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Anzeige: IT-Jobs in Administration, Security, Führung und Entwicklung

Von Golem Karrierewelt — 04. Januar 2026 um 07:00
Von Storage-Administration im öffentlichen Dienst über IT-Security an der Universität bis zur Java-Entwicklung im E-Commerce – diese IT-Jobs bieten vielfältige Aufgaben.
Im Golem Jobmarkt finden sich aktuelle Positionen. (Bild: Golem)
Im Golem Jobmarkt finden sich aktuelle Positionen. Bild: Golem

Der Betrieb komplexer IT-Infrastrukturen, die Absicherung sensibler Systeme und die Entwicklung moderner Anwendungen zählen heute zu den zentralen Aufgaben vieler Organisationen. Entsprechend breit ist das Anforderungsprofil an IT-Fachkräfte – von spezialisierten Administratorinnen über Security-Expertinnen bis hin zu Teamleitungen und Softwareentwicklern.

Im Golem Jobmarkt finden sich aktuelle Positionen in Forschungseinrichtungen, öffentlichen Institutionen und technologieorientierten Unternehmen.

Sechs neue IT-Positionen im Überblick

Folgend findest du eine Auswahl an aktuellen Top-Positionen:

  • Administrator*in für den IT-Service Storage : Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin sucht Unterstützung für den Betrieb und die Weiterentwicklung großer Storage-Umgebungen. Zu den Aufgaben zählen die Administration von Block- und NAS-Systemen, SAN-Infrastrukturen sowie die Automatisierung von Prozessen im Rechenzentrum der Berliner Verwaltung.
  • IT-Sicherheits- und Logging-Spezialist*in : An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf liegt der Fokus auf IT-Sicherheit, Incident Response und zentralem Logging. Die Position verbindet Security-Architektur, Threat Hunting und die Weiterentwicklung von Logging- und Monitoring-Lösungen.
  • Teamleiter*in IT-Containerbetrieb (m/w/div) : Die Deutsche Rentenversicherung Bund bietet in Berlin eine Führungsrolle im Umfeld moderner Containerplattformen. Verantwortet werden unter anderem OpenShift- und Kubernetes-Umgebungen sowie der Aufbau und die fachliche Leitung eines spezialisierten Teams.
  • Team-Lead IT (m/w/d) : Die Wohnungsgenossenschaft Freiberg eG sucht eine fachliche Führungskraft für ihr IT-Infrastruktur-Team. Schwerpunkte sind IT-Strategie, Projektmanagement, IT-Sicherheit und der reibungslose Betrieb der Systemlandschaft.
  • Java-Backend-Entwickler / Software Developer (m/w/d) : Die LR Global Holding GmbH entwickelt digitale Lösungen für E-Commerce und Zahlungsabwicklung. Gesucht werden Java-Entwicklerinnen und -Entwickler mit Erfahrung in modernen Architekturen, APIs, Container-Technologien und agilen Entwicklungsprozessen.
  • Kaufmännischer Mitarbeiter IT-Bereich (m/w/d) : Bei der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG verbindet diese Position kaufmännische Aufgaben mit IT-Nähe. Im Mittelpunkt stehen IT-Controlling, Beschaffungsprozesse und Asset-Management in einem infrastrukturell geprägten Umfeld.

IT-Profis finden im Golem Jobmarkt eine spezialisierte Suchumgebung für IT-Fachkräfte – mit modernen Funktionen wie einem KI-gestützten Lebenslaufgenerator, einem Tool zur automatisierten Erstellung von Anschreiben sowie einem persönlichen Job-Alarm. Stellenausschreibungen lassen sich durch intelligente Filter nach Positionen im öffentlichen Sektor, Remote-Anteil, Fachgebiet oder Branche gezielt eingrenzen.

Bei Fragen zur Nutzung des Jobmarkts oder zu den Angeboten der Golem Karrierewelt steht dir das Team werktags zwischen 8 und 18 Uhr zur Verfügung – telefonisch, per E-Mail oder direkt über unseren KI-Chatbot Klara. Alle Informationen, Tools und Weiterbildungen sind zentral über die Golem Karrierewelt erreichbar.

Weiterbildung gefällig? In der Trainingssuche der Golem Karrierewelt findest du Onlineworkshops, E-Learnings und weitere Bildungsangebote zu sämtlichen aktuellen IT-Themen wie Security, künstlicher Intelligenz oder Cloud.

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Smart-Meter-Rollout: Hunderte Betreiber verpassen offenbar gesetzliches Ziel

Von Heise — 03. Januar 2026 um 11:39

Die Stromnetzbetreiber haben das erste Etappenziel beim Smart-Meter-Rollout erreicht – allerdings nur im Mittel. Hunderten Stadtwerken drohen nun Zwangsgelder.

Der Smart-Meter-Rollout in Deutschland kommt voran, doch die Zahlen liegen weiterhin auf niedrigem Niveau. Laut den jüngsten Zahlen der Bundesnetzagentur waren zum Stichtag Ende September bundesweit insgesamt zwei Millionen „intelligente Messsysteme“ installiert, was 3,8 Prozent aller „Messlokationen“ entspricht. Ende Juni waren es 1,6 Millionen beziehungsweise 3 Prozent. [1]

Außerdem waren zu Ende September laut den offiziellen Zahlen [2] bundesweit 20,2 Prozent der sogenannten Pflichteinbaufälle erledigt. Das gesetzliche Einbauziel von 20 Prozent der Pflichtfälle bis Ende des Jahres wurde damit im Durchschnitt schon drei Monate früher erreicht. Dabei geht es um Haushalte und Firmen mit hohem Stromverbrauch oder einer „steuerbaren Verbrauchseinrichtung“ wie einer Wallbox.

Hunderte Betreiber verpassen offenbar gesetzliches Ziel

Die Fortschritte sind allerdings vor allem großen Messstellenbetreibern zu verdanken. Hunderte kleine Stadtwerke hinken weit hinterher: Bei den 600 Betreibern mit weniger als 30.000 Messlokationen lag die Einbauquote am 30.9. im Schnitt bei lediglich 8,2 Prozent der Pflichtfälle, wie die Bundesnetzagentur errechnet hat.

Hunderte Betreiber haben also vermutlich zum Jahresende das gesetzliche Ziel von 20 Prozent der Pflichtfälle in ihrem Netzgebiet verfehlt. 188 Betreiber hatten bis Ende September sogar noch kein einziges Smart Meter installiert, wie Netzagentur-Präsident Klaus Müller vor Weihnachten auf der Plattform LinkedIn schrieb [3]. Insgesamt gibt es 814 grundzuständige Messstellenbetreiber.

Die Bundesnetzagentur droht säumigen Betreibern mit Strafen: Man werde „entsprechende Aufsichtsmaßnahmen nach der Plausibilisierung der Daten zum 31.12.25 vorbereiten“, kündigte Müller an. Seine Behörde kann Zwangsgelder verhängen. „Dabei sind Zwangsgelder wiederholbar und können gesteigert werden, um das gesetzliche Verhalten zu erzwingen und durchzusetzen“, schreibt die Netzagentur auf ihrer Webseite.

Die Zahlen der Bundesnetzagentur umfassen den Smart-Meter-Rollout in Deutschland nicht vollständig, da sogenannte wettbewerbliche Messstellenbetreiber nicht zur Meldung ihrer Daten verpflichtet sind. Manche Experten gehen von höheren Zahlen aus. Aus Sicht vieler Unternehmen, zum Beispiel Anbietern dynamischer Stromtarife, läuft der Rollout allerdings trotzdem immer noch viel zu langsam. [4]


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11127877

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/hintergrund/Streit-um-Smart-Meter-Zahlen-Erfolgreicher-Rollout-oder-Stillstand-10792934.html
[2] https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/NetzzugangMesswesen/Mess-undZaehlwesen/iMSys/artikel.html
[3] https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7407758839204204544/
[4] https://www.heise.de/hintergrund/Streit-um-Smart-Meter-Zahlen-Erfolgreicher-Rollout-oder-Stillstand-10792934.html
[5] https://www.heise.de/ct
[6] mailto:cwo@heise.de

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4.000 Schritte täglich – so einfach schützen Sie Ihr Herz

Von Bernd Müller — 03. Januar 2026 um 16:02

Bernd Müller

Kaffee, altes Paar und Wanderhund im Park zusammen für Outdoor-Fitness, Gesundheit oder Wellness.

