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Atlassian stellt auf der Team ’26 neue KI-Funktionen vor. Agenten sollen Aufgaben eigenständig planen und ausführen, unterstützt durch den Teamwork Graph.
Atlassian hat auf seiner Hauskonferenz Team ’26 mehrere neue Funktionen vorgestellt, die KI-Agenten stärker in die tägliche Zusammenarbeit von Anwendern einbinden sollen. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau des Teamwork Graph als unternehmensweite Kontextschicht sowie die Weiterentwicklung der KI-Plattform Rovo. Deren Agenten sollen Aufgaben künftig nicht nur unterstützen, sondern eigenständig planen und ausführen.
Atlassian entwickelt Werkzeuge für Zusammenarbeit und Softwareentwicklung. Hierzu zählen Jira, Confluence und Loom. Alle diese Tools sollen Aufgaben, Wissen und Kommunikation in Teams zusammenführen.
Eine zentrale Rolle spielt der Teamwork Graph. Er bildet Beziehungen zwischen Aufgaben, Dokumenten, Personen und Systemen ab und liefert KI-Agenten den nötigen Kontext. Neu ist, dass dieser Kontext nicht mehr nur innerhalb der Atlassian-Produkte zur Verfügung steht. Über ein neues Kommandozeilentool – das sich aktuell in einer Open Beta befindet – greifen Entwickler direkt im Terminal auf den Graph zu. Zusätzlich stellt Atlassian Schnittstellen über das Model Context Protocol (MCP) bereit, sodass auch externe Agenten und Copiloten die Daten nutzen können. KI-Systeme können damit Zusammenhänge wie Verantwortlichkeiten, Abhängigkeiten oder frühere Entscheidungen einbeziehen, statt isolierte Abfragen zu beantworten. Ein Agent kann so zum Beispiel ermitteln, welche Incidents mit einem bestimmten Deployment zusammenhängen und wer für deren Behebung zuständig ist.
Parallel baut Atlassian Rovo [1] – ein KI-gestütztes Such- und Wissensermittlungstool – aus und entwickelt es von einem reinen Assistenzwerkzeug zu einem Tool für agentisches Arbeiten weiter. KI-Agenten sollen komplexe, mehrstufige Aufgaben eigenständig zerlegen, planen und ausführen. Der bereits angekündigte Reasoning-Modus „Max“ in Rovo Chat soll künftig solche Abläufe über mehrere Werkzeuge hinweg orchestrieren. Ein Beispiel für den Praxiseinsatz wäre ein Quartalsbericht, für den ein Agent Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführt, aufbereitet und fehlende Informationen kennzeichnet.
KI-Agenten rücken zudem näher an bestehende Arbeitsabläufe. In Jira lassen sich Aufgaben nun gezielt an Agenten zuweisen (genannt Agents in Jira, bereits allgemein verfügbar), die diese eigenständig bearbeiten oder vorbereiten. In Confluence überführt die Funktion Remix Inhalte in andere Formate wie Präsentationen oder Diagramme, ohne dass Anwender die Umgebung verlassen müssen. Loom wandelt Videoanleitungen in strukturierte Aufgaben um, die sich beispielsweise als Jira-Tickets weiterverarbeiten lassen. Punktuelle KI-Abfragen sollen damit einer dauerhaft eingebetteten Automatisierung weichen.
Mit Rovo Studio bietet Atlassian zudem eine No-Code-Plattform, auf der Anwender eigene Agenten, Automatisierungen und Anwendungen erstellen. Sie setzt auf dem Teamwork Graph auf und richtet sich ausdrücklich nicht nur an Entwickler. Workflows lassen sich ereignisbasiert definieren und mit Funktionen wie Rollenmodellen, Freigaben und Versionierung absichern. Ein Beispiel wäre ein Onboarding-Prozess, bei dem ein Agent automatisch Konten anlegt, Dokumente bereitstellt und Aufgaben verteilt, sobald ein neuer Mitarbeiter im System erfasst ist.
Speziell für Softwareentwickler erweitert Atlassian sein Angebot im Bereich Developer Experience (DX). Neue Funktionen wie „Agent Experience“, „AI Code Insights“ und „AI Pulse“ sollen Transparenz über den KI-Einsatz im Entwicklungsprozess schaffen. Damit lässt sich nachvollziehen, welcher Anteil des Codes von KI stammt, wie Agenten in Workflows eingebunden sind und wie sich das auf Produktivität und Qualität auswirkt.
Mit der Product Collection kündigt Atlassian außerdem eine neue Produktreihe für das Produktmanagement an. Sie erweitert bestehende Werkzeuge wie Jira Product Discovery und soll den gesamten Prozess von der Sammlung von Kundenfeedback über die Priorisierung bis zur Umsetzung und Erfolgsmessung abdecken.
Neu sind zudem die Dia Reports, wobei es sich um browserbasierte Briefings handelt, die Informationen aus dem Teamwork Graph mit Daten aus typischen Arbeitswerkzeugen wie Kalendern oder Kommunikationsplattformen verbinden. So entstehen etwa automatisch generierte Tageszusammenfassungen, die offene Aufgaben, relevante Diskussionen und anstehende Termine bündeln.
Mehr Details zu allen neuen Funktionen finden sich im Atlassian-Blog [2].
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OpenAI bringt drei neue Audio-Modelle für die API: GPT-Realtime-2 für Echtzeit-Gespräche, Translate für Übersetzungen und Whisper für Live-Transkription.
Künstliche Intelligenz [1] wird in Zukunft immer häufiger am anderen Ende der Leitung sein, wenn Menschen eine Supporthotline anrufen oder in einer App Unterstützung suchen. Mit drei neuen Audio-Modellen, die per Entwicklerschnittstelle (API) zur Verfügung stehen, will OpenAI jetzt deren Qualität auf eine neue Stufe stellen. Konkret hat das US-amerikanische KI-Unternehmen die Modelle GPT-Realtime-2, GPT-Realtime-Translate und GPT-Realtime-Whisper vorgestellt.
Wie die Namen schon erahnen lassen, geht es um einen Dreiklang an Funktionen: GPT-Realtime-2 soll Echtzeit-Gespräche zwischen Maschine und Mensch ermöglichen, GPT-Realtime-Translate kommt in der Mensch-zu-Mensch-Kommunikation als Übersetzer und GPT-Realtime-Whisper zur Transkribierung von Mensch zu Maschine zum Einsatz. GPT-Realtime-2 ist überdies das erste Sprachmodell mit GPT-5-Reasoning in Echtzeit. OpenAI hat zuletzt auch GPT-5.5 als agentisches Arbeitsmodell [2] vorgestellt, das Aufgaben selbstständig planen und über längere Zeiträume konsistent bearbeiten soll.
In Praxisvideos zur Ankündigung [3] zeigt OpenAI die Modelle im Einsatz. Ein Augenmerk liegt darauf, dass sich die KI besser in die menschliche Kommunikation einfügt. Da ist zum Beispiel eine Situation, wo jemand ein Mensch-KI-Gespräch unterbricht und die KI angewiesen wird, für den Moment abzuwarten. Auch die Rückmeldungen der KI kommen menschlicher daher: sei es, wie Zahlen- und Buchstabenfolgen ausgesprochen werden oder bei der Live-Übersetzung, dass die KI jeweils abwartet, bis sie genug gehört hat, um sinnhaft übersetzen zu können. Zudem sollen Probleme besser kommuniziert werden, anstatt die Kommunikation einfach stillschweigend scheitern zu lassen.
Das Kontextfenster von GPT-Realtime-2 wurde gegenüber dem Vorgängermodell GPT-Realtime-1.5 von 32.000 auf 128.000 Token erweitert. Reasoning-Stufen sind einstellbar: von minimal bis sehr hoch, im Standard ist es auf niedrig eingestellt. Auch sind parallele Aufrufe von Tools möglich, sodass das Modell im laufenden Gespräch parallel mehrere externe Dienste abfragen kann. OpenAI wirbt zudem mit einem deutlich besseren Abschneiden bei Benchmarks, etwa bei Big Bench Audio von 81,4 auf 96,6 Prozent im Vergleich zu GPT-Realtime-1.5. Beim allgemeinen Release der Realtime API [4] im vergangenen Jahr hatte das Vorgängermodell diesen Benchmark gegenüber der Beta-Version bereits von rund 65 auf über 82 Prozent verbessert.
GPT-Realtime-Translate unterstützt über 70 Eingangssprachen und kann in 13 Sprachen übersetzen. Die Deutsche Telekom testet das Modell laut OpenAI bereits, um es im mehrsprachigen Kundensupport einzusetzen. Die Kosten für Entwickler betragen 0,034 US-Dollar pro Minute Nutzung.
GPT-Realtime-Whisper soll Live-Transkription mit sehr niedriger Latenz ermöglichen. Typische Einsatzbereiche sind Untertitel in Meetings oder bei Streams, Kundensupport, medizinische Anwendungen und der Handel. Die Kosten betragen 0,017 US-Dollar pro Minute.
Alle drei Modelle stehen ab sofort über die Realtime API zur Verfügung. Die neuen Modelle reihen sich in OpenAIs jüngste Strategie spezialisierter KI-Modelle ein: Neben der Sprachverarbeitung hat das Unternehmen zuletzt auch GPT-Rosalind für die Biologieforschung [5] vorgestellt, das auf Wirkstoffentdeckung und Genomik zugeschnitten ist. Die Nutzung von GPT-Realtime-2 kostet für den Input 32 US-Dollar pro Million Token (0,40 US-Dollar für gecachte Token) sowie 64 US-Dollar pro Million Token im Output. Damit bleiben die Preise gegenüber dem Vorgängermodell unverändert. Für europäische Entwickler relevant: Die Realtime API unterstützt EU Data Residency, sodass Anfragen und Antworten in der EU verarbeitet und nicht auf OpenAIs Servern gespeichert werden – allerdings mit einem Vorbehalt: Das Tracing, also die Nachverfolgung von API-Aufrufen zu Debugging-Zwecken, ist derzeit noch nicht EU-Data-Residency-konform.
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In .NET 10.0 kann man Werkzeugerweiterungen für das .NET-SDK ohne vorherige Installation starten.
Werkzeugerweiterungen für das .NET-SDK-Kommandozeilenwerkzeug dotnet.exe (bzw. dotnet) musste man bisher lokal in einem Projekt von NuGet [1] installieren, beispielsweise:
dotnet tool install dotnet-runtimeinfo
oder global installieren:
dotnet tool install -g dotnet-runtimeinfo
bevor eine Ausführung mit
dotnet-runtimeinfo
möglich war.
Seit .NET 10.0 können Entwicklerinnen und Entwickler ein solches Werkzeug herunterladen und einmalig ausführen, ohne es lokal zu speichern. Dafür gibt es den neuen Befehl dotnet tool exec. So funktioniert beispielsweise
dotnet tool exec dotnet-runtimeinfo
Dabei kommt es vor der erstmaligen Ausführung zu einer Nachfrage, ob man das Werkzeug wirklich starten will (siehe Abbildung 1). Diese Nachfrage kann man vorab mit „Ja“ beantworten, indem man -y oder --yes angibt:
dotnet tool exec dotnet-runtimeinfo -y
Zudem kann man dotnet tool exec mit dnx abkürzen:
dnx dotnet-runtimeinfo -y
Wer schon länger dabei ist, wird sich erinnern, dass es in den Anfangstagen von .NET Core bereits ein Werkzeug namens dnx.exe gab, das später in dotnet.exe umbenannt wurde. Microsoft hält sich in den Release Notes zu .NET 10.0 Preview 6 [2] offen, den Namen dnx in Zukunft wieder stärker einzusetzen: „The actual implementation of the dnx command is in the dotnet CLI itself, so we can evolve its behavior over time. Today it runs tools, but who knows what the future may hold.“
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Tausende Fotos, kein Cloud-Abo: c't 3003 zeigt, wie Immich Google Fotos und iCloud auf eigener Hardware komplett ersetzt – inklusive KI-Suche.
