Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Unfallmuster von Elektroautos im Vergleich mit denen von Verbrennern untersucht. Dabei zeigt sich, dass die Anzahl der Unfälle nahezu gleich ist. Allerdings gibt es Unterschiede bei der Art der Unfälle.
Laut UDV ereignen sich Unfälle mit Fußgängern häufiger beim Anfahren aus dem Stand, beim Rückwärtsfahren, beim Abbiegen oder in der Dämmerung und Dunkelheit. Als Grund nennen die Versicherer, dass Fußgänger die leisen Fahrzeuge trotz des gesetzlich vorgeschriebenen Fahrgeräuschs nur schwer ausmachen können. "Die künstlichen Fahrgeräusche sind womöglich nicht hörbar genug oder lassen sich noch nicht eindeutig einem Pkw zuordnen", so UDV-Leiterin Kirstin Zeidler.
Auch gibt es Anzeichen dafür, dass Pedalverwechslungen bei Elektroautos häufiger vorkommen als bei Verbrennern – die Fahrer führen los anstatt zu bremsen. Laut UDV könnte der Grund daran liegen, dass die Gewöhnung, überwiegend das Strompedal zu verwenden, im Ernstfall eine Verwechslung erleichtere. In nahezu jedem zweiten Unfall, bei dem Strom- und Bremspedal verwechselt wurden, waren die Fahrer mindestens 75 Jahre alt.
Neben diesen negativen Unterschieden bei den Unfallursachen gebe es aber auch Vorteile aufseiten der Elektroautos. So seien Insassen in kleinen Elektroautos gegenüber gleich großen Verbrennern bei Unfällen besser geschützt. Neben der modernen Sicherheitsausstattung – die gleichermaßen bei Autos mit Kraftstoffmotoren vorhanden sind – liegt das am höheren Gewicht. Bei Gewichtsunterschieden zum Unfallpartner steigt das Risiko für das leichtere Fahrzeug.
"Unsere Ergebnisse sind ausdrücklich kein Argument gegen E-Mobilität", sagt Kristin Zeidler. Die Studie soll eher Ansatzpunkte zeigen, in denen Elektroautos verbessert werden können. So sollten etwa die Fahrgeräusche verbessert werden. Auch ein klares Signal zur Fahrbereitschaft im Innenraum und außen wünschen sich die Versicherer, ebenso mehr Forschung zur Auswirkung von One-Pedal-Driving.
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Google hat vergangene Woche angekündigt, den reCaptcha-Bot-Schutz mit Handgesten auszustatten. Das lässt sich mit Fotos aushebeln.
Das als Schutz vor Bots und Betrug dienende Google reCaptcha wollen die Entwickler mit einer Erkennung von Handgesten verbessern. Erste Bastler haben die frühe Version schon jetzt ausgetrickst – mit untergeschobenen Fotos aus Stock-Archiven. Damit lässt sich das System derzeit täuschen.
In der vergangenen Woche hatte Google die reCaptcha-Erweiterung um Handgesten [1] vorgestellt. Sie basiert auf einem Machine-Learning-Modell, also Künstlicher Intelligenz [2]. Sie soll Referenzpunkte auf Händen erkennen und vermessen, insgesamt 21 Stück an der Zahl. Bei der Prüfung fordert das System Nutzerinnen und Nutzer auf, eine Handgeste vor einer Kamera nachzuvollziehen. Eigentlich soll die Funktion menschliche Bewegungen erkennen und damit etwa KI-Bots abwehren, die beim Lösen der bisherigen Captcha-Puzzles zunehmend besser werden.
Auf X haben IT-Forscher [3] nun vorgeführt, wie sich das System hinter die Fichte führen lässt. Sie nehmen eine Software wie Open Broadcaster Software (OBS), die sich ins System als (virtuelle) Kamera installieren lässt. Für die vom reCaptcha-System angefragte Handgeste verwenden sie einfach Stock-Fotos, auf denen die Personen die abgebildete Handgeste zeigen. Das genügt reCaptcha offenbar, die Anti-Bot- respektive Anti-Betrugs-Prüfung gilt als bestanden.
Die Handgestenerkennung in Googles reCaptcha ist ein noch junges Feature und in früher Entwicklung, daher werden die Programmierer sicherlich noch Lösungen finden, solche plumpen Fälschungen zu entlarven. Es zeigt jedoch auch klar die Grenzen eines solchen Systems auf. Es bietet keine hundertprozentige Sicherheit, sondern siebt einfache Bots aus.
Es handelt sich um einen immerwährenden Wettlauf zwischen Angreifern auf das System und den Entwicklern. Das Ziel bleibt jedoch, die Menschen möglichst wenig zu nerven [4] und zu stören. Neue Captcha-Systeme sind nötig, da Bots in der Regel rasch aufholen und sogar schneller als Menschen [5] beim Lösen der Aufgaben werden.
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In Oracles E-Business Suite greifen Kriminelle eine Lücke an, die die Oracle-Payments-Komponente betrifft und deren Übernahme ermöglicht.
In Oracles E-Business Suite können Angreifer an einer Schwachstelle in Oracle Payments ansetzen, um die Systeme vollständig zu übernehmen. IT-Sicherheitsforscher haben nun Angriffe [1] auf die Lücke in freier Wildbahn beobachtet.
Die IT-Forscher von DefusedCyber haben am Montag auf X [2] gepostet, dass sie seit dem Wochenende Angriffe auf diese Sicherheitslücke in ihren Honeypot-Systemen beobachtet haben. Bis dahin war noch kein Missbrauch der Lücke oder Proof-of-Concept-Code bekannt, erklären die IT-Sicherheitsforscher. Weitere Hinweise, wie die Angriffe genau aussehen oder in welchem Umfang sie stattfinden, nennt DefusedCyber jedoch nicht. Aus dem Ausschnitt der Anfrage, die der Screenshot auf X zeigt, lässt sich dahingehend nichts ableiten. Es gibt daher auch keine Hinweise auf erfolgreiche Angriffe (Indicators of Compromise, IOC), anhand derer Admins ihre Systeme auf Spuren von Attacken untersuchen könnten.
Die Sicherheitslücke ermöglicht nicht authentifizierten Angreifern aus dem Netz, die HTTP-Zugriff auf verwundbare Systeme haben, eine Schwachstelle in der Dateitransfer-Komponente von Oracle Payments aus der Oracle E-Business Suite zum Kompromittieren von Oracle Payments auszunutzen. Das Leck ist einfach zu missbrauchen, schreibt Oracle in der Schwachstellenbeschreibung (CVE-2026-46817 [3], CVSS 9.8, Risiko „hoch“). Betroffen ist Oracle Payments in den Versionen 12.2.3 bis einschließlich 12.2.15.
Oracle hat die Sicherheitslücke am ersten „Critical Security Patch Update“ (CSPU) im Mai dieses Jahres mit einem Softwareflicken [4] versorgt. In der Übersicht zu dem Mai-Patchday von Oracle [5] findet sich jedoch bislang noch kein Hinweis darauf, dass die Sicherheitslücke aktiv angegriffen wird.