(Bild: PeopleImages / Shutterstock.com)

Forscher widerlegen die 10.000-Schritte-Regel: Schon deutlich weniger Bewegung reicht aus, um das Herz messbar zu schützen.

In modernen Gesellschaften sitzen die Menschen zu viel, was sich negativ auf die Gesundheit auswirkt. Kein Wunder also, dass sich in den vergangenen Jahren ein Gegentrend entwickelt hat: mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Viele Menschen orientieren sich dabei an der Faustregel, täglich 10.000 Schritte zu gehen. Doch woher stammt diese magische Zahl [1]? Die Antwort mag überraschen: Sie stammt aus einer Marketingkampagne einer japanischen Firma aus dem Jahr 1965. Damals brachte das Unternehmen einen Schrittzähler namens "Manpo-kei" auf den Markt, was übersetzt "10.000-Schritte-Messer" bedeutet.

Was als willkürliche Werbeaktion begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem allgemeinen Gesundheitsmantra. Dabei haben Wissenschaftler die 10.000-Schritte-Empfehlung immer wieder auf den Prüfstand gestellt – mit unterschiedlichen Ergebnissen. Inzwischen ist klar, dass auch weniger Schritte pro Tag der Gesundheit zuträglich sind.

Was die aktuelle Forschung wirklich zeigt

Das hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Sydney Anfang dieses Jahres herausgefunden. Die Ergebnisse [2] wurden im British Journal of Sport Medicine veröffentlicht. Selbst Bewegungsmuffel können demnach den schädlichen Auswirkungen des Sitzens entgegenwirken, wenn sie insgesamt etwas mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen [3].

Das Team analysierte die Daten von 72.174 Freiwilligen der UK Biobank, die sieben Tage lang einen Beschleunigungsmesser am Handgelenk trugen. So konnten die Forscher die Anzahl der Schritte und die im Sitzen verbrachte Zeit ermitteln.

Im Durchschnitt saßen die Studienteilnehmer 10,6 Stunden am Tag. Je mehr Schritte sie gingen, unabhängig davon, wie wenig sie sich sonst bewegten, desto geringer war ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar für einen vorzeitigen Tod.

Bereits 4.000 Schritte bringen erhebliche Gesundheitsvorteile

Das Forscherteam fand heraus, dass 9.000 bis 10.000 Schritte pro Tag [4] optimal sind, um einer stark sitzenden Lebensweise entgegenzuwirken. Diese Schrittzahl senkte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 21 Prozent und das Sterberisiko um 39 Prozent.

Bemerkenswert: Unabhängig davon, wie lange die Teilnehmer saßen, zeigten sich 50 Prozent der Vorteile bereits bei etwa 4.000 bis 4.500 Schritten pro Tag.

"Jede tägliche Schrittzahl, die über dem Referenzwert von 2.200 Schritten pro Tag lag, war mit einer geringeren Sterblichkeit und einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen [5] verbunden, und zwar sowohl bei geringer als auch bei hoher Sitzdauer", schreiben die Forscher in ihrer Studie.

Jeder Schritt zählt – auch für Schreibtischarbeiter

Studienleiter Matthew Ahmadi betont [6] jedoch: "Dies ist keinesfalls ein Freibrief für Menschen, die übermäßig viel Zeit im Sitzen verbringen". Dennoch sei es wichtig, die Sitzzeiten insgesamt zu reduzieren [7].

Aber, so Ahmadi, "die Studie enthält eine wichtige Botschaft für die öffentliche Gesundheit, nämlich dass jede Bewegung zählt und dass die Menschen versuchen können und sollten, die gesundheitlichen Folgen des unvermeidlichen Sitzens auszugleichen, indem sie die Anzahl ihrer täglichen Schritte erhöhen".

Büroangestellte [8] sind also nicht völlig verloren. Schon ein paar Schritte mehr am Tag [9] können einen großen Unterschied für die Gesundheit machen.

Dieser Artikel erschien erstmals auf Telepolis am 20. November 2024.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10075443

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.telepolis.de/features/Kurze-Gehpausen-pushen-den-Stoffwechsel-mehr-als-langes-Durchlaufen-9987182.html
[2] https://bjsm.bmj.com/content/58/5/261
[3] https://www.heise.de/tp/article/Mit-dem-Rad-zur-Arbeit-Weniger-Fehltage-durch-Krankheit-10275648.html
[4] https://www.heise.de/tp/article/Japanisches-Gehen-Fitness-Trend-mit-Wirkung-10447162.html
[5] https://www.heise.de/tp/article/Fit-trotz-Uebergewichts-Was-wirklich-zaehlt-fuer-die-Gesundheit-10247605.html
[6] https://www.sydney.edu.au/news-opinion/news/2024/03/06/around-10-000-steps-a-day-may-counteract-health-risks-of-high-se.html
[7] https://www.heise.de/tp/article/Die-30-Minuten-Regel-fuer-bessere-Fettverbrennung-10773666.html
[8] https://www.heise.de/tp/article/Agiles-Arbeiten-und-Home-Office-Warum-der-Burnout-droht-9807171.html
[9] https://www.heise.de/tp/article/Arthrose-vorbeugen-Wie-Joggen-die-Gelenke-schuetzt-10601277.html

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Chinas Zahlungssystem: Im Schatten von SWIFT wächst CIPS

Von Uwe Kerkow — 03. Januar 2026 um 16:00

Uwe Kerkow

Ein 100-Yuan-Geldschein zusammengesetzt aus Puzzlesteinen.

(Bild: MaxZolotukhin, shutterstock)

China baut ein eigenes Zahlungssystem auf. Die einen sehen darin eine Ergänzung zu westlichen Systemen, andere ein Instrument zur Umgehung des US-Dollars.

Mit dem Cross-Border Interbank Payment System (CIPS) hat China ein Zahlungssystem geschaffen, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die People's Bank of China lancierte CIPS vor zehn Jahren, um grenzüberschreitende Transaktionen in Renminbi (RMB) abzuwickeln und die internationale Verwendung der Währung zu fördern.

Ende November 2024 trat Afrikas größte Bank, die südafrikanische Standard Bank, CIPS als direkter Teilnehmer bei. Auch die African Export-Import Bank, die First Abu Dhabi Bank und weitere Institute aus Afrika, dem Golf und Zentralasien sind dem System beigetreten. Als direkte Teilnehmer können diese Institutionen nun eigenständig grenzüberschreitende Yuan-Zahlungen abwickeln, wie die Berliner Zeitung berichtet [1].

1.600 Teilnehmer in 121 Ländern

CIPS unterscheidet [2] zwischen direkten und indirekten Teilnehmern. Direkte Teilnehmer eröffnen ein Konto bei CIPS und wickeln Nachrichten direkt über das System ab. Indirekte Teilnehmer nutzen die Dienste über direkte Teilnehmer. Mitte 2025 zählte CIPS 176 direkte und 1.514 indirekte Teilnehmer aus 121 Ländern. Das Geschäft erstreckt sich über mehr als 4.900 Bankinstitute in 189 Ländern weltweit.

Das Transaktionsvolumen von CIPS ist von umgerechnet etwa 5 Billionen im Jahr 2019 auf 24,47 Billionen US-Dollar im Jahr 2024 stark gewachsen [3]. Das entspricht einem Anstieg von 42,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Täglich wurden 2024 durchschnittlich 30.500 Transaktionen mit einem Wert von umgerechnet 90,95 Milliarden US-Dollar abgewickelt.

