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Anzeige: Smartwatch Huawei Watch Fit 5 zum Tiefpreis bei Amazon

Von Antje Lüth — 13. Juni 2026 um 13:40

Unser Deal-Qualitätsversprechen: Gute, ehrliche und unabhängig recherchierte Angebote. Mehr Infos

Die Smartwatch Huawei Watch Fit 5 mit hellem AMOLED-Display, GPS und Sturzerkennung gibt es bei Amazon zum reduzierten Preis.
Smartwatch Huawei Watch Fit 5 (Bild: amazon.de/huawei/golem erstellt mit ChatGPT) amazon Affiliate

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Smartwatch Huawei Watch Fit 5 Bild: amazon.de/huawei/golem erstellt mit ChatGPT

Mit der Huawei Watch Fit 5 hat Amazon eine Smartwatch im Angebot, die sich sowohl durch ihren hohen Tragekomfort und ihr helles AMOLED-Display als auch durch umfangreiche Gesundheits- und Fitnessfunktionen für Alltag und Training auszeichnet. Bei Amazon ist sie aktuell besonders günstig.

Huawei Watch Fit 5: leichte Smartwatch mit AMOLED-Display

Die Huawei Watch Fit 5 ist mit ihrem schlanken Profil von 9,5 Millimetern und ihrem federleichten Gewicht von nur 27 Gramm angenehm zu tragen – im Alltag ebenso wie beim Sport oder im Schlaf. Ihr 1,82 Zoll großes AMOLED-Display ist in ein Gehäuse aus robuster Aluminiumlegierung eingefasst und liefert mit HD-Auflösung eine scharfe Darstellung, die dank einer Spitzenhelligkeit von 2.500 Nits auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut abzulesen ist.

Gesundheit und Fitness im Blick

Mit der Messung von Herzfrequenz, Pulswellen, Blutsauerstoff und Körpertemperatur vermittelt die Huawei Watch 5 einen Überblick über die körperliche Verfassung. Zusätzlich ermittelt sie die Schlafqualität durch die Analyse verschiedener Schlafphasen und stellt das emotionale Wohlbefinden anhand von Grafiken dar.

Für mehr Bewegung im Alltag bietet die Smartwatch 30 kurze Workouts an, die alle Bereiche des Körpers abdecken und bei vollen Terminkalendern in den Tagesablauf integriert werden können. Zusätzlich enthält sie über 100 Trainingsmodi, die Hobbysportlern beim Erreichen ihrer Ziele behilflich sind. Dank GPS werden dabei auch zurückgelegte Strecken und Geschwindigkeiten erfasst. Radfahrer dürfen sich zusätzlich über Daten wie die virtuelle Trittfrequenz oder den FTP-Wert freuen, während sich Läufer an der Running Power orientieren können. Erkennt die Uhr einen Sturz, benachrichtigt sie automatisch zuvor angelegte Notfallkontakte.

Smart durch den Alltag

Auch für alltägliche Aufgaben hält die Smartwatch von Huawei attraktive Funktionen bereit. Sie zeigt Benachrichtigungen vom Smartphone an, löst dessen Kamera aus und weist mit einem Kompass den Weg. Als Diktiergerät ist sie ebenfalls zu gebrauchen. Darüber hinaus ist eine NFC-Zahlfunktion über Curve Pay integriert.

Akku mit Schnellladefunktion

Mit ihrem 481-mAh-Akku hält die Huawei Watch Fit 5 laut Hersteller je nach Modus bis zu zehn Tage durch. Selbst bei intensiver Nutzung mit eingeschaltetem Always-on-Display soll die Nutzungsdauer bei bis zu vier Tagen liegen. Mit der mitgelieferten Ladestation ist die Uhr anschließend in rund 75 Minuten wieder aufgeladen.

Die Huawei Watch Fit 5 bei Amazon

Amazon bietet die Huawei Watch Fit 5

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aktuell für nur 152,88 Euro an, damit liegt sie 23 Prozent unter dem Einführungspreis. Wer sich die vielseitige Smartwatch zum günstigen Preis sichern möchte, sollte sich diesen Deal nicht entgehen lassen und zugreifen, solange er noch verfügbar ist.

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199,00 €, jetzt: 152,88 € (-23%) bei amazon Zum Angebot

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Der Preis bezieht sich auf die Smartwatch in Lila oder Silber. Für ein paar Euro mehr ist sie unter demselben Link auch in Schwarz, Grün oder Weiß erhältlich.

Neben der Huawei Watch Fit 5 hat Amazon auch andere Smartwatches im Angebot. Als günstiges Einsteigermodell empfiehlt sich zum Beispiel die Xiaomi Redmi Watch 5

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mit 18-Tage-Akku, 140 Sportmodi und 2 Zoll großem LCD, die schon für 29 Euro zu haben ist.

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Einen Mittelweg bildet die Smartwatch Lige EF-13E

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mit 1,85 Zoll großem AMOLED-Display, 1.000-mAh-Akku und 110 Sportmodi, die für 62,69 Euro angeboten wird.

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Weitere reduzierte Modelle sind hier zu finden:

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Zusätzliches Sparpotenzial bietet die Visa-Kreditkarte von Amazon

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, die ohne Jahresgebühr erhältlich ist. Sie bringt bei jedem Einsatz Punkte ein, die bei späteren Einkäufen wieder eingelöst werden können.

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Besonders attraktiv ist die Karte für Prime-Mitglieder

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. Sie erhalten Extrapunkte an Aktionstagen wie dem Prime Day und sichern sich 50 Euro Startguthaben, wenn sie die Karte bis zum 26. Juni 2026 beantragen.

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✇ iMonitor Internetstörungen

Störungsmeldung vom 13.06.2026 19:30

Von heise online — 13. Juni 2026 um 19:30

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
13.06.2026 19:30
Region
Velbert-Neviges (02053)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

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✇ iMonitor Internetstörungen

Störungsmeldung vom 13.06.2026 07:30

Von heise online — 13. Juni 2026 um 07:30

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
13.06.2026 07:30
Region
Falkensee (03322)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

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heise+ | Empfangswege gemessen: So kommt die Fußball-WM verzögerungsfrei auf den Schirm

Von Heise — 13. Juni 2026 um 08:35

Am Sonntag starten die deutschen Fußballer ins WM-Turnier. Wer vor den Nachbarn jubeln möchte, braucht einen latenzarmen Empfang. Wir haben nachgemessen.

Die Nachbarn jubeln bereits, während der Ball am eigenen Bildschirm noch auf dem Elfmeterpunkt liegt – dieses Phänomen kennen viele Streaming-Nutzer. Anlässlich der gestarteten Fußball-WM haben wir nachgemessen, welche Empfangswege sich für die Spiele am besten eignen und von welchen man besser die Finger lässt. Außer natürlich, es sind keine anderen Fußballfans in Rufnähe.

Wir haben die Latenzen vom Stadion bis zum heimischen Bildschirm beim linearen Fernsehgucken über Satelliten, Kabel und DVB-T im Vergleich zum Datenstrom aus dem Internet ermittelt. Beim IPTV-Streaming haben wir zudem geprüft, welche Apps sich besonders eigenen und mit welcher Streaming-Hardware der Ball am Bildschirm am schnellsten im Tor landet. Außerdem haben wir während des Eröffnungsspiels am Donnerstag erneut gemessen, dabei aber abgesehen von den WM-Kanälen der Telekom keine wesentlichen Änderungen feststellen können.

Im linearen TV

Weil das Satellitensignal in der Vergangenheit der schnellste Empfangsweg war, haben wir DVB-S2 bei unseren Latenzmessungen als virtuellen Nullpunkt gewählt. Ganz allgemein liegt der Empfang von Kabel-TV im ZDF nahezu gleich auf und in der ARD knapp 1,5 Sekunden dahinter. Eine Ausnahme bildet derzeit Vodafone mit seinem „Jubel-Booster“.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11330963

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✇ Telepolis

US-Regierung stoppt Claude Fable 5 und Claude Mythos 5

Von Telepolis — 13. Juni 2026 um 10:15
Bildschirm mit Ankündigung zu Claude Fable 5 und Claude Mythos 5

Die US-Regierung ordnet die Abschaltung der KI-Modelle Claude Fable 5 und Claude Mythos 5 an.

(Bild: Nwz / Shutterstock.com)

Das US-Handelsministerium erzwingt per Exportkontrolle die weltweite Abschaltung der neuen KI-Modelle Claude Fable 5 und Claude Mythos 5 von Anthropic.

Drei Tage nach dem Start seiner bislang leistungsfähigsten KI-Modelle Claude Fable 5 und Claude Mythos 5 [1] muss Anthropic beide Systeme weltweit offline nehmen.

Das US-Handelsministerium hat dem Unternehmen am Abend des 12. Juni eine Exportkontrollverfügung zugestellt, die den Zugriff für sämtliche ausländische Staatsangehörige untersagt – unabhängig davon, ob diese sich in den USA aufhalten oder nicht.

Wie Anthropic in einem Statement [2] mitteilte, ging die Anordnung um 17:21 Uhr Ostküstenzeit ein. Da das Verbot nicht nur ausländische Endkunden, sondern ausdrücklich auch eigene Mitarbeiter ohne US-Staatsbürgerschaft einschließe, könne eine gezielte Filterung auf Accountebene nicht kurzfristig umgesetzt werden.

Anthropic habe sich deshalb entschieden, beide Modelle für sämtliche Nutzer zu deaktivieren. Alle übrigen Claude-Modelle bleiben verfügbar.

Der Hebel des Handelsministeriums

Die Verfügung stützt sich auf die Export-Administration-Regulations (EAR), die das Bureau of Industry and Security (BIS) verwaltet.

Traditionell zielen US-Exportkontrollen im KI-Bereich auf Hardware wie Hochleistungs-GPUs. Seit 2025 erweitert das BIS seinen Rahmen aber explizit um KI-Modellgewichte und fortgeschrittene Systeme.

Laut einem Bericht [3] von Axios stuft Handelsminister Howard Lutnick Claude Fable 5 und Claude Mythos 5 ähnlich ein wie kontrollierte Dual-Use-Güter. Für jeden Export oder Transfer sei eine individuelle Lizenz erforderlich. Bei Zuwiderhandlung drohen erhebliche zivil- und strafrechtliche Konsequenzen.

Dass Washington dabei ausgerechnet Anthropic trifft, überrascht: Das Unternehmen hatte vor dem Launch über Tausende Stunden hinweg Red-Team-Tests mit der US-Regierung, der britischen AISI und externen Organisationen durchgeführt.

Erst am selben Tag hatte Anthropic verdeckte Sicherheitseingriffe bei Fable 5 abgestellt [4] und mehr Transparenz versprochen.

Ein Jailbreak, der keiner sein soll

Der konkrete Anlass für die Anordnung wirkt aus technischer Sicht bemerkenswert banal. Wie Anthropic erläutert, hat die Regierung bislang nur mündliche Hinweise auf einen sogenannten nichtuniversellen Jailbreak geliefert.

Die Methode bestehe im Wesentlichen darin, das Modell aufzufordern, eine bestimmte Codebasis zu lesen und vorhandene Softwarefehler zu beheben – also eine Tätigkeit, die in der Branche als automatisiertes Debugging bekannt ist.

Anthropic prüfte nach eigener Darstellung den Bericht, der der Regierung als Grundlage diente. Das Ergebnis: Die dabei gezeigten Fähigkeiten seien bei Konkurrenzmodellen weit verbreitet, darunter OpenAIs GPT-5.5 [5], und würden täglich von Sicherheitsfachleuten zur Verteidigung von IT-Systemen genutzt.

Kein universeller Jailbreak sei gefunden worden, der die Schutzmechanismen des Modells breit aushebeln könne. Die gemeldeten Befunde seien entweder harmlos oder geringfügig und böten keinen spezifischen Vorteil gegenüber dem ohnehin öffentlich Verfügbaren.

Unabhängige Stimmen aus der Security-Community sehen das offenbar ähnlich. In Fachforen und auf Social-Media-Plattformen äußern Entwickler und Sicherheitsforscher Unverständnis darüber, dass ausgerechnet automatisches Code-Audit als Anlass für eine Exportkontrolle dient, während andere Frontier-Modelle vergleichbare Funktionen bieten. Wer nachvollziehen will, was Claude Fable 5 im Praxistest tatsächlich leistet, findet eine Einordnung im heise-Plus-Test [6].

Präzedenzfall mit Signalwirkung

Anthropic formuliert seine Kritik ungewöhnlich deutlich. Die Entdeckung eines begrenzten potenziellen Jailbreaks solle kein Grund sein, ein kommerzielles Modell zurückzurufen, das bei Hunderten von Millionen Menschen im Einsatz sei.

Würde dieser Maßstab branchenweit gelten, kämen im Wesentlichen alle neuen Modelle sämtlicher Anbieter von Frontier-Modellen zum Erliegen.

Das Unternehmen betont zugleich, die Regierung solle unsichere Deployments grundsätzlich stoppen dürfen – aber nur im Rahmen eines gesetzlichen Verfahrens, das transparent, fair und auf technischen Fakten gegründet sei. Die aktuelle Maßnahme erfülle diese Kriterien nicht.

Für europäische Nutzer und Unternehmen wirft der Fall eine grundsätzliche Frage auf: Wenn US-Exportkontrollen Cloud-basierte KI-Modelle innerhalb weniger Stunden global abschalten können, wächst der Druck auf eigene europäische Alternativen.

Konkrete Hinweise auf ähnliche Verfügungen gegen andere Anbieter wie OpenAI, Google oder Meta sind bislang nicht bekannt. Allerdings erlaubt der regulatorische Rahmen des BIS strukturell, vergleichbare Auflagen künftig auch auf andere Frontier-Modelle anzuwenden.

