US-Regierung und Tech-Konzerne verhandeln über direkte Staatsbeteiligungen an KI-Firmen – mit weitreichenden Folgen für den Markt. Ein Leitartikel.
Erst bauen Tech-Konzerne die Zukunft – jetzt holen sie den Staat ins Boot, um sie gemeinsam zu kontrollieren.
In Washington formiert sich eine Allianz, die das Verhältnis zwischen Staat und Tech-Branche grundlegend verschieben könnte. Wie das Wall Street Journalberichtet [1], diskutieren hochrangige US-Regierungsbeamte seit Anfang vergangenen Jahres darüber, direkte Kapitalbeteiligungen an führenden KI-Unternehmen zu erwerben. Nicht als Regulator von außen – sondern als Investor im System.
Der Impuls dafür kommt ausgerechnet aus dem Herzen der Branche selbst. OpenAI-Chef Sam Altman hat die Idee staatlicher Beteiligungen aktiv vorangetrieben – obwohl sein eigenes Unternehmen zu den ersten gehören würde, die davon betroffen sind. Was wie ein Widerspruch wirkt, ist Kalkül.
Dabei geht es nicht um abstrakte Industriepolitik. Es geht darum, wer Zugriff auf die Gewinne, die Infrastruktur und die Regeln der KI-Ökonomie bekommt. Tech-Konzerne öffnen sich bewusst für staatliche Beteiligung – und holen sich damit nicht nur Kapital, sondern politische Absicherung. Der Preis: Einfluss.
Die offene Frage ist nicht mehr, ob der Staat eingreift, sondern wie tief er bereits im System steckt, wenn die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verwerfungen durch KI, die prognostiziert werden, auch Realität werden.
Dass die Trump-Administration bereits Direktinvestitionen in einzelne Unternehmen angekündigt hat [2] – darunter den Chiphersteller Intel –, wirkt vor diesem Hintergrund nicht wie eine Ausnahme. Der Einstieg bei KI-Entwicklern wäre nur die nächste Stufe.
Altmans Kalkül: Legitimation durch den Staat
Altman arbeitet seit Jahren daran, den Staat in OpenAI einzubinden. Bereits vor dem Start von ChatGPT fragte er bei der US-Regierung in Washington an, ob sie daran interessiert sei, das KI-Labor zu finanzieren.
Im April schlug OpenAI dann die Gründung eines öffentlichen Vermögensfonds vor, der in KI-Unternehmen investieren und die Erträge direkt an Bürger ausschütten soll – auch an jene, die nicht an den Finanzmärkten investiert sind.
Als Vorbild nannte Altman die sogenannten Trump Accounts, eine neue Form steuerbegünstigter Sparkonten für Kinder. Die Botschaft: Wer KI-Gewinne breit verteilt, nimmt der wachsenden öffentlichen Unruhe die Spitze – bevor sie zur politischen Gefahr wird.
OpenAI bereitet Berichten zufolge einen Börsengang mit einer Zielbewertung von rund 850 Milliarden US-Dollar vor. Ein staatliches Gütesiegel signalisiert Stabilität und politische Rückendeckung in einem Markt, der von Volatilität geprägt ist. Altman verschenkt also nichts – er kauft Legitimation.
Sanders' Gegenvorschlag: 50 Prozent für die Öffentlichkeit
Was Altman als freiwillige Partnerschaft rahmt, denkt Senator Bernie Sanders radikal zu Ende. Wie Telepolis jüngst berichtet hat, plant der unabhängige Senator den "American AI Sovereign Wealth Fund Act" [3], der eine einmalige Steuer von 50 Prozent auf das Eigenkapital der größten KI-Firmen vorsieht – zahlbar in Aktien. Betroffen wären OpenAI, Anthropic und Elon Musks xAI.
Sanders' Begründung ist einfach und schwer zu entkräften: KI-Modelle seien auf dem "kollektiven Wissen der Menschheit" trainiert worden – auf Büchern, Musik, Journalismus und wissenschaftlicher Forschung, überwiegend ohne Erlaubnis oder Vergütung.
Der Fonds soll der Regierung Stimmrechte und Vorstandssitze sichern. Erträge würden zunächst als Dividenden an B��rger fließen, später aber auch Bildung, Gesundheit und Wohnraum mitfinanzieren.
Als Vorbilder nennt Sanders den norwegischen Staatsfonds und den Alaska Permanent Fund.
Am Mittwoch traf sich Altman persönlich mit Sanders. Ein Treffen, das die Bruchlinie offenlegt: Altman will kontrollierte Großzügigkeit. Sanders will strukturelle Umverteilung. Beide argumentieren mit demselben Rohstoff – den Daten der Allgemeinheit. Aber nur einer von beiden meint es als Systemwechsel.
Der Staat als Investor und Aufseher zugleich
Die eigentliche Brisanz liegt im Doppelspiel. Eine Regierung, die gleichzeitig reguliert und investiert, gerät in einen strukturellen Interessenkonflikt – und zwar einen, der sich nicht durch gute Absichten auflösen lässt.
Einerseits könnte der Staat über Vorstandssitze direkte Einblicke in Frontier-Modelle erhalten und Sicherheitsauflagen leichter durchsetzen. Andererseits: Ein Staat, der am Unternehmenswert partizipiert, hat wenig Anreiz, denselben durch strenge Regulierung zu schmälern.
Dieses Dilemma ist als "Regulatory Capture" bekannt und aus der Finanzbranche gut dokumentiert.
Und die Parallelen zur Finanzkrise 2008 sind offensichtlich: Auch damals stieg der Staat bei Banken und Autobauern ein – zur Stabilisierung, nicht zur dauerhaften Beteiligung. Die Positionen wurden weitgehend zurückgeführt.
Bei KI-Unternehmen, deren Wert auf immateriellen Gütern wie Algorithmen und Trainingsdaten basiert, wäre ein Ausstieg ungleich komplizierter. Wer einmal drin ist, kommt schwer wieder raus.
Trump stoppte eine geplante stärkere KI-Verordnung mit Verweis auf den Wettbewerb mit China, um kurz darauf eine abgeschwächte Version zu unterzeichnen. Das ist kein Kurs, sondern Improvisation.
Sicherheitsapparat und moralische Autorität
Die Debatte um staatliche KI-Beteiligungen fällt nicht in eine ruhige Phase.
Im Gegenteil: Interne Dokumente von US-Behörden zeigen, dass Homeland Security und FBI einen neuen Phänomenbereich "Anti-Tech-Extremismus" beobachten [5] und vor KI-getriebenen Unruhen warnen.
Die "chaotische Atmosphäre" der kommenden fünf Jahre durch rasante KI-Entwicklung könnte laut einer New Yorker Anti-Terror-Einheit zu "weiträumigen Protesten" führen.
Der Staat bereitet sich also gleichzeitig auf zwei Szenarien vor: Beteiligung an den Gewinnen – und Eindämmung der Wut derjenigen, die von diesen Gewinnen nichts sehen.
Parallel meldet sich der Vatikan zu Wort. Papst Leo XIV. forderte in seiner Enzyklika "Magnifica Humanitas" strenge internationale Richtlinien für KI [6] und stellte die Technologie in den Kontext von Menschenwürde und sozialer Gerechtigkeit.
Die Parallele zur Sozialenzyklika "Rerum Novarum" von 1891, die auf die Verwerfungen der industriellen Revolution reagierte, ist bewusst gewählt. Die Botschaft: Was damals die Dampfmaschine war, ist heute das Sprachmodell.
Konsequenzen für Europa und den KI-Markt
Für europäische Unternehmen wäre ein US-Modell, das Staatsfonds-Logik mit Tech-Beteiligungen verbindet, ein direkter Wettbewerbsnachteil.
Wenn Washington gleichzeitig Eigentümer und Aufseher wird, stärkt das die geopolitische Bindung zwischen US-Regierung und US-KI-Champions auf eine Weise, die Europa nicht replizieren kann – nicht mit dem EU AI Act und nicht mit nationalen Förderprogrammen.
Europäische Anbieter müssten sich deutlich stärker an Brüssel anlehnen, um vergleichbare Skaleneffekte bei Recheninfrastruktur aufzubauen. Ob der politische Wille dafür existiert, ist offen.
Ob Sanders' 50-Prozent-Forderung die verfassungsrechtlichen Hürden in den USA nehmen kann, bleibt fraglich – die Eigentumsgarantien des Fünften Zusatzartikels setzen hohe Schranken. Altmans freiwilliges Modell wäre rechtlich unproblematischer, aber politisch zahnlos.
Klar ist: Beide Vorschläge dokumentieren, dass die Frage nicht mehr lautet, ob der Staat in die KI-Industrie eingreift – sondern wie tief. Und wer am Ende mehr Kontrolle gewinnt: die Konzerne, die den Staat einladen, oder der Staat, der die Einladung annimmt.
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Schweden plant die Lieferung von Gripen-Kampfjets. Entscheidend könnte aber eine andere Waffe sein. Sie bedroht russische Bomber weit hinter der Front.
Die Ukraine könnte schon bald neue Kampfflugzeuge bekommen. Zwei Gripen-Kampfjets standen als Kulisse bereit, als Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am 28. Mai auf dem Luftwaffenstützpunkt Uppsala vor die Kameras traten.
Schweden will der Ukraine bis zu 16 Gripen C/D aus eigenen Beständen überlassen; parallel soll Kiew den Kauf von bis zu 20 Gripen E/F zusagen. Erste Lieferungen [1] sollen Anfang 2027 erfolgen, die neuen E/F bis 2030.
Den Kaufpreis [2] von 2,5 Milliarden Euro will Kiew aus dem europäischen Ukraine-Unterstützungsdarlehen bestreiten. Selenskyj verwies auf das 90-Milliarden-Euro-Paket der EU als Finanzierungsquelle [3]. Die älteren Maschinen gibt Stockholm allerdings nur ab, wenn der Kaufvertrag für die neuen E/F tatsächlich zustande kommt.
Die geplante Bewaffnung
Verteidigungsminister Pål Jonson nannte die geplante Bewaffnung: IRIS-T, AMRAAM und die weitreichende Meteor-Rakete. Selenskyj erwartet ausdrücklich, dass die Gripen C/D mit Meteor geliefert werden.
Vorausgegangen war eine Absichtserklärung vom Oktober 2025, die beide in Linköping unterzeichnet hatten – damals noch über 100 bis 150 Gripen E. Den Kurs begründete Selenskyj persönlich mit Kosten, Wendigkeit und Bedienbarkeit: "Für unsere Armee sind Gripen die Priorität", zitierte ihn Flug Revue.
Saab wies darauf hin, dass für die E/F-Variante noch kein Vertrag unterzeichnet und keine Bestellung eingegangen sei – die Transaktion existiert bislang als Absichtserklärung.
Das Training ukrainischer Piloten und Techniker auf dem Gripen läuft bereits und soll im Herbst ausgeweitet werden.
Warum der Gripen: Konzept und Konstruktionsphilosophie
In den 1980er-Jahren stand für Schwedens Militärplaner eine Frage im Mittelpunkt: Wie kämpft man weiter, wenn der Gegner die eigenen Flugplätze in den ersten Kriegsstunden zerstört hat?
Die Antwort auf diese Bedrohung war das Bas-90-System [4] – kurz für Flygbassystem 90, Schwedens Konzept verteilter Luftwaffenbasen aus den 1980er Jahren: Kampfjets über das ganze Land verteilt, in Wäldern versteckt, startend von Straßenabschnitten, gewartet von kleinen Teams unter freiem Himmel. Diese Überlebensphilosophie steckt bis heute in jedem Detail des Jets.
Der Gripen E startet von Straßenabschnitten mit 500 Metern Länge und 16 Metern Breite und landet auf 600 Metern. Das Triebwerk lässt sich im Wald in einer Stunde wechseln, Wartungsklappen öffnen sich per Knopfdruck, auch mit Winterhandschuhen. Fünf Techniker können den Jet in weniger als 15 Minuten neu betanken und bewaffnen.
Jussi Halmetoja, ehemaliger schwedischer Luftwaffenmajor und heute Berater bei Saab, brachte den Unterschied zu anderen Westjets auf eine einprägsame Zahl: Während der Gripen in rund 15 Minuten wieder einsatzbereit sei, bräuchten F-16, Rafale und Eurofighter dafür dreimal so lang – 45 bis 60 Minuten, sagte er gegenüber dem ukrainischen Portal United24 Media [5]. Vom Alarmruf bis zum Start vergehen beim Gripen unter günstigen Bedingungen weniger als fünf Minuten.
Schwedischer Verteidigungsminister Pål Jonson [6] erklärte die Logik dahinter:
"Der Gripen wurde für ein Land gebaut, das möglicherweise zahlenmäßig unterlegen kämpfen muss, unter Druck und von verteilten Basen aus. Das macht ihn für die Ukraine hochrelevant."
Was Schweden im Kalten Krieg als Planspiel entwickelte, ist in der Ukraine seit 2022 gelebter Alltag. Russland greift die ukrainische Militärinfrastruktur systematisch mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen an. Ein ukrainischer Mirage-Techniker schilderte gegenüber dem Fachportal The War Zone [7] die Realität:
"Gerade sind wir auf einem vorgeschobenen Feldflugplatz, unserem dritten in dieser Woche. Der Feind versucht ständig, unsere Flugzeuge und Ausrüstung zu zerstören."
Die ukrainische Luftwaffe hat unter diesen Bedingungen bereits mit F-16 und Mirage gelernt, von verteilten Standorten zu operieren. Der Gripen ist für genau dieses Konzept konstruiert.
Die Rakete als Kernfrage: Meteor
Was den möglichen Kauf strategisch interessant macht, ist eine Rakete: die Meteor, eine europäische Luft-Luft-Waffe der Firma MBDA, die mit keiner anderen westlichen Rakete vergleichbar ist.
Der entscheidende Unterschied liegt im Antrieb. Während herkömmliche Luft-Luft-Raketen einen Feststoffmotor haben, der nach dem Abschuss abbrennt und das Geschoss im Endanflug immer langsamer werden lässt, hat die Meteor ein Staustrahl-Triebwerk [8], das während des gesamten Fluges Schub erzeugt und gedrosselt werden kann.
Das bedeutet: Die Rakete behält ihre Energie bis kurz vor dem Einschlag – und ein ausweichendes Zielflugzeug hat deutlich weniger Chancen zu entkommen. Fachleute sprechen von einer besonders großen "No-Escape-Zone" – dem Bereich, aus dem kein Manöver mehr hilft.
Offizielle Reichweitenangaben [9] bleiben vage; in offenen Quellen kursieren Werte von deutlich über 100 Kilometern bis etwa 200 Kilometern. Entscheidend ist aber weniger die nominelle Maximalreichweite als die hohe Restenergie im Endanflug.
Zum Vergleich: Die modernste AMRAAM-Variante, die Ukraine derzeit mit ihren F-16 einsetzt, erreicht zwischen 120 und 160 Kilometern. Russlands R-37M-Rakete, die von Su-35 und MiG-31 abgefeuert wird, soll Ziele in bis zu 200 Kilometern Entfernung treffen können – und hat ukrainische Piloten seit Kriegsbeginn immer wieder gezwungen, tief zu fliegen und Umwege zu nehmen.
