Das Kartellamt soll bei Spritpreisen endlich Zähne zeigen – doch was die Behörde wirklich darf und was nicht, überrascht viele.
Wenn Konflikte oder blockierte Handelsrouten die Preise treiben, folgt aus Berlin gerne der Ruf nach dem Bundeskartellamt.Doch welche Möglichkeiten hat das Amt im Rahmen der bestehenden Gesetze und welche Prozeduren muss es einhalten? Der Wunsch, dass in Bonn eine Superbehörde besteht, die freihändig in den Markt eingreifen könnte, ist eine trügerische Hoffnung. Offenbar wird sie von Menschen genährt, die ein seltsames Verständnis vom Rechtsstaat haben. Dies ist besonders bedrückend, wenn diese Wünsche aus der Politik formuliert werden.
"Die Verfolgung und Ahndung illegaler Kartelle ist eine zentrale Aufgabe des Bundeskartellamtes", liest man auf der Website der Bonner Behörde [1].
Die Geschichte des Bundeskartellamtes
An der Gründung des Bundeskartellamtes war der damalige Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard maßgeblich beteiligt. Der häufig als "Vater der sozialen Marktwirtschaft" bezeichnete Bundespolitiker konzipierte das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, auf dessen Basis die Behörde bis heute tätig [2] ist.
Der Deutsche Bundestag verabschiedete dieses gesetzliche Regelwerk im Juni 1957. Es trat am 1. Januar 1958 in Kraft und sah die Einrichtung einer Kartellbehörde vor. Dementsprechend wurde das Bundeskartellamt gegründet und nahm zum 1. Januar 1958 seine Tätigkeit auf.
Die wichtigsten Aufgaben des Bundeskartellamtes sind die Durchsetzung des Kartellverbots und seit 1973 die Ausübung der Zusammenschlusskontrolle sowie die Missbrauchsaufsicht von Unternehmen mit marktbeherrschender Position.
Das Bundeskartellamt setzt die Vorschriften des deutschen gesetzlichen Regelwerks gegen Wettbewerbsbeschränkungen sowie die einschlägigen wettbewerbsrechtlichen Regelungen des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union um. Es ist somit nicht nur in die deutsche Gesetzgebung, sondern auch in die Vorschriften Brüssels eingebunden. In diesem Zusammenhang arbeitet das Bundeskartellamt häufig mit der Europäischen Kommission zusammen, wenn wettbewerbsrechtliche Verfahren mehrere EU-Mitgliedstaaten betreffen.
In der jüngsten Geschichte des Bundeskartellamtes wurden der Behörde weitere Aufgaben übertragen. So übernimmt das Bundeskartellamt zum Beispiel seit 1999 zahlreiche vergaberechtliche Überprüfungen. Ferner ist seit 2013 die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe bei dieser Behörde angesiedelt. Sie stellt umfassende Markttransparenz sicher, indem sie laufend die Preise erfasst, die für die Energieträger [3] Diesel, Benzin, Gas gelten.
Wobei für den Netzbereich der Energieträger wie Strom und Gas die ebenfalls in Bonn angesiedelte Bundesnetzagentur [4] zuständig ist, die auch für Aufsicht über andere Netzstrukturen wie Fernmelde- und Mobilfunknetze sowie Post und Eisenbahnnetze zuständig ist.
Dabei ist das Bundeskartellamt ausschließlich für die Fälle zuständig, deren wettbewerbsrechtliche Folgen mehrere Bundesländer betreffen. Alle anderen Fälle werden von den jeweiligen Landeskartellämtern, die in jedem Bundesland angesiedelt sind, behandelt. Die Kommunikation zwischen dem Bonner Amt und den entsprechenden Landesbehörden scheint, wie sich bei der Verfolgung der inzwischen stark reglementierten Preisänderungskontrollen an den Zapfsäulen zeigt, durchaus noch verbesserungsfähig zu sein.
Ursprünglich hatte das Bundeskartellamt seinen Sitz am Platz der Luftbrücke in Berlin. Dort blieb die Behörde bis zur deutschen Wiedervereinigung. In deren Folge wurde der Sitz des Bundeskartellamtes von der heutigen Bundeshauptstadt Berlin nach Bonn verlegt, die nach dem Verlust der Aufgabe als Bundeshauptstadt den offiziellen Titel "Bundesstadt" trägt.
Seit 1999 ist die Behörde dort in Gebäuden in der am Rhein liegenden Kaiser-Friedrich-Straße sowie im Haus Axe untergebracht, das sich in der Adenauerallee befindet. Seit 2009 ist der Bonner Jurist Andreas Mundt Präsident des Bundeskartellamtes.
Wenn der Chef der CDU-Arbeitnehmer, Dennis Radtke fordert: "Wir brauchen jetzt eine Führung im Amt, die Zähne zeigt," klingt das zwar beeindruckend, als Regierungspartei sollte die CDU jedoch auch in der Lage sein, die dafür benötigten rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, ohne dass sich die internationale Mineralölwirtschaft vom deutschen Markt vollständig abwendet.
Derzeit sind von den internationalen Ölmultis nur noch Shell, BP (mit Aral) und der französische Konzern TotalEnergies [5] in Deutschland tätig. Der Mineralölgroßhandel im europäischen Binnenmarkt ist für deutsche Behörden derzeit nicht nachvollziehbar, und nach dem Willen des OLG Düsseldorf [6] soll das auch so bleiben.
Beim Handel in Europa besteht somit für die Händler die einfache Möglichkeit, mittels Rechnungslauf über die Landesgrenzen die Preise für Ölmengen durch geschickten Verkauf anzuheben, ohne dass diese Mengen physisch über die Grenzen bewegt werden müssen.
Das Kartellamt kann niedrige Preise nicht dekretieren und nicht garantieren
Auch wenn die Bundespolitik jetzt glaubt, Druck auf des Bundeskartellamt machen zu müssen, damit es die Versäumnisse der Bundesregierung bei der Neuausrichtung der Energieversorgung weg von den Fossilen durch Verwaltungsakte außer Kraft setzt, fehlt bislang das dafür benötigte Handwerkszeug.
"Ziel des Kartellrechts ist es nicht, niedrige Preise zu garantieren", wird die Wettbewerbsrechtlerin Anna Kronenberg [7] von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf auf Web.de [8] zitiert. Im Kern gehe es vielmehr darum, "was das Recht zum Funktionieren der Marktwirtschaft beitragen kann". Kartellrecht, so Kronenberg, "zähmt Marktmacht". Unternehmen sollen sich nicht absprechen und dürfen ihre Macht nicht missbrauchen. Nur so sei ein funktionierender Wettbewerb sichergestellt.
In die Preisgestaltung der einzelnen Marktakteure kann das Bundeskartellamt nur eingreifen, wenn es diesen einen Gesetzesverstoß nachweisen kann. Bislang galt in der Bundesrepublik immer die Auffassung, dass der Markt die Probleme lösen würde.
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Huaweis Chipchefin stellt "LogicFolding"-Architektur vor. Bis 2031 sollen Chips auf 1,4-nm-Niveau ohne ASML-Maschinen entstehen.
Wer braucht schon EUV-Lithografie? Huawei offenbar nicht – zumindest wenn es nach der eigenen Darstellung geht. Auf der IEEE ISCAS 2026 [1] in Shanghai (IEEE International Symposium on Circuits and Systems) hat der chinesische Konzern nun offenbar eine Chiparchitektur vorgestellt, die das gesamte Machtgefüge der globalen Halbleiterindustrie verschieben könnte.
"Unsere Lösung ist machbar und erschwinglich", sagte He Tingbo, Präsidentin der Huawei-Chipsparte, bei ihrem seltenen öffentlichen Auftritt, wie das Wall Street Journal (WSJ)berichtet [2].
Konkret will Huawei bis 2031 Chips mit einer Transistordichte herstellen, die dem 1,4-Nanometer-Verfahren entspricht – jener Fertigungsstufe, die Intel, TSMC und Samsung erst mithilfe der Extrem-Ultraviolett-Lithografie (EUV) des niederländischen Herstellers ASML erreichen wollen.
TSMC plant die Massenproduktion auf diesem Niveau bereits für 2028, heißt es bei [3]Bloomberg. Huawei will also drei Jahre später nachziehen – allerdings ganz ohne die Spezialmaschinen, zu denen die USA dem Unternehmen seit Jahren den Zugang versperren.
Gelingt das tatsächlich in Serie, wäre eine Grundannahme der Branche hinfällig: dass Spitzenchips zwingend EUV-Equipment erfordern.
Stapeln statt Schrumpfen
Die von Huawei vorgestellte "LogicFolding"-Architektur setzt nicht auf die klassische Miniaturisierung einzelner Transistoren, sondern auf das Stapeln mehrerer Schaltkreisschichten innerhalb eines Chips. Zusätzlich sollen kürzere Signalwege zwischen den Schichten die Datenübertragung beschleunigen.
Huawei fasst das Prinzip unter einem eigenen "Tau-Skalierungsgesetz [4]" zusammen. In westlichen Medien wird es auch "Her's Law" genannt – benannt nach Chipchefin He Tingbo. Der Konzern positioniert es als Gegenmodell zu Moores Gesetz, dessen Tempo sich nach Einschätzung vieler Branchenvertreter zuletzt verlangsamt hat .
Allerdings blieb He Tingbo in ihrer Präsentation auffällig vage, was die konkreten Fertigungsdetails angeht. Belastbare Angaben zu Yield-Raten, Wärmeabfuhr, Interconnect-Dichte oder gar unabhängige Benchmark-Ergebnisse lieferte Huawei nicht .
"Ob Huawei hier einen deutlichen Vorteil erzielen wird, bleibt abzuwarten, aber es ist zumindest ein alternativer Weg nach vorne", ordnete Lian Jye Su, Chief Analyst beim Forschungsunternehmen Omdia, die Ankündigung gegenüber dem Wall Street Journal ein .
381 Chips in sechs Jahren – und viele offene Fragen
Huawei gibt an, seine Halbleitertechnik in den vergangenen sechs Jahren verfeinert und auf Basis des Tau-Skalierungsgesetzes 381 Chipmodelle in Serie produziert zu haben.
Die nächste Kirin-Smartphone-Chipgeneration, die im Herbst 2026 auf den Markt kommen soll, werde als erste die LogicFolding-Architektur nutzen. Auch KI-Chips sollen nach diesem Prinzip entstehen .
