Wie kommt ein Social-Media-Verbot für Jugendliche bei einer Jugendlichen an? Ein Kommentar.
Im Dezember 2025 beschloss Australien ein Gesetz, welches Jugendlichen unter 16 Jahren den Zugang zu Social-Media verbietet. Im Januar 2026 stimmte die französische Nationalversammlung für einen Gesetzesentwurf, welcher Jugendlichen in Frankreich unter 15 Jahren ebenfalls Social-Media verbietet.
Auch in Deutschland fordern immer mehr Menschen eine solche Einschränkung, welche den Zugang für Kinder untersagt. Jugendliche ab 14 Jahren sollen Soziale Medien dann eingeschränkt und ab 16 vollständig nutzen dürfen. So schlägt [1] es jedenfalls die SPD vor.
Eines der häufigsten Argumente für ein Verbot ist, dass die häufige Nutzung Sozialer Netzwerke bei vielen Kindern und Jugendlichen mittlerweile den Austausch mit Gleichaltrigen abgelöst habe. Und ja, eine Studie [2] der Vodafone-Stiftung zeigt, dass fast die Hälfte der Jugendlichen sich einsam fühlt und Social-Media nutzt, um diesem Gefühl entgegenzuwirken.
Schuld an der übermäßigen Nutzung von Sozialen Medien sind aber weniger die Sozialen Medien selbst, sondern eher der große schulische Druck und die fehlende Unterstützung von außen.
Ein Social-Media-Verbot würde daran vermutlich nur begrenzt etwas ändern, da die meisten dann auf andere Online-Angebote ausweichen würden. Hilfreicher wäre ein breiteres und interessanteres Angebot an Alternativen. Die Studie zeigt: Wer sich einsam fühlt, unternimmt gerne etwas mit Freunden.
Aber: Wenn es an spannenden Vorschlägen mangelt, wird meistens doch lieber zum Handy gegriffen. Bei vielen ist der Wunsch nach mehr Kontakt da, aber sie finden nicht zu einander. Doch so, wie Schule heute aufgebaut ist, bleibt wenig Raum, um sich zu treffen.
Ungeeignete Inhalte
Bei der Nutzung von Social Media gibt es einen anderen, noch wichtigeren Aspekt als die Nutzungszeit: die Inhalte. Im Google Play Store ist TikTok mit der USK12 versehen, ist also – angeblich – für Kinder ab zwölf Jahren geeignet.
Ja, ein Großteil der Trends ist harmlos, aber andere sind eindeutig nicht für ein solches Alter geeignet. Manche Videos beinhalten nur Tänze, andere zeigen selbstverletzendes Verhalten oder zelebrieren Essstörungen. Solche Videos sind definitiv nicht für Zwölfjährige geeignet. Die Schuld hierfür liegt aber bei den Entwicklern, beziehungsweise den Algorithmen, welche solche Videos zulassen und sie dann auch Nutzern anzeigen.
In diesem Fall ist eine gestaffelte Regulierung der Algorithmen sinnvoller. Denn nur weil man 16 Jahre alt ist, ist man nicht automatisch resistent gegenüber den Auswirkungen solcher Videos.
Altersverifikation nicht sicher
Das wohl größte Problem bei der Einrichtung eines Verbots Sozialer Netzwerke für Jugendliche ist meiner Meinung nach das ”Wie?” Wie möchte man sichergehen, dass das Alter zuverlässig bestimmt wird? Durch Verifizierung mittels des Personalausweises? Und wie sicher wären diese Daten überhaupt? Ist das überhaupt mit den Datenschutzrichtlinien vereinbar?
Oder sollte man doch lieber das Alter von einer KI durch Gesichts-Scans schätzen lassen? Wie soll sichergestellt werden, dass die KI nicht einfach aufgrund von Make-up ein ganz anderes Alter schätzt?
Der Fall der Plattform Discord zeigt, dass der Zwang zur Altersverifikation Folgen haben kann. Minderjährige mussten ihr Alter verifizieren, zum Beispiel mit einem Bild ihres Ausweises. Das Problem: Die Daten wurden gestohlen. Die Hacker veröffentlichten auf einem Telegram-Kanal Wohnorte, Telefonnummern, Fotos und andere private Daten, meldete [3]Der Standard aus Wien.
Algorithmen regulieren
Hinzu kommt, dass Altersverifikationen durch VPNs umgangen werden können, da diese den Standort des Nutzers verschlüsseln. Dies zeigt, dass es bisher keine sichere und zuverlässige Möglichkeit gibt, das Alter einer Person zu verifizieren.
Grundsätzlich ist eine Einschränkung des Zugangs zu Sozialen Medien für Kinder und Jugendliche unterhalb eines bestimmten Alters sinnvoll. Im Netz gibt es zu viele Inhalte, die nicht für Kinder geeignet sind. Aber bisher ist vieles noch nicht geklärt und keiner der Vorschläge bringt so viel mehr Sicherheit für Kinder und Jugendliche, um das Risiko der Verbreitung persönlicher Daten einzugehen.
Der freie Zugriff ist vermutlich sicherer als eine Beschränkung mittels Altersverifizierung, welche möglicherweise den Datenschutz und die Privatsphäre verletzt. Deshalb sollten Soziale Medien Kindern und Jugendlichen mindestens so lange erlaubt werden, bis es eine sichere Lösung gibt.
Inhalte überwachen, aber keine Nutzungsverbote
Dringender ist eine Einschränkung dessen, was gepostet werden darf, wie zum Beispiel Kinderfotos, wenn diese noch zu jung sind, um zuzustimmen. Inhalte, die menschenfeindliche Ansichten verbreiten, sollten schneller gelöscht und die Accounts gesperrt werden, wenn nötig. So könnte man Soziale Medien sicherer machen, ohne Kindern und Jugendlichen einen Grundbestandteil ihrer Kommunikation zu sperren.
Mehr Kinder- und Jugendschutz im Netz ist erforderlich, ein Verbot der gesamten Nutzung jedoch nicht zielführend.
Emily Magin geht aufs Gymnasium und hat im Februar 2026 ein Berufsorientierendes Praktikum bei einem Telepolis-Redakteur absolviert. Als sie sich der Redaktionskonferenz vorgestellt hat, entstand die Idee, sie als Betroffene einen Beitrag über das mögliche Social-Media-Verbot für Jugendliche schreiben zu lassen.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11193132
Links in diesem Artikel: [1] https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/social-media-verbot-kinder-jugendliche-studie-sucht-100.html [2] https://www.vodafone-stiftung.de/generation-einsam/ [3] https://www.derstandard.de/story/3100000291602/discord-hack-zeigt-wie-digitaler-altersnachweis-nicht-funktioniert
Anthropic-CEO Amodei wehrt sich in einem Interview gegen die Einstufung als Sicherheitsrisiko und beruft sich auf amerikanische Grundwerte.
Anthropic-Gründer Dario Amodei hat nun öffentlich auf die Einstufung seines Unternehmens als Sicherheitsrisiko durch das US-Verteidigungsministerium reagiert. In einem Interview mit CBS, das spricht er von einem beispiellosen Vorgang: „Diese Einstufung hat es noch nie zuvor bei einem amerikanischen Unternehmen gegeben. Und ich denke, es wurde in einigen ihrer Erklärungen, in ihrer Wortwahl, sehr deutlich, dass dies vergeltend und strafend war“, so Amodei.
Im Interview, das in Auszügen etwa bei YouTube zu sehen ist [1], stellte der Anthropic-Chef den Konflikt als Frage amerikanischer Grundwerte dar. Was man getan habe, geschah zum Wohl des Landes und zur Unterstützung der nationalen Sicherheit der USA. Die roten Linien, die Anthropic gezogen habe, seien ebenfalls Ausdruck dieser Werte.
Als das Pentagon mit der Lieferketten-Einstufung und dem Defense Production Act gedroht habe, habe Anthropic lediglich von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht. „Meinungsverschiedenheiten mit der Regierung sind das Amerikanischste auf der Welt“, so Amodei gegenüber CBS.
In einer Mitteilung [2] kündigte das Unternehmen an, die Einstufung als Lieferkettenrisiko gerichtlich anzufechten. Eine solche Einstufung hat zur Folge, dass Unternehmen, die mit dem Pentagon Geschäfte machen wollten, keine Verträge mit Antrophic schließen dürften. Laut dem Antrophic-Statement auf der Unternehmenswebsite sei die Maßnahme rechtlich nicht haltbar und schaffe einen gefährlichen Präzedenzfall für jedes amerikanische Unternehmen, das mit der Regierung verhandelt.
Das sind die zwei roten Linien
Das Pentagon hatte Anthropic im Juli 2025 einen 200-Millionen-Dollar-Vertrag [3] für die Entwicklung agentischer KI-Arbeitsabläufe zugesagt. In den anschließenden Verhandlungen forderte Anthropic jedoch Leitplanken für zwei konkrete Einsatzbereiche. Öffentlich eskalierte der Streit, als bekannt wurde, dass Anthropic-Technologie bei der US-Militäroperation zur Gefangennahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro eingesetzt wurde – in welcher Form genau, wurde nicht offengelegt.
Wie Amodei in einem parallel veröffentlichten Blogbeitrag [4] auf der Anthropic-Website darlegt, lehnt das Unternehmen den Einsatz von Claude für massenhafte Inlandsüberwachung sowie für vollständig autonome Waffen ab. Bei der Überwachung argumentiert Anthropic, dass KI verstreute, einzeln harmlose Daten automatisiert zu umfassenden Persönlichkeitsprofilen zusammenführen könne – in einem Ausmaß, mit dem die bestehende Gesetzgebung nicht Schritt halte.
Bei autonomen Waffen verweist das Unternehmen darauf, dass heutige KI-Systeme nicht zuverlässig genug seien, um ohne menschliche Kontrolle Ziele auszuwählen und anzugreifen. Anthropic habe dem Pentagon angeboten, gemeinsam an der Verbesserung dieser Zuverlässigkeit zu forschen – das Angebot sei laut Amodei jedoch abgelehnt worden.
Das Pentagon sieht das anders. Laut CBS News erklärte Emil Michael [5], Technologiechef des Pentagons, das Militär habe Anthropic gegenüber erhebliche Zugeständnisse gemacht. Man müsse dem Militär aber irgendwann zutrauen, verantwortungsvoll zu handeln.
Altman erklärte, zwei der wichtigsten Sicherheitsprinzipien von OpenAI seien das Verbot inländischer Massenüberwachung sowie die menschliche Verantwortung für den Einsatz von Gewalt, einschließlich autonomer Waffensysteme. Laut Altman stimme das Kriegsministerium diesen Grundsätzen zu und wolle sie in Gesetze und Richtlinien aufnehmen.
Was allerdings konkret zwischen OpenAI und dem Pentagon vereinbart wurde, ist noch unklar.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11193909
Links in diesem Artikel: [1] https://www.youtube.com/watch?v=QFDz6q-Qthk [2] https://www.anthropic.com/news/statement-comments-secretary-war [3] https://www.heise.de/news/Pentagon-vs-Anthropic-KI-Freigabe-soll-jetzt-mit-Kriegsgesetz-erzwungen-werden-11188431.html [4] https://www.anthropic.com/news [5] https://www.cbsnews.com/news/anthropic-ceo-dario-amodei-calls-white-house-actions-retaliatory-and-punitive/ [6] https://www.heise.de/news/OpenAI-erhaelt-wohl-Pentagon-Auftrag-nach-Bruch-mit-Anthropic-11193881.html [7] mailto:ssi@heise.de
Nach dem eskalierten Streit mit Anthropic setzt das Pentagon nun offenbar auf OpenAI. Details des Deals bleiben offen – Sicherheitsfragen stehen im Fokus.
