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Das stille Sterben der Apotheken

Von Christoph Jehle — 12. Februar 2026 um 08:00

Christoph Jehle

Schlange aus dem Apotheken-Logo schaut in die leere Schale, davor Euro-Münze mit

Starre Preise, komplexe Rabattverträge und fehlende Honoraranpassung treiben Tausende Apotheken in die Pleite – ein Ende ist nicht in Sicht.

Neben der leitungsgebundenen Energieversorgung zählt die deutsche Versorgung mit Medikamenten zu den am stärksten regulierten wirtschaftlichen Bereichen.

Die Zeiten, als Apotheken die Preise für rezeptpflichtige Medikamente festlegen konnten, sind schon lange vorbei. Die Preishoheit haben die Apotheker nur noch bei Produkten, bei denen sie in direkter Konkurrenz zu den Drogeriemarktketten stehen.

Medikamentenauswahl wird durch Rabattverträge zwischen Herstellern und Kassen vorgegeben

Welches Medikament der Apotheker an einen Patienten abgeben darf, wird in der Regel nicht vom Arzt mit dem Rezept, sondern durch den Rabattvertrag zwischen einem Hersteller und der jeweiligen Gesetzlichen Krankenkasse bestimmt.

Da die Rabattverträge und die Hintergründe, wie diese jeweils zustande kommen, als Betriebsgeheimnis gelten, weiß der Apotheker nicht, welchen Preis die jeweilige Kasse für das abgegebene Medikament an den Hersteller bezahlt.

Die Vergütung für öffentliche Apotheken basiert auf einheitlichen Honoraren und Abgabepreisen für verschreibungspflichtige Fertigarzneimittel, die im Schnitt mehr als 80 Prozent des Umsatzes ausmachen. Der Apothekenabgabepreis einer verschreibungspflichtigen Packung errechnet sich aus einem Festzuschlag von drei Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis zuzüglich einer Pauschale von 8,35 Euro pro Medikament.

Die Apotheke erhält zudem 0,41 Euro, die sie an einen Fonds abgibt, aus dem Nachtdienste und pharmazeutische Dienstleistungen finanziell unterstützt werden. Hinzu kommt die Umsatzsteuer von derzeit 19 Prozent.

Der Festzuschlag wird im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung um einen Apothekenabschlag in Höhe von 1,77 Euro pro rezeptpflichtigem Arzneimittel reduziert. Der Kostenanteil der Apotheken an den GKV-Gesamtausgaben macht daher mit 5,84 Milliarden Euro nur 1,8 Prozent aus. Ein Inflationsausgleich findet schon seit Jahren nicht mehr statt.

Zur Umsetzung der Rabattverträge [1] ist im Rahmenvertrag für Apotheken geregelt, dass die Abgabe von rabattbegünstigten Arzneimitteln vorrangig erfolgen muss.

Unabhängig davon, welchen Hersteller der verschreibende Arzt auf dem Rezept vermerkt hat, muss die Apotheke ein wirkstoffgleiches Medikament auswählen, für das die Krankenkasse des jeweiligen Patienten einen aktuellen Rabattvertrag abgeschlossen hat. Der Arzt kann einen Austausch des Arzneimittels nur ausschließen, wenn er bei seiner Verordnung auf dem Rezept das Aut-idem-Feld ankreuzt.

Für den Austausch von Arzneimitteln gilt [2]:

  • Gleicher Wirkstoff: Es gelten grundsätzlich Salze, Ester, Ether, Isomere, Mischungen von Isomeren, Komplexe und Derivate eines Wirkstoffs als derselbe Wirkstoff.
  • Identische Wirkstärke: Das bedeutet bei Medikamenten, dass unterschiedliche Präparate bei gleicher Dosierung die gleiche Menge des aktiven Wirkstoffs enthalten und im Körper die gleiche Intensität und Dauer der Wirkung entfalten.
  • Identische Packungsgröße: Als identisch gelten dabei Packungsgrößen, die nach geltender Packungsgrößenverordnung das gleiche Packungsgrößenkennzeichen (Normkennzeichen) tragen.
  • Gleiche oder austauschbare Darreichungsform: Darreichungsformen mit identischer Bezeichnung sind gleich und austauschbar solche, die der G-BA [3] in der Arzneimittel-Richtlinie (Anlage VII Teil A) [4] als austauschbar definiert hat.
  • Zulassung für ein gleiches Anwendungsgebiet: Ausreichend ist die Übereinstimmung eines von mehreren Anwendungsgebieten.

Wird ein anderes Arzneimittel als das rabattbegünstigte gewünscht, kann der Apotheker das austauschbare, nicht rabattierte Präparat abgeben. Der Patient bezahlt dann zunächst den gesamten AVP und die Krankenkasse erstattet dann die Kosten, die sich abzüglich Rabatte und sonstiger Abschläge ergeben. Mehrkosten, die dabei entstehen, muss der Versicherte selbst tragen.

Aufwendige Abrechnungen mit den Krankenkassen

Ein Apotheker muss mit jeder der Gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, bei welcher der jeweilige Patient versichert ist. Die Zahl der Gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland [5] umfasste mit dem Stand vom 1. Januar 2026 93 Krankenkassen, die rund 90 Prozent der Bevölkerung versorgen.

Rezeptabrechnungs-Dienstleister übernehmen für Apotheken die Prüfung, Einreichung und Abrechnung von Papierrezepten sowie E-Rezepten mit Krankenkassen. Sie bieten Vorteile wie schnellere Auszahlungen, geringere Fehlerquoten und entlasten das Personal, teils durch digitale Echtzeit-Prüfungen. Wenn allerdings ein solcher Dienstleister in die Insolvenz [6] geschickt wird, kann das Ergebnis für den betroffenen Apotheker durchaus bitter sein.

Das Apothekensterben in Deutschland nimmt zu

Die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken aufgrund fehlender Honoraranpassungen und der Mangel an qualifiziertem Personal führen dazu, dass die Zahl der Apotheken in Deutschland kontinuierlich abnimmt [7].

Das Apothekensterben in Deutschland hat sich zum Jahresbeginn 2026 weiter drastisch beschleunigt. Die Zahl der Betriebsstätten sank auf rund 16.600, den niedrigsten Stand seit den 1970er Jahren.

Die im Koalitionsvertrag vorgesehene Erhöhung des Apothekenhonorars ist jetzt dem Finanzierungsvorbehalt zum Opfer [8] gefallen, wodurch sich die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken weiter verschlechtert und Nachfolger kaum noch gefunden werden können.

Mit Online-Apotheken kann dieser Schwund nicht wirklich ausgeglichen werden, weil beispielsweise verschiedene Medikamente nur in einem vergleichsweise schmalen Temperaturbereich gelagert werden dürfen, die beim Postversand nicht gesichert werden können. Zudem ist es für viele Patienten gar nicht so einfach, echte Online-Apotheken von Fake-Shops [9] zu unterscheiden.


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https://www.heise.de/-11171121

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/medikamente/rabattvertraege-bei-arzneimitteln-10602
[2] https://www.deutschesarztportal.de/wirtschaftlichkeit/aktuelle-rabattvertraege
[3] https://www.g-ba.de/
[4] https://www.deutschesarztportal.de/verordnung-und-erstattung/arzneimittelrichtlinie/austauschbare-darreichungsformen
[5] https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkassen-liste/
[6] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/avp-stellt-rezeptabrechnung-komplett-ein-120614/
[7] https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/apotheke-kosten-100.html
[8] https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/apotheke-kosten-100.html
[9] https://www.mdr.de/ratgeber/gesundheit/medikamente-faelschung-fakeshop-108.html

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CDU-Agenda für Arbeitnehmer? Von wegen: Hier zahlt die Mitte

Von Benjamin Roth — 12. Februar 2026 um 06:00

Benjamin Roth

Papier auf dem CDU steht

Wie sehen die CDU-Pläne zur Reform des Sozialstaats aus?

(Bild: nitpicker/Shutterstock.com)

"Agenda für Arbeitnehmer" verspricht Aufstieg durch Entlastung. Kritiker warnen vor sozialpolitischem Kurswechsel – weg vom Sozialstaat, hin zur Eigenvorsorge.

Mit seiner "Agenda für Arbeitnehmer [1]" hat der Wirtschaftsrat der CDU ein Positionspapier vorgelegt. Wer hart arbeite, so das Versprechen, solle wieder Wohlstand erreichen können – durch niedrigere Steuern, günstigere Energie und weniger Regulationen beim Wohneigentum.

Zugleich zeichnet das Papier das Bild eines Staates, der Erwerbstätige übermäßig belastet und soziale Sicherungen entfernt. Kritiker [2] erkennen darin weniger eine Arbeitnehmeragenda als ein Programm, das soziale Sicherheiten zugunsten individueller Verantwortung zurückdrängen könnte.

Wiedergänger der Agenda 2010?

Ein Vergleich mit der Agenda 2010 liegt nahe, auch wenn die Ausgangslagen unterschiedlich sind. Anfang der 2000er Jahre reagierte die rot-grüne Bundesregierung auf hohe Arbeitslosigkeit und strukturelle Probleme am Arbeitsmarkt. Ziel war es, Beschäftigung um jeden Preis [3] zu fördern und die Arbeitslosen zu "aktivieren" – verbunden mit heftigen Einschnitten im Sozial- und Arbeitsrecht.

Die neue Agenda folgt einem ähnlichen Grundgedanken: Mehr Leistungsanreize, geringere staatliche Belastungen und ein gekürzter Sozialstaat sollen Wachstum erzeugen. Doch während die Agenda 2010 vor allem den Arbeitsmarkt reformieren sollte, greift der aktuelle Vorstoß tiefer in die Architektur der sozialen Sicherung ein. Es geht weniger um Vermittlung in Arbeit als um die grundlegende Frage, wie viel kollektive Absicherung sich eine Gesellschaft künftig leisten will.

Steuern runter, Sicherheiten auch?

Im Zentrum der Vorschläge stehen steuerliche Entlastungen – allerdings mit klar erkennbaren Schwerpunkten. Gefordert werden ein höherer Grundfreibetrag, ein später einsetzender Spitzensteuersatz, ein automatischer Inflationsausgleich sowie die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags.

Gleichzeitig sollen Unternehmenssteuern sinken und das Erbschaftsteuerrecht "arbeitsplatzfreundlich" bleiben. Weniger konkret wird hingegen, wie stark Beschäftigte mit niedrigen Einkommen profitieren würden.

Parallel dazu schlägt der Wirtschaftsrat tiefgreifende Änderungen an den Sozialversicherungen vor: eine Begrenzung des Arbeitslosengeldes I auf zwölf Monate, die Streichung von Leistungen wie Mütterrente, "Rente mit 63" und Grundrente sowie ein perspektivisch höheres Renteneintrittsalter.

In der Pflegeversicherung sollen private Zusatzversicherungen an Bedeutung gewinnen, während in der Krankenversicherung einzelne Leistungen stärker privat abgesichert werden könnten. Selbst Unfälle auf dem Arbeitsweg stehen zur Disposition. Es ergibt sich das Bild eines Sozialstaats, der sich sogar aus früher einmal zur Grundversorgung zugeordneten Bereichen [4] zurückzieht.

Als Schlüssel zur Vermögensbildung gilt dem Wirtschaftsrat der erleichterte Zugang zu Wohneigentum. Vorgeschlagen werden unter anderem die Abschaffung der Grunderwerbsteuer für Erstkäufer, steuerliche Vorteile für Eigennutzer und flexiblere Wege zur Eigenkapitalbildung. Wohneigentum wird ausdrücklich als zentrale Säule privater Altersvorsorge verstanden – ein Leitbild, das jedoch vor allem jene erreicht, die sich Eigentum überhaupt leisten können [5].

Über allem steht die Idee, ein vermeintlich verloren gegangenes Aufstiegsversprechen zu erneuern. Doch der Preis dieses Versprechens wird schnell sichtbar: Neue finanzielle Spielräume entstehen vor allem durch geringere staatliche Leistungen. Das Modell verschiebt sich damit spürbar weg von kollektiver Absicherung hin zu individueller Risikovorsorge – die sich in einem sozial gespaltenen Land wie Deutschland [6] nicht jeder leisten kann.

Der Arbeitnehmer als Unternehmer seiner selbst

Sollten die Vorschläge Realität werden, könnte der Alltag vieler Beschäftigter so aussehen: zunächst etwas mehr Netto auf dem Konto, aber ein deutlich dünneres Sicherheitsnetz. Langfristig schlechtere Lohnentwicklung durch weniger Verhandlungsmacht in Tarifkämpfen. Der Staat nähme sich finanziell zurück und erwartete im Gegenzug mehr private Vorsorge. Wer krank wird, pflegebedürftig ist oder länger keinen Job findet, müsste selbst zahlen.

Auch die Lebensplanung würde riskanter. Der Ruhestand käme später, Frühverrentung verlöre an Attraktivität, Sozialleistungen stünden infrage. Stabilität wäre Privatsache. Biografische Brüche würden schneller zur finanziellen Belastungsprobe.

Gleichzeitig setzt die Agenda stark auf Eigentum als Wohlstandsmodell. Der Arbeitnehmer des CDU-Wirtschaftsrats lebt im eigenen Haus, spart privat für Gesundheits- und Pflegerisiken und arbeitet länger für den Vermögensaufbau. Es gilt das Leitbild eines "Unternehmers seiner selbst [7]" – steuerlich entlastet, aber verantwortlich für Risiken, die früher gemeinschaftlich getragen wurden.