Anthropic kündigte an, innerhalb von 24 Stunden weitere Details zu veröffentlichen. Das Unternehmen bezeichnete [7] die Maßnahme gegenüber AP News inzwischen als "Missverständnis" und strebt eine schnellstmögliche Wiederfreischaltung der Modelle an.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11331139

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/Anthropic-veroeffentlicht-Claude-Mythos-5-als-Fable-5-mit-Einschraenkungen-11326637.html
  2. https://www.anthropic.com/news/fable-mythos-access
  3. https://www.axios.com/2026/06/12/anthropic-trump-mythos-fable-national-security
  4. https://www.heise.de/news/Fable-5-Anthropic-stoppt-verdeckte-Eingriffe-11330094.html
  5. https://deploymentsafety.openai.com/gpt-5-5/cybersecurity
  6. https://www.heise.de/tests/Fable-5-im-Test-Das-kann-das-teuerste-Anthropic-Modell-11329086.html
  7. https://apnews.com/article/anthropic-artificial-intelligence-trump-fable-mythos-d9cc7df5c02e93837d0f0bfb24d5cfd2

Copyright © 2026 Heise Medien

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Reise ohne Ergebnisse: Warum Ministerin Reiche in China schweigen musste

Von Telepolis — 13. Juni 2026 um 10:00
Katherina Reiche vor China-Flagge mit einem von fünf Bewertungssternen

Die Bundeswirtschaftsministerin wollte in Peking faire Bedingungen einfordern. Doch angesichts dramatischer Abhängigkeiten blieb nur Schweigen.

Katherina Reiche wollte den deutschen Kurs gegenüber China konsequenter gestalten. "Wir haben unsere Interessen in der Vergangenheit nicht klar genug benannt", erwähnte Reiche [1] vor ihrer Reise. Doch die Süddeutsche stellte schon am 28. Mai fest [2]:

"Die Ministerin folgt bei ihrer ersten China-Reise einer bewährten deutschen Strategie: staunen und schweigen."

Als Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sich im Mai 2026 zu ihrer ersten offiziellen Wirtschaftsreise nach Fernost aufmachte, waren ihre Wirtschaftsbegleiter bemüht, die Reise als völlig unspektakulär darzustellen, weil sie ihre Ziele möglichst geräuschlos erreichen wollten.

Nur Reiche versuchte die politische Zuspitzung. Im Zentrum ihrer Gespräche in Peking und Kanton sollten die Forderung nach fairen Wettbewerbsbedingungen sowie die Bewältigung des Handelsungleichgewichts zwischen beiden Ländern stehen.

Das Problem [3] hinter dem zunehmenden Ungleichgewicht ist die Tatsache, dass die Nachfrage nach deutschen Produkten in China zurückgeht, während chinesische Produkte in Deutschland faktisch immer beliebter werden. Dies beruht weniger auf besonderer Beliebtheit von "Made in China", sondern eher auf der Entwicklung, dass viele deutsche Marken inzwischen, soweit sie überlebt haben, in China produzieren lassen.

Und manche Produktgruppen wie Medikamente und Smartphones kommen heute fast ausschließlich aus dem Reich der Mitte. Nur Samsung produziert noch in Südkorea und die ehemalige Siemens-Marke Gigaset fertigt zwar noch in Bocholt, ist jedoch vollständig im Besitz des Hongkonger Konzerns VTech.

Wie abhängig ist Deutschland inzwischen von China?

Die deutschen Exporte nach China brachen im ersten Quartal um 12,5 Prozent auf 18 Milliarden Euro ein. Damit rutschte China auf Platz neun der wichtigsten Abnehmermärkte deutscher Waren. Da sich die strukturelle Nachfrageschwäche im chinesischen Binnenmarkt nicht schnell erholen dürfte, verschärft sich das Handelsungleichgewicht weiter.

Die Situation im deutschen Außenhandel mit China ist inzwischen so prekär, dass ein früher gerne zumindest gegenüber der Öffentlichkeit vorgebrachtes Thema wie die Menschenrechtsverstöße [4] in China schlicht nicht mehr existiert.

Deutschland muss inzwischen mehr auf seine Zukunft im Welthandel achten, da kann man sich solche Anwürfe nicht mehr leisten. Hatte die verflossene Ampel-Regierung im Juli 2023 noch eine China-Strategie [5] verabschiedet, die als Ziel formulierte, Abhängigkeiten in kritischen Bereichen zu verringern, haben sich die deutschen Abhängigkeiten von China unter schwarz-rot eher noch verstärkt.

Laut einer aktuellen Studie [6] der Friedrich-Naumann-Stiftung, ist Chinas Anteil an deutschen Importen bei wiederaufladbaren Lithium-Batterien zwischen 2023 und 2025 von 49,7 auf 66,5 Prozent gestiegen.

Bei Antibiotika kletterte der chinesische Anteil von 65,3 auf 72,9 Prozent, bei Vitaminen und Provitaminen von 71,3 auf 81,6 Prozent.

Und bei PV-Panels erreichte China laut der Stiftung einen neuen Höchstwert von 92,6 Prozent des gesamten Imports.

Bei strategisch wichtigen Seltenen Erden [7] wie Praseodym, Neodym und Samarium, wichtig für die Produktion von Elektromotoren, bleibt China praktisch der einzige Lieferant. Die Importmenge dieser Warengruppe stieg von 3,1 Tonnen im Jahr 2023 auf 13,0 Tonnen im Jahr 2025. China kann aufgrund seiner Monopolposition festlegen, welchem Unternehmen welche Menge der gesuchten Produkte zugeteilt wird.

Hat sich die deutsche Position durch die Chinareise von Katherina Reiche verbessert?

Bei der Chinareise sollte es neben der Rohstofffrage vorrangig um die Handelsbeziehungen und künftigen Investitionsbedingungen für deutsche Firmen in der Volksrepublik gehen.

Ganz offensichtlich war schon die Reisevorbereitung etwas chaotisch, was für das reiseerprobte Wirtschaftsministerium sonst eher selten der Fall und deshalb eher ungewöhnlich ist.

Während Reiche ankündigte die deutschen Wirtschaftsinteressen [8] gegenüber der chinesischen Führungsriege in Peking und der südchinesischen Industriemetropole Guangzhou ruhig und lösungsorientiert angehen [9] zu wollen, kamen von den mitreisenden Vertretern der deutschen Wirtschaft gänzlich unterschiedliche Argumente.

So forderte der Maschinenbauverband VDMA, Reiche müsse unmissverständlich klarmachen, dass die Bundesregierung systematische Wettbewerbsverzerrungen nicht länger hinnehme, während Miguel López [10], Vorstandschef bei Thyssenkrupp postulierte:

"Wir sollten chinesische Unternehmen einladen, nach Europa zu kommen, in Europa zu produzieren."

Die Tatsache, dass es im Nachgang der China-Reise von Ministerin Reiche keine Pressemeldung aus dem Ministerium zu dem Vorgang gab, lässt sich wohl damit erklären, dass sich die beiden Seiten ihre Vorstellungen zwar gegenseitig artig vorgetragen haben, aber es zu keinen gemeinsamen Erklärungen kam.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11328826

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/regierung-reiche-china-reise-100.html
  2. https://www.sueddeutsche.de/meinung/katherina-reiche-china-deutschland-eu-handel-produktion-li.3489414?reduced=true
  3. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/deutschland-handel-china-usa-100.html
  4. https://www.tibet-initiative.de/china-reise-von-bundeswirtschaftsministerin-reiche-menschenrechte-erneut-ausgeblendet/
  5. https://china.diplo.de/cn-de/aktuelles/neuigkeiten/2608630-2608630
  6. https://www.freiheit.org/de/taiwan/studie-deutschlands-importabhaengigkeit-von-china-steigt
  7. https://www.freiheit.org/de/taiwan/abhaengigkeit-bei-einzelnen-seltenen-erden-nimmt-zu
  8. https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2026/05/20260527-ministerin-reiche-reist-nach-china.html
  9. https://www.zdfheute.de/politik/ausland/reiche-china-reise-hintergrund-100.html
  10. https://www.zdfheute.de/politik/ausland/reiche-china-reise-hintergrund-100.html

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England und Niederlande: Rivalen um die Seeherrschaft

Von Telepolis — 13. Juni 2026 um 08:00
Ölgemälde von Schiffen auf See

Seeschlacht des zweiten Englisch-niederländischen Krieges 1665

(Bild: National Maritime Museum London/Commons)

Zwei Republiken, ein Ozean – und kein Platz für beide: Wie die Niederlande und England drei Jahrzehnte lang um die Hegemonie auf den Weltmeeren kämpften.

In einem Zeitalter der Monarchien traten zwei Republiken in den Kampf um die Vorherrschaft auf den Ozeanen ein: die Vereinigten Niederlanden und die englisch-schottisch-irische Republik (Commonwealth).

Die Unabhängigkeit der Niederlande von Spanien, endgültig am 30. Januar 1648 in Münster als Bestandteil des Westfälischen Friedens festgehalten, und die Ausrufung der Republik am 19. Mai 1649 in London als Folge der Hinrichtung König Karls I., setzten expansive Energien frei, die unmittelbar darauf zu mehreren Kriegen um die Herrschaft auf den Meeren führten.

Zu Lande hatte Cromwells Streitmacht die Iren (1649–52) brutal niedergeworfen und die Schotten (1650/51) gefügig gemacht. Die Niederländer behaupteten sich gegen die überlegene spanische Militärmaschine, die seit 1566 jahrzehntelang versucht hatte die Unabhängigkeit der sieben nördlichen Provinzen Holland, Seeland, Friesland, Groningen, Overijssel, Geldern und Utrecht zu verhindern.

Neid auf die Niederlande

Thomas Hobbes, Zeitzeuge der englischen Revolution [1], hatte in seinem Spätwerk "Behemoth" als eine Ursache des Bürgerkriegs den Neid des englischen, besonders des Londoner Großbürgertums auf die Profite der Niederländer im Seehandel ausgemacht. Die Handels-, Finanz- und Manufakturkapitalisten auf der Insel sahen, wie die Niederländer hohe Gewinne mit dem Zwischenhandel aller möglichen Waren, mit dem Gewürz- und Sklavenhandel sowie der Ausbeutung der Kolonien machten.

Die Engländer begannen eine eigene koloniale Expansion. Im Jahre 1651 eigneten sie sich Surinam an und 1655 eroberten sie auf Initiative Cromwells das bis dahin spanische Jamaika. In Nordamerika starteten sie erste Versuche von Ansiedlungen. Aber die Niederländer waren meist schon da und ließen sich nicht so einfach aus den lukrativen Geschäften mit der kolonialen Ausbeutung verdrängen. Sie schienen den Briten gewachsen zu sein. Spaniens Militärmacht dagegen befand sich zu Lande und zur See auf dem absteigenden Ast.

Cromwells Navigationsakte 1651

So erließ Cromwell 1651 die sogenannte Navigationsakte (navigation act), nach der Waren nach England nur auf britischen Schiffen oder von solchen des Erzeugerlandes transportiert werden durften. Das gefährdete das niederländische Handelsmonopol zur See und war Auslöser von drei niederländisch-englischen Seekriegen, die die Engländer Dutch Wars und die Holländer Engelse Oorlogen nannten.

Zwischen 1652 und 54 versuchten die sieben vereinigten Provinzen der Niederlande die Rücknahme der Navigationsakte zu erreichen. Anfang März 1652 beschlossen sie ihre Flotte aufzurüsten. Die Engländer verfügten bereits seit den 1630ern über größere und besser bewaffnete Kriegsschiffe mit bis zu drei Batteriedecks und 100 Kanonen, die noch unter König Karl I. in Dienst gestellt worden waren. Die Republik der Engländer, Schotten und Iren, wie das Cromwellsche Staatswesen nun hieß, erbte diese modernen schweren Galeonen.

Durch die bessere Bewaffnung und das eingeübte taktische Verhalten im Gefecht blieben die Engländer in den Seeschlachten von Dover (1652) und Scheveningen (1653) den Niederländern überlegen. Ansonsten attackierten sich die Gegner mit Angriffen auf die jeweils feindlichen Handelskonvois, Hafenblockaden und Kaperüberfällen auf einzelne Handelsschiffe. Die Holländer erkannten ihre Defizite und akzeptierten im Frieden von Westminster 1654 die Navigationsakte.

Restauration der Stuartkönige

Damit war die Konkurrenz zwischen den beiden aufstrebenden Mächten aber nicht verschwunden. Die Niederländer zogen die Lehren aus dem verlorenen 1. Seekrieg: sie bauten besser bewaffnete Schiffe und suchten sich Verbündete in den Dänen, die für den Ostseezugang wichtig waren, und den Franzosen, die gerade unter Ludwig XIV. Heer und Flotte aufrüsteten und in den kolonialen Wettlauf eintraten.

Derweil tat sich in Britannien Erstaunliches: mit dem Tod des Lordprotektors und Diktators Cromwell am 3. September 1658 geriet die junge Republik nach elfjähriger Existenz ins Wanken. Zuletzt rief man die Stuarts zurück. Karl II., der Sohn des geköpften Karls I. wurde König und die Monarchie erneut eingeführt – allerdings mit konstitutionellen Beschränkungen. So beschäftigt, dauerte es einige Jahre bis es wieder zum Konflikt kam.

Der zweite Englisch-niederländische Krieg (1665-67)

Ein Ölgemälde von einem Schiff, rechts eine Person.
Das englische Flaggschiff Sovereign war mit über 100 Kanonen ausgestattet, rechts im Bild ihr Konstrukteur Peter Pett
(Bild: Commons [2])

König Karl II. versuchte seine innenpolitischen Einschränkungen, die ihm durch das Parlament auferlegt wurden, durch aggressive Außenpolitik auszugleichen. Die Navigationsakte erfuhr eine Verschärfung, die englischen Kolonien blieben fremden Schiffen und fremden Handel verschlossen. Der Bruder des Königs, der Herzog von York, eroberte 1664 die niederländischen Siedlungen der Kolonie Neu-Niederlande um Neu-Amsterdam an der Südspitze von Manhattan.