Fertigungspartner ist nach wie vor SMIC (Semiconductor Manufacturing International Corp.), Chinas wichtigste Foundry. Deren Aktien stiegen nach He Tingbos Auftritt in Shanghai laut Bloomberg um mehr als 19 Prozent .
Doch die technischen Hürden sind erheblich. Das Stapeln von Schaltkreisen bringt massive Probleme bei der Wärmeabfuhr mit sich und erfordert deutlich komplexere Software zur Koordination der Schichtebenen.
Erst im vergangenen Jahr habe Huawei mit der neuen Technologie stabilere Ergebnisse erzielt, sagten mit den Fortschritten vertraute Personen gegenüber dem WSJ . Für größere Anwendungen in Rechenzentren fehle noch der Machbarkeitsnachweis.
Geopolitische Dimension
Hinter der technischen Ankündigung steckt ein geopolitisches Signal. Washington hat Huawei 2019 auf die schwarze Liste gesetzt und Chinas Zugang zu fortschrittlicher Halbleitertechnik seit 2022 zusätzlich eingeschränkt.
Ein erfolgreicher Workaround würde die Logik dieser Exportkontrollen unter Druck setzen – und Peking ein gewichtiges Argument liefern, dass die Beschränkungen Chinas Chipindustrie nicht aufhalten, sondern lediglich zu Eigenentwicklungen treiben.
Kitty Fok von IDC China sieht laut Bloomberg in Huaweis Ansatz einen möglichen "neuen Bezugspunkt für Chinas Halbleiterindustrie bei der Überwindung von Prozessknoten-Beschränkungen" .
Für europäische Netzbetreiber und Unternehmen, die Huawei-Hardware einsetzen, hätte ein Erfolg zunächst indirekte Folgen: potenziell günstigere und leistungsfähigere Technik aus Shenzhen – bei gleichzeitig wachsendem politischem Druck, chinesische Komponenten aus kritischer Infrastruktur zu entfernen.
Ob aus dem ambitionierten Zeitplan bis 2031 mehr wird als ein politisches Versprechen, muss sich allerdings erst zeigen. Belastbare Benchmarks hat Huawei bislang nicht vorgelegt.
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Meta-Mitarbeiter sind laut Mark Zuckerberg überdurchschnittlich intelligent, daher soll das KI-Training auf Basis deren Arbeitsweisen zum Wettbewerbsvorteil werden.
Meta-CEO Mark Zuckerberg erhofft sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber KI-Modellen der Konkurrenz.Bild:
Reuters
Mark Zuckerberg hat in einem Gespräch vor Mitarbeitern erklärt, warum der Konzern für das Training von KI-Modellen die Arbeitsweisen seiner Angestellten beobachtet. In einer von der Mediaagentur More Perfect Union am 19. Mai 2026 auf X veröffentlichten Tonaufnahme hat der Meta-CEO erläutert, dass dies nötig sei, um die eigenen KI-Modelle im Wettbewerb mit der Konkurrenz zu verbessern.
Ziel der Methode sei es, den KI-Modellen beizubringen "wie kluge Menschen" Computer nutzen, um Aufgaben zu erledigen, so Zuckerberg. Ein Fokus liege auf der Verbesserung der Programmierfähigkeiten, für die die Arbeitsweisen der Softwareentwickler bei Meta als Datengrundlage dienen sollen.
Zuckerberg betont, dass die Angestellten seines Unternehmens im Durchschnitt intelligenter seien als externe Auftragnehmer, was Meta einen signifikanten Vorteil beim Training von KI-Modellen verschaffe. Er versichert, dass die Aufnahmen nicht zur allgemeinen Überwachung oder zur Leistungsbewertung eingesetzt würden.
KI soll Arbeit erleichtern und zugleich Entlassungen rechtfertigen
Für das KI-Training will Meta auf die Aufzeichnungen von Tastaturanschlägen, Mausklicks und Screenshots zurückgreifen. Die Daten sollen so weit wie möglich bereinigt werden ("stripped out"), Anonymisierung ist bisher kein Thema.
In dem Memo hieß es, dass es Metas Vision sei, KI-Agenten die Arbeit erledigen zu lassen, Menschen sollen diese nur noch überwachen. Mit den hohen Investitionen in künstliche Intelligenz wird aber auch der Personalabbau begründet. Zudem soll die Arbeitseffizienz der verbleibenden Angestellten mithilfe von KI-Modellen gesteigert werden.
Bei Amazon gibt es aktuell das Rennlenkrad Logitech G29 SE zum Bestpreis. Käufer profitieren dabei vom umfangreichen Zubehör.
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Aktuell bietet Amazon das Logitech G29 als SE-Modell zum Bestpreis an. Doch gilt das nur noch bis zum 2. Juni.Bild:
Erzeugt mit Dall-E; Amazon
Wer in Rennsimulationen vom Schlage eines Assetto Corsa oder Le Mans Ultimate möglichst realistisch einsteigen will, benötigt ein Lenkrad. Nur so lassen sich die Fahrzeuge sehr gut kontrollieren. Zwar lassen sich mehrere Hundert Euro für ein Lenkrad samt Pedalerie ausgeben, doch wer erst mal anfangen möchte, für den eignet sich ein Einsteiger-Lenkrad wie das Logitech G29. Als SE-Modell handelt es sich gar um ein Rund-um-sorglos-Paket, mit allem, was so benötigt wird, um in die Simracing-Welt einzusteigen.
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. Dieses Amazon-Angebot gilt noch bis zum 2. Juni. In den vergangenen Wochen mussten Käufer bei Amazon über 300 Euro für dieses Bundle auf den Tisch legen, wie ein Blick in die Keepa-Preischronik aufzeigt. Laut dem PCGH-Preisvergleich gibt es das Logitech G29 SE aktuell nirgendwo günstiger, wenn man die Versandkosten berücksichtigt.
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Wie gut ist das Logitech G29?
Das Logitech G29 zählt seit Jahren zu den beliebtesten Racing-Lenkrädern für PC, Playstation 4 und Playstation 5. Zahlreiche Tests und Nutzerbewertungen bescheinigen dem Modell ein besonders starkes Preis-Leistungs-Verhältnis, vor allem für Einsteiger in die Welt der Rennsimulationen. Hochwertige Materialien wie der Lederbezug am Lenkradkranz, robuste Aluminiumschaltwippen und Pedale aus Metall sorgen für einen wertigen Eindruck und vermitteln ein authentisches Fahrgefühl.
Die hier angebotene SE-Version unterscheidet sich technisch kaum vom regulären Logitech G29. Logitech nutzt die Zusatzbezeichnung SE für spezielle Bundles oder Sondereditionen, die sich optisch leicht unterscheiden. In diesem Fall ist die 6-Gang-Schaltung beim Logitech G29 SE direkt enthalten.
Die Kerntechnik – inklusive Force-Feedback, Pedaleinheit und 900-Grad-Lenkbereich – bleibt identisch zum klassischen G29. Käufer erhalten also die gleiche bewährte Hardwarebasis.
Mit insgesamt 18 Tasten, einem Drehregler sowie einer integrierten LED-Schaltanzeige bietet das G29 umfangreiche Steuerungsmöglichkeiten direkt am Lenkrad. Gerade in Rennsimulationen erweist sich das als äußerst praktisch, da wichtige Funktionen ohne zusätzliche Eingabegeräte erreichbar bleiben.
Kraftvolles Dual-Motor-Force-Feedback
Besonders häufig gelobt wird das Dual-Motor-Force-Feedback des Logitech G29. Das System simuliert Fahrbahnunebenheiten, Gewichtsverlagerungen und Traktionsverluste überzeugend und vermittelt ein überraschend direktes Fahrgefühl. Vor allem Einsteiger und Gelegenheits-Simracer profitieren von der klaren Rückmeldung des Lenkrads.
Zwar arbeitet das G29 weiterhin mit einem Zahnradmechanismus und erreicht dadurch nicht die Feinfühligkeit deutlich teurerer Direct-Drive-Lenkräder, in seiner Preisklasse liefert es aber ein überzeugendes Gesamtpaket. Gerade angesichts des vergleichsweise günstigen Einstiegspreises bleibt das G29 eines der beliebtesten Simracing-Lenkräder auf dem Markt.
Auch der große Lenkbereich von bis zu 900 Grad trägt zum realistischen Fahrerlebnis bei. Das Lenkrad kalibriert sich beim Einschalten automatisch und eignet sich dadurch sowohl für Rennsimulationen als auch für realistischere Fahrsimulationen.
Realistische Pedale mit Schwäche
Positiv hervorgehoben wird zudem das Bremspedal. Durch den progressiven Widerstand entsteht ein deutlich realistischeres Bremsgefühl als bei einfachen Arcade-Lenkrädern. Die Pedalplatten lassen sich zudem im Abstand anpassen, wodurch verschiedene Sitzpositionen besser unterstützt werden.
Kritik gibt es allerdings ebenfalls: Höhe und Neigungswinkel der Pedale können nicht verstellt werden, wie die PC Games Hardware im Test anmerkt. Außerdem kann die Pedaleinheit auf glatten Böden leicht verrutschen, sofern sie nicht zusätzlich fixiert wird.
Preis, Daten und Fakten zum Logitech G29 SE
Um in Rennsimulationen vom Schlage eines Project Motor Racing, Le Mans Ultimate etc. die Autos bestmöglich steuern zu können, empfiehlt sich ein Lenkrad samt Pedalerie.
Besonders beliebt ist der Amazon-Bestseller Logitech G29, der auch im PCGH-Test bereits überzeugen konnte.
So gefällt die Verarbeitung des Lenkrads mit Lederbezug, Metall-Schaltwippen und Pedalen.
Praktisch sind die LED-Schaltpunktanzeige, die 18 Tasten und das Einstellrad.
Das glaubwürdige Force-Feedback mit Dual-Motor kann in Anbetracht des Preises überzeugen.
Nur bei der Pedalerie gibt es Modelle mit größerem Verstellbereich.
Das SE-Modell kommt zudem mit einer 6-Gang-Schaltung daher. So ist alles Wichtige enthalten.
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. Wie ein Blick in den PCGH-Preisvergleich offenbart, gibt es inklusive Versandkosten dieses Lenkrad für PC und Playstation aktuell nirgendwo günstiger.