Komplementär zu SWIFT

Trotz des Wachstums ist CIPS deutlich kleiner als das in Belgien ansässige SWIFT-System, das von 11.000 Finanzinstituten in 200 Ländern genutzt wird. Zudem stützen sich über 80 Prozent der CIPS-Transaktionen auf den Nachrichtendienst von SWIFT. Und CIPS verwendet den SWIFT-Branchenstandard ISO 20022 für Finanznachrichten.

Agustin Carstens, Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), bezeichnete [4] CIPS in einem Interview mit der South China Morning Post als "komplementär" zu SWIFT und nicht als Ersatz. "Es ist kein Wettrennen", sagte Carstens. "SWIFT deckt einige Formen von Zahlungen ab, die von verschiedenen Arten von Vermittlern initiiert werden, während andere Systeme andere abdecken könnten."

SWIFT und CIPS gründeten 2021 ein Joint Venture, an dem auch andere Tochtergesellschaften der chinesischen Zentralbank beteiligt sind. An CIPS sind auch ausländische Banken als Aktionäre beteiligt, darunter HSBC mit 3,92 Prozent, Standard Chartered mit 2,36 Prozent und die Bank of East Asia mit 1,18 Prozent.

Afrika als Testfeld

Experten sehen in den jüngsten Abkommen dennoch einen wichtigen Schritt Pekings, CIPS als Plattform für die Internationalisierung des Renminbi zu nutzen [5]. Die Anbindung an CIPS ermöglicht es vor allem afrikanischen Unternehmen, Zahlungen an chinesische Lieferanten direkt in RMB abzuwickeln.

Dies beseitigt Probleme wie Dollar-Knappheit, hohe Kosten für Korrespondenzbanken und Währungsschwankungen. Für afrikanische Länder, die oft Schwierigkeiten haben, ausreichend Fremdwährungen wie Euro oder US-Dollar zu beschaffen, bietet die Yuan-Finanzierung eine stabilere Alternative.

Der Finanzmarkt-Experte Johannes Petry sieht den Schritt als Teil eines breiteren Prozesses. "Der Anteil von RMB-denominierten Krediten im Auslandsgeschäft chinesischer Finanzinstitute hat sich zwischen 2021 und 2024 auf mehr als 40 Prozent verdoppelt", betonte [6] er gegenüber der Berliner Zeitung. Insbesondere in Schwellenländern werde der RMB zunehmend als Zahlungsmittel für Geschäfte mit chinesischen Partnern verwendet.

Abkommen mit Ägypten und Südafrika

Mit Ägypten und Südafrika hat China jüngst wegweisende Abkommen geschlossen. Die Zentralbanken Ägyptens und Chinas unterzeichneten in Kairo drei Absichtserklärungen zur Förderung der Verwendung des Yuan und zur Ausweitung der Zusammenarbeit bei elektronischen Zahlungen. Die Vereinbarungen sehen unter anderem einen Währungsswap, die Abrechnung in Landeswährungen und die Emission von Panda-Anleihen in Yuan auf dem chinesischen Markt vor.

Die Integration von CIPS in den afrikanischen Finanzmarkt ermöglicht es afrikanischen Unternehmen außerdem, die Kosten zu senken, das operationelle Risiko zu reduzieren und Verzögerungen im Zusammenhang mit Devisenkontrollen zu vermeiden.

Für viele afrikanische Unternehmen, insbesondere solche in importintensiven Branchen, stellt die Teilnahme am chinesischen Zahlungsmechanismus eine alternative Finanzierungsmöglichkeit dar, die weniger Hindernisse und einen direkteren Zugang verspricht, wie das kenianische Medienportal Weetracker berichtet [7].

Schutz vor Sanktionen

Das chinesische Zahlungssystem bietet darüber hinaus wichtigen Schutz [8]. "Zudem entzieht man sich auch der möglichen Instrumentalisierung der Dollarinfrastruktur seitens der USA", erläutert Petry. "Neben den Sanktionen gegen Russland 2022 hat auch das unberechenbare Handeln der zweiten Trump-Administration am Vertrauen in den Dollar gerüttelt."

Die US-Regierung hat zahlreiche Unternehmen und Einzelpersonen mit finanziellen Sanktionen belegt. Wer betroffen ist, wird vom SWIFT-System ausgeschlossen, kann kein Bankkonto mehr nutzen und kaum noch Zahlungen tätigen. Vor allem die Sanktionen gegen russische Banken – der Ausschluss ausgewählter Institute von SWIFT – werden als Anlass für Peking gesehen, die Expansion von CIPS zu beschleunigen.

Im März 2022 wurden sieben russische Banken von SWIFT ausgeschlossen, darunter VTB Bank, Bank Otkritie und Promsvyazbank. Im Mai schlug die Europäische Kommission vor, Russlands größte Bank Sberbank sowie die Credit Bank of Moscow und die Russian Agricultural Bank genauso zu sanktionieren. Diese zehn Banken stehen zusammengenommen für mehr als 60 Prozent des russischen Bankenmarktes.

RMB mit 2,13 Prozent Weltmarktanteil

Der Yuan liegt laut SWIFT-Daten vom Oktober 2024 mit einem Marktanteil von 2,13 Prozent an fünfter Stelle der weltweit am häufigsten genutzten Währungen für Zahlungen nach Wert. Damit liegt er vor dem kanadischen Dollar (1,75 Prozent) und dem australischen Dollar (1,33 Prozent), aber hinter dem japanischen Yen (2,95 Prozent), dem britischen Pfund (7,85 Prozent), dem Euro (34,43 Prozent) und dem US-Dollar (42,05 Prozent).

Ob CIPS langfristig zu einer echten Alternative zum US-Dollar wird, bleibt abzuwarten. Der Trend ist jedoch klar: Vor allem immer mehr afrikanische Länder, darunter auch Nigeria und Angola, erkunden oder implementieren die Verwendung der chinesischen Währung für Handels- und Finanztransaktionen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11127865

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/dedollarisierung-in-afrika-groesste-bank-des-kontinents-fuehrt-chinas-swift-alternative-ein-li.10007527
[2] https://www.cips.com.cn/en/2025-07/07/article_2025070716092330204.html
[3] https://fxcintel.com/research/analysis/cips-growth-may-2025
[4] https://www.scmp.com/business/article/3202333/chinese-yuan-playing-complementary-role-interbank-settlement-cips-wont-rival-swift-says-global
[5] https://www.scmp.com/economy/china-economy/article/3168684/what-chinas-swift-equivalent-and-could-it-help-beijing-reduce
[6] https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/chinas-swift-alternative-wie-sich-afrika-von-seinen-dollar-schulden-befreit-li.10008546
[7] https://weetracker.com/2025/11/24/africa-moves-beyond-the-dollar-as-standard-bank-activates-direct-china-payment-rail/
[8] https://etosmedia.de/wirtschaft/das-alternative-zahlungssystem-chinas-gegen-swift-eine-massnahme-gegen-den-handelskrieg/

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USA greifen Venezuela an: Maduro-Entführung löst internationale Empörung aus

Von Matthias Lindner — 03. Januar 2026 um 14:10

Matthias Lindner

Flagge von USA und Venezuela auf einer Betonmauer mit Soldaten Schatten gemalt

(Bild: Tomas Ragina / Shutterstock.com)

Trump verkündet Militäraktion gegen Venezuela und Festnahme Maduros. Weltweite Kritik: Verstoß gegen Völkerrecht. Was folgt?

Die USA haben am 3. Januar 2026 Venezuela angegriffen und damit die schwerste direkte Militärintervention in Lateinamerika seit der Invasion Panamas 1989 durchgeführt.