Sie bestanden seit 1625 und florierten gut. Mit der englischen Eroberung wurde ihr Hauptort in New York umbenannt. Durch die Erfolge seines Bruders animiert, erklärte König Karl II. im März 1665 den Niederlanden den Krieg. Den katholischen Bischof von Münster stachelte er durch Subsidien auf zu Lande in die Vereinigten Provinzen einzufallen.

Die Entscheidungen aber fielen in mehreren Seegefechten im Ärmelkanal. Die erste Schlacht Mitte Juni 1665 bei Lowestoft gewannen die Briten. Sie verfügten immer noch über die leistungsstärkere Artillerie und beherrschten die neuen Taktiken der Kiellinie und des Angriffs aus der Luvposition besser.

Einen Flottenverband von bis zu 100 Schiffen im Geschwader zu führen und dann alle Schiffe in einer Linie gleichmäßig angreifen zu lassen, bedurfte längerer Übung sowie seemännischer Erfahrung und Geschick. Hier hatten die Briten den Niederländern Einiges voraus. Auch in der Geschlossenheit der Führung lagen die Vorteile auf englischer Seite.

Die niederländischen Flotten bestanden aus den Kontingenten der sieben vereinigten Provinzen mit ihren jeweiligen Kommandeuren. Da gab es Reibungsverluste durch Kompetenzstreitigkeiten und Rivalitäten unter den Admirälen, in deren Folge es z. B. zur Niederlage im St. Jamesʼ Day Fight kam.

Nationalheld und Seestratege

Aber an Geschick fehlte es den Niederländern nicht. Admiral de Ruyter, der ein Flaggschiff führte, das nicht zufällig "Die sieben Provinzen" hieß, machte die technisch-taktischen Vorteile der Engländer durch seine brillante Führung wett. In der Vier-Tage-Schlacht vom 11. bis 14. Juni 1666 vor der flandrischen Küste wurden die Engländer besiegt.

Admiral Michiel de Ruyter, Ölgemälde um 1667
Admiral Michiel de Ruyter, Ölgemälde um 1667
(Bild: Commons [3])

Die Reste ihrer stark angeschlagenen Flotte schleppten sich zurück in die Heimathäfen. Die Stimmung in England erreichte einen Tiefpunkt, als im selben Jahr London niederbrannte und die Pest im Lande wütete. Und dann erfolgte das Meisterstück der Holländer: Im Juni 1667 überfielen sie die in den Docks von Chatham in der Medwaymündung vor sich hin tümpelnden englischen Kriegsschiffe, verbrannten diese, raubten einige der besten Exemplare und brachten sie nach Amsterdam.

Eine schlimmere Demütigung hatte die Royal Navy noch nicht erlebt. Einen Monat später zeigten sich die Engländer bereit zum Frieden, der im nordbrabantischen Breda geschlossen wurde und wieder einen Kompromiss darstellte. Der navigation act wurde abgemildert.

Waren aus dem Heiligen Römischen Reich und den südlichen Niederlanden (auch spanische Niederlande genannt, heute im Wesentlichen Belgien und Luxemburg) durften auf niederländischen Schiffen nach England gebracht werden. Surinam und Poeloe Run (in Indonesien) fielen an die Niederlande. New York samt Umland blieb britisch. Welche Tragweite das später haben sollte, wusste damals keiner.

Der Sonnenkönig wechselt die Seite

Zum dritten Mal bekämpften sich Engländer und Niederländer zur See in den Jahren 1672-74. König Ludwig XIV. von Frankreich hatte sich inzwischen eine Flotte und ein mächtiges Landheer zugelegt. Durch Colberts Reformen verfügte er auch über genügend Geld um sich Verbündete zu kaufen.

Im Reich bezahlte er Katholiken, den Kurfürsten und Erzbischof von Köln und den Fürstbischof von Münster, für Angriffe auf die reformierten Niederlande. Zur See überzeugte er mit reichlich Subsidien den stets klammen König von England zum Mittun. Ziel des Sonnenkönigs war die Eroberung der südlichen Niederlande, woran er 1667/68 noch gescheitert war.

Zur See hielten die Holländer stand. Unter Führung des großartigen de Ruyter schlugen sie die Engländer mehrfach. Sogar New York gewannen sie 1673 vorübergehend zurück. Zu Lande jedoch gerieten sie in große Not. Sie durchlitten das sogenannte Rampjaar (niederländisch für Katastrophenjahr). Gegen die französischen Armeen erlitten sie Niederlagen. Ihr einziger Verbündeter, der Kurfürst von Brandenburg, mühte sich redlich, konnte aber nicht entscheidend helfen.

Erst als angesichts der französischen Erfolge die Habsburger in Österreich und Spanien auf Seiten der Niederlande eingriffen, dazu der Herzog von Lothringen, schied England aus und schloss im Februar 1674 separat Frieden mit den Niederländern. Ludwig XIV. eignete sich in den Friedensschlüssen von 1678/79 Grenzstreifen und Festungen in den südlichen Niederlanden an. Das Reich musste ihm Lothringen und die Freigrafschaft Burgund abtreten. Der Niederlande blieben furchtbare Verwüstungen ihres Landgebietes.

Ende der niederländischen Herrschaft auf See

Obwohl die Niederländer auch im 3. Seekrieg mit England siegreich blieben, schwand von da an nach und nach ihre Machtstellung auf den Weltmeeren. In einer Seeschlacht gegen die Franzosen vor Sizilien im April 1676 verloren sie ihren besten Mann: Admiral de Ruyter wurde der rechte Fuß zerschossen, woran er eine Woche später starb.

Die Position der Republik der Vereinigten Niederlanden nahm Großbritannien ein. Dort hatte sich allerdings 1688 Glorreiches ereignet. Ein Niederländer, Wilhelm III. von Oranien, stürzte im Herbst den Stuartkönigs Jakob II. vom Thron und beendete dessen frankophile Politik. Von da an hatten sich die Briten mehr als ein Jahrhundert lang der Konkurrenz der Franzosen auf den Ozeanen zu erwehren.

Literatur:

  • Paul Kennedy, Finanzwesen, Geographie und das Gewinnen von Kriegen, 1660–1815, in: Aufstieg und Fall der großen Mächte. Ökonomischer Wandel und militärischer Konflikt von 1500 bis 2000 (1987; 2000) S. 129–173.
  • Arne Karsten, Vier-Tage-Schlacht 1666. Holland in Not! in: Arne Karsten / Olaf B. Rader, Große Seeschlachten. Wendepunkte der Weltgeschichte von Salamis bis Skagerrak (2013) S. 205–232.
  • Ulrich Menzel, Die Niederlande und ihr "Goldenes Zeitalter" 1609-1713, in: Die Ordnung der Welt. Imperium oder Hegemonie in der Hierarchie der Staatenwelt (2024) S. 522–617.

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  1. https://www.heise.de/tp/article/Leviathan-Warum-der-Staat-ein-Monster-sein-muss-11299576.html
  2. https://en.wikipedia.org/wiki/File:Peter_Pett_and_the_%27Sovereign_of_the_Seas%27_RMG_BHC2949.tiff
  3. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bol,_Michiel_de_Ruyter.jpg

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US-Regierung erzwingt Abschaltung von Anthropics KI Fable 5 und Mythos 5

Von Heise — 13. Juni 2026 um 09:40
zerrissenes Fable-Logo

(Bild: Anthropic / Bearbeitung heise medien)

Eine Exportdirektive der US-Regierung zwingt Anthropic, Fable 5 und Mythos 5 abzuschalten. Das Unternehmen spricht von einem Missverständnis.

Anthropic muss seine KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 für alle Kunden weltweit abschalten. Auslöser ist nach Darstellung des Unternehmens eine Exportkontrolldirektive der US-Regierung, die am 12. Juni 2026 eingegangen sei und ausländischen Staatsangehörigen den Zugriff auf beide Modelle untersagt – auch ausländischen Anthropic-Mitarbeitern innerhalb der USA. Alle übrigen Claude-Modelle seien von der Anordnung nicht betroffen. Die Maßnahme reiht sich in eine bereits zuvor eskalierte Auseinandersetzung [1] zwischen Anthropic und Teilen der US-Sicherheitsbürokratie ein.

Wie Anthropic in einer Stellungnahme erklärt [2], habe die Behörde keine konkreten technischen Details zu den angeführten nationalen Sicherheitsbedenken genannt. Nach dem Verständnis des Unternehmens geht die Regierung davon aus, dass eine Methode existiere, um Fable 5 zu „jailbreaken“, also dessen Schutzmechanismen zu umgehen. Anthropic bezeichnet die Maßnahme als „Missverständnis“ und arbeitet an der Wiederherstellung des Zugangs.

Screenshot der Startseite von Claude.
Screenshot der Startseite von Claude.

Beim Start von Claude verweist Anthropic auf die Erklärung, warum Fable 5 derzeit für alle Kunden deaktiviert ist.

Die beanstandete Technik beschreibt Anthropic als verbal überlieferten, potenziell nicht-universellen Jailbreak. Im Kern bestehe er darin, das Modell anzuweisen, eine bestimmte Codebasis zu lesen und Softwarefehler zu beheben. Eine Demonstration dieser Technik habe man geprüft und dabei lediglich eine kleine Zahl bereits bekannter, geringfügiger Schwachstellen gefunden, die auch andere öffentlich verfügbare Modelle aufspüren könnten – das Unternehmen nennt in diesem Zusammenhang ausdrücklich OpenAIs GPT-5.5.

Aus Sicht von Anthropic handelt es sich dabei um eine alltägliche Fähigkeit, wie sie Sicherheitsfachleute täglich bei legitimen Code-Reviews und beim Bugfixing nutzen. Der entscheidende Unterschied liege nicht in der Funktion selbst, sondern im Kontext: Derselbe Vorgang könne in einem Sicherheitsreview erwünscht sein, in einem anderen Szenario aber als potenzieller Missbrauch gewertet werden. Einen universellen Jailbreak, der die Schutzmechanismen von Fable 5 grundsätzlich aushebelt, habe man bislang nicht gefunden.

„Defense in Depth“ und mehrstufige Classifier

Anthropic verweist auf eine sogenannte „Defense-in-Depth-Strategie“: Jailbreaks sollen entweder eng begrenzt oder sehr aufwendig sein und werden durch Monitoring ergänzt, das erfolgreiche Angriffe schnell erkennen soll. Für Fable 5 gelte zudem eine 30-tägige Datenspeicherungspflicht, um Umgehungsversuche analysieren und eindämmen zu können. Unser Test von Fable 5 [3] bestätigt, dass Anthropic Classifier vor das eigentliche Modell schaltet und bei heiklen Eingaben teils auf das Vorgängermodell Opus 4.8 zurückfällt.

Die zuvor kommunizierten Schutzmaßnahmen seien in einer Vorabprüfung über Tausende Stunden Red-Teaming getestet worden – gemeinsam mit der US-Regierung, dem britischen AI Safety Institute (UK AISI), privaten Organisationen und internen Teams. Die Ergebnisse hätten deutlich über denen früherer Modelle gelegen. Eine vollständig unabhängige Auditierung, etwa durch europäische Forschungseinrichtungen, ist nach derzeitigem Stand allerdings nicht belegt: Eine komplette Offenlegung der Schutzlogik oder der internen Classifier-Architektur gab es nicht. Während Fable 5 mit zusätzlichen Schutzmechanismen für die öffentliche Nutzung versehen wurde, gilt Mythos als restriktivere Variante [4].

Anthropic räumt ein, dass perfekte Jailbreak-Resistenz für kein Modell erreichbar sei. Zugleich widerspricht das Unternehmen der Auffassung, dass ein einzelner „unwahrscheinlicher Jailbreak den Widerruf eines kommerziellen Modells mit Hunderten Millionen Nutzern rechtfertige“. Würde man diesen Maßstab branchenweit anlegen, käme das einem Stopp neuer Frontier-Modelle gleich.

Vorbelastetes Verhältnis zum Pentagon

Die jetzige Anordnung trifft auf ein bereits angespanntes Verhältnis. Anfang März 2026 hatte das US-Verteidigungsministerium Anthropic als „supply chain risk“ eingestuft. In einem aktuellen Blogbeitrag erklärte CEO Dario Amodei [5], man halte die Einstufung als „supply chain risk“ für rechtlich nicht tragfähig und wolle sie vor Gericht anfechten. Der zugrunde liegende US‑Statut 10 U.S.C. § 3252 sei eng auf spezifische Lieferkettenrisiken bei nationalen Sicherheitssystemen zugeschnitten und verlange, dass das Ministerium darlegt, warum weniger eingriffsintensive Maßnahmen („less intrusive measures“) nicht vernünftigerweise zur Verfügung stehen.

Der Konflikt drehte sich nach Anthropics Darstellung um die Weigerung, Claude uneingeschränkt für massenhafte inländische Überwachung und vollautonome Waffensysteme freizugeben. Ob die aktuelle Exportdirektive primär eine Sicherheitsmaßnahme oder politischer Druck auf einen renitenten Anbieter ist, lässt sich aus den veröffentlichten Quellen nicht beweisen. Plausibel erscheint jedoch, dass der vorangegangene Streit das Verhältnis erheblich verschlechtert und die Eskalation begünstigt hat.

Für hiesige Anbieter ist ein direkt vergleichbarer, einzelmodellbezogener Eingriff in der EU nicht ersichtlich. Während das US-Exportkontrollrecht auf außenwirtschaftliche Zugriffssperren zielt, verfolgt der EU AI Act einen risikobasierten Ansatz mit Marktaufsicht, Transparenz- und Dokumentationspflichten. In Deutschland soll die Bundesnetzagentur die zentrale Marktüberwachungsbehörde werden; den entsprechenden Gesetzentwurf (KI-MIG) hat der Bundestag am 11. Juni 2026 beschlossen [6], die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus. Eine globale Abschaltung eines einzelnen Modells als Maßnahme der Exportkontrolle ist in dieser Logik so nicht vorgesehen.