Die Schwachstelle weckt Erinnerungen an Sicherheitslücken in Oracles E-Business Suite, die im Herbst [6] vergangenen Jahres massiv angegriffen wurden. Die Täter haben die Oracle-Kunden im Anschluss um Lösegeld erpresst.
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Eine kritische Sicherheitslücke mit Risiko-Höchstwertung in der Fernwartungssoftware SimpleHelp wird im Internet angegriffen.
In der Fernwartungssoftware SimpleHelp klafft eine Sicherheitslücke, die die Höchstwertung beim Risiko erreicht. Sie wurde Mitte des Monats bekannt. Jetzt haben IT-Sicherheitsexperten Cyberangriffe [1] auf das Sicherheitsleck beobachtet.
Davor warnt die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA [2]. Sie hat die Schwachstelle dem „Known Exploited Vulnerabilities“-Katalog hinzugefügt. Details zu den Angriffen nennt die Behörde wie üblich nicht, wie diese aussehen und in welchem Umfang sie stattfinden, bleibt daher unklar. Allerdings hat Blackpoint einen Blogbeitrag [3] veröffentlicht, in dem das IT-Sicherheitsunternehmen erörtert, dass es die Malware „TaskWeaver“ und „Djinn Stealer“ entdeckt hat, die nach Einbrüchen über die Schwachstelle CVE-2026-48558 auf die attackierten Systeme verfrachtet wurden. Die Malware läuft auf Linux ebenso wie unter macOS und Windows. Blackpoint stellt auch Hinweise für erfolgreiche Angriffe (Indicator of Compromise, IOC) bereit, anhand derer Admins prüfen können, ob sie mit der bekannten Malware attackiert wurden.
Bei der angegriffenen Schwachstelle handelt es sich um eine mögliche Umgehung der Authentifizierung, sofern „OIDC-Authentifizierung“ konfiguriert wurde. Die Identity-Tokens beim Login akzeptiert die Software, ohne zuvor ihre kryptografische Signatur zu prüfen. Angreifer aus dem Netz können dadurch ohne vorherige Anmeldung manipulierte Token senden und dadurch vollen Techniker-Zugang erhalten; in manchen Fällen lässt sich dadurch auch die Mehr-Faktor-Authentifizierung umgehen (CVE-2026-48558 [4], CVSS 10.0, Risiko „kritisch“).
Verwundbar sind die SimpleHelp-Versionen 5.5.15 und ältere sowie die 6.0-Pre-Release-Fassung. Laut der Release-News [5] steht SimpleHelp 5.5.16 bereit, außerdem erhält SimpleHelp 6.0 RC2 den Sicherheitsfix, wie die Entwickler in ihrer Sicherheitsmitteilung schreiben [6]. Sie raten IT-Verantwortlichen dringend dazu, die bereitstehenden Aktualisierungen zügig zu installieren. Die SimpleHelp-Entwickler erwähnen bislang noch nichts von den beobachteten Angriffen.
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Die GeForce RTX 3060 soll es in der Mittelklasse richten. Für sie sprechen die 12 GByte Speicher, sonst aber nichts.
Nvidia-Chef Jensen Huang stellte sie bereits in Aussicht, jetzt kommt sie tatsächlich zurück: Deutsche Händler listen erneut erste Herstellerkarten der GeForce RTX 3060. Asus’ Doppellüfter-Version „Dual“ ist die günstigste Variante ab etwa 335 Euro [1].
Listungen bei zahlreichen großen Händlern, darunter Galaxus, Computeruniverse, Mindfactory, Cyberport und Alternate, beweisen, dass hier keine Restbestände aufgetaucht sind. Laut Asus handelt es sich um neue Lieferkontingente. Modelle von MSI und Gigabyte kosten noch etwas mehr, weitere RTX-3060-Grafikkarten sind mit Preisen jenseits der 500 Euro völlig überteuert [2].
Nvidia stellte die GeForce RTX 3060 Anfang 2021 vor [3]. Fast 5,5 Jahre hat die Grafikkarte inzwischen auf dem Buckel, was sich auch an der Technik bemerkbar macht: Die zugrundeliegende Ampere-Architektur bekommt längst nicht mehr alle KI-Funktionen fürs Spiele-Upscaling, zudem ist die GPU mit Samsungs 8-Nanometer-Fertigungstechnik heutzutage nicht mehr effizient.
Die GeForce RTX 3060 hat einen einzigen Vorteil gegenüber den meisten anderen Grafikkarten dieser Preisklasse: Sie kommt mit 12 GByte Speicher. Die durchschnittlich viel schnellere und effizientere GeForce RTX 5060 hat nur 8 GByte RAM, was manchen Spielen nicht mehr reicht und daher Ruckler verursachen kann.
Die günstigste aktuelle Nvidia-Grafikkarte mit mehr als 8 GByte Speicher ist die GeForce RTX 5060 Ti 16 GByte, die aber erst bei 530 Euro startet [4]. Bei AMD ist es die Radeon RX 9060 XT 16 GByte für vereinzelt unter 400 Euro [5]. Als Alternative gibt es die Intel Arc B580 mit 12 GByte ab etwa 260 Euro [6]. In dieser Preisregion bewegte sich 2025 auch noch die GeForce RTX 3060.
Tom’s Hardware macht [7] derweil auf eine Rückkehr der GeForce RTX 3060 in Nordamerika aufmerksam. Die Wiedereinführung scheint damit groß angelegt zu sein.
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Qi-Standard: Kabelloses Laden soll bald mit 50 W möglich sein.
(Bild: Google)
Das Wireless Power Consortium plant ein großes Upgrade für den Qi-Ladestandard. Künftig soll kabelloses Laden mit bis zu 50 Watt möglich sein.
Das Wireless Power Consortium (WPC) arbeitet an der nächsten Generation des Qi2-Standards für kabelloses Laden. Im Zuge eines „außerplanmäßigen Treffens“ zwischen dem 22. und 25. Juni im Xiaomi-Hauptquartier in Beijing sprachen mehr als 20 Mitglieder des Konsortiums, inklusive Apple, Google, Huawei, Oppo und Vivo, über die Weiterentwicklung des Qi-Standards bis 50 Watt.
Das berichtet das chinesische Technologie-Portal IT Home [1]. Bei dem Treffen nahm der Hersteller Xiaomi die Vorreiterrolle ein, der bereits kabelloses Laden mit bis zu 50 Watt für einige Smartphones anbietet. Derzeit setzen sie aber noch auf eine proprietäre Lösung. Die hohe kabellose Ladeleistung soll indes in den Qi-Standard einfließen, heißt es. Mit der im vergangenen Jahr eingeführten Version 2.2.1 schafft Qi2 bis zu 25 Watt [2], wobei diese nur wenige Geräte wie das Pixel 10 Pro XL Pro [3] und Apples iPhone 16 und neuer [4] unterstützen. Das nun anstehende nächste Update ziele darauf ab, eine höhere Ladeleistung bei geringer Induktivität und niedriger Spannung zu liefern.