Im Streit zwischen dem Pentagon und der KI-Firma Anthropic um die Verwendung von Software mit Künstlicher Intelligenz im US-Militär hat offenbar der Rivale OpenAI den Zuschlag bekommen. In einem Statement auf der Plattform X verkündete OpenAI-Chef Sam Altman, man habe eine Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium getroffen. Details blieben dabei zunächst unklar. Die Ankündigung folgt wenige Stunden, nachdem das Pentagon Anthropic wegen der Unstimmigkeiten beim Einsatz von KI [1] als Risiko für die nationale Sicherheit eingestuft hatte.
ChatGPT-Betreiber OpenAI und die Firma Anthropic wetteifern darum, ihre Software mit Künstlicher Intelligenz in Unternehmen und Behörden unterzubringen.
Altman spricht von wichtigen Sicherheitsprinzipien
Nun springt offenbar OpenAI in die Lücke. „Heute Abend haben wir mit dem Kriegsministerium eine Vereinbarung getroffen, unsere Modelle in dessen klassifiziertem Netzwerk einzusetzen“, schrieb Altman bei X [2]. Pentagon-Chef Pete Hegseth repostete das Statement, ebenso wie der ranghohe Beamte Emil Michael.
Altman erläuterte weiter, zwei der wichtigsten Sicherheitsprinzipien von OpenAI seien das Verbot inländischer Massenüberwachung sowie die menschliche Verantwortung für den Einsatz von Gewalt, einschließlich autonomer Waffensysteme. „Das Kriegsministerium stimmt diesen Prinzipien zu, verankert sie in Gesetz und Richtlinien, und wir haben sie in unsere Vereinbarung aufgenommen.“
Streit zwischen Pentagon und Anthropic eskalierte
Im Kern hatte auch Konkurrent Anthropic auf diese beiden Punkte [3] gepocht. Das Unternehmen wollte ihrem Chef Dario Amodei zufolge als Grenzen für die Verwendung seiner KI-Software im US-Militär durchsetzen, dass die KI der Firma nicht für Massenüberwachung in den USA sowie nicht in komplett autonomen Waffen eingesetzt wird.
Am Freitag eskalierte der Streit: Hegseth ordnete an, Anthropic als „Supply-Chain Risk to National Security“, also als Lieferketten-Risiko für die nationale Sicherheit, einzustufen. Mit sofortiger Wirkung dürften Auftragnehmer, Zulieferer oder Partner des US-Militärs keine Geschäfte mehr mit dem Unternehmen machen, schrieb Hegseth bei X. Anthropic solle dem Verteidigungsministerium noch maximal sechs Monate lang Dienstleistungen bereitstellen, um einen Übergang zu einem „besseren und patriotischeren“ Anbieter zu ermöglichen.
Die Maßnahme erfolge im Zusammenhang mit einer Anweisung von Präsident Donald Trump, wonach alle Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic-Technologie einstellen sollen.
Anthropic: KI nicht verlässlich für autonome Waffen
Das Verteidigungsministerium will nur mit KI-Firmen zusammenarbeiten, die „jedem legalen Einsatz“ ihrer Software zustimmen. Anthropic hatte jedoch darauf beharrt, dass die von der Firma geforderten Einschränkungen wichtig seien.
So warnte Amodei in einem Blogbeitrag [4], dass Künstliche Intelligenz es mache, über das Netz verstreute Daten einzelner Menschen in großem Stil automatisiert zu einem ausführlichen Bild ihres Lebens zusammenzusetzen. Und zugleich sei KI noch nicht verlässlich genug, um in vollständig autonomen Waffen eingesetzt zu werden. „Wir werden nicht wissentlich ein Produkt liefern, das Amerikas Krieger und Zivilisten in Gefahr bringt“, so der Anthropic-Chef.
Spannungen zwischen Anthropic und dem Pentagon wurden öffentlich, nachdem bekannt wurde, dass Software der Firma bei der US-Militäroperation zur Gefangennahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro eingesetzt wurde. Wofür genau sie dabei verwendet wurde, blieb unklar.
Details des OpenAI-Deals nicht klar
Was die Vereinbarung zwischen dem Pentagon und OpenAI nun im Detail bei den Punkten Massenüberwachung und autonome Waffen vorsieht, blieb zunächst unklar.
In seinem Statement auf X rief OpenAI-Chef Altman das Pentagon zugleich dazu auf, diese gleichen Bedingungen allen KI-Unternehmen anzubieten – „Bedingungen, die unserer Meinung nach jedes Unternehmen akzeptieren sollte“. Man habe den Wunsch nach Deeskalation zum Ausdruck gebracht.
Er erklärte auch, dass OpenAI technische Schutzmaßnahmen entwickeln werde, um sicherzustellen, dass sich die Modelle wie vorgesehen verhielten, was auch dem Wunsch des Ministeriums entspreche. Zudem betonte Altman, das Pentagon habe bei allen Interaktionen tiefen Respekt gezeigt für Sicherheit und den Wunsch, gemeinsam das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Der Pentagon-Beamte Michael schrieb bei X, wenn es um Leben und Tod der US-Soldaten gehe, sei es im Zeitalter von KI von entscheidender Bedeutung, einen zuverlässigen und beständigen Partner zu haben, der in gutem Glauben handele.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11193881
Links in diesem Artikel: [1] https://www.heise.de/news/KI-fuer-Waffen-und-Ueberwachung-Pentagon-droht-Anthropic-mit-Sanktionen-11179072.html [2] https://x.com/sama/status/2027578508042723599 [3] https://www.heise.de/news/KI-Technik-fuers-US-Militaer-Anthropic-weist-das-Ultimatum-des-Pentagon-zurueck-11192161.html [4] https://www.anthropic.com/news/statement-department-of-war [5] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner [6] mailto:ssi@heise.de
Die Einführung der elektronischen Identitätskarte in der Schweiz verschiebt sich vom Sommer auf voraussichtlich Ende des Jahres 2026. Sicherheit soll vorgehen.
Der elektronische Ausweis der Schweiz, die E-ID, kommt Ende dieses Jahres, später als gedacht – dafür aber mit Anpassungen und zusätzlichem Fokus auf Sicherheit und Akzeptanz. Das hat die Schweizer Regierung, der Bundesrat, bekanntgegeben. Im September 2025 entschieden sich die Schweizer Bürgerinnen und Bürger in einer Volksabstimmung mit denkbar knapper Zustimmung für die Einführung der E-ID.
Staat vor Privat
Schon einmal, heute vor fast fünf Jahren, wurde über die Einführung einer staatlichen elektronischen Identitätskarte abgestimmt. Die damalige E-ID Version 1.0 sollte jedoch von Privatunternehmen herausgegeben werden, was von den Stimmbürgern mit über 64 Prozent deutlich abgelehnt wurde. Bei der Abstimmung im vergangenen Jahr hat es mit 50,39 Prozent gerade mal gereicht, doch die Akzeptanz eines elektronischen Ausweises war erneut niedrig: Diverse Kritikpunkte und Bedenken blieben trotz oder eher wegen des verhaltenen Ja zur Bereinigung, etwa hinsichtlich des Datenschutzes und der Sicherheit. Diese sollten, so wollte es der Bundesrat nach der letzten Abstimmung, vom Bundesamt für Justiz (BJ) aus der Welt geschafft werden.
Am Mittwoch ließ sich der Bundesrat über die bereits ausgeführten sowie geplanten Anpassungen informieren und gab anschließend bekannt, dass die neue E-ID voraussichtlich ab dem 1. Dezember 2026 eingesetzt werden kann. Ursprünglich war der Sommer 2026 anvisiert worden.
Die E‑ID basiert auf einem staatlichen Wallet („Swiyu“-App) und soll digitale Identitätsnachweise ermöglichen – etwa für den Zugang zu Online‑Diensten (Altersverifikationen) oder den Bezug von amtlichen Dokumenten. Dementsprechend ist sie auch ein Schlüsselprojekt der digitalen Verwaltung.
Sicherheitslücken und Vertrauenswürdigkeit im Fokus
Im Fokus der zusätzlichen Maßnahmen, die nun zügig angegangen und fortgesetzt werden sollen, stehen das Schließen von Sicherheitslücken sowie die Erhöhung der Vertrauenswürdigkeit bei der Nutzung der E-ID und der dazugehörigen Infrastruktur. So wird es laut aktuellen Plänen des Bundes nur noch für gesetzlich berechtigte Anbieterinnen möglich sein, die AHV-Nummer (Rentenversicherung) der Nutzenden abzufragen. Unautorisierte Anfragen sollen von der Swiyu-Wallet automatisch blockiert werden.
Außerdem würden Anbieter verpflichtet, im Vorhinein ihre gewünschten Datenabfragen und deren Zweck in einem öffentlich zugänglichen Register des Bundes zu hinterlegen, teilt der Bundesrat in einer Medienmitteilung mit. Fehle die Registrierung oder verlange der Anbieter zu viele Informationen über die Nutzenden, erhalten diese in ihrer Swiyu-Wallet eine Warnung und können beim Bundesamt für Justiz eine entsprechende Missbrauchsmeldung machen. Eine „fehlbare Anbieterin“ könne „das BJ als letzte Maßnahme vom E-ID-System und der Vertrauensinfrastruktur ausschließen“, heißt es.
Grundsätzlich soll für die E-ID-Inhaber:innen mehr Transparenz hergestellt werden. Vorgesehen seien auch Hinweise und Warnungen in der Swiyu-Wallet, durch die sich die Nutzenden schnell und unkompliziert über die Vertrauenswürdigkeit der Anbieter informieren könnten, teilt der Bund mit.
Planung und Ausführung mit Schwächen
Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) äußerte Mitte Februar zudem einige Kritik und Bedenken hinsichtlich der sicheren und termingerechten Einführung des digitalen Identitätsausweises. Vor allem gebe es noch Sicherheitslücken, etwa bei der Verschlüsselung der Nutzdaten, die bei der Ausstellung der E-ID zwischen den daran Teilnehmenden übermittelt werden und grundsätzlich Ende-zu-Ende verschlüsselt werden müssten. Die EFK zeigte sich „jedoch überrascht, dass die entsprechende Konzeption der Nutzdatenverschlüsselung bei der E-ID noch nicht abgeschlossen ist“. Beim Projekt „Vertrauensinfrastruktur“ sei noch nicht einmal die Entwicklung einer Verschlüsselungskonzeption konsequent angegangen worden. Die Planungsunterlagen sahen ursprünglich einen Abschluss dieser Aufgaben bis Ende 2025 vor.
Als Vertrauensinfrastruktur wird die technische Plattform bezeichnet, die für die Prozesse beim Einsatz (Ausstellung, Speicherung und Verarbeitung) der E-ID vom Bund zur Verfügung gestellt wird. Die Vertrauensinfrastruktur ist offen gestaltet, sodass auch andere elektronische Nachweise darin abgebildet werden können, wie etwa der elektronische Lernfahrausweis der Schweiz (eLFA) der bereits seit Anfang des Jahres in der Swiyu-App ausgestellt wird.