CVE-2026-34197 in Apache ActiveMQ wird aktiv ausgenutzt. Die Schwachstelle liegt in der Jolokia-API, in einigen Versionen ist keine Authentisierung nötig. Was zu tun ist.
Apache ActiveMQ ist einer meistgenutzten Open-Source-Message-Broker im Java-Ökosystem.Bild:
jamesmarkosborne/Pixabay
Die CISA hat am 16. April 2026 die Schwachstelle CVE-2026-34197 in Apache ActiveMQ in ihren Katalog Known Exploited Vulnerabilities (KEV) aufgenommen. Eine KEV-Aufnahme bedeutet, dass aktive Angriffe dokumentiert sind. Federal-Civilian-Executive-Branch-Behörden mussten den Patch bis zum 30. April 2026 einspielen.
Die Lücke sitzt in Apache ActiveMQ, dem meistgenutzten Open-Source-Message-Broker im Java-Ökosystem. Der CVSS-Score (Common Vulnerability Scoring System) liegt bei 8.8, eingestuft als High Severity. Fortiguard Labs hat Dutzende Exploitation-Versuche dokumentiert, mit einem klaren Peak am 14. April 2026, also zwei Tage vor der KEV-Aufnahme. Das Pattern erinnert an CVE-2023-46604, eine andere ActiveMQ-Schwachstelle, die drei Jahre zuvor weltweit ausgenutzt wurde. Es ist ein ähnliches Versäumnismuster, aber eine unterschiedliche Mechanik. Wir erklären, wie der Angriff läuft, wer betroffen ist und wo der Patch liegt.
Am 2. Juli 2026 öffnet die neue Fab von Infineon in Dresden offiziell. Die Zeit der milliardenteuren Neubauten ende damit.
Die Fab ist "ready for equipment".Bild:
Infineon
Die Zeit der milliardenteuren Neubauten bei Infineon endet. Der Chipkonzern werde auf absehbare Zeit keine weiteren Fabriken errichten, sagte Produktionsvorstand Alexander Gorski dem Handelsblatt. "Wir sind für künftiges Wachstum mit unseren bestehenden drei großen Standorten sowie mit externen Partnern gut aufgestellt."
Anfang Juli wird Infineon seine neueste Fertigungsstätte in Dresden, die Smart Power Fab, eröffnen. Die Produktion startet ein Quartal eher als ursprünglich geplant. Gorski sagt dazu: "Wir fahren das neue Modul doppelt so schnell hoch wie in der Vergangenheit." Gorski zufolge wird sich die Fabrik "zügig füllen". Mit dem Werk will Infineon seine 300-mm-Silizium-Wafertechnologie weiter ausbauen: Es geht um Chips für Bereiche wie erneuerbare Energien, Rechenzentren und Elektromobilität. Infineon selbst investiert fünf Milliarden Euro, dazu kommen Subventionen in Höhe von einer Milliarde Euro aus Steuergeldern.
Belegschaft ist bereit, schon im Sommer loszulegen
Dass das Werk bereits im Sommer fertig wird, ist nach Ansicht des Managers ein gutes Zeichen für den Standort: "Das zeigt, dass wir in Deutschland wichtige Investitionen erfolgreich und schnell umsetzen können." Die Belegschaft sei bereit, schon im Sommer loszulegen: "Die 1.000 neuen Beschäftigten in Dresden sind größtenteils an Bord. Viele davon haben wir selbst ausgebildet. "
Infineon entwickelt hochintegrierte Mikrocontroller (MCUs), Hardware-Security-Module sowie Leistungshalbleiter und treibt dabei den Einsatz von Wide-Bandgap-Materialien wie Siliziumkarbid (SiC) und Galliumnitrid (GaN) voran. Das Portfolio konzentriert sich primär auf Power-Management, Sensorik und IoT-Connectivity für Automotive-Architekturen, Smart-Grid-Infrastrukturen und die industrielle Leistungselektronik.
Nach Jahren des Stillstands kommt bei einem Netzbetreiber aktuell Bewegung in die oft absurd hohen Tarifpreise für mobiles Internet außerhalb der EU.
Deutsche Telekom und RoamingBild:
Deutsche Telekom/ iStock /czekma13
Die Deutsche Telekom bietet zu ihren Tarifen seit kurzem ein weltweites kostenloses Datenbudget an. Laut dem Vergleichsportal Verivox ist dies der erste hiesige Anbieter mit Inklusivbudget für Fernreisen.
Seit 2017 können Mobilfunkkunden innerhalb der Europäischen Union (EU) zu denselben Konditionen telefonieren und Daten nutzen wie zu Hause; für fast alle Fernziele galten jedoch weiterhin hohe Preise. Das hat nun der erste große Anbieter geändert: Die aktuellen Telekom-Vertragstarife beinhalten – ohne Aufpreis – ein Daten-Freibudget für 148 Länder beziehungsweise Regionen weltweit. Dazu gehören beliebte Reiseziele wie etwa Australien, Ägypten, China, die Dominikanische Republik, Indien, Japan, Kanada, Neuseeland, Namibia, Südafrika, Südkorea, Thailand, die Türkei und die USA.
Je nach Tarifgröße sind für diese Ziele zwischen zwei und 50 Gigabyte Datenvolumen pro Kalenderjahr enthalten, die man flexibel einsetzen kann. Wenn das Budget aufgebraucht ist, wird die Internetverbindung gekappt.
Auch WM-Touristen profitieren vom Freikontingent
"Der Startzeitpunkt für das Auslandsbudget dürfte nicht zufällig gewählt sein", sagte Jörg Schamberg, Telekommunikationsexperte bei Verivox. "Die Telekom hält die TV-Rechte an allen Spielen der diesjährigen Fußball-WM und hat dadurch eine hohe mediale Präsenz. Das neue Tarifkonzept fürs Ausland schließt hier nahtlos an, denn das Freibudget deckt unter anderem alle drei WM-Ausrichterländer ab."
Wer ohne Datenpaket oder Freibudget etwa in Mexiko mobil Daten nutzen möchte, muss mit hohen Preisen rechnen. Abgehende Telefonate schlagen dort nicht selten mit 1,99 oder 2,99 Euro pro Minute zu Buche; noch teurer ist meist die Datennutzung. Je nach Anbieter können in Mexiko selbst kleine Datenblöcke mit 50 Kilobyte (KB) knapp fünf Euro kosten. Zum Vergleich: 50 KB passen in das kleinste Telekom-Freibudget (2 GB) rund 40.000-mal.
Auf Verivox-Anfrage bestätigten die Netzbetreiber Vodafone und 1&1, aktuell keine vergleichbaren Tarife anzubieten. O2 ließ die Anfrage unbeantwortet. "Vor allem Kunden von Discountern und Service-Providern werden noch länger auf Zusatzbudgets fürs Ausland warten müssen", sagte Schamberg. "Die großen Anbieter geben Tarif-Innovationen und technische Neuerungen grundsätzlich erst später an kleinere Wettbewerber weiter."
Tipps für Urlauber zum Start der Hauptreisezeit
Nutzer sollten ihre aktuellen Konditionen für das gewünschte Reiseland aufmerksam prüfen: Je nach Zielland kann eine Abrechnung in sehr kleinen Schritten voreingestellt sein, mit Preisen von rechnerisch mehr als 1.000 Euro je GByte – bei Discountern können diese Kosten theoretisch mehr als 16.000 Euro pro GByte betragen. Dabei greift jedoch nach Erreichen von knapp 60 Euro ein gesetzlicher Kostendeckel. Oft aktiviert man kurzzeitig die Daten für den Austausch per Messenger oder für Google Maps und vergisst dann, das Datenroaming wieder abzuschalten.
Wer häufiger Fernziele ansteuert, kann eine lokale Prepaidkarte kaufen. Das ist schon vorab online möglich, auch als eSIM. So kostet ein großzügiges Datenbudget meist nur wenige Euro.
"Der Schritt der Telekom ist lobenswert, aber auch überfällig", sagte Schamberg. "Seit neun Jahren gilt das freie EU-Roaming, weitere Schritte für andere Länder gab es jedoch nur punktuell. Aus Verbrauchersicht ist zu hoffen, dass andere Anbieter baldmöglichst nachziehen. In einer globalisierten Welt sollte es selbstverständlich sein, vor Reiseantritt nicht mühsam recherchieren zu müssen, wie man Mondpreise für die mobile Internetnutzung vermeidet." Verivox gehört zur italienischen Moltiply-Gruppe, betreibt Vergleichsportale und verdient Geld als Vermittler von Verträgen.
Piloten berichten, dass sie GPS-Alarmfunktionen, Teil des Sicherheitssystems, teilweise abschalten. "Wir nehmen uns so aber auch das Sicherheitsnetz", so der Pilot Niklas Ahrens von Cockpit.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Recherchen des NDR bestätigt, wonach Russland im Ostseeraum mutmaßlich großflächig die Navigationssignale für den Luft- und Seeverkehr stört. "Natürlich sind das hybride Attacken, die wir nicht als neue Normalität hinnehmen dürfen", sagt Kallas der ARD. Für ihren Film haben die NDR-Reporter Lennart Banholzer und Simon Hoyme mit Flug- und Schiffskapitänen mehrerer Länder sowie mit Sicherheitsexperten gesprochen.
Der deutsche Pilot Niklas Ahrens von der Vereinigung Cockpit spricht von "Besorgnis" unter Kollegen, weil es durch gestörte oder verfälschte GPS-Signale, dem Jamming und Spoofing, "zu einer großen Zahl an Fehlwarnungen kommt". Üblich sei, im Cockpit dann einen Teil des Sicherheitssystems abzuschalten. "Wir nehmen uns so aber auch das Sicherheitsnetz", so Ahrens weiter, "was uns in bestimmten Fällen geschützt hätte".
Ein Pilot einer dänischen Airline berichtet den NDR-Autoren, dass die Störungen seit 2022 stark zugenommen hätten. Von Kollegen, etwa auf Routen nach Finnland oder ins Baltikum, wisse er, "dass sie es täglich haben".
Den NDR-Recherchen zufolge ist von den GPS-Störungen auch der Seeverkehr betroffen. "Ich befürchte wirklich, dass irgendwann ein Schiff auf Grund läuft oder es eine Kollision gibt", sagt dazu im Film Magnus Winberg von der finnischen Seefahrtsakademie Aboa Mare.
