Ohne Strom bleibt auch die Heizung ohne Funktion, obwohl das Gas meist weiter fließt. Es gibt eine Lösung, aber nicht mit jeder Stromquelle.
Alles dunkel, aber in einigen Fenstern geht auch bei Stromausfall das Licht nicht komplett aus.Bild:
Reuters/Lisi Niesner
Als am 3. Januar 2026 in Berlin eine Kabelbrücke brennt, kommen zahlreiche unglückliche Umstände zusammen: Die Stromverbindung ließ sich nicht überbrücken, musste aufwendig ersetzt werden und der Winter zeigte sich zudem von seiner kälteren Seite.
Es wurde der längste Stromausfall in Berlin seit 80 Jahren mit knapp 100.000 betroffenen Menschen, die nicht nur kein Licht, sondern meist auch keine Heizung hatten – abgesehen zum Beispiel von einigen Glücklichen, deren alter Gasherd noch ohne Strom funktionierte.
Denn die Gasversorgung erfolgt über ein anderes Netz und das blieb während des Stromausfalls in Berlin in Funktion. Also hätte eigentlich auch die moderne Gasheizung weiter betrieben werden können, hätte sie Strom bekommen.
Der Elektriker sollte es wissen
Die meisten Forendiskussionen zu dem Thema verlaufen so:
"Das geht." "Das geht nicht." "Das geht, ich bin Elektriker." "Frag am besten einen Elektriker!"
Also: Anruf bei Elektro Böttger aus Burgstädt bei Chemnitz. Hier fällt die Antwort kurz und eindeutig aus. Selbstverständlich könnte man die Gasheizung auch über eine separate Stromquelle betreiben. Dafür müsste sie lediglich über eine Notstromfunktion verfügen. Das sei in der Regel dann der Fall, wenn sie auch über einen separaten Stromstecker verfügt.
Richtige Elektronik entscheidet
Ganz ohne Risiko bleibe dieser Umweg aber nicht. Die Platine in der Gasheizung reagiert auch bei Schwankungen im normalen Stromnetz empfindlich. Geht sie kaputt, dürfte allein das Ersatzteil 500 Euro kosten und die Heizung bleibt länger außer Betrieb, als ein eventueller Stromausfall andauert.
Hinzu käme, dass der Gasfluss ebenfalls von der korrekten Stromzufuhr abhängt. Nur bei der richtigen Frequenz arbeite das System so zusammen, dass es auch mit einer externen Stromquelle weiter heizen kann.
Finger weg von Notstromaggregaten
Genau diese präzise Stromversorgung könne zum Beispiel ein typisches Notstromaggregat mit Dieselmotor gar nicht leisten. Eine Powerbank mit Wechselrichter dagegen besäße nicht nur die passende Elektronik, um die Frequenz jederzeit stabil zu halten. Sie liefert in der Regel auch aus dem Stand die entsprechend hohe Leistung, um eine Gasheizung jederzeit versorgen zu können.
Wie lang das funktioniert, hängt von der Größe der Heizung und der Powerstation ab. Mit mehr als 1 Kilowattstunde am Tag sollte man planen, bei Einfamilienhäusern noch mehr.
Ein wichtiger Ratschlag fehlt noch: Am besten vorher den Elektriker fragen.
Switches von Cisco starten sich alle paar Minuten neu und beeinträchtigen damit Unternehmensnetze. Verzweifelte Admins suchen online nach Hilfe.
Wenn die Switches ständig neu starten, geht im Netzwerk nicht mehr viel.Bild:
pixabay.com / frabre
Zahlreiche Kunden des Netzwerkausrüsters Cisco haben offenbar derzeit Probleme mit mehreren Switch-Modellen des Herstellers. Wie Bleeping Computer unter Verweis auf Beschwerden auf Reddit und in der Cisco Community berichtet, werden betroffene Geräte unerwartet in eine Bootschleife versetzt und protokollieren wiederholt schwerwiegende DNS-Fehler bei dem Versuch, die Domain www.cisco.com aufzulösen.
Ein betroffener Admin schreibt etwa auf Reddit , die Cisco-Switches des Typs SG550X, die in seinem Unternehmen im Einsatz seien, starteten sich alle paar Minuten neu. "Das ist natürlich ziemlich störend, und ich werde den Betrieb so nicht lange aufrechterhalten können" , erklärt er weiter. Ein Blick in die Kommentare zeigt, dass viele andere Admins das gleiche Problem haben.
Den Beschwerden zufolge sind neben den SG550X mindestens auch noch die Switch-Modellreihen Cisco CBS250, CBS350, Catalyst C1200, SG350 und SG350X betroffen. Das Fehlverhalten scheint überall in etwa zur gleichen Zeit begonnen zu haben. Die genaue Ursache ist jedoch noch unklar. Bleeping Computer nimmt an, dass es sich um einen Firmware-Bug im internen DNS-Client der Geräte handeln könnte.
Mögliche Workarounds
Cisco scheint sich bisher noch nicht offiziell zu dem Problemen geäußert zu haben. Ein betroffener Kunde soll allerdings vom Support die Information erhalten haben, dass der Fehler dem Hersteller bekannt sei und verschiedene Switch-Modelle betreffe. Es ist also davon auszugehen, dass Cisco das Problem bereits untersucht und in Kürze eine Lösung bereitstellt.
Bis dahin können sich Administratoren aber womöglich auch anderweitig behelfen. Einige Betroffene berichten, die Deaktivierung von SNTP und der DNS-Auflösung habe die wiederholten Neustarts gestoppt – eine Maßnahme, die aber wohl nicht bei allen Switches erfolgreich war. Andere hatten dafür Erfolg durch das Blockieren des ausgehenden Traffics von der Verwaltungsschnittstelle betroffener Geräte durch eine Firewall.
Ins neue Jahr starten wir mit einem Katergefühl, das nichts mit der Silvesterparty zu tun hat. Hinter uns liegt ein Epochenwechsel, vor uns eine völlig veränderte Welt.
Sonnenaufgang über der ErdeBild:
NASA/Jasmin Moghbeli
Hatten Sie an Neujahr auch das Gefühl, in einer Welt aufzuwachen, die ganz anders ist als zwölf Monate zuvor? Sie meinen, das erleben wir jedes Jahr? Stimmt. Aber seit dem 1. Januar 2025 hat sich mehr und Grundlegenderes verändert als in anderen Jahren – und als wir erwartet haben.
Wir wussten zwar, dass Donald Trump neuer Präsident der USA werden, aber nicht, wie korrupt und disruptiv er seine Herrschaft ausüben würde. Wir ahnten nicht, dass er mit Venezuela einen souveränen Staat überfallen und dessen Staatspräsidenten entführen würde. Auch nicht, dass er damit drohen würde, Grönland militärisch einzunehmen. Vor einem Jahr war noch kaum vorstellbar, wie schnell in Europa die Bereitschaft entstehen würde, aufzurüsten, um sich gegen Russland verteidigen zu können.
Künstliche Intelligenz war noch ein Hoffnungsträger, der eine glorreiche Zukunft versprach. Heute ist sie das flaue Gefühl im Magen von Anlegern. Die Bundestagswahlen standen uns noch bevor. CDU und CSU galten vielen noch als Partei der Wirtschaftskompetenz. Diese Hoffnung wurde enttäuscht. Die Union hat ihre Reformversprechen nicht erfüllt. Deshalb stehen Alice und ihr Gefolge nun ante portas: Die AfD hat bessere Chancen, aus den nächsten Wahlen als stärkste Partei hervorzugehen, als jemals zuvor.
Kleptokraten übernehmen das Weiße Haus
Doch fassen wir mal zusammen, was seit dem 1. Januar 2025 genau passiert ist. Am 20. Januar wird in Washington eine Person Präsident der Vereinigten Staaten, die wegen Finanzbetrugs und Verleumdung verurteilt wurde. In Deutschland sind das Straftaten.
Trump umgibt sich zudem mit Beratern und einem Vizepräsidenten, die wohl Peter Thiel mit ins Weiße Haus gebracht hat . Die Unternehmerlegende finanzierte Trump in seinem Wahlkampf 2016 und ist heute Berater für künstliche Intelligenz und Kryptowährungen im Weißen Haus. Thiel stellt alles infrage, worauf sich Europa und die USA seit der Aufklärung in Fragen des sozialen und politischen Zusammenlebens geeinigt hatten.
Widerspruch zwischen Anspruch und Realität
Bereits wenige Tage nach Amtsantritt der neuen Regierung gab Thiels Adlatus JD Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz (PDF) einem schockierten Publikum zu verstehen, dass Hassrede, Sexismus, Rassismus und die Verächtlichmachung politischer Gegner in den USA durch das Grundrecht der Redefreiheit geschützt würden.
Da Europa diese "Werte" nicht teile, würden seine Regierungen "demokratische Prozesse untergraben" . Da sie "die Opposition unterdrücken" , bestehe hierzulande die Gefahr einer "Auslöschung der Zivilisation" , legten Trump und seine Freunde in ihrer Anfang Dezember 2025 vorgestellten neuen Nationalen Sicherheitsstrategie (PDF) nach.
Für jemanden, der wie Donald Trump als Wertmaßstab nur den eigenen Profit kennt und einst mit Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befreundet war , sind das große Worte. Über den Widerspruch zwischen Trumps Anspruch und der Realität, in der er lebt, ließe sich noch hinwegsehen.
USA wollen "westliche Identität wiederherstellen"
Was wirklich ein nie gekanntes Unwohlsein auslöst, ist die Tatsache, dass US-Milliardäre in dieser Sicherheitsstrategie damit drohen, sich in die inneren Angelegenheiten Europas einzumischen, um "patriotische Parteien" zu unterstützen und den alten Kontinent ihren Interessen entsprechend zu gestalten. Die USA würden sich künftig engagieren, um die "westliche Identität" Europas wiederherzustellen, versprechen der US-Präsident und seine Vertrauten.
Doch warum veröffentlichte Trump seine Sicherheitsstrategie ausgerechnet, als die Verhandlungen seines Sonderbeauftragten Steve Witkoff mit Wladimir Putin über einen Frieden in der Ukraine Anfang Dezember ins Stocken gerieten? Bereiten die USA damit den Tag vor, an dem sie Europa den Beistand, den sie ihren Nato-Partnern schulden, in einem zukünftigen Konflikt mit Russland verweigern werden?