US-Präsident Donald Trump erklärte [1] laut Reuters auf der Plattform Truth Social, die Vereinigten Staaten hätten einen "groß angelegten Angriff" gegen Venezuela und dessen Präsidenten Nicolás Maduro durchgeführt.

Maduro und seine Frau seien gefangen genommen und aus dem Land geflogen worden.

Explosionen in Caracas – Venezuela im Ausnahmezustand

In den frühen Morgenstunden erschütterten Explosionen die venezolanische Hauptstadt Caracas und weitere Regionen. Etwa 90 Minuten lang waren Detonationen, Flugzeuge und schwarzer Rauch über der Stadt zu sehen.

Bewohner filmten leuchtend orangefarbene Blitze am Himmel. Im südlichen Teil der Hauptstadt, nahe einer großen Militärbasis, fiel der Strom aus. Die venezolanische Regierung rief den nationalen Notstand aus und mobilisierte Truppen. Sie sprach von Toten unter Zivilisten und Militärangehörigen, nannte aber keine konkreten Zahlen.

Vizepräsidentin Delcy Rodríguez forderte ein Lebenszeichen von Maduro und seiner Frau. Sie erklärte, den Aufenthaltsort beider nicht zu kennen. Verteidigungsminister Vladimir Padrino verurteilte die "ausländischen Truppen" und rief zum Widerstand auf. Innenminister Diosdado Cabello forderte die Bevölkerung auf, nicht mit dem "terroristischen Feind" zu kooperieren.

Vorwürfe und Vorgeschichte der Eskalation

Die USA hatten Maduro zuvor beschuldigt, einen "Drogenstaat" zu führen und die Wahlen 2024 manipuliert zu haben. Die Opposition behauptet, diese Wahlen mit überwältigender Mehrheit gewonnen zu haben.

Maduro hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, Washington wolle die Kontrolle über Venezuelas Ölreserven übernehmen, die zu den größten weltweit zählen.

In den Monaten vor den Angriffen hatten die USA ihre Sanktionen ausgeweitet und eine "Blockade" venezolanischen Öls angestrebt.

Mehr als zwei Dutzend Angriffe auf Schiffe mit mutmaßlichem Drogenbezug wurden durchgeführt. Bombardierungen von angeblichen Drogentransportbooten kosteten laut Berichten mehr als 110 Menschen das Leben.

Viele Nationen verurteilten diese als außergerichtliche Tötungen. Die USA verstärkten ihre militärische Präsenz in der Karibik erheblich, darunter mit einem Flugzeugträger [2], Kriegsschiffen und modernen Kampfflugzeugen.

Das Vorgehen erinnert an die Monroe-Doktrin von 1823 und die "Kanonenbootdiplomatie" unter Theodore Roosevelt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Internationale Empörung und Deeskalationsappelle

Die weltweiten Reaktionen fielen überwiegend kritisch aus, berichtet [3] Reuters. Russlands Außenministerium verurteilte den "bewaffneten Angriff" scharf und forderte Deeskalation sowie Dialog. Moskau unterstützte die Forderung nach einer sofortigen Sitzung des UN-Sicherheitsrats.

Chiles Präsident Gabriel Boric verurteilte die Militäraktionen und betonte das Gewaltverbot sowie die Nichteinmischung. Kolumbiens Präsident Gustavo Petro äußerte Besorgnis und lehnte "jede einseitige militärische Aktion" ab.

Die frühere Kolonialmacht Spanien rief zur Deeskalation auf und bot seine "guten Dienste" für eine friedliche Lösung an. Indonesien betonte die Bedeutung von Völkerrecht [4] und UN-Charta [5].

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas verwies dagegen nicht auf das Völkerrecht. Maduro besitze keine Legitimität, erklärte sie, forderte aber zugleich Zurückhaltung und die Einhaltung der UN-Charta. Trinidad und Tobago stellte klar, sich nicht an den Operationen zu beteiligen.

Völkerrechtsverstoß ohne rechtliche Grundlage

Zahlreiche Staaten verwiesen auf fundamentale Prinzipien der UN-Charta: Gewaltverbot, Souveränität, territoriale Integrität und Nichteinmischung.

Marc Weller, Programmdirektor für Völkerrecht beim britischen Thinktank Chatham House, erklärte laut Reuters: "Das Völkerrecht verbietet die Anwendung von Gewalt als Mittel der nationalen Politik."

Ohne UN-Mandat dürfe Gewalt nur als Reaktion auf einen bewaffneten Angriff oder zur Rettung einer unmittelbar von Vernichtung bedrohten Bevölkerung eingesetzt werden. "Es ist offensichtlich, dass keine dieser Voraussetzungen durch die bewaffnete Operation gegen Venezuela erfüllt ist", so Weller.

Sogar der deutsche CDU-Abgeordnete Roderich Kiesewetter ging auf Distanz zum Vorgehen der US-Regierung. Er erklärte, Trump zerstöre das Vertrauen in die USA und kehre zu einer Denkweise zurück, "in der das Recht der Stärke gilt, nicht das Völkerrecht".

Ungewisse Folgen für Region und Ölmärkte

Trumps Vorgehen birgt innenpolitische Risiken. Der US-Kongress hat das verfassungsmäßige Recht, Krieg zu erklären. Zudem könnte die "America first"-Basis militärische Auslandsinterventionen ablehnen.

Die Ölförderung des staatlichen Energieunternehmens PDVSA lief laut Reuters zunächst normal, zentrale Anlagen blieben unversehrt. Der Hafen La Guaira soll jedoch schwere Schäden erlitten haben. Analysten erwarten kurzfristig steigende Ölpreise wegen Versorgungsrisiken.

Russland forderte eine UN-Sicherheitsratssitzung. Aus Deutschland kam von der Linken-Abgeordneten Evelyn Schötz der Vorschlag, eine Verurteilung über die UN-Generalversammlung anzustoßen, notfalls über das Verfahren "Uniting for Peace".


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11127984

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.reuters.com/world/americas/loud-noises-heard-venezuela-capital-southern-area-without-electricity-2026-01-03/
[2] https://www.heise.de/tp/article/US-Flugzeugtraeger-fahren-auf-Was-hinter-der-Operation-Southern-Spear-steckt-11082734.html
[3] https://www.reuters.com/world/americas/world-reacts-us-strikes-venezuela-2026-01-03/
[4] https://www.heise.de/tp/article/Von-Ukraine-bis-Gaza-Wann-verteidigen-Staaten-sich-selbst-10002070.html
[5] https://www.heise.de/tp/article/UN-Reform-2025-Neue-Charta-fuer-eine-neue-Weltordnung-10231410.html

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Developer-Häppchen fürs Wochenende – Kleinere News der Woche

Von Heise — 03. Januar 2026 um 09:23
Mexikanische Häppchen

(Bild: Natalia Klenova/Shutterstock)

Kleine, aber interessante Meldungshäppchen vom News-Buffet zu GitHub Actions, Microsoft, Symfony, Infineon, EventMesh und Nvidia.

In unserem leckeren Häppchen-Überblick servieren wir alles, was es zwar nicht in die News geschafft hat, wir aber dennoch für spannend halten:

  • Infineon und Flex bringen ein Entwicklungs-Kit für Zonencontroller [8] in Fahrzeugen auf den Markt. Es basiert auf wiederverwendbaren Komponenten, die rund dreißig Bauteile kombinieren. Dadurch lässt sich die Stückliste reduzieren und Entwicklungszyklen werden verkürzen.
  • Version 1.12 fügt dem EventMesh von Apache [9] eine Reihe von KI-Funktionen hinzu: Es implementiert die Protokolle A2A und MPC. Über letzteres können KI-Modelle auf Event-Status zugreifen. Hinzu kommen Verbesserungen und Bugfixes.
  • Das Python-Framework für 3D-Simulationen Warp 1.11 von Nvidia [10] führt gruppenbezogene Konstrukte und Abfragen ein, um räumliche Abfragen effizient über verschiedene, voneinander unabhängige Umgebungen auszuführen. Außerdem verbessert die neue Version die Performance des JIT-Compilers.