Aufgrund der noch offenen Aufgaben empfahl das EFK letztlich, die Verschiebung des E-ID-Starttermins in Betracht zu ziehen, was nun auch beschlossen wurde.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11193694
Links in diesem Artikel: [1] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner [2] mailto:kbe@heise.de
Kleine, aber interessante Meldungshäppchen vom News-Buffet zu curl, Clang, Node.js, Delphi, Detroit, CSS, Wayang und Hermit.
In unserem leckeren Häppchen-Überblick servieren wir alles, was es zwar nicht in die News geschafft hat, wir aber dennoch für spannend halten:
curl kehrt mit seiner Security-Meldestelle zurück zu HackerOne [1], dem es erst im Januar den Rücken gekehrt hatte [2]. Das zwischenzeitlich genutzte GitHub entsprach dann aber doch nicht den Anforderungen des Maintainers Daniel Stenberg. Er wird auf HackerOne aber auch kein Bug-Bounty-Programm mehr wie früher anbieten, da es zu viele wertlose KI-Meldungen angezogen hatte.
Version 22.1 von Clang [3] unterstützt neue Ziele, Funktionen und Bibliotheken. Bei der Hardware gibt es jetzt beispielsweise Prozessoren der C1-Serie von ARM. Außerdem erweitert das Framework die Fähigkeiten bei C2y.
Node.js hat Updates für die Version 25.7 (Current) [4] und 24.14 (LTS) [5] veröffentlicht. Die Current bringt zum Beispiel sqlite als Release Candidate, während Anwender der LTS das Tracken von Promises nun abschalten können.
Der Anthropic-API-Wrapper für Delphi [6] unterstützt in Version 1.2 die Modelle Claude Sonnet 4.6 und Opus 4.6. Zudem bietet er asynchrones Promise-Handling mit async und await.
Python-Entwicklerinnen und -Entwickler können den MCP-Server von Azure jetzt direkt von PyPI aus [8] mit Tools wie uvx und pip installieren und ausführen. Der Server öffnet agentischen Zugriff auf über vierzig Azure-Dienste von Microsoft.
Das Detroit-Projekt wurde wiederbelebt [9], um JavaScript und Python an Java anzubinden, wobei als Engines V8 und CPython zum Einsatz kommen. Geplant ist, die Prototypen in ein OpenJDK-Projekt zu überführen.
Die CSS-Arbeitsgruppe hat den Snapshot 2026 [10] veröffentlicht, der den aktuellen Stand der CSS-Entwicklung im Jahr 2026 zeigt. Zielgruppe sind CSS-Implementierer und weniger die -Autoren, da die Definitionen Module hinsichtlich der Spezifikationsstabilität und nicht der Akzeptanz in Webbrowsern einbinden.
Version 1.1.1 der Datenverarbeitungsplattform Apache Wayang ist die erste [11], seit das Projekt in den Top-Level-Status der Apache Foundation aufgestiegen ist. REST-Server können nun Fehlermeldungen ausgeben und der Spark-Executor sendet Dataframe-Anfragen an Spark.
Die Verteilung des Hermit-Kernels in Rust erfolgt ab Version 0.13 nicht mehr über Crates.io, sondern git: "https://github.com/hermit-os/hermit-rs.git", tag = "hermit-0.13.0". Außerdem gibt es eine neue Dokumentation für die Cargo-Funktionen.
Solltest du ein schmackhaftes Thema vermissen, freuen wir uns über deine Mail [12].
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11190664
Die Pro-Variante der Playstation 5 erhält einen verbesserten PSSR-Upscaler, der auf AMDs FSR 4 basiert. Das gibt auch PC-Spielern neue Hoffnung.
Sonys Playstation-Chefarchitekt Mark Cerny hat für die Playstation 5 Pro einen verbesserten KI-Upscaler angekündigt. In den nächsten Wochen soll eine neue Firmware verfügbar sein, die die überarbeitete Version von Playstation Spectral Super Resolution (PSSR) mitbringt. Das erste Spiel, das den neuen Upscaler nutzt, ist Resident Evil Requiem, welches seit kurzem im Handel ist.
Bildvergleich: Der neue PSSR-Upscaler (unten) liefert bei feinen Details wie etwa Haaren deutlich bessere Ergebnisse als die bisherige Version (oben).
(Bild: Sony)
Laut Cerny [1] entstammt die neue PSSR-Version der engen Kooperation mit AMD, welche den Hauptprozessor der PS5 Pro für Sony entwickelt hat. Cerny verweist auf AMDs Upscaler FSR 4, der seit vergangenem Jahr für Desktopgrafikkarten der Baureihe Radeon RX 9000 verfügbar ist. Sony habe diese Technik in den vergangenen sechs Monaten verfeinert, sodass sie nun auch auf der Playstation 5 Pro nutzbar sei.
Kommt FSR 4 bald für ältere PC-Radeons?
Die explizite Referenz von FSR 4 lässt PC-Spieler aufhorchen. AMD hat FSR 4 bislang ausschließlich auf den 9000er-Radeons freigegeben; diese nutzen die Grafikchiparchitektur RDNA4. Die Playstation 5 Pro verwendet hingegen eine RDNA3-GPU mit Sony-spezifischen Erweiterungen. Für Desktop-Grafikkarten der RDNA3-Generation (Radeon RX 7000) gibt es derzeit kein FSR 4.
In der Gerüchteküche wabert aber schon länger herum, dass FSR 4 auf RDNA3-GPUs zwar stärkere Performanceeinbrüche hätte, aber grundsätzlich durchaus funktionieren würde. Die Aussagen fußen auf internen Betatreibern aus der Zeit vor dem offiziellen FSR-4-Start, wo die Technik auch noch auf RDNA3 anwählbar war. Und in der vergangenen Woche machte die Meldung die Runde, wonach eine geleakte DLL-Datei mit FSR 4.1 [2] erneut RDNA3-GPUs unterstützen würde. Diese Datei entstammt wiederum einem neueren Entwicklungspfad als dem der aktuellen Treiberversion Adrenalin 26.2.2, die vor ein paar Tagen veröffentlicht wurde.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11193995
Links in diesem Artikel: [1] https://blog.playstation.com/2026/02/27/upgraded-pssr-upscaler-is-coming-to-ps5-pro/ [2] https://videocardz.com/newz/amd-fsr-4-1-dll-reportedly-leaks-and-rdna-3-users-are-already-testing-it [3] https://www.heise.de/ct [4] mailto:mue@ct.de
Xiaomis 17er-Serie kommt in zwei Variationen nach Deutschland, die sich in der Größe und bei der Kamera -Ausstattung unterscheiden.
Das Xiaomi 17 UltraBild:
Xiaomi
Xiaomi hat kurz vor dem Mobile World Congress (MWC) 2026 den internationalen Start seiner 17er-Serie bekannt gegeben. In Deutschland werden das Xiaomi 17 und das Xiaomi 17 Ultra erscheinen; die Leica Edition des Ultra wird hierzulande als Leitzphone auf den Markt kommen.
Das Xiaomi 17 und das 17 Ultra verwenden den gleichen Prozessor, zum Einsatz kommt Qualcomms aktuelles Premium-SoC Snapdragon 8 Elite Gen 5. Von der Displaygröße sind beide Modelle identisch mit ihren Vorgängern: Das 17 kommt mit einem 6,3 Zoll großen OLED-Bildschirm und einer Auflösung von 2.656 x 1.220 Pixeln und einer Bildrate von 120 Hz.
Das Ultra-Modell ist mit seinem 6,9 Zoll großen OLED-Display merklich größer als das 17. Die Auflösung liegt bei 2.608 x 1.200 Pixeln, die Bildrate beträgt auch hier 120 Hz. Beide Displays sind heller als bei der Xiaomi-15-Serie: Die Panels kommen dem Hersteller zufolge auf bis zu 3.500 cd/m².
Ultra-Modell mit Telezoom
Die Kameraausstattung unterscheidet sich zwischen den beiden Geräten: Das Xiaomi 17 kommt mit drei Kameras, die jeweils 50-Megapixel-Sensoren verwenden. Neben der Hauptkamera gibt es eine Superweitwinkelkamera und eine Telekamera mit 2,6-facher Vergrößerung. Die Frontkamera hat 50 Megapixel.
Bild 1/11: Das Xiaomi 17 Ultra (Bild: Xiaomi)
Bild 2/11: Das Xiaomi 17 Ultra (Bild: Xiaomi)
Bild 3/11: Das Xiaomi 17 Ultra (Bild: Xiaomi)
Bild 4/11: Das Xiaomi 17 Ultra (Bild: Xiaomi)
Bild 5/11: Das Xiaomi 17 Ultra (Bild: Xiaomi)
Bild 6/11: Das Xiaomi 17 Ultra (Bild: Xiaomi)
Bild 7/11: Das Xiaomi 17 Ultra (Bild: Xiaomi)
Bild 8/11: Das Xiaomi 17 (Bild: Xiaomi)
Bild 9/11: Das Xiaomi 17 (Bild: Xiaomi)
Bild 10/11: Das Xiaomi 17 (Bild: Xiaomi)
Bild 11/11: Das Xiaomi 17 (Bild: Xiaomi)
Das Xiaomi 17 Ultra hat ebenfalls drei Kameras, die Hauptkamera ist identisch mit der des 17. Die Superweitwinkelkamera hat ebenfalls 50 Megapixel, aber eine leicht größere Blende. Die Telekamera hat 200 Megapixel und einen mechanischen Zoom. Das ermöglicht eine stufenlose optische Vergrößerung im Bereich von 3,2-fach bis 4,3-fach. Auch beim Ultra hat die Frontkamera 50 Megapixel. Die Kameras der 17er-Serie wurden zusammen mit Leica entwickelt.
Der Akku des Xiaomi 17 hat eine Nennladung von 6.330 mAh, der des Xiaomi 17 Ultra ist mit 6.000 mAh etwas kleiner. Das 17 lässt sich per Kabel mit 100 Watt und drahtlos mit 50 Watt laden. Beim Ultra sind es jeweils 90 und 50 Watt. Ausgeliefert werden beide Smartphones mit Android 16 und Hyper OS, Xiaomis Android-Fork. Nutzer sollen fünf neue Android-Versionen und 6 Jahre lang Sicherheitsupdates bekommen.
Das Xiaomi 17 hat 12 GByte Arbeitsspeicher, die Version mit 256 GByte Flash-Speicher kostet 1.000 Euro. Die Variante mit 512 GByte Speicher kostet 1.100 Euro. Das Ultra hat 16 GByte RAM, mit 512 GByte Flash-Speicher kostet es 1.500 Euro. Die Version mit 1 TByte Speicher ist für 1.700 Euro zu haben, bis einschließlich dem 14. März 2026 gibt es das Modell für 1.550 Euro.
Das Leitzphone ist Leicas erstes weltweit verfügbares Smartphone – mit starkem Fokus auf die Kamera. Golem hat sich das 2.000-Euro-Smartphone angeschaut.
Das Leitzphone von LeicaBild:
Tobias Költzsch/Golem
Leica hat zusammen mit Xiaomi ein Smartphone unter eigenem Namen veröffentlicht: Das Leitzphone löst die bisherigen Leica Phones ab, die exklusiv nur in Japan verfügbar waren und zusammen mit Sharp entwickelt wurden. Diese Zusammenarbeit ist nun beendet, neuer Partner ist Xiaomi.
