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Cloudflare: Ein CLI-Tool für alles

Von Heise
Isometrische Darstellung von Programmierobjekten wie Code-Fenster, Stiften, Legosteinen und Lavalampe.

(Bild: Cloudflare)

Cloudflare will mit cf alle Produkte über ein einziges Kommandozeilen-Tool steuerbar machen – optimiert für Entwickler und KI-Agenten.

Cloudflare hat ein neues, einheitliches Kommandozeilen-Tool vorgestellt, das alle Produkte und APIs des Anbieters abdecken soll. cf befindet sich aktuell in einer Preview und soll langfristig die bisherige Fragmentierung auflösen: Statt je nach Produkt zwischen Dashboard, Wrangler-CLI, Terraform und REST-API zu wechseln, sollen Entwickler künftig alle Dienste über ein einziges Werkzeug steuern können. Gleichzeitig richtet Cloudflare das Tool auf die Nutzung durch KI-Agenten aus. Ebenfalls neu ist der Local Explorer, der erstmals direkten Einblick in lokal simulierte Cloudflare-Ressourcen bietet.

In Cloudflares Portfolio befinden sich aktuell mehr als 100 Produkte mit rund 3.000 API-Operationen. Dazu gehören die serverlose Laufzeitumgebung Workers, die Datenbank D1, der Objektspeicher R2, der Key-Value-Store KV und Durable Objects für zustandsbehaftete Anwendungen. Bislang verwalten Entwickler diese Dienste über verschiedene Werkzeuge: die Wrangler-CLI für Workers-Deployment, Miniflare für die lokale Emulation der Laufzeitumgebung, das Web-Dashboard und Terraform. Keines dieser Tools deckt alle Produkte ab.

Genau das soll cf ändern. Es erweitert Wrangler und bildet perspektivisch die gesamte API-Oberfläche ab. Entwickler können die Preview bereits per npx cf ausprobieren oder global über npm installieren. Cloudflare plant, dass sich über das neue Tool alle Dienste nach dem Infrastructure-as-Code-Prinzip konfigurieren lassen – mit einheitlicher Syntax. Ein Beispiel wäre cf kv get statt produktabhängig variierender Befehle.

TypeScript-Schema als zentrale Quelle

Unter der Haube steckt ein neues, TypeScript-basiertes Schema, das als zentrale Quelle für alle Schnittstellen dient. OpenAPI beschreibt nur REST-Endpunkte; das neue Schema erfasst darüber hinaus CLI-Kommandos, Konfigurationsdateien, Bindings sowie lokale Entwicklung und Tests. Daraus generiert Cloudflare automatisch SDKs, Terraform-Provider, Dokumentation und CLI-Befehle. Verbindliche Regeln auf Schema-Ebene erzwingen Konsistenz: Befehle heißen immer get, nie info; Flags wie --json stehen einheitlich zur Verfügung.

Diese Konsistenz zielt vor allem auf KI-Agenten, die Cloudflare inzwischen als „primäre Kunden“ der APIs betrachtet. Agenten sind auf vorhersagbare Schnittstellen angewiesen – weicht die Syntax eines Befehls von der erwarteten Konvention ab, rufen sie nicht existierende Kommandos auf. Ebenso wichtig: Die CLI signalisiert künftig klar, ob ein Befehl lokale oder entfernte Ressourcen betrifft. Bisher konnte es passieren, dass ein Agent eine lokale Datenbank beschrieb, während der Entwickler mit Remote-Bindings arbeitete.

Local Explorer für lokale Ressourcen

Der ebenfalls vorgestellte Local Explorer ermöglicht die Inspektion und Bearbeitung lokal simulierter Cloudflare-Ressourcen. Das Werkzeug integriert sich in Wrangler und das Cloudflare-Vite-Plugin und zeigt lokal simulierte Ressourcen wie KV, R2, D1, Durable Objects und Workflows an. Bisher mussten Entwickler dafür das Zustandsverzeichnis .wrangler/state durchsuchen oder auf Drittanbieter-Tools zurückgreifen. Nun lassen sich Datenbankinhalte direkt prüfen, Testdaten einfügen oder Tabellen zurücksetzen.

Technisch stellt der Local Explorer eine lokale Spiegelung der Cloudflare-API unter /cdn-cgi/explorer/api bereit. Diese verhält sich wie die produktive API, arbeitet aber ausschließlich mit lokalen Daten. Dadurch funktionieren dieselben CLI-Befehle lokal wie remote – ein Flag wie --local lenkt die Anfrage lediglich an den lokalen Endpunkt um. Ein D1-Query adressiert dann die lokale SQLite-Instanz statt der gehosteten Datenbank, ohne dass sich die Semantik ändert. Agenten können den lokalen API-Endpunkt direkt ansprechen und finden dort eine OpenAPI-Spezifikation vor.

Die Ankündigungen fallen in Cloudflares Agents Week, in der das Unternehmen seine Plattform stärker auf KI-Agenten ausrichtet. Weitere Neuerungen umfassen unter anderem Durable Object Facets für isolierte Datenbankinstanzen in dynamisch erzeugten Anwendungen, persistente Sandbox-Umgebungen für Agenten (jetzt allgemein verfügbar) sowie eine identitätsbasierte Zugriffskontrolle für ausgehende Verbindungen aus Sandboxes.

Die neue CLI unterstützt derzeit nur einen Teil der Cloudflare-Produkte. Die vollständige API-Abdeckung und die Integration bestehender Wrangler-Funktionen plant Cloudflare für die kommenden Monate. Das Unternehmen ruft Entwickler auf [1], über den Cloudflare-Developers-Discord Feedback zur weiteren Ausgestaltung zu geben.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11256008

Links in diesem Artikel:
[1] https://blog.cloudflare.com/cf-cli-local-explorer/
[2] https://www.heise.de/ix
[3] mailto:fo@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

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  • 14. April 2026 um 12:29

Software Testing: Vom Developer zum Test Automation Engineer

Von Heise
Software Testing: Vom Developer zum Test Automation Engineer

(Bild: Richard Seidl)

Wie wird man vom Entwickler zum Test Automation Engineer? Benjamin Bischoff über Tools, KI, Herausforderungen und Softwarequalität.

In dieser Episode spricht Richard Seidl mit Benjamin Bischoff über den spannenden Weg vom Softwareentwickler zum Test Automation Engineer. Die Episode bietet Einblicke, wie technische und methodische Fähigkeiten aus zwei Bereichen zusammenfinden. Benjamin Bischoff erklärt, wie sein Interesse für hochwertige Software ihn von der klassischen Entwicklung in die Testautomatisierung führte. Offen berichtet er, wo seine Vorteile liegen und wo er selbst noch Herausforderungen sieht, etwa beim explorativen Testen. Themen wie aktuelle Tools, der Einfluss von KI und Tipps für Quereinsteiger machen klar, dass Testautomatisierung mehr ist als bloßes Programmieren.

Nach 15 Jahren als Softwareentwickler und Trainer wechselte Benjamin Bischoff [2] 2016 in den Bereich der Testautomatisierung. Derzeit arbeitet er als Test Automation Engineer bei trivago N.V. in Düsseldorf und konzentriert sich dort hauptsächlich auf Backend- und Frontend-Testtechnologien und -Pipelines. Benjamin Bischoff ist Autor des Buches „Writing API Tests With Karate“ und betreut einige Open-Source-Projekte im Bereich Software-Testing und Reporting. Er hält regelmäßig Vorträge auf Konferenzen und schreibt auf seiner Website softwaretester.blog [3] Beiträge über Testen, Automatisierung und Software-Craftsmanship.

Software-Testing im Gespräch

Bei diesem Format dreht sich alles um Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste schauen sich Dinge an, die mehr Qualität in die Softwareentwicklung bringen.

Die aktuelle Ausgabe ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar: „Vom Developer zum Test Automation Engineer – Benjamin Bischoff [4]“.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11251576

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[2] https://www.linkedin.com/in/benjamin-bischoff/
[3] https://www.softwaretester.blog/
[4] https://www.richard-seidl.com/de/blog/vom-entwickler-zum-tester
[5] mailto:mdo@ix.de

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  • 14. April 2026 um 08:25

heise+ | Drei Mikro-USB-Sticks für Smartphone, Tablet und Notebook im Vergleich

Von Heise

Der Speicher vieler Mobilgeräte lässt sich nicht aufrüsten. Ein schneller USB-Stick hilft; mancher Winzling kann gar dauerhaft am Gerät verbleiben.

Die aktuelle Speicherkrise bringt Hersteller dazu, wieder Geräte mit kleinerem Speicherausbau anzubieten, denn so lassen sich die Käufer mit geringeren Einstiegspreisen locken. Am Ende reicht der Speicher dann vielleicht doch nicht aus, und immer weniger Mobilgeräte haben einen Slot für MicroSD-Karten oder lassen sich zum Aufrüsten noch öffnen.

Bei stationär genutzten PCs hängt man einfach eine schnelle USB-SSD an den Rechner, doch bei Mobilgeräten ist das unpraktisch. Zwar haben viele Handyhüllen einen Magnetring auf der Rückseite, an der eine passende SSD haften würde, doch das Mobiltelefon wird damit deutlich unhandlicher.

Abhilfe schaffen Micro-USB-Sticks. Drei Stück mit dem modernen USB-C-Stecker haben wir gefunden, der kleinste ist kaum größer als eine MicroSD-Karte. Die beiden etwas größeren gehen locker als Immer-dran-Zusatzspeicher fürs Notebook durch.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11203898

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tests/Drei-Mikro-USB-Sticks-fuer-Smartphone-Tablet-und-Notebook-im-Vergleich-11203898.html
[2] https://www.heise.de/tests/Doppelkopf-Speicher-USB-Sticks-mit-Steckern-fuer-USB-C-und-USB-A-im-Test-10678834.html
[3] https://www.heise.de/tests/Zehn-schnelle-USB-SSDs-und-Sticks-mit-bis-zu-2-TByte-Speicherplatz-im-Test-10311320.html
[4] https://www.heise.de/ratgeber/Kaufberatung-fuer-externe-Massenspeicher-2025-10436449.html
[5] https://www.heise.de/hintergrund/Der-USB-Stick-wird-25-Jahre-alt-Erfolg-mit-Tuecken-10295317.html

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  • 14. April 2026 um 12:30

Tankrabatt: Schluss mit guten Ideen, schnelle Lösungen braucht das Land

Von Mario Petzold
Beim Benzin- und Dieselpreis wird es schnell emotional. Von der Bundesregierung hätte man dennoch erwarten können, dass die Probleme ernst genommen werden.
Hohe Spritpreise sind nur ein Teil eines größeren Problems. (Bild: NurPhoto/Michael Nguyen via Reuters Connect)
Hohe Spritpreise sind nur ein Teil eines größeren Problems. Bild: NurPhoto/Michael Nguyen via Reuters Connect

Zur Debatte um hohe Energiekosten, vor allem in Form der derzeit hohen Spritpreise, gab es bereits eine Vielzahl kluger, problemorientierter Wortmeldungen. Das Ariadne-Projekt des Bundesforschungsministeriums zum Beispiel warnt davor, in fossile Energiepreise einzugreifen, weil dann Verbrauch und bestehende Knappheit entkoppelt werden.

Expertenmeinungen zur aktuellen Energiekrise gibt es zuhauf – und dazu noch einen reichen Erfahrungsschatz. Denn die vorherige Energiekrise liegt keine vier Jahre zurück. Insbesondere die FDP, die Älteren erinnern sich, hatte in der damaligen Bundesregierung auf einem sogenannten Tankrabatt bestanden. Um 35 Cent wurde der Liter Benzin damals günstiger, wovon immerhin 71 Prozent an die Verbraucher weitergegeben wurden.