Die schärfste Kritik entzündet sich am möglichen Rückbau sozialstaatlicher Leistungen. Gegner warnen, Steuerentlastungen könnten letztlich durch geringere Absicherung bezahlt werden – mit potenziell gravierenden Folgen für soziale Sicherheit und Chancengleichheit. Während einige eine Politik kritisieren, die wirtschaftliche Effizienz über soziale Stabilität stellt, stellen andere infrage, dass die Vorschläge überhaupt wachstumsfördernd sein können [8].

Mehr statt weniger Sozialstaat

Alternativen zur Agenda kommen vor allem aus dem Umfeld kritischer Ökonomen [9]. Sie argumentieren, die Schwäche des deutschen Modells liege weniger in einem Zuviel an Absicherung als in einer ungleichen Verteilung von Vermögen und Steuerlast.

Statt Sozialleistungen zurückzufahren, plädieren sie für eine stärkere Besteuerung hoher Vermögen und Erbschaften, um Arbeit zu entlasten, ohne Krankheit, Alter oder Pflege zu größeren Risiken zu machen.

Auch Gewerkschaften schlagen einen anderen Kurs vor [10]: höhere Tarifbindung, stärkere Lohnentwicklung sowie gezielte Entlastungen für untere und mittlere Einkommen. Aufstieg entstehe nicht primär durch Steuersenkungen, sondern durch sichere Beschäftigung und einen Sozialstaat, der Risiken kollektiv abfedert.

Internationale Beispiele zeigen zudem, dass Wettbewerbsfähigkeit und ein starker Sozialstaat kein Widerspruch sein müssen. Viele skandinavische Länder [11] kombinieren hohe Beschäftigung mit umfangreichen öffentlichen Investitionen in Bildung, Weiterbildung und soziale Infrastruktur. Sicherheit gilt dort als Voraussetzung für wirtschaftlichen Wandel.

Soziales statt Rüstung

Während in Deutschland seit Jahren steigende Verteidigungsausgaben beschlossen werden, warnen Sozialökonomen vor einer schleichenden Verschiebung staatlicher Prioritäten. Jeder zusätzliche Euro für militärische Aufrüstung stehe zwangsläufig in Konkurrenz zu Investitionen in Bildung, Infrastruktur oder soziale Sicherung.

Befürworter eines stärker sozial ausgerichteten Kurses argumentieren, langfristige gesellschaftliche Resilienz entstehe nicht allein durch militärische Stärke, sondern durch geringe Ungleichheit, funktionierende öffentliche Dienstleistungen und verlässliche Aufstiegschancen.

Wer Sozialausgaben begrenze, riskiere politische Polarisierung und wirtschaftliche Folgekosten – etwa durch schlechtere Bildungschancen oder sinkende Kaufkraft. Nicht Panzer und Raketen garantierten den inneren Zusammenhalt einer Gesellschaft, sondern das Vertrauen ihrer Bürger in faire Lebensbedingungen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11172642

Links in diesem Artikel:
[1] https://wirtschaftsrat.de/de/agenda-f%C3%BCr-arbeitnehmer-in-deutschland/
[2] https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/Politik__Inland_/article6985fc7a00d739e7f4058317/reformen-gewerkschaften-attackieren-union-und-wirtschaft.html?utm_source=chatgpt.com
[3] https://www.zeit.de/arbeit/2025-12/niedriglohn-sektor-statistisches-bundesamt-mindestlohn?utm_source=chatgpt.com
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzliche_Unfallversicherung_in_Deutschland?utm_source=chatgpt.com
[5] https://www.wsi.de/de/pressemitteilungen-15991-sorgen-um-lebensstandard-strahlen-bis-in-mittelschicht-aus-64567.htm?utm_source=chatgpt.com
[6] https://www.wsi.de/de/pressemitteilungen-15991-sorgen-um-lebensstandard-strahlen-bis-in-mittelschicht-aus-64567.htm?utm_source=chatgpt.com
[7] https://www.tu-chemnitz.de/phil/soz/soziologie2/lehre/vo%C3%9F_pongratz_arbeitskraftunternehmer.pdf
[8] https://arxiv.org/abs/1210.3716?utm_source=chatgpt.com
[9] https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-06/vermoegen-milliardaere-steuern-ungleichheit-deutschland?utm_source=chatgpt.com
[10] https://www.dgb.de/gerechtigkeit/sozialstaat/?utm_source=chatgpt.com
[11] https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Themen/Sozialpolitik/Skandinavische_Sozialstaatsmodelle.pdf?utm_source=chatgpt.com

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Kommentar: Neue Windows-Regeln – fraglich für die Sicherheit, nervig für Nutzer

Von Heise — 11. Februar 2026 um 16:07
Zerbrochenes Windows-Logo

(Bild: heise medien)

Microsoft kündigt deutlich verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für Windows an – die wenigstens zweifelhaft bis kontraproduktiv sind, analysiert Moritz Förster.

Microsoft hat umfassende Änderungen an der Windows-Sicherheitsarchitektur angekündigt [1], die auf den ersten Blick nach einem Fortschritt klingen – bei genauerem Hinsehen aber erhebliche Schwachstellen offenbaren. Künftig sollen zwei neue Mechanismen für mehr Transparenz und Kontrolle sorgen: der „Windows Baseline Security Mode“ und erweiterte Nutzerberechtigungen unter dem Label „User Transparency and Consent“. Beide Ansätze werfen jedoch zentrale Fragen auf, die Microsoft bislang unbeantwortet lässt.

Der neue Baseline Security Mode soll standardmäßig nur noch signierte Anwendungen, Dienste und Treiber zur Ausführung zulassen. Aus Sicht vieler Security-Beauftragten mag das eine sinnvolle Maßnahme gegen Schadsoftware sein, sie nimmt den Anwendern aber in hohem Maß die Freiheit, ihren Windows-PC nach eigenem Belieben zu nutzen – wäre da nicht das Opt-out-Modell. Nutzer und IT-Administratoren können für einzelne Apps Ausnahmen definieren und damit die Schutzfunktion gezielt aushebeln.

Genau aufgrund dieser Möglichkeit verbleibt aus Security-Sicht jedoch ein potenzielles Einfallstor: Wird ein System einmal kompromittiert, können Angreifer diese Ausnahmen prinzipiell manipulieren oder selbst definieren. Am Ende kann Microsoft im Drahtseilakt zwischen Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit also keine Seite richtig befriedigen. Der Blick über den Tellerrand zeigt, dass Apples vergleichbares Vorgehen bei macOS bei Anwendern nur bedingt gut ankommt.

Microsofts Ankündigung [2] bleibt zudem vage, was die technische Umsetzung betrifft. Der Konzern spricht von „Runtime Integrity Safeguards“, ohne zu konkretisieren, wie sich diese von bestehenden Mechanismen wie Smart App Control unterscheiden. Letzteres nutzt Cloud-basierte Reputationsprüfungen und maschinelles Lernen, um verdächtige Software vor dem Start zu blockieren. Der Baseline Security Mode soll anscheinend primär breiter ansetzen und auch Dienste sowie Treiber zur Laufzeit überwachen – doch wie genau diese Prüfung ablaufen soll, gibt Microsoft bislang nicht bekannt.

Fragmentierung und Legacy-Probleme vorprogrammiert

Bereits sicher ist hingegen, dass die Situation für Unternehmens-IT und Organisationen mit älteren Anwendungen besonders problematisch wird. Unsignierte Legacy-Software wird unter dem neuen Regime blockiert, sofern Administratoren nicht manuell Ausnahmen konfigurieren. Das bedeutet erheblichen Verwaltungsaufwand für etliche IT-Abteilungen – und das Risiko einer fragmentierten Anwendungslandschaft. Hinzu kommt: Entwickler, die keine Ressourcen für die Code-Signierung aufbringen können oder wollen, werden faktisch von einem breiten Teil der Windows-Nutzerbasis ausgeschlossen. Besonders hart trifft das Open-Source-Projekte und Entwickler, die sich teure Code-Signing-Zertifikate von Microsoft nicht leisten können oder wollen.

Microsoft plant eine schrittweise Einführung, ohne konkrete Zeitpläne oder Meilensteine zu nennen. Sollen die neue Security-Maßnahmen schnell greifen, wäre ein Start bereits mit der Windows Insider Preview Mitte 2026 denkbar, zum Beispiel in Version 26H2 – oder einem künftigen Windows 12. Welche konkreten APIs und Tools der Konzern Entwicklern zur Verfügung stellen wird, um ihre Software anzupassen, bleibt ebenfalls unklar. Microsoft verweist lediglich auf kommende Blogbeiträge und Feedback-Kanäle – eine auffallend dünne Informationsbasis für eine derart weitreichende Änderung in Windows.

Berechtigungsabfragen nach Smartphone-Vorbild

Genauso zweischneidig ist das zweite neue zweite Security-Standbein: erweiterte Berechtigungsabfragen, wie sie von iOS und Android bekannt sind. Apps sollen künftig Nutzer um Erlaubnis fragen, bevor sie auf Dateien, Kamera oder Mikrofon zugreifen. Während macOS oder mobile Betriebssysteme seit Jahren granulare Berechtigungen durchsetzen, hinkt Windows in dieser Hinsicht tatsächlich deutlich hinterher.

Doch auch hier droht ein altbekanntes Problem: Prompt Fatigue [3], die Ermüdung durch zu viele Berechtigungsabfragen. Microsoft verspricht „klare und umsetzbare Prompts“, liefert aber keine Details, wie das Betriebssystem eine Überflutung der Nutzer mit Pop-ups vermeiden soll. Zudem bleibt offen, wie das System mit KI-Agenten umgeht, die zunehmend autonom agieren. Microsoft erwähnt „höhere Transparenzstandards“ für solche Anwendungen – freilich ohne deren Umsetzung zu erläutern.

Performance-Einbußen und Datenschutzbedenken

Obendrein dürften die geplanten Runtime-Checks die Systemleistung negativ beeinträchtigen, besonders auf Rechnern mit vielen installierten Anwendungen. Oder auf ohnehin altersschwachen PCs in etlichen Büros. Jede Prüfung kostet Rechen- und obendrein noch Arbeitszeit – ein Overhead, den Microsoft bislang nicht quantifiziert.

Auch datenschutzrechtlich wirft die erweiterte Überwachung von App-Aktivitäten Fragen auf. Um Transparenz herzustellen, muss das Betriebssystem kontinuierlich erfassen, welche Anwendung auf welche Ressourcen zugreift. Diese Telemetriedaten könnten bei einer Übertragung in die USA problematisch werden, insbesondere im Kontext der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Microsoft äußert sich nicht dazu, wie diese Daten gespeichert, verarbeitet oder möglicherweise übertragen werden.

Sollte also bei Windows alles so bleiben wie gehabt? Nein – aber gerade das offene System hat den PC vor langer Zeit zum Erfolg geführt. Nutzer durften installieren und ausführen, was sie wollten. Im Gegensatz zur vorigen Computer-Welt in Unternehmen. Dass Sicherheit heute eine größere Rolle spielen muss, ist unbestritten. Doch statt sie durch Abschottung und Nutzergängelung zu erreichen, wären ein besseres Design des Systems selbst und vor allem verlässliche Updates [4] der richtige Weg.


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https://www.heise.de/-11173252

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Signierte-Anwendungen-und-Zustimmungs-Abfrage-So-soll-Windows-sicherer-werden-11172890.html
[2] https://www.heise.de/news/Signierte-Anwendungen-und-Zustimmungs-Abfrage-So-soll-Windows-sicherer-werden-11172890.html
[3] https://www.youtube.com/watch?v=VuqZ8AqmLPY
[4] https://www.heise.de/news/Nach-anhaltender-Kritik-Microsoft-verspricht-Besserung-bei-Windows-11-11160744.html
[5] https://www.heise.de/ix
[6] mailto:fo@heise.de

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iOS 26.3 veröffentlicht: Leichterer Android-Switch, mehr EU-Funktionen

Von Heise — 11. Februar 2026 um 19:12
Die Rückseite zweier iPhones mit Kamerasystem

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

Version 26.3 liefert primär Bugfixes für iPhones, Macs und iPads. Aber Apple bereitet auch weitere Öffnungsschritte für iOS vor – nicht nur in der EU.

Apple hat am Mittwochabend wichtige Updates für seine Betriebssysteme zum Download freigegeben. iOS, iPadOS und macOS liegen frisch in Version 26.3 vor, lassen sich über die integrierte Software-Aktualisierung herunterladen und auf iPhones, iPads und Macs installieren. Im Beipackzettel verspricht der Hersteller Fehlerbehebungen sowie Sicherheitsverbesserungen. iPhone-Nutzer, die unerwartete Probleme mit iOS 26.2.1 [1] haben, können so die Flucht nach vorn antreten und auf Besserung hoffen.

Wechsel zwischen iOS und Android wird einfacher

iOS und iPadOS 26.3 enthalten eine neue Funktion auf Betriebssystemebene, um den Umstieg auf Android zu erleichtern. Bei der offenbar auch drahtlos möglichen Übertragung sollen unter anderem Fotos, Nachrichten und Apps migriert werden – sowie möglicherweise genutzte eSIMs. Gesundheitsdaten können allerdings nicht übertragen werden, schränkt Apple im Beschreibungstext der Funktion ein. Google unterstützt dies ebenfalls mit einer neuen Umzugsfunktion von Android auf iOS. Dieses erweiterte Feature rund um Datenportabilität haben die Konzerne auf Druck von Regulierern eingebaut, es steht weltweit in den Betriebssystemen zur Verfügung.

