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iOS 26.4 Beta: Code-Hinweise auf CarPlay-Videofunktion mit Apple TV

Von Heise — 17. Februar 2026 um 15:00
CarPlay im Auto

(Bild: Hadrian / Shutterstock.com)

In der ersten Beta von iOS 26.4 finden sich Code-Hinweise auf eine kommende Videofunktion für CarPlay. Apple TV soll sich ins Fahrzeug holen lassen.

Apple hat die erste Beta-Version von iOS 26.4 an Entwickler verteilt. In dem Update finden sich neue Code-Referenzen, die auf eine kommende Videowiedergabe-Funktion für CarPlay hindeuten. Wie aus der Apple-Developer-Seite für CarPlay [1] hervorgeht, will der iPhone-Hersteller künftig das Streamen von Videos über AirPlay auf das mit CarPlay verbundene Fahrzeugdisplay ermöglichen – auch Apple TV soll unterstützt werden.

Die Videofunktion hat Apple schon bei der WWDC 2025 erstmals erwähnt und auf der Entwicklerseite angekündigt. Mit iOS 26.4 konkretisiert sich die Umsetzung: In der aktuellen Beta-Version tauchen laut dem Apple-Newsblog MacRumors [2] spezifische Code-Fragmente auf, die sich mit der Integration der Apple-TV-App beschäftigen. So finden sich Hinweise auf Erläuterungen beim erstmaligen Gebrauch, Benachrichtigungen und Interaktionen mit der TV-App. Eine Meldung im Code deutet darauf hin, dass Nutzer ihr Apple-TV-Abonnement über das iPhone abschließen müssen, während das Fahrzeug geparkt ist.

Nur bei geparktem Fahrzeug

Aus Sicherheitsgründen soll die Videowiedergabe ausschließlich im geparkten Zustand möglich sein. Apple setzt dabei auf eine Integration mit den Fahrzeugsystemen, die der jeweilige Automobilhersteller implementieren muss. Das iPhone nutzt GPS und Sensoren zur Bewegungserkennung und stoppt die Wiedergabe automatisch, sobald sich das Fahrzeug in Bewegung setzt. Damit will Apple Ablenkung während der Fahrt verhindern.

Die technische Umsetzung erfolgt über AirPlay-Streaming vom iPhone auf das CarPlay-Display. Automobilhersteller müssen den Support für CarPlay mit AirPlay-Video separat integrieren, eine Teilnahme am MFi-Programm wird empfohlen. Die Funktion soll sowohl mit klassischem CarPlay als auch mit CarPlay Ultra kompatibel sein. Welche Fahrzeughersteller die Funktion konkret unterstützen werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

Login und Abonnement erforderlich

Für die Nutzung von Apple TV in CarPlay müssen Nutzer über ihr iPhone eingeloggt sein und ein entsprechendes Abonnement besitzen. Der Code enthält auch Datenschutzhinweise, die während des Einrichtungsprozesses angezeigt werden. Die Anmeldung und das Abonnieren müssen erfolgen, während das Fahrzeug geparkt ist.

Neben der Videofunktion bringt iOS 26.4 weitere Neuerungen für CarPlay, darunter auch Unterstützung für KI-Apps wie ChatGPT [3]. Außerdem testet Apple in der Beta Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten [4], wobei die Verfügbarkeit vom jeweiligen Provider abhängt.

Die Veröffentlichung der finalen Version von iOS 26.4 wird für das Frühjahr 2026 erwartet, voraussichtlich im März oder April. Eine öffentliche Beta-Phase dürfte in den kommenden Wochen folgen.


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https://www.heise.de/-11179938

Links in diesem Artikel:
[1] https://developer.apple.com/carplay/
[2] https://www.macrumors.com/2026/02/16/ios-26-4-carplay-video-apple-tv/
[3] https://www.heise.de/news/CarPlay-mit-KI-KI-Apps-kuenftig-erlaubt-11169712.html
[4] https://www.heise.de/news/RCS-in-Nachrichten-App-Apple-beginnt-mit-Tests-fuer-Verschluesselung-11179634.html
[5] https://www.heise.de/mac-and-i
[6] mailto:mki@heise.de

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RCS in Nachrichten-App: Apple beginnt mit Tests für Verschlüsselung

Von Heise — 17. Februar 2026 um 13:48
Google Message und Apple iMessage

Nachrichten-Apps von Google und Apple: Freundliche Kommunikation via RCS.

(Bild: Tada Images / Shutterstock.com)

Bislang müssen iPhone- und Mac-Nutzer bei Verwendung von RCS ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung leben. Das ändert sich bald, hängt aber vom Provider ab.

Die Kommunikation zwischen iPhone- und Android-Benutzern ist schon seit dem vorvergangenen Jahr besser geworden: Mit iOS 18 hatte Apple endlich Unterstützung für die Rich Communication Services (RCS) in seine Nachrichten-App eingebaut. Seither ist das Chatten über Plattformen hinweg leichter geworden und die altertümliche SMS durch moderne Features abgelöst worden. Doch komplett ist das RCS-Angebot unter iOS nach wie vor nicht [1]: So fehlt es insbesondere an einer Unterstützung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE). Praktisch bedeutet das, dass Mobilfunkanbieter technisch Einblick in die Gespräche nehmen könnten, wie das auch bei SMS der Fall ist. Künftig soll sich das endlich ändern: Mit iOS 26.4, dessen erste Entwicklerbeta seit dieser Woche zur Verfügung steht, wird E2EE für RCS von Apple endlich umgesetzt. Das hat allerdings noch den ein oder anderen Pferdefuß.

Es kommt auf den Carrier an

Wie Apple in seinen Release Notes zu dem neuen Betriebssystem [2] mitteilt, darf die Funktion zunächst nur getestet werden. Ob die tatsächliche Auslieferung mit iOS 26.4 (und iPadOS 26.4, macOS 26.4 und watchOS 26.4) erfolgt, ist unklar – Apple schreibt dazu allerdings, dass das „in einem späteren Softwareupdate” vorgesehen sei. E2EE sei grundsätzlich nur als Beta zu verstehen.

Hinzu kommt, dass Apple die Verschlüsselung mit Hilfe der Carrier implementiert: Die Funktion sei weder auf allen Geräten noch bei allen Mobilfunkern verfügbar, warnt das Unternehmen. Das erinnert an die grundsätzliche RCS-Funktionalität, die etwa beim deutschen Anbieter 1&1 mit großer Verspätung eingeführt [3] worden war, da er entsprechende interne Anpassungen vornehmen musste.

Eingeschränkte Tests ohne Android-User

Googles Schritt, einfach eigene Server zu verwenden [4] und E2EE damit selbst zu implementieren, geht Apple im Gegensatz zum eigenen iMessage-Dienst offensichtlich nicht. So lässt sich auch noch nicht sagen, ob es dazu womöglich Kompatibilitätsprobleme gibt – in der Beta ist E2EE auch nur für den Nachrichtenverkehr zwischen Apple-Geräten untereinander freigegeben. „Tests mit anderen Plattformen sind noch nicht möglich.“

Grundsätzlich ist E2EE Teil von RCS Universal Profile 3 [5], kennt aber auch dort unterschiedliche Implementierungswege. Ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS aktiv, werden Kommunikationsstränge in der Nachrichten-App entsprechend gekennzeichnet. Universal Profile 3 bietet auch noch weitere Verbesserungen, darunter verschlüsselte Gruppenchats, Absicherung von 2FA-Codes und jene von Metadaten.


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https://www.heise.de/-11179634

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/RCS-Warten-auf-Universal-Profile-3-0-in-iOS-26-10481840.html
[2] https://developer.apple.com/documentation/ios-ipados-release-notes/ios-ipados-26_4-release-notes
[3] https://www.heise.de/news/RCS-1-1-gibt-Messaging-Protokoll-auf-iPhone-frei-11123143.html
[4] https://support.google.com/messages/answer/10262381?hl=en
[5] https://www.heise.de/news/RCS-auf-dem-iPhone-Erst-mit-iOS-19-nuetzliche-neue-Features-10317236.html
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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macOS 26.4: Verbesserungen für Safari und Batteriemanagement – und eine Warnung

Von Heise — 17. Februar 2026 um 12:57
macOS 26

macOS 26: Neuer Look mit Liquid Glass.

(Bild: Apple)

Apple hat in dieser Woche die erste Entwicklerbeta von macOS 26.4 vorgelegt. Die neue Siri fehlt, dafür gibt es andere Verbesserungen – und eine wichtige Info.

Apples frisch an Entwickler ausgegebene Betaversion von macOS 26.4 kommt mit einigen interessanten Neuerungen. Wie Tester berichten, betrifft das unter anderem den Browser Safari, das Akkumanagement des Mac sowie die Frage, wie es mit der Intel-Kompatibilität von Apple-Silicon-Maschinen weitergeht.

Kompaktes Tab-Layout ist wieder da

Wer mit Apples Standard-Surfbrett unterwegs ist, kann nun eine neue Darstellungsoption wählen. Das sogenannte kompakte Tab-Layout in Safari kombiniert die URL-Leiste mit der Tab-Leiste, was etwas Platz spart, aber nicht unbedingt sehr übersichtlich ist. Apple hatte das Feature einst für macOS 26 Tahoe vorgesehen, dann aber im Rahmen der Betaphase wieder gestrichen; interessanterweise ist es aber nach wie vor in macOS 15 alias Sequoia aktivierbar, wenn man in die Safari-Einstellungen geht.

Testern zufolge hat Apple die Funktion auch erneut in iPadOS 26 integriert, wo sie ebenfalls anfangs vorgesehen, dann aber wieder getilgt worden war. Das Thema neuer Tab-Look begleitet Apple schon lange [1] – bereits in iOS und iPadOS 15 beziehungsweise macOS 12 hatte Apple sich daran ausprobiert (und bereits einige Jahre zuvor). Damals kehrte man auch zum alten Look zurück, ermöglichte aber die nachträgliche Aktivierung des neuen Designs.

