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Gestern — 20. April 2026Ihre RSS-Feeds

WireGuard 1.0: Stabiler Meilenstein der Windows-Version erreicht

Von Heise
WIreGuard-Versionsdialog auf blauem Mosaik-Hintergrund

WireGuard für Windows ist beim stabilen Release 1.0 angekommen.

(Bild: heise medien)

Nach jahrelanger Pause gab es kürzlich ein Update, nun legt der Entwickler das Release 1.0 von WireGuard für Windows nach.

Die stabile Version WireGuard 1.0 für Windows ist am Wochenende erschienen. Entwickler Jason Donenfeld hat das Release am Samstagabend freigegeben. Er bezeichnet es selbst als Meilenstein. Kurz nach dem Meldungszeitpunkt meldet WireGuard unter Windows bereits ein Update auf Version 1.0.1 – eine Versionsankündigung mit den Änderungen steht aber derzeit noch aus.

In der Ankündigung von Donenfeld [1] auf der WireGuard-Mailingliste führt er einige Details aus. Er habe endlich die letzten „1.0-Blocker“ ausgebessert und freue sich, diesen Meilenstein nun erreicht zu haben. Insbesondere der Treiber WireGuardNT enthalte einen Haufen an Fehlerkorrekturen. Die IOCTLs des Treibers haben auf dem NDIS-Device-Node aufgesetzt, wobei dort bestimmte benötigte Funktionen nicht dokumentiert waren. Dadurch war der Code eine tickende Zeitbombe, da bestimmte Pointer nicht auf einem stabilen Offset sitzen. Windows 10 hat dafür eine stabile Funktion integriert, die WireGuardNT nun nutzt.

Was Donenberg ebenfalls noch fehlte, war eine korrekte Benachrichtigung über MTU-Änderungen (Maximum Transmission Unit). WireGuard füllt Pakete stets zur nächsten 16-Byte-Grenze auf, bis zur maximalen MTU der Netzwerkschnittstelle; das soll vor Traffic-Analyse-Angriffen schützen. Unter Linux hat die Software vollen Zugriff auf diese Information, während unter Windows dafür eine Kombination aus unterschiedlichen Werten für Adapter, vom TCP/IP-Interface ausgewählten Werten, zudem noch eine Unterscheidung in IPv4 und IPv6 auf den Treiber zukommt. Windows kennt einen Callback, der über etwaige Änderungen informieren soll, der wird jedoch bei MTU-Änderungen nie aktiv. Microsoft wollte das Donenberg zufolge seit 2019 korrigieren, aber bislang ist davon nichts zu sehen. Als Behelf pollte WireGuardNT alle drei Sekunden alle WireGuard-Interfaces. Das hat der Programmierer jetzt ebenfalls schöner gelöst, nachdem er einige Nachrichten auf dem NSI-Gerät analysiert und reverse-engineert hat. Dadurch kann WireGuard sich umgehend an geänderte MTUs anpassen und nicht erst innerhalb von drei Sekunden.

Das sind die größten Änderungen, kleinere umfassen etwa, dass das Projekt im C23-Modus kompiliert, einem aktuelleren C-Standard. Neben dem Treiber hat er aber auch an WireGuard for Windows geschraubt und dabei 42 Fehler ausgebessert.

WireGuard: Aktualisierte Installationspakete

Die WireGuard-1.0-Pakete stehen auf der Download-Seite von WireGuard [2] zum Herunterladen bereit. Der integrierte Update-Mechanismus zeigt in der Regel aber ebenfalls die verfügbare Aktualisierung an.

Erst in der vergangenen Woche hatte Donenberg nach vier Jahren das erste Update für WireGuard unter Windows [3] veröffentlicht. Zuvor gab es öffentlichen Zwist, da Microsoft Entwicklerkonten mit unzureichender Inhaber-Validierung gesperrt hat. Diese sind zum Signieren der Treiber und der Binärdateien jedoch zwingend nötig. Es gibt zwar ein Berufungsverfahren, dafür gönnt sich Microsoft jedoch bis zu 60 Tage Zeit. Darüber hatte sich etwa der VeraCrypt-Entwickler Mounir Idrassi beschwert [4]. Donenfeld sieht das jedoch entspannter und sortiert das als überbordende Bürokratie ein, was mal passieren könne.

Siehe auch:

Update

Soeben ist BVersion 1.0.1 erschienen, eine Versionsankündigung mit den Änderungen fehlt jedoch noch.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11263925

Links in diesem Artikel:
[1] https://lists.zx2c4.com/pipermail/wireguard/2026-April/009580.html
[2] https://www.wireguard.com/install/
[3] https://www.heise.de/news/WireGuard-Update-fuer-Windows-Client-nach-vier-Jahren-11258784.html
[4] https://www.heise.de/news/VeraCrypt-und-WireGuard-Trubel-bezueglich-Treibersignierung-Loesung-in-Sicht-11249882.html
[5] https://www.heise.de/download/product/wireguard?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link
[6] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[7] mailto:dmk@heise.de

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  • 20. April 2026 um 12:07

Angriff auf Next.js-Hersteller Vercel: Kundendaten abgegriffen

Von Heise
Man,Interacting,With,A,Holographic,Touchscreen,Interface,In,Red,Color.

(Bild: amgun / Shutterstock.com)

Interne Vercel-Systeme und damit auch Kundendaten wurden in einem Security-Vorfall kompromittiert. Ein externes KI-Tool diente als Einfallstor.

Das Softwareunternehmen Vercel hat bekannt gegeben, dass es derzeit einen Sicherheitsangriff untersucht. Ein Angreifer erhielt unbefugten Zugriff auf interne Systeme und Vercel-Kundendaten. Nach Angaben des Unternehmens hat der Vorfall seinen Ursprung bei einem Vercel-Mitarbeitenden, der das KI-Tool Context.ai verwendete. Durch dessen Vercel-Google-Workspace-Account erhielt der Angreifer Zugriff auf Vercel-Umgebungen.

Guillermo Rauch, CEO und Gründer von Vercel, hat auf X Neuigkeiten zu dem Angriff gepostet [1]. Demnach handelt es sich anscheinend um eine „sehr raffinierte Angreifergruppe“, die seiner Vermutung nach künstliche Intelligenz einsetzt und „mit überraschender Geschwindigkeit und tiefgehendem Verständnis von Vercel“ vorging.

React-Framework Next.js offenbar nicht betroffen

Next.js, Turbopack und weitere Open-Source-Projekte des Unternehmens sind nach Angaben von Rauch nicht betroffen: „Wir haben unsere Supply Chain analysiert und sichergestellt, dass Next.js, Turbopack und unsere vielen Open-Source-Projekte für die Community sicher bleiben.“

Sicherheitsprüfung: Vercel veröffentlicht IOC

Laut dem entsprechenden Vercel-Security-Bulletin-Eintrag [4] ist eine begrenzte Zahl an Vercel-Kundinnen und -Kunden von dem Angriff betroffen. Diese seien bereits informiert und zu einer unverzüglichen Rotation ihrer Credentials aufgefordert worden.

Vercel hat zudem einen Indicator of Compromise (IOC) veröffentlicht. Ausgangspunkt des Angriffs war eine Google-Workspace-OAuth-App. Google-Workspace-Admins und Google-Account-Besitzer sollen daher unverzüglich prüfen, ob diese App verwendet wird:

  • 110671459871-30f1spbu0hptbs60cb4vsmv79i7bbvqj.apps.googleusercontent.com

Vercel-Daten angeblich zum Verkauf angeboten

Wie The Hacker News berichtet [5], übernehmen Angreifer unter dem Namen ShinyHunters die Verantwortung für diesen Vorfall – und bieten laut Screenshots auf X [6] offenbar gestohlene Daten für zwei Millionen US-Dollar an. Die Gruppe ShinyHunters hat bereits kürzlich Daten aus einem Cyberangriff auf Rockstar Games [7] veröffentlicht. Ob diese für den Angriff auf Vercel tatsächlich verantwortlich ist, hat das Unternehmen bisher nicht bestätigt.

Vercel untersucht den Angriff derzeit noch aktiv und hat Incident-Response-Experten – darunter Googles Cybersicherheitstochter Mandiant – sowie die Behörden eingeschaltet. Über weitere Neuigkeiten wird das Unternehmen auf seinem Security Bulletin informieren [8].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11263669

Links in diesem Artikel:
[1] https://x.com/rauchg/status/2045995362499076169
[2] https://enterjs.de/ai.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_ejs_ai.empfehlung-ho.link.link&LPID=34830
[3] https://enterjs.de/tickets.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_ejs_ai.empfehlung-ho.link.link&LPID=34830#AI
[4] https://vercel.com/kb/bulletin/vercel-april-2026-security-incident#indicators-of-compromise-iocs
[5] https://thehackernews.com/2026/04/vercel-breach-tied-to-context-ai-hack.html
[6] https://x.com/DiffeKey/status/2045813085408051670
[7] https://www.heise.de/news/Rockstar-Games-Kriminelle-Gang-veroeffentlicht-Daten-11255795.html
[8] https://vercel.com/kb/bulletin/vercel-april-2026-security-incident
[9] mailto:mai@heise.de

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  • 20. April 2026 um 10:05

Cloudflare gibt KI-Agenten ein Langzeitgedächtnis

Von Heise
Stilisierter KI-Bot in einem Fenster umringt von mehreren Gebäuden

(Bild: Cloudflare)

Cloudflare will mit Agent Memory dem Kontextverfall bei langen Prompts in KI-Agenten verbeugen. Entwickler können so auch Kosten sparen.

Cloudflare hat mit Agent Memory einen Dienst vorgestellt, der KI-Agenten ein dauerhaftes Gedächtnis verleihen soll. Anstatt alle nötigen Informationen immer wieder als Kontext mitzugeben – was einen hohen Tokenverbrauch verursacht –, sollen KI-Agenten mit Agent Memory eigenständig relevante Informationen auswählen und in ihren Prompts an die Sprachmodelle verwenden. Der Dienst steht zunächst nur in einer geschlossenen Beta-Version zur Verfügung.

Agent Memory soll Context Rot vorbeugen

Neben den potenziellen Kosteneinsparungen für Entwickler, die aus dem geringeren Tokenverbrauch folgen, will der US-Anbieter mit Agent Memory auch dem sogenannten Kontextverfall entgegenwirken. Lange Prompts verschlechtern zunehmend die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit von Antworten eines KI-Modells. Dabei gehen Informationen vom Anfang einer Konversation verloren, die nicht mehr in das Kontextfenster des jeweiligen Modells passen.

Laut einem Post im Cloudflare-Blog [1] soll sich Agent Memory als persistente Speicherebene für lokal und in der Cloud gehostete KI-Agenten einsetzen lassen. Zudem können Entwickler den Dienst in Koordinations-Frameworks für mehrere Agenten einbinden, um den darin enthaltenen Agenten einen dauerhaften Speicher über Sessions und Neustarts hinweg zu bieten. Ebenfalls lassen sich Speicherprofile gemeinsam verwenden, sodass Informationen nur einmal an einen KI-Agenten übermittelt werden müssen und sich danach von mehreren Agenten nutzen und erweitern lassen.

Informationen in Entwicklungsteams teilen und erweitern

Als möglichen Einsatzzweck für Agent Memory nennt Cloudflare die Einbindung in Coding-Agenten eines Entwicklungsteams. Initial können Entwickler grundlegende Informationen eingeben, die für alle Agenten wichtig sind, beispielsweise interne Konventionen oder Architekturentscheidungen. Danach nutzen und erweitern alle angebundenen Agenten diese Informationen.

Außerdem lässt sich der Dienst zur agentischen Code-Review einsetzen – er soll sich merken können, was die Entwickler zurückweisen. Mit diesen Informationen soll der KI-Agent sein Feedback zum Programmcode anpassen und relevantere Hinweise geben können. Auch in einfachen Chatbots lässt sich Agent Memory einbinden, um den Nachrichtenverlauf zu speichern und bei Nachfrage darauf zurückgreifen zu können.

Zugriff über Cloudflare Workers und API

Agent Memory unterscheidet bei den Informationen zwischen unveränderlichen Fakten, Events früherer Zeitpunkte, aktuellen Aufgaben und Anweisungen wie Arbeitsabläufen oder Runbooks. Der Dienst aktualisiert eigenständig veraltete Informationen und löscht Duplikate. Zugriffe auf die Informationen erfolgen über eine Anbindung an Cloudflare Workers oder eine REST-API.

Die Schnittstelle bietet fünf Kernoperationen: ingest für die Massenverarbeitung von Konversationen, remember für explizites Speichern, recall für synthetisierte Abfragen sowie list und forget für Verwaltung und Löschung. Um die gesamte API-Oberfläche abzubilden, veröffentlichte Cloudflare zuletzt mit cf ein einheitliches Kommandozeilen-Tool [2]. Mit ihm sollen Entwickler alle Dienste des Anbieters über ein zentrales Werkzeug steuern und von KI-Agenten nutzen lassen können.

Eine Anmeldung zur geschlossenen Beta von Agent Memory ist aktuell nicht möglich, eine Warteliste steht aber bereit. Der Zeitpunkt für die allgemeine Verfügbarkeit ist bislang nicht bekannt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11263627

Links in diesem Artikel:
[1] https://blog.cloudflare.com/introducing-agent-memory/
[2] https://www.heise.de/news/Cloudflare-Ein-CLI-Tool-fuer-alles-11256008.html
[3] https://www.heise.de/ix
[4] mailto:sfe@ix.de

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  • 20. April 2026 um 11:27

Angriff auf Next.js-Hersteller Vercel: Kundendaten abgegriffen

Von Heise
Man,Interacting,With,A,Holographic,Touchscreen,Interface,In,Red,Color.

(Bild: amgun / Shutterstock.com)

Interne Vercel-Systeme und damit auch Kundendaten wurden in einem Security-Vorfall kompromittiert. Ein externes KI-Tool diente als Einfallstor.

Das Softwareunternehmen Vercel hat bekannt gegeben, dass es derzeit einen Sicherheitsangriff untersucht. Ein Angreifer erhielt unbefugten Zugriff auf interne Systeme und Vercel-Kundendaten. Nach Angaben des Unternehmens hat der Vorfall seinen Ursprung bei einem Vercel-Mitarbeitenden, der das KI-Tool Context.ai verwendete. Durch dessen Vercel-Google-Workspace-Account erhielt der Angreifer Zugriff auf Vercel-Umgebungen.

Guillermo Rauch, CEO und Gründer von Vercel, hat auf X Neuigkeiten zu dem Angriff gepostet [1]. Demnach handelt es sich anscheinend um eine „sehr raffinierte Angreifergruppe“, die seiner Vermutung nach künstliche Intelligenz einsetzt und „mit überraschender Geschwindigkeit und tiefgehendem Verständnis von Vercel“ vorging.

React-Framework Next.js offenbar nicht betroffen

Next.js, Turbopack und weitere Open-Source-Projekte des Unternehmens sind nach Angaben von Rauch nicht betroffen: „Wir haben unsere Supply Chain analysiert und sichergestellt, dass Next.js, Turbopack und unsere vielen Open-Source-Projekte für die Community sicher bleiben.“

Sicherheitsprüfung: Vercel veröffentlicht IOC

Laut dem entsprechenden Vercel-Security-Bulletin-Eintrag [4] ist eine begrenzte Zahl an Vercel-Kundinnen und -Kunden von dem Angriff betroffen. Diese seien bereits informiert und zu einer unverzüglichen Rotation ihrer Credentials aufgefordert worden.

Vercel hat zudem einen Indicator of Compromise (IOC) veröffentlicht. Ausgangspunkt des Angriffs war eine Google-Workspace-OAuth-App. Google-Workspace-Admins und Google-Account-Besitzer sollen daher unverzüglich prüfen, ob diese App verwendet wird:

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Vercel-Daten angeblich zum Verkauf angeboten

Wie The Hacker News berichtet [5], übernehmen Angreifer unter dem Namen ShinyHunters die Verantwortung für diesen Vorfall – und bieten laut Screenshots auf X [6] offenbar gestohlene Daten für zwei Millionen US-Dollar an. Die Gruppe ShinyHunters hat bereits kürzlich Daten aus einem Cyberangriff auf Rockstar Games [7] veröffentlicht. Ob diese für den Angriff auf Vercel tatsächlich verantwortlich ist, hat das Unternehmen bisher nicht bestätigt.

