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Arduino erweitert Modulino-Serie um drei neue Module

Von Heise
Drei neue Arduino-Modulino-Boards (Hub, Extender und Motors) neben einem Arduino-Board.

(Bild: Arduino)

Arduino ergänzt die Modulino-Serie um Hub, Extender und Motorsteuerung. Für mehr I2C-Ports, längere Leitungen und einfachere Robotik-Projekte.

Arduino erweitert seine Modulino-Serie um drei neue Bausteine [1]. Neu hinzu kommen der Modulino Hub, der Modulino Extender und das Modulino-Motors-Modul. Statt Schaltungen händisch zu verdrahten, lassen sich diese Modulino-Komponenten über Qwiic-Kabel einbauen.

Der Modulino Hub [2] gibt einem Arduino ordentlich I2C-Ports an die Hand. Zwar lassen sich theoretisch bis zu 127 Geräte an einem Bus betreiben, in der Praxis sorgen jedoch identische I2C-Adressen vieler Sensoren und Aktoren für Schwierigkeiten. Wer schon einmal zwei gleiche Sensoren angeschlossen hat, kennt das Spiel. Der Hub erweitert ein bestehendes System um acht zusätzliche I2C-Kanäle, die jeweils einen eigenen Adressraum besitzen. Dadurch können auch mehrere identische Module parallel betrieben werden, ohne dass der bestehende Programmcode angepasst werden muss. Das Modul ist für 8,84 Euro im Arduino-Shop erhältlich.

Für größere Installationen ist der Modulino Extender [3] gedacht. I2C eignet sich normalerweise nur für kurze Leitungen auf einer Platine oder innerhalb eines Gehäuses. Müssen Sensoren oder Aktoren dagegen über mehrere Meter verteilt werden, stößt das Bussystem schnell an seine Grenzen. Der Extender verstärkt das Signal hardwareseitig und ermöglicht laut Arduino Kabellängen von bis zu 30 Metern bei einer Busgeschwindigkeit von 100 kHz. Zusätzliche Bibliotheken oder Änderungen an der Software sind dafür nicht erforderlich. Für 12,33 Euro kann man dieses Modul im Arduino-Shop kaufen.

Ebenfalls neu ist das Modulino-Motors-Modul [4]. Das Modul übernimmt die Ansteuerung von zwei Gleichstrommotoren oder alternativ eines Schrittmotors. Geschwindigkeit, Drehrichtung und Position lassen sich direkt über das Modul regeln. Gerade bei Robotik-Projekten oder automatisierten Mechanismen kann das den Verkabelungsaufwand reduzieren. Im Arduino-Shop ist dieses Modul für 12,82 Euro bestellbar.

Die neuen Bausteine arbeiten unter anderem mit dem Arduino UNO Q, Nesso N1, UNO R4 WiFi sowie verschiedenen Nano-Boards zusammen und sind auf die Nutzung innerhalb des Arduino-Ökosystems ausgelegt. Für Maker bedeutet das vor allem einen schnelleren Weg vom Prototyp zur funktionierenden Anwendung. Wer häufig Sensoren austauscht, neue Ideen ausprobiert oder Projekte schrittweise erweitert, dürfte von dem modularen Konzept profitieren. Statt jedes Mal die komplette Hardware neu aufzubauen, reicht künftig oft ein weiteres Modul in der Kette. Manchmal ist Plug-and-Play eben doch angenehmer als eine Stunde Fehlersuche mit dem Multimeter.

Wer mehr über die aktuelle Arduino-Generation wissen will, findet alles in unserem Test zum Arduino UNO Q [5].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11350813

Links in diesem Artikel:

  1. https://blog.arduino.cc/2026/06/26/three-new-arduino-modulino-modules-are-here-bigger-ideas-now-come-with-zero-added-stress/
  2. https://store.arduino.cc/products/modulino-hub
  3. https://store.arduino.cc/products/modulino-extender
  4. https://store.arduino.cc/products/modulino-motors
  5. https://www.heise.de/tests/Im-Test-Arduino-UNO-Q-mit-App-Lab-11084275.html
  6. https://www.heise.de/make
  7. mailto:das@heise.de

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  • 01. Juli 2026 um 15:57

Ukraine-Krieg: CSIS schätzt Verluste auf über zwei Millionen Soldaten

Von Telepolis
Drei Soldaten in Uniform stehen vor einer Fahne.

(Bild: Bumble Dee / Shutterstock.com)

Eine Studie des Washingtoner Thinktanks CSIS beziffert die Opfer beider Seiten seit 2022. Doch die Datenbasis stützt sich auf Geheimdienstschätzungen.

Die jüngsten Zahlen zum Ukraine-Krieg zeigen eine zivilisatorische Krise: Mehr als zwei Millionen Menschen sind ihm wohl auf beiden Seiten zum Opfer gefallen, wurden also getötet, verwundet oder werden vermisst.

Diese düstere Bilanz präsentierte jetzt das Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington.

Allein Russland soll dabei rund 1,4 Millionen Soldaten verloren haben, darunter bis zu 450.000 Gefallene. Für die ukrainische Seite werden 525.000 bis 625.000 Opfer angegeben, wobei 125.000 bis 150.000 Soldaten getötet worden sein sollen.

Die am Dienstag veröffentlichte CSIS-Studie [1] deckt den Zeitraum von Februar 2022 bis Juni 2026 ab.

Die Autoren Seth G. Jones und Riley McCabe ordnen die russischen Verluste historisch ein: Die Zahl der Gefallenen übersteige alle US-Kriegstoten seit dem Zweiten Weltkrieg um den Faktor vier und alle sowjetisch-russischen Kriegstoten seit 1945 um den Faktor neun.

An der über 1.000 Kilometer langen Front stünden laut Analysten mehr als 400.000 russische Soldaten etwa 250.000 Ukrainern gegenüber. Russlands monatliche Verluste von 30.000 bis 34.000 Mann überstiegen 2026 erstmals die Rekrutierungsrate von rund 27.000 neuen Soldaten pro Monat.

Geheimdienst-Schätzungen: Die fragile Datenbasis der CSIS-Studie

So erschütternd die Zahlen klingen, so schwach bleibt aber ihr Fundament. Mangels offizieller Opferstatistiken basieren die Angaben auf Schätzungen, räumen die CSIS-Autoren ein. Und die Schätzwerte stammen von westlichen Geheimdiensten, in erster Linie aus den USA und Großbritannien.

Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Exakte Verfahren, Fehlerintervalle und Rohdaten liefert die öffentlich zugängliche Kurzfassung der Studie nur in Umrissen. Gleichwohl gilt das CSIS, auch wenn es immer mal wieder gravierende Fehlprognosen anstellte, als seriöse Quelle.

Die Gegenüberstellung mit US-Verlusten seit 1945 ist wirkungsvoll, übergeht allerdings erhebliche Unterschiede bei Definitionen von Kampf- und Nichtkampfverlusten, medizinischen Standards und der Qualität historischer Datensätze.

Auch die Behauptung, die von manchen Analysten aufgestellt wird und auf die das CSIS hinweist, dass über 90 Prozent der russischen Verluste auf Drohnenangriffe zurückgehen, setzt eine belastbare Ereignisdatenbank voraus, deren Methodik im veröffentlichten Text nicht detailliert erläutert wird.

50 Meter pro Tag: Stellungskrieg im Schneckentempo der Somme-Schlacht

Die CSIS-Analyse zeichnet das Bild eines Stellungskriegs, der direkt mit der Schlacht an der Somme verglichen wird. Dichte Minenfelder, mehrschichtige Befestigungen und ein massiver Drohneneinsatz in einer mehr als 20 Kilometer breiten Zone entlang der Frontlinie machen Truppenbewegungen extrem gefährlich.

Russische Einheiten rücken laut CSIS in kleinen, oft schlecht ausgebildeten Stoßtrupps vor, oft nur 50 bis 90 Meter pro Tag. Bei Pokrowsk brauchten russische Truppen fast zwei Jahre für 50 Kilometer.

Die Ukraine setzt dabei zunehmend auf KI-gestützte Systeme. Die Einwegdrohne "Hornet" etwa kostet rund 5.000 US-Dollar, hat eine Reichweite von 150 Kilometern und identifiziert Ziele autonom per Computer Vision. Auf Satellitenkommunikation ist sie dabei nicht angewiesen, was sie gegenüber GPS-Störsendern widerstandsfähiger macht.

Im Frühjahr 2026 schrumpfte Russlands territoriale Kontrolle erstmals seit August 2024: ein Nettoverlust von rund 400 Quadratkilometern in April und Mai.

Hier muss allerdings betont werden: Diese Brutto-Netto-Rechnung unterliegt dem Trugschluss, dass jeder Quadratkilometer als gleichbedeutend zu betrachten ist. Aber es macht einen deutlichen Unterschied, ob die Ukraine im Festungsgürtel von Kostjantyniwka bis Kramatorsk Gelände verliert und dafür unbefestigtes Gelände etwa in der Region Charkow zurückgewinnt.

Lobbyismus statt Wissenschaft? Die politische Agenda hinter den Opferzahlen

Bei der Studie muss auch berücksichtigt werden, dass das CSIS keine wissenschaftliche Institution ist, sondern eine Politikberatung und eine Agenda verfolgt.

Während die US-Regierung nach offiziellen Verlautbarungen auf Abstand zu dem Krieg geht – Donald Trump erklärte [2] laut New York Times, die USA hätten mit dem Krieg in der Ukraine nichts zu tun –, empfiehlt das CSIS das genaue Gegenteil, nämlich: härtere Sanktionen, mehr Militärhilfe, Druck auf Russlands Öleinnahmen sowie auf die sogenannte Schattenflotte.

Die Studie erklärt allerdings nicht den Personalmangel auf ukrainischer Seite, der sich immer deutlicher zeigt. Schließlich will die Ukraine inzwischen mit EU-Milliarden ausländische Legionäre [3] anwerben.

Und mit Verweis auf den Personalmangel der ukrainischen Armee diskutieren die EU-Staaten, ukrainischen Männern im Wehrpflichtalter den Schutzstatus zu entziehen [4].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11351089

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.csis.org/analysis/russian-blood-and-treasure-ballooning-costs-putins-war
  2. https://www.nytimes.com/2026/07/01/us/politics/russia-ukraine-troop-casualties.html
  3. https://www.heise.de/tp/article/Bis-zu-11-000-Dollar-Sold-Ukraine-wirbt-Auslaender-mit-EU-Milliarden-an-11331499.html
  4. https://www.heise.de/tp/article/EU-erwaegt-Schutz-Aus-fuer-ukrainische-Maenner-im-Wehrpflichtalter-11314248.html

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  • 01. Juli 2026 um 21:25

Krim im Ausnahmezustand: Drohnenangriffe lähmen Infrastruktur

Von Telepolis
Autos stehen schlange vor einer Tankstelle

Schlangen vor einer Tankstelle im russischen Samara am 28. Juni

(Bild: Tramp57/Shutterstock.com)

Nach massiven Drohnenangriffen ruft Russland den Krisenmodus aus. Die Realität vor Ort: Treibstoffknappheit, Stromausfälle und ein kollabierender Tourismus.

Infolge anhaltender massiver Drohnenangriffe haben die russischen Behörden am vergangenen Freitag den Ausnahmezustand auf der Halbinsel Krim ausgerufen. Die Region steht seit Wochen unter dem Druck gezielter ukrainischer Angriffe vor allem auf Energieinfrastruktur und Verkehrswege. Die Lage bleibt auch in dieser Woche weiter angespannt.

Die Krim im Krisenmodus

Mit dem regionalen Ausnahmezustand besteht eine besondere rechtliche Krisensituation, in der die Regierung zum Schutz der Bevölkerung temporär von der normalen Rechtsordnung abweichen kann, um schneller auf Bedrohungen reagieren zu können.

