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Störungsmeldung vom 17.03.2026 10:00

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

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Beginn
17.03.2026 10:00
Region
Frankfurt am Main (069)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
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  • 17. März 2026 um 10:00

Ukraine testet erstmals humanoide Kampfroboter an der Front

Von Matthias Lindner
Humanoider Roboter Phantom-MK-1

(Bild: Screenshot: Youtube-Video von Foundation Robotics.)

Das US-Start-up Foundation schickte zwei Phantom-MK-1-Roboter in die Ukraine. Der Einsatz wirft technische und ethische Fragen auf.

Roboter und Drohnen [1] sind in der heutigen Militärtechnik und auf den Schlachtfeldern längst angekommen. Was bislang fehlte, waren humanoide Roboter, wie man sie etwa aus den Terminator-Filmen kennt, die Aufgaben im Krieg ausführen.

Aber auch das ändert sich gerade. So hat etwa das US-Robotikunternehmen Foundation im Februar zwei humanoide Roboter vom Typ Phantom-MK-1 in die Ukraine geschickt, um sie unter realen Bedingungen zu testen.

Laut Foundation-Mitgründer [2] Mike LeBlanc kamen die Roboter bei Aufklärungsmissionen nahe der Front zum Einsatz.

Was der Phantom MK-1 können soll

Foundation stellte den Phantom MK-1 im Oktober 2025 als einen der ersten speziell für militärische Zwecke entwickelten humanoiden Roboter vor. Der rund 1,75 Meter große und etwa 80 Kilogramm schwere Roboter soll Aufklärung, logistische Versorgung und Bombenentschärfung übernehmen.

LeBlanc formuliert das Ziel [3] klar: Der Roboter solle jede Waffe einsetzen können, "die ein Mensch einsetzen kann".

Technisch setzt der Phantom auf kamerabasierte Bildverarbeitung statt auf komplexe Sensorsysteme wie LiDAR.

Zentral ist das Prinzip "Human-in-the-Loop" [4]: Der Roboter steuert Bewegung und Navigation eigenständig, doch ein menschlicher Bediener behält die Entscheidungsgewalt über alle potenziell tödlichen Aktionen.

Ukraine als globales Testfeld für Militärrobotik

Die Ukraine entwickelt sich zunehmend zum weltweit wichtigsten Testgelände für neue Waffentechnologien. Allein im Januar kamen laut der staatlichen Nachrichtenagentur United24 Roboter tausendfach zum Einsatz – in erster Linie für Logistik, etwa für Nachschub, Verpflegung oder Munitionstransporte.

LeBlanc beschreibt laut Time seine Eindrücke aus der Ukraine als "wirklich schockierend": "Dies ist ein vollwertiger Roboterkrieg, in dem der Roboter der Hauptkämpfer ist und Menschen nur Unterstützung leisten".

Humanoide Roboter könnten laut Foundation dort einen Mehrwert bieten, wo Drohnen an ihre Grenzen stoßen – etwa in niedrigen Bunkern. Ihre menschenähnliche Wärmesignatur könnte zudem feindliche Überwachungssysteme täuschen.

Technische Schwächen und Sicherheitsrisiken

Trotz der ambitionierten Pläne zeigt die Realität deutliche Grenzen. Während eines Besuchs von Time-Journalisten stürzte einer der Phantom-Roboter mehrfach um. Die rund 20 Motoren, die einen Humanoiden antreiben, machen ihn anfällig für Störungen. Hinzu kommen Herausforderungen durch Schlamm, Staub und Regen im Feldeinsatz.

Experten warnen zudem vor Cyber-Risiken. Erbeutete Drohnen liefern bereits heute sensible Daten an den Feind. Ein gehackter humanoider Soldat könnte es einem Gegner ermöglichen, über Software-Hintertüren ganze Roboterflotten zu übernehmen.

Auch die Zuverlässigkeit der KI-Systeme steht in der Kritik: Sogenannte Halluzinationen [5], bei denen KI-Modelle falsche Informationen produzieren, stellen bei autonomen Waffensystemen [6] ein gravierendes Problem dar.

Ethische Debatte und globaler Wettlauf

Die Automatisierung der Kriegsführung [7] wirft zudem grundlegende Fragen auf. Kritiker fürchten, dass humanoide Soldaten die politischen Hemmschwellen für militärische Konflikte senken und die Verantwortung für Fehlentscheidungen verwischen.

"Es ist eine Frage der Menschenwürde", sagt etwa Peter Asaro vom Internationalen Komitee für Roboterwaffenkontrolle gegenüber Time. "Diese Maschinen sind keine moralischen oder rechtlichen Akteure, und sie werden niemals die ethischen Implikationen ihrer Handlungen verstehen."

Gleichzeitig treiben auch Russland und China die Entwicklung solcher Dual-Use-Technologien voran.

Foundation plant, bis Ende 2027 bis zu 50.000 Einheiten zu produzieren und diese für rund 100.000 US-Dollar pro Jahr zu vermieten. Der verbesserte Phantom MK-2 soll ab April mit wasserdichtem Gehäuse, größeren Akkus und einer Traglast von bis zu 80 Kilogramm verfügbar sein.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11213603

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tp/article/Ukraine-Krieg-Wie-Bodenkampfroboter-die-Frontlinien-veraendern-10667150.html
[2] https://time.com/article/2026/03/09/ai-robots-soldiers-war/
[3] https://militarnyi.com/en/news/ukraine-receives-phantom-mk-1-humanoid-robots-for-testing/
[4] https://interestingengineering.com/military/humanoid-soldier-robots-arrive-in-ukraine
[5] https://www.heise.de/tp/article/KI-Halluzinationen-Mathematisch-unvermeidbar-10669149.html
[6] https://www.heise.de/tp/article/Scout-AI-zeigt-KI-Agenten-fuehren-jetzt-eigenstaendig-Militaereinsaetze-durch-11188050.html
[7] https://www.heise.de/tp/article/Killer-Roboterschiffe-Fortschritt-mit-Sprengkraft-10792928.html

Copyright © 2026 Heise Medien

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  • 17. März 2026 um 11:05

Chinas neue U-Boot-Klasse: Die stille Herausforderung für Amerika

Von Luca Schäfer
Ein aufgetauchtes U-Boot in einem Dock

Symbolbild: China arbeitet an einer neuen nuklear betriebenen U-Boot-Klasse

(Bild: tab62/Shutterstock.com)

Bohai baut, Washington bangt: Aufnahmen legen den Bau der neuen U-Boot-Klasse 095 nahe – das Ende der US-amerikanischen Unterwasser-Allmacht? Eine Analyse.

Der chinesische Drache taucht ab: Wie Mitte Februar entdeckte [1] Satellitenaufnahmen belegen, baut die Volksrepublik an einer neuen U-Boot-Waffe. In der Schiffswerft Bohai in Huludao, Provinz Liaoning, soll der erste Prototyp des nuklear-betriebenen U-Boot-Typs 095 (09V) vom Stapel gelaufen sein [2] – eine Entwicklung, die die Vormachtstellung der US-Virginia-Klasse herausfordern könnte.

Chinesische Militärentwicklungen gelten – trotz oder gerade wegen der grassierenden Korruption im Beschaffungswesen [3] – zu den am strengsten gehüteten Staatsgeheimnissen [4].

Die Aufnahmen gelten daher für Chinas Gegner als Glücksfall, hochauflösende Aufnahmen, die nicht mehr zur bekannten Generation 093 zu passen scheinen, erregen Aufmerksamkeit.

Die Bilder zeigen ein U-Boot im Ausrüstungsdock – auf dem dutzende technische Neuheiten [5] zu begutachten sind: eine neue X-Heckruder-Konfiguration, ein breiterer Rumpf, vermutlich ein neuartiger Pumpjet-Antrieb sowie eine leichtere Einzelhülle anstelle einer Doppelhülle. Steht die US-Pazifik Dominanz auf dem Spiel?

Aufrüstung unter Wasser

Damit werden altbekannte Fragen virulent: Chinas Werftkapazitäten übersteigen jene der amerikanischen Konkurrenz. Peking besitzt [6] mittlerweile mehr nuklearbetriebene U-Boote (die Zahlen varrieren je nach Quelle zwischen 14 und 32) als Moskau und schließt immer mehr zur Seemacht auf.

Dabei galt die U-Boot-Kategorie traditionell als Schwachpunkt chinesischer Sicherheitspolitik: Die große Flotte bestand maßgeblich aus dieselelektrischen Booten mit begrenzter Reichweite.

Dies ändert sich [7]: Von 60 Einheiten sind mindestens 14 atomar betrieben. Admiral Mike Brookes, Direktor des Geheimdienstes der US-Navy, beschrieb die Flotte als "im Wandel begriffen" – einer, der US-amerikanische Pazifik-Operationen empfindlich stören könnte.

Leiser Jäger

In der modernen U-Boot-Flotte dominieren [8] drei Typen: dieselelektrische Boote (SSK), atomar-betriebene ballistische Raketen-U-Boote (SSBN) sowie atomar-betriebene Angriffs-U-Boote (SSN).

Der neue chinesische Typ wird der SSN-Kategorie zugeordnet [9] – konzipiert für U-Boot- und Überwasserjagd, Aufklärung und Spezialeinsätze. Durch lange Reichweite und hohe Geschwindigkeit unterscheidet er sich grundlegend von den küstenverteidigungsorientierten SSK.

Bislang dominierten diese Kategorie die US-amerikanische Virginia-Klasse – von der die US-Navy rund 25 Stück besitzt [10] –, die als überaltertet geltende [11] russische Yasen-Klasse sowie die französischen Barracuda- und britischen Astute-Boote [12].

Die neue 095-Klasse [13] soll nach ersten Schätzungen die technischen Vorteile vereinen. Ein vermutlich leiserer Reaktor, ein erkennbarer Pump-Jet-Propeller [14] statt klassischer Schraube, spezielle Geräuschisolierung im Inneren sowie ein hydrodynamisch optimierter Rumpf sollen das Boot leiser als seine Vorgänger machen.

Mit geschätzten 110–115 Metern Länge, 12–13 Metern Breite, 9.000–10.000 Tonnen Verdrängung und einer Besatzung von bis zu 130 Soldaten liegt [15] die chinesische Variante in der klassischen Größenordnung moderner SSN.

Neue Dimensionen, alte Stärken

Der Vorgängertyp 093-B diente als Projektionsfläche, wurde jedoch abseits der Waffentechnik massiv verändert: Einzig bei der Bewaffnung setzt man den bewährten Kurs fort. Die 093-B-Variante führte bereits 12 vertikale Raketenstartrohre, die in die neue Version übernommen werden – manche Quellen nennen gar 16 [16] potenzielle Vertikalrohre hinter dem Turm.

Die Bewaffnung gilt als stark: Neben vertikalen Startsystemen umfasst sie [17] 8 Torpedorohre (Kaliber 533mm) mit schweren Torpedos (wahrscheinlich Yu-6), Anti-Schiff-Raketen des Typs YJ-18 (Reichweite 500 Kilometer), Marschflugkörper für Landangriffe sowie Seeminen. Als Abwehrwaffen kommen HQ-10-Luftabwehrraketen (gegen Hubschrauber) sowie CJ-10-Marschflugkörper hinzu – Schiffe wie Landziele [18] sind damit mögliche Optionen.

Neben leistungsfähigeren Langstreckenwaffen wurde primär die Integration moderner Marschflugkörper verbessert. Die bisherige Antriebslimitierung – wie das Genfer Institut für Internationale Beziehungen [19] in einer älteren Tiefenanalyse der Volksbefreiungsarmee betont – ist durch den nuklearen Druckwasserreaktor (PWR) technisch gelöst: Die Einsatzdauer ist nahezu unbegrenzt und lediglich durch die Lebensmittelversorgung [20] limitiert.

Im Vergleich zum Vorgängertyp besitzt die 095 das Doppelte der thermischen Leistung (200 MW gegenüber 75 MW bei der 093) – dies erlaubt [21] höhere Geschwindigkeiten und stellt zusätzlich mehr Energie für Elektroniksysteme bereit.

Strategische Redefinition

Als einziger Nachteil könnte sich der neue Typ als immens kostspielig und komplex in der Wartung erweisen – offizielle chinesische Angaben fehlen bisher.

Der strategische Nutzen dürfte den kalkulierten Preis rechtfertigen: Zwar liegt die Volksrepublik nach Experteneinschätzungen weiterhin leich hinter den USA [22], holt jedoch immens schnell auf – technologisch wie quantitativ. Mit bis zu drei baubaren SSN pro Jahr überragt China das US-Tempo von 1–1,5 SSN pro Jahr deutlich.

Die militärischen Aufgaben der 095 dürften klar umrissen sein: Sie schützt chinesische Flugzeugträger, jagt gegnerische U-Boote, kreuzt im Südchinesischen Meer und ist Teil der langfristigen Anti-Access/Area-Denial-Strategie (A2/AD) gegen die USA. Bis 2035 sollen 80 U-Boote fertiggestellt sein [23] – die Hälfte davon als SSN. Dabei soll der neue Typ das Rückgrat der Flotte bilden und als strategisches Angriffsschiff Eskortaufgaben übernehmen.

Zwei weitere strategische Komponenten sind entscheidend: Aufgrund seiner geografischen Lage und der US-hörigen vorgelagerten ersten Inselkette will China den Zugang zum westlichen Pazifik und zum Südchinesischen Meer erschweren. Im Falle eines US-Angriffs auf das Festland oder einer Eskalation um Taiwan wären zentrale Korridore – nach Pekings Planung – unter "roter" Kontrolle.