Vercel untersucht den Angriff derzeit noch aktiv und hat Incident-Response-Experten – darunter Googles Cybersicherheitstochter Mandiant – sowie die Behörden eingeschaltet. Über weitere Neuigkeiten wird das Unternehmen auf seinem Security Bulletin informieren [8].


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[1] https://x.com/rauchg/status/2045995362499076169
[2] https://enterjs.de/ai.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_ejs_ai.empfehlung-ho.link.link&LPID=34830
[3] https://enterjs.de/tickets.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_ejs_ai.empfehlung-ho.link.link&LPID=34830#AI
[4] https://vercel.com/kb/bulletin/vercel-april-2026-security-incident#indicators-of-compromise-iocs
[5] https://thehackernews.com/2026/04/vercel-breach-tied-to-context-ai-hack.html
[6] https://x.com/DiffeKey/status/2045813085408051670
[7] https://www.heise.de/news/Rockstar-Games-Kriminelle-Gang-veroeffentlicht-Daten-11255795.html
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  • 20. April 2026 um 10:05

Google arbeitet laut Bericht an Fitbit Air als Konkurrenz zu Whoop

Von Heise
Googles bildschirmloser Fitbit-Tracker am Handgelenk

Googles Antwort auf Whoop soll Fitbit Air heißen.

(Bild: Screenshot Stephen Curry / Instagram)

Google bereitet eine Antwort auf den bildschirmlosen Fitnesstracker Whoop vor. Nun sind neue Details zum Fitbit-Gadget durchgesickert.

Seit Oktober 2025 ist klar, dass Google an einem neuen Fitbit-Tracker arbeitet [1], der in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Informationen von 9to5Google zufolge verfolgt der Hersteller dabei eine neue Strategie: Nur die Hardware soll unter der Fitbit-Marke laufen, während die Software und darunter liegenden Dienste unter Google-Flagge fahren könnten.

Armband mit Sensoren

Laut 9to5 Google [2] wird das neue Fitbit-Gadget den Namen Google Fitbit Air tragen und ähnlich wie das Armband von Whoop und den Mitbewerbern wie Amazfit sowie Polar [3] komplett ohne Bildschirm daherkommen. Fitbit nutzt den Namenszusatz „Air“ schon vorher für seine smarte Waage Aria Air [4], die 2019 auf den Markt kam. In diesem Zusammenhang bezieht sich das „Air“ womöglich auf das reduzierte Design des Wearables.

Konkrete Details zur Hardware gibt es derzeit nicht, allerdings ist bereits bekannt, wie es aussehen wird. Denn der NBA-Basketballspieler Stephen Curry, der seit August 2025 als „Performance Advisor“ für Googles Wearable-Produkte fungiert, trägt das Gadget offenbar bereits. Das Fitbit Air besteht demzufolge tatsächlich nur aus Armband und Sensoren. Wie bei den bildschirmlosen Modellen der Mitbewerber werden sämtliche Tracking- und Gesundheitsdaten nur in der App aufbereitet angezeigt.

Rebranding bei der Software

Während der Tracker unter der Marke Fitbit laufen soll, könnte das Abomodell von Fitbit Premium den 9to5Google-Informationen zufolge derweil in Google Health umbenannt werden. Ebenso könnte der persönliche Gesundheitscoach von Fitbit, der sich derzeit in der öffentlichen Testphase befindet, im Zuge der Einführung des neuen Armbands in „Google Health Coach“ umgetauft werden.

Sollte sich dies bestätigen, könnte das darauf hindeuten, dass Google die Marke Fitbit in gewisser Weise weiter in den Hintergrund schiebt, indem es seinen eigenen Namen bei neuen Produkten in den Vordergrund rückt. Fitbit-Smartwatches wie die Modelle der Sense-Reihe sind zugunsten von Googles Pixel Watches eingestellt worden.

Dies hatte auch Sandeep Waraich, Produkt-Lead der Pixel-Wearables im August 2024, gegenüber Engadget bestätigt [5]. Damals sagte er, Fitbit konzentriere sich bei der Entwicklung auf „minimalistische, langlebige Tracker“, „für die die Marke zum Synonym geworden ist“.

Wann Google seinen ersten bildschirmlosen Tracker vorstellen wird, ist noch unklar. Eine Möglichkeit wäre die Enthüllung im Zuge der Entwicklerkonferenz Google I/O am 19. und 20. Mai. Denkbar wäre aber auch die Vorstellung zusammen mit dem Pixel 11 [6] und der Pixel Watch 5, die im Laufe des August erfolgen könnte. Die überarbeitete Fitbit-App mit Gesundheitscoach kann bereits auch in Deutschland in der Public Preview ausprobiert [7] werden.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11264098

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Google-bestaetigt-neue-Fitbit-Hardware-fuer-2026-10961867.html
[2] https://9to5google.com/2026/04/19/fitbit-air-google-health/
[3] https://www.heise.de/tests/Fitnessarmbaender-ohne-Display-im-Test-Helio-Strap-Polar-Loop-und-Whoop-MG-10520194.html
[4] https://store.google.com/de/product/fitbit_aria_air?hl=de
[5] https://www.engadget.com/wearables/waiting-for-a-new-fitbit-smartwatch-google-says-thats-the-pixel-watch-3-202314838.html
[6] https://www.heise.de/news/Fuers-Pixel-11-Google-arbeitet-an-besserer-Gesichtsentsperrung-wie-bei-iPhones-11182727.html
[7] https://www.heise.de/news/Public-Preview-Google-bringt-runderneuerte-Fitbit-App-nach-Deutschland-11251660.html
[8] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[9] mailto:afl@heise.de

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  • 20. April 2026 um 12:22

Elektrische Mercedes C-Klasse angeschaut: Nur eine Handbreit von der E-Klasse entfernt

Von Friedhelm Greis
Nach dem SUV elektrifiziert Mercedes auch die C-Klasse-Limousine. Die bessere Aerodynamik ermöglicht eine höhere Reichweite als beim GLC.
Der Mercedes-Benz C 400 4Matic soll bis zu 763 km weit kommen. (Bild: Mercedes-Benz)
Der Mercedes-Benz C 400 4Matic soll bis zu 763 km weit kommen. Bild: Mercedes-Benz

Ist das noch Mittelklasse oder geht schon eine Etage höher? Wer vor der neuen vollelektrischen C-Klasse von Mercedes-Benz steht , sieht auf den ersten Blick kaum noch einen Größenunterschied zur aktuellen E-Klasse. Bei einer Länge von 4,88 m ist die Elektrolimousine sogar größer als die E-Klasse von 2013. Mit gehobener Innenausstattung und komfortablem Fahrwerk macht Mercedes seiner elektrischen EQE-Limousine selbst Konkurrenz. Doch reicht es auch für den ebenfalls neuen BMW i3?

Die C-Klasse gilt immer noch als Mittelklasse-Bestseller von Mercedes. Allerdings lagen Limousine und T-Modell im vergangenen Jahr bei den Zulassungszahlen in Deutschland deutlich hinter der E-Klasse. Noch beliebter war der SUV-Ableger GLC ( Probefahrt ), von dem inzwischen die ersten vollelektrischen Exemplare auf der Straße unterwegs sind. Nun legt Mercedes mit der Limousine nach.

Reichweite von bis zu 800 km

Die Technik unterscheidet sich nicht von derjenigen des GLC, da beide Modelle auf der Plattform MB.EA-Medium basieren. Die nutzbare Akkukapazität beträgt 94,5 Kilowattstunden (kWh), die maximale Ladeleistung 330 kW. Wegen der besseren Aerodynamik der Limousine steigt die WLTP-Reichweite um 50 auf 763 km.

Im kommenden Jahr sollen weitere Modelle mit Heck- und Allradantrieb sowie verschiedenen Batterievarianten folgen. Das reichweitenstärkste Modell soll bis zu 800 km weit kommen.

In vier Sekunden von null auf 100 km/h

Mit einem Gewicht von 2.460 kg inklusive Fahrer ist der C 400 4Matic 75 kg leichter als der GLC 400 4Matic. Der Allradantrieb mit 360 kW beschleunigt die Limousine in 4 Sekunden von null auf 100 km/h, womit das SUV um drei Zehntelsekunden abgehängt wird.

Zwar ist der C 400 mit einer Höhe von 1,5 m rund 14 cm niedriger als der GLC, jedoch mit 4,88 m etwa 4 cm länger. Im Vergleich zum Vorgängermodell sind es sogar stattliche 12 cm. Zur aktuellen E-Klasse oder dem EQE fehlen nur 6 cm. Das ist optisch kaum noch wahrnehmbar. Zum Vergleich: Die erste C-Klasse der Baureihe 202 von 1993 war mit 4,49 m noch 40 cm kürzer.

Luftfederung und Hinterachslenkung bestellbar

Zudem wurde aus dem damaligen Stufenheck inzwischen ein Coupé. Mercedes spricht von "coupéhafter Silhouette" , "expressivem GT-Heck" und der "sportlichsten C-Klasse aller Zeiten" . Powerdomes auf der Fronthaube, wie bei der aktuellen Generation oder dem neuen EQS , finden sich bei dem E-Auto jedoch nicht.

Der C 400 4Matic ist das erste Modell der elektrischen C-Klasse von Mercedes-Benz. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 1/32: Der C 400 4Matic ist das erste Modell der elektrischen C-Klasse von Mercedes-Benz. (Foto: Mercedes-Benz)
Die C-Klasse ist eine typische Mittelklasse-Limousine, die jedoch mit Größe und Ausstattung schon obere Mittelklasse sein könnte. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 2/32: Die C-Klasse ist eine typische Mittelklasse-Limousine, die jedoch mit Größe und Ausstattung schon obere Mittelklasse sein könnte. (Foto: Mercedes-Benz)
Dank serienmäßigem Panoramadach fällt der maximale Kopfraum vorn um 22 Millimeter und hinten um 11 Millimeter größer aus. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 3/32: Dank serienmäßigem Panoramadach fällt der maximale Kopfraum vorn um 22 Millimeter und hinten um 11 Millimeter größer aus. (Foto: Mercedes-Benz)
Die neue C-Klasse ist 4,88 m lang, 1,89 m breit und 1,5 m hoch. Der EQE ist nur 6 cm länger. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 4/32: Die neue C-Klasse ist 4,88 m lang, 1,89 m breit und 1,5 m hoch. Der EQE ist nur 6 cm länger. (Foto: Mercedes-Benz)
Ebenso wie der elektrische GLC verfügt die Limousine über einen Grill mit 1.050 beleuchteten Punkten. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 5/32: Ebenso wie der elektrische GLC verfügt die Limousine über einen Grill mit 1.050 beleuchteten Punkten. (Foto: Mercedes-Benz)
Auffällig am Heck sind zweigeteilte Leuchten in Sternenoptik. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 6/32: Auffällig am Heck sind zweigeteilte Leuchten in Sternenoptik. (Foto: Mercedes-Benz)
Gegen Aufpreis ist die Luftfederung Airmatic erhältlich. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 7/32: Gegen Aufpreis ist die Luftfederung Airmatic erhältlich. (Foto: Mercedes-Benz)
Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 470 Litern nicht gerade riesig. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 8/32: Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 470 Litern nicht gerade riesig. (Foto: Mercedes-Benz)
Mehrere Koffer dürften jedoch der Länge nach hineinpassen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 9/32: Mehrere Koffer dürften jedoch der Länge nach hineinpassen. (Foto: Mercedes-Benz)
Unter der Abdeckung befindet sich weiterer Stauraum, beispielsweise für Ladekabel. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 10/32: Unter der Abdeckung befindet sich weiterer Stauraum, beispielsweise für Ladekabel. (Foto: Mercedes-Benz)
Bei umgeklappten Rücksitzen ist der Stauraum zwar lang, aber nicht sehr hoch. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 11/32: Bei umgeklappten Rücksitzen ist der Stauraum zwar lang, aber nicht sehr hoch. (Foto: Mercedes-Benz)
Die Fronthaube lässt sich durch eine Berührung des Mercedes-Emblems öffnen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 12/32: Die Fronthaube lässt sich durch eine Berührung des Mercedes-Emblems öffnen. (Foto: Mercedes-Benz)
Der Stauraum in der Front (Frunk) fasst 101 Liter. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 13/32: Der Stauraum in der Front (Frunk) fasst 101 Liter. (Foto: Mercedes-Benz)
Der Radstand beträgt 2,96 m und ist damit 10 cm größer als beim Vorgängermodell. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 14/32: Der Radstand beträgt 2,96 m und ist damit 10 cm größer als beim Vorgängermodell. (Foto: Mercedes-Benz)
Für normal große Personen gibt es ausreichend Kopffreiheit im Fond. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 15/32: Für normal große Personen gibt es ausreichend Kopffreiheit im Fond. (Foto: Mercedes-Benz)
Der mittlere Platz ist bei vielen Autos wegen der Mittelkonsole etwas beengt.
Bild 16/32: Der mittlere Platz ist bei vielen Autos wegen der Mittelkonsole etwas beengt.
Der Innenraum mit dem Hyper- oder Superscreen unterscheidet sich nicht von demjenigen des GLC. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 17/32: Der Innenraum mit dem Hyper- oder Superscreen unterscheidet sich nicht von demjenigen des GLC. (Foto: Mercedes-Benz)
Mercedes setzt wieder auf haptische Bedienelemente wie eine Walze und eine Wippe. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 18/32: Mercedes setzt wieder auf haptische Bedienelemente wie eine Walze und eine Wippe. (Foto: Mercedes-Benz)
Der MBUX Virtual Assistant ist als Avatar auf dem Zentraldisplay präsent. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 19/32: Der MBUX Virtual Assistant ist als Avatar auf dem Zentraldisplay präsent. (Foto: Mercedes-Benz)
Das sogenannte Zero Layer soll die wichtigsten Funktionen direkt erreichbar machen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 20/32: Das sogenannte Zero Layer soll die wichtigsten Funktionen direkt erreichbar machen. (Foto: Mercedes-Benz)
Die neue C-Klasse bietet laut Mercedes " eine große Auswahl an exquisiten Materialien in feinster Verarbeitung". (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 21/32: Die neue C-Klasse bietet laut Mercedes " eine große Auswahl an exquisiten Materialien in feinster Verarbeitung". (Foto: Mercedes-Benz)
In der Mittelkonsole gibt es zwei Ladeschalen für Handys und einige haptische Bedienelemente. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 22/32: In der Mittelkonsole gibt es zwei Ladeschalen für Handys und einige haptische Bedienelemente. (Foto: Mercedes-Benz)
Die umlaufende Kontur und das Panel des Grills können beleuchtet werden. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 23/32: Die umlaufende Kontur und das Panel des Grills können beleuchtet werden. (Foto: Mercedes-Benz)
Das Panoramadach Sky Control besteht aus dimmbarem Glas und 162 illuminierten Sternen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 24/32: Das Panoramadach Sky Control besteht aus dimmbarem Glas und 162 illuminierten Sternen. (Foto: Mercedes-Benz)
Die maximale Ladeleistung beträgt 330 kW Gleichstrom und 11/22 kW Wechselstrom. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 25/32: Die maximale Ladeleistung beträgt 330 kW Gleichstrom und 11/22 kW Wechselstrom. (Foto: Mercedes-Benz)
Die zusätzlichen Kameras an den Außenspiegeln sollen überwachtes autonomes Fahren nach Level 2++ ermöglichen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 26/32: Die zusätzlichen Kameras an den Außenspiegeln sollen überwachtes autonomes Fahren nach Level 2++ ermöglichen. (Foto: Mercedes-Benz)
Das Sensorsetup der C-Klasse besteht künftig aus 27 Sensoren. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 27/32: Das Sensorsetup der C-Klasse besteht künftig aus 27 Sensoren. (Grafik: Mercedes-Benz)
Der Hyperscreen verfügt über einen zusätzlichen Bildschirm für den Beifahrer.  (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 28/32: Der Hyperscreen verfügt über einen zusätzlichen Bildschirm für den Beifahrer. (Grafik: Mercedes-Benz)
Der Allradantrieb des C 400 4Matic liefert bis zu 360 kW Motorleistung. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 29/32: Der Allradantrieb des C 400 4Matic liefert bis zu 360 kW Motorleistung. (Grafik: Mercedes-Benz)
Die nutzbare Kapazität des Akkus beträgt 94,5 kWh, die Reichweite nach WLTP bis zu 762 km. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 30/32: Die nutzbare Kapazität des Akkus beträgt 94,5 kWh, die Reichweite nach WLTP bis zu 762 km. (Grafik: Mercedes-Benz)
Die vordere Antriebseinheit kann von der Achse entkoppelt werden. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 31/32: Die vordere Antriebseinheit kann von der Achse entkoppelt werden. (Grafik: Mercedes-Benz)
Der Hinterradantrieb verfügt über ein Zweiganggetriebe. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 32/32: Der Hinterradantrieb verfügt über ein Zweiganggetriebe. (Grafik: Mercedes-Benz)

Schon bei der aktuellen Verbrennerversion sind gegen Aufpreis die Luftfederung Airmatic und eine Hinterachslenkung von 4,5 Grad bestellbar. Das reduziert unter anderem den Wendekreis auf 11,2 m. Auf einer Probefahrt an der portugiesischen Algarve-Küste überzeugten uns die Fahreigenschaften des GLC mit derselben Technik schon. Die Limousine sollte in dieser Hinsicht dem SUV in nichts nachstehen.

