Apple holt mit der jüngsten Übernahme einen Experten für optisches Design ins Unternehmen.
(Bild: Joseph GTK / Shutterstock.com)
Apple hat ein Start-up übernommen, das Werkzeuge für den Entwurf optischer Bauteile entwickelt. Das Wissen könnte in VR-Brillen und Smart Glasses fließen.
Apple hat sich Technologie und Know-how des Start-ups invrs.io gesichert. Der Konzern übernimmt bestimmte Vermögenswerte und stellt den einzigen Mitarbeiter sowie Anteilseigner ein, heißt es in einer Meldeliste der EU-Kommission [1], in der große Unternehmen wie Apple ihre Übernahmen offenlegen müssen.
In der Meldung steht, dass invrs.io „Open-Source-Frameworks für die Photonikforschung“ entwickelt. Laut GitHub-Präsenz [2] entwickelte das Start-up eine KI-gestützte Designplattform für Optik und optische Komponenten, wie sie in VR- und AR-Systemen, Rechenzentren sowie autonomen Fahrzeugen zum Einsatz kommen könnten.
Das Start-up wurde 2023 von Martin Schubert gegründet. Seinem LinkedIn-Profil [3] zufolge leitete er bei Google und Meta über mehr als sechs Jahre hinweg sogenannte Inverse-Design-Programme.
Beim Inverse Design beginnt der technische Entwurfsprozess nicht mit einer konkreten Form oder einem Material, sondern mit den gewünschten Leistungsmerkmalen. Aus diesen Zielvorgaben berechnet ein Algorithmus automatisch die Konfiguration, die diese am besten erfüllt. Die KI durchsucht dabei große Variantenräume, vergleicht mögliche Lösungen und passt die Entwurfsparameter iterativ an. Die Open-Source-Plattform invrs.io stellte dafür standardisierte KI-Designaufgaben und Benchmarks speziell für den Bereich der Optik bereit.
Von Google über Meta zu Apple
Martin Schubert wurde laut einem älteren Photonics-Artikel [4] in Deutschland geboren, wuchs in den USA auf und studierte Elektrotechnik an der Eliteuniversität Cornell.
Dem LinkedIn-Profil zufolge arbeitete Schubert beim US-Hersteller Micron an LED- und Speicher-Technologien. Anschließend war er sieben Jahre bei Alphabets Forschungslabor X tätig, wo er 2017 ein KI-gestütztes Photonik-Designprojekt gründete und leitete. Dort entwickelte Schubert mit seinem Team laut eigenen Angaben die fortschrittlichste Inverse-Design-Plattform ihrer Art.
Diese Arbeit setzte er bei Meta Reality Labs fort, einer auf VR- und AR-Technologien spezialisierten Abteilung des Konzerns. Dort entwickelte Schubert neue Methoden für das Inverse Design von Mikro-LEDs (nicht zu verwechseln mit Mikro-OLEDs [5]). Die gelten als Schlüsseltechnologie für AR-Brillen, die derzeit jedoch noch schwer in großen Stückzahlen herzustellen ist.
Für Apple könnte das erworbene Know-how etwa für Displays und optische Systeme in VR- und AR-Brillen relevant sein. Inverse-Design-Methoden können hier helfen, neuartige Mikrostrukturen für Waveguide-Displays [6], Linsen [7] oder Mikro-LED-Arrays zu finden, die mit klassischen Entwurfsverfahren kaum erreichbar wären.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11189687
Bist du über 18? Apple beginnt in ersten Ländern mit iPhone-Altersprüfung
Von Heise — 25. Februar 2026 um 17:36
(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)
In ersten Ländern blockiert Apple App-Downloads, wenn sich Nutzer nicht als über 18 ausweisen können. Geprüft wird das offensichtlich auf Systemebene.
Apple hat offensichtlich damit begonnen, das Alter von Kunden beim Zugriff auf Inhalte zu überprüfen. In ersten Ländern blockiert das Unternehmen nun den Download von Apps mit einer Altersfreigabe von „18+“, solange nicht durch „angemessene Methoden“ nachgewiesen wurde, dass der Zugriff durch einen Erwachsenen erfolgt. Der App Store führe diese Prüfung automatisch durch, teilte Apple gegenüber Entwicklern mit [1]. Die Alterssperre gilt ab sofort in Australien, Brasilien und Singapur. Was genau unter diese „angemessenen Methoden“ falle, erläuterte das Unternehmen nicht.
Kreditkarten- oder Ausweis-Scan erforderlich
Einzelnen Nutzerberichten aus Großbritannien zufolge versucht Apple auch dort, das Alter anhand der Kreditkartendaten zu verifizieren. „Bestätigen Sie, dass Sie 18+ sind, um Ihre Einschränkungen zu aktualisieren“, lautet der übersetzte Text aus einem Systemdialog, der offenbar aus der Beta von iOS 26.4 stammt. „Um diese Einschränkungen zu ändern, setzt Großbritannien voraus, dass Sie bestätigen, ein Erwachsener zu sein“, erläutert Apple weiter.
Im Kleingedruckten merkt der Konzern an, für die Altersprüfung werde die im Account hinterlegte Kreditkarte herangezogen oder der Zeitraum beachtet, für den das Nutzerkonto bereits besteht. Alternativ könne es „helfen“, das Alter über das Einscannen einer Kreditkarte zu verifizieren. Auf Reddit berichtet ein anderer Nutzer [2], er habe alternativ auch seinen Ausweis abfotografieren können. Wie Apple diese sensiblen Daten konkret erfasst und verwaltet, bleibt unklar. Bis das Alter bestätigt wurde, sind App-Downloads und In-App-Käufe dem Hinweis zufolge gesperrt.
App-Store-Betreiber als Jugendschützer
Die Forderungen nach einer Altersprüfung durch die großen App-Store-Betreiber Apple und Google wurden in den vergangenen Monaten immer lauter. Apple wies dies bislang unter Verweis auf Datenschutz von sich, man wolle nicht zentral die Ausweisdaten von Nutzern speichern. Alterssperren sind plötzlich in mehreren Ländern anzutreffen, etwa bei Social Media oder rund um pornografische Inhalte – letztere dürfen allerdings gar nicht in den App Store. Bei Apps, die dort inzwischen als 18+ eingestuft sind, handelt es sich hauptsächlich um leicht anrüchige Video-Chat-Apps und Sportwetten.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11190050
Links in diesem Artikel: [1] https://developer.apple.com/news/?id=f5zj08ey [2] https://www.reddit.com/r/ios/comments/1re724v/apple_starts_rolling_out_oslevel_age_verification/ [3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html [4] https://www.heise.de/mac-and-i [5] mailto:lbe@heise.de
Claude: KI-Chatbot für Cyberangriff auf mexikanische Regierung genutzt
Von Heise — 25. Februar 2026 um 23:06
(Bild: Gorodenkoff/Shutterstock.com)
Ein unbekannter Cyberkrimineller dringt mittels des KI-Chatbots von Anthropic in mexikanische Behördennetzwerke ein. Das folgt einem besorgniserregenden Trend.
Ein Cyberkrimineller hat den KI-Chatbot Claude von Anthropic genutzt, um in die Netzwerke mexikanischer Regierungsbehörden einzudringen, und dabei nach Angaben von Cybersicherheitsexperten gewaltige Mengen sensibler Steuer- und Wählerinformationen gestohlen. Das berichtete am Mittwoch die US-Nachrichtenagentur Bloomberg.
Der Bloomberg-Bericht [1] bezieht sich auf eine Studie des israelischen Cybersicherheit-Start-ups Gambit Security, wonach der unbekannte Claude-User spanischsprachige Befehle für den Chatbot schrieb, damit dieser Schwachstellen in Regierungsnetzwerken aufspürte, Computerskripte schrieb, um diese auszunutzen, und Wege fand, den Datendiebstahl zu automatisieren. Die illegalen Aktivitäten begannen demnach im Dezember und dauerten etwa einen Monat lang an.
Der Angreifer habe sich Zugang zur mexikanischen Bundessteuerbehörde und zum nationalen Wahlinstitut verschafft. Auch die Regierungen mehrerer Bundesstaaten sowie Behörden in Mexiko-Stadt und Monterrey seien kompromittiert worden, heißt es. Insgesamt 150 Gigabyte an Daten wurden gestohlen, darunter Dokumente zu 195 Millionen Datensätzen von Steuerzahlen sowie Wählerdatensätze, Zugangsdaten von Regierungsangestellten und Melderegisterdateien. Die mexikanische Regierung hatte im Dezember eine kurze Erklärung [2] veröffentlicht, dass sie einen möglichen Sicherheitsvorfall in personenbezogenen Datenbanken öffentlicher Einrichtungen untersuche. Unklar ist, ob dies im Zusammenhang mit der Claude-Cyberattacke steht. Unklar ist auch, wer hinter dem Cyberangriff und Datendiebstahl steckt; Gambit glaubt aber nicht, dass es Verbindungen zu einer ausländischen Regierung gibt.
Anthropic untersucht den Vorfall
Der Chatbot Claude warnte den Angreifer während „ihres Gesprächs“ zunächst vor böswilligen Absichten, kam aber schließlich den Forderungen des unbekannten Nutzers nach und führte Tausende Befehle in den Computernetzwerken der mexikanischen Regierung aus, so die Experten von Gambit. Anthropic erklärte, den Vorfall zu untersuchen. Die beteiligten Konten seien gesperrt worden. Ein Unternehmensvertreter erklärte gegenüber Bloomberg, das Unternehmen speise Beispiele für böswillige Aktivitäten zurück in Claude, um daraus zu lernen. Eines der neuesten KI-Modelle, Claude Opus 4.6, enthalte Sonden, die Missbrauch unterbinden können.
Wenn Claude bei der Attacke auf Probleme stieß oder zusätzliche Informationen benötigte, wandte sich der Cyberkriminelle an ChatGPT von OpenAI, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, so Gambit weiter. Dazu gehörte laut den israelischen Cybersicherheitsexperten, wie man sich lateral durch Computernetzwerke bewegt, welche Anmeldedaten für den Zugriff auf bestimmte Systeme erforderlich sind und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die illegale Aktion entdeckt wird. OpenAI erklärte, ChatGPT habe sich diesen illegalen Versuchen widersetzt. Die vom Angreifer verwendeten Konten wurden gesperrt, erklärte das Unternehmen in einer per E-Mail versandten Stellungnahme.
Wie Bloomberg berichtet, deckten die Mitarbeiter von Gambit die Angriffe auf mexikanische Behörden auf, als sie neue Techniken zur Bedrohungssuche ausprobierten. Dabei stießen sie auf öffentlich zugängliche Beweise für aktive oder kürzlich erfolgte Angriffe, darunter einen, der umfangreiche Claude-Konversationen über den Einbruch in Computersysteme der mexikanischen Regierung enthielt. Aus diesen Unterhaltungen ging hervor, so Gambit, dass der Angreifer, um Claudes Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, dem Chatbot mitteilte, dass er ein Bug-Bounty-Programm verfolge. Bug-Bounty-Programme sind Initiativen zur Identifizierung von Schwachstellen und Fehlern in der Software. Solche Programme werden von Unternehmen oder Behörden betrieben und belohnen mit Sach- oder Geldpreisen das Aufspüren von Computersicherheitslücken.