Genau hier liegt die operative Bedeutung der Meteor für die Ukraine. Russische Su-34-Kampfbomber feuern ihre Gleitbomben derzeit aus 60 bis 100 Kilometern hinter der Front ab, ohne in Reichweite ukrainischer Abwehrsysteme zu geraten, wie der ehemalige estnische Luftwaffenchef Jaak Tarien gegenüber dem estnischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk ERR [10] erklärte.
Die Meteor könnte diese Rechnung verändern – indem sie die Trägerflugzeuge bedroht.
Verstärkt würde diese Fähigkeit durch die Kombination mit den zwei Saab-340-Frühwarnflugzeugen, die Schweden der Ukraine bereits übergeben hat. Diese Maschinen können russische Ziele orten, priorisieren und die Daten direkt an die Gripen-Piloten weiterleiten – und sogar Raketenlenkdaten während des Fluges übermitteln, sodass der Pilot sein eigenes Radar gar nicht einschalten muss. Seit März 2026 gibt es erste Hinweise, dass die Saab 340 bereits über der Ukraine im Einsatz ist.
Meteor steht bislang nur auf Schwedens Lieferliste. Andere europäische Betreiberländer verfügen zwar über eigene Bestände – Frankreich bestellte 200 Raketen, von denen 160 geliefert wurden, Spanien 100, Deutschland mehrere Hundert in verschiedenen Tranchen – doch die verfügbaren Mengen sind begrenzt, wie das ukrainische Fachmagazin Defense Express [11] berichtet. Hersteller MBDA hat angekündigt, die Produktion bis 2026 um rund 40 Prozent zu steigern. Direkte Nachbestellungen für die Ukraine oder Transfers über Partnerländer wären denkbar, gelten aber derzeit als offen.
Was der Gripen für die ukrainische Luftwaffe bedeutet
Die ukrainische Luftwaffe begann den Krieg im Februar 2022 mit rund 100 bis 120 einsatzbereiten Kampfflugzeugen – allesamt sowjetischer Bauart, sagte der ehemalige estnische Luftwaffenchef Jaak Tarien gegenüber ERR [12].
Russland habe seitdem rund 100 bis 110 davon abgeschossen. Dass die Ukraine trotzdem noch ungefähr gleich viele Maschinen im Einsatz habe, liege daran, dass sie aus Flugzeugfriedhöfen ausgemusterte Maschinen reaktiviert und Ersatzteile aus aller Welt zusammengesammelt habe.
Parallel dazu hat die Ukraine begonnen, ihre Flotte systematisch auf westliche Muster umzustellen. Nach Verlusten verfügt sie derzeit über bis zu 39 F-16 [13], geliefert von den Niederlanden und Dänemark. Norwegen hat sechs weitere zugesagt, Belgien bis zu 30 – manche Berichte sprechen sogar von einer Übergabe der gesamten belgischen F-16-Flotte von 53 Maschinen bis 2029. Frankreich hat sechs Mirage 2000-5 zugesagt, drei davon sind bereits geliefert, eine ging bereits verloren.
Realistisch könnte die Ukraine bis Anfang der 2030er-Jahre also zwischen 96 und 129 westliche Kampfflugzeuge im Dienst haben.
In diese Flotte fügen sich nun die Gripen ein. Das Fachportal Army Recognition [14] beschreibt die entstehende ukrainische Luftwaffe als potenziell eine der größten Konzentrationen westlicher Kampfflugzeuge in Europa – mit zwei verschiedenen Technologiegenerationen: Sowjetbestände, F-16 und Mirage 2000-5 stammen aus der späten Kalten-Kriegsära, Gripen E und Rafale F4 gehören einer späteren Generation an, die auf Sensorfusion, digitale Architektur und Vernetzung setzt.
Die wachsende Typenvielfalt bringt allerdings erhebliche logistische Herausforderungen mit sich. Jeder neue Typ bedeutet eigene Ersatzteile, eigene Ausbildung, eigene Bodencrew und eigene Waffenintegration. Für den Gripen müsste eine vergleichbare Infrastruktur erst aufgebaut werden.
Die entscheidende operative Frage
Der Gripen ist konzeptionell das passendste westliche Kampfflugzeug für die ukrainische Kriegsrealität – weil Überlebensfähigkeit am Boden, verteilte Operationen und hohe Einsatzrate unter den Bedingungen des russischen Raketenbeschusses mehr zählen als Spitzenleistung unter Idealbedingungen. Was Schweden im Kalten Krieg als Doktrin entwickelte, ist in der Ukraine seit 2022 militärische Notwendigkeit.
Die entscheidende operative Frage ist dabei weniger der Jet selbst als die Meteor-Rakete. Erst die Kombination aus Gripen, Meteor und den bereits im Einsatz befindlichen schwedischen Saab-340-Frühwarnflugzeugen könnte die russische Gleitbombenkampagne unter Druck setzen – nicht durch direkte Abwehr der Bomben, sondern durch Bedrohung der Trägerflugzeuge.
Der Vergleich mit Himars drängt sich auf: Auch der amerikanische Raketenwerfer hat 2022 den Krieg nicht entschieden, aber russische Kommandeure gezwungen, anders zu planen. Ein ähnlicher Zwang zur Taktikanpassung wäre vom Gripen im Luftkrieg denkbar.
Der Zeitplan bleibt das größte Problem. Die älteren C/D kommen frühestens Anfang 2027, die neuen E/F nicht vor 2030. Ob der Krieg dann noch läuft und in welcher Form, ist offen.
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Drohnenangriffe auf die Verkehrswege zur Krim führen zu Treibstoffengpässen. Während Benzin rationiert wird, wächst der Druck auf Russlands Versorgungslinien.
In der letzten Woche begannen auf der Halbinsel Krim erste Probleme mit Benzin und Diesel, nachdem die ukrainischen Streitkräfte großflächige Drohnenangriffe auf die Verkehrswege des Landkorridors zur Halbinsel geflogen hatten – darunter auf die Autobahn "Noworossija". Dabei gerieten auch Tanklastwagen ins Visier; es wurde über den Tod eines LKW-Fahrers berichtet [1].
Wie lange kann die Halbinsel diese Lage durchhalten – und was bedeutet die Situation für den weiteren Kriegsverlauf?
Unsichere Versorgungslage und Verkaufsbeschränkungen
Falls verfügbar, wird Benzin derzeit in Mengen von 20 Litern pro Person und Tag abgegeben. Der Gouverneur der Republik Krim Sergej Aksjonow, kündigte an, dass ab dem 31. Mai vorrangig kommunale und soziale Verkehrsmittel mit 95-Oktan-Benzin versorgt werden sollen. Als voraussichtlichen Zeitraum für die Normalisierung der aktuellen Lage nannte er 30 Tage.
Inzwischen wurden auf Telegram-Kanälen mit Krim-Bezug Fotos und Videos von Tanklastwagen veröffentlicht, die auf den Schnellstraßen der Halbinsel unterwegs waren.
Allerdings ist es inzwischen verboten worden, diese Art von LKWs zu dokumentieren, um Sicherheitsrisiken zu minimieren. Über Fotos und Videos könnten etwa in Echtzeit Standortdaten entsprechender Fahrzeuge abgefangen werden.
Die russische Regierung untersagte [2] zudem – zunächst bis Ende November – die Ausfuhr von Kerosin mit dem Ziel "eine zuverlässige und unterbrechungsfreie Versorgung des Binnenmarktes mit Treibstoff sicherzustellen".
Angriffe auf russische Energieinfrastruktur
Obwohl die Ukraine ihre Angriffe auf Teile der russischen Öl- und Kraftstoffinfrastruktur in den letzten Wochen fortsetzte, verfügt die Russische Föderation aktuell über ausreichend Treibstoff für die Eigenversorgung. Das eigentliche Problem besteht darin, dass die ukrainischen Streitkräfte ihre Angriffe auf den von Russland besetzten Landkorridor zur Krim verstärkt haben – vor allem auf die Straßen rund um Mariupol. Dabei werden etwa speziell per Drohnen Minen verlegt.
Laut Medienberichten schrieben [3] russische Militärkorrespondenten ferner von Angriffen mit Hornet-Drohnen auf die Straße Mariupol–Donezk. Bei diesen "Midstrikes" (auch "Middlestrikes") handelt es sich in der militärischen Berichterstattung um Drohnenangriffe im mittleren Bereich. Diese Drohnen halten die Verbindung zum Operator, um Ziele in 30 bis 200 Kilometern Entfernung visuell zu erfassen und präzise anzugreifen.
Auch in ukrainischen militärbezogenen Telegram-Kanälen tauchten ähnliche Berichte über sogenannte "Midstrikes" auf, in denen angegeben wird, dass ukrainische Streitkräfte Angriffe auf die zuvor relativ sicheren Straßen Mariupol–Taganrog und Mariupol–Wolnowacha geflogen haben.
Diese Situation hat die Kraftstofflieferungen auf die Halbinsel, die zum größten Teil über Land erfolgten, erheblich erschwert. Kraftstoff kann grundsätzlich mit Tanklastwagen über den Eisenbahnteil der Krim-Brücke transportiert werden. Doch nach vergangenen Angriffen und häufigen Angriffsversuchen auf die Brücke ist der Transport von Kraftstoff dort derzeit nur in Ausnahmefällen erlaubt.
Für Versorgungsengpässe sorgen ferner die Eisenbahnfähren "Konro Trader", "Avangard" und "Slavianin", die Berichten zufolge derzeit nicht in Betrieb sind. Eisenbahnfähren sind speziell für den Transport von Eisenbahnwagen auf Eisenbahnfährverbindungen konstruierte Schiffe.
Mit ihnen wurde Kraftstoff über die Straße von Kertsch transportiert – doch sie waren in den Jahren 2024 und 2026 aufgrund ihrer möglichen Nutzung für militärische Transporte Angriffen der ukrainischen Streitkräfte ausgesetzt.
Ausmaß und Lösungsansätze
Inwiefern die derzeitigen Angriffe zum kritischen Problem für die Versorgung der russischen Armee einerseits und für die Zivilbevölkerung der Halbinsel andererseits werden, wird sich zeigen. Gelingt es der Ukraine die Angriffe auf um ein Vielfaches zu verstärken, könnten ernsthafte Probleme entstehen.
Wie viele Angriffe auf die Straßen des Landkorridors gegenwärtig tatsächlich erfolgreich sind, bleibt unklar. Doch reicht allein die Bedrohung aus, dass Fahrer und Transportunternehmen sich weigern, auf den Straßen im entsprechenden Gebiet zu fahren.
Als mögliche Lösungen für die Kraftstoffprobleme auf der Krim gelten daher die Aufhebung der Beschränkungen für den Transport von Tanklastwagen sowie die Durchfahrt von Tanklastzügen über die Krim-Brücke, wobei die Versicherung für die Spediteure staatlicherseits übernommen werden müsste. Zudem könnte der Transport von Kraftstoff über den Landkorridor durch das Militär oder den Katastrophenschutz erfolgen, um private Unternehmen zu ersetzen.
Wettlauf der Drohnen-Technologien
Grundsätzlich ist anzumerken, dass Russland seinerseits schon vor längerer Zeit mit systematischen Angriffen auf die ukrainische operative Logistik begonnen hat. Seit mehreren Monaten erfolgt bereits eine Reihe von Angriffen auf Eisenbahnstrecken und Tankstellen in den Frontgebieten sowie Lastkraftwagen.
Für solche Angriffe setzen [4] das russische Militär verschiedene Mittel ein: darunter modernisierte FPV-Drohnen für Angriffe mit einer Reichweite von 30 bis 50 Kilometern, neueste Versionen des unbemannten Luftfahrzeugs "Lanzet" mit bis zu 80 Kilometern Reichweite sowie Drohnen des Typs "Italmas", die Schätzungen zufolge Angriffe aus einer Entfernung von bis zu 150 Kilometern realisieren können.
Somit sind die ukrainischen Aktivitäten im operativen Hinterland der russischen Streitkräfte im Grunde eine Reaktion auf ähnliche russische Aktionen. Es wird nun entscheidend, welche Seite in einer Reihe von Schlüsselparametern die Oberhand gewinnen wird; so bei der Fähigkeit, Angriffe zu skalieren, bei der Steigerung der Produktion oder der Beschaffung benötigter Drohnen, bei deren Qualität und Navigation, bei der genauen Zielaufklärung sowie bei der Entwicklung von Abwehrmaßnahmen.
Im Russland-Ukraine-Krieg haben die bisherigen Erfahrungen gezeigt, dass neue Entwicklungen, die regelmäßig als sogenannte "Game-Changer" interpretiert und präsentiert werden, meist relativ schnell verpuffen; etwa weil Gegenmaßnahmen entwickelt werden oder die andere Seite über ähnliche Fähigkeiten verfügt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Russland die Treibstoffversorgung der Krim umorganisieren kann, bevor die Engpässe ein kritisches Ausmaß erreichen.
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Entwickler können begonnene VS-Code-Chats nun auf anderen Geräten fortführen und OpenAI- sowie Anthropic-Modelle erhalten ein vergrößertes Kontextfenster.
Microsoft bringt in Version 1.123 von Visual Studio Code weitere neue Features für den Umgang mit großen Sprachmodellen. Dazu gehören synchronisierte Chat-Sessions über mehrere Geräte hinweg, ein vergrößertes Kontextfenster für spezielle Modelle und die Möglichkeit, multiple Agenten-Fenster parallel zu öffnen.
Synchronisierte (Agenten-)Chats
Als neue Standardfunktion synchronisiert Visual Studio Code nun Chat-Sessions zum GitHub-Account seiner Nutzerinnen und Nutzer, inklusive aller lokalen Agenten-Sessions. Wie Microsoft betont, seien die synchronisierten Chats privat, außer wenn Nutzer sie explizit teilen. Auf github.com erscheinen die Chats im Agents-Tab eines Repositories und lassen sich durchsuchen [1].
Wer die Synchronisierung nicht nutzen will, setzt die auf Organisationsebene bestehende Einstellung chat.sessionSync.enabled auf false.
Agentenvergleich auf einen Blick
Das Preview-Feature Agents Window hat eine neue Funktion erhalten: Neben einer geöffneten Agenten-Session lässt sich nun eine zusätzliche in „Side by Side“-Ansicht öffnen. Um eine weitere Session zu öffnen, wählen Entwicklerinnen und Entwickler im Kontextmenü einer Session innerhalb der Session-Liste Open to the Side aus, ziehen die gewünschte Session per Drag & Drop in den Sessions-Ansichtsbereich oder wählen sie bei gedrückter Alt-Taste aus.
Dabei ist zu beachten, dass jeweils nur eine der sichtbaren Sessions aktiv ist. Eine neue ausgewählte Session wird automatisch zur aktiven Session View, außer wenn die vorherige Session angepinnt wurde. Das Anpinnen erfolgt über die Pin-Aktion in der oberen rechten Ecke der View.
VS Code 1.123: Zwei Agenten-Sessions – hier eine Claude-Opus-4.8- und eine Claude-Sonnet-4.6-Session – lassen sich nebeneinander betrachten.
(Bild: Microsoft)
Ein weiteres Update betrifft das Kontextfenster unterstützter Anthropic- und OpenAI-Modelle: Es kann nun eine Million Token umfassen. Diese Erweiterung soll es Usern ermöglichen, mit deutlich größeren Codebasen zu arbeiten sowie längere Konversationen zu führen, ohne wichtigen Kontext einzubüßen.