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https://www.heise.de/-11331129

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/Nach-Streit-Pentagon-stuft-Anthropic-als-Risiko-ein-11201725.html
  2. https://www.anthropic.com/news/fable-mythos-access
  3. https://www.heise.de/tests/Fable-5-im-Test-Das-kann-das-teuerste-Anthropic-Modell-11329086.html
  4. https://www.heise.de/news/Anthropics-neues-KI-Modell-Mythos-Zu-gefaehrlich-fuer-die-Oeffentlichkeit-11248034.html
  5. https://darioamodei.com/post/policy-on-the-ai-exponential
  6. https://www.heise.de/news/Bundestag-beschliesst-KI-Gesetz-Bundesnetzagentur-wird-zentrale-Aufsicht-11330801.html
  7. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
  8. mailto:vza@heise.de

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Developer-Häppchen fürs Wochenende – kleinere News der Woche

Von Heise — 13. Juni 2026 um 09:18
Mexikanische Häppchen

(Bild: Natalia Klenova / Shutterstock.com)

Kleine, aber interessante Meldungshäppchen vom News-Buffet zu VS Code, Grafana Tempo, Zig, Stack Overflow, Testwell, Apache Pulsar, GitLab und Qt.

In unserem leckeren Häppchen-Überblick servieren wir alles, was es zwar nicht in die News geschafft hat, wir aber dennoch für spannend halten:

  • In Visual Studio Code 1.124 [1] lassen sich Requests im Agents-Fenster (Preview) nun auch im Hintergrund senden, per Alt+Enter oder beim Wählen von Send bei gedrückter Alt-Taste. Das Senden eines Prompts mit Enter-Taste verhält sich dagegen wie bisher – die Navigation springt dann direkt zur neuen Session. Ebenfalls neu erschienen ist die Insiders-Version VS Code 1.125 [2].
  • Das Unternehmen Grafana Labs hat Version 3.0 von Tempo [3] veröffentlicht, einem quelloffenen Distributed-Tracing-Backend. Unter anderem sind TraceQL-Metriken nun allgemein verfügbar und das Release nutzt standardmäßig die in Version 2.9 eingeführte neue Architektur [4].
  • GitLab hat Neuerungen [5] für den Einsatz von KI-Agenten angekündigt, darunter GitLab Orbit. Dabei handelt es sich um einen Context Graph für den Softwarelebenszyklus, der sich nun in der öffentlichen Beta-Phase befindet. Er soll Agenten dazu befähigen, bis zu 11-mal schneller Antworten zu liefern und dabei bis zu 4,5-mal weniger Token zu verbrauchen.
  • Seit 2016 ist die Programmiersprache Zig in Entwicklung, eine Version 1.0 gibt es aber bis heute nicht. Das ist Absicht, sagt Zig-Schöpfer Andrew Kelley im Interview mit JetBrains [8]. Es gehe um langfristige Stabilität statt schneller Veröffentlichung, also kein Breaking Change zu Version 1.0, solange sich noch fundamentale Dinge ändern können. Zeitdruck besteht ohnehin nicht, da hinter Zig ein unabhängiges Team von Entwicklern steckt, das anders als ein Unternehmen auch nicht zwingend Wachstumsziele erfüllen muss.
  • Stack Overflow hat eine Betaversion von Stack Overflow for Agents [9] veröffentlicht. Auf dieser Plattform können KI‑Agenten gemeinsam auf verifiziertes Entwicklerwissen zurückgreifen statt isoliert zu arbeiten.
  • Mit Version 10.0 ist Testwell CTC++ durch den TÜV Süd zertifiziert [10]. Diese Zertifizierung erlaubt Entwicklerinnen und Entwicklern den Einsatz des Code‑Coverage‑Tools ohne zusätzliche Qualifizierung in Normen wie IEC 61508 oder ISO 26262.
  • Die Maintenance-Releases 1.2.18 und 2.0.6 für das Messaging‑ und Streaming‑System Spring for Apache Pulsar [11] enthalten in erster Linie Bugfixes. Mit von der Partie sind aber auch Dependency‑Upgrades, Stabilitäts‑ und Performanceverbesserungen und die Unterstützung für neuere Pulsar‑Versionen.
  • Die Ansible Automation Platform 2.7 [12] ist erschienen. IT-Operations-Teams erhalten für das in Version 2.6 eingeführte Self-Service Automation Portal neue Funktionen, darunter einen visuellen Builder für Ausführungsumgebungen.
  • Das Cross-Plattform-Framework Qt 6.12 Beta 1 [13] bringt einen Vorgeschmack auf das nächste Release, das für kommerzielle User Long-Term Support erhalten wird. Alle Updates finden sich auf der „What’s new“-Seite [14], darunter die vollständige Unterstützung für das Qt-Canvas-Painter-Modul, das bisher als Technology Preview verfügbar war. In diesem Status steht nun QtCanvas2D bereit, eine auf Qt Canvas Painter aufbauende neue QML-API.

Solltest du ein schmackhaftes Thema vermissen, freuen wir uns über deine Mail [15].


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https://www.heise.de/-11328464

Links in diesem Artikel:

  1. https://code.visualstudio.com/updates/v1_124
  2. https://code.visualstudio.com/updates/v1_125
  3. https://grafana.com/blog/tempo-3-0-release-all-the-latest-features/
  4. https://grafana.com/docs/tempo/latest/release-notes/version-2/v2-9/?pg=blog&plcmt=body-txt/#project-rhythm-new-tempo-architecture
  5. https://about.gitlab.com/press/releases/2026-06-10-gitlab-announces-new-capabilities-to-give-enterprises-speed-control-at-agentic-scale/
  6. https://www.mastering-gitops.de/?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_clc_gitops.empfehlung-ho.link.link&LPID=34675
  7. https://www.mastering-gitops.de/tickets.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_clc_gitops.empfehlung-ho.link.link&LPID=34675
  8. https://blog.jetbrains.com/blog/2026/06/05/why-zig-isn-t-1-0-yet/
  9. https://stackoverflow.blog/2026/06/10/announcing-stack-overflow-for-agents/
  10. https://verifysoft.com/de_ctcpp_certificate.html
  11. https://spring.io/blog/2026/06/10/spring-for-apache-pulsar-1-2-18-and-2-0-6-are-now-available
  12. https://www.redhat.com/en/blog/whats-new-ansible-automation-platform-2-7
  13. https://www.qt.io/blog/qt-6.12-beta-1-released
  14. https://doc-snapshots.qt.io/qt6-dev/whatsnew612.html
  15. mailto:developer@heise.de?subject=Ein%20Vorschlag%20f%C3%BCr%20die%20Developer-H%C3%A4ppchen
  16. mailto:manuel.masiero@heise.de

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Model-Schau: Reasoning aus China, kleine Liquid-Modelle und neue Microsoft-Welt

Von Heise — 13. Juni 2026 um 09:00
Chatbot und Menschen

(Bild: pncha.me / Shutterstock.com)

Bei den LLMs, die zunehmend multimodal arbeiten, gibt es spannende Entwicklungen für mehr Performance und schlankere Größen.

Zum Start in den Sommer geht es auch bei den Sprachmodellen heiß zu. Neue chinesische Modelle von StepFun und MiniMax versprechen günstiges Reasoning und sind auf agentische Workflows optimiert. Die Liquid Foundation Models sind aufgrund ihrer speziellen Architektur sehr kompakt und trotzdem leistungsfähig.

Nvidia befindet sich weiter im Höhenflug und hat einige neue Modelle im Portfolio, allerdings das größte davon lediglich als Ankündigung. Schließlich stellte Microsoft Anfang Juni auf der Build-Konferenz eine ganze Reihe (leider geschlossener) Modelle vor und emanzipiert sich damit weiter von OpenAI.

Reasoning-Modell Step 3.7 Flash

Das in Shanghai sitzende KI-Unternehmen StepFun hat nach dem bereits erfolgreichen Modell 3.5 aus dem Frühjahr nachgelegt und ein neues Reasoning-Modell veröffentlicht. Es handelt sich wieder um ein Flash-Modell mit einer ähnlichen Architektur wie das vorherige Modell, das sich allerdings in einigen entscheidenden Punkten verbessert hat. So hat StepFun etwa einen Vision Encoder hinzugefügt, sodass Step 3.7 Flash auch Bilder verstehen kann. Das Reasoning lässt sich nun konfigurieren, damit sich für einfache Fragestellungen nicht sofort sehr viele Token ansammeln. Das ist insbesondere für agentische Nutzung sehr hilfreich.

Wie viele chinesische Modelle war Step 3.5 Flash stark zensiert. Das ist bei Version 3.7 nicht viel anders, aber interessanterweise gibt das Modell die Fakten im Reasoning-Bereich bereitwillig aus, um dann bei der endgültigen Antwort gebremst zu werden. Sicherlich spielen da die Guardrails eine entscheidende Rolle, die dem Modell im letzten Schritt antrainiert werden. Abgesehen davon sind die Antworten größtenteils korrekt. Besonders interessant ist, dass das Reasoning bei deutschen Fragen größtenteils auf Deutsch stattfindet, nur die Unterbrechungen wie „wait“ sind auf Englisch. Das ist bei fast allen anderen Modellen anders, die nur auf Englisch argumentieren.

Ob das Modell wirklich viel besser ist als der Vorgänger, lässt sich schwer entscheiden. In der Community wurde es jedenfalls gelobt, insbesondere im Zusammenspiel mit Coding Agents. Auf der Website von StepFun [3] kann man deutlich bessere Zahlen ablesen als für das ältere Modell, oft übertrumpft es dabei auch DeepSeek V4 Flash. Langfristig wird man auf der LM Arena [4] sehen, wie sich das Modell im wirklichen Leben behauptet.

Die Ergebnisse von Step 3.7 Flash finden sich im GitHub-Repository zu diesem Artikel [5].

Performance-Zuwachs mit MiniMax M3

Obwohl MiniMax sein M3-Modell als „Open Weight“ bezeichnet, kann man die Gewichte noch nicht bei Hugging Face herunterladen. Das ändert sich aber hoffentlich bald. Ausprobieren lässt sich das Modell entweder direkt bei MiniMax.ai oder bei OpenRouter. Wie von MiniMax gewohnt, sind die Ergebnisse ausgewogener und weniger zensiert als die anderer chinesischer Modelle.

MiniMax hat wie viele Anbieter die Attention-Architektur optimiert, ging dabei aber einen eigenen Weg. Die Attention wird in zwei Phasen ausgerechnet: Die erste Phase entscheidet, welche Token wichtig sind und gibt diese dann in der zweiten Phase für die volle Attention-Berechnung weiter. MiniMax behauptet, dass das M3-Modell damit Prompts fast zehnmal schneller auswerten kann als MiniMax M2 und bei der Generierung sogar um den Faktor 15 schneller ist [6]. Das wäre ein gewaltiger Fortschritt. Ob es sich bewahrheitet, wird sich zeigen, wenn sich die Modelle lokal betreiben lassen.

Öffentlich verfügbare Benchmarks gibt es noch nicht, aber die Daten von MiniMax selbst sind vielversprechend. Gerade im Bereich Coding kann es mit den besten Modellen von Anthropic wohl mithalten, wenn die Daten korrekt sind.

Die Ergebnisse von MiniMax M3 finden sich im GitHub-Repository zu diesem Artikel [7].

Schlanke Liquid Foundation Models

Einen ganz anderen Weg geht liquid.ai, das eine andere Architektur für seine Liquid Foundation Models [8] nutzt. Damit lassen sich Token äußerst effizient erzeugen, und diese Modelle funktionieren auch auf CPUs gut. In der Zwischenzeit gibt es eine einige solcher Modelle, neu reiht sich darin LFM2.5-8B-A1B [9] ein, das nur eine Milliarde aktive Parameter hat. Damit will es mit weit größeren Modellen wie gpt-oss-20b, Qwen3-30B-A3B-Thinking-2507 und Gemma-4-26B-A4B-IT konkurrieren. Abgesehen von Gemma sind die zum Vergleich herangezogenen Modelle jedoch etwas älter.

LFM2.5-8B-A1B ist extrem schnell: Auf einem Mac Studio M2 Ultra hat es fast 200 Token pro Sekunde erreicht. Die Ergebnisse können nicht ganz mit den großen Modellen mithalten, aber für Spezialanwendungen oder agentische Szenarien könnte sich das Modell eignen.

Die Ergebnisse von LFM2.5-8B-A1B finden sich im GitHub-Repository zu diesem Artikel [10].

Bildanalyse und mehr von Nvidia

Nvidia befindet sich nach wie vor im Höhenflug und zeigt das inzwischen auch in seinen Modellen. Populär ist unter anderem LocateAnything [11], mit dem man Bilder analysieren kann. Als Ergebnis erhält man Boxen, in denen sich bestimmte Objekte befinden. Die Verarbeitung funktioniert hochparallel über alle identifizierten Boxen hinweg, das Modell kann sogar gescannte Dokumente analysieren und findet dort entsprechende Boxen mit Content. Nützlich ist das unter anderem, um GUI-Elemente zu identifizieren und per Agenten einen Browser zu bedienen. Da das Modell mit knapp acht GByte relativ klein ist, sollte es sich auch auf Consumer-GPUs ausführen lassen.

Deutlich mehr Speicher braucht der Pixel Diffusion Decoder [12], der ein neuartiges Diffusionsmodell im Pixelraum einführt. Die Bedienung ist aktuell noch sehr umständlich: Man muss verschiedene Checkpoints von der Hugging-Face-Seite herunterladen und mit einem speziell bereitgestellten Programm verarbeiten. Ob und wie viel besser Nvidia damit im Vergleich zu herkömmlichen Diffusionsmodellen Bilder generieren kann, muss sich zeigen.

