Samsung-Schriftzug an einer Hecke: Apple braucht viel RAM.
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Apple erwägt, sich erstmals in China mit RAM zu versorgen, weil die „großen Drei“ nicht liefern können und ihre Preise ständig erhöhen. Samsung plant Abhilfe.
Samsung Electronics plant, seine DRAM-Kapazität kurzfristig auszubauen. Koreanischen Medienberichten zufolge soll die Anlage des Konzerns in Hwaseong am Gelben Meer kurzfristig ihren Output um 15 Prozent erhöhen, um Großkunden wie Apple besser zu versorgen. Bestehende Anlagen sollen erweitert und konsolidiert werden – ergänzt um eine neue „End Fab“, um die Wafer-Handhabung effizienter zu gestalten und den gesamten Output zu erhöhen, heißt es. Es soll dabei zu einer Spezialisierung auf „general purpose DRAM“ kommen, sich also nicht um die von Nvidia & Co. benötigten High-Bandwith-Memory-Chips (HBM) drehen.
Laut SEDaily.com [1] reagiert Samsung Electronics damit auch auf Apples Versuche, DRAM-Komponenten zumindest für in China verkaufte iPhones von dortigen Herstellern wie CXMT [2] zu erwerben. Allerdings untersagt die US-Regierung dieses Vorhaben bislang, da der RAM-Hersteller, der gerade erfolgreich an die Börse gegangen [3] ist, als Lieferant (beziehungsweise „nahestehendes Unternehmen“) für das chinesische Militär auf der amerikanischen Sanktionsliste steht.
Apple befindet sich in Sachen Speicherlieferungen derzeit zwischen Baum und Borke: Der gigantische Bedarf an DRAM-Modulen für iPhone, iPad, Mac & Co. lässt sich nur dadurch decken, dass der Konzern die stark erhöhten Preise der drei großen Lieferanten SK Hynix, Micron [4] und Samsung Electronics bezahlt. Das alte Modell, bei dem Apple aufgrund seiner gigantischen Stückzahlenabnahme die Tarife herunterhandeln konnte, greift nicht mehr, denn KI-Chip-Hersteller wie Nvidia kaufen noch mehr und nehmen wertvollen Wafer-Platz weg. Apple hatte zuletzt seine Preise für Macs, iPads und Zubehör [5] teils deutlich erhöht. Als Nächstes dürften nun die iPhones [6] dran sein.
Gegenüber SEDaily.com sagte ein „Insider“, das Unternehmen ziele darauf ab, die General-Purpose-DRAM-Produktion von Samsung Electronics bereits bis Ende des Jahres um 15 Prozent im Vergleich zum Jahresanfang zu steigern.
Haupt-Fab und End-Fab würden kombiniert, so dass die Wafer chargenweise weitertransportiert werden können. Das erleichtere die Logistik deutlich. Aktuell leidet selbst Samsungs eigene Mobilfunktochter unter der RAM-Inflation.
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Stackable stellt die Data Platform 26.7 auf Qualität und Supply-Chain-Sicherheit um. Neben SLSA-Provenance drohen bei der Registry-Logik Breaking Changes.
Für die Veröffentlichung der neuen Version 26.7 seiner Stackable Data Platform weicht das gleichnamige Unternehmen vom üblichen Release-Rhythmus ab. Statt neuer Produktfeatures stand dabei laut Ankündigung die Qualitätssicherung der modularen, auf Kubernetes basierenden Open-Source-Plattform im Mittelpunkt. SDP 26.7 zeichnet sich demnach durch den Abbau technischer Schulden, die Stabilisierung von CI-Pipelines und das Bereinigen instabiler Tests aus. Die Verbesserungen reichen von der dynamischen Registry-Auswahl über erhöhte Supply-Chain-Sicherheit bis zum neuen zentralen Verzeichnis, dem Stackable Hub. Zwar liegen die wichtigsten Neuerungen somit eher unter der Oberfläche. Sie sollen aber insbesondere Betreibern regulierter Infrastrukturen und all jenen zugutekommen, die Operatoren außerhalb des Standardwegs installieren wollen.
Laut Blogbeitrag zum neuen Release [1] liefert Stackable dennoch eine Reihe von Updates, darunter Apache Airflow 3.2.2, Apache Superset 6.1.0, OpenSearch 3.6.0, Trino 481, Apache NiFi 2.9.0, Open Policy Agent 1.16.2 sowie die LTS-Versionen Apache Spark 4.1.2 und Apache Druid 37.0.0. Zudem wurden 133 Schwachstellen behoben – davon 10 kritische und 62 als hoch eingestufte CVEs. Unterstützt werden Kubernetes 1.31 bis 1.36 sowie Red Hat OpenShift 4.18 bis 4.22.
Die folgenreichste Änderung betrifft die Art, wie Operatoren ihre Produktimages beziehen. Bisher war die Registry oci.stackable.tech fest im Code hinterlegt. Anpassungen für Air-Gap-Umgebungen oder interne Mirror-Registries erforderten Helm-Werte pro Produkt oder Eingriffe in die Containerd-Konfiguration auf Knotenebene – ein Workaround, der mit wachsender Plattformgröße zunehmend unhandlich wurde.
Ab Version 26.7 ersetzt Stackable diese Logik durch einen konfigurierbaren Mechanismus. Über den neuen CLI-Parameter --image-repository beziehungsweise die Umgebungsvariable IMAGE_REPOSITORY bestimmen die Operatoren, woher sie ihre Produktimages beziehen. Wird ein Operator über den Helm-Chart oder das OLM-Manifest (Operator Lifecycle Manager) installiert, setzt die Plattform diesen Wert automatisch passend zur Registry, aus der der Operator selbst stammt. Ein Operator, der aus quay.io/stackable kommt, zieht seine Produktimages damit automatisch ebenfalls von quay.io. Stackable veröffentlicht seine Artefakte – inklusive der Operator-Helm-Charts – künftig direkt aus den CI-Pipelines nach quay.io, statt sie manuell zu spiegeln.
Für Installationen außerhalb von Helm oder OLM ist das ein echter Breaking Change. Wer Operatoren per eigenem Deployment-YAML, Kustomize oder ArgoCD betreibt, muss --image-repository explizit im args-Block des Operator-Containers setzen – etwa als --image-repository=oci.stackable.tech/sdp oder mit dem Pfad einer internen Mirror-Registry. Wer eigene Helm-Charts pflegt, muss zusätzlich den Wert image.repository anpassen: Er darf den Operatornamen nicht mehr enthalten. Statt oci.stackable.tech/sdp/airflow-operator lautet der Wert künftig nur noch oci.stackable.tech/sdp. Fehlt die Anpassung, finden die Operatoren ihre Images nicht mehr – die Pods bleiben mit ImagePull-Fehlern hängen. Ein Testlauf in einer separaten Umgebung vor dem Produktiv-Upgrade ist dringend empfohlen.
Unterm Strich wandert die Registry-Portabilität damit von produktspezifischen Workarounds in die Plattformlogik. Für Air-Gap-Szenarien lässt sich IMAGE_REPOSITORY gezielt auf eine interne Registry lenken, sofern die Produktimages konsistent dorthin gespiegelt sind – ein Gewinn für souveräne, interoperable Architekturen.
Der zweite große Themenblock ist die Supply-Chain-Sicherheit. Ab Version 26.7 liefern alle Container-Images von Stackable – sowohl Produkt- als auch Operator-Images – eine SLSA-Build-Provenance-Attestation (Supply-chain Levels for Software Artifacts [4]). Die Provenance (Herkunft) entsteht über den slsa-github-generator und erreicht SLSA Level 3: Ein vertrauenswürdiger, vom Projekt-Build getrennter Builder erzeugt und signiert die Attestation, sodass ein kompromittierter Buildjob sie nicht fälschen kann. Signiert wird keyless über Sigstore mit GitHub Actions als OIDC-Identity-Provider.
Ergänzend zu den bereits vorhandenen CycloneDX-SBOMs hängt nun an jedem Image auch eine SBOM im SPDX-Format als OCI-Attestation. Zur Verifikation empfiehlt Stackable den slsa-verifier, der stets gegen die Digest-Referenz statt gegen Tags arbeitet. Alternativ lässt sich cosign einsetzen.
Für Betreiber in regulierten Sektoren wie dem Finanz- und Gesundheitswesen sowie der öffentlichen Verwaltung ist das mehr als eine Formalie. Anforderungen aus NIS2 [5], dem EU Cyber Resilience Act [6] oder ISO 27001 verlangen zunehmend den Nachweis, woher Software-Artefakte stammen und ob sie unterwegs manipuliert wurden. Mit der Provenance lässt sich für jedes Image belegen, aus welchem Git-Repository und Commit heraus es gebaut wurde und welche Build-Infrastruktur beteiligt war. Die SPDX-SBOMs erfassen jede enthaltene Bibliothek samt Version und damit die Grundlage für automatisierte CVE-Scans und Policy-Prüfungen. Admission-Controller wie Kyverno oder OPA/Gatekeeper lassen sich so konfigurieren, dass nur Images mit gültiger Signatur und passenden Attestationen in den Cluster gelangen.
Neu ist der Stackable Hub unter hub.stackable.tech. Der öffentliche, schreibgeschützte Katalog ist als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um SDP-Releases gedacht – und schließt damit eine Lücke zwischen Dokumentation und tatsächlich ausgeliefertem Stand.
Der Hub bietet drei durchsuchbare Bereiche: eine Übersicht aller veröffentlichten SDP-Releases mit Erscheinungs- und End-of-Support-Datum, eine Komponenten-Timeline mit den exakten Versionen jedes enthaltenen Open-Source-Produkts sowie eine CRD-Referenz mit vollständigen .spec-Schemas, die sich nach SDP-Release filtern lassen. Wer wissen will, welche Apache-Kafka-Version in Release 25.11 enthalten war oder wie das Schema eines TrinoCluster-Objekts in Version 26.3 aussieht, findet die Antwort dort ohne Deployment.
Für Tooling und Automatisierung steht eine CORS-fähige JSON-API unter /api/v1/ bereit, ohne Authentifizierung, direkt einbindbar in CI-Jobs, Skripte und MCP-Server. Zusätzlich steht für LLM-Tools ein llms.txt-Endpunkt als Klartext-Zusammenfassung des Hubs bereit, damit ein Assistent aktuelle SDP-Daten in den Kontext einordnen kann, anstatt Versionsnummern zu erraten. Der bisherige CRD- und SBOM-Browser soll künftig in den Hub überführt werden.
