Doppelte Tab-Leiste in Vivaldi 7.9 auf dem iPhone.
(Bild: Vivaldi)
Ein unter macOS und Windows bereits bekanntes Feature kommt nun auch für iOS und iPadOS. Auch der Wechsel von Safari wurde vereinfacht.
Der norwegische Anbieter Vivaldi erweitert die Funktionen der Mobilversion seines gleichnamigen Browsers. Mit Version 7.9 erhalten sowohl die iPhone-Version [1] als auch die iPad-Variante [2] ein verbessertes Tab-Management. Nutzer können diese nun nicht nur in einer Reihe anordnen, sondern gleich in zwei – eine Übernahme von der Desktop-Version, wie Vivaldi mitteilte [3]. Praktisch heißt dies, dass Tab-Gruppen in Form sogenannter Two-Level-Tab-Stacks angezeigt werden, wenn die User das wünschen. Da das iPhone meist im Hochformat verwendet wird, kann dies nützlich sein, weil man so weniger wischen muss. Die Standardansicht für Tab-Stacks, Akkordion genannt, bleibt bestehen, es ist möglich, in den Einstellungen zwischen beiden Varianten beliebig zu wechseln.
Tab-Stacks, die sich oben wie unten auf dem Bildschirm platzieren lassen, gelten seit längerem als „Signature“-Feature von Vivaldi auf dem Desktop und bringen besonders bei größeren Tab-Sammlungen mehr Ordnung in den Browser. Der Ansatz ist dann übersichtlicher als die Tab-Steuerung etwa in Apples Safari. Neue Tab-Stacks lassen sich über einen längeren Druck auf den „Neues Tab“-Knopf erzeugen. Das Feature war schon seit einigen Jahren unter Android verfügbar.
Eine weitere Neuerung sind täglich wechselnde Hintergrundbilder für die Vivaldi-Startseite (Start Page). Alternativ kann man das Wallpaper auch selbst festlegen. Laut Vivaldi soll es auch möglich sein, das Browser-Hintergrundbild mit dem iPhone-Wallpaper zu synchronisieren (auf dem iOS-Homescreen). Die entsprechende Funktion blieb uns allerdings zunächst verborgen.
Vivaldi erhofft sich zudem mehr Umsteiger von Apples Safari. Dazu gibt es nun eine neue Import-Funktion, die auch beim ersten Aufruf des Browsers auftaucht. Vivaldi kann, ähnlich wie man das von Chrome kennt [4], die Übertragung von Passwörtern, Lesezeichen, Histroei und sogar hinterlegten Bezahlinformationen erleichtern. Die Funktion ist auch über die Einstellungen möglich und soll nur wenige Klicks kosten.
Der norwegische Browser ist kostenlos. Sein Geld verdient Vivaldi mit Such- und E-Commerce-Deals, außerdem über eine Partnerschaft mit Proton. Apple ist in der EU und anderswo aufgefordert, alternative Browser leichter [5] (und vollwertig) zugänglich zu machen.
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[1] https://apps.apple.com/de/app/vivaldi-powerful-web-browser/id1633234600
[2] https://apps.apple.com/de/app/vivaldi-powerful-web-browser/id1633234600?platform=ipad
[3] https://vivaldi.com/blog/vivaldi-on-mobile-7-9/
[4] https://www.heise.de/news/Google-Chrome-Schnellerer-Wechsel-von-Safari-auf-dem-iPhone-11147426.html
[5] https://www.heise.de/news/EU-iPhone-Apple-muss-Huerden-fuer-Dritt-Browser-und-Web-Apps-beseitigen-9993484.html
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[7] https://www.heise.de/mac-and-i
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Terminal mit Kommandozeilen-Ausführung: In diesem Beispiel wurden wir trotz sudo nicht gestoppt.
(Bild: heise medien)
Mehr und mehr Malware wird auch über Terminal-Kommandos verbreitet, die Nutzer willig eingeben. In macOS gibt es hierfür nun eine Vorsichtsmaßnahme.
Mit macOS Tahoe 26.4 [1], erschienen in dieser Woche, hat Apple eine neue Warnfunktion integriert, die Nutzer vor der Ausführung gefährlicher Kommandozeilenbefehle abhalten soll. Wie Nutzer in sozialen Medien wie Reddit [2] berichten, scheint dabei eine Überwachung der Zwischenablage zu erfolgen. Erkennt Apple hier möglichen Schadcode, ist ein Einfügen gar nicht erst möglich. Allerdings blieb zunächst unklar, wann genau die Warnung anschlägt.
Zuletzt interessierten sich immer mehr User für die Kommandozeile und Apples Terminal-App auf dem Mac [3]. Der Grund ist der Hype um KI-Assistenten und KI-Programmierwerkzeuge wie OpenClaw [4] und Claude Code. Während OpenClaw am einfachsten per Kommandozeile installiert wird, interagiert man mit Claude Code und anderen Coding-Assistenten oft direkt über das Terminal. All das heißt, dass mehr Nutzer überhaupt mit dem Terminal in Berührung kommen, darunter auch viele Einsteiger. Um nicht viel eintippen zu müssen, kopieren sie dann Kommandozeilenbefehle aus dem Web und führen sie – nicht selten inklusive Eingabe eines Administratorpassworts – auch gleich aus.
Auf diese Weise kann Schadcode sehr einfach den ganzen Rechner übernehmen. Zuletzt war dies beim Infostealer GhostClaw respektive GhostLoad [5] häufiger passiert, für den gefälschte GitHub-Repositories sowie auch npm-Pakete zur Verbreitung dienten. Auch hier interagieren Nutzer direkt mit der Kommandozeile, ohne möglicherweise zu wissen, was sie dort tun.
Apples neue Terminal-Gefahrenwarnung ergänzt bestehende Werkzeuge [6], um das Ausführen von Schadcode per Klick zu verhindern. Erkennt macOS ab 26.4 problematischen Code, taucht künftig die Warnung auf, dass es sich „möglicherweise um Malware“ handelt und die Befehle landen nicht im Terminal. In dem Pop-up heißt es weiter, der Mac sei nicht beschädigt worden – und es wird erläutert, dass Betrüger zunehmend versuchten, über eingefügten Text im Terminal eine Schädigung des Rechners zu erreichen – „oder ihre Privatsphäre zu kompromittieren”. Apple erläutert weiter, dass diese Scam-Anleitungen „über Websites, Chat-Agenten, Apps, Dateien oder Telefonanrufe“ verteilt würden.
Nutzer können sich dazu entscheiden, den Inhalt doch ins Terminal einzufügen. Apple blockiert also bislang nicht strikt. Angaben dazu, welche Befehle die Warnungen genau auslösen und ob das System etwa in nachgeladenen Shell-Skripte schaut, die von Angreifern oft verwendet werden, ist unklar. Bei einem Versuch mit einer legitimen CLI-Anwendung (Command Line Interface) eines Audiodienstes, die auch ein Administratorpasswort verlangt (was problematisch sein kann), wurde das Kommando nicht gestoppt.
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[1] https://www.heise.de/news/iOS-26-4-ist-da-Diese-Neuerungen-bringen-die-Apple-Updates-11223122.html
[2] https://www.reddit.com/r/MacOSBeta/comments/1rywb2x/woah_woah_the_rc_version_of_macos_tahoe_264/
[3] https://support.apple.com/de-de/guide/terminal/welcome/mac
[4] https://www.heise.de/news/OpenClaw-KI-Client-steuert-Mac-fern-11161659.html
[5] https://www.heise.de/news/GhostClaw-Infostealer-fuer-macOS-auf-GitHub-11222743.html
[6] https://www.heise.de/news/Notarisierte-Mac-Malware-Apple-beglaubigte-offenbar-mehrfach-Trojaner-4882770.html
[7] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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(Bild: agsandrew / Shutterstock.com)
Quantencomputer bedrohen herkömmliche Verschlüsselungs- und Signaturverfahren. In Mountain View erwartet man den Q-Day früher als bislang angenommen.
Der Internetkonzern Google setzt sich einen sportlichen Zeitrahmen für die Umstellung auf Post-Quanten-Verschlüsselung (PQC). Offenbar erwarten die Forscher in Mountain View nun bereits im Jahr 2029 nennenswerte Fortschritte auf dem Weg zu einem kryptografisch relevanten Quantencomputer (Cryptographically Relevant Quantum Computer, CRQC) und drücken bei der Umstellung ihrer Produkte und Dienste aufs Gaspedal. Besonders im Fokus: digitale Signaturen.
Google sieht sich selbst als Pionier des Quantencomputings, aber auch der Post-Quanten-Verschlüsselung. Tatsächlich meldete die Google-Forschungsabteilung Quantum AI erst vor wenigen Tagen einen Paradigmenwechsel: Statt nur an supraleitenden Qubits will sie auch an Quantenrechnern mittels neutraler Atome [1] forschen. In selbst auferlegten Vorbildfunktion strafft Google den Zeitplan – „im Licht des Fortschritts bei Hardware, Fehlerkorrektur und Ressourcenschätzung der Faktorzerlegung bei Quantencomputern“, wie es in einem Artikel [2] heißt.
Bereits im Jahr 2029 soll die Verschlüsselung bei Google quantensicher sein und liegt damit noch vor der jüngsten Empfehlung des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Es hat das Jahresende 2031 als Empfehlung ausgegeben. Um das eigene ambitionierte Ziel zu erreichen, arbeitet Google an der Quantensicherheit mehrerer Produkte: Android 17 bekommt Postquanten-Signaturverfahren [3]. Die Google Cloud und der hauseigene Browser Chrome verfügen ebenfalls bereits über PQC-Unterstützung.
Die Ankündigung lässt die Community aufhorchen. Während ein gut informierter Beobachter der internationalen Krypto-Szene im Hintergrundgespräch mit heise security eine gewisse Nervosität festzustellen glaubte, geht PKI-Koryphäe Filippo Valsorda einen Schritt weiter. Er habe seine Position aus dem vergangenen Jahr revidiert und sei nun der Ansicht, Postquanten-Schlüsselaustausch gehöre „gestern“ implementiert und quantensichere Signaturen seien unverzüglich wichtig. Nicht quantensichere Kryptosysteme zu entwerfen oder gar auszurollen, sei mittlerweile überflüssig, so Valsorda in einem Mastodon-Post.
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[1] https://www.heise.de/news/Quantencomputer-Google-erforscht-nun-auch-neutrale-Atome-11223827.html
[2] https://blog.google/innovation-and-ai/technology/safety-security/cryptography-migration-timeline/
[3] https://www.heise.de/news/Android-17-Google-sichert-sein-OS-gegen-Quantencomputer-ab-11225969.html
[4] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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Eine neue Sicherheitsanalyse mit KI-Agenten soll die statische Prüfung von Pull-Requests verbessern.
GitHub [1] hat KI-Unterstützung für die Suche nach Schwachstellen im Code angekündigt. Eine erste Preview soll Anfang des zweiten Quartals erscheinen.
Der KI-Agent ergänzt das aktuelle Tool zur statischen Codeanalyse, das datenbankgestützte CodeQL, das auf wenige große Sprachen wie Java, TypeScript, Python oder Go begrenzt ist. Nun soll auch das Prüfen von Bash, Dockerfiles, HCL (HashiCorp Configuration Language, u.a. für Terraform), PHP und weiteren möglich sein. Der Agent soll insbesondere Codeprobleme finden wie Datenbankbefehle und SQL-Abfragen aus beliebigen Strings, schwache kryptografische Implementierungen oder die Preisgabe von Konfigurationen der Infrastruktur.