Die neue Klasse ermöglicht zudem Langstrecken- wie Geheimoperationen im Indischen Ozean, der Straße von Malakka oder entlang kontinentaler Handelsrouten. Ein entscheidender Faktor: Die chinesische maritime Zweitschlagskapazität steigt erheblich. Die Aufgabe der 095 wäre dabei nicht die Durchführung des Zweitschlags selbst, sondern Eskorte wie Schutz der [24] der SSBN-Flotte.

Nahe Verteidigung, weit entfernter Schutz

Entgegen der westlichen Erzählung ist Chinas maritime Transformation nicht auf Angriff ausgerichtet. Unter dem Motto "Near Seas Defense, Far Seas Protection" wird eine strategische Vorwärtsverteidigung zur Sicherung von Frieden und Freihandel angestrebt [25].

Küstenschutz und die Wahrung chinesischer Interessen in entfernten Seegebieten werden strategisch verwoben. Peking hat seine Rüstungsindustrie auf diese Doppelstrategie ausgerichtet. Die Anti-Piraterie-Einsätze ab 2008 im Golf von Aden [26] belegen: Das Land will primär seine Handelsinteressen schützen, keine aggressive Expansion betreiben – hat aber wohl am Beispiel Venezuelas, Russlands und des Irans verstanden, dass wirksame Abschreckung das Potenzial des Zweitschlags und einer imperial-aggressiven US-Politik im Niedergang einkalkulieren muss.

Die Folge ist ein globales maritimes Wettrüsten: Washington wird auf die neue Klasse mit beschleunigter Aufrüstung seiner U-Boot-Jäger reagieren. Möglich erscheint zudem, dass Russland und China geheime Absprachen getroffen haben – ein offizielles Militärbündnis existiert nicht, doch russisches Know-how soll bereits bei früheren Klassen geholfen haben [27].

Aktuell steht im Raum, dass Moskau auch bei der 096-Variate geholfen haben soll [28]. Die Schlussfolgerung liegt nahe: Chinas Aufrüstung ist mit Russland abgesprochen, um einen US-amerikanischen Albtraum zu realisieren – sie soll die Trump-Administration und ihre Verbündeten strategisch abschrecken.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11213419

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.navalnews.com/naval-news/2026/02/chinese-type-09v-next-generation-ssn-appears-at-bohai/
[2] https://defencesecurityasia.com/en/china-type-095-sui-class-nuclear-attack-submarine-bohai-ssn-launch/
[3] https://www.telepolis.de/article/Korruption-Kontrolle-Krieg-Xis-Kampf-um-die-Armee-11158112.html
[4] https://www.focus.de/politik/ausland/u-boot-bedrohung-chinas-mauer-unter-dem-meer-alarmiert-die-usa_3f4517e5-538f-4de1-9d6f-bddf3447f1b6.html
[5] https://www.defensenews.com/global/asia-pacific/2026/02/24/chinas-new-nuclear-submarine-breaks-cover-amid-shipbuilding-spree/
[6] https://defencesecurityasia.com/en/china-overtakes-russia-nuclear-submarines-global-undersea-power/
[7] https://www.businessinsider.de/politik/welt/china-baut-komplette-nuklear-u-boot-flotte-us-geheimndienst-warnt-jetzt/
[8] https://www.abbreviationfinder.org/de/acronyms/ssn_attack-submarine.html
[9] https://soldat.fr/de/blogs/marine-militaire/sous-marins-ssn-ssbn-ssk
[10] https://defence-network.com/u-s-navy-erhaelt-u-boot-virginia-klasse/
[11] https://www.reservistenverband.de/magazin-loyal/russlands-marine-alles-fuer-die-strategischen-u-boote/
[12] https://de.wikipedia.org/wiki/Suffren-Klasse_(2020)
[13] https://en.wikipedia.org/wiki/Type_095_submarine
[14] https://www.hobbywater.com/de/blogs/hobbywater-news/pump-jet-vs-propeller-how-to-choose?srsltid=AfmBOooWng50q6cKqhKiNkVJqLB2Y64z1gqrBpFFuTugBixx0vNyB18_
[15] https://www.janes.com/osint-insights/defence-news/sea/china-begins-outfitting-first-type-095-nuclear-attack-submarine
[16] https://tiananmenstremendousachievements.wordpress.com/2016/08/16/chinas-homegrown-new-type-095-095a-attack-nuclear-submarines/
[17] https://www.globalmilitary.net/ships/type-095/
[18] https://borealtimes.org/the-type-095-chinas-stealthy-submarine/
[19] https://www.giir.ch/uploads/6/8/4/7/68473163/the_rise_of_the_plan.pdf
[20] https://www.globalmilitary.net/ships/type-095/
[21] https://www.globalsecurity.org/military/world/china/plan-reactor.htm
[22] https://www.businessinsider.com/china-shifting-to-all-nuclear-submarine-construction-us-navy-intel-2026-3
[23] https://www.handelsblatt.com/politik/international/us-berichte-chinesisches-atom-boot-offenbar-bereits-beim-bau-gesunken/100073719.html
[24] https://news.usni.org/2026/03/05/chinese-navy-expanding-nuclear-attack-boat-fleet-and-missile-strike-capabilities-oni-commander-says
[25] https://ssdpaki.la.coocan.jp/en/proposals/121.html
[26] https://en.wikipedia.org/wiki/Chinese_anti-piracy_operations_in_the_Gulf_of_Aden
[27] https://www.taipeitimes.com/News/editorials/archives/2024/10/14/2003825242
[28] https://nationalinterest.org/blog/buzz/chinas-type-096-submarine-is-a-nuclear-nightmare-for-america

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  • 17. März 2026 um 10:45

Bürgerräte unter der Lupe: Die entscheidenden Qualitätskriterien

Von Timo Rieg
Zwei Personen vor einem Stücl der alten Berliner Mauer. Fort die Inschrift, die daran appelliert, dass viele kleine Leute in vielen kleinen Orten etwas tun können.

Bild: Zalfa Imani auf Unsplash

Von Expertenauswahl bis Evaluation: Welche Regeln erfüllt sein müssen, damit Bürgerbeteiligung nicht zur Blackbox wird.

Da in Bürgerräten zufällig ausgeloste Menschen als Stellvertreter der von etwas betroffenen Bevölkerung zusammenkommen, kann und soll kein Vorwissen zum Beratungsthema erwartet werden. Daher muss alles, was relevant sein könnte, im jeweiligen Verfahren vorgetragen werden.

Auch wenn die Arbeitsweise anders ist, lässt sich das doch mit US-amerikanischen Gerichtsjurys vergleichen (und in Deutschland mit Schöffen, die als ehrenamtliche Richter dasselbe Stimmrecht wie Berufsrichter haben). Die Bürger haben auch als ehrenamtliche Richter keine Vorkenntnisse, ja sie dürfen sich vorab gar nicht mit dem zu entscheidenden Fall beschäftigen. Stattdessen muss alles im Gerichtsverfahren vorgetragen werden.

So läuft es auch bei Bürgerräten. Alles Für und Wider muss dort präsentiert werden. Deshalb hängt die Qualität von Bürgerräten am stärksten von dieser Aufbereitung ab.

Haben die Organisatoren ("Durchführungsträger") alle Positionen berücksichtigt? Kommen potentiell Betroffene hinreichend zu Wort? Werden ggf. öffentlich bereits wahrnehmbare Kritik oder Alternativvorschläge den beratenden Bürgern präsentiert?

Zwar werden im Nachhinein die Teilnehmer eines Bürgerrats in der Evaluation unter anderem dazu befragt, ob sie sich objektiv informiert gefühlt haben, doch auch die Öffentlichkeit muss dies kontrollieren können. Deshalb ist es notwendig, den Input eines Bürgerrats transparent zu machen.

Kriterium: Transparente Expertenauswahl

Ins Bürgergutachten als Ergebnisbericht gehört daher eine Liste aller angehörten Experten und Lobbyisten. Auch auf anderem Wege eingespeiste Informationen müssen benannt werden (Broschüren, Filme, Exkursionen).

Dabei sollten die Organisatoren begründen, wie sie zu ihrer Auswahl gekommen sind. Die Expertenvorträge und ggf. Befragungen durch die Bürgerrats-Mitglieder gehören ebenso zu dem, was aus Transparenzgründen nach Durchführung veröffentlicht werden sollte.

Denn die wesentliche Kritik an Bürgerräten bezieht sich stets auf diesen Informations-Input: Er sei einseitig gewesen, nicht ergebnisoffen, in eine bestimmte Richtung gefärbt. Dabei ist die Kritik von außen meist eine reine Unterstellung – eben weil die Details dazu nicht veröffentlicht werden (siehe "Bürgerrat gegen Fakes").

Kriterium: Fragestellungen und Arbeitsaufträge dokumentieren

Mit der Organisation des Inputs hängt der zweite wichtige Punkt für die Qualität eines Bürgerrats zusammen: die Aufbereitung des Entscheidungsthemas in einzelne Beratungseinheiten. Welche Einzelfragen die Bürger vorgelegt bekommen, hat zwangsläufig großen Einfluss auf ihre Empfehlungen am Ende des Verfahrens. Auch hier ist absolute Transparenz herzustellen.

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  • 17. März 2026 um 09:30

Blender 5.1: Audio-, Text- und Strahleneffekte

Von Heise
Gerendertes Blender-Bild mit niedlichem Tierchen

Der Splash Screen von Blender 5.1 zeigt eine Szene aus dem neuen Open Movie “Singularity” der Blender Animation Studios.

(Bild: blender.org)

Die freie 3D-Software Blender 5.1 bringt Vulkan-Support, Raycast-Funktionen für Strahleneffekte und enge Verzahnung von Videoschnitt und Compositor.

Die Open-Source-3D-Software Blender steht ab sofort in Version 5.1 zum Download für Windows, macOS und Linux sowie als Quellcode zum Download zur Verfügung. Die neue Version kommt unter der Haube mit vollständiger Unterstützung für die Grafikschnittstelle Vulkan, kann Nodes über Blender-Instanzen hinweg transportieren und bringt den Compositor, in dem man fertige Sequenzen oder Bilder nachbearbeitet, und den Video Sequence Editor näher zusammen.

Per Raycast Strahlen verschicken

Über die neue Raycast-Node kann man beim Rendern zusätzliche Strahlen verschicken lassen, um die nähere Umgebung abzutasten. So kann man beispielsweise Strahlen beim Auftreffen auf der Haut eines Characters nach Innen schicken, um wie bei einem Röntgenbild das Skelett darzustellen. Die Funktion lässt sich auch für cartoonartige Effekte nutzen.

Blender 5.1 führt eine neue Raycast-Node ein, mit der sich beim Rendern zusätzliche Strahlen aussenden lassen, wie hier für einen Röntgen-Effekt.

Videoschnitt und Compositor synchronisiert

Blender bringt ein eigenes System zum Schneiden und Bearbeiten von Videos mit, den Video Sequence Editor (VSE). Dieser arbeitet in Version 5.1 besser mit dem anderen Bereich von Blender für die Nachbearbeitung von Videos zusammen, dem Compositor. Letzterer hat eine neue Node mit dem Namen “Sequencer Strip Info” erhalten. Sie greift auf Attribute eines Strips im VSE zu wie dessen Start- und Endzeitpunkt. Die Effekte im Compositor lassen sich auf diese Weise mit dem Videoschnitt synchronisieren. Außerdem lässt sich im Compositor ein Setup für den VSE erstellen.

Tonhöhe der Audiospur anpassen

Bei Audiospuren im VSE lassen sich jetzt die Tonhöhen anpassen. Der Effekt kann klassisch über Halbtöne gesteuert werden oder über die Angabe eines Verhältnisses, etwa dass eine Tonspur 30 Prozent tiefer klingen soll. Außerdem kann man Audiostrips jetzt einen Echoeffekt hinzufügen.

Metastrips sind im VSE Spuren, bei denen mehrere Elemente zusammengefügt wurden, etwa zwei Audiospuren. In Blender 5.1 haben Metatstrips jetzt eine übergreifende Lautstärkekorrektur, wodurch sich die gemeinsame Lautstärke aller Audiospuren auf einmal anpassen lässt.

Teleportieren in der virtuellen Realität

In Blender kann man seine Szenen auch mittels VR-Brillen ansehen. Dabei wird vielen Nutzern übel, vor allem, wenn sie sich vorwärtsbewegen. Daher hat sich eingebürgert, zu teleportieren. Für Blender 5.1 haben die Entwickler die Bedienung der Teleportfunktion mächtig aufgebohrt und an gewachsene VR-Konventionen angepasst. Jetzt macht die Software deutlich, wohin man teleportiert. Ein Widget verhindert mit einem roten Signal versehentliches teleportieren in eine Wand.

Links eine gültige Teleportvorschau mit Ziel auf dem Boden. Rechts der Versuch, sich auf die Wand zu teleportieren. Die Szene istammt aus dem Hallwyl Museum in Stockholm, erstellt von Realityscan.