Lange waren selbst gehostete Fotogalerien hässlich, langsam und unbedienbar. Doch das hat sich geändert: Mit Immich gibt es eine Open-Source-Alternative, die optisch und funktional auf Augenhöhe mit Google Fotos liegt – inklusive KI-Suche, Gesichtserkennung und smarter Alben. c't 3003 hat eine 700 GByte große Fotobibliothek komplett von iCloud und Google Fotos auf den eigenen Server umgezogen und zeigt Schritt für Schritt, wie das geht – und welche Stolperfallen unterwegs lauern.
(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)
Guckt mal hier, das ist nicht Google Fotos, sondern das ist die Open-Source-Fotoverwaltung Immich, die komplett auf meiner eigenen Hardware läuft. Sieht super aus, oder? Ja, tatsächlich hat die Software bei mir komplett Google Fotos und iCloud ersetzt. Beides habe ich gelöscht bzw. das teure Abo gekündigt. Und das, obwohl ich gut 700 GByte Daten habe, über 23.000 Fotos und 4000 Videos. Das spart mir nicht nur die monatlichen Abogebühren an Apple und Google, sondern die KI läuft auch lokal und nicht irgendwie in den USA. Und wenn das Internet mal ausfällt, habe ich trotzdem alle Fotos, sofort und ohne Ladebalken.
Ich wollte das eigentlich schon ewig machen, aber lange Zeit war das Problem: Selbst gehostete Fotogalerien sahen aus wie Websites aus dem Jahr 2003. Furchtbar zu bedienen und furchtbar anzuschauen. Das hat sich aber zum Glück geändert. Und ich finde, inzwischen ist diese Software sogar besser als die US-Cloud-Anbieter. Und dann gibt es auch noch PhotoPrism für Profis oder ihr verwendet Nextcloud für eure Fotos. Alles eine gute Alternative zu den kommerziellen Cloud-Diensten. Also bleibt dran.
Liebe Hackerinnen, liebe Internet-Surfer, herzlich willkommen hier bei …
So, fangen wir mit der Lösung an, die für die meisten wahrscheinlich am interessantesten ist: Immich. Relativ neu, Open Source und in erstaunlich kurzer Zeit zu einem echten Phänomen in der Self-Hosting-Community geworden. Warum? Weil das einfach aussieht und sich auch anfühlt wie ein modernes Premium-Produkt, also wie Google Fotos oder Apple Fotos. Ich meine, ich kann hier butterweich durch die letzten Jahre meiner Fotobibliothek scrollen, ich kann einfach in natürlicher Sprache suchen und ich muss mich null um irgendwelche Ordnerstrukturen kümmern. Ich meine, ich hätte darauf vielleicht noch Bock, aber da ich hier Accounts für die ganze Familie anlegen kann, ist das schon nice, wenn die Oberfläche so simpel wie möglich gehalten wird. Und Alben sind ja auch irgendwie die besseren Ordner, wenn man so Fotos verwaltet.
Ansonsten hat Immich so ziemlich alles, was ihr vielleicht bei Apple oder Google Fotos gut findet. Also so einen Rückblick: Heute vor X Jahren, eine ziemlich umfangreiche Suchfunktion und die Geschwindigkeit ist in meinen Tests deutlich vor Google und Apple Fotos. Also wenn ich da zufällig auf ein bestimmtes Datum zurückscrolle, sind da die Preview-Thumbnails direkt da und auch das große Bild lädt direkt. Bei Apple und bei Google hat das immer so ein bisschen Bedenkzeit gebraucht. Also Immich hat bei mir in den paar Wochen, in denen ich das jetzt produktiv verwende, echt ziemlich problemlos funktioniert.
Um Immich zu verwenden, habt ihr drei Möglichkeiten: Ihr packt das per Docker auf euren Heimserver, ihr installiert das auf einem gemieteten VPS, oder ihr holt euch das schon fertig gehostet bei Anbietern wie pixelunion.eu. Da bekommt ihr 16 GByte kostenlos und zahlt dann für größere Speichermengen. Also ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, das mal auszuprobieren oder wenn man wirklich gar keinen Bock auf selbst hosten hat.
Aber der eigentliche Reiz liegt ja darin, dass ich eben nicht mehr auf teure Monats-Abos angewiesen bin und die volle Kontrolle habe. Ich habe Immich deswegen auf meinem NAS installiert. Das hat ordentlich Power, also darin steckt ein Intel Pentium Gold 8505 mit 5 Kernen und 6 Threads und 8 GByte DDR5-RAM. Das schafft auch das ganze Machine Learning ohne Probleme.
Ihr könnt Immich theoretisch auch auf einem Raspi betreiben. Ich habe das auf meinem Raspi 4B mit 8 GByte RAM und einer per USB angeschlossenen SSD getestet, installiert über CasaOS. Das geht, wirklich einfach sogar. Aber – und da kommt der Haken – die KI-Features bringen den kleinen Raspi schon ins Schwitzen. Gesichtserkennung, smarte Bildsuche, das läuft da nicht wirklich rund, weil das ewig braucht, um die ganzen Bilder zu verarbeiten.
Ihr habt zwei Optionen: Entweder ihr schaltet Machine Learning in den Einstellungen einfach ab oder ihr nutzt Remote Machine Learning. Ihr sagt Immich also: Bitte rechne das Zeug nicht selbst aus, sondern schick die Aufgabe übers Netzwerk an meinen Desktop-Rechner oder Mac. Der hat die Power und der Raspi hat dann Ruhe. Dazu setzt ihr einfach auf eurem Rechner einen kleinen Server über Docker auf, die genaue Anleitung dafür und natürlich zu allem anderen aus dem Video verlinke ich euch unten in der Videobeschreibung. Und ja, dann passiert dieses rechenintensive Machine Learning eben auf eurem großen PC und euer Raspi mit der SSD ist einfach eure Fotodatenbank.
So, jetzt aber zu dem Grundlegenden: der Installation. Egal, ob Raspi, NAS oder VPS, die Installation von Immich geht einfach per Docker. Ihr geht ins Terminal, legt euch einen Ordner an, auf dem die Fotos gespeichert werden sollen, ladet das Ganze per wget direkt von GitHub und öffnet dann noch die env-Datei. Hier passt ihr die Upload-Location an und vergebt ein Datenbank-Passwort. Dann startet ihr den Docker-Container und könnt im Browser direkt auf Immich zugreifen. Der Link wird euch nach der Installation direkt angezeigt, also die IP von eurem Homeserver Doppelpunkt 2283 ist das standardmäßig.
Um das Ganze auch von außerhalb zugänglich zu machen, habe ich das noch per Cloudflare getunnelt und direkt mit meiner Domain foto.domain.de verbunden. Und jetzt kann ich Links zu meinen Fotos inklusive Passwortschutz und Ablaufdatum direkt an Freunde und Familie schicken. Alternativ könnt ihr das natürlich auch über einen Reverse Proxy oder Tailscale machen. Immich ist allerdings nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt, einfach weil das maschinelle Lernen und die intelligente Suche das nicht erlauben. Heißt: Wenn ihr da von außen drauf zugreift, achtet auf eine Transportverschlüsselung, also HTTPS.
Okay, also wir haben Immich jetzt installiert, können davon überall aus drauf zugreifen und haben die App auf unserem Smartphone. Aber unsere gesamte Fotobibliothek liegt ja noch bei Apple oder bei Google und so eine schöne Ein-Klick-Export-Lösung gibt es da leider nicht. Allerdings könnt ihr den Google Takeout benutzen, dazu klickt ihr euch einfach durch dieses Formular und wählt aus, welche Daten ihr haben möchtet. Ich habe hier mal alle Fotos und Videos ausgewählt. Ja und dann dauert das einige Tage, bis ihr eine Mail mit einem Download-Link bekommt. Bei mir waren das dann insgesamt 8 einzelne Ordner, die ich jeweils runtergeladen habe. Bei Apple Fotos habe ich einfach alle Bilder und Videos markiert und dann auf eine externe SSD gezogen.
Um eure Bilder jetzt in Immich zu bekommen, habt ihr mehrere Möglichkeiten. Entweder ihr ladet das direkt über den Browser hoch, macht bei großen Datenmengen aber wirklich keinen Spaß. Speziell für so größere Uploads gibt es bei Immich ein CLI-Tool. Dazu geht ihr ins Terminal, gebt diesen Befehl hier ein. Dazu braucht ihr einen Immich-API-Key, den könnt ihr euch in den Einstellungen generieren lassen. Dann sagt ihr genau, von wo die Fotos importiert werden sollen. Bei mir war das ein Ordner auf meiner SSD. Und dann geht er alle Dateien durch, sucht nach Duplikaten und lädt dann alles in den Zielordner. Bei meinen 514 GByte hier hat das einige Stunden gedauert.
Immich legt die Bilder, wenn ihr wollt, auch gleich nach einem festen Schema ab. Und das könnt ihr hier über das Storage Template anpassen. Ihr sagt dem System einfach: Leg die Dateien in einem Ordner für das Jahr ab und darin einen für den Monat. Und dann räumt Immich im Hintergrund einmal komplett auf. Danach habt ihr eine saubere, menschenlesbare Ordnerstruktur auf dem NAS, die auch dann noch funktioniert, wenn Immich mal nicht läuft. Und ihr könnt auch einfach Fotos direkt da rauskopieren, so als zusätzliches Backup. Das empfiehlt Immich übrigens auch direkt bei der Einrichtung. Also die 3-2-1-Backup-Regel: drei Kopien der Daten, zwei zu Hause und eine an einem anderen Ort. Ich habe dafür mein RAID-5-NAS, das sichert sich an eine externe Festplatte und den ganzen Immich-Ordner kopiert es mir nochmal auf einen extra Webserver.
Ja, und jetzt zu dem Teil, der Immich wirklich interessant macht. Weil natürlich will niemand Tausende Ordner per Hand durchsuchen. Das NAS wird nämlich nicht nur ein Datengrab. Mit Immich wird es eure ganz private Fotozentrale. Also ihr bekommt die Bilder hier so chronologisch sortiert, könnt aber auch nach den Geodaten direkt auf einer Karte schauen und habt über die Suche auch die Möglichkeit, nach bestimmten Dingen wie „Schnee“ zu suchen. Das funktioniert, weil Immich alle Fotos, die ihr da reinladet, maschinell einliest und generiert dabei auch noch Miniaturansichten und Erkenntnisse. Ihr könnt das auch hier in der Auftragswarteschlange sehen, wie viele Bilder noch durch die Gesichtserkennung und das OCR laufen, und gegebenenfalls die gleichzeitige Verarbeitung hochschalten, falls eure Rechenpower das hergibt.