„Alarmierender Trend“
„Die Angriffe auf mexikanische Regierungsnetzwerke sind das jüngste Beispiel für einen alarmierenden Trend“, schreibt Bloomberg. „Während Anthropic und OpenAI auf die Entwicklung immer ausgefeilterer KI-Codierungswerkzeuge setzen – und Cybersicherheitsunternehmen ihre Zukunft an KI-gestützte Abwehrmaßnahmen knüpfen –, finden Cyberkriminelle und Cyberspione immer neue Wege, diese Technologie für Angriffe zu nutzen.“
Diverse VMware-Produkte über mehrere Sicherheitslücken angreifbar
Von Heise — 25. Februar 2026 um 14:50
(Bild: Artur Szczybylo / Shutterstock.com)
Unter anderem VMware Cloud Foundation ist verwundbar. Admins sollten die verfügbaren Sicherheitsupdates installieren.
Drei Sicherheitslücken in VMware Aria Operations und Cloud Foundation Operations gefährden PCs. Weil Cloud Foundation, Telco Cloud Platform, Telco Cloud Infrastructure und und vSphere Foundation die verwundbare Software nutzen, sind sie ebenfalls verwundbar. Im schlimmsten Fall können Angreifer Schadcode ausführen.
Manager bei Rüstungskonzern: 87 Monate Gefängnis für den Verkauf von Zero-Days
Von Heise — 25. Februar 2026 um 14:33
(Bild: JennLShoots / Shutterstock.com)
Der Rüstungskonzern L3Harris sammelt auch Zero-Day-Exploits für ausgewählte Regierungen. Ein Manager hat solche an einen Russen verkauft und muss nun in Haft.
In den USA muss ein 39-jähriger Australier mehr als sieben Jahre ins Gefängnis, weil er als hochrangiger Manager des Rüstungskonzerns L3Harris [1] Informationen zu Zero-Day-Lücken an einen Russen verkauft hat. Weiterhin muss der Verurteilte jetzt Kryptogeld, ein Haus sowie Luxusgüter im Millionenwert abgeben. Zur Verhandlung über eine Entschädigung wurde ein weiterer Gerichtstermin festgelegt. Das geht aus einer Mitteilung des US-Justizministeriums [2] hervor. Der Mann hatte sich der Vorwürfe im Herbst 2025 für schuldig bekannt. Inzwischen ist auch klar, dass er die Exploits an einen Russen verkauft hat, dessen Firma „Matrix LLC“ oder „Operation Zero“ Informationen zu Sicherheitslücken weiterverkauft.
Nur für ausgewählte Staaten gedacht
Der Mann hat als Manager der L3Harris-Sparte Trenchant [3] gearbeitet und im Rahmen seines Schuldeingeständnisses [4] zugegeben, dass er dort über einen Zeitraum von drei Jahren acht „Komponenten von Cyber-Exploits“ entwendet hat. Die hätten exklusiv an die US-Regierung „und ausgewählte Alliierte“ verkauft werden sollen. Der Mann habe dafür Kryptogeld erhalten, mit dem er Luxusreisen, Schmuck, Uhren, Kleidung und Wohneigentum gekauft habe. Insgesamt hat er 1,3 Millionen US-Dollar bekommen, den Schaden für die US-Regierung beziffert die Anklage dagegen auf 35 Millionen US-Dollar. Seine Bestrafung sei eine „deutliche Warnung an alle, die überlegen, Gier über ihr Land zu stellen“, sagt Roman Rozhavsky vom FBI.
Der Vorfall macht einmal mehr deutlich, wie gefährlich der Umgang mit Exploits ist, die nicht an die Unternehmen gemeldet werden, deren Produkte sie betreffen. Als Zero-Day-Lücken werden solche bezeichnet, von denen diese nichts wissen, bei denen sie also null Tage Zeit hatten, um sie zu schließen. Trenchant bietet seine Dienste ausschließlich den Regierungen der sogenannten Five Eyes an. Das sind neben den USA noch Australien, Kanada, Neuseeland und Großbritannien, die in Geheimdienstfragen engsten Alliierten der Vereinigten Staaten. Zeitgleich zur Bekanntmachung des Urteils hat das US-Außenministerium Sanktionen gegen den Russen verhängt [5], der alleine für „Operation Zero“ verantwortlich sein soll.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11189557
Links in diesem Artikel: [1] https://www.heise.de/news/Spyware-Pegasus-L3Harris-will-NSO-doch-nicht-uebernehmen-7170589.html [2] https://www.justice.gov/opa/pr/former-general-manager-us-defense-contractor-sentenced-87-months-selling-stolen-trade [3] https://www.l3harris.com/all-capabilities/trenchant [4] https://www.heise.de/news/Fuer-US-Regierung-gedacht-Manager-von-L3Harris-hat-Zero-Days-an-Russen-verkauft-10964976.html [5] https://www.state.gov/releases/office-of-the-spokesperson/2026/02/designation-of-russia-based-zero-day-exploits-broker-and-affiliates-for-theft-of-u-s-trade-secrets/ [6] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner [7] mailto:mho@heise.de
Vier Cortex-A53-Kerne, PRUs und zusätzliche MCU: Der PocketBeagle 2 Industrial richtet sich an anspruchsvolle Echtzeit- und Industrieprojekte.
Mit dem PocketBeagle 2 Industrial [1] gibt es jetzt eine Industrievariante des PocketBeagle 2. Das Board bleibt mit 55 mm × 35 mm weiterhin kompakt, richtet sich aber stärker an den Einsatz in industriellen Umgebungen und robusten Embedded-Projekten. Der erweiterte Temperaturbereich von -40 °C bis 85 °C macht das deutlich und positioniert es für Anwendungen in Produktionsanlagen, Outdoor-Installationen oder mobilen Systemen, bei denen klassische Maker-Boards schnell an ihre Spezifikationsgrenzen stoßen.
Herzstück ist der ARM-Prozessor AM6254 von Texas Instruments. Er bringt vier 64-bittige Cortex-A53-Kerne mit, die mit bis zu 1,4 GHz takten und je passable 512 KByte Level-2-Cache verwenden. Für Maker bedeutet das: mehr Rechenleistung als beim klassischen PocketBeagle – etwa für komplexere Steueralgorithmen oder parallele Dienste auf Linux-Basis.
Mikrocontroller mit an Bord
Unterstützt wird der A53-Cluster von einem Cortex-M4F-Mikrocontroller mit bis zu 400 MHz und 256 KByte SRAM. Hinzu kommt das PRU-Subsystem (Programmable Real-Time Unit) mit zwei Kernen, das mit bis zu 333 MHz läuft und sich für harte Echtzeitanforderungen eignet, etwa für deterministische Feldbus-Implementierungen oder präzise Signalsteuerung.
Neu an Bord sind 1 GByte DDR4-RAM (statt zuvor 512 MByte) sowie 64 GByte eMMC-Flash. Beim bisherigen PocketBeagle 2 war der eMMC-Speicher nicht bestückt. Für Entwickler heißt das: weniger Abhängigkeit von microSD-Karten.
Zusätzlich integriert ist ein MSPM0L1105 mit Cortex-M0+ (32 MHz, 32 KByte Flash, 4 KByte SRAM) samt 12-Bit-A/D-Wandler. Dieser Mikrocontroller kann analoge Messaufgaben übernehmen, ohne die Haupt-CPU zu belasten. Damit lassen sich beispielsweise Sensorwerte kontinuierlich erfassen oder Energiemessungen realisieren, während Linux-Anwendungen auf den ARM-Kernen laufen. Die Kombination aus einem System-on-Chip (SoC) und einer separaten Low-Power-MCU macht das Ganze flexibel.
Pin-Leisten ab Werk bereit
Zur Ausstattung zählen weiterhin ein USB-C-Port zur Stromversorgung (5 V bei 1 A), ein JST-SH-UART-Debug-Port (3,3 V, kompatibel mit gängigen Debug-Probes), ein 10-poliger JTAG-Anschluss sowie ein LiPo-Ladecontroller. 72 Erweiterungspins stellen unter anderem acht analoge Eingänge, 52 digitale I/Os sowie Schnittstellen wie USB, SPI, I2C und weitere Peripherie bereit. Die Pin-Leisten sind bereits verlötet – was Prototypen schneller einsatzbereit macht und dem Lötkolben eine kleine Pause gönnt.
Das Board eignet sich für Steuerungen, Datenlogger oder Edge-Gateways. Durch den industriellen Temperaturbereich wird es auch für Außenstationen oder Maschinensteuerungen interessant. Gleichzeitig bleibt es offen genug für Maker, die mit Echtzeit-Subsystemen experimentieren möchten.
Offener Brief: Google gefährdet das offene Android
Von Heise — 25. Februar 2026 um 13:30
Google Android-Bugdroid vor Schloss-Symbol.
(Bild: Primakov/Shutterstock.com)
Google will App-Installationen außerhalb des Play Store erschweren, wenn sich Entwickler nicht registrieren. Ein offener Brief fordert die Abkehr von dem Plan.
Googles Pläne, App-Installationen auf zertifizierten Android-Geräten mit einer zentralen Registrierung ihrer Entwickler zu verbinden, stehen weiter in der Kritik. In einem offenen Brief werfen Akteure und Unternehmen aus der Open-Source-Szene sowie aus der Zivilgesellschaft dem Unternehmen vor, das offene Ökosystem Androids zu gefährden. Sie fordern eine Abkehr von der Registrierungspflicht. Unterzeichnet wurde der Brief unter anderem vom Chaos Computer Club, der Free Software Foundation, dem Mailanbieter Tuta, den Machern des Vivaldi-Browsers und der GitHub-Alternative Codeberg.
Unter anderem wird im Brief kritisiert [1], dass sich Google mit einer solchen Entwicklerüberprüfung zum Torwächter fremder Distributionskanäle erheben würde. Wer seine Apps über eigene Websites, alternative App-Stores von Drittanbietern, Unternehmensvertriebssysteme oder ähnliches verbreite, müsse nämlich auch die Genehmigung von Google durch einen obligatorischen Verifizierungsprozess einholen. Das umfasse die Zustimmung zu den Geschäftsbedingungen, die Zahlung einer Gebühr und das Hochladen eines amtlichen Ausweises.
Ebenfalls kritisieren die Autoren des Briefs, dass künstliche Zugangshürden geschaffen würden, und befürchten Datenschutzrisiken durch eine zentrale Datenbank von Android-Entwicklern in der Hand des Unternehmens. Ferner könne es zu Wettbewerbsverzerrungen kommen, wenn Google über eine solche Registrierung Daten sammelt, wer welche Apps anbietet.
Kein Verbot von Sideloading
Google hatte vergangenen August zunächst bekannt gemacht [2], dass ab Herbst 2026 auf zertifizierten Android-Geräten nur noch Anwendungen installiert werden können, deren Herausgeber sich zuvor bei Google registriert und dann die jeweilige Anwendung signiert hat. Bislang galt eine solche Registrierungspflicht nur für Entwickler, die Apps über Googles Play Store anbieten.
Nach Protesten schien das Unternehmen zurückzurudern [3] und betonte, man wolle Installationen aus alternativen App-Stores sowie – auch als Sideloading bezeichnete – Direkt-Installation von Anwendungsdateien damit nicht untersagen. Vielmehr gehe es darum, einen „neuen, fortschrittlichen Ablauf“ zu entwickeln, der es „erfahrenen Benutzern“ ermöglichen soll, „die Risiken der Installation nicht verifizierter Software zu akzeptieren“. Das solle die Sicherheit von Android verbessern.
Wie sieht der „fortschrittliche Ablauf“ aus?