Bei der Innenausstattung und den Assistenzsystemen gibt es ebenfalls keine Unterschiede zum SUV.

Serienmäßig erhält die C-Klasse drei Bildschirme für Fahrer und Beifahrer. Sie erstrecken sich über eine Breite von 99,3 cm (39,1 Zoll). Der sogenannte Superscreen besteht aus einem großen Kombiinstrument von 10,3 Zoll, einem Zentraldisplay von 14 Zoll und einem ebenfalls 14 Zoll großen Beifahrerdisplay. Serienmäßig lassen sich auf dem Beifahrerdisplay aber nur statische Bilder anzeigen.

Mit 2,93 m ist der Radstand fast 10 cm länger als bei der Verbrennerversion. Davon profitieren laut Mercedes vor allem die Frontpassagiere, allerdings nur mit zusätzlichen 12 mm Beinfreiheit. Das serienmäßige Panoramadach erhöht jedoch die Kopffreiheit vorn um 22 mm und hinten um 11 mm.

Frunk kleiner als beim GLC

Ein Manko bei Limousinen und Coupés ist der meist beengte Kofferraum. Mercedes gibt das Volumen mit 470 Litern an, was 15 Liter mehr sind als bisher. Beim ADAC-Test blieben von den 455 Litern der bisherigen C-Klasse jedoch nur 390 Liter übrig, was für sechs Getränkekisten reichte. Unter dem Kofferraumboden gibt es ein weiteres Staufach, das zumindest für das Ladekabel reicht.

Die Elektrolimousine verfügt vorn über einen weiteren Stauraum mit einem Volumen von 101 Litern. Das sind 27 Liter weniger als beim GLC, sollte jedoch für ein kleines Gepäckstück reichen. Die gebremste Anhängelast beträgt 1.800 kg, was 600 kg weniger als beim GLC sind.

Der C 400 4Matic ist das erste Modell der elektrischen C-Klasse von Mercedes-Benz. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 1/32: Der C 400 4Matic ist das erste Modell der elektrischen C-Klasse von Mercedes-Benz. (Foto: Mercedes-Benz)
Die C-Klasse ist eine typische Mittelklasse-Limousine, die jedoch mit Größe und Ausstattung schon obere Mittelklasse sein könnte. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 2/32: Die C-Klasse ist eine typische Mittelklasse-Limousine, die jedoch mit Größe und Ausstattung schon obere Mittelklasse sein könnte. (Foto: Mercedes-Benz)
Dank serienmäßigem Panoramadach fällt der maximale Kopfraum vorn um 22 Millimeter und hinten um 11 Millimeter größer aus. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 3/32: Dank serienmäßigem Panoramadach fällt der maximale Kopfraum vorn um 22 Millimeter und hinten um 11 Millimeter größer aus. (Foto: Mercedes-Benz)
Die neue C-Klasse ist 4,88 m lang, 1,89 m breit und 1,5 m hoch. Der EQE ist nur 6 cm länger. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 4/32: Die neue C-Klasse ist 4,88 m lang, 1,89 m breit und 1,5 m hoch. Der EQE ist nur 6 cm länger. (Foto: Mercedes-Benz)
Ebenso wie der elektrische GLC verfügt die Limousine über einen Grill mit 1.050 beleuchteten Punkten. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 5/32: Ebenso wie der elektrische GLC verfügt die Limousine über einen Grill mit 1.050 beleuchteten Punkten. (Foto: Mercedes-Benz)
Auffällig am Heck sind zweigeteilte Leuchten in Sternenoptik. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 6/32: Auffällig am Heck sind zweigeteilte Leuchten in Sternenoptik. (Foto: Mercedes-Benz)
Gegen Aufpreis ist die Luftfederung Airmatic erhältlich. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 7/32: Gegen Aufpreis ist die Luftfederung Airmatic erhältlich. (Foto: Mercedes-Benz)
Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 470 Litern nicht gerade riesig. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 8/32: Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 470 Litern nicht gerade riesig. (Foto: Mercedes-Benz)
Mehrere Koffer dürften jedoch der Länge nach hineinpassen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 9/32: Mehrere Koffer dürften jedoch der Länge nach hineinpassen. (Foto: Mercedes-Benz)
Unter der Abdeckung befindet sich weiterer Stauraum, beispielsweise für Ladekabel. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 10/32: Unter der Abdeckung befindet sich weiterer Stauraum, beispielsweise für Ladekabel. (Foto: Mercedes-Benz)
Bei umgeklappten Rücksitzen ist der Stauraum zwar lang, aber nicht sehr hoch. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 11/32: Bei umgeklappten Rücksitzen ist der Stauraum zwar lang, aber nicht sehr hoch. (Foto: Mercedes-Benz)
Die Fronthaube lässt sich durch eine Berührung des Mercedes-Emblems öffnen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 12/32: Die Fronthaube lässt sich durch eine Berührung des Mercedes-Emblems öffnen. (Foto: Mercedes-Benz)
Der Stauraum in der Front (Frunk) fasst 101 Liter. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 13/32: Der Stauraum in der Front (Frunk) fasst 101 Liter. (Foto: Mercedes-Benz)
Der Radstand beträgt 2,96 m und ist damit 10 cm größer als beim Vorgängermodell. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 14/32: Der Radstand beträgt 2,96 m und ist damit 10 cm größer als beim Vorgängermodell. (Foto: Mercedes-Benz)
Für normal große Personen gibt es ausreichend Kopffreiheit im Fond. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 15/32: Für normal große Personen gibt es ausreichend Kopffreiheit im Fond. (Foto: Mercedes-Benz)
Der mittlere Platz ist bei vielen Autos wegen der Mittelkonsole etwas beengt.
Bild 16/32: Der mittlere Platz ist bei vielen Autos wegen der Mittelkonsole etwas beengt.
Der Innenraum mit dem Hyper- oder Superscreen unterscheidet sich nicht von demjenigen des GLC. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 17/32: Der Innenraum mit dem Hyper- oder Superscreen unterscheidet sich nicht von demjenigen des GLC. (Foto: Mercedes-Benz)
Mercedes setzt wieder auf haptische Bedienelemente wie eine Walze und eine Wippe. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 18/32: Mercedes setzt wieder auf haptische Bedienelemente wie eine Walze und eine Wippe. (Foto: Mercedes-Benz)
Der MBUX Virtual Assistant ist als Avatar auf dem Zentraldisplay präsent. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 19/32: Der MBUX Virtual Assistant ist als Avatar auf dem Zentraldisplay präsent. (Foto: Mercedes-Benz)
Das sogenannte Zero Layer soll die wichtigsten Funktionen direkt erreichbar machen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 20/32: Das sogenannte Zero Layer soll die wichtigsten Funktionen direkt erreichbar machen. (Foto: Mercedes-Benz)
Die neue C-Klasse bietet laut Mercedes " eine große Auswahl an exquisiten Materialien in feinster Verarbeitung". (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 21/32: Die neue C-Klasse bietet laut Mercedes " eine große Auswahl an exquisiten Materialien in feinster Verarbeitung". (Foto: Mercedes-Benz)
In der Mittelkonsole gibt es zwei Ladeschalen für Handys und einige haptische Bedienelemente. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 22/32: In der Mittelkonsole gibt es zwei Ladeschalen für Handys und einige haptische Bedienelemente. (Foto: Mercedes-Benz)
Die umlaufende Kontur und das Panel des Grills können beleuchtet werden. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 23/32: Die umlaufende Kontur und das Panel des Grills können beleuchtet werden. (Foto: Mercedes-Benz)
Das Panoramadach Sky Control besteht aus dimmbarem Glas und 162 illuminierten Sternen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 24/32: Das Panoramadach Sky Control besteht aus dimmbarem Glas und 162 illuminierten Sternen. (Foto: Mercedes-Benz)
Die maximale Ladeleistung beträgt 330 kW Gleichstrom und 11/22 kW Wechselstrom. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 25/32: Die maximale Ladeleistung beträgt 330 kW Gleichstrom und 11/22 kW Wechselstrom. (Foto: Mercedes-Benz)
Die zusätzlichen Kameras an den Außenspiegeln sollen überwachtes autonomes Fahren nach Level 2++ ermöglichen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 26/32: Die zusätzlichen Kameras an den Außenspiegeln sollen überwachtes autonomes Fahren nach Level 2++ ermöglichen. (Foto: Mercedes-Benz)
Das Sensorsetup der C-Klasse besteht künftig aus 27 Sensoren. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 27/32: Das Sensorsetup der C-Klasse besteht künftig aus 27 Sensoren. (Grafik: Mercedes-Benz)
Der Hyperscreen verfügt über einen zusätzlichen Bildschirm für den Beifahrer.  (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 28/32: Der Hyperscreen verfügt über einen zusätzlichen Bildschirm für den Beifahrer. (Grafik: Mercedes-Benz)
Der Allradantrieb des C 400 4Matic liefert bis zu 360 kW Motorleistung. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 29/32: Der Allradantrieb des C 400 4Matic liefert bis zu 360 kW Motorleistung. (Grafik: Mercedes-Benz)
Die nutzbare Kapazität des Akkus beträgt 94,5 kWh, die Reichweite nach WLTP bis zu 762 km. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 30/32: Die nutzbare Kapazität des Akkus beträgt 94,5 kWh, die Reichweite nach WLTP bis zu 762 km. (Grafik: Mercedes-Benz)
Die vordere Antriebseinheit kann von der Achse entkoppelt werden. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 31/32: Die vordere Antriebseinheit kann von der Achse entkoppelt werden. (Grafik: Mercedes-Benz)
Der Hinterradantrieb verfügt über ein Zweiganggetriebe. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 32/32: Der Hinterradantrieb verfügt über ein Zweiganggetriebe. (Grafik: Mercedes-Benz)

Der Basispreis des C 400 4Matic soll bei 70.000 Euro liegen. Das sind 14.000 Euro weniger als beim vergleichbaren EQE 500 4Matic. Allerdings kommt die C-Klasse fast 100 km weiter und lädt dank 800-Volt-System mit einer doppelt so hohen Leistung. Da für den EQE kein Facelift mehr vorgesehen ist , dürfte die C-Klasse die Verkaufszahlen einbrechen lassen. Die von Mercedes-Chef Ola Källenius angekündigte elektrische E-Klasse soll erst 2027 folgen.

Doch wie sieht es mit der Konkurrenz durch andere Marken in diesem Segment aus?

Mit Blick auf die potenzielle Reichweite von 800 km spricht Mercedes von einer Benchmark bei elektrischen Mittelklasse-Limousinen. Doch diese Marke wurde schon längst gerissen, als BMW vor einem Monat seinen elektrischen 3er ankündigte , der mit einer Akkuladung bis zu 900 km weit kommen soll. Auch bei der Ladeleistung liegt der i3 mit bis zu 400 kW vorne.

Es ist daher kein Zufall, dass Mercedes bei der C-Klasse den Fokus auf den Komfort legt und von einer "neuen Komfortzone der Extraklasse" spricht. So begrüße das Auto die Fahrer "mit einer umfangreichen, ganzheitlich orchestrierten Welcome-Inszenierung, um ein einladendes und stilvolles Erlebnis zu kreieren" .

Noch kein Level 2++ zum Marktstart

Der Komfort dürfte jedoch nicht billig sein und den Einstiegspreis des C 400 deutlich nach oben treiben. Funktionen, die bei Tesla oder Herstellern aus China und Korea serienmäßig vorhanden sind, gibt es bei Mercedes nur als Extra. Immerhin gibt es in der Basisversion schon elektrisch verstellbare Komfortsitze mit Sitzheizung und Lordosenstütze. Die Massagefunktion kostet als "digitales Extra" hingegen zusätzliche 59,50 Euro.

Die Preisgestaltung bei den Extras dürfte mit der des GLC vergleichbar sein. So kostet das Paket Agility & Comfort mit Hinterachslenkung und Luftfederung 2.844 Euro. Nur mit diesem Paket lässt sich die maximale Reichweite erzielen. Ein zusätzlicher Lenk- und Spurwechselassistent ist für 1.785 Euro im Paket MB.Drive Assist enthalten.

Das überwachte autonome Fahren, Level 2++ genannt, ist zum Marktstart in Deutschland nicht verfügbar. Ein Mercedes-Sprecher bestätigte auf Nachfrage von Golem , dass die neue S-Klasse sowie die neuen Modelle des GLE und GLS serienmäßig die erforderlichen Sensoren erhalten sollten. Ein reines Softwareupdate reicht daher nicht aus, um die in Europa noch nicht zugelassene Funktion des Drive Assist Pro später nachzurüsten.

T-Modell in Deutschland sehr beliebt

Damit Beifahrer weitere Inhalte auf dem Bildschirm sehen können, ist das Advanced-Plus-Paket mit digitalen Extras erforderlich. Es kostet beim GLC zusätzliche 3.570 Euro. Für weitere 1.487,50 Euro lässt sich aus dem Superscreen der Hyperscreen machen. Daher dürfte sich mit allen Extras eine C-Klasse für fast 100.000 Euro konfigurieren lassen. Das ist für eine Mittelklasse-Limousine eine ordentliche Stange Geld.

Ohnehin verkauft sich von der C-Klasse aktuell der Kombi am besten. Laut ADAC bestellen in Deutschland zwei von drei Käufern das sogenannte T-Modell. Ob und wann eine solche Version auf den Markt kommt, ist unklar. In China ist hingegen die Limousine beliebter. Ob die C-Klasse erfolgreich ist, dürfte maßgeblich von den dortigen Verkaufszahlen abhängen. Einem Bericht des Handelsblatts (Paywall) zufolge sind die aerodynamischen Modelle wie der EQE und EQS in China Ladenhüter. Selbst die neue Coupé-Limousine CLA enttäusche dort bislang.

Mercedes Benz C 400 4Matic
C 400 4Matic
Motorleistung 360 kW
Akkukapazität 94,5 kWh
max. DC-Ladeleistung 330 kW
DC-Laden: 10-80 % 22 min
Länge/Breite/Höhe 4.883/1.892/1.503 mm
Radstand 2.962 mm
Wendekreis 12,1 m
Kofferraumvolumen (VDA) 470 Liter
Stauraum Frunk 101 Liter
Leergewicht inkl. Fahrer 2.460 kg
Zuladung 505 kg
Beschleunigung 0-100 km/h 4,0 s
Höchstgeschwindigkeit 210 km/h
Verbrauch kombiniert 18,5 - 14,1 kWh/100km
Reichweite 592 - 762 km
Preis ca. 70.000 Euro

Der Fokus auf Komfort und den Innenraum als Wohlfühlzone zielt daher konsequent auf den chinesischen Markt. Dort ist der Preiskampf bei der E-Mobilität aber weiter hart. Selbst mit der neuen Produktoffensive ist es daher alles andere als ausgemacht, dass der Konzern wieder in die Erfolgsspur zurückkommt und die Verkaufszahlen und Gewinnmargen ebenso wachsen wie die Länge der Automodelle.