Vollständiger Vulkan-Support

Bisher setzte Blender auf OpenGL als Grafikschnittstelle. In naher Zukunft wollen die Entwickler auf das modernere Vulkan wechseln und durch die Bank von besserer Performance und schnelleren Ladezeiten profitieren. Das Vulkan-Backend war bei der VR-Szenenvorschau bisher deutlich langsamer als OpenGL. In Blender 5.1 ist diese letzte Performancelücke geschlossen und Vulkan damit in allen Punkten mindestens gleichauf mit OpenGL. Daher dürfte die Grafikschnittstelle in einer der kommenden Blenderversionen zum Standard werden.

Nodes zwischen Blender-Instanzen kopieren

Viele Bereiche in Blender werden über sogenannte Nodes gesteuert. Das sind Knoten mit Funktionen, die über Eingangs- und Ausgangswerte mit anderen Knoten verbunden werden. Die dabei entstehenden Node-Trees lassen sich jetzt zwischen Blender-Instanzen per Copy & Paste in der Zwischenablage austauschen. Das funktioniert auch zwischen unterschiedlichen Arten von Node-Editoren, zum Beispiel zwischen dem Shader Editor und dem Compositor.

Das Bild zeigt einen großen Node-Tree, deren Kontenpunkte alle erdenklichen grafischen Eigenschaften steuern. In Blender 5.1 lassen sich die einzelnen Nodes über Blender-Instanzen hinweg kopieren.

Texteffekte mit Geometry-Nodes

Mit Geometry-Nodes kann man in Blender eigene Werkzeuge bauen. In Blender 5.1 wurde der Umgang mit Text deutlich verbessert. Die Node “Strings to Curves” hat dafür zahlreiche Eingangssockets bekommen. Damit kann man jetzt nahezu jeden Parameter eines Textes animieren, sei es der Zeichenabstand, die Ausrichtung oder eine Box um den Text.

Neue Volume-Grid-Nodes

Die Blender-Community hat eine Reihe neuer Nodes zum Bearbeiten von Voxel-Gittern beigesteuert. Voxel sind eine dreidimensionale Form von Pixeln, die für volumetrische Effekte genutzt werden.

Die neue Clip-Grid-Node deaktiviert alle Voxel außerhalb eines definierten Würfels. Die Node “Cube Grid Topology” hingegen erzeugt einen Würfel, in dessen Gitter alle Voxel aktiviert sind. “Grid Mean” und “Grid Median” berechnen den Mittelwert beziehungsweise Median aller Voxel in einem Gitter. Mit “Grid Dilade” und “Grid Erode” werden die aktiven Bereiche in einem Gitter verkleinert respektive erweitert. Wenn man zuerst ein Dilade, dann ein Erode durchführt, lassen sich damit Löcher im Gitter schließen.

Die Node “Grid to Points” erzeugt auf jedem aktiven Voxel eines Gitters einen Punkt. Diese Punkte lassen sich verwenden, um Instanzen von Objekten zu erzeugen. So kann etwa jeder Voxel eines Gitters als Würfel dargestellt werden, was wiederum beim Debugging von Voxelgittern hilft.


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https://www.heise.de/-11213258

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[2] mailto:akr@ct.de

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  • 17. März 2026 um 09:50

heise+ | iPad und iPhone mit Keyboard steuern: Die besten Tastenkürzel für mehr Speed

Von Heise
, Myrka – stock.adobe.com / KI / heise medien

(Bild: Myrka – stock.adobe.com / KI / heise medien)

Externe Tastaturen machen iPad und iPhone deutlich effizienter. Die wichtigsten Tastenkürzel für Multitasking, Steuerung und Textarbeit im Überblick.

Durch eine externe Tastatur fühlen sich iPads und selbst iPhones fast wie Desktop-Computer an. Mit Tastenkürzeln steuern Sie viele Funktionen effizient und beschleunigen Arbeitsabläufe spürbar – nicht nur bei der Eingabe längerer Texte. Apple dokumentiert die Kürzel allerdings nur knapp, manche sind sehr versteckt. Gerade auf dem iPhone fristen sie ein Schattendasein, dabei funktionieren viele Keyboard-Shortcuts dort ebenfalls und machen den ultramobilen Einsatz deutlich weniger frustrierend.

Tastatur verbinden

Verbinden Sie die Tastatur mit Smart Connector, USB-C-Kabel oder über Bluetooth. Für Letzteres müssen Sie die Tastatur unter Umständen einmalig in den Pairing-Modus versetzen und auf iPad oder iPhone in „Einstellungen > Bluetooth“ auswählen und damit koppeln. Bei der Verwendung externer Keyboards scheint es ratsam, unter „Einstellungen > Allgemein > Tastatur > Hardwaretastatur“ die „Auto-Großschreibung“ und „Auto-Korrektur“ abzuschalten. Den Kurzbefehl, durch zweimaliges Drücken der Leertaste einen Punkt zu setzen, lassen Sie wahlweise aktiv.

Sondertasten wie die Feststelltaste machen Sie in den Einstellungen zur Globus-Taste.,
Sondertasten wie die Feststelltaste machen Sie in den Einstellungen zur Globus-Taste.,

Sondertasten wie die Feststelltaste machen Sie in den Einstellungen zur Globus-Taste.

Unten passen Sie die Tastenbelegung unter „Sondertasten“ an. Falls Sie eine Tastatur ohne Globus-Taste besitzen, ändern Sie hier zum Beispiel die Feststelltaste (Caps Lock) auf „Globus“. Dadurch sind die Kürzel einfacher zu erreichen, wenn eine Fn-Taste auf der linken Seite fehlen sollte. Bei uns löste das obendrein das Problem, dass einzelne Befehle wie Fn + S auf einer Keychron-Tastatur nicht funktionierten.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11196101

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/hintergrund/IT-Sicherheit-Wie-Apples-Speicherschutz-MIE-funktioniert-10992812.html
[2] https://www.heise.de/tests/iPhone-17-17-Pro-17-Pro-Max-und-Air-im-Test-10663319.html
[3] https://www.heise.de/ratgeber/iOS-und-iPadOS-26-in-Action-23-Tipps-fuer-die-neuen-Apple-Systeme-10646549.html
[4] https://www.heise.de/ratgeber/iPadOS-26-So-nutzen-Sie-das-neue-Fenstersystem-auf-Apple-Tablet-10646557.html
[5] https://www.heise.de/ratgeber/macOS-26-Tahoe-auszreizen-20-Tipps-fuer-Apples-neues-System-10646553.html
[6] https://www.heise.de/ratgeber/Apple-Apps-in-iOS-26-und-macOS-26-Die-besten-Tipps-zu-den-neuen-Systemen-10652679.html
[7] https://www.heise.de/ratgeber/Apple-Intelligence-Tipps-zum-Umgang-mit-KI-in-iOS-26-macOS-26-und-Co-10652685.html
[8] https://www.heise.de/ratgeber/watchOS-26-Das-ist-neu-auf-Apples-Uhren-und-so-setzen-Sie-es-ein-10653259.html
[9] https://www.heise.de/ratgeber/tvOS-26-Viele-Tipps-zu-Apples-neuem-Apple-TV-Betriebssystem-10653255.html
[10] https://www.heise.de/ratgeber/15-Tipps-Das-neue-Apple-Mail-richtig-nutzen-10383422.html

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  • 17. März 2026 um 08:00

Störungsmeldung vom 17.03.2026 02:17

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider T-Online

Details

Beginn
17.03.2026 02:17
Region
Bad Bentheim (05922)
Provider
T-Online
Zugangsart
ADSL

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  • 17. März 2026 um 02:17

Gefahr im Schacht: Viele Aufzüge ohne Schutz gegen Hacker

Von Heise
Finger auf Knöpfen eines Aufzugs

(Bild: Pepj/Shutterstock.com)

Die Zahl der vom Tüv festgestellten Mängel an Aufzügen ist 2025 deutlich gestiegen. Wesentlicher Grund dafür sind Defizite beim Thema Cybersicherheit.

Aufzüge in Wohn- und Geschäftsgebäuden werden zunehmend digital gesteuert – und sind damit potenzielle Angriffsziele für Cyberkriminelle. Doch zu wenige Anlagen sind ausreichend dagegen geschützt, wie der Tüv-Verband in seinem aktuellen Anlagensicherheitsreport mitteilt. Demnach wiesen knapp zwei Drittel der untersuchten Aufzüge im vergangenen Jahr geringfügige Mängel auf. Das waren mehr als 4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und sogar fast 22 Prozentpunkte mehr als 2023.

Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg seien Defizite bei der Cybersicherheit, betont der Tüv. „Die Betreiber sind seit mehreren Jahren dazu verpflichtet, entsprechende Schutzmaßnahmen umzusetzen und diese zu dokumentieren“, hieß es. Fehle der Nachweis, führe das zu einem geringfügigen Mangel. „Hersteller und vor allem Betreiber sollten die Cybersicherheit [1] ernst nehmen und ihren Pflichten nachkommen.“

„Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen“

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr knapp 723.300 Aufzugsanlagen überprüft. Mehr als jeder zehnte Aufzug wies dabei sogenannte erhebliche Mängel auf. Bei 0,8 Prozent beziehungsweise 5.800 Anlagen wies der Tüv gar gefährliche Mängel auf. 3.000 dieser Aufzüge wurden unverzüglich stillgelegt, weil sie eine Gefahr für Leib und Leben darstellten.

Grund dafür waren unter anderem verschlissene Tragseile. „Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen“, teilte der Tüv weiter mit. „Deren Zahl kann mit dem bewährten Zusammenspiel von regelmäßiger Wartung durch den Betreiber, unabhängiger Prüfung und behördlicher Überwachung auf einem Minimum gehalten werden.“


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https://www.heise.de/-11213144

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[1] https://www.heise.de/thema/Cybersecurity
[2] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[3] mailto:mho@heise.de

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  • 17. März 2026 um 07:37

heise+ | Nokias Campus in Finnland entwickelt und baut neue Technik für Mobilfunknetze

Von Heise

Am neu errichteten Campus „Home of Radio“ entwickelt und baut Nokia Hard-und Software für die Mobilfunknetze der Zukunft. Ein Besuch in Oulu.

Februar 2026: Nokia lud eine Gruppe von einem Dutzend internationaler Journalisten auf ihr Testgelände „Home of Radio“ ein. Geheimsachen bekamen die Besucher natürlich nicht zu sehen, aber der Überblick liefert spannende Einblicke. Journalisten der c‘t wagten einen Blick hinter die Kulissen.

Am neu errichteten Campus entwickelt und baut die Firma Nokia Hard- und Software für die Mobilfunknetze der Zukunft. Als Teil der kritischen Infrastruktur vieler Staaten muss die Technik dabei rauen Bedingungen widerstehen. Die Nähe zum Polarkreis ermöglicht viele wirklichkeitsnahe Prüfungen. Auch sonst ist der Campus für alle nötigen Tests gerüstet. Bis hier ein fertiges Produkt vom Band rollt, sind viele Stationen nötig.

Guckt man aus den riesigen Panoramafenstern im Gebäude, möchte man, geblendet vom Licht, jenseits schneebedeckter Wälder und eisglitzernder Seen fast die Silberstreifen am Horizont erkennen, die Nokia da mit Begriffen wie AI-Supercycle und 6G-Netzwerken auf die Präsentationsfolien zeichnet.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11146268

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/hintergrund/Nokias-Campus-in-Finnland-entwickelt-und-baut-neue-Technik-fuer-Mobilfunknetze-11146268.html
[2] https://www.heise.de/tests/Prepaid-Tarife-fuer-jeden-Bedarf-im-Vergleich-10362450.html
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Neue-LEO-Satelliten-von-Almagest-AST-SpaceSail-und-Starlink-auf-dem-Markt-10277852.html
[4] https://www.heise.de/tests/Guenstige-Mobilfunk-Laufzeitvertraege-bis-30-Euro-pro-Monat-im-Vergleich-10232423.html
[5] https://www.heise.de/tests/Smartphone-Tarife-mit-mehr-als-30-Gigabyte-Datenvolumen-pro-Monat-im-Vergleich-10179652.html
[6] https://www.heise.de/tests/Mobilfunk-Prepaidtarife-mit-langer-Laufzeit-im-Vergleich-9997379.html

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  • 17. März 2026 um 07:00

Mit KI-Hardware: Nvidia erwartet bis 2027 eine Billion US-Dollar Umsatz

Von Johannes Hiltscher
Die Nachfrage nach KI -Rechenleistung ist so stark gestiegen, dass Nvidias CEO seine Umsatzprognose nach wenigen Monaten verdoppelt.
Nvidia hat seine Umsatzprognose mal eben verdoppelt - und wahrscheinlich wird es noch mehr. (Bild: Nvidia)
Nvidia hat seine Umsatzprognose mal eben verdoppelt - und wahrscheinlich wird es noch mehr. Bild: Nvidia

Eine halbe Billion US-Dollar Umsatz mit Blackwell- und Rubin-GPUs bis 2026 klangen bereits unfassbar viel. Diese Prognose von Nvidias CEO Jensen Huang ist nicht einmal ein halbes Jahr alt und bereits von der Realität überholt. Im Rahmen der Hausmesse GTC im kalifornischen Santa Clara hat Huang sie noch einmal verdoppelt.

Die alte Prognose bezog sich auf den Zeitraum von 2025 bis 2026, die neue bezieht noch das Jahr 2027 mit ein. Dennoch zeigt sie: Nvidia rechnet mit weiter steigender Nachfrage, ein Platzen der KI-Blase deutet sich also vorerst nicht an. Die Nachfrage nach KI-Rechenleistung sei so immens, dass Nvidia sie gar nicht stillen könne, so Huang. Daher sei die Prognose von einer Billion US-Dollar Umsatz auch konservativ – sie sei bereits sicher absehbar. Zwei Drittel des Umsatzes kommen dabei von Hyperscalern.