Und diese ganzen Tools sind wirklich auf Google-Fotos-Niveau. Also hier mal der direkte Vergleich: Ich gebe bei beiden Diensten „Schnee“ ein und kriege so ziemlich alle Fotos, die ich jemals gemacht habe, als Schnee lag. Der Fairness halber: Beide machen da auch Fehler. Auf diesem Bild hier mit der Apple Vision Pro war es kalt, aber da lag ziemlich sicher kein Schnee. Und was dieser Screenshot von Volker aus der heise show mit Schnee zu tun haben könnte – keine Ahnung. Bei dem Suchbefehl „Sonnenaufgang am Strand“ hat mir Google aber nur ein Foto gezeigt und Immich ganz viele. Aber halt auch ganz viele, die ich da jetzt nicht so zugeordnet hätte. Also hier stehe ich im Schnee. Aber es sind halt trotzdem mehr richtige Bilder dabei als bei Google Fotos. Apple ist da meiner Erfahrung nach noch etwas hintendran und hat immer weniger Ergebnisse angezeigt als die beiden anderen Dienste. Sorry übrigens an der Stelle mal für das ganze Gepixle hier, aber ich habe das halt wirklich produktiv mit meinen ganzen privaten Fotos ausprobiert.
Ja, und wenn dann alle Fotos verarbeitet sind, lohnt es sich auf jeden Fall einmal die Immich-Duplikatsverwaltung anzuschmeißen. Die ist bei Immich – ähnlich wie bei Apple Fotos – direkt eingebaut. Not so fun fact: Google hat das nach wie vor nicht in seiner Fotos-App integriert. Da braucht ihr Drittanbieterlösungen. Hier bei Immich gehe ich unter Werkzeuge auf „Duplikate überprüfen“. Da wird jedes Bild, das doppelt in eurer Mediathek ist, erkannt und ihr könnt automatisch bei allen auswählen, dass es nur die bessere Qualität behält. Ihr könnt in den Einstellungen auch genau einstellen, wie genau die Duplikatserkennung arbeiten soll. Also hier in einem Bereich zwischen 0,001 und 0,1.
In den Einstellungen könnt ihr auch alles Mögliche zu eurer Datenbank, der Bildqualität für Vorschaubilder und so weiter einstellen. Außerdem könnt ihr da unter Benutzer weitere Accounts für Freunde und Familie anlegen, die ihre Bilder auch auf eurem Immich-Server parken wollen. Ihr könnt dann auch eine gemeinsame Mediathek haben, also so wie bei Apple Fotos.
Richtiger Flex ist es auf jeden Fall, wenn ihr eure eigene Domain damit verbindet und dann Bilder in der WhatsApp- oder Signal-Gruppe nicht mehr einfach reinkopiert, sondern direkt als foto.domain.de-Link sendet. So geteilte Alben können dann auch direkt heruntergeladen werden.
Immich ist komplett kostenfrei nutzbar, bietet aber einen Einmalkauf an, um die Entwicklungskosten zu stemmen. Ihr könnt da zwischen 100 Dollar für Server und 25 Dollar für Einzelpersonen auswählen. Zusätzliche Funktionen gibt es dafür aber nicht. Die sind alle schon vor der Bezahlschranke. Ihr könnt das also erstmal richtig intensiv ausprobieren und wenn ihr dann merkt: Ja, benutze ich irgendwie schon jeden Tag, dann dafür bezahlen.
Gut. Aber was ist, wenn ihr gar nicht diesen Smartphone-Vibe wollt, wenn ihr eher so Leute seid, die seit Jahren eine eigene Ordnerstruktur auf externen Festplatten gepflegt haben – Spiegelreflexkamera, RAW-Dateien, alles säuberlich sortiert – und ihr halt nicht wollt, dass irgendein Programm jetzt kommt und alles durcheinander wirft? Ja, dann ist PhotoPrism für euch wahrscheinlich interessant.
PhotoPrism ist, wenn man so eine Analogie bemühen will, so ein bisschen das Adobe Lightroom unter den selbst gehosteten Fotolösungen. Der Fokus liegt auf Metadaten und Kuration. Ihr öffnet ein Bild und kriegt rechts direkt alles angezeigt: Kameramodell, Blende, ISO, Belichtungszeit, verwendetes Objektiv. Kein Rumgeklicke durch Untermenüs.
Ihr fragt euch, welches euer Lieblingsobjektiv im letzten Urlaub war? Ein Klick, und PhotoPrism filtert sofort alle Bilder raus, die 2024 mit einer Sony Alpha und dem 50-mm-Objektiv aufgenommen wurden. Das macht schon ein bisschen Spaß.
RAW-Dateien versteht PhotoPrism nativ und es erkennt zusammengehörige Dateien. Also wenn ihr von einem Motiv eine RAW, ein bearbeitetes JPEG und noch ein kurzes Video habt, quasi ein Live-Foto, stapelt PhotoPrism das automatisch übereinander. Nennt sich „Stacking“. Ihr seht in der Galerie ein Motiv, habt aber alle Formate dahinter griffbereit. Die Galerie bleibt also aufgeräumt.
Und das Wichtigste für alle, die ihre Ordnerstruktur mit dem eigenen Blut verteidigen würden: PhotoPrism hat einen Read-Only-Modus. Das Tool bindet eure Festplatte ein, baut seinen Suchindex auf, aber fasst eure Originale kein einziges Mal an. Nichts wird verschoben, nichts umbenannt. Es liest nur.
Die Installation läuft vom Prinzip her wie bei Immich über Docker. Es gibt hier aber einen kleinen Twist: Da gibt es keinen schicken Browser-Setup-Assistenten. Ihr müsst euer Admin-Passwort vorher zwingend als Klartext in der compose.yaml festlegen, bevor ihr den Server überhaupt startet. Außerdem müsst ihr bei den Speicherpfaden sehr penibel sein. PhotoPrism braucht einen Ordner für die „Originals“, also eure echten Fotodateien, und strikt getrennt davon einen Ordner für den „Storage“, wo Datenbank und Thumbnails landen. Ein Tipp dazu: Legt den Storage-Ordner auf eine schnelle SSD und die fetten Originals auf die langsameren, aber großen HDDs. Das macht eure Timeline später beim Scrollen deutlich schwupsiger. Ja und dann: docker compose up -d, fertig.
Und dann kommt der eigentliche Trick: der Importprozess. Wenn ihr eure Daten bei Google per Google Takeout anfordert, bekommt ihr ja riesige ZIP-Dateien. Die jetzt übers LAN aufs NAS zu laden, wäre mühsam. Stattdessen schließen wir einfach eine externe SSD per USB hinten ans NAS an, geben den Pfad in der Docker-Konfiguration als Importordner ein. Und dann kopiert PhotoPrism die ganzen Bilder von der SSD direkt auf euren Zielort, berechnet dann für jedes Bild einen kryptografischen Fingerabdruck, prüft, ob das Bild schon in eurer Bibliothek ist, überspringt Duplikate und sortiert den Rest sauber ein. Das hat bei meinen 380 GByte Google-Takeout-Daten wirklich viel Zeit gespart.
Das haben wir im c't-3003-Team ja eh im Einsatz. Dazu gibt es auch schon ein Video, das findet ihr hier. [1]
Ja, und Nextcloud hat neben Text-, Kalender- und Talk-Funktion auch eine eingebaute Fotogalerie, die ist ja ganz vernünftig, aber out of the box nicht wirklich schnell bei großen Bibliotheken. Der Fix kommt aus dem Nextcloud-eigenen App Store: Die App Memories baut eine eigene Thumbnail-Datenbank auf. Damit habt ihr eine deutlich flüssigere Timeline, weil die App nicht jedes Mal die vollen Bilder lädt. Und wenn ihr noch die App Recognize dazuschaltet, bekommt ihr Gesichtserkennung und Objekt-Tagging direkt in Nextcloud. Wer also eh schon sein ganzes digitales Leben in Nextcloud hat, Dokumente, Kalender, Kontakte und so weiter, der kriegt damit eine vollwertige Foto-Alternative, ohne ein komplett neues System aufsetzen zu müssen. Externe Festplatten oder bestehende Ordner auf dem NAS bindet ihr über die App External Storage Support ein, dann muss Nextcloud die Daten nicht mehr erst nochmal kopieren.
Wer einen modernen Google-Fotos-Klon will, bei dem das Handy-Backup im Hintergrund einfach so funktioniert, der sollte Immich ausprobieren. Wer Metadaten liebt, mit RAW-Dateien arbeitet und riesige Festplattenarchive verwaltet, ist vermutlich mit PhotoPrism am besten aufgestellt. Und wer eh schon alles in Nextcloud hat: Memories plus Recognize draufklatschen, fertig.
Noch ein kleiner Hinweis, den ich jetzt auch nicht weglassen will: Ein NAS mit RAID schützt euch davor, wenn eine Festplatte stirbt. Es schützt euch aber nicht davor, wenn ihr versehentlich einen Ordner löscht, der Blitz einschlägt oder ihr euch ein Virus einfangt. Sorgt also unbedingt für ein echtes externes Backup von euren Bildern auf einer Festplatte im Schrank oder verschlüsselt bei einem externen Anbieter. RAID ist kein Backup. Und wenn ihr eure Fotos wirklich nur so sichert, also kein Google Fotos und kein Apple Fotos mehr verwendet, dann solltet ihr das möglichst sicher machen.
Ja, und jetzt würde mich wirklich interessieren: Zahlt ihr noch jeden Monat eure 3 oder 10 oder mehr Euro für iCloud oder Google One, oder habt ihr eure Bilder schon auf eigenem Platz? Schreibt es gerne mal in die Kommentare, abonniert den Kanal, hört mal bei unserem Podcast rein und tschüss!
c't 3003 [2] ist der YouTube-Channel von c't. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.
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Sony und TSMC planen ein neues Gemeinschaftsunternehmen in Japan, das Bildsensoren der nächsten Generation entwickeln und produzieren soll. Die Halbleitersparte des japanischen Konzerns, Sony Semiconductor Solutions, und der taiwanische Auftragsfertiger haben dafür eine vorläufige Vereinbarung unterzeichnet.
Das neue Unternehmen, bei dem Sony die Kontrolle behalten soll, würde seine Entwicklungs- und Produktionslinien in einer von Sony geplanten Fabrik in Koshi in der Präfektur Kumamoto einrichten. Laut Japan Times ist der Standort auf eine monatliche Kapazität von 10.000 300-mm-Wafern ausgelegt, erste Lieferungen werden demnach ab Mai 2029 erwartet.
Dass Sony und TSMC speziell bei Bildsensoren enger zusammenrücken wollen, liegt an der wachsenden Bedeutung dieser Bauteile. Für Smartphones und Kameras sind sie seit Langem wichtig, inzwischen werden sie aber auch in Autos, Robotern und Sicherheitssystemen gebraucht. Dort liefern sie die Daten, mit denen Maschinen ihre Umgebung erkennen.
Besonders wichtig ist das laut Sony für sogenannte physische KI. Die Partnerschaft soll demnach auch dazu dienen, neue Möglichkeiten in diesem Bereich auszuloten und aufzugreifen. Gemeint sind KI-Systeme, die nicht nur Daten verarbeiten, sondern Maschinen oder Abläufe in der realen Welt steuern. Dafür brauchen sie neben Rechenleistung auch verlässliche Sensordaten.
Für Sony ist dies eine Entwicklung in einem wichtigen Markt. Der Konzern gehört seit Jahren zu den führenden Anbietern von CMOS-Bildsensoren und beliefert vor allem die Smartphonebranche. Nun will Sony seine Stellung auf weitere Bereiche übertragen, darunter Fahrzeuge und Robotik. Damit würde das Unternehmen sein Sensorgeschäft breiter aufstellen und stärker auf Anwendungen setzen, die über klassische Smartphone- und Kamerafunktionen hinausgehen.