In der Politik bestimmt das Sagbare das Machbare. Wenn Trump und seine Oligarchen feststellen, "dass spätestens innerhalb weniger Jahrzehnte bestimmte Nato-Mitglieder mehrheitlich nicht europäisch sein werden" , weil ihre von den USA definierten "Werte" und damit ihre "europäische Zivilisation" erloschen sein werden, wenn sie Europa "Technologiediebstahl, Cyberspionage und andere feindliche Wirtschaftspraktiken" vorwerfen, dann können sie diese Partner eines Tages auch ohne Gesichtsverlust fallen lassen.
"Dieses Papier gibt Europa an Russland preis"
Denn das "feindliche" und "undemokratische" Europa hätte den Beistand des Mutterlands der Demokratie dann in dessen Logik ja nicht mehr verdient. Bereiten Trump und seine Oligarchen dieses Narrativ derzeit vor? Der ehemalige Chef der US-Streitkräfte in Europa, Ben Hodges, meint: Ja! "Dieses Papier gibt Europa an Russland preis" , erklärte Hodges im ZDF .
Wenn es das ist, was Trump mit seiner Sicherheitsstrategie vorbereitet, macht das Angst. Es bricht grundlegend mit der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs etablierten Weltordnung. Weil diese lange Jahre auf einem Gleichgewicht zwischen den Mächten beruhte und von diesen lange Zeit keine uns nahestehenden Länder angriff, fühlten wir uns in dieser Welt sicher.
Im vergangenen Jahr haben wir nicht nur diese Sicherheit verloren. Auch eine derart herablassende Willkür, wie jene, mit der der US-Präsident und seine Freunde die alte Ordnung für tot erklärten, haben wir vor 2025 noch nicht erlebt.
Zugleich arbeiten Trump, Thiel und ihre Freunde im eigenen Land mit Nachdruck daran, die Demokratie so weit zu schwächen, wie irgend möglich. Wer das medial verfolgt, stellt sich die berechtigte Frage, ob die USA jemals wieder zu einem belastbaren und zuverlässigen Partner für Europa werden. Diese Sorge hatten wir vor 2025 noch nicht.
Unter anderem drangsaliert und verfolgt Trumps Justizministerin Pam Bondi politische Gegner und Journalisten . Die US-Regierung verweist ausländische Studenten des Landes und versucht, die Freiheit der Lehre und der Wissenschaft an US-Universitäten einzuschränken. In von Demokraten regierten Städten wie Chicago, Los Angeles oder Washington D.C. lässt Trump die Nationalgarde aufmarschieren. Sie ist eine Reserveeinheit der US-Streitkräfte.
Deren Generälen und höchsten Offizieren befahl Verteidigungsminister Pete Hegseth Ende September , in den Städten der Vereinigten Staaten den Kampf gegen den "Feind im Inneren" zu trainieren. Zugleich ließ er erkennen, dass sich sein Ministerium künftig nicht mehr an das humanitäre internationale Völkerrecht in bewaffneten Konflikten gebunden sehen könnte. An dieses hielten sich die Vereinigten Staaten seit 80 Jahren.
In der Außenpolitik wiederum schließt Trump Freundschaften mit autokratischen Herrschern. Damit kehrte 2025 eine Menschenverachtung im Oval Office ein, wie wir sie bislang nicht kannten. Vor laufenden Fernsehkameras erklärt der Präsident der Vereinigten Staaten, dass Morde wie der am Journalisten Kamal Khashoggi "nun mal passieren" . Der Mitarbeiter der Washington Post war im Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul ermordet worden.
Trump hofiert Rechtspopulisten, Autokraten und religiöse Fanatiker immer, wenn das ihm und seiner Familie wirtschaftliche Vorteile bringt. In Saudi-Arabien machen der Präsident und sein Clan seit Jahren lukrative Immobilien-, Lizenz- und Kapitalbeteiligungsgeschäfte .
Grönland als Teil der USA?
Einen weiteren außenpolitischen Grundsatz trägt der 79-Jährige auf seiner roten Baseballkappe für alle lesbar vor sich her: Make America Great Again (Maga). Um diesen Anspruch umzusetzen, deutete er an, die Vereinigten Staaten könnten Kanada und Dänemark angreifen. Immerhin lagern auf dem zu Dänemark gehörenden Grönland große, noch weitgehend unerschlossene Rohstoffvorkommen. Diese könnten die USA gut für ihre Rüstungsindustrie brauchen.
Selbst wenn Trump die Drohung, Grönland militärisch einzunehmen , nicht ernst meint: Die territoriale Integrität der Nato-Partner hat Washington noch nie, auch nicht nur als theoretische Möglichkeit, zur Disposition gestellt. Dass ein US-Präsident Alliierten mit der vollständigen oder teilweisen Annexion ihres Territoriums droht, haben wir 2025 zum ersten Mal erlebt.
Die Außenpolitik ist auch das Feld, auf dem sich Trump selbst ein Denkmal setzen will. Da er unbedingt mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet werden möchte, versuchte er sich 2025 darin, mehrere Friedensvereinbarungen auszuhandeln. Doch als Peacemaker scheitert der selbst ernannte Dealmaker.
Den am 9. Oktober vereinbarten und von Trump organisierten sogenannten Friedensplan für Gaza brach die israelische Regierung erstmals bereits nach nur drei Tagen . Das ist traurig, denn die Not in Gaza ist für sehr viele Menschen unerträglich.
Das gilt auch für die Ukraine. Und das war zugegeben auch 2024 schon so – sowohl in Gaza wie in der Ukraine. Je länger die Kriege in beiden Staaten andauern, desto mehr leiden wir beim Blick auf die Zerstörung in der Ukraine und in Gaza sowie das alltägliche Leiden der Menschen dort. Die Hilflosigkeit, die wir dabei empfinden, erschöpft uns jedes Jahr mehr.
Zugleich blickten wir 2025 resigniert nach Washington, Berlin, Lausanne und Mar-a-Lago in der Hoffnung, dass sich Trumps außenpolitisches Totalversagen in Gaza bei seinem Bemühen, Russland zu einem Friedensschluss mit der Ukraine zu bewegen, nicht wiederholt. Der US-Präsident ließ dazu zunächst seinen Sonderbeauftragten Steve Witkoff Anfang Dezember nach Moskau fliegen.
Sollte der Freund Putins ihm dabei die 37 Millionen ukrainischen Bürgerinnen und Bürger auf dem Silbertablett servieren? Sein erster, 28 Punkte umfassender "Friedensplan" ließ das Schlimmste befürchten. Doch das war Putin nicht genug.
Europa ergriff die Chance und brachte sich unter deutscher Führung intensiv in die Ausarbeitung einer Verhandlungsgrundlage ein, mit der auch die Ukraine sowie die europäischen Nato-Staaten leben können. Der EU missfiel am ursprünglichen Friedensplan vor allem die Forderung der USA, 100 Milliarden Euro aus den in Europa eingefrorenen russischen Vermögen in einen Fonds für den Wiederaufbau der Ukraine zu überführen.
Korruption als "neue Norm in der Geopolitik"
Die Hälfte der Gewinne aus Projekten, die mit diesem Geld finanziert werden sollten, wollte Trump in die USA abführen. Profitiert hätten davon voraussichtlich vor allem seine Familie und die Milliardärsfreunde des Präsidenten. Daraus wurde bislang zwar nichts.
Der Vorschlag steht zudem stellvertretend für Trumps Moral – einer Mischung aus Selbstgefälligkeit und dem vollkommenen Mangel an Respekt vor anderen und ihren legitimen Interessen. Sie ruft bei uns jedes Mal ein Gefühl des Gruselns hervor, wenn der US-Präsident der Weltöffentlichkeit seine Vorstellungen in seiner infantilen Diktion präsentiert.
Mischung aus Fremdschämen, Fassungslosigkeit und Wut
Dieses Gemisch aus Fremdschämen, Fassungslosigkeit und Wut kannte ich beim Blick in die Tageszeitung oder während der Abendnachrichten bis zum Januar 2025 nicht. Ich kann mich daran nicht mal aus Trumps erster Amtszeit erinnern.
Der Schulterschluss der Vereinigten Staaten mit Russland im Dezember 2025 ist zugleich die wohl tiefgreifendste Veränderung der Weltordnung seit 1945. Dazu kam es, nachdem Donald Trump gerade mal zehn Monate im Amt war. Ganz zu schweigen von Trumps jüngster Operation: dem völkerrechtswidrigen Angriff auf Venezuela und die gewaltsame Gefangennahme seines Staatspräsidenten.
Wen wundert es, wenn uns das am Neujahrsmorgen Kopfschmerzen bereitet und wir uns fragen: Was kommt da noch auf uns zu?
Europa stand diesem Zusammenbruch der internationalen Ordnung 2025 zunächst fassungslos gegenüber. Dann raufte sich der alte Kontinent zusammen, übernahm Verantwortung für die eigene Sicherheit und steigerte seine Rüstungsausgaben. Auch das gab es in Europa lange nicht mehr.
Zugleich machte sich in europäischen Hauptstädten ein Gefühl breit, dem sich Regierungen dort ebenfalls lange nicht mehr stellen wollten – das Gefühl der Ohnmacht. Solange die USA für Europas Sicherheit bürgten, konnten sich Politiker in Berlin, Paris, Brüssel, Rom oder Warschau einreden, handlungsfähig zu sein.
Doch Trump lässt seine europäischen Partner kontinuierlich darüber im Unklaren, ob er sich noch an die Beistandsgarantie des Artikels 5 des Nordatlantikvertrags gebunden fühlt oder ob er seine Verbündeten wie ein Bully auf dem Schulhof opfert, wenn ihm das besser in seine Pläne passen sollte.
Handlungsfähig war Europa außerdem nur, solange seine Exporte von einer regelbasierten, globalen Handelsordnung profitierten und billiges Gas aus Russland sowie IT und Software aus den Vereinigten Staaten die Volkswirtschaften der EU-Staaten zuverlässig befeuerten. Nichts davon ist heute mehr garantiert. Manches gibt es schon gar nicht mehr.