Praktisch erwartet Nvidia offensichtlich noch einmal mehr Umsatz, wird aber durch die Fertigungskapazität von TSMC begrenzt. Um mehr GPUs für Rechenzentren produzieren zu können, wurden allerdings die Fertigungskapazitäten für Consumer-GPUs reduziert . Ein wenig befreit sich Nvidia mit der Vera-Rubin-Generation allerdings von den Beschränkungen durch den langjährigen Partner: Hier kommen auch bei Samsung gefertigte LPUs zum Einsatz.

Nvidia gibt kaum noch Umsatz ab

Mit Vera Rubin hat Nvidia zudem eine Plattform geschaffen, bei der das Unternehmen die komplette Hardware für ein KI-Rechenzentrum abdeckt . Damit kann Nvidia, zumindest theoretisch, einen noch größeren Teil der Ausgaben für Hardware in seine Bilanz lenken.

Wohl deshalb warb Huang nachdrücklich für Nvidias Hardware. Sie sei nicht nur die günstigste, sondern auch die verlässlichste Plattform für KI – egal wo Kunden sie einsetzen wollten, Nvidia ermögliche es.

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  • 16. März 2026 um 22:56

Neues Vera-Rubin-System: Nvidia übernimmt das ganze Rechenzentrum

Von Johannes Hiltscher
Nvidia hat die KI-Hardware von Groq bereits voll absorbiert – das braucht mehr Platz im Rechenzentrum. Für Privatkunden gab es zumindest ein neues DLSS.
Ein Vera-Rubin-System nach Nvidias Vorstellung besteht aus 40 Racks. (Bild: Nvidia)
Ein Vera-Rubin-System nach Nvidias Vorstellung besteht aus 40 Racks. Bild: Nvidia

Nvidia hat in Santa Clara, Kalifornien, seine jährliche Hausmesse GTC 2026 abgehalten. Zu Beginn gab es einen kleinen Grund zum Feiern: Nvidias Programmierplattform Cuda (g+) wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Nvidia-CEO Jensen Huang bezeichnete die Plattform als Schwungrad, die durch sie erreichten Fortschritte hätten neue Nutzer angezogen, die wiederum neue Ideen umgesetzt hätten.

Einen Grundstein dafür habe die große Verbreitung von Cuda gelegt, das auf jeder Nvidia-Desktop-GPU läuft. Mit denen startete dann auch die Vorstellung – zwar nicht mit einer neuen Consumer-GPU-Generation, dafür aber mit DLSS 5 . Das sorgt nicht nur für schönere Bilder, sondern verändert diese deutlich: Gesichter und Texturen werden wesentlich detailreicher.

Danach wechselte der Fokus allerdings, wie zuletzt gewohnt, auf Unternehmen: Den Anfang machten zwei neue Bibliotheken zur Datenverarbeitung mittels KI, cuDF für die Arbeit mit Datenbanken sowie cuVS für die Arbeit mit unstrukturierten Daten. Gegenüber klassischer Verarbeitung mit CPUs sollen die Kosten um rund drei Viertel sinken – zumindest hätten das Beispiele von IBM, Dell und Google Cloud gezeigt.

Groq ist bereits in Vera-Rubin-Rack-System integriert

Schwerpunkt war erwartbar die Vera-Rubin-Plattform . Die integriert bereits die LPU von Groq, das Nvidia im Dezember 2025 praktisch übernommen hatte . Nvidia setzt dabei die bislang noch nicht vorgestellte dritte Generation der LPU namens LP30 ein. Gefertigt wird die bei Samsung, was die Kapazitätsengpässe bei TSMC umgeht.

Die Groq-Prozessoren sollen dabei insbesondere bei sehr großen Modellen mit Billionen Parametern den Inferenz-Durchsatz im Vergleich zu Blackwell wesentlich steigern. Damit könnten mehr Kunden bei Leading-Edge-Modellen bedient werden, laut Huang sei eine Verfünffachung des Umsatzes gegenüber Blackwell möglich. LPU und Rubin-GPU arbeiten dabei als Einheit. Die Rubin-GPUs übernehmen den rechenintensiven Prefill-Teil, bei dem die Eingabe-Tokens verarbeitet und der KV-Cache befüllt werden. Auch der Attention-Mechanismus läuft auf den GPUs.

Die LPUs hingegen übernehmen den Decode-Part, bei dem es auf hohe Speicherbandbreite ankommt. Hier werden die Gewichtsparameter benötigt, für die jede LPU 500 MByte schnellen SRAM enthält. Ein Rack mit 256 LPUs kommt dabei zwar nur auf 128 GByte RAM, dafür aber auf eine Speicherbandbreite von 40 Petabyte/s. Ein Rack mit Rubin-GPUs kommt trotz HBM4 nur auf 1,4 Petabyte/s.

Für Rubin Ultra sowie die nächste GPU-Generation Feynman sind jeweils neue LPU-Varianten – LP35 und LP40 – geplant. Die im vergangenen Jahr vorgestellte Rubin CPX (g+) , als Prefill-Beschleuniger geplant, wurde hingegen nicht mehr erwähnt. Auch gab es kaum neue Informationen zur Feynman-Generation.

Neuer CPU-Konkurrent für AMD, Ampere und Intel

Während Nvidia die Grace-CPU erst spät separat anbot , sieht dies beim neuen ARM-Prozessor Vera anders aus: Er wird auch direkt für reine CPU-Systeme angeboten. HPE etwa bietet für sein neues Cray-GX5000-System das GX240-Blade mit 16 Vera-CPUs an. In einem Rack lassen sich damit 640 CPUs unterbringen. Die CPU soll laut Nvidia die doppelte Leistung pro Watt im Vergleich zu anderen Modellen erreichen.

Nvidia selbst wird Blades mit vier Grace-CPUs anbieten. Ein Rack kommt damit auf 256 CPUs und setzt auf eine Ethernet-Bus-Bar, wodurch die manuelle Verkabelung entfällt.

Daneben bietet Nvidia mit dem CX9 auch eine eigene Storage-Lösung auf Basis von Vera-CPU und Bluefield4-NICs an. Damit kann ein komplettes Rechenzentrum nur mit Nvidia-Hardware aufgebaut werden.

Nvidias Systeme sind in den vergangenen Jahren bereits auf mehrere Racks angewachsen, mit der Vera-Rubin-Generation explodiert die Anzahl aber regelrecht. Zur CES 2026 stand Jensen Huang noch vor einem Bild mit 14 Racks, die ein Vera-Rubin-System bildeten. Zur GTC waren es jetzt 40 – was über 20 m Breite entspricht.

Allein 16 Racks sind für LPUs vorgesehen. Ausgeliefert werden sollen die Vera-Rubin-Systeme ab dem zweiten Halbjahr 2026. Anders als bei Blackwell soll diesmal alles reibungslos laufen.

Mit Rubin Ultra, dessen Tape-Out bereits erfolgt ist, steht anschließend ein komplett neu entworfenes Rack-System namens Kyber an. Die Blades enthalten weiter je vier GPUs und zwei Vera-CPUs, werden aber nun vertikal eingesetzt. Neu ist zudem, dass keine separaten Nvlink-Switches mehr verbaut werden müssen. Damit passen 144 statt bislang 72 GPUs in ein Rack, das eine Nvlink-Domain bildet.

Möglich ist das, da eine neue Mid- und Backplane eingesetzt werden. Die Mid-Plane dient dabei lediglich als Verbinder zwischen Blades und Backplane. Letztere ist die eigentliche Neuerung: Sie integriert die Nvlink-Switches. Das aktuelle Oberon-Rack-System wird Nvidia aber weiter pflegen – auch mit der kommenden GPU-Generation Feynman. Zu der wurde mit Rosa auch eine neue CPU-Generation angekündigt.

Optisches Scale-up kommt

Bei Rubin kann Oberon mit optischem Nvlink genutzt werden, um 576 GPUs in einer Scale-up-Einheit zu verbinden. Bei Feynman sollen mittels Co-Packaged Optics und Kyber-Racks 1.152 GPUs als Scale-up-Domain verbunden werden können.

Nicht fehlen durfte selbstverständlich auch ein Disney-Roboter – nach einem Star-Wars-Droiden diesmal Schneemann Olaf aus Frozen.

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  • 16. März 2026 um 22:28

Keynote: Mehr Tokens, schnellere KI-Hardware und autonomes Fahren

Von Peter Steinlechner
Nvidia Nvidia-Chef Jensen Huang hat Fabriken für Tokens, neue Systeme rund um Vera Rubin sowie Software, Roboter und autonome Autos vorgestellt.
Nvidia-Chef Jensen Huang stellt auf der GTC 2026 neue Hardware vor (Bild: Bild: Nvidia / Screenshot: Golem)
Nvidia-Chef Jensen Huang stellt auf der GTC 2026 neue Hardware vor Bild: Bild: Nvidia / Screenshot: Golem

Schon sehr früh macht Nvidia-Chef Jensen Huang in seiner Keynote auf der GTC 2026 klar, worum es seiner Firma inzwischen eigentlich geht: nicht mehr nur um Chips, sondern um eine komplette KI-Infrastruktur. "Wir sprechen über Technologie, wir sprechen über Plattformen" , sagt Huang gleich zu Beginn.

Nvidia habe inzwischen drei große Plattformen aufgebaut: CUDA-X für Software, integrierte Systeme für Rechenzentren und nun auch sogenannte "AI Factories" .

Diese Idee zieht sich durch die gesamte Präsentation: schnellere Inferenz, neue Rechenzentren als Token-Fabriken, eine neue Systemgeneration namens Vera Rubin, Agenten-Software mit OpenCLAW und am Ende auch neue Grafiktechnik wie DLSS 5.

Der wichtigste Punkt der Präsentation ist jedoch kein einzelnes Produkt, sondern Huangs Erklärung, warum Nvidia seine Plattform so stark erweitert. KI habe sich in kurzer Zeit von generativ über schlussfolgernd zu agentisch entwickelt.

Aus Systemen, die Texte oder Bilder erzeugen, würden Systeme, die selbst Aufgaben erledigen. Huang beschreibt das als "Inference Inflection" , also den Moment, in dem die Nachfrage nach KI-Inferenz explodiert.

Die dafür benötigte Rechenleistung sei in zwei Jahren grob um das Zehntausendfache gestiegen. Zusammen mit der deutlich höheren Nutzung ergebe sich allerdings gefühlt sogar eine Million mal mehr Bedarf.

Etwas konkreter wird Huang beim Kern der Show: Nvidia baut seine KI-Systeme von Blackwell in Richtung der nächsten Plattformgeneration Vera Rubin aus. Blackwell mit NVLink-72-Architektur ist laut Huang derzeit der wichtigste Motor für Inferenz-Workloads.

Vera Rubin soll die nächste Stufe für agentische KI werden. Laut Nvidia handelt es sich dabei um ein vollständig integriertes, flüssiggekühltes Rack-System mit neuer CPU-Architektur, neuem Storage-Stack und der sechsten Generation von NVLink.

Im Vorfeld der Präsentation hatte Nvidia diese Strategie auch in einem Pre-Briefing erläutert, an dem Golem teilgenommen hat. Dort erklärte das Unternehmen, dass künftig nicht einzelne Beschleuniger entscheidend seien, sondern komplette Systeme aus GPU, CPU, Netzwerk, Speicher und Software.

Deshalb spricht Huang auf der Bühne fast durchgehend über Racks und Rechenzentren statt über einzelne Chips.

Massiver Kostenvorteil angestrebt

Huang begründet das mit einem Begriff, den Nvidia inzwischen häufig verwendet: Rechenzentren seien die schon genannten "AI Factories" , also Fabriken für Tokens. In diesem Modell zählt nicht nur die rohe Leistung der Hardware, sondern vor allem, wie viele nutzbare Tokens ein Rechenzentrum erzeugen kann.

Deshalb betont Huang mehrfach, Nvidia wolle die "niedrigsten Kosten pro Token" liefern. In seinem Beispiel soll Blackwell den möglichen Umsatz einer solchen KI-Fabrik verfünffachen, Vera Rubin anschließend noch einmal deutlich steigern. Für Nvidia ist das weniger eine klassische Hardware-Roadmap als ein neues Geschäftsmodell für KI-Rechenzentren.

Neu ist außerdem die Verbindung von Vera Rubin mit Groq-Technik. Nvidia spricht hier von Dynamo als Software-Schicht, die Inferenz-Workloads aufteilt: hoher Durchsatz auf Nvidia-Hardware, besonders latenzkritische Token-Generierung auf Groq-Systemen.

Laut Huang könne das bei bestimmten Inferenz-Workloads eine "35-fache Leistungssteigerung" bringen. Für das Groq-LPX-System nennt Huang sogar einen groben Zeitplan: Es sei bereits in Produktion und werde in der zweiten Jahreshälfte 2026 ausgeliefert.

Für Vera Rubin nennt Huang keinen konkreten Starttermin, betont aber, das Sampling laufe "unglaublich gut" und ein erstes Rack sei bereits bei Microsoft Azure installiert worden.

Neben Hardware nimmt auch Software viel Raum ein. Nvidia kündigt mit OpenCLAW ein Open-Source-Framework für agentische Systeme an. Huang beschreibt es als "Betriebssystem für agentische Computer" .