In der Ankündigung beschreibt GitHub [2], dass der Sicherheitsmechanismus automatisch bei neuen Pull-Requests in Aktion tritt und entscheidet, ob eine Analyse per CodeQL-Abfrage oder per KI-Agent abläuft. Das Ergebnis findet sich innerhalb des Pull-Requests und lässt sich mit der Funktion Autofix [3] sofort bereinigen.
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https://www.heise.de/-11226834
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[1] https://www.heise.de/thema/GitHub
[2] https://github.blog/security/application-security/github-expands-application-security-coverage-with-ai-powered-detections/
[3] https://www.heise.de/news/Mit-KI-gegen-Schwachstellen-im-Sourcecode-GitHub-startet-Code-Scanning-Autofix-9661229.html
[4] mailto:who@heise.de
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(Bild: Super Productivity)
Die Open-Source-Aufgabenverwaltung bringt in Version 18.0 ein regelbasiertes Automationssystem, Deadline-Filter und Sicherheitsverbesserungen in Electron.
Die Aufgabenverwaltung Super Productivity bringt in Version 18.0 ein regelbasiertes Automationssystem, konfigurierbare Issue-Provider, Deadline-Funktionen und Sicherheitsverbesserungen in der Electron-Basis. Das Open-Source-Projekt erscheint für Linux, macOS, Windows, Android und iOS.
Kern der neuen Version ist ein Automationssystem. Nutzer definieren Regeln, die bei bestimmten Auslösern automatisch Aktionen ausführen. Die Regeln unterstützen Titelabgleiche per Regex sowie eine Bedingung für Titelpräfixe („Titel beginnt mit“). Regex (Regular Expressions) sind musterbasierte Suchausdrücke, mit denen sich Titel präziser erfassen lassen als mit einfachen Textfiltern. Damit lassen sich typische Triage- oder Inbox-Abläufe automatisieren.
Die Anbindung an externe Systeme wie Jira, GitHub oder GitLab wird flexibler. Super Productivity erlaubt jetzt, das Polling-Intervall zu konfigurieren – also festzulegen, wie oft die App entfernte Dienste nach Änderungen abfragt. Importierte Vorgänge erhalten auf Wunsch automatisch Standard-Tags und Standard-Notizen. Neu sind außerdem eine Zwei-Wege-Feldsynchronisation und Erweiterungen unterstützen nun auch das Löschen entfernter Issues. Der Google-Calendar-Provider wird nun als mitgeliefertes Plugin eingebunden.
Aufgaben in der Task-Ansicht lassen sich jetzt nach Fälligkeit sortieren, gruppieren und filtern. Die Ansicht unterscheidet dabei Zeitfenster wie „heute“, „morgen“ oder „diese Woche“. Beim Ziehen einer Aufgabe in den Kalender zeigt eine Vorschau, wie lang der geplante Zeitblock wird. Unteraufgaben heben sich in Suchergebnissen visuell stärker ab.
Die Mobilversionen bekommen unter anderem ein Rechtswischen zum Abhaken, touchfreundlichere Kontextmenüs und vertikal begrenztes Drag-and-drop auf kleinen Displays. Android zeigt jetzt auch Erinnerungen aus der Hintergrundsynchronisation an.
Sicherheitsrelevant: Für Google-OAuth nutzt die App auf Mobilgeräten nun den Systembrowser statt einer eingebetteten WebView. Das entspricht der Empfehlung aus RFC 8252 für native Apps – ein externer Browser trennt Cookies und Seiteninhalt von der App. Google blockiert OAuth-Anfragen aus eingebetteten WebViews ohnehin.
Auf dem Desktop aktiviert Super Productivity die webSecurity in Electron wieder und ergänzt einen Permission-Handler. Das ist kein kosmetischer Eingriff: Ohne webSecurity fällt die Same-Origin-Policy, und die App kann unsichere Inhalte domänenübergreifend ausführen. Electrons eigene Sicherheitsdokumentation warnt ausdrücklich davor, diese Einstellung in Produktionsanwendungen abzuschalten.
Das Preload-Skript wird nun mit esbuild gebündelt, was die Nutzung des Electron-Sandbox-Modus erleichtert. In sandboxierten Renderern gibt es keine vollständige Node.js-Umgebung; privilegierte Aufgaben laufen über IPC zum Hauptprozess. Preload-Skripte behalten dabei nur einen begrenzten Satz an Node- und Electron-APIs. Das verkleinert die Angriffsfläche.
Mehrere Sync-Fehler haben die Entwickler ebenfalls behoben: ein falscher „in sync“-Status bei Fehlern, der Verlust von Auth-Daten nach temporären Serverproblemen und Abstürze der Markdown-Synchronisation beim Anlegen von Unteraufgaben während einer Sync-Oszillation. Die Sync-Server-Bereitstellung validiert jetzt Caddyfile und Container.
Ferner bringt Version 18.0 ein minimalistisches Zen-Theme, ein überarbeitetes Onboarding mit Preset-Auswahl und lokalisierten Beispielaufgaben, klickbare Links in Aufgabentiteln, Tastenkürzel für Fett- und Kursivschrift in Kommentaren sowie ein größenverstellbares Always-on-top-Overlay. An Community-Plugins kommen eine Obsidian-Integration und ein StudyForge-Leaderboard hinzu.
Unter der Haube aktualisiert das Projekt Angular und Capacitor, behebt Speicherlecks und validiert die Formate von dueDay und deadlineDay beim Schreiben, um falsche Überfällig-Anzeigen zu verhindern. Der CSV-Export für Arbeitsprotokolle verarbeitet jetzt auch chinesische Zeichen korrekt.
Alle Informationen zu Super Productivity 18.0 finden sich in den Release Notes auf GitHub [1].
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https://www.heise.de/-11228048
Links in diesem Artikel:
[1] https://github.com/super-productivity/super-productivity/releases/tag/v18.0.0
[2] https://www.heise.de/ix
[3] mailto:fo@heise.de
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(Bild: Andrey_Popov / Shutterstock.com)
Das Community-Release 2026-02 enthält Features aus Theia 1.67 und 1.68, unter anderem für die Nutzung von GitHub Copilot und Agent Skills.
EclipseSource hat verkündet, dass das neue Community-Release 2026-02 für Eclipse Theia fertig ist. Die Community-Releases der Plattform zum Erstellen von integrierten Entwicklungsumgebungen (IDEs) und Tools für das Web und den Desktop erscheinen vierteljährlich.
Sie legen im Gegensatz zu den meist monatlich erscheinenden regulären Releases den Fokus stärker auf Stabilität und Kompatibilität. In der neuen Version finden Entwicklerinnen und Entwickler Features aus den Theia-Versionen 1.67 und 1.68, die sich unter anderem um künstliche Intelligenz drehen.
Das neue Community-Release bietet eine GitHub-Copilot-Integration sowohl für die Theia IDE als auch für alle mit Theia AI gebauten Tools. Wer bereits ein bestehendes GitHub-Copilot-Abo besitzt, kann dieses direkt ohne zusätzliche API-Keys oder Abos einsetzen. Dieses Feature stammt aus Eclipse Theia 1.68 [1], ebenso wie Agent Skills. Diese befinden sich noch im Alpha-Status und ermöglichen es, Agenten mit wiederverwendbaren Anweisungen und Domänenwissen zu versorgen.
Der seit Eclipse Theia 1.67 verfügbare Terminal Manager hat nun auch in das Community-Release Einzug gehalten. Er erlaubt das Verwalten mehrerer Terminals aus einer einzigen Ansicht heraus, mit vertikaler und horizontaler Teilung, Tree-basierter Navigation sowie den Möglichkeiten der Terminal-Umbenennung und ihrer Anordnung per Drag & Drop. Der Terminal Manager lässt sich mit dem Setzen der Einstellung terminal.grouping.mode auf tree aktivieren.
(Bild: EclipseSource)
Alle Neuerungen im Community-Release 2026-02 für Eclipse Theia führt der EclipseSource-Blog auf [3].
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[1] https://www.heise.de/news/Entwicklungsumgebung-Eclipse-Theia-1-68-integriert-GitHub-Copilot-Anbindung-11175535.html
[2] https://genai-summit.bettercode.eu/?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_vo_bcc_genai_summit.empfehlung-ho.link.link&LPID=33686
[3] https://eclipsesource.com/blogs/2026/03/26/the-eclipse-theia-community-release-2026-02/
[4] mailto:mai@heise.de
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Eine neue Sicherheitsanalyse mit KI-Agenten soll die statische Prüfung von Pull-Requests verbessern.
GitHub [1] hat KI-Unterstützung für die Suche nach Schwachstellen im Code angekündigt. Eine erste Preview soll Anfang des zweiten Quartals erscheinen.
Der KI-Agent ergänzt das aktuelle Tool zur statischen Codeanalyse, das datenbankgestützte CodeQL, das auf wenige große Sprachen wie Java, TypeScript, Python oder Go begrenzt ist. Nun soll auch das Prüfen von Bash, Dockerfiles, HCL (HashiCorp Configuration Language, u.a. für Terraform), PHP und weiteren möglich sein. Der Agent soll insbesondere Codeprobleme finden wie Datenbankbefehle und SQL-Abfragen aus beliebigen Strings, schwache kryptografische Implementierungen oder die Preisgabe von Konfigurationen der Infrastruktur.
In der Ankündigung beschreibt GitHub [2], dass der Sicherheitsmechanismus automatisch bei neuen Pull-Requests in Aktion tritt und entscheidet, ob eine Analyse per CodeQL-Abfrage oder per KI-Agent abläuft. Das Ergebnis findet sich innerhalb des Pull-Requests und lässt sich mit der Funktion Autofix [3] sofort bereinigen.
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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/thema/GitHub
[2] https://github.blog/security/application-security/github-expands-application-security-coverage-with-ai-powered-detections/
[3] https://www.heise.de/news/Mit-KI-gegen-Schwachstellen-im-Sourcecode-GitHub-startet-Code-Scanning-Autofix-9661229.html
[4] mailto:who@heise.de
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Spielhallen-Feeling für 350 Euro: Der Iconic Arcade kommt mit Raspi 4 und emuliert Tausende Spiele. Klingt zu gut? c't 3003 hat's ausprobiert.
Ein vollständiger Arcade-Automat für 350 Euro – mit Raspberry Pi 4, LC-Display und Batocera-Linux: Kann das was taugen? c't 3003 hat den Iconic Arcade von Medion aufgebaut, bespielt und auf Schwächen abgeklopft. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist erstaunlich, aber Display und Gehäusequalität setzen dem Spaß Grenzen.
(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)
Guck mal hier, das ist mein neuer Arcade-Automat. Sieht doch nice aus, oder? Kann man auch problemlos mit zwei Leuten drauf spielen, so ein bisschen Streetfighter und so, oder halt auch ungefähr zehntausende andere Spiele. Also wirklich Zehntausende. Und jetzt kommt's: Das Ding hat 350 Euro gekostet. Mit allem. Sogar mit dem Speichermedium, auf dem das hier läuft. Da habe ich nichts schöngerechnet. Das, was ihr hier seht, ist komplett die mitgelieferte Hardware. Da habe ich nichts dazugetan oder dazugekauft. Und gleich mal als Spoiler vorweg, das Teil macht mir richtig Spaß. Aber ein paar Haken gibt es trotzdem. Bleibt dran!