Wie genau Google dann Hürden bei der Installation unverifizierter Apps setzt, ist noch nicht klar. F-Droid-Entwickler Marc Prud'hommeaux [4] kritisierte, dass Google den „fortschrittlichen Ablauf“ bislang nicht öffentlich gemacht habe. Auch das Versprechen, frühzeitiges Feedback zum Design dieser Funktion zu sammeln, habe Google nicht eingehalten.
Codeanalysen deuten darauf hin [5], dass der Prozess einen Warndialog enthalten könnte sowie eine aktive Komponente, für die eine Internetverbindung erforderlich ist. Ist keine verfügbar, erhalten Nutzer eine Warnung, dass der Entwicklerstatus nicht überprüft werden kann.
Bis Nutzer zertifizierter Android-Versionen in Europa diese neuen Installationshürden zu Gesicht bekommen, dürfte es ohnehin noch dauern. Ab September 2026 soll die Installation anonymer Apps zunächst in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand erschwert werden. Ab 2027 folgt dann schrittweise der Rest der Welt. Die Verifizierung für alle Entwickler soll bereits ab März 2026 verfügbar sein.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11189361
Links in diesem Artikel: [1] https://keepandroidopen.org/open-letter/ [2] https://www.heise.de/news/Android-Google-verbietet-anonyme-Apps-10617479.html [3] https://www.heise.de/news/Google-Unverifizierte-Apps-bald-per-Sideloading-fuer-erfahrene-Nutzer-11076803.html [4] https://f-droid.org/en/2026/02/24/open-letter-opposing-developer-verification.html [5] https://www.heise.de/news/Android-Sideloading-unverifizierter-Apps-wird-aufwaendiger-11146258.html [6] https://www.heise.de/ix [7] mailto:axk@heise.de
Beim Galaxy S26 setzt Samsung seine Hoffnungen komplett auf KI-Features. Bei der Hardware aber sind andere vorbeigezogen, meint Steffen Herget.
Mit den drei Modellen der Smartphone-Serie Galaxy S26 [1] betreibt Samsung bei der Hardware nur sehr sanfte Modellpflege, die Neuerungen betreffen vor allem KI-Features, also Software. Diese Strategie bringt einige Risiken mit sich, denn nur wenige Menschen wählen ihr nächstes Smartphone nach der Software aus.
Zu den neuen KI-Funktionen des Galaxy S26 zählen einige wirklich praktische Helferlein. Die Spam-Erkennung könnte dafür sorgen, dass künftig keine dubiosen Gewinnspielanbieter oder Marktforscher durchklingeln. Perplexity als weiterer, ins System eingebackener Assistent kann zusammen mit Bixby die Einstellungen leichter machen und Aufgaben übernehmen. Now Nudge überwacht den Kalender im Hintergrund und sorgt für entspannte Terminplanung. Der neue Finder sucht alle Apps nach Inhalten ab, damit man nicht selbst zwischen ihnen hin und her springen muss. Alles eine feine Sache, wenn es denn im Alltag so reibungslos funktioniert wie bei den Demos auf dem Unpacked-Event.
Dabei gibt es allerdings ein Problem: Die Hoffnung der Smartphone-Hersteller und der Chipfertiger, dass die breite Masse wegen toller neuer KI-Features am Ende neue Smartphones kauft, hat sich bisher nicht erfüllt. Sicher, immer mehr Menschen verwenden KI auf dem Smartphone, doch als Zugpferd für die Verkaufszahlen hat sie sich noch nicht erwiesen. In Deutschland gingen die Absatzzahlen zuletzt leicht zurück, selbst wenn das Premium-Segment, in dem auch die Galaxy-S26-Geräte zu Hause sind, wächst.
Andere sind vorbeigezogen
Bei der Hardware hat Samsung unterdessen die Führungsrolle, die der Hersteller durch die Galaxy-S-Serie und vor allem das Ultra lange Zeit innehatte, so langsam verloren. Bei den Akkus sind insbesondere chinesische Hersteller wie Honor, Oppo und Xiaomi in anderen Sphären unterwegs und liefern mit Silizium-Kohlenstoff-Zellen teils 50 Prozent mehr Kapazität als Samsung im Ultra, das jetzt in der siebten (!) Generation mit dem gleichen 5000-mAh-Akku erscheint. Auch bei den Kameras gibt es kaum Fortschritte, das Galaxy S26 Ultra hat seit Jahren die gleichen Sensoren – keine schlechten, klar, aber andere Smartphones machen vielfach mindestens gleich gute, eher bessere Fotos. Den Trend zu eingebauten Magneten für Magsafe-Zubehör hat Samsung bislang ebenfalls ignoriert. Bei der langen Updateversorgung war Samsung vorbildlich früh dabei, doch EU-Regulierungen zwangen die Konkurrenz zum Nachziehen – Vorsprung ein wenig gesunken [2]. Immerhin, beim Prozessor ist das Galaxy S26 Ultra noch spitze, doch den Qualcomm-Chip bauen auch viele andere Hersteller ein – teils mit mehr Arbeitsspeicher.
Samsungs Strategie fußt also darauf, dass die Kundschaft wegen der KI-Funktionen zu einem neuen Galaxy-Smartphone greift. Doch was sagen die Kunden? Aktuellen Zahlen des Bitkom [5] aus dem Vorjahr zufolge nutzen zwar 71 Prozent der Menschen KI auf dem Smartphone, doch gerade mal 26 Prozent geben an, dass diese ein primärer Kaufgrund für ein bestimmtes Modell sei. Mit Abstand bleiben ein robustes Display (98 Prozent) und ein starker Akku (96 Prozent) die wichtigsten Punkte. Updates (93 Prozent) und Kamera (90 Prozent) liegen knapp dahinter. Zwar mag sich der Trend mittlerweile ein wenig zugunsten der KI verschieben, doch die wichtigsten Kriterien bleiben andere. Hinzu kommt: „Ich benutze KI auf dem Smartphone“ ist für viele Menschen gleichbedeutend mit „Ich nutze ChatGPT, Perplexity, Copilot oder Gemini“ und die sind per App auf quasi allen Smartphones nutzbar, dafür braucht es kein neues High-End-Telefon.
Mutig, mutig
Zusammen mit der Tatsache, dass Smartphones immer länger verwendet werden – eine direkte Folge von robuster Hardware und langer Update-Versorgung – ergibt sich ein Dilemma für Samsung: Der Hersteller konzentriert sich auf einen weniger prominenten Aspekt des Smartphones, während er andere, für die Auswahl beim Kauf wesentlich wichtigere Punkte konsequent vernachlässigt. Ein, nun ja, mutiger Ansatz.
Es bleibt also abzuwarten, ob Samsung mit dieser Strategie zum Erfolg kommt. Sicher, die Zahlen des Herstellers zeigen eine gestiegene Bekanntheit und Nutzerbasis der Galaxy AI. Doch ob das reicht, um die Verkaufszahlen des Galaxy S26 nach oben zu treiben, bleibt fraglich.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11188405
Links in diesem Artikel: [1] https://www.heise.de/news/Samsung-Galaxy-S26-S26-und-S26-Ultra-Software-schlaegt-Hardware-11187914.html [2] https://www.heise.de/news/5-Jahre-Updates-Welche-Smartphone-Hersteller-sich-daran-halten-11162620.html [3] https://www.heise.de/bilderstrecke/5033001.html?back=11188405;back=11188405 [4] https://www.heise.de/bilderstrecke/5033001.html?back=11188405;back=11188405 [5] https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/mehr-als-40-Mrd.-Euro-Umsatz-Smartphones [6] https://www.heise.de/ct [7] mailto:sht@heise.de
Galaxy-S26-Serie im Hands-on: Samsung bringt ein bisschen Neues, auch beim Preis
Von Tobias Költzsch — 25. Februar 2026 um 19:00
Die Galaxy-S26 -Serie bringt kaum Änderungen beim Design, auch die Kameras sind fast identisch. Interessant ist die neue Privacy-Funktion.
Die neue Galaxy-S26-Serie von SamsungBild:
Tobias Költzsch/Golem
Samsung hat die neue Galaxy-S26-Serie vorgestellt und damit Smartphones, die ihren Vorgängern stark ähneln. Neben einer minimalen Designanpassung kommen die drei Geräte mit fast identischen Kameramodulen und fast gleich großen Akkus. Anders als die Galaxy-S25-Reihe wird es aber wieder eine Zweiteilung bei der Prozessorenausstattung geben.
Neben dem Galaxy S26 und dem Galaxy S26 Ultra gibt es wieder ein Plus-Modell; ein Galaxy S26 Edge gibt es nicht, das Konzept eines dünnen Smartphones entpuppte sich als Reinfall. Golem konnte sich die drei neuen Smartphones bereits anschauen und hat zumindest ein, zwei interessante Neuerungen gefunden.
Eine nennt sich Privacy Display, auf Deutsch Datenschutzanzeige. Was Smartphone-Nutzer bislang mit speziellen Folien erreichen konnten, macht das Galaxy S26 Ultra jetzt automatisch: Auf Knopfdruck werden bestimmte Pixel so abgedunkelt, dass der Bildschirm von der Seite aus betrachtet dunkler wird und man den Inhalt schwerer erkennen kann.
Privacy Display macht den Bildschirm dunkel
Das ist ein cleverer Trick, der beispielsweise in der Bahn vor neugierigen Blicken schützt. Samsung führt die Funktion aber nur beim teuersten Modell ein – das Galaxy S26 und Galaxy S26+ bekommen die Datenschutzanzeige nicht. Die Technologie an sich zeigte Samsung bereits vor zwei Jahren bei einem Computermonitor.
Bild 1/27: Das Galaxy S26, das S26 Plus und das S26 Ultra (von rechts nach links) (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/27: Beim Design hat Samsung die Kameramodule an das des Galaxy Z Fold 7 angepasst. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/27: Ansonsten sehen die neuen Modelle fast wie ihre Vorgänger aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/27: Das Galaxy S26 hat einen minimal größeren Bildschirm, bei den beiden anderen Modellen sind Größe und Auflösung identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/27: Die Verarbeitung der Galaxy-S26-Serie ist wie von Samsung gewohnt hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/27: Das Galaxy S26 Ultra hat die beste Kamera der drei neuen Modelle - bis auf eine etwa größere Blendenöffnung sind die Kameras aber identisch mit denen der Vorgänger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/27: Das Galaxy S26 Ultra kommt mit einem S Pen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/27: Mit dem S Pen können Nutzer handschriftliche Eingaben machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/27: Das Galaxy S26 Plus ...
Bild 10/27: ... und das Galaxy S26 haben keine Änderungen bei der Kamera bekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/27: Das Galaxy S26 Ultra von vorn ...
Bild 12/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/27: Die Ladeleistung hat Samsung auf 60 Watt per Kabel erhöht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/27: Das Galaxy S26 Plus von vorn ...
Bild 15/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/27: Das Galaxy S26 Plus lädt jetzt mit bis zu 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/27: Das Galaxy S26 von vorn ...
Bild 18/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/27: Auch das Einsteigermodell lädt mit 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/27: Das Galaxy S26 Ultra bekommt die Funktion Privacy Display, mit der die Betrachtung von der Seite durch Abschalten bestimmter Pixel erschwert wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/27: In der Maximaleinstellung sind Inhalte nicht mehr zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/27: Zum Vergleich: die seitliche Betrachtung ohne Privacy Display (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/27: Auch von oben oder unten lassen sich Inhalte nicht mehr ohne Weiteres erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/27: Die Preise für die Galaxy-S26-Serie hat Samsung im Vergleich mit den Vorgängern leicht angehoben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/27: Das Galaxy S26 Ultra ist mit offiziell 7,9 mm relativ flach, dafür ragt das Kameramodul recht weit heraus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/27: Die verschiedenen Kameramodule im Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/27: Die Galaxy-S26-Smartphones können ab dem 25. Februar 2026 vorbestellt werden, auf den Markt kommen sie am 11. März. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Privacy Display kann in zwei Stufen entweder grundsätzlich verwendet werden, oder aber selektiv. Dabei ist es möglich, dass sich die Schutzfunktion nur bei bestimmten Apps aktiviert, die Nutzer auswählen können – sinnvoll erscheint das bei Banking-Apps. Außerdem ist es möglich, dass nur Benachrichtigungen durch die Abdunklung von seitlichen Blicken verborgen bleiben, was wir clever finden.