Die Handelsordnung hat Trump durch seine Zollpolitik schwerstens beschädigt. Ihre Dominanz bei IT-Infrastrukturen, digitalen Dienstleistungen und Software nutzen die USA heute, um die "Werte" der Camarilla im Weißen Haus durchzusetzen. Weil ihnen der vom Internationalen Strafgerichtshof gegen Israels Präsident Benjamin Netanjahu erlassene internationale Haftbefehl nicht gefällt, sperrten die Vereinigten Staaten beispielsweise vier Richtern und Anklägern des Gerichts in Den Haag ihre Outlook- und Paypal-Konten sowie Kreditkarten von Finanzdienstleistern wie Visa und Mastercard . Die sanktionierten Personen können bei Amazon nicht einmal mehr Bücher bestellen oder bei Airbnb und Expedia Unterkünfte und Flüge buchen.
Doch statt dagegen entschlossen einzuschreiten, ließ sich Brüssel 2025 dazu erpressen, die Digitalgesetze der EU mit einem sogenannten Omnibus-Gesetz an die Vorstellung von Trumps Unternehmerbuddys aus dem Silicon Valley anzupassen. Den Entwurf dafür legte die Kommission am 19. November vor. Wenige Tage zuvor hatte US-Handelsmilliardär Howard Lutnick die EU-Kommission besucht und ihr erklärt, er werde weitere Zölle auf den Import von europäischem Stahl und Autos in die USA erheben , wenn die Staatengemeinschaft ihren Digital Markets und den Digital Services Act (DSA) nicht den Vorstellungen der Vereinigten Staaten entsprechend überarbeite.
Ja, die EU verhängte wegen eines Verstoßes gegen den DSA auch eine Strafe in Höhe von 120 Millionen Euro gegen Elon Musks Plattform X und eröffnete ein Verfahren auf Grundlage ihres Wettbewerbsrechts gegen Google. Dennoch hat sie ihre Fahne in der Gesetzgebung selten zuvor derart offensichtlich vor Erpressung aus dem Ausland gestrichen – wenn überhaupt jemals.
Die Ohnmacht Europas entsteht auch, weil europäische Regierungen zunehmend auf Druck in ihren jeweiligen Gesellschaften reagieren müssen und nicht mehr wissen, wie sie das erreichen sollen. Die ältere Generation und die Babyboomer machen in allen Ländern Europas einen immer größeren Anteil an der Bevölkerung aus. Renten lassen sich daher nicht mehr vollständig aus Sozialversicherungsbeiträgen der erwerbstätigen jüngeren Generationen finanzieren. Die Staaten müssen oft Milliarden Euro zuschießen.
Das schränkt ihre Fähigkeit ein, die neuen Notwendigkeiten in der Geo- und Sicherheitspolitik sowie den Kampf gegen den Klimawandel und den Aufbau digitaler Souveränität zu finanzieren. Dieses Problem war noch nie so drängend wie heute. Denn auch der Anteil der Älteren an den Gesellschaften und damit ihre Macht als größter Wählerblock, Politik und öffentliche Ausgaben für sich zu vereinnahmen, war noch nie so groß wie 2025.
In Deutschland trifft diese Entwicklung seit Anfang vergangenen Jahres auf eine Bundesregierung, die so wenig geopolitische Intelligenz, wirtschaftliche Kompetenz und Haushaltsdisziplin hat, wie lange kein Kabinett mehr vor ihr. So will Innenminister Alexander Dobrindt Überwachungssoftware von Peter Thiels Unternehmen Palantir kaufen .
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche verkauft die Deutschen derweil – wie ein Dealer Abhängige an Drogenbarone – an Autokraten, deren Länder Gas fördern. Um Deckungslücken bei der Versorgung mit von erneuerbaren Energien erzeugtem Strom zu schließen, baut sie Gaskraftwerke . Sobald Norwegen, Belgien und die Niederlande kein Gas mehr über Pipelines liefern können, kann Reiche die Turbinen aber nur noch mit russischem oder Flüssiggas betreiben.
Ersteres scheidet nach heutigem Stand aus. Letzteres kommt zu 90 Prozent aus den USA . Beide Unionspolitiker machen Deutschland daher durch ihre Entscheidungen abhängig und erpressbar.
Doch es kam 2025 noch schlimmer: Mit dem Versprechen, umfangreiche Investitionen in Straßen und Schienenwege, die Bildung, Energienetze und die Modernisierung der Verwaltung zu finanzieren, ließen sich CDU, CSU und SPD vom Bundestag noch während der Koalitionsverhandlungen im März die Aufnahme von 500 Milliarden Euro neuer Schulden genehmigen. Sie sollten in ein "Sondervermögen" fließen.
Seit Ende November steht nun der Bundeshaushalt für 2026. Von den großen Versprechungen alles verändernder Investitionen in die Modernisierung der Bundesrepublik findet sich darin nichts mehr. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berechnete vielmehr (PDF) , dass nicht mal jeder zweite Euro aus dem Sondervermögen für Verkehr und Infrastruktur 2026 in zusätzliche Investitionen fließt . Einen derartigen "Etikettenschwindel" im Umgang mit dem von uns erarbeiteten Geld gab es in der Geschichte der Bundesrepublik schon so lange nicht mehr, so dass wir damit 2025 zumindest gefühlt etwas Neues erlebt haben.
Doch ist Politikversagen wirklich etwas Neues? Nein. Neu ist aber, dass deswegen noch nie so wenige Deutsche Vertrauen in den Staat hatten wie derzeit. Nur noch ein Drittel der Bundesbürgerinnen und -bürger gab im Egovernment-Monitor der Initiative D21 im vergangenen Jahr an (PDF) , dass er oder sie noch an die Leistungsfähigkeit der Bundesrepublik und ihrer Bundesländer glaube. Vor drei Jahren waren es unter der von Olaf Scholz geführten Regierung immerhin noch vier von zehn Deutschen. Schlechte Politik macht also etwas mit uns – und wenn sie uns am Neujahrsmorgen nur einen Kater verpasst, der mit der vorangegangenen Nacht nichts zu tun hat.
Der Schmerz ist dabei so groß, dass Menschen bereit sind, Dinge zu tun, an denen sie nicht wirklich ein Interesse haben können. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, bekäme die AfD fast genauso viele Stimmen wie CDU und CSU. Das zeigen aktuell die Antworten auf die von Infratest Dimap und der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF beziehungsweise die ARD gestellten Sonntagsfrage.
Vor einem Jahr war das noch nicht so. Im Herbst und Winter 2024/25 gingen in ganz Deutschland Zehntausende auf die Straße, um gegen das Gewölle aus Rechtsextremisten, Verschwörungstheoretikern, Verfassungs- und Europafeinden, Faschisten und Neonazis zu demonstrieren. Am Abend der Bundestagswahl freuten sie sich, dass sie Schlimmeres verhindert hatten. Die AfD bekam fast acht Prozentpunkte weniger Wählerstimmen als die Union. Dass der demokratieschützende Puffer binnen nicht mal eines Jahres dahinschmelzen würde, hatten wir damals nicht erwartet.
Doch ein knappes Jahr nach der Wahl verschluckte sich AfD-Chefin Alice Weidel fast an ihrer selbstgefälligen Häme, als sie in der Haushaltsdebatte im Bundestag erklärte, ihre Partei sei die einzige Partei, die sowohl offene Kanäle nach Washington als auch nach Moskau habe, sie mithin sowohl Freundin des Finanzbetrügers und Verleumders Donald Trump wie auch Wladimir Putins sei, gegen den der Internationale Strafgerichtshof 2023 einen Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen und der Verschleppung ukrainischer Kinder nach Russland erließ.
Zu sagen, das sei nicht neu, verkennt die Situation. Denn wer vor einem Jahr gegen derartigen Zynismus demonstriert hat, steht nun nicht wieder da, wo er oder sie zwölf Monate zuvor stand. Die Gefahr für die Demokratie in Deutschland ist 2025 größer geworden. Das mag nur einen Trend fortgesetzt haben, der schon seit langem anhält. Trotzdem fühlen sich Demokraten seinetwegen an jedem Neujahrsmorgen schlechter als zu Beginn des vorangegangenen Jahres.
Vermeintlich einfache Antworten
Andere europäische Staaten haben übrigens die gleichen Probleme. Nur das Ausmaß variiert. In Frankreich führten ausufernde Wahlgeschenke und Sozialausgaben zu einer Haushaltsverschuldung, die Politiker nicht mehr in den Griff bekommen. Mit Sébastien Lecornu amtiert dort inzwischen der vierte Premierminister, seit Präsident Emmanuel Macron im August 2024 das Parlament aufgelöst hat.
Die Lage ist so verfahren, dass der Rechtsradikale Jordan Bardella in den 2027 anstehenden Präsidentschaftswahlen Macrons Amt erobern könnte. In Großbritannien steht zu befürchten, dass der Rechtspopulist und Anstifter zum Brexit, Nigel Farage, demnächst Premierminister wird. In Ungarn, der Slowakei, der Tschechischen Republik und Italien haben Putin-Versteher und Freunde Trumps die Regierungsgeschäfte schon lange übernommen oder taten es 2025.
Russlands Trolle in den sozialen Medien und die Faszination für Trumps Maga-Movement haben noch nie so viele Menschen davon überzeugt, dass sich Probleme mit vermeintlich einfachen Antworten lösen lassen, wie zu Beginn dieses neuen Jahres.
Das nächste Mal stehen wir allein im Regen
Das sind keine guten Ausgangsbedingungen für kommende Krisen. Wirtschafts-, außen- und sicherheitspolitisch stecken wir bereits in einer solchen. In diesem Jahr könnte eine Krise an den Finanzmärkten hinzukommen.
Erste Vorboten zeichnen sich in der Morgenröte des neuen Jahres ab. Zwölf Monate zuvor gab es diese noch nicht. Ja, eine weitere Krise wäre für Deutschland nichts Neues. Wir erleben seit mehr als sechs Jahren eine Katastrophe nach der anderen – zuerst das Ende des exportbasierten Wirtschaftswachstums ab 2019, die Coronapandemie 2020 und 2021, den kalten Entzug von russischem Gas nach Putins Überfall auf die Ukraine 2022, Trumps Wiederwahl zwei Jahre später.