Nur in der EU legt Apple mit iOS 26.3 die Grundlage, eingehende Mitteilungen in vollem Umfang an ein anderes Gerät als nur die Apple Watch durchzureichen. Ob große Sportuhren- und Smartwatch-Hersteller wie Garmin das unmittelbar unterstützen, war am Mittwoch noch unklar.

Interface-Korrektur in macOS 26.3

iOS 26.3 liefert außerdem eine erste Exklusivfunktion für iPhones und iPads mit Apples hauseigenem Mobilfunkmodem C1 respektive C1X [2]: Diese Geräte geben nun wahlweise weniger genaue Standortdaten an Netzbetreiber weiter. In Deutschland unterstützt das zum Start die Telekom.

Mit macOS 26.3 räumt Apple zudem ein Problem bei der „Liquid Glass“-Bedienoberfläche aus, das manche Nutzer erheblich nervte. Der Bereich zum Ändern der Fenstergröße wird an die abgerundeten Fensterecken angepasst, wie das Unternehmen schreibt – statt weiterhin quadratisch zu bleiben. Letzteres konnte beim Versuch, die Fensterecke mit dem Cursor zu „greifen“, zu lästigen Fehleingaben führen.

Weiterhin stehen watchOS, tvOS, visionOS und die HomePod-Software ebenfalls in Version 26.3 bereit. Für bestimmte ältere Betriebssystemversionen wie iOS 18, macOS 15 und macOS 14 liegen ebenfalls Updates vor, die Sicherheits-Patches enthalten. Diese sind allerdings bei iOS offenbar nur noch für ältere iPhones verfügbar, die sich nicht auf iOS 26 aktualisieren lassen. Erste Details zu den gestopften Sicherheitslücken veröffentlicht Apple gewöhnlich im weiteren Verlauf des Abends.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11172138

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/iOS-26-2-1-Problemberichte-zu-Abstuerzen-und-schneller-Akkuleerung-11165284.html
[2] https://www.heise.de/news/iPhone-Apple-Modem-soll-genauen-Standort-vor-Mobilfunkern-verbergen-11161088.html
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i
[5] mailto:lbe@heise.de

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Niedax, Bahn, Giga Fiber: Viele Geheimnisse um neues Glasfasernetz am Schienenstrang

Von Achim Sawall — 11. Februar 2026 um 18:59
Ein neues Glasfaser -Netz am Schienenstrang soll Resilienz bringen. Doch es hat eine problematische Geschichte.
Bundeskanzler friedrich Merz (Bildmitte) mit dem Führungsteam von Niedax (Bild: Niedax)
Bundeskanzler friedrich Merz (Bildmitte) mit dem Führungsteam von Niedax Bild: Niedax

Die Niedax Group, die ein neues gesichertes Glasfasernetz in Deutschland bauen will, habe dafür bereits einen Vertrag mit der Deutschen Bahn geschlossen. Das teilte das Unternehmen Golem auf Anfrage mit. "Es gibt einen Kooperationsvertrag zwischen beiden Parteien, zu dem aufgrund einer Vertraulichkeitserklärung keine Details bekannt gegeben werden" , hieß es.

Ein Bahn-Sprecher bestätigte Golem: "Seitens der DB Infrago geht es in dem Vorhaben um die Gestattung zum Verlegen von Leitungen. Eine Partnerschaft in dem Projekt ist nicht geplant. Dazu wurde beiderseits eine Verschwiegenheitserklärung vereinbart." Golem fragte so genau nach, weil ein Vertrag mit der Bahn für dieses Projekt bereits vor Jahren von Giga Fiber erfunden wurde .

Niedax, ein Hersteller von Kabelverlegesystemen, stellte sein Projekt zum Aufbau eines gesicherten Glasfasernetzes entlang von rund 33.000 Kilometern Bahnschiene am 2. Februar 2026 mit Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz vor 300 Gästen auf seinem Technologie Campus in Neustadt/Wied-Rahms (Rheinland-Pfalz) vor. Insider gehen davon aus, dass ein solches Netz einen zweistelligen Milliardenbetrag kostet.

Investoren bleiben geheim

Zu den Investoren will sich Niedax nicht äußern: "Die Finanzierung des Infrastrukturprojektes Glasfasernetzausbau wird rein privat finanziert durch Investoren aus dem deutschsprachigen Raum. Zu den konkreten Investoren und Vertragsinhalten geben wir keine Auskunft" , erklärte das Unternehmen Golem. Niedax ist nicht börsennotiert und unterliegt darum geringeren Berichtspflichten.

Glasfaser entlang des deutschen Schienennetzes kündigte zuvor bereits das Unternehmen Giga Fiber von Lars Diebold fast wortgleich an , was sich aber wie ein anderes Projekt für 0-Euro-FTTH für Privatkunden als bloße PR-Aktion erwies.

Diebold erklärte Golem am 11. Februar 2026, er habe im Mai 2024 zuerst 10 Prozent der Giga Fiber an die Niedax Gruppe verkauft. Als Kabelkanalhersteller mit DB Zulassung – das Unternehmen verbaut seit Jahren im Bahnumfeld seine Kanäle – sei das der richtige Weg gewesen, sagte er.

"Bis zum April 2025 haben wir dann das Projekt mit Planung, Berechnung, Businessplänen et cetera fertiggestellt und dann die restlichen 90 Prozent an die Niedax verkauft, da diese Art von Großprojekten in der Umsetzung in das Portfolio einer Niedax passt."

Niedax sei heute hundertprozentiger Gesellschafter der Giga Fiber, jetzt GF Abwicklungsgesellschaft. Auch der Gesellschaftszweck sei 1:1 identisch bei Giga Fiber zu Netz33 kopiert worden, erklärte Diebold.

Niedax erklärte dagegen : "Frühere Kooperationen zwischen der Niedax und der Giga Fiber bestehen nicht fort. Die Glasfaser-Aktivitäten der Niedax Group werden heute eigenständig über die entsprechende Konzernstruktur umgesetzt, da innerhalb der Unternehmensgruppe sowie im Partnernetzwerk die erforderlichen Kompetenzen für die Umsetzung eines solchen Großprojektes gebündelt werden."

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Anzeige: 18V-Kompressor von Makita nun unter Vergleichspreis

Von Benjamin Gründken — 11. Februar 2026 um 18:35
Der Akku-Kompressor Makita DMP181Z ist bei Amazon günstiger als zuletzt und anderswo im Angebot.
Bald kommt der Kompressor wieder zum Aufpumpen von Fahrradreifen zum Zuge. (Bild: Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Makita; Montage: Golem.de)
Bald kommt der Kompressor wieder zum Aufpumpen von Fahrradreifen zum Zuge. Bild: Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Makita; Montage: Golem.de

Makita zählt zu den bekanntesten Herstellern elektrischer Maschinen. Beim 18-Volt-Akku war der Hersteller seinerzeit Vorreiter. Noch heute profitiert man von der großen Gerätebasis. Kompatibel sind Hunderte Maschinen, vom Akkuschrauber über den Bohrhammer bis zum Akku-Kompressor.

Verglichen mit Einhell sind die Werkzeuge nur leider nicht ganz billig. Umso wichtiger ist der Blick in den Preisvergleich. Aktuell sticht hier der Akku-Kompressor DMP181Z ins Auge. Er hat sich allein im letzten Monat über 1.000-mal bei Amazon verkauft. Nun ist er günstiger als zuletzt und anderswo im Angebot.

Was kann der Akku-Kompressor DMP181Z von Makita?

Die Möglichkeiten sind schnell zusammengefasst: Er eignet sich zum Aufpumpen von Auto- und Fahrradreifen, fällt aber auch Sportbälle und Luftmatratzen schnell auf. Er wird also schon in Kürze seine Muskeln spielen lassen, wenn sich wieder alle aufs Fahrrad schwingen.

Der Akku-Kompressor bietet ein Display, eine automatische Abschaltfunktion bei Erreichen des gewünschten Drucks und eine Memoryfunktion. Heißt: Der zuletzt genutzte Druck bleibt für den nächsten Einsatz eingestellt.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Kompressor Adapter für die gängigsten Ventile. Akku und Ladegerät sind nicht enthalten, was aber kein Nachteil ist, da man den Akku-Kompressor mit den gängigen 18V-Akkus von Makita nutzt. Die hat der Heimwerker vermutlich schon im Sortiment. Alternativ wird man bei Amazon fündig .

Unter Vergleichspreis aus dem Lager geräumt

Amazon wirft den Makita DMP181Z gerade für nur noch 86,06 Euro aus dem Lager. Der zweitgünstigste Shop unter den 59 Anbietern mit Vergleichsangeboten bei Geizhals nimmt zum Zeitpunkt der Recherche bereits 89,82 Euro. Dort kommen noch 6,49 Euro Versandkosten hinzu, während Amazon gratis liefert. Dem Preistracker Keepa zufolge zahlte man im 90-Tage-Mittel noch 96,02 Euro.

Reklame

Makita DMP181Z Akku-Kompressor 11,1 bar 18V (ohne Akku, ohne Ladegerät)

Zum Angebot

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Anzeige: Kostet jetzt keine 6 Euro - zertifiziertes HDMI-2.1-Kabel

Von Claus Ludewig — 11. Februar 2026 um 18:05
Bei Amazon gibt es aktuell ein zertifiziertes HDMI-2.1-Kabel für weniger als sechs Euro zu kaufen.
Nur noch bis zum Montag gibt es das zertifizierte HDMI-2.1-Kabel von Silkland für unter sechs Euro. (Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon)
Nur noch bis zum Montag gibt es das zertifizierte HDMI-2.1-Kabel von Silkland für unter sechs Euro. Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon

Mit HDMI 2.1 stehen bis zu 48 GBit/s an Datenrate parat, so dass es genügend Bandbreite gibt, um 4K-UHD mit 120 Hz im erweiterten Farbraum HDR darzustellen. Auch wer eine Soundbar mit 3D-Audio Dolby Atmos betreiben möchte, kann dies dank HDMI 2.1 bewerkstelligen, aber nur, wenn das HDMI-Kabel auch zuverlässig die notwendige Datenrate liefern kann. Um auf Nummer sicher zu gehen, gibt es zertifizierte Ultra-High-Speed-HDMI-Kabel. Aktuell verkauft Amazon ein solches zertifiziertes HDMI-2.1-Kabel im befristeten Angebot für unter 6 Euro.

Was kann das Silkland HDMI-Kabel?

Das Silkland-Kabel trägt die Ultra-High-Speed-Zertifizierung für HDMI 2.1 und unterstützt damit eine maximale Bandbreite von 48 GBit/s. Entsprechend sind Übertragungen mit bis zu 8K bei 60 Hz oder 4K bei 120 Hz möglich. Über eARC beziehungsweise ARC lassen sich zudem hochauflösende Tonformate wie Dolby Atmos oder DTS:X an kompatible Soundbars und AV-Receiver weiterreichen. Dynamisches HDR10 wird ebenfalls unterstützt. Das Kabel ist abwärtskompatibel zu älteren HDMI-Standards.

In den Amazon-Rezensionen wird vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis positiv hervorgehoben. Nutzer berichten von stabiler Signalübertragung ohne Bildaussetzer oder Artefakte – auch bei 4K mit hohen Bildraten. Mehrfach erwähnt werden die passgenauen Stecker sowie die robuste Verarbeitung mit Nylonummantelung und vergoldeten Kontakten.

Was kostet das Silkland-HDMI-Kabel?

Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung verkauft Amazon das Silkland Ultra-High-Speed-HDMI-Kabel mit 2m für nur 5,91 Euro. Laut Keepa-Preishistorie gab es dieses Modell noch nie günstiger zu kaufen. Im Durchschnitt der vergangenen 90 Tage musste man einen Euro mehr investieren. Doch das aktuelle Bestpreis-Angebot gilt nur noch bis zum 16. Februar, wenn der Lagervorrat so lange reicht.

Reklame

Silkland HDMI 2.1 Kabel 2m, zertifiziertes HDMI-2.1-Kabel für eARC, 4K@120 Hz

Jetzt im befristeten Angebot zum Bestpreis

Preis, Daten und Fakten zum Silkland HDMI-2.1-Kabel

  • Mit dem HDMI-2.1-Kabel des chinesischen Herstellers Silkland gibt es ein zertifiziertes Kabel, damit auch wirklich alle HDMI-2.1-Features genutzt werden können.
  • So gibt es bei diesem Ultra-High-Speed-HDMI-Kabel Support für eARC und 4K-UHD mit 120 Hz.
  • Positiv erwähnen Amazon-Kunden etwa die vergoldeten Steckerkontakte und die robuste Nylonummantelung des Kabels.
  • Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung verkauft Amazon das Silkland-HDMI-2.1-Kabel für nur 5,91 Euro im befristeten Angebot. Wenn es nach der Keepa-Preischronik geht, gab es dieses zwei Meter lange Kabel noch nie günstiger.

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heise+ | Nur für neue ARM-CPUs: Windows 11 26H1 lässt AMD und Intel außen vor

Von Heise — 11. Februar 2026 um 18:21

Die neue Windows-11-Version 26H1 erscheint nur für Komplettsysteme mit neuen ARM-Prozessoren. Prozessoren von AMD oder Intel werden sie nie zu Gesicht bekommen.

