Anthropic hat laut Wccftech bei der Untersuchung des KI-Modells Claude eine interne Struktur identifiziert, die Parallelen zur Global Workspace Theory aus der Neurowissenschaft aufweist. Diese Theorie postuliert, dass Gedanken für ein System zugänglich werden, wenn sie in einen privilegierten Arbeitsbereich gelangen, der die Informationen global verteilt. Die Forscher haben nun bei Claude einen Mechanismus lokalisiert, den sie als J-Space bezeichnen.
Der J-Space macht laut den Ergebnissen weniger als 10 Prozent der gesamten neuronalen Aktivität des Modells aus. Die wesentliche Verarbeitung – etwa die Erstellung korrekter Grammatik, flüssige Sprachausgabe oder einfacher Faktenabruf – findet außerhalb dieses Bereichs automatisch statt. Anthropic stellt explizit klar, dass diese Beobachtung keine Rückschlüsse auf ein phänomenales Bewusstsein zulässt. Der Befund bezieht sich lediglich auf ein "Access Consciousness" im philosophischen Sinne, also auf funktionale und abrufbare interne Zustände.
Zur Untersuchung entwickelten die Forscher das Werkzeug J-Lens, eine sogenannte Jacobian Lens. Dieser mathematische Filter blendet Hintergrundprozesse aus, um den Fokus auf die aktuellen internen Verarbeitungsprozesse des Modells zu richten. Anthropic weist jedoch darauf hin, dass es sich um ein unvollkommenes Werkzeug handelt, das die Workspace-Struktur lediglich näherungsweise erfassen kann.
In der Praxis fungiert der J-Space als ein Arbeitsbereich, in dem das Modell Konzepte verarbeitet, ohne diese explizit auszugeben. Dies unterscheidet den J-Space von einem schriftlichen Scratchpad oder Chain-of-Thought-Verfahren. Belegt ist dies etwa durch Kopfrechenaufgaben (3² − 2), die das Modell simultan zu einem thematisch unabhängigen Satz erledigt, wobei der J-Space die mathematischen Zwischenschritte abbildet.
Ein weiteres Beispiel ist die Ableitung von Attributen: Wird das Modell mit dem Konzept "Spinne" konfrontiert, erscheinen im J-Space Informationen wie "8 Beine", ohne dass der Begriff "Spinne" im eigentlichen Text auftaucht. Auch das Zitrusfrüchte-Beispiel zeigt dies: Während Claude einen Text schreibt, erscheinen im J-Space Begriffe wie "Orange" oder "Fruits".
Die Struktur des J-Space war dabei nicht Bestandteil der architektonischen Planung von Claude. Sie entwickelte sich eigenständig während des Trainingsprozesses, was darauf hindeutet, dass ein globaler Arbeitsbereich für intelligenten Zugriff eine effiziente Methode zur Organisation komplexer Berechnungen darstellt.
Das lässt sich als eine Art konvergente Evolution deuten, bei der intelligente Systeme unabhängig voneinander zu ähnlichen Lösungsansätzen gelangen. Konzepte, die in den J-Space gelangen, stehen anderen Teilen des Modells zur Verfügung und können dort für unterschiedliche Aufgaben genutzt werden. Die Forscher konnten zudem beobachten, dass der J-Lens anzeigt, wenn Claude ein Szenario intern als fiktiv einstuft oder Anzeichen von Datenmanipulation erkennt.
Mehrere Fraunhofer-Institute haben gemeinsam ein Secure Element auf Basis des offengelegten OpenTitan entwickelt, das Globalfoundries in Dresden fertigt.
Das „RISC‑V Secure Element“ der Fraunhofer-Institute IIS, AISEC und EMFT soll die digitale Souveränität europäischer Chips und Schaltungen stärken. Es lässt sich als Funktionsblock in andere Chips integrieren, aber auch als separater Chip aus der Dresdner Fertigung von Globalfoundries einsetzen.
Basis des RISC-V Secure Element ist der offengelegte Sicherheits-Controller OpenTitan, den Google in einer vom taiwanischen Hersteller Nuvoton produzierten Version in aktuelle Chromebooks einbaut.
Die aktuelle Implementierung des RISC‑V Secure Element durch Fraunhofer [1] enthält auch Algorithmen für quantensichere Verschlüsselungsverfahren (Post-Quantum Cryptography, PQC) wie ML-DSA (Dilithium) and ML-KEM (Kyber).
Die Entwickler betonen aber, dass sich das Secure Element sowohl erweitern als auch an besondere Anforderungen des jeweiligen Einsatzbereichs anpassen lässt. Und auch angepasste Versionen des RISC-V Secure Elements sollen sich günstig fertigen lassen, sogar in kleineren Stückzahlen.
(Bild: Fraunhofer IIS)
Ebenso wie der OpenTitan-Chip „Earlgrey“ von Nuvoton [2] nutzt das RISC-V Secure Element den 32-Bit-RISC-V-Kern Ibex. Es enthält 4 KByte einmal programmierbaren Speicher (OTP) als e-Fuses, 256 KByte SRAM, 64 KByte Boot-ROM und 2 MByte nichtflüchtigen MRAM-Speicher, etwa für Schlüsselmaterial.
Das Secure Element lässt sich auch zur Absicherung des Bootvorgangs (Secure Boot) nutzen und sicher updaten.
Das RISC-V Secure Element ist für das Fertigungsverfahren 22FDX von Globalfoundries ausgelegt. Wenn es als Einzelchip produziert wird, kann auch das Packaging in der EU erfolgen.
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In der Node.js-Community ist eine Diskussion darüber entstanden, wie sie weiter mit der Vielzahl an LLM-generierten Sicherheitsmeldungen verfahren soll.
Das Node.js-Team diskutiert derzeit darüber, den Workflow für die Flut an eingereichten, LLM-generierten Sicherheitsmeldungen zu ändern. Ideen sind, die Meldungen öffentlich zu bearbeiten und mit künstlicher Intelligenz vorzusortieren.