In der normalen Einstellung von Privacy Display wird der Bildschirm etwas dunkler, wenn wir von vorn draufschauen. Das ist kein Wunder, werden doch zahlreiche Pixel abgedunkelt. Aktivieren wir zusätzlich noch die Funktion Maximaler Privatsphärenschutz, wird die seitliche Verdunkelung noch einmal verschärft.
Dann sinkt der Kontrast so stark, dass Inhalte wirklich nicht mehr erkannt werden können. Der Nachteil an der zweiten Stufe des Privacy Display ist, dass der Kontrast des Displays auch merklich niedriger ist, wenn wir von vorn draufschauen.
Uns ist im Test mit Kollegen aufgefallen, dass der Winkel, ab dem der Privacy Display seine beste Wirkung erzielt, sehr groß sein muss. Sitzt man etwa im Zug dicht nebeneinander, dürften Nachbarn im normalen Modus des Privacy Display immer noch genügend Displayinhalte erkennen.
Neu bei allen drei Modellen ist eine KI-Erinnerungsfunktion namens Now Nudge: Sie liefert kontextbezogene Informationen und Vorschläge, indem der Bildschirm auf Fragen oder Ähnliches überwacht wird. Wenn Nutzer beispielsweise in einem Chat nach Fotos eines bestimmten Ereignisses gefragt werden, zeigt Now Nudge am oberen Rand der Tastatur eine Schaltfläche zur Galerie mit einer passenden Fotoauswahl an.
Now Nudge soll auch dabei helfen, bei Terminanfragen in Chats oder E-Mails schnell einen entsprechenden Eintrag zu generieren. Die Funktion ergänzt das bereits bekannte Now Brief, das Samsung bei der Galaxy-S26-Serie verbessert haben will. Now Brief soll mehr personalisierte Updates beinhalten, die auf dem Verhalten der Nutzer basieren.
Samsung betont das Thema KI bei der Galaxy-S26-Reihe stark, wenngleich viele Funktionen von anderen Herstellern bereits bekannt sind. Dazu zählen ein KI-Editiermodus für Fotos und ein Anrufer-Screening, wie es Google schon seit Längerem anbietet. Auch einen Foto-Coach wie die Pixel-Smartphones haben die Galaxy-S26-Modelle jetzt.
Audio-Radierer jetzt auch mit Netflix und Youtube nutzbar
Der Audio-Radierer, der Hintergrundgeräusche verringert und Stimmen klarer darstellt, funktioniert auch bei Dritthersteller-Apps wie Youtube oder Netflix. Auch Googles Circle to Search ist wieder an Bord, das jetzt mehrere eingekreiste Objekte auf einmal erkennt.
Bild 1/27: Das Galaxy S26, das S26 Plus und das S26 Ultra (von rechts nach links) (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/27: Beim Design hat Samsung die Kameramodule an das des Galaxy Z Fold 7 angepasst. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/27: Ansonsten sehen die neuen Modelle fast wie ihre Vorgänger aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/27: Das Galaxy S26 hat einen minimal größeren Bildschirm, bei den beiden anderen Modellen sind Größe und Auflösung identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/27: Die Verarbeitung der Galaxy-S26-Serie ist wie von Samsung gewohnt hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/27: Das Galaxy S26 Ultra hat die beste Kamera der drei neuen Modelle - bis auf eine etwa größere Blendenöffnung sind die Kameras aber identisch mit denen der Vorgänger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/27: Das Galaxy S26 Ultra kommt mit einem S Pen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/27: Mit dem S Pen können Nutzer handschriftliche Eingaben machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/27: Das Galaxy S26 Plus ...
Bild 10/27: ... und das Galaxy S26 haben keine Änderungen bei der Kamera bekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/27: Das Galaxy S26 Ultra von vorn ...
Bild 12/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/27: Die Ladeleistung hat Samsung auf 60 Watt per Kabel erhöht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/27: Das Galaxy S26 Plus von vorn ...
Bild 15/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/27: Das Galaxy S26 Plus lädt jetzt mit bis zu 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/27: Das Galaxy S26 von vorn ...
Bild 18/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/27: Auch das Einsteigermodell lädt mit 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/27: Das Galaxy S26 Ultra bekommt die Funktion Privacy Display, mit der die Betrachtung von der Seite durch Abschalten bestimmter Pixel erschwert wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/27: In der Maximaleinstellung sind Inhalte nicht mehr zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/27: Zum Vergleich: die seitliche Betrachtung ohne Privacy Display (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/27: Auch von oben oder unten lassen sich Inhalte nicht mehr ohne Weiteres erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/27: Die Preise für die Galaxy-S26-Serie hat Samsung im Vergleich mit den Vorgängern leicht angehoben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/27: Das Galaxy S26 Ultra ist mit offiziell 7,9 mm relativ flach, dafür ragt das Kameramodul recht weit heraus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/27: Die verschiedenen Kameramodule im Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/27: Die Galaxy-S26-Smartphones können ab dem 25. Februar 2026 vorbestellt werden, auf den Markt kommen sie am 11. März. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Neben Gemini hält Samsung etwas unverständlicherweise immer noch am eigenen Sprachassistenten Bixby fest; er wurde mittlerweile zum Helfer bei der Suche nach Systemfunktionen degradiert. Das funktioniert in unserem kleinen Test eher nicht so gut: Eine Anfrage nach einer Systemeinstellung beantwortete Bixby falsch. Neben Gemini ist seit Kurzem auch Perplexity als Assistent auswählbar.
Beim Design hat Samsung lediglich das Kameramodul etwas verändert und der Form des Galaxy Z Fold 7 angepasst. Das Galaxy S26+ und das Ultra-Modell verwenden die gleichen Displays wie ihre Vorgänger, beim Galaxy S26 ist der Bildschirm von 6,2 auf 6,3 Zoll gewachsen, die Auflösung liegt aber weiterhin bei 2.340 x 1.080 Pixeln.
Beim Galaxy S26 und S26+ sind die gleichen drei Kameras wie im Vorgängermodell eingebaut: Die Hauptkamera hat 50 Megapixel, die Superweitwinkelkamera 12 Megapixel und die dreifache Telekamera 10 Megapixel. Diesen Sensor setzt Samsung seit 2021 ein.
Auch die Kameras des Ultra-Modells kommen bekannt vor : Die Hauptkamera hat wieder 200 Megapixel, die Superweitwinkelkamera 50 Megapixel. Das Dreifach-Tele kommt mit dem gleichen alten 10-Megapixel-Sensor wie die beiden anderen Modelle; die Fünffach-Telekamera in Periskopbauweise verwendet einen 50-Megapixel-Sensor. Verglichen mit dem Galaxy S25 Ultra haben die Kameras allerdings größere Blendenöffnungen.
Einen echten Kameratest konnten wir im Rahmen unserer kurzen Zeit mit den neuen Galaxy-S26-Modellen nicht durchführen. Unser erster Eindruck ist aber gut: Die Schärfe ist besonders beim Ultra sehr gut. Beim Ultra lässt sich der Digitalzoom bis 10-fach problemlos verwenden, bei 20-facher Vergrößerung ist der Qualitätsabfall aber bereits sichtbar. Die Aufnahmen sind aber immer noch gut. Die 100-fache Vergrößerung dient nur noch Dokumentationszwecken.
Bei den neuen Galaxy-S26-Modellen gibt es auch wieder eine KI-Bildbearbeitung. Sie kann Bilder auch komplett umgestalten, wie es Google bereits auf seinen Pixel-Smartphones anbietet.
Samsung bringt zweigeteilte Chipset-Strategie zurück
Wie bei früheren Galaxy-S-Serien kommen die S26-Geräte mit unterschiedlichen Chipsets – eine Praxis, die Samsung bei der Galaxy-S25-Serie abgeschafft hatte. Das Galaxy S26 Ultra bekommt Qualcomms aktuellen Premium-Chip Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy, dessen CPU um 130 MHz und dessen GPU um 100 MHz übertaktet wurde.
Bild 1/27: Das Galaxy S26, das S26 Plus und das S26 Ultra (von rechts nach links) (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/27: Beim Design hat Samsung die Kameramodule an das des Galaxy Z Fold 7 angepasst. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/27: Ansonsten sehen die neuen Modelle fast wie ihre Vorgänger aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/27: Das Galaxy S26 hat einen minimal größeren Bildschirm, bei den beiden anderen Modellen sind Größe und Auflösung identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/27: Die Verarbeitung der Galaxy-S26-Serie ist wie von Samsung gewohnt hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/27: Das Galaxy S26 Ultra hat die beste Kamera der drei neuen Modelle - bis auf eine etwa größere Blendenöffnung sind die Kameras aber identisch mit denen der Vorgänger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/27: Das Galaxy S26 Ultra kommt mit einem S Pen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/27: Mit dem S Pen können Nutzer handschriftliche Eingaben machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/27: Das Galaxy S26 Plus ...
Bild 10/27: ... und das Galaxy S26 haben keine Änderungen bei der Kamera bekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/27: Das Galaxy S26 Ultra von vorn ...
Bild 12/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/27: Die Ladeleistung hat Samsung auf 60 Watt per Kabel erhöht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/27: Das Galaxy S26 Plus von vorn ...
Bild 15/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/27: Das Galaxy S26 Plus lädt jetzt mit bis zu 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/27: Das Galaxy S26 von vorn ...
Bild 18/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/27: Auch das Einsteigermodell lädt mit 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/27: Das Galaxy S26 Ultra bekommt die Funktion Privacy Display, mit der die Betrachtung von der Seite durch Abschalten bestimmter Pixel erschwert wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/27: In der Maximaleinstellung sind Inhalte nicht mehr zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/27: Zum Vergleich: die seitliche Betrachtung ohne Privacy Display (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/27: Auch von oben oder unten lassen sich Inhalte nicht mehr ohne Weiteres erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/27: Die Preise für die Galaxy-S26-Serie hat Samsung im Vergleich mit den Vorgängern leicht angehoben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/27: Das Galaxy S26 Ultra ist mit offiziell 7,9 mm relativ flach, dafür ragt das Kameramodul recht weit heraus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/27: Die verschiedenen Kameramodule im Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/27: Die Galaxy-S26-Smartphones können ab dem 25. Februar 2026 vorbestellt werden, auf den Markt kommen sie am 11. März. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy S26 und das Galaxy S26 Plus kommen mit Samsungs eigenem Exynos 2600 , einem 2-nm-Chip, den Samsung im Dezember 2025 vorgestellt hatte. Samsung verwendet insgesamt zehn C1-Kerne von ARM und hat sich von schwächeren Kernen für kleinere Aufgaben komplett verabschiedet. Neben dem Prime Core, einem C1-Ultra mit 3,8 GHz, kommen drei C1-Pro mit 3,25 GHz und sechs C1-Pro mit 2,75 GHz zum Einsatz.