Der Effekt blieb dennoch überschaubar und die eigentliche Ursache, die hohe Exportabhängigkeit in Kombination mit mangelnder Effizienzsteigerung, konnte die Maßnahme natürlich nicht abmildern.

Jetzt soll also helfen: ein Tankrabatt. Um 17 Cent pro Liter soll eine Senkung der Mineralölsteuer den Liter Benzin und Diesel verbilligen. Kostenpunkt: eine Milliarde Euro pro Monat.

Überschaubarer Nutzen, falsche Zielgruppe

Wie sich die Steuersenkung im eigenen Geldbeutel niederschlägt, lässt sich leicht berechnen. Bei 1.000 km Fahrleistung im Monat, was dem Durchschnitt in Deutschland entspräche und einem Arbeitsweg von 25 km pro Strecke gleichkäme, würde das Tanken etwa 12 Euro günstiger.

Entsprechend niedriger fällt die Einsparung aus, wenn dafür ein kleines und sparsames Auto genutzt und bereits jetzt weniger damit gefahren wird. Vielfahrer mit leistungsstarken Pkw werden mehr entlastet; aber das war hoffentlich nicht das Ansinnen der Politik.

Logistikunternehmen und Fahrdienst spüren die Senkung ebenfalls, hätten aber auf wesentlich gezieltere Art und Weise entlastet werden können. Stattdessen wird nur versucht, das ärgerliche Signal vor jeder Tankstelle, die leuchtend roten Zahlen, die für alle erkennbar nach oben gehen, zu senken.

Eine Entlastung für die Menschen, denen die Mehrkosten tatsächlich wehtun, sieht anders aus. Zumal es nicht lange dauern dürfte, bis die Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen wegen erhöhter Energiekosten nachziehen.

Natürlich käme noch die geplante, steuerfreie Entlastungsprämie hinzu. Welche Firmen diese maximal 1.000 Euro tatsächlich auszahlen werden, bleibt aber fraglich.

Schließlich wird diese Prämie freiwillig sein, so dass die Befürchtung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer im ZDF-Morgenmagazin durchaus plausibel klingt: Pflegedienstmitarbeiter oder Handwerkerinnen werden wohl deutlich weniger davon sehen als Angestellte im öffentlichen Dienst. Die Entlastungen werden auch hier eher die Falschen treffen.

Gute Ideen aus jeder Ecke

Dabei hatte selbst das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ein paar gute Ideen eingebracht. Mit der Senkung der Stromsteuer würde das Preissignal bei den fossilen Energieträgern nicht wegfallen, aber fast jeder Haushalt würde profitieren. Je nach Höhe der Steuersenkung könnte mit 30 bis 50 Euro pro Monat pro Haushalt gerechnet werden.

Gleichzeitig würde die Maßnahme auf ein Jahr gerechnet 5 Milliarden Euro weniger kosten als der Tankrabatt. Die Vorteile liegen auf der Hand, denn Strom lässt sich vor Ort erzeugen, teilweise sogar recht umweltschonend, statt ihn teuer um die halbe Welt zu transportieren.

Und die Vorschläge hören an der Stelle nicht auf. Um die Mobilität zu fördern, wäre das Geld zum Ausbau der Ladeinfrastruktur oder sogar des Nahverkehrs gut angelegt. Man sollte nur dringend darauf verzichten, künstlich den Preis für fossile Kraftstoffe zu senken. Straßenbahnen und die meisten Züge fahren mit Strom, weshalb das Geld hier besonders gut angelegt wäre.

Es soll sogar einmal die Idee gegeben haben, dass man einen ganzen Monat alle Nahverkehrsmittel im Land nutzen könnte, für nur 9 Euro. Das soll damals dazu geführt haben, dass sogar Menschen Bus und Bahn nutzten, die das unter normalen Umständen nicht machen.

Die Bundesregierung scheint aber, wie die meisten Vorgängerregierungen, an dem vertrauten Muster der nur scheinbar großzügigen, aber wenig zielgerichteten Maßnahmen festzuhalten. Leider werden dabei vor allem die Symptome gemildert, die Ursachen aber größtenteils ignoriert.

Besser wird dadurch natürlich nichts. Der Verbrauch fossiler Energien lässt sich so nicht verringern und die verfügbaren Einkommen der Bevölkerungsgruppen, die keine oder kaum Reserven haben, werden ebenfalls nicht steigen.

Wobei das jetzt geplante Vorgehen ansonsten ins Gesamtbild passt. Fossile Energien sollen schließlich auch wieder in den Heizungskeller einkehren. Der Verbrennungsmotor soll auch nach 2040 noch verkauft werden dürfen und Gaskraftwerke genießen in der Bundesregierung ein höheres Ansehen als Windparks und Solaranlagen.

Aber noch einmal kurz zurück zu den derzeit angesetzten 3 Milliarden Euro für den Tankrabatt. Die nächsten 55 Millionen Deutschlandtickets könnten mit dieser Summe wieder für den alten Preis von 9 Euro angeboten werden. – So viel zu einem sinnvollen Preissignal.

IMHO ist der Kommentar von Golem [IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)]

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  • 14. April 2026 um 16:08

Spaceballs - The Elevator: Spaceballs 2 zeigt auf Cinema Con erste Promo

Von Peter Osteried
Spaceballs 2 zeigt auf der Cinema Con erste Marketingaktionen. Ein spezieller Aufzug sichert sich die Aufmerksamkeit.
Schon im ersten Teil ein Gag: das Merchandise. Spaceballs - der Flammenwerfer! (Bild: Amazon MGM Studios)
Schon im ersten Teil ein Gag: das Merchandise. Spaceballs - der Flammenwerfer! Bild: Amazon MGM Studios

Die Science-Fiction-Komödie Spaceballs 2 hat auf der Cinema Con mit ihrer ersten größeren Marketingaktion Aufsehen erregt. Wie die US-amerikanische Entertainment-Webseite SFFGazette berichtet , installierte Amazon MGM Studios in den Hallen des Caesars Palace in Las Vegas einen thematisch gestalteten Aufzug: Spaceballs – The Elevator.

Dieser greift einen Running Gag aus dem Originalfilm auf und dient als Werbefläche für die Fortsetzung, die am 23. April 2027 in die Kinos kommen soll. Ein Bild ist auf Josh Gads Instagram zu sehen.

Spaceballs – der Lift

Der sogenannte Spaceballs Elevator ist eine Anspielung auf den Merchandising-Witz aus Spaceballs – da bewarb Yogurt u. a. auch Spaceballs, den Flammenwerfer. Damit setzt das Studio für den Nachfolger früh auf Fanservice, obwohl bislang weder ein Trailer noch umfangreiche Szenen veröffentlicht wurden.

Regie führt Josh Greenbaum, der zuvor die Komödie Barb and Star Go to Vista Del Mar inszenierte. Das Drehbuch stammt unter anderem von Josh Gad, der auch selbst vor der Kamera steht. Zum Cast gehören außerdem Keke Palmer, Anthony Carrigan und Lewis Pullman.

Zudem kehren mehrere Darsteller aus dem Original zurück: Bill Pullman und Daphne Zuniga nehmen ihre Rollen wieder auf, ebenso Mel Brooks als Yogurt. Besonders viel Aufmerksamkeit gilt der Rückkehr von Rick Moranis, der nach fast 40 Jahren erneut Lord Dark Helmet spielen wird.

Kommt bald der Teaser?

Inhaltlich hält sich das Studio bislang bedeckt. Eine erste, bewusst ironische Beschreibung spricht von einem "Nicht-Prequel, Nicht-Reboot, sondern Sequel mit Reboot-Elementen" . Weitere Details könnten im Rahmen der Studio-Präsentation am 15. April auf der Cinema Con folgen. Eventuell wird dort auch der erste Teaser präsentiert.

Mit der ungewöhnlichen Marketingaktion deutet sich an, dass Spaceballs 2 den Humor des Originals beibehalten will.

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  • 14. April 2026 um 15:54

Anzeige: DDR5-RAM mit 32 GByte und RGB wieder über 74 Euro reduziert

Von Erik Körner
Das Lexar-Thor-Z-Series-DDR5-RAM-Kit mit 32 GByte ist bei Amazon 17 Prozent reduziert. Günstiger war es in diesem Jahr noch nicht.
Das Lexar-Thor-Z-Series-DR5-RGB-RAM-Kit mit 32 GByte zum niedrigsten Preis des Jahres bei Amazon (Bild: Amazon.de/Lexar/Golem) amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Das Lexar-Thor-Z-Series-DR5-RGB-RAM-Kit mit 32 GByte zum niedrigsten Preis des Jahres bei Amazon Bild: Amazon.de/Lexar/Golem

Vor wenigen Wochen hat Amazon ein DDR5-RAM-Kit mit 32 GByte und RGB-Beleuchtung aus Lexars Thor-Z-Serie stark vergünstigt angeboten. Es war der erste große Rabatt seit Beginn der von KI-Rechenzentren befeuerten Speicherkrise, die die Preise vieler PC-Komponenten explodieren ließ. Wer den Deal verpasst hat, bekommt jetzt eine zweite Chance. Der Arbeitsspeicher ist erneut über 74 Euro im befristeten Angebot reduziert. Der Rabatt gilt nur für einen begrenzten Vorrat und läuft maximal bis zum 26. April. Wir empfehlen, schnell zuzugreifen.

Darum lohnt sich das DDR5-RGB-RAM-Kit von Lexar

Das Lexar-Thor-Z-Series-DDR5-RAM im Angebot besteht aus zwei Riegeln mit je 16 GByte Speicher, schnellen 6.000 MHz Taktgeschwindigkeit und einer CAS-Latenz von 38 CL. Die Riegel kommen in einem schlanken Gehäuse und haben einen Aluminiumkühlkörper, der Wärme effizient abführen soll. Dank ECC-Chips können die RAM-Riegel beschädigte Daten automatisch erkennen und reparieren. Dadurch eignet sich der Arbeitsspeicher nicht nur für zum Beispiel Gaming-Rechner, sondern auch für Server oder sonstige Anwendungsfälle, bei denen man sich auf zuverlässigen Dauerbetrieb verlassen können muss.

Wie eingangs erwähnt, bietet das DDR5-RAM-Kit von Lexar RGB-Beleuchtung. Pro Riegel sind 8 LED-Lampen verbaut, die bis zu 16,8 Millionen Farben darstellen können. Zur Personalisierung darf man aus 13 voreingestellten Beleuchtungsmodi wählen. Der Arbeitsspeicher ist laut Lexar kompatibel mit Asus Aura Sync, MSI Mystic Light, ASRock Polychrome Sync und RGB Fusion 2.0, um die Beleuchtung mit anderer RGB-Hardware im System zu synchronisieren.

Lexars DDR5-RAM-Kit soll in allen Mainstream-DDR5-Motherboards funktionieren, ob mit Intel- oder AMD-Chipset. Auch unterstützt es die Übertaktungsprofile beider Hersteller, Intel XMP 3.0 und AMD EXPO, für bestmögliche Performance. Wichtig: Anders als zum Beispiel M.2-SSDs der fünften PCIe-Generation ist DDR5-Arbeitsspeicher nicht abwärtskompatibel, kann also nicht in Motherboards mit DDR4-Slots gesteckt werden.

Lexar bei Amazon: jetzt DDR5-RAM mit hohem Rabatt sichern

Lexars DDR5-RAM-Kit mit 32 GByte

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ist bei Amazon um 17 Prozent reduziert. Im befristeten Angebot zahlt man 365,49 Euro anstelle des durchschnittlichen Verkaufspreises von 439,99 Euro. Eine vergleichbare Variante mit der niedrigeren CL36-Latenz gibt es für 390,99 Euro statt 459,99 Euro. Zwischen beiden kann man auf der Produktseite auswählen. Mehr spannende Rabatte, darunter auf M.2-SSDs, findet man in Lexars Amazon-Store
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. Stöbern lohnt sich.