Stellen Sie sich vor, es gibt eine neue Windows-11-Version, doch niemand kann sie bislang nutzen. Genau das ist just passiert: Microsoft hat am gestrigen 10. Februar Windows 11 in der frischen Variante 26H1 [1] [1] veröffentlicht. Doch die neue Version steht nicht der breiten Allgemeinheit zur Verfügung, sondern ist nur für Komplettsysteme mit neuen ARM-Prozessoren gedacht. Konkret nennt Microsoft derzeit einzig Qualcomms Snapdragon X2 als unterstützte Prozessorfamilie.

Details zu diesem Prozessor hat Qualcomm häppchenweise seit September 2025 veröffentlicht. Erste damit bestückte Notebooks wurden Anfang Januar 2026 auf der IT-Messe CES für März oder April angekündigt. Microsofts nun vermeldete Fertigstellung von Windows 11 26H1 bedeutet, dass die Notebookhersteller mit der Massenproduktion der Geräte starten können – denn dazu gehört ja auch eine Windows-Vorinstallation.

Keine Wiederholung vom doppelten 24H2

Uns wurde bereits auf der CES aus Herstellerkreisen bestätigt, dass Notebooks mit Snapdragon X2 (den es in Elite- und Plus-Varianten gibt) hardwareseitig fertig entwickelt sind, aber auf Windows 11 26H1 warten müssen. Bislang war unsere Vermutung, dass Microsoft den neuen Qualcomm-Systemen wieder einen zeitlichen Vorsprung gönnt: Im Frühsommer 2024 startete Windows 11 24H2 als Build 26000 exklusiv auf Notebooks mit der ersten Generation des Snapdragon X, weil zunächst nur diese eine NPU hatten, die stark genug für die neuen KI-Funktionen war, die Microsoft als Copilot+ vermarktet.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11173094

Links in diesem Artikel:
[1] https://learn.microsoft.com/de-de/windows/whats-new/windows-11-version-26h1

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Kot als Medizin: Römische Ärzte kannten keine Berührungsängste

Von Bernardo Cantz — 11. Februar 2026 um 18:40

Bernardo Cantz

Set aus Ton- und Glasflaschen mit Korken auf rotem Tischdecke, historische Nachbildung einer mittelalterlichen Kräuterwerkstatt während einer Veranstaltung im Freien.

(Bild: Adam bartosik / Shutterstock.com)

Römische Ärzte schworen auf ein Mittel, das heute undenkbar scheint – jetzt liefert eine 1.900 Jahre alte Flasche den ersten echten Beweis.

Menschliche Exkremente spielen in der Medizin heute durchaus eine Rolle. So erleben etwa Stuhltransplantationen einen regelrechten Hype in der medizinischen Forschung. Die Frage, der Wissenschaftler nachgehen: Kann das Übertragen von Darmbakterien bei Erkrankungen wie Depressionen oder Diabetes helfen?

Dass menschlicher Kot als Medizin [1] verwendet wird, ist allerdings nicht neu. So gibt es Berichte [2], dass die Fäkalien des Dalai Lama einst in Tibet auch eine Rolle in der Medizin spielten. Sie galten als besonders rein und heilsam und wurden wohl in Pillenform verabreicht.

Wie ein archäologischer Fund jetzt beweist [3], hatte das nicht nur in Asien Tradition, sondern auch im Römischen Reich. In der Türkei fanden Archäologen jetzt eine rund 1.900 Jahre alte Flasche, die chemische Spuren von menschlichem Kot enthält – vermischt mit Thymian gegen den Geruch.

Der Fund gilt als der erste handfeste Beweis dafür, dass "Medizin aus Kot" in der Antike nicht nur beschrieben, sondern tatsächlich hergestellt und verwendet wurde.

Was die Texte schon lange behaupten – und warum das bislang nicht "bewiesen" war

Griechisch-römische Ärzte wie Plinius der Ältere, Dioskurides und der berühmte Galen von Pergamon empfahlen in ihren Schriften Heilmittel auf Fäkalienbasis. Allein Galen erwähnt solche Rezepturen mindestens zwei Dutzend Mal [4].

Die Einsatzgebiete waren vielfältig: Entzündungen, Infektionen und wenn es mit dem Nachwuchs nicht klappen wollte.

Meist verwendete man Tierdung, doch Galen beschrieb auch den therapeutischen Wert von Kinderkot – vorausgesetzt, das Kind hatte eine bestimmte Diät aus Lupinenbohnen, Brot und Wein eingehalten.

Das Problem: Trotz dieser zahlreichen Textstellen fehlte jeder materielle Beweis. Niemand konnte sicher sagen, ob diese Rezepte jemals wirklich angerührt wurden – bis jetzt.

Der archäologische Befund – ein unscheinbares Glasgefäß aus Pergamon

"Während meiner Arbeit in den Lagerräumen des Bergama-Museums fiel mir auf, dass einige Glasgefäße Rückstände enthielten", berichtet der Archäologe Cenker Atila [5] von der Sivas Cumhuriyet Universität.

Das fragliche Objekt ist ein sogenanntes Unguentarium – ein schlankes Glasfläschchen, das wie ein kleiner Kerzenständer aussieht. Solche Gefäße dienten typischerweise zur Aufbewahrung von Parfüm, Öl oder Kosmetik.

Dieses Exemplar stammte aus einem Grab in Pergamon, dem heutigen Bergama in der Westtürkei. Die Stadt war im 2. Jahrhundert ein Zentrum der römischen Medizin – und die Heimat Galens. Das Gefäß war mit Ton versiegelt.

Im Inneren fanden sich dunkelbraune, krustige Flocken. "Als wir das Unguentarium öffneten, gab es keinen üblen Geruch", so Atila. Die Substanz war schlicht übersehen worden.

Chemischer Nachweis – welche Moleküle im Rückstand stecken

Um das Rätsel zu lösen, zermahlten die Forscher die Probe [6] und analysierten sie mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie. Diese Methode zerlegt Substanzen in ihre chemischen Bestandteile wie ein molekularer Fingerabdruck.

Das Ergebnis war eindeutig: Die Rückstände enthielten Coprostanol und 24-Ethylcoprostanol. Diese Moleküle entstehen nur bei der Verdauung von Cholesterin im Darm – sie sind klassische Biomarker für Fäkalien.

Das Verhältnis der beiden Stoffe [7] zueinander deutete auf eine menschliche Quelle hin, auch wenn die Herkunft nicht mit absoluter Sicherheit bestimmt werden konnte.

Zusätzlich fanden die Wissenschaftler Carvacrol – eine aromatische Verbindung, die Thymianöl seinen charakteristischen Duft verleiht. Die antiken Ärzte hatten offenbar den Gestank maskiert, um die Akzeptanz bei ihren Patienten zu erhöhen.

Bedeutung für das Bild römischer Medizin

"Diese Studie liefert den ersten direkten chemischen Beweis für die medizinische Verwendung von Fäkalien in der griechisch-römischen Antike", schreiben die Forscher in ihrer Veröffentlichung.

Der Fund zwingt Archäologen, Unguentaria neu zu bewerten. Diese kleinen Gefäße waren offenbar nicht nur Parfümflakons, sondern konnten auch komplexe therapeutische Substanzen enthalten.

In der antiken Welt verschwammen die Grenzen zwischen Kosmetik, Medizin und Ritual. Salben verwischten, so schreiben die Forscher, oft den Unterschied zwischen Heilung, Hygiene und Magie.

Der Geruch spielte dabei eine zentrale Rolle – als diagnostisches Zeichen, als therapeutisches Werkzeug und als soziale Herausforderung, die es zu überwinden galt.

Die Wissenschaftler fordern nun [8], ähnliche Kleinfunde systematischer auf "stigmatisierte" oder unerwartete Inhaltsstoffe zu untersuchen.

Vorsichtige Brücke zur Gegenwart

Die Parallelen zur modernen Medizin sind verlockend. Heute erforschen Wissenschaftler Stuhltransplantationen als Therapie für verschiedene Erkrankungen – von Darminfektionen bis hin zu neurologischen Leiden.

Doch die Methode hat ihre Tücken: Die Wirkung scheint nach etwa sechs Monaten nachzulassen. Zudem birgt das Verfahren Risiken – in seltenen Fällen kam es zu tödlichen Infektionen.

Ob Galen tatsächlich "etwas auf der Spur" war, wie manche spekulieren, bleibt fraglich. Kassandra Miller, Professorin für Klassische Philologie am Colby College, findet die Parallelen [9] "interessant und provokativ, aber auch weit hergeholt".

Denn die antiken Vorstellungen von Krankheit und Körper unterschieden sich grundlegend von unseren. Römische Ärzte kannten weder Bakterien noch das Mikrobiom. Ihre Rezepte folgten einer anderen Logik – einer, die wir heute erst wieder zu verstehen beginnen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11173579

Links in diesem Artikel:
[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Use_of_human_faeces_in_traditional_medicine
[2] https://brill.com/view/journals/jjs/12/3/article-p402_3.xml
[3] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S2352409X26000246?via%3Dihub
[4] https://www.sciencealert.com/ancient-romans-really-did-use-poop-as-medicine-we-just-got-the-first-real-proof
[5] https://www.livescience.com/archaeology/romans/romans-used-human-feces-as-medicine-1-900-years-ago-and-used-thyme-to-mask-the-smell
[6] https://phys.org/news/2026-02-poop-medicine-roman-vial-chemistry.html
[7] https://cen.acs.org/analytical-chemistry/art-%26-artifacts/ancient-Roman-poop-poo/104/web/2026/01
[8] https://www.anatolianarchaeology.net/pergamon-find-confirms-feces-based-medicine-was-practiced-in-roman-anatolia/
[9] https://cen.acs.org/analytical-chemistry/art-%26-artifacts/ancient-Roman-poop-poo/104/web/2026/01

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Photovoltaik: Wer 2026 installiert, sichert sich noch über 8.000 Euro

Von Matthias Lindner — 11. Februar 2026 um 14:30

Matthias Lindner

Arbeiter bauen Sonnenkollektorsystem auf dem Dach des Hauses.

(Bild: anatoliy_gleb / Shutterstock.com)

Ab 2027 könnte die Einspeisevergütung für neue Solaranlagen wegfallen. Wer jetzt handelt, sichert sich die Förderung für 20 Jahre.

Wer ein Einfamilienhaus besitzt und über eine Solaranlage nachdenkt, sollte nicht zu lange warten. Denn die Bundesregierung erwägt, die Einspeisevergütung für neue Photovoltaik-Anlagen ab 2027 zu streichen.

Betreiber, die ihre Anlage noch 2026 in Betrieb nehmen, können sich die staatliche Förderung für zwei Jahrzehnte sichern.

So funktioniert die Einspeisevergütung

Wer eine Solaranlage auf dem Dach hat, verbraucht einen Teil des erzeugten Stroms selbst. Der Rest fließt ins öffentliche Netz.

Für diesen überschüssigen Strom zahlt der Staat eine feste Vergütung. Bei Anlagen bis zehn Kilowatt-Peak beträgt sie derzeit 7,78 Cent pro Kilowattstunde. Diese Summe bleibt für 20 Jahre garantiert.

Das Verbraucherportal Finanztip hat ausgerechnet, dass die Einnahmen immerhin auf mehr als 8.200 Euro summieren können. Die Beispielrechnung dazu:

Ein Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr installiert eine Anlage mit acht Kilowatt-Peak Leistung. Dazu kommt ein Speicher mit fünf Kilowattstunden Kapazität. Diese Kombination bringt etwa 412 Euro Einspeisevergütung im Jahr.

Über die gesamte Förderdauer von 20 Jahren ergibt das die angegebene Summe von mehr als 8.200 Euro.

Ministerin hält Förderung für überflüssig

Doch diese Förderung will Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) abschaffen. Laut Finanztip geht das aus Plänen ihres Ministeriums hervor.

Reiches Haltung zur Einspeisevergütung ist aber nicht neu. Schon im vergangenen Jahr hat sie sich entsprechend geäußert – und erntete dafür reichlich Kritik aus der Solarbranche.

Sie erklärte damals [1], dass eine Förderung nicht mehr notwendig sei, da die Kosten für Solaranlagen stark gesunken seien. Stattdessen sollten Betreiber kleiner Dachanlagen ihren Strom künftig selbst am Markt verkaufen.

Aber es gibt noch einen anderen Grund für die geplante Änderung: Viele kleine Anlagen speisen ihren Strom unkontrolliert ins Netz ein. An sonnigen Tagen mit wenig Verbrauch kann das zum Problem werden. Das geht aus einem Monitoringbericht des Ministeriums hervor, berichtete die [2] Frankfurter Rundschau.

Eine mögliche Lösung sieht das Ministerium deshalb darin, dass neue Anlagen mit Speichern ausgestattet und steuerbar sind [3].

Benjamin Weigl, Energieexperte bei Finanztip, schätzt die Lage so ein: "Aktuell müssen wir davon ausgehen, dass es für Hausbesitzer ab 2027 deutlich komplizierter wird, eine rentable Photovoltaik-Anlage zu errichten."