Dem britischen Royal Institute of Navigation zufolge sollen die Störsignale in Kriegszonen vor allem feindliche Drohnen ablenken. Russland sende solche Störsignale aber weit über das Konfliktgebiet hinaus. Auch den Absturz einer aserbaidschanischen Passagiermaschine mit 38 Todesopfern im Jahr 2024 führt das Institut laut NDR auf solche Störungen zurück.
Laut Sicherheitsexperte Nico Lange gehören die GPS-Störungen "für Russland ganz sicher in den Bereich der Kriegführung". Vieles deute darauf hin, so Lange in der Doku, "dass sich Russland zumindest gedanklich, aber auch planerisch mit der Frage militärischer Operationen im Ostseeraum beschäftigt. Die sind dann gegen die Anrainerstaaten gerichtet. Auch gegen uns".
Sicherheit der Passagiere sei gewährleistet
Auf Anfrage des NDR bestätigte die Lufthansa, dass GPS-Störungen "eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Sicherheit der Zivilluftfahrt" darstellten. Man sehe die Sicherheit der Passagiere aber "durch bestehende Systeme gewährleistet". Die russische Botschaft in Berlin nannte die Vorwürfe dem NDR zufolge "unbegründet" und "haltlos".
Russland verfügt über weitreichende und hoch entwickelte Kapazitäten in der Elektronischen Kampfführung (Eloka). Um das satellitengestützte Navigationssystem GPS (sowie europäische oder asiatische Pendants wie Galileo und Beidou) zu stören, setzen die russischen Streitkräfte primär auf zwei technische Methoden und ein Arsenal spezialisierter Hardware. Jamming (Überlagerung): Da GPS-Signale aus dem Weltraum auf der Erde relativ schwach ankommen, werden sie durch extrem leistungsstarke Störsender mit "Rauschen" überlagert. Der Empfänger kann das Originalsignal nicht mehr aus dem Rauschen herausfiltern und verliert seine Positionsdaten. Spoofing (Täuschung): Hierbei werden aktiv gefälschte GPS-Signale gesendet, die stärker sind als das Original. Der Empfänger glaubt, er befände sich an einer völlig anderen geografischen Position.
Die jetzt vorgelegte Absichtserklärung könnte zur Öffnung der Straße von Hormus führen und soll Verhandlungen über das iranische Atomprogramm einleiten.
Die USA und Iran stehen kurz vor der Unterzeichnung einer Erklärung, die die Waffenruhe im seit Monaten schwelenden, unprovozierten und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran verlängern könnte. Dieses "Memorandum of Understanding" (MoU) soll wesentliche Streitpunkte abstecken, darunter die Straße von Hormus und die Aufhebung von Sanktionen.
Das MoU könnte bereits am Wochenende verkündet werden. Allerdings ist die Vereinbarung noch nicht endgültig abgeschlossen und könnte nach wie vor scheitern. Über die rechtliche Verbindlichkeit des Papiers gibt es keine Informationen.
Freie Schifffahrt gegen Lockerung von Sanktionen
Während der avisierten Waffenruhe soll Iran die Straße von Hormus für die Schifffahrt öffnen und auf Mautgebühren verzichten. Teheran verpflichtet sich, die während des Krieges in der Meerenge verlegten Minen zu räumen, um den Schiffen eine freie Durchfahrt zu ermöglichen.
Im Gegenzug heben die USA ihre Blockade iranischer Häfen auf, womit Teheran dann wieder Erdöl verkaufen könnte.
Die Geschwindigkeit, mit der Iran die Minen räumt und die Schifffahrt wieder ermöglicht, bestimme auch die Geschwindigkeit, mit der die US-Seeblockade aufgehoben werde, schreibt Axios. Das zentrale Prinzip des Abkommens aus US-Sicht lautet "relief for performance" – also Lockerungen gegen Leistung.
Atomfrage vertagt
Der Entwurf des Memorandums enthält nach Angaben von Axios die Zusage Irans, niemals Atomwaffen anzustreben, was allerdings nichts neues [3] ist. PressTV zitiert in diesem Zusammenhang Esmaeil Baghaei, den Sprecher des iranischen Außenministeriums, mit den Worten: "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erörtern wir keine Einzelheiten der Atomfrage."
Klar ist demnach allerdings, dass noch über das iranische Urananreicherungsprogramm und Teherans Bestands an hochangereichertem Uran verhandelt werden wird.
Unklarheit über Dauer der Waffenruhe
Über die Länge der Waffenruhe gibt es unterschiedliche Aussagen. Axios nennt unter einen Zeitraum von 60 Tagen. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet dagegen von lediglich 30 Tagen, während denen die Waffen schweigen sollen. Baghaei, sprach bei PressTV von einem "30- bis 60-tägigen Zeitraum".
Das Memorandum könne durch gegenseitiges Einvernehmen verlängert werden, hieß es aus US-Kreisen. Es sei möglich, dass das Abkommen nicht einmal die vollen 60 Tage halte, wenn die USA zu dem Schluss kämen, dass Iran es mit den Atomverhandlungen nicht ernst meine.
Baghaei betont [4] dagegen, dass schon das Römische Reich an der Eroberung Persiens gescheitert sei und dass der Angriff der USA und Israels "Iran strategische Vorteile verschafft hat, die wir in Friedenszeiten nicht hätten erreichen können".
Trump schwankt
US-Präsident Donald Trump habe in den vergangenen Tagen zwischen einem massiven Militärschlag gegen Iran und einer diplomatischen Lösung geschwankt. Am Samstagabend tendierte er nach Angaben des US-Beamten zu einer diplomatischen Lösung.
Die Pakistaner haben auch diesmal als Hauptvermittler fungiert, angeführt von Feldmarschall Asim Munir, der am Freitag und Samstag in Teheran war, um das Memorandum auf den Weg zu bringen.
Der Entwurf des Memorandums enthält auch Bestimmungen, dass der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon beendet werden soll. Ein US-Beamter erklärte, es werde sich jedoch nicht um einen "einseitigen Waffenstillstand" handeln.
Das Weiße Haus hoffe, dass die letzten Differenzen in den kommenden Stunden ausgeräumt werden und das Memo noch heute offiziell verkündet werden könne, schreibt Axios.
Ob das Vertrauen zwischen den Konfliktparteien jemals wiederhergestellt werden kann, muss allerdings bezweifelt werden. Schon vor dem möglichen Beginn von Atomverhandlungen dürfte die Tatsache, dass Iran nach Ablauf des aktuellen Memos Gebühren für die Passage durch die Straße von Hormus [5] erheben wird, zu neuen, schweren Verwerfungen führen.
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Das chinesische Stromnetz ist schon länger das größte der Welt und wächst rasant weiter. Nun will Peking dieses Wachstum mittels Automatisierung absichern.
Der staatliche chinesische Netzbetreiber State Grid Corporation hat einen umfassenden Plan zur Automatisierung seiner Infrastruktur vorgelegt. Für das Jahr 2026 sind Investitionen vorgesehen, um rund 8.500 Roboter anzuschaffen.
Wie die South China Morning Postberichtet [1], dass die chinesische Energiebranche allein 2026 etwa 6,8 Milliarden Yuan (umgerechnet etwa 940 Millionen Euro) in die Automatisierung des Netzes investieren will.
State Grid betreibt die Strominfrastruktur in 26 der 31 chinesischen Provinzen und autonomen Regionen. China Southern Power Grid versorgt fünf Regionen im Süden.
Roboterhunde, humanoide Maschinen und zweiarmige Helfer
Der Beschaffungsplan sieht verschiedene Robotertypen [2] für unterschiedliche Aufgaben vor. Den größten Anteil bilden 5.000 vierbeinige Roboter, oft als "Roboterhunde" bezeichnet. Hinzu kommen 500 humanoide Roboter und 3.000 zweiarmige Roboter. Diese sollen anspruchsvollere und gefährlichere Arbeiten übernehmen, etwa die Wartung des schnell wachsenden Ultrahochspannungsnetzes.
Die Maschinen werden [3] Umspannwerke und Übertragungsleitungen inspizieren, insbesondere in schwer zugänglichem Berggelände, aber auch Routinearbeiten im Bereich Wartung übernehmen und sogar Bergungs- und Rettungsoperationen unterstützen, wenn es für Menschen zu gefährlich wird.
Von den geplanten Ausgaben entfallen etwa 870 Mio. US-Dollar auf die Anschaffung der Geräte selbst. Der Rest ist für Forschung, Entwicklung und Schulung der Mitarbeiter vorgesehen, so der Bericht.
Schrumpfende Belegschaft
China hat das weltweit größte Stromnetz aufgebaut. Es ist mittlerweile doppelt so groß [4] wie das US-Netz und es wächst weiter. Die Zahl der Mitarbeiter für Betrieb und Wartung kann damit aber nicht Schritt halten.
Das schnelle Wachstum der Netzgröße kollidiert mit der begrenzten Zahl an Wartungspersonal. Die Belegschaft der Netzbetreiber schrumpft und altert; neue Mitarbeiter zu gewinnen, ist schwierig [5]. Interessanterweise berufen sich chinesische Quellen [6] auch auf die Fortune Global 500-Liste. Demnach arbeiteten Mitte 2025 rund 1,354 Mio. Menschen bei State Grid. Ein Jahr zuvor waren es noch über 1,361 Mio. gewesen.
Kollege Roboter soll Leben retten
Arbeiten an unter Spannung stehenden Hochspannungsleitungen gehören zu den gefährlichsten Jobs im Energiesektor. Stromschläge, Stürze aus großer Höhe und Lichtbogenverletzungen sind ständige Risiken. Der Einsatz von Robotern gilt in China deshalb als lebensrettende Maßnahme.
Ein Planungsdokument von State Grid aus dem Jahr 2026 schätzt, dass KI-gesteuerte Roboter die Exposition von Personal gegenüber hohen Risiken um über 90 Prozent reduzieren könnten. Die Rate der Sicherheitsunfälle könnte um etwa 80 Prozent sinken [7].
Die Praxis
2025 wurde ein zweiarmiger Roboter für Arbeiten an unter Spannung stehenden Überlandleitungen getestet. Das Modell erreichte eine vollständige physische Trennung zwischen den Arbeitern und den Hochspannungsleitungen. Eine Aufgabe, die zuvor drei bis vier Personen erforderte, konnte nun von ein bis zwei Mitarbeitern am Boden erledigt werden. Die Effizienz stieg um etwa 40 Prozent.