Ziel sei es, drahtloses Laden per Qi von „brauchbar“ zu „schneller, stabiler und sicherer“ zu entwickeln, so IT Home. Weiter heißt es, dass die Hardware-Design-Parameter im Wesentlichen bereits festgelegt seien, während die offizielle Vorstellung der Spezifikationen und womöglich erster Produkte im Jahr 2028 erfolgen soll.
Apple und Google dürften mit ihren iPhones und Pixel-Geräten wie üblich vorn dabei sein. Zumindest gehörten sie zu den wenigen Unternehmen, die Qi 2.2.1 und drahtloses Laden bis 25 Watt in ihre Geräte integriert haben. Apple ist maßgeblich für den magnetischen Teil des Qi-Standards [5] verantwortlich.
Weitere Hersteller wie Samsung haben mit dem Galaxy S26 Ultra auch Qi2-Laden mit bis zu 25 Watt eingeführt, jedoch fehlt dem Gerät eine magnetische Arretierung, um die Ladepunkte präzise für optimales Laden aufeinander zu positionieren. Samsung und andere Hersteller bieten für die magnetische Befestigung lediglich Schutzhüllen an. Die einzigen weiteren Geräte mit Magneten in der Geräterückseite sind das HMD Skyline und der Clicks Communicator [6].
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Apple öffnet seine Handschrifterkennung in iPadOS 27 auch für Dritt-Apps. Dies könnte den Eingabestift deutlich aufwerten.
(Bild: Apple)
Mit iPadOS 27 öffnet Apple seine Handschrifterkennung für Drittanbieter. Die neue API ermöglicht es, Notizen lokal zu durchsuchen und in Text umzuwandeln.
Gemessen daran, dass Apple mit dem Apple Pencil sogar eine eigene Hardware vertreibt, um auf dem iPad zu zeichnen und zu schreiben, ist das US-Unternehmen bislang recht zaghaft gewesen, den Eingabestift systemweit nutzbar zu machen. Mit iPadOS [1] 27 wird der Pencil jetzt noch einmal deutlich aufgewertet – sofern auch die Entwickler von Dritt-Apps mitspielen. Apple öffnet nämlich seine Handschrifterkennung in PencilKit für alle Entwickler. Die neue Schnittstelle steht dabei nicht nur unter iPadOS, sondern auch unter iOS, macOS und visionOS 27 bereit.
Bislang war die Erkennung handschriftlicher Notizen, etwa für die Suche, Apples eigenen Apps wie Notizen [2] und Freeform vorbehalten. Mit der neuen Schnittstelle PKStrokeRecognizer können nun auch Drittanbieter-Apps handschriftliche Eingaben erkennen, durchsuchbar machen und in normalen Text umwandeln.
Die neue API bietet laut Apple drei Kernfunktionen: Sie liefert die wahrscheinlichste Texterkennung für eine Notiz zurück, erzeugt einen durchsuchbaren Index aus mehrdeutigen Erkennungsergebnissen – etwa wenn unklar ist, ob „1“ oder „l“ gemeint war – und kann gezielt nach einem Suchbegriff innerhalb einer Zeichnung suchen, inklusive der Position auf der Seite. Die Suchfunktion lässt sich auch an Apples Systemsuche anbinden, wodurch Entwickler ohne viel Zusatzaufwand eine vollständige Suchoberfläche samt Trefferanzeige erhalten.
Wichtig für den Datenschutz: Die Erkennung läuft laut Apple vollständig lokal auf dem Gerät, eine Internetverbindung ist nicht nötig. Unterstützt werden 29 Sprachen. Da sich die Erkennungsqualität mit künftigen Modell-Updates verbessern kann, liefert Apple zusätzlich eine Versionsnummer mit, anhand derer Apps prüfen können, ob gespeicherte Indizes neu erstellt werden sollten.
Neben der reinen Erkennung erlaubt iPadOS 27 auch einen tieferen Zugriff auf das Datenmodell von PencilKit: Damit soll das Handgeschriebene für App-Entwickler besser zugänglich werden. Neue Funktionen zum „Slicing“ erlauben es Dritt-Apps zudem, Striche programmatisch zu radieren oder Teilabschnitte zu extrahieren – etwa, um die Schreibreihenfolge eines handschriftlichen Zeichens als Animation nachzuzeichnen, wie Apple in einer Demo [3] zum Erlernen chinesischer Schriftzeichen zeigte.
Auch bestehende Zeichenflächen außerhalb von PencilKit profitieren: Wer Striche bislang als Bézier-Pfade speichert, kann sie nun in PencilKits eigenes Format umwandeln und so ebenfalls Zugriff auf die Handschrifterkennung erhalten. Spannendes Detail für Entwickler: PKStrokeRecognizer ist als Swift-Actor implementiert und arbeitet asynchron, sodass Apps die Handschrifterkennung ohne Blockieren der Benutzeroberfläche ausführen können.
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Logo von Tata und Tata Electronics: Wichtiger Fertiger für Apple in Indien.
(Bild: Tata)
Cyberkriminelle haben sich Zugriff auf interne Server von Tata Electronics verschafft, einem der wichtigsten Apple-Fertiger. Betroffen: Daten zum iPhone 18 Pro.
Apples aktuelle Probleme in Indien [1] weiten sich aus: Nach Schwierigkeiten mit den Umweltauflagen in einer Zulieferfabrik von Tata Electronics für das iPhone zeigt sich nun, dass bei einem Cyberangriff auf das gleiche Unternehmen wichtige Daten abgeflossen sind, die auch noch unveröffentlichte Modelle betreffen. Entsprechende Aufnahmen kursieren bereits im Netz und sollen das iPhone 18 Pro samt Details zu Chip und Hauptplatine zeigen. Dies scheint jedoch nur die Spitze des Eisbergs zu sein.
Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, sagten der Nachrichtenagentur Reuters [2], Apple sei „beunruhigt“ über den Leak. Mindestens sechs der über 200.000 Dokumente von Tata Electronics, die im Dark Web als Teil eines Ransomware-Angriffs gelandet sind, zeigten Details zu dem neuen Modell. Auch das Gerät selbst wird laut auf Reddit kursierender Bilder gezeigt, ein silbernes oder weißes Modell, das vom Look her dem iPhone 17 Pro [3] ähnelt. Laut Reuters enthalten die Dokumente auch Angaben zum Akku und den verbauten Kameras.
Tata Electronics ist – neben taiwanischen Zulieferern mit Werken in Indien wie Foxconn – Apples wichtigster indischer Partner, die Mutter Tata gilt als größter Konzern des Subkontinents. Tata Electronics baut sowohl Komponenten für das iPhone als auch das iPhone selbst, die Modelle gehen derzeit vor allem in die USA. 25 Prozent und mehr aller Apple-Smartphones kommen mittlerweile aus Indien. Der Dark-Web-Leak soll von der Gruppe World Leaks stammen, enthält auch Daten von älteren iPhones sowie Tesla-Dokumente.
Informationen zu Apples Chiplieferanten TSMC (A-Chips) und Qualcomm [4] (5G-Modems) sind ebenfalls enthalten. Die Leaks nennen unter anderem Teile von Apples Lieferkette, die als geheim gelten, was dem Konzern Probleme bei neuen Verhandlungen verschaffen könnte. Tata soll den Vorfall nun untersuchen und an einer Langzeitsicherheitsstrategie arbeiten, damit solche Leaks nicht mehr vorkommen.