Die Nemotron-Modelle waren bereits bisher schon leistungsfähig. Allerdings hat das Nano-Modell schon über 30 Milliarden Parameter, von denen drei Milliarden aktiv sind. Das vor etwa drei Monaten erschienene Super-Modell nutzt sogar 120 Milliarden Parameter, von denen zwölf Milliarden aktiv sind. Neu verfügbar ist nun das Ultra-Modell mit 550 Milliarden Parametern [13], von denen „nur“ 55 Milliarden aktiv sind. Nvidia behauptet, damit eine deutlich schnellere Inferenz zu erreichen, was möglicherweise an dem im Modell verwendeten Datentyp NVFP4 liegt.

Auch der optimierte Attention-Mechanismus mit vielen Mamba-Layern trägt dazu bei, der eine Kontextlänge von bis zu einer Million Token ermöglicht. In der Performance kommt Nemotron 3 Ultra nicht ganz an die offenen chinesischen Modelle heran, aber die endgültige Version gibt es erst seit Kurzem. Wie bei allen Nemotron-Modellen stellt Nvidia einen Großteil der Trainingsdaten, den Trainingscode und weitere Inhalte bereit. Damit handelt es sich bei diesen Modellen um die bei weitem offensten – im Sinne von transparent. Lediglich die nicht von Nvidia stammenden, viel kleineren Olmo- oder Apertus-Modelle sind ähnlich offen.

Man merkt dem Modell seine westliche (US-amerikanische) Herkunft in den Antworten deutlich an. Dort, wo chinesische Modelle sich vornehm zurückhalten, gibt das Modell häufig sehr viel klarere, politisch neutralere oder zumindest anders gefärbte Meinungen wieder.

Die Ergebnisse von Nemotron 3 Ultra finden sich im GitHub-Repository zu diesem Artikel [14].

Überraschung von Google

Etwas überraschend hat auch Google ein neues offenes Modell aus der Gemma-Serie angekündigt [15], das mit zwölf Milliarden Parametern arbeitet und damit die Lücke zwischen dem Modell mit 31 Milliarden und dem mit vier Milliarden aktiven Parametern schließt.

Google hat ebenfalls in die Trickkiste gegriffen und ein multimodales Modell ohne Encoder-Layer gebaut. Grundsätzlich sind zwar alle generativen Modelle Decoder-Modelle, aber in den ersten Layern müssen sie Audio- oder Bildinhalt wandeln, was üblicherweise mit Encodern geschieht. Nicht so bei gemma-4-12B-it, das eine andere Architektur wählt, die Maarten Grootendurst, der inzwischen bei DeepMind arbeitet, in seinem Blog [16] ausführlich und anschaulich beschreibt.

Aufgrund der relativ kleinen Parameteranzahl ist das Modell performant und lässt sich in entsprechenden Quantisierungsstufen auch gut auf CPUs einsetzen. Das Modell unterstützt außerdem MTP für schnellere Inferenz, auch wenn das in llama.cpp noch nicht integriert ist. Auch die Antworten des Gemma-Modells zeigen deutlich, dass es nicht aus China kommt. Interessanterweise kann die Leistung des Modells mit deutlich größeren mithalten. Mittlerweile gibt es auch ein zugehöriges Assistant-Modell für Multi-Token Prediction, das die Performance noch deutlich verbessert. Über 200 Token pro Sekunde sind auf einer RTX 4090 möglich, das fühlt sich schneller an als viele Cloud-Modelle. Es sieht so aus, als ob Google mit gemma-4-12b ein großer Wurf für ein offenes Modell gelungen ist.

Die Ergebnisse von gemma-4-12B-it finden sich im GitHub-Repository zu diesem Artikel [17].

Microsoft mit eigenen Modellen

Komplett geschlossen sind hingegen die auf der Build-Konferenz vorgestellten Microsoft-Modelle. Diese stehen in unterschiedlichen Varianten zur Verfügung, können Bilder und Sprache erzeugen sowie transkribieren. Die Modelle kann man im Playground bereits ausprobieren [18], und sie erzeugen gute Ergebnisse. Ein spezielles Modell MAI-Code-Flash, das Microsoft für Coding veröffentlicht hat [19], wird wohl nach und nach in Visual Studio Code Einzug halten.

Microsoft hat nun auch ein erstes Reasoning-Modell im Portfolio, entfernt sich also auch hier immer weiter von OpenAI. Das Reasoning-Modell MAI-Thinking-1 lässt sich noch nicht testen, aber Microsoft hat umfangreiche Informationen dazu veröffentlicht [20]. Dabei bezeichnet Microsoft das Modell als „Hill-Climbing Machine“, was sich wohl auf die unterschiedlichen Phasen des Reinforcement Learning bezieht, in denen das Modell immer weitere Stufen (RL, STEM, Agentic usw.) „erklimmt“.

Die Beschreibung geht detailliert auf die Architektur und den optimierten Attention-Mechanismus ein. Außerdem wechselt Microsoft laut der Beschreibung Mixture of Experts (MoE) mit dichten Layern ab – das wäre ganz neu. Das Training nutzte 8192 GB200-GPUs und die Azure-Infrastruktur. Die Beschreibung spricht von einer Billion Parametern, von denen 35 Milliarden aktiv sind. Es handelt sich also um ein äußerst großes Modell, das in der gleichen Liga wie Anthropic und OpenAI spielen sollte. Es wird sehr spannend zu sehen, ob das tatsächlich gelingt.

Was sonst noch war

Ein echter Knaller war die Nachricht, dass Anthropic an die Börse strebt und inzwischen nach Investorenmeinung mehr wert ist als OpenAI. Angeblich soll Anthropic sogar im zweiten Quartal 2026 profitabel gewesen sein – das würde OpenAI das Leben noch deutlich schwerer machen. Einfach ist es ohnehin nicht, denn Anthropic dominiert auch den Text-Bereich der LM Arena, die jetzt nur noch Arena heißt [21], mit seinen Modellen und besetzt die ersten fünf Plätze. OpenAI erscheint dort erst auf Rang zehn, deutlich nach Google. Bei Agenten sieht es zwar besser für OpenAI aus, bei WebDev [22] erreicht GPT aber nicht mal die Top Ten.

Qwen 3.7 Max ist in der Arena ebenfalls gut positioniert. Wie alle Max-Modelle von Qwen ist es aber nur über die API verfügbar. Es wäre zu hoffen, dass Qwen bald auch neue Qwen3.7-Modelle mit offenen Gewichten veröffentlicht. Besonders das Qwen3.6-27B-Modell ist aktuell beliebt, weil es für seine Größe hervorragend funktioniert und mit Multi-Token Prediction performant arbeitet.

Meta wurde allen Unkenrufen zum Trotz wieder aktiv und stellt mit Muse ein Modell zur Verfügung, das anscheinend gut funktioniert. Da es sich noch nicht ausprobieren lässt, muss man sich auf die Benchmarks verlassen. Immerhin scheint bei Meta wieder etwas in Bewegung zu kommen.

LLM-Rennen zwischen China und USA

Auch im Juni ist wieder einiges geboten in der LLM-Szene. Äußerst spannend ist das Rennen zwischen den chinesischen und amerikanischen Modellen. Jetzt muss es noch entsprechende Anwendungen geben, die diese Modelle nutzen.

Der Einsatz für Coding ist vermutlich nur ein erster Schritt: Interessanter wären industrielle Anwendungen, die aber noch auf sich warten lassen. Möglicherweise verbirgt sich hier eine Chance für europäische und insbesondere deutsche Firmen.


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  1. https://ai.pod.inside-agile.de/?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_ia_kipo.empfehlung-ho.link.link&LPID=34759
  2. https://ai.pod.inside-agile.de/tickets.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_ia_kipo.empfehlung-ho.link.link&LPID=34759
  3. https://static.stepfun.com/blog/step-3.7-flash/
  4. https://arena.ai/
  5. https://github.com/ix-magazin/model-schau/blob/main/2026-06/step_37_flash.md
  6. https://www.techtimes.com/articles/317532/20260601/minimax-m3-open-weight-coding-model-frontier-claims-unverified-benchmarks.htm
  7. https://github.com/ix-magazin/model-schau/blob/main/2026-06/minimax-m3.md
  8. https://www.heise.de/hintergrund/Model-Schau-2-Neue-Architekturansaetze-bei-den-Sprachmodellen-11146840.html
  9. https://huggingface.co/LiquidAI/LFM2.5-8B-A1B
  10. https://github.com/ix-magazin/model-schau/blob/main/2026-06/lfm2.5-8b-a1b.md
  11. https://huggingface.co/nvidia/LocateAnything-3B
  12. https://huggingface.co/nvidia/PiD
  13. https://huggingface.co/nvidia/NVIDIA-Nemotron-3-Ultra-550B-A55B-NVFP4
  14. https://github.com/ix-magazin/model-schau/blob/main/2026-06/nemotron-3-ultra.md
  15. https://huggingface.co/google/gemma-4-12B-it
  16. https://newsletter.maartengrootendorst.com/p/a-visual-guide-to-gemma-4-12b
  17. https://github.com/ix-magazin/model-schau/blob/main/2026-06/gemma-4-12b.md
  18. https://playground.microsoft.ai/
  19. https://microsoft.ai/news/introducingmai-code-1-flash/
  20. https://microsoft.ai/news/introducingmai-code-1-flash/
  21. https://arena.ai/leaderboard/text
  22. https://arena.ai/leaderboard/code/webdev
  23. mailto:rme@ix.de

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Zukunft des Franchise: George Miller plant weiteren Mad-Max-Film

Von Peter Osteried — 13. Juni 2026 um 11:05
Nach Furiosa ist Mad Max offenbar noch nicht am Ende. George Miller verfolgt bereits neue Pläne.
George Miller möchte einen letzten Mad-Max-Film machen - und eine Serie. (Bild: Warner Bros.)
George Miller möchte einen letzten Mad-Max-Film machen - und eine Serie. Bild: Warner Bros.

Die Zukunft von Mad Max ist offenbar noch nicht entschieden. Laut einem Bericht des Branchenportals Puck News arbeitet Regisseur George Miller an einem weiteren Film aus dem postapokalyptischen Universum. Darüber hinaus soll auch eine Fernsehserie diskutiert werden.

Unerwartete Entwicklung

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung, weil Furiosa: A Mad Max Saga die Erwartungen an den Kinokassen verfehlte. Der Film spielte weltweit rund 175 Millionen US-Dollar ein und blieb damit deutlich hinter den Hoffnungen zurück. Angesichts eines Produktionsbudgets von rund 168 Millionen Dollar galt das Ergebnis in Hollywood als Enttäuschung.

Dem Bericht zufolge hat Warner Bros., das alle bisherigen Mad-Max-Filme veröffentlicht hat, keine Bestrebungen gezeigt, Millers neue Pläne umzusetzen. Stattdessen sollen mehrere andere Unternehmen sich interessiert zeigen. Genannt werden unter anderem Amazon MGM Studios, Universal Pictures und Sony Pictures.

Die Mad-Max-Reihe begann 1979 mit dem gleichnamigen Film, in dem Mel Gibson die Hauptrolle spielte. Nach zwei Fortsetzungen kehrte das Franchise 2015 mit Mad Max: Fury Road zurück. In dem Film übernahm Tom Hardy die Rolle von Max Rockatansky. Fury Road wurde von Kritikern gefeiert und spielte weltweit mehr als 380 Millionen US-Dollar ein.

Auch Furiosa erhielt hervorragende Kritiken. Der Film mit Anya Taylor-Joy und Chris Hemsworth wurde von Kritikern überwiegend positiv aufgenommen, konnte das Publikum jedoch nicht in vergleichbarer Zahl in die Kinos locken.

Offiziell ist noch nichts

Offiziell bestätigt wurde weder ein neuer Film noch eine Serie. Sollte Miller jedoch tatsächlich einen neuen Partner finden, könnte Mad Max trotz des schwachen Ergebnisses von Furiosa weiterleben. Nach fünf Filmen und fast fünf Jahrzehnten hätte die Endzeit dann noch nicht ausgedient.

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Elon Musk: SpaceX legt zum Börsenstart kräftig zu

Von Peter Steinlechner, dpa — 13. Juni 2026 um 10:45
Der größte Börsengang der Geschichte ist geglückt: SpaceX steigt in die Liga der wertvollsten Konzerne der Welt auf.
Angestellte von SpaceX feiern den Börsenstart an der Nasdaq. (Bild: Spencer Platt/Getty Images)
Angestellte von SpaceX feiern den Börsenstart an der Nasdaq. Bild: Spencer Platt/Getty Images

Elon Musk ist nach dem Rekord-Börsengang seiner Weltraumfirma SpaceX der erste Mensch mit einem Billionenvermögen. Die SpaceX-Aktie beendete ihren ersten Handelstag mit einem Plus von gut 19 Prozent auf rund 161 US-Dollar. Das Magazin Forbes schätzte Musks Vermögen daraufhin auf etwa 1,1 Billionen US-Dollar.

Musk ist Gründer und Chef von SpaceX und hält einen Anteil von rund 40 Prozent. Mit mehr als 800 Milliarden US-Dollar zu den Kursen am Freitag macht die SpaceX-Beteiligung nun den Großteil seines Vermögens aus.

Anteile und Optionen des ebenfalls von Musk geführten Elektroautobauers Tesla bringen ihn über die Marke von einer Billion US-Dollar – allerdings ein Aktienvermögen, das von Kursschwankungen abhängig ist und nicht ohne Weiteres zu Bargeld gemacht werden kann.

Bisher größter Börsengang

Das unter anderem für seinen Satelliteninternetdienst Starlink bekannte SpaceX verkaufte rund 555,6 Millionen Aktien zum Ausgabepreis von 135 US-Dollar und nahm damit 75 Milliarden US-Dollar (64,8 Milliarden Euro) ein. Beim zuvor größten Börsengang hatte die saudi-arabische Ölfirma Aramco im Jahr 2019 gut 29 Milliarden US-Dollar eingenommen.