Offenlegung: Die Kosten für die Reise nach Portugal für eine Fahrveranstaltung sowie mehrere Produktpräsentationen hat Mercedes-Benz übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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  • 20. April 2026 um 13:00

Anzeige: Samsung-Tablet bei Media Markt jetzt 170 Euro günstiger

Von Simon Krebs
Media Markt bietet aktuell diverse Samsung-Artikel zu Sparpreisen an. Dazu gehören Smartphones, Smartwatches, Fitnesstracker und Tablets.
Samsung-Deals bei Media Markt (Bild: Media Markt/Samsung/Golem)
Samsung-Deals bei Media Markt Bild: Media Markt/Samsung/Golem

Die neue Woche bei Media Markt bringt einige interessante Deals auf Samsung-Produkte. Wer aktuell auf der Suche nach einem neuen Smartphone oder einer Smartwatch ist, sollte hier unbedingt vorbeischauen. Ein besonders spannender Deal wird allerdings auf das Samsung Galaxy Tab S10 Lite angeboten. Das Tablet ist im Rahmen einer Sonderaktion derzeit 170 Euro günstiger als die UVP. Im Vorfeld der anstehenden Fußball Weltmeisterschaft ist es zudem als WM-Deal betitelt.

Samsung Galaxy Tab S10 Lite: wie gut ist das Tablet?

Das Samsung Galaxy Tab S10 Lite ist mit einem 10,9 Zoll großen TFT-Display ausgestattet, welches mit einer Auflösung von 2.112 x 1.320 Pixeln gestochen scharfe Bilder liefert. Videos und Animationen werden dank einer Bildwiederholrate von 90 Hz stets flüssig dargestellt. Mit einer Spitzenhelligkeit von 600 Nits soll das Display auch bei Sonneneinstrahlung noch lesbar sein. Für eine einfache Navigation und das Erstellen von Skizzen und Notizen liegt der S Pen bei.

Angetrieben wird das Tablet vom Prozessor Exynos 1380. Dieser arbeitet mit 6 GByte Arbeitsspeicher, was für schnelle Prozesse und umfassendes Multitasking sorgt. Der verbaute Akku mit einer Kapazität von 8.000 mAh soll es ermöglichen, das Samsung Galaxy Tab S10 Lite bis zu 16 Stunden für ununterbrochene Videowiedergabe zu nutzen. Auf der Vorder- wie auf der Rückseite sind Kameras verbaut. Während das Objektiv auf der Rückseite über 8 Megapixel (MP) verfügt und für Fotos und Videoaufnahmen geeignet ist, befindet sich auf der Vorderseite eine Frontkamera mit 5 MP. Diese bietet sich für Selfies und die Teilnahme bei Videokonferenzen an.

Samsung-Tablet mit 170 Euro Rabatt bei Media Markt

Als WM-Deal ausgezeichnet ist das Samsung Galaxy Tab S10 Lite

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bei Media Markt aktuell um 170 Euro gegenüber der UVP reduziert. Mit 6 GByte RAM, 128 GByte internem Speicher und Wifi-Konnektivität kostet das Samsung Tablet jetzt nur noch 279 Euro. Da sich der Preis auch wieder ändern oder das Produkt ausverkauft sein kann, sollten Interessenten nicht allzu lange warten.

SAMSUNG Galaxy Tab S10 Lite WiFi

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Samsung-Deals bei Media Markt: jetzt Rabatte sichern

Für Sportler ist es wichtig, ihre Aktivitäten auswerten zu können. Mit dem Samsung Galaxy Fit 3

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lässt sich eine Vielzahl von sportlichen Aktivitäten nachvollziehen. Das Gerät gibt es bei Media Markt gerade fast zum halben Preis, so dass es statt 65 Euro nur noch 33 Euro kostet.

SAMSUNG Galaxy Fit3 Fitness Tracker

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Auch eine Smartwatch ist im Sonderangebot. Die Samsung Galaxy Watch 8

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mit einer Gehäusegröße von 44 mm ermöglicht neben der Überwachung von Fitnesswerten auch eine allgemeine Gesundheitsüberwachung und Schlaftracking. Anrufe und Nachrichten lassen sich beantworten und Nutzer können Lieder und Podcasts über die Smartwatch steuern. Zudem kann sie für kontaktloses Bezahlen genutzt werden. Media Markt hat sie von 409 Euro auf nur noch 275 Euro reduziert.

SAMSUNG Galaxy Watch 8 44 mm

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Das neue Samsung Galaxy A57

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mit einer Speicherkapazität von 256 GByte wird bei Media Markt für 589 Euro angeboten. Zusätzlich können Interessenten ihr Altgerät in Zahlung geben. Im Rahmen einer Sonderaktion gibt es neben dem Gerätewert eine Ankaufprämie von 50 Euro.

SAMSUNG Galaxy A57 256 GB

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Weitere spannende Samsung-Deals bei Media Markt

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sind hier zu finden.

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  • 20. April 2026 um 12:49

Zero-Day-Lücken unter Beschuss: Angriffe auf Windows-Systeme beobachtet

Von Marc Stöckel
Hacker haben drei kürzlich bekanntgewordene Sicherheitslücken im Windows Defender ausgenutzt. Nur für eine davon gibt es bisher einen Patch .
Windows-Nutzer sollten sich vor Angreifern in Acht nehmen. (Bild: pixabay.com / HolgersFotografie)
Windows-Nutzer sollten sich vor Angreifern in Acht nehmen. Bild: pixabay.com / HolgersFotografie

Nachdem ein frustrierter Sicherheitsforscher zuletzt mehrere Zero-Day-Exploits für Windows veröffentlicht hatte, werden diese offenbar inzwischen aktiv von Angreifern ausgenutzt, um sich beispielsweise Systemrechte zu verschaffen. Das geht aus Untersuchungen von Huntress hervor. Einen Patch gibt es bisher nur für eine von drei betroffenen Sicherheitslücken. Die übrigen sind nach wie vor ausnutzbar.

Die gepatchte Lücke ist jene, die durch den von Chaotic Eclipse veröffentlichten Bluehammer-Exploit ausgenutzt werden kann. Sie ist als CVE-2026-33825 registriert und ermöglicht es Angreifern mit einem bereits vorhandenen lokalen Zugriff mit einfachen Benutzerrechten, einen hochprivilegierten Zugriff mit Systemrechten zu erlangen.

Die Bluehammer-Lücke wurde zum April-Patchday von Microsoft geschlossen, wenngleich der Patch nach Angaben des Sicherheitsforschers Will Dormann nicht sehr vertrauenserweckend umgesetzt ist. Microsoft hatte es mit der Korrektur offenkundig eilig, was angesichts des bereits vor dem Patchday geleakten Exploits aber wenig verwundert.

Angriff auf eine Organisation beobachtet

Hinzu kam kurz nach dem April-Patchday noch ein weiterer Exploit namens Redsun . Dieser erlaubt ebenfalls eine Rechteausweitung auf "System" , soll aber zuverlässiger funktionieren als Bluehammer. Zudem veröffentlichte Chaotic Eclipse am 13. April noch einen bisher wenig beachteten Zero-Day-Exploit namens Undefend , mit dem sich der Windows Defender zum Absturz bringen lässt – ebenfalls mit einfachen Benutzerrechten.

Alle drei Exploits nutzen Anfälligkeiten im Windows Defender aus. Dass es nicht allzu lange dauern würde, bis Angreifer davon Gebrauch machen, ist naheliegend. Sicherheitsforscher von Huntress wollen inzwischen entsprechende Attacken beobachtet haben, wie sie auf X schildern . Angriffsziel war dabei eine namentlich nicht genannte Organisation.

Wie viele Cyberakteure Bluehammer, Redsun und Undefend ausnutzen und in welchem Umfang, ist derzeit noch unklar. Solange zumindest zwei der drei Lücken ungepatcht sind, ist aber mit einer schnellen Ausweitung entsprechender Attacken zu rechnen, da Angreifer durch die Leaks von Chaotic Eclipse ohnehin alles haben, was sie für die Ausnutzung benötigen. Bleibt zu hoffen, dass Microsoft zügig Updates bereitstellt, mit denen Anwender ihre Systeme schützen können.

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  • 20. April 2026 um 12:30

Störungsmeldung vom 20.04.2026 08:30

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
20.04.2026 08:30
Region
Bad Homburg (v d Höhe) (06172)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 20. April 2026 um 08:30

Fahrermangel: Moia dringt auf Staatshilfen für autonome Shuttles

Von Andreas Donath
VWs Mobilitätstochter Moia argumentiert, autonome Fahrzeuge seien eine Antwort auf den Fahrermangel im Nahverkehr und fordert Subventionen.
Roboterbus der BVG (Bild: BVG/Florian Bündig)
Roboterbus der BVG Bild: BVG/Florian Bündig

Moia-Chef Sascha Meyer fordert milliardenschwere staatliche Unterstützung für den Ausbau autonomer Shuttle-Flotten in Deutschland. Hintergrund ist der sich verschärfende Personalmangel im öffentlichen Verkehr. Bis 2030 könnten nach Branchenschätzungen bis zu 120.000 Busfahrer fehlen. Für Meyer ist das ein Grund, autonome Fahrzeuge überhaupt in großem Stil einzuführen.

In einem Podcast von Table Today skizzierte er den Vorschlag, drei Modellregionen mit jeweils rund 2.000 autonomen Fahrzeugen aufzubauen. Die staatliche Anschubfinanzierung veranschlagt Moia dabei mit rund 500 Millionen Euro pro Region. Das wäre nur ein Teil der notwendigen Gesamtausgaben, denn die Entwicklungskosten für Fahrzeuge, Software und Betriebsprozesse bewegen sich laut Meyer ohnehin im Milliardenbereich. Das Bundesverkehrsministerium signalisiert zwar grundsätzlich Interesse, verweist aber zugleich auf fehlende Mittel.

Moia plant Umbau vom Fahrdienst zum Plattformanbieter

Der Vorstoß macht deutlich, wie groß der Finanzdruck in dieser Branche ist. Autonome Mobilität verlangt hohe Vorinvestitionen, während klassische Shuttle-Dienste zugleich mit steigenden Personalkosten kämpfen. In Hamburg fordert die IG Metall für Fahrpersonal der bisher manuell betriebenen Shuttles deutliche Lohnerhöhungen. Für Anbieter wie Moia wird das Geschäftsmodell damit aus zwei Richtungen belastet: Einerseits braucht es Kapital für neue Technik, andererseits werden bestehende Angebote teurer.

Deshalb will Moia sein Modell umbauen. Künftig soll nicht mehr nur ein eigener Fahrdienst betrieben werden. Stattdessen plant das Unternehmen, ein Gesamtpaket aus Fahrzeugen, Software und operativen Prozessen an Flottenbetreiber wie Verkehrsbetriebe zu verkaufen. Der strategische Schwenk ist nachvollziehbar: Wer Technologie liefert, kann auf Skaleneffekte hoffen und muss nicht in jeder Stadt selbst Betreiber sein. Gleichzeitig verteilt das Modell Risiken anders und macht Partnerschaften attraktiver.

In Hamburg läuft mit Alike bereits ein konkretes Erprobungsprojekt. Daran beteiligt sind unter anderem die Hamburger Hochbahn, Moia, VW Nutzfahrzeuge und das Karlsruher Institut für Technologie. Ziel ist es, autonome Shuttles per App buchbar zu machen und in den klassischen Nahverkehr einzubinden. Unterstützt wird das Vorhaben vom Bund mit 26 Millionen Euro. Für Moia ist das allerdings eher ein Testfeld als ein Durchbruch, denn die gewünschte Größenordnung liegt weit darüber.

Zwischen Regulierungsbremsen und internationalem Wettbewerbsdruck

Ein weiteres Problem sei die europäische Regulierung. Meyer kritisiert, dass Genehmigungen bislang kleinteilig und lokal organisiert sind. Was in Hamburg erlaubt ist, lässt sich nicht einfach auf Berlin oder München übertragen. Für Anbieter autonomer Systeme verteuert das jede Expansion und verlangsamt Lernkurven. Gerade im Wettbewerb mit US-Unternehmen wie Waymo ist das ein Nachteil, selbst wenn Waymo derzeit nicht unmittelbar nach Europa drängt.

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  • 19. April 2026 um 13:22

Economical Lunar Lander: China plant günstige Landefähre für den Mond

Von Patrick Klapetz
Der Prototyp für eine chinesische Mond -Landefähre ist vorgestellt worden. Mit ihr sollen Nutzlasten von kommerziellen Kunden befördert werden.
Ein Foto des Prototyps der neuen Mondlandefähre, aufgenommen am 12. März 2026 auf der Shanghai Commercial Aerospace Conference & Exhibition (Bild: Xinhua/Zhang Jiansong)
Ein Foto des Prototyps der neuen Mondlandefähre, aufgenommen am 12. März 2026 auf der Shanghai Commercial Aerospace Conference & Exhibition Bild: Xinhua/Zhang Jiansong

Auf der ersten Shanghai International Commercial Space Exhibition (12. bis 14. März 2026) hat die staatliche Shanghai Academy of Spaceflight Technology (SAST) den Prototyp einer neuen Mondlandefähre präsentiert. Das methanbetriebene Fahrzeug ist als wirtschaftlich attraktive Lösung für Transporte zur Mondoberfläche konzipiert.

Der Prototyp der Mondlandefähre (Economical Lunar Lander) besticht durch seine einfache Bauweise. Er verfügt über ein zentrales Triebwerk an der Unterseite und vier Landebeine. Die Struktur trägt zwei seitliche Flüssigsauerstofftanks sowie einen hervorstehenden Flüssigmethantank. Zahlreiche Versorgungsleitungen und Elektronikkomponenten sind für Wartungszwecke gut sichtbar an der Außenseite montiert.

Erster erfolgreicher Test und wenig Informationen

Trotz seiner einfachen Bauweise konnte der Lander-Prototyp seine Fähigkeiten während eines einminütigen Sprungtests im März 2026 beweisen. Zunächst hob der Prototyp senkrecht ab, verweilte einige Sekunden schwebend in der Luft und setzte dann zu seiner sanften motorisierten Landung an. Aus Sicherheitsgründen war das Fahrzeug mit einem Seil an einem Kran befestigt.

Details über das Raumfahrzeug sind kaum bekannt. Jedoch wurden Testzündungen mit der Lageregelung eines 300 Newton starken Schubantriebs bereits im Februar 2026 begonnen, teilte das Institut für Raumfahrtantriebe in Shanghai (Shanghai Institute of Space Propulsion), ein Teilbereich der SAST, mit.

Economical Lunar Lander: Mondlandung in weiter Ferne?

Damit die Landefähre tatsächlich zur Mondlandung antreten kann, müssen noch verschiedene Komponenten getestet werden. Dazu gehören die Komponenten für den Treibstoff und die Instrumente sowie die Schaffung von zusätzlichem Platz für kommerzielle Kunden, die Nutzlasten oder Experimente mitführen wollen.

Eine optimierte Grundkonstruktion zur Befestigung der Systeme, die für die Steuerung der Landefähre von der Mondumlaufbahn bis zur Oberfläche erforderlich ist, muss ebenfalls getestet werden. Ferner werden Mechanismen zum Ausfahren der Solarpaneele bei der Landung benötigt.

Obwohl der reguläre Betrieb noch in der Ferne liegt, plant die Shanghai Academy bereits drei Versionen der wirtschaftlichen Mondlandefähre. Das kleinste Modell ist für Nutzlasten bis 120 kg ausgelegt und ähnelt mit seinem Einzeltriebwerk dem aktuellen Prototyp. Bei einem Startgewicht von rund 2.000 kg könnte dieser Lander mit einer Trägerrakete vom Typ Lange-Marsch-8A auf den Weg zum Mond gebracht werden.

Die mittlere Ausführung verfügt über vier Triebwerke und kann bis zu 1.000 kg Nutzlast befördern. Bei einem Gesamtgewicht von 6.500 kg ist hierfür die Lange-Marsch-5 als Trägerrakete vorgesehen.

Das Schwerlastmodell hingegen ist für 5.000 kg Fracht ausgelegt und nutzt ein einzelnes, leistungsstärkeres Triebwerk. Um mit der künftigen Mondrakete Lange-Marsch-10 kompatibel zu sein, darf diese schwerste Version ein Startgewicht von 27.000 kg nicht überschreiten.

Die unbemannten Landefahrzeuge sind darauf ausgelegt, Fracht innerhalb einer Woche nach dem Start punktgenau zum gewünschten Zielort auf dem Mond zu liefern. Dieser Service soll rund 30 Prozent kostengünstiger sein als vergleichbare Lösungen.

Mit den Landefahrzeugen könnten längere astronautische Missionen auf der Mondoberfläche unterstützt werden. Sie könnten Fahrzeuge zum Abbau von Rohstoffen, Ausrüstung zur Unterstützung der menschlichen Erkundung sowie Roboter und Rover für die robotische Monderkundung transportieren.