Den drei zentralen Neuerungen ist eines gemeinsam: die dynamische Registry-Auswahl, SLSA-Provenance mit SPDX-SBOMs und der Stackable Hub lassen die Stoßrichtung des Anbieters erkennen, zu noch mehr Nachvollziehbarkeit und Portabilität der Plattform. Weniger Abhängigkeit von fest verdrahteten Defaults, dafür mehr kryptografisch prüfbare Herkunftsnachweise und maschinenlesbare Metadaten für die eigene Automatisierung. Ein kompletter Überblick aller Änderungen in SDP 26.7 findet sich in den Release Notes [7].
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Gmail REST API, Microsoft Graph und JSON Schema: Himalaya 2.0 richtet die Mail-CLI stärker auf Automatisierung aus.
Die Kommandozeilen-Mailsoftware Himalaya 2.0.0 unterstützt Gmail über die Gmail REST API sowie Outlook- und Microsoft-365-Postfächer über Microsoft Graph. Neben den klassischen Verfahren IMAP und SMTP erhält das Projekt so Zugriff auf Funktionen wie Gmail-Labels und -Threads sowie Graph-spezifische Ordner-, Nachrichten- und Anhangsoperationen.
Himalaya ist ein in Rust geschriebener, zustandsloser E-Mail-Client für die Shell. Er bündelt mehrere Backends hinter einer gemeinsamen Befehlsoberfläche, darunter IMAP, SMTP, JMAP, Maildir und m2dir. Die Software richtet sich vor allem an Nutzer, die E-Mail-Funktionen aus Skripten, Terminal-Workflows oder eigenen Frontends heraus nutzen wollen; eine separate TUI befindet sich in Entwicklung.
Gmail- sowie Outlook- und Microsoft-365-Postfächer ließen sich schon vor Version 2.0.0 [1] über IMAP und SMTP einrichten. Neu ist daher nicht die grundsätzliche Kompatibilität mit diesen Anbietern, sondern der Zugriff auf deren jeweilige API. Die einheitlichen Mail-Befehle bleiben erhalten. Für Funktionen eines bestimmten Protokolls oder Anbieters stellt Himalaya zusätzliche Unterbefehle wie gmail und msgraph bereit.
Die Gmail-Anbindung deckt unter anderem Profile, Labels, Nachrichten, Anhänge, Entwürfe, Threads, Verlauf und Einstellungen ab. Das Graph-Backend bietet Zugriff auf Profile, Mail-Ordner, Nachrichten und Anhänge. Beide Backends authentifizieren sich mit einem OAuth-2.0-Bearer-Token.
Die Entwickler haben den Einrichtungsassistenten deutlich ausgebaut. Er erkennt erreichbare Dienste wie IMAP/SMTP, JMAP, Gmail und Microsoft Graph und fragt die passende Anmeldemethode anschließend in einem separaten Schritt ab. Bei IMAP und SMTP wählt der Nutzer einen SASL-Mechanismus wie PLAIN, LOGIN, SCRAM-SHA-256 oder OAUTHBEARER; bei JMAP stehen HTTP-Authentifizierungsarten wie Basic und Bearer zur Wahl.
Der Wizard testet IMAP- und SMTP-Verbindungen bereits während der Konfiguration. Schlägt die Anmeldung fehl, gibt Himalaya keine Konfiguration aus, die später ohnehin nicht funktioniert. Außerdem kann der Assistent bekannte Postfachrollen als Aliase vorbelegen. Bei JMAP ermittelt er sie direkt am Server, für Gmail und Microsoft Graph kennt er die festen Systemordner. Bei IMAP setzt er derzeit nur den Inbox-Alias automatisch.
Dadurch funktionieren Befehle ohne explizite Postfachangabe mit dem voreingestellten Inbox-Alias. Soweit das jeweilige Backend die Ordner kennt, lassen sich auch Ziele wie Gesendet, Entwürfe oder Papierkorb über sprechende Aliase angeben.
Der Aufruf ohne Unterbefehl hat sich allerdings geändert: himalaya startet nun den Wizard, statt wie bisher die Nachrichtenübersicht des Standardkontos anzuzeigen. Die erzeugte Kontokonfiguration gibt das Tool als TOML auf der Standardausgabe aus. Nutzer müssen sie selbst in ihre Konfigurationsdatei umleiten, etwa mit himalaya > ~/.config/himalaya/config.toml. Bestehende Installationen sollten daher bisherige Aufrufe und Skripte prüfen.
Für Automatisierungen führt Himalaya den Befehl json-schema ein. Er erzeugt für jeden Befehl mit strukturierter Ausgabe eine JSON-Schema-Datei, sofern das zugehörige Backend in die verwendete Himalaya-Version einkompiliert ist. Andere Programme können damit die JSON-Ausgabe validieren und daraus etwa in Python, Rust oder TypeScript typisierte Datenmodelle erzeugen.
Auch die Übergabe vollständiger MIME-Nachrichten vereinheitlicht die neue Version. Befehle zum Senden oder Speichern akzeptieren Nachrichten nun konsistent aus einer Datei, als direkt übergebenen Rohtext oder über die Standardeingabe. Externe Werkzeuge lassen sich dadurch leichter einbinden: Ein MIME-Generator kann eine Nachricht auf die Standardausgabe schreiben, Himalaya übernimmt anschließend den Versand oder speichert sie im gewünschten Ordner. Neu ist außerdem, dass messages send --save <POSTFACH> eine versandte Nachricht zusätzlich in einem ausgewählten Postfach ablegen kann. Mit messages add --send lässt sich eine eingelesene Nachricht speichern und zugleich versenden.
Für Spezialfälle bietet Version 2 zudem direkten Zugriff auf IMAP- und SMTP-Kommandos. Mit imap raw und smtp raw können Anwender Protokollbefehle ohne zusätzliche Verarbeitung an den Server senden. Das eignet sich für Tests, Fehlersuche oder proprietäre Erweiterungen, setzt aber genaue Kenntnisse der jeweiligen Protokolle voraus.
Himalaya kann nun über Unix-Sockets mit einem lokalen, bereits authentifizierten IMAP- oder SMTP-Proxy kommunizieren. Das eignet sich etwa für Setups mit einem vorgeschalteten Sitzungsproxy. Über den Unix-Socket handelt Himalaya keine eigene SASL-Authentifizierung aus. Ein Proxy wie sirup kann so eine bereits angemeldete Sitzung bereitstellen, sodass Himalaya für das Speicher-Backend keine zweite Verbindung aufbaut.
Die Entwickler haben außerdem die DNS-Auflösung im Wizard geändert. Bevor Himalaya auf Cloudflares Resolver 1.1.1.1 zurückfällt, nutzt es einen explizit konfigurierten Resolver oder den Resolver des Betriebssystems. Das kann verhindern, dass die für die Mailserver-Suche verwendete Domain an einen zusätzlichen externen DNS-Dienst geht. Zugleich hilft die Änderung in Netzen, die öffentliche Resolver sperren.
Version 2.0.0 streicht zugleich ältere Integrationswege. Himalaya entfernt die eingebauten Composer- und Reader-Konfigurationen sowie Befehle wie compose-with, reply-with und read-with. Für komplexere Entwürfe sollen Nutzer künftig externe Programme einsetzen, die MIME-Nachrichten erzeugen und ihre Ausgabe an messages send oder messages add übergeben.
Auch die IMAP-Befehlshierarchie wurde vereinfacht. Sie orientiert sich nun stärker an der flachen Befehlsliste des Protokolls. Statt tiefer verschachtelter Untergruppen stehen Verben wie select, create, append, store und fetch direkt zur Verfügung.
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JetBrains hat eine kritische Sicherheitslücke in TeamCity geschlossen. Angreifer können CI/CD-Pipelines kompromittieren und Befehle auf dem Server ausführen.
Eine kritische Sicherheitslücke bei TeamCity betrifft alle On-Premises-Versionen der Build‑ und Deployment‑Server. Sie erlaubt es Angreifern, CI/CD-Pipelines zu kompromittieren. JetBrains rät dringend zum Update und hat bereits entsprechende Updates bereitgestellt. Cloud-Kunden müssen nicht handeln.
Die am 10. Juli gemeldete Sicherheitslücke betrifft das TeamCity agent polling protocol. JetBrains stuft sie mit dem CVE-Eintrag (Common Vulnerabilities and Exposures) CVE-2026-63077 als kritisch [1] ein, mit einem CVSS-Score von 9.8/10. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren keine aktiven Angriffe bekannt, wie JetBrains in seinem Blogeintrag schreibt. [2]
Nutzen Bedrohungsakteure die Sicherheitslücke aus, können sie sämtliche Authentifizierungsmechanismen des Tools umgehen und anschließend beliebige Betriebssystembefehle auf dem Server ausführen. Je nachdem, welche Rechte der Serverprozess besitzt, kann ein erfolgreicher Angriff TeamCity‑Daten, Konfigurationen und gespeicherte Zugangsdaten offenlegen oder den Serverzustand manipulieren.
Die Serverversionen 2025.11.7 und 2026.1.3 [3] schließen die kritische Sicherheitslücke auf der Software-Build-Plattform. Sie lassen sich jeweils auch per automatischem Update [4] aufspielen. Zusätzlich stellt JetBrains ein Sicherheitspatch-Plugin [5] für Serverversionen ab 2017.1 zur Verfügung.
Um Cyberbedrohungen möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, empfiehlt JetBrains Entwicklerinnen und Entwicklern, den Zugriff auf On-Premises-Server auf vertrauenswürdige Netzwerke zu beschränken und die Server mit minimal erforderlichen Betriebssystemrechten zu betreiben. TeamCity‑Server sollten zudem auf dedizierten Hosts laufen, die von den Build‑Agenten getrennt sind.
Die On-Premises-Versionen von JetBrains' CI/CD-Server waren in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Angriffen ausgesetzt, die zum Beispiel unter CVE-2024-23917 (CVSS 9.8) [6] und CVE-2024-27199 (CVSS 7.3) [7] verbucht sind.
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KI-Illustration: Donald Trump setzt alles auf eine Karte, während sich die US-Ölreserven kritischen Werten nähern
(Bild: Shutterstock AI/Shutterstock.com)
Die strategische Ölreserve der USA schmilzt – und Trump zapft sie weiter an. Doch was passiert, wenn die letzte Pufferzone versiegt? Ein Gastbeitrag.
Im Jahr 1975, noch unter dem Eindruck des arabischen Ölembargos von 1973, unterzeichnete [1] Präsident Gerald Ford den "Energy Policy and Conservation Act". Das Gesetz schuf die strategische Erdölreserve der USA (SPR) und definierte sie als eine Art Notgroschen, der zum Schutz der amerikanischen Bevölkerung bereitgestellt wird, falls es erneut zu einer Versorgungskrise kommen sollte.