Es läuft ein forensischer Audit, Teile der internen Systeme wurden gesperrt. World Leaks hatte zuvor unter anderem Nike angegriffen. Zu den geleakten Aufnahmen zählen auch Bilder aus der Qualitätskontrolle, Tata Electronics führte Fallversuche mit den Geräten durch.
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Symbolbild
(Bild: Scharfsinn / Shutterstock.com)
Weil die Lithiumpreise massiv steigen, setzen GM und BYD auf billiges Natrium. Die neuen Akkus sichern die Stromversorgung auch bei extremem Wetter.
Lithium ist begehrt und wird immer teurer. Das liegt an der steigenden Nachfrage für Batterien für Elektroautos und zunehmend auch für Netzspeicher. Diese Entwicklung fördert bei den größten Batterieherstellern der Welt ein Umdenken, das den Fokus auf Natrium-Ionen-Batterien legt.
Reuters berichtet jetzt, dass General Motors, BYD und CATL die Produktionskapazitäten für Natrium-Ionen-Batterien [1] ausbauen.
GM will demnach gemeinsam mit dem Start-up Peak Energy ab 2028 in Michigan Natrium-Ionen-Zellen fertigen. Die Zelle entsteht in GMs eigenem Wallace Battery Cell Innovation Center, und Peak Energy integriert sie dann in schlüsselfertige Speichersysteme.
"Wir glauben, dass Natrium-Ionen-Batterien in den kommenden Jahren eine entscheidende Rolle bei Energiespeichersystemen im Netzmaßstab spielen werden", erklärte Kurt Kelty [2], Vizepräsident für Batterien, Antrieb und Nachhaltigkeit bei General Motors.
Natrium biete "eine überzeugende Kombination aus Langlebigkeit über einen breiteren Temperaturbereich […] und dem Potenzial für niedrigere Systemkosten".
Dieser Schwenk wird durch die steigenden Kosten gefördert. Der CME-Lithiumhydroxid-Kontrakt legte, so berichtet Reuters, seit Jahresbeginn um 86 Prozent zu und notiert erstmals seit Ende 2023 wieder über 20.000 US-Dollar pro Tonne.
Gleichzeitig treibt der Boom bei Rechenzentren in den USA die Nachfrage nach steuerbaren Speichern massiv. Weil sie mit einem größer werdenden Anteil von Wind- und Solarenergie im Strommix betrieben werden, sind Speicher für ein stabiles Netz notwendig.
Wie Venkat Srinivasan, Direktor des Argonne Collaborative Center for Energy Storage Science (ACCESS), gegenüber Reuters erklärte, treibe ein Mix aus Sorgen über die Versorgungssicherheit und technologischem Fortschritt die Investitionen in neue Batterietechnik.
Die US-Autobauer haben dabei einen Vorteil: Im Februar erst hatte die Trump-Regierung die Emissionsvorschriften für Automobile aufgehoben. Daraufhin brach der Absatz von Elektroautos deutlich ein. Die Fabriken für Batteriezellen, die seitdem brach liegen, lassen sich allerdings ohne erheblichen Aufwand für die Herstellung von neuen Stromspeichern umwidmen.
"Die Expansion in den Bereich der Energiespeicherung ist ein logischer nächster Schritt" für Automobilhersteller, sagte Peak-Energy-Chef Landon Mossburg.
Schon heute hat Peak Energy laut Reuters Bestellungen über 6,5 GWh für Natrium-Ionen-Systeme gebucht, darunter einen 500-Millionen-Dollar-Vertrag mit dem US-Speicherentwickler Jupiter Power über bis zu 4,75 GWh bis 2030.
Technisch punktet Natrium-Ionen vor allem dort, wo Lithium an Grenzen stößt. Die Zellen arbeiten in einem deutlich breiteren Temperaturfenster. Werden sie auf minus 40 Grad abgekühlt, so behalten sie laut IEA rund 90 Prozent ihrer Leistung. Sie funktionieren auch noch, wenn ihre Temperatur auf 70 Grad Celsius ansteigt.
Eine aktive Kühlung ist in vielen Szenarien nicht notwendig, was sie laut Bericht ideal für Rechenzentren macht. Marco Terruzzin, Chief Revenue Officer bei Energy Vault betonte gegenüber Reuters: Die Systeme entsprächen "direkt den Bedürfnissen der Rechenzentrumskunden".
Energy Vault und Peak Energy unterzeichneten im Februar 2026 eine Entwicklungsvereinbarung für Natrium-Speicher mit einer anfänglichen Kapazität von 1,5 GWh.
Dass die Fertigungsqualität bereits mit etablierter Lithium-Produktion mithalten kann, zeigte eine Untersuchung der RWTH Aachen [3]: Das Team um Batterieforscher Moritz Schütte testete 120 Natrium-Ionen-Rundzellen des chinesischen Herstellers Hina Battery.
Der ohmsche Innenwiderstand streute demnach nur um 5,3 Prozent – ein Wert auf dem Niveau ausgereifter Lithium-Linien. Die Zellen nutzen ein Tabless-Design ähnlich Teslas 4680-Format.
Den globalen Maßstab setzen derweil chinesische Konzerne. CATL, weltgrößter Zellhersteller, vereinbarte im April die Lieferung von 60 GWh Natrium-Ionen-Batterien an Beijing HyperStrong Technology innerhalb von drei Jahren. BYD investierte gemeinsam mit der Huaihai-Gruppe in ein 30-GWh-Werk in Xuzhou.
Auch US-Hersteller profitieren von der Förderlandschaft: Da Natrium-Systeme kaum Importbedarf haben, qualifizieren sich Fabriken laut Terruzzin für bundesstaatliche Investitionssteuergutschriften – ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber importiertem Lithium.
Die Internationale Energieagentur prognostiziert, dass Natrium-Ionen-Batterien bis 2030 rund zehn Prozent der jährlich neu installierten Speicherkapazität weltweit ausmachen.
Alsym-Energy-COO Graeme Grant sieht das laut Reuters für die USA noch optimistischer: "Wir glauben, dass sie innerhalb von fünf Jahren die De-facto-Wahl für [die Energiespeicherung] sein werden".
Ob die geringere Energiedichte im Vergleich zu NMC- oder LFP-Zellen [4] den stationären Einsatz tatsächlich bremst, wird sich an den Skaleneffekten der neuen Fabriken entscheiden.
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Die B2 "Spirit" wurde 1993 in Dienst gestellt, insgesamt wurden 21 Einheiten gebaut
(Bild: mark reinstein/Shutterstock.com)
Erstmals hat ein B-2-Tarnkappenbomber eine Anti-Schiff-Rakete abgefeuert. Die Übung unter Beteiligung der japanischen Armee gilt als Signal an Peking.
Das US-Militär hat erstmals öffentlich bestätigt, dass der Tarnkappen-Bomber B-2 "Spirit" die Langstrecken-Anti-Schiff-Rakete vom Typ AGM-158C LRASM [1] einsetzen kann.