Wie der Exynos 2600 im Vergleich mit dem aktuellen Qualcomm-Top-Chipset abschneidet, konnten wir in unserem Hands-on nicht testen. Samsung zufolge soll der Exynos 2600 gegenüber dem Snapdragon 8 Elite aus der Galaxy-S25-Serie 40 Prozent mehr NPU-Leistung, 29 Prozent mehr GPU-Leistung und 7 Prozent mehr CPU-Leistung bieten.
Beim Akku hat Samsung nur beim Basismodell nachgelegt, das jetzt 4.300 mAh statt nur 4.000 mAh hat. Beim Plus-Modell hat der Akku wieder 4.900 mAh, das Ultra kommt mit einem 5.000-mAh-Akku. Die Ladeleistung beim Ultra-Modell wurde von 45 auf 60 Watt erhöht, drahtlos sind jetzt 25 statt zuvor 15 Watt möglich. Die neuen Modelle unterstützen Qi 2, haben allerdings keine Magnete.
Ausgeliefert wird die Galaxy-S26-Serie mit Android 16 und Samsungs eigener Benutzeroberfläche. Insgesamt sieben Jahre lang sollen die Smartphones Updates und Upgrades bekommen.
Fazit
Die neue Galaxy-S26-Serie scheint eher eine Weiter- als eine Neuentwicklung zu sein: Samsung setzt auf bewährtes Design mit ähnlicher Kamera-Hardware und nur leichten Veränderungen bei den Displays und den Akkus. Größere Veränderungen gibt es bei der Software, etwa neue KI-Funktionen oder auch das clevere Privacy Display.
Damit folgt Samsung einem Trend vieler Hersteller – auch Samsung selbst hat in den vergangenen Jahren eher weiter- als neuentwickelt. Entsprechend sind auch die neuen Galaxy-S26-Modelle leistungsfähige, gut verarbeitete Smartphones, weisen aber am Ende nur bedingt neue Hardware auf. Dafür sind sie – etwas versteckt – teurer geworden.
Bei seinen neuen Modellen hat Samsung die 128-GByte-Versionen abgeschafft. Das Galaxy S26 ist mit 256 GByte Speicher für 1.000 Euro zu bekommen, die Version mit 512 GByte kostet 1.200 Euro. Das Galaxy S25 mit 256 GByte Speicher war noch 40 Euro günstiger, die 512-GByte-Version 110 Euro günstiger.
Bild 1/27: Das Galaxy S26, das S26 Plus und das S26 Ultra (von rechts nach links) (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/27: Beim Design hat Samsung die Kameramodule an das des Galaxy Z Fold 7 angepasst. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/27: Ansonsten sehen die neuen Modelle fast wie ihre Vorgänger aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/27: Das Galaxy S26 hat einen minimal größeren Bildschirm, bei den beiden anderen Modellen sind Größe und Auflösung identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/27: Die Verarbeitung der Galaxy-S26-Serie ist wie von Samsung gewohnt hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/27: Das Galaxy S26 Ultra hat die beste Kamera der drei neuen Modelle - bis auf eine etwa größere Blendenöffnung sind die Kameras aber identisch mit denen der Vorgänger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/27: Das Galaxy S26 Ultra kommt mit einem S Pen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/27: Mit dem S Pen können Nutzer handschriftliche Eingaben machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/27: Das Galaxy S26 Plus ...
Bild 10/27: ... und das Galaxy S26 haben keine Änderungen bei der Kamera bekommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/27: Das Galaxy S26 Ultra von vorn ...
Bild 12/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/27: Die Ladeleistung hat Samsung auf 60 Watt per Kabel erhöht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/27: Das Galaxy S26 Plus von vorn ...
Bild 15/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/27: Das Galaxy S26 Plus lädt jetzt mit bis zu 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/27: Das Galaxy S26 von vorn ...
Bild 18/27: ... und von hinten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/27: Auch das Einsteigermodell lädt mit 45 Watt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/27: Das Galaxy S26 Ultra bekommt die Funktion Privacy Display, mit der die Betrachtung von der Seite durch Abschalten bestimmter Pixel erschwert wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/27: In der Maximaleinstellung sind Inhalte nicht mehr zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/27: Zum Vergleich: die seitliche Betrachtung ohne Privacy Display (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/27: Auch von oben oder unten lassen sich Inhalte nicht mehr ohne Weiteres erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/27: Die Preise für die Galaxy-S26-Serie hat Samsung im Vergleich mit den Vorgängern leicht angehoben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/27: Das Galaxy S26 Ultra ist mit offiziell 7,9 mm relativ flach, dafür ragt das Kameramodul recht weit heraus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/27: Die verschiedenen Kameramodule im Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/27: Die Galaxy-S26-Smartphones können ab dem 25. Februar 2026 vorbestellt werden, auf den Markt kommen sie am 11. März. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Plus-Modell mit 256 GByte kostet 1.250 Euro, mit 512 GByte 1.450 Euro. Die 256-GByte-Variante des Galaxy S25 Plus startete noch bei 1.150 Euro – also 100 Euro weniger. Die 512-GByte-Version kostete zum Marktstart 1.270 Euro. Die Basisversion des Galaxy S26 Ultra ist hingegen mit 1.450 Euro stabil im Preis geblieben. Die 512-GByte-Version ist mit 1.650 Euro 90 Euro teurer als der Vorgänger, die 1-TByte-Variante kostet mit 1.950 Euro 140 Euro mehr.
Zum Marktstart gibt es wieder die Speicherverdoppelungsaktion: Für den Preis des 256-GByte-Modells gibt es das 512-GByte-Gerät. Beim Upgrade von 512 GByte auf 1 TByte müssen Käufer allerdings noch 100 Euro draufzahlen – das war bisher nicht so.
Die US-Regierung stört sich daran, dass Länder ihre digitale Infrastruktur von den USA abkoppeln wollen. Das behindere die Entwicklung von KI -Diensten.
US-Außenminister Marco Rubio weist seine Diplomaten zu Lobbyarbeit gegen Datensouveränität an.Bild:
Bernadett Szabo/Reuters
US-amerikanische Diplomaten sollen sich gegen die Bestrebungen anderer Staaten einsetzen, ihre Datennutzung stärker zu lokalisieren – und damit den Datentransfer in die USA einzuschränken. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf ein Rundschreiben des US-Außenministeriums, das von Außenminister Marco Rubio unterzeichnet wurde.
Eine entsprechende Regulierung von US-amerikanischen IT-Konzernen würde "globale Datenflüsse stören, Kosten und Cybersicherheitsrisiken erhöhen, künstliche Intelligenz (KI) und Clouddienste einschränken und die staatliche Kontrolle in einer Weise ausdehnen, dass bürgerliche Freiheiten untergraben und Zensur ermöglicht werden können" .
Dem Schreiben zufolge drängt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump auf eine "aggressivere, internationale Datenpolitik" . Die Diplomaten sollten "unnötig belastenden Regulierungen, etwa der Pflicht zur Datenlokalisierung, entgegenwirken" .
Digitaler Unabhängigkeitstag ausgerufen
Seit dem Amtsantritt Trumps im Januar 2025 nehmen Forderungen nach mehr Datensouveränität in Europa zu. Allerdings sind Behörden und Firmen in vielen Fällen von Cloudspeichern aus den USA abhängig, wobei Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud Platform (GCP) das Geschäft dominieren.
Inzwischen gibt es verstärkte Bestrebungen, dass sich private Nutzer von US-Diensten wie Microsoft, X oder Meta emanzipieren. So rief der Chaos Computer Club (CCC) auf dem 39. Chaos Communication Congress (39C3) zusammen mit Organisationen wie Wikimedia Deutschland zu einem monatlichen " digitalen Unabhängigkeitstag " auf. An jedem ersten Sonntag im Monat sollen Nutzer von Big-Tech-Plattformen zu freien, lokalen oder weniger problematischen Alternativen wechseln.
Anzeige: Portabler USB-C-Hub - 5-in-1-Dock für nur 9 Euro
Von Claus Ludewig — 25. Februar 2026 um 17:48
Bei Amazon gibt es einen USB-C-Hub mit fünf Anschlüssen aktuell zum Sparpreis unter 9 Euro. Doch das gilt nur für kurze Zeit.
Nur noch bis Montag: Amazon verkauft Benfei-USB-C-Hub für nur 8,99 Euro.Bild:
Erzeugt mit Dall-E; Amazon
Egal, ob man ein MacBook nutzt oder ein Ultrabook, oftmals stehen nur USB-C-Anschlüsse parat. Wer etwa einen Monitor per HDMI anschließen möchte, muss dann zu einer Dockingstation greifen. Für unterwegs eignet sich hierzu besonders ein tragbares Modell wie der Benfei-5-in-1-Hub, den es aktuell im Angebot bei Amazon für nicht mal 9 Euro zu kaufen gibt.
Was hat die günstige USB-C-Dockingstation zu bieten?
Die Benfei-Dockingstation erweitert einen einzelnen USB-C-Port um insgesamt fünf Anschlüsse und richtet sich damit vor allem an Nutzer von schlanken Notebooks ohne umfangreiche Schnittstellenausstattung. Dabei dient ein 20 cm langes USB-C-Kabel als Verbindung zum PC.
Mit HDMI und USB-C mit PD-Ladefunktion
Über HDMI lässt sich ein externer Monitor mit bis zu 4K-UHD anbinden. Für die Stromversorgung steht ein USB-C-Port mit Power Delivery bis 100 Watt zur Verfügung, so dass das das Notebook während des Betriebs geladen werden kann. Dabei lässt sich ein Laptop mit maximal 90 Watt mit Strom versorgen, während die anderen 10 Watt von der Dock selbst für andere Schnittstellen reserviert sind.
Mit 3-mal USB-A
Hinzu kommen drei USB-A-Ports, darunter ein Anschluss nach USB 3.2 mit bis zu 10 Gbit/s für schnelle Datenübertragungen sowie zwei weitere Ports, die sich aufgrund von USB 2.0 eher für Peripherie wie Maus, Tastatur oder externe Laufwerke eignen.
Wie gut ist das aktuelle Amazon-Angebot?
Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung verkauft Amazon den Benfei-USB-C-Hub im befristeten Angebot für nur 8,99 Euro. Laut Keepa-Preishistorie gab es diese USB-C-Dockingstation noch nie günstiger. Doch die aktuelle Offerte läuft nur noch bis zum Montag, den 2. März.
Reklame
Benfei USB C Hub 5-in-1, USB C Multiport-Adapter mit 4K HDMI /PD 100W / 3*USB-A Datenports
Preis, Daten und Fakten zur Benfei-5-in-1-USB-C-Dock
Vom chinesischen Hersteller Benfei gibt es eine 5-in-1-USB-C-Dock, die portabel ist und aktuell günstig angeboten wird.
Neben HDMI und einem USB-C-Anschluss zum Laden eines Laptops mit 90 Watt gibt es noch drei USB-A-Ports.
Aktuell verkauft Amazon die Benfei-5-in-1-USB-C-Dock für nur 8,99 Euro. Noch nie gab es diesen USB-Hub günstiger zu kaufen, so die Keepa-Preishistorie. Doch dieses Angebot gilt nur bis Montag, den 2. März.
Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf der Produkte über diese Links erhält Golem.de eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Die Koalition kippt die 65-Prozent-Regel für neue Heizungen. Gas und Öl bleiben erlaubt. Doch Experten warnen vor einer Kostenfalle.
Wer in den kommenden Jahren eine neue Heizung benötigt, bekommt deutlich mehr Spielraum: Die schwarz-rote Koalition hat sich auf Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz geeinigt.