Liebe Hackerinnen, liebe Internetsurfer, herzlich willkommen hier bei...
So ein Arcade-Automat ist und war schon immer so ein Sehnsuchtsgerät von mir. Ich wünsche mir eigentlich immer schon so ein Ding, weil ich liebe Arcade-Spiele und ich liebe auch Software-Frickeln mit Emulatoren und so. Und deshalb kam für mich nie so ein wirklich echter Arcade-Automat in Frage, weil man da halt nur ein Spiel drauf spielen kann. Eben die Platine, die da eingebaut ist. Ja klar, man kann natürlich auch einen echten Automaten zu so einer Emulations-Kiste umbauen. Im besten Fall sogar mit dem Original-Röhrenbildschirm, was natürlich cool ist. Dafür fehlt mir aber einfach das Heimwerker-Talent. Das ist mir zu viel Holz- und Lötarbeit. Und teuer sind die Originale natürlich auch.
Deshalb habe ich mich zuerst auch gefreut, als vor ein paar Jahren diese hübschen Kisten von Arcade1Up auf den Markt kamen, sogar mit lizenzierten Spielen und den entsprechenden Gehäusedesigns. Aber das Problem für mich als 1,94-Meter-Typen, die sind klein. Die sind nur zwei Drittel so groß wie echte Automaten. Auch wenn immer drei Viertel gesagt wird von Arcade1Up, aber zwei Drittel trifft es besser. Also das ist so richtiges Rückenschmerzen-Territory für mich. Deshalb habe ich da nie zugeschlagen.
Dafür aber bei diesem Teil hier, was jetzt bei uns im Büro steht. Das heißt, steht ja auch dran, Iconic Arcade, kommt von, Achtung, da werdet ihr jetzt nicht auf Anhieb draufgekommen: Medion. Also die Marke, die ihr wahrscheinlich von Aldi kennt. Also unter anderem steckt Medion dahinter. Und die Iconic Arcade-Geräte, die sind zumindest so groß, dass ich da ohne Krankengymnastik danach dran spielen kann. Der Automat hier, den ich gekauft habe, misst 1,58 Meter in der Höhe. Das ist zwar etwas kleiner als zum Beispiel ein Original-Pac-Man-Automat, der damals 1,73 Meter hoch war. Aber hey, ich finde es komplett ausreichend, funktioniert für mich gut.
Ja, und was ist da nun drin außer dem Gehäuse? Ein 21-Zoll-Full-HD-LC-Bildschirm, ein Soundsystem mit zwei 4-Zoll-Lautsprechern, ein Arcade-Steuerboard mit zwei Mikroschalter-Joysticks und 16 Tasten und natürlich auch ein Computer. Das ist ein Raspberry Pi 4 mit 2 GB RAM und einem Netzteil. Das Netzteil versorgt auch gleich Bildschirm und Soundsystem mit Strom. Praktisch.
Ja, und das alles für 350 Euro. Und allein der Raspi würde im Kit mindestens 72 Euro kosten, bleiben noch 278 Euro für die anderen Komponenten. Bin mir recht sicher, dass man die für den Preis auf dem freien Markt so nicht oder sehr schwierig bekommen würde. Also allein für so ein Gehäuse, unlackiert aus MDF, das habe ich im Netz gefunden, dafür werden 350 Euro aufgerufen, also nur für das Gehäuse.
Also Preis-Leistung wirkt erstmal richtig gut. Aber obwohl der Karton 29 Kilo wiegt, habe ich dann schon beim Auspacken gemerkt, das ist jetzt nicht so die superstabile Qualität. Das Material ist ziemlich dünn, das sind so Holzfaserplatten mit mehr Fasern als Holz. Ich würde aber trotzdem sagen, dass das seinen Zweck erfüllt. Also man könnte das Teil zwar auf keinen Fall in eine Kneipe stellen oder so, wo Leute in Zuständen rustikal damit umgehen, aber hier in meinem heise-Umfeld mit so feingliedrigen Computerleuten, da passt das schon.
Für den Aufbau habe ich so zwei Stunden entspannt gebraucht, war alles gut dokumentiert, hat auch Spaß gemacht. Also am Ende mit der Verkabelung, da war es ein bisschen verwirrend, aber habe ich dann irgendwann hinbekommen. Was man aber ziemlich deutlich merkt, das Ding ist auf keinen Fall dafür gemacht, dass man es mehrfach auseinander und wieder aufbaut. Also für den Transport oder so. Das ist dafür gemacht, das einmal irgendwo hinzustellen. Ja, und dann überlebt es da wahrscheinlich eine Zeit, sage ich mal. Ich habe auf jeden Fall auch einmal den Fehler gemacht, das ab Werk schon fertig verschraubte Controller-Board oben mal aufzuschrauben, also die obere Platte, ja und da kam mir dann beim Schraubenlösen direkt die Späne hier entgegen. Also ich sag mal, lieber nicht zu viel rumschrauben, wenn das Teil einmal steht.
Also ihr könnt den Arcade-Controller-Kasten mit Raspi auch separat verwenden und dann einfach an einen Fernseher anschließen über HDMI, auch ganz schön. Oder ihr könnt auch nur den oberen Teil des Iconic Arcade verwenden, so als Bartop oder Tabletop. Die Technik ist komplett da oben drin, das Untergestell ist rein mechanisch und optional.
So, jetzt zur Software. Und hier war ich wirklich positiv überrascht. Da liegen ein USB-Stick und eine leere MicroSD-Karte bei. Ja, und dann schaltet man das Ding ein, bootet von USB-Stick und dann kann man hier so aussuchen, welche der drei Linux-Emulations-Distris man auf die MicroSD drauf installieren will. Also Batocera, RetroPie oder Recalbox. Und das finde ich schon mal ziemlich erstaunlich für so ein Konsumprodukt, dass da so eine Offenheit gelebt wird. Das hat mir ganz gut gefallen. Und was ich auch gut fand, auf dem USB-Stick ist so ein komplettes Testprogramm, mit dem man die beiden Sticks und jede Taste auf Funktion prüfen kann. Durchaus sinnvoll.
Weil ich Batocera-Ultra bin, habe ich mich natürlich nicht nur sofort für Batocera entschieden, sondern ich hatte auch direkt einen aktuellen Batocera-Stick griffbereit. Also die ganz normale Version für Raspis, also keine spezielle Iconic Arcade-Variante. Und da war ich jetzt nochmal positiv überrascht, denn das Teil funktionierte out of the box, ohne jegliche Konfiguration mit dem ganz normalen Batocera-Image. Klar, da ist so ein Standard-USB-Arcade-Encoder-Board drin, das sich als Standard-Gamecontroller ausgibt. Aber trotzdem, man kann sich auch mal freuen über so viel Problemlosigkeit. Es ist auch zum Beispiel direkt möglich, mit beiden Joysticks das Menü zu steuern, was ich auch ganz nett finde. Ja, mit der B-Taste ruft man dann ein Spiel auf und man kann dann direkt loslegen.
Allerdings sind bei Batocera zwar Spiele vorinstalliert, aber vermutlich sind es nicht die, die ihr euch erhofft. Das sind halt so freie Homebrew-Titel. Ganz nett, aber wie gesagt nicht die echten Spielhallenspiele. Und hier kommen wir jetzt in den allseits beliebten rechtlichen Graubereich. In diesem Video hier habe ich das mal etwas ausführlicher behandelt, unter anderem auch, wo man legal ROMs herbekommt. Deshalb gehe ich jetzt hier nicht weiter darauf ein und gehe einfach mal davon aus, dass ihr ROMs habt.
Ja, und dann habt ihr zwei Möglichkeiten, die auf den Automaten zu kriegen. Entweder ihr habt ein Linux-System, da könnt ihr dann einfach den Batocera-Datenträger reinstecken und dann seht ihr im Laufwerk SHARE schon das Verzeichnis ROMs und die Unterordner für alle unterstützten Systeme. Für Arcade-Spiele sind das zum Beispiel FB Neo und MAME. Auf dem Raspi 4 würde ich FB Neo empfehlen, weil der performanter ist als MAME, allerdings auch weniger Spiele unterstützt. Also ihr könnt beides benutzen, ihr könnt in beide eure ROMs reinkopieren. Ja, direkt auf den Datenträger schreiben geht aber wirklich nur auf Linux-Systemen, weil Batocera das Filesystem EXT4 verwendet. Das können Windows und macOS standardmäßig nicht lesen und schreiben.
Wenn ihr Windows oder macOS benutzt, könnt ihr aber was anderes machen, was ich sowieso eleganter finde. Sobald ihr Batocera mit eurem Netzwerk verbunden habt, also hier im Menü auf Netzwerk, gibt Batocera den SHARE-Ordner im Netzwerk frei. Geht dann einfach auf Netzwerk auf eurem Rechner und da müsstet ihr dann BATOCERA sehen. Und wenn ihr da draufklickt, dann seid ihr da drin und dann könnt ihr ROMs übers Netzwerk auf Batocera kopieren.
Richtig schön wird's, wenn ihr noch Videos und Bilder zu den einzelnen Spielen einbindet. Die kann Batocera auch automatisch runterladen über den sogenannten Scraper. Ja, und ihr solltet auf jeden Fall auch noch ein Theme runterladen, das euch gefällt. Das geht hier im Hauptmenü unter Updates und Downloads und dann Themes. Und am Ende kann das so aussehen. Ha, wie schön.
Achso, ja, ja. Retro Achievements unterstützt Batocera und damit der Automat natürlich auch. Liebe ich ja persönlich, weil das noch so eine zusätzliche Spaßkomponente einbaut.
Ja, und wie spielt sich das Ding jetzt? Kann ich nur sagen, gut. Ich hatte mir die Controller-Haptik wirklich schlechter vorgestellt, aber ich mag die Buttons ganz gerne. Die haben einen ziemlich langen Hub, klingen so ein bisschen klapperig, aber ich finde die befriedigend, muss ich sagen. Die Joysticks sind mir vielleicht etwas zu leichtgängig, sind auch wirklich gut geschmiert, kann man hier sehen. Aber ich kann da trotzdem okay drauf spielen. Das ist alles keine Sanwa-Superqualität, aber auch nicht viel schlechter.
Auch sehr gut finde ich das Soundsystem, das hat richtig Wumms, kann man richtig laut machen und auch super, dass da ein direkt zugänglicher Lautstärkeregler eingebaut ist. Das Display ist allerdings, ja, billig. Also das ist so ein richtiges Steinzeit-LCD mit hoher Blickwinkelabhängigkeit, geringem Kontrast.
Also ich hatte am Anfang gedacht, dass man wahrscheinlich die Controller austauschen muss, wenn man da langfristig Spaß haben will, aber jetzt würde ich sagen, es ist eher das Display. Also wenn ich mir aussuchen könnte, besserer Monitor oder bessere Controller, würde ich auf jeden Fall den Bildschirm nehmen. Vielleicht etwas größer, OLED wäre cool, aber ja, ist natürlich alles auch deutlich teurer.