Das Team hat das Problem jetzt auf die Agenda des nächsten Treffens der Security Working Group am 7. Juli gesetzt. Der Initiator Rafael Gonzaga schreibt [1], dass alle bisherigen Maßnahmen nicht geholfen haben: „Wir sind nach wie vor überlastet.“
Daher schlägt er vor, die eingereichten Meldungen zu veröffentlichen und als Pull Requests (PR) abzuarbeiten. Bei den Einreichungen handelt es sich oft nur um Bugs, die auch gefixt gehören, aber weniger um wirkliche sicherheitsrelevante Lücken. Außerdem kommen so viele gleichartige Meldungen an, die quasi jeder mit LLM erzeugen kann: „Diese Funde sind praktisch eh schon öffentlich.“ Als PR kann sich die Community darum kümmern und das Kernteam ist entlastet.
Eine Vorsortierung durch KI [2] könnte nur die wirklich ernsthaften Lücken erkennen und nicht öffentlich an das Sicherheitsteam zur Bearbeitung weiterleiten.
Gegenstimmen geben zu bedenken, dass der Vorschlag die Masse an Sicherheitsreports durch eine Masse an PRs ersetzt, die auch vom Kernteam geprüft werden müssen. Außerdem könnten die veröffentlichten Lücken Hacker anziehen, „als kostenlose Quelle für Ideen für automatisierte Attacken.“ Daher schlagen andere Maintainer vor, nicht die komplette Öffentlichkeit einzubeziehen, aber den Kreis auf alle Mitarbeitenden (collaborators) zu erweitern.
Wie viele andere Projekte [3] kämpft Node.js mit AI Slop [4] und hat im April bereits das Bug-Bounty-Programm zur Belohnung von Warnungen gestrichen. Auch zu solchen Maßnahmen waren andere Projekte bereits gezwungen [5]. Das hat laut Gonzaga aber keine Erleichterung gebracht, da es den Einreichenden eher um den Ruhm als Autor auf einer offiziellen CVE-Warnmeldung zu erscheinen geht, als um Geld.
Auch andere Maßnahmen führten nicht zum Erfolg: höhere Hürden bei der Reporting-Plattform HackerOne, engere Relevanzkriterien und automatisiertes Schließen von Reports minderer Qualität. Letzteres hat sogar dazu geführt, dass mehr Meldungen bei der Mutter OpenJS landeten. „Bald wird auch dieses Team überlastet sein“, schließt Gonzaga.
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Aktuelle Versionen der Open-Source-Firewall-Distribution schließen mehrere Einfallstore. Eine als kritisch bewertete Lücke macht das Update besonders dringlich.
Die kürzlich erschienenen Versionen 26.1.11 und 26.4.1(p1) von OPNsense, einer quelloffenen Firewall- und Routing-Plattform auf FreeBSD-Basis, bringen Sicherheitsfixes mit.
Unter den geschlossenen Lücken befindet sich auch eine kritische: CVE-2026-57155 (CVSS-Score 9.9 von 10.0) hätte unter bestimmten Voraussetzungen zur Rechteausweitung und letztlich zur kompletten Firewall-Übernahme missbraucht werden können. Nutzer sollten sicherstellen, dass ihre Installation auf dem neuesten Stand ist.
Die kritische Lücke steckte in der GeoIP-Alias-Komponente. Die lädt eine Länderdatenbank von einer frei wählbaren Adresse herunter und verarbeitet sie mit Root-Rechten.
Gemäß Erläuterungen des Lückenentdeckers Jonas Ampferl [1] hätten frühere OPNsense-Versionen weder die Adresse noch den Inhalt der Datenbank-Datei ausreichend geprüft. Aufgrund dieses Mangels hätte ein entfernter Angreifer die Firewall auf einen eigenen Server lenken, von dort ein (manipuliertes) GeoIP-Archiv herunterladen und über dieses eigene Dateien ins Zielsystem schreiben lassen können.
Von diesem Ausgangspunkt aus hätten sich dann die Zugriffs- bis hin zu Root-Rechten ausweiten lassen, und auch Codeausführung aus der Ferne als root wäre möglich gewesen. Für den ganzen Vorgang hätte ein Angreifer lediglich relativ geringe Zugriffsrechte einschließlich der Berechtigung benötigt, Firewall-Aliase zu bearbeiten.
Wer sich für weitere Angriffsdetails interessiert, kann diese in einem technischen Write-up des Sicherheitsforschers [2] nachlesen.
Informationen zu den übrigen gefixten Lücken sind der Advisory-Übersicht im OPNsense-GitHub-Repository zu entnehmen [3]. Der Schweregrad der von ihnen ausgehenden Bedrohung reicht von „moderate“ bis „high“.
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Mehrere Fraunhofer-Institute haben gemeinsam ein Secure Element auf Basis des offengelegten OpenTitan entwickelt, das Globalfoundries in Dresden fertigt.
Das „RISC‑V Secure Element“ der Fraunhofer-Institute IIS, AISEC und EMFT soll die digitale Souveränität europäischer Chips und Schaltungen stärken. Es lässt sich als Funktionsblock in andere Chips integrieren, aber auch als separater Chip aus der Dresdner Fertigung von Globalfoundries einsetzen.
Basis des RISC-V Secure Element ist der offengelegte Sicherheits-Controller OpenTitan, den Google in einer vom taiwanischen Hersteller Nuvoton produzierten Version in aktuelle Chromebooks einbaut.
Die aktuelle Implementierung des RISC‑V Secure Element durch Fraunhofer [1] enthält auch Algorithmen für quantensichere Verschlüsselungsverfahren (Post-Quantum Cryptography, PQC) wie ML-DSA (Dilithium) and ML-KEM (Kyber).
Die Entwickler betonen aber, dass sich das Secure Element sowohl erweitern als auch an besondere Anforderungen des jeweiligen Einsatzbereichs anpassen lässt. Und auch angepasste Versionen des RISC-V Secure Elements sollen sich günstig fertigen lassen, sogar in kleineren Stückzahlen.
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Ebenso wie der OpenTitan-Chip „Earlgrey“ von Nuvoton [2] nutzt das RISC-V Secure Element den 32-Bit-RISC-V-Kern Ibex. Es enthält 4 KByte einmal programmierbaren Speicher (OTP) als e-Fuses, 256 KByte SRAM, 64 KByte Boot-ROM und 2 MByte nichtflüchtigen MRAM-Speicher, etwa für Schlüsselmaterial.