Ein weiteres Beispiel ist die Wartung von Überland-Hochspannungsleitungen im Winter, wo sie von Eis befreit werden müssen, das die Leitungen bis zum Zerreißen belasten kann. Auch hier haben chinesische Ingenieure bereits eine Lösung erarbeitet [8]. Die Systeme fahren direkt auf der unter Spannung stehenden Stromleitung, brechen dabei das Eis auf und beseitigen es.
Andere Maschinen können [9] Klemmen montieren, Leitungen handhaben und Reparaturen durchführen, während sie an oder in der Nähe von unter Spannung stehenden Stromleitungen und in großer Höhe arbeiten.
Erneuerbare Energien erhöhen die Komplexität
Der Ausbau von Wind- und Solarenergie, dezentraler Stromerzeugung und bidirektionalen Lasten macht das Netz exponentiell komplexer [10]. Menschliche Patrouillen und geplante Wartung können die erforderliche Reaktionsgeschwindigkeit und Genauigkeit nicht mehr abdecken.
Die Maschinen können dagegen bei jedem Wetter und in jedem Gelände eingesetzt werden. Vierbeinige "Roboterhunde" wurden beispielsweise bei Nebel, Regen und auf Berghängen mit 45 Grad Neigung, aber auch in großen Umspannanlagen eingesetzt [11].
Die Rolle von KI
Großen Wert legen die chinesischen Planer auf die Integration von KI auf allen Ebenen der Energieerzeugung und Verteilung. Dabei geht es sowohl um die Weiterentwicklung autonomer Maschinen und Systeme als auch um die intelligente Steuerung von Energieproduktion und Netztechnik.
Um dieses Arbeitsfeld abzustecken und planerisch zu durchdringen, hat Peking im September 2025 einen Integrationsplan KI + Energie vorgelegt [12]. Die Vorstellung ist, dass beide Bereiche voneinander profitieren können.
Dabei geht es darum, eine sichere und zuverlässige Energieversorgung für die Recheninfrastruktur zu gewährleisten, und gleichzeitig den Übergang zu einer umweltfreundlichen und kohlenstoffarmen Infrastruktur zu fördern und nicht zuletzt eine effiziente und wirtschaftliche Abstimmung zwischen Rechenleistung und Stromversorgung zu ermöglichen.
Überdies will Peking weitere Anwendungsszenarien für KI im Energiesektor erschließen, die anfallenden Energiedaten in Wert setzen und die Innovation bei KI-Modellen im Energiebereich stärken.
Chinesische Dominanz und Export
Selbstverständlich haben auch andere Länder (teil)autonome Roboter entwickelt – und früher [13] als China. Doch während im Westen militärische Anwendungen dominieren [14], setzen chinesische Ingenieure die Helfer aus Stahl und KI im großen Stil für zivile Aufgaben ein und sammeln wertvolle Erfahrungen in verschiedensten Anwendungsbereichen.
Der Vorstoß erzeugt überdies neue Exportdynamik. Chinesische Anbieter dominieren den Markt mit autonomen Robotern. Sie halten über 88 Prozent der weltweiten Auslieferungen, während US-Anbieter etwa drei Prozent ausmachen, schreibt die South China Morning Post.
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Wer Recht hat, hängt offenbar davon ab, in welcher Sprache man fragt – zumindest wenn eine KI die Antwort gibt.
Für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz an Schulen gibt es zahlreiche Hindernisse. Obwohl Griechenland nun mit einer Initiative vorprescht, zeigen sich an einem urgriechischen Thema die Grenzen der aktuellen LLMs.
Mitunter kann ein in der Formulierung gleicher Prompt je nach verwendeter Sprache unterschiedliche Ergebnisse liefern. Wissenschaft und Lehre leben aber davon, dass gleiche Experimente vergleichbare Resultate liefern müssen.
Beweislastumkehr bei Hausaufgaben
Die mögliche Rolle der Künstlichen Intelligenz in der Schule ist bei Telepolis bereits mehrfach diskutiert worden. Dass die KI künftig fester Bestandteil unserer Schulen wird, daran hat auch die UNESCO keinen Zweifel [1].
Die Frage bleibt, wie sie zum Nutzen der Menschen und nicht als künstliche Verdummung [2] eingesetzt werden kann. In Deutschland fehlt es noch an eindeutigen Regeln und Vorschriften zur KI in den Schulen.
Die Möglichkeit, KI für Hausarbeiten einsetzen zu können, hat den deutschen Schülerinnen und Schülern zudem eine schwierige Beweislastumkehr beschert.
Weicht die Qualität der Hausaufgaben vom übrigen Eindruck der Lehrkräfte im schulischen Alltag ab, gibt es ein Problem. Dann gilt der Verdacht, dass KI zum Einsatz kam, so lange als gesichert, bis das Gegenteil bewiesen wird. KI und Schule – das droht in Deutschland wie so vieles zu einem Thema überbordender Bürokratie zu werden.
Die Ankündigung einer diesbezüglichen Initiative erfolgte am Montag, dem 11. Mai, im Rahmen der Sitzung des Ministerrats für Bildung und Sport der Europäischen Union in Brüssel.
Dort erklärte die griechische Ministerin für Bildung, Religion und Sport, Sofia Zacharaki, stolz, dass Griechenland als erstes Land einen umfassenden Rechtsrahmen für den sicheren, transparenten und pädagogisch verantwortungsvollen Einsatz der KI im schulischen Sekundarbereich einführt.
Für den Einsatz der KI in Schulen gibt es nun verpflichtende Regeln. In einer gemeinsamen Erklärung der Ministerien für Bildung und digitale Verwaltung heißt es: "Ziel ist es, dass die Technologie als Lernhilfe dient und nicht als Ersatz für persönliche Anstrengung, kritisches Denken und die Lehrkräfte".
Weiterhin wird betont: "Die Nutzung von KI-Tools bleibt für Schüler und Lehrkräfte freiwillig. Sie ist nicht an die Leistungsbeurteilung gekoppelt und erfolgt stets unter Aufsicht von Lehrkräften".
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in Griechenland künftig der unterstützende Einsatz der KI bei Hausaufgaben prinzipiell erlaubt sein wird. Komplett mit KI geschriebene Hausarbeiten führen zur Wertung als Leistungsverweigerung.
Schüler müssen zumindest einen Teil der Aufgaben ohne die KI meistern können. Bei Prüfungen bleibt sie dagegen grundsätzlich verboten. Ausnahmen von dieser Regel sind erlaubt, wenn es pädagogisch sinnvoll erscheint.
Dass die Erstellung und Verbreitung von Deepfake-Inhalten verboten bleibt, leuchtet als alternativlose Entscheidung ein. Allerdings haften die Nutzer in Griechenland auch für das Ergebnis. Die Angabe falscher, nichtexistierender oder von der KI gefälschter Quellen ist nicht zulässig.
In diesem Kontext wird die Rolle des "KI-Nutzungskoordinators" erstmals in jeder Sekundarschule institutionalisiert. Die zuständige Lehrkraft überwacht die ordnungsgemäße Implementierung von KI-Tools, koordiniert die Beteiligung von Schülern und Lehrkräften und dient als Ansprechpartner für Fragen der Sicherheit und des Datenschutzes. Bereits das zeigt die Grenzen des KI-Einsatzes an Schulen auf.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Schutz der personenbezogenen Daten von Minderjährigen. Die Erstellung von Schüler- und Lehrerprofilen, die Verarbeitung von Persönlichkeits- oder Verhaltensdaten sowie die Eingabe sensibler personenbezogener Daten in KI-Systeme ist ausdrücklich untersagt.
Explizit werden die Erfassung von Namen, Fotos, Sprachproben, Noten, Gesundheitsdaten oder anderen Elementen, die zur Identifizierung von Schülern und Lehrern führen könnten, streng verboten.
Schon diese Einschränkungen zeigen, dass es mit der Implementation der KI in Schulen keineswegs so einfach wird, wie es die griechischen Ministerien präsentieren wollen.
Ein einfaches Experiment
Dass es bei der Nutzung der KI auf die Formulierung der Eingabeaufforderung, des Prompts ankommt, ist mittlerweile eine Binsenweisheit. Allerdings sollten dann gleiche Prompts gleiche Ergebnisse liefern. Das ist jedoch nicht immer der Fall, wie sich an einem sehr griechischen Thema verifizieren lässt.
Das Drängen Griechenlands [6] auf Rückzahlung eines von der Wehrmacht abgepressten Zwangskredits gehört seit 1995 ebenso zu jedem bilateralen Treffen griechischer Regierungschefs oder Außenminister, wie die Frage nach Kriegsreparationen.
Durch das Londoner Schuldenabkommen von 1953 [7] wurde diese Frage auf die Zeit nach der Vereinigung Deutschlands und nach einem Friedensvertrag vertagt. Mit diplomatischen Noten hielt Griechenland den Anspruch auch in der Zwischenzeit, so 1965, aufrecht.
Heute behauptet die Bundesrepublik, dass die Ansprüche verjährt, beziehungsweise durch den "Zwei-Plus-Vier-Vertrag" beendet worden wären.
Ich habe als fiktive Hausarbeit zwei LLMs mehrmals mit dem gleichen Nutzerprofil die exakt gleich formulierte Frage gestellt:
"Wer hat Recht? Griechenland, das auf Rückzahlung eines Zwangskredits aus dem 2 WK pocht, oder Deutschland, das sich verweigert? Antworte bitte mit sehr wenigen Sätzen."
Je nach Antwort gab es zwei Rückfragen und zum Abschluss betreffend den Zwangskredit die entscheidende Frage an das LLM: "Wenn Sie Richter wären, was würden Sie sagen?"
Variiert wurde bei den jeweiligen Nachfragen die Sprache. Auch an griechischen Schulen werden Fremdsprachen gelehrt; dazu gehören Englisch und Deutsch. Das gleiche Prompt auf Griechisch, Deutsch und Englisch sollte bei einer juristisch im internationalen Recht angesiedelten Frage doch das gleiche Ergebnis liefern, oder?
Googles Gemini glänzte mit drei unterschiedlichen Antworten. So hieß es im Deutschen auf die erste Frage als Fazit: "Juristisch hat sich Deutschland formal abgesichert, moralisch und historisch bleibt die griechische Forderung nach der Rückzahlung eines echten Kredits jedoch ein ungelöstes Kapitel".