SpaceX war bereits zum Ausgabepreis mit 1,77 Billionen US-Dollar mehr wert als der Facebook-Konzern. Am Ende des Handelstages war SpaceX rund 2,1 Billionen Dollar wert.

Damit gehört die Firma zu den wertvollsten US-Unternehmen – nach Nvidia, Apple, der Google-Mutter Alphabet, Microsoft und Amazon. Der vom KI-Boom beflügelte Chip-Spezialist Nvidia ist die Nummer eins mit aktuell knapp fünf Billionen US-Dollar.

Milliardenverluste in SpaceX-Bilanz

Die reinen Geschäftszahlen von SpaceX stehen in krassem Kontrast zum Börsenwert. Die Anleger zahlen also eher für die Hoffnung auf künftige Erfolge. So gab es im vergangenen Jahr Verluste von rund 4,94 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden US-Dollar.

In der Zukunft soll künstliche Intelligenz das größte Geschäft sein, auch durch Rechenzentren im All. Die Idee dahinter: Die Sonne kann dort viel Energie liefern. Skeptiker verweisen allerdings auf Probleme wie die erheblichen Aufbaukosten, eine trotz der niedrigen Temperaturen im All schwierige Kühlung sowie die Strahlung, die Schaltkreise beschädigen könne.

Im Börsenprospekt schätzt SpaceX den künftigen Gesamtmarkt für künstliche Intelligenz inklusive Infrastruktur auf mehr als 26 Billionen US-Dollar – und führt das als eine Rechtfertigung für die hohe Bewertung an.

Der New Yorker Wirtschaftsprofessor Aswath Damodaran, der als Bewertungsexperte bekannt ist, kritisierte das scharf. Als er die Zahl gelesen habe, habe er gedacht, Musks Chatbot Grok habe den Prospekt geschrieben, "weil wir wissen, dass KI zu Halluzinationen neigt", sagte er im TV-Sender CNBC.

Musk hat das Sagen

Musk wird mit einem Stimmrechtsanteil von mehr als 80 Prozent auch nach dem Börsengang die volle Kontrolle über SpaceX behalten. Basis dafür sind Aktien mit mehr Stimmrechten. Zum Handelsdebüt sagte Musk unter anderem, er habe SpaceX bei der Gründung eine Erfolgschance von zehn Prozent gegeben.

In den Tagen vor dem Börsendebüt fand Musk Zeit, sich erneut in die britische Politik einzumischen. Über seine Onlineplattform X verstärkte er Beiträge von extremen Kritikern der britischen Einwanderungspolitik. Bereits vor den rassistisch motivierten Ausschreitungen im vergangenen Jahr hatte er sich wiederholt in die Debatte eingeschaltet.

Teurer Hoffnungsträger Starship

Im ersten Quartal dieses Jahres verbuchte SpaceX ein Minus von 4,28 Milliarden US-Dollar bei rund 4,7 Milliarden US-Dollar Umsatz. Ein Grund für die roten Zahlen sind die hohen Kosten für die Entwicklung der großen Rakete Starship.

In Starship investierte SpaceX insgesamt mehr als 15 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Rakete nach Abschluss aller Tests im zweiten Halbjahr kommerzielle Flüge absolvieren kann. Sie soll die Kosten für die Beförderung ins All deutlich senken.

Mit Starship sollen auch Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn gebracht werden, die Internet aus dem All direkt auf Smartphones nutzbar machen.

Starlink ist der zentrale Geldbringer von SpaceX und machte im ersten Quartal 3,26 Milliarden Dollar US-Umsatz. Der Satelliteninternetdienst hat inzwischen rund 10,3 Millionen Kunden in 164 Ländern.

Geldregen für frühe Investoren

Anders als bei vielen anderen Börsengängen legte SpaceX den Ausgabepreis von 135 US-Dollar vorab selbst fest. Üblicherweise nennen Unternehmen zunächst eine Spanne und ermitteln den Preis dann basierend auf dem Interesse der Investoren.

Für frühe Geldgeber von SpaceX wird der Börsengang zu einem Geldregen. So hält die Investmentfirma Founders Fund von Musks langjährigem Weggefährten Peter Thiel laut Bloomberg einen Anteil von etwa drei Prozent, der für rund 600 Millionen US-Dollar erworben wurde.

Die Beteiligung ist zum Ausgabepreis mehr als 50 Milliarden US-Dollar wert. Der Risikofinanzierer Sequoia Capital habe rund 2 Milliarden US-Dollar investiert und halte nun einen mehr als 20 Milliarden US-Dollar schweren Anteil.

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Anzeige: Neues Samsung-Smartphone gegen altes eintauschen und 300 Euro sichern bei Vodafone

Von Simon Krebs — 13. Juni 2026 um 10:40
Bei Vodafone läuft eine neue Tauschaktion, bei der Kunden ihr altes Smartphone eintauschen und 300 Euro Bonus sichern können.
Samsung-Deals mit 300 Euro Tauschbonus bei Vodafone (Bild: Vodafone)
Samsung-Deals mit 300 Euro Tauschbonus bei Vodafone Bild: Vodafone

Im Rahmen einer neuen Samsung-Aktion können Interessenten bei Vodafone ihr altes Smartphone zu Geld machen. Wer das Samsung Galaxy S26 oder das S26 Ultra zusammen mit einem GigaMobil-Tarif bei Vodafone bestellt und gleichzeitig sein altes Smartphone in Zahlung gibt, erhält 120 Euro Tauschbonus, die im ersten Vertragsjahr mit 10 Euro pro Monat verrechnet werden. Hinzu kommt der Restwert des alten Handys, den Vodafone auf mindestens 180 Euro erhöht, auch wenn der Wert darunter liegt. Liegt der Restwert höher, erhöht sich auch die Auszahlung. Beim Samsung Galaxy A57 sind die Beträge exakt halb so groß wie bei der S-Reihe. Die Aktion ist bis zum 1. Juli befristet.

Samsung Galaxy S26 (Ultra) mit GigaMobil bei Vodafone

Die Smartphones gibt es in Kombination mit einem GigaMobil-Tarif (M bis XL) jeweils für nur 1 Euro Anzahlung. Hinzu kommen 9,98 Euro Versandkosten und die monatlichen Raten für Tarif und Endgerät. Wer sich für das Samsung Galaxy S26 entscheidet, spart laut Vodafone über die Laufzeit insgesamt 252 Euro, unabhängig von der Dauer der Ratenzahlung, welche wahlweise bei 12, 24 oder 36 Monaten liegt. Der Betrag wird anteilig auf die Monate verteilt. Wer sich für das Samsung Galaxy S26 Ultra entscheidet, spart laut Vodafone 144 Euro.

Beide Smartphones stammen aus der Premium-Reihe von Samsung und werden von leistungsstarken Prozessoren angetrieben, die jede Menge Galaxy-AI-Funktionen unterstützen. Während es beim S26 der Exynos 2600 ist, steckt im S26 Ultra Snapdragon 8 Elite Gen5. Interessenten haben die Wahl, ob sie eher ein handliches Smartphones mit 6,3 Zoll großem AMOLED-Display haben wollen oder zur Ultra-Variante mit dem großen 6,9-Zoll-Display greifen. Auf der Rückseite des Galaxy S26 befindet sich ein Dreifachkamerasystem mit Weitwinkel (50 MP)- Ultraweitwinkel- und Teleobjektiv. Beim Galaxy S26 Ultra kommt die Hauptkamera auf 200 MP und es gibt ein zweites Teleobjektiv. Für Skizzen und Notizen ist außerdem der S Pen vorhanden.

GigaMobil-Tarife bei Vodafone

Alle GigaMobil-Tarife von Vodafone verfügen über eine Allnet-Flat in sämtliche deutschen Netze und schnelles 5G-Netz mit bis zu 300 MBit/s. Wer sich für das Samsung Galaxy S26 mit dem Tarif GigaMobil M

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entscheidet, bekommt derzeit doppeltes Datenvolumen von 100 GByte und zahlt bei 36 Monaten Laufzeit nur noch 48,99 Euro monatlich. Der Anschlusspreis entfällt. Wer bereits Vodafone-Kunde ist, profitiert vom GigaKombi-Vorteil und sichert sich monatlich 10 Euro Rabatt.

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Kunden unter 28 Jahren profitieren ebenfalls und können sich die GigaMobil-Young-Tarife sichern, die noch einmal günstiger sind. Beispielweise gibt es das Samsung Galaxy S26 mit dem GigaMobil Young XL

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mit unlimitiertem Datenvolumen für 46,99 Euro im Monat.

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5-Jahres-Versprechen: lange Garantie und Akkutausch

Vodafone gibt auch auf diese Aktion sein 5-Jahres-Versprechen

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. Damit wird zum einen die Garantie freiwillig auf fünf Jahre verlängert. Zum anderen können Kunden innerhalb der fünf Jahre ihren Akku kostenlos tauschen, wenn dieser nur noch 80 Prozent oder weniger der ursprünglichen Kapazität erreicht.

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Egal für welches Smartphone mit welchem Tarif sich Interessenten letztlich entscheiden, so oder so erhalten sie ein Top-Smartphone mit starkem Tarif zum günstigen Preis.

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Störungsmeldung vom 12.06.2026 22:00

Von heise online — 12. Juni 2026 um 22:00

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
12.06.2026 22:00
Region
Berlin (030)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

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App Store: Entwickler dürfen Nutzer künftig beim Kündigen ansprechen

Von Heise — 12. Juni 2026 um 18:15
Der App Store auf dem iPhone

(Bild: tre / Mac & i)

Apple erweitert die Möglichkeiten für Entwickler im App Store. Neben neuen Gestaltungsmöglichkeiten fällt unter anderem die Intel-Pflicht für den Mac weg.

Abseits der viel beachteten Neuerungen rund um KI, Siri und die Betriebssysteme hat Apple im Zuge der Entwicklerkonferenz WWDC auch eine ganze Reihe von Neuheiten und Änderungen für App Store [1]-Entwickler angekündigt. Künftig können erstmals Gruppenkäufe für Abonnenten und entwicklerübergreifende Bundles angeboten werden. Im Mac App Store entfällt die Intel-Pflicht und Entwickler bekommen die Möglichkeit, Nutzer zur Fortsetzung eines Abos zu bewegen. Zudem gibt es mehr Gestaltungsmöglichkeiten für den Auftritt im App Store und neue Auskunftspflichten. Das aus Nutzersicht umstrittenste neue Feature dürfte das sogenannte Retention Messaging werden. Apple bietet neue Werkzeuge in App Store Connect an, um Abonnenten mit Kündigungsabsicht über Apples Abo-Plattform ansprechen zu können. Bereits im März hatte Apple den Analytics-Bereich in App Store Connect massiv erweitert und Entwicklern dabei über 100 neue Metriken für Abonnements und In-App-Käufe [2] an die Hand gegeben. Laut Ankündigung [3] sollen personalisierte Nachrichten und Sonderangebote möglich sein.

Neu: Entwicklerübergreifende App-Bundles

Ganz neue Vermarktungsmöglichkeiten für Apps ergeben sich durch entwicklerübergreifende App-Bundles. Bislang konnte nur ein einzelner Entwickler, der mehrere Apps anbietet, ein vergünstigtes Paket mit mehreren Apps schnüren. Künftig ist das auch für mehrere Entwickler möglich, sodass sich diese bei den Apps zusammentun können. Apple führt zudem ab Winter 2026 Gruppenkäufe für Abonnements ein. Ein einzelner Abonnent kann damit Lizenzen für mehrere Personen in einem einzigen Kauf erwerben.

Apples Abkehr von der Intel-Plattform im neuen macOS Golden Gate [4] schlägt sich auch im Mac App Store nieder: Künftig ist es für App-Entwickler keine Pflicht mehr, Intel-Unterstützung vorzuhalten. Dies dürfte in einigen Fällen dazu beitragen, dass Besitzer eines Intel-Macs eher in die Situation geraten, den Umstieg auf einen Apple-Silicon-Mac erwägen zu müssen – etwa wenn häufig genutzte Apps künftig nicht mehr den Intel-Mac unterstützen. Wann genau Intel-Apps unter Apple Silicon nicht mehr laufen werden und was das Ende von Rosetta 2 für Nutzer bedeutet, erklärt unser Überblick zum Zeitplan des Intel-Supports [5].

Neuer Altersfragebogen ab Juli

Vereinfachungen und Erweiterungen gibt es beim App-Marketing. Die neuen Betriebssysteme, darunter iOS 27 und macOS 27, stehen Entwicklern bereits als Beta [6] zur Verfügung. In einer neuen Asset Library können Grafiken, Vorschauvideos und Screenshots zentral verwaltet werden. Diese Assets können nun auch unabhängig von einem App-Update zur Prüfung eingereicht werden – und Apple öffnet die Produktseiten-Header für eigenes Bild- und Videomaterial. Neue „Personalized Collections“ sollen maßgeschneiderte App-Empfehlungen für Nutzer ermöglichen. Diese Funktion startet zunächst auf Englisch in den USA.