Heute, nach zwei aufeinanderfolgenden Regierungen, ist diese Reserve auf den niedrigsten Stand seit 1983 geschrumpft [2].
Biden zapfte [4] als Reaktion auf die Corona-Pandemie 50 Millionen Barrel an. Im darauffolgenden Jahr entnahm [5] er weitere 180 Millionen Barrel als Reaktion auf die Invasion Russlands in die Ukraine – die bislang größte Freigabe in der Geschichte der SPR – mit der Begründung, die Benzinpreise zu stabilisieren und die Auswirkungen des Krieges abzufedern.
Nun will Präsident Donald Trump den Rest leeren, um die Preis- und Versorgungsschocks seines Iran-Krieges [6] zu steuern.
Die jüngste Entnahme von 172 Millionen Barrel senkte den Bestand der SPR bis zum 17. Juli auf 311,4 Millionen Barrel. Gerade in dem Moment, in dem der Konflikt droht, weitere strategische Engpässe im Nahen Osten zu erfassen, macht dies die amerikanische Bevölkerung unsicherer.
Sollte die nächste Eskalationsrunde die Ölpreise in die Höhe treiben, wird der Puffer zwischen einem regionalen Krieg und den Preisen, die Amerikaner an der Zapfsäule zahlen, deutlich kleiner.
Die SPR besteht aus Rohöl, das in 60 Salzkavernen [7] entlang der Golfküste, hauptsächlich in Texas und Louisiana, gelagert wird. Die Salzwände dieser Kavernen sind dicht, lecken kaum und ermöglichen aufgrund ihrer besonderen chemischen Eigenschaften, dass das Öl langsam in Bewegung bleibt, statt stillzustehen. Dieses empfindliche System kann bis zu 727 Millionen Barrel [8] über Jahrzehnte hinweg halten – vorausgesetzt, es wird verantwortungsvoll betrieben.
Viele Experten betrachten die Schwelle von 300 Millionen Barrel [9] als "Mindestbetriebsniveau“ der SPR, da die Förderung technisch äußerst präzise Abläufe erfordert. Sinkt der Bestand darunter, warnen [10] Fachleute der US-Regierungsaufsicht GAO vor erheblichen Risiken für die Funktionsfähigkeit der Reserve und ihre Fähigkeit, zukünftige Energiekrisen zu bewältigen.
Das Problem ist praktischer Natur: Um das Rohöl zu fördern, pumpen die Betreiber große Mengen Frischwasser in die Kavernen, um das leichtere Öl hydraulisch nach oben zu verdrängen. Doch bei jedem Entnahmezyklus löst das Wasser die Salzschicht der Kaverne an, verformt die Struktur, vergrößert den Hohlraum und verändert das Verhältnis von Volumen zu Druck erheblich. Diese aggressive Nutzung bei niedrigem Füllstand beschleunigt [11] die Erosion des Salzes und birgt das Risiko eines katastrophalen Strukturversagens.
Selbst Trump hat die Risiken einer fortgesetzten Entleerung öffentlich eingeräumt. In einer kürzlichen Pressekonferenz warnte er offen [12] vor der Verwundbarkeit der erschöpften Reserven und erklärte: "In etwa vier Wochen gehen uns die Reserven aus.“
Parteienübergreifend schlagen Stimmen Alarm – vom republikanischen Abgeordneten Thomas Massie bis hin zu ranghohen Demokraten im Repräsentantenhaus und Senat –, jedoch bislang ohne Wirkung.
Massie warnte ausdrücklich [13] davor, die Reserve zur "Verschleierung der Kriegskosten“ einzusetzen, da dies die Salzkavernen physisch zum Einsturz bringen könne. Auch Senator Martin Heinrich mahnte, die USA müssten eine strategische Ölreserve (SPR) aufrechterhalten, "die über ausreichende Kapazitäten verfügt, um solche Schocks abzufangen“, statt Verbraucher weiterhin massiv unter steigenden Benzinpreisen leiden zu lassen.
Anstatt die Lage zu stabilisieren, betreibt die Regierung ein erratisches Hochrisikospiel mit dem Iran, das die globale Ölversorgung an den Abgrund geführt hat. Die Regierung kündigte die am 22. Juni erteilte Sondergenehmigung [14] des Finanzministeriums auf, die dem Iran zuvor den Verkauf von Rohöl erlaubt hatte.
Teheran reagierte umgehend mit einer Eskalation in Form eines gewaltsamen Schlagabtauschs und griff mit Drohnen und Raketen drei große Handelstanker in der Straße von Hormus an, darunter ein katarisches Gasschiff vor Oman sowie ein saudischer Öltanker. Die USA antworteten ihrerseits mit massiven Angriffen auf rund 90 Ziele [15] an Irans Südküste innerhalb von zwei Tagen.
Diese Volatilität hat die Versicherungsprämien für die Schifffahrt in astronomische Höhen getrieben [16] und Flotten abgeschreckt. Indem Trump große Teile der mit dem Iran vereinbarten Absichtserklärung aufkündigt, stürzt er die globalen Ölmärkte ins Chaos.
Rory Johnston, Gründer von Commodity Context [17], erklärte, die Rohölmärkte "preisen deutlich höhere Risiken ein", während der Schiffsverkehr infolge der erneuten Eskalation einbricht. "Hormus ist weit davon entfernt, gelöst zu sein", sagte er.
Maritime Daten zeigen, dass der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus auf ein Fünftel des Vorkriegsniveaus eingebrochen ist [18]. Anstatt der üblichen 20 Millionen Barrel pro Tag bewegt sich nur noch ein Bruchteil durch die Passage.
Die USA hatten bislang als globaler Puffer gegen diese Versorgungsknappheit fungiert, indem sie täglich Millionen Barrel exportierten. Doch selbst dieses Polster gerät ins Wanken: Neue Zahlen der US-Energieinformationsbehörde zeigen einen drastischen Rückgang der Rohölexporte um 746.000 Barrel pro Tag [19] in dieser Woche – von über 4 Millionen auf nur noch 3,2 Millionen Barrel täglich.
Die Regierung hat diesen Rückgang nicht erklärt, doch am wahrscheinlichsten ist der Versuch, inländische Engpässe zu vermeiden, während die strategischen Ölreserven ihrem Minimum näherkommen.
Wir bewegen uns bereits in einer tief destabilisierten wirtschaftlichen Realität, in der die Ölpreise innerhalb weniger Tage von niedrigen 70 auf hohe 90 US-Dollar pro Barrel schwanken. Nach einem Rückgang Ende Juni und Anfang Juli in der Hoffnung auf einen dauerhaften Waffenstillstand sind die Preise wieder auf fast 100 Dollar gestiegen.
Schlimmer noch: Es gibt Hinweise darauf, dass die Nutzung der milliardenschweren Reserven Chinas [20] und die nahezu vollständige Entleerung der SPR Washingtons die Preise künstlich niedrig halten. Sobald Peking später in diesem Jahr seine Importe wieder hochfährt, wird diese verborgene Nachfrage auf den Markt zurückkehren und die Preise in die Höhe treiben.
Setzt Trump diese Eskalationsspirale fort, drohen regionale Dominoeffekte. Ein Vorgeschmack dessen ist bereits sichtbar: US-Angriffe auf iranische Raffinerien, gefolgt von iranischen Gegenschlägen gegen zentrale Ölanlagen in den Golfstaaten sowie Angriffe auf die saudische Ost-West-Pipeline [21] und die emiratische ADCOP-Pipeline [22]. Beide werden genutzt, um die Straße von Hormus zu umgehen.
Die nächste Eskalationsstufe wurde bereits von den Huthi erreicht [23]. Mit einer konzentrierten Luftkampagne gegen saudische Häfen und Tanker kappen sie die südliche Route des Roten Meeres am Engpass Bab al-Mandab [24]. Bob McNally von Rapidan Energy [25] erklärte, eine solche Eskalation an den regionalen Nadelöhren würde "die Ölpreise schnell wieder deutlich über 100 Dollar treiben und den im Juni eingepreisten Rückgang der Risikoprämien zunichtemachen".
Das Weiße Haus scheint die letzte Karte zu ignorieren, die der Iran oder seine Verbündeten im Nahen Osten spielen könnten. Sollte der Iran in die Enge getrieben werden, könnte er die letzte maritime Lebensader der Region ins Visier nehmen: den Suezkanal.
Schon eine kleine Störung dort kann enorme wirtschaftliche Folgen haben, wie der Vorfall mit der Ever Given im Jahr 2021 [26] zeigte. Der Iran oder seine Verbündeten könnten eine ähnliche Krise auslösen, indem sie beispielsweise ein Schiff im Kanal angreifen oder durch gezielten Terror einen Großfrachter versenken, sabotieren oder in den engsten Abschnitten des Kanals auf Grund setzen. Das Ergebnis wäre die vollständige Blockade der dritten und letzten Seeroute aus dem Nahen Osten.
Hier wird die Geschichte der SPR größer als das Öl selbst. Der Yale-Ökonom Marnix Amand beschrieb Trumps Ansatz als "einen Mann, der Jahrzehnte amerikanischer Hegemonie zu Geld macht und langfristige Reserven an Macht, Legitimität und Sicherheit für kurzfristige politische Ziele aufzehrt".
Die SPR ist die physische Verkörperung dieses Deals: ein strategischer Vermögenswert, der über Jahrzehnte aufgebaut wurde und nun von einem Präsidenten geleert wird, der versucht, die Folgen eines Krieges abzufedern, den er offenbar nicht beenden will.
Hekmat Matthew Aboukhater ist Masterstudent für Public Policy an der Yale Jackson School of Global Affairs. Er absolvierte Praktika in den Programmen für Demokratisierung der Außenpolitik und Nahost am Quincy Institute und arbeitete zuvor im Department of Political and Peacebuilding Affairs der Vereinten Nationen.
Dieser Text erschien zuerst bei unserem Partnerportal Responsible Statecraft [27] auf Englisch.
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Robotertaxi (ganz links) an einer Ampel in Wuhan.
(Bild: Tada Images, shutterstock)
Peking nutzt KI als Infrastruktur ubiquitär wie Strom. Mit Alibabas Qwen-Modellen und dem City Brain Hangzhou weicht China vom westlichen Chatbot-Pfad ab.
Als Anfang 2025 das chinesische Start-up DeepSeek mit einem Sprachmodell Schlagzeilen machte, schien die Geschichte schnell erzählt: Wieder ein Kapitel im technologischen Wettlauf zwischen China und den USA.
Doch diese Sichtweise verstellt den Blick auf das Wesentliche. Denn während der Westen vor allem über Chatbots und Allgemeine Künstliche Intelligenz debattiert, verfolgt China eine grundlegend andere Strategie.