Lexar Thor Z Series RGB DDR5 RAM 32GB Kit

Jetzt über 74 Euro sparen

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  • 14. April 2026 um 15:50

Störungsmeldung vom 11.04.2026 18:00

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
11.04.2026 18:00
Region
Essen (0201)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 11. April 2026 um 18:00

heise+ | Kurztests: Muse-Controller, Charging Stand, X5 Lite und Shutter Switch

Von Heise
Apple-Peripherie im Kurztest

Apple-Peripherie im Kurztest.

(Bild: Andreas Wodrich / heise medien)

Vier Produkte für Apple-Nutzer im Test: Stift für die Vision Pro, Lader für AirPods Max, iPhone-Game-Controller und Smart-Home-Rollladenschalter.

Für Mac, iPhone, iPad und Co. gibt es zahllose Zubehörprodukte. Im Mac & i-Kurztest haben wir fünf aktuelle Hardware-Angebote auf ihre Tauglichkeit überprüft. Dieses Mal dabei: Malen mit der Vision Pro, AirPods Max lagern und laden, besser Zocken mit dem iPhone und HomeKit-kontrollierbare Rollläden.

Griffiges Spatial Computing

Der Muse-Controller von Logitech ist ein Stift, der nur mit der Vision Pro funktioniert. Er ähnelt dem MX Ink für Metas Quest. Zwei Knöpfe befinden sich vorne, der längere der beiden ist drucksensitiv. Ein dritter am anderen Stiftende dient als Power-Button. Der Stift kommt mit zwei unterschiedlich breiten Spitzen, die man leicht tauschen kann. Man koppelt ihn via Bluetooth mit dem Apple-Headset, geladen wird er per USB-C.

In VisionOS 26.2 sowie in ausgewählten Apps lässt sich der Stift als Fingerersatz nutzen, etwa im Designprogramm Spatial Analogue oder dem Malprogramm TouchDesk. Der Muse arbeitet mit seiner druckempfindlichen Spitze genauer als die Fingerspitzen und gibt durch einen Vibrationsmotor haptisches Feedback.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11211350

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  • 14. April 2026 um 08:00

Deutschlands Autobauer: Zu langsam, zu teuer, zu selbstgefällig

Von Marcus Schwarzbach
Chinesisches Auto überholt EU-Auto

Deutsche Autobauer verlieren den Anschluss an China – und Schuld daran sind nicht Löhne oder Zölle, sondern die Manager selbst.

Die deutsche Automobilbranche ist in der Krise. Es erfolgt ein tiefgreifender Strukturwandel hin zum E-Auto. Konzerne beklagen sinkende Gewinne.

Manager skizzieren eine dramatische Lage durch geopolitische Spannungen, Trumps Import-Zölle und die gestiegene Konkurrenz für E-Autos auf dem chinesischen Markt. Die Ursachen sehen die Firmenlenker immer bei anderen.

Auch Personal soll abgebaut und Löhne sollen gesenkt werden. "Auf eine sinkende Profitabilität im Sektor reagiert die Mehrzahl der Hersteller mit Stellenabbau und auch Werkschließungen, um Lohnkosten zu reduzieren und ihre Renditen zu steigern", schreiben die Arbeitssoziologen Karla Zierold und Stefan Schmalz von der Universität Jena in einer Studie [1], für die sie die Strategien der 111 größten Autobauer und Zulieferbetriebe in den letzten beiden Jahren hierzulande auswerteten.

Eine langfristige staatliche Förderung der E-Mobilität, die neben Marktanreizen und Kaufprämien auch auf Investitionen in Zukunftstechnologien und günstige Fahrzeugmodelle setzt, könnte eine "Perspektive für hiesige Hersteller" bieten, so die Wissenschaftler.

Verantwortung deutscher Manager für die Krise

Übersehen wird dabei die Verantwortung der Unternehmensmanager für die Entwicklung. Die Probleme sind vielfältig. Deutsche Hersteller haben bei Fahrzeugsoftware den Anschluss verpasst, während das Volkswagen-Management Milliarden für den Bau von teuren Sportwagen verschwendet.

Selbst auf dem europäischen Markt fährt die Konkurrenz davon. Während es dem französischen Hersteller Renault beispielsweise gelungen ist, ein Elektro-Einstiegsmodell für 25.000 Euro zu entwickeln, startet entsprechend der günstigste VW bei 40.000 Euro.

Dass die Probleme deutscher Autobauer nicht mit den Löhnen zusammenhängen, zeigt die aktuelle Studie "China Speed [2]" der Unternehmensberatung Roland Berger:

"Chinesische Industrieunternehmen setzen weltweit Maßstäbe bei Entwicklungsgeschwindigkeit und Kosten. Im Automobilsektor entwickeln chinesische Hersteller neue Fahrzeuge heute 25–30 Prozent schneller als europäische Wettbewerber und halten gleichzeitig einen Kostenvorteil von 20 bis 30 Prozent. In anderen Industrien sind die Unterschiede teils noch größer."

Selbst wenn chinesische Hersteller Teile der Produktion nach Europa verlagern, bleiben mehr als 50 Prozent, in einzelnen Fällen sogar bis zu 80 Prozent ihrer Effizienz erhalten, so die Berater. Die Studie [3] basiert auf detaillierten Kosten- und Entwicklungszeitvergleichen zwischen chinesischen, europäischen und internationalen Herstellern.

"China Speed ist kein kulturelles Phänomen, sondern das Ergebnis klarer Entscheidungen bezüglich Produktdesign, Portfoliokomplexität und der Lieferantenbasis", sagt Oliver Knapp, Senior Partner bei Roland Berger.

Chinesische Autobauer bringen neue Modelle im Schnitt 14 Monate schneller auf den Markt als VW oder BMW. Das Konzept basiert auf wenigen Elementen:

  • Deutlich kürzere Entscheidungsphasen
  • Parallele Entwicklung von Software und Hardware
  • Weniger Bauteile: Begrenzung auf das Wesentliche.
  • Nutzenorientierung im Kundensinne, d. h. Funktionen, die der Kunde wirklich nutzt.

Das Ergebnis ist ein Preis, der bis zu 30 Prozent unter dem der deutschen Konkurrenz liegt – und das bei vergleichbarer Technik. Für deutsche Manager wird dies zur großen Herausforderung.

"Denn wer nicht mit dem China-Spirit mithält, könnte bald zum reinen Lieferanten der Hülle für technologischen Fortschritt absteigen. Das gilt auch für die Ingenieure aus der alten Welt."

VDI-Nachrichten [4]

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther kritisierte [5] Ende letzten Jahres die deutsche Autoindustrie. Anlass ist das Scheitern des Akkufabrik-Projekts von Northvolt in Heide, das aus seiner Sicht Schwächen in der strategischen Ausrichtung der Branche offenlegt. Er wirft den Konzernen mangelndes Engagement beim Aufbau einer Batterieproduktion in Deutschland vor und warnt vor langfristigen Folgen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11254065

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.econstor.eu/bitstream/10419/339610/1/1967625808.pdf
[2] https://www.presseportal.de/pm/32053/6234997
[3] https://2936738.fs1.hubspotusercontent-na1.net/hubfs/2936738/07_presse/Roland%20Berger%20Report_China%20Speed.pdf
[4] https://www.vdi-nachrichten.com/technik/mobilitaet/china-entwickelt-automodelle-im-eiltempo/
[5] https://ecomento.de/2025/12/22/zu-wenig-batterien-aus-deutschland-schleswig-holsteins-ministerpraesident-kritisiert-autobauer/

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  • 14. April 2026 um 08:00

Nach Artemis II: Was kommt als Nächstes auf dem Weg zum Mond?

Von Marcel Kunzmann
Eine Rakete vor Sternemhimmel

Künstlerische Darstellung des Space Launch System: Artemis 2 war relativ einfach im Vergleich zu dem, was kommt

(Bild: Dima Zel/Shutterstock.com)

Die erste bemannte Mondumrundung seit 1972 ist geglückt. Doch die größten Herausforderungen stehen Nasa erst noch bevor. Wie geht es jetzt weiter im Programm?

Am Freitagabend wasserte die Orion-Kapsel mit vier Astronauten sicher im Pazifik vor der Küste Kaliforniens. Nach zehn Tagen und rund 1,1 Millionen Kilometern Flugstrecke um den Mond endete [1] mit der Artemis-2-Mission die erste bemannte Reise zum Mond seit Apollo 17 im Jahr 1972 mit einer Bilderbuchlandung.

Ein Erfolg, der bei Nasa und ihren internationalen Partnern für Erleichterung sorgte. Doch hinter den Kulissen richtet sich der Blick bereits nach vorn, und die kommenden Schritte sind um ein Vielfaches komplexer.

"Die Arbeit, die vor uns liegt, ist größer als die, die hinter uns liegt", sagte der stellvertretender Nasa-Leiter Amit Kshatriya nach der Landung am Freitag.

Artemis 3: Testmission im Erdorbit

Ursprünglich sollte Artemis 3 Astronauten auf die Mondoberfläche bringen. Doch Anfang März verkündete [2] Nasa-Administrator Jared Isaacman eine grundlegende Planänderung: Artemis 3 wird nun im Erdorbit stattfinden und dort das Andocken der Orion-Kapsel an eine oder beide privat entwickelten Landefähren testen – das Starship von SpaceX und Blue Moon von Blue Origin. Der Start ist für Mitte 2027 geplant.

Die erste bemannte Mondlandung des Artemis-Programms verschiebt sich damit auf Artemis 4, voraussichtlich Ende 2028, wenn Astronauten in der Nähe des Mond-Südpols aufsetzen sollen.

Bereits vor der Rückkehr von Artemis 2 fand laut Isaacman die "erste hochrangige Designbesprechung für Artemis 3" statt. Ob die Mission in einem niedrigen oder hohen Erdorbit stattfinden wird, sei jedoch noch offen [3]. "Es gibt Vor- und Nachteile für beide Optionen", so Isaacman. Die Entscheidung hänge unter anderem von der Startkadenz der beiden Landefähren-Anbieter ab.

Teile der SLS-Rakete für Artemis 3 befinden sich laut Kshatriya bereits am Startgelände im Kennedy Space Center in Florida, weitere sollen noch im April aus der Montagehalle in Louisiana verschifft werden. Auch die Namen der Artemis-3-Crew sollen "bald" bekanntgegeben werden.

Technische Baustellen bei Orion und SLS

Obwohl Artemis 2 als Erfolg gewertet wird, traten während der Mission Probleme auf, die vor den nächsten Flügen gelöst werden müssen.

Im Antriebssystem des in Europa entwickelten Orion-Servicemoduls wurde ein Heliumleck festgestellt. Das Helium wird verwendet, um Treibstoff aus den Tanks in die Triebwerke zu drücken.

Die beobachtete Leckrate sei zwar noch akzeptabel gewesen, werde aber laut Kshatriya "wahrscheinlich zu einem umfassenden Neudesign des Ventilsystems führen". Für eine Erdorbitmission wie Artemis 3 sei das Problem beherrschbar, für eine Mondorbitmission wie Artemis 4 müsse es jedoch zwingend behoben werden.

Auch die Bordtoilette der Orion-Kapsel bereitete während des Flugs Schwierigkeiten und könnte Anpassungen erfordern. Beim Hitzeschild plant die Nasa bereits ab dem nächsten Raumschiff eine verbesserte, durchlässigere Variante einzusetzen.