Solltest du ein schmackhaftes Thema vermissen, freuen wir uns über deine Mail [11].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11127281

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/GitHub-stoppt-Subventionierung-von-Actions-in-privaten-Repos-11117960.html
[2] https://github.blog/changelog/2026-01-01-reduced-pricing-for-github-hosted-runners-usage/
[3] https://docs.github.com/de/billing/reference/actions-runner-pricing
[4] https://devblogs.microsoft.com/dotnet/top-dotnet-blogs-posts-of-2025/
[5] https://symfony.com/blog/symfony-8-0-3-released
[6] https://api.bettercode.eu/cfp.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_bcc_api.empfehlung-ho.link.link&LPID=33456
[7] https://api.bettercode.eu/tickets.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_bcc_api.empfehlung-ho.link.link&LPID=33456
[8] https://www.infineon.com/de/market-news/2025/infatv202601-038
[9] https://eventmesh.apache.org/events/release-notes/v1.12.0/
[10] https://github.com/NVIDIA/warp/releases/tag/v1.11.0
[11] mailto:developer@heise.de?subject=Ein%20Vorschlag%20f%C3%BCr%20die%20Developer-H%C3%A4ppchen
[12] mailto:mai@heise.de

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Suchtmittelkonsum: Tech-Mitarbeiter greifen zum Nikotinbeutel

Von Michael Linden — 03. Januar 2026 um 17:49
Nikotinbeutel werden zum Bürostandard in amerikanischen Tech-Firmen. Firmen installieren Automaten, Start-ups befüllen Kühlschränke.
Tabakfreie Nikotinbeutel (Bild: Bystroushaak/Wikipedia)
Tabakfreie Nikotinbeutel Bild: Bystroushaak/Wikipedia

Nikotinbeutel haben sich in mehreren US-Tech-Unternehmen zum festen Bestandteil der Büroausstattung entwickelt. Firmen wie Palantir Technologies installieren Automaten, gefüllt mit diesen Produkten.

Die Beutel gibt es in Geschmacksrichtungen von Mango bis Espresso – und sie werden in manchen Start-ups kostenlos an Mitarbeiter ausgegeben, wie das Wall Street Journal berichtet .

Palantirs Büros in Washington D.C. verfügen dem Bericht nach über Automaten von zwei Nikotinfirmen, Lucy Nicotine und Sesh, die kostenlos Beutel an Mitarbeiter und Besucher über 21 Jahren ausgeben. Palantir übernehme die Kosten für die Bestückung dieser Spender.

Gesundheitsexperten äußern Bedenken

Forscher erkennen an, dass Nikotinbeutel weniger schädlich als Rauchen sind, da sie nicht direkt Krebs oder Lungenerkrankungen verursachen. Dr. Michael Fiore vom Center for Tobacco Research and Intervention der Universität Wisconsin warnt jedoch, dass sie neue Süchte erzeugen könnten.

"Ich vermute, dass die meisten dieser Tech-Mitarbeiter noch keine Konsumenten sind, so dass es in einer Bevölkerung, die es derzeit nicht nutzt, eine Abhängigkeit verursachen könnte" , sagte Fiore. Die Beutel könnten auch als Einstieg zu schädlicheren Nikotinprodukten wie Zigaretten dienen.

Nikotin selbst birgt Risiken , darunter erhöhter Blutdruck, der die Wahrscheinlichkeit von Herzinfarkten und Schlaganfällen steigern kann. Menschen, die süchtig würden und später versuchten, wieder mit dem Konsum aufzuhören, könnten laut Fiore unter Anhedonie leiden – der Unfähigkeit, Freude zu empfinden.

Silicon Valley zieht Nikotin-Start-ups an

Auch Risikokapital floss in die Nikotinbeutel-Industrie. Sesh sammelte im September 40 Millionen USD von 8VC ein, einer Firma, die von Palantirs Joe Lonsdale mitgegründet wurde. Jake Medwell von 8VC sagte, sein Interesse sei geweckt worden, nachdem Philip Morris 2023 den Zyn-Hersteller Swedish Match für 16 Milliarden US-Dollar übernommen habe.

Die Unternehmen berichten von zahlreichen Anfragen von Tech-Gründern über die Installation von Nikotinautomaten in ihren Büros. Coogan sagte, Diskussionen über Nikotin in Tech-Kreisen konzentrierten sich stark auf wissenschaftliche Details wie Halbwertszeit und Stoffwechsel.

Verbot in Deutschland und anderen Ländern

Zack Ganieany, ein weiterer Tech-Gründer, der Beutel in seinen Start-up-Büros anbietet, nannte die lange Halbwertszeit von Koffein als Grund, warum er in diesem Jahr auf Nikotin umgestiegen sei. Die US-Lebensmittelbehörde ließ zu , dass diese Beutel vermarktet werden dürfen, betont aber, dass dies nicht bedeute, dass sie sicher seien.

In Deutschland sind die Nikotinbeutel weder lebensmittelrechtlich noch tabakrechtlich zugelassen, in den Niederlanden ebenso wenig. Frankreich verbietet die Beutel seit dem ersten Quartal 2026.

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Apple: Macbook Air stoppt Artilleriesplitter - und läuft weiter

Von Andreas Donath — 03. Januar 2026 um 16:30
Ein ukrainischer Soldat überlebt einen Beschuss unbeschadet, weil sein Macbook Air Schrapnell abgefangen hat.
Getroffenes Macbook Air (Bild: X/Screenshot: Golem.de)
Getroffenes Macbook Air Bild: X/Screenshot: Golem.de

Der Soldat mit dem Nutzernamen @lanevychs hat auf X Bilder seines beschädigten Macbook Air M1 aus dem Jahr 2020 geteilt. Das Gerät war von Schrapnell getroffen worden, der Display und Tastatur beschädigt hatte – das Notebook funktioniert dennoch weiter.

Das Projektil durchschlug den Bildschirm, blieb aber im Gehäuse stecken. Auf den veröffentlichten Fotos sind Teile des Displays noch funktionsfähig, obwohl eine deutliche Einschlagstelle zu sehen ist. Von der Tastatur fehlt lediglich die K-Taste.

Bereits der zweite Kampfeinsatz

Möglicherweise ist dies nicht der erste Gefechtskontakt des Laptops. In Kommentaren erwähnte @lanevychs, dass er kürzlich bereits die Matrix – vermutlich Display oder Mainboard – nach einem FPV-Drohnenangriff austauschen musste.

Das Macbook Air besteht aus einer Aluminiumlegierung in Unibody-Bauweise. Apple wählte dieses Material ursprünglich für Wärmeableitung und Stabilität im Alltagsgebrauch. Das Modell von 2020 misst an der dünnsten Stelle 4 mm, am Scharnier 16 mm.

Die Aluminiumlegierung dient mehreren Zwecken: Sie fungiert als Kühlkörper für den lüfterlosen M1-Chip und schützt vor Kratzern und leichten Stößen. Die nahtlose Konstruktion erhöht die strukturelle Festigkeit.

In diesem Extremfall reichte die Materialdichte offenbar aus, um den Splitter zu stoppen. Eine professionelle Reparatur kommt für den Soldaten nicht infrage – die Kosten lägen nahe am Neupreis eines Ersatzgeräts. Sein genauer Standort in der Ukraine wurde nicht genannt.

