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Optimus GX PRO 850P NVMe: Playstation-5-SSD kostet ein Vielfaches der Konsole

Von Peter Steinlechner
Eine neue Sandisk-SSD mit Lizenz bringt bis zu 8 TByte Speicher in die Playstation 5. Der Preis bietet mehr Diskussionsstoff als die Technik.
Artwork der Sandisk Optimus GX PRO 850P NVMe (Bild: Sandisk)
Artwork der Sandisk Optimus GX PRO 850P NVMe Bild: Sandisk

Sandisk hat eine neue NVMe-SSD für Playstation 5 und Playstation 5 Pro vorgestellt, die vor allem durch viel Speicherplatz auffällt. Die Optimus GX Pro 850P wird vom Hersteller als offiziell lizenzierte SSD für Sonys Konsole beworben und ist mit vorinstalliertem Kühlkörper für den Einbau in den M.2-Steckplatz gedacht.

Die Diskussionen etwa auf X facht aber primär der Preis an: Die 8-TByte-Variante kostet im Sandisk-Shop derzeit 3.000 US-Dollar. Wobei es sich dabei offenbar um ein Einführungsangebot handelt, denn eigentlich wären laut Hersteller sogar 3.700 US-Dollar fällig.

Damit bewegt sich die Speichererweiterung in Regionen, in denen man je nach Angebot mehrere Playstation-5-Konsolen kaufen könnte. Oder eben eine einzelne SSD, die danach sehr entschlossen dafür sorgt, dass man nie wieder ein altes Call of Duty löschen muss.

Technisch handelt es sich bei der Optimus GX Pro 850P um eine PCIe-4.0-SSD im M.2-2280-Format mit vorinstalliertem Kühlkörper. Angeboten werden auch Varianten mit weniger als 8 TByte Speicherplatz.

Es gibt eine sehr günstige Alternative: Löschen!

Für die Modelle mit 2 und 4 TByte nennt Sandisk sequenzielle Transferraten von bis zu 7.300 MByte/s beim Lesen und 6.600 MByte/s beim Schreiben. Beim Spitzenmodell mit 8 TByte hebt der Hersteller bis zu 1,2 Millionen Iops sowie eine Haltbarkeit von bis zu 4.800 TBW hervor.

Die Playstation 5 unterstützt bereits seit mehreren Jahren M.2-SSDs mit bis zu 8 TByte Kapazität, sofern diese die technischen Vorgaben erfüllen und ausreichend gekühlt werden. Für die meisten Spieler dürften allerdings deutlich kleinere Modelle ausreichen, zumal aktuelle Games trotz wachsender Installationsgrößen nur selten mehr als einige Hundert Gigabyte gleichzeitig belegen.

Mit der Optimus GX Pro 850P richtet sich Sandisk daher vorwiegend an Nutzer, die ihre digitale Spielesammlung möglichst vollständig auf der Konsole vorhalten möchten. Für alle anderen bleibt die Erkenntnis: Zusätzlicher Speicherplatz ist praktisch – manchmal ist der Löschen-Button aber die günstigere Erweiterung.

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  • 17. Juni 2026 um 12:15

Ollee Watch im Test: So wird Casios Digitaluhr-Klassiker smarter

Von Tobias Költzsch
Casios preiswerte Digitaluhr F-91W wird mit dem Ollee-Board zu einer fast smarten Uhr – inklusive Schrittzähler und Spielen.
Die Casio F-91W und das Ollee-Watch-Modul (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Casio F-91W und das Ollee-Watch-Modul Bild: Tobias Költzsch/Golem

Die Digitaluhr F-91W von Casio ist zeitlos. Produziert wird sie seit 1989, sie kostet um die 20 Euro und wurde von uns schon einmal umgebaut: Mit dem Sensor-Watch-Modul wurde der Funktionsumfang erweitert. Ollee Watch ist ein weiteres Ersatzboard für die Uhr, es ermöglicht noch mehr Funktionen und sogar eine App-Verbindung per Bluetooth.

Wie das Sensor-Watch-Board wird die Platine von Ollee Watch anstelle des Original-PCB in die Uhr eingebaut. Das Display und das Gehäuse bleiben gleich, entsprechend sieht die Ollee Watch aus wie eine normale F-91W. Es handelt sich allerdings um einen regelrechten Sleeper mit zahlreichen Funktionen, unter anderem mit einem Schrittzähler.

Um eine Ollee Watch zu bauen, benötigen wir das neue Board sowie eine Casio F-91W. Das PCB kann auch in eine A158W eingebaut werden, die ein etwas anderes Gehäuse und ein Metallarmband hat. Wir haben im Jahr 2022 eine F-91W für das Sensor Board verwendet, somit nehmen wir wieder das gleiche Modell.

Umbau der Digitaluhr ist einfach

Der Einbau ist auch ohne technische Kenntnisse möglich und dank einer bebilderten Online-Anleitung einfach. Wie beim Sensor Board müssen wir die F-91W aufschrauben und das komplette innere Modul herausnehmen. Anschließend werden die Metallhalterung samt Batterie abgenommen und das Casio-PCB entfernt. Wir verwenden die Metallhalterung, die Batterie, den Batteriekontakt, den Bildschirm samt Gummiverbindung und die Kunststoffbasis weiter.

Casio F-91W mit Ollee-Modul
Casio F-91W mit Ollee-Modul (01:51)

In das Ollee-Board klemmen wir wie beim Original-PCB den Batteriekontakt ein. Dann wird das Board auf die Kunststoffbasis gesteckt und das Display wieder montiert. Auf der Rückseite des Displays wird der mitgelieferte NFC-Sticker aufgeklebt. Dieser lässt sich nur in einer F-91W verwenden, nicht in einer A158W, da bei dieser das Metallarmband die Übertragung stört. Mehr zur NFC-Funktion später.

Die Casio F-91W im unverbastelten Zustand mit dem Ollee-Watch-Modul (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 1/23: Die Casio F-91W im unverbastelten Zustand mit dem Ollee-Watch-Modul (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Ollee-Watch-Modul ersetzt das Standard-PCB in der Uhr. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/23: Das Ollee-Watch-Modul ersetzt das Standard-PCB in der Uhr. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Ein Cortex-M4-Prozessor liefert die notwendige Leistung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/23: Ein Cortex-M4-Prozessor liefert die notwendige Leistung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Im Set enthalten ist auch ein NFC-Sticker. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/23: Im Set enthalten ist auch ein NFC-Sticker. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Um Ollee Watch einzubauen, muss das Casio-Modul aus der F-91W entfernt werden. Die Uhr lässt sich einfach aufschrauben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/23: Um Ollee Watch einzubauen, muss das Casio-Modul aus der F-91W entfernt werden. Die Uhr lässt sich einfach aufschrauben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Standardmodul der F-91W mit entfernter Batterieabdeckung (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/23: Das Standardmodul der F-91W mit entfernter Batterieabdeckung (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Batteriekontakt des Originalmoduls wird abgezogen und weiterverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/23: Der Batteriekontakt des Originalmoduls wird abgezogen und weiterverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das auseinandergebaute Kernmodul mit Display, Reflexionsfolie und leitendem Gummi (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/23: Das auseinandergebaute Kernmodul mit Display, Reflexionsfolie und leitendem Gummi (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der NFC-Sticker wird auf die Rückseite des Displays geklebt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/23: Der NFC-Sticker wird auf die Rückseite des Displays geklebt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Display wird anschließende wieder zusammengebaut - es wird wiederverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/23: Das Display wird anschließende wieder zusammengebaut - es wird wiederverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Batteriekontakt wird auf das Ollee-Watch-Modul gesetzt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/23: Der Batteriekontakt wird auf das Ollee-Watch-Modul gesetzt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Wieder zusammengebaut ist zunächst kein Unterschied zum Original zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/23: Wieder zusammengebaut ist zunächst kein Unterschied zum Original zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Innere der F-91W wird einfach wieder ins Gehäuse eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/23: Das Innere der F-91W wird einfach wieder ins Gehäuse eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die modifizierte F-91W und das Originalmodul von Casio (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/23: Die modifizierte F-91W und das Originalmodul von Casio (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Rechts die Ollee Watch, links die Sensor Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/23: Rechts die Ollee Watch, links die Sensor Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die fertige Ollee Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/23: Die fertige Ollee Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Sensor Watch ist ebenfalls ein Umbau der F-91W. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/23: Die Sensor Watch ist ebenfalls ein Umbau der F-91W. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Startseite der Ollee-Watch-App mit der Aktivitätenübersicht (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/23: Die Startseite der Ollee-Watch-App mit der Aktivitätenübersicht (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Schritte werden wie bei einer Smartwatch aufgeführt. Die Temperatur wird automatisch einmal pro Stunde gespeichert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/23: Die Schritte werden wie bei einer Smartwatch aufgeführt. Die Temperatur wird automatisch einmal pro Stunde gespeichert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Stoppuhrzeiten und Counter lassen sich als Ereignisse speichern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/23: Stoppuhrzeiten und Counter lassen sich als Ereignisse speichern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Watchfaces der Ollee Watch können in der App ausgewählt und angeordnet werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/23: Die Watchfaces der Ollee Watch können in der App ausgewählt und angeordnet werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die App ermöglicht eine Reihe von Einstellungen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/23: Die App ermöglicht eine Reihe von Einstellungen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Über die Geräteeinstellungen lässt sich die Ollee Watch einfach am Smartphone konfigurieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/23: Über die Geräteeinstellungen lässt sich die Ollee Watch einfach am Smartphone konfigurieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)

Anschließend bauen wir die F-91W mit dem neuen PCB so zusammen, wie wir sie auseinandergenommen haben. Die Batterie wird wiederverwendet. Je nach Nutzung soll sie bis zu ein Jahr mit Schrittaufzeichnung halten, bis zu drei Jahre ohne Aktivitätstracking. Haben wir die Uhr wieder zusammengesetzt, sieht sie auf den ersten und auch auf den zweiten Blick nicht anders aus als zuvor.

Drücken wir den Menübutton, merken wir aber schnell, dass wir es mit einer anderen Uhr zu tun haben: Unsere modifizierte F-91W hat mehr Funktionen als zuvor. Um die Uhr einzurichten, verbinden wir sie per Bluetooth mit der App auf unserem Smartphone: Die Ollee-App ist für Android und iOS verfügbar.

Der Kopplungsvorgang erinnert an den einer herkömmlichen Smartwatch: Wir aktivieren das Bluetooth-Modul über ein dreisekündiges Drücken auf die Alarmtaste, anschließend wird unsere Ollee Watch von der App gefunden. Bevor wir die Uhr verbinden können, müssen wir eine Ziffernkombination abgleichen. Gut, dass der Hersteller an einen solchen Sicherheitsmechanismus gedacht hat. Die Verbindung erfolgt über Bluetooth LE.

Ist die Uhr verbunden, landen wir direkt auf der Übersichtsseite. Hier werden alle Aktivitäten detailliert angezeigt. Bevor wir uns damit beschäftigen, wollen wir die Uhr erst einmal nach unseren Bedürfnissen einstellen. Möglichkeiten gibt es reichlich.

Zunächst lassen sich die Zeit und das Datum über die App einrichten, das Gefummel über die drei Buttons an der Uhr selbst können wir uns sparen. Die Ollee Watch kann die Zeit automatisch synchronisieren, wenn sie per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist. Die Armbanduhr geht also immer genau. Die Bluetooth-Verbindung lässt sich manuell aktivieren oder aktiv lassen. Dann sinkt die Akkulaufzeit von einem Jahr auf acht Monate. Praktisch: Bei allen Einstellungen wird am oberen Rand angezeigt, wie sich die Optionen auf die Laufzeit auswirken.

App muss für Synchronisierung geöffnet werden

Wenn wir aktivieren, dass Bluetooth immer verbunden sein soll, bedeutet das nicht, dass die Uhrzeit oder die erfassten Gesundheitsdaten im Hintergrund mit dem Smartphone synchronisiert werden. Dafür muss die Ollee-App immer geöffnet werden. Die Einstellung führt lediglich dazu, dass wir das Bluetooth-Modul nicht extra an der Uhr aufrufen müssen.