Akku und Intel

Ebenfalls neu in macOS 26.4 Beta ist eine Verbesserung beim Akkumanagement. Apple implementiert erstmals ein Ladelimit (Charge Limit), mit dem man festlegen kann, dass sich der Mac nur auf 80 Prozent von 100 Prozent auflädt. Das soll dabei helfen, den Akku zu schonen und ist in iOS bereits implementiert. Zuvor ging das nur automatisch über das sogenannte optimierte Laden – dabei lernt der Rechner die Abläufe beim Nutzer und will so bestimmen, wann es sich lohnt, den Akku vollständig zu laden. Mit macOS 26.4 kann man nun zwischen 80 und 100 Prozent die maximale Ladeleistung definieren.

Ebenfalls neu in der Entwicklerbeta ist ein Hinweisdialog, der Nutzer beim Aufruf von Intel-Apps, die nicht für Apple Silicon optimiert sind, vor deren baldigem Ende warnt. Apple hat nämlich vor, mit macOS 27 den Support für die Übersetzungsschicht Rosetta 2 aufzugeben. Das heißt: Nur noch macOS 26 und macOS 27 unterstützen Intel-Apps. Danach ist Schluss. Apple hofft, dass Entwickler ihre Programme bis dahin angepasst haben.


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https://www.heise.de/-11179396

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Neugestaltung-von-Safari-15-gescheitert-Apple-bringt-alte-Tabs-zurueck-6225403.html
[2] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[3] https://www.heise.de/mac-and-i
[4] mailto:bsc@heise.de

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Störungsmeldung vom 16.02.2026 21:00

Von heise online — 16. Februar 2026 um 21:00

Neue Störungsmeldung für Provider T-Online

Details

Beginn
16.02.2026 21:00
Region
Frankfurt am Main (069)
Provider
T-Online
Zugangsart
VDSL

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Schwachstellen in Cloud-basierten Passwort-Managern

Von Heise — 17. Februar 2026 um 11:34
Lock,With,Chain,On,A,Computer,Keyboard,-,3d,Illustration

(Bild: peterschreiber.media/Shutterstock.com)

IT-Forscher der ETH Zürich haben weitverbreitete Passwort-Manager untersucht und etwa Möglichkeiten gefunden, Passwörter einzusehen.

IT-Sicherheitsforscher der ETH Zürich haben drei populäre Passwort-Manager genauer untersucht. Sie stießen dabei auf einige Sicherheitslücken. Deren Missbrauch setzt jedoch die volle Kompromittierung der Server voraus, das Risiko ist daher nach Einschätzung eines Herstellers lediglich mittel bis niedrig. Viele Lücken sind offenbar bereits seit Langem gestopft.

In ihrem Forschungspapier, das die Schweizer IT-Forscher [1] auf der Konferenz „Usenix Security 2026“ vorstellen wollen, erörtern sie detaillierter, wie sie Bitwarden mit zwölf Angriffen (zunächst zehn, später auf zwölf aufgesplittet), LastPass mit sieben und Dashlane mit sechs Attacken konfrontiert haben. Die Auswahl erfolgte anhand der Nutzerzahlen. Zusammen haben diese Passwort-Manager mehr als 60 Millionen Nutzer und Nutzerinnen und einen Marktanteil von 23 Prozent. „Die Schwere der Angriffe reicht von Verletzungen der Integrität gezielter Benutzer-Tresore bis hin zur vollständigen Kompromittierung aller mit einer Organisation verbundenen Tresore. Bei den meisten Angriffen können Passwörter wiederhergestellt werden“, erklären die IT-Forscher. Das breche das Zero-Knowledge-Prinzip, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE), wodurch doch unbefugter Zugang zu Passwörtern möglich werde.

Die Angriffe benötigen nebst vollständig kompromittierter Server-Infrastruktur, bei der Angreifer die Antworten im Netz kontrollieren, in der Regel auch die Interaktion von Nutzern. Im Januar vergangenen Jahres haben die IT-Sicherheitsanalysten die Hersteller mit den Ergebnissen konfrontiert und einen 90-Tage-Zeitraum für ein Responsible Disclosure eingeräumt. Die Anbieter haben jedoch mehr Zeit benötigt, um die Schwachstellen auszubessern, und einige erachten sie zudem nicht als zu korrigierendes Problem.

Sicherheitslücken bereits gestopft

Die betroffenen Hersteller haben ihrerseits mit Veröffentlichungen zu den Schwachstellen reagiert. Bitwarden erklärt [2] in einem Blogbeitrag, dass „alle Probleme, die in dem Bericht identifiziert wurden, vom Bitwarden-Team gelöst wurden“. Die Entwickler haben zudem einen vollständigen 35-seitigen Bericht [3] mit Zusammenfassung, eigener Analyse und den Lösungen zu den gemeldeten Problemen zusammengestellt; neun Seiten behandeln die eigene Analyse. „Sieben Probleme wurden oder werden derzeit aktiv behoben, während drei als bewusste Designentscheidungen akzeptiert wurden, die für die Produktfunktionalität erforderlich sind“, erklären die Entwickler dort zu den ursprünglich als zehn Probleme gemeldeten Lücken, die später nochmals aufgesplittet wurden.

Dashlane schreibt in einem Blog-Beitrag [4], dass die Entwickler die Forschungsergebnisse ebenfalls überprüft und „Fehlerkorrekturen verteilt haben, wo das angemessen war“. Der Bugfix wurde am 5. November 2025 ab Version 6.2544.1 der Dashlane-Erweiterung verteilt. Sie ergänzen: „Es ist wichtig zu beachten, dass die Ausnutzung dieses Problems eine vollständige Kompromittierung der Server eines Passwort-Managers erfordern würde, gepaart mit äußerst fähigen Angreifern, die in der Lage sind, kryptografische Angriffe auszuführen, sowie einem extrem langen Zeitraum.“

Auch LastPass reagiert mit einem Blog-Beitrag [5]. Demnach haben die Entwickler bereits ein Problem mit dem Icon- und URL-Handling behoben und arbeiten aktuell an Verbesserungen der Passwort-Stärke. Weitere Änderungen sind für die Konto-Wiederherstellung und Passwort-Sharing geplant. Auch die Integrität der Passwort-Vaults und der Schutz von Metadaten steht demnach auf der To-Do-Liste.

Alle Hersteller betonen, dass es sich um ein hypothetisches Szenario handelt und keine derartigen Exploits in freier Wildbahn beobachtet wurden. Es gebe auch keinen unmittelbaren konkreten Handlungsbedarf. Sie danken einhellig den IT-Forschern für ihre Arbeit und die übermittelten Ergebnisse.

Das BSI hat im vergangenen Dezember ebenfalls Passwort-Manager unter die Lupe genommen. Zwar fand die IT-Sicherheitsbehörde Verbesserungspotenzial [6], jedoch gibt es demnach keinen Grund, auf ihren Einsatz zu verzichten.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11179212

Links in diesem Artikel:
[1] https://eprint.iacr.org/2026/058.pdf
[2] https://bitwarden.com/blog/security-through-transparency-eth-zurich-audits-bitwarden-cryptography/
[3] https://bitwarden.com/assets/Kki4W785JIPOdFj6EeWB5/1e74e924febb4c6a5ad03eed23b92d23/pwmgr_paper__1_-combined%C3%82__1_.pdf
[4] https://www.dashlane.com/blog/zero-knowledge-malicious-server
[5] https://blog.lastpass.com/posts/details-on-hardening-in-response-to-eth-zurich-reported-security-issues
[6] https://www.heise.de/news/BSI-prueft-Passwort-Manager-Einige-ermoeglichen-theoretisch-Herstellerzugriff-11108570.html
[7] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[8] mailto:dmk@heise.de

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Mehr als 60 Sicherheitsprobleme in KI-Assistent OpenClaw gelöst

Von Heise — 17. Februar 2026 um 11:17
Ein symbolischer Updateknopf auf einer Tastatur.

(Bild: Tatiana Popova/Shutterstock.com)

Angreifer können im Kontext von OpenClaw unter anderem Schadcode auf Systeme schieben und ausführen. Sicherheitspatches sind verfügbar.

Wer mit KI-Assistenten OpenClaw arbeitet, sollte sicherstellen, dass die aktuelle Version installiert ist. Ist das nicht der Fall, können Angreifer an mehr als 60 Schwachstellen ansetzen und PCs im schlimmsten Fall vollständig kompromittieren.

OpenClaw ist ein äußerst mächtiger KI-Assistent, der unter anderem eigenständig Software nachinstallieren und etwa E-Mail-Programme bedienen kann. Um sein volles Potenzial zu entfalten, benötigt OpenClaw weitreichende Systemrechte, was natürlich Gefahren birgtt.

Verschiedene Bedrohungen

Eine Auflistung aller jüngst geschlossenen Lücken sprengt den Rahmen dieser Meldung. Das CERT Bund vom BSI zeigt in einem Beitrag insgesamt 67 Sicherheitsprobleme auf [1]. Der Großteil der Schwachstellen ist mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft. Es gibt aber auch „kritische“ Schwachstellen. Trotz der Einstufung des Schweregrads finden sich in den Warnmeldungen auf der OpenClaw-GitHub-Seite keine CVE-Nummern.

Am gefährlichsten gilt eine „kritische“ Schadcode-Lücke mit maximalem CVSS Score 10 von 10 [2]. Damit eine solche Attacke klappt, muss ein Angreifer als authentifizierter Nutzer auf ein Gateway zugreifen können. Ist das gegeben, kann er auf einem nicht näher beschriebenen Weg Schadcode auf Hosts schieben und ausführen. Das führt der Beschreibung zufolge zu einer vollständigen Kompromittierung eines Systems.

Durch das erfolgreiche Ausnutzen einer weiteren „kritischen“ Lücke [3] können Angreifer im Kontext der voice-call-Erweiterung die Authentifizierung umgehen und so nicht genehmigte oder anonyme Anrufe auslösen.

Setzen Angreifer an den verbleibenden Softwareschwachstellen an, können sie unter anderem unbefugt auf Dateien zugreifen oder durch DoS-Zustände Abstürze auslösen.

Sicherheitsupdate

Derzeit erscheinen regelmäßig neue OpenClaw-Versionen, in denen oft auch Sicherheitsprobleme gelöst werden. Die in dieser Meldung angesprochenen Lücken wurden in der Ausgabe 2026.2.15 geschlossen.