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Neue Generation: Ukrainische KI-Drohnen zeigen verbesserte Trefferquoten

Von Andreas Donath — 03. Januar 2026 um 15:30
Nach enttäuschenden ersten Versuchen erreichen ukrainische KI-gesteuerte Kampf- Drohnen nun hohe Erfolgsraten, was den Drohnenkrieg wieder ändert.
Kamikaze-Drohne VYRIY 10 (Bild: VYRIY)
Kamikaze-Drohne VYRIY 10 Bild: VYRIY

Als ukrainische Streitkräfte Anfang 2024 erste KI-gestützte Angriffsdrohnen einsetzten, waren die Erwartungen hoch – die Ergebnisse jedoch ernüchternd. Die Systeme basierten auf kommerzieller Bilderkennungssoftware wie Yolo und liefen auf günstigen Prozessoren. Sie sollten Ziele automatisch erfassen und elektronische Störsignale umgehen können.

In der Realität versagten die Systeme jedoch regelmäßig. Die schwachen Prozessoren konnten schnell wechselnde Szenen nicht verarbeiten, bewegliche Ziele wurden nicht zuverlässig erfasst. FPV-Piloten griffen lieber zu glasfaseroptischen Verbindungen, die gegen Funkstörungen immun sind, wie Forbes berichtet .

Hundert Firmen arbeiten an der Lösung

Seit 2025 hat sich das Blatt gewendet. Rund hundert ukrainische Unternehmen arbeiten laut der Initiative Brave1 an verbesserten KI-Systemen. Einer der sichtbarsten Akteure ist The Fourth Law (TFL), das im Juli 2025 an die Öffentlichkeit trat.

Das TFL-1-Autonomiemodul kann für etwa 150 Dollar zu bestehenden FPV-Drohnen hinzugefügt werden – eine Kostensteigerung von nur 20 Prozent. Das System erfasst Ziele aus 500 Metern Entfernung. In Zusammenarbeit mit Vryiy entstand das Modell Vyriy-10-TFL-1 für 448 Dollar.

Von 10 auf 90 Prozent Trefferquote

Frühere FPV-Drohnen erreichten je nach Störsignalen, Wetter und Pilotenausbildung Trefferquoten zwischen 10 und 70 Prozent. Anfänger erzielten etwa 20 Prozent Treffer, erfahrene Piloten 70 bis 80 Prozent, heißt es bei Forbes.

Die neuen KI-Systeme erreichen nach ukrainischen Angaben Quoten um 80 Prozent. Militarnyi berichtete von über 90 Prozent beim Lupinis-10-TFL-1 Modell . Der Hersteller Auterion gab sogar an, bei frühen Einsätzen eine hundertprozentige Trefferquote erreicht zu haben.

Widerstand bei Piloten

Trotz der Erfolge gibt es Vorbehalte. Andriy Chulyk, CEO von Sine Technology, spricht von Widerständen: FPV-Piloten zögern, die Kontrolle an Maschinen abzugeben – besonders nach den negativen Erfahrungen mit frühen Systemen.

Das ePoints-System von Brave1 versucht gegenzusteuern und bietet Bonuspunkte für erfolgreiche KI-gestützte Angriffe.

Die nächste Generation

Wie Forbes berichtet, haben die Drohnensteuerungen seit Ende Oktober 2025 eine neue Benutzeroberfläche, die anzeigt, wenn eine Drohne ein Ziel erfasst hat. Die KI markiert inzwischen auch Schwachstellen an Zielen und kann menschliche Formen erkennen.

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Störungsmeldung vom 31.12.2025 17:00

Von heise online — 31. Dezember 2025 um 17:00

Neue Störungsmeldung für Provider T-Online

Details

Beginn
31.12.2025 17:00
Region
Bad Soden am Taunus (06196)
Provider
T-Online
Zugangsart
VDSL

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Störungsmeldung vom 03.01.2026 12:30

Von heise online — 03. Januar 2026 um 12:30

Neue Störungsmeldung für Provider T-Online

Details

Beginn
03.01.2026 12:30
Region
Berlin (030)
Provider
T-Online
Zugangsart
ADSL

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Störungsmeldung vom 03.01.2026 09:33

Von heise online — 03. Januar 2026 um 09:33

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
03.01.2026 09:33
Region
Berlin (030)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

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Störungsmeldung vom 03.01.2026 06:10

Von heise online — 03. Januar 2026 um 06:10

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
03.01.2026 06:10
Region
Berlin (030)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

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39C3: Die Krux mit der digitalen Souveränität | c’t uplink

Von Heise — 03. Januar 2026 um 06:30

Warum der Staat weiter auf Big Tech setzt und was das Problem mit dem Begriff digitale Souveränität ist, war das Thema der c’t-uplink-Sonderfolge auf dem 39C3.

Spätestens seitdem Donald Trump wieder im Weißen Haus sitzt, geistert die „Digitale Souveränität“ verstärkt durch die politischen Diskussionen. Die Bundesrepublik hat mittlerweile ein eigenes Zentrum dafür (ZenDiS) und einen Fonds, der sich zur Agentur gemausert hat (Sovereign Tech Fund/Agency). Aber ist jetzt das Schlagwort „Digitale Souveränität“ der Türöffner für mehr Open-Source-Software in Behörden, Verwaltungen, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen, oder erweist sich das als Bumerang? Sind Big Tech, die doch viel in Linux und Open Source investieren, wirklich das Problem?

In dieser Sonderfolge des c’t uplink, die live auf dem 39. Chaos Communication Congress (39C3) aufgezeichnet wurde, blicken wir kritisch auf den Begriff „Digitale Souveränität“. Welche Konzepte sich dahinter verbergen, diskutiert c’t-Redakteur Keywan Tonekaboni mit seinen Gästen Anne Roth, Bonnie Mehring und Sven Neuhaus. Gemeinsam sprechen sie darüber, welche Probleme sich aus dem Schlagwort ergeben und warum es nur so langsam vorwärtsgeht mit freier Software in der öffentlichen Hand.

Mit dabei:
- Anne Roth, Referentin für Digitalpolitik bei der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag
- Bonnie Mehring, Senior-Projekt-Managerin Free Software Foundation Europe (FSFE)
- Sven Neuhaus, Tech Lead Open-Source-Produkte, Zentrum Digitale Souveränität (ZenDiS)
Moderation: Keywan Tonekaboni
Produktion: Özgür Uludaǧ mit freundlicher Unterstützung des c3voc [8]

In unserem WhatsApp-Kanal [9] sortieren Torsten und Jan aus der Chefredaktion das Geschehen in der IT-Welt, fassen das Wichtigste zusammen und werfen einen Blick auf das, was unsere Kollegen gerade so vorbereiten.

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UMTS: Swisscom beginnt mit 3G-Abschaltung

Von Achim Sawall — 02. Januar 2026 um 19:21
In der Schweiz werden die Frequenzen auf dem 900-MHz-Band umgewidmet. Doch nur bei der Swisscom .
Vor rund 20 Jahren war UMTS eine Revolution. (Bild: Swisscom)
Vor rund 20 Jahren war UMTS eine Revolution. Bild: Swisscom

Zum Jahreswechsel hat Swisscom – wie seit Langem angekündigt – mit der Abschaltung des Mobilfunks der 3. Generation begonnen. Das Herunterfahren des Dienstes soll einige Wochen lang dauern. Sunrise vollzog die Abschaltung bereits im Sommer 2025. Salt wird noch bis mindestens Ende 2026 sein 3G-Netz weiterbetreiben.

"Auf dem 3G-Netz von Swisscom läuft heute deutlich weniger als 1 Prozent des mobilen Datenverkehrs, die Technologie belegt aber rund 10 Prozent der Antennenkapazität" , erklärte Swisscom-Sprecher Armin Schädeli zuvor. Aktuell würden noch 180.000 Privat- und Firmenkunden 3G verwenden. Davon seien 100.000 private Nutzer, sagte Schädeli der Schweizer Computerworld . Die dritte Mobilfunkgeneration war bei ihrer Einführung vor rund 20 Jahren eine Revolution und legte den Grundstein für den Siegeszug der Smartphones.