Mit Nemo Claw soll es zusätzlich eine unternehmenstaugliche Referenzplattform geben, inklusive Sicherheitsmechanismen, Richtlinienverwaltung und Datenschutz-Komponenten.

Die Idee dahinter: KI-Agenten sollen nicht nur Antworten generieren, sondern aktiv mit Dateien, Tools und internen Daten arbeiten können. Einen konkreten Veröffentlichungstermin nennt Nvidia dafür noch nicht.

Auch autonome Fahrzeuge spielen für Nvidia eine wichtige Rolle. Huang bezeichnet sie als eines der ersten großen Beispiele für "Physical AI", also KI-Systeme, die direkt in der realen Welt handeln. Nvidia kombiniert dafür Training in Rechenzentren, Simulation mit Omniverse sowie spezielle Fahrzeugplattformen.

Ziel ist es, Fahrmodelle zunächst in riesigen virtuellen Umgebungen zu trainieren und anschließend im Fahrzeug auszuführen. Hersteller und Entwickler könnten so Milliarden Testkilometer simulieren, bevor Fahrzeuge auf die Straße kommen.

Für Nvidia ist das ein weiteres Beispiel dafür, wie dieselbe KI-Infrastruktur – von Simulation bis Inferenz – in ganz unterschiedlichen Branchen eingesetzt werden kann.

In der Keynote nennt Huang dabei auch neue Automobilpartner für Nvidias Plattform. Dazu gehören BYD, Hyundai, Nissan und Geely. Diese Hersteller schließen sich bestehenden Partnern wie Mercedes-Benz, Toyota und General Motors an.

Ein weiterer Schwerpunkt der Keynote ist die Weiterentwicklung von CUDA; die GPU-Plattform wird dieses Jahr 20 Jahre alt. Huang bezeichnet die Bibliotheken von CUDA-X als "die Kronjuwelen" von Nvidia.

Schlussworte mit Olaf dem Schneeman

Neue Versionen sollen insbesondere Datenverarbeitung beschleunigen: strukturierte Daten etwa mit cuDF, unstrukturierte Daten mit cuVS. Als Beispiele nennt Huang Plattformen wie IBM Watsonx.data, Dells AI Data Platform sowie Googles BigQuery und Vertex AI.

Daneben zeigt Nvidia erneut seine Strategie für sogenannte Physical AI. Plattformen wie Isaac Lab, Newton, Cosmos und Groot sollen eine gemeinsame Infrastruktur für Robotik, autonome Fahrzeuge und industrielle Systeme bilden.

Huang zeigt dabei auch Beispiele aus der Unterhaltungsindustrie: Mit Hilfe von Simulation und Reinforcement Learning lassen sich etwa animierte Figuren in echte Roboter übersetzen – etwa Disneys Schneemann Olaf aus dem Kinofilm Frozen.

Olaf ist als physische Figur mit KI und Robotik am Schluss der Keynote über die Bühne gelaufen und hat auf Huang reagiert. Der Nvidia-Chef beschreibt diese Entwicklung als nächsten Schritt, bei dem KI nicht nur digitale Inhalte erzeugt, sondern Maschinen in der realen Welt steuert.

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  • 16. März 2026 um 22:21

Das Ende der Nerds? Wie KI das Programmieren neu erfindet

Von Thomas Pany
Schmaler Typ mit Nerd-Brille vor einer Tafel, die ihm Muskeln aufmalt

Bild: Shutterstock.com

Programmieren wird zum Dialog mit KI-Systemen. Die Produktivität steigt – doch auch die Angst vor Jobverlust und einer neuen Hierarchie im Tech-Beruf.

Es geht eine neue Unruhe durch eine Branche, die jahrzehntelang als sicher galt und glänzende Karrieren versprach. Programmierer und Softwareentwickler waren lange gesuchte Fachkräfte, oft rarer als es die digitalisierungsgetriebenen Wünsche der Unternehmen erlaubten.

Nun rollt mit der KI die nächste große Veränderungswelle heran. Nachrichten berichten von Entlassungen, von Vorsicht bei Neueinstellungen und von wachsender Unsicherheit unter Nachwuchskräften.

Was müssen Programmierer künftig noch können, um gefragt zu bleiben? Wer sich anschaut, wie Clive Thompson in der New York Times [1] die neue Welt des Programmierens beschreibt, bekommt den Eindruck, dass hier mehr geschieht als nur ein weiterer Technologieschub. Es ist ein tiefer Rollenwechsel, den man mit der Frage: "Ist das jetzt das Ende der Nerds" überschreiben könnte.

Ein bezeichnender Auszug:

"In den 2000er‑ und 2010er‑Jahren abstrahierten Entwickler immer mehr Routinearbeit. Trafen sie auf eine mühsame Aufgabe, automatisierten sie sie und stellten den Code oft als Open Source zur Verfügung. Ein großer Teil moderner Software entsteht, indem Entwickler viele bereits vorhandene Codebausteine miteinander kombinieren.

Mit KI steigen Programmierer jedoch auf eine noch höhere Abstraktionsebene. Sie beschreiben in normaler Sprache, was ein Programm tun soll, und Agenten übersetzen diese menschliche Absicht in Code. Was bleibt also noch übrig?

Oder, wie Boris Cherny, der Leiter von Claude Code, es ausdrückte: ‚Was ist eigentlich Berechnung — was ist Programmieren?‘ Dann fügte er hinzu: ‚Man kann ziemlich schnell ziemlich philosophisch werden.‘"

Die Zeitersparnis durch K ist für Programmierer enorm, so der Zeitungsbericht. Doch bleibe die Frage: Was passiert mit einem Beruf, wenn Maschinen ihn besser können?

Von Zeile für Zeile zum Gespräch mit der Maschine

Programmieren war immer ein Handwerk. Man lernte Sprachen wie Python oder JavaScript, tippte Code, suchte Fehler, korrigierte sie – oft tagelang. Jetzt ändert sich das grundlegend. KI-Werkzeuge wie GitHub Copilot oder Claude Code schreiben Code, den Menschen nur noch prüfen und anpassen müssen.

"Programmieren wird zu einem Gespräch", schreibt Clive Thompson, der für seinen ausführlichen Bericht über 70 Entwickler bei Google, Amazon, Microsoft und Start-ups interviewt hat. Entwickler beschreiben der KI, was sie wollen – in normaler Sprache. Die KI setzt es um. Der Mensch wird zum Architekten, nicht mehr zum Bauarbeiter.

Boris Cherny, Leiter von Claude Code bei Anthropic, hat selbst als Teenager noch in Assembly programmiert, einer extrem komplizierten Sprache. Heute diktiert er seiner KI per Smartphone, was sie tun soll. "Ich habe keine einzige Zeile mehr von Hand geschrieben", sagt er der New York Times.

"Es ist eine fremde Intelligenz, mit der wir lernen zu arbeiten."

Produktivität steigt – aber nicht überall gleich

Drei große Experimente mit knapp 5.000 Entwicklern bei Microsoft, Accenture und einem anonymen Elektronikkonzern zeigen: KI macht Programmierer produktiver. Im Schnitt steigt die Zahl erledigter Aufgaben um 26 Prozent, so eine Studie von Kevin Zheyuan Cui und Kollegen [2].

Doch die Zahlen variieren stark. In Start-ups, wo neue Projekte entstehen, berichten manche Entwickler von einer zehn- bis hundertfachen Produktivitätssteigerung. Bei Großkonzernen wie Google liegt der Gewinn nur bei etwa zehn Prozent [3]. Der Grund: Dort geht es weniger ums Schreiben neuen Codes, sondern ums Verstehen alter, komplexer Systeme.

Die Studie von Cui zeigt, bemerkenswerterweise hatten weniger erfahrene Entwickler höhere Akzeptanzraten und größere Produktivitätszuwächse.

Zwischenüberschrift: Einstiegsjobs verschwinden

Das Karriereportal Handshake [4] berichtet: Die Zahl der Stellenanzeigen für Absolventen ist 2025 um 15 Prozent gesunken. Gleichzeitig sei die Zahl der Arbeitgeber, die KI in Stellenanzeigen erwähnen, in zwei Jahren um 400 Prozent gestiegen.

Informatik-Studenten spüren das. 70 Prozent der Absolventen 2026 sagen laut Handshake, dass sie pessimistisch in die Zukunft blicken. Fast 30 Prozent würden heute ein anderes Fach wählen [5], wenn sie könnten.

Wer nutzt KI zum Programmieren?

Anthropic [6], die Firma hinter Claude, hat untersucht, wer ihre KI nutzt. Das Ergebnis: Vor allem Start-ups setzen auf KI-Agenten wie Claude Code. 33 Prozent der Nutzung entfällt auf Start-ups, nur 13 Prozent auf große Unternehmen.

Start-ups nutzen KI auch anders. 79 Prozent der Gespräche mit Claude Code sind "Automatisierung" – die KI erledigt Aufgaben selbstständig. Bei Claude.ai, der Standard-Version, sind es nur 49 Prozent. Das zeigt: Je spezialisierter die KI, desto mehr übernimmt sie.

Auch die Art der Aufgaben ändert sich. Entwickler nutzen KI vor allem für Frontend-Entwicklung – also für Benutzeroberflächen und Webseiten. Sprachen wie JavaScript, HTML und CSS dominieren. Das sogenannte Vibe-Coding wird beliebter: Man beschreibt, was man will, und die KI baut es.

Massenentlassungen in der Tech-Branche

Die Zahlen sind eindeutig. Laut Challenger, Gray & Christmas [7] haben Unternehmen 2025 über 806.000 Stellen abgebaut – so viele wie seit 2020 nicht mehr. Davon entfielen 89.000 auf die Tech-Branche, ein Plus von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Seit 2023 wurden über 27.000 Jobs direkt wegen KI gestrichen. Microsoft hat im Frühsommer letzten Jahres 9.000 Stellen abgebaut, darunter viele in der Xbox-Sparte [8]. Das Unternehmen begründet die Kürzungen mit "organisatorischen Veränderungen " und der Notwendigkeit, in einem "dynamischen Markt " zu bestehen.

CBS News [9] berichtet: KI ist einer der fünf Hauptgründe für Entlassungen 2025. Doch andere Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle: Zinsen, Inflation, Handelskonflikte.

Nerds werden zu Managern

Die Kultur des Programmierens ändert sich. Früher galt: Wer gut programmiert, ist introvertiert, sitzt allein vor dem Bildschirm und tippt Code. Heute müssen Entwickler ständig mit KI kommunizieren. "Programmieren wird dialogischer", sagt Anil Dash, ein langjähriger Entwickler, der New York Times.

Das sei ironisch. Denn viele wurden Programmierer, weil sie nicht reden wollten. Jetzt müssen sie ständig mit einer Maschine sprechen – und sie manchmal sogar anschreien, damit sie gehorcht.

Entwickler werden zu Managern von KI-Agenten. Sie entwerfen Systeme, prüfen Vorschläge, experimentieren. Das Handwerk verschwindet?

Wird Programmieren demokratisiert?

Es gibt auch eine optimistische Lesart. Wenn Programmieren einfacher wird, könnten mehr Menschen Software erstellen. Das sogenannte "Jevons-Paradox [10]" besagt: Wenn etwas günstiger wird, wird es mehr genutzt.

Ein Beispiel: Ein Manager einer Druckerei in Paris hat mit ChatGPT eine App gebaut, die Bilder für Drucker vorbereitet. Er kann kein Python. Aber die KI konnte es für ihn. "Ich habe keine Ahnung, wie der Code funktioniert", sagt er der New York Times [11].

Solche Fälle könnten zunehmen. Mehr Menschen könnten kleine Programme schreiben – ohne jemals Programmieren gelernt zu haben. Das würde die Zahl der Gelegenheitsprogrammierer erhöhen.

Was kommt als Nächstes?

Die Zukunft des Programmierens ist offen. Wird der Mensch weiter gebraucht? Oder wird KI irgendwann alles selbst machen? Werden Entwickler nur noch Aufseher sein, die Maschinen kontrollieren?

Eine Studie zeigt: KI hilft vor allem bei neuen Projekten. Bei alten, komplexen Systemen ist sie weniger nützlich. Doch KI wird besser. Und wenn sie besser wird, könnte sie auch alte Systeme verstehen.

Das CompTIA Tech Jobs Report [12] meldet: Im Juni 2025 wurden 90.000 neue Tech-Jobs geschaffen. Die Arbeitslosenquote in Tech-Berufen liegt bei 2,8 Prozent. Das klingt gut. Doch die Frage ist: Wie lange noch?

Die New York Times zitiert Thomas Ptacek, einen Entwickler aus Chicago zu den Auseinandersetzungen zwischen den Entwicklern, die KI lieben, und denen, die sie hassen: "Es ist ein Bürgerkrieg." Er sei da in der Mitte. Laut Ptacek machen sich die Verweigerer etwas vor, wenn sie behaupten, KI funktioniere nicht gut und könne auch nicht gut funktionieren.

"LLMs werden beim Programmieren gewinnen“, sagt er. Möglicherweise bedeute das schlechte Berufsaussichten.