Das Secure Element lässt sich auch zur Absicherung des Bootvorgangs (Secure Boot) nutzen und sicher updaten.
Das RISC-V Secure Element ist für das Fertigungsverfahren 22FDX von Globalfoundries ausgelegt. Wenn es als Einzelchip produziert wird, kann auch das Packaging in der EU erfolgen.
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Durch eine Vereinbarung bis ins Jahr 2031 bleibt Broadcom ein wichtiger Zulieferer von Apple. Beide Unternehmen erhalten Planungssicherheit.
Broadcom festigt seine Rolle als wichtiger Zulieferer von Apple. Der US-Halbleiterkonzern wird den iPhone-Hersteller weitere fünf Jahre mit maßgeschneiderten Chips beliefern. Die Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen verlängert sich bis ins Jahr 2031. Das gab Broadcom am Montag bekannt.
Nach Einschätzung der Nachrichtenagentur Reuters [1] zeigt die Vereinbarung, „dass Apple trotz eigener Bemühungen zur Entwicklung von Modems und Prozessoren weiterhin auf Broadcom angewiesen ist, wenn es um komplexe, kundenspezifische Halbleiter geht“. Zugleich zerstreue der Deal mögliche Sorgen von Investoren, Apple könne Broadcom-Chips in naher Zukunft durch eigene ersetzen. Sowohl Apple als auch Broadcom erhalten durch die Vereinbarung Planungssicherheit. Broadcom liefert Apple bereits wichtige Komponenten wie Hochfrequenzchips für die Mobilfunkverbindung der iPhones sowie Chips für WLAN- und Bluetooth-Konnektivität und weitere Netzwerk-Halbleiter. Der Chiphersteller erwirtschaftet mit den Lieferungen an Apple gut ein Fünftel seines Jahresumsatzes.
Beide Unternehmen haben bereits im Jahr 2023 eine milliardenschwere Vereinbarung über die Entwicklung und Fertigung von 5G-Hochfrequenzkomponenten durch Broadcom geschlossen. Zuletzt hat der weltweite KI-Boom die Nachfrage nach leistungsstarken Prozessoren erhöht und den Wettbewerb verschärft.
Der mit Abstand größte Chiplieferant von Apple ist und bleibt der taiwanesische Auftragsfertiger TSMC. Für seine Prozessoren, darunter die M-Serie für Mac-Computer und die A-Serie für iPhones, setzt Apple auf den Weltmarktführer. Dieser ist jedoch durch die stark gestiegene Nachfrage von KI-Chip-Herstellern wie Nvidia stark ausgelastet. TSMC kommt kaum mehr nach bei der Chipherstellung. Viele Tech-Konzerne versuchen daher, ihre Lieferketten zu diversifizieren, um nicht von einem einzigen Hersteller abhängig zu sein. Apple ist da keine Ausnahme. Im Mai wurde bekannt, dass sich Apple und Intel nach langen Verhandlungen offenbar darauf geeinigt haben, Apple-Chips in Zukunft auch wieder von Intel produzieren zu lassen [2].
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Apple plant mit iOS 27 ein neues Framework namens Trust Insights. Eine KI-basierte Verhaltensanalyse soll Nutzer vor Social Engineering und Betrug warnen.
Apple [1] sucht mit App-Entwicklern den Schulterschluss, um Cyberkriminellen das Handwerk zu legen, die Menschen gezielt manipulieren. Diesem „Social Engineering“ ist durch klassische technische Schutzmaßnahmen schwer beizukommen. Wie Social Engineering in der Praxis funktioniert und wie Angreifer damit in Unternehmen eindringen, hat ein Erfahrungsbericht aus Sicht eines Penetrationstesters [2] ausführlich beschrieben. Denn Zwei-Faktor-Authentifikation oder Biometrie können nicht davor schützen, wenn sich der legitime Nutzer eines Gerätes von Fremden dazu verleiten lässt, große Geldsummen zu überweisen oder Datenzugriffe zu gewähren. Stattdessen soll künftig eine KI-basierte Verhaltensanalyse helfen, Taten zu verhindern und Nutzer zu warnen.
Das neue Framework namens Trust Insights soll App-Entwicklern eine Einschätzung geben, wenn sich der Nutzer auf merkwürdige Weise verhält. Zu solchen Merkwürdigkeiten zählt etwa eine große Geldüberweisung an einen vermeintlichen Arzt eines Familienmitglieds, das Gewähren von Fernzugriff an Fremde, Kontolöschungen, Datenexporte oder die Weitergabe sensibler Daten. Das Framework soll dabei typische Szenarien von Social Engineering erkennen können und gibt der App dann ein Signal, wenn eine mittlere oder hohe Scam-Gefahr erkannt wurde. Es liegt dann an der App, mit diesem Signal weiterzuarbeiten.
Eine Reaktion könnte zum Beispiel sein, dass der Nutzer einen Warnhinweis zu sehen bekommt, der ihn auf gängige Praktiken von Kriminellen hinweist. Aber auch das Verzögern von Transaktionen könnte eine mögliche Reaktion sein. App-Entwickler sind verpflichtet, Apple per Schnittstelle eine Rückmeldung zu geben, was sie mit dem Signal angefangen haben – offenbar in dem Bemühen, die Erkennung zu verbessern und Falschmeldungen zu erkennen. Machen sie dies nicht, riskieren sie Einschränkungen beim künftigen Gebrauch des Frameworks.
Das Trust-Insights-Framework [3] wird mit iOS 27 eingeführt, das im Herbst erscheinen soll. Die Verhaltensüberwachung kann vom Nutzer abgeschaltet werden und soll weitgehend auf dem Gerät erfolgen. Zum Teil sollen Vorgänge auch per Cloud-Infrastruktur bewertet werden – dann aber in der Apple-typischen Weise mit Datenminimierung als Kernprinzip. Gerätedaten sollen ausschließlich lokal verarbeitet werden. Auch sollen keinerlei Inhalte aus Fotos, Nachrichten oder Mail einbezogen werden. Um zu verhindern, dass Betrüger Nutzer dazu nötigen, die Erkennung abzuschalten, ist zunächst eine „Cooldown“-Phase vorgesehen, bis die Abschaltung greift.
