. Und es gilt für das Gespräch beim Abendessen nach einem langen Konferenztag, in dem mehr strategische Klarheit entsteht als in zehn geplanten Videocalls. Solche Gespräche haben keinen Zeitslot, keine Agenda und kein geteiltes Dokument. Genau deshalb sind sie so produktiv.

Der Unterschied zwischen Information und Erfahrung

Einen Vortrag auf YouTube anzuschauen, liefert Information. Denselben Vortrag live zu erleben, die Reaktionen im Publikum zu spüren und danach mit der Speakerin ins Gespräch zu kommen, liefert Erfahrung. Beides hat seinen Wert, aber es ist nicht dasselbe. Und wer den Unterschied für irrelevant hält, unterschätzt die Rolle, die Erfahrungen bei Entscheidungen spielen.

Information lässt sich verlustfrei digitalisieren. Ein Fachvortrag verliert nichts, wenn man ihn als Video anschaut. Die Folien sind dieselben, die Worte sind dieselben, die Codebeispiele sind dieselben. Wer ausschließlich nach Information sucht, kann sich die Anreise tatsächlich sparen. Insofern haben diejenigen, die Konferenzen für überflüssig erklären, auf dieser Ebene durchaus recht.

Erfahrung dagegen lässt sich nicht digitalisieren, weil sie aus dem Zusammenspiel von Inhalt, Kontext und eigenem Erleben entsteht. Die Erfahrung, in einem Raum voller Gleichgesinnter zu sitzen, ist eine andere als die, allein vor dem Bildschirm denselben Vortrag zu sehen. Die Erfahrung, einer Speakerin gegenüberzustehen und eine Frage zu stellen, ist eine andere als die, einen Kommentar unter ein Video zu schreiben. Die Erfahrung, beiläufig mitzubekommen, worüber sich die Menschen in den Pausen unterhalten, ist eine andere als die, eine kuratierte Zusammenfassung zu lesen.

Wir betreiben einen YouTube-Kanal mit rund 60.000 Abonnentinnen und Abonnenten [3]. Keine Konferenz der Welt versammelt so viele Menschen in einem Raum für einen einzelnen Vortrag. Rein quantitativ ist YouTube der physischen Bühne haushoch überlegen. Aber Reichweite und Wirkung sind nicht dasselbe.

Wenn ich ein Video aufnehme, spreche ich in eine Kamera. Ich sehe keine Gesichter, bekomme keine Reaktionen, spüre nicht, ob ein Gedanke ankommt oder ob ich mein Publikum verliere. Die Kommentare unter dem Video kommen Stunden oder Tage später, oft losgelöst vom eigentlichen Kontext. Auf einer Konferenz dagegen sehe ich sofort, was funktioniert und was nicht. Und danach entstehen Gespräche, die neue Richtungen eröffnen. Solche Gespräche haben mir schon ganze Projekte eingebracht, neue Denkansätze vermittelt und Kooperationen angestoßen, die über Jahre getragen haben.

In einem persönlichen Gespräch entsteht etwas, das über den reinen Informationsaustausch hinausgeht: Vertrauen, Verbindung und manchmal der Beginn einer Zusammenarbeit, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte. Kein Algorithmus kann das erzeugen.

Die Gegenargumente sind berechtigt

Natürlich gibt es berechtigte Einwände gegen physische Treffen. Die Umweltbilanz von Flugreisen und Hotelübernachtungen ist nicht zu ignorieren. Die Kosten für Anreise, Unterkunft und Konferenztickets summieren sich schnell. Die Zeit, die man unterwegs verbringt, fehlt für produktive Arbeit. Und nicht jede Konferenz ist die Reise wert: Es gibt durchaus Veranstaltungen, bei denen man nach zwei Tagen feststellt, dass man die wesentlichen Erkenntnisse auch in einem einstündigen Video hätte aufnehmen können.

Diese Einwände ernst zu nehmen bedeutet, bewusster zu entscheiden, wann physische Präsenz ihren Aufwand rechtfertigt und wann nicht. Nicht jedes Meeting braucht einen Raum. Nicht jeder Workshop muss vor Ort stattfinden. Nicht jede Konferenz verdient die Anreise. Wer wahllos zu jeder Veranstaltung fährt, verschwendet Ressourcen. Aber die pauschale Schlussfolgerung, dass physische Treffen ein Relikt vergangener Zeiten seien, ist ebenso falsch wie die Behauptung, Remote-Arbeit sei nur ein vorübergehender Trend. Beides sind Extrempositionen, die der Realität nicht gerecht werden. Die Realität ist differenzierter: Manche Situationen verlangen Präsenz, andere nicht, und die Kunst liegt darin, den Unterschied zu erkennen.

Was hilft, ist eine einfache Unterscheidung: Geht es um den Austausch von Information oder um das Sammeln von Erfahrung? Geht es um die Abarbeitung bekannter Aufgaben oder um die Suche nach neuen Impulsen? Geht es um Effizienz oder um Inspiration? Wenn die Antwort in Richtung Information, Abarbeitung und Effizienz weist, ist Remote die bessere Wahl. Wenn sie in Richtung Erfahrung, Impulse und Inspiration weist, lohnt sich der Weg.