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  • 19. April 2026 um 12:30

Anzeige: Neue 200-W-Powerbank mit Kabeln von Ugreen günstig wie nie

Von Erik Körner
Die leistungsstarke Ugreen Nexode Pro Powerbank ist bei Amazon zum neuen Tiefstpreis im Angebot. Käufer sparen 24 Euro.
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Die erst vor zwei Monaten veröffentlichte Ugreen Nexode Pro Premium-Powerbank ist bei Amazon zu ihrem bisher niedrigsten Preis erhältlich. Im befristeten Angebot sparen Käufer 24 Prozent auf die unverbindliche Preisempfehlung. Der tragbare Akku bietet große 25.000 mAh Kapazität, 200 W Gesamtleistung, zwei eingebaute USB-C-Kabel und ein Smart Display. Der Rabatt läuft maximal bis zum 27. April, kann aber jederzeit vorher enden. Wir empfehlen, schnell zuzugreifen.

Darum lohnt sich die Ugreen Nexode Pro Powerbank

Mit der Ugreen Nexode Pro Powerbank lassen sich bis zu vier Geräte gleichzeitig aufladen. Neben den zwei eingebauten USB-C-Kabeln können Nutzer auf je einen USB-C- und USB-A-Anschluss zurückgreifen. Pro USB-C-Verbindung gibt die Powerbank bis zu 100 W Leistung ab – an zwei Geräte auf einmal. Dadurch eignet sie sich unter anderem für Smartphones, Tablets, Laptops oder Handheldkonsolen. Zum Beispiel ein Macbook Pro 16 Zoll soll dabei in nur 30 Minuten von 0 auf 43 Prozent laden.

Je nach angeschlossenem Gerät genügt der Akku der Ugreen Nexode Pro Powerbank für mehrere Ladungen. Ein Macbook Air 13 Zoll soll sie bis zu 1,3-mal vollständig füllen können, ein iPad Pro 11 1,8-mal, ein Samsung Galaxy S25 Ultra 3,4-mal und ein iPhone 17 Pro 4,7-mal. Einmal leer, sollen rund zwei Stunden an einem 100-W-Charger für eine volle Ladung der Powerbank genügen. Trotz großer Kapazität ist die Nexode Pro laut Hersteller für Flugzeuge zugelassen.

Im Werbematerial hebt Ugreen besonders die Kabel der Nexode Pro Powerbank hervor. Ein Kabel ist ein- und ausziehbar und 68 cm lang, das andere kann als Trageschlaufe genutzt werden und misst 35 cm. Sie sollen jeweils bis zu 10.000 Biegungen problemlos überstehen. Das einziehbare Kabel soll zudem 25.000 Rückzüge ohne Verschleiß durchhalten.

Mittlerweile ein Standard-Feature vieler Premium-Powerbanks, zeigt das Smart Display der Ugreen Nexode Pro Powerbank wichtige Informationen zum Ladevorgang an. Der TFT-Bildschirm informiert zum Beispiel über den Akkustand, die verbleibende Ladezeit, Batteriegesundheit oder die Leistung pro Port in Echtzeit.

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  • 19. April 2026 um 12:22
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Störungsmeldung vom 18.04.2026 20:27

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider 1&1

Details

Beginn
18.04.2026 20:27
Region
Rosenheim (Oberbay) (08031)
Provider
1&1
Zugangsart
VDSL

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 18. April 2026 um 20:27

Schleichend, legal, gefährlich: Der neue Autoritarismus

Von Telepolis
Ein Diagramm vor blauem Grund

Wie steht es um die Beschaffenheit politischer Herrschaft in der Welt?

Dekrete statt Debatten, Dekadenz statt Demokratie: Trump demontiert, doch er ist nicht alleine. Was ein neuer Report über den Zustand der Demokratien aussagt.

Erosion von innen? Der aktuelle Demokratie-Report [1] des Varieties of Democracy Institutes der Universität Göteborg [2] kommt zu einem ernüchternden Fazit: Rund 74 Prozent der Weltbevölkerung leben [3] mittlerweile in autokratischen Systemen. Das globale Demokratieniveau ist auf den Stand der 1980er Jahre zurückgefallen [4].

Was sich in den USA beobachten lässt, gleicht einem Brennglas für globale Entwicklungen: Politisierung der Justiz, systematische Angriffe auf Medien, Verfolgung politischer Gegner.

Am schwersten wiegt der gewaltsame Versuch vom 6. Januar 2021 [5], ein unliebsames Wahlergebnis zu kippen. Dass Trump zu Beginn seiner zweiten Amtszeit eine breite Reihe von Kapitol-Stürmern begnadigte [6], war ein Fanal des US-Demokratiezustandes.

Doch Nordamerika steht nicht allein: Bei den Wahlen in Mexiko wurden 37 Kandidaten getötet [7]. In Belarus und dem Iran gelten diese nur als demokratische Hülle [8] ohne realen Gehalt. Doch auch in Europa fielen 2024 Schüsse auf den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico [9], Brüssel ermahnt Ungarn [10] seit Jahren.

Und in Deutschland? Nach den Europawahlen 2024 gaben nur 46 Prozent der Deutschen [11] an, großes Vertrauen in die Demokratie zu haben, 2025 vertraute nur noch jeder Fünfte [12] der Bundesregierung. Politische Sinn- und Vertrauenskrise in der Berliner Republik.

Auf den ersten Blick scheinen also die schwedischen Befunde einleuchtend: Demokratien sterben heute nicht durch Militärputsche, sondern durch schleichende Binnenprozesse – Desinformation, Polarisierung, Populismus, vollzogen von gewählten Regierungen. Doch ein kritischer Blick lohnt.

Schwedische Schönfärberei

Die Göteborger Forschenden konstatieren seit rund 15 Jahren eine zunehmende Entwicklung hin zu autoritären Systemen – eine dritte Welle der Autokratisierung [13].

Kernmerkmale sind der Abbau der Gewaltenteilung, die Schwächung von Kontroll- und Transparenzmechanismen sowie die Einschränkung liberaler Freiheitsrechte. Drastisch vermarktet es der Spiegel: die aktuelle Ära sei "schlimmer als die Dreißigerjahre" [14].

Doch Vorsicht ist geboten: Das Forscherteam um Professor Staffan Ingemar Lindberg operiert mit fünf Demokratie-Dimensionen und hunderten Indikatoren – unter den Überkategorien elektoral, liberal, partizipativ, deliberativ sowie egalitär.

Der Anspruch ist ein anspruchsvolles, umfassendes empirisch-qualitatives Staatsbild. Dieses bleibt jedoch von westlich-liberalen Prämissen geprägt: wie Untersuchungen der generellen methodischen Vorgehensweise [15] belegen, sind viele Indikatoren subjektiv codiert und folgen einem westlich dominanten Demokratieidealtypus.

Das einzig legitime Demokratie-Leitbild ist angreifbar [16]: Der eurozentrische Liberalismus [17] übersteigert individuelle Freiheiten zu Maximalwerten und blendet ökonomische Ungleichheit systematisch aus. Methodisch wird zudem eine konzeptuelle Überdehnung [18] – zu breite Dimensionen – eine willkürliche Gewichtung bei der Indexbildung sowie ein zu hoher subjektiver Einflussfaktor von nicht-neutralen Experten bemängelt.

Eine Grafik
Weltbevölkerung nach Regimetyp
(Bild: V-Dem Institut [19])

Alarmierende Ergebnisse, blinde Flecken

Nichtsdestotrotz sind die Befunde aufschlussreich: Der Demokratieverlust spiegelt sich in einer Abnahme der Meinungsfreiheit, steigender Polarisierung sowie zunehmender politischer Gewalt wider.

Auch für Deutschland lassen sich jene zentrale Befunde weitgehend konstatieren: Nach dem Zusammenbruch der DDR setzte sich die liberale Marktwirtschaft als Leitbild durch, das Ende der Geschichte [20] schien erreicht, das demokratische Individualideal verwirklicht. Heute ist Deutschland zwischen den politischen Lagern, gespeist aus einem AfD-Aufstieg und den Fernwehen der Covid-Pandemie, tief affektiv polarisiert [21], auch wenn die Gesellschaft bei Kernthemen wie Klimawandel oder Migration überraschend einig ist [22].

Nicht von der Hand zu weisen sind zunehmende Einschränkungen der Meinungsfreiheit: ob gezielte Angriffe auf Journalisten [23], die Eruption der klassischen Informationsmedien – der staatliche Repressalien wie im Fall Huseyin Dogru [24].

Zudem belegen die Aushebung rechter waffen-affiner Gruppen wie der Sächsischen Separatisten [25] sowie die Neue-Mitte-Studie [26] eine steigende Gewaltbereitschaft. Dennoch wird – dies widerspricht den Kriterien der Studie in den Bereichen Egalitarismus, Deliberation und Partizipation – Deutschland im Unterschied zu den USA oder Großbritannien als vollständige liberale Demokratie eingestuft (siehe Tabelle auf Seite 15 [27]).

Ergebnis, Prozess, Widerspruch

Die einordnende Staatstabelle liest sich – mit der Ausnahme der USA und der Ukraine – wie eine westliche Wunsch-Landkarte. Der in Schutt und Asche gebombte Gazastreifen landet in der schlechtesten Kategorie der geschlossenen Autokratien, gleichauf mit Vietnam oder dem Sudan. Israel hingegen wird als "wahlbasierte Demokratie" zwei Stufen höher eingeordnet.

Die letzten Wahlen [28]im Gazastreifen fanden 2006 statt – der Platz in der untersten Kategorie ist daher nicht unverdient. Doch wie die Besatzungsmacht Israel, die jüngst eine ethnisch konnotierte Todesstrafe [29] einführte, während Millionen Bewohner Israels faktisch weder aktives noch passives Wahlrecht besitzen, derart hoch eingestuft werden kann, bleibt unerklärt.

Gleiches gilt für die Schweiz als Musterfall der Konkordanzdemokratie: Als liberale Demokratie eingestuft, besitzen dennoch in diversen Gemeinden [30] aufgrund rigider Bürgerrechtsgesetze Nicht-Wahlberechtigte faktische Mehrheiten. Der sozialistische Inselstaat Kuba hingegen – mit garantierter Abwählbarkeit von Parlamentariern und einem ausgebreiteten Wahlsystem – landet in der untersten Kategorie.

China und seinem Kampf gegen die Armut folgt Havanna auf einen der letzten Ranglisten-Plätze. Die Studie bleibt die zentrale Frage, ob in einer Demokratie der Prozess der Entscheidung oder das Ergebnis ausschlaggebend ist, maßgeblich schuldig und orientiert sich an westlicher Suprematie und ihren Prämissen.

Laborfall Ungarn, Umbau weltweit

Ungarn wird nach 16 Jahren Fidesz-Regierung als Laborfall präsentiert. Seit 2010 verzeichnet das Land den größten Demokratieverlust weltweit [31]: Medien wurden konzentriert, Verfassungsgericht und Parlament geschwächt, Referenden zur Massenmobilisierung für die Regierungspartei genutzt.

Ein nahezu modellhafter institutioneller Umbau – exportfähig für rechts-faschistische Tendenzen weltweit. Ein Wahlregime blieb zwar erhalten, was zuletzt die überraschende Niederlage Orbáns [32] bewies – doch neue legislative Werkzeuge wurden zu autokratischen Steigbügelhaltern umgebaut.

Das Muster findet sich global: Anders als in den ersten beiden Autokratisierungswellen – mit Militärputschen, Faschismus, offener Repression und eindimensionaler Medienkontrolle – dominiert heute eine legale, wahlbasierte Spielart autoritärer Konsens-Herrschaft.

Schleichende Erosion von oben

Abstrahiert man die liberalen Demokratiestudienergebnisse auf ein egalitäres oder ökonomisch geprägtes Demokratieverständnis, ergibt sich ein nüchterneres Bild: Ja, Budapest, Washington oder Buenos Aires sind durch die direkte Herrschaft einzelner Superreicher massiv in ihren demokratischen Entwicklungsgängen beschnitten.

Von einer sensationellen Verschiebung hin zu einem neuen "Autoritarismus" kann dennoch, auf Basis des Gewichtes von China oder dem afrikanischen Aufbruch, kaum die Rede sein. Interessanterweise sind es nicht die Brics-Staaten [33] des Globalen Südens, die durch antidemokratische Einbrüche auffallen, sondern die westlichen Zentren und ihre peripheren Kompradoren (zunehmend) selbst.

Mit Vehemenz greifen die ökonomisch Mächtigen selbst nach den Hebeln der Macht: Trump, Milei oder afrikanische Potentaten halten den Pöbel aus Gründen der wirtschaftlichen Struktur einer Gesellschaft demokratisch außen vor. Dieser Zusammenhang wird verschleiert.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.v-dem.net/
[2] https://www.gu.se/en/research/varieties-of-democracy-v-dem
[3] https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/demokratie-krise-rueckzug-report-varieties-of-democracy-100.html
[4] https://www.srf.ch/news/international/demokratie-studie-trump-baut-die-demokratie-in-den-usa-beispiellos-schnell-ab
[5] https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/558037/6-januar-2021-sturm-auf-das-kapitol/
[6] https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-trump-begnadigungen-reaktionen-100.html
[7] https://www.welt.de/politik/ausland/article251811804/Wahlen-in-Mexiko-37-getoetete-Kandidaten-und-828-Angriffe-vor-Wahlen-in-Mexiko.html
[8] https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/analyse-belarus-russland-iran-wenn-diktaturen-waehlen-lassen-id69856441.html
[9] https://www.tagesschau.de/ausland/europa/slowakei-prozess-anschlag-ministerpraesident-100.html
[10] https://www.zdfheute.de/politik/ausland/ungarn-orban-wahl-eu-streit-ukraine-ueberblick-100.html
[11] https://koerber-stiftung.de/projekte/demokratie-in-der-krise/umfrage-2024/
[12] https://koerber-stiftung.de/projekte/demokratie-in-der-krise/umfrage-2025/#s48717
[13] https://www.m100potsdam.org/staffan-i-lindberg-die-welt-in-einer-dritten-welle-der-autokratisierung/index.html
[14] https://www.spiegel.de/geschichte/institut-fuer-demokratieforschung-demokratische-werte-unter-druck-a-8d9a90f2-0290-4471-8c52-8246cdeb731f
[15] https://arxiv.org/abs/2503.22315
[16] https://link.springer.com/article/10.1007/s42520-020-00230-5
[17] https://www.heise.de/tp/article/Orbans-Ungarn-Illiberal-oder-zutiefst-liberal-11253276.html
[18] https://www.oksimo.org/2024/10/18/v-dem-methoden-demokratie-theorie-kern-neue-demokratie-theorie-mit-anwendung/
[19] https://www.v-dem.net/documents/75/V-Dem_Institute_Democracy_Report_2026_lowres.pdf
[20] https://zeithistorische-forschungen.de/1-2009/4543
[21] https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-05/gesellschaftliche-spaltung-polarisierung-ideologisch-affektiv-asyl-klima
[22] https://www.welt.de/politik/deutschland/article69093c9d0580923d099864b5/umfrage-gesellschaft-weniger-gespalten-als-es-viele-empfinden.html
[23] https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/Politik__Inland_/article6981c22248913c2281393b59/gewalt-und-einschuechterung-55-angriffe-auf-medienleute.html
[24] https://www.telepolis.de/article/Obdachlos-dank-EU-Sanktionen-Wie-die-Pressefreiheit-ausgehoehlt-wird-11247098.html
[25] https://www.spiegel.de/panorama/justiz/saechsische-separatisten-prozess-sehnsucht-nach-dem-tag-x-a-4819e3f5-f3b0-4f19-9b5b-88bae8dde0e7
[26] https://kirche-demokratie.de/aktuelles_bilder/neue_quot_mittequot_-studie_gesellschaft_ist_zunehmend_polarisiert_bereitschaft_zu_gewalt_steigt.html
[27] https://www.v-dem.net/documents/75/V-Dem_Institute_Democracy_Report_2026_lowres.pdf
[28] https://www.swr.de/swrkultur/wissen/archivradio/hamas-gewinnt-2006-die-wahlen-in-palaestinensergebieten-100.html
[29] https://www.telepolis.de/article/Todesstrafe-fuer-Palaestinenser-Israel-ebnet-den-Weg-fuer-Rachejustiz-11241241.html
[30] https://www.republik.ch/2019/10/14/wo-die-mehrheit-keine-wahl-hat
[31] https://www.donau-uni.ac.at/de/universitaet/fakultaeten/wirtschaft-globalisierung/forschung/research-lab-democracy-and-society-in-transition/demokratie-politische-kommunikation-und-politische-bildung/netpol/blog/2026/die-entwicklung-des-politischen-systems-in-ungarn-seit-2010--eine-bilanz-nach-16-jahren-fidesz-regierung.html
[32] https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ungarn-wahl-magyar-100.html
[33] https://www.telepolis.de/thema/Brics

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  • 19. April 2026 um 16:00

Das amerikanische Imperium und die Maske der Demokratie

Von Telepolis
Zwei Holzstücke mit der US-Flagge bilden ein Maul mit spitzen Zähnen, daneben kleine Würfel mit Flaggen verschiedener Länder.