Inwieweit Apples neuer Ansatz erfolgreich ist, hängt auch vom Mitwirken der App-Entwickler ab. Mögliche Adressaten dürften zum Beispiel Banken, Social-Media-Anbieter und App-Entwickler sein, die mit persönlichen Daten oder Vermögenswerten umgehen. Da die steigende Cyberkriminalität auch in den Unternehmen massiv Ressourcen bindet und Kosten verursacht, dürften viele ein hohes Interesse daran haben, die Fälle zu reduzieren. Dass Cyberkriminelle im Darknet gezielt Social-Engineering-Experten rekrutieren [4] und KI für skalierbarere Angriffe einsetzen, unterstreicht, warum der Handlungsdruck für Unternehmen wächst. Ob Nutzern freilich diese Verhaltensüberwachung behagt und ob Falscherkennungen schlimmstenfalls zu Einschränkungen bei den Nutzern führen können, gilt es abzuwarten.
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Gerechtigkeitssymbolik: Apples Anwälte haben mal wieder viel zu tun.
(Bild: nepool/Shutterstock.com)
Jon Prosser weist die von Apple wegen eines iOS-Leaks erhobenen Vorwürfe zurück und fordert die Einstellung des Verfahrens.
Der auf Apple-Gerüchte spezialisierte Youtuber Jon Prosser hat auf Apples Zivilklage wegen iOS-26-Leaks [1] reagiert und weist die Vorwürfe zurück. Prosser fordert, die Klage zurückzuweisen und die Übernahme seiner Verfahrenskosten.
Der YouTuber hatte frühzeitig Informationen zum neuen Liquid-Glass-Design in iOS 26 [2] erhalten, die von einem Apple-Mitarbeiter stammten und ihm über eine zweite Person zugänglich gemacht worden waren. Apples Vorwurf: Prosser habe sich mit dieser Person, Michael R., einer Verschwörung schuldig gemacht, unter anderem wegen des Verrats von Geschäftsgeheimnissen. Den Mitarbeiter, dessen Entwickler-iPhone Prosser vorgelegt worden war, hat Apple mittlerweile entlassen. Prosser und R. wurden von Apple daraufhin bereits im Sommer 2025 zivilrechtlich belangt [3].
In den von Macrumors veröffentlichten Gerichtsdokumenten [4] (Case 3:25-cv-06043-JD, U.S. District Court for the Northern District of California) räumt Prosser zwar ein, an einem FaceTime-Videoanruf teilgenommen zu haben, bei dem sein Mitbeklagter R. ihm das damals noch unter dem Namen „iOS 19“ bekannte Betriebssystem in einer Vorabversion gezeigt habe. Doch habe er nicht gewusst, dass das dabei zum Einsatz gekommene Entwickler-iPhone einem Apple-Mitarbeiter gehörte, auf das R. dann Zugriff bekam.
Prosser gab außerdem an, er habe keine Geschäftsgeheimnisse eingesehen und er sei auch nicht im Besitz weiteren geheimen Apple-Materials. Mit seiner Erwiderung beschuldigt Prosser also vor allem R. Dieser sei „vollständig verantwortlich“ dafür, dass Apple-Inhalte offengelegt worden sind. Apple hat bisher noch keine Erwiderung zu den Akten gegeben.
Prosser hatte zunächst auf die Klage nicht reagiert, machte im Februar aber deutlich, mit dem Gericht kooperieren [5] zu wollen. Der Mitangeklagte R. war mit dem Apple-Entwickler, Ethan L., befreundet gewesen.
R. soll dann laut Apple bei diesem die Gelegenheit gehabt haben, auf ein Entwickler-iPhone mit dem neuen Betriebssystem zuzugreifen, während dieser abwesend war. Prosser hatte unter anderem Renderings dessen, was er bei dem Videoanruf gesehen hatte, auf seinem YouTube-Kanal publiziert.
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Eine Studie der Boston University hat ein besonderes Blutbild bei Hundertjährigen entdeckt, das mit Langlebigkeit in Verbindung gebracht wird.
(Bild: Explode / Shutterstock.com)
Eine neue Longevity-Studie der Boston University zeigt: Extrem Langlebige haben ein besonderes Blutbild. Ein Kausalitätsbeweis steht aber noch aus.
Wer 100 Jahre alt wird, hat offenbar mehr als nur Glück gehabt. Manche haben sich gesund ernährt [1], anderen lag das lange Leben in den Genen [2]. Ein langes Leben ist letztlich das Zusammenspiel von genetischer Prägung und eines gesunden und aktiven Lebensstils.
Forscher der Chobanian & Avedisian School of Medicine der Boston University haben jetzt herausgefunden, dass man wahrscheinlich am Blutbild erkennen kann, ob einem ein langes Leben beschieden sein könnte.
Die Forscher um Thomas Perls und Stefano Monti analysierten Proben von 213 Teilnehmern der New England Centenarian Study (NECS), einer der größten Untersuchungen zu extrem langlebigen Menschen in Nordamerika. Darunter waren 70 Hundertjährige, ihre Kinder und eine altersgleiche Kontrollgruppe.
Ihr Befund [3], veröffentlicht im Fachjournal GeroScience: Hundertjährige tragen einen chemischen Fingerabdruck im Blut, der sich klar vom gewöhnlichen Alterungsprozess unterscheidet.
Konkret wiesen die untersuchten Hundertjährigen auffällig hohe Konzentrationen bestimmter primärer und sekundärer Gallensäuren auf, insbesondere Chenodeoxycholsäure (CDCA) und Lithocholsäure (LCA).
Gleichzeitig blieben bei ihnen bestimmte Steroide auf einem stabilen Niveau, während diese Werte bei Nicht-Hundertjährigen mit dem Alter typischerweise absinken. Die Konzentrationen von Biliverdin und Bilirubin lagen dagegen niedriger.
Das entscheidende Ergebnis der Untersuchung: Sowohl der erhöhte Spiegel an Gallensäuren als auch der stabile Spiegel an Steroiden korrelierten in der Analyse mit einem geringeren Sterberisiko.
Das Team setzte einen sogenannten untargeted Metabolomics-Assay ein, der rund 1.495 kleine Moleküle im Serum erfasst. Die Wissenschaftler legten dabei nicht vorab fest, wonach gesucht wird.