Aber das Gute ist ja, dass das alles Standard-Hardware ist mit Standard-Schnittstellen. Man kann also völlig problemlos zum Beispiel einen Raspi 5 oder einen x86-PC da einbauen. Ist alles USB, HDMI und Klinkenbuchse. Und das haben auch viele schon gemacht, seht ihr hier in diesen Videos. Also das Teil gemoddet, zum Beispiel mit so einem nicen Marquee-Display da oben drauf, hätte ich auch gerne. Aber ich muss auch sagen, ich habe Hemmungen, viel Geld da reinzustecken, weil die Basis, also das Gehäuse, mir einfach zu klapprig ist. Wenn ich mir so Edel-Buttons und Edel-Displays einbauen will, dann doch lieber auch in so ein passendes Edel-Gehäuse. Also ich nutze das Teil auf jeden Fall jetzt erstmal ohne Modding, weil es definitiv auch so schon doll Spaß macht, gerade in so einer Büroumgebung, wo man zu zweit spielen kann.
Falls ihr euch so ein Gerät zulegen wollt, verlasst euch nicht nur auf Preissuchmaschinen. Dieses 350-Euro-Angebot gibt es zum aktuellen Zeitpunkt, also zu dem Zeitpunkt, wo ich das Video hier aufnehme, nur bei einer Spielzeugladenkette, die zumindest meines Wissens nicht in den Suchmaschinen vertreten zu sein scheint. Also da habe ich das Ding auf jeden Fall auch gekauft.
Achso, es gibt hierzulande noch eine etwas ältere Variante vom Iconic Arcade. Die sieht so aus, die aktuelle ist die mit diesen Streifen, also die ich getestet habe. In den USA gibt es übrigens auch noch eine sogenannte XT-Version vom Iconic Arcade mit größerem Display und so einem lizenzierten Gehäusedesign. Die scheinen hier aber bislang nicht in den Handel zu kommen. Ohnehin finde ich ein bisschen komisch, dass auf der Website die europäischen Produkte gar nicht mehr gelistet sind und man im Iconic-Webshop auch gar keine Produkte mehr sieht, beziehungsweise nur so Beispiel-T-Shirts. Also es ist alles ein bisschen suspekt, sag ich mal. Ich bin mir nicht so sicher, was so die Zukunft der Firma angeht. Muss man mal gucken.
Aber wie gesagt, Preis-Leistungs-Verhältnis, 350 Euro. Ja, kann man nicht meckern. Halt für so Leute wie mich, die nicht superviel Geld ausgeben wollen, wie für solche High-End-Dinger. Hier zum Beispiel von Umbrella Arcades. Auch wenn die natürlich sehr nice sind, aber die kosten halt das Zehnfache. Da läuft auch Batocera drauf. Also rein spielerisch wahrscheinlich kein großer Unterschied.
Wenn ihr handwerklich begabt seid, könnt ihr natürlich auch sowas machen wie mein Kollege Johannes von Make. Das ist hier so ein Tischmodell aus feinster Walnuss [1]. Ist auch schön. So viele Möglichkeiten. Aber eigentlich ist ja nur eins wichtig: Hauptsache, ihr habt Spaß. Schreibt gerne in die Kommentare, ob ich falsch liege oder vielleicht auch richtig. Ich lese das alles, zumindest an den ersten Tagen.
Achso, achso, achso, ich will euch noch eine Videoserie [2] ans Herz legen von meiner Kollegin Anne. Die hat mit vielen Kolleginnen und Kollegen von c't und heise, hat die so einen Wetterballon gebaut und den steigen lassen. Also ich habe die ersten drei Folgen jetzt gesehen. Jetzt, wenn dieses Video rauskommt, ist die vierte Folge auch draußen. Fand ich sehr interessant. Lege ich euch ans Herz. Link ist in der Beschreibung. Tschüss!
c't 3003 [3] ist der YouTube-Channel von c't. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.
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[1] https://youtu.be/oSNMRQo8NTM?si=-5F_XX0uNS7e50UX
[2] https://www.youtube.com/watch?v=lHEsjZ88FAg&list=PLUoWfXKEShjePbPYj4UtnE8rVoHPs0Pdr
[3] https://www.youtube.com/channel/UC1t9VFj-O6YUDPQxaVg-NkQ
[4] https://www.heise.de/ct
[5] mailto:jkj@ct.de
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Bei der Betriebsversammlung lobt der Chief Executive Officer eines IT-Konzerns seine weisen und brillanten Entscheidungen, die denen der Konkurrenz überlegen waren, und stimmt die Belegschaft wie gewohnt auf harte Zeiten ein. Golem wollte von Tori Paulman, Vice President Analyst bei Gartner, wissen, ob KI nicht für weniger Geld solche Höchstleistungen des C-Levels zwischen Meetings und Golfplatz ersetzen könne.
Paulman glaubt nicht daran, dass die Konzernlenker durch Backpropagation und den iterativen Optimierungsalgorithmus, genannt stochastischer Gradientenabstieg, ersetzbar sind. Aber er räumt ein, dass sie hohe Kosten verursachen:
"Laut einem Bericht des Economic Policy Institute vom September 2025 ist das Gehaltsverhältnis von CEOs zu Arbeitnehmern in den vergangenen sechs Jahrzehnten dramatisch gestiegen. Im Jahr 2024 verdienten CEOs 281-mal so viel wie der durchschnittliche Beschäftigte, verglichen mit nur 21-mal so viel im Jahr 1965. Diese Zahlen verdeutlichen die erheblichen Investitionen, die Unternehmen in Führungskräfte tätigen" , sagt Paulman.
Der Gartner-Analyst hinterfragt das nicht grundsätzlich, er denkt, dass KI-gestützte Führung "effizienter und kostengünstiger" sei, wenn Manager künstliche Intelligenz als Sparringspartner nutzen. Anstatt Aufgaben lediglich zu automatisieren, ermögliche die Integration von KI in die Arbeitsabläufe von Führungskräften, dass Annahmen hinterfragt, Strategien genau geprüft und versteckte Risiken aufgedeckt werden könnten. Dieser Ansatz führe zu schnelleren, fundierteren Entscheidungen und besseren Geschäftsergebnissen.
Gartner prognostiziert, dass bis zum Jahr 2027 die Hälfte aller Geschäftsentscheidungen KI-gestützt sein wird. Unternehmen sollten wirkungsvolle, realisierbare und skalierbare Anwendungsfälle priorisieren und Schulungen anbieten, damit Führungskräfte lernen, KI als Sparringspartner einzusetzen, erklärte Paulman.
Was er nicht sagt: Wenn die Hälfte der Entscheidungen auch auf KI basiert, dürften die Anzugträger auch nur noch die Hälfte kosten.
KI könne das Urteilsvermögen von Führungskräften nicht ersetzen: "Der Wert von KI liegt darin, menschliches Denken herauszufordern und zu verstärken, nicht darin, Entscheidungen zu treffen. Eine übermäßige Abhängigkeit von KI kann zu Widerstand oder Fehlentscheidungen führen. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn Unternehmen die analytische Leistungsfähigkeit von KI mit menschlicher Erfahrung, kritischem Denken und Kontextverständnis kombinieren."
Generative KI-Tools, die auf großen Sprachmodellen basieren, könnten nicht argumentieren, verstehen oder die Ziele hinter einer Eingabeaufforderung intuitiv erfassen. Es werde das wahrscheinlichste Sprachmuster prognostiziert.
Daher gebe es oft Schwierigkeiten, den Blick für das große Ganze und langfristige Ziele zu bewahren. Dies mache KI zu einem ungeeigneten Entscheidungsstrategen.
Führungskräfte sollten sich mit KI aber auseinandersetzen, um ihre Erfahrung zu hinterfragen und die Entscheidungsfindung zu verbessern. C-Level-Manager sollten KI-gestützte Tools nutzen, um Branchen- und Wettbewerbsdaten schnell zu erfassen, zu synthetisieren und kritisch zu analysieren.
Dies helfe, Trends frühzeitig zu erkennen, Wettbewerber zu vergleichen und fundiertere strategische Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig würden Risiken und Datenlücken aufgezeigt.
"Die effektivsten Führungskräfte sind diejenigen, die menschliches Urteilsvermögen mit KI-gestützten Erkenntnissen verbinden, eigenen Annahmen hinterfragen und bessere Ergebnisse für ihre Organisationen erzielen" , sagt Paulman.
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Spannungsprüfer sollte man nicht bei Temu ordern. Das Risiko ist zu groß, das bei unsachgemäßem Gebrauch und falschen Messergebnissen droht. Als Experte im Bereich Messtechnik gilt der deutsche Hersteller Benning.
Zu dessen Dauerbrennern zählt der Duspol Digital. Damit kann der Elektriker Spannungsfreiheit nachweisen, Spannungen messen, einen FI-Schutzschalter auslösen. Im Gegensatz zu Duspol Analog und Expert zeigt der Digital exakte Spannungswerte und nicht nur Spannungsbereiche an.
Interessant: Amazon verkauft den Benning Duspol Digital gerade zum besten Preis unter den im Geizhals-Preisvergleich gelisteten Shops.
Laut Hersteller eignet sich der Duspol Digital für eine sichere Spannungsprüfung bis 1.000 Volt. Umgehen kann er mit Wechsel- und Gleichspannung, es gibt zudem einen Vibrationsalarm.
Mit einem LC-Display zeigt der Duspol Digital exakte Zahlenwerte an, anders als die beiden Schwestermodelle. Abgedeckt wird auch der Low-Volt-Bereich von 1,0 V bis 11,9 V. Überdies wird laut Hersteller eine Frequenzanzeige bis 1.000 Hz und eine Widerstandsmessung bis 300 Kiloohm geboten. Die Messung der Durchlassspannung von Dioden ist ebenfalls möglich. Abgerundet wird das Ganze durch eine automatische LC-Display-Beleuchtung über einen Lichtsensor.
Das Messgerät kann ebenfalls eine akustische Durchgangsprüfung durchführen, die wird zusätzlich durch Dioden visualisiert. Überdies ist die Rede von einer "berührungslosen Lokalisierung von Kabelbrüchen an offenliegenden und unter Spannung stehenden Leitungen."
Auf Amazon wird der Benning Duspol Digital von Kunden mit 4,8 von 5 Sternen bewertet. Obwohl der Spanungsprüfer schon seit geraumer Zeit auf dem Markt ist, erreicht er laut Produktseite
Die hinterlegte UVP von 108,60 Euro mag keinen typischen Preis widerspiegeln. Laut Geizhals-Preisvergleich mit über 40 Einträgen handelt es sich bei den aktuell aufgerufenen 80,64 Euro jedoch um den derzeit niedrigsten Kurs der dort gelisteten Shops. Der zweitgünstigste Händler, Voelkner, verlangt zum Zeitpunkt der Artikelerstellung bereits 84,57 Euro. Inklusive Versandkosten, die bei Amazon entfallen, steigt der Preisvorteil auf 8,20 Euro gegenüber dem zweitgünstigsten Shop.