Dabei handelt es sich nicht um die einzigen Updates im Bereich KI von Microsoft: Im Rahmen der in dieser Woche stattgefundenen Hauskonferenz Microsoft Build wurde unter anderem eine eigenständige Desktopanwendung für GitHub Copilot [3] vorgestellt.
LINQ-Operationen sind nun auch auf Mengen des Typs IAsyncEnumerable möglich.
IAsyncEnumerable<T> ist die in .NET Core 3.0 eingeführte asynchrone Variante von IEnumerable<T>. Sie ermöglicht asynchrone Streams: das schrittweise, nicht-blockierende Iterieren über Daten, die asynchron bereitgestellt werden.
LINQ-Operationen auf IAsyncEnumerable<T> erforderten bisher das NuGet-Paket System.Linq.Async. Nun ist diese Funktionalität im Kern von .NET verfügbar.
Folgender Code nutzt Where() und OrderBy() mit IAsyncEnumerable<T>:
namespace NET10_Console.FCL;
using System.Collections.Generic;
using System.Runtime.CompilerServices;
using System.Threading;
using System.Threading.Tasks;
public readonly record struct Kabinettsmitglied(string Name, string Amt);
/// <summary>
/// LINQ auf IAsyncEnumerable<T> erforderte bisher NuGet-Paket System.Linq.Async
/// </summary>
public class FCL10_LINQAsyncEnumerable
{
public async Task Run()
{
CUI.Demo(nameof(FCL10_LINQAsyncEnumerable));
// Hole Personen im Bundeskabinett
var datenquelle = new Bundeskabinett().GetAll();
// Asynchrone Iteration mit LINQ (Filtern und optional Sortieren)
// Achtung: .OrderBy(x=>x.Name) führt dazu, dass foreach auf das letzte Element warten muss --> Vorteil von async entfällt :-(
await foreach (var person in datenquelle.Where(x => x.Amt.Contains("ministerin")))
{
Console.WriteLine(DateTime.Now.ToLongTimeString() + ": " + person);
}
}
public class Bundeskabinett
{
/// <summary>
/// Liefert alle Mitglieder des Bundeskabinetts (Stand: 21.09.2025) als Async-Stream.
/// Quelle: Bundesregierung.de (siehe Code-Kommentar).
/// </summary>
public async IAsyncEnumerable<Kabinettsmitglied> GetAll(
[EnumeratorCancellation] CancellationToken cancellationToken = default)
{
// Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskabinett
var daten = new List<Kabinettsmitglied>
{
new("Friedrich Merz", "Bundeskanzler"),
new("Lars Klingbeil", "Bundesminister der Finanzen"),
new("Alexander Dobrindt", "Bundesminister des Innern"),
new("Dr. Johann Wadephul", "Bundesminister des Auswärtigen"),
new("Boris Pistorius", "Bundesminister der Verteidigung"),
new("Katherina Reiche", "Bundesministerin für Wirtschaft und Energie"),
new("Dorothee Bär", "Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt"),
new("Dr. Stefanie Hubig", "Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz"),
new("Karin Prien", "Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend"),
new("Bärbel Bas", "Bundesministerin für Arbeit und Soziales"),
new("Dr. Karsten Wildberger", "Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung"),
new("Patrick Schnieder", "Bundesminister für Verkehr"),
new("Carsten Schneider", "Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit"),
new("Nina Warken", "Bundesministerin für Gesundheit"),
new("Alois Rainer", "Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat"),
new("Reem Alabali Radovan", "Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung"),
new("Verena Hubertz", "Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen"),
new("Thorsten Frei", "Bundesminister für besondere Aufgaben / Chef des Bundeskanzleramtes"),
};
foreach (var m in daten)
{
cancellationToken.ThrowIfCancellationRequested();
yield return m;
await Task.Delay(200); // Simuliere etwas Wartezeit
await Task.Yield(); // sorgt für echte Asynchronität beim Streamen
}
}
}
}
Der Screenshot zeigt die Ausgabe ohne Sortierung zu verschiedenen Zeitpunkten – direkt nach dem Eintreffen der Daten (Abb. 1).
Der Screenshot zeigt die Ausgabe mit Sortierung zu verschiedenen Zeitpunkten – es gab eine Wartezeit vor der ersten Ausgabe (Abb. 2).
Ein Praxisbeispiel dazu: Folgender Code zeigt die Ausführung einer Reihe von HTTP-Aufrufen mit asynchroner Ausgabe der Ergebnisse via Task.WhenEach(). Hier ist nun ein Filtern mit Where() oder eine Sortierung mit OrderBy() möglich. Diese blockiert jedoch – wie üblich – die Weiterverarbeitung, bis das letzte Ergebnis vorliegt, und beeinträchtigt damit den Vorteil der asynchronen Ausführung.
public async Task Run()
{
CUI.Demo(nameof(FCL10_LINQAsyncEnumerable));
Console.WriteLine($"{DateTime.Now.ToLongTimeString()}: Starte Websiteabfragen...");
using HttpClient http = new();
Task<HttpResponseMessage> t1 = http.GetAsync("https://www.CNN.com");
Task<HttpResponseMessage> t2 = http.GetAsync("https://microsoft.com");
Task<HttpResponseMessage> t3 = http.GetAsync("https://www.dotnetframework.de");
Task<HttpResponseMessage> t4 = http.GetAsync("https://www.dotnet-lexikon.de");
Task<HttpResponseMessage> t5 = http.GetAsync("https://www.dotnet9.de");
Task<HttpResponseMessage> t6 = http.GetAsync("https://www.dotnet10.de");
Task<HttpResponseMessage> t7 = http.GetAsync("https://www.web.de");
// Liste aus Tasks
List<Task<HttpResponseMessage>> taskList = new() { t1, t2, t3, t4, t5, t6, t7 };
// WhenEach() gibt es seit .NET 9.0
IAsyncEnumerable<Task<HttpResponseMessage>> taskList2 = Task.WhenEach(taskList);
// NEU in .NET 10.0: LINQ auf IAsyncEnumerable<T>
taskList2 = taskList2.Where(x => x.Result.RequestMessage.RequestUri.ToString().Contains("dot"));
taskList2 = taskList2.OrderBy(x => x.Result.RequestMessage.RequestUri.Host);
await foreach (Task<HttpResponseMessage> t in taskList2)
{
try
{
Console.WriteLine($"{DateTime.Now.ToLongTimeString()}: {t.Status} {t.Result?.RequestMessage?.RequestUri} = {t?.Result?.StatusCode}"); // Status des HTTP-Aufrufs
}
catch (Exception ex)
{
CUI.Warning(ex);
}
}
}
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Mit Eufymakes UV-Drucker können wir alle möglichen Materialien bedrucken – neben Tassen und Holz unter anderem auch Legosteine.
Mit dem Eufymake E1 lassen sich zahlreiche Materialien bedrucken.Bild:
Martin Wolf/Golem
Ein UV-Tintendrucker ist eine clevere Sache: Die flüssige Tinte härtet aus, wenn sie mit UV-Licht bestrahlt wird – wie bei einem UV-3D-Drucker. Es werden allerdings keine Teile gedruckt, sondern Gegenstände bedruckt. Eufymake verspricht, dass das mit dem Eufymake E1 besonders einfach sein soll und Druckhöhen bis 5 mm möglich sind.
Wir haben mit dem Drucker reichlich Materialien verschönert: Tassen, Leinwände, Holzpanels – und Legosteine. Die Ergebnisse sind beeindruckend, es gibt zahlreiche interessante Einsatzmöglichkeiten.
Der Eufymake E1 ist mit 590 x 407 x 250 mm und 20 kg für einen UV-Drucker relativ kompakt. Der Aufbau ist einfach: Nachdem wir den E1 ausgepackt, aufgestellt und eingestöpselt haben, installieren wir einen Filter, die Reinigungskassette und die Tintenpatronen. Dabei hilft uns eine gut verständliche, bebilderte Anleitung. Die Tintenpatronen werden in Öffnungen auf der Oberseite gesteckt, wo sie federgelagert einrasten.
Tintensystem mit einfach zu wechselnden Patronen
Der E1 verwendet Patronen für die Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Zusätzlich gibt es eine Weiß-Kartusche, der beim Druck besondere Bedeutung zukommt – dazu gleich mehr. Die sechste Kartusche enthält einen Glanzlack, der Drucke im Licht schimmern lässt. Ohne diesen Lack sind die Drucke matt, was manchmal auch gewollt sein kann.
Bild 1/28: Die Kamera des Eufymake E1 von unten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/28: Der Eufymake E1 ist für einen UV-Drucker recht unauffällig designt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/28: Mit dem kleinen Flachbett kann der Drucker geschlossen verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/28: Beide Seiten können geöffnet werden. Der Anschluss erlaubt die Nutzung verschiedener Druckbetten und anderer Adapter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/28: Mit dem Standardflachbett muss der E1 mit geöffneten Seiten verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/28: Das Standardflachbett ist groß genug, um etwa Bilder damit zu bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/28: Mit dem Rotationsaufsatz lassen sich Tassen und Becher bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/28: Das kleine Flachbett eignet sich gut für Druckmaterialien wie Kühlschrankmagneten. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/28: Der Anschluss für die verschiedenen Druckbetten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/28: Der Rotationsaufsatz wird einfach auf den Anschluss gesetzt und fixiert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/28: Tassen können einfach in den Aufsatz eingespannt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/28: Der Druckkopf von oben (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/28: Über eine Kamera erkennt der E1 das Druckmaterial. Nutzer können das zu druckende Element dann per WYSIWYG platzieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/28: Die Halterung des Rotationsaufsatzes (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/28: Mit Lasern misst der E1 Höhe und Ausrichtung von Druckmaterialien. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/28: Die UV-Tinte ist in Patronen untergebracht, die nicht zum Nachfüllen gedacht sind. Der Wechsel ist kleckerfrei. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/28: Der E1 verwendet vier Patronen für die CMYK-Farben sowie eine für Weiß und eine für Glanzbeschichtung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/28: Die Reinigung erfolgt automatisch, kann aber auch über die App manuell ausgelöst werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/28: Mit dem Eufymake E1 lassen sich zahlreiche Materialien bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/28: Großformatige Holzbilder zeigen tolle Farben. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/28: Über die Eufymake-App lässt sich ein Relief einstellen, das von der Anwendung selbst berechnet wird. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/28: Auch beim Nachdruck eines impressionistischen Gemäldes imitiert der E1 die Struktur gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/28: Auch Becher lassen sich problemlos bedrucken - sie müssen aber in den Rotationsaufsatz passen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/28: Beim Probedruck können wir einen New-York-Kühlschrankmagneten drucken - mit schönem Reliefeffekt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/28: Auch eine Mauer lässt sich mit Struktur auf Lego drucken - der Traum eines jeden Tabletop-Spielers. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/28: Die Steine lassen sich nach dem Bedrucken noch auseinandernehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/28: Glatte Materialien wie diese Tassen sollten vorher mit einem Haftgrund beschichtet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/28: Ansonsten löst sich der Aufdruck recht leicht, wie hier zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Die weitere Installation erfolgt über die Eufymake-App, in der auch die 3D-Drucker des Herstellers verwaltet werden. Die App ist unverzichtbar für die Einrichtung; auch wenn wir später das übersichtlichere PC-Programm verwenden, müssen wir die Einrichtung samt Netzwerkverbindung über die App erledigen. Eine Ersteinrichtung über den PC ist nicht möglich.
Das Basispaket des E1 wird mit einem kleinen Flachbett und dem größeren Standard-Flachbett geliefert. Die kleine Druckplatte erlaubt einen Druckbereich von 330 x 90 mm und passt komplett in den E1, so dass die beiden Seitentüren beim Drucken geschlossen werden können.
Der Platz für Druckmaterialien ist aber natürlich begrenzt. Auf das größere Flachbett mit einem Druckbereich von 420 x 330 mm passen auch Leinwände, Metallplatten und andere größere Objekte. Anders als die kleine Druckplatte wird die große durch einen Motor zusätzlich auch in der Horizontalen bewegt.
Der Wechsel zwischen den Druckplatten ist einfach: Wir müssen einen kleinen Hebel an der Basishalterung im Drucker nach links schieben, dann lassen sich die Platten einfach abheben. Auf die Halterung passen auch weitere Druckaufsätze: Es gibt noch einen Rotationsaufsatz und einen DTF-Laminieraufsatz. Auch dazu später mehr.
Nach der Ersteinrichtung lässt uns die App einen Testdruck vornehmen, und zwar auf einem der drei mitgelieferten Kühlschrankmagneten aus einem Steingutmaterial. Wir wählen das Motiv New York, das wir dank des Kameravorschaubilds in der Eufymake-App in wenigen Sekunden ausgerichtet haben. Die Vorschau ermöglicht einen WYSIWYG-Arbeitsfluss, der Anfängern die Nutzung des Eufymake E1 erleichtert.
Das Bedrucken des Magneten dauert nur ein paar Minuten. Dabei zeigt das Gerät direkt eine seiner interessantesten Fähigkeiten: die Möglichkeit, nicht nur flach, sondern auch in Reliefs zu drucken. Die kleine Freiheitsstatue hebt sich dadurch sehr gut vom Hintergrund ab, sie wird mit mehr Lagen weißer UV-Tinte als Basis gedruckt als die übrigen Teile des Motivs.
Entsprechend verbrauchen Relief- oder auch Texturdrucke weniger Farbe, als zu vermuten wäre. In der Regel haben wir am meisten weiße Tinte verbraucht, da sie sowohl als Basis verwendet als auch mit den Farben vermischt wird. Je nach Druckprojekt wird auch relativ viel von der Glanztinte verwendet.
Eufymake-App errechnet Texturen automatisch
Als Nächstes bedrucken wir einen Untersetzer, der aus dem gleichen Steingutmaterial gefertigt ist. Das funktioniert auch mit dem von uns selbst gewählten Motiv problemlos. Wir haben dem Untersetzer von der Eufymake-App automatisiert eine Textur verpassen lassen: Das Programm hat den Schriftzug erhaben gedruckt, was wir genau so wollten.