Die Werte der Hundertjährigen wurden nicht nur mit denen ihrer Kinder und der Kontrollgruppe verglichen. Um Zufallsbefunde auszuschließen, glichen die Forscher ihre Ergebnisse mit vier weiteren Metabolomik-Studien ab, von denen manche langlebige Probanden einschlossen, andere nicht. Nur Signale, die über mehrere Datensätze hinweg konsistent auftraten, flossen in die Auswertung ein.
Zusätzlich trainierten die Forscher ein Machine-Learning-Modell, das aus den Metabolitenprofilen das biologische Alter schätzt – eine Art "metabolomische Uhr", also das stoffwechselbasierte Gegenstück zu den epigenetischen Uhren, auch Horvath-Uhren genannt [4]. Während die Horvath-Uhr im Prinzip das langfristige genetische "Betriebssystem" des Alterns messen, spiegelt die metabolomische Uhr den dynamischen Ist-Zustand wider.
Wer laut diesem Modell biologisch jünger war als sein kalendarisches Alter, zeigte signifikant höhere Überlebensraten. Dabei erwiesen sich Taurin und Citrat als starke Prädiktoren für das biologische Alter. In früheren Altersanalysen wurden die beiden Moleküle nur wenig beachtet.
Dass es einen Zusammenhang zwischen dem Altern und Taurin gibt, hatte bereits eine frühere Studie in Tierversuchen gezeigt [5], die im Fachmagazin Science veröffentlicht wurde. Ein Mangel an Taurin hatte negative Wirkungen auf Blutdruck und Nieren und konnte sogar Fettleibigkeit fördern. Gab man den Tieren dagegen Taurin mit der Nahrung, so verlängerte sich ihr Leben und zahlreiche Altersbeschwerden wurden gelindert. Die Tauringabe wirkte sich positiv [6] auf Gehirn und Darm, Knochen und Muskeln sowie das Immunsystem aus.
Wer allerdings glaubt, die notwendige Taurinmenge könnte durch Energydrinks zu sich genommen werden, der täuscht sich: Es müssten wohl etwa 19 Liter Energydrinks getrunken werden, um die Menge pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen, die den Tieren verabreicht wurde.
Citrat spielt eine Schlüsselrolle im Energiestoffwechsel. Es entsteht über verschiedene Zwischenschritte, wenn Kohlenhydrate, Fette und Proteine in den Mitochondrien verbrannt werden. Es fungiert in den Mitochondrien auch als Signalgeber: Eigentlich wird es im weiteren Verlauf des Citratzykluses wieder abgebaut. Sind aber Zyklus und Atmungskette ausgelastet, staut es sich gewissermaßen in den Zellen und blockiert dann die Energiegewinnung aus Glucose und fördert deren Speicherung in den Fettpolstern.
Mehrere Stoffwechselwege zeigten laut Studie zudem inverse Beziehungen zu Langlebigkeitsmarkern: Das Verhältnis Tryptophan zu Kynurenin deutet auf die NAD⁺-Produktion hin, das Verhältnis Ergothionein zu Trimethylamin-N-Oxid spiegelt den Darmbakterien-Stoffwechsel wider, und Methionin zu Methioninsulfoxid gilt als Indikator für oxidativen Stress. All diese Pfade scheinen bei Hundertjährigen günstiger reguliert zu sein.
Monti selbst bremst die Erwartungen. Wie er in der Pressemitteilung der Boston University [7] betont:
"Aufgrund des Querschnittsdesigns der Studie können wir jedoch noch keine Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge feststellen, und diese Ergebnisse müssen in größeren, vielfältigeren Populationen validiert werden."
Ob eine gezielte Erhöhung von Gallensäuren oder eine Modulation des NAD-Stoffwechsels beim Menschen tatsächlich die Lebensspanne verlängert, bleibt also offen.
Für die Longevity-Forschung öffnet die Studie dennoch konkrete Ansatzpunkte: Die identifizierten Metaboliten könnten künftig als Biomarker dienen, um das biologische Alter per Bluttest zu bestimmen, Risikogruppen für altersbedingten Verfall zu erkennen oder die Wirkung von Lebensstil- und Ernährungsinterventionen messbar zu machen.
Gallensäuren, NAD-bezogene Pfade und Darmbakterien-Metaboliten stehen dabei ganz oben auf der Liste möglicher Ansatzpunkte für künftige Therapien.
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Folarin Balogun (hier im Trikot von AS Monaco): Die Aufhebung seiner automatischen WM-Sperre nach einer Roten Karte sorgt für ein politisches Beben zwischen der UEFA und der FIFA. (Foto: 17. Februar 2026)
(Bild: Cerberus Sport / Shutterstock.com)
Nach einem Anruf von US-Präsident Trump bei FIFA-Chef Infantino darf Stürmer Balogun trotz Roter Karte spielen. Die UEFA sieht eine rote Linie überschritten.
Ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Chef Gianni Infantino genügte offenbar, um ein Grundprinzip des Fußballs außer Kraft zu setzen. Am Sonntag hob die FIFA die automatische Einspielsperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun auf.
Dies geschah nur wenige Tage nachdem Trump laut übereinstimmenden Berichten der New York Times und der Nachrichtenagentur AP persönlich bei Infantino interveniert hatte.
Der 25-jährige Balogun darf jetzt wieder im WM-Achtelfinale gegen Belgien auflaufen.
Die Reaktion der UEFA fiel so scharf aus wie selten zuvor. In einer Stellungnahme [1] vom Montag erklärte der europäische Verband, die Entscheidung habe "eine rote Linie überschritten".
Die Einspielsperre nach einer roten Karte sei "keine Ermessensfrage", sondern ein in den Reglementen verankerter Grundsatz ohne Ausnahmen. Die UEFA zeigte sich "fassungslos angesichts einer solch beispiellosen, unverständlichen und ungerechtfertigten Entscheidung".
Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien und Herzegowina am 1. Juli nach einem Foul an Verteidiger Tarik Muharemović die rote Karte gesehen.
Artikel 10.5 der WM-Wettbewerbsregeln schreibt in diesem Fall eine automatische Sperre für das nächste Spiel vor – ohne Berufungsmöglichkeit, wie mehrere FIFA-Funktionäre [2] gegenüber The Athletic bestätigten.