Die SLS-Rakete selbst habe laut mehreren Nasa-Verantwortlichen bei Artemis 2 hervorragend funktioniert und die Zielumlaufbahn mit über 99 Prozent Genauigkeit getroffen. Allerdings steht nur noch eine einzige Oberstufe des bisherigen Typs zur Verfügung. Ob diese für Artemis 3 oder erst für Artemis 4 eingesetzt wird, ist noch nicht entschieden. Ab Artemis 5 soll eine neue Centaur-V-Oberstufe zum Einsatz kommen.

Die größte Hürde: Die privat entwickelten Landefähren

Die mit Abstand größte Herausforderung für das gesamte Programm stellen die Mondlandefähren dar, wie das Technologieportal Ars Technica hervorhebt [4]. Weder das Starship von SpaceX noch Blue Origins Blue Moon haben bisher ihre Tauglichkeit für bemannte Mondmissionen unter Beweis gestellt.

Starship hat bislang elf suborbitale Testflüge absolviert, die letzten beiden davon erfolgreich. Doch das Raumschiff hat noch nie den Orbit erreicht, keine Betankung im All demonstriert – eine Voraussetzung für Mond- und Marsmissionen – und verfügt noch über kein Lebenserhaltungssystem. Blue Moon ist bisher überhaupt nicht geflogen.

Lori Glaze, Nasas Leiterin für Exploration, sagte gegenüber Ars Technica, beide Unternehmen zeigten "echtes Engagement". Dennoch sei der Weg von den aktuellen Prototypen zu zertifizierten, bemannten Landefahrzeugen noch weit.

Beide Firmen müssen den umfangreichen "Human Rating"-Prozess der Nasa durchlaufen, bevor ihre Fahrzeuge an Orion andocken dürfen. Selbst die Angleichung des Kabinendrucks zwischen zwei Raumfahrzeugen sei dabei keine triviale Aufgabe. All dies innerhalb von 12 bis 18 Monaten zu schaffen, werde laut Ars Technica "ein schwieriger Anstieg".

Für Artemis 4 kommen weitere Hürden hinzu: SpaceX muss die orbitale Betankung des Starship nicht nur testen, sondern effizient beherrschen. Blue Origin muss eine leistungsfähigere Version seiner noch ungetesteten Blue-Moon-Landefähre entwickeln. Beide Unternehmen müssen zudem lernen, im Mondorbit zu operieren, auf der Mondoberfläche zu landen und wieder abzuheben.

Raumanzüge: Nur ein Anbieter übrig

Auch bei den Raumanzügen gibt es Engpässe. Das Unternehmen Axiom Space ist derzeit der einzige Anbieter für Mondanzüge, nachdem Collins Aerospace 2024 aus dem Programm ausgestiegen war.

Der sogenannte AxEMU-Anzug hat im vergangenen August drei bemannte Unterwassertests bestanden, doch über den genauen Entwicklungsstand ist wenig bekannt. Isaacman hat den Wunsch geäußert, bereits bei Artemis 3 mindestens einen AxEMU-Anzug in der Schwerelosigkeit zu testen.

Kommerzielle Mondlandungen und der Weg zur Mondbasis

Parallel zu den bemannten Missionen setzt Nasa auf kommerzielle Unternehmen, die im Rahmen des CLPS-Programms (Commercial Lunar Payload Services) kleinere Nutzlasten zum Mond bringen.

Von den bisherigen Versuchen scheiterte Astrobotics Mission, Fireflys gelang, und Intuitive Machines verzeichnete einen weitgehend erfolgreichen sowie einen weitgehend gescheiterten Flug. Bis zu vier weitere CLPS-Missionen könnten in den nächsten zwölf Monaten starten.

Diese kommerziellen Lander sind zwar nicht entscheidend für die ersten bemannten Mondlandungen, aber unverzichtbar für den langfristigen Plan: den Aufbau einer permanenten Mondbasis. Isaacman stellte dafür kürzlich bei einer Veranstaltung in Washington einen Dreiphasenplan vor. Bis 2032 soll eine bewohnte Station auf der Mondoberfläche entstehen, die als Sprungbrett für spätere Marsmissionen dienen soll.

Ein langer Weg mit vielen Unbekannten

Die Artemis-2-Mission hat gezeigt, dass die Nasa in der Lage ist, Menschen sicher zum Mond und zurück zu bringen. Doch wie Ars Technica nüchtern bilanziert, war dieser Flug "die am niedrigsten hängende Frucht des Artemis-Programms". Was folgt, erfordert das Zusammenspiel mehrerer Fahrzeuge, unerprobte Technologien und letztlich die Landung auf einem anderen Himmelskörper.

"Das ist erst der Anfang", sagte Isaacman unmittelbar nach der Wasserlandung am Freitag. "Wir werden regelmäßig Missionen zum Mond schicken, bis wir 2028 dort landen und mit dem Bau unserer Basis beginnen."

Ob dieser ehrgeizige Zeitplan eingehalten werden kann, hängt vor allem davon ab, wie schnell SpaceX und Blue Origin ihre Landefähren einsatzbereit machen – und ob die zahlreichen technischen Hürden rechtzeitig überwunden werden können. Die Menschheit hat noch nie einen Außenposten auf einem anderen Himmelskörper errichtet.

Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Doch die Zeit drängt: China steht bereits in den Startlöchern und hat dieses Jahr einen erfolgreichen Test seiner Mondrakete und des zugehörigen Crewmoduls abgeschlossen [5].


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-raumfahrt-artemis-104.html
[2] https://x.com/NASAAdmin/status/2028958216218874175
[3] https://www.space.com/space-exploration/artemis/nasa-is-overhauling-its-artemis-program-what-does-that-mean-for-humanitys-return-to-the-moon
[4] https://arstechnica.com/space/2026/04/the-artemis-ii-mission-has-ended-where-does-nasa-go-from-here/
[5] https://www.universetoday.com/articles/china-successfully-tests-their-new-rocket-and-lunar-crew-capsule-placing-them-on-track-to-reach-the

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  • 14. April 2026 um 06:00

KI-Betrug: Deutsche überschätzen ihre Fähigkeit, Deepfakes zu entlarven

Von Heise
Eine Hand mit einer digitalen roten Weltkugel und lauter Warnzeichen

(Bild: tete_escape / Shutterstock.com)

Eine Sonderauswertung des Cybersicherheitsmonitor von BSI und ProPK zeigt gefährliche Wissenslücken beim Erkennen von KI-Manipulationen und Online-Anlagebetrug.

Künstliche Intelligenz ist im Alltag der Bundesbürger angekommen, doch das Risikobewusstsein hinkt der technischen Entwicklung hinterher. Wie eine Sonderauswertung des Cybersicherheitsmonitors 2026 offenbart, klafft in der Bevölkerung eine große Lücke zwischen Selbsteinschätzung und tatsächlichen Kenntnissen. Zwar gibt fast die Hälfte der befragten Internetnutzer in Deutschland an, KI-generierte Inhalte als solche identifizieren zu können. Doch in der Praxis schauen nur die wenigsten genau hin.

KI-generierte Bilder und Videos sind laut den Ergebnissen der repräsentativen Umfrage [1] im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der polizeilichen Kriminalprävention (ProPK) [2] unter mehr als 3000 Personen längst Normalität: Sieben von zehn Befragten sind online bereits solchen Inhalten begegnet. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar neun von zehn.

47 Prozent der Befragten trauen sich zu, die Fälschungen zu erkennen, Doch bei konkreten Überprüfungsmaßnahmen herrscht Zurückhaltung: Ein Drittel der Deutschen hat noch nie eine der gängigen Methoden zur Verifizierung genutzt. Lediglich 28 Prozent suchten gezielt nach grafischen Unstimmigkeiten wie fehlerhaften Schatten oder deformierten Gliedmaßen. Nur 19 Prozent kontrollierten die Verlässlichkeit der Quelle.

Deepfakes werben für Krypto-Anlagen

BSI-Präsidentin Claudia Plattner mahnt, für Verbraucher sei es inzwischen unerlässlich, KI-Inhalte zu identifizieren. Nur so könnten sie Risiken und Falschinformationen früh erkennen. Das BSI setze daher verstärkt auf Sensibilisierung und biete Orientierungshilfen [3] an, um die Medienkompetenz im Umgang mit generativer KI zu stärken [4].

Der Bedarf dafür ist groß, denn viele technisch bereits machbare Betrugsszenarien werden von der breiten Masse noch als unmöglich eingestuft. So halten etwa nur 38 Prozent der Befragten die Manipulation eines KI-Agenten zur Preisgabe persönlicher Daten für realistisch. Auch die Gefahr durch unsichtbare, bösartige Anweisungen in Dokumenten, die KI-Sprachmodelle beim Zusammenfassen austricksen können, ist nur einer Minderheit bewusst.

Besonders perfide Formen nimmt der Betrug im Bereich der Geldanlagen an. Laut der ProPK- Vorsitzenden Stefanie Hinz ist Betrug rund um Online-Trading eine Straftat, die im Polizeialltag immer häufiger auftritt. Kriminelle nutzen KI dabei etwa für Deepfakes prominenter Persönlichkeiten, die in täuschend echten Videos [5] für vermeintlich lukrative Kryptowährungen werben.

Ruf nach Kennzeichnungspflicht

Die Statistik untermauert die Gefahr: 15 Prozent der Befragten haben in Kryptowährungen investiert. Von diesen ist fast jeder Dritte auf ein betrügerisches Angebot hereingefallen. In den meisten Fällen wurden die Opfer durch gezielte Werbung im Internet auf die Scams aufmerksam.

Das Vertrauen in staatliche Schutzmechanismen ist derweil hoch. Eine breite Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich ein konsequentes Eingreifen der Behörden. Ganz oben auf der Wunschliste stehen ein schnelles polizeiliches Handeln bei betrügerischen Webseiten sowie eine verpflichtende Kennzeichnungspflicht für alle mit KI erstellten oder veränderten Inhalte.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Digitalbarometer/CyMon-ProPK-BSI_2026_Kurzbericht_Online-Betrug-KI.pdf?__blob=publicationFile&v=3
[2] https://www.heise.de/news/Schutzlos-im-Netz-So-riskant-ist-der-digitale-Alltag-von-Kindern-10544544.html
[3] https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Technologien_sicher_gestalten/Kuenstliche-Intelligenz/KI-Bilderkennung/ki-bilderkennung_node.html
[4] https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/Broschueren/Wegweiser_Checklisten_Flyer/Brosch_A6_Kuenstliche_Intelligenz.pdf?__blob=publicationFile&v=18
[5] https://www.heise.de/news/EU-Studie-Forscher-sehen-durch-Deepfakes-die-Demokratie-gefaehrdet-6224455.html
[6] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[7] mailto:vbr@heise.de

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  • 13. April 2026 um 18:27

Apples früherer KI-Chef John Giannandrea verlässt das Unternehmen

Von Heise
Die WWDC-Fragestunde 2024 mit dem damaligen KI-Chef Apples

Da war die Welt noch in Ordnung: YouTuberin und Moderatorin Justine Ezarik (von links), Apples KI-Chef John Giannandrea und Software-Chef Craig Federighi auf der Bühne im Steve-Jobs-Theater.

(Bild: Apple)

Nach dem holprigen Start von Apple Intelligence verlässt KI-Chef John Giannandrea das Unternehmen. Angekündigt wurde der Rückzug im Dezember.

Es war ein denkwürdiger Auftritt am Nachmittag des 11. Juni 2024: Apples damaliger KI-Chef John Giannandrea und Software-Chef Craig Federighi demonstrierten auf der Bühne des Steve Jobs Theater im Apple-Hauptquartier in Cupertino den großen Schulterschluss. Die von Apple-Chef Tim Cook eingeleitete Fragestunde [1] mit YouTuberin iJustine sollte die kurz zuvor vorgestellte Apple Intelligence inhaltlich vertiefen und vermutlich ein Signal der Einmütigkeit in der Apple-Chefetage ausstrahlen. Jetzt, nicht einmal zwei Jahre danach, wird Giannandrea das Unternehmen zur Monatsmitte verlassen.