Peking behandelt KI nicht als Produkt, das als Tokens gehandelt wird. Das Reich der Mitte installiert KI als Kernbestandteil moderner Infrastruktur – vergleichbar mit Elektrizität oder dem Internet.
Chinesische Wissenschaftler auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Anfang 2026 beschrieben [1] den Unterschied so: China baut Kompasse, nicht Karten. Während eine Karte einen Zustand festhält, hilft ein Kompass bei der Navigation in einer sich ständig verändernden Umgebung.
Im Kern geht es darum, Systeme zu schaffen, die kontinuierliche Veränderungen bewältigen und dann auch steuern können.
Dabei wird KI nicht als eigenständiger Wirtschaftszweig verstanden, sondern als Querschnittstechnologie, die in nahezu alle Bereiche hineinwirken soll. Es geht darum, Fertigungsprozesse zu steuern, Lieferketten zu optimieren, medizinische Diagnosen zu unterstützen, Energieflüsse zu koordinieren und Verwaltungsabläufe zu automatisieren.
Damit würde KI in China eine ähnliche Rolle einnehmen wie Strom oder Wasser. Denn auch Elektrizität war nie bloß ein Wirtschaftszweig, sondern veränderte nahezu alle Produktions- und Lebensbereiche gleichzeitig.
In chinesischen Medien wird inzwischen von den "Sechs kleinen Drachen [2]" gesprochen – eine Bezeichnung für eine neue Generation von Technologieunternehmen, die sich nicht mehr primär mit Plattformen beschäftigen, sondern humanoide Roboter, autonome Systeme und industrielle Software entwickeln.
Dazu gehören unter anderem Unitree Robotics, der Robotik-Hersteller Yun Shen Chu, BrainCo mit einer weltweit führenden „Brain-Computer-Interface“-Technologie, Qunhe mit einer 3D-Plattform und Game Science, das mit dem Videospiel Wukong weltweit für Aufsehen gesorgt hat.
Doch auch bekannte chinesischen Technologiekonzerne wollen ein Stück von dem Kuchen. So hat Alibaba gerade seine erste Modellfamilie Qwen mit physischer KI auf den Markt gebracht. Die Maschinen verknüpfen große Sprachmodelle mit physischen Roboteraktionen. Die Modelle werden derzeit bei ausgewählten Kunden von Alibaba getestet.
Physische Künstliche Intelligenz versteht nicht nur Sprache, sondern kann auch in der physischen Welt agieren. Die Qwen-Robot-Suite umfasst drei spezialisierte Modelle: eines für Navigation, eines für die Manipulation von Objekten und eines zur Vorhersage von Umgebungsveränderungen.
Dieser Unterschied ist keineswegs trivial. Denn eine Aufgabe zu verstehen, ist etwas gänzlich anderes als nach der nächsten wahrscheinlichsten Zeichenfolge zu fahnden. Sie tatsächlich auszuführen, verlangt weitere Kenntnisse.
Ein Bild-Sprach-Modell (VLM) kann zwar die zur Erledigung einer Aufgabe erforderlichen Schritte beschreiben. Es ist jedoch nicht in der Lage, die Bewegungen eines Roboters direkt zu steuern. Die Herausforderung besteht darin, menschliche Sprache und visuelles Verständnis mit den motorischen Handlungen zu verknüpfen, die für die Interaktion mit der physischen Welt erforderlich sind.
Hinzu kommt, dass sich die Bedingungen in der realen physischen Umwelt ständig verändern. So müssen physische KIs die ihnen beschriebenen Gegenstände auch bei Regen erkennen oder wenn sie vereist sind und alles weiß erscheint.
Und auch die Trainingsdaten für physische KI unterscheiden sich logischerweise erheblich von Internetdaten. Informationen, die von Navigationssystemen, Roboterarmen, Fahrzeugen und Kameras erfasst werden, liegen in den verschiedensten Formaten vor, und ihre Erfassung und Einordnung sind kostspielig.
Die praktische Umsetzung der chinesischen KI-Strategie ist auch auf anderen Gebieten längst sichtbar. In mehreren chinesischen Städten sind bereits Tausende Robotertaxis unterwegs. Ähnliche Entwicklungen zeigen sich bei intelligenten Logistiksystemen, automatisierten Lagerhäusern und sogenannten Smart Citys.
Ein Beispiel ist das "City Brain" in Hangzhou [3]. Das System analysiert Verkehrsfluss, Staus, Notfallrouten und öffentlichen Nahverkehr in Echtzeit und passt Ampelschaltungen und Routenführung entsprechend an. Zudem berät es die Bürger, etwa für Behördengänge.
Die Stadt wird nicht als Ansammlung von Straßenkreuzungen verstanden, sondern als ein einziges dynamisches System, dessen Teile sich ständig gegenseitig beeinflussen. Dafür wurde eigens ein digitaler Zwilling der Zwölf-Millionen-Metropole entwickelt.
Mittlerweile werden Verkehrsströme, Energieverbrauch, öffentliche Dienstleistungen und teilweise auch Sicherheitsaufgaben und Bauprojekte durch KI-gestützte Systeme koordiniert. Die Anwendungen reichen von der Optimierung städtischer Infrastruktur bis zur Steuerung komplexer Versorgungsnetze.
Die Volksrepublik hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der weltweit größten Zentren der KI-Forschung entwickelt. Hunderte Universitäten und Forschungseinrichtungen arbeiten an Sprachmodellen, Robotik, autonomen Systemen und neuen Chiparchitekturen. Die Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen und Patentanmeldungen ist stark gestiegen.
Nach verschiedenen Branchenanalysen gibt es inzwischen rund 4500 Unternehmen, die substanzielle KI-Entwicklung betreiben. Das staatliche Algorithmus-Register listet [4] tausende generative KI-Anwendungen aus unterschiedlichsten Branchen. Dabei entsteht ein Innovationsökosystem, das weit über die großen Namen hinausreicht und wirkt.
Und schon jetzt ist China der weltweit größte Markt für Industrieroboter. Gleichzeitig entstehen Anwendungen, die Qualitätskontrollen automatisieren, Produktionsabläufe optimieren oder komplexe Lieferketten koordinieren. KI soll dabei weniger einzelne Arbeitsplätze ersetzen, sondern vielmehr die Leistungsfähigkeit der Produktionssysteme erhöhen.
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Sahra Wagenknecht setzt auf die kommenden Landtagswahlen
(Bild: Juergen Nowak/Shutterstock.com)
Vom Hype zur Hürde: Warum das BSW im Osten um seine politische Zukunft kämpft und zwischen AfD und Linke zerrieben zu werden droht. Ein Ausblick.
Nach der kurzen politischen Sommerpause naht [1] die heiße Phase: In zwei ostdeutschen Bundesländern stehen Landtagswahlen an, in der Hauptstadt zudem die Wahl zum Abgeordnetenhaus. Neben der Gretchenfrage, ob die AfD im Osten weiter zulegt und erstmals eine Landesregierung anführt, bildet der Wahlherbst [2] auch für eine andere Partei einen Lackmustest: das Bündnis Sahra Wagenknecht. [3]
Nach den erwartbaren Niederlagen [4] in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg im Frühjahr – in beiden Landtagen ist das BSW nicht vertreten [5] – ruhen die Zukunftshoffnungen der Partei auf den ostdeutschen Wahlen. In Berlin, Schwerin und Magdeburg könnte sich, so erste Stimmen, das Schicksal der Partei und einzelner Führungsfiguren entscheiden.
Bleibt man dort unter fünf Prozent, gilt [6] das Aufbruchsprojekt BSW als gescheitert. Geht die Wagenknechtsche Wette auf den Wahl-Osten auf?
Die jüngere Vergangenheit soll sich nicht wiederholen: Bei der Bundestagswahl 2025 scheiterte [7] die Partei denkbar knapp an der Fünf-Prozent-Hürde – mit 4,981 Prozent der Zweitstimmen fehlten nur 9.529 Stimmen bundesweit zum Einzug.
Bei Überschreiten der Hürde hätte [8] das BSW rund 35 Sitze erhalten, mit erheblichen Folgen für die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag. Womöglich hätte Bundeskanzler Merz dann ohne stabile Mehrheit regieren müssen. Wagenknecht und Co. mussten Büro und mediale Bühne nach der Schlappe weitgehend räumen.
Der Bundestag lehnte [9] eine Neuauszählung trotz des knappen Ergebnisses ab, einzig die AfD kritisierte, dass die Beschwerde ignoriert wurde. Das Bundesverfassungsgericht verwarf [10] darauffolgende Eilanträge des BSW als unzulässig – nicht aus inhaltlichen Gründen, sondern weil zunächst der Bundestag zuständig sei.
Dessen Wahlprüfungsausschuss zeigte [11], möglicherweise aus machttaktischen Gründen, wenig Eile. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass das Parlament in bislang unbekannter Verhöhnung demokratischer Gepflogenheiten und demokratietheoretisch hochproblematisch versucht, das Phänomen BSW auszusitzen. Der Fall ist inzwischen beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gelandet.
Die Partei kämpft [12] seither an drei Fronten: Parteiaufbau vor Ort, die Forderung nach Korrektur des Bundestagswahlergebnisses und der Einsatz für eine Reform des Wahlprüfungsrechts. Die beiden letzten Vorhaben müssen bislang als gescheitert gelten [13] – was bleibt?
Umso wichtiger sind die kommenden Wahlen – auch wenn die offiziösen Umfragen auch hier wenig Grund zur Hoffnung liefern [14]: In allen drei Ländern liegt das BSW teils deutlich unter fünf Prozent.
Im Zentrum steht [15] Sachsen-Anhalt, wo die Partei aktuell bei vier Prozentpunkten pendelt. Scheitert das BSW dort, verschiebt sich die Sitzverteilung massiv zugunsten der ohnehin starken AfD-Fraktion – Experten gestehen [16] dem BSW daher eine Scharnierfunktion zu.
Zusätzliche Brisanz erhält [17] die Debatte durch das BSW-Modell der "Bürgerregierung": Statt klassischer Koalitionen wirbt das BSW für eine parteiunabhängige Expertenregierung mit wechselnden Mehrheiten – ausdrücklich auch ohne starre Brandmauer gegenüber der AfD. In einem Interview mit der Berliner Zeitung verwies [18]Sahra Wagenknecht kürzlich auf You-Gov-Umfragen [19], wonach Ostdeutsche keinen "Aufguss einer Brandmauer-Koalition" wollten, sondern Veränderung.
Eine Koalition in Magdeburg mit der AfD schließt das BSW zwar aus, will jedoch Anträge ausschließlich nach ihrem Inhalt bewerten. Kritiker, allen voran Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU), warnen [20], das Modell könne der AfD faktisch den Weg zur Macht ebnen, wenn punktuelle BSW-Unterstützung einer AfD-geführten Minderheitsregierung zu Mehrheiten verhilft.