Ein US-Regierungsbeamter erklärte laut Financial Times [3], Trump habe Infantino angerufen, um "besser zu verstehen", warum der Torschützenkönig der US-Mannschaft gesperrt worden sei.
Die US-Regierung habe "zusätzliche Beweise" vorgelegt. Trump selbst dankte der FIFA später auf Truth Social dafür, "das Richtige getan und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht zu haben".
Die FIFA berief sich auf Artikel 27 ihres Disziplinarreglements, der es der Disziplinarkommission erlaubt, verhängte Sanktionen ganz oder teilweise auszusetzen.
Der belgische Verband KBVB [4] dokumentierte das anschließende Verfahren als kafkaesk: Belgiens Bitte um eine Kopie der Entscheidung habe die FIFA kurzerhand zum Einspruch umdeklariert, um diesen sofort als unzulässig abzuweisen. Inhaltliche Informationen seien nie geliefert worden.
Zudem habe die FIFA bei der Spielkoordinierungssitzung erstmals den Abschnitt über automatische Sperren aus ihrer Präsentation gestrichen.
Der KBVB focht Baloguns Spielberechtigung formell an. Belgiens Außenminister Maxime Prévot stellte die Glaubwürdigkeit der FIFA grundsätzlich infrage: Wenn ein Telefonanruf genüge, käme das "einer Untergrabung der grundlegendsten Regeln des Fußballs gleich".
Die Balogun-Affäre steht nicht isoliert. Bereits Ende 2025 verkürzte die FIFA eine Drei-Spiele-Sperre gegen Cristiano Ronaldo, der für Portugal antritt, auf ein Spiel – ebenfalls unter Berufung auf Artikel 27.
Laut Financial Times fiel diese Entscheidung eine Woche, nachdem Ronaldo als Teil einer saudischen Delegation unter Kronprinz Mohammed bin Salman das Weiße Haus besucht hatte.
Ex-FIFA-Präsident Sepp Blatter kommentierte laut FT: Fußball dürfe "niemals zu einem politischen Spielplatz werden", rote Karten würden "nicht durch politische Telefonate aufgehoben".
EU-Sportkommissar Glenn Micallef brachte den Kern des Problems auf den Punkt: Sportliche Entscheidungen oblägen den Sportverbänden, nicht Politikern.
Laut AP ist es der erste Fall seit 1962, dass eine rote Karte bei einer WM nicht zu einer Einspielsperre führte. Die Hintergründe der Regelkonstruktion hat Telepolis bereits in einem anderen Artikel beleuchtet.
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Knapp 28.000 Beschäftigte befragt: Körperliche Belastung, Lärm und Zeitdruck treiben Millionen vorzeitig aus dem Job.
Vier von zehn Beschäftigten in Deutschland rechnen nicht damit, ihren Beruf bis zum gesetzlichen Rentenalter ausüben zu können, zumindest nicht, solange sich die Arbeitsbedingungen nicht verbessern.
Das zeigt die aktuelle Auswertung des DGB-Index Gute Arbeit [1] mit dem Titel "Durchhalten bis zur Rente?", für die 27.989 abhängig Beschäftigte in fünf Erhebungswellen von 2022 bis 2026 telefonisch befragt wurden.
DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi nannte die Ergebnisse einen "bitteren Befund" [2]: "Im Handwerk, der Pflege, im Baugewerbe oder in Erziehungsberufen ist es sogar mehr als die Hälfte".
Die Regierung dürfe diese Realitäten bei ihren Rentenentscheidungen nicht länger ignorieren, so Fahimi weiter.
Besonders gefährdet sind körperlich belastende Berufe: In der Klempnerei, Sanitär- und Heizungstechnik glauben 72 Prozent der Befragten nicht, ihren Beruf bis zur Rente ausüben zu können. In der Krankenpflege sind es 71 Prozent, in der Altenpflege 67, im Hochbau 66 und bei Erzieherinnen und Erziehern 57 Prozent.
Zum Vergleich: Der Gesamtdurchschnitt liegt bei 40 Prozent.
Ein logistisches Regressionsmodell, das alle 42 Merkmale der Arbeitsqualität gleichzeitig prüfte, identifiziert sechs zentrale Treiber: Wer sehr häufig körperlich schwer arbeitet, zweifelt zu 72 Prozent am Durchhalten.
Bei starker Lärmbelastung sind es 61 Prozent, bei permanentem Zeitdruck 59 Prozent. Überlange Wochenarbeitszeiten, fehlende Handlungsspielräume und mangelnde betriebliche Gesundheitsförderung verschärfen das Bild zusätzlich.
Überraschend: Unter 25-Jährige zweifeln mit 54 Prozent sogar häufiger am Durchhalten als Beschäftigte ab 55 Jahren (42 Prozent).
Die Studie erklärt das mit dem sogenannten Healthy-Worker-Effekt – wer also gesundheitlich beeinträchtigt ist, scheidet früher aus dem Erwerbsleben aus. Höhere Altersgruppen werden dann meist von den Berufen gestellt, die nicht an der Gesundheit zehren und krank machen.
Wer krankheitsbedingt mit 63 statt 67 in Erwerbsminderungsrente geht, verliert bei einer prognostizierten Standardrente von rund 1.835 Euro brutto durch den gedeckelten Abschlag von 10,8 Prozent etwa 200 Euro monatlich.
Ohne anerkannte Erwerbsminderung wird es teurer: 14,4 Prozent lebenslanger Abschlag (etwa 266 Euro) plus fehlende Beitragsjahre (etwa 170 Euro) summieren sich auf über 436 Euro Verlust pro Monat.
Von beidem gehen zusätzlich rund 11 bis 12 Prozent für Kranken- und Pflegeversicherung ab. Je nachdem, wie viele Kinder man hat, kann dieser Beitrag noch leicht sinken.
Die Debatte fällt in eine Phase, in der die Bundesregierung an einem umfassenden Reformpaket arbeitet. Wie Telepolis bereits zeigte, droht vielen Beitragszahlern ein Szenario aus höheren Beiträgen bei gleichzeitig längerer Arbeitszeit und geringerer Auszahlung [3].
Kritiker wie der Politikwissenschaftler und Armutsforscher Christoph Butterwegge warnen zudem, die geplante Aktienrente könnte die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vergrößern [4].