Für mehr Sicherheit hat OpenClaw jüngst den Online-Virenscanner VirusTotal an die Seite bekommen [4].

Update

Falsche Bezeichnung des KI-Assistenten im Text korrigiert.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11179150

Links in diesem Artikel:
[1] https://wid.cert-bund.de/portal/wid/securityadvisory?name=WID-SEC-2026-0424
[2] https://github.com/openclaw/openclaw/security/advisories/GHSA-gv46-4xfq-jv58
[3] https://github.com/openclaw/openclaw/security/advisories/GHSA-4rj2-gpmh-qq5x
[4] https://www.heise.de/news/KI-Assistent-OpenClaw-bekommt-VirusTotal-an-die-Seite-11169414.html
[5] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[6] mailto:des@heise.de

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IT-Sicherheitsbehörde CISA im Notbetrieb

Von Heise — 17. Februar 2026 um 09:08
CISA-Logo

(Bild: heise medien)

Die zum Wochenende ausgelaufene Finanzierung des DHS betrifft auch die IT-Sicherheitsbehörde CISA. Diese befindet sich nun im Notbetrieb.

Von den 2341 Angestellten der US-amerikanischen Cybersicherheitsbehörde CISA müssen 888 derzeit unbezahlt ihrer Arbeit nachkommen. Damit stellt die Behörde einen Notbetrieb sicher.

Auslöser ist ein Behörden-Shutdown in den USA, nachdem sich Demokraten und Republikaner nicht auf Bedingungen für eine weitere Finanzierung des Department of Homeland Security (DHS), des US-Heimatschutzministeriums, einigen konnten. Dem liegen Streitigkeiten zum Verhalten von Beamten der Polizei- und Zollbehörde United States Immigration and Customs Enforcement (ICE) zugrunde. Aufgrund der anhaltenden Kritik an Einsätzen von ICE hat der französische IT-Beratungskonzern Capgemini seine US-Tochter kürzlich abgestoßen [1].

DHS-Shutdown betrifft IT-Sicherheitsbehörde

Im Rahmen des DHS-Shutdowns ist auch die Finanzierung der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) temporär ausgesetzt, nachdem das DHS am Freitagabend den Betrieb einstellen musste. Wie viele CISA-Mitarbeiter beurlaubt werden, ist unklar. Jedoch sagte der amtierende CISA-Direktor Madhu Gottumukkala in einer Anhörung [2] vor dem US-Repräsentantenhaus zu den Folgen eines DHS-Shutdowns aus, dass die CISA plane, 888 der 2341 Angestellten als Ausnahme davon zu behandeln. Diese Angestellten müssen während des Shutdowns ohne Bezahlung arbeiten. Ihr Einsatz sei streng begrenzt auf Aktivitäten, die Leben und Eigentum schützen.

"Ein Shutdown zwingt viele unserer IT-Sicherheitsexperten und Bedrohungsjäger an vorderster Front dazu, ohne Bezahlung zu arbeiten – und das zu einer Zeit, in der Nationalstaaten und kriminelle Organisationen ihre Bemühungen verstärken, Schwachstellen in kritischen Systemen auszunutzen, auf die sich die Amerikaner verlassen, was unsere nationale Verteidigung einer beispiellosen Belastung aussetzt", sagte Gottumukkala in der Anhörung.

Mögliche Auswirkungen betreffen unter anderem die globale Übersicht zur IT-Security-Lage. Neue Einträge in den Known Exploited Vulnerabilities-Katalog (KEV) gibt es etwa seit Freitag nicht. Es kann natürlich sein, dass seitdem keine neu angegriffenen Sicherheitslücken bekannt wurden. Der Shutdown könnte jedoch dafür sorgen, dass schlicht keine ausreichenden Kapazitäten für solche Warnungen bereitstehen. Gottumukkala deutete solche Folgen bereits an: „Dies würde die Bereitstellung von Cybersicherheitsdiensten und -kapazitäten für Bundesbehörden verzögern und erhebliche Lücken in den Sicherheitsprogrammen hinterlassen.“

Die CISA hatte bereits kurz nach dem Amtsantritt der Trump-Regierung im vergangenen Jahr mit Chaos zu kämpfen. Mehr als tausend Mitarbeiter wurden dort gekündigt. Dabei hatte die Behörde den Überblick verloren, wer alles gefeuert wurde, und forderte Mitte März gefeuerte Mitarbeiter dazu auf, sich per E-Mail [3] zu melden.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11179136

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Wegen-Vertrag-mit-ICE-IT-Beratungskonzern-Capgemini-stoesst-US-Tochter-ab-11163034.html
[2] https://docs.house.gov/meetings/AP/AP15/20260211/118960/HHRG-119-AP15-Wstate-GottumukkalaM-20260211.pdf
[3] https://www.heise.de/news/Chaos-bei-der-CISA-US-Cybersicherheitsbehoerde-holt-Gefeuerte-per-Website-zurueck-10320140.html
[4] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[5] mailto:dmk@heise.de

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Für Bambulab Drucker: Studio Version 2.5.0.66

Von Carsten Wartmann — 17. Februar 2026 um 12:08

(Bild: Bambulab)

Auch in den kleinen Versionsschritten versteckt Bambulab gerne mal spannende und experimentelle Features ihres Slicers für die hauseigenen 3D-Drucker.

Wer beim Bambulab Slicer bisher nicht auf Version ≥ 2.5.0 ist, sollte sich das Update auf jeden Fall mal anschauen. Einiges „versteckt“ Bambulab aber auch gerne mal hinter dem „Entwicklungsmodus“, der für die Sichtbarkeit der eher experimentellen und sehr neuen Features nötig ist.

Nun kann man alle Neuerungen ausprobieren [1], inklusive der kleinen Bugs und möglicher Druckprobleme, also besser nicht für vielstündige Drucke benutzen. Die meisten der Funktionen sind übrigens auch im Orca-Slicer zu finden, oft schon früher als in Bambu Studio.

Stützen-Schnittstellen glätten (Ironing) – sauberere Oberflächen an Kontaktstellen

Oft kann man es nicht vermeiden, dass man mit Stützen drucken muss. Die beste Methode wäre, diese Stützen aus einem speziellen Filament zu drucken, das sich auflösen lässt, oder zumindest aus einem Material, an dem das Druckmaterial nicht haftet und damit die Stützen gut entfernbar bleiben. Bei einem Materialwechsler wie dem Bambulab-AMS sind beide Möglichkeiten aber nur eingeschränkt brauchbar und kosten viel Druckzeit.

Bild noch von Betaversion.

(Bild: Bambulab)

Druckt man die Stützen mit dem gleichen Material wie das Modell, muss man dafür sorgen, dass die Stützen nach dem Druck nicht untrennbar mit dem Druck verbunden bleiben. Dies erreicht man durch einen Abstand zwischen den Drucklayern und der Stützstruktur, zum Preis von unansehnlichen Flächen nach der Entfernung der Stützen.

Die neue Funktion „Glätten der Stützschnittstelle aktivieren“ legt eine geschlossene Fläche auf die Stützen, die dann per „Ironing“ (Bügeln) von der Düse glatt gezogen wird. Damit ergibt sich an dem Bauteil eine viel glattere Oberfläche, die besser aussieht und sich auch leichter nachbearbeiten lässt.

Fülldichte der Deckschichten anpassen

Die für die erste und letzte Schicht eines Drucks werden nun auch Füllmuster, die nicht zu 100 % ausgefüllt sind, unterstützt. Ich benutze das gerne, um ein interessantes Muster auf sonst eher langweilige Flächen am Druck zu bekommen, etwa Hilbert-Spiralen, Konzentrisch (schön für runde Querschnitte) oder Oktagon. Entwickelt wurde dieses Feature von @Buildasaurus [2] (GitHub).

(Bild: Bambulab)

Durch die nicht komplette Füllung sind mehr visuelle Stile und kreative Effekte möglich, auch die Haptik und Griffigkeit der Drucke kann so verbessert werden.

Modelle verfeinern direkt im Slicer

Slicer werden inzwischen mit immer mehr Funktionen zum Bearbeiten der Modelle erweitert. Die ersten Funktionen waren das Vereinfachen von hochaufgelösten Modellen und das Reparieren von defekten Modellen. Durch Modifier und Boolean-Operationen kann man inzwischen schon kleine CAD-Aufgaben an den geladenen Modellen durchführen, sei es neue Durchbrüche in Gehäuse zu machen oder falsche Bohrungen zu schließen. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis eine Glättungsfunktion hinzukam.

Ist das Modell zu gering aufgelöst, kann es per „Loop subdivision“-Verfahren in mehreren Iterationen geglättet werden. Das sollte man aber tunlichst nur für eher dekorative Objekte machen, die Maßhaltigkeit geht bei diesem Verfahren verloren, ebenso wie Farbinformationen, die das Objekt hatte.

Die GIFs aus dem Release-Log von Bambulab funktionieren leider nicht, daher hier kein Bild, alternativ kann man sich diese Funktion hier anschauen:

Und sonst?

Skalieren auf maximales Bauraumvolumen: manchmal kommt es auf die Größe an. Statt des bisher iterativen Prozesses des Herantastens an die Grenzen des Druckbereichs, mittels Skalieren, Slicen, Fehlermeldungen des Slicers beachten, ist das Ausnutzen des Druckraums nun mit einem Klick erledigt.

Das neue Infill „2D-Gitter“ bietet sich besonders für Modellbauer an, die damit leichte (Infill-Prozente einstellig!) und dennoch stabile, gut druckbare Flügel für RC-Modellflugzeuge drucken wollen. Aber seid kreativ, sicher gibt es noch andere Anwendungen dafür.

In einem ähnlichen Bereich spielt der Infill mit mehreren Linien und verspricht mehr Stabilität und robustere Drucke mit leichtem Infill.

In Aktion kann man sich alle diese Neuerungen in dem deutschsprachigen Video [5] von Riesen Consulting [6] ansehen.

Passend zum Thema in der Make 1/26: 3D-Druck-Slicer im Vergleich

Bessere Drucke mit weniger Aufwand – wir erklären in der Make 1/26, was OrcaSlicer so beliebt macht, und teilen erprobte Slicer-Tipps aus der Redaktion.