Das Schicksal des früheren Google-Mitarbeiters ist eng verknüpft mit den KI-Bemühungen Apples [2]. Damals angekündigte Grundfunktionen der Apple Intelligence wie das Zusammenfassen von Texten oder maßgeschneiderte Emojis erreichten zwar binnen weniger Monate einen großen Teil der Apple-Kundschaft. Der Blick der Fachwelt richtete sich allerdings mehr auf das, was nicht kam: Siri sei kein Sprachassistent mehr, sondern ein Geräteassistent mit tieferem Verständnis dafür, was auf dem Gerät passiert, tönte Giannandrea in der damaligen Fragestunde. Zwei Jahre später gibt es immer noch nur die Ankündigung, dass Siri besser werden soll. Zuletzt verdichteten sich jedoch Berichte, wonach Apple für iOS 27 eine eigene Siri-App sowie einen Chatbot-Modus [3] plant.

KI-Weichen neu gestellt

Giannandrea kam im Jahr 2018 zu Apple. Bei Google war er zuvor acht Jahre lang tätig. Seine Expertise in Machine-Learning passte gut zu Apples Ambitionen, die mit der Neural Engine auch in Hardware gegossen wurden. Doch als mit ChatGPT von OpenAI Jahre später die generativen Sprachmodelle einen Hype auslösten, wirkte Apple wie auf dem falschen Fuß erwischt. Die Vorstellung der Apple Intelligence, 2024, sollte der Befreiungsschlag werden. Die „AI for the rest of us“ (KI für den Rest von uns) sollte mit dem Datenschutz-Vorrang punkten. Stattdessen machte Apple Schlagzeilen damit, dass die KI-Siri offenbar gar nicht funktionierte und das Projekt offenbar komplett zurückgesetzt werden musste. Intern gilt die Dauerbaustelle Siri bereits seit Längerem als Problemfall [4], da versprochene Funktionen immer wieder verschoben wurden.

Die diesjährige Entwicklerkonferenz WWDC am 8. Juni [5] soll nun den Trubel der vergangenen Jahre vergessen machen. Apple ist eine Kooperation mit Google eingegangen, um deren KI-Modell Gemini zu verwenden. Vor allem aber wurden erhebliche Veränderungen in der Leitung vorgenommen. Dabei gilt Federighi intern als Verfechter eines eher pragmatischen KI-Kurses mit Fokus auf Budgets [6] und Partnerschaften. Der ehemalige Vision-Pro-Chef brachte für den Umbau der Siri-Abteilung [7] zahlreiche Experten aus seinem alten Team mit. Weitere erfahrene Kräfte, die es richten sollen, sind Eddy Cue und Sabih Khan. Erneut ist ein Ex-Googler mit in der Verantwortung: Neuzugang Amar Subramanya soll als Vice President of AI aber deutlich weniger Eigenständigkeit genießen als sein Vorgänger. Er berichte an Federighi.

Eine letzte Aktienprämie

Giannandrea war in den vergangenen Monaten nur noch Berater für Apple. Sein Rückzug wurde im Dezember 2025 angekündigt, nachdem zuvor bereits laut geworden war, dass es zwischen den Ressortleitern bei Apple geknirscht hat. Bereits im März 2025 habe Cook Giannandrea deshalb die Leitung des Siri-Teams entzogen, hieß es in Medienberichten. Es war ein Rückzug in Raten. Sein Verbleib bis Mitte April erklärt Bloomberg-Reporter Mark Gurman [8] mit den üblichen Gepflogenheiten in börsennotierten Unternehmen, um Giannandrea noch eine letzte Aktienprämie auszahlen zu können.

Nach Apple will der frühere KI-Chef laut Bericht in verschiedenen Unternehmensvorständen mitwirken und als Berater für Start-up-Unternehmen tätig werden. Wie stark Apples stotternder KI-Motor tatsächlich mit seiner Person verknüpft war, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Finanziell profitiert der Konzern trotz technischer Rückstände massiv: Erwartungen zufolge wird Apple bald eine Milliarde US-Dollar durch KI-Apps [9] im App Store verdienen.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Apple-Intelligence-Das-sagen-der-KI-und-der-Software-Chef-zum-Siri-Neubeginn-9757150.html
[2]  https://www.heise.de/thema/Kuenstliche-Intelligenz
[3] https://www.heise.de/news/iOS-27-Apple-erwaegt-Siri-App-und-Siri-fragen-Knopf-11224654.html
[4] https://www.heise.de/news/Dauerbaustelle-Siri-Vision-Pro-Chef-soll-es-jetzt-richten-10323435.html
[5] https://www.heise.de/news/WWDC-2026-am-8-Juni-Apple-gewaehrt-ersten-Blick-auf-iOS-27-und-macOS-27-11221912.html
[6] https://www.heise.de/news/Federighi-und-Apples-KI-Ambitionen-Pragmatismus-statt-Innovation-11152262.html
[7] https://www.heise.de/news/Apple-baut-Siri-Abteilung-um-uebernimmt-Vision-Pro-Entwickler-10359675.html
[8] https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2026-04-12/apple-ai-smart-glasses-features-styles-colors-cameras-giannandrea-leaving-mnvtz4yg
[9] https://www.heise.de/news/Apple-verdient-bald-eine-Milliarde-US-Dollar-dank-KI-im-App-Store-11221048.html
[10] https://www.heise.de/mac-and-i
[11] mailto:mki@heise.de

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  • 13. April 2026 um 17:28

Neuer Mercedes-EQS angeschaut: Elektrolimousine mit 800-Volt-Antrieb und 925 km Reichweite

Von Friedhelm Greis
Mercedes bessert das elektrische Topmodell EQS zum zweiten Mal nach. Rein technisch lässt die Luxuslimousine kaum Wünsche offen.
Der neue Mercedes EQS kommt mit Powerdomes auf der Fronthaube. (Bild: Mercedes-Benz)
Der neue Mercedes EQS kommt mit Powerdomes auf der Fronthaube. Bild: Mercedes-Benz

Mit einem neuen Antrieb auf 800-Volt-Basis und einer besseren Innenausstattung will Mercedes-Benz die Verkaufschancen für seine Elektrolimousine EQS erhöhen. Ein leicht vergrößerter Akku mit 122 Kilowattstunden (kWh) Kapazität ermögliche eine Reichweite nach WLTP bis zu 925 km, teilte das Unternehmen am 14. April 2026 mit . Wir haben uns den EQS bereits vorab auf einer Präsentation angeschaut.

Der EQS überzeugte bereits zum Marktstart im Jahr 2021 mit einem geringen Verbrauch und einer großen Reichweite. Weil die Verkaufszahlen enttäuschten, wertete Mercedes im Frühjahr 2024 die Limousine das erste Mal auf.

Zu wenig Luxus im Fond

Doch das Problem war weiterhin: Traditionelle Käufer der S-Klasse verschmähten das Elektro-Pendant, das ihre Ansprüche hinsichtlich Design, Innenausstattung und Fahrleistungen offenbar nicht erfüllte. Der hervorragende cw-Wert von 0,20 beeindruckte die Käufer nicht ausreichend, um von einer S-Klasse zum EQS zu wechseln.

Laut Auto, Motor und Sport vermissten Kunden beispielsweise die lange Motorhaube und störten sich an der fehlenden Kopffreiheit im Fond. Dem ADAC zufolge ist bei 1,90 Meter Körpergröße hinten Schluss. Inzwischen gibt es den EQS nur noch mit dem durchgängigen Hyperscreen, was vielleicht auch nicht jedem gefällt. Vor allem in China lag der Absatz hinter den Erwartungen zurück.

Der neue Mercedes-Benz EQS soll bis zu 925 km weit kommen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 1/5: Der neue Mercedes-Benz EQS soll bis zu 925 km weit kommen. (Foto: Mercedes-Benz)
Der neue Antrieb basiert auf 800 Volt und lädt mit bis zu 350 kW. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 2/5: Der neue Antrieb basiert auf 800 Volt und lädt mit bis zu 350 kW. (Foto: Mercedes-Benz)
Der EQS ist wie gehabt 5,22 m lang, 1,95 m breit und 1,51 m hoch.  (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 3/5: Der EQS ist wie gehabt 5,22 m lang, 1,95 m breit und 1,51 m hoch. (Foto: Mercedes-Benz)
Neu sind sogenannte Powerdomes auf der Fronthaube. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 4/5: Neu sind sogenannte Powerdomes auf der Fronthaube. (Foto: Mercedes-Benz)
Der Innenraum verfügt weiterhin serienmäßig über den großen Hyperscreen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 5/5: Der Innenraum verfügt weiterhin serienmäßig über den großen Hyperscreen. (Foto: Mercedes-Benz)

Neue Technik in alter Plattform

Die Probleme im elektrischen Luxussegment hatten zur Folge, dass Mercedes die Pläne für die Entwicklung der Plattform MB.EA-Large stoppte . Diese war für größere Limousinen und SUVs wie die bisherigen EQS, EQE, GLS und GLE vorgesehen.

Bei der Modellpflege des EQS handelt es sich daher um einen Kompromiss. So nutzt Mercedes zwar weiterhin die Plattform EVA2, aber mit einer Technik, die im neuen GLC ( Probefahrt ) zum Einsatz kommt und damit auf der Plattform MB.EA-Medium basiert.

Dazu zählt neben dem 800-Volt-Antrieb auch das hauseigene Betriebssystem MB.OS, das unter anderem die Integration von KI-basierten Chatbots wie ChatGPT und Gemini ermöglicht. Zudem bietet Mercedes mit dem neuen EQS erstmals ein Fahrzeug mit Steer-by-Wire an .

Rein äußerlich unterscheidet sich der neue EQS wenig vom bisherigen Modell.

Die Außenmaße sind unverändert. Auffällig ist die neu gestaltete Fronthaube mit sogenannten Powerdomes. Solche Erhöhungen sollen bei Verbrennern eigentlich mehr Platz für den Motor schaffen, was aber bei einem Elektroauto wie dem EQS wenig sinnvoll erscheint.

Im Gegensatz zum GLC befindet sich unter der Fronthaube des EQS weiterhin kein Stauraum. Der Platz wird für einen Hepa-Filter benötigt, der laut Mercedes 99,65 Prozent der Außenluftpartikel abscheidet.

Die Powerdomes tragen zumindest ein bisschen dazu bei, das Auto nicht mehr so glatt geschliffen wie ein Stück Handseife wirken zu lassen. Je nach Ausstattung verfügt der EQS über einen aufrecht stehenden, beleuchteten Mercedesstern.

Ladeleistung bis zu 350 kW

Unter der Karosserie hat sich jedoch einiges getan. Bei gleichen Abmessungen bieten die neuen Batterien der Modelle EQS 450+, EQS 500 4Matic und EQS 580 4Matic eine um 4 kWh größere Kapazität. Damit schafft das reichweitenstärkste Modell, der EQS 450+, die genannten 925 km mit einer Akkuladung. Mit einer Ladeleistung bis zu 350 kW lassen sich in zehn Minuten bis zu 320 km Reichweite nachladen.