Der Nachweis erfolgte im Rahmen einer Übung während des Manövers Valiant Shield 2026 im Westpazifik, wie das Fachportal The War Zone berichtet [2]. Damit zeigen sich bislang ungekannte Fähigkeiten des Bombers.
Am 27. Juni 2026 beschoss ein B-2-Bomber das ausgemusterte US-Amphibienschiff USS Juneau (LPD 10) mit einer LRASM, rund 200 Seemeilen vor der Küste der Marianen.
Das Schiff wurde im Verlauf der Übung von mehreren Waffensystemen getroffen und schließlich von einem Torpedo eines U-Boots der japanischen Marine versenkt. Die Beteiligung des B-2 wurde erst nachträglich durch das US Pacific Air Forces Command (PACAF) bekanntgegeben.
Fotos zeigen, dass die Rakete bereits am 22. Juni auf der Whiteman Air Force Base in Missouri unter den Bomber geladen wurde, bevor dieser zur Andersen Air Force Base auf Guam verlegte.
Dass der B-2 überhaupt LRASM-fähig ist, war bis zu dieser Übung nicht öffentlich bekannt. Das Air Force Global Strike Command (AFGSC) bestätigte gegenüber The War Zone, dass alle Details zur Integration der Rakete auf dem B-2 als Verschlusssache eingestuft sind – ebenso die Frage, ob dies ein Erstflug in dieser Konfiguration war.
Im Haushaltsentwurf des Pentagon für das Fiskaljahr 2027 findet sich kein Hinweis auf eine LRASM-Integration beim B-2.
Die AGM-158C LRASM ist eine Weiterentwicklung der JASSM-Familie (Joint Air-to-Surface Standoff Missile), die der B-2 bereits in den Varianten AGM-158A und AGM-158B trägt.
Da alle drei Varianten dasselbe Grundgehäuse teilen, war die Integration der LRASM vergleichsweise unkompliziert. Die Reichweite der LRASM wird in Fachkreisen auf 300 bis knapp 500 Kilometer geschätzt; offizielle Angaben dazu sind nicht öffentlich.
Die Rakete navigiert zunächst per GPS und Trägheitsnavigation (INS) in das Zielgebiet. Im Endanflug übernimmt ein Infrarotsuchkopf die Steuerung. Onboard-Algorithmen erlauben es dem Flugkörper, Ziele selbstständig zu identifizieren, feindliche Abwehrsysteme anhand ihrer Funksignale zu erkennen und den Kurs entsprechend anzupassen. Ein Datenfunk ermöglicht zudem die Koordination mit anderen LRASM-Raketen während des Fluges.
Bisher war die LRASM auf dem B-1B Lancer sowie dem Trägerflugzeug F/A-18E/F Super Hornet der Marine einsatzbereit. Integrationsarbeiten laufen außerdem für die F-15E, F-15EX, F-16C/D, F-35 sowie die P-8A Poseidon und den B-52.
General Kevin B. Schneider, Kommandeur der PACAF, erklärte, dass die Übung "das Engagement des US-Militärs für Anpassungsfähigkeit und Flexibilität angesichts neuer Sicherheitsherausforderungen" belege.
Die Kombination aus der Tarneigenschaft des B-2 und der Reichweite der LRASM ermöglicht es dem Bomber, feindliche Marineziele tief in gegnerisch verteidigtem Luftraum anzugreifen – ein Szenario, das angesichts der wachsenden Konfrontation mit China im Pazifik an Relevanz gewinnt.
Die Offenlegung der Fähigkeit fällt zeitlich mit dem Manöver Valiant Shield [3] zusammen, das als Signal an Peking gewertet werden kann. Die Volksbefreiungsarmee (PLA) hat im Pazifik umfangreiche Systeme zur Zugangsverhinderung und Gebietsabsperrung (Anti-Access/Area-Denial, A2/AD) aufgebaut.
Für die Zukunft lässt die Integration auch Rückschlüsse auf den geplanten Nachfolger B-21 Raider zu, der voraussichtlich ebenfalls LRASM-fähig sein wird.
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Deutscher Fußball am Nullpunkt. Die Nation schäumt. Kanzler Merz beschwichtigt. Die Blamage der DFB-Elf zeigt den tiefen Abstieg des Landes. WM-Blog-Folge 10.
"Das war in allen Teilen zu wenig."
Christoph Kramer, Weltmeister und WM-Experte
Aus. Aus. Aus – die deutsche Fußballnationalmannschaft ist im ersten Spiel der K.-o.-Runde bei der Fußball-WM 2026 gegen den an Leidenschaft, Konsequenz und Selbsteinschätzung überlegenen Gegner aus Paraguay ausgeschieden. Der deutsche Fußball steht am Nullpunkt.
Nur Ahnungslose wie Bundeskanzler Merz können da noch loben, gratulieren und salbungsvoll etwas von "stolz auf euch" twittern. [1] Einmal mehr konsequent abgehoben und fern jeder Stimmung unter den fußballinteressierten deutschen Bürgern, die alles sind – verärgert, traurig, enttäuscht, frustriert oder gleichgültig –, aber nicht "stolz".
Da liegt Spingers rechte-Mitte-Stürmer Ulf Poschardt schon näher am Puls der Menschen, wenn er heute Morgen in der Welt etwas zu ernsthaft schäumt [2]: "Nur ein erfolgreiches Deutschland ist lebenswert".
Zwei Spinner in ihren beiden isolierten Welten – aber der gleiche Wahnsinn einer Gesellschaft in der Identitätskrise?
Einmal mehr wird klar: Die Deutschen denken zu viel und handeln zu wenig.
Es war ein Ausscheiden mit Ansage. Denn aus dem miserablen Ecuador-Spiel hat die deutsche Nationalmannschaft weder taktisch noch personell Konsequenzen gezogen.
Stur hielt der Bundestrainer an seinen bereits gescheiterten Konzepten fest. Es war nicht alles schlecht, ja! Aber es war eben auch vieles nicht gut. Und vor allem war es nicht ausreichend, es war nicht genug, um in einem K.o-Spiel zu bestehen und einen grundsätzlich unterlegenen Gegner niederzuringen.
Realistisch betrachtet ist Paraguay zwar keine schlechte Mannschaft und kein schwacher Gegner, aber auch nicht wirklich stark, sodass aus vielen objektiven Gründen eine deutsche Fußballnationalmannschaft gegen diesen Gegner in einem solchen Spiel normalerweise siegen müsste.
Während des Spiels am späten Montagabend deutscher Zeit gab es Druckphasen, vor allem in der zweiten Hälfte, aber es gab nie Phasen, in denen die Deutschen wirklich für mehr als kurze Momente klar überlegen waren und den Gegner in der Hand hatten.
Das lag daran, dass es eben keine Strategie gab, keinen Willen zu einem erkennbaren "Fußball, den wir spielen wollen, und jedem Gegner aufzwingen" – wie das bei den stärksten Mannschaften der Welt, bei Spaniern, Franzosen, Argentiniern und sogar bei den Engländern immer erkennbar ist.