Einem auf Griechisch Fragenden hielt Gemini mit, "da es kein internationales Gericht gibt, das eine endgültige Entscheidung getroffen hat, hängt die Frage, wer "Recht" hat, davon ab, ob man die strikte Auslegung der Nachkriegsbedingungen oder die moralische und rechtliche Verpflichtung zur Rückzahlung einer vertraglichen Schuld vertritt", bei Laune.
Im Englischen gab es kein Fazit, sondern nur eine Gegenüberstellung der Argumente.
Gemini als "griechischer Richter" schickt eine detaillierte Begründung vor und kommt zum Urteil:
"Als Richter würde ich feststellen, dass Deutschlands Weigerung, überhaupt an den Verhandlungstisch zu kommen, gegen den Grundsatz von Treu und Glauben in den internationalen Beziehungen verstößt.
Ich würde Deutschland anweisen, das Darlehen an Griechenland zu einem inflationsbereinigten Wert zurückzuzahlen, der dem heutigen Wert bzw. dem damaligen Goldpreis entspricht, da rechtmäßige Schulden nicht mit der Zeit erlöschen, wenn der Gläubiger sie beharrlich einfordert."
Während Gemini "deutsch" nach kurzer Analyse der Rechtslage meint:
"Mein Schlusssatz im Urteil lautet daher: ‚Das Gericht stellt fest, dass die Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich zur Rückzahlung des Zwangskredits verpflichtet ist. Da dieses Urteil jedoch ohne den politischen Willen beider Staaten nicht vollstreckt werden kann, fordert das Gericht die Parteien auf, unverzüglich bilaterale Verhandlungen über eine endgültige finanzielle Regelung aufzunehmen, die der historischen Wahrheit gerecht wird.‘"
Im Englischen kommt erneut eine ausführliche Begründung bevor das Urteil fällt:
"Deutschland ist rechtlich zur Rückzahlung des Zwangskredits verpflichtet.
Als Richter würde ich zugunsten Griechenlands entscheiden. Ich würde Berlin und Athen anweisen, unverzüglich ein verbindliches Schiedsverfahren einzuleiten, um den inflationsbereinigten Wert des 1942 aufgenommenen Kapitalbetrags – ohne Strafschadenersatz – zu ermitteln und einen strukturierten Rückzahlungsplan festzulegen.
Auch wenn Deutschlands Befürchtungen eines finanziellen Dominoeffekts in ganz Europa politisch verständlich sind, muss ein Gericht über den Vertrag und das Verhalten der Parteien entscheiden. In dieser Hinsicht hat Griechenland Recht."
Pars pro toto zeigt das Beispiel, dass die gleiche Fragestellung bei einem Aufsatz im Englischunterricht ein anderes Ergebnis liefert als im Deutsch- oder Griechisch-Unterricht. Zumindest, wenn man Gemini einsetzt. ChatGPT kommt im Englischen und Deutschen zum nahezu wortgleichen, knapp formulierten Schluss:
"Als hypothetischer Richter würde ich urteilen, dass Griechenland beim sogenannten Zwangskredit die stärkere rechtliche Position hat. Das Besatzungsdarlehen war keine gewöhnliche Kriegsreparation, sondern eine konkrete finanzielle Verpflichtung, die selbst vom Deutschen Reich damals als rückzahlbar behandelt wurde.
Ich würde daher entscheiden, dass Deutschland verpflichtet ist, mit Griechenland ernsthafte Verhandlungen über Rückzahlung oder Entschädigung aufzunehmen."
Man könnte erwarten, dass es im Griechischen gleich knapp und prägnant ist. Leider nein, es wird länger:
"Hypothetisches Urteil. Der Gerichtshof prüft die historischen Daten, das Völkerrecht und die Art des während der deutschen Besatzung Griechenland auferlegten Zwangsbesetzungsdarlehens und kommt zu dem Schluss, dass es sich bei diesem Darlehen um eine zwischenstaatliche Finanzverpflichtung mit eindeutigem Charakter einer rückzahlbaren Schuld handelte.
Die Tatsache, dass der Anspruch zeitlich mit dem Zweiten Weltkrieg verknüpft ist, schließt seine eigenständige Rechtspersönlichkeit im Hinblick auf allgemeine Kriegsreparationen nicht aus. Die nachfolgenden internationalen Abkommen belegen nicht eindeutig und explizit, dass sie den griechischen Anspruch auf das Zwangsbesetzungsdarlehen endgültig erloschen haben.
Daher erkennt der Gerichtshof an, dass die Hellenische Republik einen legitimen und aktiven Anspruch gegen die Bundesrepublik Deutschland auf das Zwangsbesetzungsdarlehen hat, und fordert die beiden Staaten auf, Verhandlungen über die Höhe und die Art der Rückzahlung der Schulden aufzunehmen."
Zumindest aber kommt ChatGPT in allen Sprachen zum gleichen Urteil. Warum es die Unterschiede in der Länge der Begründung bei ChatGPT und die voneinander abweichenden juristischen Bewertungen bei Gemini gibt, darüber kann man nur spekulieren.
Vielleicht, um dem jeweils deutsch oder griechisch vermuteten Publikum besser zu gefallen? Wer außer den Programmierern kann es wissen? Pädagogisch bleibt da viel aufzuarbeiten.
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Wie kann die deutsche Wirtschaft wieder zurück auf Wachstumskurs gebracht werden?
Deutschlands Wirtschaft schwächelt. Sechs Thesen fordern höhere Löhne und neue Investitionen. Wie mögliche Auswege aus der Krise aussehen könnten.
Die deutsche Wirtschaft steckt in einer tiefgreifenden strukturellen Krise. Nach Jahrzehnten der Exportorientierung verdichten sich die Hinweise darauf, dass das bisherige Wachstumsmodell an seine ökonomischen Grenzen stößt.
Die Bundesregierung setzt zugleich auf milliardenschwere Investitionen in Aufrüstung und Infrastruktur [1]. Diese Programme dienen vor allem der militärischen und strategischen Absicherung und liefern keine eigenständige Antwort auf die wirtschaftlichen Probleme des Landes.
Der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler Rainer Land [2] hat in einem Beitrag für das Magazin Makroskop einen anderen Blick auf die Krise der deutschen Wirtschaft entwickelt. Seine sechs Thesen zur Wettbewerbsfähigkeit [3] stellen die vorherrschenden wirtschaftspolitischen Annahmen infrage und plädieren für eine grundlegende Neuorientierung. Der folgende Artikel greift diese Thesen auf und ordnet sie in die aktuelle wirtschaftliche Lage Deutschlands ein.
Bevor wir zu Lands Überlegungen kommen, ein kurzer Blick auf die aktuellen Zahlen: Die deutsche Wirtschaft steckt in einer Rezession. 2023 [4]schrumpfte das BIP um 0,3 Prozent, 2024 [5]noch einmal um 0,2 Prozent. Zwar wurde für 2025 [6]ein marginales Plus von 0,2 Prozent prognostiziert, doch von einer echten Erholung kann keine Rede sein.
These 1: Ausgeglichene Handelsbilanzen sind notwendig
Land argumentiert, dass Exportüberschüsse kein Zeichen von Stärke, sondern von Schwäche sind. Sie entstehen nicht etwa, weil Deutschland so wettbewerbsfähig wäre, sondern weil die zusätzlichen Einnahmen nicht produktiv investiert, sondern als Finanzvermögen geparkt werden, meist in Form von US-Staatsanleihen, Devisen oder Gold. In diesem Sinne seien exportbedingte Überschüsse ökonomisch als Verluste zu begreifen. Diese Thesen stellen das exportfixierte deutsche Wirtschaftsmodell fundamental in Frage.
Die deutsche Abhängigkeit von Exportmärkten wird zunehmend zum Risiko. Die zurückgehende Nachfrage [7] aus der Volksrepublik China (-12,3 Prozent), verstärkter Wettbewerb durch einheimische Hersteller (vor allem bei E-Autos) und geopolitische Spannungen setzen deutschen Exporteuren massiv zu. Während die Inlandsnachfrage stagniert, suchen viele Unternehmen ihr Heil im Ausland [8].
These 2: Ohne goldene Lohnregel keine ausgeglichene Handelsbilanz
Lands zentrale Forderung ist die Wiedereinführung der "goldenen Lohnregel". Was bedeutet das?
Die goldene Lohnregel besagt, dass die Nominallöhne im Durchschnitt im gleichen Maße steigen sollten wie die Produktivität der Wirtschaft. Steigt die Produktivität, die Arbeitsleistung pro Kopf, um zwei Prozent, dann sollten auch die Löhne um zwei Prozent steigen.
Das sichert, dass die Arbeitnehmer am wachsenden Wohlstand teilhaben und gleichzeitig die Lohnstückkosten stabil bleiben und dementsprechend kein inflationärer Druck entsteht. Nach dieser Regel, die in den Nachkriegsjahrzehnten der Bundesrepublik faktisch galt, sinkt die Lohnquote nicht, und die Binnennachfrage bleibt stabil.
Das Problem: Land beziffert den Rückstand der deutschen Löhne gegenüber der Produktivität auf etwa 25 Prozent. Die Lohnzurückhaltung der vergangenen zwei Jahrzehnte, oft als "Wettbewerbsvorteil" gepriesen, hat demnach zu einer massiven Umverteilung von unten nach oben geführt. Die Kaufkraft der breiten Bevölkerung blieb hinter der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft zurück.
Die Reallöhne haben in der Krise massiv gelitten. Ein Blick auf die Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst, zeigen, dass die Verluste nur teilweise ausgeglichen wurden: Die Tarifrunde im öffentlichen Dienst 2025 [9] für Bund und Kommunen sieht Entgeltsteigerungen von insgesamt rund 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten vor, ergänzt durch Sockelbeträge in unteren Entgeltgruppen und Einmalzahlungen. Auf die Laufzeit verteilt fallen die monatlichen Zuwächse damit deutlich geringer aus, als die Gesamtzahl vermuten lässt.
Dem stehen weiterhin Preissteigerungen gegenüber: Nach dem Inflationsschub 2023 [10] (5,9 Prozent) verblieb die Inflation 2024 [11]und 2025 [12]auf Höhe von 2,2 Prozent. Trotz der Tarifsteigerungen bleiben damit nur begrenzte Reallohnzuwächse, während die vorherigen Kaufkraftverluste durch Energie- und Lebenshaltungskostenkrisen nur teilweise ausgeglichen werden.