Golem konnte sich das Leitzphone bereits vor der Veröffentlichung anschauen – vor allem die Kamera, auf die Leica viel Wert legt. Technisch ist das Gerät ein Xiaomi 17 Ultra Leica Edition, das seinerseits außerhalb Chinas nicht auf den Markt kommen wird. Leica verspricht sich wohl vor allem für Europa, dass der Name Leitzphone stärkeren Eindruck hinterlässt als der von Xiaomi.
Das Design des Leitzphone ist schlicht und wird vom großen, runden Kameramodul auf der Rückseite dominiert. Dieses hat einen drehbaren Ring, über den sich verschiedene Funktionen steuern lassen. Wir haben bei unserem Testgerät den Zoom daraufgelegt, es ist aber auch möglich, den Fokus, den Weißabgleich oder die Belichtungskorrektur darüber zu steuern.
Teleobjektiv mit analogem Zoom
Der Zoom ist nicht ausschließlich digital, es gibt ein Teleobjektiv mit analogem Zoom. Alle Objektive sind von Leica entwickelt. Der Vergrößerungsbereich des Tele ist mit auf das Kleinbildformat umgerechnet 75 bis 100 mm eher klein, liegt aber in einem guten Bereich für Porträts. Der Sensor der Telekamera hat 200 Megapixel (Samsung HPE), entsprechend scheinen auch digital gezoomte Bilder bis zu einer 15-fachen Vergrößerung in unserem kurzen Test qualitativ noch gut zu sein.
Bild 1/7: Das Leitzphone von Leica kommt mit Xiaomis Android-Version, aber mit eigenem Skin. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/7: Eine im M9-Modus gemachte Aufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/7: Das Design des Leitzphone ist schlicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/7: An der Seite sowie auf der Rückseite ist der Markenname von Leica abgebildet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/7: Das Leitzphone hat drei Kameras, die Objektive stammen von Leica. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/7: Das Leitzphone kostet 2.000 Euro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/7: Die Seite des Smartphones ist dank des eingefrästen Musters sehr griffig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Hauptkamera verwendet einen 1"-Sensor mit 50 Megapixeln (Light Fusion 1050L) und einer Blende von 1:1.67. Ein Bildstabilisator ist wie bei der Telekamera verbaut, die Brennweite entspricht umgerechnet 23 mm. Die Superweitwinkelkamera mit umgerechnet 14 mm verwendet einen 50-Megapixel-Sensor (Samsung JN5) mit einer Blende von f/2.2.
Die Bildergebnisse machen einen guten ersten Eindruck. Leica hat beim Leitzphone zwei verschiedene Fotostile eingebaut, Authentic und Vibrant – bei Letzterem ist die Sättigung etwas kräftiger. Außerdem gibt es die von Leica-Kameras bekannten Filter sowie Bokeh-Simulationen.
Zudem hat das Leitzphone die sogenannten Essential Modes. Darin lässt sich der Bildeindruck von zwei Kameraklassikern aus Wetzlar wählen: dem M9 mit Kodak-Sensor, der unter Leica-Liebhabern einen hohen Stellenwert genießt, und dem M3 in Schwarz-Weiß. Leica zufolge handelt es sich nicht um reine Filter, sondern um eine eigene Bildbearbeitungs-Pipeline.
Starke Bilder im M9-Modus
Vor allem der Look des M9-Essential-Mode gefällt uns gut: Die Bilder haben einen sehr warmen Look und neigen zu einem leichten Grünstich, den wir aber nicht unangenehm finden. Die Schwarz-Weiß-Bilder des M3-Modus haben einen guten Kontrast.
Den Drehring finden wir bei unserer Fotosession praktisch, aber kein Muss. Er vereinfacht sicherlich die Nutzung bestimmter Kameraoptionen, in der Realität dürfte aber wohl auch die Kamera des Leitzphone meist als Point-and-Shoot-Kamera verwendet werden.
Das Leitzphone ist mit 163 x 77,6 x 8,3 mm relativ groß, was auch am 6,9 Zoll großen OLED-Display liegt. Der Bildschirm hat eine Auflösung von 2.608 x 1.200 Pixeln, eine Bildrate zwischen 1 und 120 Hz und eine maximale Helligkeit von 3.500 cd/m². Der Bildeindruck ist gut, die Farbwiedergabe gefällt uns.
Im Inneren des Leitzphone steckt mit Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5 der aktuell leistungsfähigste Mobile-Chip im Android-Bereich. Ergänzt wird das SoC von 16 GByte Arbeitsspeicher und 1 TByte Flash-Speicher. Einen Leistungstest konnten wir im Rahmen unseres kurzen Hands-on noch nicht durchführen.
Ausgeliefert wird das Gerät mit Android 16 und Xiaomis Fork Hyper OS. Der Android-Skin ist allerdings an das Leica-Design angepasst worden. So gibt es eigene Icons sowie exklusive Widgets nur für das Leitzphone. Dazu zählt ein Goldene-Stunde-Widget, das Nutzern anzeigt, wann die goldene Stunde ist und man fotografieren gehen kann. Auch die Kamera-App des Smartphones ist an das Design der Lux-App angepasst worden.
Bild 1/7: Das Leitzphone von Leica kommt mit Xiaomis Android-Version, aber mit eigenem Skin. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/7: Eine im M9-Modus gemachte Aufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/7: Das Design des Leitzphone ist schlicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/7: An der Seite sowie auf der Rückseite ist der Markenname von Leica abgebildet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/7: Das Leitzphone hat drei Kameras, die Objektive stammen von Leica. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/7: Das Leitzphone kostet 2.000 Euro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/7: Die Seite des Smartphones ist dank des eingefrästen Musters sehr griffig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Akku ist Leica zufolge 6.000 mAh groß und lässt sich mit bis zu 90 Watt per Kabel laden. Drahtloses Laden ist mit einer Leistung von bis zu 50 Watt möglich. Das Leitzphone ist nach IP68 vor Wasser und Staub geschützt.
Fazit
Das Leitzphone ist technisch gesehen ein Xiaomi 17 Ultra LE, bei dem Leica aber – wie bei vorigen Xiaomi-Smartphones – bei der Kameraentwicklung mitgewirkt hat. Insofern ist es kein reines Umlabeln, sondern am Ende ist der Unterschied zwischen dem Leitzphone und der Leica Edition aber lediglich eine Marketingentscheidung.
Das bedeutet nicht, dass das Leitzphone schlecht ist – im Gegenteil: Die Hardware macht einen sehr guten Eindruck, ebenso die Kamera mit ihren guten Objektiven und vor allem den tollen Essential Modes. Der drehbare Ring ist ein nettes Gimmick, wäre für uns aber nicht kaufentscheidend.
Kaufentscheidend dürfte bei den meisten wohl eher der Preis sein: Mit 2.000 Euro ist das Smartphone 300 Euro teurer als das Xiaomi 17 Ultra ohne Drehring und Essential Modes. Für die Mehrkosten bekommen Käufer noch Zugang zu Leicas Kundendienst – bei Problemen müssen sich Besitzer des Leitzphone nicht an Xiaomi wenden.
Das Leitzphone wird es direkt bei Leica und Xiaomi geben. In Deutschland ist zudem die Deutsche Telekom exklusiver Vermarktungspartner, auch dort wird es das Smartphone geben.
Der Autohersteller BMW startet ein Pilotprojekt für humanoide Roboter in der Produktion. Es geht um ermüdende und millimetergenaue Arbeit.
BMW testet den humanoiden Roboter Aeon in Leipzig.Bild:
BMW
Der Münchner Autohersteller BMW testet in seinem Leipziger Werk erstmals in Europa den Einsatz humanoider Roboter. Während des Tests und später in der Pilotphase solle der Roboter Aeon des Unternehmens Hexagon Robotics in der Montage von Hochvoltbatterien und in der Komponentenfertigung zum Einsatz kommen, teilte BMW am 28. Februar 2026 mit . Ziel des Projekts sei es, humanoide Robotik in die bestehende Serienproduktion von Automobilen zu integrieren und Einsatzmöglichkeiten zu erproben.
Der Mitteilung zufolge lassen sich an den menschenähnlicher Korpus von Aeon verschiedenste Hand- und Greifelemente oder Scan-Werkzeuge flexibel andocken. Der Roboter bewege sich auf Rollen und sei dynamisch einsetzbar.
Laut BMW erfolgten erste Tests mit humanioden Robotern bereits im US-amerikanischen Werk in Spartanburg. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Figure AI habe sich gezeigt, dass sogenannte körperliche KI (engl.: Physical AI) einen messbaren Mehrwert leisten könne. "Innerhalb von zehn Monaten unterstützte der Roboter Figure 02 die Produktion von mehr als 30.000 BMW X3 und arbeitete dabei täglich von Montag bis Freitag in einer 10-Stunden-Schicht" , heißt es in der Mitteilung.
Präzises Arbeiten möglich
Dabei habe Figure 02 die präzise Entnahme und Positionierung von Blechteilen für den Schweißprozess übernommen. Diese Aufgabe stellte hohe Anforderungen an Geschwindigkeit und Genauigkeit und sei gleichzeitig körperlich ermüdend. Insgesamt habe Figure 02 mehr als 90.000 Bauteile bewegt und in rund 1.250 Betriebsstunden etwa 1,2 Millionen Schritte zurückgelegt.
Das Pilotprojekt bestätigte demnach, "dass humanoide Roboter präzise, wiederholgenaue Arbeitsschritte – etwa das millimetergenaue Positionieren von Komponenten – sicher ausführen können" . Der Einsatz der Roboter sei bei den Mitarbeitern auf großes Interesse gestoßen und habe sich im Projektverlauf zu einem selbstverständlichen Teil des Arbeitsalltags entwickelt.
1259 v. u. Z. schlossen Ägypten und die Hethiter Frieden. Zuvor kämpften beide Großmächte um Syrien. Doch wie kam es nach der verlorenen Schlacht zum Vertrag?
Im Uno-Hauptquartier in New York hängt die Kopie eines Vertrages aus dem Jahre 1259 v. u. Z., den der ägyptische Pharao Ramses II. (1279–1213 v. u. Z.) mit dem Großkönig der Hethiter Ḫattušili III. (1267–1240 v. u. Z.) geschlossen hat.
Es ist einer der ersten überlieferten Verträge zwischen zwei konkurrierenden Großmächten in der Geschichte der Menschheit. Die Originale der wechselseitig ausgestellten Texte bestanden aus silbernen Tafeln. Dieses Material wurde wegen der immensen Bedeutung des Abkommens gewählt. Erhalten sind uns nur Kopien auf Tontafeln.
Das Hethiterreich
Das ägyptische Pharaonenreich am Nil ist weithin bekannt. Aber wer sind die Hethiter und wo lag deren Reich? Das Kernland der Hethiter lag in Anatolien und am Oberlauf von Euphrat und Tigris. Phasenweise reichte es bis an die Küste der Ägäis. Die Hauptstadt im anatolischen Hochland im Bogen des Flusses Halys (Maraššanta) hieß Ḫattuša (Hattuscha).
Zeitweilig wurde sie ins südliche Anatolien nach Tarhuntassa verlegt. Das Reich – Ḫatti genannt – bestand zwischen 1720 und 1190 v. u. Z. und dominierte im zentralen Kleinasien für etwa 500 Jahre.
Karte des Vorderen Orients im 13. Jahrhundert v.u.Z.