Doch Deutschland hatte bei der Bewältigung vieler dieser Krisen noch einen Freund mehr auf der Welt. Inzwischen drohen Freunde, selbst in Europa, verloren zu gehen. Deutschland konnte sich außerdem lange mit der Stärke wehren, die es in den wirtschaftlich erfolgreichen Jahren nach 2010 erworben hatte. Beim nächsten Mal wird das nicht mehr so sein. Das instinktive Wissen, dass dem so ist, war es, das wir in der Silvesternacht und am Neujahrsmorgen als kalten Hauch im Nacken gespürt haben.
Eine Verbraucherzentrale hat die Klage gegen Deutsche Giganetz gewonnen. Wenn sich der Ausbau verzögert, darf der Netzbetreiber nicht den Vertragsbeginn verschieben.
Netzausbau der Deutschen GiganetzBild:
Deutsche Giganetz
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat eine Klage vor dem Bundesgerichtshof gewonnen, nach der sich bei Verzögerungen beim FTTH-Ausbau die Mindestlaufzeit von zwei Jahren nicht auf den Nutzungsbeginn verschiebt. Das gaben die Verbraucherexperten am 8. Januar 2026 bekannt .
"Anbieter dürfen das Risiko von Verzögerungen beim Ausbau nicht weiterhin einfach auf die Verbraucher:innen abwälzen" , sagte Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.
Der Bau von Glasfaserleitungen kann von wenigen Wochen bis zu mehr als einem Jahr dauern. Beginne die Vertragslaufzeit erst mit der Freischaltung des Anschlusses, verlängert sich die tatsächliche Kundenbindung, da der Zeitraum des Ausbaus auf die Mindestvertragslaufzeit aufgeschlagen wird.
Deutsche Giganetz äußerte sich auf Anfragen von Golem zu dem Urteil nicht. Netzbetreiber argumentieren: Da die Kunden in der Zeit bis zur Aktivierung eines Anschlusses nichts bezahlen, werden sie durch diese Praxis des Beginns der Mindestvertragslaufzeit mit Aktivierung ihres Anschlusses nicht benachteiligt. Wenn Endkundenverträge nicht mehr Einnahmen garantierten, müsse über Baukostenzuschüsse oder Entgelterhöhungen gesprochen werden, hieß es aus der Branche.
"Verbraucher:innen, denen von Deutsche Giganetz oder anderen Anbietern die Kündigung ihres Glasfaservertrages zwei Jahre nach Vertragsschluss bislang widerrechtlich verwehrt worden ist, können sich jetzt erneut an diese wenden" , betonte Schuldzinski. "Einen entsprechenden Musterbrief stellen wir ab sofort auf unserer Homepage zur Verfügung."
Neben dem ID.Buzz hat VW noch den Transporter und die Caravelle elektrifiziert. Deren Reichweite und Ladegeschwindigkeit sollen nun steigen.
Der Transporter und die Caravelle von VW kommen nun bis zu 380 km weit.Bild:
VW
Noch nicht einmal ein Jahr nach der Markteinführung bessert VW beim Antrieb seines elektrischen Transporters nach. Die Elektroversionen der Kleinbusse Transporter und Caravelle erhielten künftig eine größere Batterie mit einer nutzbaren Kapazität von 70 Kilowattstunden (kWh), teilte das Unternehmen am 8. Januar 2026 mit. Zudem steige die Ladegeschwindigkeit.
Der Mitteilung zufolge brauchen die Fahrzeuge jedoch weiterhin 30 Minuten, um einen Hub von 10 auf 80 Prozent zu laden. Zuvor waren sogar 40 Minuten erforderlich. Die maximale Ladeleistung beträgt 125 kW.
VW hatte die beiden Modelle im Februar 2025 erstmals an Kunden ausgeliefert . Damals lag die nutzbare Kapazität bei 64 kWh. Mit der neuen Batterie sollen Transporter und Caravelle jeweils 380 km weit nach dem Prüfzyklus WLTP kommen. Das entspricht einem Plus von 13 Prozent.
Drei Leistungsstufen und Allradversion
Die Fahrzeuge werden in drei Leistungsstufen angeboten: 100 kW (136 PS), 160 kW (218 PS) und 210 kW (286 PS). Von Anfang 2026 an ist der elektrische Transporter auf Wunsch auch mit einem Allradsystem erhältlich. Es kombiniert den Heckmotor mit einer zusätzlichen elektrischen Maschine an der Vorderachse.
Den elektrischen Transporter gibt es als Kombi sowie als Kasten- und Pritschenwagen. Der Einstiegspreis liegt je nach Version zwischen 59.369 und 62.760,60 Euro. Die elektrische Caravelle startet bei 66.080 Euro.
Nach längerem Rätselraten ist jetzt klar: Swisscom und TIM machen Multi-Operator Core Network (MOCN) für 5G .
Mobilfunknetz von TIMBild:
TIM
Die Mobilfunkbetreiber Vodafone Italia (Swisscom) und TIM wollen sich neue 5G-Netzkapazität in Italien teilen. Wie die Swisscom am 7. Januar 2026 erklärte , will man den Ausbau der 5G-Abdeckung für Gemeinden mit weniger als 35.000 Einwohnern vorantreiben und die Netze dann gegenseitig öffnen. Laut TIM handelt es sich um RAN Sharing.
Jeder Betreiber wird für den Netzausbau in zehn Regionen verantwortlich sein, so dass bis Ende 2028 ein Netz mit etwa 15.500 Standorten pro Betreiber entsteht. Das RAN (Funkzugangsnetz) wird dann gegenseitig geöffnet. Laut Swisscom lässt sich damit die 5G-Abdeckung in dünn besiedelten und unterversorgten Gebieten schneller ausweiten.
Swisscom-Sprecher Sepp Huber sagte Golem auf Anfrage: "Es ist kein National Roaming. Das gewählte Modell ist ein Multi-Operator Core Network. Die Kernnetze bleiben vollständig getrennt. Die Frequenzen werden nicht gepoolt, so dass jeder Betreiber seinen eigenen Teil des Spektrums nutzen wird."
Was Multi-Operator Core Network bedeutet
Multi-Operator Core Network bedeutet, dass sich zwei oder mehr Anbieter eine Mobilfunk-Sendeanlage teilen. Über eine Antennenanlage werden mittels mehrerer Netzkennungen die Kunden der kooperierenden Anbieter bedient. Dabei geht es um aktives Sharing.
Eine ähnliche Vereinbarung hatten Deutsche Telekom und Vodafone im März 2022 für rund 2.000 graue Flecken geschlossen. Ein grauer Fleck ist eine Gegend, in dem die Bewohner von lediglich einem Mobilfunkanbieter versorgt werden. Verabredet wurde die Zusammenarbeit im Februar 2020 für 4.000 Antennenstandorte. Danach folgten Gespräche mit dem Bundeskartellamt und der Bundesnetzagentur. Bei dem deutschen Modell teilen Vodafone und Telekom aber auch ihre Mobilfunkspektren. Die Kooperation beschränkt sich allerdings auf LTE bei 800 MHz.
Die Vereinbarung in Italien ist noch vorläufig und muss vom Wirtschaftsministerium, der Wettbewerbsbehörde (AGCM) und der Kommunikationsbehörde (AGCom) des Landes erst genehmigt werden. Man erwartet eine gültige Vereinbarung aber bereits im zweiten Quartal 2026.
Neue Berichte nähren die Spekulationen, dass Bethesda an Neuauflagen der Fallout 3 und Fallout: New Vegas arbeitet.
Logo von Fallout 3 (Symbolbild)Bild:
Bethesda
Bethesda arbeitet offenbar an Neuauflagen von Fallout 3 und Fallout: New Vegas und will damit zwei der wichtigsten Rollenspiele der Seriengeschichte technisch neu aufstellen. Hinweise darauf liefert ein Bericht von Jez Corden bei Windows Central , der in der Vergangenheit mit Vorhersagen mehrfach richtig lag.
Demnach sollen beide Titel eine ähnliche Behandlung erhalten wie die jüngste Neuauflage von The Elder Scrolls 4 – Oblivion . Gemeint ist keine bloße optische Überarbeitung, sondern eine umfassende Modernisierung auf aktueller technischer Basis, die Darstellung und Bedienung an heutige Standards anpasst.
Aus heutiger Sicht entsprechen beide Spiele in vielen Bereichen nicht mehr dem aktuellen technischen Ansprüchen. Eine Neuauflage böte die Möglichkeit, die Titel zeitgemäß aufzubereiten und sie ohne grundlegende inhaltliche Eingriffe an heutige Plattformen anzupassen.
Konkrete Termine oder offizielle Ankündigungen existieren bislang nicht, Spekulationen über Neuauflagen von Fallout 3 und Fallout: New Vegas gibt es jedoch bereits seit Längerem. Ihren Ursprung haben sie in internen Dokumenten, die im September 2023 im Rahmen des Gerichtsverfahrens zwischen Microsoft und der US-Handelsaufsicht FTC öffentlich wurden. Eine auf 2020 datierte Roadmap listete unter anderem ein Remaster von Fallout 3.
Todd Howard hatte im November 2025 zudem erklärt , dass bei Bethesda derzeit rund 100 Personen am Fallout-Universum arbeiten. Offen blieb dabei, ob sich diese Aussage auf einen neuen Serienteil bezieht oder auf die seit einiger Zeit spekulierten Neuauflagen.
Beweggründe für die Remasters-Strategie
Die Beweggründe für diese Pläne liegen vor allem in der anhaltenden Popularität der Marke. Fallout erlebt seit dem Start der gleichnamigen Fernsehserie einen deutlichen Aufmerksamkeitsschub, der weit über die bestehende Spielerschaft hinausreicht. Die Serie hat das Universum einem neuen Publikum erschlossen und das Interesse an den Spielen spürbar belebt.
Gleichzeitig hat die Neuauflage von The Elder Scrolls 4 – Oblivion gezeigt, dass modernisierte Versionen alter Titel kommerziell funktionieren können. Die Kombination aus Nostalgie und zeitgemäßer Technik spricht sowohl langjährige Fans als auch Neueinsteiger an. Für Bethesda ergibt sich daraus ein Modell, mit dem sich die eigene Historie nutzen lässt, ohne jahrelang auf neue Hauptteile warten zu müssen.