Im Jahr 2004 hatte Swisscom in der Schweiz die dritte Mobilfunkgeneration eingeführt, die maximale Datenrate betrug 384 Kbit/s.

"3G wird in der Schweiz auf dem 900-MHz-Band betrieben. Es sind zudem noch einzelne 3G-Zellen auf dem 2.100-MHz-Band in Betrieb" , sagte Schädeli Golem im März 2022. Das Basisnetz für viele Dienste war bereits damals das 4G-Netz, es liefen aber noch 27 Prozent des Telefonieverkehrs über 3G.

Viele Anwendungen, die wie die Alarmanlagen in Liften früher auf 2G liefen, seien beim 2G-Phase-out von vielen Kunden direkt auf 4G umgestellt worden. Swisscom habe das frühzeitig angekündigt. Reine 3G-Geräte wie viele Webcams auf Schweizer Bergen funktionieren jedoch nicht mehr .

Schweiz hat 2G früher als Deutschland abgeschaltet

Swisscom schaltete seine Technik der zweiten Generation (2G/GSM) bereits im April 2021 vom Netz genommen ; das Refarming wurde eine Woche später abgeschlossen. Die GSM-Frequenzen lagen im Bereich von 850 bis 1.900 MHz

In Deutschland wurde von den Anbietern im Jahr 2021 das 3G-Netz abgeschaltet.

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RAM-Preise: Corsair storniert Bestellung und erhöht Preis um 800 Dollar

Von Michael Linden — 02. Januar 2026 um 19:04
Ein Kunde berichtet, dass Corsair eine bestätigte Bestellung für einen Gaming-PC nachträglich storniert hat und danach der Preis um 25 Prozent gestiegen ist.
Ein Corsair-Objekt der Begierde (Bild: Corsair)
Ein Corsair-Objekt der Begierde Bild: Corsair

Laut einem Reddit-Beitrag hat der Nutzer Senior_Ball_9068 am 31. Dezember 2025 ein Corsair-Vengeance-A5100-Gaming-System bestellt. Die Konfiguration umfasste einen AMD-Ryzen-9-9900X3D-Prozessor, eine Nvidia-GeForce-RTX-5080-Grafikkarte, 32 GByte DDR5-Arbeitsspeicher und 2 TByte M.2-Speicher. Der Kaufpreis betrug 3.499 US-Dollar, eine Bestätigung per Rechnung sei erfolgt, wie Videocardz berichtet .

Corsair stornierte die Bestellung später. Der Kunde erfuhr davon per E-Mail, eine konkrete Begründung enthielt diese offenbar nicht. Bei einer erneuten Prüfung im Onlineshop zeigte sich: Die gleiche Konfiguration kostete nun 4.299 Dollar – 800 Dollar mehr als zum Zeitpunkt der ursprünglichen Bestellung. Zahlreiche PC-Hersteller wollten zum Jahresbeginn 2026 ihre Preise erhöhen , weil das RAM deutlich teurer geworden ist.

Kommunikationspraktiken der Anbieter

Bei dem vorliegenden Fall zeigt sich, wie rigoros der Hersteller mit Preisänderungen bei bereits aufgegebenen Bestellungen im Last-Minute-Bereich umgeht. Einige Hersteller wie Asus kündigten Preisanpassungen im Voraus an. Asus teilte mit, dass bestimmte Produktkombinationen ab dem 5. Januar 2026 teurer werden. Corsair äußerte sich bislang nicht öffentlich zu Preisanpassungen bei Komplettsystemen.

Erster Hersteller bietet PC ohne RAM an

Der US-Anbieter Paradox Customs bietet in seinem Konfigurator neuerdings eine Option an, die in der System-Builder-Branche ungewöhnlich ist: Kunden können fertige PCs ohne Arbeitsspeicher bestellen. Der Hersteller begründet den Schritt mit aktuellen Lieferengpässen und steigenden RAM-Preisen. Wer bereits kompatible Module besitzt oder spezielle Marken bevorzugt, kann so Geld sparen und die Hardware nach Erhalt des Systems selbst einbauen

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Datennutzung und Telefonie: Telekom meldet starken Anstieg in Silvesternacht

Von Achim Sawall — 02. Januar 2026 um 18:34
Besonders der Upload von Daten ist zum Jahreswechsel bei der Telekom angewachsen. Hier wurde eine Verdoppelung gemessen.
Die Silvesternacht bei der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)
Die Silvesternacht bei der Telekom Bild: Deutsche Telekom

In der Silvesternacht stieg die Datenmenge im Mobilfunknetz der Deutschen Telekom im Vergleich zum Vorjahr um fast 35 Prozent an. Das gab der Netzbetreiber am 2. Januar 2025 bekannt . Zwischen 20 Uhr und 3 Uhr wurden rund 3.900 Terabyte Daten übertragen. Im vergangenen Jahr waren es noch 2.900 Terabyte.

Besonders hoch war der Datenverkehr wieder in der ersten Stunde des Jahres. Dabei war insbesondere der Upload-Anteil höher als sonst üblich. In der ersten Stunde des neuen Jahres war dieser Wert doppelt so hoch wie in einer normalen Nacht.

Leichter Rückgang bei den Notrufen

Deutschland hat außerdem viel telefoniert. Zwölf Millionen Telefonate liefen in der Silvesternacht durch das Mobilfunknetz der Telekom, ähnlich wie zum vergangenen Jahreswechsel. In einer normalen Nacht sind es etwa fünf Millionen. Fast die Hälfte der Silvester-Anrufe gab es zwischen null und 1 Uhr. In dieser Stunde waren es fast zwanzigmal so viele Telefonate wie normalerweise um diese Zeit.

Auch per SMS haben sich die Menschen ein frohes neues Jahr gewünscht. In der Stunde bis 1 Uhr liefen 800.000 SMS über das Netz der Telekom. Das sind 60 Prozent mehr, als normalerweise verschickt werden.

Insgesamt wurden in der Silvesternacht gut 62.000 Notrufe in den Netzen der Telekom abgesetzt. Die Zahl liegt damit leicht unter dem Level des Vorjahres. Dabei kommen mehr Notrufe über das Mobilfunknetz an. Die meisten Notrufe in der Silvesternacht gab es zwischen 0:10 Uhr und 0:15 Uhr: In diesen fünf Minuten gingen knapp 2.000 ein.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin erklärte, dass es weniger Brände und keine massive Ausschreitung gegeben habe, dennoch sei es keine friedliche Silvesternacht gewesen, sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro im .

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Cyberangriff auf „Fänshop“ von Baden-Württemberg, viele weitere Shops gefährdet

Von Heise — 02. Januar 2026 um 13:45

(Bild: The Länd)

Cyberangriff auf den Fan-Shop von Baden-Württemberg. Betrüger manipulierten die Bezahlseite, Kundendaten könnten betroffen sein.

Der Online-Shop des baden-württembergischen Staatsministeriums hat mit einem Cyberangriff zu kämpfen. Nach Angaben des Landes nutzten Angreifer im Zeitraum vom 27. bis 29. Dezember 2025 eine bislang unbekannte Sicherheitslücke im Shop-System von „THE LÄND“ aus. Der „Fänshop“ der Seite ist inzwischen offline. Das Staatsministerium hat nach eigenen Angaben unmittelbar reagiert, den Online-Shop abgeschaltet und Strafanzeige gestellt.