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Nicht das richtige Modell? Bei Amazon gibt es auch den Benning Duspol Analog und Expert zum guten Kurs. Diese und weitere Geräte des Herstellers sind in der Übersicht
Der Elektroautohersteller Rivian aus den USA profitiert offenbar stark von der Software-Allianz mit Volkswagen. Das Magazin Der Spiegel hat mit Zuhilfenahme mehrerer Quellen ausgerechnet, dass allein im Jahr 2026 2,3 Milliarden Euro in Rivian investiert werden. "Worüber bislang kaum gesprochen wird: Volkswagen muss auch 75 Prozent der laufenden Kosten des gemeinsamen Entwicklungszentrums finanzieren" , schreibt Der Spiegel . Volkswagen habe sich offiziell noch nicht dazu geäußert.
Da VW auch die eigenen Zahlen für Rivian Volkswagen Technologies (RVT) nicht transparent macht, hat das Magazin eine eigene Rechnung aufgestellt. So legt RVT die Umsätze an der New Yorker Börse in den USA offen. Im vergangenen Jahr wurden 730 Millionen Euro umgesetzt, wovon 365 Millionen Euro von VW stammten.
Eine weitere Annahme resultiert aus einer Aussage der Rivian-CFO Claire McDonough, wonach sie mit einem Umsatzplus von 60 Prozent bei Software und Dienstleistungen rechnet. Das sei vor allem durch die Beiträge von Volkswagen zum Gemeinschaftsunternehmen getrieben.
Der Spiegel leitet daraus einen Zuwachs der Zahlung durch VW von 60 Prozent ab. Dies sei eine konservative Schätzung, damit würden die Kosten auf 584 Millionen Euro steigen.
Hinzu kommen 2,73 Milliarden Euro, die VW bereits im Jahr 2024 als Investment versprochen hatte. Unter anderem sicherte der deutsche Konzern Darlehen und Aktienkäufe von Rivian zu.
"Die gesamten Investitionen von Volkswagen in Rivian Automotive, Inc., und das Joint Venture könnten bis 2026 auf bis zu fünf Milliarden USD ansteigen" , schreibt Volkswagen in der initialen Ankündigung .
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Solarzellen in der Provinz Yunnan, Südchina
(Bild: Captain Wang/Shutterstock.com)
China kann die Erdölknappheit aussitzen. Das Land stellt sich bereits seit Langem auf Grüne Energien um. Was das für den KI-Wettlauf bedeutet. Ein Gastbeitrag.
Die Krise um die Straße von Hormus hat eine neue Debatte über die Folgen eines US-israelischen Kriegs gegen den Iran [1] für China ausgelöst.
Unter Verweis auf Chinas Abhängigkeit von Importen von Öl und verflüssigtem Erdgas (LNG), die durch die weitgehend blockierte Meerenge transportiert werden, argumentieren [2] einige Experten, dass China nur über begrenzte Möglichkeiten verfüge, seine eigenen strategischen und wirtschaftlichen Interessen in der Region zu schützen.
Doch diese Analyse beruht auf einer falschen Annahme bezüglich der chinesischen Energiepolitik.
Zwar ist China der weltweit größte Importeur von Öl und Erdgas. Doch Peking hat die Bedeutung von Energiesicherheit und die Risiken einseitiger Abhängigkeiten seit Langem erkannt. Über die Jahre hat China seine Importquellen diversifiziert und den Übergang weg von fossilen Brennstoffen vorangetrieben. Die potenziellen Verluste durch eine Störung in der Straße von Hormus wären für China daher verkraftbar – oder zumindest nicht existenzbedrohend [4].
Zudem ergreift Peking bereits neue Maßnahmen, um seine Energiesicherheit im Kontext des Kriegs zu schützen. Anfang des Monats fanden in China die jährlichen "zwei Sitzungen" statt, bei denen der Nationale Volkskongress und die Politische Konsultativkonferenz die wichtigsten wirtschaftlichen Ziele festlegen und politische Änderungen für das Jahr beschließen.
Dabei wurde der 15. Fünfjahresplan vorgestellt, der erneut den Schwerpunkt auf technologische Eigenständigkeit legt.
Chinas führende Rolle im Bereich grüner Energie, sichtbar an seinen großen Marktanteilen bei Elektrofahrzeugen, Lithium-Ionen-Batterien und Solarzellen, hat das Wirtschaftswachstum angekurbelt. Der grüne Wandel würde China nicht nur dabei helfen, seine Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu verringern, sondern dem Land auch ermöglichen, eine günstige und zuverlässige grüne Energieinfrastruktur zur Unterstützung seiner Hightech-Entwicklung zu nutzen.
Im diesjährigen Arbeitsbericht der Regierung [5] erwähnte Premierminister Li Qiang neue Infrastrukturprojekte zur Schaffung einer "intelligenten Wirtschaft". Dabei tauchte erstmals der Begriff "Koordination von Strom und Rechenleistung" auf.
Später wies ein Social-Media-Konto des chinesischen Staatsfernsehens darauf hin [6], dass China seine Strominfrastruktur als Grundlage für Rechenleistung ausbaut und niedrigere Strompreise die Kosten für die Nutzung von KI-Modellen letztlich senken werden [7].
Eine ähnliche Formulierung findet sich auch im 15. Fünfjahresplan [8], der das Engagement der Regierung für den koordinierten Ausbau von grünem Strom und Rechenkapazitäten unterstreicht. In der Praxis haben Provinzen wie Ningxia, in denen sich Rechenzentren konzentrieren, ein Modell zur Bündelung grüner Energieversorgung entwickelt, das Solarenergie, Windkraft und das Stromnetz kombiniert.
Grüne Energie ist wetterabhängig und kann schwanken, doch dieses neue Modell gewährleistet eine stabile, effiziente und kostengünstige Energieversorgung für Rechenzentren.
Die Hauptgründe für diesen politischen Kurswechsel sind der steigende Energiebedarf von KI-Rechenzentren sowie Bedenken hinsichtlich der Umweltbilanz von KI. Ohne grüne Energie würde der Strom für Rechenzentren wahrscheinlich aus fossilen Kraftwerken stammen – im Widerspruch zu Chinas Ziel, die Emissionen bis 2030 zu senken und vor 2060 klimaneutral zu werden.
Wie die jüngsten geopolitischen Entwicklungen zeigen, würde ein auf fossilen Brennstoffen basierender Ansatz China zudem erheblichen geopolitischen Risiken aussetzen.
Vor diesem Hintergrund würde die neue Infrastruktur zur "Koordination von Strom und Rechenleistung" nicht nur den Energiebedarf von KI decken und die Effizienz verbessern. Sie würde auch die Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit KI-bezogener Unternehmen steigern und gleichzeitig mit Chinas Klimazielen im Einklang stehen. Langfristig erhoffen sich die chinesischen Führungskräfte, dass der sich gegenseitig verstärkende Ausbau von grünem Strom und Rechenzentren Peking einen Vorsprung in der KI-Entwicklung verschafft.
Durch diese Bemühungen hat sich China in eine deutlich stärkere Position als seine Nachbarn in Ostasien gebracht. US-Verbündete wie Japan und Südkorea haben bereits Ölreserven freigegeben, um den Druck auf die Energiemärkte zu mindern. Im Vergleich zu China sind sie stärker von der Straße von Hormus abhängig. So bezog Japan vor der Krise beispielsweise 90 Prozent seines Öls aus dem Nahen Osten.
Selbst wenn die Straße von Hormus bald wieder vollständig geöffnet wird, stehen Länder, die stark von Energieimporten abhängig sind, an einem Scheideweg. Sie müssen sich zwischen einer fortgesetzten Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen mit steigenden geopolitischen Risiken und einem Übergang zu grüner Energie entscheiden.
Beide Wege haben Vor- und Nachteile. Der Wechsel zu grüner Energie könnte die Abhängigkeit von China erhöhen, da das Land sowohl bei Technologien als auch bei Märkten dominiert. Viele energieimportierende Länder – darunter auch Verbündete der USA – dürften sich mit dieser Abhängigkeit unwohl fühlen.
So drehen sich viele Handelskonflikte zwischen China und der Europäischen Union um Branchen der grünen Energie, beispielsweise Elektrofahrzeuge und Solarmodule. Zudem verstärkt Chinas Einsatz von Exportkontrollen bei kritischen Mineralien Europas Misstrauen gegenüber Peking und die Sorgen um Lieferketten. Der Import grüner Technologien und Produkte aus China dürfte diese Bedenken verschärfen und die Entwicklung europäischer grüner Technologien behindern.
Gleichzeitig bietet der grüne Wandel erhebliche strategische Vorteile. Er ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll und hilft dabei, globale Klimaziele zu erreichen. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern kann grüne Energie wie Wind- und Solarenergie lokal erzeugt werden und ihre Infrastruktur kann über Jahrzehnte genutzt werden, wodurch die Anfälligkeit für globale Lieferunterbrechungen sinkt.
Beide Wege bergen jedoch Risiken für die Energieversorgung und die Lieferketten. Doch sie schließen einander nicht aus. Die optimale Strategie für energieimportierende Länder sollte darin bestehen, ihre Energiequellen zu diversifizieren und sich auf die zukünftige Entwicklung und Verbreitung von KI vorzubereiten, sobald die Hormus-Krise gelöst ist.
Auch die Vereinigten Staaten stehen im sich verschärfenden KI-Wettlauf mit China an einem Scheideweg. Die derzeitige Trump-Regierung scheint kein großer Befürworter grüner Energie zu sein und ihre tief verwurzelten Interessen an fossilen Brennstoffen könnten den Ausbau behindern.
Doch wie die aktuelle Krise zeigt, ist Öl ein globaler Markt. Eine sichere inländische Energieversorgung schützt die amerikanische Bevölkerung nicht vor Preisschocks infolge kriegsbedingter Lieferausfälle im Nahen Osten.
Da China bereit ist, neue Infrastruktur zu nutzen, die grünen Strom und Rechenleistung integriert, stehen die USA vor einer schwierigen Frage: Wenn Washington nicht mit Peking bei grüner Energie kooperiert – sei es durch den Import chinesischer Produkte oder den Aufbau eigenen technologischen Know-hows –, wie will es dann das kontinuierliche Wachstum sicherstellen, das nötig ist, um weltweit die Führung in der KI-Entwicklung zu übernehmen?
Wenjing Wang ist Forschungspraktikantin im Ostasienprogramm des Quincy Institute for Responsible Statecraft. Wenjing hat einen Master-Abschluss in Asienwissenschaften der Georgetown University und einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften der DePaul University.
Dieser Text erschien zuerst bei unserem Partnerportal Responsible Statecraft [9] auf Englisch.
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[1] https://www.telepolis.de/thema/Irankrieg-2026
[2] https://www.csis.org/analysis/no-one-not-even-beijing-getting-through-strait-hormuz
[3] https://responsiblestatecraft.org/author/wenjingwang/
[4] https://www.economist.com/china/2026/03/16/a-maoist-survival-guide-to-the-iranian-energy-crisis
[5] https://npcobserver.com/wp-content/uploads/2026/03/2026-Government-Work-Report_NON-FINAL_ZH.pdf
[6] https://responsiblestatecraft.org/media/
[7] https://china.chinadaily.com.cn/a/202603/18/WS69ba6f9ba310942cc49a3d6b.html
[8] https://www.news.cn/politics/20260313/085af5de5a4b4268aa7d87d90817df2f/c.html
[9] https://responsiblestatecraft.org/china-energy-crisis/
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Neue Studien und reale Fälle zeigen, wie Chatbots wahnhaftes Denken verstärken – und warum ihre Empathie zum Risiko wird. Über den falschen Freund im Kopf.