Der von Russland eingesetzte Gouverneur der Krim, Sergej Aksjonow, betonte [1], dass der Ausnahmezustand keine Ausgangssperre und keine Einschränkungen der Bewegungsfreiheit vorsehe. Für Einwohner und Besucher der Halbinsel gebe es keine zusätzlichen Beschränkungen. Die Maßnahmen beträfen ausschließlich wirtschaftliche und verwaltungstechnische Fragen.

So lassen sich in dieser Situation beispielsweise Generatoren und Treibstoff schneller beschaffen als unter normalen Umständen. Ebenso sollen lebenswichtige Einrichtungen leichter versorgt, Notfall- und Wiederherstellungsarbeiten beschleunigt sowie Verträge ohne langwierige Genehmigungsverfahren abgeschlossen werden können.

Auch Georgij Mokhow, Vizepräsident des Russischen Tourismusverbands (RST), bezeichnete [2] den Ausnahmezustand eher als Verwaltungsinstrument. Dieses ermögliche es, Ressourcen schneller bereitzustellen und notwendige Maßnahmen ohne umfangreiche bürokratische Abläufe umzusetzen. Touristen empfahl er, Ausweisdokumente mitzuführen und den Anweisungen der Behörden, etwa bei Verkehrsbeschränkungen, Folge zu leisten.

Anhaltende Angriffe auf strategische Infrastruktur

Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS zufolge teilte [3] das russische Verteidigungsministerium gleichzeitig mit, dass in der Nacht zu jenem Freitag 660 ukrainische Drohnen über 12 russischen Regionen und der Krim abgefangen worden seien. Laut TASS war es die größte Drohnenwelle in einer Nacht seit Jahresbeginn.

Bereits seit Wochen fliegt die Ukraine massive Drohnenangriffe auf die Krim, um die Halbinsel logistisch zu isolieren und von der Versorgung mit Energie und Lebensmitteln vom russischen Festland abzuschneiden.

Besonders betroffen von nächtlichen Drohnen-Schwärmen sind Berichten zufolge die Stadt Sewastopol, in der die russische Schwarzmeerflotte stationiert ist, sowie der Bereich um die Stadt Kertsch samt der strategisch wichtigen Krim-Brücke, an der das Asowsche Meer auf das Schwarze Meer trifft.

Weitere Ziele sind Energieinfrastruktur, militärische Anlagen und Verkehrsknotenpunkte, etwa in den Regionen um die Hauptstadt Simferopol. Dort sind auch Eisenbahnverkehrswege betroffen – nach wiederholten Anschlägen auf Bahnhöfe und fahrende Züge sind Strecken gesperrt [4].

Kraftstoffversorgung kritisch

Nach Angriffen auf russische Raffinerien und Versorgungswege auf die Krim kommt es auf der Halbinsel seit Ende Mai zu erheblichen Problemen bei der Kraftstoffversorgung (Telepolis berichtete [5]).

Ein Einwohner, der anonym bleiben wollte, berichtete gegenüber Telepolis, er habe vor wenigen Tagen an einer Tankstelle nahe Simferopol 40 Liter Diesel für 280 Rubel (aktuell etwa 3,10 Euro) pro Liter gekauft. Nach seiner Darstellung habe es weder eine Preisanzeige noch eine Quittung gegeben. Beobachter sehen darin Hinweise auf Spekulationen und informelle Handelsstrukturen. Zuvor kostete ein Liter Diesel etwa 80 Rubel (etwa 0,90 Euro).

Regulär hatte es zwischenzeitlich praktisch keinen verfügbaren Kraftstoff mehr gegeben. Berichten zufolge blieb vielen Autofahrern bei dringendem Bedarf nur die Möglichkeit, auf das russische Festland zu fahren, dort zu tanken und bis zu 200 Liter Treibstoff in Kanistern mit zurückzunehmen.

Die wenigen verfügbaren Mengen wurden von den Behörden zunächst bevorzugt an Krankenhäuser, Rettungsdienste, den öffentlichen Nahverkehr und andere staatliche Einrichtungen verteilt.

Laut Angaben von Bewohnern auf verschiedenen Telegram-Kanälen ist seit Beginn der Woche an einigen wenigen Tankstellen wieder Kraftstoff erhältlich. Pro Person dürfen derzeit bis zu 20 Liter abgegeben werden. Für Benzin der Sorte AI-95 werden demnach rund 190 Rubel (etwa 2,10 Euro) pro Liter verlangt – weit mehr als doppelt so viel wie noch vor wenigen Wochen.

Wie sich die Preise zukünftig gestalten, bleibt offen. Preiserhöhungen sind mittelfristig wahrscheinlich, da die russischen Behörden nach einem Exportstopp nun Treibstoff aus Belarus, Kasachstan und zeitnah sogar Indien importieren [6].

Stromausfälle und andere Einschränkungen

In der letzten Woche kam es zudem zu teils langen Stromausfällen auf der Halbinsel. Nicht offiziell bestätigten Berichten zufolge könnte ein Kraftwerk bei Simferopol und möglicherweise Verteilerstationen getroffen worden sein. In einigen Regionen wird der Strom stunden- sowie abschnittsweise abgeschaltet, Straßenlaternen bleiben an einigen Orten aus, um Energie zu sparen.

Aus Sicherheitsgründen sind auf der gesamten Halbinsel die Kinderferienlager geschlossen worden. Die Tourismusbranche leidet stark, da viele Touristen ihre Reisen storniert haben und nur wenige andere die Reise trotzdem wagen. Die Einnahmen aus dem Tourismus sind insbesondere für die Kurorte und Ferienanlagen an der Küste des Schwarzen Meeres von immenser Bedeutung.

Erfahrungen aus der Energiekrise 2015

Doch die Bewohner der Krim sind krisenerprobt. Bereits Ende 2015 erlebten sie eine monatelange Energieblockade: In der Nacht zum 22. November 2015 wurde die Halbinsel nach der Sprengung von Stromleitungen in der ukrainischen Oblast Cherson vollständig von der Stromversorgung abgeschnitten.

Damals wurde ebenfalls der Ausnahmezustand verhängt. Über Monate hinweg mussten sich die Einwohner auf eine zeitlich begrenzte Stromversorgung einstellen. Haushalte verfügten oft nur über wenige Stunden Elektrizität am Tag.

Indem Russland eine sogenannte Energiebrücke über das Festland zur Krim aufbaute, wurde die Versorgung schrittweise wiederhergestellt. Im Mai 2016 nahm die Energiebrücke ihren Betrieb mit voller Leistung auf und beendete so die Energiekrise auf der Halbinsel. Diese Erfahrung der Resilienz prägt auch heute das Verhalten der Bevölkerung in der aktuellen Krise – größere Proteste sind deshalb eher unwahrscheinlich.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11350329

Links in diesem Artikel:

  1. https://meduza.io/en/news/2026/06/26/russia-declares-state-of-emergency-in-occupied-crimea
  2. https://www.interfax-russia.ru/tourism/news/rezhim-chs-v-krymu-chto-nuzhno-znat-turistam-pered-poezdkoy-na-poluostrov
  3. https://tass.com/emergencies/2151829
  4. https://sev.tv/news/115365.html
  5. https://www.telepolis.de/article/Drohnen-treffen-Nachschub-Krim-kaempft-mit-Treibstoffmangel-11319414.html
  6. https://caspiannews.com/news-detail/fuel-crisis-forces-russia-to-seek-gasoline-imports-from-india-2026-6-24-40/?__cf_chl_f_tk=HMAkJQNPlHDZiRtDXnPgaWE6m1RMoE0aOYysG97rZnk-1782820278-1.0.1.1-9DM8x.A47.lCXrrsb1vhHArm8ljXBB6hmUT7VM1HtHw

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  • 01. Juli 2026 um 14:00

Schluss mit freiwillig: Was das neue Bundeswehr-Gesetz für Firmen bedeutet

Von Telepolis
Bundeswehr trainiert für hybride Kriegsführung

(Bild: Gorodenkoff/Shutterstock.com)

Mit dem Reservestärkungsgesetz von Boris Pistorius müssen Betriebe Mitarbeiter für Übungen freistellen. Droht im Ernstfall die Wehrpflicht?

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) drückt aufs Tempo. Heute hat er sein Reservestärkungsgesetz ins Bundeskabinett eingebracht – und schon jetzt werden die gesellschaftlichen Konfliktlinien deutlich.

Denn der Kern des Entwurfs greift direkt in deutsche Betriebe ein: Die sogenannte doppelte Freiwilligkeit fällt weg. Bisher konnten Reservisten und ihre Arbeitgeber die Einladung zu einer Reserveübung einfach ablehnen.

Damit soll jetzt aber Schluss sein. Künftig müssen Unternehmen ihre Beschäftigten für den Reservedienst freistellen, unabhängig davon, ob es in den Projektplan passt oder nicht.

Das Ziel hinter dem Gesetz ist ambitioniert, wie ein internes BMVg-Papier zur "Verteidigungsaufstellung 2029" zeigt [1]: Bis 2035 soll die Bundeswehr auf 460.000 Personen anwachsen, davon mindestens 200.000 Reservisten. Derzeit sind es nach offiziellen Angaben gerade einmal 60.000.

Die Lücke, die sich hier zeigt, ist gewaltig, und aus Sicht der Nato drängt die Zeit: Russland könnte demnach schon im Jahr 2029 so weit sein, Nato-Gebiet anzugreifen. Wie realistisch diese Einschätzung ist, bleibt offen.

Ende der Freiwilligkeit – und wer betroffen ist

Laut Gesetzentwurf [2] staffelt sich die Dienstpflicht nach Alter und Dienstzeit: Bis zum 45. Geburtstag kann verpflichtet werden, wer weniger als ein Jahr seinen Dienst geleistet hat. Alle anderen können bis zum 65. Geburtstag verpflichtet werden.

Der Reservistenverband [3] begrüßt außerdem die Anhebung der freiwilligen Altersgrenze auf 68 Jahre. Verbandspräsident Bastian Ernst nennt die Reserve "einen unverzichtbaren Pfeiler unserer Sicherheit".

Arbeitgeber sollen laut Entwurf acht Wochen vor Dienstantritt informiert werden. Für kleine und mittlere Unternehmen plant das Ministerium Förderbeträge; die geschätzten Mehrausgaben liegen bei rund 43 Millionen Euro pro Jahr zwischen 2027 und 2029.

Wirtschaft sieht Fachkräftemangel verschärft

Genau hier entzündet sich der Konflikt mit der Wirtschaft. Rainer Kambeck von der Deutschen Industrie- und Handelskammer sagte der Tagesschau, er halte die Abschaffung der doppelten Freiwilligkeit für falsch: Man solle "mit Freiwilligkeit starten" und erst nach einigen Jahren auswerten.

Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände fordert in einem Positionspapier [4], die doppelte Freiwilligkeit beizubehalten.

Und der BDA warnt: Sicherheits- und Wirtschaftswende müssten zusammengedacht werden.

Für kleine und mittelständische Betriebe wiegt das Problem besonders schwer. Wenn eine Fachkraft wochenlang fehlt, droht im schlimmsten Fall ein Auftragsstopp. Die pauschale Entschädigung des Bundes deckt zwar die Lohnkosten, nicht aber den organisatorischen Mehraufwand.

Magere Rekrutierungszahlen und die Wehrpflicht-Frage

Hinter der Debatte steht ein nüchternes Zahlenproblem. In den fünf Monaten [5] seit dem Start der neuen Wehrerfassung haben sich gerade einmal 530 Freiwillige verpflichtet. Verschickt wurden allerdings rund 298.200 Fragebögen.

Die Rücklaufquote bei Männern lag bei 96 Prozent, bei Frauen nur bei vier Prozent.

Thomas Röwekamp (CDU), Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, zog daraus laut [6] The Telegraph eine deutliche Konsequenz: Gelinge es nicht, die Ziele freiwillig zu erreichen, "müssen wir zur Wehrpflicht zurückkehren". Die Entscheidung müsse bis zum 31. Juli 2027 fallen. Er habe "ernsthafte Zweifel", dass die ehrgeizigen Wachstumsziele allein mit Freiwilligen erreichbar seien.