Hinzu kommt die lange Entwicklungszeit neuer Großprojekte. The Elder Scrolls 6 liegt wohl noch in weiter Ferne, ein Fallout 5 ist ebenfalls nicht absehbar. Neuauflagen von Fallout 3 und New Vegas könnten diese Lücke schließen, die Marke präsent halten und den aktuellen Rückenwind nutzen, um neue Spieler in die Spielwelt zu ziehen.
Betroffen sind self-hosted Instanzen von Owncloud , Nextcloud und Sharefile. Daten von 50 Organisationen stehen zum Verkauf, weil die MFA nicht aktiv war.
Daten aus zahlreichen selbst gehosteten Cloud-Instanzen landen im Darknet.Bild:
pixabay.com / stux
Der Anbieter der Cloudplattform Owncloud hat eine Warnung vor laufenden Angriffen herausgegeben , bei denen Daten aus mehreren selbst gehosteten Owncloud-Instanzen erbeutet wurden. Beobachtet wurden die Attacken von Sicherheitsforschern von Hudson Rock. Der Angreifer bediente sich laut Warnmeldung allerdings keiner Sicherheitslücke in Owncloud , sondern nutzte lediglich gültige Passwörter.
Den Angaben zufolge basiert die Angriffswelle auf erfolgreichen Infostealer-Infektionen. Durch Malware-Varianten wie Redline, Lumma und Vidar konnte der Angreifer Zugangsdaten von Mitarbeitern verschiedener Organisationen abgreifen, um anschließend auf deren Filesharing- und Cloudsysteme zuzugreifen.
Die Anmeldung mit diesen Zugangsdaten war jedoch in den beobachteten Fällen nur möglich, weil es bei den betroffenen Konten keinerlei Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) gab. Der Angreifer brauchte also für die Anmeldung nichts weiter als von der jeweiligen Infostealer-Malware erbeutete Nutzernamen und Passwörter. Anschließend konnte er massenhaft Daten ausleiten.
Auch Nextcloud und Sharefile betroffen
Owncloud drängt vor diesem Hintergrund darauf, auf sämtlichen Instanzen unverzüglich die Multi-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren. Zudem sollten Administratoren auf die Durchsetzung starker Passwörter achten, Zugriffsprotokolle auf verdächtige Aktivitäten untersuchen und sämtliche aktive Sitzungen trennen, so dass alle Nutzer sich mit aktiver MFA neu authentifizieren müssen.
Weitere Details zu den beobachteten Attacken sind in einem Bericht von Hudson Rock zu finden. Der Angreifer tritt demnach online unter den Pseudonymen Zestix und Sentap auf und soll Daten von etwa 50 großen Organisationen aus verschiedenen Branchen erbeutet haben. Auch Zugänge für Sharefile- und Nextcloud-Instanzen wurden für den umfangreichen Datendiebstahl missbraucht.
Eine Liste der betroffenen Organisationen ist am Ende des Berichts der Hudson-Rock-Forscher zu finden – inklusive der jeweils erbeuteten Datenmenge sowie Angaben zur Art der abgeflossenen Daten. Zestix bietet die Datensätze wohl im Darknet zum Verkauf an.
Die Dell -Manager Jeff Clarke und Kevin Terwilliger erteilen dem KI-Marketing eine Absage. Die Technik verwirre Kunden beim Kauf eher.
Jeff Clarke kritisiert reines KI-Marketing.Bild:
Kevork Djansezian/Getty Images
Auf der CES 2026 hat Dell eine nüchterne Bilanz zur bisherigen Vermarktung sogenannter KI-PCs gezogen. In einem Presse-Briefing, über das PC Gamer berichtet , äußerten sich Jeff Clarke, Chief Operating Officer (COO) und Vice Chairman bei Dell, sowie Produktchef Kevin Terwilliger kritisch gegenüber der Strategie, künstliche Intelligenz als zentrales Verkaufsargument für Hardware zu platzieren. Die Einschätzung der Manager markiert eine Abkehr von der bisherigen Branchenkommunikation, die stark auf KI-Funktionen setzt.
KI verwirre, statt Kaufanreize zu setzen
Laut Kevin Terwilliger führt die aktuelle Fokussierung auf KI-Begriffe bei den Endkunden nicht zwangsläufig zu einem besseren Verständnis der Produkte. "Sie kaufen nicht aufgrund von KI. Tatsächlich denke ich, dass KI sie mehr verwirrt als ihnen hilft, ein spezifisches Ergebnis zu verstehen" , so Terwilliger. Kunden suchten demnach in erster Linie nach Lösungen für konkrete Aufgabenstellungen und weniger nach technologischen Buzzwords, deren direkter Nutzen im Alltag oft schwer zu erfassen bleibt.
Jeff Clarke unterstrich diese Sichtweise und betonte, dass KI lediglich als Werkzeug fungiere, um übergeordnete Ziele zu erreichen. "KI ist ein Werkzeug, das hilft, dorthin zu gelangen, aber sie ist nicht das Ziel an sich" , so der COO. Für Dell stehe künftig die Frage im Zentrum, welchen messbaren Vorteil ein Gerät dem Nutzer bietet – etwa in den Bereichen Produktivität oder Sicherheit. Die zugrunde liegende Technik, wie etwa neuronale Prozessoren (NPUs), sollte dabei für den Anwender weitgehend im Hintergrund bleiben.
Rückbesinnung auf Produktivität und Datenschutz
Ein wesentlicher Teil der Dell-Strategie bleibt die lokale Datenverarbeitung. Das Unternehmen setzt verstärkt auf Konzepte wie Retrieval Augmented Generation (RAG), um die Vorteile generativer Modelle nutzbar zu machen, während die Datenhoheit beim Anwender verbleibt. Laut dem Management liegt der Fokus darauf, dass sensible Informationen das Gerät nicht verlassen müssen. Damit adressiert Dell klassische Anforderungen von Unternehmenskunden, bei denen Datensicherheit und Zuverlässigkeit oft eine größere Rolle spielen als neuartige Software-Features.
Die Aussagen auf der Messe deuten darauf hin, dass Dell eine Phase der Marktberuhigung erwartet. Nachdem die erste Phase der KI-Vermarktung oft auf abstrakte Fähigkeiten setzte, rücken nun wieder die Grundlagen der Hardware-Entwicklung in den Fokus. Dell positioniert sich hierbei als Anbieter, der den Nutzwert über den aktuellen Technikhype stellt. Anstatt Kunden mit technischen Details zu maschinellem Lernen zu konfrontieren, will der Hersteller demonstrieren, wie Systeme Arbeitsabläufe konkret beschleunigen oder absichern können.
Mit dieser Strategie hebt sich Dell von Wettbewerbern ab, die auf der CES 2026 weiterhin massiv KI-Features bewerben. Das Unternehmen setzt darauf, dass Kunden Hardware anhand konkreter Verbesserungen bewerten – nicht anhand von Marketing-Schlagworten. Alle vorgestellten Dell-Systeme verfügen zwar über NPUs und KI-Funktionen, diese werden jedoch nicht mehr als Hauptargument kommuniziert. Der Erfolg dieser Neuausrichtung wird sich in den Verkaufszahlen der kommenden Monate zeigen.
Siemens und Nvidia wollen digitale Zwillinge so weiterentwickeln, dass sie konkrete Vorschläge liefern. Gemeinsame Produkte sind noch unklar.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe: Siemens-Konzernchef Busch und Nvidias CEO HuangBild:
Siemens
Siemens und Nvidia wollen mit digitalen Zwillingen künftig die Weiterentwicklung der Produktion in Echtzeit ermöglichen. Das haben Siemens-CEO Roland Busch und Nvidia-Chef Jensen Huang am 6. Januar 2026 bei ihrer Keynote-Ansprache zur Eröffnung der Technikmesse CES bekanntgegeben . Kunden könnten damit Produkte schneller entwickeln und die Produktion in Echtzeit anpassen, sagte Busch.
Möglich werde, "komplexe Systeme in der Software zu simulieren, um sie dann nahtlos in der physischen Welt zu automatisieren und zu betreiben" , erklärte Huang.
Busch sagte, dass bei der Konstruktion von Zügen oder Autos nicht nur in einem virtuellen Windkanal die Aerodynamik der Fahrzeuge erfasst werde, sondern konkrete Vorschläge zur Optimierung des Designs vorgelegt würden. Der Digital Twin Composer soll Roboter virtuell trainieren und Fertigungsprobleme lösen, bevor sie überhaupt auftreten.
Erste Kunden evaluieren bereits einige dieser Funktionen, darunter Foxconn, HD Hyundai, Kion Group und Pepsico. Ein erster vollständig KI-gesteuerter adaptiver Produktionsstandort soll ab diesem Jahr in dem Gerätewerk von Siemens in Erlangen (GWE) aufgebaut werden.
Siemens und Nvidia: Zusammen irgendwie alles integrieren
Beginnend mit dem Halbleiterdesign werde Siemens Nvidias Cuda-X-Bibliotheken, Physicsnemo und GPU-Beschleunigung in seinem Electronic Design Automation (EDA) integrieren. Zudem sollen KI-gestützte Funktionen wie Layoutanleitung, Debugging-Unterstützung und Schaltungsoptimierung ermöglicht werden.
Siemens und Nvidia wollen gegenseitig Technologien des Partners in ihren eigenen Systemen implementieren, bevor sie skaliert werden. Was genau dabei herauskommt, ist offenbar noch unklar: Siemens und Nvidia analysierten ihre Workloads und arbeiten zusammen, um diese zu beschleunigen und KI in die Produkte zu integrieren.
Bei einer weiteren Neuerung arbeitet Siemens mit dem US-Konzern Meta zusammen. Intelligente Brillen sollen Industriearbeitern KI-gestützte Anweisungen direkt ins Sichtfeld oder akustisch übermitteln, während sie an Maschinen stehen.
Der finnische Unternehmen Ixi entwickelt eine Brille mit Autofokus, die im Laufe des Jahres 2027 erscheinen soll.