Und es gab keine Führungsspieler, die auf dem Feld eigenständig und mutig handeln, die das Spiel umstellen und die Initiative ergreifen konnten. So dass die Nationalmannschaft nicht in der Lage war, auf gegnerische Strategien, eigene Fehler und gescheiterte Konzepte zu reagieren.
Fußballspiele sind aber Willenskämpfe. Es gewinnt in der Regel die mental stärkere Mannschaft.
In der Kindererziehung gab es einst den Spruch "Wer nicht hören will, muss fühlen" – die deutsche Nationalmannschaft und insbesondere an der Spitze ihr Bundestrainer wollte nicht hören.
Julian Nagelsmann wollte nicht wahrnehmen, was offen zutage lag und was den Fans wie auch allen möglichen verschiedenen Experten ins Auge stach, was an diversen Orten auch seit Langem zum Thema gemacht und angesprochen wurde: Schwachstellen gescheiterte Konzepte, fehlende Matchpläne, schwache Ausbildung, falsche Spielerauswahl.
Der Bundestrainer wollte nicht auf all dies eingehen, redete sich die Verhältnisse schön und zeigte sich unbelehrbar.
Alles war im Spiel genau wie auch an diesem Ort in den letzten Tagen schon beschrieben: Die falsche Aufstellung, das grundsätzliche Missverständnis, dass eine Fußball-Weltmeisterschaft irgendetwas mit gesundheitlicher Rehabilitation (Musiala), Selbstbewusstseinssteigerung (Wirtz, Woltemade), moralischer Bewährung (Sané) und Einspielen (die Mannschaft) zu tun hätte. Um all das geht es überhaupt nicht. Es geht um bestmögliche Ergebnisse einer Mannschaft und um uneingeschränktes Abrufen ihres Potentials.
Deutschland ist keine Turniermannschaft mehr. Inzwischen hat es auch das ZDF [3] begriffen.
"So macht Bewußtsein Feige aus uns allen; Der angebornen Farbe der Entschließung
Wird des Gedankens Blässe angekränkelt; Und Unternehmen, hochgezielt und wertvoll,
Durch diese Rücksicht aus der Bahn gelenkt"
William Shakespeare, "Hamlet"
Das alles hat selbstverständlich etwas mit dem Rest des Landes und der Gesellschaft zu tun. Die diesem sportlichen Scheitern – das man für sich gesehen als "unwesentlich" und "banal" und "Spektakelbetrieb" abtun mag – innewohnende Muster betrifft die Mentalität der ganzen Gesellschaft, deren Kondensat und Spiegel sich im Fußball nur mit besonderer Deutlichkeit abbilden.
Der deutsche Abstieg im Weltfußball geht einher mit einer mittelfristigen Veränderung der Gesellschaft: Joachim Löw als Bundestrainer spielte Merkel-Fußball. Gut gelaunt, vielleicht ein bisschen zu gut gelaunt, und ein bisschen zu jugendlich, aber doch selbstbewusst, gelassen, weltoffen.
Kosmopolitisch verabschiedete er die sogenannten "deutschen Tugenden", die Löw zu Recht nie ernst nehmen konnte, sondern als lächerlich empfand: so zum Beispiel das "über den Kampf zum Spiel finden", das verkrampfte Durchwurschteln einer Gurkentruppe aus Rumpelfußballern.
Löw zielte auf so etwas wie Weltmarktführung. Dieses Konzept geht nicht mehr auf und die Tatsache, dass es nicht mehr aufgeht, hängt ungefähr mit jener Zeit zwischen 2016 und 2018 zusammen, in der auch das politische und wirtschaftliche Erfolgsmodell Merkel verblasste.
Langfristig hat das deutsche Scheitern auch etwas mit dem grundsätzlichen Abstieg Europas zu tun, der Tatsache, dass Europa keine Weltmacht mehr ist, weder wirtschaftlich noch politisch, gespiegelt vom Aufstieg der Dritten Welt bzw. des Globalen Südens.
Dieses Scheitern bildet sich auch in den Misserfolgen Italiens, Skandinaviens und der Niederlande ab. Der fußballerische Erfolg von europäischen Ländern wie Frankreich und Spanien widerlegt diese These dagegen nur scheinbar – tatsächlich ist der Fußball in Spanien und Frankreich sehr deutlich von der globalen Migrationsgesellschaft geprägt, von der Integrationsfähigkeit dieser Länder und ihrem Vermögen, ihr koloniales Erbe kreativ und anzunehmen und progressiv mit alten Traditionen zu verschmelzen.
In beiden Ländern, Frankreich wie Spanien, ist die Fußballnationalmannschaft eine Avantgarde der jeweiligen Gesellschaft, sie macht vor, wie soziales Zusammenleben sein könnte, sie zeigt die Schönheit des Kreolischen, Migrantischen, Bunten. Die Kombination aus jugendlichem Leichtsinn und konservativem Ernst.
Das Resultat ist so klar und eindeutig wie traurig: Der Weltfußball und die Entscheidung um die Spitze des Weltfußballs finden zum dritten Mal hintereinander ohne Deutschland statt.
Die deutsche Nationalmannschaft, die noch 2014 Weltmeister wurde, ist seit 2018 in der Weltspitze nicht mehr präsent, und vor allem – und das wiegt schwerer – ist sie wie die ganze Gesellschaft in all ihren Bereichen nicht in der Lage, aus Fehlern auch Konsequenzen zu ziehen, zu lernen.
Unbelehrbarkeit ist aber weitaus schlimmer als Schwäche.
Paraguay war leidenschaftlicher und spielte mit Begeisterung und hoher Motivation, wo sich die Deutschen wie schwere Säcke müde und entnervt vom Druck des Gewinnen-Müssens über den Platz schleppten.
Die Lateinamerikaner waren in ihren Aktionen konsequenter, wo sich die Deutschen immer einen Dreher zu viel, eine Idee zu viel erlaubten.
Schließlich waren die Paraguayer nie arrogant. Sie redeten nicht davon, Weltmeister zu werden, sie dachten nicht über den übernächsten Gegner nach und darüber "wie wir Frankreich schlagen können", sondern über das Nächstliegende und schufen dafür die elementaren Voraussetzungen: die Qualifikation für das Achtelfinale.
Der Höhepunkt und das konsequente Ende des deutschen Irrlaufs war dann das Elfmeterschießen, eine Disziplin, in der die Deutschen, schon damals nicht haushoch überlegen, es in den 1990er- und den Nullerjahren zur Meisterschaft gebracht hatten.
Aber auch hier: von des Gedankens Blässe angekränkelte Germanenkicker versagten am Elfmeterpunkt: eine Kombination aus zu viel Nachdenken und Versagensangst lähmte die DFB-Elf.
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SkiaSharp zur 2D-Grafikerstellung in .NET bietet im neuen Release Beschleunigungen durch eine aktualisierte Engine.
Zwei Jahre Arbeit sind in das neu erschienene SkiaSharp 4.148.0 geflossen. Dabei handelt es sich um die erste stabile 4.x-Version der Cross-Platform-2D-Grafik-API für .NET-Plattformen, die auf Googles Skia-Graphics-Bibliothek basiert. Sie bringt eine überarbeitete Engine für verbesserte Grafiken sowie erhöhte Performance.