Die Casio F-91W im unverbastelten Zustand mit dem Ollee-Watch-Modul (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 1/23: Die Casio F-91W im unverbastelten Zustand mit dem Ollee-Watch-Modul (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Ollee-Watch-Modul ersetzt das Standard-PCB in der Uhr. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/23: Das Ollee-Watch-Modul ersetzt das Standard-PCB in der Uhr. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Ein Cortex-M4-Prozessor liefert die notwendige Leistung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/23: Ein Cortex-M4-Prozessor liefert die notwendige Leistung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Im Set enthalten ist auch ein NFC-Sticker. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/23: Im Set enthalten ist auch ein NFC-Sticker. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Um Ollee Watch einzubauen, muss das Casio-Modul aus der F-91W entfernt werden. Die Uhr lässt sich einfach aufschrauben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/23: Um Ollee Watch einzubauen, muss das Casio-Modul aus der F-91W entfernt werden. Die Uhr lässt sich einfach aufschrauben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Standardmodul der F-91W mit entfernter Batterieabdeckung (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/23: Das Standardmodul der F-91W mit entfernter Batterieabdeckung (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Batteriekontakt des Originalmoduls wird abgezogen und weiterverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/23: Der Batteriekontakt des Originalmoduls wird abgezogen und weiterverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das auseinandergebaute Kernmodul mit Display, Reflexionsfolie und leitendem Gummi (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/23: Das auseinandergebaute Kernmodul mit Display, Reflexionsfolie und leitendem Gummi (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der NFC-Sticker wird auf die Rückseite des Displays geklebt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/23: Der NFC-Sticker wird auf die Rückseite des Displays geklebt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Display wird anschließende wieder zusammengebaut - es wird wiederverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/23: Das Display wird anschließende wieder zusammengebaut - es wird wiederverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Batteriekontakt wird auf das Ollee-Watch-Modul gesetzt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/23: Der Batteriekontakt wird auf das Ollee-Watch-Modul gesetzt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Wieder zusammengebaut ist zunächst kein Unterschied zum Original zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/23: Wieder zusammengebaut ist zunächst kein Unterschied zum Original zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Innere der F-91W wird einfach wieder ins Gehäuse eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/23: Das Innere der F-91W wird einfach wieder ins Gehäuse eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die modifizierte F-91W und das Originalmodul von Casio (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/23: Die modifizierte F-91W und das Originalmodul von Casio (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Rechts die Ollee Watch, links die Sensor Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/23: Rechts die Ollee Watch, links die Sensor Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die fertige Ollee Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/23: Die fertige Ollee Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Sensor Watch ist ebenfalls ein Umbau der F-91W. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/23: Die Sensor Watch ist ebenfalls ein Umbau der F-91W. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Startseite der Ollee-Watch-App mit der Aktivitätenübersicht (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/23: Die Startseite der Ollee-Watch-App mit der Aktivitätenübersicht (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Schritte werden wie bei einer Smartwatch aufgeführt. Die Temperatur wird automatisch einmal pro Stunde gespeichert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/23: Die Schritte werden wie bei einer Smartwatch aufgeführt. Die Temperatur wird automatisch einmal pro Stunde gespeichert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Stoppuhrzeiten und Counter lassen sich als Ereignisse speichern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/23: Stoppuhrzeiten und Counter lassen sich als Ereignisse speichern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Watchfaces der Ollee Watch können in der App ausgewählt und angeordnet werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/23: Die Watchfaces der Ollee Watch können in der App ausgewählt und angeordnet werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die App ermöglicht eine Reihe von Einstellungen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/23: Die App ermöglicht eine Reihe von Einstellungen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Über die Geräteeinstellungen lässt sich die Ollee Watch einfach am Smartphone konfigurieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/23: Über die Geräteeinstellungen lässt sich die Ollee Watch einfach am Smartphone konfigurieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)

In den Geräteeinstellungen können wir zudem wählen, wann die Ollee Watch in den Stand-by-Modus soll. Die Uhr kann bei ausbleibender Bewegung das Display deaktivieren; ein Druck auf den Alarmknopf schaltet es wieder ein. Auch kann definiert werden, welche Funktionen wir mit einer schnellen Drehung des Handgelenks erreichen können: Die Ollee Watch hat ein Gyroskop.

Funktionen wie Temperaturmessung oder Gesten lassen sich ausschalten. Die Farbe der LED-Beleuchtung sowie deren Helligkeit können wir einstellen: Das Ollee-Watch-Modul hat eine Multifarben-LED, die heller leuchtet als die originale kleine Lampe. Auch die Dauer der Beleuchtung kann definiert werden, ebenso die Signalmelodie und vieles mehr.

Es ist erstaunlich, wie viele Einstellungsmöglichkeiten der Hersteller realisieren konnte. Die Ollee Watch lässt sich auch mit Google Health oder Apple Health verbinden: Dann werden die Schritte mit den Fitnesssystemen beider Hersteller synchronisiert, sobald die Ollee-App sie erfasst hat. Der Schrittzähler scheint uns verhältnismäßig genau zu sein, beim Sport würden wir uns aber nicht darauf verlassen.

Ebenfalls in den Einstellungen können die Watchfaces bearbeitet werden – die Komplikationen, die die Digitaluhr nach dem Umbau anzeigt, wenn wir auf den Menübutton drücken. Neben den von der F-91W bekannten Funktionen Zeitanzeige, Alarm und Stoppuhr bietet die Ollee Watch noch weitere: Schrittzähler, Weltzeit, Timer, Anzeige für Sonnenaufgang und -untergang, Herzrate, Temperaturmessung, einen Zähler, drei Spiele, eine Taschenlampenfunktion, die Zeiteinstellung.

All diese Funktionen können über die App aktiviert oder deaktiviert und in der Reihenfolge verschoben werden, ebenso wie sie auf der Uhr durchgeschaltet werden können. Eine Funktion kann als Favorit markiert werden; diese wird dann direkt aufgerufen, wenn wir den Licht-Button drei Sekunden lang gedrückt halten.

Einige Funktionen sind selbsterklärend, etwa der Timer oder die Weltzeitfunktion, die eine zusätzliche Zeitzone anzeigt, und der Schrittzähler. Andere Funktionen sind erklärungsbedürftig, etwa die Messung der Herzfrequenz. Die Ollee Watch hat keinen Pulssensor, deshalb erfolgt die Messung nicht automatisch.

Manuelle Herzratenmessung

Stattdessen müssen wir die Messung auf der Uhr starten, dann eine angezeigte Anzahl von Pulsschlägen abzählen und die Messung wieder stoppen. Daraus errechnet die Uhr unsere Herzrate pro Minute. In den Optionen kann eingestellt werden, dass die Messung mit einer Drehung des Handgelenks gestartet und gestoppt wird. Das ist praktischer als der Start per Knopf.

Die Casio F-91W im unverbastelten Zustand mit dem Ollee-Watch-Modul (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 1/23: Die Casio F-91W im unverbastelten Zustand mit dem Ollee-Watch-Modul (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Ollee-Watch-Modul ersetzt das Standard-PCB in der Uhr. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/23: Das Ollee-Watch-Modul ersetzt das Standard-PCB in der Uhr. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Ein Cortex-M4-Prozessor liefert die notwendige Leistung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/23: Ein Cortex-M4-Prozessor liefert die notwendige Leistung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Im Set enthalten ist auch ein NFC-Sticker. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/23: Im Set enthalten ist auch ein NFC-Sticker. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Um Ollee Watch einzubauen, muss das Casio-Modul aus der F-91W entfernt werden. Die Uhr lässt sich einfach aufschrauben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/23: Um Ollee Watch einzubauen, muss das Casio-Modul aus der F-91W entfernt werden. Die Uhr lässt sich einfach aufschrauben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Standardmodul der F-91W mit entfernter Batterieabdeckung (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/23: Das Standardmodul der F-91W mit entfernter Batterieabdeckung (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Batteriekontakt des Originalmoduls wird abgezogen und weiterverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/23: Der Batteriekontakt des Originalmoduls wird abgezogen und weiterverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das auseinandergebaute Kernmodul mit Display, Reflexionsfolie und leitendem Gummi (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/23: Das auseinandergebaute Kernmodul mit Display, Reflexionsfolie und leitendem Gummi (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der NFC-Sticker wird auf die Rückseite des Displays geklebt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/23: Der NFC-Sticker wird auf die Rückseite des Displays geklebt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Display wird anschließende wieder zusammengebaut - es wird wiederverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/23: Das Display wird anschließende wieder zusammengebaut - es wird wiederverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Batteriekontakt wird auf das Ollee-Watch-Modul gesetzt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/23: Der Batteriekontakt wird auf das Ollee-Watch-Modul gesetzt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Wieder zusammengebaut ist zunächst kein Unterschied zum Original zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/23: Wieder zusammengebaut ist zunächst kein Unterschied zum Original zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Innere der F-91W wird einfach wieder ins Gehäuse eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/23: Das Innere der F-91W wird einfach wieder ins Gehäuse eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die modifizierte F-91W und das Originalmodul von Casio (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/23: Die modifizierte F-91W und das Originalmodul von Casio (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Rechts die Ollee Watch, links die Sensor Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/23: Rechts die Ollee Watch, links die Sensor Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die fertige Ollee Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/23: Die fertige Ollee Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Sensor Watch ist ebenfalls ein Umbau der F-91W. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/23: Die Sensor Watch ist ebenfalls ein Umbau der F-91W. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Startseite der Ollee-Watch-App mit der Aktivitätenübersicht (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/23: Die Startseite der Ollee-Watch-App mit der Aktivitätenübersicht (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Schritte werden wie bei einer Smartwatch aufgeführt. Die Temperatur wird automatisch einmal pro Stunde gespeichert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/23: Die Schritte werden wie bei einer Smartwatch aufgeführt. Die Temperatur wird automatisch einmal pro Stunde gespeichert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Stoppuhrzeiten und Counter lassen sich als Ereignisse speichern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/23: Stoppuhrzeiten und Counter lassen sich als Ereignisse speichern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Watchfaces der Ollee Watch können in der App ausgewählt und angeordnet werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/23: Die Watchfaces der Ollee Watch können in der App ausgewählt und angeordnet werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die App ermöglicht eine Reihe von Einstellungen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/23: Die App ermöglicht eine Reihe von Einstellungen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Über die Geräteeinstellungen lässt sich die Ollee Watch einfach am Smartphone konfigurieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/23: Über die Geräteeinstellungen lässt sich die Ollee Watch einfach am Smartphone konfigurieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)

Die drei verfügbaren Spiele sind Ping, Blackjack und Poker. Ping ist ein eher kurzweiliges Geduldsspiel, bei dem wir eine Art Ball mit einem Schläger wegschlagen. Blackjack funktioniert überraschend gut, Poker ist uns zu unübersichtlich. Das liegt vor allem an der notgedrungen etwas kryptischen Darstellung der Karten: Das Display der F-91W erlaubt nur eine beschränkte Zifferndarstellung, was Poker für uns unspielbar macht.

Das Problem zeigt sich auch bei der Funktion, auf Knopfdruck ein maximal sechsstelliges Wort anzeigen zu lassen. Das voreingestellte Wort ollee ist gut auf dem Flüssigkristalldisplay zu erkennen, beim Namen tobias ist das nicht mehr so eindeutig. Letztlich ist die Funktion nur eine Spielerei.

Die Taschenlampe produziert entweder ein weißes oder ein Signallicht, das in regelmäßigem Abstand ein- und ausgeschaltet wird. Die dritte Option ist ein Farbwechsel. Das Licht ist so schwach, dass es als Taschenlampe nicht zu verwenden ist – auch eher eine Spielerei.

Für die Anzeige der Zeit des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs müssen wir in den Einstellungen unseren Wohnort einstellen. Anders als bei der Sensor Watch ist es nicht notwendig, den Breiten- und Längengrad anzugeben; stattdessen greift die Ollee-App auf unseren Standort zu und stellt die Position automatisch fest. Es werden immer nur die Zeiten des Aufgangs und Untergangs der Sonne am jeweiligen Tag angezeigt.

In den Einstellungen der Ollee-App lässt sich festlegen, dass mit der Stoppuhr gemessene Zeiten als Event in der Aktivitätsübersicht gespeichert werden. Wenn gewünscht, ist auch die Counter-Funktion auf diese Weise darstellbar: Die App zeigt die Anzahl der registrierten Zählungen an, wenn die Anzeige auf der Uhr gelöscht wird. Bei der Stoppuhr finden wir das halbwegs nachvollziehbar, beim Counter erschließt sich der Sinn nicht. Die Synchronisation kann aber auch einfach ausgeschaltet werden.

Wie bei allen Armbanduhren mit Temperatursensor ist die Messung der Umgebungstemperatur nur sinnvoll, wenn die Uhr nicht getragen wird. Ansonsten wird das Ergebnis durch die Körperwärme verzerrt. Die Ollee Watch zeichnet automatisch einmal pro Stunde die Temperatur auf; der Datensatz wird bei Verbindung mit der App synchronisiert.

Temperatur wird automatisch aufgezeichnet

Auf diese Weise lässt sich verfolgen, wie sich die Temperaturen in der Nacht entwickelt haben, vorausgesetzt, die Uhr wird nicht getragen. Allerdings dürfte auch eine erhöhte Körpertemperatur erkennbar sein, zumindest in der Tendenz. Die einzelnen Werte lassen sich nicht verwenden, um etwa Fieber genau zu ermitteln.