Und Apples angekündigte erweiterte Jugendschutzfunktionen wirken sich auch auf die Entwickler aus. Diese müssen Social-Feed-Funktionen in ihren Apps künftig angeben. Zudem werden Apps in die neuen Nutzungszeit-Kategorien (Soziale Netzwerke, Unterhaltung, Spiele, Andere) eingruppiert. Der Altersfreigabe-Fragebogen soll hierfür ab Juli aktualisiert werden.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11330851

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/thema/App-Store
  2. https://www.heise.de/news/Apple-gibt-Entwicklern-mehr-Analytics-Daten-an-die-Hand-11224539.html
  3. https://www.apple.com/de/newsroom/2026/06/apple-expands-app-store-capabilities-to-help-developers-grow-and-reach-new-users/
  4. https://www.heise.de/news/macOS-27-Intel-Nutzer-aergern-sich-ueber-Supportende-11326349.html
  5. https://www.heise.de/news/Rosetta-2-Wann-das-Ende-fuer-Intel-Apps-auf-dem-Mac-wirklich-kommt-11317146.html
  6. https://www.heise.de/news/iOS-27-macOS-27-und-Co-Entwickler-duerfen-Betas-installieren-11322615.html
  7. https://www.heise.de/mac-and-i
  8. mailto:mki@heise.de

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Fable 5: Anthropic stoppt verdeckte Eingriffe

Von Heise — 12. Juni 2026 um 11:50
Anthropic-Logo auf einem Smartphone

(Bild: jackpress/Shutterstock.com)

Nach Kritik an heimlich manipulierten Antworten rudert Anthropic zurück: Die Schranken von Fable 5 werden sichtbar – auf Kosten von mehr Fehlalarmen.

Anthropic reagiert auf die Kritik an den Schutzmechanismen seines neuen KI-Modells Fable 5 [1]. Das Unternehmen will umstrittene, verborgene Sicherheitsmaßnahmen künftig sichtbar machen und entschuldigt sich ausdrücklich für deren bisherige Umsetzung. Konkret geht es um Schutzmechanismen gegen sogenanntes Distillation – also den Versuch, die Ausgaben eines leistungsfähigen Sprachmodells zum Training konkurrierender KI-Systeme zu nutzen.

Die Kontroverse entzündete sich an einem Schutzverhalten von Fable 5, bei dem das Modell verdeckt auf Distillation-Anfragen reagierte. Anthropic sah ursprünglich einen unsichtbaren Mechanismus vor, der solche Versuche zur Modellentwicklung im Hintergrund erkennt und die Antworten gezielt verändert oder verschlechtert. Die Nutzer sollten davon nichts mitbekommen. Forscher und Entwickler kritisierten das als intransparent und warnten, dass solche verdeckten Eingriffe auch Tests und wissenschaftliche Untersuchungen des Modells verfälschen.

Fable 5 fällt künftig sichtbar auf Opus 4.8 zurück

In einem Beitrag auf X [2] kündigt Anthropic nun eine Kurskorrektur an. Künftig behandelt das Unternehmen erkannte Distillation-Anfragen sichtbar. Statt Antworten heimlich zu verändern, fällt Fable 5 in solchen Fällen auf das ältere Modell Claude Opus 4.8 [3] zurück – genau wie es bereits bei den Schutzmaßnahmen für Cybersecurity und Biologie der Fall ist. Die Nutzer sollen dabei jedes Mal einen entsprechenden Hinweis sehen.

Für API-Kunden will Anthropic zudem den Grund einer Ablehnung explizit zurückgeben. Ein serverseitiger Fallback für API-Anfragen soll in den kommenden Tagen folgen. Damit lässt sich künftig erkennen, ob eine Antwort von Fable 5 oder vom Fallback-Modell stammt.

Anthropic räumt die falsche Abwägung ein

Das Unternehmen gibt zu, mit dem ursprünglichen Ansatz falsch gelegen zu haben. Sichtbare Schutzmechanismen lassen sich zwar leichter analysieren und gezielt umgehen, weshalb ihre Absicherung mehr Zeit kostet. Unsichtbare Schutzmaßnahmen lassen sich dagegen enger auf bestimmte Szenarien zuschneiden und verursachen weniger Fehlalarme. Aus diesem Grund habe man sich zunächst für den verdeckten Ansatz entschieden, um Fable 5 schnell und sicher bereitzustellen.

Rückblickend sei das die falsche Entscheidung gewesen, schreibt Anthropic. Die Nutzer sollten nachvollziehen können, welche Schutzmaßnahmen aktiv sind und warum. Dafür entschuldigt sich das Unternehmen ausdrücklich.

Mehr Transparenz, vorerst mehr Fehlalarme

Die Umstellung hat allerdings Nebenwirkungen. Um die Systeme trotzdem vor Jailbreaks abzusichern, müssen die zugrunde liegenden Klassifikatoren zunächst konservativer arbeiten. Das führt vorübergehend zu mehr Fehlklassifikationen.

Solche False Positives entstehen, wenn das Modell harmlose Anfragen fälschlich als riskant einstuft. Genau hier setzt ein Großteil der bisherigen Kritik an.

Kritik aus der Sicherheitscommunity

Die Ankündigung folgt nur wenige Tage auf heftige Kritik von Sicherheitsforschern [4] an Fable 5. Mehrere Experten beklagen, dass die Cybersecurity-Schranken des Modells nicht nur brisante Anfragen erfassen, sondern auch alltägliche Aufgaben aus Softwareentwicklung und IT-Sicherheit. Genannt wurden unter anderem Code Reviews, das Schreiben sicheren Codes, Schwachstellenanalysen, Incident Response oder schlicht das Lesen sicherheitsrelevanter Fachartikel.

Fable 5 ist die öffentlich verfügbare Variante von Anthropics neuem Spitzenmodell Mythos 5. Letzteres bringt keine vorgeschalteten Schutzmechanismen für Cybersecurity, Biologie, Chemie und Distillation mit.

Anthropic justiert die Cyber- und Bio-Filter nach

In seiner Stellungnahme verspricht Anthropic auch Änderungen an den Cyber- und Bio-Safeguards. Die entsprechenden Klassifikatoren stelle man derzeit so ein, dass sie seltener bei harmlosen Anfragen anschlagen. Nutzer, die eine Fehlklassifikation vermuten, sollen diese melden – über Feedback-Funktionen in Claude Code und Claude.ai sowie über ein Einspruchsformular für API-Anfragen.

Ob die Anpassungen ausreichen, bleibt abzuwarten. An den Schutzmaßnahmen selbst hält Anthropic ausdrücklich fest – diese hatten die Kritiker allerdings auch nicht infrage gestellt.


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https://www.heise.de/-11330094

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/tests/Fable-5-im-Test-Das-kann-das-teuerste-Anthropic-Modell-11329086.html
  2. https://x.com/ClaudeDevs/status/2064949876463645026
  3. https://www.heise.de/news/Anthropic-bringt-ehrlicheres-Claude-Opus-4-8-und-kuendigt-Mythos-an-11310619.html
  4. https://www.heise.de/news/Fable-5-blockiert-auch-sicheren-Code-11328448.html
  5. https://www.heise.de/ix
  6. mailto:fo@ix.de

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OpenSharing soll proprietäre Datensilos in der KI-Welt aufbrechen

Von Heise — 12. Juni 2026 um 11:29

(Bild: Gorodenkoff / Shutterstock.com)

Databricks übergibt OpenSharing an die Linux Foundation. Das Protokoll soll den Austausch von KI-Modellen, Agent-Skills und Daten standardisieren.

Mit OpenSharing hat das Unternehmen Databricks ein offenes Protokoll vorgestellt, das den sicheren Austausch von Daten und KI-Assets wie Modellen, Agent-Skills und unstrukturierten Daten über Plattform-, Cloud- und Organisationsgrenzen hinweg standardisieren soll. Das Projekt wird ab sofort von der Linux Foundation als Open-Source-Community [1]-Projekt gehostet und steht auf GitHub zur Verfügung.

Umfassender und standardisierter Datenaustausch

OpenSharing [2] baut auf dem von Databricks bereits 2021 eingeführten Delta Sharing [3] auf, einem Open-Source-Protokoll für den sicheren Datenaustausch. Während sich Delta Sharing auf strukturierte Daten in Tabellenformaten wie Delta Lake konzentrierte, erweitert OpenSharing das unterstützte Spektrum an Daten und Formaten erheblich: Neben tabellarischen Daten lassen sich nun auch KI-Modellartefakte, Agent-Skills – also Funktionen und Tools für autonome Agenten – sowie unstrukturierte Daten wie Dokumente oder Mediendateien über ein einheitliches Protokoll teilen. Das Protokoll orientiert sich zudem am Zero-Copy-Prinzip: Daten werden nicht repliziert, sondern Clients greifen direkt auf den Quellspeicher zu.

Technisch definiert OpenSharing standardisierte APIs für Discovery, Authorization und Access. Laut den Projektverantwortlichen können Nutzer damit ein einheitliches Schnittstellenset ansprechen, unabhängig von der dahinterliegenden Plattform. Die konkreten Authentifizierungsmechanismen – etwa ob OAuth2 oder OIDC zum Einsatz kommen – sind in den bisherigen Veröffentlichungen nicht im Detail dokumentiert. Die vollständige Spezifikation soll jedoch über das GitHub-Repository [6] zugänglich gemacht werden. Aus der Delta-Sharing-Architektur ist bekannt, dass ein Sharing-Server als Kontrollebene fungiert und der eigentliche Datenzugriff über vorab signierte URLs auf Cloud- oder Objektspeicher läuft.

Eine wesentliche Neuerung gegenüber Delta Sharing ist der Support für Apache-Iceberg-Clients. Provider können damit über ein einzelnes Protokoll sowohl Delta- als auch Iceberg-basierte Empfänger bedienen. Betreiber von Lakehouse-Architekturen profitieren dadurch von einer reduzierten Fragmentierung im Open-Data-Ökosystem: Engines wie Spark, Trino oder Flink mit Iceberg-Support erhalten einen standardisierten Zugriffspfad auf geteilte Assets, ohne dafür auf proprietäre Adapter zurückgreifen zu müssen.

Linux Foundation übernimmt Governance

Die Linux Foundation [7] stellt für OpenSharing herstellerneutrale Governance-Strukturen bereit. Laut Jim Zemlin, CEO der Linux Foundation, soll OpenSharing das „kritische Bedürfnis nach einem gemeinsamen, herstellerneutralen Framework, das Organisationen den sicheren und interoperablen Austausch von KI-Assets über Plattformen und Ökosysteme hinweg ermöglicht“, erfüllen. Das Projekt reiht sich damit in andere Infrastrukturstandards unter dem Dach der Linux Foundation ein, bei denen neutrale Governance für breitere Akzeptanz sorgen soll, darunter etwa Kubernetes, RISC-V und MCP (letzteres über die Agentic AI Foundation, einer Stiftung innerhalb der Linux Foundation).

Delta Sharing hat nach Einschätzung von Databricks-Mitgründer und CTO Matei Zaharia bereits bewiesen, dass die Branche offene Standards bevorzuge. OpenSharing werde dieses Prinzip auf den gesamten KI-Stack und das plattformübergreifende Ökosystem erweitern.

Relevanz für europäische Unternehmen

Bei Unternehmen mit strengen Datenschutz- und Souveränitätsanforderungen – etwa in regulierten Branchen wie dem europäischen Bankwesen, Gesundheitswesen oder der öffentlichen Verwaltung – dürfte OpenSharing auf Interesse stoßen. Durch das Zero-Copy-Prinzip verbleiben Daten physisch in der bestehenden Speicherumgebung, sei es ein eigenes Rechenzentrum oder eine europäische Cloud. Cloud-basierte KI-Dienste greifen über das Protokoll zu, ohne dass Daten bewegt werden müssen. Das erleichtert die Einhaltung von DSGVO-Anforderungen und Daten-Minimierungsansätzen, weil für alle Beteiligten nicht mehr in jedem Fall separate Kopien angelegt werden müssen.

Das OpenSharing-Ökosystem im Überblick

(Bild: OpenSharing-IO [8])

Zum Projektstart positionieren sich bereits zahlreiche Unternehmen als Unterstützer. Atlassian hat Data Shares in Atlassian Analytics eingeführt und nutzt OpenSharing, um Zugriff auf Cloud-Daten in großem Maßstab zu ermöglichen. SAP setzt in der Business Data Cloud auf das Protokoll, Stripe integriert es nativ in die Stripe Data Pipeline und die London Stock Exchange Group (LSEG) bindet es in ihre „LSEG Everywhere“-Strategie ein.

Dass mit SAP ein zentraler europäischer Softwareanbieter das Protokoll früh übernimmt und auch Storage-Hersteller wie NetApp und HPE – mit starker Präsenz in europäischen Rechenzentren – ihre Unterstützung angekündigt haben, unterstreicht die Ausrichtung auf regulierte On-Premise-Szenarien. OpenSharing positioniert sich damit als offene Alternative zu den proprietären Datenmarktplätzen der großen Hyperscaler.


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Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/thema/Open-Source
  2. https://www.databricks.com/company/newsroom/press-releases/databricks-announces-opensharing
  3. https://www.heise.de/news/Databricks-will-mit-Delta-Sharing-Datensilos-aufbrechen-6054892.html
  4. https://www.data2day.de/?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_vo_data2day.empfehlung-ho.link.link&LPID=34380
  5. https://www.data2day.de/tickets.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_vo_data2day.empfehlung-ho.link.link&LPID=34380
  6. https://github.com/OpenSharing-IO/OpenSharing
  7. https://www.linuxfoundation.org/press/linux-foundation-announces-opensharing-project-to-standardize-ai-asset-and-data-exchange
  8. https://github.com/OpenSharing-IO
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Angriffswelle auf Arch Linux: Hunderte Paketbeschreibungen mit Malware im AUR

Von Heise — 12. Juni 2026 um 12:17

Arch Linux wehrt sich gegen eine Angriffswelle, die massenweise Paketbeschreibungen im inoffiziellen Arch User Repository mit Malware verseucht hat.

Das Arch User Repository (AUR) sieht sich einer umfangreichen Angriffswelle ausgesetzt. Die Angreifer haben Hunderte verwaiste Paketdefinitionen übernommen, um Malware ergänzt und in neuen Versionen veröffentlicht. Die Arch-Maintainer steuern mit einem Meldeaufruf [1] und einer groß angelegten Lösch-Aktion gegen, um bösartige Updates zu entfernen und von den Angreifern genutzte Accounts zu sperren.