Fahimi fordert statt höherer Altersgrenzen "würdige Übergänge in die Rente und gesündere Arbeitsbedingungen". Es könne niemand wollen, "dass sich ganze Generationen krank in die Rente schleppen und dann Abzüge einfach hinnehmen müssen".
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Mistral veröffentlicht neues KI-Modell.
(Bild: Shutterstock)
Mistral AI veröffentlicht Leanstral 1.5 unter Apache-2.0-Lizenz. Das Modell löst laut Mistral 587 von 672 Putnam-Aufgaben und findet automatisiert Bugs in Code.
Mistral AI hat mit Leanstral 1.5 ein spezialisiertes KI-Modell für formale Verifikation und mathematische Beweise veröffentlicht. Das unter Apache-2.0 lizenzierte Modell arbeitet mit dem interaktiven Theorembeweiser Lean 4 und soll sowohl akademische Mathematik als auch praktische Codeprüfung abdecken.
Wie Mistral AI in seinem Blogpost [1] erläutert, umfasst die Architektur 119 Milliarden Parameter insgesamt, von denen lediglich 6 Milliarden aktiv sind. Das Modell steht als freier API-Endpunkt sowie über Hugging Face zum Self-Hosting bereit.
Auf dem miniF2F-Benchmark erreicht Leanstral 1.5 laut Mistral 100 Prozent auf Validierungs- und Testset. Beim PutnamBench löst das Modell 587 von 672 Aufgaben aus dem Putnam Mathematical Competition – ein Benchmark, der logisches Denken und lange Beweisketten erfordert. Leanstrals Rechnerei soll dabei laut Mistral teilweise nur ein Siebtel von dem gekostet haben, was Opus 4.6 für die gleiche Aufgabe verbraucht hätte. Auf den Benchmarks FATE-H und FATE-X für abstrakte Algebra auf Graduierten- beziehungsweise Promotionsniveau erreicht Leanstral 87 respektive 34 gelöste Aufgaben.
Neben mathematischen Beweisen demonstriert Mistral eine Pipeline zur automatischen Bug-Erkennung in Rust-Projekten. Dabei übersetzt das Werkzeug Aeneas Rust-Code nach Lean, woraufhin Leanstral Korrektheitseigenschaften ableitet und versucht, diese zu beweisen oder zu widerlegen. In einem Test mit 57 Open-Source-Repositories identifizierte die Pipeline 47 verletzte Eigenschaften, von denen sich 11 als echte Bugs herausstellten – 5 davon waren zuvor auf GitHub nicht gemeldet.
Leanstral 1.5 erweitert Mistrals Portfolio an spezialisierten KI-Werkzeugen, das kürzlich bereits mit Mistral OCR 4 für Dokumentenanalyse [2] gewachsen war. Die Apache-2.0-Lizenz ermöglicht Self-Hosting – für Unternehmen mit hohen Compliance-Anforderungen ein relevanter Aspekt.
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(Bild: Wolf Hosbach/iX/KI)
In der Node.js-Community ist eine Diskussion darüber entstanden, wie sie weiter mit der Vielzahl an LLM-generierten Sicherheitsmeldungen verfahren soll.
Das Node.js-Team diskutiert derzeit darüber, den Workflow für die Flut an eingereichten, LLM-generierten Sicherheitsmeldungen zu ändern. Ideen sind, die Meldungen öffentlich zu bearbeiten und mit künstlicher Intelligenz vorzusortieren.
Das Team hat das Problem jetzt auf die Agenda des nächsten Treffens der Security Working Group am 7. Juli gesetzt. Der Initiator Rafael Gonzaga schreibt [1], dass alle bisherigen Maßnahmen nicht geholfen haben: „Wir sind nach wie vor überlastet.“
Daher schlägt er vor, die eingereichten Meldungen zu veröffentlichen und als Pull Requests (PR) abzuarbeiten. Bei den Einreichungen handelt es sich oft nur um Bugs, die auch gefixt gehören, aber weniger um wirkliche sicherheitsrelevante Lücken. Außerdem kommen so viele gleichartige Meldungen an, die quasi jeder mit LLM erzeugen kann: „Diese Funde sind praktisch eh schon öffentlich.“ Als PR kann sich die Community darum kümmern und das Kernteam ist entlastet.
Eine Vorsortierung durch KI [2] könnte nur die wirklich ernsthaften Lücken erkennen und nicht öffentlich an das Sicherheitsteam zur Bearbeitung weiterleiten.
Gegenstimmen geben zu bedenken, dass der Vorschlag die Masse an Sicherheitsreports durch eine Masse an PRs ersetzt, die auch vom Kernteam geprüft werden müssen. Außerdem könnten die veröffentlichten Lücken Hacker anziehen, „als kostenlose Quelle für Ideen für automatisierte Attacken.“ Daher schlagen andere Maintainer vor, nicht die komplette Öffentlichkeit einzubeziehen, aber den Kreis auf alle Mitarbeitenden (collaborators) zu erweitern.
Wie viele andere Projekte [3] kämpft Node.js mit AI Slop [4] und hat im April bereits das Bug-Bounty-Programm zur Belohnung von Warnungen gestrichen. Auch zu solchen Maßnahmen waren andere Projekte bereits gezwungen [5]. Das hat laut Gonzaga aber keine Erleichterung gebracht, da es den Einreichenden eher um den Ruhm als Autor auf einer offiziellen CVE-Warnmeldung zu erscheinen geht, als um Geld.
Auch andere Maßnahmen führten nicht zum Erfolg: höhere Hürden bei der Reporting-Plattform HackerOne, engere Relevanzkriterien und automatisiertes Schließen von Reports minderer Qualität. Letzteres hat sogar dazu geführt, dass mehr Meldungen bei der Mutter OpenJS landeten. „Bald wird auch dieses Team überlastet sein“, schließt Gonzaga.
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Viele Technikfans kennen das Problem: Nach einem PC- oder Notebook-Upgrade verschwindet die alte SATA-SSD in der Schublade. Dabei funktionieren viele dieser Laufwerke noch einwandfrei und bieten oft 240, 500 oder sogar 1000 GB Speicherplatz. Zum Verstauben in der Schublade ist das viel zu schade. In wenigen Minuten lassen sich diese SSDs mit einem günstigen externen Festplattengehäuse wieder sinnvoll verwenden.