(Bild: Cagkan Sayin / Shutterstock.com)

US-Außenpolitik war nie so friedlich, wie viele glauben. Ein Historiker zeigt, warum Trumps Kurs kein Bruch ist – sondern Ehrlichkeit. (Teil 3 und Schluss)

Der erste Teil dieser Analyse beschäftigte sich mit einigen allgemeinen Aspekten des Begriffs "Imperium" und deren Bedeutung für die aktuelle europäische Situation. Der zweite Teil behandelt die Frage, ob aktuelle Reminiszenzen russisch-imperialer Geschichte primär durch "das russische Wesen" oder die Bedingungen im internationalen System zu erklären sind, in deren Rahmen sich das post-sowjetische Russland wiederfand.

Insbesondere mit Blick auf besagte Bedingungen, ergibt es Sinn, sich mit der imperialen Geschichte und Gegenwart der USA auseinanderzusetzen – die, im starken Kontrast zu Russland, nach dem Ende des Ersten Kalten Krieges auf dem Zenit ihrer Macht angelangt waren. Diese Sichtweise baut auf dem im vorigen Teil etablierten Argument auf, dass die russische Außenpolitik nicht realistisch interpretierbar ist, wenn man die Auswirkungen US-amerikanischer Außenpolitik [1] ausblendet.

Ebenso ist ein verzerrtes Verständnis US-amerikanischer Geschichte weit verbreitet. Ein zentraler Aspekt dieser Betrachtung wird daher sein, derzeit verbreitete Positionen [2] westlicher Politikdiskurse zu hinterfragen, die grob zusammengefasst das Narrativ vertreten, "[w]ir bef[ä]nden uns am Beginn eines neuen imperialistischen Zeitalters, weg von der Tradition der Vereinigten Staaten als benevolenter, das Völkerrecht achtender, Hegemon in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts."

Im Kontext derartiger Sichtweisen [3] wird oftmals betont, dass Trumps erratisch wirkende Außenpolitik eine Art Rückfall in einen kruden US-Imperialismus längst vergangener Tage darstelle. Erkennbar sei das unter anderem daran, dass "[d]ie Begründungen für trumpistische Machtdemonstrationen und Gewaltaktionen [..] oft widersprüchlich, willkürlich oder frei erfunden" wären. Demnach gehe es den USA neuerdings "um Macht an sich und noch mehr um Profitchancen."

Doch ist das tatsächlich eine neue Qualität, wenn man objektiv auf die letzten 250 Jahre US-amerikanischer Außenpolitik blickt? Im Kontrast zu derartigen Interpretationen wird im Folgenden dafür argumentiert, dass es sich bei den betrachteten Phänomenen um keinen tatsächlichen Bruch mit der imperialen Tradition der USA handelt, sondern höchstens um einen formalen Rückfall von liberaler Rhetorik [4], dem "Widerspruch, Demokratie zu diktieren, Freiheit zu erzwingen, Emanzipation zu erpressen", zu einer direkteren Kommunikation US-amerikanischer Interessen.

Vom kontinentalen zum hemisphärischen Imperium

Wie Niall Ferguson [5] mit erfrischender Offenheit argumentiert hat, ist eine diesbezügliche Widersprüchlichkeit quasi in die DNA der USA eingeschrieben. In diesem Sinne hätten

die Vereinigten Staaten, obwohl im Schmelztiegel eines anti-imperialen Krieges geschmiedet, ihre ersten Schritte auf dem Weg zum Imperium bereits getan, nachdem sie Texas 1845, Kalifornien 1848, Alaska 1867 sowie die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Guam 1898 annektiert hatten.

In der Tat lässt sich ihre Geschichte des 19. Jahrhunderts als Übergang vom kontinentalen zum hemisphärischen Imperialismus erzählen.

Ideologisch begründet wurde die zunächst kontinentale Ausdehnung, ähnlich wie bei früheren und zeitgenössischen imperialen Staaten, mit Verweis auf eine vermeintlich "offenkundige Bestimmung" (manifest destiny) über den nordamerikanischen Kontinent zu herrschen und in diesem Zuge die indigenen Einwohner zu zivilisieren. "In Wirklichkeit wurde die Expansion", wie Ferguson eingesteht, "durch ein Zusammenspiel aus Landgier, religiösem Eifer und militärischer Gewalt erreicht – in genau dieser Reihenfolge."

Schon lange bevor die Annexion großer Teile Nordamerikas abgeschlossen war, und sie über die Fähigkeiten zur Umsetzung selbiger Ambitionen verfügten, richteten die USA den Blick auf die gesamte westliche Hemisphäre. Wenig überraschend durchzog die in das US-amerikanische Erbgut integrierte Widersprüchlichkeit auch hier die Rhetorik der Washingtoner Machtelite:

Ursprung der [US-]amerikanischen Großstrategie [grand strategy] war ein heroisches Negativ; die 'Doktrin', die Präsident James Monroe 1823 verkündete und die 'als Grundsatz' feststellte, 'dass die amerikanischen Kontinente aufgrund der freien und unabhängigen Stellung, die sie eingenommen haben und behaupten, fortan nicht als Gegenstand künftiger Kolonisierung durch irgendeine europäische Macht zu betrachten sind.'

Abseits dieses idealistischen Narrativs, das eine gemeinsame Emanzipation aller amerikanischen Staaten vom europäischen Kolonialismus nahelegte, ist heute allgemein anerkannt [6], dass es "dem Präsidenten vor allem darum [ging], Südamerika als wirtschaftlichen Erweiterungsraum der USA zu sehen." Diesbezüglich lässt sich also durchaus die Frage stellen, worin genau der qualitative Unterschied zur sogenannten "Donroe-Doktrin" liegen mag? Die These, es hätte irgendwann zwischen Monroe- und Donroe-Doktrin eine Phase gegeben, in der US-Eliten nicht implizit auf Lateinamerika herabgeschaut und es zum eigenen "Hinterhof" degradiert hätten, lässt sich nicht ohne weiteres mit der relevanten Evidenz [7] in Einklang bringen.

Tatsächlich symbolisiert kaum etwas den bis heute geltenden hemisphärischen Machtanspruch der USA offenherziger, als die nationale Selbstbezeichnung als "Amerika". Wie Daniel Immerwahr [8] beschrieben hat, handelt es sich hierbei um einen Wandel, den zeitgenössische Beobachter zunehmend um das Jahr 1900 wahrnahmen. Bis zu diesem Zeitpunkt war in US-amerikanischen Diskursen zumeist von den Vereinigten Staaten die Rede. "Nach 1898 jedoch, so [fiel auf], wechselten 'die besten Redner und Schriftsteller', die das Gefühl hatten, dass 'die Vereinigten Staaten' die Natur ihres Landes nicht länger treffend beschrieben, zu 'Amerika' über."

Die Geburt der globalen Vorherrschaft der USA

Wichtig zu beachten ist im Rahmen dieser Geschichte, dass die angestrebte politische Struktur der USA immer wieder auch Inhalt elitärer und, erwartungsgemäß weniger bedeutsam, populärer Debatten gewesen ist – insbesondere wenn es um die Frage ging, welche Rolle Washington auf globaler Ebene spielen sollte. Stephen Wertheim hat [9] diesbezüglich überzeugend dargestellt, dass US-amerikanische Entscheidungsträger lange Zeit angestrebt hatten, zumindest abseits des amerikanischen Doppelkontinents einen "friedlichen [internationalen] Austausch zu pflegen, ohne sich auf politisch-militärische Verstrickungen in Europa und Asien einzulassen."

Die Tatsache, dass die USA zwar in den Ersten Weltkrieg intervenierten, sich anschließend aber wieder zurückzogen, ist sicherlich ein nicht zu verachtendes Argument für diese Sichtweise. Ebenso wie die Tatsache, dass die USA sich nach ihrer Intervention in den Zweiten Weltkrieg sowohl in Europa als auch in Asien politisch-militärisch festsetzten, ein nur schwer zu leugnender Beweis dafür ist, dass sich zwischenzeitlich etwas an dieser Position geändert hatte.

Viel ist kontextuell über über die Entstehung und Bedeutung der sogenannten "regelbasierten internationalen Ordnung" [10] geschrieben worden, die die USA – konventioneller Weisheit entsprechend – nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs federführend konstruiert hatten. Weniger offen diskutiert wurde hingegen die tatsächliche Idee, die dieser Ordnung, und dem damit verbundenen "liberalen Internationalismus", im Kern eingeschrieben gewesen ist.

Das Konzept der "globalen Vorherrschaft" (global primacy/supremacy) setzte sich Wertheim zufolge zu Beginn der 1940er Jahre durch, als die USA mit der Möglichkeit konfrontiert waren, dass sich mit dem Dritten Reich und dem kaiserlichen Japan zwei regionale Hegemonialmächte in Europa und Asien etablieren. In ihrer Essenz besagt diese Vormachtstrategie der USA,

dass die überlegene Zwangsmacht der Vereinigten Staaten erforderlich ist, um eine anständige Weltordnung zu gewährleisten. Sie geht davon aus, dass ein wohlwollender Hegemon als ordnungsstiftende Instanz der Welt fungieren muss, um zu verhindern, dass das internationale Gefüge in Chaos oder Despotismus versinkt. Darüber hinaus betrachtet sie die Vereinigten Staaten als die einzige Entität, die für diese Rolle geeignet ist.

Erneut sollte es nicht überraschen, dass sich auch im Rahmen des revolutionär anmutenden globalen Gestaltungsanspruchs Washingtons das Paradoxon wiederfinden lässt, eine Art Anti-Imperialismus mit imperialen Methoden umsetzen zu wollen:

Mit anderen Worten bestand der einzige Weg, Internationalismus zu praktizieren, Machtpolitik einzuhegen und zu überwinden, darin, die Machtpolitik zu beherrschen. Die Vereinigten Staaten schmiedeten ihre globale Vorherrschaft, indem sie diesen fundamentalen Widerspruch aus dem Blickfeld tilgten.

Dieses Selbstverständnis der USA, zu einer globalen Vormachtstellung legitimiert zu sein, sei Wertheim zufolge seither zu einem unhinterfragbaren Axiom in Washington geworden. Dass ein solches Selbstbild, und eine daraus abgeleitete politische Praxis, früher oder später auf Widerstand stoßen würde, kann vermutlich als historisches Gesetz betrachtet werden.

Die Realität US-amerikanischer Macht und ihre Konsequenzen

Im Jahr 2005 schrieb Stephen Walt [11], dass es zwischenzeitlich "zum Klischee geworden" sei, "[d]ie Vereinigten Staaten als mächtigsten Staat seit Rom zu bezeichnen". Wie im Fall der meisten Klischees, treffe jedoch auch dieses "ein wesentliches Merkmal der Realität." Dem zuvor erwähnten Axiom entsprechend, meinte auch Walt wahrzunehmen, dass "sich die [heimische] Debatte über den [US-]amerikanischen Primat" in den meisten Fällen auf "die beste Art und Weise" beschränkte, "diese gewaltige Macht einzusetzen."

Darüber hinaus wies Walt darauf hin, dass "[d]er Rest der Welt [...] die Vormacht der USA als zunehmend beunruhigend" betrachte und "damit beschäftigt [sei], was er tun kann, um die [US-]amerikanische Macht zu zähmen." In der Konklusion rief er Washington zur Mäßigung auf und argumentierte, "die Vereinigten Staaten [müssten] lernen, ihre Außenpolitik mit größerer Weisheit und Zurückhaltung zu gestalten."

Im Kontext der gegenwärtigen Eskalation im Nahen Osten, geht Walt, mit Blick auf seine damalige Mahnung, hart mit der Trump-Administration ins Gericht [12]. Doch selbst er begeht entweder einen analytischen Fehler, oder ist zu nachgiebig in seiner Kritik, wenn er behauptet, es wäre den USA "in den vergangenen 75 Jahren leidlich gut gelungen", "ihre Macht mit Zurückhaltung ein[zu]setzen, allgemein anerkannte Normen wann immer möglich ein[zu]halten, [...] und darauf hin[zu]arbeiten, Arrangements mit anderen zu gestalten, von denen alle Beteiligten profitieren."

Tatsächlich sind die diesbezüglichen Verfehlungen Washingtons [13], und des politischen Westens im Allgemeinen, insbesondere nach dem Ende des Ersten Kalten Krieges, mannigfaltig gewesen.

Ebenso wie der Römische Frieden [14] "ursprünglich eigennützig" gewesen ist, legt daher auch eine objektive Bestandsaufnahme der globalen Vormachtstrategie der USA einen derartigen Antrieb mindestens nahe, lässt realistisch betrachtet eigentlich keinen anderen Schluss zu. Es deutet demnach, wie eingangs angedeutet, viel darauf hin, dass die gegenwärtige Phase lediglich einen kommunikativen Rückfall auf einen Stand darstellt, in dessen Zuge die US-Eliten römischer Ehrlichkeit den Vorzug geben und aufhören so zu tun, "als hätten sie ihr Reich aus einem anderen Grund geschaffen als zum Nutzen [Washingtons]."

Ob man die USA letztlich als Imperium bezeichnet oder nicht, hängt davon ab, wie man den Begriff definiert – ist im Kontext der Realität US-amerikanischer Macht aber vermutlich von sekundärer Bedeutung. Möchte man diesbezüglich einem US-Historiker wie Daniel Immerwahr [15] folgen, wird der Begriff heutzutage

meistens als eine Abwertung, als eine unvorteilhafte Charakterisierung verwendet. Imperien sind [demnach] Tyrannen die schwächere Nationen drangsalieren. Es fällt nicht schwer, zu argumentieren, dass die Vereinigten Staaten in dieser Hinsicht imperialistisch sind. […]

Gleichwohl ist der Begriff Imperium nicht nur eine Abwertung. Er ist auch eine Art einen Staat zu beschreiben, der, im Guten wie im Schlechten, über [extraterritoriale] Stützpunkte und Kolonien verfügt. In dieser Hinsicht beschreibt Imperium nicht nur den Charakter eines Staates, sondern seine Gestalt. Und nach dieser Definition sind die Vereinigten Staaten unzweifelhaft ein Imperium gewesen und verbleiben eines bis zum heutigen Tag.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.hup.harvard.edu/books/9780674299078
[2] https://www.blaetter.de/ausgabe/2026/februar/das-zeitalter-des-neuen-imperialismus
[3] https://www.spiegel.de/geschichte/neuer-us-imperialismus-jetzt-geht-es-nur-noch-um-die-solistische-durchsetzung-egoistischer-ziele-a-3b0d8af4-b997-456e-ad56-c6d6135431c2
[4] https://www.telepolis.de/article/Rubios-MSC-Rede-analysiert-Warum-die-USA-ihren-Imperialismus-bis-heute-leugnen-11183560.html
[5] https://www.penguin.co.uk/books/1040/colossus-by-niall-ferguson/9780141017006
[6] https://www.deutschlandfunk.de/trump-donroe-doktrin-monroe-usa-aussenpolitik-100.html
[7] https://www.hup.harvard.edu/books/9780674922761
[8] https://us.macmillan.com/books/9781250251091/howtohideanempire/
[9] https://www.hup.harvard.edu/books/9780674271135
[10] https://www.telepolis.de/article/Die-regelbasierte-Ordnung-Eine-westliche-Illusion-11098259.html
[11] https://wwnorton.com/books/Taming-American-Power/
[12] https://foreignpolicy.com/2026/03/26/united-states-trump-rogue-state-iran/
[13] https://yalebooks.yale.edu/book/9780300255010/the-lost-peace/
[14] https://www.weidenfeldandnicolson.co.uk/titles/adrian-goldsworthy/pax-romana/9780297864295/
[15] https://us.macmillan.com/books/9781250251091/howtohideanempire/

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  • 19. April 2026 um 14:00

Diese Ameise ist gefährlicher als jede Biene

Von Telepolis
 Ameise und Warnzeichen giftige Stoffe

Asiatische Nadelameise. Bild: AntWeb, California Academy of Science, 15 April 2026 / CC BY 4.0

Der Stich der Asiatischen Nadelameise löst häufiger schwere Allergien aus als ein Bienenstich – und jetzt ist sie erstmals in Deutschland aufgetaucht.