Nach der Sommerpause befasst sich der Bundestag mit dem Entwurf. Ob die Pflicht zur Übung reicht oder Deutschland tatsächlich die 2011 ausgesetzte Wehrpflicht reaktiviert, dürfte die politische Debatte der kommenden Monate bestimmen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11350565

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/tp/article/Geheimer-Pistorius-Plan-Wie-die-Bundeswehr-auf-460-000-Soldaten-wachsen-soll-11344414.html
  2. https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/bundeswehr-reservisten-104.html
  3. https://www.reservistenverband.de/magazin-die-reserve/reservestaerkungsgesetz-es-kommt-auf-die-menschen-an/
  4. https://arbeitgeber.de/wp-content/uploads/bda-arbeitgeber-positionspapier-vorschlaege_der_arbeitgeber_zur_staerkung_der_verteidigungsfaehigkeit_barrierefrei-2026_05.pdf
  5. https://www.berliner-zeitung.de/article/neuer-wehrdienst-bundeswehr-rekrutierung-10131951
  6. https://www.telegraph.co.uk/world-news/2026/06/27/germany-considers-compulsory-conscription-defence-russia/

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  • 01. Juli 2026 um 13:30

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Von Erik Körner

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Die meisten Micro-SD-Karten sehen gleich aus und passen in jedes Gerät, das sie unterstützt. Nicht jedes Modell eignet sich aber für jeden Zweck. Möchte man hochauflösende Fotos oder Videos aufnehmen, schnellere App-Performance und kürzere Ladezeiten in Apps, braucht es Modelle mit entsprechend hohen Übertragungsraten – wie die Samsung-T9-Micro-SD. Bei Amazon ist die Speicherkarte mit 256 GByte Kapazität aktuell so günstig wie nie im Angebot.

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Man muss aber kein Medienprofi sein, um von den Stärken der Samsung T9 zu profitieren. Dank A2-App-Performance-Ranking ist sie die ideale Speichererweiterung für Smartphones, Tablets und Handheld-Konsolen wie der Nintendo Switch. Konkret bedeutet die Einstufung, dass sie mit 4.000 beziehungsweise 2.000 zufälligen Lese- und Schreiboperationen arbeitet. In der Praxis ist dadurch eine flüssige Nutzererfahrung mit kurzen Ladezeiten in Anwendungen jeder Art garantiert.

Micro-SD-Speicherkarten von Samsung sind erfahrungsgemäß robust gebaut. Die T9 ist keine Ausnahme. Der Hersteller verspricht, dass sie Stürze aus bis zu fünf Metern und mehrere Tausend Steckzyklen verschleißfrei überstehen soll. Auch sei die Micro-SD wasserfest, röntgensicher, magnetresistent und temperaturbeständig zwischen -25 und +85 Grad Celsius. Sie kann also bedenkenlos an Bord von Flugzeugen, an den Strand oder Campingausflüge mitgenommen werden.

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  • 01. Juli 2026 um 18:33

KI-Chatbots: Meta testet Konkurrenz-KIs mit potenziell illegalem Material

Von Mike Faust
Das als KI-Sicherheitsbenchmark bezeichnete Projekt stellt für Kritiker eine Überschreitung ethischer und rechtlicher Grenzen dar.
Meta ließ mehrere Chatbots der Konkurrenz darauf testen, wie diese auf die Anfragen von Minderjährigen reagieren. (Bild: OLIVIER MORIN / AFP via Getty Images)
Meta ließ mehrere Chatbots der Konkurrenz darauf testen, wie diese auf die Anfragen von Minderjährigen reagieren. Bild: OLIVIER MORIN / AFP via Getty Images

Meta hat über ein Dienstleistungsunternehmen namens Covalen Hunderte Auftragnehmer dazu angewiesen, sich online als Minderjährige auszugeben. Wie Wired berichtet, wollte der Konzern damit die Sicherheitsvorkehrungen von Chatbots der Konkurrenz testen.

Die beteiligten Personen erstellten dafür Nutzerkonten für Personen mit einem Alter von unter 18 Jahren und sendeten daraus Texte und Bilder an mit Meta AI konkurrierende KI-Chatbots. Auf diese Weise sollen allein im August 2025 45.000 Anfragen generiert und die Antworten der Chatbots in einer Tabelle dokumentiert worden sein.

Die Prompts waren darauf ausgelegt, die Sicherheitssysteme der Chatbots zu umgehen und Reaktionen auf Themen wie Suizid, Essstörungen, Drogen und sexuelle Inhalte zu provozieren. Viele der Anfragen sollen aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen geschrieben worden sein, etwa einer 13-Jährigen, die wegen einer ungewollten Schwangerschaft nach einer Abtreibungspille suchte. Andere Anfragen sollen sich mit rassistischen Beleidigungen oder der Frage nach dem Kauf von Kokain befasst haben.

Projekt ging weit über normale Sicherheitsbewertungen hinaus

Als Rechtfertigung für dieses Vorgehen bezeichnete Meta die Arbeit als branchenübliches Sicherheits-Benchmarking, das nötig sei, um eine sichere und altersgerechte Nutzererfahrung zu gewährleisten. Dabei wurde betont, dass die gewonnenen Daten nicht zum Training der eigenen KI-Modelle verwendet worden seien.

Zu den Konkurrenzunternehmen, deren Chatbots mit diesen Anfragen getestet wurden, gehören OpenAI, Google und Charackter.AI. Diese gaben an, nicht über die Tests informiert worden zu sein und dass ein derartiges Vorgehen gegen die Nutzungsbestimmungen verstoße. Experten kritisierten zudem, dass das Projekt nicht transparent durchgeführt worden und weit über normale Sicherheitsbewertungen hinausgegangen sei.

An dem Projekt beteiligte Mitarbeiter berichteten Wired, dass sie schockiert gewesen seien und befürchtet hätten, sich durch das Generieren von potenziell illegalem Material für die Tests strafbar gemacht zu haben. Kritiker bezeichnen das Vorgehen von Meta als eine Überschreitung der ethischen und rechtlichen Grenzen im Wettbewerb der KI-Branche.

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  • 01. Juli 2026 um 18:00

Andreas Pfisterer: Deutsche Glasfaser entgeht Insolvenz und entlässt seinen Chef

Von Achim Sawall
Deutsche Glasfaser entgeht knapp der Insolvenz und entlässt seinen CEO, ohne einen Nachfolger zu haben.
(v. l.) Ortsbürgermeister Heinrich Feidel, Frank Becker und die Projektverantwortlichen von Deutsche Glasfaser nehmen am 23. April 2024 in Vettelschoß den ersten Kunden nach neuem Netzkonzept in Betrieb. (Bild: Deutsche Glasfaser)
(v. l.) Ortsbürgermeister Heinrich Feidel, Frank Becker und die Projektverantwortlichen von Deutsche Glasfaser nehmen am 23. April 2024 in Vettelschoß den ersten Kunden nach neuem Netzkonzept in Betrieb. Bild: Deutsche Glasfaser

Deutsche Glasfaser baut in turbulenten Zeiten seinen Vorstand um und trennt sich von seinem Chief Executive Officer Andreas Pfisterer. Das gab der Netzbetreiber am 1. Juli 2026 bekannt. Pfisterer werde das Unternehmen nach einer kurzen Übergabephase noch im Laufe des Sommers verlassen, erklärte der Netzbetreiber. Einen Nachfolger habe man bislang nicht.

Deutsche Glasfaser hatte zuvor seine Refinanzierung mit Bestätigung durch den London High Court abgeschlossen. Weil die ursprünglichen Kreditverträge nach englischem Recht formuliert waren, war der London High Court für dieses Verfahren zuständig. Der High Court hatte einem milliardenschweren Restrukturierungsplan (Scheme of Arrangement) der Deutschen Glasfaser zugestimmt. Das englische Gericht bewahrte laut den Insolvenzrechtsexperten der Kanzlei South Square den Netzbetreiber vor einer drohenden Insolvenz, nachdem am 30. Juni 2026 Zinszahlungen in Höhe von 162 Millionen Euro fällig wurden, die das Unternehmen aus eigener Kraft nicht hätte bedienen können.

Die finanzierenden Banken schossen 400 Millionen Euro Kapital nach. Die Eigentümer, die schwedische Investitionsgruppe EQT und dem kanadischen Pensionsfonds Omers steuern im Zuge der Einigung weitere 845 Millionen Euro an neuem Eigenkapital bei. Man sehe sich damit "durchfinanziert bis Mitte der 2030er Jahre", erklärte Deutsche Glasfaser.

Deutsche Glasfaser: CEO entlassen, ohne einen Nachfolger zu haben

Zugleich gab es weitere personelle Änderung in der Geschäftsleitung. Im April und Mai konnte Deutsche Glasfaser den renommierten Gerhard Mack als Chief Operating Officer und Dietmar Pöltl als Chief Roll-out und Activation Officer gewinnen. Auch der Posten des Finanzchefs wird nach erfolgreichem Abschluss der Refinanzierung im Laufe des Jahres neu besetzt werden. Einen Nachfolger für den CEO hat man bisher nicht. Jens Schulte-Bockum, bis 2015 Chef von Vodafone Deutschland, soll als Executive Chairman des Advisory Committee einspringen. Er ist seit 2016 Advisor Advisor bei EQT.

Das Unternehmen werde in den kommenden Jahren die noch laufenden Ausbauprojekte abschließen und sich dann vollständig auf die Versorgung der Kunden in ihrem Netzgebiet konzentrieren, erklärte Deutsche Glasfaser. Jährlich stünden "mehrere Hundert Millionen Euro" für den Ausbau von Kundenanschlüssen und Service zu Verfügung.

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  • 01. Juli 2026 um 17:40

„Akute Bedrohung“: Innenminister fordern vollständiges Verbot von Indymedia

Von Heise
Glasfaserkabel

(Bild: asharkyu / Shutterstock.com)

Auf Initiative Hessens fordert die Innenministerkonferenz ein hartes Vorgehen gegen das linksextreme Portal. Doch rechtlich bleibt das Vorhaben sehr umstritten.

Die Innenminister der Länder haben auf ihrer Konferenz in Hamburg Mitte Juni ein Signal gegen den organisierten Linksextremismus gesetzt. Bei dem Treffen einigte sich das Gremium auf eine neue Initiative gegen das als linksextremistisch eingestufte Portal indymedia.org. Sie appellieren in dem nun veröffentlichten Beschluss offiziell an das Bundesinnenministerium, „alle rechtlichen Möglichkeiten für ein vollständiges Verbot“ zu prüfen und sich innerhalb der Bundesregierung dafür einzusetzen. Damit griff die Konferenz ein Anliegen auf, das der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) einbrachte.

„Netzsperren als ultima ratio“

Die Konferenz weist darauf hin, dass das geltende Straf- und Gefahrenabwehrrecht bereits ausreichende Grundlagen biete, um entschieden gegen die Plattform vorzugehen. Als konkrete Instrumente nennen sie die Beschlagnahme von Webseiten, Löschungsaufforderungen an Host-Provider sowie „Netzsperren als ultima ratio“. Von diesen Optionen soll in der Vollzugspraxis konsequenter Gebrauch gemacht werden.

Hessen startete die Initiative, weil das Bundesland laut Poseck eine besorgniserregende Zunahme linksextremer Straftaten verzeichnete. Der Christdemokrat bezeichnete das Portal als das derzeit wichtigste Informations- und Propagandamedium der Szene, das Straftaten und Gewalt aktiv fördere.

In der Begründung zeichnen die Innenminister ein ernstes Bild der Sicherheitslage [1]. Linksextremismus stelle vor allem angesichts von Angriffen auf kritische Infrastrukturen, gewaltsamen Ausschreitungen und einer zunehmenden internationalen Vernetzung eine hohe Bedrohung für die Gesellschaft und die freiheitliche demokratische Grundordnung dar.