Die Ausgabe 1/26 ist online und am Kiosk erhältlich. Mit einem unserer Abos [7] lag das Heft sogar bereits im Briefkasten. Außerdem können Sie die Make bequem als Printversion oder PDF im Heise Shop [8] bestellen – bis zum 20.02. sogar versandkostenfrei. Wenn Sie die Make lieber digital lesen, können Sie das in unseren Apps für iOS [9] und Android [10]. Online finden Sie auch das Inhaltsverzeichnis der Make 1/26 [11].

Siehe auch:


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11179515

Links in diesem Artikel:
[1] https://wiki.bambulab.com/en/software/bambu-studio/release/release-note-2-5-0
[2] https://github.com/Buildasaurus
[3] https://www.heise.de/make
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[5] https://www.youtube.com/watch?v=uMtcYmY8tkk
[6] https://www.youtube.com/@RiesenConsulting
[7] https://shop.heise.de/zeitschriften-abo/Make/Miniabo/?LPID=46501_MA000009_33946_2_57&wt_mc=intern.abo.make.ma_ea_2026.ticker-1.link.link
[8] https://shop.heise.de/make-01-2026/print?wt_mc=intern.shop.shop.make_2601.t1.textlink.textlink
[9] https://apps.apple.com/de/app/ct-hardware-hacks/id521645889
[10] https://play.google.com/store/apps/details?id=de.heise.android.ch.magazin&hl=de
[11] https://www.heise.de/select/make/2026/1
[12] https://www.heise.de/download/product/bambustudio?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link
[13] mailto:caw@make-magazin.de

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Doch kein MySQL-Aus: Oracle kündigt neue Strategie für 2026 an

Von Heise — 17. Februar 2026 um 10:57
Oracle-Logo auf Gebäude

(Bild: Sundry Photography/Shutterstock.com)

Nach massiven Personalkürzungen und monatelanger Entwicklungspause verspricht Oracle den Neuanfang bei MySQL – inklusive Enterprise-Features für die Community.

Oracle hat eine neue Strategie für die Weiterentwicklung von MySQL angekündigt. Unter einer neuen Leitung sollen zahlreiche Features aus der Enterprise Edition in die freie Community Edition übernommen werden. Mit diesem Schritt reagiert Oracle auf die inzwischen scharfe Kritik der MySQL-Community, die offen und zunehmend über ein vermutetes Aus der Datenbank diskutiert.

Mit drei Schritten zum Community-Vertrauen

Die Ankündigung umfasst drei Kernpunkte: Erstens sollen entwicklerfreundliche Features in die MySQL Community Edition integriert werden, zweitens will Oracle das Ökosystem mit Tools, Frameworks und Schnittstellen erweitern. Drittens verspricht das Unternehmen mehr Transparenz durch Veröffentlichung der Entwicklungs-Roadmap und erleichterte Community-Beiträge über Worklogs und Bug-Reports.

Zu den angekündigten Features, die von der kommerziellen in die freie Edition wandern sollen, gehören Vektorfunktionen für KI-Anwendungen (Cosinus, Euklidische Distanz, Dot-Product), PGO-optimierte Binaries, der Hypergraph-Optimizer sowie Verbesserungen bei JSON Duality. Auch Enhanced Triggers, OpenTelemetry-Observability und ein Multi-Threaded Applier für Hochverfügbarkeit sollen folgen. Einige dieser Features sollen bereits im April 2026 verfügbar sein. Ein öffentliches Webinar zur Roadmap wurde angekündigt, ein konkreter Termin steht aber noch aus.

Angekündigt hatte Oracle diese Schritte ursprünglich beim preFOSDEM MySQL Belgian Days in Brüssel. Ein aktueller Blogbeitrag [1] des Konzerns fasst sie für alle interessierten Nutzer zusammen.

Dramatischer Rückgang der Entwicklungsaktivität

Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund massiver Kritik an Oracles MySQL-Kurs. Im September 2025 hatte das Unternehmen rund 70 Entwickler des MySQL-Kernteams entlassen. Michael „Monty“ Widenius, Mitgründer von MySQL, äußerte sich „untröstlich“ über die Entlassungen, zeigte sich jedoch wenig überrascht über Oracles eingeschlagenen Weg.

Die Folgen der Kürzungen sind im Code-Repository deutlich sichtbar: Seit Monaten gibt es kaum noch Commits im mysql/mysql-server-Repository auf GitHub [2]. Die Zahl der aktiven Entwickler sank von einem Höchststand von 198 im Jahr 2006 auf etwa 75 im Jahr 2025, so Percona [3]. Oracle hatte die Entwicklungsressourcen zunehmend in die proprietäre Cloud-Datenbank HeatWave verlagert.

Community diskutiert Fork-Optionen

Die Unsicherheit in der MySQL-Community führte zu konkreten Überlegungen über mögliche Forks. Bei einem Treffen in San Francisco Mitte Januar 2026, organisiert von Percona und PlanetScale, diskutierten Entwickler laut The Register [4] verschiedene Optionen – von einem harten Fork nach MariaDB-Vorbild über Tracking-Forks wie Percona Server bis hin zur Forderung, Oracle möge die Governance an eine neutrale Community-Organisation übertragen. An dem Treffen nahm auch ein Oracle-Vertreter teil.

Die neue Strategie fällt mit dem 30-jährigen Jubiläum von MySQL zusammen. Oracle hatte die Datenbank 2009 durch die Übernahme von Sun Microsystems [5] erworben.


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https://www.heise.de/-11179156

Links in diesem Artikel:
[1] https://blogs.oracle.com/mysql/new-era-of-mysql-community-engagement
[2] https://github.com/mysql/mysql-server
[3] https://www.percona.com/blog/analyzing-the-heartbeat-of-the-mysql-server-a-look-at-repository-statistics/
[4] https://www.theregister.com/2026/01/23/mysql_post_oracle/
[5] https://www.heise.de/news/Oracle-uebernimmt-Sun-214120.html
[6] https://www.heise.de/ix
[7] mailto:fo@heise.de

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Zu viel Copilot: Gentoo wechselt von GitHub zu Codeberg

Von Heise — 17. Februar 2026 um 10:49
Screenshot Codeberg Repo

(Bild: Codeberg/Screenshot)

Die Betreiber von Gentoo-Linux haben eine Präsenz auf der zu GitHub konkurrierenden Plattform Codeberg eröffnet. Als Grund nennen sie den GitHub-Copilot.

Gentoo Linux eröffnet eine Präsenz auf der Berliner Code-Verwaltungsplattform Codeberg. Sie ist ein erster Schritt der Loslösung von GitHub. Die neuen Repositories auf Codeberg sind ein Spiegel der Struktur, die Gentoo selbst hostet.

Im Gentoo-Blog heißt es [1], dass Codeberg eine Alternative [2] zu GitHub sein soll, aber auch „Teil einer graduellen Migration weg von GitHub“. Bereits im Januar hatte Gentoo angekündigt [3], sich von der Microsoft-Plattform lösen zu wollen: „Goodbye Github, welcome Codeberg“. Als Grund nennt der Anbieter: „Hauptsächlich wegen der fortgesetzten Versuche, eine Copilot-Nutzung für unsere Repositories zu erzwingen.“

Viele Projekte beklagen, dass Coding-Assistenten die Arbeit der Maintainer stören, weil KI-Nutzer immer mehr schlechte und wertlose Pull Requests einreichen. Gerade Open-Source-Projekte – wie auch Gentoo – lehnen daher oft KI-generierten Code ab. Außerdem stören sich viele Open-Source-Betreiber an der Nutzung ihrer Daten für das Training der Modelle, was sich GitHub ausdrücklich vorbehält.

Immer mehr Projekte leiden unter KI-Beiträgen

Aus den gleichen Gründen hatte Zig im Dezember letzten Jahres [4] GitHub den Rücken gekehrt und curl sich vom Bug-Bounty-Programm [5] verabschiedet. Curl-Maintainer Stenberg beklagt, dass 95 Prozent der Einreichungen [6] wertlos waren.

Codeberg ist im Gegensatz zu Microsofts GitHub ein nicht kommerzieller Verein mit Sitz in Berlin. Der Betrieb geschieht ausschließlich durch die Community. Technische Basis ist die Plattform Forgejo, die wiederum Git verwendet und ähnliche Funktionen zur gemeinsamen Code-Verwaltung wie GitHub bietet.

Gentoo setzt den AGit-Workflow (eine Methode zum direkten Einreichen von Änderungen ohne Fork) zum Klonen und für Pull Requests ein:

git clone git@git.gentoo.org:repo/gentoo.git
cd gentoo
git remote add codeberg ssh://git@codeberg.org/gentoo/gentoo
git checkout -b my-new-fixes
git push codeberg HEAD:refs/for/master -o topic="$title"

Weitere Commits lassen sich mit demselben Topic nachtragen. Das Haupt-Repository hostet Gentoo selbst [7]: Sowohl die neue Präsenz auf Codeberg als auch die alte, noch existierende auf GitHub sind nur Spiegel, die der Bequemlichkeit der Kontributoren dienen sollen.


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https://www.heise.de/-11179285

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.gentoo.org/news/2026/02/16/codeberg.html
[2] https://codeberg.org/gentoo/gentoo
[3] https://www.gentoo.org/news/2026/01/05/new-year.html
[4] https://www.heise.de/news/Zig-kehrt-GitHub-den-Ruecken-Frust-ueber-Actions-und-Microsofts-KI-Kurs-11100000.html
[5] https://www.heise.de/news/curl-Projekt-beendet-Bug-Bounty-Programm-11142345.html
[6] https://daniel.haxx.se/blog/2026/01/26/the-end-of-the-curl-bug-bounty/
[7] http://gitweb.gentoo.org/repo/gentoo.git
[8] mailto:who@heise.de

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Software Testing: Fußballanalyse trifft Softwaretest

Von Heise — 17. Februar 2026 um 08:02
Software Testing: Fußballanalyse trifft Softwaretest

(Bild: Richard Seidl)

Richard Seidl und seine Gäste Sven Braxein und Athanasios Kallinikidis sprechen über Process Mining im Test und die Verbesserung von Regressionstests.