An der Spitze des Reiches stand ein Großkönig, der die Streitkräfte anführte, oberster Priester war, Verträge mit anderen Mächten schloss, Gesetze erließ und den Thronfolger bestimmte, der zumeist aus der königlichen Sippe kam. Thronstreitigkeiten unter den Verwandten führten wiederholt zu Schwächephasen der hethitischen Macht und zuletzt um 1190 v. u. Z. zum Untergang.
Mit Ägypten gab es eine gemeinsame Grenze an den Ufern des Mittelmeers nördlich der phönizischen Küstenstädte, Byblos, Sidon und Tyros, sowie nördlich von Damaskus nach modernen Kategorien im libanesisch-syrischen Raum. Dort entzündeten sich die Konflikte zwischen beiden Reichen. Der dritte Faktor im Ringen der altorientalischen Großmächte im 13. Jahrhundert v. u. Z. war Assyrien, das südöstlich an das Hethiterreich grenzte und im Wesentlichen das Zweistromland beherrschte.
Im Westen zur Ägäis hin existierten zu dieser Zeit von den Hethitern abhängige Klientelstaaten, worunter Wilusa, das hypothetisch mit Troja identifiziert wird, wegen des legendären von Homer beschriebenen Krieges der Berühmteste ist. Schon um 1280 v. u. Z. schlossen der hethitische Großkönig Muwatalli II. und Alexander von Troja den sogenannten Alaksandu-Vertrag.
Ende der Bronzezeit
Der Untergang der Hethiter markierte das Ende der Bronzezeit. Die Seevölker fegten über das damalige Staatensystem und brachten große Umbrüche mit. Klimatische Veränderungen – anhaltende Trockenheit – taten ein Übriges. Um 1190 v. u. Z. endete das letzte hethitische Großkönigtum des Suppiluliuma II.
Einige kleine Nachfolgereiche im Süden – Tarhuntassa, Karkemissa – setzten die hethitische Kultur noch Jahrhunderte fort. Hethitische Krieger erfreuten sich weiter hoher Wertschätzung. König David, der um 1000 v. u. Z. zuerst über Juda und dann auch über Israel herrschte, hatte hethitische Söldner, die sich in den Aufständen gegen ihn als sehr zuverlässig erwiesen.
David hat es ihnen nicht gedankt. Seinen besten Kämpfer, den Hethiter Uria (Urija), ließ er bei der Belagerung von Rabba, der Hauptstadt des Königreiches Ammon, soweit nach vorne schicken, dass der Hethiter fallen musste, erfahren wir aus dem Alten Testament. Der Herrscher befahl seinem Feldherrn Joab: "Stellt Uria vornehin, wo der Kampf am härtesten ist, und zieht euch hinter ihm zurück, dass er erschlagen werde und sterbe" (2 Sam 11, 15).
Der Grund war Urias Frau Bathseba, die der hinterhältige und wollüstige David heimlich beim Baden beobachtete, dann schwängerte und zuletzt nach Urias geplantem Tod heiratete. Sie gebar ihm Salomo, der ihm auf dem Thron folgte, was wiederum einigen älteren Söhnen des Königs, Abschalom und Adonija, das Leben kostete.
Vorherrschaft in der Levante
Zurück in das 13. Jahrhundert v. u. Z. als das Reich von Ḫatti noch einen Machtfaktor im Vorderen Orient darstellte: Der hethitische Großkönig Muwattalli II., der von etwa 1295/94 bis 1272 v. u. Z. herrschte, hatte im syrisch-libanesischen Raum das kleine Königreich Amurru und die Grenzfestung Kadesch am Fluss Orontes wieder enger an sein Reich gebunden.
Das gefiel den Ägyptern, die das Gebiet selbst wiederholt angriffen und zeitweilig eingliederten, überhaupt nicht. Es ging um die Vorherrschaft in der Levante und um viel Prestige zwischen den beiden Großmächten. Dazu kam, dass Ramses II. erst etwa 20 Jahre alt und neu im Amt war und sich außenpolitisch beweisen wollte. So zog er 1276 v. u. Z. zum ersten Mal nach Syrien, zwang den Herrscher von Amurru Bentešina auf seine Seite und eroberte das Kleinkönigreich. Es war klar, dass die Hethiter den Verrat Bentešinas und den Verlust Amurrus nicht hinnehmen würden.
Beide Seiten rüsteten zur großen Schlacht, über die wir verglichen mit anderen Ereignissen dieser Zeit relativ gut Bescheid wissen. Pharao Ramses II. hielt sich für einen großen Feldherrn nach dem Erfolg aus dem ersten Feldzug in den syrischen Raum. Mit über 20.000 möglicherweise auch über 30.000 Mann und 2.500 bis 3.500 Streitwagen mit je zwei Mann pro Wagen zog er im Frühling 1274 über Gaza erneut dorthin, um die Festung Kadesch zu erobern und den erwarteten hethitischen Angriff zu kontern.
Niederlage der Äygpter
Muwattalli II. hatte alle Reserven mobilisiert, die alten Verbündeten der Hethiter und jede Menge Söldner aktiviert und alle Feinde Ägyptens um Hilfe gebeten.
So kam ein Heer von ca. 37.000 Mann und bis zu 3.500 Streitwagen zusammen. Die hethitischen Streitwagen mit drei Mann Besatzung galten als veraltet – zu schwer und zu unbeweglich, aber ihre Hieb- und Stichwaffen waren top: Sie bestanden aus gehärtetem Stahl, obwohl die Kombattanten doch noch tief in der Bronzezeit steckten. Außerdem war Großkönig Muwattalli II. ein erfahrener Feldherr, der unterstützt von seinem jüngeren Bruder Ḫattušili III. einen schlauen Plan ausgeheckt hatte.
Ramses II. ließ sich ohne ausreichende Aufklärung dazu verleiten, sein Heer aufzuspalten. Er zog mit einer Abteilung, der Amun-Division, vorneweg und überquerte den Orontes, während die Re-Division in kurzem Abstand, die beiden anderen Einheiten Ptah und Seth ca. 20 bis 30 km zurück folgten. Die Hethiter erkannten sofort ihre Chance, sie umzingelten den isolierten Pharao und griffen mit 1.000 Streitwagen die Re-Abteilung an, die sie fast vollständig aufrieben.
Ramses II., seine Leibwache und die Amun-Division standen, eingeschlossen vom jetzt überlegenen Heer der Hethiter, vor der Vernichtung. Da kam ihnen das Glück zu Hilfe: Eine Elitestreitwageneinheit der ägyptischen Armee, die Nearin, hatte getrennt von den vier Divisionen des Hauptheeres die Küstenstraße genommen und traf gerade auf dem Schlachtfeld ein, als es dem Pharao an den Kragen gehen sollte.
Die Schlacht ging dennoch verloren, aber Ramses II. konnte von dieser schnellen Eingreiftruppe aus der Umklammerung gerettet werden. Am Folgetag zogen sich die Ägypter über den Orontes zurück, Ramses sammelte die Ptah- und Seth-Division, die am Kampf nicht teilgenommen hatten, ein und marschierte wieder in Richtung Nil.
Kampf der Giganten
Der insgesamt klägliche militärische Auftritt der Ägypter führte dazu, dass die Hethiter die Festung Kadesch, bei der die Bataille stattgefunden hatte, behaupteten. Das Amurrureich geriet wieder unter hethitische Oberhoheit. Der vom Pharao gestützte König Bentešina wurde durch einen Herrscher von Gnaden des Großkönigs Muwattalli II. ersetzt. Die Kleinkönigreiche im syrischen Raum stellten die Tributzahlungen an den Pharao ein.
Кто виноват? Wer trägt die Schuld? Natürlich nicht der Pharao, der Oberbefehlshaber. Seine Generäle und hohen Offiziere wurden zu Verantwortlichen für die Niederlage erklärt und das Militär verlor an Einfluss im Reich. In der Propaganda an den Wänden der ägyptischen Tempel in Abydos, Abu Simbel und Luxor sowie auf den Pylonen, den Torbauten, des Ramesseums in Theben finden sich noch heute Reliefs, die einen glorreichen Sieg des Pharaos über den Großkönig Muwatalli II. darstellen.
Keine Schlacht, ja kein anderes Ereignis der 3.000-jährigen altägyptischen Geschichte wurde so oft bildlich dargestellt und so eingehend literarisch behandelt wie dieser Kampf der Giganten.
Und ewig siegte der göttliche Ramses II. Im Reich am Nil wird dem keiner widersprochen haben, in der restlichen Welt kam diese Propagandalüge nicht so gut an. Ein Nachfolger des hethitischen Großkönigs ließ festhalten: "Als aber Muwattalli […] König war, da brachen ihm die Leute von Amurru die Treue […] und traten in die Gefolgschaft des Königs von Ägypten ein. Da haben […] Muwattalli und der König von Ägypten miteinander um Amurru gekämpft und Muwattalli hat ihn besiegt […]."
Aus Niederlagen wurden glorreiche Siege. Parallelen zu heute sind rein zufällig. Es gab immer wieder und es gibt sie noch – Diktatoren, die sich zu Tode siegen. Aber es gibt Alternativen: Wie Frieden möglich wurde, erfahren Sie in der nächsten Folge.
Literatur:
Die Hethiter und ihr Reich. Das Volk der 1000 Götter (2002).
Israel Finkelstein / Neil A. Silberman, David und Salomo. Archäologen entschlüsseln einen Mythos (2006).
Ramses. Göttlicher Herrscher am Nil (2017).
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11187345
Links in diesem Artikel: [1] https://commons.wikimedia.org/wiki/File:East-Hem_1300bc.jpg [2] https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de [3] https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Emanuel_Eichel_-_David_beobachtet_Bathseba_beim_Baden.jpg [4] https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Modern_reconstruction_of_a_65m_long_section_of_the_city_wall_made_of_mud_brick,_Hattusa,_the_capital_of_the_Hittite_Empire_in_the_late_Bronze_Age,_Bo%C4%9Fazkale,_Turkey_(26064042932).jpg [5] https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de [6] https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ramses_II_-_The_mummy.jpg
Xcode 26.3 integriert Coding Agents wie von Anthropic und Codex von OpenAI
(Bild: Apple)
Apple hat sich mit dem Thema KI nicht nur bei Consumern schwer getan. Auch Entwickler warteten lange auf KI in Xcode. Jetzt wurde ein Meilenstein erreicht.
Apple hat die fertige Version seiner Entwicklungsumgebung Xcode in Version 26.3 veröffentlicht. Mit dem Update hält agentisches Coding in die Mac-App Einzug. Entwickler sind damit nicht mehr auf zusätzliche Software-Tools angewiesen, wohl aber auf einen Zugang zu einem geeigneten Large-Language-Modell. OpenAI Codex und Anthropic Claude Agent werden sozusagen „ab Werk“ unterstützt. Es können aber auch Coding Agents und Softwaretools eingesetzt werden, sofern diese das Model Context Protocol (MCP) unterstützen.
Damit hat Apple seine große KI-Kurskorrektur vollendet: Ursprünglich, im Juni 2024, hatte Apple nämlich eigentlich ein eigenes KI-Modell nur für Coding in Aussicht gestellt. Swift Assist sollte als Begleit-Tool für alle Coding-Aufgaben dienen [1], agentisch Ideen in Code umsetzen und auf einem cloudbasierten Apple-Modell basieren. Apple pries diese Idee damals damit an, dass Nutzercode nicht auf Apples Servern gespeichert oder zum Modelltraining verwendet wird. Die Spezialisierung auf Swift-Code im Training sowie der Zugang zu den jeweils neuesten SDKs sollten den Swift Assist von den Fähigkeiten der generalisierten KI-Modelle abheben.