Die Szene instrumentalisiere gesellschaftliche Themen wie Klimaschutz [2], soziale Gerechtigkeit und die Wehrpflicht, heißt es. Ziel sei es, in breitere Schichten vorzudringen und immer jüngere Menschen – darunter insbesondere Schülerinnen und Schüler – zu erreichen. Daher gewinne die Absprache im Koalitionsvertrag auf Bundesebene für das Erarbeiten einer Strategie gegen linksextremistische Strukturen an Bedeutung.

Rechtlich vermintes Terrain

Das Vorhaben berührt juristisch sensibles Terrain. Bereits im August 2017 [3] hatte das damals von Thomas de Maizière (CDU) geführte Bundesinnenministerium den Indymedia-Ableger „linksunten“ auf Basis des Vereinsgesetzes verboten. Die darauffolgenden Maßnahmen wie Hausdurchsuchungen und Strafverfahren erwiesen sich im Nachgang aber als Hürdenlauf.

Mehrere Gerichte erklärten die Razzien später für teilweise rechtswidrig [4]. Strafverfahren gegen mutmaßliche Administratoren und Unterstützer wurden eingestellt, da sich keine konkrete Betreiberstruktur nachweisen ließ. Es waren sogar Redaktionsräume des Senders Radio Dreyeckland betroffen [5], was das Bundesverfassungsgericht rügte [6]. Die Einstufung der Webseite als Verein blieb in der Rechtswissenschaft ebenfalls umstritten, auch wenn sie das Bundesverwaltungsgericht 2020 bestätigte [7].

Während „linksunten“ abgeschaltet blieb, existiert die Plattform „de.indymedia.org“ bis heute. Der neue Anlauf der Innenministerkonferenz zielt darauf ab, dieses rechtliche Vakuum zu beenden. Das Gremium dürfte damit aber wieder eine komplexe Debatte über die Grenzen digitaler Repression und die Verhältnismäßigkeit staatlicher Eingriffe im Internet anstoßen.


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Links in diesem Artikel:

  1. https://www.innenministerkonferenz.de/IMK/DE/termine/to-beschluesse/2026-06-19_DOK/Freie_Beschl%C3%BCsse.pdf?__blob=publicationFile&v=1
  2. https://www.heise.de/thema/Klimaschutz
  3. https://www.heise.de/news/Verbot-von-linksunten-indymedia-Keine-Rueckzugsraeume-fuer-Extremisten-3812305.html
  4. https://www.heise.de/news/Justiz-Schlappe-Razzien-im-Fall-Indymedia-linksunten-waren-rechtswidrig-11141277.html
  5. https://www.heise.de/news/Link-auf-linksunten-indymedia-Polizeidurchsuchung-bei-Radiosender-in-Freiburg-7461240.html
  6. https://www.heise.de/news/Link-auf-linksunten-indymedia-Durchsuchung-bei-Journalist-war-verfassungswidrig-11084377.html
  7. https://www.heise.de/news/Gericht-Linksradikales-Internetportal-Linksunten-Indymedia-bleibt-verboten-4649198.html
  8. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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  • 01. Juli 2026 um 17:23

Root-Sicherheitslücken in alternativer Router-Firmware OpenWRT geschlossen

Von Heise
Router, der aussieht, als ob er einem Außerirdischen gehört. Hintergrund ist Lila.

(Bild: Evgeny Ostroushko / Shutterstock.com)

Die OpenWRT-Entwickler haben in einer aktuellen Version unter anderem mehrere kritische Sicherheitslücken geschlossen.

Angreifer können an zahlreichen Sicherheitslücken in der quelloffenen Router-Firmware ansetzen und Geräte im schlimmsten Fall als Root-Nutzer kompromittieren. Dagegen steht eine gerüstete Version zum Download.

Kritische Schwachstellen

Auf der GitHub-Release-Seite [1] zeigen die Entwickler die nun geschlossenen Sicherheitslücken auf. Die Schwachstellen betreffen verschiedene Komponenten wie odhcpd und das Webinterface LuCI.

Am gefährlichsten gilt eine „kritische“ Lücke mit einem CVSSS Score 9.9 von 10 in LuCI. Eine CVE-Nummer wurde offensichtlich bislang nicht vergeben. Voraussetzung für eine Attacke ist, dass der VPN-Dienst Tailscale installiert ist.

An dieser Stelle können Angreifer mit eingeschränkten Rechten im Kontext von tailscale.do_login Benutzereingaben manipulieren. Aufgrund des Fehlers können sie dabei beliebigen Code einschleusen und im Anschluss mit Root-Rechten ausführen. In diesem Kontext sind noch weitere Root-Attacken möglich (etwa CVE-2026-55897 „hoch“).

Ferner sind an anderen Stellen unter anderem noch DoS- und Stored-XSS-Attacken vorstellbar. OpenSSL und der SSH-Client Dropbear wurden in aktuellen und gegen mögliche Attacken gerüsteten Versionen implementiert. Die Entwickler listen alle weiteren Sicherheitsprobleme in dem GitHub-Beitrag auf.

Die Projektbetreiber raten zu einem zügigen Update. Bislang gibt es aber von ihrer Seite keine Hinweise auf laufende Attacken.

Was hat sich noch getan?

Neben den Sicherheitspatches haben die Entwickler noch die Gerätekompatibilität erweitert. Zusätzlich gibt es Verbesserungen beim Funken im 6-GHz-Band, die Arbeitsweise von DHCPv4/DHCPv6 wurde optimiert und der Linuxkernel springt auf 6.12.94. Alle Neuerungen finde sich auf GitHub [2].


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Links in diesem Artikel:

  1. https://github.com/openwrt/openwrt/releases
  2. https://github.com/openwrt/openwrt/releases
  3. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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  • 01. Juli 2026 um 15:04

PC-Fernverwaltung: Man-in-the-Middle-Attacken auf HCL BigFix möglich

Von Heise
Ein symbolischer Updateknopf auf einer Tastatur.

(Bild: Artur Szczybylo/Shutterstock.com)

In einer aktuellen Version von HCL BigFix haben die Entwickler insgesamt sechs Sicherheitslücken geschlossen.

Aufgrund von Softwareschwachstellen in Ruby-Komponenten, die HCL BigFix nutzt, können Angreifer Systeme attackieren. Erfolgreiche Attacken können unter anderem zu Abstürzen führen.

Admins, die in Firmen HCK BigFix etwa zum Verteilen von Sicherheitspatches auf Firmen-PCs nutzen, sollten zeitnah die Version 2.0.18 installieren. Wenn das nicht geschieht, sind Systeme verwundbar und Angreifer können an sechs Sicherheitslücken ansetzen.

Mehrere Schwachstellen

Die Lücken stecken Warnmeldungen zufolge in der E-Mail-Bibliothek Ruby Net-imap [1]und dem Dokumentationstool Ruby Yard Gem [2].

Wie aus einer Warnmeldung hervorgeht, ist eine davon in Ruby Net-imap mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft (CVE-2026-42246). Hier kann sich der Beschreibung zufolge ein Angreifer als Man-in-the-Middle in Verbindungen einklinken und Verbindungen ohne TLS-Verschlüsselung starten. Wie das konkret ablaufen kann, ist bislang unklar.

Durch das erfolgreiche Ausnutzen der verbleibenden Lücken kommt es primär zu DoS-Zuständen. Diese Schwachstellen sind mit „mittel“ und „niedrig“ eingestuft.

Bislang gibt es seitens HCLSoftware keine Hinweise, dass Angreifer die Lücken bereits ausnutzen. Admins sollten die Sicherheitsupdates zeitnah installieren.

Im Mai haben die Entwickler in HCL BigFix SCM Reporting eine Schadcode-Lücke geschlossen [3].


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Links in diesem Artikel:

  1. https://support.hcl-software.com/csm?id=kb_article&sysparm_article=KB0131659
  2. https://support.hcl-software.com/csm?id=kb_article&sysparm_article=KB0131663
  3. https://www.heise.de/news/HCL-BigFix-SCM-Reporting-sortiert-verwundbare-Komponente-aus-11296751.html
  4. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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  • 01. Juli 2026 um 14:28

Neue Filme und Serien bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime im Juli 2026

Von Heise
Screenshot zeigt ein Promobild der Serie „The Hawk“

(Bild: Netflix)

Im Juli startet bei Netflix die Comedyserie „The Hawk“ mit Will Ferrell in der Hauptrolle. Bei Disney+ läuft „Ready Or Not 2“ und Amazon zeigt „Der Spion“.

Auch im Juli starten wieder zahlreiche Film- und Serien-Highlights bei Disney+, Amazon Prime Video und Netflix. Dazu zählen unter anderem die Comedyserie „The Hawk“, der Thriller „Der Spion“ sowie die Horror-Komödie „Ready Or Not 2“.

„The Hawk“, Staffel 1

Ab dem 16. Juli 2026 läuft bei Netflix [1] die erste Staffel der Sportkomödie „The Hawk“, in der Will Ferrell erstmals eine Serienhauptrolle übernimmt, während er gleichzeitig als Autor und Produzent agiert. Im Mittelpunkt steht der ehemalige Golf-Superstar Lonnie „The Hawk“ Hawkins, der 2004 als bester Spieler der Welt galt, inzwischen jedoch nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Obwohl sein Körper längst signalisiert, dass seine Karriere vorbei sein sollte, weigert sich Lonnie aufzugeben und setzt alles auf ein letztes großes PGA-Turnier, mit dem er seine Karriere vollenden und das wohl spektakulärste Comeback der Golfgeschichte feiern möchte.

Während sein ehrgeiziger Sohn Lance bereits als neuer Star des Golfsports gefeiert wird und auch seine Ex-Frau Stacy längst nicht mehr an seinen Erfolg glaubt, kämpft Lonnie gleichermaßen gegen sportliche Rückschläge, familiäre Konflikte und seinen eigenen Stolz. Neben Will Ferrell gehören Jimmy Tatro als Lance, Molly Shannon als Stacy, Fortune Feimster als Sam sowie Luke Wilson und Chris Parnell zur Besetzung. Entwickelt wurde die Serie von Will Ferrell selbst, der damit seine erste große Netflix-Comedyserie realisiert und sportliche Rivalitäten mit seinem gewohnt absurden Humor kombiniert.

„Der Spion“

Bei Amazon startet im Juli der Spionagethriller „Der Spion“ aus dem Jahr 2020 mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle. Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt der Film von dem britischen Geschäftsmann Greville Wynne, der während des Kalten Krieges vom MI6 und der CIA als unauffälliger Kurier angeworben wird. Unter dem Deckmantel seiner Geschäftsreisen soll er geheime Informationen des sowjetischen GRU-Offiziers Oleg Penkowski in den Westen schmuggeln. Während sich die weltpolitischen Spannungen im Zuge der Kubakrise zuspitzen, entwickelt sich zwischen Wynne und Penkowski eine enge Freundschaft, die beide Männer zunehmend in Lebensgefahr bringt.

Aus der zunächst unscheinbaren Mission wird ein riskantes Katz-und-Maus-Spiel mit dem sowjetischen Geheimdienst, bei dem Loyalität, Mut und persönliche Opferbereitschaft über das Schicksal der Beteiligten entscheiden. Zum hochkarätigen Ensemble des Films gehören außerdem Merab Ninidze als Oleg Penkowski, Rachel Brosnahan als CIA-Agentin Emily Donovan sowie Jessie Buckley als Wynnes Ehefrau Sheila. „Der Spion“ ist ab dem 1. Juli 2026 bei Amazon Prime Video [3] im Programm.

„Ready Or Not 2“

Am 2. Juli 2026 erscheint mit „Ready Or Not 2“ die Fortsetzung der gefeierten Horror-Komödie von 2019 bei Disney+ [7]. Die Handlung setzt unmittelbar nach den Ereignissen des ersten Films an und begleitet erneut Grace, die das tödliche Versteckspiel der Le-Domas-Familie nur knapp überlebt hat. Doch der Albtraum ist noch lange nicht vorbei: Gemeinsam mit ihrer entfremdeten Schwester Faith gerät sie ins Visier mehrerer mächtiger Familien, die in einem grausamen Ritual um die Kontrolle eines geheimen Zirkels kämpfen.