Direktvermarktung bringt deutlich weniger Geld

Bei der Direktvermarktung [4] bekommen Anlagenbetreiber den aktuellen Marktpreis [5] für ihren Strom. Dieser lag 2025 im Durchschnitt bei etwa 4,5 Cent pro Kilowattstunde. Davon gehen noch Kosten für die Vermarktung ab. Am Ende bleiben nur rund 3,8 Cent pro Kilowattstunde übrig.

Was bedeutet das in Euro? Der Beispielhaushalt aus der Finanztip-Rechnung würde über 20 Jahre mehr als 4.000 Euro weniger einnehmen. Und dabei geht die Rechnung von niedrigen Vermarktungskosten aus.

Weigl warnt: "Sollten Haushalte eigenständig einen Direktvermarkter beauftragen müssen, könnten die Kosten – insbesondere bei kleinen Anlagen – noch deutlich höher ausfallen."

Solarbranche und Verbraucherschützer protestieren

Der Bundesverband Solarwirtschaft lehnt die Pläne ab. Das erklärte er bereits im vergangenen Jahr. Eine Umsetzung würde die Klimaziele [6] des Landes gefährden. Außerdem stünden rund 150.000 Arbeitsplätze in der Branche auf dem Spiel. Der Verband forderte verlässliche Bedingungen für Investitionen in Solaranlagen.

Auch Verbraucherschützer kritisieren den Vorstoß. Ramona Pop leitet den Bundesverband der Verbraucherzentralen. Sie betonte kürzlich gegenüber der Rheinischen Post: "Private Haushalte leisten mit Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Dach bereits heute einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende." Die Einspeisevergütung sollte nicht ersatzlos gestrichen, sondern weiterentwickelt werden.

Wichtiger Hinweis für neue Anlagenbetreiber

Wer seine Anlage noch vor einer möglichen Gesetzesänderung ans Netz bringt, behält den Anspruch auf die Einspeisevergütung.

Allerdings gibt es eine Hürde, die viele übersehen. Die Anmeldung der Anlage [7] beim Netzbetreiber reicht allein nicht aus. Betreiber müssen zusätzlich schriftlich erklären, dass sie die Einspeisevergütung erhalten möchten.

Ohne diese separate Mitteilung zahlt der Netzbetreiber kein Geld für den eingespeisten Strom. Eine nachträgliche Korrektur ist nicht möglich.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11173194

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.fr.de/wirtschaft/solarenergie-subvention-koennte-wegfallen-es-droht-der-komplette-stillstand-zr-93878730.html
[2] https://www.fr.de/wirtschaft/einspeiseverguetung-fuer-solarstrom-sinkt-was-das-fuer-pv-besitzer-bedeutet-94148437.html
[3] https://www.heise.de/tp/article/Smart-Meter-Rollout-Deutschland-wagt-den-Neustart-10296638.html
[4] https://www.heise.de/tp/article/Unsichtbare-Hand-des-Strommarktes-Merit-Order-im-Detail-erklaert-9577502.html
[5] https://www.heise.de/tp/article/Wie-entsteht-der-Strompreis-in-Deutschland-7322809.html
[6] https://www.heise.de/tp/article/Gericht-zieht-klare-Grenze-Klimaziele-sind-keine-Absichtserklaerungen-11167560.html
[7] https://www.telepolis.de/article/PV-Anlage-anmelden-Dieser-Fehler-kostet-Hunderte-Euro-jaehrlich-11122954.html

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Trumps China-Politik: Zwischen Dealmaker und Eindämmung

Von Connor Echols — 11. Februar 2026 um 14:00

Connor Echols

Donald Trump und Xi Jinping

Donald Trump und Xi Jinping

(Bild: carlos110/Shutterstock.com)

Donald Trump irritiert die China-Hardliner mit seinem neuen Kurs. Der US-Präsident setzt verstärkt auf Deals mit Peking. Was will er erreichen? Ein Gastbeitrag.

Seit der Rückkehr von Präsident Donald Trump ins Weiße Haus vor einem Jahr sind die China-Falken in Aufruhr geraten. Führende Köpfe der US-Politik gegenüber Peking warnen nun, Trump steuere "mit Volldampf [1] auf einen schlechten Deal" mit der Kommunistischen Partei Chinas zu.

Matthew Pottinger, ein zentraler Architekt von Trumps China-Politik in dessen erster Amtszeit, argumentiert, der Präsident habe Peking durch seine "verwirrenden" politischen Entscheidungen in eine "komfortable Lage" gebracht.

Realistisch, aber unkoordiniert

Connor Echols

Unser Gastautor Connor Echols

(Bild: RS [2])

Selbst einige Republikaner im Kongress haben Trumps Ansatz kritisiert, insbesondere nach seiner Entscheidung im Dezember, den Verkauf leistungsstarker KI-Chips von Nvidia an China [3] zu erlauben. "Die KPCh wird diese hochentwickelten Chips nutzen, um ihre militärischen Fähigkeiten und ihre totalitäre Überwachung zu stärken", argumentierte [4] der Abgeordnete John Moolenaar (Republikaner, Michigan), der dem einflussreichen Sonderausschuss für den Wettbewerb mit China vorsitzt.

Aus dieser Welle der Kritik hat sich ein gängiges Narrativ herausgebildet: Indem Trump auf Abkommen mit Peking setzt, verabschiede er sich vom parteiübergreifenden China-Konsens, den er in seiner ersten Amtszeit selbst mitgeprägt habe. Mit anderen Worten: Der Präsident sei gegenüber China weich geworden.

Doch die Realität ist komplexer, als dieses Narrativ nahelegt. Eine genaue Betrachtung von Trumps China-Politik in seiner zweiten Amtszeit deutet laut außenpolitischen Realisten, mit denen RS gesprochen hat, darauf hin, dass der Präsident gegenüber Peking einen realistischen, wenn auch unkoordinierten Ansatz verfolgt.

Das kann einige unbequeme Zugeständnisse einschließen, etwa die Lockerung von Beschränkungen beim Verkauf von KI-Chips oder eine gemäßigtere Rhetorik beim Schutz Taiwans. Es bedeutet jedoch nicht, dass Trump im Begriff steht, Asien Pekings Einflusssphäre zu überlassen, wie einige Falken nun befürchten.

Die Gründe für diese scheinbare Verschiebung sind vielfältig. Einerseits entspricht sie Trumps langjähriger Vorliebe für Deals sowie seinem offenkundigen Respekt für Chinas wirtschaftliche Dynamik. Andererseits hat sich die geopolitische Realität tatsächlich verändert. China hat erheblichen Einfluss gegenüber den USA aufgebaut und die Trump-Regierung hat sich entschieden, diese Tatsache anzuerkennen.

Indem Trump diese Realität anerkennt, schafft er die Möglichkeit, nützliche Kompromisse mit Peking zu verfolgen und die Wahrscheinlichkeit eines katastrophalen Konflikts zu verringern. "Wir sprechen hier von zwei nuklearen Supermächten", sagte Lyle Goldstein, Direktor des Asia Program bei Defense Priorities. "Wir wollen mehr gegenseitige Abhängigkeit, nicht weniger."

Falken mit holprigem Start

Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit schien Trump bereit, einen noch härteren Kurs gegenüber China einzuschlagen. Wenige Tage nach seinem Amtsantritt verhängte der Präsident einen Zoll von 10 Prozent auf chinesische Waren, der bis April auf 145 Prozent anstieg.

Doch dann geschah etwas Bemerkenswertes: China konterte. Die chinesischen Behörden kündigten an, die Ausfuhr seltener Erden in die USA zu beschränken – Rohstoffe, die für die Herstellung der meisten modernen Technologien unverzichtbar sind. Bald darauf riefen amerikanische Manager in Panik im Weißen Haus an und warnten [5], die neuen chinesischen Beschränkungen würden sie zwingen, Fabriken stillzulegen – wie es Ford und Suzuki kurz darauf taten.

"Das könnte eine sehr eindrückliche Lektion für den Präsidenten gewesen sein", sagte Goldstein. Trump habe sich offenbar auf Berater gestützt, die glaubten, die USA hätten in der Beziehung zu China "alle Trümpfe in der Hand" und Peking würde unter Druck nachgeben. "Ich muss davon ausgehen, dass der Präsident begann, die China-Ratschläge, die er erhielt, infrage zu stellen", so Goldstein gegenüber RS.

Kurz darauf begann der Präsident, sein außenpolitisches Team neu aufzustellen. Trump drängte Falken wie den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz und dessen Stellvertreter Alex Wong an den Rand. Im Zuge einer umfassenden Umstrukturierung der nationalen Sicherheitsbürokratie entließ [6] er zudem erfahrene China-Experten im Nationalen Sicherheitsrat und im Außenministerium.

Diese Neuausrichtung scheint realistische Denker in Trumps Umfeld gestärkt zu haben. Der Unterstaatssekretär für Verteidigungspolitik, Elbridge Colby, überstand die Umstrukturierung und vertritt [7] nun die Ansicht, dass die USA "unnötige Konfrontationen" vermeiden und eine "stabile, friedliche Beziehung" zu China anstreben sollten.

Andy Baker, der als ideologischer Verbündeter Colbys gilt, übernahm Wongs Posten im Nationalen Sicherheitsrat. Andrew Byers, der sich 2024 für einen sorgfältig austarierten "kalten Frieden" zwischen den USA und China aussprach [8], behielt eine einflussreiche Rolle als stellvertretender Verteidigungsstaatssekretär für Süd- und Südostasien.

Mit diesem neu aufgestellten Team verfolgt Trump einen weniger konfrontativen Ansatz. So kündigte er an [9], dass Nvidia hochwertige (wenn auch nicht die modernsten) KI-Chips an chinesische Unternehmen verkaufen dürfe, sofern die US-Regierung an den Gewinnen beteiligt werde.

Zudem verzögerte das Weiße Haus den erzwungenen Verkauf von TikTok und nahm seine Drohung zurück, Visa für chinesische Studierende an US-Universitäten zu streichen, was viele Falken als Sicherheitsrisiko betrachten. Außerdem begann Trump, die Möglichkeit eines "großen Deals" mit Peking anzupreisen.

China-Hardliner deuten diese Schritte als Bereitschaft, zentrale US-Interessen in Ostasien preiszugeben. Doch ihre Befürchtungen sind überzogen, meint John Mearsheimer, ein prominenter Vertreter des Realismus in der Politikwissenschaft an der Universität Chicago. Trump "ist entschlossen, China einzudämmen", sagte er gegenüber RS. "Das bedeutet, dass er nicht will, dass China Ostasien dominiert."

Als Beleg dafür verwies Mearsheimer auf Trumps Nationale Sicherheitsstrategie und Nationale Verteidigungsstrategie. In beiden wird der Wunsch der Regierung betont, eine chinesische Invasion Taiwans abzuschrecken, wenngleich zunächst US-Interessen in der westlichen Hemisphäre im Vordergrund stehen. Trump verwende "eine weniger konfrontative Rhetorik, was ich durchaus begrüße", fügte Mearsheimer hinzu.

"Aber wenn man sich die tatsächliche Politik anschaut, hat sich nichts von wirklicher Bedeutung geändert." (Wie Goldstein anmerkte, hat Trump keine wesentlichen Änderungen an der amerikanischen Militärpräsenz in Ostasien vorgenommen, die weitgehend darauf ausgerichtet ist, chinesische Ambitionen in der Region einzudämmen.)

Dennoch steht außer Zweifel, dass es den republikanischen Falken in den ersten Monaten von Trumps zweiter Amtszeit schwerfällt, Einfluss zu gewinnen, sagte Paul Heer, ehemaliger leitender US-Geheimdienstanalyst für Ostasien. Wie Heer es formulierte, haben die Hardliner "ein Jahr nach Beginn der Amtszeit noch keine Ahnung, wie stark ihre Stimme in dieser Regierung ist".

Kein großer Deal

Die China-Falken werten Trumps Bereitschaft zu Abkommen mit Peking als Beleg dafür, dass er auf eine Art großen historischen Kompromiss zusteuert. Im schlimmsten Fall, so ihre Befürchtung, werde die Regierung Taiwan im Zuge einer umfassenderen Entspannungspolitik gegenüber China fallenlassen. Diese Sorgen haben sich im Vorfeld eines für April erwarteten Treffens zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping noch verstärkt.

Doch es gibt kaum Anzeichen dafür, dass ein solcher Deal bevorsteht. Wie Heer betonte, würde ein solcher Kompromiss ein außergewöhnliches Maß an Geduld und Beharrlichkeit erfordern – zwei Eigenschaften, die man Trump nur selten zuschreibt.

Zudem gibt es in Ostasien eine reale Divergenz zwischen amerikanischen und chinesischen Interessen, was eine dauerhafte Entspannung unwahrscheinlich macht, so Mearsheimer. "Wenn ich Nationaler Sicherheitsberater in Peking wäre, würde ich Xi Jinping raten, alles zu tun, um Ostasien zu dominieren", sagte er.

"Jegliche kooperativen Vereinbarungen zwischen Xi und Trump sind sicherlich zu begrüßen", fuhr Mearsheimer fort. "Aber man sollte stets bedenken, dass jede kooperative Vereinbarung im Schatten eines intensiven sicherheitspolitischen Wettbewerbs zwischen diesen beiden Staaten steht."