Der neue Mercedes-Benz EQS soll bis zu 925 km weit kommen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 1/5: Der neue Mercedes-Benz EQS soll bis zu 925 km weit kommen. (Foto: Mercedes-Benz)
Der neue Antrieb basiert auf 800 Volt und lädt mit bis zu 350 kW. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 2/5: Der neue Antrieb basiert auf 800 Volt und lädt mit bis zu 350 kW. (Foto: Mercedes-Benz)
Der EQS ist wie gehabt 5,22 m lang, 1,95 m breit und 1,51 m hoch.  (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 3/5: Der EQS ist wie gehabt 5,22 m lang, 1,95 m breit und 1,51 m hoch. (Foto: Mercedes-Benz)
Neu sind sogenannte Powerdomes auf der Fronthaube. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 4/5: Neu sind sogenannte Powerdomes auf der Fronthaube. (Foto: Mercedes-Benz)
Der Innenraum verfügt weiterhin serienmäßig über den großen Hyperscreen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 5/5: Der Innenraum verfügt weiterhin serienmäßig über den großen Hyperscreen. (Foto: Mercedes-Benz)

Die Motorleistung beträgt bei den Allradversionen bis zu 430 kW. Damit beschleunigt der EQS 580 4Matic in 4,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Der Heckantrieb des EQS 450+ liefert bis zu 300 kW und schafft den Sprint auf 100 km/h in 5,9 Sekunden.

Ebenso wie bei den Plattformen MMA und MB.EA-Medium nutzt der EQS ein Zweiganggetriebe an der Hinterachse und bei den Allradlern eine integrierte Disconnect Unit (DCU) an der Vorderachse. Der EQS kann mit bis zu einer Leistung von 385 kW rekuperieren.

Das Zweiganggetriebe ist vermutlich ein Grund dafür, dass die gebremste Anhängelast der Hecktriebler mit 1.600 kg mehr als verdoppelt werden konnte und damit nur 100 kg unter dem Wert der Allradversionen liegt. "Kunden können mit ihrem neuen EQS jetzt beispielsweise auch einen Pferdeanhänger ziehen" , heißt es in der Mitteilung.

Neben den genannten Modellen bietet Mercedes mit dem EQS 400 eine günstigere Version an.

Deren Akkukapazität beträgt 112 kWh, was für 825 km nach WLTP reichen soll. Die Motorleistung von 270 kW beschleunigt die Limousine in 6,2 Sekunden von null auf 100 km/h. Der kleinere Akku lädt noch mit bis zu 330 kW. Bei 400-Volt-Ladesäulen sind bei den größeren Akkus bis zu 175 kW möglich. Serienmäßig lädt der EQS mit 11 kW mit Wechselstrom, gegen Aufpreis sind 22 kW möglich. Bidirektionales Laden soll nach dem Marktstart zu einem späteren Zeitpunkt über Softwareupdate aus der Ferne verfügbar sein.

Im Innenraum verfügt der EQS weiterhin serienmäßig über den sogenannten Hyperscreen mit einer gesamten Breite von 1,41 m. An den Vordersitzen befinden sich Gurtheizungen, die den Gurt auf 44 Grad Celsius aufwärmen. Das soll im Winter den Verzicht auf eine dicke Jacke erleichtern, was wiederum bei Unfällen einen besseren Schutz bietet, weil der Gurt enger am Körper anliegt.

Größere Displays im Fond

Für viele potenzielle Käufer dürfte jedoch die Ausstattung des Fond wichtiger sein. Dort gibt es nun zwei Displays mit 13 Zoll Bilddiagonale und zwei herausnehmbare Fernsteuerungen im Handyformat. Die integrierten HD-Kameras ermöglichen die Nutzung der Bildschirme für Videokonferenzen. Im Hyperscreen befindet sich ebenfalls eine solche Kamera für entsprechende Programme.

Die Chauffeurfunktion soll wie gehabt eine besonders komfortable Position auf dem rechten Rücksitz schaffen. Dabei wird unter anderem der Beifahrersitz nach vorn gefahren und die Sitzlehne nach vorn geneigt. Im Gegensatz zur Oberklasse-Konkurrenz wie dem BMW i7 verfügt der EQS nicht über einen großen Bildschirm für die Fondpassagiere, der hoch- und heruntergefahren werden kann.

Der EQS hat bis zu 27 Sensoren: maximal zehn Kameras, fünf Radare und zwölf Ultraschallsensoren. Serienmäßig verfügt die Limousine nur über einen Abstandsregeltempomaten (Distronic). Gegen Aufpreis ist mit dem MB.Drive Assist zusätzlich ein Lenk- und ein Spurwechselassistent bestellbar.

Zur Einführung des Systems MB.Drive Assist Pro, das ein überwachtes autonomes Fahren ermöglicht, macht Mercedes weiterhin keine Angaben. Die dafür erforderlichen zusätzlichen Kameras befinden sich in den Außenspiegeln. Wie bereits bekannt, verzichtet Mercedes vorläufig auf das Level-3-System Drive Pilot beim EQS und in der S-Klasse.

Einstiegsversion 12.000 Euro günstiger

Der Basispreis des EQS 400 beträgt 94.403 Euro. Das sind rund 12.000 Euro weniger, als das aktuelle Einstiegsmodell, der EQS 450+, derzeit kostet. Dabei kommt der neue EQS 400 trotz des etwas kleineren Akkus sogar einige Kilometer weiter als der bisherige EQS 450+.

Solche indirekten Preissenkungen, verbesserte Ausstattungen und hohe Rabatte haben in der Vergangenheit zu einem schnell sinkenden Wiederverkaufswert geführt, was wiederum potenzielle Käufer abgeschreckt haben dürfte.

Von Zürich nach Hamburg ohne Ladestopp?

Der neue EQS 450+ startet laut Mercedes bei 108.635 Euro. Es folgen der EQS 500 4Matic mit 123.284 Euro und der EQS 580 4Matic mit 134.732 Euro. Aktuell kostet der EQS 580 4Matic laut Konfigurator mindestens 141.705 Euro.

Insgesamt erfährt der EQS mit dem Facelift eine deutliche technische Aufwertung. Mit einer Reichweite bis zu 925 km sollen sogar Strecken von München nach Paris oder von Zürich nach Hamburg ohne Ladestopp zurückgelegt werden können. Allerdings räumt Mercedes ein, dass dies nur "rechnerisch" möglich ist.

Modellpflege 2026 des Mercedes-Benz EQS
EQS 400 EQS 450+ EQS 500 4Matic EQS 580 4Matic
Leistung (kW) 270 300 350 430
Batteriekapazität (kWh) 112 122 122 122
DC-Ladeleistung max. (kW) 330 350 350 350
Reichweite nach 10 Minuten (km) 305 320 305 305
Beschleunigung 0-100 km/h (s) 6,2 5,9 4,5 4,1
Höchstgeschwindigkeit /km/h) 210 210 210 210
WLTP-Reichweite max. (km) 815 925 875 875
Preis (Euro) 94.403 108.635 123.284 134.732

Im ADAC-Test schaffte der bisherige EQS schon bis zu 660 km. Mit dem neuen Antrieb und den größeren Akkus könnten es daher durchaus realistische 750 km werden. Selbst im Winter kam der EQS laut ADAC auf 500 km.

Ob damit die Verkaufszahlen signifikant steigen, ist trotz der Verbesserung und dem neuen Steer-by-Wire nicht ausgemacht. Denn der EQS ist weder von außen noch innen mit der S-Klasse identisch. Die Ausreden, um in der Chefetage nicht auf E-Mobilität umzusteigen, werden trotz vorübergehendem Tankrabatt jedoch immer schwächer. Das gilt auch für Politiker, die ihr Elektroauto wieder gegen einen Diesel tauschen wollen .

Offenlegung: Die Kosten für die Reise nach Portugal hat Mercedes-Benz übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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  • 14. April 2026 um 00:20

Anzeige: Einhell-Handkreissäge kostet nur 44 Euro bei Amazon

Von Benjamin Gründken
Bei Amazon kostet eine Handkreissäge von Einhell 44 Euro. Damit ist sie billiger als in anderen Shops.
Nicht immer muss es eine Akku-Maschine sein. (Bild: Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Einhell; Montage: Golem.de) amazon Affiliate

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Nicht immer muss es eine Akku-Maschine sein. Bild: Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Einhell; Montage: Golem.de

Einhell hat sich am Markt als günstige Alternative zu Anbietern wie Makita etabliert. Als Hauptzielgruppe gelten Heimwerker und Schrauber. Interessant sind die Maschinen von Einhell spätestens mit der Professional-Serie auch für Handwerker.

Im Bereich der batteriebetriebenen Maschinen setzt der Hersteller auf ein eigenes 18-Volt-Akku-System. Wie bei Makita und Bosch sind zahllose Geräte kompatibel. Einschlägige Werkzeuge sind inzwischen beliebt, aber nicht jedermanns Sache. Heißt: Kabelgebundene Maschinen sind im Jahr 2026 nicht überflüssig.

Für kabelgebundene Maschinen sprechen die Nachhaltigkeit, die Leistung und natürlich der Preis. Eine Handkreissäge von Einhell kostet bei Amazon gerade 44 Euro und damit weniger als in allen anderen Shops laut Preisvergleich.

Was hat die Kreissäge von Einhell zu bieten?

Die Handkreissäge Einhell TC-CS 1250 bietet gemäß Hersteller eine Leistung von 1.250 Watt; sie soll eine Schnitttiefe bis zu 55 Millimeter bei 90 Grad und 38 Millimeter bei 45 Grad erreichen. Damit sind gerade Schnitte und Gehrungsschnitte möglich.

Schnitttiefe und Neigungswinkel lassen sich Einhell zufolge werkzeuglos einstellen. Der Sägeblattwechsel soll mittels Spindelarretierung schnell erfolgen.

Spannend: Im Lieferumfang ist bereits ein Hartmetall-Sägeblatt enthalten. Kompatibel sind Sägeblätter ansonsten mit einem Innendurchmesser von 16 Millimetern.

Zu nennen sind noch ein Zusatzhandgriff, der bei längeren Einsätzen ein komfortables Arbeiten ermöglichen soll, und ein Anschluss für Staubabsaugung.

Bei Amazon zum besten Preis

Laut Produktseite

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hat sich die Einhell TC-CS 1250 im vergangenen Monat über 100-mal verkauft. Bewertet wird sie mit 4,4 von 5 Sternen. Nach 38 Prozent Nachlass auf die durch Amazon genannte UVP kostet sie 43,99 Euro.

Der Golem-Preisvergleich, powered by Geizhals, listet insgesamt 14 Shops mit einer Offerte für die Handkreissäge. Amazon nennt mit 43,99 Euro den besten Preis, während der derzeit zweitgünstigste Shop zum Zeitpunkt der Artikelerstellung bei 54,09 Euro liegt. Preis und Verfügbarkeit sind nicht in Stein gemeißelt.

Einhell Handkreissäge TC-CS 1250 (1.250 W, 5.500 min-1, werkzeuglose Einstellung Tiefe/Winkel, Zusatzhandgriff, Spindelarretierung, Spaltkeil, inkl. Hartmetall-Sägeblatt)

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Doch lieber ein Akku-Modell? Viele weitere Maschinen von Einhell sind bei Amazon in der Übersicht

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zu finden.

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  • 13. April 2026 um 19:07

Anzeige: M.2 SSD mit 2 TByte günstig wie seit Monaten nicht

Von Erik Körner
Die mit PC und PS5 kompatible Lexar NM790 M.2 SSD mit 2 TByte ist bei Amazon 40 Euro reduziert. Günstiger war sie seit Januar nicht.
Die Lexar NM790 M.2 SSD (2 TByte) für PC und PS5 (Bild: Amazon.de/Lexar/Golem) amazon Affiliate

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Die Lexar NM790 M.2 SSD (2 TByte) für PC und PS5 Bild: Amazon.de/Lexar/Golem

Gute Neuigkeiten für alle, die inmitten der Speicherkrise bisher erfolglos nach einer bezahlbaren M.2 SSD gesucht haben. Die 2 TByte große Lexar NM790, geeignet für PC und PS5, ist verglichen mit dem durchschnittlichen Verkaufspreis der letzten Wochen im Amazon-Angebot noch immer 40 Euro reduziert. Günstiger war sie laut Preistracker Keepa seit Januar nicht. Der Streichpreis gilt für einen begrenzten Vorrat, der bereits größtenteils vergriffen ist. Bei Interesse sollte nicht mit der Bestellung gezögert werden.