Im Kern fällt die bisherige Pflicht weg, wonach neue Heizungen mindestens 65 Prozent ihrer Wärme aus erneuerbaren Quellen beziehen müssen. Gleichzeitig dürfen Eigentümer auch künftig Öl- und Gasheizungen einbauen.
CDU-Fraktionschef Jens Spahn kommentierte: "Der Heizungskeller wird damit wieder zur Privatsache. Die Bürger haben wieder die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie sie heizen".
Was sich beim Heizungstausch konkret ändert
Künftig steht Hauseigentümern ein breiter Katalog an Heiztechnologien offen – von der Wärmepumpe über Fernwärme und Biomasse hin zu Gas- und Ölkesseln.
Wer sich nach Inkrafttreten des Gesetzes für eine neue fossile Heizung entscheidet, muss diese allerdings ab dem 1. Januar 2029 anteilig mit klimafreundlichen Brennstoffen betreiben. Zum Start liegt dieser Anteil bei mindestens zehn Prozent. In drei weiteren Stufen soll er bis 2040 ansteigen – wie hoch genau, lässt das Eckpunktepapier [1] noch offen.
Ergänzend dazu verpflichtet die Koalition ab 2028 die Energieversorger selbst: Sie müssen einen wachsenden Anteil an Biomethan, Wasserstoff oder synthetischen Brennstoffen in den Markt bringen.
Diese sogenannte Grüngasquote beginnt bei bis zu einem Prozent. Auf den vorgeschriebenen Bio-Anteil entfällt der CO2-Preis, was die Mehrkosten für Verbraucher abfedern soll.
Die Bundesregierung will den Gesetzentwurf bis Ostern im Kabinett beschließen. Das neue Regelwerk soll vor dem 1. Juli 2026 in Kraft treten.
Förderung gesichert – aber Details offen
Gute Nachricht für alle, die eine Modernisierung planen: Die staatliche Förderung über das Programm "Bundesförderung für effiziente Gebäude" (BEG) bleibt bis mindestens 2029 bestehen.
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch versicherte: "Wir bleiben bei der Förderung stabil." Wie die Fördermittel im Detail verteilt werden, klären die Koalitionspartner allerdings erst bis zum Sommer.
Auch bei der kommunalen Wärmeplanung gibt es Erleichterungen: Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohnern müssen künftig nur noch rund ein Fünftel des bisherigen Aufwands betreiben. Für Einfamilienhäuser entfällt zudem die Pflicht, Energieverbrauchsdaten an die Planer zu übermitteln.
Warum Fachleute vor einer Kostenfalle warnen
Die neue Wahlfreiheit klingt verlockend – doch mehrere Wissenschaftler mahnen zur Vorsicht. Martin Pehnt, Professor am Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg, bringt es auf gegenüber dem Science Media Center(SMC) den Punkt: "Wer kurzfristig denkt, könnte in eine Kostenfalle tappen."
Zwar seien fossile Heizungen in der Anschaffung günstiger als eine Wärmepumpe. Doch steigende CO2-Abgaben, wachsende Netzentgelte und hohe Preise für Biomethan oder Wasserstoff könnten die laufenden Kosten über die Lebensdauer der Anlage kräftig in die Höhe treiben. Schon heute schneide die Wärmepumpe im Gesamtkostenvergleich in vielen Fällen besser ab.
Karen Pittel, Professorin beim ifo Institut, teilt diese Einschätzung. Steige die Nachfrage nach Biogas stark an, werde auch der Preis klettern. Günstiger Wasserstoff zum Heizen stehe auf absehbare Zeit ebenfalls nicht bereit.
Und Stefan Thomas vom Wuppertal Institut ergänzt gegenüber dem SMC: Würde die Hälfte aller bestehenden Gas- und Ölheizungen durch neue fossile Anlagen ersetzt, bräuchte man für deren Betrieb "schon fast das gesamte Biomassepotenzial in Deutschland".
Große Lücke beim Klimaschutz – und offene Fragen für Mieter
Auch die Klimabilanz der Reform steht in der Kritik. Nach Berechnungen zum Projektionsbericht hätte die bisherige 65-Prozent-Regel allein 2030 rund zehn Millionen Tonnen CO2 eingespart.
Die neuen Eckpunkte kommen laut Schätzungen nur auf etwa zwei Millionen Tonnen – also ein Fünftel. Wie die Koalition diese Lücke schließen will, bleibt unklar. Im Eckpunktepapier steht lediglich, dass 2030 eine Überprüfung stattfinden und bei Bedarf nachgesteuert werden soll.
Für Mieter stellt sich ein zusätzliches Problem: Vermieter könnten weiterhin preiswerte fossile Heizungen einbauen, während die langfristig steigenden Betriebskosten über die Nebenkostenabrechnung bei den Mietern landen.
Zwar kündigt das Eckpunktepapier einen Schutz vor überhöhten Nebenkosten an – wie dieser konkret aussehen soll, verrät es jedoch nicht. Eigentümer, die selbst in ihrem Haus wohnen und in den nächsten Jahren einen Heizungstausch planen, sollten daher nicht nur auf die Anschaffungskosten schauen, sondern die gesamten Betriebskosten über 15 bis 20 Jahre durchrechnen.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11189591
Links in diesem Artikel: [1] https://table.media/assets/eckpunkte-gebaudemodernisierungsgesetz1.pdf
China reguliert Social Media für Jugendliche nicht durch Verbote, sondern mit einem "Minderjährigen-Modus". Sind angepasste Algorithmen die bessere Lösung?
In Europa wird derzeit heftig über die Regulierung von Social Media für Kinder und Jugendliche diskutiert. Befeuert wurde die Debatte durch das australische Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren, das seit dem 10. Dezember 2025 greift. Die SPD hat in Verbot für Jugendliche unter 14 Jahren im Sinn und will dieses zügig auf den Weg bringen [1]. Auch die CDU hat sich dieser Forderung angeschlossen [2].
Doch ist ein Verbot der einzig sinnvolle Weg für Schutz vor Sucht und Verblödung? Ein Blick nach China zeigt einen interessanten Alternativansatz. Dort geht es den Algorithmen an den Kragen.
China hat am 29. April 2025 den sogenannten "Minderjährigen-Modus" (minor mode) landesweit eingeführt [3]. Das System gibt Eltern umfassende Kontrolle über die Internetnutzung ihrer Kinder und beschränkt deren Zugang zu Inhalten, die nicht als altersgerecht eingestuft werden.
Die Cyberspace Administration of China (CAC), die zentrale Internetaufsichtsbehörde des Landes, hatte die technischen Vorgaben für das System im November 2024 veröffentlicht. Gerätehersteller, App-Entwickler und Betreiber von App-Stores wurden aufgefordert, gemeinsam an der Umsetzung zu arbeiten. Bereits ein halbes Jahr später ist das System nun einsatzbereit, wie die CAC mitteilte.
Funktionsweise und technische Umsetzung
Eltern können den Modus mit einem Klick aktivieren. Die Deaktivierung oder Änderung der Einstellungen erfordert eine Verifizierung durch Erwachsene. Nach 30 Minuten ununterbrochener Nutzung erscheinen Erinnerungen, eine Pause einzulegen.
Zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens werden die meisten Anwendungen gesperrt. In dieser Zeit bleiben lediglich Notrufe und von den Eltern freigegebene Bildungsplattformen zugänglich.
Das System sammelt Statistiken über die Nutzung, damit Eltern kontrollieren können, ob ihre Kinder das Internet altersgerecht und "im Sinne sozialistischer Werte" nutzen, wie die CAC erklärte.
Altersspezifische Inhalte und Nutzungsgrenzen
Die CAC hatte bereits 2023 einen ersten Entwurf für den Minderjährigen-Modus vorgelegt. Wie El Paísberichtet [4], unterteilt das System Minderjährige in fünf Altersgruppen: unter 3 Jahren, 3 bis 8 Jahre, 8 bis 12 Jahre, 12 bis 16 Jahre und 16 bis 18 Jahre. Für jede Gruppe gelten unterschiedliche Zeitlimits: Kinder unter 8 Jahren dürfen 40 Minuten täglich online sein, 8- bis 16-Jährige eine Stunde und 16- bis 18-Jährige bis zu zwei Stunden.
Zudem werden die Algorithmen an die jeweilige Gruppe angepasst. Für Kleinkinder unter drei Jahren sieht das Konzept beispielsweise vor allem Audio-Inhalte wie Lieder vor, um zu verhindern, dass sie zu "Video-Zombies" werden, wie die CAC formulierte. Zwölf- bis Sechzehnjährige sollen Nachrichten erhalten, die ihrer kognitiven Entwicklung entsprechen, sowie Unterhaltungsinhalte, die "sozialistische Grundwerte" fördern.
Große Anbieter aus den Bereichen Kurzvideos, soziale Netzwerke, E-Commerce und Bildung haben sich laut CAC verpflichtet, nur noch altersgerechte Inhalte bereitzustellen und eigene Inhalte für Minderjährige zu entwickeln.
Hintergrund und frühere Maßnahmen
Bereits 2021 hatte China die Zeit, die Minderjährige mit Videospielen verbringen dürfen, auf drei Stunden pro Woche beschränkt. Eine staatliche Zeitung hatte damals ein Smartphone-Spiel des Technologiekonzerns Tencent als "spirituelles Opium" bezeichnet. Allerdings lassen sich diese Beschränkungen leicht umgehen, da viele Minderjährige die Konten ihrer Eltern nutzen.
Chinesische soziale Netzwerke verlangen bereits seit längerem eine Registrierung mit echtem Namen, der über den Personalausweis oder eine Handynummer verifiziert wird. Plattformen wie Bilibili, Kuaishou und Douyin (die chinesische Version von TikTok) haben seit 2019 Einschränkungen für Nutzer unter 16 Jahren eingeführt.
Mögliche Inspiration für den Westen
Ash Johnson vom Information Technology and Innovation Foundation (ITIF) in den USA bewertete den chinesischen Ansatz differenziert. Der Minderjährigen-Modus sei "in mancher Hinsicht ein überraschend weniger restriktiver Ansatz" als Maßnahmen in einigen demokratischen Ländern, die soziale Medien für Nutzer unter einem bestimmten Alter komplett verboten hätten, schrieb [5] Johnson im Mai 2025.
Während Chinas autoritärer Ansatz in der Digitalpolitik selten als positives Beispiel für demokratische Nationen diene, könne der Minderjährigen-Modus als Inspiration dienen, so Johnson. Dabei solle von inhaltlichen politischen Vorgaben wie in China abgesehen werden – allerdings sei der Ansatz, die Algorithmen der jeweiligen Altersentwicklung anzupassen, grundsätzlich eine interessante Idee.
China hat mit rund 1,07 Milliarden Internetnutzern eine der größten Nutzerbasen weltweit, wie das China Internet Network Information Center mitteilte. Im Dezember 2022 war jeder fünfte Nutzer unter 20 Jahre alt. Der Markt für kindergerechte intelligente Geräte wächst stetig.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11189157
Links in diesem Artikel: [1] https://www.tagesschau.de/inland/koalition-social-media-verbot-100.html [2] https://www.spiegel.de/politik/cdu-fordert-social-media-verbot-bis-14-jahre-a-bcd5cdfc-d7d3-4b8f-8248-a1aa382daeb7 [3] https://www.techinasia.com/news/china-officially-launches-minor-mode-curb-kids-screen-time [4] https://english.elpais.com/science-tech/2023-08-09/china-proposes-an-ambitious-plan-to-prevent-internet-addiction-in-children.html [5] https://itif.org/publications/2025/05/09/chinas-minors-mode-blueprint-or-cautionary-tale/
Die arabischen Nachbarn sehen den militärischen Aufmarsch wohl wissend, dass Bombardierungen und Regimewechsel geopolitische Folgen haben können.