Wer beim Umstieg auf eine größere SSD oder eine schnelle NVMe-SSD sein altes SATA-Laufwerk ausgebaut hat, besitzt häufig bereits die ideale Grundlage für eine externe SSD. Statt ein neues Speichermedium zu kaufen, genügt ein passendes USB-Gehäuse, um die vorhandene Hardware weiterhin zu nutzen.
Das BENFEI 2,5-Zoll-Festplattengehäuse ist für diesen Einsatzzweck gedacht. Es nimmt handelsübliche 2,5-Zoll-SATA-SSDs und -Festplatten auf und verbindet sie per USB mit PC, Notebook, Mac oder Spielekonsole.
Die Installation ist einfach: Das Gehäuse wird geöffnet, die SSD in den SATA-Anschluss gesteckt, die Abdeckung wieder geschlossen. Schrauben oder zusätzliches Werkzeug sind nicht erforderlich. Danach wird das Gehäuse per USB angeschlossen und kann sofort genutzt werden.
Durch das mitgelieferte Kabel mit USB-C- und USB-A-Anschluss ist das Gehäuse mit modernen sowie älteren Geräten kompatibel.
Bis einschließlich Sonntag kostet das Festplattengehäuse 6,79 Euro
BENFEI Festplattengehäuse 2,5 Zoll, USB C 3.2 Gen 2 / USB Typ-A auf SATA III bis zu 6 Gbps Externes Gehäuse für SSD und HDD (Optimiert für SSD, unterstützt UASP SATA III)
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Der Verkauf erfolgt über Benfei, den Versand übernimmt Amazon.
Die Bundesnetzagentur hat Ebay aufgefordert, Verstöße gegen den Digital Services Act (DSA) abzustellen. Das hat der Digital Services Coordinator (DSC) in der Bundesnetzagentur am 6. Juli 2026 bekanntgegeben. Anfang Januar 2026 hatte der DSC in der Behörde ein Verfahren gegen eBay eingeleitet, weil Nutzer von dem US-Konzern willkürlich behandelt werden.
Die Liste der Vorwürfe gegen Ebay ist lang: Ebay informiere Nutzer nicht ausreichend, wenn Inhalte entfernt oder Konten gesperrt würden. Dasselbe gelte, wenn Käufer willkürlich Rückerstattungen einforderten, auch wenn die Ware nachweislich versandt worden seien.
Golem liegt ein aktueller Fall vor, bei dem ein Verkäufer einen Sammlerartikel über Ebay verkaufte, dort frankierte und von Deutschland nach Italien verschickte. Als der Versand in Italien wochenlang dauerte und mehrere vergebliche Zustellversuche unternommen wurden, forderte der Käufer sein Geld zurück.
Ebay sandte eine E-Mail mit dem Inhalt "Unser Kundenservice hat eine endgültige Entscheidung getroffen". Ohne dass dem Verkäufer ermöglicht wurde, seine Position darzustellen, wurden das Geld aus dem Verkauf und die Portogebühr eingezogen.
"Die Informationen müssen klar, verständlich und präzise sein. So können Nutzer die getroffenen Maßnahmen nachvollziehen und ihre Rechte wirksam wahrnehmen", erklärte die Behörde.
Auch die Regeln zur Nachverfolgbarkeit von Händlern wurden nicht ausreichend umgesetzt. Pflichtangaben zum Verkäufer und verbindliche Kontaktmöglichkeiten sind laut der Behörde bei eBay nicht einfach und nicht benutzerfreundlich einsehbar.
Zudem müssten Online-Plattformen ein einfach zugängliches und benutzerfreundliches Verfahren zur Meldung rechtswidriger Inhalte anbieten, was nicht gegeben sei.
"Ebay kann nun zu den Verstößen Stellung nehmen und die Verstöße beheben. Wenn das Unternehmen unserer Anordnung nicht folgt, werden wir weitere Maßnahmen ergreifen", sagte Johannes Heidelberger, Leiter des DSC. "Nutzer müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Rechte im digitalen Raum geschützt sind. Das ist der Maßstab, an dem wir im Fall von Ebay prüfen."
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Aufs Sofa geschwungen, Fernbedienung geschnappt, On-Taste gedrückt, Fernseher bleibt schwarz. Batterien sind gern zum schlechtesten Zeitpunkt leer, meist wenn kein Ersatz im Haushalt ist. Eine der besten Lösungen des Problems sind aufladbare Modelle. Ein Set aus acht aufladbaren AAA-Batterien von Eneloop, einer Marke von Panasonic, ist bei Amazon aktuell für unter 18 Euro im Angebot. Günstiger waren sie laut Preistracker Keepa dieses Jahr noch nicht. Der Deal läuft bis zum 8. Juli, kann aber vorzeitig enden.
Ob in Spielzeug, Taschenlampen, Blutdruckmessgeräten oder Spielkonsolen: Die aufladbaren AAA-Batterien von Eneloop sind laut Hersteller mit allen batteriebetrieben Geräten kompatibel. Jede Batterie wird mit einer Mindestkapazität von 800 mAh beworben. Die Batterien sollen bis zu 4,5-mal länger als Alkali-Batterien laufen. Gemäß Angaben lädt Eneloop die Batterien vor dem Verkauf mit Solarstrom auf, und die Verpackung ist zu 100 Prozent plastikfrei.
Eneloops aufladbare AAA-Batterien sollen langlebig sein. Wegen der Selbstentladung sollen sie auch nach zehn Jahren noch 70 Prozent der ursprünglichen Kapazität besitzen. Die Gesamtlebensdauer beträgt mehr als 2.100 Ladezyklen. Die Batterien können mit jeder beliebigen Ladestation für Ni-MH-Batterien aufgefüllt werden.
Ein wichtiger Faktor bei Batterien ist die Temperaturbeständigkeit. Zu niedrige oder hohe Temperaturen wirken sich negativ auf Leistung, effektive Kapazität und Lebensdauer aus. Laut Hersteller sollen die aufladbaren AAA-Batterien selbst starken Temperaturschwankungen zwischen -20 und 50 Grad Celsius problemlos standhalten.
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Eneloop bietet auch ein Set mit acht aufladbaren AA-Batterien
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