Darum lohnt sich die M.2 SSD von Lexar

Die Lexar NM790 garantiert kurze Wartezeiten, ob beim Arbeiten oder Spielen. Die M.2 SSD der vierten PCIe-4-Generation erreicht laut Hersteller sequenzielle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten bis zu 7.400 beziehungsweise 6.500 MByte pro Sekunde. Demnach grenzt sie an der theoretischen Maximalgeschwindigkeit von PCIe-4-SSDs. Durch ihr hohes Tempo ist die Lexar NM790 bestens geeignet für die zügige Installation großer Spiele, aber auch für die Arbeit mit großen Dateien wie Videobearbeitung oder 3D-Rendering. Ein großer Aluminiumkühlkörper sorgt für eine effektive Wärmeabfuhr und damit konstant hohe Leistung.

Ein weiterer Vorteil der Lexar NM790 ist der niedrige Stromverbrauch durch Host Memory Buffer 3.0. Damit greift die M.2 SSD auf die Arbeitsspeicher des PCs zu, um Daten zwischenzuspeichern, statt auf integrierten DRAM-Cache zu setzen. Laut Hersteller soll das bis zu 40 Prozent sparen. Einen Nachteil hat die Technologie, zumindest auf dem Papier: DRAM-SSDs haben streng genommen bessere Performance. In der Praxis dürften die Leistungsunterschiede den meisten Nutzern aber nicht auffallen.

Die Lexar NM790 ist mit allen PCs kompatibel, deren Motherboard und Prozessoren den PCIe-4-Standard unterstützen. Das dürfte auf nahezu alle Systeme des vergangenen Jahrzehnts zutreffen, schließlich wurde die vierte PCIe-Generation schon im Jahr 2017 eingeführt. Wer noch einen älteren Rechner besitzt, muss nicht enttäuscht sein: Die M.2 SSD ist abwärtskompatibel mit PCIe-3-Systemen, läuft dann aber maximal mit halber Geschwindigkeit.

Lexar bei Amazon: M.2 SSDs jetzt günstiger im Angebot sichern

Die 2 TByte große Lexar NM790

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ist bei Amazon um 15 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen Verkaufspreis reduziert. Aktuell kostet die Festplatte 219,99 Euro statt 259,99 Euro. Mehr als 1.300 Amazon-Kunden bewerten sie mit 4,6 von 5 Sternen. Gelobt werden häufig die schnelle Performance, einfache Installation, eine starke Kühlleistung.

Lexar NM790 2TB Interne SSD mit Kühlkörper

Jetzt 40 Euro sparen

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Auch die für PC und PS5 geeignete Lexar Ares

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mit 2 TByte ist günstiger bei Amazon. Die M.2 SSD auf PCIe-4-Basis kostet 212,49 Euro statt 249,99 Euro im befristeten Angebot. Wie bei der NM790 gilt der Rabatt für einen begrenzten Vorrat.

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  • 13. April 2026 um 18:37

Störungsmeldung vom 13.04.2026 18:00

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider O2

Details

Beginn
13.04.2026 18:00
Region
Krefeld (02151)
Provider
O2
Zugangsart
Kabel

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  • 13. April 2026 um 18:00

Apples früherer KI-Chef John Giannandrea verlässt das Unternehmen

Von Heise
Die WWDC-Fragestunde 2024 mit dem damaligen KI-Chef Apples

Da war die Welt noch in Ordnung: YouTuberin und Moderatorin Justine Ezarik (von links), Apples KI-Chef John Giannandrea und Software-Chef Craig Federighi auf der Bühne im Steve-Jobs-Theater.

(Bild: Apple)

Nach dem holprigen Start von Apple Intelligence verlässt KI-Chef John Giannandrea das Unternehmen. Angekündigt wurde der Rückzug im Dezember.

Es war ein denkwürdiger Auftritt am Nachmittag des 11. Juni 2024: Apples damaliger KI-Chef John Giannandrea und Software-Chef Craig Federighi demonstrierten auf der Bühne des Steve Jobs Theater im Apple-Hauptquartier in Cupertino den großen Schulterschluss. Die von Apple-Chef Tim Cook eingeleitete Fragestunde [1] mit YouTuberin iJustine sollte die kurz zuvor vorgestellte Apple Intelligence inhaltlich vertiefen und vermutlich ein Signal der Einmütigkeit in der Apple-Chefetage ausstrahlen. Jetzt, nicht einmal zwei Jahre danach, wird Giannandrea das Unternehmen zur Monatsmitte verlassen.

Das Schicksal des früheren Google-Mitarbeiters ist eng verknüpft mit den KI-Bemühungen Apples [2]. Damals angekündigte Grundfunktionen der Apple Intelligence wie das Zusammenfassen von Texten oder maßgeschneiderte Emojis erreichten zwar binnen weniger Monate einen großen Teil der Apple-Kundschaft. Der Blick der Fachwelt richtete sich allerdings mehr auf das, was nicht kam: Siri sei kein Sprachassistent mehr, sondern ein Geräteassistent mit tieferem Verständnis dafür, was auf dem Gerät passiert, tönte Giannandrea in der damaligen Fragestunde. Zwei Jahre später gibt es immer noch nur die Ankündigung, dass Siri besser werden soll. Zuletzt verdichteten sich jedoch Berichte, wonach Apple für iOS 27 eine eigene Siri-App sowie einen Chatbot-Modus [3] plant.

KI-Weichen neu gestellt

Giannandrea kam im Jahr 2018 zu Apple. Bei Google war er zuvor acht Jahre lang tätig. Seine Expertise in Machine-Learning passte gut zu Apples Ambitionen, die mit der Neural Engine auch in Hardware gegossen wurden. Doch als mit ChatGPT von OpenAI Jahre später die generativen Sprachmodelle einen Hype auslösten, wirkte Apple wie auf dem falschen Fuß erwischt. Die Vorstellung der Apple Intelligence, 2024, sollte der Befreiungsschlag werden. Die „AI for the rest of us“ (KI für den Rest von uns) sollte mit dem Datenschutz-Vorrang punkten. Stattdessen machte Apple Schlagzeilen damit, dass die KI-Siri offenbar gar nicht funktionierte und das Projekt offenbar komplett zurückgesetzt werden musste. Intern gilt die Dauerbaustelle Siri bereits seit Längerem als Problemfall [4], da versprochene Funktionen immer wieder verschoben wurden.

Die diesjährige Entwicklerkonferenz WWDC am 8. Juni [5] soll nun den Trubel der vergangenen Jahre vergessen machen. Apple ist eine Kooperation mit Google eingegangen, um deren KI-Modell Gemini zu verwenden. Vor allem aber wurden erhebliche Veränderungen in der Leitung vorgenommen. Dabei gilt Federighi intern als Verfechter eines eher pragmatischen KI-Kurses mit Fokus auf Budgets [6] und Partnerschaften. Der ehemalige Vision-Pro-Chef brachte für den Umbau der Siri-Abteilung [7] zahlreiche Experten aus seinem alten Team mit. Weitere erfahrene Kräfte, die es richten sollen, sind Eddy Cue und Sabih Khan. Erneut ist ein Ex-Googler mit in der Verantwortung: Neuzugang Amar Subramanya soll als Vice President of AI aber deutlich weniger Eigenständigkeit genießen als sein Vorgänger. Er berichte an Federighi.

Eine letzte Aktienprämie

Giannandrea war in den vergangenen Monaten nur noch Berater für Apple. Sein Rückzug wurde im Dezember 2025 angekündigt, nachdem zuvor bereits laut geworden war, dass es zwischen den Ressortleitern bei Apple geknirscht hat. Bereits im März 2025 habe Cook Giannandrea deshalb die Leitung des Siri-Teams entzogen, hieß es in Medienberichten. Es war ein Rückzug in Raten. Sein Verbleib bis Mitte April erklärt Bloomberg-Reporter Mark Gurman [8] mit den üblichen Gepflogenheiten in börsennotierten Unternehmen, um Giannandrea noch eine letzte Aktienprämie auszahlen zu können.

Nach Apple will der frühere KI-Chef laut Bericht in verschiedenen Unternehmensvorständen mitwirken und als Berater für Start-up-Unternehmen tätig werden. Wie stark Apples stotternder KI-Motor tatsächlich mit seiner Person verknüpft war, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Finanziell profitiert der Konzern trotz technischer Rückstände massiv: Erwartungen zufolge wird Apple bald eine Milliarde US-Dollar durch KI-Apps [9] im App Store verdienen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11255446

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Apple-Intelligence-Das-sagen-der-KI-und-der-Software-Chef-zum-Siri-Neubeginn-9757150.html
[2]  https://www.heise.de/thema/Kuenstliche-Intelligenz
[3] https://www.heise.de/news/iOS-27-Apple-erwaegt-Siri-App-und-Siri-fragen-Knopf-11224654.html
[4] https://www.heise.de/news/Dauerbaustelle-Siri-Vision-Pro-Chef-soll-es-jetzt-richten-10323435.html
[5] https://www.heise.de/news/WWDC-2026-am-8-Juni-Apple-gewaehrt-ersten-Blick-auf-iOS-27-und-macOS-27-11221912.html
[6] https://www.heise.de/news/Federighi-und-Apples-KI-Ambitionen-Pragmatismus-statt-Innovation-11152262.html
[7] https://www.heise.de/news/Apple-baut-Siri-Abteilung-um-uebernimmt-Vision-Pro-Entwickler-10359675.html
[8] https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2026-04-12/apple-ai-smart-glasses-features-styles-colors-cameras-giannandrea-leaving-mnvtz4yg
[9] https://www.heise.de/news/Apple-verdient-bald-eine-Milliarde-US-Dollar-dank-KI-im-App-Store-11221048.html
[10] https://www.heise.de/mac-and-i
[11] mailto:mki@heise.de

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  • 13. April 2026 um 17:28

iPhone Ultra: Neues zu möglichen Preisen, Technik und Verfügbarkeiten

Von Heise
Ein Mann hält einen Finger auf einen faltbaren Bildschirm eines Smartphones oder Tablets.

Faltbares Smartphone (nicht von Apple).

(Bild: ra2 studio / Shutterstock.com)

Apples erstes Foldable soll mit bestehenden Problemen bei faltbaren Smartphones aufräumen. Dafür werden Kunden allerdings tief in die Tasche greifen müssen.

In weniger als einem halben Jahr soll es so weit sein: Apples erstes faltbare iPhone wird vorgestellt. Trotz anderslautender Gerüchte [1] gilt der September allgemein als gesetzter Vorstellungstermin für das wohl „Ultra“ genannte Foldable. Denkbar ist allerdings, dass die Auslieferung erst im Oktober beginnt. Der geplante Preisbereich ist ambitioniert: Laut Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg [2] beginnt er bei 2000 US-Dollar, mit mehr Speicher könnte er an der Marke von 2800 Dollar kratzen. In Euro dürfte es deutlich über 2000 Euro losgehen und sich bis auf knapp 3000 Euro ziehen – dann mit 2 TByte Flash.

Faltenfrei und haltbar dabei

Apple sind mehrere Durchbrüche gelungen, heißt es weiter. Dazu gehört die weitgehende Entfernung der bekannten „Bügelfalte“ [3], die andere Foldables noch aufweisen, sowie eine Verbesserung der allgemeinen Haltbarkeit der Klappgeräte. Zumindest die weitgehende Faltenfreiheit ist allerdings nicht neu: So konnte erst kürzlich der chinesische Hersteller Oppo, mit dem Apple gerade in einem Rechtsstreit wegen des angeblichen Diebstahls geistigen Eigentums [4] steht, mit dem Find N6 [5] ein solches Gerät zeigen. Auch Samsung arbeitet an solchen Displays [6].