Die Casio F-91W im unverbastelten Zustand mit dem Ollee-Watch-Modul (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 1/23: Die Casio F-91W im unverbastelten Zustand mit dem Ollee-Watch-Modul (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Ollee-Watch-Modul ersetzt das Standard-PCB in der Uhr. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/23: Das Ollee-Watch-Modul ersetzt das Standard-PCB in der Uhr. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Ein Cortex-M4-Prozessor liefert die notwendige Leistung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/23: Ein Cortex-M4-Prozessor liefert die notwendige Leistung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Im Set enthalten ist auch ein NFC-Sticker. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/23: Im Set enthalten ist auch ein NFC-Sticker. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Um Ollee Watch einzubauen, muss das Casio-Modul aus der F-91W entfernt werden. Die Uhr lässt sich einfach aufschrauben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/23: Um Ollee Watch einzubauen, muss das Casio-Modul aus der F-91W entfernt werden. Die Uhr lässt sich einfach aufschrauben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Standardmodul der F-91W mit entfernter Batterieabdeckung (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/23: Das Standardmodul der F-91W mit entfernter Batterieabdeckung (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Batteriekontakt des Originalmoduls wird abgezogen und weiterverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/23: Der Batteriekontakt des Originalmoduls wird abgezogen und weiterverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das auseinandergebaute Kernmodul mit Display, Reflexionsfolie und leitendem Gummi (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/23: Das auseinandergebaute Kernmodul mit Display, Reflexionsfolie und leitendem Gummi (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der NFC-Sticker wird auf die Rückseite des Displays geklebt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/23: Der NFC-Sticker wird auf die Rückseite des Displays geklebt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Display wird anschließende wieder zusammengebaut - es wird wiederverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/23: Das Display wird anschließende wieder zusammengebaut - es wird wiederverwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Batteriekontakt wird auf das Ollee-Watch-Modul gesetzt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/23: Der Batteriekontakt wird auf das Ollee-Watch-Modul gesetzt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Wieder zusammengebaut ist zunächst kein Unterschied zum Original zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/23: Wieder zusammengebaut ist zunächst kein Unterschied zum Original zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Innere der F-91W wird einfach wieder ins Gehäuse eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/23: Das Innere der F-91W wird einfach wieder ins Gehäuse eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die modifizierte F-91W und das Originalmodul von Casio (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/23: Die modifizierte F-91W und das Originalmodul von Casio (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Rechts die Ollee Watch, links die Sensor Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/23: Rechts die Ollee Watch, links die Sensor Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die fertige Ollee Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/23: Die fertige Ollee Watch (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Sensor Watch ist ebenfalls ein Umbau der F-91W. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/23: Die Sensor Watch ist ebenfalls ein Umbau der F-91W. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Startseite der Ollee-Watch-App mit der Aktivitätenübersicht (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/23: Die Startseite der Ollee-Watch-App mit der Aktivitätenübersicht (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Schritte werden wie bei einer Smartwatch aufgeführt. Die Temperatur wird automatisch einmal pro Stunde gespeichert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/23: Die Schritte werden wie bei einer Smartwatch aufgeführt. Die Temperatur wird automatisch einmal pro Stunde gespeichert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Stoppuhrzeiten und Counter lassen sich als Ereignisse speichern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/23: Stoppuhrzeiten und Counter lassen sich als Ereignisse speichern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Watchfaces der Ollee Watch können in der App ausgewählt und angeordnet werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/23: Die Watchfaces der Ollee Watch können in der App ausgewählt und angeordnet werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die App ermöglicht eine Reihe von Einstellungen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/23: Die App ermöglicht eine Reihe von Einstellungen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Über die Geräteeinstellungen lässt sich die Ollee Watch einfach am Smartphone konfigurieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/23: Über die Geräteeinstellungen lässt sich die Ollee Watch einfach am Smartphone konfigurieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)

Mit dem NFC-Sticker, den wir bei der Montage auf der Rückseite des Displays angebracht haben, können wir mit der Ollee Watch verschiedene Funktionen auf einem Smartphone auslösen. Es lässt sich eine App starten, wenn wir unsere Uhr mit einem Smartphone abtasten. Auch ein Link kann geöffnet werden. Der Sticker kann nicht mit der Ollee-App programmiert werden, dafür ist eine separate Anwendung notwendig. Wir haben Tagwriter von NXP verwendet.

Die Batterielaufzeit der Ollee Watch hängt von der Nutzung ab. Laut Hersteller ist es möglich, die Uhr bis zu drei Jahre mit einer Knopfzelle zu verwenden, wenn Bluetooth manuell aktiviert wird und Funktionen wie der Schrittzähler deaktiviert werden. Bleibt er eingeschaltet, liegt die prognostizierte Laufzeit zwischen acht Monaten und einem Jahr. Die F-91W mit Originalmodul kommt mit einer Batterie mehrere Jahre aus.

Die Ollee-Watch-Platine mit dem NFC-Sticker kostet beim Hersteller 55 US-Dollar, umgerechnet um die 47,40 Euro. Dazu kommen noch Zollgebühren, die bei uns inklusive Auslagepauschale bei knapp 10 Euro lagen. Die Platine müssen Nutzer selbst einbauen und brauchen dafür noch eine passende Uhr. Die F-91W ist mit Versand im Internet für um die 20 Euro zu haben, die A158W kostet um die 10 Euro mehr.

Die Ollee Watch kann auch fertig montiert gekauft werden. Der Preis liegt dann bei 100 US-Dollar, umgerechnet 86 Euro, was plus Zoll teurer ist als ein Kauf des DIY-Kits und einer separaten F-91W.

Fazit

Das Ollee-Watch-Modul ist eine umfangreiche Möglichkeit, die recht einfache Digitaluhr Casio F-91W aufzuwerten. Die Funktionen gehen über die des Sensor-Watch-Moduls deutlich hinaus, dafür ist Ollee Watch nicht so offen wie Sensor Watch.

Der Funktionsumfang ist aber in der Tat beeindruckend. Die Ollee Watch hat nicht nur einen gut funktionierenden Schrittzähler, sondern auch eine problemlos funktionierende Bluetooth-Integration. Die Einrichtung ist kinderleicht und läuft reibungslos, die App selbst ist übersichtlich und erscheint gut programmiert.

Der Einstellungsumfang ist sehr groß, über die App kann die Ollee Watch einfach angepasst werden. Um Dinge wie die Zeiteinstellung müssen Nutzer sich keine Gedanken machen – über die App wird die Zeit immer automatisch eingestellt. Was die Ollee Watch nicht kann, ist Benachrichtigungen vom Smartphone anzeigen.

Gut finden wir die Aktivitätsanzeige in der Ollee-App. Sie reicht natürlich nicht an Googles oder Apples Fitness-Apps heran, für ein derart kleines Projekt finden wir die Anzeige aber durchaus beeindruckend. Gut finden wir auch, dass wir die von der Ollee Watch gesammelten Daten in Apple Health oder Google Health übertragen können.

Kleinigkeiten wie die bunte Beleuchtungs-LED und die Spiele runden den Eindruck ab, dass Ollee Watch ein liebevoll gepflegtes Projekt ist. Inwieweit es sinnvoll ist, auf einer F-91W Poker und Blackjack zu spielen, sei dahingestellt – witzig ist es in jedem Fall.

Anders als bei der Sensor Watch sind Nutzer der Ollee Watch auf eine Begleit-App angewiesen. Das ist bei der Vielzahl an Einstellungen zwar praktisch, aber natürlich auch ein möglicher Nachteil – falls es die App irgendwann nicht mehr geben sollte.

Bei einem Preis von knapp 80 Euro für Ollee-Watch-Modul und F-91W ist das Projekt in etwa so teuer wie die Sensor Watch Pro und auch als Spaßprojekt noch bezahlbar. Und Spaß haben wir mit der Ollee Watch auf jeden Fall.

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  • 17. Juni 2026 um 12:00

Nintendo: Kriminelle verlangen 2 Millionen Dollar Lösegeld für gestohlene Daten

Von Oliver Nickel
Die Hacking-Gruppe hat allerdings einen Fehler gemacht und so im Prinzip ihre Drohungen gegen Nintendo entwertet.
Nintendo sagt Nein zur Lösegeldzahlung. (Bild: Pixabay.com)
Nintendo sagt Nein zur Lösegeldzahlung. Bild: Pixabay.com

Die Hackergruppe Shadowbytes (ShadowByt3$ in Leetspeak) wollte Nintendo offenbar um 2 Millionen US-Dollar erpressen. Sie hat nach eigenen Angaben etwa 859 MByte an Daten durch einen Hack der Mitarbeiter-Engagement-Plattform Tinypulse stehlen können. Das sind mutmaßlich überwiegend Chatverläufe zwischen Nintendo-Mitarbeitern. Laut Shadowbytes sind darunter aber auch Namen und E-Mail-Adressen von Angestellten, Umfragen und Analysedaten, die als Nintendo-Interna gehandelt werden.

"Sie haben 48 Stunden, um uns zu kontaktieren", schreibt die Gruppe in der Ankündigung vom 13. Juni 2026. Mittlerweile hat Nintendo sich wohl auch dazu entschieden, die geforderte Geldmenge nicht zu bezahlen.

Dem Gaming-Magazin Kotaku bestätigt der Konzern auch offiziell, dass es einen Vorfall mit Tinypulse gegeben habe. "Die Systeme von Nintendo wurden nicht kompromittiert, und es wurde nicht auf persönliche Kundendaten oder Finanzdaten zugegriffen", schreibt Nintendo. Die meisten der Daten seien zudem bereits älter und für Nintendo deshalb keine Bedrohung.

Daten zeigen: Mitarbeiter gegen KI

Nachdem Nintendo eine Zahlung ablehnte, wandte sich Shadowbytes offenbar an Tinypulse direkt. "Nintendo hat beschlossen, nicht zu zahlen; daher fordern wir Tinypulse zur Zahlung auf", heißt es in der zweiten Drohung. Ein User veröffentlichte anschließend einige der mutmaßlichen Daten selbst. Shadowbytes hatte offenbar einfach vergessen, den Link zu den Daten unkenntlich zu machen. "Also ist ihre Lösegeldforderung im Prinzip wertlos", schreibt die Person auf X.

In den Dokumenten tauschen sich Nintendo-Angestellte bei Nintendo America aus. Sie kritisieren teilweise den KI-Push und die Integration von Microsoft Copilot in Arbeitsprozesse des Unternehmens. "Ich glaube nicht, dass wir die negativen Seiten betrachten, wenn wir zu sehr auf KI setzen", schreibt eine Person in den geleakten Chats. Eine weitere Person kritisiert, dass KI-Systeme echte menschliche Arbeit ersetzt haben. "So viel dazu, dass KI niemanden von uns ersetzen wird", heißt es da.

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  • 17. Juni 2026 um 11:49

Störungsmeldung vom 16.06.2026 03:00

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
16.06.2026 03:00
Region
Freilassing (08654)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

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  • 16. Juni 2026 um 03:00

BSI-Affäre: Urteil gegen Böhmermanns ZDF Magazin Royale bestätigt

Von Heise

Die Gesichter einer Affäre: Nancy Faeser, Jan Böhmermann, Arne Schönbohm.

(Bild: dpa/ZDF/Montage: heise medien)

Ex-BSI-Chef Arne Schönbohm setzt sich mit seiner Unterlassungsforderung gegen das ZDF auch in der nächsten Instanz durch, erhält aber keinen Schadensersatz.

In der vom „ZDF Magazin Royale“ losgetretenen Affäre um den ehemaligen BSI-Präsidenten Arne Schönbohm hat das Oberlandesgericht München dem ZDF und Moderator Jan Böhmermann die Verbreitung von vier Behauptungen untersagt. Einen Anspruch auf Schadenersatz wies das OLG mit seinem Urteil vom Dienstag zurück und bestätigte damit die Entscheidung der Vorinstanz (Az. 18 U 217/26).

In einer Sendung des Satiremagazins „ZDF Magazin Royale“ hatte Böhmermann im Oktober 2022 dem BSI-Präsidenten über seine Verbindung mit dem Verein „Cyber-Sicherheitsrat Deutschland“ (CSRD) Kontakte zu russischen Geheimdienstkreisen unterstellt. Das hatte eine Politik-Affäre ausgelöst [1], die Schönbohm den Job kostete.

„Unwahre Äußerung“

Nach Überzeugung des OLG sind die in der Sendung getätigten Äußerungen so zu verstehen, dass der Kläger bewusste Kontakte zu russischen Nachrichtendiensten gehabt habe. Dies stelle eine unwahre Äußerung dar, die ihn in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht verletze, teilte das Gericht mit [2]. Auch eine satirische Äußerung müsse sich an den Maßstäben der Meinungsfreiheit messen lassen.

Gegen einen Anspruch auf Entschädigung spricht aus Sicht des OLG unter anderem, dass Schönbohm „seine Unterlassungsansprüche hätte frühzeitiger nach Ausstrahlung der Sendung geltend machen und damit möglicherweise seine Absetzung als Präsident des BSI verhindern können“.

Eine Revision zum Bundesgerichtshof ließ das OLG nicht zu. Dagegen können die Parteien grundsätzlich eine Nichtzulassungsbeschwerde einlegen. Über konkrete Pläne ist zur Stunde noch nichts bekannt. Schönbohm will weitere Schritte prüfen.

„Die Frage nach der Verantwortung“

„Das OLG München hat heute bestätigt: Vier zentrale Behauptungen über mich sind unwahr. Die Wahrheit hat sich durchgesetzt“, erklärte Schönbohm auf X. „Die Feststellung der Unwahrheit ist das eine. Die Frage nach der Verantwortung für den entstandenen Schaden das andere. Diese Frage ist noch nicht beantwortet. Wir werden weitere Schritte prüfen.“

Schönbohm hatte gegen das ZDF auf Unterlassung geklagt und einen Schadenersatz von 100.000 Euro geltend gemacht [3]. In der Vorinstanz hatte das Landgericht München Schönbohm in vier von fünf Punkten Recht gegeben [4], seine Schadenersatzforderung aber zurückgewiesen. Gegen das Urteil vom Dezember 2024 waren beide Parteien in Berufung gegangen (LG München I, Az. 26 O 12612/23).

Klage gegen Innenministerin

Nach Böhmermanns Äußerungen hatte Schönbohms damalige Dienstherrin, Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), den BSI-Chef freigestellt und schließlich versetzt. Ein von Schönbohm zur Aufklärung gewünschtes Disziplinarverfahren wollte das Ministerium nicht einleiten [5], weil sich die Vorwürfe nicht erhärten ließen.

Faeser begründete die Versetzung Schönbohms [6] schließlich mit einem gestörten Vertrauensverhältnis. Beobachter vermuteten, dass Faeser den streitbaren BSI-Chef abservieren wollte und die Affäre dafür eine Gelegenheit bot. Auch Schönbohm ist der Ansicht, das Bundesinnenministerium (BMI) hätte sich stärker für ihn einsetzen müssen.