TSMC wiederum stärkt mit dem geplanten Joint Venture seine Präsenz in Japan. Der Konzern arbeitet dort bereits mit Sony und weiteren Partnern in der Gesellschaft Japan Advanced Semiconductor Manufacturing (JASM) zusammen. Diese betreibt in Kumamoto eine Chipfabrik, die Ende 2024 mit der Volumenfertigung gestartet ist.
Endgültig beschlossen ist das Vorhaben aber noch nicht. Sony und TSMC haben zunächst eine Absichtserklärung unterzeichnet und wollen die Gespräche über das Gemeinschaftsunternehmen fortsetzen. Auch konkrete Investitionssummen nannten die Unternehmen bislang nicht. Wie viel das Joint Venture investiert und wie stark Sony den Standort Nagasaki ausbaut, soll sich unter anderem nach der Nachfrage richten. Zudem hängt das Vorhaben von staatlicher Unterstützung in Japan ab.
Was wäre, wenn wir selbst die Fäden hinter dem Irankrieg und der Blockade der Straße von Hormus ziehen würden? Der polnische Journalist und Designer Jakub Gornicki hat mit Bottleneck ein Simulationsspiel entwickelt, das echte Geschehnisse mit Gameplayelementen verknüpft.
Das Ziel: Über zehn Tage sollen Spieler entscheiden, welche von etwa 2.000 festgesetzten Schiffen sie durch die Straße von Hormus eskortieren. Es handelt sich dabei um Frachtschiffe mit Öl, Gas und Lebensmitteln oder militärische Schiffe zur Eskorte ziviler Schiffe.
Unsere Entscheidungen nehmen Einfluss auf den Weltölpreis, den Kampf gegen Hunger und unsere diplomatischen Beziehungen zu Fraktionen wie dem Iran, den USA oder den UN.
In den zehn Runden, die sich über mehrere zentrale Begebenheiten des anhaltenden Irankonflikts erstrecken, können User die entsprechende Berichterstattung echter Medien nachlesen. Das Spiel führt auf Newsseiten unterschiedlichster Länder und zu Artikeln, die in der echten Welt zum Thema verfasst wurden. Interessenten können sich so spielerisch zum Irankrieg informieren.
Gleichzeitig will Gornicki wohl die Aussichtslosigkeit der Situation beschreiben. Am Ende des Spiels geht es eben nicht um das Gewinnen. Vielmehr entscheiden wir, welcher Teil der Welt am wenigsten verliert. "Zehn Tage. Kein Gewinnen – nur Abstufungen von Verlust", heißt es in der Spielbeschreibung.
Gornicki programmierte das Spiel mithilfe von KI. Der Code wurde von Menschen überprüft und angepasst. Auch Spiellogik, Aufbau und Ideen stammen aus menschlicher Hand. Bottleneck kann kostenlos im Browser gespielt werden.
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Ob Homeoffice, Reise oder Kundentermin: Tragbare Monitore sind beliebte Begleiter, weil sie wegen ihrer kompakten Bauweise einfach zu transportieren und flexibel einsetzbar sind. Als zusätzliche Bildschirmfläche können sie nicht nur die tägliche Arbeit erleichtern, sondern auch Inhalte von Mobilgeräten in einem größeren Format darstellen. Ein Modell von Yodoit ist bei Amazon zurzeit besonders günstig.
Der tragbare Monitor von Yodoit ist 35,4 x 22,1 x 0,51 Zentimeter groß und lässt sich mit einem Gewicht von nur 740 Gramm gut im Rucksack, in der Aktentasche oder im Handgepäck transportieren. Eine magnetische Schutzhülle hält unterwegs Kratzer und Staub fern. Gleichzeitig dient sie als Ständer, mit dem sich der Bildschirm in einem optimalen Betrachtungswinkel aufstellen lässt. Für den stationären Einsatz ist außerdem ein Lochmuster nach VESA-Standard 75 x 75 integriert.
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Wer auf die Schutzhülle verzichten kann, kann auf ein Modell mit ausklappbarem Ständer zurückgreifen und gut drei Euro zusätzlich sparen. Auch andere Varianten sind reduziert, darunter ein Gaming-tauglicher Monitor mit 15,6" und 144 Hz oder ein Monitor mit 16", 4K-Auflösung und 1.200 Nits für besonders scharfe Bilder in unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Details und Auswahlmöglichkeiten finden sich unter dem oben genannten Link.
Homebridge-Projekt: HomeKit-Support für Ungeduldige.
(Bild: Homebridge-Projekt)
Das Open-Source-Projekt zur Anbindung von Apple nicht unterstützter Geräte wird erwachsen. Version 2.0 bringt verschiedene Verbesserungen.
Mit Homebridge ist es möglich, Geräte, die Apple aktuell noch nicht für HomeKit [1] vorgesehen hat, in die Smart-Home-Technik einzubinden. Das Community-Projekt hat nun Version 2.0 der Software [2] vorgelegt, die eine Reihe interessanter Neuerungen bringt. Nach einer langen Betaphase ist es nun offiziell möglich, neben HomeKit auch andere Matter-kompatible Systeme wie Google Assistant, Samsung SmartThings oder Amazon Alexa als Zieltechnik zu nutzen. Homebridge arbeitet somit auch als Matter-Bridge. Weiterhin kommen neue Gerätekategorien wie Staubsauger hinzu, die sich via Matter auch nach HomeKit holen lassen.
Eine Übersicht der Neuerungen und technischen Details von Homebridge 2.0 listen die Macher auf GitHub [3]. Das Node.js-basierte Projekt läuft auf zahlreichen Systemen wie Mac, Raspberry Pi, Linux (unter anderem Debian, Ubuntu, Red Hat, Arch), Windows (10 und 11). Es gibt die Software zudem für Synology-NAS-Systeme (DSM) und Docker, sie kann also auch parallel zu Home Assistant [4] verwendet werden.
Zu den bekannten Plug-ins gehören etwa Ring-Kamera (sonst ein abgeschottetes System für HomeKit-User), Nest und Nest Camera, Belkin Wemo, SwitchBot (je nach Gerät allerdings mittlerweile via Bridge Matter-kompatibel), TP-Link-Kasa sowie Hue und deCONZ (via ZigBee). Läuft Homebridge, lassen sich all diese Geräte dann via HomeKit ansprechen – mal mehr und mal weniger umfangreich. Homebridge bewirbt das Projekt selbst mit dem Sätzlein „HomeKit-Unterstützung für Ungeduldige“. Das passt auch: Hat ein Unternehmen noch immer keinen Support für das Apple-Smart-Home oder die anderen Matter-kompatiblen Systeme parat, kann Homebridge helfen. Nicht immer stehen dabei allerdings alle im Originalsystem vorhandenen Features parat, es hängt jeweils davon ab, was der Autor eines der Plug-ins geleistet hat.
Neben der Steuerung via Home-App ist auch eine Nutzung über die Sprachassistentin Siri möglich. Es kann allerdings anfangs etwas dauern, bis die Befehle sich via iCloud über alle Geräte synchronisieren. Beim Setup muss man zudem etwas aufpassen, keine von HomeKit belegten Begriffe zu verwenden. Um etwa Radiostationen auf einem Sonos-Lautsprecher abzuspielen, sollte man diesen lieber nicht „Radio” nennen, sondern lieber „Lautsprecher”.
Die Macher von Homebridge betonen, dass das Werkzeuge keine offizielle Zertifizierung der für Matter zuständigen Connectivity Standards Alliance (CSA) hat. Homebridge sei dementsprechend auch kein Matter-Produkt im kommerziellen Sinne. Beim Pairing kann es daher zu Warnmeldungen kommen. Zur Herstellung der Kompatibilität wird das Open-Source-Projekt matter.js [5] verwendet. Homebridge lässt sich kostenlos nutzen, die Macher freuen sich aber über Unterstützung.
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Filmbild: Copyright Sony Pictures Classics / Scott Garfield
James Vanderbilts Drama über die Nürnberger Prozesse ist eine Reflexion über die Faszination des Bösen. Eine Filmkritik.
"22 Cells in Nuremberg" heißt das Buch des US-amerikanischen Offiziers und Militärpsychiaters Douglas M. Kelley, in dem dieser über seine einzigartigen Begegnungen mit den Angeklagten im Nürnberger Hauptkriegsverbecherprozess 1945/46 berichtet. Er sollte diese Zellen selbst nie wieder ganz verlassen.
Kelley, ein Hobby-Magier, brachte sich 1958 um – auf die gleiche Weise wie Hermann Göring: Mit Zyankali.
Basierend darauf schrieb Jack El-Hai 2013 das Buch "The Nazi and the Psychiatrist" (deutsch "Der Nazi und der Psychiater" im Aufbau Verlag, Andere Bibliothek), das wiederum den Film "Nuremberg", inspiriert hat, den zweiten Spielfilm von James Vanderbilt (Drehbuchautor u.a. von "Zodiac" von David Fincher), der den mentalen Zweikampf und die untergründigen Sympathien zwischen Kelly und Hermann Göring ins Zentrum stellt.
Jetzt kommt dieser Film unter dem Titel "Nürnberg"in die deutschen Kinos – ein spannender Erinnerungsparcours und Kinofilm über eine hochinteressante Episode eines der wichtigsten Gerichtsverfahren des 20. Jahrhunderts. Der Film lohnt uneingeschränkt, aber er ist nicht restlos geglückt.
"Nuremberg" beginnt mit einem US-amerikanischen GI, der auf ein umgestürztes SS-Schild pinkelt. Er endet mit der Hinrichtung Julius Schleichers, dessen Blase sich bei seiner Hinrichtung entleert. Diese Anal-Metaphern sind das Gegenteil von subtil, aber gerade, wenn der Film zusätzlich den Bogen in die Gegenwart schlägt, Parallelen zum politischen Geschehen allzu offensichtlich werden, hat er das Publikum auf seiner Seite.
Die Handlung spielt im Gefängnis, in dem Göring auf die Nürnberger Prozesse wartet – jene Verfahren, in denen einige der bedeutendsten Verbrecher des nationalsozialistischen Regimes und die von ihnen in den Vernichtungslagern begangenen Gräueltaten verhandelt wurden.
Dort trifft er auf den US-Militärpsychiater Douglas Kelley, der ihn untersuchen soll. Göring ist noch optimistisch, den Prozess zu überleben. Göring hat nicht nur Selbstbewusstsein und Arroganz, sondern auch Charisma – um diese Wirkung selbst zu empfinden braucht man sich nur einmal unvoreingenommen (!) ein paar Minuten jener Nürnberger Prozessbilder anzusehen.
Und Kelley war von Göring fasziniert. Außerdem glaubt er, über Göring könne er den Nationalsozialismus verstehen. Kelley will die Wiederkehr des Bösen verhindern.
Dies ist, wie wir wissen, keineswegs das erste Mal, dass sich das Kino dieser historischen Situation nähert (s.u.). Die Nürnberger Prozesse sind bereits öfters ein Thema für Kino und Fernsehen gewesen. Am bekanntesten ist Stanley Kramers Klassiker "Das Urteil von Nürnberg" (1961) mit Spencer Tracy, Burt Lancaster, Maximilian Schell und Marlene Dietrich.
Der beste Film ist Marcel Ophüls "The Memory of Justice" von 1973, der aufgrund absurder Rechthabereien und Rechtsstreitigkeiten zwischen Regisseur und dem deutschem Sender ZDF in Deutschland kaum zu sehen ist.