Für diese Episode seines Podcasts Software Testing hat sich Richard Seidl gleich zwei Gäste eingeladen: Sven Braxein und Athanasios Kallinikidis. Gemeinsam sprechen sie über Process Mining im Test, Regressionstests und die Frage, wie echte Nutzungsdaten Prioritäten setzen. Auslöser ist ein Großprojekt mit Systemablösung und dem Vorwurf zu geringer Abdeckung.

Über Athanasios Kallinikidis und Sven Braxein

Athanasios Kallinikidis [2] ist 28 Jahre alt und im Kreis Esslingen bei Stuttgart geboren und aufgewachsen. An der Technischen Universität München absolvierte er den Bachelor und Master in Management & Technology mit Schwerpunkt Informatik. Ein Praktikum bei Celonis entfachte seine Leidenschaft für Process Mining und legte den Grundstein für seinen Karrierefokus. Heute treibt er bei Mercedes‑Benz Leasing Deutschland als Product Owner im Platform Team Business‑IT die Weiterentwicklung der Process‑Mining‑Plattform voran. Athanasios ist leidenschaftlicher Fußballfan und hat das Coaching als zweite Berufung entdeckt. Als Werkstudent arbeitete er in der Spielanalyse des FC Bayern München II in der 3. Liga. Die dort erlernten Analysekompetenzen überträgt er aktuell auf die Arbeit mit seiner Kreisliga‑Herrenmannschaft.

Sven Braxein [3] ist Gründer und Geschäftsführer der 2008 gegründeten TestGilde GmbH. Er arbeitet seit 30 Jahren in der Beratung von IT-Projekten mit Fokus auf Software-Qualitätssicherung und -Test. Sein Schwerpunkt liegt im Testmanagement für Großprojekte sowie in der Konzeption und Umsetzung unternehmensweiter Testmanagementstrukturen. Wenn es das Thema Qualität und Test noch nicht gäbe, für ihn müsste es erfunden werden.

Bei diesem Podcast dreht sich alles um Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste schauen sich Dinge an, die mehr Qualität in die Softwareentwicklung bringen.

Die aktuelle Ausgabe ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar: „Fußballanalyse trifft Softwaretest – Sven Braxein und Athanasios Kallinikidis [4]“ und steht auf YouTube bereit [5].


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https://www.heise.de/-11170963

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[1] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[2] https://www.linkedin.com/in/athanasios-kallinikidis-974860186/
[3] https://www.linkedin.com/in/sven-braxein-testgilde
[4] https://www.richard-seidl.com/de/blog/testabdeckung-verbessern
[5] https://youtu.be/qVVDALkP648
[6] mailto:mdo@ix.de

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heise+ | Windows 11: Erste Handgriffe nach dem Umstieg

Von Heise — 17. Februar 2026 um 07:00

Microsoft baut die Bedienoberfläche von Windows 11 so oft um, dass sich der Einsatz dieses Betriebssystems wie ein ständiger Umstieg anfühlt. Wir helfen dabei.

Sagen wir, wie es ist: Windows 11 ist erfreulich ausgereift, zumindest soweit es Treiber und Anwendungen betrifft. Denn die laufen unter Windows 11 genauso stabil, schnell und problemlos wie unter Windows 10. Wenn es allerdings um die Bedienoberfläche geht, ist Windows 11 eine Dauerbaustelle.

Selbst bei essenziellen Bedienelementen müssen Sie jederzeit mit Umbauten rechnen. So verkündete Microsoft im November 2025, mal eben das Aussehen des Startmenüs umkrempeln zu wollen. Verhindern können Sie solche Änderungen nicht, denn sie kommen via Windows Update, und im selben Paket stecken dann unverzichtbare Sicherheitsupdates. Nicht mal planen können Sie: Was aus Sicherheitssicht als unkritisch gilt, verteilt Microsoft nicht auf einmal, sondern nach und nach („Gradual rollout“). Auf unseren Testrechnern jedenfalls sah das Startmenü bis Redaktionsschluss unverändert aus.

Weil sich ständig so viel ändert, fühlt sich der Einsatz von Windows 11 wie ein ständiger Umstieg an. Daher veröffentlichen wir Jahre nach dessen Erscheinen erneut eine Artikelstrecke zum Umstieg. In der Strecke finden Sie Tipps und Tricks, sortiert in die Themenbereiche „Taskleiste und Startmenü“, „Desktop und Explorer“, „Apps und Funktionen nachrüsten/loswerden“ und schließlich „Privatsphäre“.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10972906

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/ratgeber/Windows-11-Die-wichtigsten-Handgriffe-fuer-besseren-Datenschutz-11084714.html
[2] https://www.heise.de/ratgeber/Tipps-fuer-Microsofts-Sysinternals-Werkzeuge-11134686.html
[3] https://www.heise.de/ratgeber/Windows-11-Erste-Handgriffe-nach-dem-Umstieg-10972906.html
[4] https://www.heise.de/ratgeber/Windows-11-Desktop-und-Explorer-anpassen-11084680.html
[5] https://www.heise.de/ratgeber/Wie-Sie-Zusatzfunktionen-in-Windows-11-aktivieren-11084708.html
[6] https://www.heise.de/ratgeber/Bequemer-zum-Ziel-Tipps-zum-Umgang-mit-Windows-Pfadangaben-10082760.html
[7] https://www.heise.de/ratgeber/Windows-11-Wie-Sie-die-Hardware-Vorgaben-beim-eigenen-Rechner-pruefen-9952302.html
[8] https://www.heise.de/ratgeber/Support-Ende-fuer-Windows-10-Das-Gratis-Upgrade-auf-Windows-11-9951291.html
[9] https://www.heise.de/ratgeber/Das-Windows-Sicherheitspaket-Updates-in-den-Griff-bekommen-9820786.html

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Insolvenzen: Tausende Jobs betroffen, keine Trendwende in Sicht

Von Kai Imhoff — 16. Februar 2026 um 15:00

Kai Imhoff

Kompass mit Pfeil, der auf Insolvenz zeigt (für: Insolvenz) zwischen Symbolen als Konzept (3D-Darstellung)

(Bild: Robert Kneschke / Shutterstock.com)

Die Zahl der Firmenpleiten bleibt hoch. Im Januar waren fast 17.000 Arbeitsplätze bei Großinsolvenzen betroffen. Was das für Beschäftigte bedeutet.

Die Insolvenzwelle in Deutschland ebbt nicht ab. Im Januar 2026 meldeten 1.391 Personen- und Kapitalgesellschaften Insolvenz an, wie der aktuelle IWH-Insolvenztrend [1] des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle zeigt.

Zwar ging die Zahl gegenüber Dezember um acht Prozent zurück. Doch im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt sie immer noch vier Prozent höher.

Noch deutlicher fällt der Vergleich mit der Zeit vor der Coronapandemie aus: Gegenüber einem durchschnittlichen Januar der Jahre 2016 bis 2019 verzeichnet das Institut einen Anstieg von 54 Prozent.

Knapp 17.000 Arbeitsplätze bei Großinsolvenzen betroffen

Für Beschäftigte sind diese Zahlen weit mehr als abstrakte Statistik. Wenn große Arbeitgeber schließen, drohen den Betroffenen oft erhebliche und dauerhafte Einkommenseinbußen.

Allein in den größten zehn Prozent der insolventen Unternehmen standen im Januar fast 17.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel – ein Plus von 164 Prozent gegenüber dem Januar-Durchschnitt vor der Pandemie.

Besonders hart traf es die unternehmensnahen Dienstleistungen. Hier waren im Januar mehr als 5.000 Arbeitsplätze betroffen, doppelt so viele wie im Zwölf-Monats-Durchschnitt.

Mehrere größere Personaldienstleister gaben auf, dazu kamen eine Autovermietung und ein Gebäudedienstleister.

Von der Bäckerei bis zur Hotelkette

Die Pleitewelle zieht sich durch verschiedene Branchen. Der Onlinehändler "The Creative Club", bekannt unter der Marke stoffe.de, stellte Berichten zufolge [2] seinen Betrieb ein. Rund 170 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Das Unternehmen schrieb trotz hoher Umsätze jahrelang Verluste – am Ende scheiterte die Sanierung.

Noch größere Dimensionen hat die Schieflage der Revo Hospitality Group [3]. Der Hotelbetreiber beantragte für rund 140 Gesellschaften Insolvenz. Nach Unternehmensangaben sind 125 Hotels mit etwa 5.500 Mitarbeitern in Deutschland und Österreich betroffen, erste Häuser mussten bereits schließen.

Als Gründe nennt das Unternehmen gestiegene Lohnkosten, höhere Mieten sowie stark gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise.

Auch das Handwerk bleibt nicht verschont. Die Halberstädter Bäcker und Konditoren GmbH, Hersteller des traditionellen Domstollens, meldete laut [4] mdr-Bericht Insolvenz an. Die etwa 120 Beschäftigten erhalten bis April Insolvenzgeld vom Staat. Der Betrieb in den 22 Filialen läuft zunächst weiter, während das Unternehmen nach Investoren sucht.

Streit um die Ursachen

Bei der Frage nach den Gründen gehen die Meinungen auseinander. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer macht vor allem hohe Arbeits- und Energiekosten, überbordende Bürokratie sowie die seit Jahren schwächelnde Konjunktur verantwortlich.

DIHK-Chefanalyst Volker Treier rechnet [5] für das Gesamtjahr 2025 mit deutlich mehr als 23.000 Unternehmensinsolvenzen – umgerechnet mehr als 60 Betriebsaufgaben pro Tag.

Der Berufsverband der Insolvenzverwalter sieht das differenzierter. "Zu schnell werden Negativentwicklungen allein auf bürokratische Hürden oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen geschoben", sagt VID-Vorsitzender Christoph Niering [6]. Oft seien unternehmerische Lösungen gefragt.

Anders verhält es sich im Gesundheitswesen. Bei Krankenhäusern werde die Insolvenz zunehmend als Instrument der Marktbereinigung in Kauf genommen, kritisiert Niering. In diesem stark regulierten Bereich seien politische Entscheidungen ausschlaggebend, nicht unternehmerisches Handeln.