Schönbohms Klage gegen das Ministerium hat das Verwaltungsgericht Köln jedoch abgewiesen [7]. Zwar erkannten die Richter, dass das BMI seiner „Fürsorgepflicht nicht hinreichend nachgekommen ist“, doch sei es auch nicht zu einer „schwerwiegenden Verletzung“ von Schönbohms Persönlichkeitsrechten gekommen, mit der er einen Anspruch hätte begründen können.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11334455

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/BSI-Affaere-um-Schoenbohm-Im-Visier-der-Geheimdienste-7316233.html
  2. https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/oberlandesgerichte/muenchen/presse/2026/41.php
  3. https://www.heise.de/news/Ex-BSI-Praesident-Schoenbohm-fordert-100-000-Euro-Schadenersatz-vom-ZDF-9290044.html
  4. https://www.heise.de/news/Magazin-Royale-Schoenbohm-in-erster-Instanz-gegen-ZDF-weitgehend-erfolgreich-10215725.html
  5. https://www.heise.de/news/Affaere-Schoenbohm-Offenbar-kein-Disziplinarverfahren-gegen-Ex-BSI-Chef-9020145.html
  6. https://www.heise.de/news/BSI-Affaere-Innenministerin-will-Schoenbohm-zur-Bundesakademie-abschieben-7339757.html
  7. https://www.heise.de/news/Ex-BSI-Chef-Schoenbohm-scheitert-mit-Klage-gegen-Bundesinnenministerium-10254555.html
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  • 16. Juni 2026 um 15:58

EU-Parlament stimmt zu: Verbot für sexualisierte Deepfake-KI

Von Heise
Großaufnahme der Brille eines Mannes, darin die Spiegelung einer Frau im Bikini

(Bild: Tero Vesalainen / Shutterstock.com)

Was dürfen ChatGPT, Grok und Co.? Und wer ist verantwortlich, wenn mit Hilfe von KI pornografische Deepfakes erstellt werden? Die EU hat neue Regeln abgenickt.

Das Europaparlament hat einem Verbot von KI-Anwendungen, mit denen sexualisierte Deepfakes erstellt werden können, zugestimmt. Eine große Mehrheit von 423 Abgeordneten stimmte in Straßburg für eine entsprechende Änderung des europäischen KI-Gesetzes. 57 lehnten sie ab, 174 Parlamentarier enthielten sich. Nun fehlt noch die formelle Zustimmung der EU-Staaten. Das Verbot würde dann ab 2. Dezember 2026 federführend vom KI-Amt der EU durchgesetzt werden, das vor zwei Jahren geschaffen wurde.

Bei Deepfakes werden mit Hilfe Künstlicher Intelligenz täuschend echt wirkende Bild-, Video- oder Tonaufnahmen manipuliert oder erzeugt. Das neue Verbot soll die bisherigen Regeln ergänzen, indem es neben den Nutzenden auch die Anbieter der entsprechenden digitalen Werkzeuge ins Visier nimmt. Die an den Verhandlungen beteiligten Abgeordneten hatten betont, dass das Verbot nicht dazu führen solle, die Erstellung oder Manipulation von Bildern übermäßig stark einzuschränken.

Was genau verboten sein soll

Dafür soll in dem neuen Gesetz genau definiert sein, was sexualisierte Inhalte sind und was nicht. Das Verbot zielt demnach auf KI-Anwendungen ab, die etwa die Erstellung von realistischen Bildern oder Videos vom Intimbereich erlauben – insbesondere von Genitalien, dem Anus, Po oder entblößten weiblichen Brüsten sowie von sexuell eindeutigen Handlungen.

Satirische Karikaturen sollen also ausgenommen bleiben. Auch nicht-einvernehmliche Bikini-Bilder [1], wie sie von Grok erstellt und auf X verbreitet wurden, könnten demnach erlaubt bleiben. Das neue Verbot [2] soll aber explizit auch auf das Erstellen von Inhalten abzielen, die sexuellen Kindesmissbrauch darstellen.

Verpflichtende Wasserzeichen für KI kommen später

Weitere Änderungen am KI-Gesetz [3] sollen der KI-Branche zunächst zusätzliche Pflichten ersparen und auch die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der Wirtschaft mit Regelvereinfachungen erleichtern. An Teile des Gesetzes, die das Europäische KI-Amt ursprünglich bereits ab August durchsetzen sollte, müssen sich die Firmen hinter ChatGPT, Claude und Co. jetzt erst ab Dezember 2026 halten. Spätestens dann sollen die Anbieter KI-Inhalte etwa deutlich als solche kennzeichnen – generierte Bilder und Videos müssten sie also mit Wasserzeichen markieren.


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https://www.heise.de/-11334309

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  1. https://www.heise.de/news/xAI-und-X-reagieren-auf-Grok-Kritik-Massnahmen-gegen-anzuegliche-KI-Bilder-11142163.html
  2. https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20260611IPR45207/ai-act-ep-approves-simplification-measures-and-nudifier-app-ban
  3. https://www.heise.de/news/Omnibus-AI-Act-Fristverlaengerung-und-Deepfake-Verbot-11211968.html
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  • 16. Juni 2026 um 15:01

FBI nimmt Phishing-as-a-Service-Plattform „Outsider“ hops

Von Heise
Beschlagnahme-Banner des FBI

Die Phishing-as-a-Service-Domains ziert nun das Banner des FBI.

(Bild: FBI)

Der Phishing-as-a-Service-Dienst „Outsider“ wurde vom FBI vom Netz genommen. Auf tausenden Domains stahl er Millionen Kreditkarten.

Am vergangenen Wochenende hat das FBI Cleveland einen Schlag gegen Cyberkriminelle versetzt. Die chinesisch verortete Phishing-as-a-Service-Plattform (PhaaS) war seit dem Jahr 2023 aktiv. Jetzt ziert die Webseiten ein FBI-Banner, das auf die Beschlagnahme hinweist.

Das FBI berichtet auf Linkedin von der „Operation Ghost Hook“ [1]. Demnach haben die Strafverfolger zusammen mit Google und Lumen an den Maßnahmen gegen das kriminelle Angebot gearbeitet. „Outsider“ oder auch „Outsider Enterprise“ bot als Phishing-as-a-Service-Plattform „schlüsselfertige“ Phishingseiten mitsamt Infrastruktur gegen Geld an. Die Phishing-Kits konnten komplexe Angriffe gegen Bürger der USA und mindestens 54 weiterer Länder ausführen. Alles automatisch und KI-gestützt. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Outsider-PhaaS-Plattform seit Juli 2023 mehr als 8000 einzigartige Phishing-Domains aufgesetzt hat. Die zeichnen für geschätzte 3.870.000 gestohlene Kreditkartendaten und damit verbunden rund 1,9 Milliarden US-Dollar an Verlusten verantwortlich.

„Operation Ghost Hook“

Bei der gemeinsamen Aktion haben das FBI und die Partner mehrere Domains der Hauptverwaltungsserver beschlagnahmt. Außerdem eine Shopify-Geschäftsseite mitsamt Konto, die zum Testen des Phishing-Dienstes genutzt wurden. Auch 100.000 Tether (USDT) haben die Ermittler aus den Outsider-Wallets eingefroren. Tausende Phishing-Domains bei US-Providern wurden beschlagnahmt, sie zeigen nun das FBI-Banner zur Beschlagnahme im Rahmen von „Operation Ghost Hook“. Über einen „Outsider“-Telegram-Bot haben die Strafverfolger außerdem Informationen über Kunden des kriminellen Angebots erhalten.

Die Operation ist Teil der übergeordneten „Operation Riptide“, einer andauernden FBI-Kampagne, die die Drahtzieher, Infrastruktur und Finanznetzwerke hinter Cybercrime zum Gegenstand hat.

In dem Zusammenhang hat Google zudem erläutert [2], dass das Unternehmen gegen KI-Betrug auch mittels juristischer Schritte vorgehen will, das Ganze nennt sich grob übersetzt „proaktive Rechtsdurchsetzung“ (Affirmative Litigation). Neben dem Patchen von Sicherheitslücken und Sperren betrügerischer Konten geht das Unternehmen zusammen mit Strafverfolgern auch zivilrechtlich gegen Cyberkriminelle [3] vor. Dazu gehört das Einklagen von Domain-Sperren, um deren Infrastruktur zu zerlegen, und das Einfrieren von Finanzmitteln.


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  1. https://www.linkedin.com/posts/this-week-fbi-cleveland-in-coordination-ugcPost-7471220470651027456-5GEc/
  2. https://blog.google/innovation-and-ai/technology/safety-security/combatting-ai-scams/
  3. https://www.heise.de/thema/Cybercrime
  4. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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  • 16. Juni 2026 um 14:20

Andere Farben, hohe Preise: Surface Pro und Laptop jetzt mit Snapdragon X2

Von Heise

Microsoft aktualisiert sein Tablet Surface Pro 13 und seine Notebooks Surface Laptop 13,8 und 15: Qualcomms Snapdragon X2 fährt darin zehn oder zwölf Kerne aus.

Microsoft bringt das Windows-Tablet Surface Pro mit 13-Zoll-Touchscreen und die beiden Surface Laptop mit 13,8 und 15 Zoll Bildschirmdiagonale auf den aktuellen Stand: Ab sofort sind die Geräte in neuen Versionen erhältlich, in den statt der ersten nun die zweite Generation von Qualcomms Snapdragon X arbeitet. Vorgesehen sind jeweils Varianten mit zehn (Snapdragon X2 Plus) oder zwölf Kernen (Snapdragon X2 Elite), aber nicht das Topmodell mit 18 Kernen. Dennoch sind die Preise hoch; die anhaltende Speicherkrise lässt grüßen.

Surface Pro

Das neue Tablet Surface Pro 13 kostet mit Snapdragon-Zehnkerner und LCD-Bildschirm mindestens 1600 Euro. Es hat 16 GByte Arbeitsspeicher und eine 256-GByte-SSD an Bord sowie immer ein silbernes Gehäuse (offiziell Platin). Erst ab 1700 Euro bekommt man es alternativ auch in Sand oder Schwarz; dann ist die SSD doppelt so groß. Das Blau der Vorgängergeneration entfällt beim 2026er-Jahrgang.

Modelle mit Snapdragon-Zwölfkerner fangen bei 1900 Euro mit 512er-SSD an; in diese Varianten baut Microsoft ein farbstarkes OLED-Panel ein. Jede weitere Speichererhöhung packt auch beim Preis ordentlich was drauf: Mit 24 GByte Arbeitsspeicher werden bereits 2150 Euro (Zehnkerner) oder 2400 Euro (Zwölfkerner) aufgerufen. Die Topmodelle mit 32 oder 64 GByte RAM kosten 2850 beziehungsweise 3700 Euro, haben immer den Zwölfkerner und wie das Basismodell ausschließlich ein silbernes Gehäuse. Im Gerätepreis sind weder ein Netzteil (90 Euro) noch Stift oder Tastatur enthalten. Letztere gibt es einzeln für 130 beziehungsweise 160 Euro; das Bundle aus beiden mit passend zur Gehäusefarbe eingefärbter Tastatur kostet 310 Euro.

Das kleinere und günstigere Surface Pro 12 wurde nicht aktualisiert, sondern verbleibt mit erster Snapdragon-X-Generation im Programm.

Surface Laptop

Beim Surface Laptop traut sich Microsoft nicht, Varianten mit 256er-SSD anzubieten, sondern beginnt mit 512 GByte Speicherplatz (und auch mit 16 GByte Arbeitsspeicher). Der Surface Laptop 13,8 startet mit Snapdragon-Zehnkerner bei 1700 Euro und mit dem Zwölfkerner bei 1800 Euro; als Gehäusefarben sind Jadegrün, Silber, Sand und Schwarz vorgesehen. Für den größeren Surface Laptop 15 werden jeweils ein Hunderter mehr fällig; ihn gibt es nur in Silber und Schwarz.

Bei höheren Stufen wechselt der Fokus. Der Surface Laptop 13,8 bekommt mit Zehnkerner 24 (2150 Euro) oder 32 GByte RAM (2400 Euro), während man bei Zwölfkerner ohne Zwischenschritte gleich beim ausschließlich schwarzen Topmodell mit 32 GByte RAM und 1-TByte-SSD für 2750 Euro landet. Beim 15-Zöller hat hingegen nur die Basiskonfiguration den Zehnkerner, alle höheren Varianten hingegen den Zwölfkerner. Auch ist ausschließlich der 15-Zöller mit 64 GByte Arbeitsspeicher zu haben, wenn man tief in die Tasche greift: Mit 1-TByte-SSD sind 3800 Euro aufgerufen und mit (ebenfalls exklusiver) 2-TByte-SSD dann 4200 Euro.

Der kleinere und günstigere Surface Laptop 13 wurde nicht aktualisiert, sondern verbleibt mit erster Snapdragon-X-Generation im Programm.

Haptisches Feedback

Für alle drei Neulinge hebt Microsoft hervor, dass Windows 11 bei ihnen nun haptisches Feedback liefert. Bei den beiden Laptops spürt man es über die haptischen Touchpads und beim Surface Pro, wenn man Microsofts Slim Pen nutzt. Auf allen Geräten soll zudem die Profisoftware Affinity vorinstalliert sein, die die Eingabegeräte ebenfalls bei ausgewählten Funktionen oder Aktionen zum Wackeln bringt.