Das AUR von Arch Linux [2] enthält keine Pakete im engeren Sinne, sondern Beschreibungen, sogenannte PKGBUILDs, mit denen Nutzer die Pakete selbst bauen können. Wenn eine Beschreibung offenbar nicht mehr gewartet wird, können Nutzer dies melden und sie wird nach einer Weile als verwaist markiert. Dann können beliebige Nutzer die Paketbeschreibung „adoptieren“ und ihre Wartung übernehmen.

Diesen Mechanismus nutzten die Angreifer aus: Sie übernahmen solche verwaisten Beschreibungen, ergänzten sie um eine Abhängigkeit für den JavaScript-Paketmanager npm und fügten einen Schritt nach der eigentlichen Software-Installation hinzu, der das npm-Paket „atomic-lockfile“ auf das System brachte. Atomic-Lockfile enthielt wiederum einen Prä-Installationsschritt [3], den npm befolgte und dabei die im npm-Paket mitgelieferte Datei „deps“ [4] ausführte. Bei deps handelt es sich einer ersten (KI-gestützten) Analyse [5] zufolge um einen Credential-Stealer, eine Malware, die diverse Arten von Zugangsdaten ausliest und an den Angreifer ausleitet. „deps“ kann sich außerdem im System festsetzen, bei ausreichenden Rechten die eigene Präsenz verschleiern und weitere Software nachladen.

Update

Die Angreifer begeben sich offenbar in ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Arch-Maintainern: Inzwischen läuft eine Variante des Angriffs, die statt npm den alternativen JavaScript-Paketmanager Bun einsetzt und damit das malware-verseuchte – aktuell bereits depublizierte – Paket js-digest [6] installiert.

AUR-Software wird nicht geprüft

Die Angriffswelle ist ein guter Anlass, darauf hinzuweisen, dass das Arch User Repository keine offizielle Softwarequelle für Arch Linux ist. PKGBUILDs werden vom Arch-Team nicht geprüft. AUR-Nutzer handeln auf eigenes Risiko, wenn sie Software aus dem AUR installieren, und sollten jedes Update selbst prüfen.

Allerdings wird Software aus dem AUR oft mit darauf spezialisierten Programmen installiert, sogenannten AUR-Helpern. Diese Hilfsprogramme automatisieren die mitunter komplizierten Bauschritte (AUR-Software wird oft beim Nutzer aus dem Quellcode kompiliert), sodass Nutzer weder Zeit noch spezielle Kenntnisse zur Installation benötigen. Das ist praktisch, verleitet aber dazu, Updates unbesehen durchzuwinken, weil der AUR-Helper ohnehin alle nötige Arbeit übernimmt oder man die vom Update vorgenommenen Änderungen schlicht nicht versteht.

In der aktuellen Angriffswelle kam hinzu, dass die Änderungen in den PKGBUILDs selbst nur die Inklusion eines JavaScript-Paketmanagers und die Installation einiger JavaScript-Pakete auswiesen. Je nach betroffener Software muss so eine Abhängigkeit nicht verdächtig erscheinen. Nutzer benötigen zumindest rudimentäre Kenntnisse der Softwareentwicklung, um den Paketmanager als deplatziert zu erkennen oder den JavaScript-Paketen nachzuspüren und dort die eigentliche Malware zu entdecken.

Arch-Nutzer, die sich dergleichen nicht zutrauen, sollten idealerweise keine Software aus dem AUR installieren. Grundsätzlich sollten AUR-Nutzer die zugehörige Mailingliste abonnieren [7], um Malware-Warnungen mitzubekommen, worauf auch das Arch-Wiki hinweist [8].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11330029

Links in diesem Artikel:

  1. https://lists.archlinux.org/archives/list/aur-general@lists.archlinux.org/thread/FGXPCB3ZVCJIV7FX323SBAX2JHYB7ZS4/
  2. https://www.heise.de/thema/Arch-Linux
  3. https://socket.dev/npm/package/atomic-lockfile/files/1.4.2/package.json#L85
  4. https://www.virustotal.com/gui/file/6144d433f8a0316869877b5f834c801251bbb936e5f1577c5680878c7443c98b/
  5. https://ioctl.fail/preliminary-analysis-of-aur-malware/
  6. https://socket.dev/npm/package/js-digest/overview/4.2.2
  7. https://lists.archlinux.org/mailman3/lists/aur-general.lists.archlinux.org/
  8. https://wiki.archlinux.org/title/Arch_User_Repository
  9. https://www.heise.de/ct
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Fable 5: Anthropic stoppt verdeckte Eingriffe

Von Heise — 12. Juni 2026 um 11:50
Anthropic-Logo auf einem Smartphone

(Bild: jackpress/Shutterstock.com)

Nach Kritik an heimlich manipulierten Antworten rudert Anthropic zurück: Die Schranken von Fable 5 werden sichtbar – auf Kosten von mehr Fehlalarmen.

Anthropic reagiert auf die Kritik an den Schutzmechanismen seines neuen KI-Modells Fable 5 [1]. Das Unternehmen will umstrittene, verborgene Sicherheitsmaßnahmen künftig sichtbar machen und entschuldigt sich ausdrücklich für deren bisherige Umsetzung. Konkret geht es um Schutzmechanismen gegen sogenanntes Distillation – also den Versuch, die Ausgaben eines leistungsfähigen Sprachmodells zum Training konkurrierender KI-Systeme zu nutzen.

Die Kontroverse entzündete sich an einem Schutzverhalten von Fable 5, bei dem das Modell verdeckt auf Distillation-Anfragen reagierte. Anthropic sah ursprünglich einen unsichtbaren Mechanismus vor, der solche Versuche zur Modellentwicklung im Hintergrund erkennt und die Antworten gezielt verändert oder verschlechtert. Die Nutzer sollten davon nichts mitbekommen. Forscher und Entwickler kritisierten das als intransparent und warnten, dass solche verdeckten Eingriffe auch Tests und wissenschaftliche Untersuchungen des Modells verfälschen.

Fable 5 fällt künftig sichtbar auf Opus 4.8 zurück

In einem Beitrag auf X [2] kündigt Anthropic nun eine Kurskorrektur an. Künftig behandelt das Unternehmen erkannte Distillation-Anfragen sichtbar. Statt Antworten heimlich zu verändern, fällt Fable 5 in solchen Fällen auf das ältere Modell Claude Opus 4.8 [3] zurück – genau wie es bereits bei den Schutzmaßnahmen für Cybersecurity und Biologie der Fall ist. Die Nutzer sollen dabei jedes Mal einen entsprechenden Hinweis sehen.

Für API-Kunden will Anthropic zudem den Grund einer Ablehnung explizit zurückgeben. Ein serverseitiger Fallback für API-Anfragen soll in den kommenden Tagen folgen. Damit lässt sich künftig erkennen, ob eine Antwort von Fable 5 oder vom Fallback-Modell stammt.

Anthropic räumt die falsche Abwägung ein

Das Unternehmen gibt zu, mit dem ursprünglichen Ansatz falsch gelegen zu haben. Sichtbare Schutzmechanismen lassen sich zwar leichter analysieren und gezielt umgehen, weshalb ihre Absicherung mehr Zeit kostet. Unsichtbare Schutzmaßnahmen lassen sich dagegen enger auf bestimmte Szenarien zuschneiden und verursachen weniger Fehlalarme. Aus diesem Grund habe man sich zunächst für den verdeckten Ansatz entschieden, um Fable 5 schnell und sicher bereitzustellen.

Rückblickend sei das die falsche Entscheidung gewesen, schreibt Anthropic. Die Nutzer sollten nachvollziehen können, welche Schutzmaßnahmen aktiv sind und warum. Dafür entschuldigt sich das Unternehmen ausdrücklich.

Mehr Transparenz, vorerst mehr Fehlalarme

Die Umstellung hat allerdings Nebenwirkungen. Um die Systeme trotzdem vor Jailbreaks abzusichern, müssen die zugrunde liegenden Klassifikatoren zunächst konservativer arbeiten. Das führt vorübergehend zu mehr Fehlklassifikationen.

Solche False Positives entstehen, wenn das Modell harmlose Anfragen fälschlich als riskant einstuft. Genau hier setzt ein Großteil der bisherigen Kritik an.

Kritik aus der Sicherheitscommunity

Die Ankündigung folgt nur wenige Tage auf heftige Kritik von Sicherheitsforschern [4] an Fable 5. Mehrere Experten beklagen, dass die Cybersecurity-Schranken des Modells nicht nur brisante Anfragen erfassen, sondern auch alltägliche Aufgaben aus Softwareentwicklung und IT-Sicherheit. Genannt wurden unter anderem Code Reviews, das Schreiben sicheren Codes, Schwachstellenanalysen, Incident Response oder schlicht das Lesen sicherheitsrelevanter Fachartikel.

Fable 5 ist die öffentlich verfügbare Variante von Anthropics neuem Spitzenmodell Mythos 5. Letzteres bringt keine vorgeschalteten Schutzmechanismen für Cybersecurity, Biologie, Chemie und Distillation mit.

Anthropic justiert die Cyber- und Bio-Filter nach

In seiner Stellungnahme verspricht Anthropic auch Änderungen an den Cyber- und Bio-Safeguards. Die entsprechenden Klassifikatoren stelle man derzeit so ein, dass sie seltener bei harmlosen Anfragen anschlagen. Nutzer, die eine Fehlklassifikation vermuten, sollen diese melden – über Feedback-Funktionen in Claude Code und Claude.ai sowie über ein Einspruchsformular für API-Anfragen.

Ob die Anpassungen ausreichen, bleibt abzuwarten. An den Schutzmaßnahmen selbst hält Anthropic ausdrücklich fest – diese hatten die Kritiker allerdings auch nicht infrage gestellt.


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https://www.heise.de/-11330094

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  1. https://www.heise.de/tests/Fable-5-im-Test-Das-kann-das-teuerste-Anthropic-Modell-11329086.html
  2. https://x.com/ClaudeDevs/status/2064949876463645026
  3. https://www.heise.de/news/Anthropic-bringt-ehrlicheres-Claude-Opus-4-8-und-kuendigt-Mythos-an-11310619.html
  4. https://www.heise.de/news/Fable-5-blockiert-auch-sicheren-Code-11328448.html
  5. https://www.heise.de/ix
  6. mailto:fo@ix.de

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Ubiquiti UniFi OS: Kritische Schadcode-Lücken und mehr

Von Heise — 12. Juni 2026 um 11:39
Security Alert

(Bild: Shutterstock / Skorzewiak)

Ubiquiti warnt vor teils kritischen Sicherheitslücken in UniFi OS. Aktualisierte Software steht bereit, um sie zu schließen.

In Ubiquitis UniFi OS und im UID Enterprise Agent klaffen fünf Sicherheitslücken, die Angreifern etwa das Einschmuggeln von Code, das Umgehen von Sicherheitsmaßnahmen oder unbefugten Zugriff auf Informationen ermöglichen. Der Hersteller hat aktualisierte Software veröffentlicht, die die Schwachstellen behebt.

In einer Sicherheitsmitteilung listet Ubiquiti [1] die einzelnen Lücken auf. Drei Sicherheitslücken gelten demnach als kritisch. Angreifer mit Zugang zum Netzwerk und niedrigen Berechtigungen können eine unzureichende Eingabeprüfung in UID Enterprise Agent missbrauchen, um Befehle auf anfälligen Hosts auszuführen (CVE-2026-47367, CVSS 9.9, Risiko „kritisch“). Dieselbe Beschreibung und Auswirkung betrifft UniFi OS auf UniFi-OS-Geräten und -Instanzen (CVE-2026-47370, CVSS 9.9, Risiko „kritisch“). Noch unkonkreter ist eine Schwachstelle vom gleichen Typ in UniFi-OS-Geräten und Instanzen, die Angreifer zur Rechteausweitung nutzen können (CVE-2026-47369, CVSS 9.9, Risiko „kritisch“).

Eine Path-Traversal-Schwachstelle können bösartige Akteure mit Netzwerkzugang ausnutzen, um sich auf diversen UniFi-OS-Geräten und -Instanzen unbefugt Zugang zu Daten zu verschaffen (CVE-2026-47368, CVSS 8.6, Risiko „hoch“). Zudem können Angreifer mit Zugriff auf das Netzwerk in bestimmten, nicht genannten Konfigurationen eine unzureichende Rechteprüfung missbrauchen, um unbefugt Änderungen an anfälligen UniFi-OS-Geräten vorzunehmen (CVE-2026-48610, CVSS 8.1, Risiko „hoch“).

Fehlerbereinigte Softwareversionen

Die Sicherheitslücken behebt Ubiquiti im UID Enterprise Agent 1.61.4 aus. Außerdem korrigieren UniFi OS Server, UDM, UDM-Beast, UDM-Pro, UDM-SE, UDM-Pro-Max, EFG, UDW, UDR, UDR7, UDR-5G, Express 7, UCK, UCKP, UCK-Enterprise, UNVR, UNVR-Pro, UNVR-Instant, ENVR, ENVR-Core, UNVR-G2, UNVR-G2-Pro, UCG-Ultra, UCG-Max, UCG-Industrial und UCG-Fiber 5.1.15 sowie UNAS-2, UNAS-4, UNAS-Pro, UNAS-Pro-4 und UNAS-Pro-8 5.1.16 sowie Express 4.0.15 die sicherheitsrelevanten Fehler.

Erst vor rund zwei Wochen hatte Ubiquiti Sicherheitslücken in UniFi OS [2]zu schließen. Dort kamen drei sogar auf die höchstmögliche Risikoeinstufung CVSS 10.0, mithin „kritisch“.


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https://www.heise.de/-11329967

Links in diesem Artikel:

  1. https://community.ui.com/releases/Security-Advisory-Bulletin-065-065/aa46a22b-fc43-4eae-9382-6fc8feda967a
  2. https://www.heise.de/news/UniFi-OS-Server-Kritische-Sicherheitsluecken-ermoeglichen-Angriffe-11307509.html
  3. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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