Während ein amerikanischer Angriff auf den Iran zunehmend unvermeidlich erscheint, sind Amerikas Verbündete am Persischen Golf – jene Staaten, die US-Stützpunkte beherbergen und sich nervös auf mögliche iranische Vergeltung vorbereiten – zutiefst besorgt über eine Eskalation und drängen Washington, sie zu verhindern.
Das Ausmaß der US-Mobilisierung ist in der Tat gewaltig [1]. Wie Kelley Vlahos von Responsible Statecraftberichtete [2], befinden sich mindestens 108 Luftbetankungsflugzeuge im oder auf dem Weg zum Einsatzgebiet. Militärs zufolge könnten Angriffe nun „jederzeit“ erfolgen.
Diese Vorbereitungen deuten nicht nur darauf hin, dass die Operation unmittelbar bevorstehen könnte, sondern auch darauf, dass sie nachhaltiger sein und länger andauernd könnte, als der einmalige Schlag gegen iranische Nuklearanlagen im Juni 2025.
Gefühl der Untergangsstimmung
Unter Beobachtern macht sich ein wachsendes Gefühl der Untergangsstimmung breit: Angesichts des Aufmarsches gibt es für Präsident Donald Trump kaum noch eine Möglichkeit, sein Gesicht zu wahren, wenn er die Angriffe abblasen lässt um sich aus einer Lage zu befreien, in die er sich unnötig manövriert hat.
Doch während US-Militärplaner Ziellisten studieren, sehen der Irak und die Staaten des Golf-Kooperationsrates (GCC) vor allem Risiken [3].
„Sie mögen es begrüßen, wenn die iranische Führung geschwächt wird, aber alle sorgen sich mehr um ein Szenario von Chaos und Unsicherheit sowie um die Möglichkeit, dass radikalere Kräfte dort an die Macht kommen“, sagte [4] Anna Jacobs Khalaf, Golf-Analystin und Non-Resident Fellow am Arab Gulf States Institute, Anfang 2026 gegenüber Al Jazeera.
Seit Januar konsultieren Saudi-Arabien, Katar und Oman gemeinsam mit der Türkei und Ägypten intensiv, um Washington und Teheran vom Rand des Abgrunds zurückzuholen. Das geschieht nicht aus Sympathie für Teheran, sondern weil ihnen klar ist, dass sie an vorderster Front iranischer Vergeltung stünden – und mit den Folgen, sollte das Regime kollabieren.
Wie der Regionalanalyst Galip Dalay anmerkt [6], kommt zu möglicher wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Destabilisierung noch hinzu, dass Israel als aufstrebende Hegemonialmacht der Region stark vom Zusammenbruch des Regimes profitieren würde.
„Irans Macht und Ambitionen in der Region sind geschwächt, und die Aussicht auf eine iranisch geprägte Ordnung ist in weite Ferne gerückt“, schrieb er im Februar 2026 für Chatham House. „Für die Führungskräfte im Nahen Osten haben sich die Bedrohungen verändert: Die größten Risiken gehen nun von einem expansionistischen und aggressiven Israel sowie vom Chaos eines möglicherweise kollabierten iranischen Staates aus.“
Beispiellose Hegemonie Israels
Ähnlich äußerte [7] sich Bader al-Saif, Assistenzprofessor für Geschichte an der Kuwait University, gegenüber der New York Times: „Ein Bombardement Irans widerspricht der Kalkulation und den Interessen der arabischen Golfstaaten. Die Neutralisierung des gegenwärtigen Regimes – sei es durch Regimewechsel oder interne Führungsumbildung – könnte sich in eine beispiellose Hegemonie Israels übersetzen, was den Golfstaaten nicht dienen würde.“
Für den überwiegend schiitischen Irak droht politische und soziale Unruhe. Nach Jahrzehnten der Erschütterungen infolge der US-Invasion 2003 ringt das Land noch immer um ein stabiles politisches System und eine handlungsfähige Regierung. Bagdad ist verzweifelt bemüht, sich aus diesem Konflikt herauszuhalten.
Ein mit der irakischen Politik bestens vertrauter Experte, der anonym mit Responsible Statecraft sprach, betonte, dass kleinere, radikale schiitische Gruppen wie Kataib Hisbollah und Harakat Nujaba sich verpflichtet fühlen könnten, amerikanische Truppen in der Region zur Verteidigung Teherans anzugreifen.
US-iranische Feuersbrunst auf irakischem Boden?
Die wichtigsten schiitischen politischen Kräfte jedoch – zusammengeschlossen im Schiitischen Koordinationsrahmen [8], darunter die von dem designierten Premierminister Nuri al-Maliki geführte State of Law Coalition sowie die Fatah-Allianz unter Hadi al-Ameri – sehen eine US-iranische Feuersbrunst auf irakischem Boden als existenzielle Bedrohung ihrer fragilen Souveränität.
Auch Teheran ist daran interessiert, dass der Irak sich heraushält. Was Teheran im Kampf ums eigene Überleben braucht, ist ein funktionierender Nachbar und Handelspartner, der Bagdad weiterhin Strom verkaufen [9] kann – und kein Land, das in Versagen und Chaos abrutscht.
Für den Golf ist die Gefahr vielschichtig. Zunächst gibt es die unmittelbare physische Bedrohung. Der Iran hat wiederholt signalisiert [10], dass US-Stützpunkte in der Region legitime Ziele seien. Der Angriff im Juni 2025 auf den Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar nach den US-Schlägen während des zwölftägigen Krieges – auch wenn es keine Opfer gab – ist für die Golfstaaten noch frisch in Erinnerung.
Antwort diesmal weit härter
Eine neue, anhaltende Kampagne könnte Einrichtungen in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Saudi-Arabien und Bahrain unter Beschuss iranischer Raketen oder Drohnenschwärme bringen. Äußerungen [11] iranischer Offizieller wie Ali Shamkhani, ein einflussreicher Berater des Obersten Führers Ajatollah Chamenei, deuten darauf hin, dass die Antwort diesmal weit härter ausfallen würde als der symbolische Schlag gegen Al Udeid.
Diese Bedrohung ist nicht hypothetisch: 2019 hat der Iran saudische Ölanlagen angegriffen [12] und lahmgelegt. Die Lektion war klar: Der Iran verfügt über die Fähigkeit, die Infrastruktur der Golfstaaten zu treffen. In einem Krieg, der aus Sicht der iranischen Führung existenziell wäre, würde die Motivation steigen, Länder anzugreifen, die US-Militärbasen beherbergen.
Selbst wenn die Golfstaaten von direkten iranischen Angriffen verschont blieben, drohten andere verheerende Folgen. Diese Staaten versuchen, ihre Volkswirtschaften zu diversifizieren und ausländische Investitionen sowie Talente anzuziehen; die Möglichkeit eines regionalen Krieges würde Kapital und Menschen in die Flucht schlagen.
Instabilität, Migration, Radikalisierung und Spillover-Effekte
Eine mögliche Flüchtlingskrise ist eine weitere große Sorge. Der iranische Hafen Bandar Abbas ist nur eine kurze Bootsfahrt von Dubai entfernt. Ein Konflikt, der Irans Wirtschaft verwüstet oder einen inneren Zusammenbruch auslöst, könnte Tausende Vertriebene über das Wasser in die VAE treiben.
Hinzu kommt das Risiko eines wirtschaftlichen Albtraums. Wie iranische Offizielle ausdrücklich warnten [13], liegen im Kriegsfall alle Optionen auf dem Tisch, einschließlich einer Blockade oder Verminung der Straße von Hormus.
Eine vollständige Sperrung ist zwar unwahrscheinlich, da sie Irans eigene Ölexporte nach China schwer schädigen würde, doch bereitet die Marine der Revolutionsgarden inzwischen eine „smarte [14]“ Blockade vor: Westliche Tanker könnten selektiv gestoppt und chinesische Ölimporte gleichzeitig durchgelassen werden – ganz nach dem Vorbild der jemenitischen Huthi-Rebellen.
20 Prozent der Welt-Ölproduktion
Ein Fünftel des weltweiten Öls passiert die Meerenge. Wie bei der Huthi-Blockade des Roten Meeres als Reaktion auf die israelischen Angriffe in Gaza würde bereits die Androhung einer Sperrung die Versicherungsprämien in die Höhe treiben und die globalen Ölpreise steigen lassen.
Das wiederum würde Inflationsängste schüren. Angriffe auf zivile Ölinfrastruktur mit dem Ziel, Weltmarktpreise zu erhöhen und Zinsen in die Höhe zu treiben, wären ein direkter Angriff auf Trumps wirtschaftliches Versprechen an die Amerikaner – im Jahr der Zwischenwahlen.
Letztlich besteht ein erhöhtes Risiko, dass ein US-Militärangriff dazu führt, dass der Iran seine offizielle Doktrin einer ausschließlich zivilen Nutzung der Kernenergie aufgibt und sich für die Bewaffnung entscheidet – ironischerweise genau das Ergebnis, das der Krieg angeblich verhindern soll.
Kaum materielle Hindernisse für den Griff zur Bombe
Abgesehen von einer vollständigen Besetzung des Landes durch die USA und Israel – ein unrealistisches Szenario – gäbe es ob des vorhandenen Know-hows kaum materielle Hindernisse für den Griff zur Bombe durch den Iran. Eine solche politische Entscheidung ist keineswegs ausgeschlossen, falls Ajatollah Chamenei handlungsunfähig würde.
Für die GCC-Staaten wäre das das schlimmstmögliche Szenario – sie lebten dann neben einem revanchistischen, revisionistischen und möglicherweise atomar bewaffneten Iran. Das würde sie – insbesondere Saudi-Arabien und die VAE – dazu zwingen, eine eigene nukleare Abschreckung anzustreben, was die Region in ein gefährliches, destabilisierendes Wettrüsten stürzen würde.
Diese umfassendere Angst vor Destabilisierung ist der Hauptgrund, warum der saudische Kronprinz und faktische Herrscher Mohammed bin Salman öffentlich [15] die Nutzung des saudischen Luftraums für einen Angriff auf den Iran ausschloss [16]. Die VAE vertreten dieselbe Position: Anwar Gargash, ein wichtiger Berater des Präsidenten, forderte [17] eine „langfristige diplomatische Lösung zwischen Washington und Teheran“.
Ansatz der Trump-Regierung rätselhaft
Trotz der offensichtlichen Risiken wirkt der Ansatz der Trump-Regierung rätselhaft. Obwohl der Iran in der Nuklearfrage ernsthafte Zugeständnisse angeboten hat, etwa die Aussetzung [18] der Uran-Anreicherung und wirtschaftliche Anreize [19] für die USA, scheint Trump auf eine Kapitulation Teherans abzuzielen – nicht nur in der Nuklearfrage, sondern auch bei den ballistischen Raketen, einer absoluten roten Linie für den Iran [20].
Währenddessen beschleunigt sich der militärische Aufmarsch und sorgt in Riad, Abu Dhabi, Doha, Maskat, Bagdad und anderswo im Nahen Osten für tiefe Besorgnis. Amerikas Golfverbündete jubeln nicht für einen Krieg; sie versuchen verzweifelt, ihn zu verhindern. Trump täte gut daran, auf ihren Rat zu hören – in seinem eigenen und im Interesse Amerikas.