Die neuen Surface-Geräte mit Snapdragon X2 sind wie ihre Vorgänger für Privatanwender gedacht. Für Geschäftskunden sind laut Microsoft hingegen Varianten mit Intel-CPUs vorgesehen; solche mit Intels 2026er-Prozessorbaureihe Core Ultra 300 (Panther Lake) sind bereits vor kurzem gestartet.

In der Praxis ist die Trennung nach Geschäftsbereichen beziehungsweise Prozessorarchitekturen aber keinesfalls so stark, wie Microsoft suggeriert: Der Fachhandel offeriert Intel- und Qualcomm-Varianten Seite an Seite. Zudem startet später im Herbst auch noch der Profi-Laptop Surface Laptop Ultra, der sich an KI-Entwickler, Designer und Videografen richtet, also mindestens semiprofessionelle Anwender. Darin wird mit Nvidias RTX Spark alias N1X ebenfalls ein ARM-Prozessor zum Einsatz kommen.


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  • 16. Juni 2026 um 19:08

Apples KI-Trick: Wie ein 20-Milliarden-Parameter-Modell aufs iPhone passt

Von Heise
Softwarechef Craig Federighi mit einer Übersicht der verwendeten KI-Modelle Apples

Apples Softwarechef Craig Federighi mit einer Übersicht der verwendeten KI-Modelle – links unten ist das Modelle AFM Core Advanced zu sehen, das lokal auf dem iPhone betrieben wird.

(Bild: Malte Kirchner / heise online)

Lokale KI braucht viel Arbeitsspeicher. Und genau der ist auf dem iPhone rar. Apple bedient sich deshalb bei seinem neuen KI-Modell eines besonderen Tricks.

Ein Modell der Künstlichen Intelligenz [1] mit 20 Milliarden Parametern auf einem iPhone zum Laufen zu bringen – das klingt zuerst nach einem technischen Widerspruch. Viele Smartphones haben schlicht nicht genug Arbeitsspeicher dafür und vor allem Apple war in der Vergangenheit bei der Ausstattung seiner Geräte mit RAM sparsam. Apple hat das Problem für sich trotzdem gelöst, mit einer selbst entwickelten Methode, die das Modell grundlegend anders organisiert, als die KI-Industrie das bisher getan hat.

Normalerweise muss das gesamte Modell im schnellen RAM des Geräts liegen, damit es funktioniert. Ein Modell mit 20 Milliarden Parametern würde die Grenzen heutiger Smartphone-Hardware schnell erreichen. Apples bisheriges On-Device-Modell hatte deshalb nur rund drei Milliarden Parameter – klein genug, um ins Gerät zu passen, aber entsprechend begrenzt in seinen Fähigkeiten.

Flash-Speicher löst RAM-Problem

Amar Subramanya, Apples Vice President of AI

(Bild: Malte Kirchner / heise online)

AFM Core Advanced [2] dreht das klassische Prinzip um: Das gesamte 20-Milliarden-Parameter-Modell liegt im Flash-Speicher – also dort, wo sonst Fotos, Apps und Musik gespeichert sind. In den schnellen Arbeitsspeicher wird immer nur der Teil geladen, der für die aktuelle Anfrage tatsächlich gebraucht wird. Die Methode stellte Amar Subramanya, Apples Vice President of AI, in einem Tech-Talk nach der WWDC-Keynote [3] vor, den Apple an seinem Firmensitz in Cupertino ausrichtete.

Der Kniff dabei: Statt bei jedem einzelnen Wort neu zu entscheiden, welche Teile des Modells aktiviert werden – wie es gängige Modelle tun –, analysiert AFM Core Advanced zunächst die gesamte Anfrage und wählt dann einmalig den passenden Parameter-Subset aus. Das spart den ständigen Datentransfer zwischen Flash und RAM – und damit Zeit und Akkuleistung. Diese Methode nennt sich Instruction-Following Pruning und wurde von Apple-Forschern entwickelt.

Ein Vergleich: Ein Arzt, der einen Patienten behandelt, muss auch nicht sein gesamtes medizinisches Wissen gleichzeitig abrufen – sondern nur das, was für den konkreten Fall relevant ist. Genau so funktioniert AFM Core Advanced.

Was das in der Praxis bedeutet

Das Modell ist nativ multimodal: Es versteht Text, Bilder und Audio gleichzeitig – und kann Text und Sprache ausgeben. Mike Rockwell, der das Siri-Projekt bei Apple leitet, sagte beim Tech-Talk unmissverständlich: „Wir hätten diese neuen Stimmen ohne dieses Modell nicht bauen können.“ Die neuen, deutlich natürlicher klingenden Siri-Stimmen laufen auf dem Gerät – ohne Cloud-Verbindung. Dasselbe gilt für die verbesserte Diktierfunktion.

Rockwell ergänzte, was das architektonisch bedeutet: „Es ist, als hätten wir ein dediziertes Ein-bis-Drei-Milliarden-Parameter-Modell nur für die Stimme – gezogen aus einem viel größeren Ganzen.“ Und laut Softwarechef Craig Federighi seien die jetzigen Anwendungsfälle „erst der Anfang“. Für bestimmte KI-Funktionen, etwa die Bildgenerierung, plant Apple allerdings Nutzungslimits, die sich per iCloud+-Abo erweitern [4] lassen. Das Modell erlaube es Apple, immer mehr Leistung auf das Gerät zu bringen.

Allerdings hat das einen Haken: AFM Core Advanced ist auf das iPhone 17 Pro, das iPhone Air sowie leistungsstarke Mac- und iPad-Modelle beschränkt. Welche Geräte die vollständigen KI-Anforderungen von iOS 27 [5] erfüllen, hat heise online im Detail aufgelistet. Wer ein älteres Gerät hat, bekommt weiterhin das kleinere Modell. Schon die Apple Intelligence ist nur rückwärtskompatibel bis zum iPhone 15 Pro. Apple schafft damit innerhalb seiner eigenen Produktlinie zwei KI-Klassen – und einen möglichen Grund, auf neue Hardware umzusteigen. Für Entwickler bietet Apple die neuen Cloud-Modelle unter bestimmten Bedingungen hingegen kostenlos an [6].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11334385

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/thema/Kuenstliche-Intelligenz
  2. https://machinelearning.apple.com/research/introducing-third-generation-of-apple-foundation-models
  3. https://www.heise.de/news/Google-ganz-nah-und-doch-auf-Distanz-So-erklaert-Apple-seinen-KI-Deal-11322434.html
  4. https://www.heise.de/news/iCloud-wird-zum-indirekten-KI-Abo-11327404.html
  5. https://www.heise.de/news/Anforderungen-fuer-iOS-27-und-Co-Zoepfe-abgeschnitten-Siri-AI-teilbeschraenkt-11322631.html
  6. https://www.heise.de/news/Apple-gibt-Cloud-Modell-fuer-kleinere-Entwickler-kostenlos-frei-11328100.html
  7. https://www.heise.de/mac-and-i
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  • 16. Juni 2026 um 16:09

Menopause und Perimenopause: Apple trackt Zyklus, gibt Tipps und mehr

Von Heise
Fitness+-App in iOS 27

Fitness+-App in iOS 27.

(Bild: Apple)

iOS 27 und Co. bekommen neue Gesundheitsfeatures für Frauen in den Wechseljahren. Das betrifft nicht nur iPhone und Apple Watch.

Zu den neuen Apple-Health-Funktionen in iOS 27 [1] zählt erstmals auch die Erfassung der Perimenopause [2] und der Menopause, also der zwei Hauptphasen im Klimakterium. Die Health-App kann Frauen ab einem angegebenen Alter von 40 Jahren Hinweise geben, wenn sie Indizien erkennt. Apple hat das Feature in das bereits seit längerem vorhandene Tracking des weiblichen Zyklus [3] integriert, für das es seit watchOS 26 auf unterstützten Modellen auch eine eigene Apple-Watch-App [4] gibt. Im Rahmen des Sportabodienstes Fitness+ hat Apple außerdem spezielle Kurse für Frauen im Klimakterium in Vorbereitung.

Erweiterung des Zyklusprotokolls

Das Zyklusprotokoll erfasst Beginn und Ende des Menstruationszyklus und kann anhand der Handgelenkstemperatur Vorhersagen zur nächsten Periode und der voraussichtlichen Fruchtbarkeit treffen. Aus diesen Informationen berechnen watchOS 27 [5] und iOS 27 dann mögliche Anzeichen für den Beginn der Perimenopause, die zwischen vier und zehn Jahren dauern kann.

Erkannt werden etwa Abweichungen vom bisherigen Zyklus, für die es dann sowohl auf der Apple Watch als auch in der Health-App Warndialoge gibt. Apple betont, dass die Funktion nur der Information dient und man sich dann an seinen Frauenarzt wenden solle. Die Health-App liefert, wie in anderen Gesundheitsbereichen, diverse Erklärtexte und weiterführende Informationen. Zudem erfasst ein Tagebuch Indikationen zur Perimenopause und Menopause, etwa Müdigkeit, Hitzewallungen und ähnliche Symptome. Die App ermöglicht einen Export der Daten im PDF-Format, um diese an den Arzt weiterzureichen.

Phasen des Klimakteriums

Allein in den USA sind pro Jahr rund zwei Millionen Frauen neu von der Perimenopause betroffen. Die Menopause, also jene Phase des Klimakteriums, nachdem die Periode ausbleibt, beginnt typischerweise zwischen 45 und 55 Jahren. Es kommt aber auch vor, dass es bereits in den Jahren ab 30 zu ersten Symptomen der Perimenopause kommt. Doch Apple scheint mit der Aktivierung der Funktion ab einem Alter von 40 Jahren auf Nummer sicher gehen zu wollen.

Wie üblich handelt es sich bei der Funktion nicht um eine medizinische Funktion, sondern um ein „Wellness“-Feature. Es kann also nur ein erster Anlass sein, sich mit den Veränderungen des eigenen Körpers zu beschäftigen. watchOS 27 und iOS 27 erscheinen im Herbst, im Juli beginnt ein öffentlicher Betatest.


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https://www.heise.de/-11332789

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/iOS-27-Mehr-Tempo-besserer-Schutz-neue-Siri-11321931.html
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Perimenopause
  3. https://www.heise.de/news/Apple-Health-wacht-kuenftig-ueber-Menstruation-und-sexuelle-Aktivitaet-2687372.html
  4. https://support.apple.com/de-de/guide/watch/apd26429adf0/watchos
  5. https://www.heise.de/news/tvOS-27-und-watchOS-27-Das-ist-neu-bei-Apple-TV-und-Apple-Watch-11322662.html
  6. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 16. Juni 2026 um 13:32

Audible: Premium-Podcasts künftig auch in Apple-App anhörbar

Von Heise
Apple Podcasts mit Amazon-Audible-Inhalten

Apple Podcasts mit Amazon-Audible-Inhalten.

(Bild: Amazon)

Wem die Audible-App zum Anhören von Podcast-Inhalten der Amazon-Tochter nicht gefällt, kann dank „Connected Subscription“ nun auch Apples Player verwenden.

Die Amazon-Hörbuchtochter Audible hat ein nützliches neues Feature für Nutzer von Apples Podcasts-App implementiert: Seit Kurzem kann man Premium-Shows des Anbieters mittels „Connected Subscription“ auch in der Anwendung des iPhone-Herstellers konsumieren. Damit ist es nicht mehr notwendig, die vor allem für Audiobooks gedachte Audible-App zu verwenden; man findet dann alle Podcasts wie gewohnt in der Podcasts-App. Amazon hatte zunächst Inhalte seiner 2020 erworbenen Podcast-Tochter Wondery, bei der zuletzt über 100 Mitarbeiter entlassen wurden, ins Audible-Portfolio verschoben. In einem nächsten Schritt wird nun auch der Zugriff über Apple Podcasts ermöglicht, das als weltweit beliebteste App zum Konsum von Audiosendungen gilt.

Mehr Staffeln und keine Werbung

Laut Angaben von Audible [1] sind über die „Connected Subscription“ rund 700 Premium-Podcasts in 135 Ländern zugänglich. Die Inhalte werden werbefrei ausgespielt. In Apple Podcasts gibt es dazu allerdings keine zentrale Einstellung – stattdessen muss man einen der Audible-Podcasts in der Anwendung auffinden und dann auf das Audible-Logo klicken, um den Account zu verbinden. Danach sollen sowohl die Werbefreiheit als auch Staffeln, die nur Premium-Nutzern zur Verfügung stehen, in Apple Podcasts freigeschaltet sein.

Je nach Spracheinstellung von iOS – oder aus bislang unbekannten Gründen, die vermutlich mit der Rechtesituation zu tun haben – kann es hier allerdings Probleme geben. So gelang es der Mac & i-Redaktion zunächst nicht, sich trotz vorhandener Audible-Mitgliedschaft [2] in Apple Podcasts über ein internes Browser-Fenster mit Zugriff auf Amazon.com anzumelden. Es wurde angezeigt, dass keine Mitgliedschaft besteht und auf die Audible-App verwiesen. Diese gab wiederum an, dass die Mitgliedschaft vorhanden sei und verlinkte zurück in die Podcasts-App, wo erneut der Login-Bildschirm auftauchte, der aber erneut ins Nichts („keine Mitgliedschaft“) führte.

Abomodelle von Audible

Audible verkauft verschiedene Abomodelle, die mit oder ohne Guthaben für Hörbücher kommen. Preislich geht es ab 6,99 Euro im Monat los, darin enthalten sind auch schon die Podcasts und ein Buch, das man allerdings nicht erwirbt.