Doch in "Nuremberg" fungiert der eigentliche Prozess – und insbesondere seine unmittelbare Vorgeschichte – eher als historischer Hintergrund denn als zentrales Thema der Darstellung. Denn Vanderbilt (der auch das Drehbuch schrieb) konzentriert sich auf die so verstörende wie schillernde Beziehung, die sich zwischen dem NS-Funktionär und dem Psychiater entwickelt, der ihn begutachten und sicherstellen soll, dass er am Leben bleibt, um vor Gericht erscheinen zu können.
Wir nähern uns also erneut dem juristischen Knotenpunkt von Nürnberg – jedoch aus einem neuen und ungewöhnlichen Blickwinkel. Die Konfrontation zwischen dem Nazi und dem Psychiater veranschaulicht die Anziehungskraft des Bösen auf die Wissenschaft und wirft zugleich grundlegende Fragen auf: nach der Natur des Bösen und nach der Fähigkeit der Vernunft, die "Logik des Teufels" zu begreifen.
In einer Laufzeit von zweieinhalb Stunden geht es auch um die Natur des Bösen. Der Film integriert die Hintergrundgeschichten einiger von Görings Mitangeklagten, die Entstehung eines neuen Modells des Völkerrechts sowie eine romantische Nebenhandlung, die den Medienrummel rund um das Verfahren streift.
Letztlich zeigt uns Vanderbilts Film einen Wissenschaftler, der gewissermaßen vom Dämon ausgesaugt wird, und die komplexe Dialektik, die sich zwischen beiden entwickeln kann.
Russell Crowe gelingt es dabei, die Figur Görings mit solcher Überzeugung darzustellen, dass sich während der Vorführung mehr als nur ein moralischer Abgrund unter den Füßen des Zuschauers auftut.
Formal bleibt der Film allerdings eine solide, in klassischer Hollywood-Manier erzählte Inszenierung, handwerklich sicher und solide, aber ohne große Inspiration umgesetzt.
Gerade diese erzählerische Effizienz macht ihn jedoch zu einem Werk von bemerkenswerter Aktualität: Denn "Nuremberg" mündet in eine düstere Warnung, die dem Psychiater in den Mund gelegt wird – dass die Nazis der Zukunft nicht in den Uniformen von Hitlers Nazis auftreten werden, aber dennoch unter uns sind.
Diese Aussage wirkt, als hätte man sie gestern formuliert. Die Gespenster der Vergangenheit sind am Leben.
Warum überhaupt jetzt ein Film über Nürnberg?
Da wäre zum einen das Jubiläumsbusiness: Zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und des Beginns der Nürnberger Prozesse sind die Nazis und ihre Verbrechen ein weithin aktuelles Thema.
Hinzu kommt die Renaissance faschistischen Gedankenguts: In jüngster Zeit zeigte ein geleakter Gruppenchat junger Republikaner, wie Mitglieder offen Witze über das Vergasen von Juden machten und ihre "Liebe" zu Hitler bekundeten; viele von ihnen arbeiteten in staatlichen Behörden. (Vizepräsident JD Vance verteidigte sie als "Kinder", die "provokante, beleidigende Witze" machten.)
Auch die Normalisierung extremistischer Stimmen – etwa durch Interviews mit bekennenden Antisemiten – zeigt, wie Ideen, die einst am Rand standen, zunehmend in den Mainstream vordringen. Gleichzeitig betreibt die aktuelle US-Regierung Abschiebungskampagnen, bei denen auch Bürger betroffen sein können.
Der Film "Nuremberg" befand sich bereits in Produktion, bevor diese Ereignisse bekannt wurden. Doch der Aufstieg von Antisemitismus, Neonazismus und Faschismus in den USA und in Europa ist seit mindestens einem Jahrzehnt sichtbar – befeuert durch soziale Medien und Online-Foren, in denen Verschwörungstheorien, "white supremacy"-Ideen und Fremdenfeindlichkeit gedeihen.
James Vanderbilt erklärte dazu:
"Es ist wichtig, die Vergangenheit nicht zu vergessen – wir müssen zurückblicken können, um voranzukommen."
In diesem Kontext wirkt "Nuremberg" eher wie eine notwendige Geschichtsstunde als wie ein Kunstwerk des Kinos.
Wer Görings Psyche besser verstehen möchte, ist mit Kelleys Buch oder der zugrunde liegenden Vorlage vermutlich am besten bedient. Und wer die gesamte Geschichte des Holocaust begreifen will, wird feststellen, dass kein einzelner Film ihr gerecht werden kann.
Manche werfen dem Film darum jetzt auch vor, Dokumentaraufnahmen aus den NS-Vernichtungslagern nach ihrer "Befreiung" zu verwenden. Das klingt als wüsste sich der Regisseur nicht zu helfen, und weiche der Darstellung der Shoah auf diese Weise aus.
Das ist einfach falsch. Was jene Kritiker offenbar übersehen oder einfach nicht wissen: Regisseur James Vanderbilt benutzt exakt jenes Filmmaterial, das selbst im Hauptkriegsverbrecher-Prozess den Angeklagten vorgeführt wurde.
Diese Vorführung war durch die Wirkung der Bilder einer der Wendepunkte des Prozesses. Die Wirklichkeit konnte ihnen schon damals nicht standhalten. Genau diese Erfahrung reproduziert jetzt der Film.
Einmal mehr handelt es sich also auch hier um eine Lektion über die Macht der Bilder.
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Den Alkohol-Einnahmen von 3 Milliarden Euro stehen Gesundheitskosten von fast 60 Milliarden gegenüber – jetzt will der Staat die Rechnung umverteilen.
Nachdem die Ampel beim Thema Alkohol [1] noch lautlos, aber krachend gescheitert war und auch bei der Zuckersteuer gegen die Landwirtschaft nicht vom Fleck gekommen war, kommt dank leerer Kassen jetzt Bewegung in eine plötzlich denkbare Gewinnabschöpfung aus den kostspieligen Süchten der Deutschen.
Offensichtlich hat die aktuelle Entwicklung der Kraftstoffpreise jetzt der Bundesregierung die Augen für neue Finanzierungsmodelle geöffnet, die anders als die diskutierte Übergewinnsteuer über signifikante Lenkungsfunktionen verfügen könnten. Wenn Deutschland traditionell bei der Sucht-Prävention versagt, müssen die Folgekosten verstärkt auf die Verursacher übergewälzt werden.
Nachdem man die Pharmaindustrie für die Kosten der vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen [2] heranziehen will, geht man beim Verursacherprinzip jetzt den nächsten Schritt, nachdem man festgestellt hatte, dass den Einnahmen aus der Alkoholsteuer in der Höhe von 3,125 Milliarden Euro [3] für das Jahr 2023 Gesundheitskosten von knapp 60 Milliarden Euro gegenüberstehen.
In seiner einschlägigen Untersuchung bezifferte der Gesundheitsökonom Tobias Effertz [4] die direkten und indirekten Kosten des Alkoholkonsums in Deutschland auf rund 57,04 Milliarden Euro [5]. Bislang gelang es der Alkohol-Lobby jeden Anlauf zur Eindämmung des Alkoholkonsums in Deutschland nicht zuletzt mit dem Hinweis auf die dann gefährdeten Steuereinnahmen zu hintertreiben.
Die Eindämmung des Alkoholkonsums ist in Deutschland noch immer ein zentrales gesundheitspolitisches Thema [6], da das Land trotz rückläufiger Tendenzen beim Alkoholkonsum weiterhin zu den Hochkonsumländern [7] zählt. Am 24.09.2025 stellte das Robert Koch-Institut fest [8]:
"Einen Konsum mit moderatem oder hohem Risiko gaben 32,5 Prozent der Erwachsenen an, Männer deutlich häufiger (44,3 Prozent) als Frauen (21,4 Prozent). Am häufigsten war dieses Konsumverhalten bei Männern im Alter von 45 bis 64 Jahren sowie ab 65 Jahren (jeweils fast jeder Zweite) und bei Frauen zwischen 45 und 64 Jahren (etwa jede Vierte) und nahm bei beiden Geschlechtern in den höheren Bildungsgruppen zu."
Jährlich sterben hierzulande etwa 50.000 Menschen durch Alkoholmissbrauch.
Der Alkoholkonsum ist nicht das einzige Suchtproblem der Bundesrepublik, das die GKV und das gesamte Gesundheitssystem mit beachtlichen und im Grunde vermeidbaren Kosten belastet. So belegt Deutschland im Public Health Index 2025 [9] auch bei der Tabakprävention den vorletzten Platz im europäischen Vergleich.
Aufgrund zu niedriger Tabaksteuern, noch immer schwacher Regelungen für rauchfreie Umgebungen und mangelnder Werbebeschränkungen schneidet Deutschland schlecht ab. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) warnt, dass hierzulande jährlich über 127.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums sterben [10].
Nachdem die Bundesratsinitiative des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther [11] für eine deutsche Zuckersteuer [12] bislang am Widerstand von Zuckerprotagonisten wie Hubert Aiwanger [13] abgeprallt ist, der sich auch heute noch mit Händen und Füßen dagegen wehrt, beabsichtigt die schwarz-rote Bundesregierung, bis 2028 eine Abgabe auf zuckergesüßte Getränke einzuführen.
Laut Gesetzentwurf rechnet die Regierung mit Einnahmen aus der Zuckerabgabe in Höhe von rund 450 Millionen Euro jährlich. Diese sollen der gesetzlichen Krankenversicherung in geeigneter Art und Weise entlastend zugutekommen.
Foodwatch-Expertin Luise Molling wird in diesem Zusammenhang wie folgt zitiert [14]:
"Eine Zuckersteuer zahlt sich doppelt aus: Sie senkt ernährungsbedingte Krankheitskosten und bringt Einnahmen, die in bessere Gesundheitsvorsorge investiert werden können."
Aus systematischen Gründen müsste es sich jedoch um eine Zuckerabgabe handeln, denn nur die kann zielgerichtet der GKV zur Verfügung gestellt werden.
Die Zuckerwirtschaft [15] wendet sich mit dem Argument "Abgaben auf Zucker machen niemanden schlanker" gegen eine Abgabenbelastung für Zucker und argumentiert: "Es gibt keine wissenschaftlichen Daten, die darauf hindeuten, dass sich eine Zuckersteuer zur Übergewichts- und Adipositasprävention eignet."
Dass der Zuckergehalt in britischer Limonade nach Einführung der Zuckersteuer auf den britischen Inseln durch Süßstoffe ersetzt wurde, wird von der einschlägigen Industrie gerne als Misserfolg kritisiert. Dem kann man soweit zustimmen, als die Süßung von Lebensmitteln ein Kultur- und Erziehungsproblem darstellt und als solches auch angegangen werden müsste.
Vielleicht sollte man für alle verarbeiteten Lebensmittel, welchen Zucker in welcher Form [16] auch immer zugefügt wurde, mit großflächigen Warnhinweisen versehen, wie sie bei Tabakwaren und in Irland bei Weinflaschen [17] vorgeschrieben sind.
Da die Kosten für das deutsche Gesundheitswesen nicht zuletzt aufgrund fehlender Bewegung und ungesunder Ernährung laufend steigen und eine Leistungsreduzierung bei den gesetzlichen Kassen politisch provozieren, wird immer gefordert, dass der Mehrwertsteuersatz auf unverarbeitete Lebensmittel auf null abgesenkt und auf hoch verarbeitete Convenience-Produkte wie Fertigpizza zum steuertechnischen Ausgleich auf den in der EU höchstmöglichen Satz heraufgesetzt wird.