Entspannung frühestens ab April

Eine rasche Besserung ist nicht in Sicht. Die IWH-Frühindikatoren, die dem Insolvenzgeschehen zwei bis drei Monate vorauslaufen, deuten auf weiterhin hohe Zahlen im Februar und März hin.

"Derzeit spricht die Entwicklung somit eher für eine Stabilisierung auf hohem Niveau als für eine echte Entwarnung", sagt IWH-Insolvenzforscher Steffen Müller. Erst ab April könnte sich die Lage entspannen.

Auch ein wichtiger Konjunkturfrühindikator sendet keine positiven Signale: Die Fahrleistung mautpflichtiger Lastkraftwagen [7] sank im Januar gegenüber dem Vormonat um 2,3 Prozent. Da wirtschaftliche Aktivität und Güterverkehr eng zusammenhängen, gilt dieser Index als Gradmesser für die Industrieproduktion.

Was Beschäftigte wissen sollten

Nicht jeder Insolvenzantrag bedeutet das Ende. Die Eröffnungsquote liegt bei etwa 60 Prozent. Wird ein Verfahren eröffnet, gibt es zwei mögliche Wege: Entweder führt das bisherige Management die Sanierung unter Aufsicht eines gerichtlich bestellten Sachwalters fort. Oder ein externer Insolvenzverwalter übernimmt das Ruder und entscheidet, ob der Betrieb weiterläuft, verkauft oder stillgelegt wird.

Betroffene Arbeitnehmer können auf das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit zählen, das die Löhne für bis zu drei Monate sichert. Die wirtschaftlichen Folgen einer Betriebsschließung reichen für viele Beschäftigte jedoch weit darüber hinaus.


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https://www.heise.de/-11178692

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.iwh-halle.de/presse/pressemitteilungen/detail/iwh-insolvenztrend-rueckgang-bei-firmenpleiten-im-januar-bedeutet-keine-trendwende
[2] https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_101130534/stoffe-de-stoffhaendler-schliesst-170-jobs-nach-insolvenzverfahren-weg.html
[3] https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_101129494/insolvenz-von-revo-diese-hotels-muessen-jetzt-schliessen.html
[4] https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/harz/baeckerei-halberstadt-insolvenz-domstollen-100.html
[5] https://www.dihk.de/de/newsroom/hohe-kosten-schwache-konjunktur-insolvenzen-weiter-auf-rekordniveau-168958
[6] https://www.vid.de/pressemitteilung/aktuelle-insolvenzzahlen-nicht-jede-krise-ist-ein-fall-fuer-die-politik/
[7] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD26_044_421.html

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Tesla verschiebt angeblich CarPlay-Einführung wegen iOS 26

Von Heise — 16. Februar 2026 um 17:08
Tesla-Logo auf rotem Auto

(Bild: Hadrian/Shutterstock.com)

Tesla arbeitet weiterhin an CarPlay. Doch technische Probleme mit Apple Maps und die schleppende Verbreitung von iOS 26 verzögern angeblich die Einführung.

Tesla arbeitet nach wie vor an der Integration von Apple CarPlay in seine Fahrzeuge, doch die Einführung verzögert sich. Wie Mark Gurman in seinem Bloomberg-Newsletter Power On [1] berichtet, gibt es zwei wesentliche Gründe für die Verzögerung: technische Inkompatibilitäten zwischen Apple Maps und Teslas eigener Navigationssoftware sowie die verhaltene Verbreitung von iOS 26.

Die geplante CarPlay-Implementierung unterscheidet sich deutlich von der üblichen Vollbildschirm-Integration anderer Hersteller. Tesla plant, CarPlay als Fenster innerhalb der eigenen Software-Oberfläche laufen zu lassen. Dabei sollen etwa zwei Drittel des Bildschirms für iPhone-Apps zur Verfügung stehen, während das linke Drittel und die untere Leiste weiterhin Tesla-eigene Informationen wie Geschwindigkeit, Batteriestand und Full-Self-Driving-Visualisierungen anzeigen.

Widersprüchliche Navigationsanweisungen als Problem

Das Hauptproblem liegt dem Bericht zufolge in der parallelen Anzeige von Apple Maps und Teslas eigener Kartensoftware. Die beiden Navigationssysteme synchronisierten sich nicht, was zu widersprüchlichen Anweisungen führen könnte. Besonders kritisch wird dies bei aktivem Autopilot oder Full Self-Driving, wo präzise und eindeutige Navigationshinweise unerlässlich sind.

Apple hat nach Teslas Anfrage offenbar zugestimmt, Änderungen an Maps vorzunehmen. Der entsprechende Fix wurde allerdings nicht im initialen iOS-26.0-Release implementiert, sondern erst in einem späteren Update nachgeliefert. Dies führt zum zweiten Verzögerungsgrund: Ende 2025 waren zu wenige iPhones [2] mit dem notwendigen Update ausgestattet.

iOS 26 verbreitet sich langsamer als erhofft

Laut aktuellen Apple-Zahlen vom 12. Februar 2026 läuft iOS 26 auf 74 Prozent der iPhones der letzten vier Jahre. Das klingt zunächst nach einer hohen Verbreitung, liegt jedoch unter der Adoptionsrate von iOS 18 zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr, die bei 76 Prozent lag. Da der Maps-Fix nicht im Basis-Release enthalten war, bleibt unklar, wie viele Nutzer tatsächlich über die kompatible Version verfügen.

Tesla wartet offenbar auf eine ausreichende Verbreitung der aktualisierten iOS-26-Version, bevor CarPlay kommt. Dies könnte laut Gurman „noch lange dauern“. Ein konkreter Zeitplan für die Einführung existiert nicht, Spekulationen deuten auf einen möglichen Start im Frühjahr 2026 hin.

Drahtlose Integration ohne Systemzugriff

Die geplante CarPlay-Integration soll ausschließlich drahtlos funktionieren. Das iPhone verbindet sich beim Einsteigen automatisch per Bluetooth und WLAN mit dem Fahrzeug, ohne dass ein Kabel notwendig ist. CarPlay läuft dabei in einer Sandbox und erhält keinen Zugriff auf Tesla-Hardware oder Fahrdaten. Die Kernfunktionen des Tesla-Infotainmentsystems bleiben dominant, CarPlay ergänzt lediglich die Möglichkeit, Drittanbieter-Apps wie Podcast-Player zu nutzen.

Tesla hatte sich jahrelang gegen CarPlay gewehrt [3] und auf die Qualität des eigenen Infotainmentsystems verwiesen, das bereits Apple Music und Spotify integriert. Die Kehrtwende erfolgte im Jahr 2025, nachdem die Verkaufszahlen des Elektroautoherstellers deutlich eingebrochen waren. In Europa fielen die Verkäufe 2025 um mehr als 30 Prozent, in Deutschland sogar um 54 Prozent. Die CarPlay-Integration könnte helfen, iPhone-Nutzer anzuziehen, die bei der Konkurrenz von BYD bis VW bereits auf die Apple-Integration zugreifen können.


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https://www.heise.de/-11178862

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2026-02-15/tesla-carplay-delays-related-to-ios-26-and-fsd-apple-s-new-siri-delays-ios-27
[2] https://www.heise.de/news/Apple-nennt-erstmals-Zahlen-zu-iOS-26-11177586.html
[3] https://www.heise.de/news/Tesla-arbeitet-angeblich-weiter-an-Apple-CarPlay-Integration-11167801.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i
[5] mailto:mki@heise.de

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Apple kündigt überraschend „Special Apple Experience“ an

Von Heise — 16. Februar 2026 um 16:49
Einladung für ein Apple-Event im März

Apple hat zu einem Event am 4. März eingeladen.

(Bild: Apple)

Apple kündigt überraschend ein Event für Medienvertreter am 4. März 2026 an. Journalisten und Influencer sind nach New York, London oder Shanghai eingeladen.

Apple hat am Montag überraschend für den 4. März 2026 ein Event für Medienvertreter angekündigt. Zu der „Special Apple Experience“ wurden Journalisten und Influencer nach New York City, London oder Shanghai eingeladen. Das Event soll an dem Mittwoch um 15 Uhr deutscher Zeit beginnen.

Was Apple dort vorstellen wird, bleibt indessen vorerst das Geheimnis des iPhone-Herstellers. Generell scheint Apple ein kleiner Überraschungs-Coup gelungen zu sein. Einschlägige Leaker und Bloomberg-Reporter Mark Gurman hatten die Rückkehr eines Frühlings-Events nicht auf dem Schirm. Stattdessen wurde jeden Tag mit Hardware-Veröffentlichungen gerechnet.

Neues MacBook mit A18-Chip im Anflug?

Als recht wahrscheinlich gilt die Vorstellung eines neuen MacBooks zum für Apple-Verhältnisse günstigen Preis [1]. Dieses Gerät könnte mit einem A18-Chip kommen, also einem Prozessor, der ansonsten in iPhones und günstigeren iPads sitzt. Die Farbtöne in der Einladung, darunter ein frühlingshaftes Gelb und Grün, passen zu Gerüchten, dass Apple beim neuen Modell mutig in den Farbtopf greifen möchte. Mark Gurman berichtete am Wochenende, dass das Gerät ein Aluminium-Gehäuse haben und sich besonders an Studenten und Unternehmen richten soll.

Zu einem solchen Einsteiger-MacBook könnte sich auch das günstigste iPhone gesellen. Schon seit einiger Zeit wird mit einem Nachfolger des iPhone 16e gerechnet. Ob Apple das iPhone 17e [2] auch im Zuge des Events vorstellt oder schon vorher, gilt es abzuwarten. Die Liste der potenziellen Kandidaten umfasst auch ein neues MacBook Air mit M5, MacBook-Pro-Modelle mit M5 Pro und M5 Max, neue Mac-Displays, ein iPad mit A18 und ein iPad Air mit M4.

Noch keine Infos über ein Video

Inwieweit Apple das Event auch mit einem Video begleiten wird, ist noch ungewiss. Bei früheren Präsenz-Terminen für Medienvertreter wurde in der Regel im Netz auch ein Film mit den Neuvorstellungen veröffentlicht. Die Medienvertreter hatten dann Gelegenheit, die vorgestellten Geräte vor Ort gleich einmal in Augenschein zu nehmen.