Regelmäßig berichten Medien in letzter Zeit über sehr besorgniserregende Fälle von KI-Chatbots. Hier einige stellvertretende Beispiele:
Die Liste von Suiziden [5] oder auch Morden rund um Chats mit einem KI-Bot ist auf Wikipedia inzwischen erschreckend lang. Ein weiteres Problem: Wissenschaftler konnten beispielsweise 16 Fälle belegen [6], in denen Menschen im Verlauf der Interaktionen mit KI-Bots Anzeichen von Psychosen entwickelten und den Bezug zur Wirklichkeit verloren.
Ein Beispiel [7]: Menschen, die sich zunehmend als Heilige oder Propheten empfinden und sich darin durch die Aussagen der KI bestätigt fühlen.
Eine Studie [8], die in der Fachzeitschrift The Lancet Psychiatry veröffentlicht wurde, überprüft, wie besorgniserregend das Verhalten von KI-Chatbots wirklich ist. Dr. Hamilton Morrin, Psychiater und Forscher am King's College in London, und sein wissenschaftliches Team analysierten die Gesprächsprotokolle mit LLM-Chatbots von 19 Nutzern, die berichten, durch die Nutzung von Chatbots psychische Schäden erlitten zu haben. Diese Chatprotokolle bestehen aus 391.562 Nachrichten aus 4.761 Gesprächen.
Ein Ergebnis: Chatbots können wahnhaftes Denken fördern – wenn auch möglicherweise nur bei Menschen, die ohnehin schon anfällig für psychotische Symptome sind.
Laut Morrin gibt es drei Hauptkategorien psychotischer Wahnvorstellungen, die er als "grandios", "romantisch" und "paranoid" bezeichnet.
Ein wichtiges Ergebnis der Studie [9]:
"Chatbots zeigen in mehr als 70 Prozent ihrer Nachrichten eine unterwürfige Haltung, und mehr als 45 Prozent aller Nachrichten (von Nutzern und Chatbots) weisen Anzeichen von Wahnvorstellungen auf. (…)
Ein häufig auftretendes Muster, das uns auffiel, war, dass der Chatbot die Äußerungen des Nutzers umformulierte und weiterführte, um ihn zu bestätigen und zu bestärken, während er ihm gleichzeitig versicherte, dass er einzigartig sei und dass seine Gedanken oder Handlungen weitreichende Auswirkungen hätten."
Ein weiteres Ergebnis, das eingangs angeführte Sorgen bestätigt:
"Alle unsere Teilnehmer äußerten entweder platonische Zuneigung oder romantisches Interesse gegenüber dem Chatbot und interpretierten dessen Empathie falsch. Die Chatbots schienen diese Überzeugungen zu bestärken.
Wenn der Nutzer romantisches Interesse am Chatbot bekundet, ist es 7,4-mal wahrscheinlicher, dass der Chatbot in den folgenden drei Nachrichten ebenfalls romantisches Interesse bekundet, und 3,9-mal wahrscheinlicher, dass er Empfindungsfähigkeit behauptet oder andeutet."
Vielleicht das alarmierendste Ergebnis:
"Wenn Nutzer Suizid- oder Selbstverletzungsgedanken äußerten, ging der Chatbot häufig auf die dahinterstehenden schmerzhaften Emotionen ein (66,2 Prozent). Allerdings rieten die Chatbots in nur etwas mehr als der Hälfte (56,4 Prozent) der Fälle von Selbstverletzung ab oder verwiesen auf externe Hilfsangebote.
Noch alarmierender ist, dass der Chatbot, wenn Nutzer gewalttätige Gedanken äußerten, in nur 16,7 Prozent dieser Fälle von Gewalt abriet. Umgekehrt ermutigte oder unterstützte der Chatbot in 33,3 Prozent der Fälle den Nutzer aktiv in seinen gewalttätigen Gedanken."
Die Studienautoren kommen zu dem Schluss:
"Die Eigenschaften, die Chatbots auf Basis großer Sprachmodelle so attraktiv machen, wie beispielsweise performative Empathie, können auch psychologische Schwachstellen schaffen und ausnutzen und so beeinflussen, was Nutzer glauben, wie sie sich selbst wahrnehmen und wie sie die Realität interpretieren."
Die Bedeutung von Chatbots und das Bedürfnis nach Empathie zeigt sich insbesondere, wenn man das Ausmaß der Nutzung von KI für sehr private Zwecke näher betrachtet. Im Sommer letzten Jahres beleuchtete der Bericht "Talk, Trust, and Trade-Offs: How and Why Teens Use AI Companions [10]" die wahren Dimensionen (die vermutlich heute noch höher liegen dürften). Die zentralen Schlussfolgerungen:
"Etwa jeder dritte Jugendliche:
• hat KI für soziale Interaktionen und Beziehungen genutzt, darunter Rollenspiele, romantische Interaktionen, emotionale Unterstützung, Freundschaft oder das Üben von Gesprächen.
• empfindet Gespräche mit KI als ebenso befriedigend oder sogar befriedigender als solche mit echten Freunden.
• Gibt an, sich durch etwas, das eine KI gesagt oder getan hat, unwohl gefühlt zu haben.
• Hat sich dafür entschieden, wichtige oder ernste Angelegenheiten mit KI statt mit echten Menschen zu besprechen."
Eine weitere Studie [11], die auf Jugendliche und junge Erwachsene aus den USA fokussierte, kommt zu ebenfalls beunruhigenden Ergebnissen: Jede(r) Achte nutzt generative KI für Ratschläge zur psychischen Gesundheit. Bei den 18- bis 21-Jährigen war es sogar jede(r) Fünfte. Unter den Nutzern suchten knapp zwei Drittel monatlich oder öfter Rat.
Im Dezember 2025 wandten sich die Generalstaatsanwälte von 42 US-Bundesstaaten schriftlich an ein Dutzend KI-Entwickler [12], darunter Google, Meta, OpenAI und Anthropic.
Sie forderten strengere Schutzmaßnahmen, um "den durch unterwürfige und wahnhafte Ausgaben verursachten Schaden zu vermindern", und drohten mit rechtlichen Schritten.
OpenAI hat auf der Webseite erklärt [13]:
"Wir haben mit über 170 Fachleuten für psychische Gesundheit zusammengearbeitet, damit ChatGPT empathischer reagiert und Menschen bei Bedarf zu realer Unterstützung führt – wodurch ungewollte Antworten um 65 bis 80 Prozent seltener wurden."
Ob aber ChatGPT 5 wirklich deutlich besser geworden ist, wurde in einem Artikel des Guardian [14] angezweifelt. Denn "Fragen, die auf Suizidgedanken hindeuteten, führten zu alarmierenden Antworten, was laut Experten zeigt, 'wie leicht es ist, das Modell zu überlisten'".
Inwiefern wirklich wirksame Schutzmaßnahmen gegen wahnhaftes Denken getroffen werden können, stellt der Studienautor Morrin infrage [15], "denn wenn man mit Menschen arbeitet, deren Überzeugungen wahnhafte Züge aufweisen, und man sie direkt herausfordert und ihnen sofort sagt, dass sie völlig im Unrecht sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie sich von einem zurückziehen und sozial noch stärker isoliert werden".
Morrin weist darauf hin, dass es vielmehr wichtig sei, ein ausgewogenes Gleichgewicht zu finden, bei dem man versucht, den Ursprung der Wahnvorstellung zu verstehen, ohne sie zu bestärken. Allerdings könnte diese Aufgabe einen Chatbot überfordern.
Es greift jedoch zu kurz, nur die Kritik und die Forderungen an Silicon Valley zu stellen. Denn die tiefer liegenden Gründe für die Gefahr durch Chatbots liegen in dem ausgesprochen großen Bedürfnis nach einem virtuellen Zuhörer.
Ein so ausgeprägtes Bedürfnis, das viel über die Abwesenheit wirklichen Zuhörens in der realen Welt von Menschen aussagt. Die Lösung hierfür liegt nicht in der Verbesserung des Algorithmus.
Brauchen Sie Hilfe?
Wenn Sie selbst von suizidalen Gedanken betroffen sind oder sich um jemanden sorgen, holen Sie sich Unterstützung. In akuten Situationen wenden Sie sich bitte an den Notruf unter 112 oder an die nächste psychiatrische Klinik.
Kostenlose und anonyme Hilfe bietet die Telefonseelsorge unter 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 sowie online unter www.telefonseelsorge.de [16] (auch Chat und E-Mail).
Weitere Beratungsangebote und Hilfsstellen finden Sie unter www.deutsche-depressionshilfe.de. [17]
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https://www.heise.de/-11223610
Links in diesem Artikel:
[1] https://www.judiciary.senate.gov/imo/media/doc/e2e8fc50-a9ac-05ec-edd7-277cb0afcdf2/2025-09-16%20PM%20-%20Testimony%20-%20Raine.pdf
[2] https://www.npr.org/sections/shots-health-news/2025/09/19/nx-s1-5545749/ai-chatbots-safety-openai-meta-characterai-teens-suicide
[3] https://www.euronews.com/next/2023/03/31/man-ends-his-life-after-an-ai-chatbot-encouraged-him-to-sacrifice-himself-to-stop-climate-
[4] https://www.nytimes.com/2024/10/23/technology/characterai-lawsuit-teen-suicide.html
[5] https://en.wikipedia.org/wiki/Deaths_linked_to_chatbots
[6] https://www.theguardian.com/commentisfree/2025/oct/28/ai-psychosis-chatgpt-openai-sam-altman
[7] https://www.rollingstone.com/culture/culture-features/ai-spiritual-delusions-destroying-human-relationships-1235330175/
[8] https://www.thelancet.com/journals/lanpsy/article/PIIS2215-0366(25)00396-7/abstract
[9] https://spirals.stanford.edu/research/characterizing/
[10] https://www.commonsensemedia.org/sites/default/files/research/report/talk-trust-and-trade-offs_2025_web.pdf
[11] https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2841067
[12] https://www.ft.com/content/7f635a68-3b2a-4e4f-ae3d-926ff06ff068?syn-25a6b1a6=1
[13] https://openai.com/de-DE/index/strengthening-chatgpt-responses-in-sensitive-conversations/
[14] https://www.theguardian.com/technology/2025/nov/02/openai-chatgpt-mental-health-problems-updates
[15] https://www.theguardian.com/technology/2026/mar/14/ai-chatbots-psychosis
[16] http://www.telefonseelsorge.de/
[17] http://www.deutsche-depressionshilfe.de/
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(Bild: NanThidarat, shutterstock)
Omega-3-haltige Nahrungsergänzungsmittel boomen, doch wissenschaftliche Studien liefern ernüchternde Ergebnisse. Was bringen die Kapseln wirklich?
Fischölkapseln gehören zu den meistverkauften Nahrungsergänzungsmitteln in Deutschland. Viele Menschen versprechen sich davon Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz. Doch die wissenschaftliche Datenlage zeichnet ein deutlich nüchterneres Bild.