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https://www.heise.de/-11212482

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.nytimes.com/2026/03/12/magazine/ai-coding-programming-jobs-claude-chatgpt.html
[2] https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=4945566
[3] https://www.nytimes.com/2026/03/12/magazine/ai-coding-programming-jobs-claude-chatgpt.html
[4] https://joinhandshake.com/research/economic-research/labor-market-retro-january-2026/).
[5] https://joinhandshake.com/blog/network-trends/class-of-2026-spotlight-computer-science/
[6] https://www.anthropic.com/news/impact-software-development
[7] https://www.challengergray.com/blog/summer-lull-ends-july-job-cuts-spike-tech-ai-tariffs-blamed/
[8] https://apnews.com/article/microsoft-layoffs-xbox-f44079957b12370f72e24edebe9fcc6b
[9] https://www.cbsnews.com/amp/news/ai-jobs-layoffs-us-2025/
[10] https://www.nytimes.com/2026/03/12/magazine/ai-coding-programming-jobs-claude-chatgpt.html
[11] https://www.nytimes.com/2026/03/12/magazine/ai-coding-programming-jobs-claude-chatgpt.html
[12] https://www.comptia.org/en-em/about-us/news/press-releases/Tech-hiring-activity-outpaces-expectations-CompTIA-Tech-Jobs-Report-finds/

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  • 16. März 2026 um 14:46

Straße von Hormus: Großbritannien setzt auf Drohnen statt Kriegsschiffe

Von Matthias Lindner
Seemine schwimmt im Meer. Im Hintergrund ist ein Kriegsschiff zu sehen.

(Bild: FOTOGRIN / Shutterstock.com)

Der Iran bedroht die wichtigste Ölroute der Welt. Großbritannien will mit autonomen Drohnen Seeminen räumen – statt Kriegsschiffe zu entsenden.

Die Straße von Hormus ist für alle Länder gesperrt, die dem Iran nicht freundlich gesonnen sind. Das hat die Regierung in Teheran mehrfach erklärt und mit Angriffen auf Tanker und andere Schiffe unterstrichen.

Die US-Regierung, die den völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran gestartet hat, scheint weitgehend ratlos. Gemeinsam mit anderen westlichen Regierungen sucht US-Präsident Donald Trump nach Lösungen – und droht mit einer "sehr schlechten Zukunft" für die Nato [1].

Großbritannien möchte helfen, aber dabei auch einen eigenen Weg gehen: Statt konventionelle Kriegsschiffe zu schicken, will London autonome Drohnen [2] einsetzen, um Seeminen zu räumen und die Schifffahrt zu sichern.

Washington macht Druck – London zögert

US-Präsident Donald Trump forderte am Wochenende mehrere Staaten öffentlich auf, Marinekräfte in die Region zu verlegen. Großbritannien, Frankreich, Japan und weitere Länder sollten Schiffe entsenden, um die Durchfahrt für Öltanker zu gewährleisten.

In London stößt dieser Appell jedoch auf Vorbehalte. Britische Regierungsvertreter halten den Einsatz großer Kriegsschiffe in einer aktiven Konfliktzone für riskant – zu groß sei die Gefahr, die Spannungen weiter anzuheizen.

Premierminister Keir Starmer telefonierte zwar am Sonntagabend mit Trump, doch eine klare Zusage für Marinekräfte blieb laut [3] The Times aus.

Ölpreis explodiert – Verbraucher spüren die Folgen

Die wirtschaftlichen Folgen der Krise treffen Verbraucher weltweit bereits spürbar. Durch die Straße von Hormus [4] fließen rund 20 Prozent des globalen Ölangebots. Seit der Blockade hat sich der Rohölpreis nahezu verdoppelt und liegt mittlerweile über 100 US-Dollar pro Barrel.

An den Tankstellen schlägt sich das in deutlich höheren Spritpreisen [5] nieder – sowohl in den USA als auch in Großbritannien und Deutschland. Wirtschaftsexperten befürchten, dass dauerhaft hohe Energiekosten die Inflation anheizen und das Wachstum bremsen könnten.

Starmer kündigte [6] deshalb Soforthilfen für britische Haushalte an und betonte, ein Ende des Konflikts sei der wirksamste Hebel gegen steigende Lebenshaltungskosten.

Autonome Systeme als Alternative zur Flotte

Londons Antwort auf die Krise setzt auf Technologie. Energieminister Ed Miliband bestätigte, dass die Regierung den Einsatz von Drohnen zum Minenräumen aktiv prüfe.

Diese unbemannten Systeme arbeiten, indem sie die akustischen und magnetischen Signale großer Schiffe simulieren – Seeminen detonieren dadurch kontrolliert, ohne dass Besatzungen in Gefahr geraten.

Die Royal Navy betreibt bereits mehrere solcher Drohnentypen, von denen sich einige in der Golfregion befinden sollen.

Ferner erwägt London den Einsatz von Abfangdrohnen [7], die ursprünglich gemeinsam mit der Ukraine zur Bekämpfung iranischer Kampfdrohnen entwickelt wurden. Diese Systeme laufen bereits in großer Stückzahl vom Band und könnten Handelsschiffe vor Luftangriffen schützen.

Britische Marine am Limit

Der technologische Ansatz hat auch einen praktischen Grund: Die Royal Navy kann laut The Times derzeit kaum konventionelle Kräfte in den Golf verlegen. Ihr einziges Minenabwehrschiff in der Region kehrte kurz vor Ausbruch der Krise nach Großbritannien zurück – ein Schritt, den der erfahrene Konteradmiral Neil Morisetti als schweren Fehler bezeichnete.

Von sechs Zerstörern der Flotte gelten nur drei als einsatzbereit, und der nächste verfügbare benötigt über eine Woche, um das Einsatzgebiet zu erreichen.

Auf der anderen Seite des Konflikts verfügt der Iran laut westlichen Geheimdienstschätzungen über Tausende Seeminen – genug, um die Meerenge über einen längeren Zeitraum für den internationalen Schiffsverkehr gefährlich zu machen.


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[1] https://www.heise.de/tp/article/Iran-Krieg-Trump-droht-Nato-mit-sehr-schlechter-Zukunft-11212062.html
[2] https://www.heise.de/tp/article/Der-lautlose-Umbruch-Autonome-Unterwasserdrohnen-gegen-die-alte-Marinewelt-11180405.html
[3] https://www.thetimes.com/uk/defence/article/iran-war-uk-strait-of-hormuz-gqtc3qwv9
[4] https://www.heise.de/tp/article/Iran-sperrt-Strasse-von-Hormus-Schlagader-der-Weltwirtschaft-blockiert-11194160.html
[5] https://www.heise.de/tp/article/Erdoel-Krise-Spritpreise-koennten-auf-2-50-Euro-und-mehr-steigen-11205574.html
[6] https://www.theguardian.com/world/2026/mar/15/uk-plans-minesweeping-drones-help-reopen-strait-hormuz
[7] https://www.heise.de/tp/article/Geran-5-Russlands-Antwort-auf-ukrainische-Abfangdrohnen-11144340.html

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  • 16. März 2026 um 14:45

WM 2026: Fußball im Schatten des Krieges

Von Luca Schäfer
Jahreszahl 2026 mit einem Fußball im Vordergrund in einem Stadion

Die Fußball-WM 2026 wird unter anderem in den USA ausgetragen

(Bild: LumoNest/Shutterstock.com)

Pässe, Profit, Propaganda: Mit dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko steht ein sportliches Großereignis vor der Tür – wer gewinnt bei dieser WM wirklich?

Sicherheitsbedenken auf der einen, Kritik am US-israelischen Krieg auf der anderen Seite – die iranische Fußballnationalmannschaft wird trotz erfolgreicher Qualifikation aller Voraussicht nach nicht an der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada teilnehmen [1].

Sportminister Ahmad Donyamali [2] verdichtete die Gerüchte: Angesichts "bösartiger Maßnahmen" gegen sein Land, zweier aufgezwungener Kriege, so der ehemalige iranische Parlamentsabgeordnete, und mehrerer Tausend Toter sehe er [3] "definitiv keine Möglichkeit" zur Teilnahme.

Nahezu zeitgleich blies US-Präsident Donald Trump in dasselbe Horn: Er halte [4] eine iranische Teilnahme für unangemessen, schob absurde Sicherheitsbedenken vor – um im selben Atemzug zu verkünden, der Iran sei "grundsätzlich willkommen". Zuvor hatte Fifa-Präsident Gianni Infantino – mit Verweis auf Trumpsche Zusicherungen – genau dies versprochen.

Die Posse bringt eine überfällige Debatte auf die Tagesordnung: Der Iran hätte alle Vorrundenspiele in Seattle oder Los Angeles ausgetragen – als Gast in einem Staat, der offen Krieg gegen ihn führt, den venezolanischen Präsidenten entführte und dutzende Verstöße gegen internationale Rechtsnormen allein 2026 sein Eigen nennen darf. Zeit für eine Absage der Weltmeisterschaft der Fußball-Millionäre?

Rekord-Weltmeisterschaft

Es soll eine WM der Superlative [5] werden: erstmals 48 Mannschaften, drei Gastgeberstaaten, erwartete 6,5 Millionen Besucher vor Ort. 16 Stadien, teils 4.000 Kilometer voneinander entfernt – ein ökologischer Albtraum –, 104 Spiele über vier Zeitzonen.

Fifa-Präsident Gianni Infantino versprach [6]104 "Super Bowls" und sechs Milliarden Gesamtzuschauer. Im Petrostaat Katar waren vor vier Jahren fünf Milliarden erreicht worden. Höher, größer, weiter, unterhalb dieser Maxime ist der gigantomanische Fußball-Zirkus weder für die Fifa noch für die Trump-Administration von Interesse.

Neben der geopolitischen Dimension droht der Weltmeisterschaft jedoch im Land des aktuellen Fifa-Friedenspreisträgers [7] Trump auch auf anderen Ebenen Ungemach: US-Kongressabgeordnete kritisieren [8] maßlos überhöhte Ticketpreise – mit bis zu vierstelligen Eintrittspreisen drohen leere Ränge oder ein sozial-elitäres Happening.

Zudem wurde kürzlich bekannt [9], dass die Fifa das Sicherheits- und Organisationsbudget um 100 Millionen Dollar kürzt, was Fragen zur reibungslosen und sicheren Durchführung neu entfachte [10]. Nicht zuletzt, da in Mexiko Drogenkartell-Konflikte dutzende Todesopfer fordern [11] – in der Austragungsregion Jalisco soll nun das Militär für Sicherheit sorgen.

Volkswirtschaftliche Wette

Washington erhofft auch wirtschaftlich Großes: Eine gemeinsame Fifa-Wto-Studie prognostiziert [12] 40,9 Milliarden US-Dollar Zusatzeinnahmen, 17,2 Milliarden BIP-Beitrag und 185.000 temporäre Jobs. Insbesondere die amerikanischen Großstädte sollen kurz- wie langfristig profitieren [13].

Dies erscheint reichlich optimistisch, denn die historische Bilanz ist ernüchternd: Die WM 2010 in Südafrika hinterließ teure Geisterstadien – man baute große Stadien ohne folgendes Nutzungskonzept oder eine geeignete nationale Liga, Athen zahlte alleine [14] für Olympia 2004 rund 7,5 Milliarden Euro – ein Faktor, der zur späteren Staatsschuldenkrise beitrug. Teure Olympia-Sportstätten seien in Griechenland seitdem "Symbole des Niederganges" [15].

Laut einer Oxford-Studie übersteigen [16] Olympische Spiele die kalkulierten Kosten im Schnitt um 172 Prozent, für den Fußball-Zirkus existiert eine derartige Studie nicht, es darf jedoch Vergleichbares vermutet werden. Bei vergangenen Weltmeisterschaften lag die durchschnittliche Rendite für Gastgeber bei Minus Einzige verlässliche Ausnahme, dank Knebelverträge [17]und niedriger, eigener Kosten, die Fifa selbst.

Alleine in Katar verdiente [18] der Fußball-Ausrichter rund 5 Milliarden US-Dollar – im gesamten Zyklus (2018 bis 2022) mehr als 7 Milliarden. Die Herren-Weltmeisterschaft sind der Gold-Esel und, dank Merchandising, Lizenzen und primär TV-Rechten, eine Geld-Druckmaschine. Für die ausrichtenden Staaten bleiben oft insbesondere Kosten über, aktuell veranschlagen [19] alleine die Vereinigten Staaten für die viel diskutierte Sicherheit 625 Millionen US-Dollar.

Repression als Rahmenprogramm

Menschenrechtsorganisationen schlagen zudem bereits im Vorfeld kritische Töne an.

Amnesty International sieht [20] soziale und Minderheitenrechte gefährdet: pauschale Einreiseverbote stigmatisierter Personengruppen – von Hooligans bis zu muslimischen Gemeinschaften, verschärfte Einwanderungspolitik, Social-Media-Überwachung sowie erhöhte Risiken für LGBTQ-Personen und freie journalistische Arbeit.

Denkbar ist zudem eine soziale Verdrängung: zu Olympia in Paris wurden Obdachlose und sozial Schwache oftmals an Stadtränder verbracht [21]. Das Business and Human Rights Resource Centre sieht [22] zudem erhöhte Risiken für Arbeitsrechtsverletzungen im Baugewerbe und Sicherheitsbereich, in den Stoßzeiten sowie in der letzten Druckphase der Baumaßnahmen dürften gesetzliche Vorschriften bewusst unterlaufen werden.