Man sollte nun die politische Entwicklung der ursachenbezogenen Finanzierungsmodelle des deutschen Gesundheitswesens sorgsam verfolgen, um das deutsche Abgabenwesen effizient zum Nutzen der Gesundheit so umzugestalten, dass eine Gesundheitsversorgung auch morgen noch möglich ist.
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Die neue Boje im Meer
(Bild: Bulletin der Chinesischen Akademie der Wissenschaften)
China setzt auf eine neuartige Meeresboje mit einseitiger Verankerung, um ein jahrzehntealtes Problem der Ozeanforschung zu lösen. Was genau dahintersteckt.
Vor der Küste der ostchinesischen Provinz Shandong hat eine orangefarbene, sechs Meter breite Scheibenboje ihren Betrieb im Beobachtungsnetz des Gelben Meeres aufgenommen. Betrieben wird sie vom Institut für Ozeanologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Laut einem Bericht [1] der South China Morning Post weist das System einige radikale Designänderungen im Vergleich zu westlichen Bojen auf, mit denen alte Probleme der solcher Beobachtungsbojen angegangen werden sollen.
"Das weltweit erste Bojensystem, das mit einer scheibenförmigen einseitigen Ankerstruktur ausgelegt wurde, hat die traditionelle Einzelpunkt-Verankerungsstruktur bei scheibenförmigen Bojen überwunden", erklärte das Institut in seiner Stellungnahme.
Herkömmliche scheibenförmige Meeresbojen – seit dem Zweiten Weltkrieg weit verbreitet in westlichen ozeanografischen Systemen – stützen sich auf eine zentrale Einzelpunkt-Verankerung. Das Prinzip ähnelt einem am Meeresgrund befestigten Ballon: bei moderaten Bedingungen verhältnismäßig stabil, aber zunehmend anfällig, wenn starke Strömungen, Wellen und Unterwasserkabel zusammenwirken.
Seit Jahrzehnten kämpfen Meerestechniker mit dem, was Forscher bisweilen als "Verwicklungsalptraum" beschreiben: Unterwasser-Beobachtungskabel, die sich bei Langzeiteinsätzen um die Ankerleine wickeln und damit sowohl die Datenqualität als auch die Betriebssicherheit gefährden.
Die neue chinesische Plattform soll dieses Problem durch eine vollständige Verlagerung des Ankersystems auf eine Seite der Boje lösen. Anstatt Beobachtungskabel direkt unterhalb eines zentralen Ankerpunkts aufzuhängen, trennt das Design das Profilsystem physisch von der Ankerkette – durch eine versetzte Geometrie in Kombination mit einer neu ausbalancierten Auftriebsanordnung.
Die möglicherweise weitreichendere Neuerung liegt laut dem Institut jedoch weniger in der mechanischen Konstruktion als in dem Versuch, passive Meeresüberwachung in ein KI-gestütztes, autonomes System zu verwandeln. Die Plattform ist mit hochpräzisen Sensoren ausgestattet, die Wind, Wellen und Meeresströmungen in Echtzeit erfassen und gleichzeitig Form und Zustand der Unterwasser-Verankerungsstrukturen erkennen können.
"Zum ersten Mal wurde mit einem Einanker-Bojensystem eine kontinuierliche, stabile und Echtzeit-Profilbeobachtung mariner Wasserkörper erreicht", so das Institut. "Diese Boje basiert auf im Inland entwickelter und kontrollierbarer Technologie."
Die Boje ermöglicht zudem eine durchgehende Tiefenprofil-Messung mit Echtzeit-Datenübertragung an landgestützte Labore – unter Einsatz von in China entwickelter Technologie.
Die technische Entwicklung steht in einem breiteren Kontext chinesischer Meeresbeobachtung. Die Forschungsstation für Meeresbeobachtung im Ostchinesischen Meer der Chinesischen Akademie der Wissenschaften betreibt seit 2009 ein umfassendes Bojenbeobachtungsnetz.
Bis Ende 2018 hatten die Bojen der Station Daten zu 28 Taifunen gesammelt, darunter vollständige Datensätze zu vier Doppeltaifun-Ereignissen. Die dabei gesammelten Echtzeit-Beobachtungsdaten flossen nach Angaben der Station in die Verbesserung von Taifun-Vorhersagemodellen ein.
Bereits in früheren Entwicklungsstufen hatte die Station an alternativen Verankerungskonzepten gearbeitet.
So wurde laut einem 2019 im Bulletin der Chinesischen Akademie der Wissenschaften veröffentlichten Bericht [3] unter Leitung von Liu Changhua, Stationsleiter und leitender Ingenieur am Institut für Ozeanologie, eine erste Plattform mit Dreifach-Ankerung entwickelt – ein 15 Meter großes System, das als damals größtes und umfassendstes maritimes Beobachtungssystem Chinas galt und das Problem der Kabelverwicklung durch drei getrennte Ankerpunkte zu umgehen versuchte.
Die nun eingesetzte Einanker-Konstruktion mit seitlicher Verankerung stellt gegenüber diesem Ansatz eine andere konstruktive Lösung dar: Sie soll die Vorteile eines einfacheren Ankersystems mit der Vermeidung von Kabelverwicklungen verbinden – ein Problem, das bei der zentralen Einzelpunkt-Verankerung trotz jahrzehntelanger Bemühungen nicht vollständig gelöst werden konnte.
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(Bild: AMD)
AMD nennt ein Leistungsziel seines kommenden GPU-Beschleunigers Instinct MI430X. Anders als die meisten Neuankündigungen spielt KI eine untergeordnete Rolle.
Ein Schwestermodell der Instinct MI455X bewegt den Fokus weg von Künstlicher Intelligenz, hin zu einem klassischen Beschleuniger fürs High-Performance-Computing (HPC). AMD maximiert bei der GPU die Rechenleistung bei Gleitkomma-Berechnungen mit doppelter Genauigkeit (FP64), die etwa für akkurate physikalische Simulationen notwendig sind.
Erstmals nennt AMD einen konkreten Wert [1]: Mehr als 200 FP64-Teraflops soll die Instinct MI430X schaffen, also über 200 Billionen Berechnungen pro Sekunde. Stumpf hochgerechnet würden bereits 5000 GPUs für ein Exascale-System reichen. Das bisherige Instinct-Topmodell MI355X [2] ist noch ein Hybrid-Beschleuniger sowohl für hochgenaue FP64- als auch KI-Berechnungen, das 78,6 FP64-Teraflops erreicht.
Jede Instinct MI430X trägt 432 GByte Stapelspeicher in Form von HBM4, vermutlich aufgeteilt auf 12 Bausteine. Sie kommen zusammen auf eine Übertragungsrate von 19,6 TByte/s. Es wurden bereits drei Supercomputer angekündigt, die neue Epyc-Venice-Prozessoren und MI430X-GPUs von AMD verwenden: Herder in Deutschland [3], Alice Recoque in Frankreich [4] und Discovery in den USA [5].
AMD muss für die Instinct MI430X eigene Compute-Dies auflegen, deren Rechenwerke und Datenpfade auf die 64-Bit-Werte ausgelegt sind. Die Instinct MI455X mit KI-Fokus ist für eine hohe Rechenleistung bei geringerer Genauigkeit gedacht, primär 4 bis 16 Bit. Beim Training und Ausführen von KI-Modellen spielt die Genauigkeit eine untergeordnete Rolle, weil die Ergebnisse ohnehin nur Annäherungen darstellen. Wichtiger sind hier viele schnelle Berechnungen.
AMD lässt es sich allerdings nicht nehmen, auch bei der Instinct MI430X das Thema KI einzubringen. Demnach könnten Systeme mit der GPU hochwertige Simulationsdaten liefern, die wiederum KI-Modellen beim Training helfen würden. Zudem enthält auch diese GPU KI-Recheneinheiten für Hybrid-Workloads, allerdings weniger als die Instinct MI455X.
Zur Verfügbarkeit der Instinct MI430X äußert sich AMD bislang nicht. Spätestens 2027 muss der Versand beginnen, wenn die ersten Supercomputer mit der GPU entstehen. Erste Auslieferungen in der zweiten Jahreshälfte 2026 erscheinen realistisch.
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Hartmut Schwab, Präsident der Bundessteuerberaterkammer, positioniert sich im Interview mit der Welt : Ihm zufolge muss deutsche Steuerrecht muss grundlegend vereinfacht werden.
Dazu gehört für Schwab auch die Abschaffung der Pendlerpauschale. Statt Einzelgruppen zu begünstigen, sei es sinnvoller, einen höheren einheitlichen Freibetrag einzuführen und die Steuerlast insgesamt zu senken. "Den erwartbaren Aufschrei muss die Politik aushalten" , sagte er.
Schwab stützt seine Forderungen auf aktuelle OECD-Daten: Durchschnittsverdiener mit rund 4.500 Euro Bruttogehalt im Monat werden in Deutschland fast zur Hälfte durch Steuern und Sozialabgaben belastet. Nur Belgien schneidet schlechter ab. Zudem hat sich seit 1990 der Einstieg in den Spitzensteuersatz deutlich nach unten verschoben – vom 3,2-Fachen auf das 1,3-Fache des Durchschnittseinkommens.
Statt struktureller Reformen habe die Politik in den vergangenen Jahren lieber kleinteilige Steuervorteile eingeführt, so Schwab. Auch sogenannte Mitnahmeeffekte kritisierte er. Wer eine defekte Waschmaschine reparieren lassen müsse, tue das unabhängig von steuerlichen Abzugsmöglichkeiten. Der Steuerbonus für Handwerkerleistungen verpuffe damit weitgehend wirkungslos.
Beim Spitzensteuersatz mahnte Schwab zur Differenzierung. Viele Einzelunternehmer und Personengesellschaften zahlten Einkommensteuer, damit sei diese faktisch auch eine Unternehmenssteuer.
Wer als Unternehmer 100.000 Euro Gewinn erwirtschafte, könne dieses Geld oft nicht frei entnehmen, weil es im Betrieb gebunden sei. Eine Anhebung des Spitzensteuersatzes treffe diese Gruppe deshalb besonders hart.
Der Wechsel ins Körperschaftsteuerregime setze häufig die Auflösung von Sonderbetriebsvermögen voraus, was steuerlich einem Verkauf gleichkomme. Die Bundessteuerberaterkammer sei daher in Gesprächen mit der Politik.
Ob eine grundlegende Steuerreform unter der schwarz-roten Bundesregierung tatsächlich kommt, bezweifelte Schwab. Er nannte drei Bedingungen: spürbar weniger Ausnahmen, weniger Meldepflichten und Steuersätze auf wettbewerbsfähigem Niveau. Ohne diese Schritte, so seine Warnung, schauten Unternehmen zunehmend auf Nachbarländer wie Polen oder Tschechien.
Die europäische Polizeibehörde Europol soll ein unzulässiges Datenanalysetool aufgebaut und vor der Aufsichtsbehörde verborgen haben. Das berichtet die Rechercheplattform Correctiv unter Berufung auf frühere Europol-Mitarbeiter, geleakte E-Mails und interne Europol-Dokumente, die über Informationsfreiheitsanfragen erhalten wurden. Eines der Tools, Pressure Cooker (Schnellkochtopf) genannt, ist möglicherweise immer noch im Einsatz. Neben Correctiv beteiligten sich auch Computer Weekly und die griechische Initiative Solomon an der Recherche.