These 3: Die Inflationsraten der Euro-Länder müssen sich angleichen
Damit sich strukturelle Überschussländer wie Deutschland in Richtung einer ausgeglichenen Handels- und Leistungsbilanz bewegen können, müssen die Masseneinkommen deutlich steigen.
Land argumentiert, dass dies für eine entsprechende Nachfrage der Haushalte sorgen und die ungleiche Entwicklung innerhalb der Eurozone abmildern würde. Länder mit chronischen Überschüssen (wie Deutschland) müssten ihre Löhne anheben, Länder mit Defiziten (wie Griechenland oder Spanien) müssten ihre Wettbewerbsfähigkeit durch andere Maßnahmen steigern - nicht durch Lohnsenkungen.
Die schwache Binnennachfrage in Deutschland zeigt sich auch in der Umsatzentwicklung des Verarbeitenden Gewerbes: 2024 [13]sanken die Aufträge um 3 Prozent und die realen Umsätze um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2025 [14]stabilisierte sich die Lage zwar leicht, insgesamt blieb die Entwicklung jedoch verhalten. Solange die Inflationsraten innerhalb der Eurozone auseinanderklaffen und Deutschland weiterhin auf Lohnzurückhaltung setzt, wird sich an dieser Schieflage nichts ändern.
These 4: Ohne regulierte Finanzmärkte keine innovative Realwirtschaft
Land fordert ein Trennbankensystem, in dem das Kredit- und Einlagengeschäft der Geschäftsbanken institutionell von spekulativ agierenden Investmentbanken abgegrenzt wird. Das ist eine Lehre aus der Finanzkrise von 2008. Solange die Finanzmärkte nicht reguliert sind, fließt das Geld in spekulative Blasen statt in produktive Investitionen.
Die Krise der Automobilindustrie zeigt, was passiert, wenn Unternehmen unter Investitionsdruck geraten. Volkswagen kündigte Ende 2024 [15] als Teil eines umfassenden Sparprogramms den Abbau von rund 35.000 Stellen sowie mögliche Werksschließungen und Produktionskürzungen in Deutschland an, was die strukturellen Probleme der Branche deutlich macht. Eine regulierte Finanzarchitektur, die langfristige und produktive Kredite statt kurzfristiger Spekulation fördert, könnte, ausgehend von Lands Thesen, hier entgegenwirken.
These 5: Zukunftsfähige Wirtschaft erfordert eine gelenkte Innovationsordnung
Land plädiert für eine Netzwerkstruktur zwischen den Akteuren aus Forschung und Entwicklung, Unternehmen, Finanzsystem und staatlicher Steuerung. Diese Vorstellung einer neuen Industriepolitik steht im Missverhältnis zu realwirtschaftlichen Entwicklungen, insbesondere in der Elektro- und Digitalindustrie [16].
Dort ist die Beschäftigung zuletzt gesunken, während gleichzeitig zehntausende Beschäftigte in Kurzarbeit sind. Auch die Auftragslage blieb 2024 schwach. Zwar hat sich die konjunkturelle Lage sich 2025 zuletzt leicht aufgehellt, doch die Unternehmen können die Beschäftigung nach Einschätzung [17] des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie auf dem aktuell bereits reduzierten Niveau nur dann halten, wenn die Konjunktur nun rasch und nachhaltig anspringt.
Heißt: Ohne eine koordinierte Innovationsordnung, die gezielt in zukunftsträchtige Branchen lenkt, droht ein weiterer Beschäftigungsabbau.
These 6: Innovation muss institutionell und finanziell neugestaltet werden
Land fordert einen über zwei bis drei Generationen angelegten ökologischen Umbau, der jetzt beginnen muss.
Als erste Schritte skizziert er drei Innovationsschwerpunkte: eine integrierte Energiewende mit vernetzten Systemen aus Erneuerbaren, Speichern und intelligenten Netzen; neue Verkehrskonzepte mit autonomen Fahrzeugen besonders für ländliche Räume; sowie eine ökologische Bauwirtschaft, die klimaschädliche Materialien wie Beton durch CO2-bindende und wiederverwendbare Werkstoffe ersetzt – hier bezieht er sich auf ein Konzept des Klimaforschers Hans Joachim Schellnhubers "Bauhaus Erde" [18].
Parallel dazu fordert er ein Forschungsprogramm zu weiteren Feldern und eine Orientierung an ökologische, soziale und gesellschaftliche Entwicklungsziele.
Eine produktive Debatte
Lands ökonomisch sinnvolle Vorschläge könnten an der Realität von Rüstungskeynesianismus, Sozialkürzungen, EU-Machtverhältnissen und der Undurchsetzbarkeit von Planung ohne Markteingriffe scheitern.
Dennoch benennen sie präzise die Schwachstellen des deutschen Wirtschaftsmodells: zu niedrige Löhne, zu hohe Exportüberschüsse, zu wenig investitionsfördernde Finanzmärkte, zu wenig zukunftsgerichtete Innovation. Wer die aktuellen Wachstumsraten, den massiven Stellenabbau in der Industrie und die tiefe Krise der Automobilindustrie ernst nimmt, kommt an einer grundsätzlichen Diskussion dieser Vorschläge nicht vorbei.
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Von Bare-Metal-Kubernetes über Full-Stack-Entwicklung bis IT-Security: sechs aktuelle IT-Jobs im Überblick.
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Moderne IT-Infrastrukturen brauchen Fachkräfte, die Systeme stabil betreiben, Plattformen weiterentwickeln und Sicherheit von Anfang an mitdenken. Die folgenden Stellenangebote reichen von Kubernetes-nativen Hosting-Plattformen über Windows- und Linux-Administration bis hin zu Full-Stack-Entwicklung, Netzwerkbetrieb und IT-Security.
Im Golem Jobmarkt finden sich aktuelle Positionen in Forschungseinrichtungen, öffentlichen Institutionen und technologieorientierten Unternehmen.
Sechs neue IT-Positionen im Überblick
Folgend findest du eine Auswahl an aktuellen Top-Positionen:
Senior DevOps Engineer – Kubernetes@BareMetal (m/w/d): Die Mittwald CM Service GmbH & Co. KG sucht in Espelkamp und hybrid Verstärkung für eine Kubernetes-native Hosting-Plattform. Im Fokus stehen Bare-Metal-Deployments, Storage-Provisionierung, Helm, Operator SDK, Linux, OCI-Standards und die aktive Mitgestaltung der Plattformarchitektur.
IT-Systemadministrator (w/m/d): Die mips Dataline GmbH in Heusenstamm sucht einen IT-Systemadministrator für gewachsene Kundeninfrastrukturen im KMU-Umfeld. Zu den Aufgaben zählen Windows Server, Active Directory, Microsoft 365, Virtualisierung, Backup-Konzepte, VLANs, Firewalls sowie 2nd- und 3rd-Level-Support.
Senior Developer / Tech Lead, Full-Stack (C#, REACT) (m/w/d): Die Chemical Check GmbH sucht remote oder in Steinheim einen Full-Stack-Tech-Lead für regulatorische Softwarelösungen. Gefragt sind C#/.NET, React, TypeScript, WebAPI, MS SQL Server, saubere Codebases, Code-Reviews, Legacy-Migration und moderne DDD-Architekturen.
Systemadministrator Linux (m/w/d): Die evolver services GmbH sucht im Homeoffice oder in Chemnitz Unterstützung für Linux-Systeme im Rechenzentrumsumfeld und bei Kunden. Die Position umfasst Systeminstallation, Betreuung interner IT-Landschaften, Weiterentwicklung von Standards, Beratung, Rufbereitschaft und Entstörung.
Deployment / Windows Client Engineer (w/m/d): Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sucht in Eschborn und hybrid IT-Verstärkung für die interne Infrastruktur. Die Aufgaben umfassen Betrieb und Weiterentwicklung von Netzwerkinfrastruktur, Netzwerksicherheitskomponenten, zentralen Diensten, Dienstleisterbetreuung und Ausschreibungsbegleitung.
Junior IT Security & Infrastructure Administrator (m/w/d): Die Insta GmbH sucht in Lüdenscheid hybrid einen Junior IT Security & Infrastructure Administrator. Die Stelle bietet Einstieg und Entwicklung in Firewall- und Endpoint-Security, Windows-Server, Netzwerke, VMware, Backups, Storage, Monitoring, Automatisierung sowie Security- und Cloud-Architekturen.
IT-Profis finden im Golem Jobmarkt eine spezialisierte Suchumgebung für IT-Fachkräfte – mit modernen Funktionen wie einem KI-gestützten Lebenslaufgenerator, einem Tool zur automatisierten Erstellung von Anschreiben sowie einem persönlichen Job-Alarm. Stellenausschreibungen lassen sich durch intelligente Filter nach Positionen im öffentlichen Sektor, Remote-Anteil, Fachgebiet oder Branche gezielt eingrenzen.
Bei Fragen zur Nutzung des Jobmarkts oder zu den Angeboten der Golem Karrierewelt steht dir das Team werktags zwischen 8 und 18 Uhr zur Verfügung – telefonisch, per E-Mail oder direkt über unseren KI-Chatbot Klara. Alle Informationen, Tools und Weiterbildungen sind zentral über die Golem Karrierewelt erreichbar.
Weiterbildung gefällig? In der Trainingssuche der Golem Karrierewelt findest du Onlineworkshops, E-Learnings und weitere Bildungsangebote zu sämtlichen aktuellen IT-Themen wie Security, künstlicher Intelligenz oder Cloud.
Ein Cyberangriff auf den Abrechnungsdienstleister Unimed betrifft zahlreiche Kliniken und sensible Daten von zehntausenden Patienten. Unimed hält sich bedeckt.
Ein Cyberangriff auf den saarländischen Abrechnungsdienstleister Unimed betrifft bundesweit zahlreiche Kliniken. Nach eigenen Angaben betreut das Unternehmen 95 Prozent aller Universitätskliniken in Deutschland sowie 51 Prozent aller Kliniken mit mehr als 600 Betten. Den betroffenen Häusern zufolge wurden dabei Patientendaten von zehntausenden Privatpatienten und Selbstzahlern entwendet. Die Kliniken selbst betonen, dass ihre internen Systeme und die Patientenversorgung nicht in Mitleidenschaft gezogen worden seien.