Das BSW weist diesen Vorwurf zurück und versteht sein Modell als Alternative zu machtpolitisch motivierten Koalitionen. Analytisch bemerkenswert: Das BSW stellt damit den in Deutschland dominanten Koalitionsgedanken grundsätzlich infrage – eine Minderheitsregierung mit AfD-Beteiligung sowie dessen aktive Tolerierung galt [21]bislang, trotz einer existenten sächsischen Minderheitsregierung, als Tabu.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern kämpft [22] das BSW mit zuletzt 4,6 Prozent um den Einzug – ein Scheitern würde erneut vor allem der AfD zusätzliche Mandate verschaffen [23]. Noch schwieriger ist die Lage in Berlin: Dort liegt das BSW bei 3,6 Prozent, deutlich unter der Sperrklausel, und konkurriert trotz der Spitzenkandidatur von Michael Lüders [24] vor allem mit einer erstarkten Linken um frühere SPD-Wähler und Nichtwähler.
Allen drei Wahlen ist dabei gemein: Der Gründungsbonus der Partei scheint aufgebraucht, der Social Media Hype verblasst, während sie von zwei Seiten unter Druck gerät – die Linke gewinnt frühere Stammwähler zurück, die AfD dominiert weiter den migrationskritischen Protestbereich. In beiden Bereichen kann das BSW nicht entscheidend punkten.
Vor diesem Hintergrund erhält [25] auch die Anfechtung der Bundestagswahl eine strategische Dimension: Sie soll das Narrativ eines knapp verpassten Einzugs zur Mobilisierung nutzen und die Partei medial präsent halten, kann jedoch kaum über ein zu beobachtendes Schließen der einstigen, durch das BSW genutzten Repräsentationslücke in der deutschen Parteienlandschaft hinwegtäuschen.
Ein aktueller Report des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) liefert [26] möglicherweise entscheidende Hinweise für die aktuellen Wahlausgänge: Die Partei rekrutierte [27] ihre Wählerschaft 2025 aus unterschiedlichen Lagern – anteilig verlor die Linke besonders viele Wähler, zugleich nahm die Partei aber auch der AfD Stimmen ab.
Die BSW-Wählerschaft verbindet linke Wirtschaftspolitik mit gesellschaftlich eher konservativen Einstellungen, was die Partei in direkte Konkurrenz zu beiden Polen bringt.
Diese Mischposition sorgt zwar für eine gewisse Heterogenität und daraus resultierende, mögliche Stabilität, doch droht das BSW zwischen den beiden Großpolen zerrieben zu werden [28]: Wirtschaftlich links orientierte Wähler mit schwachen bis mittleren Einkommen könnten zur wiedererstarkten Linken zurückkehren, während die AfD mit Themen wie Migration und Establishment-Kritik punktet und sich als einzige Alternative verkaufen kann.
Für das BSW ist Ostdeutschland der entscheidende Raum – doch viele Protestwähler sind inzwischen dauerhaft an die AfD gebunden, eine erkennbare BSW-Antwort darauf fehlt strategisch bislang.
Erschwerend treten interne Machtkämpfe hinzu: Der frühere Düsseldorfer Oberbürgermeister und SPD-Überläufer Thomas Geisel verließ erst kürzlich [29] die BSW-Fraktion im EU-Parlament, vermutlich wegen Querelen im NRW-Landesverband um eine verlorene Wahl zum Co-Landesvorsitzenden.
Derartige Einzel-Fälle passen zu strukturellen Grundproblemen: Das BSW ist stark auf Sahra Wagenknecht als Führungsfigur zugeschnitten, die restriktive Mitgliederaufnahme hat den Parteiaufbau in mehreren Landesverbänden – etwa Brandenburg samt massiver Rücktrittswelle [30], Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein [31] – behindert.
Der schwierige Übergang von der charismatisch geführten Protestbewegung zur dauerhaft verankerten Kader-Partei bleibt die zentrale Herausforderung.
Auch strategisch bleiben diese Probleme nicht folgenlos: Koalitionskonflikte wie in Brandenburg haben Zweifel an der politischen Stabilität des BSW wie an dessen Anti-Establishment-Kurs verstärkt. Gleichzeitig verliert die Partei ihr Alleinstellungsmerkmal – die Linke gewinnt das sozial orientierte Milieu zurück, die AfD dominiert weiter den Protestbereich.
Ob das BSW seinen wahlpolitischen Durchbruch im Herbst 2026 noch schafft, entscheidet sich damit nicht nur an der Fünf-Prozent-Hürde, sondern letztendlich auch an der Frage, ob die Partei ihre internen Widersprüche rechtzeitig lösen kann und sich strategisch zukunftsfähig aufstellen wird.
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„The Mermaid Mask“ erneuert das Genre der Point-&-Click-Spiele mit viel Witz und Detailliebe. Wozu da noch einen Mörder schnappen?
Mit Point-&-Click-Spielen hat Gaming einst Fahrt aufgenommen, heute sind sie angesichts besserer Technik ein altertümliches Nischenprodukt. Denn wer möchte noch stumpf mit der Maus umherklicken und Objekte aufeinanderziehen, wenn er auch eine riesige Open World erobern oder eine kinoreife Geschichte selbst nachspielen kann? Das kürzlich erschienene „The Mermaid Mask“ präsentiert eine interessante Neuinterpretation, die nicht verpasst werden sollte. Dieser spielbare Kriminalfall wird zwar Sherlock Holmes nicht aus seinem Büro locken, kann aber dank seines erfrischenden und permanent zündenden Humors problemlos mit jeder Netflix-Sitcom mithalten.
Mortuga ist nicht nur Kapitän des seltsamsten U-Boots der Welt, er ist vor allem auch eines: tot. Erstochen in einem geschlossenen Raum. Vor einem mysteriösen Kessel. Und das ist bei weitem nicht die einzige Merkwürdigkeit, die auf das Ermittler-Duo Grimoire und Sally wartet. Sie begeben sich auf das putzige wie unheimliche Reisegefährt, um den Mord aufzuklären, den Mörder zu schnappen und das titelgebende Geheimnis rund um die Meerjungfrau-Maske zu lüften.

Aber das ist lediglich der Rahmen dieses achtstündigen Fantasy-Trips – im Zentrum steht der unvorhersehbare und clevere Humor, den der britische Entwickler SFB Games seinen Figuren auf die Zunge gelegt hat. In den ersten Minuten mag der Spieler noch meinen, dass er hier ein ganz gewöhnliches Point-&-Click-Adventure [3] spielt. Klick diesen und jenen Gegenstand an, bis das Rätsel gelöst ist und es endlich weitergeht. „The Mermaid Mask“ ist da wie schon die beiden Vorgänger ganz anders: Das Highlight bilden die großartig geschriebenen und vertonten Wortgewitter zwischen den Ermittlern und Verdächtigen, die, wenn sie erst einmal in Gang gebracht worden sind, nicht mehr zu stoppen sind. Zu beachten ist: Es gibt nur eine englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln.
Da ist der exzentrische Schriftsteller, dem der Mordfall ganz gerufen kommt, weil er gerade nach neuem Stoff für seinen nächsten Roman sucht. Oder die quirlige Illusionistin, die sich nicht sicher ist, ob sie das hier alles nur träumt. Oder der junge Filmstar mit Sonnenbrille, der dank seiner welpenhaften Naivität alles für ein tolles Abenteuer hält. Als wäre das Ganze eine Comedy-Stand-up-Show, bei der alle zehn Minuten ein neues Talent auf die Bühne tritt. Grimoire und Sally setzen diesem bunten Haufen wiederum ihre größten Stärken entgegen: Schlagfertigkeit, Sarkasmus und einen Blick für besondere Details. Das Tolle daran: Die Gespräche ufern jedes Mal aus, stellen die wendungsreichen Lebensgeschichten der Charaktere vor, lassen unterschiedliche Sichtweisen aufeinanderprallen und münden in überraschende Situationen, die mehr Fragen als Antworten übrig lassen.
Das Spiel kommt – auch wegen der vielen unterschiedlichen und schön anzusehenden Cartoon-Animationen – so charmant rüber, dass man oft vergisst, dass das hier ein Detektivspiel ist und dass es noch einen Mörder zu fassen gilt. Am Ende möchte man sie doch alle laufen lassen, weil sie alle viel zu sympathisch sind. Zum Glück erinnert „The Mermaid Mask“ den Spieler immer wieder an den eigentlichen Job, indem es ihm regelmäßig ein Rätsel vor die Nase setzt, um die Lachmuskeln zu schonen und den Hirnapparat wieder einzuschalten.
Diese treffen einen guten Sweetspot – sie sind nicht innerhalb einer Minute gelöst, brauchen aber auch keine halbe Stunde. Meistens geht es um das richtige Sortieren von Gegenständen, das Herausfinden eines Codes oder das Entschlüsseln eines Textes. Nach ein paar Versuchen liegt die Lösung meistens auf der Hand. Kommt man nicht weiter, können jederzeit die Ermittler zu Hilfe gerufen werden, die dem Spieler einen kleinen Schubs in die richtige Richtung geben. Komfortabel. Denn nicht immer möchte man einen Detektiv spielen, der sich das Hirn zermartert und in Sackgassen rennt. Manchmal möchte man sich auch nur wie einer fühlen.
Das eigentliche Detektivspiel geschieht währenddessen. Die Ermittler ziehen von einem schrulligen Raum zum nächsten, kommentieren per Mausklick Gegenstände und tüten Beweise ein. Nach und nach schalten sich dadurch neue Räume frei. Und selbst wenn ein Objekt nicht weiterhilft, möchte man trotzdem hören, was die Figuren darüber denken. So bringt ein simpler Lautsprecher Sally dazu, über die möglichen Ausgänge einer Vampir-Party nachzudenken, unter die sich ein Sterblicher mit Vampir-Tarnung mischt. Wie gesagt, „The Mermaid Mask“ glänzt durch seine Unvorhersehbarkeit. Glaubt der Spieler, das System des Humors durchschaut zu haben, wechselt das Spiel in eine andere Richtung.
„The Mermaid Mask“ legt sehr großen Wert auf seine Geschichte und Charaktere, das Gameplay bleibt dagegen sehr klassisch. Es ist alles großartig designt, selbst das Betrachten der Beweise als drehbare 3D-Objekte ist ein schöner Einfall, der die Welt noch glaubhafter macht und die vielen schönen Details hervorhebt. Doch darüber hinaus ist der Spieler die meiste Zeit damit beschäftigt, zu lesen, zuzuhören und an manchen Stellen einen Lückentext auszufüllen, um den Fall voranzubringen. Wer hat in Raum X Y mit Z getan? Das wirkt manchmal wie eine Cluedo-Partie oder eine dieser Kindersendungen, bei denen Schauspieler mit dem Publikum sprechen, ohne es hören zu können.