SkiaSharp wird vom .NET-Team in Partnerschaft mit dem Uno-Platform-Team entwickelt und kommt in .NET MAUI, WebAssembly, WinUI 3 und Frameworks wie Uno Platform zum Einsatz.
Die in SkiaSharp 4 auf den Chrome-Meilenstein m148 aktualisierte native Skia-Engine soll sich positiv auf bestehende Apps auswirken, ohne Codeänderungen zu erfordern. Unter anderem soll sie die Performance verbessern sowie für schärfere herunterskalierte Grafiken, automatische Fotoausrichtung und akkuratere Farben sorgen. Wie Microsoft in der Ankündigung betont [3], zeigen erste Tests im Vergleich zur vorherigen SkiaSharp-Version 3.119 ein um bis zu 24 Prozent schnelleres Rendering zentraler App-UI-Bestandteile, wie Schlagschatten und mehrschichtige Oberflächen. Dabei treten laut den Tests an anderen Stellen keine Regressionen auf.
SkiaSharp 4 räumt darüber hinaus mit Legacy-APIs auf und behebt unter der Haube die Ursache für eine Klasse von Use-After-Free-Abstürzen durch einen neuen Umgang mit Singleton-Objektlebenszyklen. Daneben hat das Entwicklungsteam die Test-Suite auf xUnit 3 aktualisiert und jede gebundelte native Dependency mit den neuesten Security-Fixes versehen. Als ein neues Feature ist nun vollständige Kontrolle über OpenType-Variablen-Schriftachsen enthalten, ebenso wie animiertes WebP-Encoding mit SKWebpEncoder sowie Farbpaletten für Emoji- und Icon-Schriftarten.
Die interaktive SkiaSharp-Galerie [4] zeigt die Möglichkeiten mit Blazor WebAssembly und Uno Platform. Beispiele mit .NET MAUI und weiteren Technologien sollen folgen.
SkiaSharp 4.148.0 steht beim .NET-Paketmanager NuGet unter MIT-Lizenz zum Download bereit [5]. Weitere Informationen zur neuen stabilen Version
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Was positives Führen bedeutet und mit welchen konkreten Maßnahmen man es umsetzen kann, besprechen Richard Seidl und Christian Thiele.
Positives Führen hat nichts mit Ponyhof zu tun – das ist einer der ersten Sätze, die Christian Thiele im Gespräch mit Richard Seidl sagt, und bringt damit das Thema direkt auf den Punkt. Die beiden sprechen darüber, was hinter dem PERMA-Modell [1] steckt: fünf konkrete Stellschrauben, mit denen Führung im Alltag greifbar wird, von positiven Emotionen über psychologische Sicherheit bis hin zum bewussten Feiern von Erfolgen. Es kommt auch zur Sprache, warum Leadership keine Frage der Rolle ist und was passiert, wenn man den besten Entwickler zum Projektleiter macht, nur weil Karriere bisher immer über Führung lief.
„Niemand weiß so richtig, wer eigentlich wirklich wem was zu sagen hat und welche Konsequenzen das hat.“ – Christian Thiele
Christian Thiele [3] ist Experte für Positive Leadership und unterstützt Führungskräfte, Teams und Organisationen mit Coachings, Trainings, Vorträgen, Teamentwicklungen und Konfliktklärungen. Zunehmend ist er auch im Hochschulkontext tätig, unter anderem als Standortleiter München-Ismaning im Studiengang „Positive Psychologie und Coaching“ an der Deutschen Hochschule für Sport und Gesundheit. Mit Haltung und Methoden der Positiven Psychologie möchte er dazu beitragen, dass Einzelne und Gruppen mehr Erfolg, mehr Kreativität, mehr Sinnhaftigkeit und mehr Freude in der Arbeit erleben. Gleichzeitig unterstützt er Menschen und Organisationen dabei, weniger Frust zu erleben, Stress besser zu bewältigen und leichter vom Krach zur Kooperation zu kommen.
Dieses Format fokussiert sich auf Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste betrachten die Dinge, die die Qualität in der Softwareentwicklung steigern.
Die aktuelle Episode ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar [4].
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Wie Science berichtet, wird von der Staatlichen Bergbau-Universität Sankt Petersburg angestrebt, eine 150 Jahre alte Theorie zu belegen, nach der es in der Erdkruste nahezu unbegrenzte Vorkommen an Erdgas und Erdöl geben könnte. Dafür soll in der Region Komi in Westsibirien ein 10 Kilometer tiefes Bohrloch entstehen, wo derartige Reserven vermutet werden.
Der Artikel in Science bezieht sich auf einen Bericht in Ria Novosti, in dem der Direktor der Universität Wladimir Litwinenko sowohl die Theorie als auch das Vorgehen beschreibt.
Bereits 1989 war ein mehr als 12 km tiefes Loch auf der Halbinsel Kola gebohrt worden. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 wurde die Forschungsarbeit jedoch beendet. Spätestens seit 2023 gibt es Bemühungen, die Suche nach den ungewöhnlichen Reserven wieder aufzunehmen.
Die Vermutung, dass es nichtfossile und nichtbiologische Erdgasreserven geben könnte, geht auf Dmitri Mendelejew, einen der Entwickler des Periodensystems der Elemente, zurück. Demnach könnte Kohlenstoff aus der Zeit der Entstehung der Erde in der Erdkruste eingeschlossen worden sein und hat sich im Laufe der Zeit in Methan, Ethan und weitere Verbindung umgewandelt.
Der Kohlenstoff wäre damit nicht pflanzlichen Ursprungs, und zumindest in der Theorie könnte solche Reserven nahezu unendlich sein, weil sich die chemischen Prozesse immer weiter fortsetzen und neue Verbindungen erzeugen.
Bisher finden sich jedoch keinerlei Belege dafür, dass irgendeine Quelle der fossilen Energieträger anders als durch pflanzliche entstanden sein könnte. Projekte in Schweden oder China mit dem gleichen Ziel, tiefe Quellen der Energieträger aus der Anfangszeit der Erde zu entdecken, blieben erfolglos.
Wissenschaftliche Studien, die den nötigen chemischen Prozess und die Rahmenbedingungen beschreiben, gibt es nicht. Andere Veröffentlichungen, die keine Belege für derartige Vorkommen ausmachen können, existieren hingegen.
Darüber hinaus darf bezweifelt werden, dass eine solche Entdeckung ernsthafte Auswirkung auf die weltweite Nutzung von Erdgas und Erdöl hätte. So verursachen Transport und Verarbeitung einen großen Teil der Kosten. Und die Kosten, die eine Verbrennung fossiler Energieträger verursacht, stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Nicht umsonst sind erneuerbare Energien mittlerweile die mit Abstand am schnellsten wachsende Form der Energieerzeugung.
Dementsprechend sieht der Bericht in Science noch einen anderen Grund für den Beginn der Bohrung: Im Zuge der Vergabe der Bohrrechte wurden laut Alexandra Prokopenko, Mitglied des Carnegie Russia Eurasia Center, knapp 7 Millionen US-Dollar durch eine bis dahin unbekannte Firma gezahlt.