Beim iPhone Ultra plant Apple einen Reisepass-artigen Formfaktor [7]: Das Gerät soll im geschlossenen Zustand breiter sein, als man das von regulären Smartphones kennt. Sinn der Sache ist es, dass das Gerät aufgeklappt das Bildseitenverhältnis eines iPad mini hat, was zwar nicht ganz 16:9 darstellen soll, das Design aber weniger quadratisch macht. Geplant sind angeblich gut 7,7 Zoll Innenmaß bei 5,3 Zoll außen. Auch hier gibt es aus China konkurrierende Geräte: Bei Huawei bereitet man mit dem Pura X Max gerade ein solches Gerät [8] vor. Samsung will mit einem möglichen „Galaxy Z Fold 8 Wide“ ebenfalls in diese Richtung gehen.

Touch-ID-Rückkehr und Fensterfragen

Das iPhone Ultra soll ansonsten erstmals seit vielen Jahren keine Face-ID-Gesichtserkennung mitbringen, stattdessen auf einen mit Touch-ID-Fingerabdrucksensor ausgestatteten Sleep/Wake-Knopf setzen, wie man ihn etwa vom iPad mini kennt. Geplant sind zudem eine Front-Kamera und zwei rückwärtige Bildsensoren, insgesamt also ein eingeschränkteres Foto- und Videosystem als etwa bei einem iPhone-Pro-Modell.

Spannend wird noch, wie Apple die Software umsetzt. Bislang bietet nur iPadOS mittlerweile ein echtes Fenstersystem [9], beim iPhone werden alle Apps im Vollformat ausgeführt. Denkbar wäre, dass Apple zumindest mehrere Apps gleichzeitig im „Side-by-Side“-Format erlaubt. Eine frei konfigurierbare Fensteroberfläche gilt (leider) als unwahrscheinlich.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11254203

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/iPhone-Foldable-Namensfragen-Mockups-und-moegliche-Verschiebung-11247703.html
[2] https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-04-07/apple-s-foldable-iphone-remains-on-track-for-september-debut
[3] https://www.heise.de/news/Foldable-ohne-Buegelfalte-So-soll-das-faltbare-iPhone-geschmeidig-bleiben-10488599.html
[4] https://www.heise.de/news/Apple-verklagt-Oppo-wegen-Diebstahls-von-Geschaeftsgeheimnissen-10963515.html
[5] https://www.heise.de/news/Foldable-Find-N6-Oppo-buegelt-die-Falte-aus-11213537.html
[6] https://www.heise.de/news/Faltenfrei-Samsung-Display-entdeckt-das-fuers-iPhone-Fold-passen-koennte-11131025.html
[7] https://www.heise.de/news/Faltbares-Apple-Handy-Kommt-der-Formfaktor-des-iPhone-mini-als-Pass-zurueck-11125785.html
[8] https://www.androidauthority.com/huawei-pura-x-max-wide-foldable-3656828/
[9] https://www.heise.de/ratgeber/iPadOS-26-So-nutzen-Sie-das-neue-Fenstersystem-auf-Apple-Tablet-10646557.html
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  • 13. April 2026 um 14:20

„ClickFix“-Angriffe auf macOS jetzt auch via Script Editor

Von Heise
Website, die Apple nachahmt

Website, die Apple nachahmt: Nein, so schafft man auf dem Mac keinen Platz.

(Bild: Jamf)

Eine aktuell laufende Malware-Kampagne nutzt Apples Script Editor statt des Terminals, um den Datenklauer Atomic Stealer auf Macs einzuschleusen.

Sicherheitsforscher vom MDM-Spezialisten Jamf haben eine neue Variante der sogenannten ClickFix-Angriffstechnik entdeckt, bei der Nutzer dazu bewegt werden, Kommandos auf ihrem Mac auszuführen, die dann Malware installieren. Die neue Verteilmethode des bekannten Datenklauschädlings Atomic Stealer scheint darauf optimiert zu sein, einen neuen Schutz im macOS-Terminal [1] zu umgehen, den Apple mit macOS 26.4 eingeführt hatte. Dieser soll dafür sorgen, dass problematischer Code nicht mehr so leicht ausgeführt werden kann.

Wie Jamf Threat Labs in einer Analyse [2] schreibt, locken die Angreifer ihre Opfer auf eine gefälschte Apple-Webseite, die vorgibt, dabei zu helfen, Speicherplatz auf dem Mac freizugeben. Ein „Execute“-Button auf der Seite ruft dabei das applescript://-URL-Schema auf. Der Browser fordert daraufhin vom Nutzer die Erlaubnis, Script Editor zu öffnen – eine Aktion, die das Opfer womöglich arglos bestätigt.

Vom URL-Schema zum Datenklauer

Das eigentlich neue an der Methode liegt in der Nutzung des applescript://-URL-Schemas: Beim Aufruf startet Script Editor mit einem von der Website übergebenen, bösartigen AppleScript. Dieses Script führt nach der Ausführung durch den Nutzer eine verschleierte Befehlskette aus. Zunächst wird per curl-Kommando eine Payload von einem externen Server geladen, die nach Dekodierung anschließend an zsh übergeben wird. Eine zweite Stufe dekodiert per Base64 und gunzip weiteren Code, der schließlich die eigentliche Malware – ein Mach-O-Binary des Atomic Stealers – nach /tmp herunterlädt, erweiterte Attribute zum Ausführungsschutz entfernt und die Datei startbar macht.

Interessant dabei ist, dass die Installationskette dabei den Terminal-Paste-Schutz von macOS 26.4 umgeht. Apple hatte diese Schutzfunktion eingeführt, um Nutzer vor ClickFix-Angriffen zu warnen, wenn sie manipulierte Befehle ins Terminal einfügen, wobei das auch nicht immer funktioniert. Durch den Wechsel zu Script Editor wird dieser Mechanismus laut Jamf augenscheinlich ausgehebelt. Um die Malware aktiv zu schalten, muss der User allerdings noch den Abspielknopf (Play) in Script Editor klicken. Dass er das tun soll, wird auf der nachgeahmten Apple-Seite so mitgeteilt.

Was Atomic Stealer abgreift

Atomic Stealer ist ein schon seit 2023 aktiver Infostealer, der unter anderem über Telegram an Kriminelle vermarktet wird. Die Malware stiehlt unter anderem Keychain-Passwörter, Browser-Daten wie Autofill-Einträge, Cookies und Kreditkartennummern sowie Krypto-Wallets. Auch Dateien vom Desktop und aus dem Dokumentenordner können exfiltriert werden.

Neu ist die Verwendung von Script Editor zur Malware-Verbreitung eigentlich nicht, doch die Verbreitung via applescript://-Links ist neu. Nutzer sollten das Aufrufen des Script Editors über eine Website keinesfalls bestätigen. Apple hat bislang noch nicht auf die neue Methode reagiert. Es dürfte relativ leicht sein, diese zu verhindern.


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https://www.heise.de/-11251412

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Angriffe-uebers-Terminal-Apple-verhindert-Kommando-Ausfuehrung-11226507.html
[2] https://www.jamf.com/blog/clickfix-macos-script-editor-atomic-stealer/
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 13. April 2026 um 12:59

Chinas Militär-KI entscheidet schneller als erfahrene Kommandeure

Von Bernardo Cantz
Militärische Denkfabrik, KI-Technologie in der Armee.

(Bild: TSViPhoto / Shutterstock.com)

China setzt eine KI als digitalen Stabschef ein. In Simulationen übertraf sie erfahrene Offiziere deutlich. Doch das System hat klare Grenzen.

Chinas Volksbefreiungsarmee testet einen KI-Agenten, der Kommandanten auf dem Schlachtfeld beraten soll.

In einer simulierten Invasion schlug das System laut South China Morning Post (SCMP) fünf erfahrene Militärexperten – es entschied 43 Prozent schneller als sie. Doch bis zum echten Einsatz bleibt ein weiter Weg.

Digitaler Stabschef für das Kommandozelt

Die National University of Defence Technology (NUDT) und die Volksbefreiungsarmee entwickelten das System laut Bericht [1] gemeinsam. Eine peer-reviewte Studie in der Fachzeitschrift Command Control & Simulation behauptet, das System sei bereits in eine Kommandoplattform auf Bataillonsebene integriert.

Die KI fungiert dabei nicht als Waffe, sondern als eine Art digitaler Stabschef. Sie soll Kommandanten helfen, im Chaos eines Gefechts die richtigen Fragen zu stellen und schneller zu handeln.

So arbeitet die KI technisch

Das System verbindet ein großes Sprachmodell mit einer dynamischen Echtzeit-Karte des Schlachtfelds. Es filtert unwichtige Informationen heraus, erkennt taktische Lücken und liefert Hinweise für Entscheidungen, die mit der militärischen Doktrin übereinstimmen.

Seine Kernaufgabe [2]: wesentliche Unbekannten identifizieren, die über Erfolg oder Scheitern einer Mission bestimmen. Während ein Kommandant unter Stress manchmal den Überblick verliert, priorisiert die KI diese Fragen in Echtzeit.

Simulation: KI gegen erfahrene Offiziere

Die Forscher ließen das System gegen fünf Experten antreten. Jeder von ihnen brachte durchschnittlich zwölf Jahre Dienstzeit und Erfahrung bei der Forschung zur amphibischen Kriegsführung mit.

Das Testszenario: eine amphibische Landungsoperation unter hohem Druck – ein Manöver, das oft mit einem möglichen Taiwan-Konflikt in Verbindung steht.

Die KI verkürzte den sogenannten OODA-Zyklus – Beobachten, Orientieren, Entscheiden, Handeln – um 43 Prozent. Selbst als elektronische Störsignale die Kommunikation lahmlegten, rief das System wichtige Daten mit über 90 Prozent Genauigkeit ab.

In einem Schlüsselmoment der Simulation erkannte die KI eine gefährliche Lücke: Feindliche Panzer rückten vor, doch der Standort der gegnerischen Reservekräfte war unbekannt.

Das System stufte das Problem sofort als Hochrisiko ein und empfahl den Einsatz von Aufklärungseinheiten. Ein Mensch hätte dafür wohl wertvolle Minuten an Diskussionen gebraucht.

Klare Grenzen des Systems

Die Forscher selbst benennen mehrere Schwachstellen. Das System leidet unter einem sogenannten Kaltstart-Problem: Ohne dokumentierte Entscheidungshistorie eines Kommandanten fehlt der KI eine Grundlage für ihre Empfehlungen.

Zudem beschränken sich alle bisherigen Tests auf amphibische Küstenszenarien. Für Häuserkampf in Städten oder Gefechte im Gebirge ist das System noch nicht erprobt.

Der operative Status bleibt ebenfalls unscharf – die konkreten Leistungsdaten stammen ausschließlich aus Simulationen.

Nächste Ausbaustufen und globaler Wettlauf

Künftig soll die KI mehrere Militäreinheiten gleichzeitig koordinieren. Die Forscher planen robustere Systeme durch Technologien wie Blockchain und verteiltes Lernen. Außerdem wollen sie das Modell auf mobile Geräte für untergeordnete Einheiten bringen.

"Dies stellt einen Wandel von erfahrungsbasiertem Kommando hin zu datengesteuerter und wissensgestützter Entscheidungsfindung dar", schrieben die Forscher laut SCMP.

Die Entwicklung steht im Kontext eines globalen Rennens um militärische Künstliche Intelligenz – angetrieben hauptsächlich vom technologischen Wettstreit zwischen China und den USA.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11254830

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.scmp.com/news/china/science/article/3349429/china-deploys-new-battlefield-ai-command-tent-it-outsmarts-everyone
[2] https://interestingengineering.com/military/chinas-military-ai-beats-human-commanders

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