Schon im Januar 2022 hatte Europol Ärger mit dem Europäischen Datenschutzbeauftragten Wojciech Wiewiórowski. Dieser forderte die Polizeibehörde auf, Daten von Personen zu löschen, die nicht eindeutig mit einer Straftat in Verbindung gebracht werden konnten. Die Behörde hielt die Löschfrist für zu kurz, um die Daten nachträglich zu kategorisieren.
Die Prüfung bezog sich damals auf das Computerforensik-Netzwerk (CFN). Darin sollen 99 Prozent der Daten ohne grundlegende Datenschutz- und Sicherheitsvorkehrungen gespeichert und verarbeitet worden sein. Schon 2019 seien im CFN mindestens 2.000 Terabyte Daten gespeichert worden.
Im Februar 2026 sagte Wiewiórowski auf einem Treffen des Gemeinsamen Parlamentarischen Kontrollausschusses für Europol laut Redemanuskript (PDF), dass die Prüfung des CFN nach fast einem Jahrzehnt beendet werde. Zwar seien nur 15 von 150 Empfehlungen nicht umgesetzt worden, doch diese beträfen "Fragen von besonderer Bedeutung" , darunter zentrale Sicherheitsvorkehrungen.
Schon im Oktober 2022 warnte ein Europol-Mitarbeiter aus der IT-Abteilung davor , dass Wiewiórowski von der "irregulären Situation mit dem Pressure Cooker" erfahren könne. Das sei die Bezeichnung der operativen Einheiten für ein Netzwerk, in dem sich "einige Aktivitäten ohne richtige IT-Kontrolle" entwickelten.
Auf Nachfrage erklärte Europol laut Correctiv, "Pressure Cooker" sei lediglich der interne Name für die Internet Facing Operational Environment (IFOE) und werde im Einklang mit dem EU-Recht betrieben. Der EU-Datenschutzbeauftragte wurde 2025 zu einem geplanten System namens IFOE-Quick Response Area konsultiert, wie aus diesem Dokument (PDF) hervorgeht. Demnach kam die Behörde zu dem Schluss, dass das Tool zu "einer vollwertigen Parallelumgebung zur regulären Betriebsumgebung von Europol" werden könne.
Auf Nachfrage habe Wiewiórowski erklärt, er sehe die Gefahr, dass Europol-Mitarbeiter "Angeltouren" unternehmen könnten, also personenbezogene Daten sammeln, die für laufende strafrechtliche Ermittlungen irrelevant seien, und so Grundrechte verletzen.
Einem ehemaligen hochrangigen Europol-Mitarbeiter zufolge ist IFOE-Quick Response Area jedoch keineswegs ein neues Instrument. Dahinter stehe vielmehr der Versuch, den "Pressure Cooker" nachträglich zu formalisieren. Generell sei es einfach möglich, solche Systeme vor den Datenschützern zu verbergen. "Wenn wir von Inspektion sprechen, meinen wir keine Razzia, bei der IT-Experten Systeme überwachen und Server beschlagnahmen. Wir sprechen von einem höflichen Gespräch" , zitiert Correctiv einen ehemaligen Europol-Mitarbeiter.
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Fensterputzen gehört wohl zu den unbeliebtesten Aufgaben im erweiterten Haushalt. Gerade bei strahlendem Sonnenschein fällt es auf, wenn die Fenster schmutzig sind und länger nicht mehr gereinigt wurden. Um die Arbeit zu erleichtern und zu beschleunigen, bietet sich der Akku-Fenstersauger von Kärcher an. Bei Amazon ist ein beliebtes Modell mit über 5.000 Bestellungen im letzten Monat nun wieder für unter 50 Euro erhältlich. Laut Angaben des Onlinehändlers gilt der Deal bis zum 12. Mai oder solange der Vorrat reicht.
Der Kärcher Akku-Fenstersauger WV 2 in der Black Edition besteht aus dem Akku-Sauger plus Ladegerät sowie einer Sprühflasche mit Mikrofaserbezug und zugehörigem Reinigungsspray. Der Sauger ermöglicht es Nutzern, Fensterscheiben und glatte Oberflächen rückstandslos zu reinigen. Dafür stehen zwei Absaugdüsen zur Verfügung. Eine misst 17 cm, wodurch sie besonders für enge Stellen wie Sprossenfenster geeignet ist. Die andere kommt auf eine Breite von 28 cm und bietet sich somit für Fenster und größere Flächen wie Duschwände oder Fliesen an.
Die Akkulaufzeit von 35 Minuten erlaubt es Nutzern, mehrere Fenster hintereinander zu bearbeiten. Die praktische LED-Anzeige am Kärcher Akku-Fenstersauger WV 2 gibt an, wann der Akku aufgeladen werden muss. Nach 230 Minuten soll er laut Hersteller wieder voll aufgeladen sein.
Aktuell ist der Kärcher Akku-Fenstersauger WV 2 in der Black Edition
Kärcher Akku Fenstersauger WV 2 Black Edition
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(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)
Apple soll die Produktion des MacBook Neo auf rund 10 Millionen Einheiten verdoppelt haben. Die Chip-Vorräte sind aufgebraucht, TSMC fertigt eine neue Charge.
Apple soll einem Bericht zufolge die geplante Produktion des MacBook Neo [1] auf rund 10 Millionen Einheiten verdoppelt haben. Ursprünglich habe der Konzern 5 bis 6 Millionen Geräte geordert. Die Nachfrage nach dem günstigen Notebook übersteigt offenbar Apples eigene Erwartungen deutlich.
Apple-CEO Tim Cook hatte die Liefersituation im Earnings Call am 30. April 2026 bestätigt. Der Mac-Umsatz im zweiten Quartal sei auf 8,4 Milliarden US-Dollar und damit um 6 Prozent gewachsen, getrieben vom Neo.
Die erste Produktionswelle des MacBook Neo nutzte sogenannte downgebinnte A18-Pro-Chips, die ursprünglich für das iPhone 16 Pro gefertigt worden waren. Beim Binning – einem Standardverfahren in der Halbleiterproduktion – werden Chips mit einzelnen defekten Einheiten nicht entsorgt, sondern mit reduzierter Spezifikation weiterverwendet. Im Fall des MacBook Neo bedeutet das: Statt der sechs GPU-Cores des iPhone 16 Pro arbeiten nur fünf, ein Core ist deaktiviert. CPU-Konfiguration (zwei Performance- und vier Efficiency-Cores), Ray Tracing und die 16-Core Neural Engine bleiben identisch.
Diese Restbestände aus der iPhone-Produktion sind nun aufgebraucht, heißt es in dem Bericht von Culpium [2]. Apple habe deshalb bei TSMC eine neue Charge im N3E-Prozess (3 Nanometer) in Auftrag gegeben – laut Berichten als sogenanntes „Hot Lot“ mit beschleunigter Fertigung. Bei den neuen Chips handelt es sich teils um voll funktionsfähige Exemplare, bei denen ein GPU-Core per Software deaktiviert wird, um konsistente Spezifikationen sicherzustellen.
Die Knappheit macht sich auch in Europa bemerkbar. Bei Apple selbst liegt die Lieferzeit des MacBook Neo [3] weiterhin bei mehreren Wochen. Im freien Handel ist die Verfügbarkeit teils besser, Preise starten laut Preisvergleich bei rund 589 Euro für die 256-GByte-Variante. Die Lieferengpässe bei Mac-Produkten [4] betreffen auch andere Modelle wie den Mac mini und das Mac Studio.
Die Montage der Geräte übernehmen Quanta und Foxconn in Fabriken in Vietnam und China. Die höheren Kosten für frisch gefertigte Chips – im Gegensatz zu den quasi kostenlosen Binning-Resten – sowie steigende DRAM-Preise könnten Apple perspektivisch unter Druck setzen. Beobachter spekulieren, ob Apple das 256-GByte-Einstiegsmodell einstellen oder die Preise anheben könnte, ähnlich wie beim Mac mini, bei dem Apple das 256-GB-Einstiegsmodell einstellte, sodass nun die 512-GB-Variante die günstigste Option ist.
In Benchmarks bewegt sich das MacBook Neo mit seinem A18-Pro-Chip auf dem Niveau älterer M-Chips: Single-Core-Leistung auf M3-Niveau, Multi-Core leicht hinter dem M1. Bei Video-Rendering und Spielen erreicht es ähnliche Werte wie der M1 beziehungsweise annähernd M2-Niveau. Die Fertigung im 3-Nanometer-Verfahren ermöglicht trotz der kompakten 36,5-Wattstunden-Batterie – deutlich kleiner als die 53,8 Wattstunden im 13-Zoll-MacBook Air – akzeptable Laufzeiten. Ein MacBook Neo 2 [5] mit A19-Pro-Chip aus dem iPhone-17-Binning wird Berichten zufolge für 2027 erwartet.
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Anton Baranov vor dem Schriftzug der Swift Student Challenge. Der 22-Jährige zählt zu den Preisträgern des diesjährigen Programmierwettbewerbs und wurde von Apple zur WWDC nach Cupertino eingeladen.
(Bild: Apple, Bearbeitung: heise medien)
Anton Baranov hat es aus dem Stand zu höchsten Ehren bei der Swift Student Challenge gebracht. Wie er Apple überzeugte und was ihn und 49 andere jetzt erwartet.
Die Geschichte der App von Anton Baranov ist eine von der Sorte: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Nein, nicht gleich die vom Tellerwäscher zum Millionär, aber immerhin vom Küchentisch nach Cupertino hat es der 22-Jährige gebracht. Seine erste Reise in die USA. All das gelang mithilfe der Apple-Programmiersprache Swift. Und mit großem Engagement und Zeiteinsatz, was er im Gespräch eher beiläufig erwähnt.
Für Anfang Juni hat Apple ihn nach Kalifornien, in den Apple Park, den futuristischen Stammsitz des iPhone-Herstellers, eingeladen. Dort beginnt am 8. Juni 2026 die Entwicklerkonferenz WWDC [1]. Baranov ist einer von 50 geladenen Nachwuchsentwicklern aus aller Welt, die beim jährlichen Wettbewerb Swift Student Challenge die Jury begeistern konnten und dorthin eingeladen wurden.
Aus dem Stand hat der Student es geschafft, gleich bei seiner ersten Teilnahme an der Challenge in die erste Reihe der Distinguished Winners aufzusteigen. Die Reise nach Cupertino ist die höchste Ehre. Manche brauchen dafür Jahre, viele schaffen es nie. Insgesamt hat Apple 350 junge Menschen aus 37 Ländern ausgezeichnet. 50 erhielten den Titel des „Distinguished Winner“ – für herausragende Einreichungen. Die frohe Botschaft erreichte ihn im Frankfurter Hauptbahnhof, erinnert er sich. „Ich habe die Mail aufgemacht und dachte erst: Okay, ich habe verloren. Weil die normalerweise direkt mit Glückwunsch anfangen.“ Er öffnet sie trotzdem. Liest. Liest noch einmal. Und war begeistert.
Die App, um die es geht, heißt „Pitch Coach: Sicher auftreten“ und sie ist seit März im App Store verfügbar [2]. Pitch Coach analysiert Sprache in Echtzeit. Die App erkennt Füllwörter wie „ähm“, „halt“ oder „irgendwie“ und misst die Redegeschwindigkeit. Nach jeder Sitzung wird eine KI-generierte Auswertung angezeigt. Das Besondere: Die gesamte Verarbeitung läuft auf dem Gerät selbst. Kein Ton, keine Daten verlassen das iPhone. Möglich macht dies Apples Foundation-Models-Framework [3], das seit iOS 26 für Entwicklerinnen und Entwickler zugänglich ist.