Was „The Mermaid Mask“ nicht ist: ein anspruchsvolles Detektivspiel. Wer das sucht, ist hier falsch. An einem Punkt schrammt das Gameplay auch gefährlich nahe an der stumpfen Monotonie vorbei: Die Ermittler können jede der Figuren zu jedem einzelnen der zahlreichen Beweismittel befragen. Hier kommuniziert das Spiel nicht klar, ob diese Möglichkeit optional ist oder nicht. Hin und wieder bekommt der Spieler dadurch einen neuen Hinweis, manchmal sind die Antworten auch nur lustig.
Wir empfehlen an dieser Stelle, der eigenen Nase zu folgen und nicht zwangsläufig alles zu machen, selbst wenn es möglich ist. „The Mermaid Mask“ möchte von neugierigen Reisenden gespielt werden, nicht von Schema-Menschen. Wo das Spiel mit seinem Humor ein neues Zeitalter einläutet, bleibt es gameplaytechnisch im letzten Jahrhundert. Entweder ist es ein Ungleichgewicht oder so gewollt. Hätten mehr spielerische Möglichkeiten dem Spiel gut getan? Wir wissen es nicht. So oder so, „The Mermaid Mask“ eignet sich für mehrere entspannende Abende und liefert liebenswürdige Charaktere, bei denen wir uns wundern, warum Blockbuster-Studios sie nicht so gut hinbekommen.
„The Mermaid Mask“ erschien am 16. Juli für Windows, PS5 und Nintendo Switch 1 und 2. Es kostet 19,99 Euro.
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Stimmen die Voraussetzungen, können Angreifer Apache Airflow attackieren und als Admin Systemeinstellungen verbiegen.
Wenn ein bestimmtes Paket installiert ist und weitere Einstellungen stimmen, ist die Workflow-Orchestrierungsplattform Apache Airflow verwundbar. Auch wenn eine offizielle Einstufung der Sicherheitslücke noch aussteht, deutet alles auf „kritisch“ hin. Eine reparierte Version des betroffenen Pakets apache-airflow-providers-fab steht zum Download bereit.
Airflow-Instanzen sind der Beschreibung der Schwachstelle (CVE-2026-59243) auf Seclists.org zufolge [1] nur angreifbar, wenn das Paket Apache Airflow FAB provider (apache-airflow-providers-fab) installiert ist und somit das Authentifizierungssystem FAB (Flask AppBuilder) genutzt wird. Zusätzlich muss als Authentifizierungsmethode Azure AD Oauth in der Standardkonfiguration aktiv sein.
Ist diese Kombination gegeben, können Angreifer bei der Überprüfung von Zugriffen mit gefälschten ID-Tokens an der Lücke ansetzen. Das Problem ist, dass FAB Auth Manager bei Azure OAuth standardmäßig die JWT-Signatur-Verifikation (verify_signature=False) deaktiviert. Weil keine Signaturprüfung des Tokens stattfindet, akzeptiert FAB den Zugriff und Angreifer können so als beliebiger Nutzer, einschließlich Admin, auf Instanzen zugreifen.
In so einer Position können sie etwa Zugangsdaten abgreifen und so in der IT-Infrastruktur weitere Computer kompromittieren.
Derzeit gibt es keine Berichte, dass Angreifer die Schwachstelle bereits ausnutzen. Auch wenn es schon eine CVE-Nummer gibt, steht die Einstufung des Bedrohungsgrads unter cve.org noch aus. Das CERT Bund stuft die Schwachstelle in einem Beitrag als kritisch ein [2].
Die Entwickler versichern, das Problem in Apache Airflow FAB provider 3.7.3 gelöst zu haben. Alle vorigen Versionen sind ihnen zufolge verwundbar.
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Roboter erstellen KI-Inhalte in einer dytopischen Welt.
(Bild: Shutterstock AI)
Ein eigenständig von KI durchgeführter Cyberangriff schreckte die Tech-Branche auf. Jetzt folgt der Ruf nach einem internationalen Bremsmechanismus.
Mehr als 1000 Mitarbeiter führender KI-Entwicklerfirmen sprechen sich dafür aus, die Voraussetzungen zum Bremsen des Fortschritts bei Künstlicher Intelligenz (KI) zu schaffen. Sie warnen vor einem Kontrollverlust und appellieren an die US-Regierung, sich an internationalen Bemühungen für technische und Regulierungs-Maßnahmen zur Steuerung des Entwicklungstempos zu beteiligen.
Unter den zum Meldungszeitpunkt 1178 Unterzeichnern sind führende Forscher und Manager etwa vom ChatGPT-Entwickler OpenAI, dem Konkurrenten Anthropic sowie dem Facebook-Konzern Meta und Google. Sie verweisen darauf, dass Software mit Künstlicher Intelligenz [1] bald in der Lage sein könnte, sich selbst weiterzuentwickeln.
Schon jetzt werden große Teile des Programmiercodes in Tech-Unternehmen von KI-Software geschrieben – aber unter menschlicher Aufsicht. Der Moment, in dem die Entwicklung Künstlicher Intelligenz automatisiert werden kann, gilt als ein Wendepunkt. Die Vorhersage, wie sehr dies den KI-Fortschritt beschleunigen werde, sei schwierig, heißt es in dem offenen Brief. [2] Aber es gebe ein „reales Risiko“, dass das Tempo „unsere Fähigkeit übertreffen wird, die sich daraus ergebenden Systeme zu verstehen oder zu kontrollieren“.
Abgestimmte internationale Anstrengungen seien nötig, weil jedes Land und jede Entwicklerfirma unter Konkurrenzdruck stünden, den KI-Fortschritt nicht abzubremsen, heißt es in dem Brief. Zudem fehlten aktuell noch die technischen Mittel und ein Regelwerk dafür.
Der offene Brief folgt auf einen aufsehenerregenden Zwischenfall, der in großen Teilen der Tech-Branche als Weckruf gesehen wird. Ein KI-Modell von OpenAI verschaffte sich bei einem Test eigenständig Zugang zum offenen Internet und drang danach auf eigene Faust in Computersysteme einer anderen KI-Firma. Dabei agierte die Software wie ein Cyberkrimineller und nutzte unentdeckt gebliebene Sicherheitslücken aus.
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Framework macht beim Laptop 13 Pro einiges neu und bewirbt es als Alternative zum MacBook Pro. Wir haben das Notebook mit vorinstalliertem Ubuntu getestet.
Neues Gehäuse, neues Display, neues Touchpad: Framework macht beim Laptop 13 Pro vieles neu, bleibt sich dabei aber treu. Es ist bereits die siebte Variante des modularen Laptop 13. Obwohl der kleine Notebookhersteller dessen Gehäuse grundlegend überarbeitet hat, bleibt auch das Pro-Modell nahezu komplett kompatibel mit seinen Vorgängern. Im Laptop 13 Pro steckt wahlweise ein Prozessor aus Intels Core Ultra Series 3 oder ein AMD Ryzen AI 300, wobei Framework den Fokus auf die Intel-Variante legt. Die Pro-Modelle richten sich an Entwickler und Power-User. Framework selbst zieht den Vergleich zum MacBook Pro und will ein leistungsstarkes Notebook anbieten, das aber im Unterschied zum Apple-Gerät einfach aufzurüsten und zu reparieren ist.
Der Laptop 13 Pro ist die erste Framework-Konfiguration, die der Hersteller ab Werk auf Wunsch mit Linux ausliefert: Bei den Intel-Varianten installiert Framework dann Ubuntu vor. Vorher gab es lediglich die Option, beim Kauf auf Windows zu verzichten. Doch verbaute Framework schon vorher Linux-freundliche Komponenten und stellte für diverse Distributionen verständliche Anleitungen bereit. Am nachhaltigen, modularen Konzept hält Framework fest: Akku, Display, Mainboard, RAM, SSD, Tastatur, Touchpad, Lautsprecher, Gehäuseteile und Anschlüsse lassen sich tauschen; neue Komponenten sogar in ältere Geräte einbauen.
Wir haben ein Ubuntu-Modell als Testgerät erhalten, genauer gesagt ein Laptop 13 Pro „Pre-Built“ mit Intel Core Ultra X7 358H, 32 GByte LPDDR5X-RAM und 1-TByte-SSD in Schwarz mit vorinstalliertem Ubuntu 24.04.4 LTS. Wie gut die Hardware mit dem aufgespielten Ubuntu harmoniert, haben wir uns angeschaut. Aber auch wer sich nicht für das freie Betriebssystem erwärmt, erfährt, welchen Eindruck die neue Hardware bei uns hinterlässt.
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(Bild: Melissa Ramson / heise medien)
360-Grad-Kameras nehmen alles um sich herum als Foto oder Video auf. Mit unseren 16 Tipps zu Aufnahme und Schnitt machen die Panoramaclips noch mehr Eindruck.
Sie haben sich eine neue 360-Grad-Kamera gekauft und wissen nun nicht, wie Sie sie am besten einsetzen? Nach unserem Test von vier aktuellen Modellen von DJI, GoPro und Insta 360 [1] [1] erklären wir Ihnen nun mit zahlreichen Tipps, wie Sie die Aufnahmen am besten schneiden, bearbeiten und aufbereiten – denn das ist gar nicht so einfach.
Zwar nehmen die beiden Fischaugenobjektive einer 360-Grad-Kamera die komplette Rundumsicht auf. Der erzeugte Film startet aber meist mit einem Ausschnitt, der sich direkt vor einer Linse abspielt. Richten Sie deshalb bei der Aufnahme ein Objektiv auf das wichtigste Motiv aus. Halten Sie die Kamera hierbei möglichst gerade. Der Horizont lässt sich zwar nachträglich drehen, bei längeren Projekten wird die ständige Neuausrichtung jedoch schnell lästig.
Durch die Fischaugenoptik wirken Objekte größer und verzerrter, je dichter sie sich an der Kamera befinden. Achten Sie deshalb darauf, bei Personen wenigstens einen Meter Abstand zu halten. Die Naheinstellgrenze liegt bei den meisten Kameramodellen bei 60 bis 80 Zentimetern. Was sich näher an der Linse befindet, wird unscharf. Befinden sich Objekte mehrere Meter entfernt, ist es kein Problem.