Teurere Varianten kosten 9,95 Euro (Hörbuch-Streamingkatalog mit 10.000 Titeln, ein Hörbuch erwerben) und 16,95 Euro (2 Hörbücher erwerben) im Monat. 24 erworbene Hörbücher im Jahr sind für 189,95 Euro zu haben. Für die beiden günstigsten Abos gibt es eine 30 Tage lange Probephase.


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https://www.heise.de/-11332801

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.audible.com/about/newsroom/members-can-now-access-audibles-premium-storytelling-via-apple-podcasts
  2. https://www.audible.de/blog/welche-abo-modelle-finde-ich-bei-audible
  3. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 16. Juni 2026 um 12:43

SAMP/T NG: Warum die Schweiz und 14 Staaten die Patriot-Alternative prüfen

Von Telepolis
Das SAMP/T NG-System, eine Alternative zum Patriot-Flugabwehrsystem, wird von mehreren europäischen Staaten geprüft.

Das SAMP/T NG-System, eine Alternative zum Patriot-Flugabwehrsystem, wird von mehreren europäischen Staaten geprüft.

(Bild: Eurosam)

Weil US-Lieferungen für das Patriot-System bis in die 2030er-Jahre stocken, weichen europäische Staaten auf das neue SAMP/T NG aus.

Das europäische Raketenabwehrsystem SAMP/T NG entwickelt sich zum ernsthaften Konkurrenten für den US-amerikanischen Patriot – bislang der Goldstandard westlicher Luftverteidigung.

Wie Bloomberg berichtet [1], verhandelt Hersteller Eurosam, ein Gemeinschaftsunternehmen von MBDA und Thales, derzeit mit Kuwait und Ungarn über konkrete Lieferpakete.

Rund 15 Länder befassen sich demnach aktiv mit dem System, darunter die Schweiz und Estland.

Der Hintergrund: Patriot-Batterien von RTX (ehemals Raytheon) und Lockheed Martin sind weltweit so gefragt, dass neue Kunden teils Jahre auf Lieferungen warten. Die Schweiz etwa bestellte 2022 fünf Patriot-Systeme mit geplanter Auslieferung ab 2026.

Inzwischen verschiebt sich der Zeitrahmen weit in die 2030er Jahre – bei steigenden Kosten. RTX investiere zwar in zusätzliche Kapazitäten, nenne aber weder konkrete Stückzahlen noch Termine, so Bloomberg.

Schnellere Lieferung, europäische Kontrolle

Genau hier setzt Eurosam an. Das Unternehmen hat die Produktion hochgefahren und kann heute bestellte SAMP/T NG-Einheiten schneller ausliefern als vergleichbare Patriot-Bestellungen.

Dänemark gab bereits im September 2025 bekannt [2], sich für SAMP/T-NG entschieden zu haben. Im April 2026 unterzeichnete Dänemark [3] als erstes Exportland den Vertrag; die Auslieferung ist für 2028 geplant. Auch Luxemburg hat sich inzwischen für das System entschieden.

Kopenhagen begründete die Entscheidung laut Bericht mit dem Wunsch nach einer in Europa hergestellten Luftverteidigung gegen die Bedrohung durch Russland.

Frankreich und Italien erhielten die ersten Systeme im vergangenen Jahr zur operativen Bewertung [4]. Paris orderte zudem sieben weitere Einheiten [5] und wird damit über acht SAMP/T-NG-Sektionen verfügen.

Die Produktion der zugehörigen Aster-Abfangraketen soll sich 2026 auf etwa 180 Stück verdoppeln und 2027 die Marke von 300 pro Jahr überschreiten.

Ground Fire und Aster B1NT als technische Kernstücke

Technisch setzt SAMP/T NG auf das volldigitale AESA-Radar Ground Fire von Thales. Es liefert eine 360-Grad-Panoramaabdeckung mit bis zu 400 km Reichweite und einer Aktualisierungsrate von nur einer Sekunde.

Das Radar erkennt und verfolgt Drohnen, Kampfflugzeuge und ballistische Raketen gleichzeitig – auch in komplexem Gelände oder dichtem Luftverkehr.

Das Herzstück der Bewaffnung bildet die neue Aster 30 B1NT, ein zweistufiger Lenkflugkörper mit etwa 150 km Reichweite [6] und der Fähigkeit, ballistische Raketen mit einer Reichweite von bis zu 1.500 km abzufangen [7].

Erfolgreiche Systemtests in Sardinien und Südfrankreich bestätigten im Dezember 2025 die erweiterten Fähigkeiten gegen manövrierfähige, getarnte und schnelle Ziele.

Die Besonderheit der Aster-Raketen liegt in ihrer kombinierten Steuerung aus aerodynamischen Flächen und seitlichen Schubdüsen am Schwerpunkt. Diese ermöglicht extreme Agilität im gesamten Abfangbereich – ein Vorteil besonders in großer Höhe gegen ballistische Ziele.

Patriot bleibt Referenz – vorerst

Trotz der wachsenden Konkurrenz genießt Patriot weiterhin einen Vorsprung: jahrzehntelange Kampferprobung, tiefe Nato-Integration und ein globales Ökosystem aus Ersatzteilen, Training und Software-Updates.

Deutschlands Generalinspekteur Carsten Breuer machte die Haltung der Bundeswehr gegenüber Bloomberg deutlich: Man verlasse sich "ohne Zweifel" auf Patriot, suche aber parallel nach Alternativen. Ein Systemwechsel sei komplex, weil neben Raketen auch Radare, Logistik und Ausbildung angepasst werden müssten.

Eurosam positioniert SAMP/T NG derweil gezielt als "blockunabhängige" Lösung. Für Staaten wie die Türkei oder die Vereinigten Arabischen Emirate sei das System attraktiv, weil es weder US-amerikanischer noch chinesischer Kontrolle unterliege, erklärte der Analyst Yohann Michel vom Institut für Strategische und Verteidigungsstudien (IESD) der Universität Lyon 3 gegenüber Bloomberg. Für Europäer sei es schlicht "eine Frage der Souveränität".

Ob die europäische Produktionskapazität mit der Nachfrage Schritt hält, bleibt allerdings offen. Die Erfahrungen aus der Ukraine und dem Iran-Konflikt zeigen, wie rasch Raketenbestände aufgebraucht werden können.


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https://www.heise.de/-11334421

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-06-15/europe-s-alternative-to-patriot-missile-is-finding-more-buyers
  2. https://www.thalesgroup.com/da/news-centre/press-releases/det-danske-forsvar-har-valgt-samp/t-ng
  3. https://www.aerotime.aero/articles/denmark-samp-t-ng-first-export-contract
  4. https://www.mbda-systems.com/successful-firings-sampt-ng-long-range-air-defence-systems
  5. https://www.thalesgroup.com/fr/actualites-du-groupe/communiques-de-presse/thales-contribue-la-production-de-sept-sections-de-samp
  6. https://www.defense.gouv.fr/en/aster-30-b1nt-missile
  7. https://www.deagel.com/weapons/aster/a001130

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  • 16. Juni 2026 um 15:35

RN-Chef Jordan Bardella: Frankreich soll EU-Beitrag um Milliarden kürzen

Von Telepolis
Frankreichs Rechtsaußen-Politiker schaut in die Kamera.

Der RN-Parteichef Jordan Bardella will Frankreichs EU-Beitrag kürzen.

(Bild: Obatala-photography / Shutterstock.com)

Der RN-Parteichef plant, die Zahlungen an Brüssel einseitig zu halbieren. Doch das Vorhaben könnte am europäischen Recht scheitern.

Den Frexit hat der Rassemblement National beerdigt. Was an seine Stelle tritt, dürfte Brüssel trotzdem nicht schmecken: Parteichef Jordan Bardella will Frankreichs Nettobeitrag zum EU-Haushalt von bis zu 15 Milliarden Euro einseitig halbieren – und das per schlichtem Parlamentsvotum.

Während der 30-jährige Präsidentschaftskandidat diesen drastischen Sparkurs ankündigt, hat er eigene Probleme mit Brüssel. So ermittelt die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) gegen ihn wegen des Verdachts, 130.000 Euro an EU-Geldern zweckentfremdet zu haben. Die Vorwürfe weist er aber zurück.

Die neue Linie verkündete Bardella [1] gegenüber Politico: "Wir wollen die Europäische Union nicht verlassen. Wir wollen alles verändern, ohne etwas zu zerstören".

Bardella, der als Protegé von Marine Le Pen gilt, ist durch deren Verurteilung wegen Veruntreuung von EU-Geldern im vergangenen Jahr zum wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidaten des RN aufgestiegen.

Am 7. Juli entscheidet ein Berufungsgericht über Le Pens fünfjähriges Ämterverbot. Wird es bestätigt, dürfte Bardella antreten – die Staatsanwaltschaft hat allerdings auf die Sofortwirkung des Verbots verzichtet [2], sodass weitere Rechtsmittel möglich blieben. Tritt Bardella an, so hat er gute Chancen, gewählt zu werden, immerhin liegt er in frühen Umfragen vorn.

Frankreichs "größte Wohnung" in der EU-Genossenschaft

Seinen Sparplan verpackt Bardella in eine eingängige Metapher: Die EU sei "wie eine große Genossenschaft", und Frankreich habe darin "eine der größten Wohnungen mit einigen der geräumigsten Terrassen und den meisten Parkplätzen". Nur könne Paris seine Interessen dort nicht mehr durchsetzen, sagte Bardella im ausführlichen Politico-Interview [3].

Technisch stellt er sich den Ablauf simpel vor: Statt im nationalen Parlament für einen EU-Beitrag von 12 oder 15 Milliarden Euro zu stimmen, werde seine Regierung nur die Hälfte bewilligen.

"Genau dieses Geld werden wir zurückbekommen", so Bardella. Er framt die Forderung als französische Variante der Rabatte, die sich Deutschland und die Niederlande in früheren Haushaltsrunden gesichert haben.

Rechtlich steht diese Darstellung allerdings auf tönernen Füßen. Die Höhe der BNE-basierten Beiträge ergibt sich aus der Eigenmittel-Entscheidung nach Artikel 311 AEUV, die einstimmig im Rat beschlossen und von allen Mitgliedstaaten ratifiziert werden muss. Ein einseitiges Kürzen durch das nationale Parlament ist darin nicht vorgesehen.

Die Kommission könnte bei Zahlungsverzug ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten und EU-Rückflüsse zurückhalten – was ausgerechnet Frankreichs Landwirte treffen würde, die zu den größten Empfängern von Agrarsubventionen der Gemeinsamen Agrarpolitik zählen.

EU-Ermittlungen wegen Zweckentfremdung von Fördermitteln

Pikant an Bardellas Sparrhetorik: Während er der EU Verschwendung vorwirft – etwa die Erhöhung des Budgets für Privatjet-Reisen der Kommissare um 50 Prozent –, ermittelt die Europäische Staatsanwaltschaft EPPO seit Frühjahr 2026 gegen ihn selbst [4].

Der Verdacht: Rund 130.000 Euro an EU-Geldern, die RN-Europaabgeordneten für parlamentarische Arbeit zustanden, sollen für Mediencoachings zur Vorbereitung von Bardellas Auftritten im Präsidentschaftswahlkampf 2022 geflossen sein.

Bardella weist die Vorwürfe zurück und hat seinerseits Anzeige wegen falscher Anschuldigungen erstattet. Die Medientrainings seien regelkonform gewesen und zu Beginn der Kampagne eingestellt worden, erklärte der RN.

Brüssel unter Zeitdruck

Im Europaparlament warnte Bardella bereits vor dem laufenden Haushaltsentwurf 2028–2034, der nominal rund 38 Prozent über dem Vorgänger liegen soll – wobei nach Angaben des Europaparlaments der Großteil davon auf Inflationsausgleich und Rückzahlungen [5] aus dem NextGenerationEU-Fonds entfällt. Er sprach dagegen von "schwindelerregenden" Erhöhungen und "zusätzlichen 20 Milliarden Euro allein für Frankreich", wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtete [6].

Brüssel versuche, den Haushalt noch vor der französischen Präsidentschaftswahl festzuzurren – ein "demokratischer Skandal".

Tatsächlich hätte eine RN-geführte Regierung einen realen Hebel: Da der mehrjährige Finanzrahmen Einstimmigkeit im Rat erfordert, könnte Paris dessen Verabschiedung blockieren. Das wäre kein illegaler Zahlungsstopp, sondern ein politisches Veto.

Für die EU-27 würde das bedeuten: ein gelähmter Haushalt in Zeiten, in denen der Kontinent gleichzeitig aufrüsten, die Ukraine unterstützen und seine Wirtschaft stabilisieren muss.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11334149

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.politico.eu/article/france-eu-far-right-jordan-bardella-coming-for-europe/
  2. https://kelo.com/2026/02/11/le-pen-lawyers-tell-french-appeals-court-she-did-not-intend-to-do-wrong/
  3. https://www.politico.eu/article/jordan-bardella-france-far-right-frontrunner-donald-trump-nato-future-of-eu/
  4. https://www.thelocal.fr/20260507/eu-prosecutors-probe-alleged-misuse-of-funds-linked-to-french-far-right-leader-bardella-sources-report
  5. https://www.europarl.europa.eu/resources/library/media/20260415RES41104/20260415RES41104.pdf
  6. https://www.ansa.it/europa/notizie/rubriche/altrenews/2026/04/28/bardella-manovre-ue-sul-bilancio-per-influenzare-il-voto-in-francia_f3f325f6-54ee-4cb4-8649-139dc18995ea.html

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  • 16. Juni 2026 um 14:30

BR-Direktor Hinrichs: Staatsräson als Redaktionsprinzip?