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https://www.heise.de/-11178848

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Guenstiger-als-das-Air-Budget-MacBook-angeblich-fuer-2026-geplant-11056851.html
[2] https://www.heise.de/news/iPhone-17e-Diese-Features-koennten-kommen-11176437.html
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i
[5] mailto:mki@heise.de

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iPhone 17e: Diese Features könnten kommen

Von Heise — 16. Februar 2026 um 14:42
Drei iPhone-Boxen auf einem Tisch

Drei iPhone-Boxen auf einem Tisch: Bald die erste Neuerscheinung 2025?

(Bild: KaterynaSypailova / Shutterstock.com)

Apples erste iPhone-Neuerscheinung des Jahres steht an: Es soll das iPhone 17e sein. Technisch sind einige Neuerungen zu erwarten.

Apples zweites neues Produkt des Jahres nach den AirTags 2 [1] könnte das erste neue iPhone des Jahres werden: Die Gerüchteküche ist überzeugt, dass Apple zeitnah ein iPhone 17e [2] auf den Markt bringen wird. Damit würde das iPhone 16e [3] aus dem Frühjahr 2025 erstaunlich schnell aktualisiert. Verschiedene Hardware-Aspekte sind auch schon durchgesickert. Eine große Überraschung wird das neue Einsteiger-Smartphone von Apple demnach nicht, doch solide Verbesserungen sind offenbar durchaus geplant – inklusive der Behebung einer nervigen Auslassung.

Preis unterverändert?

Zunächst vorab: Am Preis ändert sich angeblich nichts. Genauso wie das iPhone 16e soll das 17e in den USA bei 599 US-Dollar starten, in Europa vermutlich wie schon zuvor bei 699 Euro. In Sachen Speicherausstattung könnte sich Apple erbarmen und gleich bei 256 GByte loslegen – das wäre sogar eine Preissenkung, was angesichts der RAM- und Flash-Krise [4] erstaunlich wäre. Optisch soll das 17e eher mit dem iPhone 15 (von 2023) zu tun haben als mit dem iPhone 14, das beim 16e den Formfaktor stellt. Denn: Angeblich ist erstmals eine Dynamic Island geplant und keine Einbuchtung (Notch) mehr. Damit hätten endlich alle aktuellen iPhones auf dem Markt Apples Infoleiste um die Kamera herum.

Bei der Prozessortechnik dürfte Apple erneut auf relativ aktuelle Hardware setzen: Wie das 16e sich beim iPhone 16 bediente, soll das 17e in Sachen Apple-Chip beim 17 andocken – in Form einer womöglich um GPU-Kerne verringerten (Binning) Variante des A19. Ob das Display erstmals 120 Hertz (ProMotion bei Apple) erhält, ist unklar, vermutlich aber nicht. Auf der Geräterückseite befinden sich angeblich endlich MagSafe-Magneten, die beim 16e fehlten.

Kamera und Modemchip

Bei der Kamera des 17e dürfte Apple bei einer rückwärtigen Sensoreinheit bleiben, laut Gerüchteküche wie bislang mit 48 Megapixel. Vorne bleibt es wohl bei 12 Megapixel, den neuen Modus für horizontale Selfies aus dem iPhone 17 bekommt dieser Sensor wohl nicht. Beim RAM könnte Apple auf 12 GByte upgraden, vermutlich sind es aber eher 8.

Interessant wird noch der Modemchip: Der beschleunigte Apple C1X aus dem iPhone Air (plus Netzwerkchip N1) würde sich auch für das 17e anbieten. Bleibt zum Schluss noch die Verfügbarkeit: Beim 16e war es Ende Februar 2025 soweit, entsprechend könnte Apple in diesem Jahr agieren. Damit müssten sich Interessenten noch bis kommende Woche gedulden, etwa bis Montag oder Dienstag.


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https://www.heise.de/-11176437

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tests/Lautstark-lokalisiert-AirTag-2-im-Test-11160732.html
[2] https://www.heise.de/news/iPhone-16e-und-iPad-Air-Aktuelle-Geraete-in-bestimmten-Maerkten-schlecht-zu-haben-11175219.html
[3] https://www.heise.de/tests/iPhone-16e-im-Test-Mehr-iPhone-fuer-Einsteiger-10303222.html
[4] https://www.heise.de/news/Bericht-Apple-will-RAM-Inflation-durch-Grosseinkauf-bei-Samsung-ausgleichen-11123351.html
[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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Mit SAP, Ericsson und Nokia: US-Konzerne gründen die Trusted Tech Alliance

Von Achim Sawall — 16. Februar 2026 um 19:16
Souveränität made in USA ist derzeit nicht gefragt: Das hindert SAP , Nokia und Ericsson nicht daran, Bündnisse zu schließen.
Münchner Sicherheitskonferenz am 15. Februar 2026 (Bild: MSC26)
Münchner Sicherheitskonferenz am 15. Februar 2026 Bild: MSC26

Eine Gruppe von 15 Konzernen, angeführt von Microsoft, Anthropic, AWS (Amazon Web Services) und Google Alphabet, haben bei der Münchner Sicherheitskonferenz am vergangenen Wochenende die Trusted Tech Alliance gegründet. Mit dabei sind SAP aus Deutschland, Jio Platforms aus Indien, die EU-Netzausrüster Nokia und Ericsson, das kanadische Unternehmen Cohere sowie der Netzbetreiber NTT aus Japan.

Chinesische Unternehmen sind ausdrücklich nicht eingeladen. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Trump-Regime in den USA, das sich bei der Unterdrückung demokratischer Proteste immer mehr an China angleicht, fand jedoch nicht statt. Obwohl elf Länder vertreten sind, bilden US-Konzerne den technologischen Kern, insbesondere im Bereich der Cloud-Infrastruktur und bei der generativen KI. Ergänzt wird dies durch Unternehmen aus Ländern, die eng in westliche Sicherheitsarchitekturen eingebunden sind, wie ASML aus den Niederlanden.

Börje Ekholm, Chief Executive Officer von Ericsson, sagte: Kein einzelnes Unternehmen oder Land kann allein einen sicheren und vertrauenswürdigen digitalen Technologie-Stack aufbauen. Vielmehr können Vertrauen und Sicherheit nur gemeinsam erreicht werden. Aus dem Grund haben wir gemeinsam mit gleichgesinnten Partnern aus der Branche die Trusted Tech Alliance ins Leben gerufen, eine Initiative, die sich zu überprüfbaren, vertrauenswürdigen Standards im gesamten digitalen Stack verpflichtet".

Kein kritisches Wort zum Trump-Regime

In den Prinzipien der Allianz fordern die Konzerne ethisches Handeln, sichere Technologieentwicklung, die Einhaltung globaler Sicherheitsstandards entlang der Lieferketten und die Förderung eines offenen digitalen Umfelds. Ericsson und Microsoft begannen Mitte vergangenen Jahres Gespräche über die Gründung der Allianz.

"Was bedeutet Souveränität? Wenn man sie definiert, kann sie sogar ein Handelshemmnis darstellen" , sagte Ekholm zu Reuters. "Kein Land auf diesem Planeten kann vollständig souverän sein."

Die Mitglieder der Allianz seien in den Bereichen Konnektivität, Cloud-Infrastruktur, Halbleiter, Software und künstliche Intelligenz tätig.

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Batteriezellproduktion: ACC hält Werk in Kaiserslautern für "unverantwortlich"

Von Friedhelm Greis, dpa — 16. Februar 2026 um 18:44
Der europäische Batteriezellproduzent ACC fordert mehr staatliche Unterstützung. Die IG Metall gibt das Werk Kaiserslautern noch nicht verloren.
So sollte die Batteriezellfabrik in Kaiserslautern ursprünglich aussehen. (Bild: ACC)
So sollte die Batteriezellfabrik in Kaiserslautern ursprünglich aussehen. Bild: ACC

Die IG Metall will dafür kämpfen, dass das Batteriezellenwerk des Unternehmens ACC in Kaiserslautern doch noch errichtet wird. "Es gibt bundesweit keinen besseren Standort, wenn man Batteriezellenproduktion wirklich will" , hat der Vorsitzende des Gewerkschaftsbezirks Mitte, Jörg Köhlinger, der Nachrichtenagentur dpa gesagt. Es gebe einen voll erschlossenen Standort, Förderzusagen und eine qualifizierte Belegschaft mit einem ausverhandelten Tarifvertrag.

In der Pfalz sollten auf dem früheren Opel-Gelände rund 2.000 neue Jobs entstehen. Das vorgesehene Grundstück dürfe auf keinen Fall weiterverkauft werden, sagt Köhlinger. Die Gewerkschaft wolle dort einen "Brückenkopf" halten und Gespräche mit der Politik sowie den Anteilseignern des Gemeinschaftsunternehmens ACC suchen.

Das sind die Autohersteller Stellantis und Mercedes-Benz sowie der französische Energiekonzern Total Energies. Es gehe darum, eine "Koalition der Willigen und Fähigen" zu schmieden.

ACC stoppte die Investitionen für Kaiserslautern und für ein weiteres Werk in Italien vor wenigen Tagen, weil sich die Standorte aus Sicht des Unternehmens nicht mehr rechnen. Die IG Metall betont hingegen die Notwendigkeit von widerstandsfähigen Lieferketten und warnt vor drohender Abhängigkeit von externen Zulieferern.

ACC verteidigt Verzicht auf neue Werke

Am 16. Februar 2026 appellierte ACC in einer Mitteilung an die Politik und an private Innovationskräfte, den Aufbau einer europäischen Batteriezellproduktion stärker zu unterstützen. Dabei räumte ACC ein, dass der Hochlauf der Produktion in Hauts-de-France länger dauere und teurer sei als erwartet.

In dem Statement heißt es: "Wir sind jedoch zu nah am Ziel, um jetzt aufzugeben. [...] Derzeit verlassen doppelt so viele Module unsere Produktionslinien wie noch vor zwei Monaten. Unsere Ausschussquote, die in dieser Branche von entscheidender Bedeutung ist, sinkt dank zahlreicher Maßnahmen und der Mobilisierung interner und externer Ressourcen kontinuierlich."