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Der Düsseldorfer Netzbetreiber Vodafone vermarktet aktuell das Jahrespaket M mit einem höheren Datenvolumen bei einem unveränderten Preis. Neukunden erhalten 365 statt 250 GByte für die einmalige Zahlung von 99,99 Euro. Auch Bestandskunden können von der Aktion profitieren, sofern sie ein neues Jahrespaket buchen.
Der Jahrestarif von Vodafone gilt nach der einmaligen Zahlung für 365 Tage. Nutzer können das Inklusivvolumen von 365 GByte flexibel im Zeitraum von 12 Monaten nutzen. Wird das Datenvolumen vorzeitig verbraucht, lässt sich auf Wunsch ein neuer Jahrestarif erwerben.
Neben dem Jahrespaket M vermarktet der Netzbetreiber zwei weitere Tarife. Der Jahrestarif XS beinhaltet ein Inklusivvolumen von 20 GByte für einmalig 49,99 Euro. Wer ein deutlich höheres Inklusivvolumen für den Zeitraum von 365 Tagen benötigt, kann den Tarif XL mit 1.000 GByte für den einmaligen Preis von 199,95 Euro wählen.
Alle Jahrespakete bieten eine Allnet-Flat für Telefonie und SMS in alle deutschen Netze. Weiterhin stehen 2.400 Minuten/SMS aus Deutschland in alle EU-Netze zur Verfügung. Nutzer surfen mit bis zu 300 MBit/s im 5G-Netz von Vodafone.
Netzbetreiber und Mobilfunkdiscounter haben in den letzten Monaten ihre Jahrespakete überarbeitet. Zahlreiche Jahrestarife verschiedener Anbieter beinhalten aktuell ein Inklusivvolumen von 240 GByte für einen einmaligen Preis von etwa 100 Euro. Hierzu gehören zum Beispiel die Tarife von der Deutschen Telekom, Congstar und Edeka Smart. Etwas mehr Datenvolumen bietet das Jahrespaket S von Aldi Talk mit 250 GByte für einmalig 99,99 Euro.
Apple bereitet offenbar einen Vorstoß ins Smart-Home-Segment vor. Laut einem Bericht von Bloomberg arbeitet der Konzern an einem neuen Hub-Gerät, einem überarbeiteten Apple TV und einem aktualisierten Homepod Mini. Alle drei Geräte sollen eng mit der kommenden Siri-KI verzahnt sein.
Das Apple TV und der Homepod Mini sollen im Herbst 2026 erscheinen, der Home-Hub könnte zwischen Oktober und Anfang kommenden Jahres folgen.
Die Apple-Aktie stieg am Dienstag im New Yorker Handel zeitweise um 1,8 Prozent auf 342,89 US-Dollar. Damit überschritt die Marktkapitalisierung des Konzerns erstmals kurzzeitig die Marke von 5 Billionen US-Dollar.
Ein direkter Zusammenhang mit den Produktplänen ist nicht bestätigt, der Zeitpunkt fällt aber mit wachsenden Erwartungen an neue KI-Produkte zusammen. Sollten die Geräte wie beschrieben erscheinen, würde sich Apple direkter mit Amazons Echo Show und Googles Nest Hub messen.
Im Zentrum der Pläne steht ein quadratischer Hub mit einer Bildschirmdiagonale von etwa 18 Zentimetern. Laut den Informationen läuft auf dem Gerät ein neues Betriebssystem, das auf TVOS aufbaut und optische Elemente aus WatchOS und iOS übernimmt, darunter ein Raster aus Icons und Widgets.
Zu den beschriebenen Funktionen zählen Videotelefonie über Facetime, die Überwachung des Zuhauses sowie eine Gegensprechanlage für Haushalte mit mehreren Apple-Geräten. Der Hub soll vernetzte Geräte wie Schlösser und Lautsprecher steuern und Fotos, Kalender und Musik verwalten.
Die wohl auffälligste Funktion ist die Gesichtserkennung. Der Hub erkennt, wer vor ihm steht, schätzt die Entfernung ein und passt die Anzeige an. So sollen Nutzer automatisch ihren eigenen Kalender, ihre Notizen und weitere persönliche Inhalte sehen.
Offenbar sind zwei Hardwarevarianten geplant. Die interne Bezeichnung J490 steht für ein Modell auf einem halbrunden Sockel, der an einen halbierten Homepod Mini erinnert. Die zweite Variante, J491, lässt sich per Magnet an der Wand befestigen. Apple rechnet dem Bericht zufolge damit, dass Haushalte mehr als ein Gerät kauften.
Das neue Apple TV und der Homepod Mini, intern J265 und B525 genannt, sollen äußerlich ihren aktuellen Modellen ähneln, aber mit schnelleren Prozessoren für die Siri-KI ausgestattet sein.
Darüber hinaus arbeitet Apple offenbar an einer höherwertigen Version des Hubs mit einem beweglichen Arm. Dieser soll den 9 Zoll großen Bildschirm während Videoanrufen automatisch Personen oder Objekten nachführen.
Zusätzlich befindet sich Berichten zufolge eine Überwachungskamera in Entwicklung, intern J450 genannt, die als Konkurrenzprodukt zu Amazons Ring-Reihe positioniert werden soll.
Qantas hat den längsten Nonstop-Flug abgeschlossen, der je von einem Verkehrsflugzeug geflogen wurde. Ein Airbus A350 der Fluggesellschaft startete in Melbourne, blieb 24 Stunden und 24 Minuten in der Luft und landete am Dienstag in Toulouse. Das teilte Airbus laut der Nachrichtenagentur Reuters mit.
Die Maschine legte rund 23.075 Kilometer zurück und überquerte dabei den Pazifik sowie den Atlantik, bevor sie auf dem Airbus-Werksgelände im Südwesten Frankreichs landete.
Der Flug ist Teil von Qantas' Project Sunrise, einem langjährigen Plan, mit einer modifizierten Version des A350 Nonstopverbindungen zwischen Australien und Städten wie London und New York einzuführen.
Das eingesetzte Flugzeug, ein A350-1000ULR, verfügt über einen zusätzlichen Treibstofftank für die erweiterte Reichweite. Airbus testet die Maschine Berichten zufolge seit Juni 2026 in einer zweimonatigen Kampagne. Der jüngste Flug gilt als einer der letzten großen Tests. Eine Woche zuvor war der Airbus bereits in etwas mehr als 19 Stunden von Toulouse über den Indischen Ozean nach Melbourne geflogen.
Der Flug am Dienstag übertraf den bisherigen Rekord für Verkehrsflugzeuge. Dieser lag bei 22 Stunden und 42 Minuten und wurde 2005 von einer Boeing 777-200LR zwischen Hongkong und London geflogen.
Laut Flightradar24 zählte der jüngste Flug auch zu den meistbeobachteten in der Geschichte des Trackingdienstes. Das Unternehmen erklärte, nur der Flug mit dem Sarg von Königin Elizabeth II. im Jahr 2022 sei von mehr Nutzern verfolgt worden.
Qantas bestellte zwölf der modifizierten A350-1000ULR. Das erste Flugzeug soll im April 2027 ausgeliefert werden. Es ist für rund 20.000 Liter Treibstoff und 238 Passagiere ausgelegt. Die Airline geht davon aus, ab Oktober 2027 täglich Nonstop-Flüge zwischen Sydney und London anzubieten.
(Bild: Artur Szczybylo/Shutterstock.com)
Die Load-Balancing- und Cluster-Managementlösung LoadMaster ist verwundbar. Die Entwickler haben nun Sicherheitslücken geschlossen.
Angreifer können an fünf Softwareschwachstellen in Progress LoadMaster, ECS Conenection Manager, Connection Manager und Multi-Tenant ansetzen und im schlimmsten Fall eigene Befehle ausführen.
Die Lücken sind im Sicherheitsbereich der Progress-Website aufgelistet [1]. Sie sind alle mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft (CVE-2026-59686, CVE-2026-59687, CVE-2026-59688, CVE-2026-59689, CVE-2026-59690). Bislang gibt es keine Hinweise, dass Angreifer die Schwachstellen bereits ausnutzen. Um Systeme vor möglichen Attacken zu schützen, müssen Admins die folgenden reparierten Versionen installieren:
Geschieht das nicht, können Angreifer unter anderem über das Managementinterface eigene Befehle ausführen und Instanzen so vollständig kompromittieren. Dafür müssen Angreifer aber bereits authentifiziert sein und über hohe Nutzerrechte verfügen. In einem weiteren Fall kann sich ein Angreifer mit niedrigen Nutzerrechten auf einem nicht näher ausgeführten Weg Root-Rechte verschaffen.
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Anthropic bewirbt Claude Cowork unter anderem für Rechtsteams.
(Bild: Anthropic)
Die Nutzung von KI-Agenten direkt auf dem Rechner kann Gefahren mit sich bringen. Das zeigt eine soeben entdecktes Sicherheitsloch in Claude Cowork für den Mac.
Das KI-Sicherheitsunternehmen Accomplish AI hat eine problematische Lücke im KI-Assistenten Claude Cowork [1] für macOS entdeckt. Damit ist es Angreifern möglich, über eigentlich nicht vertrauenswürdige Inhalte die virtuelle Maschine, die Cowork eigentlich verwendet, zu verlassen, um dann überall auf dem Mac Schreibrechte zu bekommen. Der Sandbox-Exploit sei durch Anthropics Designentscheidungen möglich, die interessanter seien als ein von den Sicherheitsforschern entdeckter Kernel-Bug, schreiben sie.
Der Fehler, der auf den Namen SharedRoot [2] getauft wurde, setzt sich auch über Limits hinweg, die der Nutzer gesetzt hat, etwa vorher festgelegte Ordner, die Claude Cowork [3] beschreiben darf. Neben dem Schreibvorgang sei es auch möglich, aus der VM heraus Dateien zu lesen – etwa SSH-Schlüssel und Cloud-Zugänge. Angreifern stünden alle Inhalte zur Verfügung, die der verwendete User-Account nutzen könne. Accomplish.ai lobte zunächst den Ansatz von Claude. Es handele sich um eine „echte VM“, der Nutzer der jeweiligen Session habe kaum Rechte, es gebe einen Seccomp-Filter und eine Brokered-Mount-Schicht.
Hauptproblem ist demnach, dass das Host-Dateisystem mit der VM im Read-Write-Modus geteilt wird. Mithilfe eines nachgeladenen Linux-Subsystems, in dem eine ungepatchte Lücke [4] steckt, ließ sich ein Guest-Root-Zugang herstellen. Der wiederum greift dann auf das echte Mac-Dateisystem zu.