Der Prototyp der Autofokusbrille wiegt nur 22 Gramm.Bild:
Ixi
Das finnische Brillenunternehmen Ixi bereitet die Markteinführung einer mit Flüssigkristalllinsen ausgestatteten Brille vor, die Augenbewegungen des Trägers mitverfolgen und den Fokus automatisch anpassen können soll. Wie CNN berichtet , soll die Brille im Jahr 2027 auf den Markt kommen.
Die Brille enthält LEDs, die Infrarotlicht auf die Augen des Trägers sendet und Fotodioden sowie eine Elektronik, die anhand des reflektierten Lichts und mithilfe der Flüssigkristalle die Sehstärke in Echtzeit anpassen. Gegenüber herkömmlichen Gleitsichtbrillen soll die Technologie weniger Verzerrungen im peripheren Sichtfeld produzieren und keine Eingewöhnungszeit erfordern.
Nahbereich verschwindet, wenn er nicht gebraucht wird
Zudem erlaubt es die dynamische Linse, auf feste Vergrößerungsbereiche zu verzichten und es wird ein deutlich größerer Lesebereich für die Nahsicht geboten. Hinzu kommt, dass der Nahbereich einfach verschwindet, wenn er nicht benötigt wird und sich die Hauptkorrektur damit über die gesamte Linse erstreckt.
Ganz ohne Verzerrungen wird die Autofokusbrille von Ixi allerdings nicht auskommen, geben die Entwickler gegenüber CNN zu bedenken. Die Brille wird zunächst nur im hochpreisigen Premiumsegment erhältlich sein. Außerdem handelt es sich um ein weiteres Gerät, das geladen werden muss.
Trotz Akku und Elektronik lässt das Design der Brille von außen kaum einen Unterschied zu herkömmlichen Brillen erkennen. Mit einem Gewicht von 22 Gramm ist der aktuelle Prototyp zudem sehr leicht.
Weitere Tests für Marktreife nötig
Bevor die Brille zur Marktreife gelangt, sind noch weitere Tests erforderlich. So soll zum Beispiel sichergestellt werden, dass die Brille gefahrlos im Straßenverkehr eingesetzt werden kann. Für den Fall von Fehlfunktionen der Elektronik oder der Flüssigkristalle sei aber ein Sicherheitsmodus vorhanden, der die Brille in den Grundzustand der Hauptlinse versetzt.
Ixi gibt an, dass die Brille für den Alltagsgebrauch unter verschiedenen Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und Bewegungen des Trägers entwickelt wurde. Unter welchen Rahmenbedingungen die Brille optimal funktioniert, ließen die Macher aber offen.
Mit einem Liter Volumen und einem Durchmesser von 13 cm ist der Lenovo Yoga Mini i klein gehalten. Trotzdem gibt es viele Anschlüsse.
Der Yoga Mini i 1L ist kreisrund.Bild:
Lenovo
Lenovo hat auf der CES einen neuen Mini-PC vorgestellt . Mit nur einem Liter Volumen erinnert der Yoga Mini i an den Mac Mini (Test) . Allerdings hat sich der Hersteller für eine Zylinderform entschieden. Das Gehäuse ist 48,6 mm hoch und misst 130 mm im Durchmesser. Außerdem soll es ab 600 Gramm wiegen. Im Vergleich zu einem Mac Mini läuft der Mini i mit Windows 11. Außerdem ist der Power-Knopf direkt an der Seite angebracht und ohne Umwege nutzbar.
In das kleine Chassis steckt Lenovo den Intel Core Ultra X7 358H . Bei dem Chip handelt es sich um die aktuelle Mobilgeneration mit 25 Watt TDP. Mit vier P- und acht E-Cores soll der Chip für die meisten Aufgaben ausreichen.
Auch stattet Intel die neue Generation mit einer schnelleren NPU mit 50 Tops aus. Neue Laptops und kompakte Geräte sollen lokale LLMs und andere KI-Anwendungen so besser ausführen können. Dem Chip stehen 32 GByte LPDDR5x-RAM zur Verfügung, der allerdings fest verbaut und nicht austauschbar ist.
Thunderbolt und Ethernet sind dabei
User können diverse Anschlüsse am Yoga Mini verwenden. Dazu zählen drei USB-C-Ports (1x Thunderbolt 4) und eine USB-A-Buchse. Auch ein RJ45-Port (2,5 GBit Ethernet) und HDMI 2.1 können genutzt werden. An der Seite ist ein weiterer Thunderbolt-Port neben einer 3,5-mm-Klinke vorhanden. Das System integriert zudem ein Wi-Fi-7-Modul mit Bluetooth-6.0-Konnektivität. Auch kleine Lautsprecher sind nutzbar.
Bild 1/3: Yoga Mini i 1L (Bild: Lenovo)
Bild 2/3: Yoga Mini i 1L (Bild: Lenovo)
Bild 3/3: Yoga Mini i 1L (Bild: Lenovo)
Lenovo will den Yoga Mini i 1L ab Juni 2026 verkaufen. Der Startpreis liegt bei 700 US-Dollar. Das Gerät orientiert sich also auch preislich ungefähr am aktuellen Mac Mini mit M4-Chip. Allerdings gibt es keine Version mit mehr Leistung oder einem schnelleren Prozessor.
Texteingabe per Fingergeste, Teleprompter und Fußgängernavigation: Meta hat drei neue Features für seine Ray-Ban-Displaybrille vorgestellt.
Ray-Ban-DisplaybrilleBild:
Meta
Meta hat auf der Consumer Electronics Show (CES) 2026 neue Funktionen für die Ray-Ban-Displaybrille angekündigt. Die wichtigste Neuerung: Nutzer können künftig Texte schreiben, indem sie mit dem Finger Buchstaben auf beliebige Oberflächen zeichnen – das Neural Band am Handgelenk erfasst die Bewegungen und wandelt sie in Text um.
Die Funktion startet zunächst für Whatsapp und den Facebook Messenger. Nutzer können physisch Buchstaben nachzeichnen, während das Neural Band die Handbewegungen interpretiert. Meta sieht den Einsatz vor allem in Situationen, in denen das Herausholen des Smartphones unpraktisch wäre.
Teleprompter-Modus für freihändiges Ablesen
Eine weitere Neuheit ist der Teleprompter-Modus. Nutzer können Notizen vom Smartphone auf Textkarten übertragen, die dann im Sichtfeld der Brille erscheinen. Über das Neural Band lässt sich zwischen den Karten navigieren, ohne das Telefon zu berühren.
Die Funktion könnte bei Präsentationen oder Reden nützlich sein, wenn man vorbereitete Notizen benötigt, aber gleichzeitig Blickkontakt halten oder sich auf andere Aufgaben konzentrieren muss. Details zu Formatierungsoptionen oder Längenbeschränkungen nannte Meta nicht. Der Rollout soll in dieser Woche beginnen, allerdings in mehreren Phasen.
Fußgänger-Navigation in vier weiteren Städten
Die Fußgänger-Navigation wird auf vier weitere US-Metropolen ausgeweitet: Denver, Las Vegas, Portland und Salt Lake City. Die Betafunktion projiziert Wegbeschreibungen direkt ins Sichtfeld der Displaybrille.
Die Brille hat ein monokulares Head-up-Display im rechten Brillenglas mit 600 x 600 Pixel Auflösung und einem Sichtfeld von etwa 20 Grad. Die Helligkeit reicht von 30 bis 5.000 Nits, damit das Displaybild auch im Freien erkannt werden kann. Zusätzlich integriert sind eine 12-Megapixel-Kamera, Lautsprecher und fünf Mikrofone. Die Brille ist für Nachrichten, Navigation und Übersetzungen in Echtzeit gedacht. Erforderlich ist ein Smartphone.
Zudem soll das System unterscheiden können, ob es sich um ein gefährliches Objekt wie eine interkontinentale ballistische Rakete oder um eher ungefährliche Gegenstände wie Trümmerteile handelt. Und genau hierfür steht der Begriff "Discrimination" im Namen. Mit dem LRDR lassen sich die Präzision der Abfangjäger verbessern und ihre Reaktionszeiten verkürzen.
Wächter ist nach langer Testphase einsatzbereit
Bereits Ende 2021 wurden die ersten Testversuche des Radars vom US-amerikanischen Raketenabwehramt, der Missile Defense Agency (MDA), durchgeführt. Diese beendete am 4. Dezember 2025 die operative Testphase des Systems. Anschließend wurde die Anlage an das Kampfstreitkräftekommando CFC (Combat Forces Command) der Weltraumstreitmacht U.S. Space Force übergeben.
Laut der Weltraumstreitmacht überwacht das LRDR-System kontinuierlich den Himmel und die Atmosphäre, was das System zu einem zentralen Wächter in der US-Raketenabwehrstrategie macht.
"Die präzise Zuverlässigkeit des LRDR erhöht die Effizienz der US-Raketenabfangfähigkeiten, indem Raketenbedrohungen auf große Entfernungen schnell und präzise erkannt werden" , teilte CFC-Oberst Jared Hoffman mit.
Außerdem würde die anpassungsfähige Architektur zukünftige Upgrades ermöglichen. Überdies gewährleiste die kontinuierliche Bedrohungsüberwachung die Einsatzbereitschaft, auch während der Wartung, und minimiere so potenzielle Ausfallzeiten.
Auf dem Thinkcentre X AIO Aura Edition können User besonders gut mit Multitasking arbeiten. Das liegt am fast quadratischen Bildschirm.
Das Thinkcentre X AIO hat ein fast quadratisches Panel.Bild:
Lenovo
Lenovo hat auf der CES 2026 ein neues AIO mit besonders ungewöhnlichem Display vorgestellt. Das Thinkcentre X AIO Aura Edition verwendet einen 27,6 Zoll großen Bildschirm im 16:18-Format. Er bietet also die Arbeitsfläche von zwei übereinander angeordneten 16:9-Monitoren. Der Billdschirm löst mit einer Auflösung von 2.560 x 2.880 Pixeln auf, was einer doppelten WQHD-Auflösung entspricht.
Das Panel soll den DCI-P3-Farbraum zu 98 Prozent abdecken, leuchtet allerdings nur mit maximal 300 cd/m² – genug für gut ausgeleuchtete Büroräume. Die Bildfrequenz von 60 Hz ist für Büroarbeiten ausreichend schnell.