Der Raum, den es nur in der physischen Welt gibt

Die Frage ist nicht, ob man sich physisch oder digital trifft. Die Frage ist, wann welcher Modus seine Stärken ausspielt. Und die Antwort darauf ist im Grunde einfach: Für den Alltag ist die digitale Welt überlegen. Für die Momente, die den Alltag verändern, ist physische Begegnung durch nichts zu ersetzen.

Das bedeutet in der Praxis, sich bewusst zu fragen: Wann lohnt sich der Aufwand? Wenn ich einen Kunden zum ersten Mal treffe und verstehen will, wie sein Unternehmen tickt, fahre ich hin. Wenn wir im dritten Sprint das nächste Inkrement planen, reicht ein Videocall. Wenn ich auf einer Konferenz das Gespür dafür entwickeln will, wohin sich eine Community bewegt, bin ich vor Ort. Wenn ich einen bestimmten Vortrag sehen will, schaue ich ihn auf YouTube.

Ich werde weiterhin remote arbeiten. Ich werde weiterhin Videos drehen und Artikel schreiben und Wissen digital vermitteln. Aber ich werde genauso weiterhin in Züge und Flugzeuge steigen, in überteuerten Hotels schlafen und mich mit Menschen in einem Raum treffen. Nicht trotz der digitalen Möglichkeiten, sondern weil ich ihren Wert kenne und deshalb auch ihre Grenzen sehe.

Denn am Ende ist die wichtigste Erkenntnis, die ich in über 20 Jahren in dieser Branche gewonnen habe, nicht aus einem Buch, einem Video oder einem Chat gekommen. Sie ist in einem Raum entstanden, in dem Menschen zusammenkamen, die für dieselbe Sache brannten. Und diesen Raum gibt es nur in der physischen Welt. Kein Algorithmus kann ihn simulieren, kein Bildschirm kann ihn ersetzen, und kein noch so gutes Remote-Set-up kann die Energie reproduzieren, die entsteht, wenn Menschen sich an einem Ort versammeln, weil ihnen etwas wirklich wichtig ist.


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[1] https://www.thenativeweb.io/
[2] https://www.heise.de/hintergrund/Berechtigte-Chancen-fuer-Node-js-als-naechstes-grosses-Ding-1352310.html
[3] https://www.youtube.com/@thenativeweb
[4] mailto:who@heise.de

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  • 25. Februar 2026 um 09:59

heise+ | Suchmaschinenmarkt im Überblick: Viele Dienste, zwei echte Machtzentren

Von Heise

Auch KI-Systeme sind ohne Websuche blind. Doch der Suchmarkt ist extrem konzentriert – mit Folgen für Wettbewerb und Souveränität.

Welche Bedeutung hatte Miles Davis für den Jazz und die Musik im Allgemeinen? Zu anspruchsvollen Fragen wie diesen spucken ChatGPT, Perplexity und Konsorten binnen Sekunden ein fertiges Konvolut aus. Warum sollte man sich angesichts dessen noch mit Suchmaschinen beschäftigen, die einem nur Linklisten vor die Füße werfen, welche man einzeln aufrufen und durcharbeiten muss?

Weil ChatGPT & Co. selbst auf das darüber zugängliche Wissen und die aktuellen Informationen angewiesen sind. Oft können sie erst dann sinnvolle, korrekte Antworten liefern, wenn sie eine Suchmaschine konsultieren. Schaut man genau hin, zeigt sich allerdings, dass fast ausschließlich zwei US-Unternehmen den Blick auf das Internet prägen – für Chatbots ebenso wie für Jedermann sonst.

Dieser Artikel beleuchtet die globale Suchmaschinenlandschaft. Wir erklären, weshalb Chatbots erst mit Zugriff auf eine Suchmaschine zu voller Form auflaufen und geben einen Überblick über die weltweit verfügbaren Dienste. Insbesondere gehen wir detailliert auf die Abhängigkeiten vieler Anbieter von wenigen globalen Playern ein, denn wer glaubt, mit einer alternativen Suchmaschine Google zu umgehen, irrt oft: Viele Anbieter hängen technisch am Tropf derselben Konzerne. Was als Vielfalt erscheint, ist häufig nur Fassade.


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[1] https://www.heise.de/hintergrund/Suchmaschinenmarkt-im-Ueberblick-Viele-Dienste-zwei-echte-Machtzentren-11106109.html
[2] https://www.heise.de/ratgeber/Websuche-ohne-US-Datenkraken-So-hosten-Sie-Ihren-eigenen-Suchdienst-per-Raspi-11154174.html
[3] https://www.heise.de/news/KI-Suchmaschine-Wie-Google-den-Webseiten-Traffic-und-Einnahmen-klaut-10394796.html

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  • 25. Februar 2026 um 08:00
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