Bild 1/28: Die Kamera des Eufymake E1 von unten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/28: Der Eufymake E1 ist für einen UV-Drucker recht unauffällig designt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/28: Mit dem kleinen Flachbett kann der Drucker geschlossen verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/28: Beide Seiten können geöffnet werden. Der Anschluss erlaubt die Nutzung verschiedener Druckbetten und anderer Adapter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/28: Mit dem Standardflachbett muss der E1 mit geöffneten Seiten verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/28: Das Standardflachbett ist groß genug, um etwa Bilder damit zu bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/28: Mit dem Rotationsaufsatz lassen sich Tassen und Becher bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/28: Das kleine Flachbett eignet sich gut für Druckmaterialien wie Kühlschrankmagneten. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/28: Der Anschluss für die verschiedenen Druckbetten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/28: Der Rotationsaufsatz wird einfach auf den Anschluss gesetzt und fixiert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/28: Tassen können einfach in den Aufsatz eingespannt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/28: Der Druckkopf von oben (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/28: Über eine Kamera erkennt der E1 das Druckmaterial. Nutzer können das zu druckende Element dann per WYSIWYG platzieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/28: Die Halterung des Rotationsaufsatzes (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/28: Mit Lasern misst der E1 Höhe und Ausrichtung von Druckmaterialien. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/28: Die UV-Tinte ist in Patronen untergebracht, die nicht zum Nachfüllen gedacht sind. Der Wechsel ist kleckerfrei. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/28: Der E1 verwendet vier Patronen für die CMYK-Farben sowie eine für Weiß und eine für Glanzbeschichtung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/28: Die Reinigung erfolgt automatisch, kann aber auch über die App manuell ausgelöst werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/28: Mit dem Eufymake E1 lassen sich zahlreiche Materialien bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/28: Großformatige Holzbilder zeigen tolle Farben. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/28: Über die Eufymake-App lässt sich ein Relief einstellen, das von der Anwendung selbst berechnet wird. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/28: Auch beim Nachdruck eines impressionistischen Gemäldes imitiert der E1 die Struktur gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/28: Auch Becher lassen sich problemlos bedrucken - sie müssen aber in den Rotationsaufsatz passen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/28: Beim Probedruck können wir einen New-York-Kühlschrankmagneten drucken - mit schönem Reliefeffekt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/28: Auch eine Mauer lässt sich mit Struktur auf Lego drucken - der Traum eines jeden Tabletop-Spielers. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/28: Die Steine lassen sich nach dem Bedrucken noch auseinandernehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/28: Glatte Materialien wie diese Tassen sollten vorher mit einem Haftgrund beschichtet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/28: Ansonsten löst sich der Aufdruck recht leicht, wie hier zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Grundsätzlich funktioniert diese automatische Textur sehr gut: In der Regel erkennt das Druckprogramm Bildinhalte gut und baut eine passende Textur ein. Das kann ein erhabener Schriftzug sein, aber auch eine Bildstaffelung wie beim New-York-Kühlschrankmagneten. Ein Holzbild mit dem Comic-Konterfei eines Hundes etwa hat die Automatik gut aufgebaut.
Es ist auch möglich, eine KI-Reliefstruktur mithilfe von KI-Guthaben erstellen zu lassen. Die wichtigsten Bereiche und Einstellungen des Eufymake-Druckprogramms sind kostenlos verfügbar, einige kreative Funktionen kosten aber Credits. Ein Relief etwa kostet 5 Credits. Im kostenlosen Nutzungsplan, der mit der Anmeldung in der Anwendung inkludiert ist, bekommen Nutzer pro Monat 200 Credits. Wer den UV-Drucker nicht professionell mit den KI-Funktionen verwendet, sollte mit dem Guthaben auskommen.
Wir haben außerdem in zahlreichen Anwendungsfällen festgestellt, dass die Nicht-KI-Funktionen besser funktionieren als jene, die gegen KI-Credits erhältlich sind – etwa bei der Textur. Die Eufymake-App ermöglicht es auch, gegen Credits KI-Bilder generieren zu lassen. Die Ergebnisse sind für unser Dafürhalten schlechter, als wenn wir sie mit Gemini oder ChatGPT erstellen würden.
Eufymake bietet eine Menge an Verbrauchsmaterialien an: Neben Untersetzern und Kühlschrankmagneten sind das unter anderem Thermosbecher, Leinwände sowie Holz- und Metalltafeln. Größere Druckvorlagen wie die Holz- und Metalltafeln lassen sich mit dem Standard-Druckbett bedrucken. Für Thermosbecher oder Tassen gibt es einen Rotationsaufsatz.
Er wird am gleichen Anschluss montiert wie die Druckbetten. Die Thermosbecher werden in den Mechanismus eingespannt; grundsätzlich ist das auch mit anderen Bechern oder Flaschen möglich. Allerdings ist es wichtig, dass das Gefäß nach dem Einspannen nicht nach rechts oben schräg in der Halterung liegt.
Diese passt nämlich die Ausrichtung des Druckguts so an, dass die Oberfläche parallel zum Druckkopf verläuft. Das ist wichtig, da Motive grundsätzlich nur auf horizontal ausgerichtete Oberflächen gedruckt werden können. Ist ein Becher nach dem Einspannen auf der rechten Seite zu hoch, kann der Rotationsaufsatz das nicht mehr ausgleichen.
Laser vermessen das Druckmaterial
Die Ausrichtung erfolgt mithilfe einer Lasermessung, die prinzipiell auch bei anderen Druckmaterialien die Ausrichtung und die Höhe ermittelt. Ein auf ein Druckbett gelegtes Material darf nicht dicker sein als 60 mm, die maximale Druckhöhe beträgt 5 mm. Die Druckhöhe können wir in der Eufymake-App einstellen, um etwa einen Reliefeffekt abzuschwächen (oder zu verstärken).
Bild 1/28: Die Kamera des Eufymake E1 von unten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/28: Der Eufymake E1 ist für einen UV-Drucker recht unauffällig designt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/28: Mit dem kleinen Flachbett kann der Drucker geschlossen verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/28: Beide Seiten können geöffnet werden. Der Anschluss erlaubt die Nutzung verschiedener Druckbetten und anderer Adapter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/28: Mit dem Standardflachbett muss der E1 mit geöffneten Seiten verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/28: Das Standardflachbett ist groß genug, um etwa Bilder damit zu bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/28: Mit dem Rotationsaufsatz lassen sich Tassen und Becher bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/28: Das kleine Flachbett eignet sich gut für Druckmaterialien wie Kühlschrankmagneten. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/28: Der Anschluss für die verschiedenen Druckbetten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/28: Der Rotationsaufsatz wird einfach auf den Anschluss gesetzt und fixiert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/28: Tassen können einfach in den Aufsatz eingespannt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/28: Der Druckkopf von oben (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/28: Über eine Kamera erkennt der E1 das Druckmaterial. Nutzer können das zu druckende Element dann per WYSIWYG platzieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/28: Die Halterung des Rotationsaufsatzes (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/28: Mit Lasern misst der E1 Höhe und Ausrichtung von Druckmaterialien. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/28: Die UV-Tinte ist in Patronen untergebracht, die nicht zum Nachfüllen gedacht sind. Der Wechsel ist kleckerfrei. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/28: Der E1 verwendet vier Patronen für die CMYK-Farben sowie eine für Weiß und eine für Glanzbeschichtung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/28: Die Reinigung erfolgt automatisch, kann aber auch über die App manuell ausgelöst werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/28: Mit dem Eufymake E1 lassen sich zahlreiche Materialien bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/28: Großformatige Holzbilder zeigen tolle Farben. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/28: Über die Eufymake-App lässt sich ein Relief einstellen, das von der Anwendung selbst berechnet wird. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/28: Auch beim Nachdruck eines impressionistischen Gemäldes imitiert der E1 die Struktur gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/28: Auch Becher lassen sich problemlos bedrucken - sie müssen aber in den Rotationsaufsatz passen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/28: Beim Probedruck können wir einen New-York-Kühlschrankmagneten drucken - mit schönem Reliefeffekt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/28: Auch eine Mauer lässt sich mit Struktur auf Lego drucken - der Traum eines jeden Tabletop-Spielers. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/28: Die Steine lassen sich nach dem Bedrucken noch auseinandernehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/28: Glatte Materialien wie diese Tassen sollten vorher mit einem Haftgrund beschichtet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/28: Ansonsten löst sich der Aufdruck recht leicht, wie hier zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Der Thermosbecher von Eufymake lässt sich problemlos bedrucken, das Motiv hält auch einwandfrei auf der etwas raueren Oberfläche. Achten müssen Nutzer allerdings darauf, wie weit der Druck an den Rand reicht, wo die Lippen den Becher berühren: Die UV-Tinte ist nicht lebensmittelecht, wie uns der Hersteller mitteilt. Einen bedruckten Teller sollte man entsprechend nur als Deko verwenden und nicht davon essen.
Bei einer glatten Tasse aus Keramik hält der Druck hingegen nicht zuverlässig – Teile haben sich bei uns wieder gelöst. Eufymake weist auf seinen Hilfeseiten darauf hin, dass derartige Untergründe mit einem speziellen Haftuntergrund behandelt werden müssen. Es gibt ihn direkt von Eufymake, mitgeliefert wird er allerdings nicht.
Wir müssen außerdem beachten, ob wir ein hartes oder ein weiches Material bedrucken wollen. Je nachdem müssen wir harte oder weiche weiße Tinte verwenden. Wird ein flexibles Material wie etwa eine Leinwand oder Stoff bedruckt, würde die weiße Standardtinte brechen, sobald das Material gebogen wird. Bei flexibler Tinte passiert das nicht.
Eufymake-App weist auf notwendigen Tintenwechsel hin
Beim Druck geben wir immer an, welches Material wir bedrucken wollen; die Eufymake-App weist uns dann im Zweifel darauf hin, dass wir die weiße Tinte wechseln müssen. Das ist schnell erledigt: Wir entfernen die Standardtinte und schieben die Kartusche mit der flexiblen Tinte in die Halterung.
Danach muss der Drucker die neue Tinte allerdings zunächst wieder in den Druckkopf einfüllen, was um die acht Minuten dauert. Dieser Vorgang muss grundsätzlich durchgeführt werden. Dadurch wird verhindert, dass die Tinte im Druckkopf austrocknet und ihn verstopft.
Die von uns bedruckte Leinwand lässt sich von hinten berühren, ohne dass die getrocknete Tinte bricht. Wir haben ein impressionistisches Gemälde drucken lassen, um die Struktur zu testen. Der Eufymake E1 hat die Pinselstriche Monets natürlich nicht perfekt imitiert, vor allem bei Blumen ist der Effekt aber verblüffend. Dem Bild wurde ein Glanzfinish verpasst, was es noch mehr wie ein Ölgemälde wirken lässt.
Etwas nervig ist der Umstand, dass der E1 uns mehrfach vor dem Start eines neuen Drucks darauf hingewiesen hat, dass wir die weiße Tinte gewechselt hätten - obwohl wir seit dem Wechsel bereits mehrfach gedruckt hatten. Der Drucker musste dann angeblich erst die Tinte in den Druckkopf einspritzen, obwohl wir das nach dem Start des Gerätes bereits erledigt hatten.
Überspringen lässt sich der Schritt nicht. Wir haben das Gefühl, dabei eine Menge kostbarer Tinte verschwendet zu haben – ganz zu schweigen von der Zeit. Wir haben am Ende zweimal um die acht bis zehn Minuten gewartet, bis der Drucker schließlich einsatzbereit war.
App ermöglicht zahlreiche Druckeinstellungen
In der Eufymake-App können wir neben Reliefs auch andere Strukturen einstellen, etwa Leder. Die Anwendung schlägt uns dann vor, in welcher Konfiguration wir drucken sollten. So können wir mit unterschiedlich vielen weißen Untergrundschichten drucken, oder auch nur in CMYK ohne Untergrund. Das haben wir etwa bei den weiß beschichteten Bechern gemacht, die wir nur mit einem flachen Motiv bedrucken wollten.
Bild 1/28: Die Kamera des Eufymake E1 von unten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/28: Der Eufymake E1 ist für einen UV-Drucker recht unauffällig designt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/28: Mit dem kleinen Flachbett kann der Drucker geschlossen verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/28: Beide Seiten können geöffnet werden. Der Anschluss erlaubt die Nutzung verschiedener Druckbetten und anderer Adapter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/28: Mit dem Standardflachbett muss der E1 mit geöffneten Seiten verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/28: Das Standardflachbett ist groß genug, um etwa Bilder damit zu bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/28: Mit dem Rotationsaufsatz lassen sich Tassen und Becher bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/28: Das kleine Flachbett eignet sich gut für Druckmaterialien wie Kühlschrankmagneten. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/28: Der Anschluss für die verschiedenen Druckbetten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/28: Der Rotationsaufsatz wird einfach auf den Anschluss gesetzt und fixiert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/28: Tassen können einfach in den Aufsatz eingespannt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/28: Der Druckkopf von oben (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/28: Über eine Kamera erkennt der E1 das Druckmaterial. Nutzer können das zu druckende Element dann per WYSIWYG platzieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/28: Die Halterung des Rotationsaufsatzes (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/28: Mit Lasern misst der E1 Höhe und Ausrichtung von Druckmaterialien. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/28: Die UV-Tinte ist in Patronen untergebracht, die nicht zum Nachfüllen gedacht sind. Der Wechsel ist kleckerfrei. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/28: Der E1 verwendet vier Patronen für die CMYK-Farben sowie eine für Weiß und eine für Glanzbeschichtung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/28: Die Reinigung erfolgt automatisch, kann aber auch über die App manuell ausgelöst werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/28: Mit dem Eufymake E1 lassen sich zahlreiche Materialien bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/28: Großformatige Holzbilder zeigen tolle Farben. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/28: Über die Eufymake-App lässt sich ein Relief einstellen, das von der Anwendung selbst berechnet wird. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/28: Auch beim Nachdruck eines impressionistischen Gemäldes imitiert der E1 die Struktur gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/28: Auch Becher lassen sich problemlos bedrucken - sie müssen aber in den Rotationsaufsatz passen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/28: Beim Probedruck können wir einen New-York-Kühlschrankmagneten drucken - mit schönem Reliefeffekt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/28: Auch eine Mauer lässt sich mit Struktur auf Lego drucken - der Traum eines jeden Tabletop-Spielers. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/28: Die Steine lassen sich nach dem Bedrucken noch auseinandernehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/28: Glatte Materialien wie diese Tassen sollten vorher mit einem Haftgrund beschichtet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/28: Ansonsten löst sich der Aufdruck recht leicht, wie hier zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Eine weiße Grundierung ist immer dann hilfreich, wenn der Untergrund nicht durchscheinen soll, etwa bei den Holztafeln. In der Anwendung können wir zahlreiche weitere Einstellungen vornehmen, die den Druck optimieren sollen. Zu Anfang kann das etwas überwältigend sein, vor allem zusammen mit den zahlreichen Dingen, die Nutzer bei verschiedenen Druckmaterialien beachten müssen. Der Hilfebereich von Eufymake erklärt aber viele Details sehr gut.
Mit dem Eufymake E1 lassen sich auch Objekte bedrucken, die nicht in den Drucker passen. Dazu zählen neben zu großen Gegenständen auch Tassen und Becher, die der Rotationsaufsatz nicht in die Horizontale bringen kann. Für diese Fälle lassen sich Aufkleber drucken, über die das Motiv auf das jeweilige Objekt gebracht werden kann.
Dafür wird ein Papier mit einer Klebeschicht bedruckt. Anschließend wird der Druck vorsichtig in ein spezielles Laminiergerät geschoben, das eine Folie aufträgt. Dann wird die Papierrückseite entfernt und der Aufkleber auf dem gewünschten Objekt platziert. Ziehen wir schließlich die auflaminierte Schutzfolie ab, hält der Druck am Objekt.
Übertragung von gedruckten Decals erfordert etwas Übung
Das erfordert etwas Übung, da wir sicherstellen müssen, dass das Motiv knitterfrei und ohne Blasen aufgetragen wird. Beim Abziehen der Folie nach dem Auftragen ist Vorsicht geboten, da der Druck sich sonst lösen kann. Eufymake legt der Laminiermaschine eine gute Anleitung für den ersten Start bei, außerdem findet sich auf den Hilfeseiten ein weiteres Tutorial mit Fotos.