Grace muss nicht nur erneut ums Überleben kämpfen, sondern gleichzeitig ihre Schwester beschützen und verhindern, dass ihre Verfolger den sagenumwobenen „Hohen Sitz“ des Rates übernehmen. Wie schon der Vorgänger verbindet auch die Fortsetzung schwarzen Humor, blutige Horrorelemente und bissige Gesellschaftssatire. Samara Weaving kehrt in ihrer Paraderolle als Grace zurück, während Kathryn Newton als Faith sowie Sarah Michelle Gellar, Shawn Hatosy, Néstor Carbonell, David Cronenberg, Elijah Wood, Kevin Durand und Olivia Cheng das Star-Aufgebot ergänzen.

Alle neuen Filme und Serien in der Übersicht

Die folgende Tabelle zeigt alle neuen Filme und Serien, die im Juli bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video erscheinen und im Abopreis inbegriffen sind. Titel, die bei Amazon ausschließlich zum Einzelkauf oder zum Leihen verfügbar werden, sind nicht angegeben.

Disney+ Release
Filme
Dirty Dancing 01.07.
Paper & Glue 01.07.
Sir Alex Ferguson: Nie aufgeben 01.07.
The Sparks Brothers 01.07.
Weiße Haie vor Kanada 03.07.
Hammerhaie hautnah mit Bertie Gregory 05.07.
Charlotte Link – Die Betrogene 15.07.
Monsieur Blake zu Diensten 15.07.
Giant Little Ones 15.07.
Jesus Rolls – Niemand verarscht Jesus 15.07.
So ist das Leben – Life Itself 15.07.
Liebe ist… 15.07.
Die Macht des Bösen 15.07.
Mr. Holmes 15.07.
Rebel in the Rye 15.07.
Romance & Cigarettes 15.07.
A United Kingdom – Ihre Liebe verändert die Welt 15.07.
Immer Ärger mit Grandpa 15.07.
Die Frau in Gold 15.07.
Descendants: Wicked Wonderland 17.07.
Pompeji mit Tom Hiddleston 23.07.
Serien
X-Men 97: Staffel 2 01.07.
Flex X Cop: Staffel 1 01.07.
Abandonados: Im Stich gelassen: Staffel 1 01.07.
Would you marry me: Staffel 1 01.07.
The Simpsons: Simpsley 03.07.
The Husband: Staffel 1 04.07.
Haiangriffen auf der Spur: Staffel 1 08.07.
Naruto: Staffel 3 08.07.
Sofia die Erste: Königliche Zauberschule: Staffel 1 08.07.
Sofia die Erste: Magische Freunde (Kurzgeschichten): Staffel 1 08.07.
Shifting Gears: Staffel 2 08.07.
Squatters: Get the F*** out of my House: Staffel 1 08.07.
Bluey Sammlung: Staffel 1 08.07.
R.J. Decker: Staffel 1 14.07.
Grey’s Anatomy: Staffel 22 15.07.
The Cult of NatureBoy: Staffel 1 15.07.
Schwarzmärkte hautnah mit Mariana van Zeller: Staffel 5 15.07.
Waustelle – Alle Pfoten packen an: Staffel 2 15.07.
SuperKitties: Staffel 3 15.07.
Liar: Staffel 1 15.07.
Beyblade X – Staffel 2 20.07.
King of the Hill: Staffel 15 20.07.
Die Bergretter: Staffel 17 22.07.
Crystal Wall: Staffel 1 22.07.
9-1-1: Notruf L.A.: Staffel 9 22.07.
Furious: Staffel 1 27.07.
Amazon Release
Filme
X 01.07.
1984 01.07.
Am Strand 01.07.
Anatevka 01.07.
Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe 01.07.
Booksmart 01.07.
Bottoms 01.07.
Bones and All 01.07.
Capote 01.07.
Das Urteil von Nürnberg 01.07.
Der Mann im Mond 01.07.
Der Spion 01.07.
Die Geschichte der Dienerin 01.07.
Die glorreichen Sieben (1960) 01.07.
Die glorreichen Sieben (2016) 01.07.
Drei Amigos! 01.07.
Ein Fisch namens Wanda 01.07.
Fuze 01.07.
Jeepers Creepers: Reborn 01.07.
Jujutsu Kaisen 0 01.07.
Königin der Wüste 01.07.
Landschaft mit unsichtbarer Hand 01.07.
Latigo 01.07.
Memory - Sein letzter Auftrag 01.07.
Queen Bees 01.07.
Road House 01.07.
Ronin 01.07.
Umzingelt 01.07.
Leben und Sterben in L.A. 01.07.
Viel Lärm um nichts 01.07.
Von Löwen und Lämmern 01.07.
Zwei Glorreiche Halunken 01.07.
Life After Fighting 02.07.
Underwater - Es ist erwacht 02.07.
Lottergeist Beetlejuice 03.07.
Don't Worry Darling 04.07.
Bagman 05.07.
Acid - Tödlicher Regen 05.07.
Nosferatu - Der Untote 05.07.
Vacation Friends 06.07.
Vacation Friends 2 06.07.
The Nun II 06.07.
Johnny English 06.07.
Trolls World Tour 06.07.
Control Room 06.07.
Dunkirk 07.07.
Tenet 09.07.
The Last Duel 09.07.
Interstellar 10.07.
Boulevard 10.07.
Der Marsianer - Rettet Mark Watney 11.07.
Ewig Dein 11.07.
Angst und Schrecken in Las Vegas 12.07.
Ein Fest fürs Leben 12.07.
They See You 13.07.
Silent Zone 13.07.
Evil Dead Rise 15.07.
Final Destination 15.07.
Conjuring: Die Heimsuchung 15.07.
Meg 15.07.
Im Schatten der Angst - Du sollst nicht lügen 15.07.
Rio 1+2 16.07.
Troja 16.07.
Landkrimi: Endabrechnung 17.07.
Focus 17.07.
Get Away 17.07.
Wildcat 17.07.
Vultures 19.07.
Der Weiße Hai 1-4 19.07.
The Cut 20.07.
Greenland 1+2 20.07.
Game Night 20.07.
Heretic 20.07.
Der Große Gatsby 22.07.
Mindcage 23.07.
Honey 23.07.
Er steht einfach nicht auf Dich 25.07.
Die Farbe Lila 26.07.
I Am Legend 28.07.
Atomic Blonde 29.07.
The Devil's Mouth 29.07.
Alice, Darling 30.07.
Serien
Elle, Staffel 1 01.07.
Poker Face: Staffel 2 01.07.
Isakapatnam: Staffel 1 02.07.
Loyalty Game: Staffel 1 03.07.
Absentia: Staffel 1-3 06.07.
Biester: Staffel 1-2 06.07.
Superman & Lois: Staffel 1-3 06.07.
Vorstadtweiber:Staffel 3-6 06.07.
The Westies: Staffel 1 12.07.
Braunschlag: Staffel 1 13.07.
Murder 101: Staffel 1 13.07.
Ride or Die, Staffel 1 15.07.
Young Farts Trailer Parts: Staffel 1 17.07.
Jesy Nelson: Life Changing: Staffel 2 17.07.
Suits: Staffel 1-9 18.07.
Person Of Interest: Staffel 1-5 20.07.
Batman: Caped Crusader, Staffel 2 31.07.
The Way Out, Staffel 3 31.07.
Netflix Release
Filme
Enola Holmes 3 01.07.
Das Boot - The Director's Cut 01.07.
22 Bahnen 05.07.
Mortdecai – Der Teilzeitgauner 07.07.
Jeff Arcuri: Nice to Meet You 07.07.
Bis zum Ende 08.07.
Costa Concordia: Albtraum auf See 10.07.
Ikka 10.07.
Miguel Ángel Blanco: 48 Stunden, die Spanien veränderten 10.07.
RoboCop 10.07.
Golden Kamuy -The Abashiri Prison Raid- 13.07.
MLB Home Run Derby 2026 14.07.
Tod auf dem Nil 15.07.
Love You So Bad 16.07.
Me Before Me 16.07.
23 000 Leben 17.07.
Heartstopper Forever 17.07.
Deseo – Verlangen 17.07.
Bill Maher: The Kennedy Center Mark Twain Prize for American Humor 21.07.
A Toxic Love Story 22.07.
The Debt Collector 23.07.
72 HOURS 24.07.
Eine verworrene Wahrheit 24.07.
Mary Beth Barone: Galaxy Brain 28.07.
Serien
Sommer '36 01.07.
Worst Neighbor Ever – Tödliche Nachbarschaft 01.07.
TESTO: Staffel 1 01.07.
Super Subbu 02.07.
Survival of the Thickest: Staffel 3 02.07.
Human Vapor 02.07.
Sparks of Tomorrow 05.07.
Better Late Than Single: Staffel 2 07.07.
Salcedo, Leather, and Boogaloo 08.07.
Thunder 3 08.07.
Ich habe keine Angst 08.07.
Unsere kleine Farm 09.07.
The Apartment Job 11.07.
Love Is Blind: UK – After the Altar 12.07.
Hot Ones: Extra Heat 13.07.
Quarterback: Staffel 3 14.07.
The Ultimatum: Marry or Move On: Staffel 4 15.07.
The Hawk 16.07.
WWE: Unreal: Staffel 3 17.07.
Die Karte der Sehnsüchte 17.07.
The East Palace 17.07.
Spooky in Love 18.07.
Elite Force 22.07.
Kaulitz & Kaulitz: Staffel 3 23.07.
Ransom Canyon: Staffel 2 23.07.
Final Project 29.07.
Fúria – Rasende Wut 29.07.
The Bombing of Pan Am 103 30.07.

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Netflix besuchen [10]

Amazon Video besuchen [11]

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VPN Test 2025: Die besten VPN-Anbieter im Vergleich [12] bei heise Download


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  • 01. Juli 2026 um 17:44

iPhone 18 und 18e: Mini-RAM-Erhöhung angepeilt

Von Heise
iPhone 17, hier in „Salbei“

Das iPhone 17 kriegt vermutlich erst im Frühjahr 2027 einen Nachfolger, meint die Gerüchteküche.

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

Für Siri AI mit den größten Modellen braucht es ausreichend RAM. Bei iPhone 18 und 18e wird das offenbar nichts.

Wer hoffte, dass Apples Standard- und Einsteiger-iPhones ausreichend RAM für die neuesten lokalen Siri-AI-Modelle erhalten, wird wohl enttäuscht: Apple plant einem Analystenbericht zufolge nur einen minimalen „Bump“ beim Hauptspeicher. Laut Angaben des üblicherweise gut informierten Lieferkettenexperten Ming-Chi Kuo kommen iPhone 18 und 18e [1] – also beide Modelle, die Apple offenbar im Frühjahr 2027 plant – nicht mit 12 GByte. Stattdessen setze Apple auf einen „krummen“ RAM-Wert.

Hilft das kleine RAM-Plus?

Wie Kuo auf X schreibt, bekommen die Modelle jeweils 9 GByte DRAM [2] in Form von sechs jeweils 1,5 GByte großen Dies. Aktuell kommen iPhone 17 und 17e mit 8 GByte, die auf vier 2 GByte Dies verteilt sind. Kuo schreibt, die RAM-Erhöhung im kommenden A20 diene dazu, die Geräte bei KI-Workflows besser laufen zu lassen. Ob die zusätzlichen 1 GByte wirklich ausreichen, ist aber fraglich. Denn Apple hatte angekündigt, dass mindestens zwei neue Siri-AI-Funktionen [3] nur mit 12 GByte RAM laufen, beziehungsweise aktuell mit dem iPhone 17 Pro, 17 Pro Max und iPhone Air.