Das All-in-One integriert sämtliche Hardware zudem im Bildschirm. Lenovo verbaut bis zu einem Core Ultra X7 von Intel. Die neue Generation der Mobilchips kommt mit Arc-12Xe-Grafikeinheit und 50-TOPs-NPU. Dem Prozessor stehen bis zu 64 GByte LPDDR5x-RAM zur Verfügung, der fest integriert und deshalb nicht austauschbar ist. Allerdings können die zwei M.2-SSDs ausgetauscht werden. Standardmäßig ist darauf Windows 11 vorinstalliert.
Preis durch RAM recht hoch
Auf der Rückseite stehen einige Anschlüsse bereit. Dazu zählen zwei USB-A-Ports, zwei USB-C-Buchsen (1x Thunderbolt 4) und HDMI. Damit können einige weitere Monitore mit dem All-in-One verbunden werden. An der Seite sind zudem ein weiterer USB-A- und ein USB-C-Port nutzbar. Dazu kommt ein 3,5-mm-Port für Headsets oder Lautsprecher.
Bild 1/10: Thinkcentre X AIO Aura Edition (Bild: Lenovo)
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Bild 10/10: Thinkcentre X AIO Aura Edition (Bild: Lenovo)
Lenovo will das Thinkcentre X AIO Aura Edition ab März 2026 anbieten. Den Startpreis gibt das Unternehmen mit 1.700 Euro an. Wahrscheinlich werden vor allem Konfigurationen mit mehr Arbeitsspeicher im Angesicht der aktuellen RAM-Preise merklich teurer sein.
Der Edge -Browser erhält in Testversionen ein neues Design im Copilot-Look – Microsoft weicht damit vom eigenen Fluent Design System ab.
Edge bekommt eine neue Designsprache.Bild:
Windows Central/Mockdrop.io
Microsoft experimentiert mit einem neuen Look für seinen Edge-Browser, der sich stark am Design der Copilot-App orientiert. Die Änderungen sind derzeit in den Canary- und Dev-Versionen sichtbar – allerdings nicht auf allen Systemen, wie Windows Central berichtet .
Das neue Design zeigt sich in Kontextmenüs, auf der neuen Tab-Seite und in den Einstellungen. Auffällig sind vor allem die abgerundeten Ecken und die Farbgebung, die direkt von Copilot übernommen wurden. Die Änderungen gelten unabhängig davon, ob der Copilot-Modus aktiviert ist oder nicht, wobei die neue Tab-Seite je nach Einstellung unterschiedliche Inhalte anzeigt.
Zwei konkurrierende Designsprachen bei Microsoft
Mit dem Copilot-Design weicht Microsoft von seinem etablierten Fluent Design System ab, das bisher für Windows 11 und andere Produkte zum Einsatz kommt. Die neue visuelle Handschrift in Edge unterscheidet sich deutlich von diesem Standard und breitet sich nun offenbar auf weitere Anwendungen aus: Auch bei Copilot Discover, einer KI-erweiterten Version von MSN.com, testet Microsoft ähnliche Designelemente. Plattformen wie Windows oder Xbox bleiben bislang beim Fluent Design.
Das Ausrollen der neuen Oberfläche erfolgt schrittweise. Nicht alle Nutzer der Preview-Versionen sehen die Änderungen bereits. Bis zur stabilen Version für alle Anwender dürften noch mehrere Wochen vergehen.
Fragmentierte Designstrategie
Die unterschiedlichen Designansätze führen zu einer visuellen Spaltung innerhalb der Microsoft-Produktpalette. Während Copilot, MSN und künftig möglicherweise Edge eine gemeinsame Designsprache sprechen, setzen Windows, Xbox und Office weiter auf Fluent Design. Ob Microsoft langfristig eine Vereinheitlichung plant, bleibt offen.
Sony und Honda wollen den Afeela zunächst nur in Kalifornien ausliefern. Ein weiteres Elektroauto soll erst 2028 folgen.
Sony zeigt auf der CES 2026 den Prototyp für ein weiteres Elektroauto.Bild:
SHM
Der Elektronikkonzern Sony und der Autohersteller Honda haben die Pläne für ihr gemeinsam entwickeltes und produziertes Elektroauto konkretisiert. Auf der CES 2026 in Las Vegas teilten die beiden japanischen Firmen mit , dass der Afeela 1 noch in diesem Jahr an erste Kunden in Kalifornien ausgeliefert werden soll. Der US-Bundesstaat Arizona und Japan sollen im Jahr 2027 folgen. Der Europastart ist weiterhin offen.
Zudem stellte das Gemeinschaftsunternehmen Sony Honda Mobility (SHM) den Prototyp eines weiteren Modells vor. Dieses soll im Jahr 2028 in den USA auf den Markt kommen. Während es sich beim Afeela 1 um eine Limousine handelt, entspricht der Afeela Prototype 2026 einem Crossover.
Der Mitteilung zufolge startete die Vorserienproduktion des Afeela 1 im Herbst 2025 in einer Honda-Fabrik im US-Bundesstaat Ohio. Im Frühjahr 2026 sollen in den kalifornischen Städten Torrance und Fremont erste Auslieferungszentren eröffnen.
Crossover mit Schrägdach
Der zweite Afeela basiert demnach auf dem Kernkonzept des Afeela 1, soll aber "mehr räumliche Flexibilität und Zugänglichkeit" bieten. Der gezeigte Prototyp ist kein typisches SUV, sondern zeichnet sich durch ein coupéartiges Heck aus. Von der Größe her unterscheiden sich die beiden Modelle kaum.
Sony hatte den Afeela 1 vor einem Jahr auf der CES vorgestellt . Der Afeela 1 Origin kostet ab 90.000 US-Dollar, die Variante Afeela 1 Signature ab 103.000 US-Dollar. Unterschiede gibt es bei den Rädern (19 Zoll beim Origin, 21 Zoll beim Signature), den Farben und dem Rückspiegel. In diesem Jahr soll zunächst die Signature-Version ausgeliefert werden.
Der Afeela 1 ist mit 40 Sensoren ausgestattet (Kameras, Lidar, Radar und Ultraschall). Die Kontrolleinheit, die die Daten der Sensoren verarbeitet, hat eine Rechenleistung von 800 TOPS und verwendet KI-Algorithmen, um Fahrern ADAS-Fahrunterstützung zu liefern. Die Darstellungen auf den großflächigen Displays im Cockpit des Afeela 1 werden mit der Hilfe der Unreal Engine realisiert.
Jason Isaacs und Sigourney Weaver führen das Ensemble der Tomb-Raider-Serie mit Sophia Turner an.
Die Besetzung, die neben Sophia Turner in Tomb Raider agieren wirdBild:
Amazon MGM Studios
Prime Video hat in einer Pressemitteilung weitere Cast-Mitglieder für die neue Originalserie Tomb Raider bestätigt. Neben Sophie Turner, die bereits als neue Lara Croft angekündigt wurde, stoßen unter anderem Sigourney Weaver, Jason Isaacs, Celia Imrie und Bill Paterson zum Ensemble. Weitere Rollen sind ebenfalls prominent besetzt.
Die Besetzung ist komplett
Die Serie basiert auf der gleichnamigen legendären Videospielreihe und erzählt die Abenteuer der weltberühmten Archäologin und Abenteurerin Lara Croft. Verantwortlich für das Projekt ist Phoebe Waller-Bridge, die als Schöpferin, Autorin, Executive Producer und Co-Showrunnerin fungiert. Gemeinsam mit Chad Hodge, der ebenfalls als Co-Showrunner und Executive Producer tätig ist, entwickelt sie die Serie. Jonathan Van Tulleken übernimmt die Regie.
Sophie Turner beschreibt ihre Verbindung zur Figur so: Sie sei schon lange ein Fan von Tomb Raider und Lara Croft, die sie als starkes weibliches Vorbild sehe, das sich in einer von Männern dominierten Welt behauptet.
Auch Phoebe Waller-Bridge zeigt sich begeistert von der Besetzung. Tomb Raider verfüge über viele ikonische Figuren, und sie freue sich, sowohl persönliche als auch langjährige Fan-Favoriten auf den Bildschirm zu bringen und zugleich neue, freche Charaktere einzuführen.
Figuren aus den Games
Für Rollen, die direkt aus der Videospielreihe stammen, wurden folgende Besetzungen bestätigt: Martin Bobb-Semple übernimmt die Rolle von Zip, Laras langjährigem Freund und technischem Support. Jason Isaacs spielt Atlas DeMornay, Laras Onkel. Bill Paterson ist als Winston zu sehen, dem langjährigen Butler der Familie Croft.
Darüber hinaus wurden weitere Figuren für das Serienuniversum angekündigt: August Wittgenstein spielt Lukas, einen Plünderer mit gemeinsamer Vergangenheit mit Lara. Jack Bannon verkörpert Gerry, Laras persönlichen Piloten. John Heffernan ist als David zu sehen, ein überforderter Regierungsbeamter. Celia Imrie übernimmt die Rolle von Francine, der Leiterin der Entwicklungsabteilung des British Museum. Paterson Joseph spielt den hochrangigen Regierungsbeamten Thomas Warner. Sasha Luss tritt als ehrgeizige Gegenspielerin Sasha auf, Juliette Motamed als Kuratorin Georgia. Sigourney Weaver schließlich spielt Evelyn Wallis, eine geheimnisvolle und ambitionierte Frau, die Laras Fähigkeiten für eigene Zwecke nutzen will.
AMD stellt eine Reihe neuer Prozessoren für Laptops und Embedded Systems vor. Neuerungen gibt es dabei im Detail – oder in Form von mehr Auswahl.
Die Ryzen AI 400 nutzen das gleiche Package wie die Vorgängerversion.Bild:
AMD
Um die Zeit bis zur Vorstellung von Zen 6 zu überbrücken, hat AMD im Rahmen der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas neue Zen-5-CPUs vorgestellt. Die Ryzen AI 400 Serie umfasst sowohl verlötbare Modelle für Notebooks als auch gesockelte Varianten für Desktops. Letztere dürften die G-Serie ersetzen und bringen eine XDNA-2-NPU sowie mehr und modernere RDNA-3.5-Grafikkerne als die regulären Ryzen 9000.