Kehrtwende und ein Happy End
Doch aus Apples großen Plänen wurde nichts. Als nach einem Jahr noch nicht einmal eine erste Beta-Version von Swift Assist zu sehen war, schlug das Unternehmen auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2025 einen neuen Weg ein [2]. Statt der eigenen KI schuf Apple eine Schnittstelle zu ChatGPT, die auch für Claude von Anthropic oder andere KI-Modelle verwendet werden konnte. Dies war bereits ein großer und vor allem sofort verfügbarer Schritt nach vorne. Wenn es allerdings darum ging, Projektparameter zu ändern, Storyboards zu verändern oder tiefergehende Eingriffe in vorhandenem Code vorzunehmen, musste die KI passen und konnte nur Ratschläge geben.
Mit der jetzigen Integration von Coding Agents erhält die KI deutlich weitreichendere Möglichkeiten, auf geöffnete Projekte zuzugreifen. Sie kann auch erzeugten Code auf Lauffähigkeit überprüfen und Fehlermeldungen direkt verarbeiten. Damit kann Apple der nächsten WWDC im Juni deutlich entspannter entgegensehen. Spannend bleibt, ob und inwieweit sich der für die Foundation Models geschlossene Deal mit Google, künftig dessen KI Gemini zu verwenden, auch auf die Entwicklertools auswirkt. Gemini 3 gilt auch als recht stark im Coding. Eine Integration wäre aus Sicht vieler Entwickler wünschenswert.
Xcode 26.3 integriert Coding Agents wie von Anthropic und Codex von OpenAI
(Bild: Apple)
Apple hat sich mit dem Thema KI nicht nur bei Consumern schwer getan. Auch Entwickler warteten lange auf KI in Xcode. Jetzt wurde ein Meilenstein erreicht.
Apple hat die fertige Version seiner Entwicklungsumgebung Xcode in Version 26.3 veröffentlicht. Mit dem Update hält agentisches Coding in die Mac-App Einzug. Entwickler sind damit nicht mehr auf zusätzliche Software-Tools angewiesen, wohl aber auf einen Zugang zu einem geeigneten Large-Language-Modell. OpenAI Codex und Anthropic Claude Agent werden sozusagen „ab Werk“ unterstützt. Es können aber auch Coding Agents und Softwaretools eingesetzt werden, sofern diese das Model Context Protocol (MCP) unterstützen.
Damit hat Apple seine große KI-Kurskorrektur vollendet: Ursprünglich, im Juni 2024, hatte Apple nämlich eigentlich ein eigenes KI-Modell nur für Coding in Aussicht gestellt. Swift Assist sollte als Begleit-Tool für alle Coding-Aufgaben dienen [1], agentisch Ideen in Code umsetzen und auf einem cloudbasierten Apple-Modell basieren. Apple pries diese Idee damals damit an, dass Nutzercode nicht auf Apples Servern gespeichert oder zum Modelltraining verwendet wird. Die Spezialisierung auf Swift-Code im Training sowie der Zugang zu den jeweils neuesten SDKs sollten den Swift Assist von den Fähigkeiten der generalisierten KI-Modelle abheben.
Kehrtwende und ein Happy End
Doch aus Apples großen Plänen wurde nichts. Als nach einem Jahr noch nicht einmal eine erste Beta-Version von Swift Assist zu sehen war, schlug das Unternehmen auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2025 einen neuen Weg ein [2]. Statt der eigenen KI schuf Apple eine Schnittstelle zu ChatGPT, die auch für Claude von Anthropic oder andere KI-Modelle verwendet werden konnte. Dies war bereits ein großer und vor allem sofort verfügbarer Schritt nach vorne. Wenn es allerdings darum ging, Projektparameter zu ändern, Storyboards zu verändern oder tiefergehende Eingriffe in vorhandenem Code vorzunehmen, musste die KI passen und konnte nur Ratschläge geben.
Mit der jetzigen Integration von Coding Agents erhält die KI deutlich weitreichendere Möglichkeiten, auf geöffnete Projekte zuzugreifen. Sie kann auch erzeugten Code auf Lauffähigkeit überprüfen und Fehlermeldungen direkt verarbeiten. Damit kann Apple der nächsten WWDC im Juni deutlich entspannter entgegensehen. Spannend bleibt, ob und inwieweit sich der für die Foundation Models geschlossene Deal mit Google, künftig dessen KI Gemini zu verwenden, auch auf die Entwicklertools auswirkt. Gemini 3 gilt auch als recht stark im Coding. Eine Integration wäre aus Sicht vieler Entwickler wünschenswert.
Google und Meta sollen bereits einen Milliarden-Deal für KI-Chips abgeschlossen haben. Neue Joint-Ventures könnten zudem TPUs leasen.
Google hat mit Meta offenbar einen großen Fisch an Land gezogen, der die eigenen Tensor Processing Units (TPUs) kaufen und in Rechenzentren einsetzen will. TPU nennt Google seine KI-Beschleuniger, die als Alternative unter anderem zu Nvidias und AMDs GPUs dienen. Aktuell ist die Version TPU v7.
Laut The Information [1] ist das Abkommen zwischen Google und Meta auf mehrere Jahre ausgelegt. Im Vergleich zu den Millionen von Beschleunigern, die Meta von AMD [2] und Nvidia für Dutzende Milliarden US-Dollar kauft, geht es beim Google-Deal um deutlich kleinere Summen. Von mehreren Milliarden US-Dollar ist die Rede. Insbesondere der Preis pro Beschleuniger dürfte niedriger sein als bei der Konkurrenz.
Google bekommt so als Hardware-Zulieferer einen Fuß in die Tür. Angeblich will der Konzern künftig zehn Prozent von Nvidias Marktanteil abhaben. Das wären voriges Jahr rund 16 Milliarden US-Dollar gewesen, rein auf KI-Beschleuniger bezogen: Mit solchen machte Nvidia 162,4 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz, mit Netzwerk-Hardware weitere 31,4 Milliarden, Tendenz weiter steigend.
Google-Joint-Ventures für mehr Verbreitung
Um die Verbreitung von TPUs voranzutreiben, will Google mit einem nicht genannten, großen Investor angeblich ein Joint-Venture gründen. Darüber könnte der Konzern die KI-Beschleuniger an weitere Betreiber von Rechenzentren leasen. Weitere Joint-Ventures mit anderen Investoren könnten folgen. Alternativ zum Leasing könnten diese Tochterunternehmen auch ganze Rechenzentren für Kunden betreiben.
Google muss derweil die Vermarktung der eigenen TPUs und den Einsatz von Nvidia-Hardware ausbalancieren. Mindestens für die Vermietung innerhalb der eigenen Cloud ist Google weiter auf Nvidias KI-Beschleuniger angewiesen, weil viele Kunden mit Nvidias Software arbeiten.
Nvidia-Chef Jensen Huang schließt laut The Information gezielt Abkommen ab, um vielversprechende Firmen an sich zu binden, darunter zuletzt Anthropic [3]. Solche Tendenzen zeigten sich schon früher, etwa bei Nvidias Einstieg bei Groq [4], womit die Firma einem Deal zwischen OpenAI und Groq zuvorkam. Huang sei nur allzu bewusst, dass mit Gemini und Claude manche der besten KI-Modelle mit Google-Hardware trainiert wurden.
TPU v7 als Alternative
Googles TPU v7 ist auf dem Papier mit 4,6 FP8-Petaflops langsamer als Nvidias Blackwell Ultra (B300) mit 5 Pflops beziehungsweise 10 mit Sparsity (Wegfall von Nullen in den Matrizen). Auch die Speicherkapazität ist mit 192 statt 288 GByte HBM3e geringer.
Allerdings ist die TPU v7 mit geschätzt 1000 statt 1400 Watt sparsamer. Dafür setzt Google auf den modernen 3-Nanometer-Fertigungsprozess N3P vom Chipauftragsfertiger TSMC, während Nvidia auf den verbesserten 5-nm-Prozess 4NP zurückgreift. Effizienz entwickelt sich zur wichtigsten Metrik, da alle Hyperscaler bei der Stromzufuhr zu ihren Rechenzentren limitiert sind. Zudem wollen sich Hyperscaler offensichtlich nicht von Nvidia als alleinigen Zulieferer abhängig machen.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11193578
Links in diesem Artikel: [1] https://www.theinformation.com/articles/google-strikes-multibillion-dollar-ai-chip-deal-meta-sharpening-nvidia-rivalry?rc=klmisg [2] https://www.heise.de/news/Auf-OpenAI-folgt-Meta-AMD-verkauft-GPUs-fuer-Milliarden-von-US-Dollar-11188239.html [3] https://www.heise.de/news/Microsoft-Nvidia-und-Anthropic-Milliarden-Deal-fuer-KI-11084220.html [4] https://www.heise.de/news/Nvidia-Vertragsschluss-mit-Inferenz-Chip-Startup-11124836.html [5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html [6] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner [7] mailto:mma@heise.de
Weil Anthropic dem Pentagon keinen uneingeschränkten KI-Zugang gewähren will, eskaliert die US-Regierung den Streit und zieht die ganze Branche in den Konflikt.
Donald Trump hat am Freitagabend angekündigt , alle Bundesbehörden anzuweisen, Anthropics Technologie sofort nicht mehr zu nutzen. Kurz zuvor war eine Frist abgelaufen, bis zu der Anthropic einer Lockerung seiner Nutzungsrichtlinien hätte zustimmen sollen.
Auf Truth Social schrieb Trump: "Die linken Spinner bei Anthropic haben einen KATASTROPHALEN FEHLER begangen, indem sie versucht haben, das Kriegsministerium unter Druck zu setzen." Das Verteidigungsministerium hatte zuvor einen Vertrag im Wert von 200 Millionen US-Dollar gekündigt und drohte zusätzlich damit, Anthropic als sogenanntes Lieferkettenrisiko einzustufen – eine Bezeichnung, die üblicherweise ausländischen Akteuren vorbehalten ist.
Anthropic hält an roten Linien fest
Anthropic-CEO Dario Amodei hatte in einer Erklärung am Donnerstag klargestellt, dass sein Unternehmen den Pentagon-Forderungen "gutem Gewissen nicht nachkommen" könne. Das Verteidigungsministerium bestand auf uneingeschränktem Zugang zu Claude, einschließlich der Nutzung für Massenüberwachung und autonome Waffensysteme ohne menschliche Kontrolle.
Amodei schreibt, der Einsatz von KI zur massenhaften Überwachung eigener Bürger sei mit demokratischen Werten unvereinbar. Zwar sei vieles davon nach geltendem Recht noch legal – aber nur, weil die Gesetzgebung mit den technischen Möglichkeiten noch nicht Schritt gehalten habe.
Konkret nennt er die Möglichkeit, öffentlich zugängliche Daten – Bewegungsprofile, Browserverläufe, soziale Verbindungen – automatisiert und im großen Maßstab zu einem vollständigen Persönlichkeitsbild zusammenzuführen. Das sei heute technisch möglich. Für ihn ist das eine Grenze.
Die Branche beobachtet den Präzedenzfall
Unterstützung erhielt Anthropic vom Wettbewerber: OpenAI-Chef Sam Altman erklärte laut einem CNBC-Bericht , sein Unternehmen habe dieselben roten Linien. Rund 500 Mitarbeiter von OpenAI und Google unterzeichneten einen offenen Brief mit dem Wortlaut "we will not be divided" . Beide Unternehmen unterhalten ebenfalls Militärverträge – und könnten bald in vergleichbaren Verhandlungen stehen.