Die Brachyponera chinensis, so ihr biologischer Name, ist im Westen nicht komplett neu, denn bereits 1932 wurde die aus Ostasien (Japan, Korea und China) stammende Art in die USA eingeschleppt.

Seit ihrer Ankunft breitet sie sich dort aus, insbesondere an der Ostküste von Florida bis Massachusetts, und gilt dort als etablierte invasive Art, welche heimische Ameisenarten verdrängt. Sie besiedelt dort bevorzugt feuchte Bereiche, morsches Holz und Habitate unter Steinen. In der Europäischen Union sind inzwischen rund 70 gebietsfremde Ameisenarten bekannt.

Erster Nachweis in Deutschland

Am Anfang der Entdeckung der Asiatischen Nadelameise in Stuttgart stand ein Zufallsfund. Bei einem Besuch in der Stuttgarter Wilhelma entdeckten der Stuttgarter Biologiestudent Max Härtel und seine Mutter Christine Härtel eine ungewöhnlich aussehende Ameise. Zurück an der Universität Hohenheim am Fachgebiet Integrative Taxonomie der Insekten bestimmte Härtel seinen Fund und da bestätigt sich der Verdacht als Asiatische Nadelameise.

Die Bestimmung erfolgt durch seinen Kollegen David Grunicke [1], der den Fund auf iNaturalist [2] eintrug, einer Citizen-Science-Plattform zur Bestimmung und Dokumentation von Arten. Grunicke ist die Art bereits gut bekannt. da er selbst bereits einen Nachweis der gleichen Art am Comer See [3] in Italien erbracht hatte.

Auf iNaturalist waren dann Forscher des Naturkundemuseums Stuttgart, der Universität Hohenheim und dem von Senckenberg-Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt auf den Eintrag gestoßen.

Was zunächst wie ein Einzelfund aussah, entpuppte sich schnell als ernstes Problem. Bei einer kurzen Arteninventur fanden die Wissenschaftler fünf weitere Nester im Park. Die Tiere hatten offenbar bereits überwintert.

Mithilfe eines sogenannten "BioBlitz", einer zeitlich begrenzten lokalen Arteninventur, gelang es Forscher des Naturkundemuseums Stuttgart, der Universität Hohenheim und von Senckenberg, die Ameisenart im Juni 2025 erstmals im Stuttgarter Rosensteinpark im zoologisch-botanischen Wilhelma-Garten [4] im Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt nachzuweisen.

Im März 2026 wurde eine vollständige Kolonie einschließlich Nachwuchs unter der Rinde einer abgestorbenen Eiche nachgewiesen.

2025 wurde die Asiatische Nadelameise von der Europäischen Union in die Unionsliste aufgenommen und damit als potenziell besonders schädliche invasive Art eingestuft [5].

Die Unionsliste [6] invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung basiert auf der EU-Verordnung 1143/2014 [7], die am 1. Januar 2015 in Kraft trat und derzeit 114 (Stand 2025) gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten umfasst, die EU-weit als Bedrohung für die Biodiversität gelten. Für diese Arten gelten strenge Verbote hinsichtlich Einfuhr, Handel, Haltung, Zucht und Freisetzung.

Stich der Asiatischen Nadelameise kann schwere allergische Reaktionen auslösen

Die Asiatische Nadelameise ist nicht nur ein ökologisches Risiko, weil sie einheimische Arten verdrängt, sondern sie stellt auch eine direkte Gefahr für Menschen dar. Ihr Stich kann schwere allergische Reaktionen auslösen, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sind.

Forscher der North Carolina State University, wo die Nadelameise seit fast einhundert Jahren heimisch ist, warnen, dass allergische Reaktionen auf das Toxin der Nadelameise häufiger auftreten als nach Bienenstichen.

Speziell Menschen, die eine bekannte Insektenstichallergie haben, wird zu Vorsicht geraten. Da sich diese Ameisenspezies gern im Umfeld von Menschen niederlässt, zum Beispiel in Küchen, besteht für empfindliche Menschen durchaus eine Gefahr.

Brendon Boudinot [8] vom von Senckenberg-Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt bringt es auf den Punkt, wenn er bemerkt [9]:

"Keine einheimische Ameisenart hat einen derart unangenehmen Stich."

Die Studie zum deutschen Erstnachweis [10], an der auch Max Härtel als Co-Autor beteiligt war, ist im wissenschaftlichen Fachjournal Zootaxa erschienen. Die Letztautorin der Studie [11] Dr. Maura Haas-Renninger vom Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart stellt fest:

"Dass wir geflügelte Königinnen im Stuttgarter Rosensteinpark gefunden haben, zeigt, dass sich die Tiere hier bereits eigenständig weiter ausbreiten könnten."

Was kann man gegen die Nadelameise machen?

Aufgrund des invasiven Charakters wird bei einer Sichtung in Deutschland empfohlen, Funde den zuständigen Umweltbehörden oder Forschungseinrichtungen wie der Universität Hohenheim oder dem Senckenberg Forschungsinstitut zu melden, um deren Monitoring-Programme zu unterstützen.

Optisch unterscheiden sich die Insekten von heimischen Ameisenarten durch ihre hell gefärbten Mundwerkzeuge und ihre Beine. Asiatische Nadelameisen-Arbeiterinnen sind klein, glänzend, dunkelbraun bis schwarz, wobei die Enden ihrer Fühler und die Beine ein helleres Orangebraun aufweisen . Die Arbeiterinnen sind etwa fünf Millimeter lang.

Die Asiatische Nadelameise steht nicht unter dem Verdacht, dass sie Krankheiten übertragen [12] könnte. Falls man gestochen wurde, sollte die betroffene Stelle sofort gekühlt und beobachtet werden.

Bei starken Schwellungen, Atemnot oder Kreislaufproblemen bleibt als beste Möglichkeit ein Notruf über die 112.

Ein Stich der Asiatischen Nadelameise ist für Menschen normalerweise zwar schmerzhaft, aber nicht tödlich, kann aber bei Allergikern einen anaphylaktischen Schock auslösen, der dann lebensgefährlich sein kann.

Einer Regionalstudie mit 327 Teilnehmern aus Südkorea zufolge wird das Risiko nur bei einem von hundert Stichen als lebensgefährlich eingestuft. Aus Deutschland liegen noch keine statistischen Daten vor.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.uni-hohenheim.de/pressemitteilung?tx_ttnews%5Btt_news%5D=68866&cHash=d1fd2ba8cc6c3d881982498248c134e5
[2] https://www.inaturalist.org/
[3] https://www.senckenberg.de/de/pressemeldungen/neue-invasive-ameise-in-deutschland/
[4] https://www.wilhelma.de/
[5] https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/artenschutz/invasive-arten/unionsliste.html
[6] https://www.unionsliste.de/
[7] https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:02014R1143-20191214
[8] https://www.senckenberg.de/de/pressemeldungen/neue-invasive-ameise-in-deutschland/
[9] https://www.rundschau-online.de/ratgeber/asiatische-nadelameise-erstmals-in-deutschland-nachgewiesen-1257610
[10] https://mapress.com/zt/article/view/zootaxa.5785.1.11
[11] https://mapress.com/zt/article/view/zootaxa.5785.1.11
[12] https://www.orkin.com/pests/ants/asian-needle-ant

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  • 19. April 2026 um 12:00

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  • 16. April 2026 um 13:38

Staatliches Bedrohungsmanagement: Psychisch kranke Personen mit Risikopotential

Von Heise
Depressive Frau vor einem Bett, alles dunkel gehalten

(Bild: KomootP/Shutterstock.com)

Psychisch krank und potenziell gefährlich? Bund und Länder bauen ihre Frühwarnsysteme auf – mit Datenaustausch, Fallmanagement und Risikoanalyse.

Wer ist gefährlich – und wer ist krank? Im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung von CDU, CSU und SPD wurde im Frühjahr 2025 festgelegt, dass zur Verhinderung von Gewalttaten eine gemeinsame Risikobewertung und ein integriertes behördenübergreifendes Risikomanagement für "die frühzeitige Erkennung entsprechender Risikopotenziale bei Personen mit psychischen Auffälligkeiten" eingeführt werden soll.

Da Gefahrenabwehr Ländersache ist, erhielt die Bund-Länder-Arbeitsgruppe Früherkennung und Bedrohungsmanagement (BLAG FEBM) den Auftrag, bundesweit Standards zur Verhinderung von Gewalttaten psychisch Kranker zu entwickeln. Dafür befasste sie sich auch mit Fragen der ressortübergreifenden Netzwerkarbeit und des Datenaustausches. Erkenntnisse von Gesundheits-, Sicherheits-, Justiz- und Ausländerbehörden sollen zusammengeführt werden, um eine belastbare Risikobewertung zu ermöglichen.

Bei identifizierten Gefährdern soll ein gemeinsames Fallmanagement alle präventiven Möglichkeiten – gesundheitlich, polizeilich, aufenthaltsrechtlich – ausschöpfen. Laut Beschluss [1] der Innenministerkonferenz vom 27. Januar 2025 soll die BLAG FEBM auch prüfen, wie die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten „insbesondere nach den Psychisch-Kranken-Gesetzen (PsychKGen) der Länder angepasst bzw. erweitert werden können".

Am 30. Januar forderte der Bundesrat [2] in der Entschließung „Menschen mit psychischen Erkrankungen schützen, Gefahrenpotenziale erkennen“ zügige Anpassungen: Bei erkennbarem Fremdgefährdungspotenzial müsse „schnell und zum Wohle sowohl der Bevölkerung als auch des betroffenen Menschen“ gehandelt werden. Dafür solle der Austausch von Gesundheitsdaten mit Erkenntnissen der Gefahrenabwehrbehörden unter datenschutzrechtlichen Vorgaben geprüft und eine bessere bundesweite Vernetzung zwischen Sicherheits-, Gesundheits-, Waffen- und anderen relevanten Behörden erreicht werden.

Ein BMI-Sprecher teilte heise online mit, dass man die ressortübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der Früherkennung und des Bedrohungsmanagements auf Bundes- und Länderebene aktiv vorantreiben wolle. Der Erörterungsprozess zur Bewertung und Entwicklung geeigneter Maßnahmen sei vom BMI und vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit den Ländern gemäß den Beschlüssen der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK) und der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) begonnen worden. In den Austausch seien „auch Vertreter der Justiz eingebunden“.

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hatte den Bund in ihrem Beschluss [3] aus der 98. Sitzung ihrerseits aufgefordert, zur Prävention von Gewaltdelikten durch Menschen mit psychischen Erkrankungen ausreichende Forschungsmittel für Frühdiagnostik und die Entwicklung von Prädiktoren bereitzustellen, auch unter Einsatz von KI.

Der Bericht der BLAG FEBM liegt inzwischen vor, befindet sich aber noch in der kriminalpolizeilichen Gremienberatung. Über eine Veröffentlichung werde dort entschieden; weitergehende Auskünfte erteilte das BMI derzeit nicht.

Einige Bundesländer haben aber bereits angefangen, Ergebnisse aus der BLAG FEBM in ihre Prozesse zum Gefährdungsmanagement zu integrieren, wo nötig werden auch das jeweilige PsychKGen insbesondere im Bereich der Datenweitergabe geändert. Ziel ist die Früherkennung von Warnzeichen, um rechtzeitig präventiv tätig zu werden und schwere Gewalttaten zu verhindern.

Polizeiliches Risiko- und Bedrohungsmanagement

Die Ergebnisse der BLAG FEBM betreffen „Personen mit Risikopotential mit psychischer Auffälligkeit“. Eine psychische Erkrankung allein macht niemanden zum Ziel polizeilicher Maßnahmen – es muss konkretes Verhalten vorliegen, das auf eine Gefährlichkeit im Sinne einer Bedrohung hindeutet. Solche Personen sollen frühzeitig erkannt und im Rahmen eines Fallmanagements einer Risikobeurteilung unterzogen werden: Anhand von Risiko- und Verhaltensfaktoren wird eine Risikostufe bestimmt, die entsprechende Gefahrenabwehrmaßnahmen auslöst.

Konzepte zur Früherkennung von potenziellen Gewalttätern gibt es in Bezug auf verschiedene Personengruppen schon länger. Sei es die Suche nach „potentiellen Amokläufern“ mit dem Konzept zur Früherkennung von und zum Umgang mit Personen mit Risikopotenzial, das als Projekt "PeRiskoP" in Nordrhein-Westfalen seit 2022 zur Anwendung kommt. Oder das seit 2017 bundesweit bei der Polizei eingeführte Risikobewertungsinstrument RADAR-iTE [5] (Regelbasierte Analyse potenziell destruktiver Täter zur Einschätzung des akuten Risikos - islamistischer Terrorismus) mit dem „Personen des islamistischen Spektrums, die polizeilich bekannt sind, hinsichtlich ihres Risikos für die Begehung einer politisch motivierten schweren Gewalttat in Deutschland bewertet werden“.

Einige Länder setzen im Umgang mit Stalking-Fällen oder häuslicher Gewalt ebenfalls auf standardisierte Prozesse, um Gefährdungspotentiale besser abschätzen zu können. Und unabhängig von Projekten und Konzepten geht die Polizei grundsätzlich Hinweisen nach, wenn es zur Gefahrenabwehr im Einzelfall nötig ist. So erklärt die bayrische Regierung im März in ihrer Antwort auf eine schriftliche Anfrage [6] (PDF), dass „in einer akuten Gefahrensituation (...) eine erste Einschätzung zum Vorliegen einer psychischen Störung sowie eine Gefährdungsbewertung regelmäßig auch durch die eingesetzten Polizeikräfte“ erfolgt, die dann abhängig vom Einzelfall den (psychiatrischen) Krisendienst hinzuzieht, der bei der Einschätzung von Gefährdungen hilft. Derzeit beschäftige sich eine interministerielle Arbeitsgruppe unter Federführung des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) mit der Frage, wie Gewalttaten durch psychisch kranke Menschen besser verhindert werden können – einschließlich möglicher Änderungen am BayPsychKHG.

Dauergefahr bei psychisch kranken Gefährdern?

In mehreren Bundesländern soll es Änderungen der Landes-PsychKG geben, um den Datenaustausch zu verbessern. Ein zentraler Punkt ist die Information der Sicherheitsbehörden über die Rückkehr potenziell gefährlicher Personen in den öffentlichen Raum. Dafür werden die Gefahrenkategorien ausgeweitet. Neben der gegenwärtigen Gefahr ermöglicht so auch die Prognose einer Dauergefahr das Treffen entsprechender Maßnahmen.

Gehen die Entwürfe in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durch, liegt eine Gefahr auch dann vor, wenn ein schadenstiftendes Ereignis zwar unvorhersehbar ist, aber aufgrund mangelnder Einsichtsfähigkeit oder besonderer Umstände ein gefährdendes Verhalten der psychisch kranken Person „jederzeit zu erwarten ist“.

Die bereits erfolgte Änderung am Psychisch-Kranke-Gesetz [7] von Hessen schreibt vor, dass psychiatrische Krankenhäuser die Polizei und Ordnungsbehörden unverzüglich über eine bevorstehende Entlassung einer aufgrund einer Fremdgefährdung untergebrachten Person informieren müssen, wenn „von der untergebrachten Person in absehbarer Zeit ohne ärztliche Weiterbehandlung eine erhebliche Gefahr für das Leben, die Gesundheit oder andere bedeutende Rechtsgüter Anderer ausgehen könnte“. In Niedersachsen sieht der Gesetzesentwurf [8] eine abgestufte Meldeverpflichtung vor. Wenn absehbar eine erhebliche Fremdgefährdung besteht und eine Behandlung voraussichtlich nicht erfolgt, können Einrichtungen und Sozialpsychiatrische Dienste relevante Daten an die Polizei übermitteln – bei wiederholter Unterbringung aufgrund von Fremdgefährdung in den letzten 12 Monaten sollen sie die Daten übermitteln. War es im zurückliegenden Jahr bereits zu einer Schädigung Dritter gekommen, müssen die Daten übermittelt werden. Nordrhein-Westfalen will in seinem Gesetzentwurf [9] darüber hinaus vorschreiben, dass Behörden auch über Beurlaubungen oder Belastungserprobungen informiert werden, sofern die ursprüngliche Unterbringung aufgrund von Fremdgefährdung erfolgte.