Auch wenn die Ryzen AI 400 alias Gorgon Point auf den ersten Blick identisch mit ihren Vorgängern Krackan und Strix Point ist, gibt es einen großen Unterschied: AMD setzt bei den neuen CPUs rein auf Zen-5-Kerne, die kompakteren, aber deutlich niedriger taktenden Zen 5c fliegen raus. Dazu wird schnellerer Speicher unterstützt, die GPU darf 200 MHz mehr boosten und das Spitzenmodell Ryzen AI 9 HX 475 bekommt etwas mehr NPU-Leistung.
AMD setzt bei den Ryzen AI 400 weiter auf TSMCs 4-nm-Fertigung. Aus der habe man noch ein wenig mehr Potenzial für Taktsteigerungen holen können. Die Packages der Ryzen AI 400 sind Pin-kompatibel zu den Vorgängern. Das soll Geräteherstellern einen schnellen Wechsel auf die neuen Chips ermöglichen.
Neue Ryzen AI Max+
Den Ryzen AI Max+ alias Strix Halo bietet AMD künftig in mehr Varianten an: Mit den Ryzen AI Max+ 392 und 388 kommen zwei Modelle mit 40 RDNA-3.5-Kernen und 60-TOPS-NPU hinzu. Es dürfte sich um Ryzen AI Max+ 395 mit deaktivierten CPU-Kernen handeln – bei den neuen Varianten sind 12 (Max+ 392) und 8 (Max+ 388) nutzbar.
Bild 1/6: Die Ryzen AI 400 im Überblick. (Bild: AMD)
Bild 2/6: Überblick über die Modellfamilie Ryzen AI Max. (Bild: AMD)
Bild 3/6: Der Ryzen 7 9850X3D darf etwas höher takten, die TDP bleibt unverändert. (Bild: AMD)
Bild 4/6: Übersicht zu AMDs neuen Embedded-CPUs. (Bild: AMD)
Bild 5/6: Mit P100 und X100 bringt AMD Zen-5-Kerne in seine Embedded-Serie. (Bild: AMD)
Bild 6/6: Die Embedded-Modelle bekommen einen zusätzlichen Audio DSP. (Bild: AMD)
Neben High-End-Laptops sieht AMD die Ryzen AI Max+ auch als Konkurrenz zu Nvidias DGX Spark : Sie sollen insbesondere deutlich günstiger sein. Mit der Version 7.2 der Software-Umgebung ROCm, welche die neuen Ryzen AI 400 unterstützen soll, will AMD Kompatibilität und Leistung weiter verbessern und KI-Nutzung vereinfachen. Unter Windows soll sich ROCm dann über Adrenalin installieren lassen.
Beim Ryzen 7 9850X3D handelt es sich lediglich um einen Speed Bump, er darf im Boost auf bis zu 5,6 GHz takten – 400 MHz mehr als beim 9800X3D. Das soll ein paar Prozent mehr Leistung in Spielen bringen, verfügbar soll 9850X3D ab dem ersten Quartal 2026 sein. Preise nannte AMD bislang für keine der neu vorgestellten CPUs.
Embedded-Prozessoren für Autos und mehr
Auch für Embedded-Anwendungen stellte AMD neue Zen-5-CPUs vor. Die teilen sich in zwei Familien und drei Gruppen: Die P100 mit vier und sechs Kernen sollen im zweiten Quartal in Produktion gehen, weitere Varianten mit bis zu zwölf Kernen werden im Laufe des ersten Halbjahrs 2026 vorgestellt. Abgeleitet ist die Serie von den Ryzen AI 300. Neben einer Standardvariante wird AMD Modelle mit erweitertem Temperaturbereich von -40 bis 105° C sowie nach Automobilstandard AEC-Q100 zertifizierte Chips anbieten. Die beiden letzteren Modelle sollen mindestens zehn Jahre im Dauereinsatz funktionieren.
Bild 1/6: Die Ryzen AI 400 im Überblick. (Bild: AMD)
Bild 2/6: Überblick über die Modellfamilie Ryzen AI Max. (Bild: AMD)
Bild 3/6: Der Ryzen 7 9850X3D darf etwas höher takten, die TDP bleibt unverändert. (Bild: AMD)
Bild 4/6: Übersicht zu AMDs neuen Embedded-CPUs. (Bild: AMD)
Bild 5/6: Mit P100 und X100 bringt AMD Zen-5-Kerne in seine Embedded-Serie. (Bild: AMD)
Bild 6/6: Die Embedded-Modelle bekommen einen zusätzlichen Audio DSP. (Bild: AMD)
Anders als etwa bei Intel verfügen AMDs Embedded-CPUs nicht über explizite Sicherheitsmechanismen wie Lockstepping. Entsprechend stellt AMD nur eine Zertifizierung bis ASIL B in Aussicht, in sicherheitskritischen Systemen werden Ryzens also nicht zu finden sein.
Die von den Ryzen AI Max abgeleitete X100-Serie soll im zweiten Halbjahr 2026 vorgestellt werden. Sie wird bis zu 16 Kerne für autonome KI-Systeme bringen.
Mit Smart Play bringt Lego interaktive Elektronik in seine Sets: Mit Chips in Steinen und Minifiguren reagieren Sets mit Geräuschen und Licht – auch aufeinander.
Legos Smart Brick mit Smart Tag und MinifigurBild:
Lego
Lego hat auf der Elektronikmesse CES 2026 das Smart-Play-System vorgestellt. Mit Smart Play werden Lego-Sets dank spezieller Steine um smarte Funktionen erweitert: Sie reagieren dann auf Bewegungen, Lichtveränderungen, andere Smart-Play-Sets sowie auf spezielle Minifiguren mit Licht- und Toneffekten. Den Anfang machen Star-Wars-Sets.
Herzstück des Smart-Play-Systems ist der sogenannte Smart Brick, ein Stein mit den Maßen 2x4 mit transparenter Oberseite, der sich wie ein herkömmlicher Stein mit dieser Größe verbauen lässt. Im Inneren steckt ein ASIC-Chip, auf dem Legos Play Engine läuft. Diese steuert die interaktiven Funktionen, die auch die Orientierung des Smart Bricks selbst und im Verhältnis zu anderen smarten Steinen berücksichtigt. Um den Smart Brick zu aktivieren, muss er nur kurz geschüttelt werden.
Mit eingebauten Kupferspulen und dem Neighbour Position Measurement (NPM) werden neben anderen Smart Bricks auch sogenannte Smart Tags erkannt – flache 2x2-Steine, die über NFC mit dem Smart Brick kommunizieren und bestimmte Aktionen auslösen. In den Smart Tags sind die Informationen enthalten, die der Smart Brick verarbeitet und so bestimmte Aktionen auslöst. Außerdem gibt es smarte Minifiguren, die ebenfalls ein NFC-Tag enthalten und so interaktive Reaktionen starten.
Smart Brick hat einen kleinen Lautsprecher
Die Smart Tags können auf den Smart Brick oder in dessen Nähe gesteckt werden und dienen quasi als Programm-Cartridge. So ist es unter anderem möglich, dass ein Auto Motorengeräusche und Reifenquietschen erzeugt oder ein Flugzeug Turbinengeräusche. Dabei kann der selbe Smart Brick verwendet werden – die Informationen stammen von den Smart Tags. Außerdem können die Smart Bricks erkennen, wie weit und in welcher Richtung sie voneinander entfernt sind.
Bild 1/4: Das Tie-Fighter-Set von Lego Smart Play (Bild: Lego)
Bild 2/4: Das X-Wing-Set von Lego Smart Play (Bild: Lego)
Bild 3/4: Links das Thronsaal-Set von Lego Smart Play (Bild: Lego)
Bild 4/4: Der Smart Brick von Lego kann auch Sound und Licht erzeugen. (Bild: Lego)
Die Soundeffekte kommen aus dem Smart Brick selbst, der trotz der geringen Größe einen analogen Synthesizer sowie einen kleinen Lautsprecher enthält. Lego zufolge sollen die Soundeffekte speziell zu den Live-Aktionen generiert werden – es gibt keine voraufgezeichneten Clips. Ein LED-Array sorgt für lichtmalerische Unterstützung.
Geladen wird der Smart Brick drahtlos über ein Ladepad, auf dem mehrere Steine gleichzeitig geladen werden können. Wie lange eine Batterieladung hält, verrät Lego nicht – die Batterien sollen aber auch über längere Spielpausen ihre Ladung halten.
Die ersten Smart-Play-Sets stammen aus einem von Legos erfolgreichsten Franchises: Star Wars. Ab dem 1. März 2026 solle es drei Sets geben: Lukes Red-Five-X-Wing, Darth Vaders Tie Fighter sowie den Thronsaal des Imperators aus der Schlussszene von Star Wars 6. Alle Sets sollen ab dem 9. Januar 2026 vorbestellbar sein, weitere Franchises dürften folgen.
Das X-Wing-Modell hat 584 Teile und enthält zwei smarte Minifiguren – Luke Skywalker und Prinzessin Leia. Außerdem gibt es Rebellen und Sturmtruppler als Standard-Minifiguren. Der Smart Brick sowie insgesamt fünf Smart Tags sorgen in dem Set dafür, dass ein imperialer Geschützturm, ein Transporter und eine Kommandozentrale interaktiv mit Ton und Licht reagieren. Das Set kostet 70 Euro.
Kleineres Modell mit Darth Vaders Tie Fighter
Das Tie-Fighter-Modell hat 473 Teile und kommt mit einem Rebellen-Außenposten, einer imperialen Tankstation sowie einer smarten Minifigur von Darth Vader. Dank des Smart Bricks soll der Tie Fighter unter anderem Motorengeräusche von sich geben. Das Set kostet 90 Euro.
Das Thronsaal-Set ist das größte der Smart-Play-Sets: Es hat 962 Teile und lässt Fans den finalen Kampf zwischen Luke Skywalker und Darth Vader sowie dem Imperator nachstellen. Alle drei sind als smarte Minifiguren enthalten. Das Set kommt mit einem A-Wing-Fighter samt Piloten, zwei imperialen Wächtern sowie einem mit Smart Tag aktivierbaren Geschützturm. Das Set kostet 160 Euro.