ACC verteidigt jedoch die Entscheidung, auf den Bau neuer Werke zu verzichten. Im aktuellen Kontext "wäre es unverantwortlich, sich zum Bau neuer Gigafactories in Deutschland oder Italien zu verpflichten" , heißt es.

Dies sei der Zweck "des kürzlich aufgenommenen konstruktiven Dialogs mit den deutschen und italienischen Teams bei ACC, mit dem Ziel, die Bedingungen für die mögliche Beendigung unserer Projekte in Kaiserslautern und Termoli auszuarbeiten" . Das Projekt am Opel-Standort Kaiserslautern wird mit Steuergeld in Höhe von rund 437 Millionen Euro unterstützt.

ACC hatte das Projekt in Kaiserslautern im Juni 2024 pausiert . ACC-Chef Yann Vincent räumte später ein , dass die Batterien und damit auch die Elektroautos zu teuer seien. "Eine billigere Batterie bedeutet eine andere Chemie, ein anderes Batteriedesign. Darauf konzentrieren wir uns seit einigen Monaten" , sagte Vincent.

Das werde "ein wenig Zeit in Anspruch nehmen" und anschließend zu Investitionen in Deutschland und Italien führen. Doch dazu fehlt dem Unternehmen offenbar weiterhin das nötige Know-how und Kapital.

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Anzeige: Für nur 8,50 Euro gibt's LAN auch am Macbook

Von Claus Ludewig — 16. Februar 2026 um 18:24
Bei Amazon gibt es aktuell einen praktischen USB-C-LAN-Adapter im befristeten Angebot zum Bestpreis.
Benfei USB-C-LAN-Adapter aktuell zum Bestpreis bei Amazon (Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon)
Benfei USB-C-LAN-Adapter aktuell zum Bestpreis bei Amazon Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon

Seit Apple im Jahr 2020 auf M-Chips wechselte, gibt es zwar mehr Akkulaufzeit, aber auch eine eingeschränkte Anschlussausstattung bei allen neuen Macbooks. Statt USB-A oder LAN gibt es nur noch USB-C. Doch wer kabelgebunden ins Internet gehen möchte, benötigt einen Ethernet-Adapter. Bei Amazon gibt es nun einen passenden USB-C-auf-LAN-Adapter im befristeten Angebot. Es handelt sich um ein Modell des chinesischen Anbieters Benfei.

Was hat der Benfei USB-C-auf-Ethernet-Adapter zu bieten?

Der Adapter unterstützt Netzwerkgeschwindigkeiten von 10, 100 und 1.000 Mbit/s und nutzt eine USB-3.0-Anbindung (5 Gbit/s Bandbreite). Damit soll eine stabile Gigabit-Verbindung möglich sein. Voraussetzung ist, dass auch Router, Switch und Netzwerkkabel mitspielen; empfohlen wird mindestens CAT6.

Mit rund 50 Gramm Gewicht und kompakten Abmessungen eignet sich der Adapter vor allem für den mobilen Einsatz am Ultrabook oder Tablet. LEDs informieren über Link-Status und Aktivität.

Mit Wake-on-LAN und FDX sowie HDX-Support

Benfei unterstützt neben Wake-on-LAN auch Vollduplex- und Halbduplex-Ethernet. Bei Halbduplex-Ethernet (HDX) können Daten in beide Richtungen übertragen werden, allerdings nicht zeitgleich. Das geht wiederum bei Vollduplex (FDX).

Plug-and-play-Lösung

Gut gefällt Käufern die einfache Inbetriebnahme: In vielen Fällen genügt das Einstecken, damit das Gerät sofort erkannt wird. Lobend werden auch das Gehäuse und das USB-Kabel erwähnt, da diese einen stabilen Eindruck hinterlassen. Praktisches Detail: Neben USB-C wird auch ein USB-A-Stecker mitgeliefert, falls man den LAN-Adapter an einem Laptop per USB-A betreiben möchte.

In Einzelfällen kommt es zu Verbindungsabbrüchen oder zu Schwierigkeiten mit dem USB-Port. Zudem gibt es Nutzer, die die maximale Geschwindigkeit als nicht ganz auf dem Niveau teurerer Konkurrenzprodukte einschätzen.

Wie gut ist das aktuelle Angebot?

Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung gibt es den Benfei USB-C-auf-Ethernet-Adapter im befristeten Angebot für 8,49 Euro bei Amazon. Ein Blick in die Keepa-Preishistorie zeigt, dass es diesen LAN-Adapter noch nie günstiger zu kaufen gab. In den vergangenen Tagen beispielsweise kostete er noch 8,99 Euro, die UVP liegt bei knapp 10 Euro. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es diesen LAN-Adapter immer wieder für rund eine Woche zum Bestpreis von 8,49 Euro bei Amazon zu kaufen gibt, wie Keepa aufzeigt. Laut Amazon soll das aktuelle, befristete Angebot am 1. März ablaufen, wenn der Vorrat solange reicht.

Reklame

Benfei USB-C auf Ethernet Adapter, USB 3.0 auf RJ45 Gigabit LAN (1000Mbps) Netzwerkadapter

Im befristeten Angebot sparen

Preis, Daten und Fakten zum Benfei USB-C-auf-Ethernet-Adapter

  • Um LAN auch an einem Macbook oder vielen anderen modernen Laptops nutzen zu können, gibt es den Benfei USB-C-auf-Ethernet-Adapter.
  • Steckt man den LAN-Adapter via USB ans Macbook an, kann man mit einem LAN-Kabel ins Internet. Dabei werden Geschwindigkeiten bis zu 1 Gbit/s im LAN unterstützt, wenn man ein CAT6-LAN-Kabel nutzt.
  • Praktisch ist, dass Benfei neben USB-C gleich auch einen USB-A-Stecker mitliefert.
  • Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung verkauft Amazon den Benfei USB-C-auf-Ethernet-Adapter im befristeten Angebot für 8,49 Euro. Günstiger gab es den LAN-Adapter noch nie, so die Keepa-Preishistorie.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf der Produkte über diese Links erhält Golem.de eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

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Mexiko: Roboterhund-Brigade für die Fußball-WM

Von Heise — 16. Februar 2026 um 22:41
Roboterhunde der Division K9-X in Monterrey, Mexiko.

(Bild: Gobierno Municipal de Guadalupe)

Im Hinblick auf die Fußnall-Weltmeisterschaft rüstet Mexiko bei der Sicherheitstechnik auf. Der Spielort Monterrey präsentiert Roboterhunde für die Polizei.

Die Stadtverwaltung von Guadalupe, einem Vorort der mexikanischen Großstadt Monterrey, hat die Einführung einer Polizeistaffel von vier Roboterhunden angekündigt. Die als Division K9-X bezeichnete neue Einheit soll bei Sicherheitsmaßnahmen während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zum Einsatz kommen. Mexiko ist neben den Vereinigten Staaten und Kanada Co-Gastgeber. Im Estadio BBVA in Guadelupe (Monterrey) im nordmexikanischen Bundesstaat Nuevo León werden vier WM-Partien ausgetragen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung werden die Roboterhunde für Präventions- und Abschreckungsaufgaben zur Unterstützung von Überwachungs-, Betreuungs- und Kontrollaufgaben konzipiert. „Auf dem Boden werden diese Roboterhunde von K9-X die Polizei bei einem ersten Einsatz mit Videoaufnahmen unterstützen und schließlich gefährliche Orte betreten, d. h. bevor die Sicherheitskräfte eintreffen und um die körperliche Unversehrtheit der Beamten zu gewährleisten, werden die Roboter im Falle einer Auseinandersetzung oder bei alkoholisierten Personen eingreifen.“, lobte Guadelupes Bürgermeister Héctor García García bei der Vorstellung der neuen Division [1] in der vergangenen Woche die Vorzüge dieser Technologie und ihre Einsatzmöglichkeiten.

Mithilfe der Roboterhunde soll die städtische Polizei ungewöhnliche Situationen erkennen und schneller und sicherer auf potenzielle Risiken reagieren könne. Die Roboter unterstützen demnach bei der Überwachung großer Gebiete, seien in der Lage, ungewöhnliches Verhalten oder Objekte zu erkennen, ungewöhnliche Menschenansammlungen zu identifizieren und sofort die Sicherheits- und Zivilschutzbehörden zu alarmieren.

Jeder der Roboterhunde ist aus widerstandsfähigem Material gefertigt, um auch in unwegsames Gelände gelangen zu können. Darüber hinaus verfügen sie über Videokameras, Nachtsichtgeräte, Sprachsteuerung und Warnsysteme. Die Investitionen für die Anschaffung der Roboter beliefen sich auf 2,5 Millionen Pesos (rund 123.000 Euro).

Am vergangenen Donnerstag hatte die Roboterhund-Brigade bereits ihren ersten offiziellen Großeinsatz, als sie bei einem Heimspiel des lokalen Erstligavereins CF Monterrey gegen CSD Xelajú MC aus Guatemala im CONCACAF Champions Cup, der zentralamerikanischen Champions League, im Estadio BBVA patrouillierte. Die Einheit führte präventive Rundgänge außerhalb des Stadions durch und überprüfte dabei Zugänge und Bereiche mit hohem Personenaufkommen. Ferner überprüfte sie im Stadion Gänge und Gemeinschaftsbereiche und verstärkte die Überwachung an stark frequentierten Stellen, wie die Stadt Guadelupe mitteilte [2]. Und weiter: „Im Rahmen der strategischen Überwachung vor dem Spiel überprüften die Roboter-Einheiten auch die Unterseite von Fahrzeugen“ rund um das Stadion, was eine bessere Beobachtung und frühzeitige Erkennung möglicher Straftaten ermöglichte.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11179018

Links in diesem Artikel:
[1] https://guadalupe.gob.mx/noticia/integran-perros-robot-en-la-estrategia-de-seguridad-en-guadalupe
[2] https://guadalupe.gob.mx/noticia/intervienen-unidades-roboticas-k9-x-de-guadalupe-en-primer-evento-masivo
[3] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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