Dabei handelt es sich um ein verbessertes Sprachausgabemodell, das man im Bezug auf Expressivität und Wiedergabegeschwindigkeit [4] einstellen kann, eine bessere lokale Diktierfunktion (wohl auch offline) sowie das beste lokale KI-Modell, das Apple aktuell anbietet, nämlich AFM 3 Core Advanced [5]. Es ist nicht abzusehen, ob Apple es beim A20 schafft, diese auch mit 9 GByte RAM nutzbar zu machen. Allerdings hat auch die Vision Pro M2 [6] diese drei Dinge nicht – obwohl sie sogar 16 GByte Hauptspeicher hat. Hier wird die Weglassung nicht näher begründet, könnte aber mit einer schlechteren Neural Engine zu tun haben.

Pro-Modelle bleiben bei 12 GByte

Beim iPhone 18 Pro und 18 Pro Max rechnet Kuo, der für das Analyseunternehmen TF International Securities mit Sitz in Taiwan arbeitet, mit keinen Veränderungen. Hier bleibt es mit dem A20 Pro bei 12 GByte RAM, verteilt auf acht Dies mit jeweils 1,5 GByte. Der A20 Pro soll wohl auch in Apples erstem Foldable enthalten sein, dem „iPhone Ultra“ [7].

Apple plant Gerüchten zufolge, sein iPhone-Verkaufsmodell etwas umzustellen. So sollen im September 2026 iPhone 18 Pro, 18 Pro Max und Ultra erscheinen, im Frühjahr 2027 dann iPhone 18, 18e sowie womöglich ein zweites Air-Modell folgen. So will Apple sein Geschäftsjahr, das stark auf das vierte Quartal ausgerichtet ist, etwas entzerren.


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Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/iPhone-17-Wohl-so-lange-Apples-Nummer-eins-wie-noch-nie-11345695.html
  2. https://x.com/mingchikuo/status/2070545159620809003
  3. https://www.heise.de/news/Anforderungen-fuer-iOS-27-und-Co-Zoepfe-abgeschnitten-Siri-AI-teilbeschraenkt-11322631.html
  4. https://www.heise.de/news/Siri-AI-Was-in-der-Beta-geht-und-was-noch-nicht-11341222.html
  5. https://www.heise.de/news/Apples-KI-Trick-Wie-ein-20-Milliarden-Parameter-Modell-aufs-iPhone-passt-11334385.html
  6. https://www.heise.de/news/Vision-Pro-Zwei-Features-von-visionOS-27-nur-fuer-das-M5-Modell-11340235.html
  7. https://www.heise.de/news/iPhone-Ultra-Neues-zu-moeglichen-Preisen-Technik-und-Verfuegbarkeiten-11254203.html
  8. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  9. https://www.heise.de/mac-and-i
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  • 01. Juli 2026 um 12:21

Angreifer können Citrix NetScaler ADC und NetScaler Gateway lahmlegen

Von Heise
Ein symbolischer Updatebalken füllt sich.

(Bild: AFANASEV IVAN/Shutterstock.com)

Die Citrix-Entwickler haben im Load-Balancer NetScaler ADC und in der Fernzugriffslösung NetScaler Gateway insgesamt sechs Sicherheitslücken geschlossen.

Citrix NetScaler ADC und NetScaler Gateway sind verwundbar, und Angreifer können Instanzen mittels DoS-Attacken zum Erliegen bringen. Dadurch können unter anderem wichtige Netzwerkbereiche in Unternehmen nicht erreichbar sein. Sicherheitsupdates stehen zum Download bereit. Bislang gibt es keine Hinweise, dass Angreifer die Schwachstellen bereits ausnutzen.

Das Softwareunternehmen weist darauf hin, dass die Cloudinstanzen bereits verarztet sind. Admins, die Instanzen selbst hosten, müssen handeln.

Angriffe mit Hürden

Bis auf eine Sicherheitslücke (CVE-2026-10817 „mittel“) sind alle weiteren (CVE-2026-8451, CVE-2026-8452, CVE-2026-8655, CVE-2026-10816, 13474) mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft. In allen Fällen müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein, damit Attacken überhaupt möglich sind. Diese und weitere Informationen führen die Entwickler in einer Warnmeldung aus. [1]

In einem Fall muss etwa die Single-Sign-On-Komponente SAML IDP aktiv sein. Ist das gegeben, können Angreifer auf einem nicht näher beschriebenen Weg einen Speicherfehler auslösen. In so einem Kontext kommt es oft zur Ausführung von Schadcode und somit zur vollständigen Kompromittierung von Systemen.

Die DoS-Attacken gehen ebenfalls auf Speicherfehler zurück und Dienste können abstürzen. Damit das klappt, muss NetScaler ADC etwa als DNS-Proxy konfiguriert sein. In einem anderen Fall können präparierte HTTP/2-Anfragen für Probleme sorgen und Abstürze auslösen. Dafür muss aber vorab das HTTP/2-Profil aktiviert sein. Angreifer können aber auch unbefugt auf Dateien zugreifen und diese lesen.

Um solchen Attacken vorzubeugen, müssen Admins eine der folgenden Versionen installieren. Alle vorigen Ausgaben sind verwundbar.

  • NetScaler ADC und NetScaler Gateway 14.1-72.61
  • NetScaler ADC und NetScaler Gateway 13.1-63.18
  • NetScaler ADC 14.1-FIPS 14.1-72.61 FIPS
  • NetScaler ADC 13.1-FIPS und 13.1-NDcPP 13.1.37.272

Zuletzt sorgte Citrix Ende März mit Attacken auf Gateway und NetScaler ADC für Schlagzeilen [2].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11350144

Links in diesem Artikel:

  1. https://support.citrix.com/support-home/kbsearch/article?articleNumber=CTX696604
  2. https://www.heise.de/news/Angriffe-laufen-auf-Citrix-Gateway-und-Netscaler-ADC-11229094.html
  3. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  4. mailto:des@heise.de

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  • 01. Juli 2026 um 11:04

Exploitarium: Anonymer Sicherheitsforscher veröffentlicht zwei Dutzend Zero-Days

Von Heise
Aufkleber auf Macbook: Dropping 0-days faster than Newton's apple

Aufkleber auf Macbook: Dropping 0-days faster than Newton's apple

(Bild: heise medien / cku)

Von PHP bis RustDesk: Der Unbekannte hat mit KI-Unterstützung Sicherheitslücken in allerlei quelloffener Software entdeckt und publik gemacht – als Geschenk.

Ein Unbekannter mit dem sommerlichen Pseudonym „Bikini“ hat auf der Codesharing-Plattform Github Proof-of-Concept-Code für knapp zwei Dutzend Sicherheitslücken veröffentlicht – nach eigener Aussage allesamt bislang ungefixte Zero-Days. Darunter befinden sich Exploits für PHP, OpenVPN, VLC und andere Projekte. Die Schwere der Sicherheitslücken variiert von Informationslecks bis zu Codeeinschleusung. Wer will, kann die Lücken an den Hersteller melden, um Ruhm einzuheimsen.

Im Github-Repository „Exploitarium [1]“ finden sich alle Lücken mit einer kurzen README, die wie Teile der eigentlichen Lückenfindung KI-generiert ist. Im Einzelnen sind folgende Projekte betroffen:

  • 7-Zip 26.01 (Windows)
  • AnyDesk 9.7.6 (Windows)
  • c-ares
  • Docker Engine 29.6.0
  • FFmpeg: RASC-Decoder
  • Firefox 152.0.2 (Windows)
  • Floci 1.5.27 API Gateway
  • Flowise 3.1.2 / flowise-components 3.1.2
  • Ghidra 12.1.2
  • Gitea
  • ImageMagick 7.1.2-25 mit Ghostscript 10.07.1 (Windows)
  • libssh2 (PoC für CVE-2026-55200 [2] sowie für neue Lücke unter Windows)
  • Lunar Client
  • MyBB 1.8.40
  • nghttp2 1.69.0
  • nmap
  • objdump
  • OpenVPN 3.11.3 sowie OpenVPN Connect für Windows 3.8.0
  • PHP 8.5.7
  • RustDesk
  • SystemInformer 4.0.26162.539 (Windows)
  • VLC 3.0.23 (Windows)

Wie der unbekannte Sicherheitsforscher selber schreibt, sind manche seiner Funde „ein bißchen schrottig“, manche seien aber besser. Er nutzte KI für Handreichungen bei der Lückensuche, betont jedoch, dass fast alle PoCs handkodiert seien. Bis auf eine Lücke – CVE-2026-55200 – gibt es weder CVE-Kennungen noch CVSS-Punkte oder andere Zusatzinformationen. Potenziell Betroffene müssen diese aus den jeweiligen Readmes und dem PoC-Code extrahieren oder auf Bearbeitung durch die Hersteller warten. Auf die Hintergründe von CVE, CVSS und anderen Metadaten für Sicherheitslücken geht der Podcast „Passwort“ in seiner aktuellen Folge ausführlich ein.

Motivation: Nachwuchswerbung

Die Motivation hinter dem Exploitarium sei Nachwuchswerbung, schreibt der Anonymous. Er schenkt die Funde der Öffentlichkeit und betont, dass ein jeder sie an die betroffenen Hersteller melden dürfe, um einen CVE dafür „einzuheimsen“. Der Sicherheitsforscher habe sich zu diesem Vorgehen entschlossen, um „Leute in das Feld [der Exploitsuche, d.R.] zu locken“, er empfinde es als „effizientesten Weg“ der Nachwuchswerbung.

KI-generierte Sicherheitslücken überschwemmen in den vergangenen Monaten in einer Art „Vulnokalypse“ die Bug-Bounty-Programme vieler Hersteller und führen zu spürbaren Abnutzungserscheinungen. Das cURL-Projekt hat daher den „Summer of Bliss [4]“ ausgerufen und bearbeitet im Juli keine Fehlermeldungen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11350036

Links in diesem Artikel:

  1. https://github.com/bikini/exploitarium
  2. https://www.heise.de/news/Kritische-libssh2-Luecke-Proof-of-Concept-Exploit-veroeffentlicht-11347855.html
  3. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  4. https://www.heise.de/news/Sommer-der-Glueckseligkeit-curl-nimmt-einen-Monat-lang-keine-Bug-Reports-an-11332339.html
  5. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  6. mailto:cku@heise.de

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  • 01. Juli 2026 um 09:59

Google Chrome: Großes Update schließt erneut Hunderte Sicherheitslücken

Von Heise
Das Chrome-Logo in einer Taskleiste, darüber die Maus und die Beschriftung

(Bild: annd.img/Shutterstock.com)

Die Flut an identifizierten Sicherheitslücken reißt nicht ab, im Chrome werden jetzt erneut fast 400 geschlossen. Ob die Zahl wieder sinken wird, ist unklar.

Google hat im Chrome-Browser erneut 382 Sicherheitslücken geschlossen, das sind nur 47 weniger als beim Rekordupdate vor einem Monat. Bei insgesamt 15 der gestopften Lücken hat es sich um solche mit der Einstufung „kritisch“ gehandelt. Details zu den zahlreichen behobenen Fehlern finden sich in der Bekanntmachung von Google [1], mit dem Update wird Chrome auf Version 150.0.7871.46 (Linux), auf Version 150.0.7871.46 (Mac) beziehungsweise 150.0.7871.47 (Windows) gehoben. Ein rasches Updaten wird empfohlen, zumeist wird das aber automatisch installiert. Aktualisiert wurde auch Chrome für Android, hier sollte man [2] nun Version 150.0.7871.63 nutzen. Die darin geschlossenen Lücken entsprechen jenen der Desktopversion.