Der Angriff ereignete sich laut Unimed bereits Mitte April 2026. Das Unternehmen teilte mit, der Vorfall sei dem Landeskriminalamt Saarland gemeldet worden. Nach Darstellung von Unimed wollten die Angreifer die Systeme verschlüsseln. Das sei zwar verhindert worden, allerdings seien vor der Abwehr aus einem „begrenzten Bereich“ Daten abgeflossen. Darunter befand sich laut Unimed auch Kommunikation zu Abrechnungswidersprüchen.
Auf Nachfrage zu den weiteren betroffenen Einrichtungen erklärte Unimed: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir als Dienstleister keine darüber hinaus gehenden Angaben zu unseren Kunden und deren Daten machen können“. Auch zum Angriffsvektor machte Unimed keine Angaben.
Kliniken veröffentlichen Zahlen
Inzwischen haben zahlreiche Kliniken konkrete Zahlen veröffentlicht. Besonders stark betroffen ist das Universitätsklinikum Freiburg: [1] Dort wurden nach Angaben der Klinik Stammdaten von rund 54.000 Patientinnen und Patienten entwendet, darunter Namen, Adressen und Geburtsdaten. In rund 900 Fällen seien zusätzlich Rechnungsdaten betroffen, aus denen sich Diagnosen und Behandlungsarten ableiten lassen könnten. In wenigen Fällen seien auch Kontodaten abgeflossen. Die Uniklinik Köln meldet [2] rund 30.000 betroffene Datensätze. Darunter seien 843 Fälle mit Gesundheitsdaten sowie fünf Fälle mit Finanzdaten wie IBAN oder Kontonummern.
Mehrere der betroffenen Kliniken erklärten, die Datenübertragung an Unimed unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls gestoppt zu haben. Zudem seien Datenschutzbehörden und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert worden. Viele Häuser kündigten an, betroffene Personen schriftlich zu benachrichtigen und rechtliche Schritte zu prüfen. Unimed erklärte am Freitag, die Systeme seien inzwischen wieder vollständig arbeitsfähig. Externe IT-Forensiker hätten die Infrastruktur untersucht und abgesichert. Hinweise darauf, dass sich noch Angreifer im System befinden, gebe es Unimed zufolge nicht.
Ransomware bei Abrechnungsdienstleister betrifft Kassenpatienten in Niedersachsen
Bei Arwini könnten nach Angaben des Unternehmens bis zu 75.000 Datensätze betroffen sein. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen erklärte, an die Prüfstelle würden quartalsweise pseudonymisierte Abrechnungsdaten übermittelt. Zwar seien Patientendaten anonymisiert, allerdings enthielten die Datensätze arztbezogene Informationen wie Arztnummern und Betriebsstättennummern, sodass Praxen identifizierbar bleiben. Nach Angaben der Polizei stehen die Ermittler wegen der Gruppe „Kairos“ im internationalen Austausch.
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Für Menschen mit therapieresistenter Depression gibt es bisher kaum Hilfen. Schnell wirkende Medikamente und Neuromodulation könnten das in Zukunft ändern.
Weltweit leiden etwa 280 Millionen Menschen an Depressionen. Bei rund einem Drittel helfen herkömmliche Antidepressiva nicht oder nicht ausreichend. Dieser Zustand wird als therapieresistente Depression bezeichnet und kann Jahrzehnte dauern.
Wissenschaftler testen nun neuartige Behandlungsansätze, die schneller wirken und auch schwer kranken Patienten Linderung verschaffen könnten.
Ketamin
Ketamin ist als Narkosemittel und illegale Droge bekannt. Seit einigen Jahren wird es jedoch auch als Antidepressivum erforscht [1]. Anders als klassische Medikamente, die auf Botenstoffe wie Serotonin oder Dopamin wirken und Wochen bis zum Wirkeintritt benötigen, kann Ketamin depressive Symptome innerhalb von Minuten lindern. Die Wirkung hält mehrere Tage an.
Forscher der Yokohama City University in Japan haben nun den Mechanismus hinter dieser Wirkung genauer untersucht [2]. Demnach unterdrückt Ketamin gezielt die neuronale Aktivität in einer Habenula genannten Hirnregion, die bei Depressionen überaktiv ist. Ketamin bewirkte jedoch keine gleichmäßigen Veränderungen im gesamten Gehirn.
In einigen Bereichen der Großhirnrinde stieg die Dichte bestimmter Rezeptoren, die die Kommunikation zwischen Nervenzellen regeln. In anderen Regionen, die mit der Verarbeitung von Belohnungen verbunden sind, insbesondere der Habenula, sanken sie dagegen. Diese Verschiebungen korrelierten stark mit der Verbesserung depressiver Symptome.
Die Forscher hoffen nun, dass die Bildgebung künftig dazu dienen könnte, um vorherzusagen, welche Patienten auf Ketamin ansprechen.
Lachgas
Auch Lachgas, medizinisch als Stickstoffdioxid bekannt, wird als schnell wirkendes Antidepressivum untersucht. Eine Meta-Analyse der University of Birmingham, veröffentlicht [3] in eBioMedicine, wertete sieben klinische Studien aus. Die Forscher untersuchten die Wirkung von klinisch verabreichtem Lachgas bei Erwachsenen mit schwerer und/oder therapieresistenter Depression.
Die Analyse zeigte, dass schon eine einzelne Sitzung mit 50-prozentiger Lachgas-Inhalation innerhalb von 24 Stunden zu schnellen und bedeutsamen Verbesserungen der depressiven Symptome führte. Diese Verbesserungen hielten jedoch nicht länger als eine Woche an. Erst bei wiederholten Behandlungen über mehrere Wochen zeigten sich länger anhaltende Effekte.
Lachgas wirkt vermutlich ähnlich wie Ketamin auf Glutamat-Rezeptoren. Dies könnte auch die rasche Stimmungsaufhellung erklären. Kiranpreet Gill, Doktorandin an der University of Birmingham und Erstautorin der Studie, sagte, Lachgas könnte Teil einer neuen Generation schnell wirkender Depressionsbehandlungen werden.
Zu den Nebenwirkungen von Lachgas zählten Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen. Diese Beschwerden waren jedoch kurzlebig und verschwanden ohne medizinische Behandlung. Höhere Dosen bei 50 Prozent Konzentration führten dagegen häufiger zu Nebenwirkungen. Langzeitstudien zur Sicherheit fehlen bislang.
Vagusnerv-Stimulation
Für Patienten mit schwerer, chronischer Depression könnte die Vagusnerv-Stimulation eine Option sein. Diese Therapie verwendet ein chirurgisch implantiertes Gerät, das unter der Haut im Brustbereich platziert wird. Das Gerät sendet kontrollierte elektrische Signale an den linken Vagusnerv, einen wichtigen Kommunikationsweg zwischen Gehirn und inneren Organen.
Die 500 Teilnehmer an der entsprechenden klinischen Studie Washington University School of Medicine hatten im Durchschnitt seit 29 Jahren mit Depressionen gelebt und diverse Behandlungen ohne Erfolg ausprobiert. Etwa drei Viertel der Teilnehmer waren so schwer erkrankt, dass sie nicht arbeiten konnten.
In der Versuchsgruppe, die Behandlung erhielt, zeigten nach einem Jahr rund zwei Drittel der Teilnehmer eine bedeutende Verbesserung in mindestens einem der gemessenen Bereiche Depression, Lebensqualität und Alltagsfunktion. Von diesen konnten wiederum über 80 Prozent ihre Verbesserungen zwei Jahre lang aufrechterhalten oder sogar steigern.
Und selbst ein Drittel der Teilnehmer, die nach dem ersten Jahr keine Verbesserung zeigten, berichteten am Ende des zweiten Jahres von Vorteilen. Dies deutet darauf hin, dass die Therapie bei manchen Menschen länger braucht, um zu wirken. Die Rückfallraten blieben durchweg niedrig, berichten [4] die Forscher im International Journal of Neuropsychopharmacology.
Fortschritte auch bei der Magnetstimulation
Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) ist eine bereits etablierte Behandlung für therapieresistente Depression. Sie nutzt magnetische Impulse, um gezielt Hirnareale zu aktivieren, die mit der Stimmung verbunden sind. Doch normalerweise müssen Patienten sechs bis acht Wochen lang jeden Werktag eine Klinik aufsuchen.
Forscher der University of California testeten nun, ob TMS auch innerhalb eines deutlich kürzeren Zeitplans durchgeführt werden kann. Ihr Ansatz umfasste fünf Sitzungen pro Tag an fünf aufeinanderfolgenden Tagen, bekannt als "5x5"-Protokoll. Die Ergebnisse wurden im Journal of Affective Disorders veröffentlicht [5].
An der Studie nahmen 175 Patienten mit therapieresistenter Depression teil. Unabhängig davon, ob sie das Standardprotoll über sechs Wochen oder das beschleunigte Format durchliefen, erlebten die Patienten signifikante Verbesserungen ihrer depressiven Symptome. Es gab keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den beiden Behandlungsplänen.
Verzögerte Wirkung möglich
Eine bemerkenswerte Beobachtung betraf allerdings die Patienten im beschleunigten Format, die unmittelbar nach Abschluss der Behandlung kaum Fortschritte zeigten. Als die Forscher jedoch zwei bis vier Wochen später nachprüften, zeigten diese Personen eine erhebliche Verbesserung. Dies legt im Umkehrschluss nahe, dass die Bewertung der beschleunigten TMS direkt am Ende der fünf Tage nicht das vollständige Bild zeigt.
Über die Depression hinaus untersuchen Wissenschaftler der UCLA übrigens auch, ob TMS bei anderen Erkrankungen wie Zwangsstörungen und chronische Schmerzen helfen könnte. Mit der Ausweitung der Forschung könnte TMS eine wachsende Rolle in der nächsten Generation hirnbasierter Behandlungen für psychische Gesundheit spielen.
Leiden Sie an Depressionen oder jemand, den Sie kennen? Die Telefonseelsorge bietet rund um die Uhr kostenfrei und anonym Unterstützung unter der Telefonnummer 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222. Weitere Informationen und Hilfsangebote sind online unter telefonseelsorge.de [6] und bei der Deutschen Depressionshilfe [7] verfügbar.
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