Während die Werbung mit Gesundheitsversprechen lockt, zeigen große Studien kaum Wirkung der gängigen Präparate. Gleichzeitig ist in Deutschland ausgerechnet jene Substanz nicht verfügbar, für die es Hinweise auf einen tatsächlichen Nutzen gibt.
Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die eine Doppelbindung zwischen dem dritten und vierten Kohlenstoffatom besitzen, erklärt [1] das medizinische Fachlexikon DocCheck. Für den menschlichen Körper sind drei dieser Fettsäuren [2] besonders wichtig: Die pflanzliche Alpha-Linolensäure (ALA), die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA).
ALA ist essenziell, das bedeutet: Der Körper kann sie nicht selbst herstellen und ist auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Sie kommt vor allem in Leinsamen und Leinöl, in Walnüssen und Walnussöl sowie in Rapsöl vor.
EPA und DHA werden im Körper aus ALA gebildet, allerdings nur in sehr geringen Mengen [3]. Angaben dazu schwanken zwischen ein und zehn Prozent, so die AOK. Eine rein pflanzliche Ernährung ist daher oft keine ausreichende Grundlage, um den Bedarf an EPA und DHA zu decken.
Besonders reichlich sind diese beiden Fettsäuren dagegen in fetten Kaltwasser-Meeresfischen enthalten [4]: Lachs, Hering, Makrele und Sardelle. Darüber hinaus finden sich EPA und DHA in höherer Konzentration auch in Krill und bestimmten Mikroalgen.
Omega-3-Fettsäuren erfüllen im Körper zahlreiche wichtige Funktionen. Sie sind Bestandteil von zellulären Membranen und halten die Hüllen der Zellen geschmeidig. Wie gut etwa die Nervenzellen arbeiten, hängt mit davon ab, welchen Anteil die gesunden Fettsäuren in den Zellmembranen haben. So sind Omega-3-Fettsäuren besonders wichtig für die Hirnentwicklung des Kindes in der Schwangerschaft.
Außerdem werden sie für die Produktion verschiedener Hormone benötigt. Sie spielen eine Rolle bei Blutdruckregulation und Nierenfunktion und hemmen die Blutgerinnung. Studien konnten zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren die Immunabwehr stärken und Entzündungsvorgänge zum Abklingen bringen.
Entscheidend für die entzündungshemmende Wirkung ist jedoch das Verhältnis der Omega-3-zu den Omega-6-Fettsäuren, von denen nicht zu viele vorhanden sein dürfen. Denn wir verarbeiten beide Fettsäuren mithilfe desselben Enzyms. Sind alle Enzymmoleküle mit Omega-6 besetzt, können wir kein Omega-3 mehr verstoffwechseln.
Optimal sei ein Verhältnis von 5:1 – fünf Teile Omega-6 und ein Teil Omega-3, betont Schulze-Lohmann von der AOK. Tatsächlich liegt das Verhältnis bei den meisten eher bei 15:1 oder 20:1 – also viel zu viel Omega-6.
Das liegt zum einen daran, dass die Omega-6-Variante vor allem in fertig verarbeiteten Lebensmitteln zu finden ist. Omega-6 ist zum anderen aber auch in allen Pflanzenölen enthalten, insbesondere in Oliven-, Sonnenblumen-, Distel- oder Kürbiskernöl. Besser wäre es, diese Öle durch Lein-, Hanf-, Walnuss- oder Rapsöl zu ersetzen.
Wer etwas über seine persönliche Versorgung mit den Omega-3-Fettsäuren wissen will, kann seinen Omega-3-Index mittels Bluttest bestimmen lassen. Diese Untersuchung wird von den Krankenkassen allerdings nicht bezahlt.
Doch zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel halten offensichtlich nicht, was deren Werbetexte versprechen. So hat etwa die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKDAE) die Ergebnisse des sogenannten Cochrane Review aufgearbeitet. Darin eingeschlossen wurden 79 Studien von 12 bis 72 Monaten Dauer mit immerhin über 112.000 Teilnehmern.
Dabei wurde laut AKDAE gezeigt [5], dass die erhöhte Zufuhr von EPA und/oder DHA keinen oder einen allenfalls geringen Effekt auf die kardiovaskuläre Erkrankungen und die Lebenserwartung besitzt, so die AKDAE. Solche Ergebnisse stellen die weitverbreiteten Empfehlungen infrage, schreibt die AKDAE.
Dagegen liefern die Daten Indizien für positive Effekte der Alpha-Linolensäure (ALA), die hochkonzentriert beispielsweise in Leinöl enthalten ist.
Die europäische Zulassungsbehörde EMA hatte bereits 2018 die Schlussfolgerung gezogen und festgestellt, dass Omega-3-Fettsäure-Supplemente in einer Dosierung von einem Gramm pro Tag zur Sekundärprävention nach Herzinfarkt unwirksam sind und für diese Indikation nicht mehr eingesetzt werden sollen.
Auch in der VITAL-Studie blieb die Gabe von üblich dosierten Fischölkapseln (1 Gramm pro Tag, mit 460 Milligramm EPA und 380 Milligramm DHA) bei über 25.000 Teilnehmern ohne signifikanten Effekt auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit, das Auftreten von Krebserkrankungen und die allgemeine Sterberate, berichtet das AKDAE.
Eine weitere Metastudie fand besonders dort, wo die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren mehr als ein Gramm pro Tag betrug, sogar ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern, berichtet [6] zudem das Ärzteblatt. Auf Basis dieser Daten hat die EMA eine Ergänzung der Arzneimittel-Informationen für Omega-3-Ethylester beschlossen, um auf Vorhofflimmern als häufige Nebenwirkung hinzuweisen.
Bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen oder kardiovaskulären Risikofaktoren besteht unter Omega-3-Fettsäuren ein dosisabhängig erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern, stellt auch DocCheck fest. Es war bei einer Dosis von 4 Gramm pro Tag am höchsten. Wenn bei Patienten ein solches Risiko besteht, sollte die Behandlung mit entsprechenden Arzneimitteln oder Omega-3-Supplementen dauerhaft abgesetzt werden.
Wer Omega-3 in erhöhten Dosen als Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, kann gegebenfalls eine verringerte Blutgerinnung feststellen, die sich zum Beispiel durch Nasenbluten zeigt, warnt der NDR. Das gilt vor allem auch für Menschen, die bereits Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung einnehmen.
In jedem Fall ist es sinnvoll, vor dem Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln mit seinem Arzt oder Apotheker zu sprechen.
Dagegen zeigen Omega-3-Fettsäure-Präparate eine gute Triglyzerid-senkende Wirkung, schreibt das Ärzteblatt. Kombipräparate von EPA und DHA senken die Triglyzeride [7] dabei um etwa 25 Prozent. Erhöhte Triglycerid-Werte im Blut sind ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Omega-3-Fettsäure-Supplemente können also eingesetzt werden, falls die Triglyzeridkonzentration durch Arzneien nicht ausreichend kontrolliert werden kann, resümiert das Ärzteblatt.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Datenlage gibt es dennoch keinen Grund, die derzeit verfügbaren Omega-3-Fettsäure-Supplemente bei irgendeiner Patientengruppe zur Senkung des kardiovaskulären Risikos zu empfehlen, schreibt die AKDAE. Gleiches gilt für die Anwendung zur Prophylaxe oder Therapie von Gleiches gilt für die Anwendung zur Vorbeugung oder Behandlung von schweren chronischen Leiden wie bestimmten Krebserkrankungen, Demenz, neurodegenerativen Zuständen oder Depressionen.
Nicht zuletzt kann man seine Omega-Bilanz auch dadurch erheblich verbessern, dass man auf den Speiseplan weniger Omega-6-Fettsäuren setzt (zum Beispiel weniger Sonnenblumenöl, Distelöl, Fertigprodukte) und stattdessen mehr pflanzliche Omega-3-Quellen wie Nüsse und Leinöl – und gelegentlich ein gutes Stück Fisch, rät der NDR.
Allerdings ist Leinöl aufgrund seines besonders hohen Gehalts an der wertvollen Omega-3-Fettsäure ALA (50 bis 60 Prozent) sehr lichtempfindlich und wird leicht ranzig. Man sollte qualitativ hochwertiges Öl kaufen und dies unbedingt dunkel sowie luftdicht lagern. Nach dem Anbruch sollte Leinöl innerhalb von drei Wochen verbraucht werden, sonst geht die Gesundheitswirkung verloren. Und besonders wichtig: Leinöl niemals erhitzen.
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Links in diesem Artikel:
[1] https://flexikon.doccheck.com/de/Omega-3-Fetts%C3%A4ure
[2] https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Lebenswichtige-Omega-3-Fettsaeuren-Richtige-Dosierung-entscheidend,fettsaeuren100.html
[3] https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/vitamine/wie-gesund-sind-omega-3-fettsaeuren/
[4] https://www.gesundheit.gv.at/lexikon/O/lexikon-omega-drei-fettsaeuren.html
[5] https://www.akdae.de/arzneimitteltherapie/arzneiverordnung-in-der-praxis/ausgaben-archiv/ausgaben-ab-2015/ausgabe/artikel/2019/2019-03-04/supplemente-mit-omega-3-fettsauren-gibt-es-evidenzbasierte-indikationen
[6] https://www.aerzteblatt.de/archiv/mehr-als-nahrungsergaenzung-therapiepotenzial-von-omega-3-fettsaeuren-d2f18fad-1004-434f-8184-300559dabd64
[7] https://www.apotheken-umschau.de/diagnose/laborwerte/triglyceride-wert-sollte-nicht-zu-hoch-sein-740053.html
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RCS wird besser – bald.
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Der Branchenverband GSMA hat das RCS Universal Profile 4.0 finalisiert. Die neue Version verspricht native Videoanrufe, Rich-Text-Formatierung und mehr.
Der Branchenverband GSMA hat die Spezifikation des nächsten Rich Communication Services (RCS) Universal Profile finalisiert. Das RCS Universal Profile 4.0, wird vom Verband als das bisher „umfassendste Update“ bezeichnet und bringt mehrere neue Funktionen für Nutzerinnen und Nutzer, die „Videos und ausdrucksstärkere Texte in den Mittelpunkt ihrer Unterhaltungen mit Freunden oder der Familie sowie ihrer Interaktionen mit Unternehmen rücken“. Mit dem Update rückt das Messaging-Protokoll hinsichtlich des Funktionsumfangs ein wenig näher an WhatsApp & Co. heran.
Laut der GSMA-Ankündigung [1] bringt die neue RCS-Version mehrere Neuerungen, darunter native Videoanrufe in Chats, umfangreichere Textformatierungsmöglichkeiten und eine verbesserte Medienfreigabe.
In puncto Videoanrufen wird es künftig möglich sein, sogenannte „Messaging-Initiated Video Calls“ (MIVC) durchzuführen. Das heißt, dass Nutzer von RCS-Einzel- oder Gruppenchats direkt darin einen Videoanruf mit dem Gegenüber innerhalb der RCS-kompatiblen App ausführen können. Zurzeit müssen RCS-Nutzer für Videoanrufe auf eine andere App wie WhatsApp, Google Meet oder FaceTime wechseln. Weiter heißt es, dass RCS künftig auch Unterstützung für ein „spätes Beitreten“ bietet. Das heißt, dass Gruppenmitglieder auch später zu einem laufenden Anruf hinzustoßen können.