Von Telepolis
Logo des Bayerischen Rundfunks

(Bild: Karolis Kavolelis/Shutterstock.com)

Bekenntnis zur "Staatsräson" sei Voraussetzung für Israel-Berichterstattung. Warum ein öffentlich-rechtlicher Auftrag anders aussieht. Ein Kommentar.

Der Bayerische Rundfunk ist für einen erheblichen Teil der ARD-Auslandsberichterstattung aus dem Nahen Osten zuständig. Dessen Programmdirektor Thomas Hinrichs verantwortet die Studios in Tel Aviv, Teheran und Istanbul.

Auf einer Veranstaltung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung zum Thema "Antisemitismus und Israelberichterstattung in den Medien" vergangenen Freitag in Berlin machte er deutlich, wie er seine Rolle dabei versteht. Darüber berichtete [1] zuerst das nd.

"Wenn euch das nicht passt, dann bleibt da, wo ihr seid"

"Israel ist Staatsräson", erklärte Hinrichs auf dem Podium – und zwar nicht nur als politisches Bekenntnis, sondern als redaktionelles Steuerungsprinzip. Das Bekenntnis zur Staatsräson sei eine "Voraussetzung", um aus Israel zu berichten. Zugleich scheue er sich nicht, als Direktor in die redaktionelle Arbeit einzugreifen, damit bestimmte Perspektiven stärker berücksichtigt würden. Er sprach dabei ausdrücklich "als Bürger, als Freund Israels".

Mit Blick auf den Gaza-Krieg äußerte Hinrichs auf dem Podium ohne Beleg: "Die platzieren Kinder dort, wo Waffen sind, damit diese Kinder getötet werden und man dann sagen kann: Schaut mal, die armen Kinder! Das ist Tatsache." Es müsse daran gearbeitet werden, "das in die Köpfe hineinzubekommen von einem Mitteleuropäer".

Migranten, die nach Deutschland kommen, müssten akzeptieren: "Israel ist Staatsräson [...] und wenn euch das nicht passt, dann bleibt da, wo ihr seid."

Eine Veranstaltung, ein Konsens

Moderiert wurde die Diskussion von Jürgen Kaube, Herausgeber der FAZ. Neben Hinrichs saßen auf dem Podium der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung Felix Klein, Daniel Neumann als Landesvorsitzender der Jüdischen Gemeinden in Hessen sowie Dorothea Schupelius, Redakteurin bei Axel Springers Welt TV. Schupelius hob die "Solidarität mit Israel" als einen der fünf Grundsätze ihres Arbeitgebers hervor.

Klein hatte in seiner einführenden Rede die Hamas als "hauptverantwortlich" für die Lage in Gaza bezeichnet. Wer das nicht sage, schaffe ein "falsches Bild", so Klein. Er nannte in seiner Rede auch namentlich Sophie von der Tann, die ARD-Korrespondentin in Tel Aviv, und kritisierte einen ihr verliehenen Journalismuspreis. Der israelische Botschafter in Deutschland hatte von der Tann zuvor "Aktivismus" vorgeworfen.

Hinrichs verteidigte seine Mitarbeiterin – es blieb der einzige erkennbare Streitpunkt des Abends. Moderator Kaube fragte sogar, warum von der Tann nicht "einmal ganz explizit" in einer ihrer Sendungen auf die Vorwürfe eingehen könne.

Wenn Haltung zur Bedingung wird

Was Hinrichs in Berlin sagte, verdient einen zweiten Blick: Dass der Informationsdirektor eines öffentlich-rechtlichen Senders offen erklärt, das Bekenntnis zu einer politisch proklamierten, rechtlich aber nirgends kodifizierten "Staatsräson" sei eine "Voraussetzung" für die Berichterstattung aus Israel und er greife als Direktor in redaktionelle Prozesse ein, ist nicht weniger als ein Eingeständnis, dass politische Vorgaben journalistische Unabhängigkeit ersetzen.

Hinrichs spricht "als Freund Israels" – und genau das ist das Problem. Ein Informationsdirektor, der sich öffentlich als Freund einer Konfliktpartei bezeichnet und daraus Konsequenzen für die Redaktionsführung ableitet, hat die Grenze zwischen Meinung und Berichterstattung verlassen. Und muss seine Redakteure in der Folge anhalten, sich mitunter unangenehmen Tatsachen zu verweigern, wenn dies der politischen Richtlinie widerspricht. Frei nach dem Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird aus Beiträgen aller finanziert. Sein Auftrag ist Unabhängigkeit, nicht Gefälligkeit gegenüber staatlichen Leitlinien. Was Hinrichs beschreibt, klingt nach dem Gegenteil.


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https://www.heise.de/-11333956

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.nd-aktuell.de/artikel/1200391.konservative-medien-als-buerger-als-freund-israels-als-informationsdirektor.html

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  • 16. Juni 2026 um 14:00

Rüstungsindustrie sucht Softwareentwickler so stark wie nie

Von Heise
AR-Headset im Militär

(Bild: TSViPhoto / Shutterstock.com)

Softwareentwicklung ist das meistgesuchte Profil bei Europas Rüstungsfirmen. Der Branche gelingt, was andere Industrien nicht schaffen: Wachstum.

Die europäische Rüstungsindustrie baut ihre Stellenangebote weiter aus – und sucht dabei vor allem Softwareentwickler. Unter den 25 größten europäischen Rüstungsunternehmen macht Softwareentwicklung mit 14,7 Prozent den größten Einzelanteil aller ausgeschriebenen Profile aus, knapp vor Produktion und Mechanik (14,6 Prozent) sowie klassischem Ingenieurwesen (11,5 Prozent).

Das geht aus einer aktuellen Analyse des Indeed Hiring Lab [1] hervor. Demnach lagen die Stellenangebote der Branche im April 2026 rund 65 Prozent über dem Niveau von 2021 – während der Gesamtarbeitsmarkt im selben Zeitraum 15 Prozent unter dem damaligen Wert liegt. Zwischen April 2025 und April 2026 legten die Ausschreibungen der Rüstungsfirmen noch einmal um 14 Prozent zu.

IT-Fachkräfte mit Hard- und Software-Know-how gesucht

Frankreich bleibt mit 33 Prozent aller Ausschreibungen der größte Standort, Deutschland und Großbritannien liegen bei jeweils rund 20 Prozent, Italien kommt auf 13 Prozent. In Deutschland stiegen die Stellenangebote zwischen April 2025 und April 2026 um 22 Prozent und liegen inzwischen 60 Prozent über dem Durchschnitt vor Beginn des Ukraine-Krieges. Zu den untersuchten deutschen Firmen gehören Diehl, Hensoldt, Rheinmetall und thyssenkrupp. Aus Frankreich sind unter anderem Dassault Aviation, Safran und Thales Teil der Stichprobe, aus Großbritannien BAE Systems, Rolls-Royce und die Serco Group, aus Italien Fincantieri und Leonardo.

Besonders relevant für Entwickler: Viele der ausgeschriebenen Rollen liegen laut dem Hiring Lab an der Schnittstelle von Software und Hardware. Systemingenieure und Systemarchitekten etwa benötigen häufig sowohl einen IT- als auch einen Ingenieurhintergrund. Die Hiring-Lab-Analyse aus dem Vorjahr [2] nannte noch IT-Support und Infrastruktur mit 10,5 Prozent als starke Kategorie in Deutschland – darunter explizit auch Cybersecurity-Spezialistinnen und -Spezialisten. In der Praxis dürften also Embedded-Entwicklung, sicherheitsnahe Softwareprojekte und Plattformentwicklung zu den gefragtesten Profilen zählen.

Gegenläufiger Trend zum Gesamtmarkt

Die Dynamik in der Rüstungsindustrie steht in deutlichem Kontrast zu anderen Branchen. IT-Dienstleister in Deutschland planen wegen schwacher Konjunktur und KI-bedingter Effizienzgewinne mit weniger Personal [3], die Industrieaufträge brechen ein. Die Rüstungsindustrie kann damit zunehmend als Abwerber für knappes Tech-Personal wirken, weil der Bedarf an Software-, Cybersecurity- und Systemengineering-Kompetenzen genau in den Segmenten wächst, in denen auch IT-Dienstleister, Maschinenbau und Automobilindustrie um Talente konkurrieren.

Das Hiring Lab ordnet allerdings ein, dass die Rüstungsindustrie gemessen an Umsatz und Beschäftigung ein vergleichsweise kleiner Industriezweig bleibt. Die Schwäche etwa der deutschen Automobilindustrie lasse sich durch den Rüstungsboom kaum ausgleichen. Dennoch könnte die wachsende Attraktivität der Branche – befeuert durch steigende Verteidigungshaushalte und den Fokus auf digitale Systeme – die Konkurrenz um Fachkräfte mit Software- und Systemkompetenz weiter verschärfen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11333817

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.hiringlab.org/de/blog/2026/06/10/stellenangebot-der-europaeischen-ruestungsindustrie-bleibt-hoch/
  2. https://www.hiringlab.org/de/blog/2025/06/19/mehr-stellenangebote-bei-europaeischen-ruestungsunternehmen-wachsendes-interesse-bei-deutschen-jobsuchenden/
  3. https://www.heise.de/news/IT-Dienstleistungsmarkt-Konjunktur-schwaecht-Nachfrage-KI-drueckt-Honorare-11330285.html
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  • 16. Juni 2026 um 15:37

WordPress: Lieferkettenangriff auf Plug-ins gefährdet 1,2 Millionen Instanzen

Von Heise
WordPress-Logo mit Achtung-Schild vor Matrix-Regen-Hintergrund

(Bild: heise medien)

Bei einer Supply-Chain-Attacke installieren Angreifer Backdoors durch die WordPress-Plug-ins OptinMonster, TrustPulse und PushEngage.

IT-Sicherheitsforscher warnen vor einem aktiven Lieferkettenangriff auf die WordPress-Plug-ins OptinMonster, TrustPulse und möglicherweise PushEngage. Angreifer missbrauchen Schwachstellen darin, um Backdoors in verwundbare WordPress-Instanzen zu installieren. 1,2 Millionen Webseiten sollen bedroht sein.

Das schreiben die Autoren von Sansec in ihrer Analyse [1]. Sie haben eine Supply-Chain-Attacke auf die Plug-ins OptinMonster, TrustPulse und PushEngage des Herstellers Awesome Motive aufgedeckt. Die Angreifer haben dabei bösartiges JavaScript in die legitimen Dateien eingeschleust, die Awesome Motive ausliefert. Diese Dateien sind dann in die Kunden-Webseiten eingebettet. Das bösartige JavaScript wartet darauf, dass sich ein Admin anmeldet, erstellt daraufhin einen Backdoor-Admin-Zugang und installiert noch eine sich versteckende Backdoor als Plugin; bei anderen Zugängen hält es die Füße still. Die neuen Zugangsdaten sendet es an eine Domain „tidio.cc“, die die reguläre Seite „tidio.com“ imitiert. Die Kampagne läuft seit Freitag, dem 12. Juni 2026.

Da die Angreifer volle Kontrolle über erfolgreich angegriffene Instanzen erhalten, können auch weitere Konten regulärer Besucher missbraucht werden. Awesome Motive vertreibt noch weitere populäre WordPress-Plugins. Zwar hat Sansec bislang nur Malware in dreien entdeckt, Nutzerinnen und Nutzer der anderen Plug-ins sollten jedoch aufmerksam bleiben und ihre Systeme auf Hinweise für Angriffe (Indicators of Compromise, IOC) überwachen. Allein das OptinMonster-Plugin kommt auf mehr als eine Million Installationen, erörtert Sansec. Aber auch WPForms mit mehr als sechs Millionen Installationen, All-in-One-SEO (drei Millionen Installationen) oder MonsterInsights (rund zwei Millionen Installationen) könnten möglicherweise im Visier der Angreifer sein.

Angriffe beobachtet

Sansec zufolge haben die IT-Sicherheitsforscher von Patchstack Erkennungen gebaut und damit in kurzer Zeit hunderte Angriffsversuche auf 13 Sites am Sonntag und Montag entdeckt. Wer Plugins von Awesome Motive einsetzt, sollte die in der Analyse genannten IOCs einmal prüfen.

Awesome Motive hat inzwischen ebenfalls reagiert und schreibt [2], dass Angreifer Zugangsdaten zum Content Delivery Network ergattern und damit Zugriff darauf erlangen konnten. Das nutzten sie zum Einschleusen einer manipulierten Version des JavaScripts, das die Produkte an die Kunden-Webseiten ausliefert. Für einen begrenzten Zeitraum habe das Skript die modifizierte Datei direkt aus dem CDN ausgeliefert. Awesome Motive betont, dass Anwendungsserver, Quellcode und die Systeme, die OptinMonster- und TrustPulse-Kontoinformationen speichern, unabhängig gehostet werden und nicht kompromittiert wurden.

Die Kompromittierung beschränkte sich demnach auf die Marketing-Webseite und durch einen darin gespeicherten CDN-API-Key auf das CDN-Konto. Die manipulierte Software sei einige Stunden am 12. Juni 2026 verteilt worden. Webseiten, die das Skript geladen hatten und wo sich Admins in dem Zeitfenster angemeldet haben, seien kompromittiert. Der Anbieter gibt dann Hilfestellung, wie Betroffene ihre Systeme wieder bereinigen können.