Accomplish.ai schätzt, dass von dem Problem bis zu 500.000 macOS-Nutzer betroffen gewesen sein könnten. Es wurde allerdings nur indirekt behoben: Anthropic teilte mit, die Lücke sei zwar „informativ“, doch interne Änderungen machten sie nicht mehr ausnutzbar. Denn Claude Cowork bedient sich jetzt nicht mehr der Ausführung einer lokalen VM, sondern nutzt die sogenannte Cloud-Execution.
Damit ist der Sandbox-Escape nicht mehr nutzbar. Allerdings ist es immer noch möglich, den KI-Agenten lokal laufen zu lassen. Dies sollte man bis zu einem möglichen Fix unterlassen, außer man härtet seine eigene Konfiguration. Claude Cowork wird für diverse Zielgruppen außerhalb des Coding-Spektrums vermarktet, darunter Anwälte, Marketingleute oder Geschäftsentwickler.
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Am Juli-Patchday hat Microsoft eine AD-Lücke geschlossen, die Rechteausweitung ermöglicht. Nun warnt das Unternehmen vor PoC-Exploit.
Microsoft hatte am Juli-Patchday eine große Zahl an Softwareflicken [1] verteilt, unter anderem auch für Verwaltung mittels Active Directory. Für eine der Schwachstellen ist nun Proof-of-Concept-Exploit-Code im Netz aufgetaucht. Microsoft warnt vor dadurch wahrscheinlicher werdenden Angriffen und gibt Admins Ratschläge.
Microsofts Threat Intelligence hat in der Nacht die Warnung vor dem Proof-of-Concept-Exploit auf Bluesky [2] veröffentlicht. Bei der Schwachstelle „Certighost“ handelt es sich um eine Rechteausweitungslücke zu Admin in den Active Directory Certificate Services (AD CS), die Angreifer aus dem Netz ausnutzen können (CVE-2026-54121 [3], CVSS 8.8, Risiko „hoch“). Angemeldete Nutzer können Attribute von Maschinen-Konten manipulieren und ein Zertifikat der AD CS erhalten, mit dem eine Authentifizierung über „PKINIT“ möglich ist. Angreifer können sich als Domain-Controller ausgeben und als solchen authentifizieren und im Anschluss AD-Operationen ausführen, erklärt Microsoft [4].
Microsoft führt weiter aus, dass die nun erfolgte Veröffentlichung von Proof-of-Concept-Code [5] mit detaillierter Analyse der Schwachstelle [6] Angriffe deutlich wahrscheinlicher macht. Das Unternehmen empfiehlt Admins daher, mit erhöhter Priorität so schnell wie möglich die Updates vom Juli-Patchday zu installieren. Microsoft gibt an, Aktivitäten von IT-Sicherheitsforschern zum Test der Schwachstelle beobachtet zu haben, jedoch noch keinen aktiven Missbrauch durch bösartige Akteure bestätigen zu können.
Der Microsoft Defender erkennt die bösartigen Zertifikatsanfragen zu dieser Lücke und erzeugt Alarme, etwa „Potential Certighost (CVE-2026-54121) AD CS abuse“ sowie „Active Directory Certificate Services attack tool activity“. Es können auch weitere Fehlermeldungen in den Logs auftauchen, die nicht nur spezifisch für Certighost sind. Microsoft nennt Meldungen wie Erkennung von Sicherheitsprinzipalen (LDAP), verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit einem Tool zum Missbrauch der Active Directory-Zertifikatsdienste, verdächtige Kerberos-Ticket-Anfragen oder DCSync attack (Replication of Directory Services).
Microsoft führt aus, dass IT-Verantwortliche die Juli-Patches unbedingt auf alle Server mit Enterprise Certification Authority (CA) aufspielen sollen. Das liefere den Schutz, indem das Ziel von Registrierungsanfragen geprüft wird, bevor die CA damit Kontakt aufnimmt und dadurch das Ausstellen manipulierter Zertifikate unterbindet, erklären Microsofts Mitarbeiter weiter.
Wer die Updates noch nicht anwenden kann, solle zumindest die Audit-Logs „Enable Certification Services auditing“ sowohl für erfolgreiche als auch fehlgeschlagene Operationen aktivieren, raten Microsofts IT-Mitarbeiter. Die Audit-Filter-Konfiguration soll Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Zertifikats-Lebenszyklus erfassen. Die Sicherheitsereignisse 4886 und 4887 weisen auf anormale Zertifikatsanfragen und -ausgaben hin. Zertifikate, die über Machine-Templates angefordert wurden und die unerwartet Domain-Controller-Identitätsinformationen enthalten, sollten Admins ebenfalls genauer unter die Lupe nehmen.
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(Bild: Hooded Horse)
Im Aufbaustrategiespiel „Corsair Cove“ von Limbic Entertainment müssen Spieler ein Piratenimperium aufbauen. Wir haben das Spiel angespielt.
Der Juli ist Piratenmonat. Nach dem gelungenen Remake des Piraten-Action-Abenteuers „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ [1] dürfen sich nun Fans von Aufbaustrategiespielen ins wilde Piratenleben stürzen. Statt Action und Abenteuer erwartet Spieler in „Corsair Cove“ aber komplexe Städteplanung und cleveres Warenmanagement.
Da liegen wir nun am Strand. Von der Piratenanführerin betrogen, haben wir uns auf die einsame Insel gerettet und müssen jetzt unser eigenes kleines Piratenimperium aufbauen. Wir brauchen Hütten für unsere Piraten, ein Lagerfeuer zum Essen und irgendwann auch neue Schiffe, um die Meere zu erkunden. Dublonen und Rohstoffe sind lebensnotwendig, denn unsere Erzfeindin wird uns keine lange Ruhepause gönnen.

„Corsair Cove“ ist ein Spiel der Details. Alles hängt zusammen, jeder Warenkreislauf muss auf den schnellsten Wegen laufen. Das Besondere: Wo Spieler bei der Konkurrenz von „Anno“ meist nur auf dem Boden bauen, errichten die Piraten ihre Gebäude auch auf den steilen Hängen der kleinen Inseln. Leitern und kleine Klippenpfade sorgen für reibungslose Transportwege. Über 130 Gebäude stehen im Laufe des Spiels zur Verfügung.
Wer sich am Ende als König auf den Piratenthron setzen will, muss sogenannte Prinzipien-Quests erfüllen. Sie geben so etwas wie die Story und den Spielstil vor. Wählen die Spieler den Weg des „Imperiums“, müssen sie in einer Questreihe ihre Städte ausbauen, wählen sie den Weg des „Reichtums“, sollten am Ende die meisten Dublonen in ihrer Schatztruhe liegen. Ähnliches gilt für die Prinzipien der „Seefahrt“ oder des „Ruhms“.
Das geht langsam los. Die ersten Missionen lotsen die Spieler durch die Grundlagen. Erst einmal das Wrack ausschlachten, dann den Wald roden und ein paar Hütten bauen. Langsam wird die kleine Siedlung zu einem typischen Piratenunterschlupf mit Lagerfeuer, Taverne und Schnapsbrennerei. Schon bald können die Spieler einen Pier bauen und mit selbstgebauten Schiffen in See stechen. Dann müssen die Piraten Waren schmuggeln, Konkurrenten jagen oder einfach die Welt kartografieren.
Der „Kompass“ dient als eine Art Fertigkeitenbaum. Aufgeteilt in die einzelnen Prinzipien schaltet er neue Gebäude frei oder erhöht die Effektivität der Arbeiter. Eine „Spielhölle“ verstärkt die Produktion und auf einem „Großen Markt“ werden Waren getauscht. Jeder Weg bietet Vor- und Nachteile, wirkte aber bei unseren Anspielstunden nicht ungewöhnlich oder originell. Genrefans werden sich hier sofort zu Hause fühlen.
Der Siedlungsbau auf der kleinen Insel erfordert von den Spielern Eingewöhnungszeit. Bis der Kanonenturm mit Munition versorgt ist oder das erste Schiff vom Pier läuft, sollten sich die Spieler erst einmal mit der unübersichtlichen Karte herumplagen. Wo die Konkurrenz scheinbar endlos Platz bietet, konzentriert sich die Städteplanung auf eine kleine Insel. Es ist nicht immer zu erkennen, welche Gebäude miteinander verbunden werden können. Ständig wird die Kamera justiert, um sich Überblick zu verschaffen.
Die Expeditionen über das Meer laufen geradliniger ab. Nachdem die Spieler einen von mehreren Kapitänen ausgewählt und in der Taverne die Mannschaft rekrutiert haben, geht es per Mausklick ans Ziel. In der Regel endet das mit einer Seeschlacht, die rundenweise über Würfel und Karten ausgetragen wird. Manchmal müssen die Piraten einfach den Gegner besiegen, manchmal sich auch nur davonschleichen. Anfangs ist das noch simpel. Später können die Spieler ihre Schiffe verbessern oder gleich stärkere Schiffe kaufen, um neue Spielmöglichkeiten freizuschalten.
Abseits der Prinzipienquests gibt es noch den Modus „Freies Spiel“ in dem sich die Spieler auf mageren drei Inseln austoben dürfen. Diese boten zwar unterschiedliche Herausforderungen, sahen sich aber visuell sehr ähnlich. Bis jetzt ist „Corsair Cove“ eine klassische Einzelspielererfahrung. Das macht das Piratenabenteuer fast schon zu einer puristischen Aufbaustrategieerfahrung, die das Genre bis auf wenige Details nicht neu erfindet. Auf Steam können sich Fans eine kostenlose Demo herunterladen, um in das gar nicht so feucht-fröhliche Piratenleben hineinzuschnuppern.
So ein Piratenleben kann ganz schön anstrengend sein. In „Corsair Cove“ werden schon kleine Details zum Verhängnis. Irgendwo einen Weg vergessen, die Träger nicht rechtzeitig beauftragt oder einfach vergessen, Essen zu kochen? Plötzlich stockt dann der Warenkreislauf, und die Piraten fangen an zu meutern. Das Spiel verzeiht wenig, wird deshalb aber Genrekenner angenehm fordern.
Die müssen sich aber trotzdem zuerst an die Steuerung gewöhnen. Es ist nämlich gar nicht so leicht, sich auf den kleinen Inseln zurechtzufinden. Die an sich clevere Idee, den Bau in die Vertikale zu verlagern, sorgt für Unübersichtlichkeit. Dazu kommen dann noch komplexes Städtemanagement und Würfel-Glück auf See. „Corsair Cove“ ist ein Rohdiamant, der Einarbeitungszeit, Geduld und nicht zuletzt ein paar Updates erfordert, um das Piratenleben zu genießen.
„Corsair Cove“ erscheint am 31. Juli für Windows. Der Preis stand zum Zeitpunkt des Artikels noch nicht fest. Auf Steam gibt es eine kostenlose Demo. Es ist im PC Game Pass von Microsoft enthalten. USK nicht geprüft.
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