Selbst solche begrenzten Abkommen können konkrete Vorteile für die USA bringen. So erklärte sich China beispielsweise nach dem Treffen zwischen Trump und Xi im Oktober des vergangenen Jahres bereit, härter gegen den Export von Vorläuferchemikalien vorzugehen, die mexikanische Kartelle zur Herstellung von Fentanyl verwenden. Eine anhaltende Entspannung könnte zudem den Weg für Abkommen ebnen, die Handelsmöglichkeiten für amerikanische Unternehmen erweitern und Kommunikationskanäle für potenzielle Krisen ausbauen.

Um einen solchen "kalten Frieden" zu ermöglichen, empfahl Goldstein, Trump und Xi sollten eine regelmäßige Reihe von Treffen etablieren, um zentrale Fragen zu erörtern. "Dieser Gipfel im April ist längst überfällig", sagte er. "Wir sollten ein bilaterales Gipfelformat institutionalisieren. Das sollte etwas ganz Normales sein."

Connor Echols ist Reporter für Responsible Statecraft. Zuvor war er Chefredakteur des NonZero-Newsletters.

Dieser Text erschien zuerst bei unserem Partnerportal Responsible Statecraft [10] auf Englisch


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11172562

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.aei.org/op-eds/going-soft-on-china-could-be-a-hard-lesson/
[2] https://responsiblestatecraft.org/author/cechols/
[3] https://www.heise.de/tp/article/H200-Chips-fuer-China-Nvidia-erhaelt-kontrollierten-Marktzugang-11134432.html
[4] https://thehill.com/policy/technology/5641526-trump-nvidia-china-chips-republican-concerns/
[5] https://www.nytimes.com/2025/07/20/us/politics/trump-china-technology.html#google_vignette
[6] https://www.npr.org/2025/07/24/nx-s1-5477523/state-department-cuts-china-experts
[7] https://www.war.gov/News/Speeches/Speech/Article/4389207/remarks-by-under-secretary-of-war-for-policy-elbridge-colby-at-the-sejong-insti/
[8] https://www.theamericanconservative.com/a-cold-peace-with-china/
[9] https://finance.yahoo.com/news/trump-approved-nvidias-h200-china-213116066.html
[10] https://responsiblestatecraft.org/trump-china-hawks/

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Windows 11 erhält Runtime-Integritätsschutz und Zustimmungsabfragen

Von Heise — 11. Februar 2026 um 13:18
Zittriges Windows-11-Logo vor Matrix-artigem Code

(Bild: heise online / dmk)

Microsoft kündigt zwei neue Sicherheitsinitiativen für Windows an: Baseline Security Mode und User Transparency and Consent sollen Nutzer besser schützen.

Microsoft hat zwei neue Sicherheitsinitiativen für Windows angekündigt. Konkret sollen „Windows Baseline Security Mode“ und „User Transparency and Consent“ das Betriebssystem künftig besser vor unerwünschten Änderungen durch Anwendungen – also Schadsoftware – schützen.

Die Neuerungen sind Teil der unternehmensweiten Secure Future Initiative [1] (SFI) und der Windows Resiliency Initiative [2]. Laut Microsoft sollen Anwendungen nicht mehr ohne Wissen der Nutzer deren Einstellungen überschreiben, zusätzliche Software installieren oder Kernfunktionen des Betriebssystems ändern.

Runtime-Integritätsschutz standardmäßig aktiv

Der Windows Baseline Security Mode aktiviert Runtime-Integritäts-Safeguards standardmäßig. Das System lässt dann nur noch signierte Anwendungen, Dienste und Treiber zu. Das soll vor Manipulationen oder unbefugten Änderungen schützen. Nutzer und IT-Administratoren können bei Bedarf Ausnahmen definieren. Entwickler sollen APIs erhalten, um den Status der Schutzfunktionen abzufragen und auf Exceptions zu prüfen.

Die zweite Initiative, User Transparency and Consent, führt Zustimmungsabfragen ein – ähnlich wie man sie von Smartphones kennt. Windows fragt künftig also nach, wenn Apps auf sensible Ressourcen wie das Dateisystem, die Kamera oder das Mikrofon zugreifen wollen. Auch die Installation unerwünschter Software soll nicht mehr ohne explizite Zustimmung möglich sein. Nutzer können ihre Entscheidungen jederzeit überprüfen und ändern.

Stufenweise Einführung geplant

Microsoft plant eine schrittweise Einführung der neuen Security-Maßnahmen – laut Ankündigung [3] in Partnerschaft mit Entwicklern, Unternehmen und Partnern. Zunächst sollen Nutzer und IT-Abteilungen bessere Einblicke in App-Zugriffe erhalten. Parallel werden Tools und APIs für Entwickler bereitgestellt. Wie genau der Zeitplan aussieht, ist aktuell noch nicht bekannt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11172890

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Microsoft-will-IT-Security-besser-machen-und-startet-Secure-Future-Initative-9352878.html
[2] https://www.heise.de/news/Windows-11-Security-Updates-fuer-das-sicherste-Betriebssystem-der-Welt-10057468.html
[3] https://blogs.windows.com/windowsexperience/2026/02/09/strengthening-windows-trust-and-security-through-user-transparency-and-consent/
[4] https://www.heise.de/ix
[5] mailto:fo@heise.de

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Neue Verschlüsselungs-Empfehlungen des BSI: Das Ende für RSA und ECC naht

Von Heise — 11. Februar 2026 um 13:14
BSI-Schild

(Bild: Superstar/Shutterstock.com)

Das Bundesamt fordert, klassische asymmetrische Verschlüsselungsverfahren ab 2032 nur noch in Kombination mit Post-Quanten-Kryptographie einzusetzen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt, sich in Zukunft nicht mehr allein auf klassische asymmetrische Verschlüsselung zu verlassen und quantensichere Verfahren zu nutzen. Entsprechende Handlungsempfehlungen enthält die jährliche Aktualisierung der technischen Richtlinie TR-02102. Entwickler und Anwender von Kryptosystemen müssen allerdings nicht alles stehen- und liegenlassen: Das BSI setzt einen Zeitrahmen bis 2031.

Nicht ob und wann Quantencomputer [1] traditionelle Verschlüsselungsverfahren bedrohten, stehe zur Sicherheitsbetrachtung im Vordergrund, schreibt das BSI. Es gebe Standardverfahren, deshalb solle die Migration zu Post-Quanten-Kryptografie vorangetrieben werden. In seiner 2026er-Ausgabe der Technischen Richtlinie 02102-1, „Kryptographische Verfahren: Empfehlungen und Schlüssellängen“, spiegelt sich diese Einschätzung nun erstmals wider. In TR02102-1 [2]heißt es nun:

Der alleinige Einsatz von klassischen Schlüsseleinigungsverfahren wird nur noch bis Ende 2031 empfohlen, siehe auch Abschnitt 2.3. Für Anwendungen mit sehr hohem Schutzbedarf sollte die Umstellung bereits bis Ende 2030 erfolgen. Dies geht aus einer gemeinsamen Empfehlung des BSI und europäischen (sic) Partnerbehörden hervor.

Wohlgemerkt: Zunächst geht es um die Schlüsseleinigung, also die Aushandlung einer sicheren Verbindung. Die Zeitpläne für andere Verschlüsselungsfunktionen sehen anders aus – digitale Signaturen etwa sollten erst ab 2036 auf hybride Verfahren umgestellt sein. Die Empfehlung bezieht sich nur auf die Kombination von PQC- mit einem klassischen Verfahren. Der alleinige Einsatz von PQC anstelle von RSA & Co wird nicht erwähnt.

Die Technische Richtlinie 02102 hat zunächst lediglich Empfehlungscharakter, wird jedoch häufig von anderen Richtlinien herangezogen und entfaltet in deren Geltungsbereich auch quasi-normativen Charakter. Das BSI nennt hier die Verarbeitung von Verschlusssachen, aber auch die TR-03161 [3] verpflichtet Anwendungen im Gesundheitswesen zur Beachtung von TR-02102.

Plattner: Setzen neue Maßstäbe

BSI-Präsidentin Plattner sieht den Schritt als großen Wurf: „Mit der Abkündigung der klassischen Verschlüsselungsverfahren setzen wir neue Maßstäbe“. Die Migration auf PQC sei „alternativlos“, sagt die Amtsleiterin weiter. Doch prescht das Bundesamt nicht im Alleingang vor – die EU-Kommission hat einen unionsweiten Zeitplan [4] für die Umstellung auf quantensichere Verschlüsselung.

Die TR-02102 [5] besteht aus vier Teilen, die von grundlegenden Empfehlungen über Transport Layer Security (TLS), den Protokollen IPsec und IKEv2 bis hin zu einer Handreichung zum Einsatz von SSH reichen. Die Aktualisierung erstreckt sich auf alle Teilbereiche – so ergibt sich aus der Empfehlung hybrider Verfahren auch eine Abkündigung von TLS 1.2, das derlei nicht unterstützt.

Beim Übergang zu quantensicherer Verschlüsselung unterstützt das Unternehmen mit weiteren Leitfäden und Handlungsempfehlungen, die es auf einer Themenseite [6] gesammelt bereitstellt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11172624

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/thema/Quantencomputer
[2] https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/TechnischeRichtlinien/TR02102/BSI-TR-02102.pdf?__blob=publicationFile&v=14
[3] https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/TechnischeRichtlinien/TR03161/BSI-TR-03161-2.pdf?__blob=publicationFile&v=10
[4] https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/library/coordinated-implementation-roadmap-transition-post-quantum-cryptography
[5] https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Standards-und-Zertifizierung/Technische-Richtlinien/TR-nach-Thema-sortiert/tr02102/tr02102_node.html
[6] https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Informationen-und-Empfehlungen/Quantentechnologien-und-Post-Quanten-Kryptografie/quantentechnologien-und-quantensichere-kryptografie_node.html
[7] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[8] mailto:cku@heise.de

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Patchday SAP CRM, S/4HANA: Angreifer können Datenbanken beschädigen

Von Heise — 11. Februar 2026 um 11:33
SAP-Schriftzug

(Bild: nitpicker/Shutterstock.com)

Am Patchday im Februar kümmert sich SAP um mehrere Sicherheitsprobleme in seinem Softwareportfolio.

Diverse Businesssoftware von SAP ist verwundbar. Angreifer können unter anderem an „kritischen“ Lücken in CRM and SAP S/4HANA (Scripting Editor) und NetWeaver Application Server ABAP and ABAP Platform ansetzen.

Besonders gefährliche Schwachstellen

Aufgrund eines Fehlers können authentifizierte Angreifer im Kontext von CRM and SAP S/4HANA (Scripting Editor) SQL-Anweisungen ausführen und so Datenbanken vollständig kompromittieren (CVE-2026-0488 „kritisch“).

Bei NetWeaver Application Server ABAP and ABAP Platform spinnt die Rechtevergabe. Verfügen Angreifer über niedrige Nutzerrechte, können sie Funktionen ausführen, die eigentlich nur für höher privilegierte Nutzer nutzbar sind. Das kann die Verfügbarkeit der Anwendung einschränken (CVE-2026-0509 „kritisch“).

Noch mehr Sicherheitsprobleme

Sicherheitslücken mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ bedrohen unter anderem Supply Chain Management (DoS CVE-2026-23689) und Commerce Cloud (DoS CVE-2025-0508). Der Großteil der verbleibenden Schwachstellen ist mit „mittel“ eingestuft und bedroht unter anderem Document Management System und Business One.

Die an diesem Patchday geschlossenen Sicherheitslücken listet der Softwarehersteller in seinem Portal auf [1]. Weiterführende Informationen zu den Lücken und abgesicherten Versionen sind nur im Kundenportal [2] einsehbar.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11172596

Links in diesem Artikel:
[1] https://support.sap.com/en/my-support/knowledge-base/security-notes-news/february-2026.html
[2] https://accounts.sap.com/saml2/idp/sso
[3] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[4] mailto:des@heise.de

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M5Stack AI Pyramid-Pro: 24 TOPS Edge-KI im Kompaktformat

Von Daniel Schwabe — 11. Februar 2026 um 13:14
Graues, pyramidenförmiges M5Stack‑Gerät mit leuchtender blauer Spitze, mehreren USB‑A‑Ports, zwei gelben Ethernet‑Buchsen, HDMI‑Ein- und Ausgängen sowie USB‑C‑Anschluss an der Vorderseite.

(Bild: M5Stack)

Bilderkennung, Sprachverarbeitung oder kleine LLMs: Diese Box führt KI-Modelle lokal aus.

M5Stack erweitert sein Portfolio um die AI Pyramid-Pro. Das Gerät ist als kompakte Edge-AI-Box konzipiert und setzt auf den SoC Axera AX8850. Dieser kombiniert einen Octa-Core Cortex-A55 mit bis zu 1,7 GHz und eine dedizierte NPU mit 24 TOPS bei INT8. Damit zielt die Plattform auf lokale KI-Anwendungen ab, also die Ausführung trainierter Modelle direkt auf dem Gerät, ohne Cloud-Anbindung. Für Maker bedeutet das: Bilderkennung, Sprachverarbeitung oder kleinere LLM-Instanzen lassen sich lokal betreiben.

Die 8-GB-Version nutzt LPDDR4x mit 4266 Mbps im 64-Bit-Interface. Laut Spezifikation sind 4 GByte für das System reserviert, weitere 4 GByte stehen dediziert für Hardwarebeschleunigung zur Verfügung, etwa für NPU-Berechnungen oder Videoverarbeitung. Diese feste Aufteilung soll stabile Laufzeiten sicherstellen, verhindert aber auch, dass man den gesamten Speicher flexibel als RAM nutzt. Wer also versucht, ein sehr großes Modell im Hauptspeicher zu parken, wird an Grenzen stoßen.