Mexiko mobilisiert [23] für seinen WM-Teil 100.000 Soldaten, Militärjets und Drohnen – "Plan Kukulkan" [24] lässt eher an Ausnahmezustand als an ein Fußballfest denken. Bis dato forderte [25] der blutige Konflikt nach der Tötung des mächtigen Kartelboss "El Mencho" alleine über 70 Tote – Mannschaften und Fans, so beteuert die Regierung Sheinbaum hingegen, seien geschützt und könnten sorgenfrei anreisen.

Doch der Krieg gegen die Kartelle ist offen und in manchen Regionen regieren die Narcos – ist Mexiko-Stadt entfernt und machtlos. Der Fußballverband hat keinen Plan B: mit drei Austragungsorten und dem Eröffnungsspiel im Azteken-Stadion der Hauptstadt ist das Land ein integraler Show-Bestandteil und wäre eine ideale Bühne für Terror wie Drogengegengewalt.

Das mexikanische Rahmenprogramm riecht, noch extremer als bislang weltweit bekannt, nach Militarismus. Die existierenden sozialen Probleme werden durch keine der angekündigten Maßnahmen adressiert oder gelindert.

Geopolitik der Großveranstaltungen

Volkswirtschaftliche Wunder können, wie dargestellt, kaum als Treiber der US-Agenda gelten – die Gründe liegen im Bereich der Soft Power. Sportwashing ist tradiert: Russland 2018, Katar 2022, Peking 2022 – mediale Aufmerksamkeit erzeugt kulturelle Sympathien und poliert [26] Images auf.

Für Washington gilt jedoch ein entscheidender Unterschied: Kein bisheriges Gastgeberland führte zum Zeitpunkt der Spielen einen derart offen regelbrüchigen Krieg wie die USA heute.

Es geht somit nicht nur um internationale Imagepflege – die ist beim Primat des Faustrechts nebensächlich –, sondern um Ablenkung, um nette Bilder vor einer mörderischen Fassade, um Brot und Spiele. Die soziale Schieflage der Staaten schreit zum Himmel, die politische Klasse klammert sich per Kriegsoptionen am letzten Strohhalm der Verhinderung des eigenen Abstieges.

Sollten US-Bodentruppen bis zum Sommer in den Iran einmarschieren, wäre die Lage heute von 1980 – dem Jahr des Olympia-Boykotts gegen die Sowjetunion – kaum noch zu unterscheiden. Doch gäbe es eine internationale Reaktion? Wohl kaum, westliche Hybris und Hochmut decken sich gegenseitig. Das deutsche Sommermärchen war höchstwahrscheinlich gekauft [27], das diesjährige blutbesudelt.

Die Fußball-WM 2026 wird eine Weltmeisterschaft der Schande. Russland bleibt ausgeschlossen, der Iran wird wahrscheinlich nicht antreten – während die USA den Gastgeber stellen und Israel, wäre es nicht an Norwegen und Italien sportlich gescheitert, hätte teilnehmen dürfen. Fifa-Proporz, Trump-Friedenspreis, Iran-Ausladung, Fußball im Kriegsstaat, US-Geopolitik von Palästina bis Kuba – Gründe genug, den Fernseher auszulassen.


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[1] https://www.srf.ch/sport/fussball/fifa-wm-2026/wegen-angriff-der-usa-irans-sportminister-schliesst-wm-teilnahme-aus
[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Donyamali
[3] https://news.sky.com/story/trump-says-iran-welcome-to-play-in-world-cup-fifa-boss-13518094
[4] https://apnews.com/article/trump-world-cup-soccer-iran-e122ed266115de6ff2b6a7d82e9a641a
[5] https://www.sportsbusinessjournal.com/Articles/2025/06/13/fifas-infantino-claims-2026-world-cup-is-equivalent-of-104-super-bowls/#:~:text=FIFA%20President%20Gianni%20Infantino%20has%20claimed%20that,young%20players%20to%20pick%20up%20a%20ball
[6] https://www.nytimes.com/athletic/6823244/2025/11/28/is-the-world-cup-really-the-equivalent-of-104-super-bowls/
[7] https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/das-ist-ihr-preis-trump-erhaelt-fifa-friedensauszeichnung,V4Wo3nG
[8] https://www.reuters.com/sports/soccer/us-lawmakers-urge-fifa-lower-2026-world-cup-ticket-prices-2026-03-11/
[9] https://www.reuters.com/sports/soccer/report-fifa-cuts-operating-budget-by-more-than-100m--flm-2026-03-11/
[10] https://www.reuters.com/sports/soccer/fifa-cuts-operating-budget-by-more-than-100m-2025-05-01/
[11] https://apnews.com/article/mexico-president-sheinbaum-world-cup-security-violence-jalisco-4176aa4ea1aacb24b90837b4fd891424
[12] https://grassroots.fifa.com/organisation/media-releases/fifa-wto-study-estimates-usd-47-billion-economic-output-from-fifa-club-world
[13] https://partnersrealestate.com/research/market-edge-by-partners-fifa-world-cup-2026/
[14] https://www.cicero.de/aussenpolitik/mit-olympia-kam-der-fall/51365
[15] https://www.zeit.de/sport/2012-07/olympia-griechenland-athen-2004-schulden/seite-2
[16] https://arxiv.org/abs/1607.04484
[17] https://www.infosperber.ch/wirtschaft/konzerne/die-original-knebelvertraege-der-uefa-mit-dortmund-und-hamburg/
[18] https://de.statista.com/infografik/33652/entwicklung-des-umsatzes-der-fifa/
[19] https://www.srf.ch/sport/fussball/fifa-wm-2026/es-geht-um-7-8-mio-dollar-waere-unverantwortlich-finanz-chaos-um-wm-stadion-in-boston
[20] https://www.amnesty.org/en/latest/news/2025/06/world-cup-a-year-out-growing-attacks-on-rights/
[21] https://www.zdfheute.de/politik/ausland/obdachlose-obdachlosigkeit-paris-olympische-spiele-100.html
[22] https://www.business-humanrights.org/en/latest-news/world-cup-2026/
[23] https://www.deutschlandfunk.de/mexiko-wm-el-mencho-kartelle-sicherheit-100.html
[24] https://www.thesun.co.uk/sport/38437258/mexico-fifa-world-cup-security-strategy-cartel-violence/
[25] https://www.zeit.de/politik/2026-02/drogenkartelle-mexiko-el-mencho-politikpodcast
[26] https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/02614367.2025.2472728
[27] https://www.tagesspiegel.de/sport/wurde-die-wm-2006-gekauft-darum-geht-es-im-sommermarchen-prozess-11310724.html

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  • 16. März 2026 um 14:00

Apple kauft MotionVFX: Anbieter für Video-Effekte und Plug-ins

Von Heise
Ein kreativer Mensch beim Bearbeiten von Inhalten an einem Mac

Apple hat vor kurzem ein Creator-Abo-Bundle herausgebracht. MotionVFX könnte hier eine sinnvolle Ergänzung sein.

(Bild: Apple)

Apple übernimmt mit MotionVFX einen der wichtigsten Anbieter für Video-Effekte und Plug-ins. Die 70 Mitarbeiter sollen zum iPhone-Hersteller wechseln.

Apple hat die Firma MotionVFX übernommen und damit einen der größten Anbieter für Video-Effekte, Titel und Plug-ins. Viele Nutzer der Apple-Videoschnitt-Software Final Cut Pro greifen auf die Dienste des 2009 gegründeten Unternehmens zurück. Laut einigen Branchendiensten gilt MotionVFX als Marktführer in seinem Segment. Was genau Apple mit MotionVFX vorhat, lassen beide Firmen aber noch offen. Auch der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben.

MotionVFX bestätigte den Kauf als Neuigkeit auf seiner Website. Das Unternehmen war laut Medienberichten vorher schon Partner von Apple. Apple selbst hat sich noch nicht dazu geäußert, was aber eine übliche Vorgehensweise des iPhone-Herstellers ist. Als im November 2024 bekannt wurde, dass Apple die Fotobearbeitungs-App Pixelmator übernimmt [1], ließ der Käufer seine Pläne zunächst auch offen. Erst vor wenigen Wochen wurde Pixelmator in das neue Creator Studio von Apple integriert [2].

MotionVFX-Inhalte künftig im Creator Studio?

Apples Abo-Bundle für Kreativinhalte könnte auch der künftige Bestimmungsort von MotionVFX werden. Bislang hat Final Cut Pro nur eine etwas umfangreichere Grundausstattung an Effekten, Einblendungen und Titeln zu bieten. MotionVFX könnte die Regale um zahlreiche Premium-Vorlagen auffüllen, die ein Abo von Final Cut gegenüber dem Einmalkauf attraktiver machen. Aktuell existieren beide Varianten: Nutzer können wahlweise die Software mieten oder kaufen.

Mit dem Kauf schmälert Apple indirekt aber auch die Attraktivität der Videoschnitt-Lösungen seiner Mitbewerber. MotionVFX bot nämlich nicht nur Erweiterungen für Final Cut Pro an, sondern auch für DaVinci Resolve und Adobe Premiere Pro. Wie beim Kauf der Wetter-App Dark Sky im Jahr 2020 [3] dürften die Angebote für die Konkurrenz mit dem Aufkauf über kurz oder lang eingestellt werden. Gegenwärtig ist noch das komplette bisherige Angebot verfügbar.

Zu MotionVFX gehören 70 Mitarbeiter, die allesamt zu Apple wechseln. Das im südpolnischen Bielsko-Biała beheimatete Unternehmen wurde von Szymon Masiak gegründet. In letzter Zeit hat es auch viele Erweiterungen mit KI-Unterstützung entwickelt, darunter KI-gestütztes Upscaling von Videos, Surface-Tracking oder automatisches 3D-Tracking. Auch dies würde gut zu Apples jüngster Strategie passen, Final Cut um Funktionen mit Machine-Learning zu ergänzen.


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[1] https://www.heise.de/news/Fotobearbeitung-Pixelmator-Apple-will-Entwickler-Team-uebernehmen-10002066.html
[2] https://www.heise.de/tests/Pixelmator-Pro-Neue-Version-fuer-Apple-Creator-Studio-im-Test-11183248.html
[3] https://www.heise.de/news/Apple-kauft-sich-beliebte-Wetter-App-4694561.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i
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  • 16. März 2026 um 18:11

Taste Profile: Spotify-Nutzer dürfen ihren Algorithmus selbst anpassen

Von Heise
Spotify-Logo auf Handy

(Bild: Shutterstock.com/Chubo - my masterpiece)

Spotify-Nutzer dürfen bald selbst einsehen, was der Algorithmus über ihre Vorlieben weiß – und auf Wunsch Veränderungsvorschläge geben.

Mehr Kontrolle über die eigenen Empfehlungen: Spotify hat mit „Taste Profile“ (Geschmacksprofil) eine Möglichkeit für Nutzer vorgestellt, den Algorithmus ein wenig zu steuern. Das Feature wird aktuell als Beta getestet und steht vorerst nur Premium-Nutzern in Neuseeland zur Verfügung, die Spotify gerne als Versuchskaninchen für Neuerungen einsetzt. Wann ein größerer Launch geplant ist, blieb zunächst offen.

Laut Spotify [1] soll Taste Profile dem Nutzer einen Einblick geben, wie der Algorithmus seinen Geschmack versteht – sowohl für Musik als auch für Podcasts und sogar Hörbücher. Taste Profile gibt Auskunft darüber, warum der Spotify-Algorithmus bestimmte Genres oder Künstler vorschlägt.

So kann Taste Profile dem Nutzer praktisch einen algorithmischen Spiegel vorhalten: Spotify erklärt, die Funktion könne User beispielsweise darüber informieren, dass er oder sie aktuell mit alternativem Rock aus den 90ern experimentiert. Spannender ist die Möglichkeit, aktiv in die Empfehlungen einzugreifen.

„Ich will mehr Justin Bieber hören“

In einem Freitextfeld können Nutzer der Spotify-KI mitteilen, was sie an den Empfehlungen stört und was sie gerne verbessert hätten. In einem Beispiel teilt ein User Spotify etwa mit, er würde gerne mehr Justin Bieber hören, woraufhin eine von Spotify zusammengestellte Justin-Bieber-Playlist auf der Startseite erscheint.

Taste Profile ist eine weitere KI-Funktion, die Spotify seit einigen Monaten gehäuft vorstellt. Ende des vergangenen Jahres führte der schwedische Musikstreaming-Dienst etwa Prompted Playlists für neuseeländische User [2] ein: In ein Textfeld können User also frei einen KI-Befehl eintippen, aus dem Spotify schließlich automatisch eine Playlist erstellt. Dafür greift Spotify auf den gesamten Hörverlauf eines Nutzers zu. User können also auch persönlichere Anfragen für Playlists stellen.

In den USA hat Spotify Anfang des Jahres die Abo-Preise erhöht [3].


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[1] https://newsroom.spotify.com/2026-03-13/taste-profile-beta-announcement/
[2] https://www.heise.de/news/Prompted-Playlists-Spotify-Wiedergabelisten-per-KI-Befehl-erstellen-11111258.html
[3] https://www.heise.de/news/Premium-Abo-Spotify-hebt-Preise-fuer-die-USA-und-andere-Laender-an-11144476.html
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  • 16. März 2026 um 16:50

AirPods Max 2: Richtiges Chip-Update für Apples Over-Ears

Von Heise
Person trägt AirPods Max

(Bild: Apple)

Apples kabellose Bügelkopfhörer haben ihr erstes richtiges Upgrade erhalten: Der H2-Chip liefert Funktionen, die bei den AirPods Pro längst gängig sind.