Bei Amazon gibt es einen 75 Zoll großen Mini-LED-TV zum kleinen Preis zu kaufen. Dabei wird sogar mancher OLED-TV in den Schatten gestellt.
Der TCL C7K Mini-LED-TV wird bei Amazon nun zum Bestpreis verkauft.Bild:
Erzeugt mit Dall-E; Amazon
Jahrzehntelang prägte der japanische Hersteller Sony mit seinen Bravia-TVs die Wohnzimmer in vielen Ländern. Seit dem Jahr 2012 fertigt Sony keine Displays mehr, sondern kauft die Panels nur noch bei anderen Herstellern ein. Im März 2027 wird die eigene Herstellung komplett aufgegeben. Schließlich verkauft Sony seine TV-Sparte an das chinesische Unternehmen TCL, welches ein neues Joint Venture gründet. Doch bereits heute können TCL-TVs überzeugen, so die Experten von Hifi.de. Nun gibt es den TCL C7K mit entspiegeltem Display zum Bestpreis bei Amazon.
Eigenes HVA-LCD-Panel beim TCL C7K und Q7C
Der chinesische Hersteller TCL baut seine Fertigungstiefe weiter aus – und drückt damit die Preise. Ab März 2027 entwickelt und produziert das Unternehmen im Joint Venture sämtliche Sony-TVs. Schon jetzt setzt TCL bei eigenen Modellen wie dem C7K und Q7C auf zahlreiche selbst entwickelte Komponenten.
Neben dem HVA-LCD-Panel stammt sogar der Kunststoff für das Gehäuse aus eigener Produktion. Diese konsequente vertikale Integration senkt Kosten entlang der gesamten Lieferkette.
C7K vs. Q7C: Der Unterschied liegt im Panel
Die beiden Modellreihen TCL C7K und TCL Q7C sind technisch nahezu identisch. Einziger Unterschied ist, dass der C7K über ein Anti-Glare-Panel verfügt, während der Q7C auf ein glänzendes Panel setzt, was insbesondere Farben noch prächtiger erscheinen lässt. Für helle Räume kann dagegen ein mattes Display, wie beim C7K besser sein.
Bis zu 2.000 cd/m²: LCD schlägt OLED bei der Helligkeit
Im HDR-Modus erreicht der TCL-Fernseher eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2.000 cd/m². Damit übertrifft er viele OLED-Modelle derselben Preisklasse – etwa einen LG OLED B5 – teils deutlich.
Gerade in hellen Räumen spielt der LCD-TV diesen Vorteil aus. Laut Testern profitieren HDR-Inhalte sichtbar von kräftigen Highlights und hohen Kontrasten.
Starke Bildqualität trifft wenig Anschlüsse
Zwar bieten OLED-TVs weiterhin technisch bedingt perfektes Schwarz und Vorteile in sehr dunklen Szenen. In puncto Maximalhelligkeit liegt der TCL jedoch vorne. Laut Hifi.de setzt der TCL C7K / Q7C im Preisbereich unter 1.000 Euro neue Maßstäbe. Besonders gelobt werden die sehr gute Bildqualität, die HDR-Darstellung und das Hochskalieren auf 4K-UHD. Zudem kann das 2.2-Soundsystem von Bang & Olufsen mit seinen 60 Watt überzeugen.
Negativ fällt auf, dass kein USB-Recording geboten wird. Auch müssen Nutzer auf einen Kopfhörer-Anschluss verzichten. Und von den vier verbauten HDMI-Anschlüssen bieten lediglich zwei HDMI 2.1.
Mit Google TV und 144 Hz VRR
Beim Betriebssystem vertraut der chinesische Hersteller TCL auf Google TV. Damit hebt man sich von Konkurrenten wie Hisense ab, die auf eigens entwickelte Betriebssysteme setzen.
Gamer können sich zudem über 4K-UHD mit 144 Hz und VRR freuen. Der C7K / Q7C unterstützt sogar AMD Freesync für eine möglichst flüssige Bildwiedergabe ohne Tearing. Allerdings liegen die Latenz und Reaktionszeiten oberhalb eines OLED-TVs.
Noch nie günstiger
Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung verkauft Amazon den entspiegelten C7K von TCL für nur 999 Euro . Dafür erhält man die 75 Zoll große Version. Dabei kann man nicht nur 500 Euro auf die UVP sparen, sondern erzielt den historischen Bestpreis gemäß Keepa-Preishistorie. Günstiger gab es diesen Mini-LED-TV mit einer Bildschirmdiagonalen von 189 cm laut Keepa also noch nie.
Reklame
TCL 75C7K 75 Zoll QD-Mini LED Fernseher, 4K HDR Premium 3000, Smart Google TV mit 144Hz
Von TCL, dem baldigen Eigentümer der Sony-Bravia-TVs, gibt es mit der Baureihe C7K und Q7C Mini-LED-Fernseher, die Tester vom Magazin Hifi.de überzeugen konnten.
Mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 2.000 cd/m² ist der TCL C7K nicht nur hell genug für HDR-Inhalte, sondern auch heller als der Einsteiger-OLED-TV LG OLED B5.
Spieler können sich über 144 Hz und VRR freuen.
Zudem steht ein 2.2-Soundsystem von Bang & Olufsen parat.
Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung verkauft Amazon den TCL C7K mit 75 Zoll zum historischen Bestpreis, wie ein Blick in die Keepa-Preishistorie aufzeigt. So muss man lediglich 999 Euro für den Smart-TV mit einer Bildschirmdiagonalen von 189 cm zahlen.
Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf der Produkte über diese Links erhält Golem.de eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Anwohner eines xAI- Rechenzentrums berichten von dauerhafter Lärmbelästigung und wollen den Bau permanenter Anlagen verhindern.
Proteste gegen das xAI-Rechenzentrum in Memphis, Tennessee am 17. Juni 2025Bild:
USA TODAY Network via Reuters Connect
Das US-Unternehmen xAI hat für sein Rechenzentrum in Southaven im US-Bundesstaat Mississippi eine Lärmschutzwand errichtet, die Anwohner vor den Geräuschen der dort für die Stromversorgung betriebenen Gasturbinen schützen soll. Wie NBC News berichtet , trägt die Lärmschutzwand, die 7 Millionen US-Dollar gekostet haben soll, allerdings kaum zu einer Reduzierung der Geräuschemissionen bei.
Anwohner beschreiben in dem Bericht, dass der Betrieb der 27 temporären Gasturbinen Tag und Nacht erfolgt und von plötzlich auftretenden Knall- und Platzgeräuschen sowie einem dauerhaften Brummen begleitet ist. Die Lärmschutzwand wird dabei scherzhaft als Temu-Lärmwand bezeichnet.
Die temporären Gasturbinen wurden von xAI zunächst ohne Genehmigung der Gemeinde installiert. Letztere erteilte aber später die Erlaubnis, dass die Gasturbinen für 12 Monate ohne weitere Genehmigungen betrieben werden dürfen. Das Unternehmen beantragte zudem, 41 für den permanenten Betrieb gedachte Gasturbinen installieren zu dürfen.
Weitere Proteste sollen Genehmigung verhindern
Anwohner befürchten nun, dass die permanenten Turbinen ebenso laut sein könnten wie die temporären. Hinzu kommen Bedenken, dass mehr Abgase in das umliegende Gebiet mit Wohnhäusern, Parks und Schulen gelangen könnten.
Bereits im Januar erklärte die US-amerikanische Umweltschutzbehörde EPA , dass der Betrieb der Anlagen von xAI unter US-Bundesrecht falle und somit Luftreinhaltegenehmigungen erfordere. Das Unternehmen hatte sich zuvor auf örtliche Vorschriften berufen, die den temporären Betrieb der Gasturbinen ohne Genehmigung erlaubten.
In Deutschland stimmte die Stadtverordnetenversammlung von Groß-Gerau im Februar 2026 gegen die Ansiedlung eines großflächigen Rechenzentrums . Hierbei war für Anwohner allerdings die Größe des Projekts für den Widerstand ausschlaggebend.
Eine spezielle Beschichtung macht möglich, was bisher undenkbar war: Solarzellen erzeugen auch dann Energie, wenn es regnet.
Solarzellen funktionieren nach dem Prinzip: Wenn die Sonne scheint, wird Strom erzeugt. Verdunkelt sich aber der Himmel und regnet es, dann sind Solarzellen nur nette Accessoires auf dem Hausdach. Doch was wäre, wenn auch dann Strom erzeugt würde?
Genau daran arbeitet ein Team am Institut für Materialwissenschaften in Sevilla (ICMS). Die Forscher haben offenbar einen Weg gefunden, um gleich zwei Energiequellen mit einem Bauteil nutzbar zu machen, nämlich Sonnenlicht und die Bewegungsenergie fallender Regentropfen.
Im Kern steckt eine Perowskit-Solarzelle – ein Zelltyp, der wegen seiner hohen Effizienz und niedrigen Materialkosten als vielversprechend gilt. Darauf bringen die Forscher per Plasmaverfahren eine fluorierte Kunststoffschicht auf, die chemisch an Teflon erinnert.
Diese Schicht wurde in verschiedenen Dicken getestet, von 30 bis 250 Nanometer. Der Großteil der Test wurden aber mit einer Schichtdicke von 130 nm durchgeführt. Dabei war die Beschichtung für über 90 Prozent des Sonnenlichts durchlässig.
Trifft nun ein Wassertropfen auf diese Oberfläche, passiert etwas Interessantes: Beim Aufprall, Ausbreiten und Abperlen des Tropfens verschieben sich elektrische Ladungen zwischen Wasser und Beschichtung.
Dieses Phänomen – in der Physik als Triboelektrizität oder Reibungselektrizität bekannt – lässt sich über eingebaute Elektroden als Stromsignal abgreifen. Im Grunde funktioniert jeder einzelne Regentropfen dabei wie ein winziger Schalter, der kurzzeitig Strom fließen lässt.
Starke Spannungsspitzen, aber bescheidene Dauerleistung
Die Messergebnisse aus dem Labor klingen zunächst spektakulär: Ein einziger auftreffender Regentropfen erzeugte Spannungsspitzen von bis zu 110 Volt.
Dieser Wert bedarf allerdings einer Einordnung. Die Spannung ist zwar hoch, fließt aber nur für den Bruchteil einer Sekunde. Die tatsächlich verfügbare Dauerleistung liegt bei maximal rund vier Milliwatt pro Quadratzentimeter – genug für kleine elektronische Bauteile, aber weit entfernt von dem, was ein Haushalt benötigt.
Bei Sonneneinstrahlung erreichten die besten Zellen einen Wirkungsgrad von 17,9 Prozent und büßten durch die zusätzliche Schutzschicht kaum an Leistung ein.
Um zu zeigen, dass beide Energiequellen tatsächlich gleichzeitig funktionieren, betrieb das Team im Labor LED-Lampen parallel mit simuliertem Sonnenlicht und künstlichem Regen und lud dabei kleine Kondensatoren auf.
Schutzschild gegen den größten Feind der Perowskit-Zelle
Perowskit-Solarzellen gelten als vielversprechend. Aber sie haben eine gravierende Schwäche: Feuchtigkeit, selbst in minimalem Ausmaß, kann das kristalline Material binnen Minuten zersetzen.