KI sorgt für Flut an bekannten Lücken

Mit der erneut riesigen Anzahl an geschlossenen Lücken [3] setzt sich auch bei Chrome ein Trend fort, der darauf zurückzuführen ist, dass die leistungsfähigsten KI-Modelle seit einigen Monaten deutlich besser darin sind, Lücken und darüber mögliche Cyberangriffe zu finden. Auch im Firefox-Browser wurden damit zuletzt jeden Monat Hunderte Sicherheitslücken gefunden und geschlossen [4], bislang waren es in solch einem Zeitraum immer maximal wenige Dutzend. Dem aktuellen Riesenupdate von Chrome stehen sogar nur genau drei Lücken gegenüber, die bei der entsprechenden Aktualisierung im Stable Channel ein Jahr vorher geschlossen wurden [5].

Das Chrome-Update kommt jetzt mittels Versionsdialog auf den Rechner. Dazu das Browser-Menü öffnen und auf „Hilfe“ und dort auf „Über <Browsername>“ respektive „Info“ bei einigen auf Chromium basierenden Browsern klicken. Das zeigt den derzeit aktiven Softwarestand an und lädt gegebenenfalls verfügbare Aktualisierungen herunter. Unter Linux ist dafür in der Regel die Softwareverwaltung der Distribution zuständig. Auf Mobilgeräten hingegen müssen Nutzerinnen und Nutzer im jeweiligen App-Store nachsehen, dort kommen die Aktualisierungen jedoch oftmals mit deutlicher Verzögerung an – ein beschleunigtes Update kann nicht erzwungen werden. Da auch andere Browser auf Chromium basieren, dürften sie ebenfalls ein umfangreiches Update ausliefern.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11350040

Links in diesem Artikel:

  1. https://chromereleases.googleblog.com/2026/06/stable-channel-update-for-desktop_0175352312.html
  2. https://chromereleases.googleblog.com/2026/06/chrome-for-android-update_01486779060.html
  3. https://www.heise.de/news/Google-Chrome-Update-schliesst-429-Sicherheitsluecken-11319210.html
  4. https://www.heise.de/news/Dank-KI-Im-April-so-viele-Firefox-Luecken-geschlossen-wie-vorher-in-zwei-Jahren-11287023.html
  5. https://www.heise.de/news/Chrome-Firefox-Thunderbird-Neue-Versionen-beheben-Schwachstellen-10497296.html
  6. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&amp;wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  7. mailto:mho@heise.de

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  • 01. Juli 2026 um 09:46

heise+ | Honor Magic V6: Power-Foldable mit Mega-Akku im Test

Von Heise

Das Honor Magic V6 ist beeindruckend flach und trotzdem stark und ausdauernd. Im Test erlaubt es sich kaum Schwächen.

Geschlossen ein normales Smartphone, offen ein quadratisches Mini-Tablet – große Foldables sind wandelbare Geräte mit vielen Möglichkeiten. Honor zählt zu den Herstellern, die bei dieser Gattung früh am Ball waren. Mit dem Honor Magic V6 startet nun die sechste Falt-Generation bei der ehemaligen Huawei-Tochtermarke, zum stolzen Preis von knapp 1700 Euro. Auf dem MWC 2026 in Barcelona hatte Honor das Magic V6 mit seinem Riesen-Akku [1] [1] bereits angekündigt.

Ein derart flaches Foldable wie das Honor Magic V6 wäre noch vor zwei, drei Jahren eine Sensation gewesen. Nur etwa vier Millimeter misst das Gehäuse abseits des Kamerabuckels. Mittlerweile gibt es einige ähnlich schlanke Falt-Smartphones [2] [2], etwa das Oppo Find N6 [3] [3] oder das Samsung Galaxy Z Fold7, dessen Nachfolger bereits in den Startlöchern stehen soll. Selbst zugeklappt ist das Honor Magic V6 nicht dicker als ein iPhone 17 Pro und viele andere Smartphones, und auch das vordere Display ist ebenso groß. Die schlanke Silhouette bedeutet nicht, dass man diese Telefone in Watte packen muss: Mit IP68/IP69 hält das Magic V6 Staub und Wasser aus, es darf auch untertauchen. Im Test überstand es eine Dusche und ein kurzes Bad unbeschadet.

Die Verarbeitung unseres Testgeräts ist einwandfrei. Die rote Rückseite aus samtig-mattem Kunststoff fasst sich angenehm an und hält Fingerabdrücke wirksam fern. Der Ring aus Metall rund um das Kameraelement besitzt ein feines, gefrästes Raster, das zwar keinen Zweck erfüllt, aber Liebe zum Detail ausdrückt. Das Scharnier, das beide Gehäusehälften verbindet, wirkt stabil und klappt satt auf und zu. Laut Hersteller soll es 500.000 Faltvorgänge überstehen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11319362

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/Honor-Magic-V6-Neues-Foldable-mit-Riesen-Akku-11188401.html
  2. https://www.heise.de/thema/Smartphone
  3. https://www.heise.de/news/Foldable-Find-N6-Oppo-buegelt-die-Falte-aus-11213537.html
  4. https://www.heise.de/tests/Honor-Magic-V6-Power-Foldable-mit-Mega-Akku-im-Test-11319362.html
  5. https://www.heise.de/ratgeber/High-End-Smartphones-2026-Stagnation-statt-Innovation-11199992.html
  6. https://www.heise.de/tests/High-End-Smartphones-iPhone-Pixel-und-Galaxy-im-Vergleich-11173362.html
  7. https://www.heise.de/tests/Honor-Oppo-Xiaomi-im-Vergleich-High-End-Smartphones-aus-China-11173368.html
  8. https://www.heise.de/tests/Custom-ROM-aus-Deutschland-VollaOS-im-Test-11199960.html
  9. https://www.heise.de/tests/Galaxy-S26-Ultra-im-Test-Samsungs-Gratwanderung-mit-Privacy-Display-11130613.html
  10. https://www.heise.de/tests/Gigaset-GS6-Pro-im-Test-Made-in-Germany-Smartphone-mit-Wechselakku-11155213.html

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  • 01. Juli 2026 um 12:02

Notebooks, Handys, Tablets: Marktanteilrekorde für Apple laut Counterpoint

Von Heise
Apple-Logo in Blau

Apple-Logo in Blau.

(Bild: Erstellt mit Midjourney durch Mac & i)

Apple geht es deutlich besser als anderen PC-Produzenten. Der Konzern konnte in allen wichtigen Bereichen Boden gut machen. Auch die Apple Watch wächst.

Laut dem Analyseunternehmen Counterpoint geht es Apples Marktanteilen so gut wie selten. In den Kategorien Tablet, Rechner und Smartphones werde das Unternehmen 2026 Rekordmarktanteile einfahren, heißt es im jüngsten Report „Apple 360“ [1] des Marktforschers. Auch im Smartwatch-Segment [2] wächst Apple weiter, wenn auch frühere noch höhere Marktanteile nicht erreicht sind.

Mehr Kontrolle bei Apple

Bei den Tablets soll Apple mit dem iPad nun 39 Prozent Marktanteil erreicht haben, ein Plus von 4 Prozent gegenüber 2025. Das iPhone wuchs weltweit unter den Smartphones auf 25 Prozent Marktanteil (plus 2 Prozent). Beim Mac ist mit 12 Prozent Marktanteil im PC-Geschäft ein deutlich zweistelliger Wert erreicht – auch dank des MacBook Neo [3]. Das ist ein Plus gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent. Bei den Smartwatches sieht Counterpoint jetzt einen Marktanteil von 23 Prozent, ein Plus ebenfalls von 3 Prozent gegenüber 2025.

Apple sei im Gegensatz zur restlichen Branche gut aufgestellt, die in der Speicherkrise [4] stärker leidet. Apple könne dank hoher Margen und einer stark unter der eigenen Kontrolle stehenden Lieferkette die Probleme besser meistern als die Konkurrenz. Allerdings hatte auch Apple kürzlich teils deutliche Preiserhöhungen [5] angekündigt. Die einzige Baureihe, die noch die alten Preise hat, sind die iPhones [6].

iPhone stabil, Mac und iPad wachsen

Die Frage ist nun, wie sich das Jahr 2026 für Apple weiterentwickelt. Counterpoint rechnet damit, dass die Verkäufe beim iPhone ungefähr gleich bleiben, während andere Hersteller bis zu zweistellige Absatzreduzierungen erwarten. Apple hilft dabei, dass der Konzern höhere Margen hat. Das Tablet-Geschäft soll bei Apple sogar wachsen, auch der Mac punktet vor allem dank des Neo weiter, so Counterpoint.

Die Verkäufe dürften auch mit dem Erfolg oder Misserfolg von Siri AI [7] zusammenhängen, das im Herbst erscheinen wird. „Apple hält den wichtigsten Schlüssel selbst in der Hand: den Touchpoint mit den Nutzern über die weltweit am häufigsten genutzten Geräte hinweg“, so der zuständige Principal Analyt bei Counterpoint, Varun Mishra. „Wenn das funktioniert, wird eine personalisierte Apple Intelligence ein starkes Unterscheidungsmerkmal für das Ökosystem bilden – und einen neuen geräteübergreifenden Upgrade-Zyklus für Apple eröffnen.“


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11348411

Links in diesem Artikel:

  1. https://counterpointresearch.com/en/coverage/smartphones/apple-360
  2. https://www.heise.de/news/Counterpoint-Apple-dominiert-weiterhin-des-Smart-Watch-Markt-11340225.html
  3. https://www.heise.de/tests/MacBook-Neo-im-Test-Der-Budget-Mac-mit-dem-Smartphone-Herz-11205775.html
  4. https://www.heise.de/news/RAM-Krise-Micron-wirft-Apple-indirekt-Mitschuld-vor-11349326.html
  5. https://www.heise.de/news/Speicherkrise-Apple-beginnt-Preise-kraeftig-nach-oben-zu-setzen-11344705.html
  6. https://www.heise.de/news/iPhone-Preiserhoehung-Kommt-sie-noch-im-Sommer-11343674.html
  7. https://www.heise.de/news/Siri-AI-Apple-verspricht-umfassenden-KI-Neustart-fuer-Apple-Intelligence-11322101.html
  8. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 01. Juli 2026 um 11:33

RAM-Krise: Micron wirft Apple indirekt Mitschuld vor

Von Heise
Sitz von Micron, hier in Kalifornien

Sitz von Micron, hier in Kalifornien.

(Bild: bluestork / Shutterstock)

Apple-CEO Tim Cook nennt die aktuelle RAM- und SSD-Versorgungssituation beispiellos. Bei einem Produzenten will man Gründe kennen – KI kein Alleinschuldiger.

Apples kräftige Preiserhöhung [1] aufgrund der massiven RAM- und SSD-Inflation [2] sorgt für Gesprächsstoff. Apple selbst nennt die große Nachfrage nach KI-Hardware für Rechenzentren als Grund. So etwas habe er in seiner Karriere noch nicht gesehen, sagte Konzernchef Tim Cook. In der Branche gibt es allerdings, zumindest indirekt, Kritik an Apple selbst: Der iPhone-Hersteller soll mit seiner eigenen Lieferantenpolitik zur Krise zumindest beigetragen haben. Entsprechende Andeutungen machte der Chief Business Officer des Speicherunternehmens Micron in der vergangenen Woche gegenüber dem Wall Street Journal, allerdings ohne den entsprechenden Kunden zu nennen.

Apple zahlte „Tiefstpreise“

Im Interview [3] mit dem Wirtschaftsblatt sagte Sumit Sadana, Micron sei nicht in der Lage gewesen, während des letzten Abschwungs des Speichermarkts die notwendigen Investitionen zu tätigen. Damals war RAM so billig, dass Micron in die Miesen geriet. Sadana sagte, dass „bestimmte Kunden“ dies ausgenutzt hätten, um „Tiefstpreise zu zahlen“.

Da Apple womöglich der weltgrößte RAM-Einkäufer ist, dürfte der Manager damit vor allem den iPhone-Konzern gemeint haben, der berühmt für seine harten Verhandlungen [4] mit Lieferanten ist. „Wir haben einigen Kunden, die zu dieser Zeit sehr aggressive Preisforderungen stellten, mitgeteilt, dass dies nicht konstruktiv sei“, so Sadana. Dies habe dann dazu geführt, dass notwendige Kapitalinvestitionen unterblieben. Große Teile der Industrie hätten 2023 kein Geld mehr ausgegeben, weil es „sehr schlechte Preise und sehr schlechte Margen“ gegeben habe.