Mit RCS 4.0 hält außerdem Unterstützung für Rich-Text-Formatierungen Einzug, sodass sich in Nachrichten beispielsweise Fett- oder Kursivschrift verwenden lassen. Universal Profile 4.0 soll auch eine Abwärtskompatibilität durch klar definierte Ausweichlösungen gewährleisten. Unter anderem sollen sich Nachrichten unformatiert lesen lassen, wenn eine RCS-Nachricht auf SMS zurückgreifen muss.
Außerdem spricht die GSMA von einer verbesserten Übertragungsqualität von Fotos, Videos und Audiodateien. Die Geräte wählen unter RCS 4.0 das beste Format, das beide Seiten unterstützen, um eventuelle Komprimierungsprobleme zu vermeiden. Besonders für den Business-Einsatz sind weitere Neuerungen gedacht: Beispielsweise soll RCS 4.0 das Streamen von Videos in Nachrichtenkarten unterstützen, um nicht auf den Download warten zu müssen; auch soll RCS eine bessere Kontrolle darüber liefern, wie Links geöffnet werden.
Mit dieser Lösung soll sichergestellt werden, dass Nutzer für einfache Vorgänge wie das Anzeigen einer Speisekarte in der Messaging-App bleiben, während sie für komplexere Vorgänge wie Zahlungen zu einer speziellen App weitergeleitet werden können.
Bis die neuen Funktionen des RCS Universal Profile 4.0 in Messaging-Apps wie Googles oder Apples Nachrichten-Apps bereitstehen, dürfte es noch eine ganze Weile dauern. Bislang ist noch nicht einmal Universal Profile 3.0 [2] in vollem Umfang verfügbar. Das Universal Profile 3.0 wurde im März 2025 finalisiert und enthält unter anderem Unterstützung für native End-to-End-Verschlüsselung (E2EE). Dieses Feature befindet sich bei Apple und Google immer noch in der Testphase [3], seitens Apple heißt es, dass RCS mit E2EE „in einem späteren Softwareupdate“ erscheinen soll.
Überdies sind an der Umsetzung nicht nur die Entwickler der entsprechenden Apps und Betriebssysteme involviert, sondern auch die Netzbetreiber. Vor 2027 dürfte es mit RCS 4.0 also nichts werden.
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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.gsma.com/newsroom/article/from-rich-text-to-video-rcs-universal-profile-4-0-has-arrived/
[2] https://www.heise.de/news/Messaging-per-RCS-Dank-Universal-Profile-3-0-zu-mehr-Sicherheit-fuer-alle-10328123.html
[3] https://www.heise.de/news/RCS-in-Nachrichten-App-Apple-beginnt-mit-Tests-fuer-Verschluesselung-11179634.html
[4] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[5] mailto:afl@heise.de
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Google bringt seine KI-Funktion Search Live nun auch nach Deutschland.
(Bild: Google)
Google erweitert den Zugang zu seiner KI-Funktion „Search Live“, mit der Nutzer per Sprache und Kamera interaktiv suchen können – nun auch in Deutschland.
Google erweitert den Zugang zu seiner KI-Funktion „Search Live“, mit der Nutzerinnen und Nutzer per Sprache und der Kamera interaktiv nach Informationen suchen können. Der KI-Suchassistent steht laut Google nun in mehr als 200 Ländern und Regionen sowie in Dutzenden Sprachen zur Nutzung bereit. Die Funktion wird sowohl für Android als auch iOS angeboten.
Das Unternehmen hatte die „Search Live“-Funktion schon im vergangenen Juni in den USA eingeführt [1] und später um die Kamerafunktion ergänzt. Damit können Nutzer etwa die Smartphonekamera auf ein Objekt richten und die KI nach Informationen fragen – etwa wie man ein Regal aufbaut oder andere Dinge. Googles KI-Assistent Gemini gibt darauf eine gesprochene Antwort sowie Links zu weiterführenden Informationen aus.
Die neue Funktion ist Teil des AI-Modes in der Google-App. Sie basiert laut Google auf dem neuen Audio- und Sprachmodell Gemini 3.1 Flash Live [2], das mehrsprachig ist und natürlichere Gespräche ermöglichen soll. Das neue Modell zeichnet sich dem Unternehmen zudem durch eine verbesserte Reaktionsgeschwindigkeit aus und ermöglicht laut Google „natürlichere und intuitivere Gespräche“. Der Zugriff ist auch über Google Lens möglich.
Mit dieser Funktion baut Google seine KI-gestützte Suche deutlich aus und positioniert sie stärker als sprachbasierten Echtzeit-Assistenten. Die Funktion hatte Google schon im Zuge der Entwicklerkonferenz I/O im Mai 2025 präsentiert und dürfte nicht nur für Smartphones bestimmt sein, sondern auch für die in Entwicklung befindlichen Smart-Glasses auf Basis von Android XR [3], die im Laufe dieses Jahres erscheinen sollen.
Neben der globalen Bereitstellung der Search-Live-Funktion hat Google zudem angekündigt, die Echtzeit-Übersetzungsfunktion von Google Translate (Übersetzer) auch für iOS einzuführen. Damit können Nutzerinnen und Nutzer von iPhones die App verwenden, um Sprache in Echtzeit aufzunehmen und die Übersetzung über ihre Kopfhörer zu hören. Die Funktion steht laut Googles Ankündigung [4] nun in Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Großbritannien, Japan und Thailand zur Verfügung.
Apple hatte eine ähnliche Funktion mit iOS 26 eingeführt [5]. Sie kann zusammen mit aktuellen AirPods-Modellen verwendet werden.
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[1] https://www.heise.de/news/Google-erlaubt-sprachliche-Unterhaltung-mit-KI-Chatbot-in-der-Live-Suche-10452190.html
[2] https://blog.google/innovation-and-ai/models-and-research/gemini-models/gemini-3-1-flash-live/
[3] https://www.heise.de/news/Android-XR-Googles-smarte-Brille-mit-integriertem-Display-kurz-ausprobiert-11195134.html
[4] https://blog.google/products-and-platforms/products/translate/live-translate-with-headphones/
[5] https://www.heise.de/ratgeber/Ausprobiert-Live-Uebersetzung-mit-iOS-26-und-AirPods-4-ANC-Pro-2-und-Pro-3-10671234.html
[6] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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Apple Intelligence: Geht es langsam voran?
(Bild: Apple)
Mit iOS 27 soll ein verbessertes Apple Intelligence kommen – inklusive Chatbot-Siri. Vorab gibt's bei Apple noch eine Reihe von KI-Veränderungen. Ein Überblick.
Bei Apple Intelligence und der KI-Modernisierung von Apples Sprachassistenz Siri tut sich gerade intern eine ganze Menge. So soll der Konzern derzeit am Einbau von Googles Gemini-Technik [1] in seine Apple Foundation Models (AFM) arbeiten und eine „richtige“ Chatbot-Siri samt App für iOS 27 [2] vorbereiten. Neue Medienberichte zeigen nun, in welche Richtung das alles geht.
Apple hatte zuletzt in seiner KI-Abteilung massiv mit Abgängen [3] zu kämpfen. Das Apple-Intelligence-Team hat mehrere Mitarbeiter an Meta, OpenAI und verschiedene KI-Start-ups verloren. Offenbar war der Frust über (zu) langsames Vorankommen groß, zudem lockten die Konkurrenten mit viel Geld, teilweise zwei- bis dreistelligen Millionenbeträgen. Damit sich Apple-Angestellte nicht von dem Konzern abwenden, soll es nun zusätzliche Zahlungen gegeben haben. Laut einem Bloomberg-Bericht [4] ging das Geld in Form von Aktienpaketen zunächst an iPhone-Hardware-Designer.
Diese Gruppe gilt, neben den KI-Experten, ebenfalls als abwerbungsgefährdet, unter anderem an Jony Ives KI-Kooperation mit OpenAI, wo bereits viele Apple-Gestalter arbeiten [5]. Die Summen, die als Boni an die Designer gingen, fielen allerdings vergleichsweise moderat aus: Sie sollen zwischen 200.000 und 400.000 US-Dollar wert sein, zudem müssen die Mitarbeiter vier Jahre bei Apple bleiben, um die volle Stückzahl zu erhalten. Das ist wesentlich weniger als etwa die vielen Millionen, die Meta vor einigen Monaten zahlte [6]. Die neuen Boni werden laut Bloomberg zusätzlich zu den regulären „Stock Awards“ bezahlt.
Bislang war noch unklar, wie tief Apple Googles Gemini in seine AFMs integrieren darf. Laut einem Bericht des IT-Fachdienstes The Information [7] gehen die Möglichkeiten erstaunlich tief: Apple soll es erlaubt sein, auch sogenannte Destillate des Grundmodells zu erstellen. Dabei wird das Modell in einem besonderen Prozess „heruntergerechnet“, indem Wissen aus einem großen Modell auf ein kleines übertragen wird, das dann auch auf iPhones ausgeführt werden könnte. Bislang war unklar, ob Google dies Apple auch durchführen lässt. Laut The Information hat Apple „vollen Zugriff“ auf Gemini. Der Konzern setzt offenbar auf eine Kombination aus weiterhin eigenen Modellen, kleineren oder destillierten Gemini-Modellen und Googles eigener Cloud, wo Gemini auf TPU-Servern des Konzerns [8] läuft.
Apple plant offenbar außerdem nicht, Nutzer zur Verwendung von Siri unter iOS 27 zu zwingen. Laut einem weiteren Bloomberg-Bericht [9] wird es möglich sein, auch ChatGPT von OpenAI und womöglich Claude von Anthropic zu integrieren. Offenbar ist auch Gemini als Chatbot vorgesehen. Über Siri soll man direkt auswählen können, welcher Chatbot anzusprechen ist – dazu wird es neue „Extensions“ geben, schreibt Bloomberg. Das Betriebssystem soll zudem erkennen können, ob Chatbot-Apps bereits laufen.
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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Nach-Gemini-Siri-Deal-Google-nun-Apples-bevorzugter-Cloud-Anbieter-11166990.html
[2] https://www.heise.de/news/iOS-27-Apple-erwaegt-Siri-App-und-Siri-fragen-Knopf-11224654.html
[3] https://www.heise.de/news/Abgeworbener-Apple-KI-Experte-Meta-zahlt-ihm-angeblich-200-Millionen-US-Dollar-10482080.html
[4] https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-03-26/apple-gives-iphone-designers-rare-bonuses-to-fight-openai-poaching
[5] https://www.heise.de/news/Ive-und-Altman-In-die-OpenAI-Hardware-will-man-reinbeissen-11090725.html
[6] https://www.heise.de/news/Metas-KI-Verlockungen-tragen-Fruechte-Wichtiger-Apple-Mitarbeiter-abgeworben-10478607.html
[7] https://www.theinformation.com/newsletters/ai-agenda/apple-can-distill-googles-big-gemini-model?rc=klmisg
[8] https://www.heise.de/news/Nvidia-Konkurrenz-Google-will-sein-TPU-Geschaeft-angeblich-gross-aufziehen-11193578.html
[9] https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-03-26/apple-plans-to-open-up-siri-to-rival-ai-assistants-beyond-chatgpt-in-ios-27
[10] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[11] https://www.heise.de/mac-and-i
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