Noch eine Funktion sticht heraus: Wer AirPods trägt, bekommt auch Feedback zur Körperhaltung. Die Bewegungssensoren in den Ohrhörern verraten, ob jemand den Kopf hängen lässt, ob die Haltung kippt. „Ich habe irgendwo gelesen, dass AirPods so einen Sensor haben. Einfach gegoogelt – und es hat funktioniert“, sagt Baranov. „Voll cool.“
Die Idee zur App entstand am heimischen Küchentisch. Seine Mutter, von Beruf Professorin, erzählte vom Uni-Alltag. Von talentierten Studenten, die hinter ihren Möglichkeiten bleiben, weil Sprache und Haltung nicht das ausstrahlen, was sie können. Baranov hörte zu – und erkannte sich selbst. Dass es darauf ankommt, wie man sich präsentiert, wie man spricht, wie man wirkt. Eine App, die dabei hilft, fand er im App Store nicht.
Die gute Idee ist das eine, die Umsetzung aber nochmal eine ganz andere Sache. Im August 2024 fing der 22-Jährige an, erste Projekte mit Swift umzusetzen, las Bücher und veröffentlichte Apps im App Store. Hier war es von Vorteil, dass Baranov Softwaretechnologie an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) studiert – dual, in Kooperation mit der Deutschen Bank.
Seine App wurde inzwischen 9000 Mal heruntergeladen – das Neunfache dessen, was er sich als Ziel bis zum Sommer vorgenommen hatte. Und das Interesse dürfte durch die Medienberichterstattung über die Student Challenge noch zunehmen. Die Lokalisierung in 20 Sprachen ist bereits erledigt, weitere Updates sollen folgen. Und mit jedem User kommen neue Ideen. Manche Nutzungsszenarien überraschen ihn, sagt er. „Ich dachte, die Menschen bereiten Präsentationen vor, üben für Vorstellungsgespräche. Und dann schickt mir jemand eine Audio-Datei von einem Rap. Jemand anderes übt Stand-up-Comedy.“ Er zuckt mit den Schultern. „Users define the app. Wenn sie sie dafür benutzen, dann ist das eben so.“
Vibe-Coding – die Möglichkeit, dass jeder ohne Programmierkenntnisse heutzutage eine App per Zuruf erstellen kann – bereitet dem Challenge-Gewinner übrigens keine großen Sorgen. Man müsse wissen, welche Libraries gefragt sind, welche APIs genutzt werden, wie man ein Problem überhaupt präzise beschreibt. „Man steuert das trotzdem.“ Damit bestätigt er, was Forscher zuletzt in Studien herausgefunden haben: Entwickler mit solidem Hintergrundwissen sind die besseren Vibe-Coder – weil sie KI-Werkzeugen genau sagen können, was sie brauchen. Baranov sieht das pragmatisch: Die Tools erleichtern die Arbeit, aber sie machen nicht die Arbeit.
Und wo geht seine Reise nach diesem Erfolg beruflich hin? Die WWDC sieht Baranov auch als große Chance an, zu netzwerken. An seiner derzeitigen beruflichen Laufbahn bei der Bank will er aber aktuell nicht rütteln: Diese Erfahrung sei wertvoll, sagt er. Aber dass der Bilderbuchstart bei der Swift Student Challenge irgendwann doch in eine Solo-Karriere mündet – wer möchte das schon ausschließen?
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Apple-Wallet-App: Mit iOS 27 kommen mehr Konfigurationsmöglichkeiten.
(Bild: Apple)
Bislang akzeptiert Apples Kartensammelstelle nur bestimmte Ausweise, Tickets und Loyalitätskarten. Mit iOS 27 gibt es freiere Konfigurationsmöglichkeiten.
Bereits seit 2012 bietet Apple auf dem iPhone eine Kartensammelstelle an: Von 2012 bis 2015 hieß sie Passbook (bis iOS 9), seit mittlerweile über zehn Jahren nun schlicht Apple Wallet oder auch nur Wallet. Hier landen sowohl Apple-Pay-Kreditkarten als auch Mitglieds- und Loyalitätskarten sowie Barcode- und QR-Code-Tickets unterschiedlicher Art, wie sie von Airlines, Konzertveranstaltern oder Bahngesellschaften ausgegeben werden. In bestimmten Märkten wie den USA kamen zuletzt auch Personalausweise und Führerscheine hinzu. Das Problem: Wenn eine Karte in Wallet landen soll, muss sie für das spezielle Format angepasst sein – und nicht jeder Anbieter nutzt es. Im Rahmen von iOS 27 plant Apple jetzt, dies zu verbessern: einem Bloomberg-Bericht [1] zufolge sollen sogenannte „Custom Wallet Passes” kommen.
Dabei orientiert sich Apple offenbar an Apps wie NeatPass [2], die genau das bereits ermöglichen. Böse Zungen sehen hier bereits ein „Sherlocking“ [3] auf die Nutzerschaft zukommen, wie man den Vorgang nennt, bei dem Apple sich aus der unabhängigen App-Szene bedient, um deren Features dann direkt in sein Betriebssystem einzubauen. Für die Entwickler bedeutet das nicht selten das Aus – oder einen Komplettumbau ihres Geschäftsmodells.
Laut der Meldung ist eine „Karte kreieren“-Funktion in der Wallet geplant. Vorhandene digitale Tickets, die etwa per E-Mail oder iMessage / RCS auf dem Gerät landen, sollen dabei genauso in Wallet übernommen werden können wie physische Gutscheinkarten mit Bar- und QR-Code. Das neue Werkzeug kann die auf den Tickets und Karten enthaltenen Informationen scannen und daraus dann einen Wallet-Eintrag im Apple-Look machen. Die Integration ist dabei tief: Man muss einfach nur den „+“-Knopf in Wallet betätigen.
„Schaffen Sie [Wallet-]Pässe für Tickets, Mitgliedschaften, Gutscheinkarten und mehr“, bewirbt Apple die Funktion laut Bloomberg. Es soll zudem mehrere Templates geben: Standard (in Orange), Mitgliedschaft (in Blau) und Veranstaltungen (in Violett). Schon vor einigen Monaten gab es Leaks, dass Apple an der Funktion arbeiten könnte.
Die App NeatPass vom Entwickler Justin Lanfermann arbeitet prinzipiell nicht anders. Sie kann Dokumente, etwa PDFs und Fotos, auf Karteninhalte scannen und dann mit Hilfe eines lokalen Qwen-Modells analysieren und daraus dann ebenfalls eine hübsche Karte machen. Diese Pässe lassen sich zudem grafisch anpassen. Die KI-Verwendung erlaubt es, auch Details wie Sitzplätze oder Uhrzeiten zu erkennen. Sowohl NeatPass als auch der neuen von Apple angedachten Funktion fehlt allerdings etwas Entscheidendes: Die dynamische Anpassung, wie sie „echte” Wallet-Pässe technisch beherrschen. So können etwa keine Änderungen durch den Veranstalter durchgereicht werden. Zuletzt hatte Apple hier deutliche Verbesserungen etwa bei Flugtickets [4] vorgenommen.
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Die türkische Interkontinentalrakete Yıldırımhan wird auf der Rüstungsmesse SAHA 2026 vorgestellt.
Die Türkei hat auf der Rüstungsmesse SAHA 2026 die Yıldırımhan präsentiert – eine ICBM mit Mach 25 und 3 Tonnen Nutzlast. Flugtests stehen noch aus.
Auf der Rüstungsmesse SAHA 2026 in Istanbul hat das Forschungs- und Entwicklungszentrum des türkischen Verteidigungsministeriums erstmals eine Interkontinentalrakete (Intercontinental Ballistic Missile, ICBM) vorgestellt.
Die Yıldırımhan soll eine Reichweite von 6.000 Kilometern erreichen und damit Ziele in weiten Teilen Europas, Russlands, des Nahen Ostens, Afrikas und Indiens treffen können. Wie Defence Network berichtet [1], nahm Verteidigungsminister Yaşar Güler persönlich an der Präsentation teil.
Mit der Yıldırımhan will die Türkei in den exklusiven Kreis der Staaten aufsteigen, die über ICBM-Fähigkeiten verfügen. Bislang gehören diesem Club nach gängiger Einschätzung nur die USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien, Indien und Nordkorea an – wobei Israels Jericho III je nach Reichweitenschätzung ebenfalls die ICBM-Schwelle von 5.500 Kilometern erreicht oder überschreitet.
"Das Erreichen dieses Meilensteins ist ein Grund zum Stolz", erklärte Güler laut Warsight [2]. Weniger diplomatisch fügte er hinzu: "Lasst niemanden daran zweifeln, dass wir sie bei Bedarf ohne Zögern einsetzen werden".
Angetrieben wird die Yıldırımhan von vier Flüssigkeitsraketentriebwerken, die als Oxidator Stickstofftetroxid (N₂O₄) und als Brennstoff asymmetrisches Dimethylhydrazin (UDMH) nutzen.
Diese hypergolische Treibstoffkombination – beide Komponenten entzünden sich bei Kontakt selbstständig – ist lagerfähig und kommt auch in russischen und chinesischen Raketensystemen zum Einsatz.
Laut dem türkischen Verteidigungsministerium produziert das zuständige R&D-Zentrum diese Treibstoffe inzwischen im eigenen Land.
Die Rakete erreicht je nach Flugphase Geschwindigkeiten zwischen Mach 9 und Mach 25 – im Endanflug also die 25-fache Schallgeschwindigkeit, was über 30.000 km/h entspricht. Die Nutzlastkapazität gibt das Ministerium mit 3000 Kilogramm an. Der Start soll von einem mobilen Transporter Erector Launcher (TEL) auf Trailer-Basis erfolgen.
Allerdings gilt für die Yıldırımhan, was Beobachter auch bei anderen türkischen Rüstungsprodukten auf der SAHA anmerken: Gezeigt wurde bislang ein Modell, nicht ein flugerprobtes Waffensystem.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums gegenüber Sözcü [3] sind Labortests abgeschlossen und Feldtests laufen nach Plan. Bestätigte Flugtests gibt es jedoch nicht.
Die Yıldırımhan reiht sich in eine Serie türkischer Raketenentwicklungen ein. Erst vor wenigen Monaten präsentierte Ankara die Tayfun Blok 4, eine hyperschallfähige Mittelstreckenrakete mit offiziell nicht bestätigten Leistungsangaben.
Gegenüber der Tayfun-Familie stellt die Yıldırımhan einen erheblichen Sprung dar – sowohl bei Reichweite als auch Geschwindigkeit und Nutzlast.
Die Nutzlastkapazität von 3 Tonnen sorgt unter Experten für besondere Aufmerksamkeit. Für konventionelle Präzisionsmunition über interkontinentale Distanzen wäre sie ungewöhnlich hoch. Die Rakete könnte prinzipiell auch nukleare Sprengköpfe tragen – ein Umstand, der in Istanbul nicht offiziell thematisiert wurde.
Die Türkei verfügt nicht über eigene Atomwaffen. Doch Präsident Erdoğan fragte laut Defence Network bereits 2019 in der Türkei: "Warum sollten wir keine Atomwaffen haben?" – und forderte Atomwaffen für alle oder für keinen.
Ob die Yıldırımhan ein Baustein für ein mögliches türkisches Nuklearprogramm sein könnte, bleibt offen. Das Drohpotenzial jedenfalls steht bereits im Raum.
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