Hohe Marge federte Tarife ab

Apple nutzt seine Großbestellungen bei RAM und SSDs sowie weiteren Bauteilen üblicherweise konsequent aus, um Preise zu drücken – obwohl die eigene Marge üblicherweise sehr hoch ist. Das half dem Konzern in der aktuellen Speicher-Inflation dabei, das Preisniveau zunächst stabil zu halten – im Gegensatz zur Konkurrenz.

Doch mittlerweile geht das nicht mehr, die Preise wurden im Schnitt um 200 Euro und mehr erhöht, bei günstigeren Modellreihen um 100 Euro. Apple versucht aktuell, mehr Kapazität für sich zu gewinnen, will etwa RAM des chinesischen Herstellers CXMT beziehen [5]. Selbst im RAM- und SSD-Geschäft tätig werden will der Konzern laut Tim Cook aber nicht – auch nicht indirekt. Micron schätzt, dass die aktuelle Nachfragesituation über 2027 hinaus anhalten könnte.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11349326

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/Speicherkrise-Apple-beginnt-Preise-kraeftig-nach-oben-zu-setzen-11344705.html
  2. https://www.heise.de/news/Tim-Cook-zur-Speicherkrise-Apple-kuendigt-Preiserhoehung-an-11336693.html
  3. https://www.wsj.com/tech/apple-raises-prices-on-macs-ipads-by-200-or-more-on-some-models-a7463f99
  4. https://apple.fandom.com/wiki/Tony_Blevins
  5. https://www.heise.de/news/Bericht-Apple-bemueht-sich-um-Speicher-von-CXMT-11347142.html
  6. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 01. Juli 2026 um 10:44

Google Chrome: Großes Update schließt erneut Hunderte Sicherheitslücken

Von Heise
Das Chrome-Logo in einer Taskleiste, darüber die Maus und die Beschriftung

(Bild: annd.img/Shutterstock.com)

Die Flut an identifizierten Sicherheitslücken reißt nicht ab, im Chrome werden jetzt erneut fast 400 geschlossen. Ob die Zahl wieder sinken wird, ist unklar.

Google hat im Chrome-Browser erneut 382 Sicherheitslücken geschlossen, das sind nur 47 weniger als beim Rekordupdate vor einem Monat. Bei insgesamt 15 der gestopften Lücken hat es sich um solche mit der Einstufung „kritisch“ gehandelt. Details zu den zahlreichen behobenen Fehlern finden sich in der Bekanntmachung von Google [1], mit dem Update wird Chrome auf Version 150.0.7871.46 (Linux), auf Version 150.0.7871.46 (Mac) beziehungsweise 150.0.7871.47 (Windows) gehoben. Ein rasches Updaten wird empfohlen, zumeist wird das aber automatisch installiert. Aktualisiert wurde auch Chrome für Android, hier sollte man [2] nun Version 150.0.7871.63 nutzen. Die darin geschlossenen Lücken entsprechen jenen der Desktopversion.

KI sorgt für Flut an bekannten Lücken

Mit der erneut riesigen Anzahl an geschlossenen Lücken [3] setzt sich auch bei Chrome ein Trend fort, der darauf zurückzuführen ist, dass die leistungsfähigsten KI-Modelle seit einigen Monaten deutlich besser darin sind, Lücken und darüber mögliche Cyberangriffe zu finden. Auch im Firefox-Browser wurden damit zuletzt jeden Monat Hunderte Sicherheitslücken gefunden und geschlossen [4], bislang waren es in solch einem Zeitraum immer maximal wenige Dutzend. Dem aktuellen Riesenupdate von Chrome stehen sogar nur genau drei Lücken gegenüber, die bei der entsprechenden Aktualisierung im Stable Channel ein Jahr vorher geschlossen wurden [5].

Das Chrome-Update kommt jetzt mittels Versionsdialog auf den Rechner. Dazu das Browser-Menü öffnen und auf „Hilfe“ und dort auf „Über <Browsername>“ respektive „Info“ bei einigen auf Chromium basierenden Browsern klicken. Das zeigt den derzeit aktiven Softwarestand an und lädt gegebenenfalls verfügbare Aktualisierungen herunter. Unter Linux ist dafür in der Regel die Softwareverwaltung der Distribution zuständig. Auf Mobilgeräten hingegen müssen Nutzerinnen und Nutzer im jeweiligen App-Store nachsehen, dort kommen die Aktualisierungen jedoch oftmals mit deutlicher Verzögerung an – ein beschleunigtes Update kann nicht erzwungen werden. Da auch andere Browser auf Chromium basieren, dürften sie ebenfalls ein umfangreiches Update ausliefern.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11350040

Links in diesem Artikel:

  1. https://chromereleases.googleblog.com/2026/06/stable-channel-update-for-desktop_0175352312.html
  2. https://chromereleases.googleblog.com/2026/06/chrome-for-android-update_01486779060.html
  3. https://www.heise.de/news/Google-Chrome-Update-schliesst-429-Sicherheitsluecken-11319210.html
  4. https://www.heise.de/news/Dank-KI-Im-April-so-viele-Firefox-Luecken-geschlossen-wie-vorher-in-zwei-Jahren-11287023.html
  5. https://www.heise.de/news/Chrome-Firefox-Thunderbird-Neue-Versionen-beheben-Schwachstellen-10497296.html
  6. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&amp;wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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  • 01. Juli 2026 um 09:46

Nasa erwägt, Mars-Testroboter zum Mond zu schicken

Von Telepolis
Ein Rover auf der Marsoberfläche

Künstlericher Darstellung des Perseverance-Rovers, der 2020 zum Mars aufgebrochen ist. Der baugleiche Promise könnte zum Mond starten.

(Bild: Triff/Shutterstock.com)

Prioritätenwechsel vom Mars zum Mond? Testroboter Promise könnte bald den Erdtrabant erkunden. Der nukleare Antrieb macht ihn zum idealen Kandidaten.

Er hat noch nie den Boden der Erde verlassen – trainiert aber seit Jahren für den Mars. Jetzt könnte Promise, der Zwilling des Rovers Perseverance, seine erste echte Reise doch woanders hin antreten: zum Mond.

Nasa-Chef Jared Isaacman hat am 30. Juni angekündigt [1], dass die Behörde ernsthaft prüft, den Rover als Teil der Pläne zur Errichtung einer Mondbasis zum Erdtrabanten zu schicken.

Das Fahrzeug ist ein maßstabsgetreues Ingenieursmodell des Mars-Rovers Perseverance, das derzeit am Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Südkalifornien als Testplattform dient. Es trägt den Kurznamen Promise, was für "Polar Rover for Observation, Mapping, and In-Situ Exploration" steht.

Nuklearer Antrieb als entscheidender Vorteil

Anders als die meisten anderen Raumfahrzeuge, die für künftige Mondmissionen geplant sind, wird Promise nicht von Solarzellen, sondern von einem Radioisotopengenerator angetrieben, der Wärme aus dem natürlichen Zerfall radioaktiver Stoffe in Strom umwandelt. Das macht den Rover unabhängig von Sonnenlicht und damit in der Lage, auch durch die lange Mondnacht zu operieren.

"Für mondbasierte Ziele erlaubt uns ein nuklearer RTG, überall hinzufahren, unabhängig von der Beleuchtung. Das Überleben der Mondnacht wird eine der größten Herausforderungen sein – damit müssten wir uns keine Sorgen mehr machen", sagte Carlos García-Galán, der Nasa-Programmmanager für die Mondbasis, während der Veranstaltung.

"Lange Fahrten in sehr schwer erreichbare Gebiete, genau wie Curiosity und Perseverance es auf dem Mars gezeigt haben – das wäre großartig."

Die Nasa verfügt nach eigenen Angaben über einen einsatzbereiten MMRTG mit einem Vorrat an Plutonium-238, der derzeit ungenutzt zerfällt. Aufgrund seiner Masse von etwa einer Tonne käme für die Entsendung des Rovers zum Mond wohl nur Blue Origins Blue Moon Lander oder SpaceX' Starship infrage, mutmaßt [2] das Fachportal Ars Technica.

Erprobte Hardware für neue Aufgaben

Bisher dient Promise am JPL als Testplattform: Bevor Befehle an Perseverance oder Curiosity auf dem Mars gesendet werden, werden sie zunächst an Promise erprobt.

Isaacman räumte ein, dass dies sinnvoll war, solange die Rover neu waren. "Es macht früh Sinn, wenn wir ein Problem haben und es hier testen wollen, bevor wir es zum Mars hochladen. Aber wir haben jetzt jahrelange Erfahrung im Betrieb der beiden Rover auf der Marsoberfläche, und wir haben diese Hardware, in die die Steuerzahler viel investiert haben", so Isaacman. "Also wurde die Frage gestellt: Was wäre, wenn wir ihn zum Mond schicken?"

Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Die Nasa prüft derzeit die technische Machbarkeit. Wissenschaftliche Instrumente an Bord müssten angepasst werden, da das Fahrzeug ursprünglich für den Mars konzipiert wurde.

Casey Dreier, Raumfahrtpolitik-Experte der Planetary Society, kommentierte das Vorhaben mit einem kritischen Unterton: "Es ist gewissermaßen symbolisch, die Überreste des Mars-Programms einzusammeln und zum Mond zu schicken."

Ebenfalls am 30. Juni vergab Nasa neue Verträge an Astrobotic, Firefly Aerospace und Intuitive Machines für vier Landefähren, die wissenschaftliche Nutzlasten zum Mond bringen sollen – als Teil des CLPS-Programms (Commercial Lunar Payload Services), über das die Behörde bis 2029 bis zu 20 Mondmissionen plant.

Erfolgsgeschichte auf dem Mars – Rückkehr zum Mond

Der Perseverance-Rover der Nasa startete am 30. Juli 2020 und landete am 18. Februar 2021 im Jezero-Krater auf dem Mars. Seine Hauptaufgabe ist die Suche nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens sowie die Entnahme von Gesteins- und Bodenproben für eine mögliche spätere Rückführung zur Erde.

Im Sommer 2024 untersuchte Perseverance ein Gestein namens "Cheyava Falls", das Anzeichen vergangener Wassereinwirkung, organisches Material und mögliche Hinweise auf chemische Reaktionen durch Mikroben zeigte. Die Ergebnisse wurden nach einjähriger Begutachtung im September 2025 im Fachjournal Nature veröffentlicht – als potenzielle Biosignaturen, die weitere Untersuchungen erfordern.

Der Promise-Vorstoß fügt sich in eine größere Kurskorrektur der Nasa. Unter Isaacman verschiebt die Behörde ihre Strategie hin zum direkten Aufbau von Infrastruktur auf der Mondoberfläche. Konkret hat die Nasa im Mai 2026 ein Dreiphasen-Mondbasisprogramm namens "Moon Base" vorgestellt [3], das bis 2032 eine halbpermanente Infrastruktur am Südpol des Mondes errichten soll, mit Wohnmodulen, Energieversorgung durch Kern- und Solarenergie sowie Erkundungsfahrzeugen.

Treibende Kraft ist dabei explizit der Wettlauf mit China: Die Konkurrenz um die nächste bemannte Mondlandung und eine spätere Mondbasis nimmt zu, während Verzögerungen im Artemis-Programm und Probleme bei kommerziellen Partnern den Zeitplan ausgebremst haben.


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Links in diesem Artikel:

  1. https://www.nbcnews.com/science/space/nasa-moon-base-private-space-companies-contracts-rcna352382
  2. https://arstechnica.com/space/2026/06/nasa-may-send-a-backup-nuclear-powered-mars-rover-to-the-moon/
  3. https://www.tagesschau.de/wissen/weltraum/nasa-mondstation-100.html

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  • 01. Juli 2026 um 10:45
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