Sicherheitslücken in WordPress-Plug-ins dienen Angreifern immer wieder als Einstiegspunkt, um Systeme zu kapern. Anfang Mai wurden etwa Angriffe auf das WordPress-Plugin Breeze Cache [3] beobachtet. Lieferkettenangriffe wie der nun erfolgte sind bislang jedoch selten.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11333755

Links in diesem Artikel:

  1. https://sansec.io/research/optinmonster-supply-chain-attack
  2. https://optinmonster.com/security-incident-tampered-script-served-via-optinmonster-and-trustpulse/
  3. https://www.heise.de/news/Jetzt-patchen-Attacken-auf-WordPress-Plug-in-Breeze-Cache-beobachtet-11283738.html
  4. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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  • 16. Juni 2026 um 12:00

Halbleiterfertigung: Mit Intel 18A-P werden Chips schneller, effizienter und kühler

Von Johannes Hiltscher
Der Fertigungsprozess bringt bereits ein für Intel 14A geplantes Feature sowie schnellere Transistoren. Die Risikoproduktion läuft bereits.
Intel 18A-P bietet Chip-Designern mehr Flexibilität und neue Zelltypen. (Bild: Intel)
Intel 18A-P bietet Chip-Designern mehr Flexibilität und neue Zelltypen. Bild: Intel

Mit Intel 18A-P steht eine verbesserte Variante des Fertigungsprozesses Intel 18A in den Startlöchern. Während mit Letzterem bereits die Compute-Dies von Panther Lake und Clearwater Forest gefertigt werden, könnten mit Intel 18A-P bereits die ersten Chips für Diamond Rapids hergestellt werden. Die Risikofertigung läuft nämlich laut Intel bereits. Im Rahmen des aktuell stattfindenden VLSI Symposium verrät der Hersteller Details zum optimierten Prozess.

Weiterhin bietet Intel zwei Standardzellbibliotheken an, von denen eine auf Leistung (High Performance, HP), die andere auf Transistordichte (High Density, HD) optimiert ist. Da es sich um eine reine Optimierung handelt, können Intel-18A-Designs direkt auf den Nachfolger übertragen werden. Die Standardzellen mit je einem N- und P-Kanal-Mosfet sind weiter 180 nm (HP) und 160 nm (HD) hoch. An der Transistordichte ändert sich entsprechend nichts, Intel führt aber zwei neue Zelltypen ein.

Besonders interessant sind die W3P-Zellen. Bei ihnen erfolgt die Spannungsversorgung über zwei Kontakte: einmal regulär per Power Via und zusätzlich über eine direkte Kontaktierung auf der Rückseite. Letzteres soll Intel 14A zur Norm machen, aktuell ist es eine Optimierung für zeitkritische Pfade. Der niedrigere Widerstand ermöglicht höhere Ströme und damit kürzere Schaltzeiten.

Mehr Optimierungsmöglichkeiten

Daneben bekommen Chipdesigner mehr Auswahl bei der Breite der vier Nanoribbons der Transistor-Gates. Die HP-Bibliothek unterstützt bei Intel 18A-P neben W3 und W2 auch die schmalste Variante W1.

Das ermöglicht Optimierungen nichtzeitkritischer Signalpfade auf niedrigere Ströme und damit Verlustleistungen. Die HD-Bibliothek bekommt im Low-Voltage-Bereich mit W1.5 einen Zwischenschritt, der eine feinere Abstufung von Schaltzeit und Leistungsaufnahme ermöglicht.

Verbesserungen von Intel 18A-P im Überblick (Bild: Intel)
Bild 1/6: Verbesserungen von Intel 18A-P im Überblick (Bild: Intel)
Intel 18A-P kann entweder für schnellere oder für effizientere Schaltkreise genutzt werden. (Bild: Intel)
Bild 2/6: Intel 18A-P kann entweder für schnellere oder für effizientere Schaltkreise genutzt werden. (Bild: Intel)
Die Standardzellvarianten von Intel 18A-P im Überblick. Sie müssen nicht wie dargestellt kombiniert werden. (Bild: Intel)
Bild 3/6: Die Standardzellvarianten von Intel 18A-P im Überblick. Sie müssen nicht wie dargestellt kombiniert werden. (Bild: Intel)
Intel 18A-P bietet verbesserte Elektronenmobilität und erstmals Source-Kontakte von der Rückseite - wenn auch nur in Kombination mit Power Via. (Bild: Intel)
Bild 4/6: Intel 18A-P bietet verbesserte Elektronenmobilität und erstmals Source-Kontakte von der Rückseite - wenn auch nur in Kombination mit Power Via. (Bild: Intel)
Mit Intel 18A-P sind fünf Transistorvarianten verfügbar. Bislang waren es nur drei. Der HP-Bibliothek fehlt die ULVTLL-Variante.  (Bild: Intel)
Bild 5/6: Mit Intel 18A-P sind fünf Transistorvarianten verfügbar. Bislang waren es nur drei. Der HP-Bibliothek fehlt die ULVTLL-Variante. (Bild: Intel)
Intel 18A-P soll durch verschiedene Verbesserungen eine leichtere Wärmeabfuhr ermöglichen. (Bild: Intel)
Bild 6/6: Intel 18A-P soll durch verschiedene Verbesserungen eine leichtere Wärmeabfuhr ermöglichen. (Bild: Intel)

Intel 18A-P optimiert den Prozess daneben in diversen Aspekten: Die Varianz der Transistorschwellspannungen hat Intel um ein Drittel verringert, den Widerstand von Vias um bis zu 30 Prozent reduziert und die Elektronenmobilität im Kanal verbessert. Ein Standard-ARM-Testchip soll dank der Optimierungen mit Intel 18A-P gegenüber dem Vorgänger entweder 18 Prozent effizienter sein oder 9 Prozent höher takten können. Außerdem hat Intel den Träger-Wafer optimiert, auf den der Logik-Wafer zur Herstellung des Backside Power Delivery Networks montiert wird.

Hier nutzt Intel ein neues Material, das zudem stärker ausgedünnt wird, was einen besseren Wärmetransport ermöglicht. Zudem soll die EDA-Software (Electronic Design Automation) Hotspots im Chip erkennen und dort gezielt zusätzliche Kupferleiter und Kontaktierungen (Vias) anordnen, um die Wärmeleitfähigkeit zu verbessern.

Einblicke in die fernere Zukunft

Neben den Verbesserungen von Intel 18A-P werden Intel-Ingenieure im Rahmen des VLSI-Symposiums über die generellen Erfahrungen mit Backside Power Delivery berichten. Auch drei Vorträge zu Grundlagen stehen auf dem Programm: Ein Vortrag berichtet über Intels Arbeiten an sogenannten CFETs, bei denen N- und P-Kanal-Mosfet gestapelt sind, ein weiterer zur Kombination von Galliumnitrid- und Siliziumhalbleitern auf einem 300-mm-Wafer.

Das soll die Integration von Steuerlogik und Schalttransistoren auf einem Die und damit effizientere und kompaktere Spannungswandler ermöglichen. Der dritte Vortrag behandelt Ruthenium-Leiter mit Luftspalt, die auf den untersten Metallisierungsebenen Kupfer ersetzen könnten. Sie sollen feinere Leiter mit 35 Prozent geringerer Kapazität ermöglichen, was wiederum zur Reduzierung der Zellhöhen genutzt werden kann.

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  • 16. Juni 2026 um 23:00

Google: Android 17 ist da

Von Tobias Költzsch
Android 17 ist bereit für die Veröffentlichung – und kommt zuerst auf die Pixel-Smartphones. Neu sind Multitasking mit Bubbles und ein Gaming-Modus.
Android 17 ist fertig und wird verteilt. (Bild: Google/Montage: Golem)
Android 17 ist fertig und wird verteilt. Bild: Google/Montage: Golem

Google hat den offiziellen Start von Android 17 bekannt gegeben. Die neue Version des Betriebssystems wird zunächst für die eigenen Pixel-Smartphones erscheinen, später im Jahr dann auch für die Geräte anderer Hersteller.

Neu in Android 17 sind unter anderem Multitasking-Bubbles. Damit lässt sich jede App in ein schwebendes Fenster verwandeln. Um eine App in eine Bubble zu verwandeln, muss das App-Symbol lange gedrückt werden. Die Bubbles lassen sich minimieren, um mit einer anderen App weiterzuarbeiten, und werden am Bildrand abgekegt. Beim Pixel 10 Pro Fold werdeb die Bubbles in einer speziellen Leiste am unteren Bildschirmrand angezeigt.

Ebenfalls auf das Pixel 10 Pro Fold und später auch auf andere Foldables im Buchformat kommt ein neuer Gaming-Modus. In diesem wird das Foldable halb aufgeklappt; im oberen Displayteil wird das Spiel angezeigt, im unteren wird ein Gamepad dargestellt. So sollen Spieleinhalte besser sichtbar sein, da die Finger sie nicht verdecken.

Bildschirmaufzeichnung mit sich selbst im Video

Mit einer neuen Aufzeichnungsfunktion lässt sich ein Video vom Bildschirminhalt machen, in das Nutzer sich über eine gleichzeitige Aufnahme mit der Frontkamera einblenden lassen können. Außerdem gibt es neue Sicherheitsfunktionen: Apps können nun temporären Zugriff auf den Standort und auf eine Auswahl an Kontakten erhalten.

Ein verloren gegangenes Smartphone kann aus der Ferne mit biometrischen Daten gesperrt werden. So lässt es sich auch mit der PIN oder dem Passwort nicht mehr entsperren.

Separat zu Android 17 veröffentlicht Google einen Pixel Drop, der unter anderem die neue Bildschirmaufnahmefunktion und die Multitasking-Bubbles bringt. Neu in Deutschland ist auch die bereits 2025 vorgestellte Anrufaufzeichnungsfunktion. Dabei wird die Sprachnachricht bei verpassten Anrufen automatisch transkribiert und angezeigt.

Bildbearbeitung mit Spracheingaben auch in Deutschland verfügbar

Für Pixel-Nutzer in Deutschland soll mit dem neuen Pixel Drop auch die Bildbearbeitungsfunktion per Spracheingabe verfügbar sein. Damit können Nutzer in Google Fotos der KI einfach sagen, wie sie ein Bild bearbeiten soll. Für welche Pixel-Modelle der Pixel Drop welche Funktionen bringt, hat Google nicht verraten.

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  • 16. Juni 2026 um 20:00

Anzeige: Zero Trust Security Framework für IT-Sicherheitsprogramme

Von Golem Karrierewelt
Zero Trust Security Framework wird zur Leitlinie moderner IT-Sicherheit. Entscheidend ist die Umsetzung in Architektur und Prozessen. Ein Online-Workshop vermittelt dafür das Vorgehen.
Bild: KI-generiert

Zero Trust Security Framework steht für einen Perspektivwechsel in der IT-Sicherheit: Jeder Zugriff wird geprüft, unabhängig davon, ob er aus dem internen Netz oder aus der Cloud kommt. In hybriden Umgebungen mit vielen Identitäten, Geräten und Diensten wächst die Angriffsfläche. Ohne gemeinsame Leitlinien bleibt Zero Trust oft abstrakt und wird nicht in Architektur und Prozesse übersetzt.

Vom Prinzip zur Roadmap

Für die Umsetzung müssen Identitäten, Geräte, Anwendungen, Daten und Netzwerke zusammen gedacht werden. Dazu gehören Entscheidungen zur Segmentierung, zu Richtlinien für Zugriff und Authentifizierung sowie zu Monitoring und Reaktion. Gleichzeitig unterscheiden sich Prioritäten je nach Organisationsgröße und Ausgangslage. Eine praktikable Roadmap verbindet daher technische Maßnahmen mit Governance und definiert Reihenfolge, Zuständigkeiten und Kriterien für Fortschritt.

Implementierungsschritte im Workshop

Die Golem Karrierewelt bietet den Live-Remote-Workshop "Einführung in das Zero Trust Security Framework" am 23. Juni 2026 (weiterer Termin: 19. November 2026) an. Er behandelt die Einführung ins Thema, die Prinzipien des Frameworks sowie Bereiche und Themen von Zero Trust. Außerdem ordnet er Zero Trust Security vor dem Hintergrund unterschiedlicher Organisationsgrößen ein und arbeitet eine Vorgehensweise für die Implementierung heraus; ein Erfahrungsaustausch ist Teil der Agenda.

Der Kurs richtet sich an IT-Security-Manager, IT-Strategen und IT-Manager, CISOs, CIOs und CTOs. Voraussetzung ist grundlegendes Wissen im Bereich IT-Security; Erfahrung mit IT-Infrastrukturen und Sicherheitskonzepten ist von Vorteil. Teilnehmer erhalten Zugriff auf Präsentationen und Materialien sowie Unterlagen zur Nachbereitung und können Fragen im Austausch mit Experten vertiefen. Durch den Workshop führt die Rewion GmbH, die Unternehmen bei Cloud- und Modern Workplace-Projekten unterstützt und berät.

Der Kurs

Bis zum 30. Juni bietet die Golem Karrierewelt 15 Prozent Rabatt auf alle IT-Security-Workshops. Weitere Kurse zum Thema IT-Sicherheit in der Golem Karrierewelt.

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  • 19. Juni 2026 um 18:45

Störungsmeldung vom 16.06.2026 07:00

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
16.06.2026 07:00
Region
Freilassing (08654)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 16. Juni 2026 um 07:00
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