Neben den bei Eufymake selbst erhältlichen Verbrauchsmaterialien lassen sich mit dem E1 viele weitere Dinge bedrucken – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Ein Anwendungszweck, der uns direkt bei der Vorstellung des Druckers in den Sinn gekommen ist, sind Klemmbausteine.
Mit einer Auflösung von 1440p ist der E1 genau genug, um auch kleine Objekte zu bedrucken. Vor allem Lego, aber auch andere Klemmbausteinhersteller verwenden für ihre Bausets mittlerweile oft Aufkleber statt Aufdrucke. Mit einem guten Scanner würden sie sich problemlos einscannen und anschließend auf die Steine drucken lassen. Bei gewölbten Elementen, die der Drucker nicht selbst bedrucken kann, kann der Druck mit der Laminiermaschine übertragen werden.
Auch eigene Designs lassen sich auf Klemmbausteine drucken. Ein Kollege brachte uns zudem auf einen weiteren interessanten Einsatzzweck: Tabletop-Spiele. Mit dem E1 lassen sich mithilfe von Fotos etwa realistisch wirkende Mauern auf Objekte drucken.
Tabletop-Spiele lassen sich mit realistischen Elementen bestücken
Wir haben in einem kleinen Test Klemmbausteine und den Druck eines Mauerfotos kombiniert und so eine Mauer aus Feldsteinen mit realistisch wirkender Struktur auf Legosteine gedruckt. Die Struktur hat der E1 selbst hinzugefügt. Das Ergebnis wirkt sehr realistisch und dürfte ein Tabletop-Szenario stark aufwerten.
Bild 1/28: Die Kamera des Eufymake E1 von unten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/28: Der Eufymake E1 ist für einen UV-Drucker recht unauffällig designt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/28: Mit dem kleinen Flachbett kann der Drucker geschlossen verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/28: Beide Seiten können geöffnet werden. Der Anschluss erlaubt die Nutzung verschiedener Druckbetten und anderer Adapter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/28: Mit dem Standardflachbett muss der E1 mit geöffneten Seiten verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/28: Das Standardflachbett ist groß genug, um etwa Bilder damit zu bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/28: Mit dem Rotationsaufsatz lassen sich Tassen und Becher bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/28: Das kleine Flachbett eignet sich gut für Druckmaterialien wie Kühlschrankmagneten. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/28: Der Anschluss für die verschiedenen Druckbetten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/28: Der Rotationsaufsatz wird einfach auf den Anschluss gesetzt und fixiert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/28: Tassen können einfach in den Aufsatz eingespannt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/28: Der Druckkopf von oben (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/28: Über eine Kamera erkennt der E1 das Druckmaterial. Nutzer können das zu druckende Element dann per WYSIWYG platzieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/28: Die Halterung des Rotationsaufsatzes (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/28: Mit Lasern misst der E1 Höhe und Ausrichtung von Druckmaterialien. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/28: Die UV-Tinte ist in Patronen untergebracht, die nicht zum Nachfüllen gedacht sind. Der Wechsel ist kleckerfrei. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/28: Der E1 verwendet vier Patronen für die CMYK-Farben sowie eine für Weiß und eine für Glanzbeschichtung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/28: Die Reinigung erfolgt automatisch, kann aber auch über die App manuell ausgelöst werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/28: Mit dem Eufymake E1 lassen sich zahlreiche Materialien bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/28: Großformatige Holzbilder zeigen tolle Farben. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/28: Über die Eufymake-App lässt sich ein Relief einstellen, das von der Anwendung selbst berechnet wird. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/28: Auch beim Nachdruck eines impressionistischen Gemäldes imitiert der E1 die Struktur gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/28: Auch Becher lassen sich problemlos bedrucken - sie müssen aber in den Rotationsaufsatz passen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/28: Beim Probedruck können wir einen New-York-Kühlschrankmagneten drucken - mit schönem Reliefeffekt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/28: Auch eine Mauer lässt sich mit Struktur auf Lego drucken - der Traum eines jeden Tabletop-Spielers. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/28: Die Steine lassen sich nach dem Bedrucken noch auseinandernehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/28: Glatte Materialien wie diese Tassen sollten vorher mit einem Haftgrund beschichtet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/28: Ansonsten löst sich der Aufdruck recht leicht, wie hier zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Auf seiner Webseite bewirbt Eufymake den UV-Drucker explizit auch für die professionelle Nutzung. Wer im Bereich Merchandise/personalisierte Geschenke oder im künstlerischen Bereich tätig ist, kann mit dem Eufymake E1 zahlreiche Projekte realisieren – von selbst gestalteten Tassen, Anhängern und Handyhüllen bis hin zu Metall- oder Holzpostern.
Eufymake führt auf seiner Webseite einige Rechenbeispiele an, die sich schlecht nachprüfen lassen – vor allem, was den Einsatz der Tinte betrifft. Das liegt vor allem auch daran, dass die Kosten für die Tinte je nach Qualität des Drucks sowie der Anzahl der Schichten unterschiedlich sind.
Wir haben daher selbst nachgerechnet. Für ein Holzbild im Format 39,8 x 29,8 cm haben wir in der höchsten Druckqualität mit Reliefdruck – also dem Einsatz zahlreicher weißer Schichten sowie einer Glanzschicht – insgesamt 45,9 ml Tinte verbraucht. Genau nach Farben aufschlüsseln müssen wir die Tinte für unsere Berechnung nicht, da jede Patrone 43 Euro kostet.
Druckkosten hängen von vielen Faktoren ab
Bei einer Füllmenge von 100 ml pro Patrone kostet uns der Druck des großen Bildes also 19,73 Euro plus die Kosten für die Holzplatte. Die Platten sind bei Eufymake direkt nur im Bundle mit anderen Materialien für 300 Euro erhältlich. Bei anderen Händlern, zum Beispiel Amazon, sind derartige Holzleinwände je nach Größe für unter 20 Euro zu bekommen.
Für unsere kleine Legomauer haben wir nur 0,96 ml an Tinte verbraucht – der Druck hat uns also 41 Cent gekostet. Das Gemälde auf Leinwand verbrauchte 38,19 ml – wie bei den anderen großformatigen Drucken vor allem Weiß. Das entspricht Druckkosten von 16,42 Euro plus den Kosten für eine Leinwand. Die gibt es ebenfalls günstig im Onlinehandel.
Eine Tasse mit einem einzelnen Motiv hat uns 0,12 ml an Tinte gekostet, also 5 Cent. Sechs Tassen haben wir im Set für knapp 18 Euro gekauft, pro Tasse kommen also noch 3 Euro hinzu. Nicht im Preis inbegriffen ist die notwendige Untergrundbehandlung pro Tasse, die preislich aber nicht viel ausmachen sollte. Wenn man bedenkt, zu welchem Preis eine individuell bedruckte Tasse verkauft werden kann, sieht das nach einer guten Marge aus.
Die Wartung des E1 ist über die App oder das PC-Programm durchführbar und verläuft automatisiert. In unserem Test hatten wir diesbezüglich keine Probleme.
Der Eufymake E1 kostet im Starterset 2.500 Euro. Darin enthalten sind der Drucker samt Druckbetten und drei Kühlschrankmagneten sowie ein komplettes Tintenset und eine Reinigungskartusche. Das Rotationsdruckset kostet 2.900 Euro und kommt mit dem Rotationsaufsatz.
Ebenfalls 2.900 Euro kostet das Laminiergeräte-Set, das mit dem Laminiergerät und 25 Druckbögen sowie Laminierfolie kommt. Das Deluxe-Set kostet 3.300 Euro und beinhaltet den Rotationsaufsatz sowie das Laminiergerät samt 25 Druckbögen und Laminierfolie.
Das Basic-Material-Set kostet 300 Euro und beinhaltet fünf Leinwände, fünf Holzplatten, zwei Metallwandbilder, zehn Untersetzer und ein Lichtkunstset. Im Deluxe-Material-Set für 460 Euro sind zusätzlich noch Druckbögen und Laminierfolie, zwei schmale Becher, zwei Standardbecher und zwei Reisebecher enthalten.
Fazit
Der Eufymake E1 ist ein einfach zu bedienender UV-Drucker mit einer Menge Zubehör und einem komfortablen Tintensystem. Verglichen mit anderen UV-Druckern ist der E1 relativ günstig – ein Epson SC-V1000 etwa kostet im Onlinehandel über 7.800 Euro und bietet eine kleinere Druckfläche.
Den Einstieg vom Auspacken zum ersten Druck macht Eufymake mit Anleitungen und Tutorials relativ einfach. Auch die Smartphone-App sowie das PC-Programm sind übersichtlich gestaltet – wobei wir den Drucker auch gerne ohne die Smartphone-App mit einem PC nutzen können würden.
Bild 1/28: Die Kamera des Eufymake E1 von unten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/28: Der Eufymake E1 ist für einen UV-Drucker recht unauffällig designt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/28: Mit dem kleinen Flachbett kann der Drucker geschlossen verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/28: Beide Seiten können geöffnet werden. Der Anschluss erlaubt die Nutzung verschiedener Druckbetten und anderer Adapter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/28: Mit dem Standardflachbett muss der E1 mit geöffneten Seiten verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/28: Das Standardflachbett ist groß genug, um etwa Bilder damit zu bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/28: Mit dem Rotationsaufsatz lassen sich Tassen und Becher bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/28: Das kleine Flachbett eignet sich gut für Druckmaterialien wie Kühlschrankmagneten. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/28: Der Anschluss für die verschiedenen Druckbetten (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/28: Der Rotationsaufsatz wird einfach auf den Anschluss gesetzt und fixiert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/28: Tassen können einfach in den Aufsatz eingespannt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/28: Der Druckkopf von oben (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/28: Über eine Kamera erkennt der E1 das Druckmaterial. Nutzer können das zu druckende Element dann per WYSIWYG platzieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/28: Die Halterung des Rotationsaufsatzes (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/28: Mit Lasern misst der E1 Höhe und Ausrichtung von Druckmaterialien. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/28: Die UV-Tinte ist in Patronen untergebracht, die nicht zum Nachfüllen gedacht sind. Der Wechsel ist kleckerfrei. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/28: Der E1 verwendet vier Patronen für die CMYK-Farben sowie eine für Weiß und eine für Glanzbeschichtung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/28: Die Reinigung erfolgt automatisch, kann aber auch über die App manuell ausgelöst werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/28: Mit dem Eufymake E1 lassen sich zahlreiche Materialien bedrucken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/28: Großformatige Holzbilder zeigen tolle Farben. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/28: Über die Eufymake-App lässt sich ein Relief einstellen, das von der Anwendung selbst berechnet wird. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/28: Auch beim Nachdruck eines impressionistischen Gemäldes imitiert der E1 die Struktur gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/28: Auch Becher lassen sich problemlos bedrucken - sie müssen aber in den Rotationsaufsatz passen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/28: Beim Probedruck können wir einen New-York-Kühlschrankmagneten drucken - mit schönem Reliefeffekt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/28: Auch eine Mauer lässt sich mit Struktur auf Lego drucken - der Traum eines jeden Tabletop-Spielers. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/28: Die Steine lassen sich nach dem Bedrucken noch auseinandernehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/28: Glatte Materialien wie diese Tassen sollten vorher mit einem Haftgrund beschichtet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/28: Ansonsten löst sich der Aufdruck recht leicht, wie hier zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Die kreativen Möglichkeiten sind mit dem E1 riesig: Spätestens über den Umweg der Laminierfolie lässt sich im Grunde alles bedrucken. Direkte Drucke sind dabei wesentlich unkomplizierter: Wir legen das Druckstück einfach in den Printer und lassen den E1 seine Arbeit machen. Fehldrucke sind selten und in unserem Fall auch eigene Schuld.
Eufymake bietet selbst eine Reihe von Verbrauchsmaterialien an, bis auf die Tinte lassen sie sich aber auch woanders kaufen. Der Tintenverbrauch hat uns überrascht, vor allem bei der CMYK-Tinte: Wir haben bei unseren Drucken hauptsächlich Weiß verbraucht. Bei flachen Drucken sind die reinen Tintenkosten niedriger, als wir vorher gedacht hätten.
Die Zielgruppe des Eufymake E1 dürften Professionals sein, die individualisierte Geschenke verkaufen. Aber auch für Künstler ist der UV-Drucker interessant. Selbst für Privatpersonen, die alle möglichen Dinge als Hobby bedrucken wollen, ist der E1 angesichts des relativ niedrigen Preises und der einfachen Wartung interessant.
Anthropic steht kurz vor einem milliardenschweren Börsengang – und warnt nun erneut vor zu schneller KI-Entwicklung.
Anthropic hat unter seinem Chef Dario Amodei immer wieder die zu schnelle Entwicklung von KI kritisiert.Bild:
Chance Yeh/Getty Images for HubSpot
Das KI-Startup Anthropic hat erneut vor einer zu schnellen Entwicklung leistungsfähiger KI-Modelle gewarnt. In einem Blogbeitrag fordert das Unternehmen eine weltweite Pause oder zumindest Verlangsamung bei der KI-Entwicklung.
Grund ist die Sorge vor Systemen, die sich selbst entwickeln und optimieren können; Anthropic spricht von "recursive self-improvement", also rekursiver Selbstoptimierung. Die Befürchtung, dass Entwickler irgendwann KI-Modelle schaffen, die sich selbst weiterentwickeln und dabei nicht zu stoppen sind, ist unter zahlreichen KI-Wissenschaftlern verbreitet.
Anthropic sprach in der Vergangenheit wiederholt vor den Gefahren zu schneller KI-Entwicklung. Aktuell sei noch ein Zeitfenster offen, die zu schnelle Entwicklung einer zu starken, sich selbst optimierenden KI zu verhindern – oder zumindest in geordneten Bahnen verlaufen zu lassen.
Weltweite Anstrengung von Entwicklern notwendig
Dafür ist Anthropic zufolge aber eine koordinierte Anstrengung der weltweit führenden KI-Unternehmen notwendig. Um zu verhindern, dass Nachzügler eine Entwicklungspause ausnutzten, um sich an die Spitze der Entwicklung zu schieben, müsse es wirkungsvolle Kontrollmechanismen geben.
Darin sieht Anthropic eine Herausforderung: Wenn nur ein Unternehmen eine Entwicklungspause machte, hätte dies kaum nennenswerte Auswirkungen – ein anderes Lab würde sich dann einfach an die Spitze schieben.
Anthropic verweist auf andere weltweite Kontrollmechanismen, etwa den INF-Vertrag. Diese hätten aber Jahrzehnte für die Umsetzung gebraucht – so viel Zeit habe man aktuell nicht. In den kommenden Monaten will Anthropic mit anderen Politikern, Wissenschaftlern, Vertretern der Zivilgesellschaft und KI-Unternehmen sprechen, inwieweit die Entwicklung selbstoptimierender KI‑Systeme reguliert werden könne.
Der Golem-Blick
Anthropic schreibt sich eine sichere Entwicklung von KI seit jeher auf die Fahnen. Das Unternehmen weigerte sich etwa, seine Modelle für bestimmte militärische Einsatzzwecke für die US-Regierung freizugeben. Das brachte Anthropic eine Einstufung als "nationales Lieferkettenrisiko" ein. Auch Anthropic-Chef Dario Amodei warnte in der Vergangenheit vor einer sogenannten Superintelligenz.