Wie ein Sprecher des Staatsministeriums auf Anfrage mitteilt, könnten die Angreifer „Zugriff auf Kundendaten wie Namen und E-Mail-Adressen erlangt haben“. Der Shop sei nicht nur kompromittiert, sondern aktiv manipuliert worden: „Zudem wurde eine manipulierte Bezahlseite eingerichtet, über die versucht wurde, Kreditkartendaten von Kundinnen und Kunden abzugreifen und Zahlungen einzuziehen.“

Nach bisherigem Kenntnisstand geht das Land von „einer niedrigen zweistelligen Zahl von geschädigten Personen“ aus. Eine abschließende Analyse laufe noch. Zwar seien im regulären Betrieb „grundsätzlich die Zahlungsmethoden Vorkasse (Überweisung) und PayPal“ vorgesehen, doch hätten die Angreifer auch bei eigentlich kostenlosen Artikeln wie den bekannten „Nett hier“-Aufklebern versucht, Kreditkartenzahlungen auszulösen. „Die tatsächlich abgebuchten Beträge lagen dabei deutlich über den im Bestellprozess ausgewiesenen Summen“, heißt es weiter.

Sicherheitslücke ermöglichte Zugang

Bei dem Shopsystem handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eines von Gambio. Der Anbieter hatte am 30.12.2025 in einem Foreneintrag [1] ein „neues Security Update Paket veröffentlicht, dessen Installation wir allen Shopbetreibern dringend empfehlen". Die Lücke, die 25.000 Shops betreffen dürfte, wird als „kritisch“ eingestuft.

Kundinnen und Kunden wurden informiert, wie auch einem Beitrag auf Reddit [2] zu entnehmen ist. Betroffene sollen ihre Konto- und Kreditkartenabrechnungen sorgfältig prüfen und bei Auffälligkeiten umgehend reagieren. Hinweise zum Vorfall nimmt das Land per Mail an shop@thelaend.de entgegen. Die Ermittlungen und die forensische Aufarbeitung des Vorfalls dauern an.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11127295

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.gambio.de/forum/threads/wichtiges-security-update-2025-12-v1-0-0-fuer-alle-versionen-bis-gx5-v5-0-1-0.52593/
[2] https://www.reddit.com/r/de_EDV/s/ObAt3ZShyi
[3] https://pro.heise.de/security/?LPID=45883_HS1L0001_33064_999_0&wt_mc=intern.fd.secuirtypro.Aktionsende25.disp.disp.disp
[4] mailto:mack@heise.de

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200 Gigabyte an Daten zum Verkauf angeboten: Cybersicherheitsvorfall bei der ESA

Von Heise — 02. Januar 2026 um 06:54
ESA-Logo vor einer Satellitenaufnahme Europas bei Nacht

(Bild: ESA)

Die ESA versichert, dass von einem „Cybersicherheitsproblem“ lediglich Server außerhalb des hauseigenen Netzwerks betroffen sind. Viel ist aber nicht bekannt.

Die Europäische Weltraumagentur ESA hat einen „Cybersicherheitsvorfall“ eingestanden, aber versichert, dass er lediglich Server „außerhalb des hauseigenen Netzwerks“ betroffen habe. So steht es in einem Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst X, der noch vor dem Jahreswechsel veröffentlicht wurde. Das erfolgte als Reaktion auf die Behauptung eines Unbekannten, für eine Woche Zugriff auf Systeme der ESA gehabt zu haben, wie Bleeping Computer berichtet hatte. Demnach hat die Person schon vorige Woche erklärt, mehr als 200 Gigabyte an Daten abgegriffen zu haben und diese zum Verkauf angeboten. Dazu hat sich die ESA nicht geäußert.

Nicht geheime Dokumente, aber auch Zugangsdaten

Laut der Stellungnahme der ESA [1] hat die inzwischen durchgeführte Analyse ergeben, dass „nur eine sehr kleine Zahl von Servern“ betroffen war. Darauf hätten „nicht geheime“ Dokumente für die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft gelegen. Alle relevanten Organisationen seien informiert worden, weitere Informationen würden folgen, „sobald diese verfügbar sind“. Laut Bleeping Computer [2]behauptet der angeblich Verantwortliche, unter anderem Quellcode, API- sowie Zugangstoken, Konfigurations- und SQL-Dateien sowie weitere Zugangsdaten erbeutet zu haben. Abgegriffen wurden diese demnach auf Jira- und Bitbucket-Servern.

Auch wenn die ESA nahelegt, dass die Cyberattacke nicht besonders schwerwiegend war, so ist der Vorfall doch mindestens unangenehm. Erst im Frühjahr hat die Weltraumagentur ein IT-Sicherheitszentrum eröffnet [3], das von zwei Standorten aus die „digitalen Vermögenswerte“ der ESA überwachen und schützen soll. Dabei geht es um „Satelliten im Weltraum bis hin zum weltweiten Netz Bodenstationen und Missionskontrollsystemen auf der Erde“, wie es damals hieß. Das Cyber Security Operations Centre (C-SOC) sollte auch als Antwort auf die stetig steigende Bedrohungslage verstanden werden.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11126973

Links in diesem Artikel:
[1] https://x.com/esa/status/2005938460448715055
[2] https://www.bleepingcomputer.com/news/security/european-space-agency-confirms-breach-of-external-servers/
[3] https://www.heise.de/news/Cyber-Security-Operations-Center-ESA-will-mehr-IT-Sicherheit-10400120.html
[4] https://pro.heise.de/security/?LPID=45883_HS1L0001_33064_999_0&wt_mc=intern.fd.secuirtypro.Aktionsende25.disp.disp.disp
[5] mailto:mho@heise.de

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heise+ | Web-Tipp: Großes Star-Trek-Gedächtnis

Von Heise — 02. Januar 2026 um 11:46

Immer neue Filme und Serien haben den Star-Trek-Kanon unübersichtlich gemacht. Als umfassendes Onlinenachschlagewerk empfiehlt sich das Wiki Memory Alpha.

Wer die Vereinte Föderation der Planeten nach dem Ort fragt, an dem das geballte Wissen über die vier galaktischen Quadranten gespeichert ist, der bekommt zur Antwort: „Memory Alpha [1] [1]“. Der Planetoid, der nach der Star-Trek-Topologie etwa 20 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt, beherbergt die größte Bibliothek wissenschaftlicher, geschichtlicher und kultureller Informationen von Menschen, Vulkaniern, Andorianern, Tellariten und vielen anderenin der Galaxis beheimateten Völkern.

Vieles, was in der Spannung der Serienfolgen beinahe untergeht, entpuppt sich beim Sichten von Memory Alpha als enorm reizvoll gestaltet, etwa Schriftzeugnisse der Ferengi.

Gewissermaßen das Onlinegegenstück zu Memory Alpha in der Welt des Star-Trek-Film- und Fernsehkanons bildet das 2004 gestartete gleichnamige Wiki, das es mittlerweile in 18 Sprachen gibt. Die englischsprachige Variante umfasst nahezu 64.000 Artikel, die deutschsprachige etwas mehr als die Hälfte.

Hunderte von Autoren tragen dort in minutiöser Arbeit eine Vielfalt dessen zusammen, was die kanonischen Quellen an Filmhandlungen, Personen, Technik und anderen Details hergeben. Garniert mit reichlich Bildmaterial und durchsetzt von zahllosen Querverbindungen ist so eine Riesenmenge von Stoff zum Schmökern und Nachschlagen entstanden. Ein so hochkomplexer Gegenstand wie das Star-Trek-Universum lohnt nach Meinung von Autoren und Nutzern den enzyklopädischen Aufwand.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11088659

Links in diesem Artikel:
[1] https://memory-alpha.fandom.com/de/wiki/Hauptseite
[2] https://www.heise.de/hintergrund/Web-Tipp-Grosses-Star-Trek-Gedaechtnis-11088659.html
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Web-Tipp-Juristisches-nicht-nur-fuer-Fachleute-11085079.html
[4] https://www.heise.de/hintergrund/Web-Tipp-Fotos-und-Videos-mit-Spezialwerkzeugen-verifizieren-11090013.html
[5] https://www.heise.de/news/Web-Tipps-Stau-verstehen-11074617.html
[6] https://www.heise.de/news/Web-Tipps-Raumgestaltung-fuer-jedermann-11074603.html

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