Wer also ausgerechnet Regentropfen auf eine solche Zelle fallen lassen will, muss zunächst dieses Grundproblem lösen.
Die fluorierte Beschichtung übernimmt deshalb neben der Stromerzeugung noch eine zweite, ebenso wichtige Rolle: Sie wirkt stark wasserabweisend und versiegelt die empfindlichen Schichten darunter.
In Verbindung mit einem zusätzlichen Industriekleber auf Epoxidharzbasis hielt die so geschützte Zelle im Dauertest mehr als 300 Stunden unter feuchten Bedingungen durch.
Selbst nach 15 Minuten vollständig unter Wasser arbeitete sie noch – während eine ungeschützte Vergleichszelle bereits nach wenigen Minuten ausfiel.
Die Tropfenoberfläche selbst erwies sich ebenfalls als widerstandsfähig und lieferte nach über 17.000 Aufprällen noch mehr als 85 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung.
Wann profitieren Hausbesitzer von der Technik?
Noch handelt es sich um Laborforschung an Zellen im Zentimeterformat. Bis daraus großflächige Module für Hausdächer entstehen, dürfte noch einige Zeit vergehen. Mehrere weitere Schritte gilt es zu meistern – etwa die Skalierung auf größere Flächen. Zudem muss sich die Beschichtung unter realen Bedingungen im Freien bewähren.
Kurzfristig sehen die Forscher [2] Möglichkeiten für den Einsatz vor allem bei kleinen, energieautarken Geräten: Sensoren an Brücken oder Gebäuden, Wetterstationen in der Landwirtschaft oder vernetzte Komponenten im Internet der Dinge, die unabhängig vom Wetter zuverlässig mit Strom versorgt werden müssen.
Für alle, die auf CO2-freien Strom bei jedem Wetter hoffen, bleibt die Technik vorerst Zukunftsmusik – allerdings eine mit solidem wissenschaftlichem Fundament.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11193714
Links in diesem Artikel: [1] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2211285525010377?via%3Dihub [2] https://interestingengineering.com/energy/spanish-solar-panels-electricity-raindrops
Kriegsspiel im Kleinformat: In der fiktiven Übungsstadt Schnöggersburg übt die Bundeswehr urbane Szenarien. Was genau soll hier trainiert werden? Eine Analyse.
Der Krieg ist zurück in den Zentren: Mariupol, Aleppo, Mossul – das sind die blutigen Lehrstücke [1] einer Gegenwart des "urban warfare", das mit dem Bild des chirurgischen Drohnenangriffs wenig gemein hat.
Was von den ukrainisch-russischen Fronten via YouTube zu sehen [2] ist, zeigt brutal-blutigen Häuserkampf, gepaart mit Kamikaze- oder FPV-Drohnen. Fakt ist: Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten, Tendenz stark steigend [3] – urbane Missionen entscheiden künftige Kriege. Die Zeit der offenen Feldschlacht ist vorbei.
Die Blaupause lieferte der Irak-Krieg. Er schuf [4] einen gefährlichen, imperialistischen Präzedenzfall: Die Informationsstelle Militarisierung(IMI) aus Tübingen, ein antimilitaristischer Thinktank, ordnete [5] den US-amerikanischen Häuserkampf im irakischen Falludscha 2004 als Modell kommender Militärdoktrinen ein – spezialisierte Bodeneinheiten, begleitet von Luftoperationen, schalten Aufständische und Zielobjekte aus.
Solche Einheiten brauchen aber realitätsnahe Übungsorte, auch in Deutschland. Nördlich von Magdeburg wurde die deutsche Armee fündig.
Von Hitler zum Heer
Auf 232 Quadratkilometern Colbitz-Letzlinger Heide liegt [6] Schnöggersburg – keine Stadt, die man bewohnen kann, sondern ein militärisches Bühnenbild: mehr als 500 künstliche Gebäude [7], darunter Wohnhäuser, eine Altstadt, Industrieanlagen, ein Sportstadion, ein Flughafen, 400 Meter U-Bahn-Tunnel, 800 Meter Kanalisationsnetz, Straßenbahnen, ein Supermarkt, ein Regierungsviertel und ein Fluss mit Brücken. Eine Kulisse, eine Attrappe, eine Fiktion einer Geisterstadt für den Krieg der Zukunft.
Die Geschichte des Ortes ist braun: Bis in die 1930er Jahre war es ein reales Dorf und Luftkurort, ab 1934 nutzte es der NS-Staat als Heeresversuchsanastalt Hillersleben [8]– bekannt für seine 30 Kilometer lange Artillerieschussbahn, auf der Dora-Geschütze und die verdeckt-aufrüstende Wehrmacht ihr Gerät erprobten.
Nach 1945 übernahm [9] die Rote Armee das Gelände, stationierte zeitweise bis zu 20.000 Soldaten vor Ort, zog sich zwischen 1990 und 1994, nach dem Ende des Warschauer Paktes, sukzessive zurück. Die CDU-FDP-Landesregierung kippte den 1997 geschlossenen "Heidekompromiss", der eine Aufteilung in zivile und militärische Nutzung getrennt nach Himmelrichtungen vorsah [10], 2004. Fortan regierten wieder die Uniformträger, alleine – die Politik torpedierte eine zivile Nutzung.
Europas Häuserkampfhauptstadt
Ab 2012 entstand die fiktive Übungsstadt Schnöggersburg im heutigen Sinne. Der damalige Bundeswehr-Oberstleutnant Peter Makowski gab [11] offen zu Protokoll, was die Armee beabsichtigte: ein kulturelles Zentrum, ein politisches Viertel, ein Industriegebiet.
Eine "Fabelstadt, die sich in der ganzen Welt befinden könnte." Dass ihr Grundriss dabei europäischen Mittelstädten verdächtig ähnelt [12], nährte von Beginn an die Kritik, die Armee trainiere dort den Einsatz im Inneren. Denn mit Falludscha oder Mossul hat Schnöggersburg wenig gemein – es erinnert an Merseburg, Bamberg oder die Frankfurter U-Bahn-Tunnel.
Rund 240.000 Soldaten aus mehr als einem Dutzend Ländern – darunter die Niederlande, Großbritannien, Georgien, Frankreich und Norwegen – wurden dort in über 30 Jahren ausgebildet, zuletzt intensivierten sich Häuser- und Nahkampfspezialisierungen zunehmend.
Kein einziger scharfer Schuss fiel dabei: Laser-Technologie und Duell-Simulatoren machen Attacken virtuell erfahrbar, elektronische Systeme halten [13] Bewegungen, Fehler und Lagebilder zur Analyse fest – vergleichbar mit der Videoanalyse im Profifußball. Modernste Technik und die in Europa weitgehend einmalige Verfügbarkeit machten Schnöggersburg zur Häuserkampfhauptstadt.
Gewinner Rheinmetall
Der Rüstungskonzern Rheinmetall baute das Gefechtsübungszentrum in einer Public-Private-Partnership mit. Es kostete [14] die Allgemeinheit – nach explodierenden Preisen – mehr als 140 Millionen Euro. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern sicherte sich dabei nicht nur Ausrüstungsaufträge, sondern auch langfristige Modernisierungs- [15] und zuletzt umfassende Digitalisierungsverträge [16].
Rheinmetall zementierte seinen Status als wichtiger Lieferant einer massiv aufrüstenden Bundeswehr – und dies mit einem Ministerium, das wiederholt mit Berateraffären [17] und dem Hauch der Korruption zu kämpfen hatte. Denn das BMVg band sich zuletzt eng [18] an den Düsseldorfer Gewinner-Konzern der Zeitenwende.
Was mit 140 Millionen Euro alternativ möglich gewesen wäre, lässt sich simpel berechnen: 140 Kitas (zu je 1 Million) oder dutzende Schulrenovierungen, so plante [19] das Land Baden-Württemberg rund 170 Millionen für Schulsanierungen ein.
Die Prioritäten liegen beim Bund sowie im Land Sachsen-Anhalt quer zu den Bedürfnissen einer schwachen Nach-Wende-Region – so kündigte [20] der MDR Ende 2025 massive Bildungskürzungen an, die den Schulbetrieb gefährden könnten. Damit war nicht selbstverständlich der Schulbetrieb in den Häusern von Schnöggersburg gemeint.
Normalisierung von Gewalt
Seit der Zeitenwende und dem Ukraine-Krieg ist Schnöggersburg aus dem Schatten getreten [21]: Ein Besucherzentrum öffnete, Führungen sind nach Anmeldung möglich.
Auf der Berlinale 2025 lief der Dokumentarfilm "Szenario" [22], der die Übungsstadt als Setting einer zwischen Realität und Fiktion verschwimmenden Kriegserzählung nutzt.
Die Bundeswehr präsentiert [23] sich gleichzeitig als moderner Arbeitgeber – Kunstblut, Videoanalyse, Action-Ästhetik, zielgruppengerechte Videoformate. Das Kalkül ist simpel: Der Personalmangel ist akut, die Aufwuchszahlen ehrgeizig, das Rekrutierungsproblem ungelöst [24]. Wer die „stärkste konventionelle Armee Europas" (Merz) haben will, braucht Soldaten.
Doch Schnöggersburg als Abenteuerspielplatz zu vermarkten, ändert nichts an dem, was dort im Kern gelehrt wird. Die Sprache des Krieges ist Gewalt. Kein Laser-Simulator, kein Besucherzentrum und kein Berlinale-Film vermag [25] das Grauen des echten Krieges abzubilden – und keine Videoanalyse ergibt Erquickliches für Gaza, Aleppo oder Kiew. Wenn aus Kunstblut Echtes wird, dürfte auch der Letzte begriffen haben, welchen Nutzen Schnöggersburg hat.
Mehr Fragen als Antworten
Die entscheidende Frage bleibt offen: Gegen wen richtet sich Schnöggersburg, was wird dort genau geprobt?
Der Grundriss der Übungsstadt ähnelt europäischen Städten. Die Verweise auf Irak-Szenarien legen Häuserkampf gegen Aufständische nahe – nicht gegen feindliche Armeen. U-Bahn-Schächte und Industrieanlagen sprechen eher für westliche Metropolen als für Einsatzgebiete in der Sub-Sahara.
Auf eine Anfrage der Linkspartei verwies [26] das Verteidigungsministerium auf Terrorismusbekämpfung. Daraus leite sich "die Notwendigkeit eines breiten Fähigkeitsspektrums mit Durchsetzungsfähigkeit im gesamten Aufgaben- und Intensitätsspektrum ab. Dies schließt auch den Kampf in urbanen Räumen ein."
Protest ist unerwünscht, kritische Nachfragen ohnehin – schließlich sei der Einsatz im Inneren der Armee streng reglementiert, wie klar definiert [29]. Somit, abseitig der willkommenen Amtshilfe, ausgeschlossen. Doch mit der Erosion der Weltordnung, geraten nicht zuletzt auch als sicher geglaubte Rechtsgrundsätze in Schieflage. Alles eine Frage der Zeit und der politischen Notwendigkeit?
Schnöggersburg ist mehr als eine Übungsanlage: Es ist ein Paradigma. Als europäische Häuserkampfhauptstadt normalisiert es das Militärische, transferiert es in die Köpfe der Gesellschaft. Was dort erprobt wird, bleibt im Dunkeln. Ukrainische, deutsche oder europäische Szenarien sind vorstellbar.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11192974