Dabei ging es ihm wie im aktuellen Fall darum, ob die Menschheit mit einer solch mächtigen KI umgehen könne. Amodei und Anthropic denken: nein. Gleichzeitig ist Anthropic nach dem jüngsten Funding wertvoller als OpenAI (g+). Inwieweit die Vorsicht bei der Entwicklung dem Unternehmen nützen oder schaden wird, bleibt abzuwarten.
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Was ist da los auf der Computex? c't 3003 hat den KI-Sirenengesängen widerstanden und fasst rational die Messe zusammen.
Trotz der allgegenwärtigen KI-Massenpsychose gab es auf der Computex natürlich auch Produkte ohne KI. c’t 3003 hat die interessantesten herausgesucht.
Transkript des Videos
(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)
Guckt mal hier, ich bin hier auf der Computex in Taiwan und was ich überhaupt nicht verstehe: Hier gibt es überhaupt nichts zum Thema KI! Scherz, es ist geradezu absurd, wie viel KI-Zeug einem hier begegnet. Das ist fast wie eine Karikatur. Ich wäre mir nicht mehr sicher, ob es überhaupt einen einzigen Stand gibt, wo nicht irgendwo AI dransteht. Und wie das eben so ist mit solchen Überhypes: Alle denken, sie müssen mitmachen. Wie hier zum Beispiel, der erste agentische Monitor. Ja, puh, ich habe zwischendurch wirklich laut lachen müssen – zeige ich euch gleich.
Tatsächlich hat man hier auf der Computex manchmal das Gefühl, als würde man direkt in ein KI-Rechenzentrum reingehen. Was ja auch Sinn ergibt, denn alle Firmen wollen da offenbar auch rein, also in das KI-Server-Business, weil gerade absurd viel Geld in den Bau von KI-Rechenzentren fließt. Dann werden die PC-Komponenten für Nicht-Rechenzentrum-Produkte knapp und teuer, vor allem Speicher. Weshalb immer weniger Privatleute PCs kaufen – ein Teufelskreis. Und hier auf der Computex sieht man nun, wie alle versuchen, um das KI-Ramageddon drumherum zu arbeiten. Wie kreativ die Branche das macht, seht ihr in diesem Video und außerdem auch noch ein paar andere sehr interessante Produkte hier auf der Computex. Bleibt dran.
Liebe Hackerinnen, liebe Internetsurfer, herzlich willkommen hier bei...
Ja, die Computex in Taiwan nannte sich ja mal die größte Computermesse der Welt. Ruhe in Frieden, CeBIT. Aber wenn man heute auf die Website geht, dann steht da gar nichts von Computern. Also, nur noch hinter AI steht „AI and Computing“. Und sonst steht da nur, Computex ist die führende globale Messe, fokussiert auf AIoT and Startups. AIoT, hä? Artificial Intelligence of Things. Ganz ehrlich, das habe ich vorher noch nie gehört. Aber okay, liegt vielleicht an mir. Egal, rein hier in die Computex zusammen mit meinen ganzen heise-Kolleginnen und Kollegen. Wir sind hier nämlich dieses Jahr mit einem riesigen Team aufgeschlagen. Nice!
Notebooks mit 8 GByte RAM
Für mich war auf jeden Fall die größte Überraschung, dass es hier große Notebook-Neuvorstellungen gab, die tatsächlich standardmäßig mit 8 GB RAM in den Handel kommen. Noch vor einem Jahr gab es 8 GB nur in der absoluten Billig-Klasse für weniger als 100 Euro. Ab der Mittelklasse waren 16 GB Standard. Und nun gibt es das Acer Swift Air 14, das kommt in Europa für 800 Euro und zwar ausschließlich mit 8 GB, weil um die Preise niedrig zu halten, wird die Hauptplatine in hohen Stückzahlen nur in einer Konfiguration gefertigt, eben mit aufgelöteten 8 GB. So ist halt die Realität, kann man Acer jetzt auch nicht vorwerfen, die Firmen müssen um das KI-Ramageddon halt herum improvisieren. Auch Apple, die ja ihr offenbar ziemlich erfolgreiches MacBook Neo auch mit 8 GB für 700 Euro anbieten. Und Acer will da ziemlich offensichtlich in dieser MacBook-Neo-Zielgruppe wildern, das sieht man auch an der Werbung, die ja schon ein bisschen an Apple erinnert.
Fühlt sich auf jeden Fall wertig an, also mit Alu-Gehäuse und so, aber das Acer Swift Air 14 kostet 100 Euro mehr als das Neo, dafür gibt's aber einen Inch mehr Display-Diagonale, es gibt bessere Anschlüsse, nämlich zweimal USB-C mit vollem Thunderbolt 4 und einer USB-A-Buchse. Beim MacBook Neo gibt es nur zweimal USB-C mit jeweils USB 3 und USB 2, also sehr abgespeckt. Und das Acer-Display macht 120 Hertz, bei Apple gibt es nur 60. Das Problem ist nur: 8 GB unter Windows 11 und unter macOS fühlen sich möglicherweise dann doch anders an. Also, wenn ihr viele Tabs im Browser offen habt, dann werden beide Betriebssysteme mit so wenig Speicher in die Knie gehen. Aber generell würde ich dann doch sagen, dass Windows 11 Stand heute mit 8 GB weniger gut zurechtkommt als macOS.
Auch Dell zeigt mit dem XPS 13 einen MacBook-Neo-Konkurrenten. Das hat auch ein Alu-Gehäuse, kostet wohl auch 800 Euro in Europa mit 8 GB RAM, hat aber auch zumindest 120 Hz und sogar eine beleuchtete Tastatur. Trotzdem, kurze c't 3003-Empfehlung: Kauft euch keinen Computer mit 8 GB RAM. Wenn ihr nicht so viel Geld ausgeben könnt oder wollt, dann nehmt lieber was Gebrauchtes.
Handhelds und RTX Spark
Ja, und neue PC-Handhelds gab es auch, zum Beispiel das Asus ROG Ally X20 mit fettem 7,4-Zoll-OLED-Display und AMD Ryzen AI Z2 Extreme oder das MSI Claw 8 EX AI+ – kurzer Einschub, ohne AI geht es nicht, auch in den Typbezeichnungen – mit dem Intel-Konkurrenten Arc G3 und 9-Zoll-LC-Display. Das sind eigentlich interessante Geräte, finde ich, aber weil da eben so viel RAM drin ist, also 24 bzw. sogar 32 GB, werden die Teile voraussichtlich so teuer werden, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sich viele Menschen so etwas zulegen werden. Ja, ist leider so.
Das Gleiche gilt auch für die auf jeden Fall meistdiskutierten Computer auf der Computex, nämlich die ersten Notebooks mit Nvidia-CPU und -GPU, den RTX-Spark-Rechnern. Also das mit den Preisen ist eine Prognose von uns, weil es gab so gut wie keine Infos zu den Teilen bislang, obwohl wirklich jeder relevante Notebook-Hersteller so ein Teil angekündigt hat und die auch schon im Herbst kommen sollen. Mein c't-Kollege Florian hat auf der Messe zumindest ein bisschen mehr herausgefunden, als die Hersteller sagen wollten. Zum Beispiel, dass er davon ausgeht, dass der große Nvidia-Notebook-Chip Codename N1X um die 45 bis 85 Watt verheizen darf. Das Kühlsystem im Microsoft Surface Laptop Ultra mit dem N1X ist sogar auf 110 Watt ausgelegt. Es wird aber auch eine abgespeckte Version des ATX Spark Chips geben, der heißt dann N1, also ohne X. Der wird sich so im Bereich 18 bis 45 Watt tummeln.
Und die große Frage ist jetzt natürlich: Wie wird die Akkulaufzeit? Weil die quasi Desktop-Version des RTX Spark, also der DGX Spark, den haben wir schon getestet, und da haben wir damals im Leerlauf schon 20 Watt gemessen. Das wird also auf jeden Fall interessant.
Tandem-OLEDs (matt!)
Apropos interessant: Ich fand die schönen OLED-Monitore, die man hier wirklich an jeder Ecke sehen kann, bemerkenswert. Das Besondere ist, dass die nicht mehr wie noch in der Vergangenheit nur in recht dunkler Umgebung gut aussehen, sondern dass sie helligkeitsmäßig richtig reinballern. Tandem ist das Stichwort. Das bedeutet, dass zwei oder sogar mehr organische Leuchtschichten übereinander liegen und so mehr Helligkeit bringen. Laut den Herstellern sinkt damit auch das Einbrennen-Risiko, was ja bei OLED immer ein Thema ist. Zwei Hersteller bauen diese OLED-Panels, nämlich einmal Samsung – da heißen die QD-OLED, also Quantum Dots OLED – und einmal LG. Was auch neu ist: Es gibt OLED-Monitore jetzt in sehr, sehr vielen Größenklassen. Das war in der Vergangenheit ja noch ziemlich begrenzt.
Kurios fand ich zum Beispiel den ROG Strix OLED XG259QWPG, der als eSports-Monitor vermarktet wird, mit 24,5 Zoll für OLED sehr klein ist und tatsächlich nur 1080p Auflösung zeigt, dafür aber 540 Hertz hat. Was mich bei OLEDs immer ein bisschen genervt hat: Die haben immer gespiegelt. MSI hatte jetzt aber auf der Computex so ein Apple-Studio-Display-mäßiges Gerät am Start – mit OLED, 27 Zoll, 4K, 120 Hertz und mattiert. Der Preisbereich wird wohl so um die 650 Euro sein.
Der KI-Drache
Ich habe ja am Anfang von unnützen KI-Funktionen geredet. MSI hat tatsächlich den ersten agentischen KI-QD-OLED-Monitor der Welt am Start. Der Punkt ist, dass man da halt einen PC anschließen kann, auf dem OpenClaw beziehungsweise die von MSI angepasste Variante namens Lucky Claw läuft. Und der kann dann Parameter des Monitors ändern. Also, statt den Knopf für die Helligkeit zu drücken, kann ich meinem Claw-Assistenten texten: „Mach mal Helligkeit höher“ – oder per Sprache halt. Ich sage mal, das macht mein Leben jetzt nicht unbedingt besser.
MSI hatte mit dem MEG Vision X2 AI+ auch direkt einen Komplett-PC am Start, auf dem LuckyClaw nicht nur vorinstalliert ist, sondern wo auch im Gehäuse so ein Display eingebaut ist, wo dann so ein animiertes Hologramm – also LC-Display – mit diesem MSI-Drachen. Und mit dem kann man dann auch sprechen. Konkret hatten die das auf der Computex so eingestellt, dass OpenClaw mit dem chinesischen Cloud-KI-Modell Minimax lief und die Sprachausgabe über 11 Labs. Und bei der Stimme, da hat MSI also, ich sage mal, nicht unbedingt die entspannteste Variante ausgesucht.
Keno: Warum sprichst du denn nicht immer so laut?
MSI-LuckyClaw-Drachenfigur (sehr laut und aufgeregt): Hallo, alles klar bei mir? Danke der Nachfrage, warum ich nicht laut spreche, das ist einfach mein Stil. Freundlich und zugänglich. Ich will dir helfen, nicht dich überfahren. Klar und pragmatisch. Ich bringe es auf den Punkt, ohne drumherum. Positiv und unterstützend. Egal ob Gaming-Laptop oder Business-PC, ich bin auf deiner Seite. Professionell. Ich bin zwar ein KI-Assistent, aber ich soll trotzdem menschlich rüberkommen. Lautstärke ist nicht mein Ding. Lieber bin ich der ruhige, verlässliche Typ, der dir bei MSI-Produkten ehrlich weiterhilft. Gibt's was Bestimmtes, wobei ich dir helfen kann? Ob Technikfrage, Produktempfehlung oder einfach ein bisschen Smalltalk. Ich bin hier.
Und generell: Man sollte eine sowieso potenziell gefährliche Software wie OpenClaw, die nahezu täglich Sicherheitsupdates bekommt, vielleicht nicht in einer Variante eines anderen Herstellers verwenden, bei der die Updates nicht zeitgleich durchgereicht werden. Wäre jetzt meine Einschätzung. Aber der Drache ist natürlich ganz niedlich. Was meint ihr? Gerne in die Kommentare schreiben. Mehr über die Computex gibt es übrigens auch bei unserem 4004-Podcast, auch hier auf dem Channel und überall, wo es Podcasts gibt. Tschüss!
c't 3003 [1] ist der YouTube-Channel von c't. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11319224
Derzeit lassen sich auf dem iPhone keine zwei Apps gleichzeitig anzeigen. Aus chinesischen Quellen heißt es nun, dass sich das ändern könnte.
Zu den Funktionen, die es bei Android seit Jahren [1] gibt, unter iOS aber nicht, gehört der sogenannte Splitscreen- oder auch Mehrfenstermodus. Während iPadOS mittlerweile ein nahezu vollständiges WIndow-Management [2] hat, kann man auf dem iPhone immer nur eine App gleichzeitig anzeigen. Mit iOS 27 könnte sich das nun ändern, behauptet zumindest ein bekannter Leaker aus Asien. Allerdings sind auch hierfür angeblich Einschränkungen vorgesehen. Ob die Vorhersage stimmt, wird sich vermutlich schon am Montag zeigen: Dann präsentiert Apple iOS 27 auf der Entwicklerkonferenz WWDC [3] zum ersten Mal.
Zwei Apps nebeneinander, aber nur in der Horizontalen
Wie der Weibo-Leaker Fixed Focus Digital, der in der Vergangenheit mehrfach richtig lag, schreibt [4], plant Apple eine Art „Parallel View“ für iOS. Dabei lassen sich, wenn das Smartphone im Querformat verwendet wird, zwei Anwendungen gleichzeitig anzeigen. „Parallel View“ findet sich bereits im HarmonyOS-Betriebssystem von Huawei, wie Apple die Funktion nennen wird, bleibt unklar. Offenbar hat Apple vor, sich an den ersten einfachen Multitasking-Funktionen in iPadOS zu orientieren, die es seit mehreren Jahren gibt. Ein echtes Fenstersystem für das iPhone ist zunächst nicht vorgesehen.
Interessanterweise wäre die Technik dazu da: Einem Bastler war es im vergangenen Jahr gelungen, ein Jailbreaking-iPhone mit einem Derivat von iPadOS [5] auszustatten und dadurch dann zu „fensterln“. Es handelt sich also um eine reine Feature-Entscheidung von Apple. Die Hardware wäre für diesen Ansatz durchaus schnell genug. Käme die Splitscreen-Funktion auf regulären iPhones, gäbe es allerdings das Problem, dass die meisten Apps für das Hochformat gestaltet sind. Wie diese dann im Quadratformat dargestellt würden, was bei einer horizontalen Splitscreen-Variante der Fall wäre, bleibt offen.
Vielleicht auch nur für das iPhone Ultra
Wahrscheinlicher ist, dass Fixed Focus Digital mit der neuen Funktion ein Feature des kommenden iPhone Ultra [6] beschreibt. Apples erstes Foldable, das für September erwartet wird, soll laut früherer Berichte [7] im aufgeklappten Zustand erlauben, zwei Apps im „Side-by-side“-Modus zu nutzen, wie er einst beim iPad (vor dem besseren Window-Management) eingeführt wurde.