Praktische Umsetzung

Im Hamburger Netzwerk für personenbezogenes Risikomanagement [10] arbeiten bereits seit August 2025 die Innen-, Sozial- und Justizbehörden enger zusammen, um potenziell gefährliche Entwicklungen bei psychisch erkrankten Personen früher zu erkennen. Kern ist ein strukturierter Informationsaustausch sowie anlassbezogene Fallkonferenzen, die bereits bei erstem Risiko ein gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten auslösen sollen. Maßnahmen reichen von Therapie- und Hilfsangeboten über sozialpsychiatrische Betreuung bis hin zu Gefahrenabwehr wie Gefährderansprachen, längerfristiger Observation oder gerichtlicher Unterbringung.

Zu den Daten, die zur Risikobewertung einer Person im Netzwerk gesammelt und verarbeitet werden, gehören nicht nur Daten aus Vorgängen bei der Polizei und Justiz (Straf- und Gefahrenabwehrverfahren, Verurteilungen, Gerichtliche Beschlüsse zur Unterbringung), sondern auch Daten zu politischen Meinungen, religiösen/weltanschaulichen Überzeugungen und umfangreiche Gesundheitsdaten: „insbesondere Diagnosen, Auszüge aus Arztberichten und Gutachten, Krankheits- und Behandlungsverlauf, Verhalten im Vollzugsverlauf bezogen auf alle Bereiche: Konflikte, Arbeit, Freizeit etc.“ – das geht aus der Erklärung zur Verarbeitung personenbezogener Daten [11] (PDF) des Netzwerkes hervor.

In Berlin führt die Polizei als Ergebnis aus der BLAG in einem Pilotprojekt ein Drei-Stufen-Modell ein, um psychisch erkrankte Menschen mit Gefährdungspotenzial früher zu erkennen und schwere Gewalttaten zu verhindern. Zunächst erhalten Einsatzkräfte klare Kriterien zur Einschätzung vor Ort, anschließend erfolgt eine zentrale Risikoanalyse in der Polizeidirektion. Verdichtet sich der Verdacht, übernimmt das LKA mit einer vertieften Bewertung unter Einbeziehung psychotherapeutischer Expertise. Je nach Ergebnis können Fallkonferenzen, sozialpsychiatrische Maßnahmen oder auch Unterbringungen angestoßen werden. Die Polizeipräsidentin von Berlin, Slowik Meisel betonte gegenüber der dpa: „Es bleibt in erster Linie ein kranker Mensch“ und ergänzte, dass die Polizei versuchen könne „diese Menschen zu identifizieren und der Allgemeinheit durch polizeiliche Maßnahmen einen ersten Schutzmantel vor schwerer Gewalt umlegen“.

Psychisch Kranke in Polizeidatenbanken

Die CDU erklärte in ihrem Anfang 2025 gefassten Beschluss [12] "Für einen Politikwechsel bei der Inneren Sicherheit" das NRW-Projekt PeRiskoP zu einem Vorbild, das sie "bundesweit ausdehnen" will. Mit der Forderung nach der Einführung einer Gefährderkategorie "Gefährder mit gemischter und instabiler Motivation (GIM)" für psychisch kranke Gewalttäter scheiterte sie aber.

Der Sprecher des BMI teilte gegenüber heise online mit, dass derzeit keine Planungen für ein Register für psychisch auffällige Personen oder eine gemeinsame Datenbank der Länder mit dem Bund bestehen und es keine geplanten Änderungen in der Praxis zur Speicherung von Personen mit psychischen Erkrankungen in INPOL gibt. In der Polizeidatenbank INPOL gibt es bereits die Kategorie „Psychische und Verhaltensstörungen“. Ein solcher personenbezogener Hinweis (PHW) wird bei Abfragen deutlich hervorgehoben angezeigt.

Solange keine Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt, lösen psychische Erkrankungen oder Störungen grundsätzlich keine polizeilichen Maßnahmen aus und führen auch nicht zu einer Speicherung in INPOL. Dafür braucht es immer einen relevanten Anlass. Ein PHW kann auch nur vergeben werden, wenn zu einer Person bereits Daten im Verbundsystem eingestellt sind und der PHW zum Schutz dieser Person und/oder zur Eigensicherung von Polizeibediensteten erforderlich ist, wie aus einer Antwort der Bundesregierung [13] (PDF) zur Erfassung von Menschen mit psychischen Erkrankungen durch Sicherheitsbehörden letztes Jahr hervorging.

Die Person ist also entweder mit einer Straftat bereits in Erscheinung getreten und/oder es handelt sich um eine gefährdete oder gefährliche Person. Eine gefährdete Person kann zum Beispiel jemand sein, von dem bekannt ist, dass er oder sie Suizid begehen will. Eine hilflose Person könnte eine vermisste Person in einem psychischen Ausnahmezustand sein. Polizisten sind weder Psychologen noch Psychiater, die Polizei kann daher nicht einfach aus ihrer eigenen Einschätzung heraus eine Person als psychisch Krank (bundesweit) in INPOL deklarieren.

Der Leitfaden zur Vergabe personengebundener Hinweise (PHW) im INPOL-Verbund [14] gibt vor, dass der PHW psychische Störungen und Verhaltensstörung (PSYV) „nur vergeben werden (darf), wenn ärztlich festgestellt ist, dass die betroffene Person an einer psychischen Erkrankung leidet und daraus Gefahren für ihn selbst oder andere, insbesondere für Polizeibedienstete, resultieren können“. Wie die Polizei an diese ärztlichen Stellungnahmen kommt, ist Sache der Länder, erklärt das BMI auf Anfrage von heise online; „hinsichtlich eines etwaigen Datenzugriffs der Polizei auf die elektronische Patientenakte oder entsprechender Auskunftsansprüche und Beschlagnahmeregelungen liegen dem BMI keine Erkenntnisse zu entsprechenden Planungen vor“.

Mit Stand 15. Juli 2025 waren 16.043 Personendatensätze in INPOL mit dem PHW PSYV gespeichert. Laut Auskunft des Sprechers des BMI waren im März 2026 noch ca. 15.000 Personen mit diesem Hinweis gespeichert. Personen, die mit dem PHW PSYV gespeichert wurden, werden darüber nicht durch die Polizei informiert. Betroffene können dies jedoch im Fall von INPOL (Bund) beim BKA [15] durch die Stellung eines Antrags auf Auskunftserteilung in Erfahrung bringen.

Ein gesondertes bundesweites Register für psychisch Kranke existiert also nicht. Stattdessen führen die Länder in eigener Regie Bedrohungsmanagements für Hochrisikofälle ein; Speicherung und Weitergabe der Daten richten sich nach Landesrecht. Der Datenaustausch zwischen Polizei und Ordnungsbehörden zur Gefahrenabwehr ist dabei gelebte Praxis: Hinweise auf psychische Erkrankungen können im Waffen- und Fahrerlaubnisrecht relevant sein, wenn Zweifel an Zuverlässigkeit oder Eignung bestehen – entscheidend sind dabei nicht Diagnosen, sondern konkrete Gefahrenmomente. Gibt es Hinweise auf eine gesundheitsbedingte Gefährdung, erhält grundsätzlich das Gesundheitsamt beziehungsweise der Sozialpsychiatrische Dienst Kenntnis.


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[1] https://www.innenministerkonferenz.de/IMK/DE/termine/to-beschluesse/2025_01_27/Beschluss.pdf
[2] https://dip.bundestag.de/vorgang/entschlie%C3%9Fung-des-bundesrates-menschen-mit-psychischen-erkrankungen-sch%C3%BCtzen-gefahrenpotenziale-erkennen/328688
[3] https://www.gmkonline.de/beschluesse.html?id=1712&jahr=2025
[4] https://www.heise.de/thema/Missing-Link
[5] https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/PMK/Radar/radar_node.html
[6] https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP19/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/19_0009922.pdf
[7] https://starweb.hessen.de/portal/vorgang/O-6856
[8] https://www.nilas.niedersachsen.de/portala/vorgang/V-482618
[9] https://opal.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMV18-4917.pdf
[10] https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bjv/aktuelles/gefahrenpraevention-hamburg-1085566
[11] https://www.polizei.hamburg/resource/blob/1098580/6de255346b2cb7bb139255d61f78506f/hamburger-netzwerk-personenbezogenes-risikomanagement-datenschutzhinweis-data.pdf
[12] https://cdu.de/app/uploads/2024/12/Beschluss-Innere-Sicherheit.pdf
[13] https://dserver.bundestag.de/btd/21/011/2101172.pdf
[14] https://fragdenstaat.de/anfrage/verabeitung-personenbezogener-daten-nutzung-von-inpol-datenbanken-und-phws-ehws-14/
[15] https://www.bka.de/DE/KontaktAufnehmen/AuskunftsersuchenIFG/AuskunftserteilungSpeicherungenInPolizeilichenDateien/auskunftserteilungspeicherungeninpolizeilichendateien_node.html
[16] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[17] mailto:mack@heise.de

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  • 19. April 2026 um 08:02

As Deep as the Grave: KI-Version von Val Kilmer in erstem Trailer zu sehen

Von Ingo Pakalski
Eine KI -Version des verstorbenen Schauspielers Val Kilmer soll im Abenteuerfilm As Deep as the Grave über eine Stunde zu sehen sein.
Val Kilmer als KI-Rekonstruktion in As Deep as the Grave (Bild: Trailer zu As Deep As the Grave/Screenshot: Golem)
Val Kilmer als KI-Rekonstruktion in As Deep as the Grave Bild: Trailer zu As Deep As the Grave/Screenshot: Golem

In dem US-Abenteuerfilm As Deep as the Grave wird Val Kilmer als KI-Version zu sehen sein. Auf der Filmmesse Cinemacon in Las Vegas wurde ein weiterer Trailer des Films gezeigt, der mittlerweile veröffentlicht wurde. Vor seinem Tod hatte der Schauspieler keinen Fuß auf das Set gesetzt. Doch die Familie des Hollywood-Schauspielers setzte sich mit dafür ein, dass er bei diesem Film nach seinem Tod mitmachen kann, berichtet unter anderem das Branchenmagazin Variety .

Bisher sollte der Abenteuerfilm Canyon of the Dead heißen, wurde nun aber in As Deep as the Grave umbenannt. Vor zwei Monaten wurde möglichen Käufern des Film auf dem European Film Market (EFM) in Berlin ein erster Trailer gezeigt, in dem Val Kilmer bereits als KI-Variante zu sehen war.

Regisseur und Drehbuchautor Coerte Voorhees gab an, dass die KI-Version von Val Kilmer im Film etwa eine Stunde lang zu sehen sein wird. Nach den derzeit vorliegenden Informationen wird der Abenteuerfilm eine Laufzeit von einer Stunde und 51 Minuten haben.

Familie von Val Kilmer ist stark involviert

Vor seinem Tod hatte Val Kilmer einen Vertrag unterschrieben, um an dem Abenteuerfilm mitzuarbeiten. Dann kam es allerdings zu Verzögerungen bei der Produktion, die dafür sorgten, dass er selbst nicht eine Szene für den Film drehen konnte, so dass alles Material mit ihm nun mit KI generiert wurde.

Nach Kilmers Tod "betonte seine Familie immer wieder, wie wichtig ihnen der Film sei und dass Val unbedingt daran mitwirken wollte" , erklärte Voorhees. Der Film soll unter aktiver Beteiligung der Angehörigen von Val Kilmer entstanden sein und Mercedes Kilmer unterstrich diesen Wunsch. Sie ist die Tochter des Schauspielers.

"Er betrachtete neue Techniken stets mit Optimismus als Mittel, um die Möglichkeiten des Geschichtenerzählens zu erweitern" , sagte Mercedes Kilmer. "Diesen Geist würdigen wir alle in diesem Film, an dem er maßgeblich beteiligt war."

Im Film sind unter anderem folgende Schauspieler zu sehen, die nicht mit KI erzeugt wurden: Abigail Lawrie, Tom Felton, Abigail Breslin, Jacob Fortune-Lloyd, Ewen Bremner, Wes Studi, Finn Jones und Bronson Webb.

Der Einsatz einer KI-Rekonstruktion eines verstorbenen Schauspielers könnte die Debatte um digitale Darsteller erneut anheizen. In Hollywood wird seit Jahren über ethische, rechtliche und kreative Fragen diskutiert, die mit computergenerierten Abbildern realer Personen verbunden sind.

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  • 19. April 2026 um 11:38

Anzeige: Einhells 18V-Astkettensäge bei Amazon noch nie günstiger

Von Benjamin Gründken
Eine viel gekaufte Akku-Ast­kettensäge von Einhell für den 18V-Akku ist jetzt zum Amazon-Tiefstpreis zu haben.
Einhell nutzt wie andere Hersteller einen 18V-Akku für verschiedene Werkzeuge. (Bild: Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Einhell; Montage: Golem.de) amazon Affiliate

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Einhell nutzt wie andere Hersteller einen 18V-Akku für verschiedene Werkzeuge. Bild: Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Einhell; Montage: Golem.de

Die Einhell-Akku-Astkettensäge GE-PS 18/15 Li BL-Solo Power X-Change ist aktuell für 60,99 Euro erhältlich. Wie ein Blick beim Preistracker Keepa zeigt, wurde dieser Kurs durch Amazon noch nie unterboten. Beliebt war die Säge aber schon vorher: 500-mal hat sie sich laut Produktseite allein im letzten Monat verkauft. Außerdem erreicht sie beim Händler 4,7 von 5 Sternen bei über 2.000 Bewertungen.

Was hat die Astkettensäge zu bieten?

Als Teil der Power-X-Change-Familie von Einhell setzt die Astkettensäge auf das vorhandene Akkusystem. Bereits im Besitz befindliche 18V-Akkus und Ladegeräte aus der Serie lassen sich dementsprechend weiterverwenden. Das reduziert die Anschaffungskosten und schont die Umwelt. Zu beachten ist allerdings, dass dieses Modell ohne Akku und Ladegerät ausgeliefert wird.

Im Inneren arbeitet ein bürstenloser Motor, der gegenüber klassischen Motoren Vorteile bietet. Auf dem Papier sind das ein geringerer Verschleiß, weniger Wartungsaufwand sowie eine effizientere Energienutzung.

Die Kette erreicht laut Hersteller eine Geschwindigkeit von bis zu 4,8 m/s, während die Schnittlänge laut Angaben bei 12,5 Zentimetern liegt.

Schwert und Kette lassen sich werkzeuglos wechseln, was laut Einhell mit einem geringeren Wartungsaufwand einhergeht. Für das Nachspannen der Kette ist ein Innensechskantschlüssel vorgesehen. Er wird direkt am Gerät verstaut und soll damit jederzeit griffbereit sein.

Zudem ist von einer manuellen Kettenschmierung und einer mitgelieferten Dosierhilfe die Rede.

Einordnung des Angebots

Wie eingangs schon erwähnt, wurden die derzeit aufgerufenen 60,99 Euro

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durch Amazon bisher nie unterboten. Knapp über 80 Euro zahlte man laut Preistracker noch im 90-Tage-Schnitt. Das Angebot wird zwar nicht als befristet bis einschließlich Sonntag gekennzeichnet, der Preisfall erfolgte aber Samstagnacht parallel zu anderen Preissenkungen, die ihrerseits als limitiert ausgewiesen werden. Möglicherweise hat Amazon bei der Ast-Säge diese Markierung vergessen.

Einhell Akku-Astkettensäge GE-PS 18/15

Zum Angebot

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Der um Einhell laufende Wochenendsale von Amazon umfasst unter anderem auch Kettensägen und Bohrschrauber. Die Kollegen von PC Games Hardware hatten diesen gestern schon aufgegriffen und dabei einige Deals herausgestellt. Sämtliche Deals der heute endenden Aktion sind bei Amazon in der Übersicht

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zu finden.

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  • 19. April 2026 um 11:22
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