Überraschungs-Nachfolger für Apples AirPods Max zum Wochenbeginn. Die Over-Ears kommen noch Anfang April in ihrer zweiten Generation in den Handel, wie der Hersteller am Montag mitteilte. Äußerlich sind die AirPods Max 2 praktisch nicht vom Vorgänger zu unterscheiden, selbst die Farbauswahl ändert sich nicht. Zentrale Neuerung ist dafür Apples H2-Chip, der bereits seit weit über drei Jahren in den AirPods Pro steckt; die Vorgängermodelle des Max 2 verharren auf dem H1.

Viele für die Max-Reihe neue Funktionen

Damit erlernen die AirPods Max mehrere von Apples Pro-In-Ears bekannte Funktionen: Die Max 2 [1] unterstützen erstmals den adaptiven Modus, der einen automatisierten Mittelweg aus aktiver Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus bietet und den Nutzer so nicht komplett akustisch von der Außenwelt abschirmt. Neu sind außerdem die Stimmisolation, die Hintergrundgeräusche bei Telefonaten oft komplett herausfiltert, sowie die Konversationserkennung. Letztere dreht die Musik leise, wenn der Träger plötzlich zu sprechen beginnt – das passiert allerdings auch beim schamlosen Mitsingen, solange man die Funktion nicht abschaltet.

Ähnlich wie bei den AirPods Pro [2] verspricht Apple bei den Max 2 zudem eine höhere Audioqualität bei Sprach- und Gesangsaufnahmen mit den integrierten Mikrofonen. Neu ist die optionale, personalisierte Regelung der Lautstärke sowie eine inzwischen automatisch aktive Schutzfunktion vor Umgebungslärm.

Zu den weiteren Funktionsneuerungen zählt, dass die Max 2 als Fernbedienung für die iPhone-Kamera dienen sowie Unterstützung für die Live-Übersetzung – im Zusammenspiel mit iPhones, auf denen Apple Intelligence läuft. Auf vorgelesene Mitteilungen lässt sich durch Kopfbewegungen reagieren, auch diese Funktion ist bereits auf den AirPods Pro (ab Generation 2) zu finden.

AirPods Max 2: Preise und Verfügbarkeit

Apple verspricht für die AirPods Max 2 obendrein eine „verbesserte Klangqualität“, und der H2-Chip soll die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) effektiver arbeiten lassen. Die Over-Ears mit USB-C lassen sich auch verkabelt betreiben und unterstützen so verlustfreies Audio mit 24 Bit und 48 kHz – mit geringer Latenz.

Die Max 2 kosten bei Apple 580 Euro und sind ab dem 25. März vorbestellbar, die Auslieferung folgt ab Anfang April.

Update

In der Meldung stand irrtümlich, der Verkaufsstart sei am 25. März – das ist allerdings nur der Beginn der Vorbestellung. In den Handel kommen die AirPods Max 2 laut Apple erst Anfang April. Die entsprechenden Textpassagen haben wir korrigiert.

Die Farbauswahl bleibt bei Mitternacht, Polarstern, Orange, Violett und Blau. Im Handel liegt der Preis für die Ende 2024 noch schnell auf USB-C umgesattelten Vorgänger etwas über 450 Euro.


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[1] https://www.apple.com/de/shop/buy-airpods/airpods-max-2
[2] https://www.heise.de/tests/AirPods-Pro-3-im-Test-Mit-frischem-Klang-und-ANC-10663123.html
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 16. März 2026 um 15:26

AWS S3: Account Regional Namespaces machen Bucketsquatting den Garaus

Von Heise
Oranges AWS-Logo mit Eimern und Wolken, blauer Hintergrund

(Bild: heise medien)

Amazon S3 erlaubt jetzt kontogebundene Bucket-Namen. Das beendet Bucketsquatting bei neuen Buckets und vereinfacht die Namensvergabe in Multi-Account-Setups.

Amazon Web Services (AWS) hat Account Regional Namespaces für Amazon S3 General Purpose Buckets eingeführt. Damit können Kunden Bucket-Namen in einem reservierten Namespace pro Konto und Region erstellen – die bisher geltende global eindeutige Namensvergabe wird damit optional. Die Funktion steht seit dem 12. März 2026 in 37 AWS-Regionen bereit, darunter die Frankfurter Region eu-central-1.

Wie AWS in seinem Blog [1] erläutert, folgen die neuen Bucket-Namen dem Schema <prefix>-<account-id>-<region>-an. Ein Beispiel: mybucket-123456789012-us-east-1-an. Das Suffix aus Konto-ID, Region und dem Kürzel an wird dabei auf die maximal erlaubten 63 Zeichen des Bucket-Namens angerechnet, sodass die verfügbare Präfixlänge je nach Region variiert. Nur der jeweilige Kontoinhaber kann Buckets mit seinem Suffix erstellen – andere Konten erhalten einen entsprechenden Fehler.

AWS behebt damit ein zentrales Problem: das sogenannte Bucketsquatting (auch Bucketsniping). Dabei registrieren Angreifer gelöschte oder vorhersagbare globale Bucket-Namen, um Datenverkehr abzufangen oder Dienste zu stören. Weil viele Organisationen vorhersehbare Namenskonventionen wie myapp-us-east-1 verwenden, war das Risiko bislang hoch. Die neue Funktion verhindert dies bei neuen Buckets vollständig, da die Namen kontoexklusiv reserviert sind.

Erzwingung per IAM-Policy und SCP

AWS stellt einen neuen Condition Key s3:x-amz-bucket-namespace bereit, mit dem Administratoren die Nutzung der Account Regional Namespaces über IAM-Policies oder Service Control Policies (SCP) erzwingen können. In Multi-Account-Setups innerhalb von AWS Organizations lässt sich so organisationsweit sicherstellen, dass nur noch kontogebundene Bucket-Namen erstellt werden. AWS empfiehlt, die neuen Namespaces standardmäßig für alle neuen Buckets zu verwenden, sofern keine zwingenden Gründe dagegen sprechen.

Erstellung und IaC-Unterstützung

In der AWS-Management-Console lässt sich beim Einrichten eines Buckets „Account Regional namespace“ direkt als Namespace-Option auswählen. Über die AWS CLI legt man ein Bucket im neuen Namespace wie folgt an: aws s3api create-bucket --bucket mybucket-123456789012-us-east-1-an --bucket-namespace account-regional --region us-east-1. Für Python-Entwickler bietet AWS im Blog ein Boto3-Beispiel mit dynamischer Namensgenerierung über STS. CloudFormation unterstützt die Funktion bereits mit den Parametern BucketNamespace und BucketNamePrefix. Terraform-Support ist hingegen noch in Arbeit – ein entsprechendes GitHub-Issue wurde am 12. März 2026 eröffnet.

Bestehende S3-Buckets bleiben von der Neuerung unberührt. Eine Umbenennung vorhandener Buckets ist nicht möglich; wer migrieren möchte, muss neue Buckets im regionalen Namespace erstellen und die Daten etwa per aws s3 sync übertragen. Alle S3-Features und APIs sind mit den neuen Namespaces vollständig kompatibel, Änderungen an bestehenden Anwendungen sind laut AWS nicht nötig. Zusätzliche Kosten fallen für die Nutzung der Account Regional Namespaces nicht an.

Ausgenommen von der Verfügbarkeit sind derzeit lediglich die Regionen Middle East (Bahrain) und Middle East (UAE). Amazons Objektspeicher S3 [2] feierte erst kürzlich sein 20-jähriges Bestehen – die neuen Namespaces schließen nun eine seit Jahren bekannte Sicherheitslücke im Namenskonzept des Dienstes.


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[1] https://aws.amazon.com/blogs/aws/introducing-account-regional-namespaces-for-amazon-s3-general-purpose-buckets/
[2] https://www.heise.de/meinung/20-Jahre-Amazon-S3-Der-goldene-Kaefig-der-Cloud-Aera-11210784.html
[3] https://www.heise.de/ix
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  • 16. März 2026 um 14:44

Windows-Insider-Vorschau: Erweiterte Entfernung vorinstallierter Apps

Von Heise
Ein Finger zeigt auf den Windows-11-Startbildschirm.

(Bild: mundissima/Shutterstock.com)

Die Windows-Insider-Vorschauen für Developer und Beta-Tester bringen flexiblere Richtlinien zur Entfernung vorinstallierter Apps.

Microsoft verteilt neue Vorschau-Versionen von Windows in den Insider-Kanälen. Unter anderem haben die Entwickler eine flexiblere Richtlinie zur Entfernung vorinstallierter Apps in petto.

Das schreiben Microsofts Entwickler in den Ankündigungen für die aktuelle Vorschau-Version im Windows-Insider-Developer- [1] (KB 5079464, Build 26300.8068) sowie Windows-Insider-Beta-Kanal [2] (KB 5079458, Build 26220.8062). Dort heben sie hervor, dass die Richtlinie „Remove Default Microsoft Store packages“ für Windows in Enterprise- und Edu-Umgebungen nun eine dynamische Liste zur App-Entfernung erhält. Admins können dadurch MSIX- und APPX-Apps durch das Hinzufügen ihres App-Paket-Familiennamens (App Package Family Name, PFN) in die Liste deinstallieren.

Im Gruppenrichtlinieneditor „gpedit.msc“ befindet sie sich unter „Computer Configuration“ – „Administrative Templates“ – „Windows Components“ – „App Package Deployment“ – „Remove Default Microsoft Store packages from the system“. In der Auswahlliste findet sich unten der Eintrag „Specify additional package family names to remove“. Den App-Familiennamen kann man mit einem Befehl im Terminal ausfindig machen. Microsoft nennt als Beispiel für Notepad: Get-AppxPackage *Notepad* | Select-Object PackageFamilyName. Derzeit fehlt die Funktion aber noch in der Verwaltungssoftware Intune im Richtlinien-Konfigurationsdienstanbieter (Configuration Service Provider, CSP).

Verbesserungen bei der Rechner-Einrichtung

Neben dem Rechnernamen, der sich bei der Installation von Windows angeben lässt, erlauben die neuen Insider-Vorschauen nun auch, einen selbstgewählten Benutzerordnernamen zu wählen. Es handelt sich um das Profilverzeichnis, das etwa die Ordner „Dokumente“, „Eigene Bilder“ und so weiter aufnimmt.

Eine wichtige Änderung betrifft die Windows-Treiber-Richtlinie. Bislang hat der Windows-Kernel Treiber von Drittanbietern geladen, die mit einem sogenannten Cross-Signed-Root-Zertifikat [3] oder vom Windows Hardware Compatibility Program (WHCP) signiert sind. Microsoft [4] wirft das Cross-Signed-Root-Programm raus, bei dem Certificate Authorities (CA) ermöglichten, dem öffentlichen Schlüssel des Root-Zertifikats einer anderen CA zu vertrauen. Als weitere Konsequenz entzieht Microsoft den Treibern mit derartigen Cross-Signed-Zertifikaten das Vertrauen, nur noch WHCP-zertifizierte Treiber lädt der Windows-Kernel. Das soll die Sicherheit verbessern.

Konkret bringt Windows noch eine Liste an vertrauenswürdigen Publishern und Treibern aus dem Cross-Signing-Programm mit, der Schritt ist also zunächst nicht allzu radikal. Die Funktion läuft zunächst für 100 Stunden und über drei Reboots hinweg im Überwachungsmodus („Audit Mode“). Erkennt Windows dabei, dass die Treiber mit der neuen Funktion kompatibel sind, aktiviert es die Funktion. Andernfalls bleibt das System im Überwachungsmodus. Nutzer und Nutzerinnen könnten dadurch mit Hinweisdialogen von „Windows Security“ konfrontiert werden, dass ein Treiber blockiert wurde.

Ein weiteres neues Feature soll die Wiederherstellung von Windows mit Wiederherstellungspunkten zu bestimmten Zeitpunkten erlauben. Bei Aktivierung der Funktion legt Windows zeitgesteuert automatisch Wiederherstellungspunkte an, etwa alle 24 Stunden. Dadurch lassen sich unterschiedliche Wiederherstellungspunkte auf dem System bei Bedarf mittels Recovery zurückspielen. Auch die Wiederherstellungsumgebung beherrscht die neue Funktion und zeigt Betriebssystemversionen in einem vierteiligen Format anstatt nur zweiteilig an.

Vor zwei Wochen hatte Microsoft Insider-Vorschauen eine aktualisierte Paint-Version [5] mitgegeben, die Auswahlen rotieren kann. Außerdem beherrscht Windows [6] seitdem eine „Lock-Batch“-Funktion, durch die Batchdateien während der Ausführung nicht unbemerkt verändert werden können und die deutlich performanter als die bisherige korrespondierende Sicherheitsfunktion arbeitet.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://blogs.windows.com/windows-insider/2026/03/13/announcing-windows-11-insider-preview-build-26300-8068-dev-channel/
[2] https://blogs.windows.com/windows-insider/2026/03/13/announcing-windows-11-insider-preview-build-26220-8062-beta-channel/
[3] https://learn.microsoft.com/en-us/windows-hardware/drivers/install/cross-certificates-for-kernel-mode-code-signing
[4] https://www.heise.de/thema/Microsoft
[5] https://www.heise.de/news/Windows-Insider-Vorschauen-Sicherere-Batch-Dateien-und-Rotieren-in-Paint-11194563.html
[6] https://www.heise.de/thema/Windows
[7] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&amp;wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[8] mailto:dmk@heise.de

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