Hier wäre es dann einfach, zwei iPhone-Apps gleichzeitig anzuzeigen, denn Platz ist ausreichend vorhanden – trotz des von Apple offenbar angestreben „Pass“-Formates [8].
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11318622
Die neue Version 5.01 der Google-Health-App erhält dem Unternehmen zufolge [3] Optimierungen in vier Bereichen: Ernährung, Fitness und Bewegung, Schlaf und allgemeine Verbesserungen.
Zum Bereich Ernährung schreibt Google in seiner Ankündigung, dass Nutzerinnen und Nutzer nun zuvor erstellte benutzerdefinierte Lebensmittel anzeigen und protokollieren können. Das Hinzufügen neuer benutzerdefinierter Lebensmittel sei „in Kürze verfügbar“.
Weiter ziehen Erklärungen und Anleitungen zur Festlegung von Makronährstoffzielen in die App ein. Auch Probleme bei der Erfassung von Mahlzeiten aus Drittanbieter-Apps wie MyFitnessPal, Cronometer und LoseIt über Apple Health [4]seien behoben worden. Unter anderem habe die App fälschlicherweise Mahlzeiten als „Sonstiges“ anstelle der korrekten Bezeichnung gekennzeichnet.
Zudem hat Google Standard-Lebensmittelnamen hinzugefügt, wenn Einträge aus Apple Health keinen Namen haben. Außerdem habe Google die Umstellung zwischen Maßeinheiten beim Erfassen von Mahlzeiten unter iOS vereinfacht. Diagramme zu Nährwerten und Kalorien seien jetzt ferner in den Ansichten „Heute“, „Gesundheit“ und „Nährwert-Details“ einheitlicher.
Fitness, Bewegung, Schlafen
Die neue Version soll Google zufolge nun Trainingsbezeichnungen korrekter anzeigen. Zuvor hatte die App einige Läufe als andere Trainingsarten bezeichnet. „Neue und frühere Läufe werden nun korrekt als Läufe bezeichnet“, schreibt das Unternehmen. Außerdem behebe das App-Update ein Problem, bei dem in einigen Laufzusammenfassungen Zwischenzeiten fehlten.
Auch verspricht Google mit Version 5.01 das Laden von Karten aus GPS-Einheiten verbessert zu haben. Des Weiteren soll die mobile Schrittzählung auf iOS behoben werden. Zuvor wurden die Schritte bei einigen Nutzern, die sowohl Apple Health als auch Mobile Track aktiviert hatten, doppelt gezählt.
Beim Schlaftracking bringe die neue Version eine höhere Zuverlässigkeit der Schlafbewertung: „Es wurden Probleme behoben, bei denen auf der Registerkarte ‚Schlaf‘ bei einigen Nutzern keine Schlafbewertungen angezeigt wurden“, heißt es.
Allgemeine Fehlerbehebungen
Die neue Google-Health-Version soll auf der Registerkarte „Heute“ unter Android aktuelle Informationen anzeigen; bei einigen Nutzern war dies wohl nicht der Fall. Zudem habe Google die Standardeinstellungen für Geräte mit Cardio-Load-Unterstützung für neue Nutzer aktualisiert.
Weiter hat Google ein Problem mit der Anzeige des „Freunde und Familie“-Screens auf iOS gefixt, der bei einigen Nutzern nur langsam oder gar nicht geladen wurde. Google hat außerdem Schaltflächen und Diagramme für VoiceOver (iOS) und TalkBack (Android) verbessert.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11319446
Mit der Kurzbefehle-App automatisieren Sie Aufgaben auf allen wichtigen Apple-Geräten. Wir zeigen von Grund auf, wie Sie die Shortcuts erstellen.
Mit der Kurzbefehle-App erstellte Arbeitsabläufe nehmen Ihnen Routineaufgaben ab und erledigen mehrere Arbeitsschritte ohne Ihr Zutun. Auf dem Mac geht das seit jeher zwar auch mit der Programmiersprache AppleScript, doch das ist deutlich aufwendiger und erfordert gewisse Programmierkenntnisse.
Mit dem später von Apple eingeführten Automator sind zwar simple Abläufe per Drag & Drop möglich, doch weit kommen Sie mit dem eingeschränkten und nur für Macs verfügbaren Tool nicht.
Deutlich mächtiger ist die Kurzbefehle-App, die langfristig Automator ablösen soll. Sie ist für macOS, iOS, iPadOS und visionOS verfügbar. Damit erstellte Kurzbefehle können Sie zudem auf die Apple Watch übertragen und dort ausführen. Wie beim Automator besteht ein Kurzbefehl aus mehreren aufeinanderfolgenden Aktionen. Jede Aktion kann Eingaben empfangen und verarbeiten sowie ein Resultat an die nächste Aktion übergeben. Der Ablauf lässt sich mit Wenn-Dann-Unterscheidungen und Schleifen beeinflussen. Drag & Drop hilft beim Erstellen. Zudem integrieren Drittanbieter-Apps Aktionen, die Sie in Ihren eigenen Kurzbefehlen verwenden können.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11310535
Let's Encrypt legt sich fest: Statt großer Post-Quantum-Signaturen sollen Merkle Tree Certificates das Web-PKI quantensicher machen. Tests beginnen Ende 2026.
Let's Encrypt hat erstmals einen konkreten Fahrplan für quantensichere Zertifikate vorgelegt. Die Zertifizierungsstelle will dafür auf sogenannte Merkle Tree Certificates (MTCs) setzen, statt bestehende X.509-Zertifikate einfach mit größeren Post-Quantum-Signaturen zu versehen. Eine Testumgebung soll Ende 2026 starten, ein produktionsreifes Angebot 2027 folgen. Neu ist weniger das Bekenntnis zur Post-Quantum-Kryptografie als die Festlegung auf einen bestimmten technischen Weg.
Let's Encrypt zählt zu den weltweit wichtigsten Zertifizierungsstellen für automatisiert ausgestellte TLS-Zertifikate. Die Debatte um quantensichere Kryptografie läuft seit Jahren, drehte sich bislang aber vor allem um den Schlüsselaustausch. Dahinter steht die Sorge, dass Angreifer verschlüsselten Datenverkehr heute mitschneiden und später mit Quantencomputern entschlüsseln könnten. Die Absicherung von Zertifikaten und Signaturen galt lange als weniger dringlich, weil ein Angreifer dafür schon während der laufenden Kommunikation einen leistungsfähigen Quantencomputer bräuchte. Mit den inzwischen vom US-Standardisierungsinstitut NIST verabschiedeten Verfahren und den Migrationsplänen von Google und Cloudflare rückt nun auch die Authentifizierung in den Vordergrund.
Festlegung mit Signalwirkung
Künftig sollen Merkle Tree Certificates der bevorzugte Weg sein, um das Web-PKI quantensicher zu machen. An den nötigen Standards arbeitet Let's Encrypt bereits in der IETF-Arbeitsgruppe PLANTS mit – die Ausstellung der MTCs wird zudem über eine ACME-Erweiterung abgewickelt. Die Entscheidung wiegt schwer, denn mit Hunderten Millionen aktiven Zertifikaten prägt die Organisation die technische Entwicklung der Web-PKI maßgeblich.
Dabei steht Let's Encrypt nicht allein. Cloudflare [1] und Chrome [2] testen MTCs bereits in einem Feldversuch gegen echten Internet-Traffic, und Chrome hat den Ansatz zu seinem bevorzugten Weg für quantensichere Zertifikate im öffentlichen Web erklärt.
Hinter der Wahl steckt ein handfestes Problem quantensicherer Signaturen: Sie brauchen deutlich mehr Platz als heutige Verfahren. Let's Encrypt verweist auf ML-DSA-44, einen der NIST-Standards. Dessen Signaturen sind mit rund 2.420 Bytes etwa 38-mal größer als die heute verbreiteten ECDSA-P256-Signaturen (64 Bytes). Würde man Zertifikate und Zertifikatsketten unverändert auf solche Verfahren umstellen, würden einzelne TLS-Handshakes auf über 10 Kilobyte anschwellen. Das würde Verbindungen verlangsamen und in manchen Netzen sogar die Fehlerrate erhöhen.
Wie Merkle Tree Certificates funktionieren
Merkle Tree Certificates gehen deshalb einen anderen Weg: Statt jedes Zertifikat einzeln zu signieren, fasst die Zertifizierungsstelle viele Zertifikate in einem Merkle-Baum zusammen. Signiert wird nicht jedes einzelne Zertifikat, sondern nur die Wurzel des Baums. Clients erhalten anschließend einen kompakten Nachweis darüber, dass ein bestimmtes Zertifikat zu diesem Baum gehört.
Das Prinzip kennen viele Administratoren aus anderen Bereichen – etwa Git-Repositories, Certificate-Transparency-Logs oder Blockchains. Einzelne Objekte werden dort nicht jeweils separat abgesichert, sondern über einen Baum auf einen gemeinsamen kryptografischen Anker zurückgeführt.
Kleinere Handshakes trotz größerer Signaturen
Nach Angaben von Let's Encrypt schrumpfen die Authentifizierungsdaten im TLS-Handshake dadurch deutlich. Browser sollen dafür regelmäßig sogenannte Landmarks aktualisieren, die als Referenzpunkte für die Prüfung dienen. Im Regelfall genügt dann eine Signatur, ein öffentlicher Schlüssel und ein Merkle-Nachweis. So lässt sich der zusätzliche Ballast quantensicherer Signaturen weitgehend vermeiden.
Auch die Certificate Transparency profitiert von dem Ansatz. Heute stellt eine Zertifizierungsstelle ein Zertifikat zunächst aus und veröffentlicht es danach in separaten Transparenzprotokollen. Bei MTCs gehört die Transparenz dagegen zum Zertifikatsmodell selbst: Weil jedes Zertifikat Teil eines veröffentlichten Merkle-Baums ist, kann es gar nicht erst außerhalb dieser Struktur existieren. Ausstellung und Protokollierung rücken damit zusammen.
Bekannte Technik, lange Übergangsphase
Neuland ist die Technik für Let's Encrypt nicht. Die Organisation betreibt seit 2019 eigene Certificate-Transparency-Logs, die ebenfalls auf Merkle-Bäumen basieren. Mit dem Betrieb solcher Strukturen im großen Maßstab hat sie also bereits Erfahrung.
Für Nutzer ändert sich vorerst nichts. Bestehende Zertifikate stellt Let's Encrypt weiterhin wie gewohnt aus und verlängert sie automatisch. Die Umstellung hängt zudem von mehreren Faktoren ab: Neben der Standardisierung durch die IETF müssen Browser, Kryptobibliotheken, ACME-Clients und die Root-Programme der Browserhersteller die neuen Verfahren unterstützen.
Beim Schlüsselaustausch drängt die Zeit
Bei der Authentifizierung lässt sich die Umstellung also noch in Ruhe vorbereiten – beim Schlüsselaustausch drängt Let's Encrypt dagegen zur Eile. Hier greift das Szenario „heute mitschneiden, später entschlüsseln“ (auch „harvest now, decrypt later“ genannt), weshalb jede Verbindung ohne quantensicheren Schlüsselaustausch ein Risiko darstellt.
Server-Betreibern rät Let's Encrypt deshalb, hybriden Post-Quantum-Schlüsselaustausch (X25519MLKEM768) zu aktivieren. Große Browser und Betriebssysteme unterstützen das Verfahren bereits; es auf dem Server einzuschalten, sei eine der wirkungsvollsten Maßnahmen, die man in diesem Jahr ergreifen könne.
Festlegung auf einen Migrationspfad
Die Ankündigung markiert damit weniger den Start quantensicherer Zertifikate als die Festlegung auf einen konkreten Migrationspfad. Setzt sich MTC durch, dürfte das eine der größten strukturellen Änderungen der Web-PKI seit Certificate Transparency und dem ACME-Protokoll werden. Die Details hat Let's Encrypt in einem Blogeintrag zur Post-Quantum-Zukunft [3] veröffentlicht.
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Der für Einplatinencomputer bekannte chinesische Hersteller Radxa kündigt NAS-Komplettgeräte mit ARM-Prozessoren von Qualcomm an.
Der Hersteller Radxa aus Shenzhen baut zwei kompakte Netzwerkspeicher (NAS) mit ARM-Prozessoren von Qualcomm. In die flache DragonStation mit 10-Gigabit-Ethernet passen sechs M.2-SSDs. Das NAS DragonBay hat hingegen nur 2,5-Gigabit-Ethernet und vier Einbauschächte für 3,5-Zoll-Festplatten sowie zwei M.2-SSDs als Cache.
Auf der Radxa-Website gibt es noch keine detaillierten Informationen zu den beiden NAS. Laut Radxa-Chef Tom Cubie sollen sie aber bald folgen.
Auf den Einplatinencomputer Dragon Q6A lötet Radxa hingegen den Qualcomm Dragonwing QCS6490.
Ein Nachteil des Smartphone- beziehungsweise Embedded-Prozessors ist der fest aufgelötete LPDDR4-Arbeitsspeicher, der sich nicht erweitern lässt. Vorteile sind hohe Effizienz und niedrige Leistungsaufnahme im Leerlauf.
Als Betriebssystem soll „Fygo OS“ zum Einsatz kommen. Dabei kooperiert Radxa mit der chinesischen NAS-Distribution FnOS [3] (FeiNiu, 飞牛) ; der Name bedeutet anscheinend „fliegender Ochse“.
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Cloudflare übernimmt VoidZero und damit das Team hinter Vite, Vitest und Co. Die Werkzeuge sollen quelloffen und herstellerneutral bleiben.
Cloudflare übernimmt VoidZero, das Unternehmen hinter den JavaScript-Werkzeugen Vite, Vitest, Rolldown, Oxc und Vite+. Das gab der Cloud- und Netzwerkdienstleister am Donnerstag in einem Blogbeitrag [1] bekannt. Mit der Übernahme wechselt auch das gesamte VoidZero-Team um Gründer Evan You zu Cloudflare. Zu den finanziellen Konditionen machen beide Unternehmen keine Angaben. Auch zum Zeitplan, zu möglichen behördlichen Genehmigungen und zu weiteren Abschlussbedingungen gibt es bislang keine weiteren Informationen.
Für Entwickler dürfte vor allem die Zukunft der Open-Source-Projekte zählen. Hier betonen Cloudflare und VoidZero explizit, dass Vite, Vitest, Rolldown, Oxc und Vite+ quelloffen, herstellerneutral und community-getrieben bleiben sollen. Die Projekte bleiben demnach wie gehabt Open-Source-Software. Und Anwendungen, die auf Vite aufbauen, sollen sich weiterhin unabhängig von Cloudflare auch auf anderen Plattformen betreiben lassen.
Wer ist VoidZero?
VoidZero [2] stammt von Evan You, der auch das JavaScript-Framework Vue.js entwickelt hat. Das Unternehmen baut eine ganze Reihe von Werkzeugen für moderne Webanwendungen. Dazu gehören das Build- und Entwicklungswerkzeug Vite [3], das Test-Framework Vitest [4], der in Rust geschriebene Bundler Rolldown sowie die ebenfalls in Rust entwickelte Toolchain Oxc, die Komponenten zum Parsen, Linten und Formatieren von JavaScript- und TypeScript-Code mitbringt. Mit Vite+ [5] will VoidZero diese Werkzeuge unter einer einheitlichen Toolchain zusammenführen.