Integrierte Video-Engine

Ein zentrales Element ist die integrierte Video-Engine. Sie unterstützt H.264/H.265 in 8K bei 30 fps für Encode und Decode sowie 16 parallele 1080p-Streams beim Decoding. Technisch bedeutet das, dass Video-Datenströme direkt in Hardware verarbeitet werden, ohne die CPU stark zu belasten. In Verbindung mit der NPU lassen sich damit etwa Objekterkennung auf mehreren IP-Kameras umsetzen. Zwei HDMI-2.0-Ports sind vorhanden, einmal als Eingang und einmal als Ausgang. Damit kann das Gerät auch zwischen Quelle und Display geschaltet werden.

Zur weiteren Ausstattung gehören zwei Gigabit-Ethernet-Ports, vier USB-A-3.0-Anschlüsse (davon einer intern), zwei USB-C-Ports inklusive Power Delivery bis 100 Watt sowie ein microSD-Slot. Die Stromversorgung erfordert mindestens 9V bei 3A über PD.

Im Audiobereich sind ein ES8311-Codec, ein ES7210-Mikrofon-Array-Interface und ein AW8737A-Verstärker integriert. Damit lassen sich Sprachassistenten oder Transkriptionslösungen lokal realisieren. Laut Hersteller unterstützt die Plattform AXCL, womit sich Modelle wie CNNs (Convolutional Neural Network), Transformer-Architekturen oder auch Sprachmodelle per „One-Click-Deployment“ auf die NPU bringen lassen. In der Praxis wird entscheidend sein, welche Frameworks und Konverter tatsächlich stabil laufen.

STM32-Coprozessor

Ein integrierter STM32-Coprozessor übernimmt Nebenfunktionen wie Power-Monitoring, die Ansteuerung eines kleinen OLED-Displays (SSD1306, 128×32 Pixel), Tasterabfrage sowie 48 RGB-LEDs. Für Prototypen bedeutet das: Statusanzeigen, IP-Adresse oder Systemlast lassen sich direkt am Gerät visualisieren, ohne externes Display. Die RGB-LED-Matrix dürfte in einigen Projekten eher Statusanzeige als Ambientebeleuchtung sein.

Interessant ist die Kombination aus Secure-Boot-Funktionen und Hardware-Kryptomodulen für AES, DES, 3DES und SHA-256. Für Edge-Geräte im produktiven Umfeld – etwa Vision-Gateways oder lokale KI-Server – kann das relevant sein. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie offen die Plattform dokumentiert ist und wie tief Maker in Low-Level-Funktionen eingreifen können.

Mit rund 195 Gramm Gewicht und aktiver Kühlung per temperaturgeregeltem Lüfter ist die AI Pyramid-Pro eher ein kompakter Desktop-Rechner als ein klassisches Bastel-Board. Für Projekte wie lokale Bildanalyse mit Frigate, selbstgehostete Fotodienste oder Sprachverarbeitung ohne Cloud bietet die Hardware ausreichend Reserven. Wer allerdings nur eine LED blinken lassen will, dürfte hier etwas überdimensioniert unterwegs sein.

Die AI-Pyramid gibt es zudem noch in einer 4-GByte-Ausführung, die auch nur über zwei HDMI-Ausgänge verfügt. M5Stack stellt auf seiner Homepage auch schon Tutorials [1] für das Gerät bereit. Die AI Pyramid ist für 249 US-Dollar im M5Stack-Shop [2] erhältlich. Wer wissen will, wie KI einem im Maker-Alltag helfen kann, findet dazu Infos in unserem Artikel zu ChatGPT als Bastelkollegen [3].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11173032

Links in diesem Artikel:
[1] https://docs.m5stack.com/en/ai_hardware/AI_Pyramid-Pro
[2] https://shop.m5stack.com/products/ai-pyramid-computing-box-pro-8gb-version-ax8850?variant=47873165623553
[3] https://www.heise.de/ratgeber/Wie-Sie-ChatGPT-als-Bastelkollegen-nutzen-10180692.html
[4] https://www.heise.de/make
[5] mailto:das@heise.de

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Maker Bits: Software, Hardware und Infos für Maker

Von Carsten Wartmann — 11. Februar 2026 um 09:55
Make Bits Logo

(Bild: KI / ChatGPT / Make)

Oft findet man bei der Recherche auch Beifang in Form von kleinen Tools, neuer Hardware und spannenden neuen oder alten Themen. Hier eine kleine Auswahl.

Wenn ich für Artikel oder meine eigenen Projekte recherchiere, dann finde ich oft nicht nur eine passende Lösung im Netz, sondern oft auch noch Links, Videos, Software oder Hardware, die mich zu neuen Projekten inspirieren. Ich merke mir solche Stellen am liebsten in einem Messenger, den ich von allen Geräten erreichen kann. Die Links werden dann unter Freunden, Familie und Kollegen geteilt. Hier mal der Fang der letzten Zeit, habt ihr auch solche Tipps? Dann gerne in den Kommentaren posten.

Klassische LCD-Anzeige (mit Computer)

Möchte man eine in hellem Umgebungslicht gut ablesbare Anzeige haben, so baut man heute oft ein ePaper-Display ein. Diese haben aber immer noch den Nachteil, dass sie sich nicht wirklich schnell aktualisieren lassen und dabei auch noch Artefakte (Ghosting) hinterlassen. Flüssigkristall-Segment-Anzeigen (LCD, englisch liquid-crystal-display) waren in den 80er-Jahren an jedem Arm und traten dann in Farbe (mit Farbfiltern) auch ihren Siegeszug bei Mobiltelefonen, Monitoren und Fernsehern an, dort allerdings hinterleuchtet und zuerst nicht wirklich hell.

Ein Display, das Kinder der 80er sofort zurückversetzt, ist das Waveshare ESP32-S3-RLCD-4.2 [2], ein Entwicklungsboard mit einem 4,2-Zoll-reflektierenden LCD (RLCD). Im Gegensatz zu normalen TFT- oder OLED-Displays hat dieser Bildschirm keine Hintergrundbeleuchtung und verwendet Umgebungslicht, was ihn bei direktem Sonnenlicht hervorragend lesbar macht.

RLCD befindet sich auf einem Mittelweg zwischen E-Ink und traditionellen (Farb)-LCDs. Es bietet eine papierähnliche Sichtbarkeit im Außenbereich, aber mit schnellen Bildwiederholraten, was es für Benutzeroberflächen, Dashboards und energiesparende Smart-Displays geeignet macht.

Mit dem ESP32 und Sensoren für Temperatur und Feuchte, zwei Mikrofonen, Echtzeituhr, Lautsprecher und der Möglichkeit, es per 18650-Akku autark zu machen, ist es ein super Ding für viele Projekte.

3D-Scanner mit TOF-Sensor

Bastelig wird es in einem Projekt von Henrique Ferrolho [3], hier wird ein 3D-Scanner auf einem Breadboard mithilfe eines Time-Of-Flight-Abstandsensors gebaut. Dabei kommt der sehr weit verbreitete VL53L5CX-Sensor zum Einsatz, der von sich aus schon ein 8x8-Raster aus Entfernungen misst. Damit aus diesen 2D-Daten ein 3D-Modell wird muss man eigentlich nur wissen wohin der Sensor schaut und hat dann mit einer Messung 32 3D-Punkte im Raum aufgenommen.

Und wie viele 3D-Handscanner benutzt der Scanner von Henrique eine IMU (inertiale Messeinheit, englisch inertial-measurement-unit), ein Bauteil, das in jedem Mobiltelefon steckt und auch auf vielen Breakoutboards für Maker verfügbar ist. Damit weiß der Eigenbauscanner immer, wohin er blickt und kann so (im Video handgeführt) den ganzen Raum abtasten.

Public Domain SID

Commodores 6581-Soundchip aus dem C64, der SID, setzte eine Marke bei den Musik- und Effektfähigkeiten für Heimcomputer. Schon lange wird er nicht mehr hergestellt und die noch verfügbaren Exemplare werden rar und kostspielig Hat man noch einen Commodore C64, allerdings mit defektem SID, so ist guter Rat teuer. Bis zur Entwicklung von Ersatz-Chips auf Mikrocontroller-Basis war es schwierig. Inzwischen sind die Nachbauten so gut, dass man kaum noch einen Unterschied hört.

Einen weiteren Ansatz auf Basis der beliebten RP2350 Pico-2-Chips gibt es nun zu kaufen [7]. Oder selbst zu bauen, denn die Unterlagen wie Schaltpläne, Boards (PCB), Code und werden als Public Domain [8] veröffentlicht.

Anti-Aliasing für 3D-Druck

Im neuen Video des bekannten Youtubers CNC Kitchen [9] wird Z-Anti-Aliasing, eine neue Slicing-Technik für den 3D-Druck, vorgestellt. Nicht planarer Druck wird schon länger diskutiert, oft sind aber signifikante Änderungen an dem Drucker nötig oder gar eine weitere Bewegungsrichtung nötig.

Die Z-Antialiasing-Technik (ZAA) [11], die durch winzige Anpassungen der Z-Höhe das Treppchenbild bei FDM-Drucken drastisch reduziert, ganz ohne spezielle Hardware, soll glattere Flächen mit weniger Nachbearbeitung erlauben. Anhand realer Messungen der Oberflächenrauheit wird gezeigt, wie viel glatter die Drucke werden, wo ZAA am besten funktioniert und wo derzeit noch Grenzen bestehen.

Inzwischen wurde das Verfahren schon implementiert [12] und es gibt bereits eine Version von Bambu-Studio, die ZAA implementiert [13] und so zumindest für Besitzer von Bambu-Lab-Druckern verfügbar macht.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11172432

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[2] https://www.waveshare.com/esp32-s3-rlcd-4.2.htm
[3] https://www.youtube.com/@HenriqueFerrolho
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[5] https://www.heise.de/make
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[7] https://uni64.com/shop/index.php?system=3&m=70&item_id=7536
[8] https://theoasisbbs.com/public-domain-sid-replica-sets-new-standard-for-authentic-c64-sound/
[9] https://www.youtube.com/@CNCKitchen
[10] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[11] https://arxiv.org/abs/1609.03032
[12] https://github.com/Theaninova/GCodeZAA
[13] https://github.com/adob/BambuStudio-ZAA
[14] mailto:caw@make-magazin.de

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Langer Zoom: 2,35x-Tele für Pro-iPhones der Reihen 16 und 17

Von Heise — 11. Februar 2026 um 11:28
iPhone mit Pgytech-Gehäuse samt Aufsatz

iPhone mit Pgytech-Gehäuse samt Aufsatz.

(Bild: Pgytech)

Ein chinesischer Anbieter hat ein Teleobjektiv samt Retro-Gehäuse für Apple-Handys in der Pipeline. Das Crowdfunding-Projekt läuft.

Wer aus seinem iPhone 16 oder 17 – beide in den Varianten Pro und Pro Max – ein etwas speziell aussehendes Fotografiegerät machen will, sollte einen Blick auf eine neue Kickstarter-Kampagne werfen: Der Fotozubehörspezialist Pgytech aus Suzhou hat eine Kombination aus Smartphone-Hülle und optischem 2,35-fachem Teleobjektiv in Vorbereitung. Der Look des RetroVa genannten Pakets [1] erinnert dabei an alte Leica- oder Rollei-Hardware. Integriert sind diverse Zusatzfunktionen.

Griff mit MicroSD-Kartenslot

Das RetroVa-Komplettset kostet 184 US-Dollar im Rahmen der Kickstarter-Kampagne (20 Prozent preisreduziert) plus Einfuhrumsatzsteuer und Versand. Enthalten ist die iPhone-Hülle, die auch die Verbindung zum Objektiv herstellt, ein Fotogriff samt Tripod-Halterung (Tripod Collar), ein Adapterring für andere Objektive (die der Hersteller offeriert) und Zubehör wie Objektivtasche und Trageband.

Pgytech hat dem Griff physische Tasten und Drehräder spendiert, außerdem steckt ein MicroSD-Kartenslot darin, der es erlaubt, externe Speichermedien zu verwenden. Damit sind ProRes, HEVC und weitere Standards möglich, für 4K60+-ProRes-Aufnahmen reicht es allerdings nicht. Unschön ist allerdings, dass die Hardware nur teilweise mit Bordmitteln funktioniert – für mehr Funktionen muss man eine (noch unbekannte) Hersteller-App verwenden.

Nicht gerade handlich

Ähnliche Hardware hatte Pgytech bereits für Android-Geräte angeboten, die die Kollegen von heise+ kürzlich getestet [2] hatten. Das Ergebnis: Technisch überzeugten die Vorsatzlinsen, praktisch seien sie aber zu sperrig. Hier müssen Käufer entscheiden, ob sich dies jeweils lohnt.