„Die Folgen eines Staatskollapses würden weit über das hinausgehen, was der Nahe Osten infolge der Konflikte im Irak, in Syrien oder im Jemen erlebt hat – sei es in Form von Instabilität, Migration, Radikalisierung, der Verbreitung bewaffneter Gruppen oder regionaler Spillover-Effekte“, schrieb Dalay.
„Regionale Führer sind überzeugt, dass die USA der regionalen Diplomatie eine echte Chance geben müssen. Die Alternative ist ein verheerender Krieg und ein weiterer katastrophaler Konfliktzyklus.“
Eldar Mamedov ist ein in Brüssel ansässiger Außenpolitikexperte und Non-Resident Fellow am Quincy Institute.
ARD beleuchtet Apple-Geschichte in dreiteiliger Dokumentation
Von Heise — 25. Februar 2026 um 13:06
Apple-Mitbegründer Steve Jobs bei einer Präsentation.
(Bild: SWR / Spiegel TV mit KI bearbeitet)
Eine vom SWR produzierte Serie über Apple steht ab Ende März in der Mediathek bereit. Apple-Veteranen wie Hartmut Esslinger oder Andy Hertzfeld kommen vor.
Für Apple ist 2026 ein besonderes Jahr: Am 1. April feiert der Konzern seinen 50. Geburtstag. Die Apple Computer Company wurde 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ron Wayne in Los Altos gegründet. Dass Apple selbst größere Feierlichkeiten [1] plant, hat CEO Tim Cook bereits angekündigt. In welcher Form das passieren wird, ist noch unklar. Zum Jubiläum ist auch mit diversen Würdigungen zu rechnen: So plant die ARD-Anstalt im Südwesten, der SWR, eine dreiteilige Dokumentation, die von Spiegel TV produziert wird. Darin sollen bekannte Figuren aus der Apple-Geschichte auftreten, der iPhone-Hersteller selbst aber wohl nicht.
Verführerische Apple-Welt
Wie der SWR ankündigte, soll „Die Apple-Story – Eine Vision verführt die Welt“ ab dem 26. März in der ARD-Mediathek [2] zu sehen sein, zudem ab dem 30. März im Spätabendprogramm (23:30 Uhr) auch im Ersten. Neben Spiegel TV und SWR produzieren auch NDR und HR mit. Die ARD will dabei tief ausholen – von Jobs' „Bicycle for the Mind“ [3] über den „1984“-Werbespot [4] bis zur iPhone-Revolution.
Neben ehemaligen Apple-Mitarbeitern wie Andy Hertzfeld oder Daniel Kottke sind auch deutsche Gestalter wie Hartmut Esslinger oder Erik Spiekermann zu sehen, die für die Entwicklung eine Rolle spielen. Der SWR verspricht „zahlreiche Archivbilder“, wie „radikal sich unser Alltag in den vergangenen 50 Jahren verändert hat“. Schließlich soll die Doku auch noch einen aktuellen Bezug bekommen – Youtuber und Influencer, die allesamt Apple-Produkte nutzen, kommen ebenso vor wie die Ex-Piratin Marina Weisband und ein Zukunftsforscher.
iPhone veränderte Menschheit
Apple wird als Unternehmen der Gegenkultur auf dem Weg zum Weltkonzern vorgestellt, der Mac wird ebenso gezeigt wie Jobs' Abgang, seine Arbeit bei NeXT und Pixar und seine anschließende „spektakuläre“ Rückkehr. Das iPhone habe die Menschheit dann „fundamental verändert“, heißt es in der Doku.
Heute ist Apple noch immer der größte Smartphone- und Tabletproduzent und das größte produzierende Unternehmen überhaupt (jeweils nach Umsatz gerechnet). Ob Apple zum Jubiläum spezielle Hardware plant wie dereinst den 20th Anniversary Mac [5] von 1996, ist unklar. Mac & i [6] wird sich im nächsten Heft ebenfalls mit dem großen Apple-Geburtstag beschäftigen.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11186272
Der Passwortmanager, der einst eine Einmalbezahl-App war, ist mittlerweile ein Cloud-Abo. Nutzer müssen nun mehr zahlen – begründet unter anderem mit mehr KI.
Der kanadische Sicherheitsanbieter 1Password Inc. hat eine größere Preiserhöhung für seine Privatnutzer angekündigt. Kunden des Dienstes, der seit dem Umstieg auf ein Cloud-Angebot als Abonnement vermarktet [1] wird, erhielten am Dienstag entsprechende Mails. Wer das sinnvolle Jahrespaket kauft, muss insgesamt 12 US-Dollar mehr zahlen – die Europreise wurden ebenfalls angepasst. Aus 59,99 Dollar werden also für den Familienplan 71,88 Dollar, für das Einzelabo werden 47,88 Dollar statt 35,88 Dollar fällig. Die Umstellung erfolgt ab dem 27. März und startet mit dem nächsten Einzug. Das heißt: Wird die nächste fällige Gebühr vor diesem Termin kassiert, zahlt man noch den alten Preis.
1Password: Lange keine Preise erhöht
1Password begründet die Preiserhöhung mit verschiedenen Verbesserungen, die man dem Dienst gegönnt hat. Genannt wird aber auch eine Standardfunktion, nämlich das automatische Speichern von Logins und Bezahlangaben, an der das Unternehmen gearbeitet hat. Zudem gebe es nun ein „schnelleres und sicheres Geräte-Setup“, eine KI-basierte Passwort-Item-Benennung, erweiterte Recovery-Optionen sowie Verbesserungen beim Sicherheitshinweisdienst Watchtower und eine „proaktive Phishing-Verhütung“.
Ob das alles 12 Dollar extra im Jahr wert ist, müssen die Kunden wissen. Auf Mac, iPhone und iPad hatte Apples eigene Passwörter-App [2] zuletzt viele Nutzer gewonnen. 1Password betont, man habe seine Preise „für viele Jahre nahezu unverändert“ gelassen. Der Anbieter hatte Nutzer mit der Tatsache verstört, dass die App sich nicht mehr nur lokal nutzen lässt – jetzt handelt es sich um einen reinen Cloud-Dienst mit Apps und Browser-Plug-ins. Die Anwendungen hatte 1Password komplett umgearbeitet – 1Password 8 gilt langjährigen Nutzern der Vorversion nach wie vor als schlechter als die alte Version 7, die nativ für macOS (und Windows) entwickelt worden war.
Die Kosten in Euro für 1Password
Die Euro-Preise für 1Password liegen jetzt bei 43,80 Euro für Einzelabos und 69 Euro im Familienpaket. Im ersten Jahr sind die Preise auf 32,88 respektive 51,72 Euro verringert. Im Monat werden 4,39 Euro für Einzelnutzer oder 6,99 Euro für Familien fällig. Hier gibt es keine günstigeren Preise im ersten Jahr.
Apples Passwörter-App nutzt iCloud zur Synchronisierung. Mit iCloud für Windows gibt es auch eine App, die PCs unterstützt. Zudem gibt es Plug-ins für verschiedene Browser.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11188959
Links in diesem Artikel: [1] https://www.heise.de/news/1Password-8-fuer-Mac-fuehrt-Cloud-Zwang-ein-und-wird-Web-App-7077238.html [2] https://www.heise.de/news/Apple-Passwoerter-App-Problematischer-Bug-soll-Monate-bestanden-haben-10321028.html [3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html [4] https://www.heise.de/mac-and-i [5] mailto:bsc@heise.de
Bericht: Touchscreen-MacBook Pro mit OLED noch in diesem Jahr
Von Heise — 25. Februar 2026 um 11:30
MacBook Pro auf einem Schreibtisch, hier ganz Touch-los.
(Bild: WeDesing / Shutterstock.com)
Laut Bloomberg baut Apple eine Dynamic Island in ein OLED-MacBook – und ein zwischen Touch- und Trackpad-Bedienung umschaltbares macOS.
Großer Umbau bei den portablen Macs: Insidern zufolge wird Apple noch in diesem Jahr, vermutlich im Herbst, ein allererstes Touchscreen-MacBook auf den Markt bringen. Es soll sich, berichtet der üblicherweise gut informierte Bloomberg-Reporter Mark Gurman [1], gleichzeitig um die ersten OLED-Mac-Modelle handeln. Bislang verwendet Apple diese Display-Technik nur beim iPhone sowie bei den iPad-Pro-Modellen [2]. Sowohl das 14- als auch das 16-Zoll-Modell werden überarbeitet. Mit der Verwendung des noch unveröffentlichten M6-Chips ist weiterhin zu rechnen. Apple soll außerdem Umbauten an macOS planen, damit eine Touchbedienung sinnvoll(er) wird.
Dynamic Island auf dem Mac
Die Kamera der ersten Touchscreen-Macs landet in einer Dynamic Island, wie man sie vom iPhone kennt, heißt es in dem Bericht weiter. Darin können dann auch Live-Aktivitäten [3] angezeigt werden, die macOS 26, wenn auch zunächst nur außerhalb der EU, eingeführt hatte. Technisch plant Apple offenbar eine „Cutout“-Kamera wie beim iPhone, platziert oben in der Mitte. Aktuelle MacBooks haben eine Einkerbung (Notch), wie sie Apple beim iPhone X im Jahr 2017 einst eingeführt hatte. Dies stört unter anderem, weil Teile der Menüleiste abgedeckt sind. Ob und wie dies die Dynamic Island löst, bleibt abzuwarten – womöglich rückt sie etwas mehr nach unten.
Apple hatte über Jahre betont, dass sich ein Touchscreen für den Mac nicht lohnt. Zuletzt gab es aber immer mehr Gerüchte, dass es intern ein Umdenken [4] gab. Gänzlich Touch-frei waren die Systeme aber nicht: So hatte Apple über Jahre mit der Touch Bar [5] eine OLED-basierte Funktionstastenleiste im MacBook Pro verbaut. Diese konnte sich jedoch nie durchsetzen – weder war sie bei Nutzern beliebt noch wurde sie viel von Softwareanbietern verwendet. Apple strich sie bei der Umgestaltung der MacBooks ab dem Jahrgang 2021 dann ersatzlos.
macOS mit Touchbedienung
Für macOS plant Apple mit den neuen MacBook-Pro-Modellen auch Veränderungen. Mit dem Liquid-Glass-Design [6] in macOS 26 traf der Konzern hier laut Gurman erste Vorbereitungen. Es gibt insgesamt mehr Platz, um Touch-Ziele zu treffen. Ein vollständiger Umbau in Richtung iPadOS ist aber nicht geplant. So will Apple etwa keine Touch-Tastatur implementieren. Der Touchscreen soll angeblich nur zu einer zusätzlichen Eingabeform neben dem Trackpad werden. Standardfunktionen wie Scrollen oder Zoomen mittels Multitouch wird es geben. Menüs wie der Emoji-Picker seien ebenfalls Touch-optimiert.
All das erinnert ein wenig an Microsofts erste Touchscreen-Windows-Versuche – wie das bei den Nutzern ankommt, bleibt abzuwarten. Steve Jobs hatte Notebooks mit Touchscreen einst als „ergonomisch furchtbar“ [7] bezeichnet. Technikchef John Ternus hatte das iPad zuletzt 2021 als „besten Touchcomputer“ ausgezeichnet. Eine Änderung dieser Strategie hielt Apple damals laut Ternus nicht für notwendig. Der Konzern änderte die Haltung wohl auch deshalb, weil neue Funktionen neue Zielgruppen anziehen könnten. OLED und neue Chips allein reichen dafür offenbar nicht.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11188945