Vor allem Vite hat sich in den vergangenen Jahren zu einer zentralen Infrastruktur des JavaScript-Ökosystems entwickelt. Das Werkzeug treibt längst nicht mehr nur Vue-Projekte an, sondern bildet auch die Grundlage zahlreicher Frameworks und Meta-Frameworks wie Nuxt, SvelteKit, Astro, Solid, Qwik oder Angular. Auch mehrere React-basierte Werkzeuge setzen inzwischen auf Vite.
Mehr Ressourcen und ein Millionenfonds
Cloudflare will zusätzliche Ressourcen in die Weiterentwicklung der Projekte stecken. Die Leitung sollen weiterhin Evan You und das bisherige VoidZero-Team übernehmen. Darüber hinaus richtet das Unternehmen einen Fonds über eine Million US-Dollar für das Vite-Ökosystem ein. Damit will Cloudflare Maintainer und weitere Community-Mitglieder unterstützen. Verwalten soll den Fonds das Vite-Kernteam. Ähnlich verfuhr Cloudflare eigenen Angaben zufolge bereits Anfang 2026 beim Web-Framework Astro [6]: Auch dessen Team wechselte zu Cloudflare, ebenfalls unter Beibehaltung der Open-Source-Ausrichtung.
Hinter der Übernahme steckt eine Zusammenarbeit der Unternehmen, die schon länger läuft. Cloudflare und das Vite-Team arbeiten nach eigenen Angaben seit 2024 zusammen, unter anderem an der Environment API. Sie erlaubt es, Server-Code während der lokalen Entwicklung in anderen Laufzeitumgebungen als Node.js auszuführen.
Lokale Entwicklung näher an die Produktion
Damit adressiert die Schnittstelle ein altbekanntes Problem: Viele Anwendungen entstehen lokal unter Node.js, laufen in der Produktion aber in einer anderen Laufzeitumgebung. Genau diese Unterschiede zwischen Entwicklung und Produktion führen immer wieder zu Fehlern. Über die Environment API können Anbieter ihre eigenen Laufzeiten direkt in den lokalen Entwicklungsprozess einklinken. Bei Cloudflare übernimmt das die quelloffene Laufzeitumgebung workerd, die auch den Dienst Cloudflare Workers antreibt.
Die Übernahme soll außerdem die künftige Entwicklerplattform von Cloudflare prägen. Das Unternehmen will seine Werkzeuge stärker an Vite ausrichten. So soll das neue Cloudflare-CLI-Tool cf langfristig auf Vite-Workflows aufsetzen. Lokale Entwicklung, Builds und das Deployment auf die Cloudflare-Plattform würden dadurch enger zusammenrücken.
Vite soll Full-Stack werden
Auch für Vite selbst kündigen die Unternehmen weitergehende Pläne an. Das Projekt soll künftig stärker Full-Stack-Anwendungen unterstützen. Geplant sind unter anderem allgemeine Schnittstellen für Backends, APIs, Deployments und KI-Agenten. Diese Erweiterungen sollen aber plattformneutral bleiben und nicht exklusiv an Cloudflare-Dienste gebunden sein.
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Perplexity kündigt einen hybriden Inferenz-Orchestrator an, der KI-Aufgaben automatisch zwischen lokalem Gerät und Cloud aufteilt.
Perplexity hat einen Hybrid-Ansatz für KI-Inferenz angekündigt, der Aufgaben automatisch zwischen dem lokalen Rechner und Cloud-Servern aufteilt. Der sogenannte „Personal Computer“, Perplexitys Variante von persönlichen Desktop-Agenten, der jetzt bald auch für Windows und Mac verfügbar ist, [1] soll sensible Daten auf dem Gerät halten und rechenintensive Arbeit in die Cloud auslagern – ohne dass Nutzer vorab entscheiden müssen, wo etwas verarbeitet wird.
Perplexity beschreibt [2] den neuen Dienst als kompaktes KI-Modell, das lokal auf dem Gerät läuft und entscheidet, welche Teile einer Anfrage dort verbleiben und welche an ein leistungsfähigeres Frontier-Modell in der Cloud gehen sollen. Als typische Anwendungsfälle nennt das Unternehmen den Umgang mit Finanzunterlagen, Gesundheitsinformationen und persönlichen Dateien – also Daten, die aus Datenschutzgründen das Gerät möglichst nicht verlassen sollten.
Bestehendes Konzept, neues Level
Ganz neu ist Perplexitys hybrider Ansatz nicht, andere Anbieter haben ähnliche Ansätze. Microsoft verfolgt zum Beispiel mit Copilot+ PCs und lokalen NPU-Funktionen ebenfalls einen Hybridkurs, auch wenn viele Copilot-Funktionen weiterhin eine Cloud-Verbindung benötigen.
Der wesentliche Unterschied liegt laut VentureBeat [3] wohl im Anspruch, die Aufteilung vollautomatisch und aufgabenweise, teils auch während die Aufgabe läuft, vorzunehmen. Auf dem Level, auf dem Perplexity das auf der Computex demonstriert hat, sind andere Anbieter bisher nicht.
Ab Juli soll Personal Computer mit lokaler Inferenz verfügbar werden und dabei helfen, aktuell typische Zielkonflikte zwischen drei Faktoren zu reduzieren: Genauigkeit und komplexe Aufgaben erfordern die leistungsfähigsten, rechenintensiven Modelle, Datenschutz verlangt lokale Verarbeitung und Kosten verlangen einen effizienten Mix zwischen leistungsstarken und günstigen Modellen – je nach Aufgabe. Die Orchestrierung zwischen diesen Anforderungen sei das eigentliche Problem. Genau das wolle der Hybrid-Ansatz nun lösen.
Unterstützung für Intel und Nvidia
Perplexity stellte den Hybrid-Orchestrator gemeinsam mit Intel vor. Der modellagnostische Orchestrierungsrahmen soll aber auch auf anderer lokaler Hardware laufen, darunter Nvidias RTX Spark [4]. Konkrete Hardware-Mindestanforderungen – etwa zur nötigen NPU- oder GPU-Leistung – nennt Perplexity bislang nicht. Der Computerhersteller HP hat zum Beispiel für Microsofts hybrides Modell Copilot+ PC entschieden [5], dass Laptops für das Copilot+ PC-Label eine dedizierte Neural Processing Unit (NPU) von mindestens 40 TOPS benötigen.
Ebenso fehlen bei Perplexity noch technische Details zu den Routing-Regeln: Wie genau das lokale Modell entscheidet, welche Daten als sensibel gelten und welche Metadaten dennoch an Perplexity-Server übertragen werden könnten, bleibt offen.
Wie belastbar das Datenschutzversprechen im Alltag ist, lässt sich auch erst bewerten, wenn Perplexity technische Dokumentation zu Modellgrößen, Speicherbedarf und dem Umgang mit Telemetriedaten veröffentlicht.
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An vierter Stelle der 24 Testfahrzeuge steht der neue Mercedes-Benz GLC 400 4Matic mit 665 km vor dem Polestar 3 Dual Motor mit 601 km und dem Toyota C-HR+ mit 586,5 km. Die Schlusslichter bildeten der Hyundai Inster mit 372,5 km vor dem Dongfeng Vigo mit 347,8 km und dem Kia EV2 mit 324,7 km.
Die Fahrzeuge sind nicht direkt miteinander vergleichbar, da sie verschiedenene Segmenten mit unterschiedlichen Akkugrößen angehören. Zudem hat ein Kleinbus wie der Kia PV5, der immerhin 419,6 km weit kam, einen deutlich höheren Luftwiderstand als aerodynamische Limousinen.
Teils große Abweichungen von WLTP-Angaben
Allerdings ergeben die Reichweitentests gute Hinweise auf den tatsächlichen Verbrauch und mögliche Abweichungen von den angegebenen Verbrauchswerten nach WLTP. Im Vergleich beider Werte schnitt in diesem Jahr der Xpeng X9 am besten ab. Die WLTP-Reichweite von 580 km wurde um 66 km und damit um 11,4 Prozent übertroffen.
An zweiter Stelle dieses Vergleichs steht der Kia EV2 mit 5,4 Prozent vor dem Mercedes-Benz GLB 350 4Matic mit 5,3 Prozent. Die höchste negative Abweichung mit 11,7 Prozent erreichte der MG IM6, der statt der angegebenen 505 km nur 446 km weit kam. Auf recht hohe negative Werte kamen zudem der Hyundai Ioniq 9 mit 5,7 Prozent und der Mercedes CLA mit 4,7 Prozent. Allerdings verpasste der Ioniq 9 die vorgegebene Route, was das Ergebnis verfälscht haben könnte.
Von den 24 Testwagen unterschritten 12 die WLTP-Angaben, während 11 diese übertrafen. Nur der Toyota bZ4X erreichte exakt den angegebenen Wert. Der Testsieger von BMW kam 1,5 Prozent weiter als nach WLTP. Die WLTP-Reichweiten entsprechen dabei nicht immer den Angaben der Hersteller, sondern werden je nach Reifen und Ausstattung angepasst.
Recht niedrige Verbrauchswerte bei BMW und Mercedes
Der Teststrecke verlief von Oslo über die E6 in den Norden. Da auf der E6 im Sommer ein Tempolimit 110 km/h gilt, ist der Reichweitentest nicht mit einer typischen Autobahnfahrt in Deutschland vergleichbar.
Auffällig ist jedoch der recht niedrige Durchschnittsverbrauch mancher Fahrzeuge. So kam der BMW iX3 auf 14,3 kWh pro 100 km. Der Kia EV2 brauchte sogar nur 12,5 kWh. Selbst der Verbrauch des Mercedes CLA war mit 13 kWh/100 km trotz der hohen WLTP-Abweichung noch recht niedrig. Einen vergleichsweise hohen Verbrauch wiesen der MG IM6 mit 21,1 kWh und der KGM Musso 21 kWh auf 100 km auf.
Nicht getestet wurden in diesem Jahr Modelle des VW-Konzerns und von Tesla. Das liegt den Angaben zufolge daran, dass in der Regel nur neue Modelle getestet werden. Allerdings ist der ebenfalls getestete Toyota bZ4X schon seit 2022 auf dem Markt.
Gemeinsam mit Experten fordern CEOs von KI-Firmen gesetzliche Regelungen, um den Missbrauch der Technik für biologische Kampfstoffe zu verhindern.
Sam Altman nach einem Gespräch im US-RepäsentantenhausBild:
AFP via Getty Images/Brendan Smialowski
Wie das Wall Street Journal berichtet (Paywall), sprechen sich Sam Altman, CEO von OpenAI, Dario Amodei, CEO von Anthropic, und Demis Hassabis, Nobelpreisträger und CEO von Google Deepmind, gemeinsam mit zahlreichen Experten für eine gesetzliche Regelung bei der Verwendung von künstlicher Intelligenz im Bereich Biotechnologie aus. Insbesondere solle es eine gezielte Kontrolle von Firmen geben, die synthetische DNA und RNA nutzen, um Impfstoffe und andere biotechnische Anwendungen zu entwickeln.
Das Schreiben an den US-Kongress, das Gesetzgebungsorgan der USA, wurde zudem von einer Vielzahl weiterer Persönlichkeiten aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Sicherheit unterzeichnet.
Gefordert wird, dass Firmen, die DNA-Bausteine synthetisieren und verkaufen, die Bestellung auf potenziell gefährliche Kombinationen prüfen müssen, um die Auslieferung gebenenfalls zu verweigern. Auch die Kunden sollen überprüft werden, ob sie derartige Produkte überhaupt beziehen dürfen.
Warnung vor böswilligem Einsatz von KI
Zwar gibt es schon länger Befürchtungen, dass mittels synthetisierter DNA und RNA biologische Kampfstoffe hergestellt werden könnten, aber mithilfe künstlicher Intelligenz könnten gefährliche Kombinationen wesentlich einfacher gefunden werden. Genauso schnell, wie KI in Medizin und Biologie wissenschaftliche Fortschritte fördert, könnten damit auch gefährliche Erreger entwickelt werden.
Eine präsidiale Verfügung von Joe Biden hatte bereits zum Ziel, Unternehmen zu überwachen, die sich mit Gensynthese beschäftigen. Sie wurde von der US-Regierung unter Donald Trump jedoch außer Kraft gesetzt, ohne eine Nachfolgeregelung zu erstellen. Die aktuelle Regierung setzte zuletzt darauf, der Entwicklung von KI-Systemen möglichst wenige Beschränkungen aufzuerlegen.
Fürsprecher einer gesetzlichen Regelung fordern eine Überwachung sämtlicher Bezieher synthetischer Nukleinsäuren. Allerdings muss laut dem Bericht auch bedacht werden, dass in vielen Fällen gar nicht klar ist, welche Kombinationen aus DNA und RNA tatsächlich gefährlich werden können, und dass eine solche Regelung hohe Kosten verursachen könnte.
TSMC-Chef Che-Chia Wei hält die Verlegung von Produktionskapazitäten in die USA für immer schwieriger.
Trotz der hohen Nachfrage plant TSMC keine abrupten Preiserhöhungen.Bild:
Reuters
Der Halbleiterhersteller TSMC ist darum bemüht, mit der großen Nachfrage nach Chips Schritt zu halten. Wie Reuters berichtet, erklärte der CEO des Unternehmens, Che-Chia Wei, am 4. Juni 2026 im Anschluss an die jährliche Hauptversammlung gegenüber Reportern, dass TMSC alles dafür tue, um nicht zum Engpass zu werden.
Er zeigte sich optimistisch, dass die hohe Nachfrage nach Produkten für KI-Anwendungen bestehen bleibe, und erklärte, dass TSMC gleichzeitig die Auswirkungen steigender Komponentenpreise beobachte. "Die Kundennachfrage ist so hoch, und wir können nur ein bestimmtes Volumen bedienen", sagte der Manager und fügte hinzu, dass viele Zulieferer ebenfalls Schwierigkeiten hätten, die Nachfrage zu decken.
Er wurde auch gefragt, ob sein Unternehmen die Preise für seine Kunden anheben könnte. Wei sagte, dass TSMC von abrupten Preiserhöhungen absehe, wie sie andere Hersteller vollzogen hätten, und fügte hinzu: "Ich beneide sie um ihre Bruttomargen von 80 Prozent, aber ich würde so etwas niemals tun."
Fehlende Umweltgenehmigungen und Mangel an Bauarbeitern in den USA
Die zunehmende Verbreitung von KI-Anwendungen in den Bereichen Verbraucherelektronik, Unternehmensanwendungen und staatlicher Infrastruktur steigert die Nachfrage nach Rechenleistung und somit nach fortschrittlichen Halbleiterchips.
Als Auftragsfertiger für derartige Chips hat TSMC eine entscheidende Position auf dem Markt und arbeitet daran, seine Produktionskapazitäten auszubauen. Wei erklärte allerdings, dass es noch sehr lange dauern werde, bis die Bedürfnisse der US-amerikanischen Kunden vollständig durch eine Produktion vor Ort gedeckt werden könnten.
Der Hersteller investiert 165 Milliarden US-Dollar in den Bau neuer Fabriken im US-Bundesstaat Arizona, wobei die dort erworbenen Flächen laut Wei für die nächsten zehn Jahre ausreichen sollen. Das Ziel, 30 Prozent der Produktionskapazitäten in den USA anzusiedeln, sei aber zunehmend schwerer zu erreichen.