Pgytech bietet insgesamt vier verschiedene Komplettpakete für alle erwähnten vier iPhone-Modelle an. Weiteres Zubehör, darunter zusätzliche Objektive, Filter und mehr, soll noch kommen. Wie viel Spaß RetroVa macht, dürfte insbesondere von der Nutzbarkeit der App abhängen. Sie kommt unter anderem mit Profilen und mehr und unterstützt das Zoomen mit dem Drehrad des Griffes. Das Kickstarterprojekt läuft noch etwas mehr als zwei Wochen, hat sein Ziel aber bereits erreicht. Geliefert werden soll ab März.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11165294

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.kickstarter.com/projects/pgytech/pgytech-retrova-vintage-imaging-kit/description
[2] https://www.heise.de/tests/Smartphone-Teleaufsaetze-im-Praxistest-Was-die-Technik-kann-und-was-nicht-11149747.html
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i
[5] mailto:bsc@heise.de

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iOS 27: Vor allem Fehlerbehebungen, aber Siri-Chatbot

Von Heise — 11. Februar 2026 um 10:53
iPhones der 17-Pro-Baureihe

iPhones der 17-Pro-Baureihe.

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

Apple bereitet sich auf iOS 27 vor und testet das neue System bereits intern. Offenbar ist geplant, Nutzern weniger Umbauten zu gönnen – mit einer Ausnahme.

Apple will bei seiner kommenden Betriebssystemversion fürs iPhone offenbar vor allem Produktpflege betreiben. Laut Angaben aus der Gerüchteküche, die mit Apples Plänen vertraut sind, unter anderem von Bloomberg-Reporter Mark Gurman [1], geht es bei dem Upgrade, das wie üblich im Herbst erwartet wird, um interne Leistungsverbesserungen, Fehlerbehebungen und die Entfernung alten Codes. Zudem steht ein „Finetuning“ der Benutzerschnittstelle an, nachdem es über Monate immer noch Kritik am neuen Liquid-Glass-Look [2] gibt. Dieser wurde von Ex-Softwaredesignchef Alan Dye verantwortet, der mittlerweile zu Meta gewechselt [3] ist und dort an „KI als neuem Designmaterial“ bastelt.

Ein angenehmes Upgrade?

Dennoch wird iOS 27 für Apple wichtig, denn der Konzern plant nach wie vor, seine Sprachassistentin Siri [4] mit dem Upgrade zu einem echten Chatbot [5] zu machen. Kontextsensitive Funktionen sollen bereits mit iOS 26.4 [6] aufs iPhone kommen. Mit iOS 27 sollen diese aber offenbar noch erweitert werden. Dazu gehört etwa, dass man gezielt nach lokalen Daten fragen kann („Wann geht mein Flug morgen?“, „Wann hat Mama unser Essen nächste Woche erwähnt?“), zudem eine App-Steuerung und Interaktion mit Informationen, die gerade auf dem Bildschirm angezeigt werden.

Vorgestellt wird iOS 27 wie üblich auf der Entwicklerkonferenz World Wide Developers Conference (WWDC) im Sommer – vermutlich in der zweiten Juniwoche, sollten sich Apples Pläne nicht noch einmal verschieben. Apple hofft dabei auf einen Befreiungsschlag in Sachen KI, nachdem Analysten dem Konzern seit Langem vorhalten, bei KI zurückzuliegen [7]. Googles Gemini hilft dabei, die Apple-eigenen multimodalen Modelle deutlich zu verbessern [8]. Wenn dazu gleichzeitig nervige Fehler und Bedieninkonsistenzen in iOS 27 behoben werden (und auch in macOS 27 und den anderen Systemen), wäre dies für viele Nutzer sicher äußerst willkommen.

iOS 26.4 im Anflug, doch mit wie viel Siri?

Apple bereitet unterdessen die erste Vorabversion für Entwickler (und kurz darauf Teilnehmer des öffentlichen Betaprogramms [9]) vor. iOS 26.3 wird zeitnah erscheinen, ist bereits als Release Candidate [10] verfügbar. Ab der letzten Februarwoche soll es zu einer Freigabe kommen, allerdings noch nicht mit allen neuen Siri-Funktionen, sondern „einigen Komponenten“, wie auch Gurman von Bloomberg schreibt.

Sinnvoll wäre es, wenn Apple alle neuen Features öffentlich testen lässt – nicht nur, weil sie seit Sommer 2024 angekündigt [11] sind, sondern auch, um sicherzustellen, dass sie wirklich funktionieren. Geplant ist offenbar, mit einem speziell für Apple trainierten Gemini-Modell zu arbeiten. Das Sprachinterface wird sich aber wohl nicht verändern.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11169708

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2026-02-08/apple-readies-iphone-17e-new-siri-entry-level-ipad-ipad-air-and-macbook-pro-mldr3hpk
[2] https://www.heise.de/hintergrund/Liquid-Glass-Apples-neue-Oberflaeche-fuer-iOS-26-macOS-26-und-Co-im-Detail-10487350.html
[3] https://www.heise.de/news/Nach-Liquid-Glass-Apples-Interface-Design-Chef-wandert-zu-Meta-ab-11102445.html
[4] https://www.heise.de/thema/Siri
[5] https://www.heise.de/news/Kuenstliche-Intelligenz-von-Apple-Siri-als-echter-Chatbot-und-KI-zum-Anpinnen-11150015.html
[6] https://www.heise.de/news/Siri-mit-Googles-Gemini-Diese-Features-sind-geplant-11141543.html
[7] https://www.heise.de/news/KI-Boom-Schlecht-fuer-Apple-durch-die-Hintertuer-11161649.html
[8] https://www.heise.de/hintergrund/Analyse-zu-neuen-Plaenen-Macht-Apple-bei-KI-jetzt-alles-besser-11150262.html
[9] https://beta.apple.com/
[10] https://www.heise.de/news/Neue-M5-Chips-in-Apple-Release-Candidate-aufgetaucht-macOS-26-3-im-Anflug-11166514.html
[11] https://www.heise.de/news/Apple-Softwarechef-Kontextsensitive-Siri-war-keine-Vaporware-10440967.html
[12] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[13] https://www.heise.de/mac-and-i
[14] mailto:bsc@heise.de

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Disney+ ohne Dolby Vision: Laut Disney gibt es „technische Herausforderungen“

Von Heise — 11. Februar 2026 um 10:46
Disney+-Logo auf Fernseher, auf den eine Fernsteuerung gerichtet ist

(Bild: Shutterstock.com/Ivan Marc)

Disney bezieht Stellung zum fehlenden Dolby Vision bei Disney+: Es handele sich um technische Herausforderungen. Derweil breitet sich das Problem aus.

Disney bezeichnet das fehlende Dolby Vision beim Streaming-Dienst Disney+ als „technische Herausforderungen“. In dem Statement an FlatpanelsHD geht das Unternehmen aber nicht darauf ein, wie diese Herausforderungen zustande kommen. Dass dafür ein Gerichtsstreit mit InterDigital verantwortlich sein könnte, wird weder bestätigt noch abgestritten. In der Zwischenzeit hat Disney die dynamischen HDR-Formate auch in anderen europäischen Ländern abgeschaltet.

Ende Januar berichtete heise online, dass Nutzer des Videostreamingdienstes Disney+ in Deutschland trotz Premiumabo keine Inhalte mehr mit einem Videobild in den dynamischen HDR-Formaten Dolby Vision und HDR10+ abrufen können [1], sondern bestenfalls in der statischen Grundform HDR10. Eine Mitteilung zum Grund des Wegfalls blieb Disney+ schuldig, auch eine Nachfrage von heise online beantwortete das Unternehmen nicht. Viel deutet aber darauf hin, dass ein Patentrechtsstreit mit dem US-Unternehmen InterDigital dahintersteckt. So hatte das Landgericht München im vergangenen November entschieden, dass Disney+ beim Streaming von Videos mit dynamischem HDR-Bild gegen Rechte von InterDigital verstößt. Das Gericht erließ eine einstweilige Verfügung gegen den Streaming-Dienst, wie aus einer Mitteilung von InterDigital hervorgeht [2].

Nun hat Disney der dänischen Website FlatpanelsHD eine schriftliche Stellungnahme zum Wegfall von Dolby Vision zukommen lassen [3] – mit wenig aussagekräftigem Inhalt: Demnach seien „technische Herausforderungen“ der Auslöser für die aktuelle Situation. Dazu, wie diese Herausforderungen konkret aussehen, äußert sich Disney nicht. Weiter schreibt Disney wörtlich: „Wir arbeiten aktiv daran, den Zugriff auf Dolby Vision wiederherzustellen, und werden so bald wie möglich ein Update bereitstellen. Die Unterstützung für 4K UHD und HDR bleibt auf unterstützten Geräten weiterhin verfügbar.“

Problem breitet sich aus

Derweil breitet sich das Phänomen immer weiter aus: Seit Monatsbeginn berichten auch Nutzer von Disney+ in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Belgien, Portugal und Polen, keine Inhalte mehr mit Dolby-Vision-Bild abrufen zu können. Eine entsprechende Meldung erschien auch auf der niederländischen Website Tweakers [4]. Passend dazu sind auf den Websites der Disney+-Ableger in anderen Ländern und sogar in den USA die Hinweise auf das dynamische HDR-Format verschwunden. Heise online konnte nur noch auf einigen wenigen Disney+-Seiten weltweit noch einen Hinweis auf Dolby Vision finden – etwa für Nutzer in Mexiko, El Salvador oder Australien.

Zum Zeitpunkt unseres ersten Berichts Ende Januar war bei Disney+ in Großbritannien Dolby Vision noch aufgeführt. Nun ist das Format dort auch verschwunden.

Der Verdacht liegt nahe, dass Disney proaktiv handelt, um InterDigital die Möglichkeit zu nehmen, auch in anderen Ländern wegen der möglichen Patentrechtsverletzung hinsichtlich der Nutzung von Dolby Vision gegen das Unternehmen vorzugehen. Bestätigt ist das aber nicht. Heise online hat Disney erneut um Stellungnahme gebeten.

Offene Fragen

Bei der Redaktion der Mac & i hatten sich Leser gemeldet, die über die Disney+-App in Deutschland auf ihrer Apple Vision Pro auf einmal keine 3D-Filme mehr abrufen können [5]. Die 3D-Videos waren bislang ein Aushängeschild für Apples VR-Brille. Diese Inhalte stehen in einigen anderen Ländern, in denen nun Dolby Vision nicht mehr abrufbar ist, weiterhin zur Verfügung. Zudem teilte Disney+ gegenüber FlatpanelsHD mit, in Europa kein HDR10+ angeboten zu haben, sodass dieses Format auch nicht weggefallen sein kann. Nutzer hatten zuvor berichtet, dass HDR10+ zuvor auf Samsung-TVs abrufbar gewesen sei.

Laut FlatpanelsHD gibt es keinen Hinweis darauf, wann Dolby Vision bei Disney+ wieder verfügbar sein wird. Sollte es sich bei der aktuellen Aktion um eine Reaktion von Disney auf den Patentrechtsstreit handeln, ist jedoch zu befürchten, dass auch der Konzern nicht davon ausgeht, die Sache schnell aus der Welt schaffen zu können.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11172540

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[1] https://www.heise.de/news/Rechtsstreit-um-Patente-Disney-Deutschland-ohne-Dolby-Vision-HDR10-und-3D-11147378.html
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Elektro-Lkw: Tesla Semi kostet 60 Prozent mehr als angekündigt

Von Tobias Költzsch — 11. Februar 2026 um 15:28
Teslas Elektro-LKW soll in der Long-Range-Variante 290.000 US-Dollar kosten. Das ist weniger als bei der Konkurrenz, aber mehr als geplant.
Der Elektro-Truck Tesla Semi (Bild: Tesla)
Der Elektro-Truck Tesla Semi Bild: Tesla

Der Elektro-LKW Semi von Tesla soll 290.000 US-Dollar kosten, was umgerechnet fast 244.000 Euro entspricht. Das berichtet die Webseite Electrek . Der Preis gilt für das Long-Range-Modell, den Preis für die Standardvariante konnte Electrek nicht in Erfahrung bringen.

Der Preis von 290.000 US-Dollar deckt sich mit den Angaben des Hybrid and Zero-Emission Truck and Bus Voucher Incentive Project (HVIP), eine Initiative, bei der Käufer von elektrischen Nutzfahrzeugen Rabatte bekommen. Dort wird die Long-Range-Version des Tesla Semi mit einem Preis von 300.000 US-Dollar angeführt, die Standardversion mit 260.000 US-Dollar.

Electrek zufolge sind diese Preise für Class-8-Lkw in den USA eher günstig. Demnach ist ein vergleichbarer emissionsfreier Lkw in der Datenbank des HVIP mit 435.000 US-Dollar bepreist.

Preis ist merklich höher als bei der Vorstellung

Der Preis ist aber dennoch deutlich höher als der, den Elon Musk bei der Vorstellung des Semi im Jahr 2017 angab. Damals sprach Musk von 150.000 und 180.000 US-Dollar für die beiden Varianten. Die Long-Range-Version ist demnach um 61 Prozent teurer als ursprünglich geplant.

Kurz vor dem Bericht zum Preis des Tesla Semi gab der Hersteller selbst letzte technische Details zum Elektro-Lkw bekannt. Demnach kommt die Standardvariante mit einer Reichweite von 325 Meilen (520 km), die Long-Range-Version mit 500 Meilen (800 km). Geladen wird der Lkw mit bis zu 1,2 Megawatt.

Der Verbrauch liegt bei 106 kWh/100 km. Daraus lässt sich schließen, dass die Standardversion einen Akku mit um die 550 kWh haben dürfte. Die Long-Range-Version sollte eine Batterie um die 850 kWh haben. Der Semi soll im zweiten Quartal 2026 in die Fertigung gehen, gebaut wird er in Nevada.

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