Gleichzeitig gilt Wladimir Litwinenko, ein enger Vertrauter von Wladimir Putin und Initiator des Bohrvorhabens, als einer der reichsten Universitätsdirektoren Russlands. Damit gäbe es zumindest einen Grund für die höchstwahrscheinlich erfolglose Tiefenbohrung.
Unsere Grüne Glasfaser (UGG) hat einen bundesweiten Vertrag mit Telefónica Deutschland unterzeichnet. Das gaben die Partner am 30. Juni 2026 bekannt. Telefónica wird seine Mobilfunkstandorte mit Glasfaser von UGG anschließen. UGG ist ein Glasfaser-Joint-Venture der spanischen Telefónica Group und der deutschen Allianz-Versicherung.
Im Juni 2025 erklärte die Allianz, man werde keine neuen Projekte mehr starten. Unternehmenssprecher Jens Lauser sagte Golem im Juni dieses Jahres, dass man sich auch "in den Jahren 2026/2027 auf die am schnellsten zu realisierenden Glasfaserprojekte" konzentriere. Auf die Nachfrage, ob weiterhin keine neuen Projekte gestartet würden, machte er keine Angaben.
Zugleich mehren sich Berichte, nach denen UGG Zusagen im Glasfaserausbau bricht. Mit "großer Enttäuschung und Unverständnis reagierten im Mai die Städte Barntrup und Blomberg in Nordrhein-Westfalen auf die Mitteilung, nach der das Unternehmen den ursprünglich geplanten Glasfaserausbau in beiden Kommunen nicht wie vereinbart umsetzen wird", erklärte die Gemeinde. Auch der Glasfaserausbau in Hilzingen in Baden-Württemberg wird nicht wie geplant umgesetzt: UGG zog sich im April 2026 aus dem Projekt zurück. In Aue im Erzgebirge wurden Baugräben für Glasfaserleerrohre nur provisorisch verschlossen. Nach monatelanger Wartezeit schaltete die Stadt einen Anwalt ein.
Der Backhaul in einem Mobilfunknetz ist die Anbindung der Basisstationen an übergeordnete Netzkomponenten. Glasfaseranbindungen sind im Mobilfunkbereich für die schnelle und zuverlässige Signalübertragung zwischen den Mobilfunkstandorten und dem Kernnetz laut Experten meist unverzichtbar. Mit bis zu 100 GBit/s ist die Glasfaseranbindung deutlich schneller und leistungsfähiger als herkömmliche Richtfunkverbindungen, die bei rund 10 GBit/s perspektivisch an ihre Grenzen stoßen. Bei einer Reichweite von rund 120 Kilometern ist Richtfunk jedoch erheblich günstiger als der Ausbau oder die Anmietung von Glasfaser.
Die ersten gemeinsamen Projekte befänden sich bereits in der Planung. Den Auftakt macht die hessische Gemeinde Gensungen, in der aktuell die erste Glasfaseranbindung für einen Mobilfunkstandort umgesetzt wird. Tatsächlich ist das Mobilfunknetz der Telefónica weitaus schlechter mit Glasfaser angebunden als das Netz der Deutschen Telekom und jenes von Vodafone. Im Dezember 2021 waren nur rund ein Viertel der Mobilfunkstandorte mit Glasfaser angeschlossen. Im November 2019 hingen 80 Prozent der Mobilfunkstationen der Telefónica noch am Richtfunk, hatte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers unwidersprochen gesagt. Neue Angaben liegen von Telefónica nicht vor.
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Die schlechten Nachrichten zuerst: Die Speicherkrise ist noch lange nicht vorbei. Laut jüngsten Berichten schätzt Tech-Konzern Lenovo, dass sich die Preislage bei Arbeitsspeicher und Festplatten bis mindestens zum Jahr 2030 nicht bessern wird. Der PC-Bau bleibt also vorerst teuer. Zumindest Monitore sind aber nach wie vor erschwinglich. Amazon verkauft ein 27 Zoll großes Modell von AOC mit Full-HD-Auflösung und 180 Hz Bildwiederholrate für unter 100 Euro. Prime-exklusive Angebote mal nicht beachtet, war er noch nie günstiger. Der Deal gilt bis zum 5. Juli, kann aber vorzeitig enden.
AOC zählt zu den am meisten empfohlenen Monitorherstellern im Budget-Segment. Das liegt vor allem an der überdurchschnittlichen Bild- und Verarbeitungsqualität für unterdurchschnittliche Preise. Der AOC 27G4XED ist keine Ausnahme. Der Gaming-Monitor hat ein flimmerfreies Fast-IPS-Panel, das nicht nur extrem niedrige Reaktionszeit von 0,5 ms ermöglicht, sondern auch eine präzise Farbwiedergabe samt hohen Betrachtungswinkeln. Die meisten Bildschirme mit vergleichbarem Preis bieten lediglich VA- oder TN-Panels, die besonders im Hinblick auf Farbdarstellung nicht mit IPS-Panels mithalten können.
Die Kombination aus Full-HD-Display und 180 Hz Bildwiederholrate vesät es schon: Der AOC 27G4XED eignet sich am besten für kompetitive Online-Spieler, den hohe Framerates wichtiger als hohe Auflösungen und Grafik-Settings sind. Natürlich eignet er sich auch für Single-Player-Titel – vor allem dann, wenn man ein Midrange-System besitzt, das ohnehin für Full-HD-Gaming ausgelegt ist. Support für Nvidia G-Sync und AMD FreeSync erlaubt dem Monitor dabei, seine Bildwiederholrate dynamisch an die Framerate des Spiels anzupassen. Das beugt unschönem Bildreißen (Tearing) vor und sorgt für mehr Klarheit. Dank matter Beschichtung behält man auch bei starkem Lichteinfall den Überblick.
Ausgestattet mit zwei HDMI-2.0- und einem Displayport-1.2-Anschluss, ist der AOC 27G4XED mit Konsolen und Laptops kompatibel. Hinzukommt eine 3,5-mm-Buchse für Kopfhörer oder externe Lautsprecher. Zwar sind auch zwei Lautsprecher verbaut. Deren Soundqualität dürfte aber bestenfalls zweckmäßig sein. Der mitgelieferte Standfuß hat eine angewinkelte Front, sodass mehr Platz für Mauspad und Tastatur bleibt. Auf Wunsch kann der Gaming-Monitor per 100x100-Vesa-Löchern auch an Monitorarmen montiert werden.
Amazon verkauft den AOC 27G4XED
AOC 27G4XED 27 Zoll FHD Gaming Monitor
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Die Deutschland-App soll Anträge stark vereinfachen – per Chat, Formular oder KI-Avatar. Zum technischen Konzept und KI-Risiken haben wir nachgehakt.
Im April wurde bekannt, dass das Bundesdigitalministerium (BMDS) die Telekom und SAP beauftragt hat [1] [1], einen Prototyp einer Bürger-App für ganz Deutschland zu entwickeln. Im Interview mit c’t erläutert der zuständige Staatssekretär Markus Richter nun die Pläne im Detail: Wie die „Deutschland-App“ Bürger durch Anträge leiten soll und welche Rolle generative KI dabei spielt. Außerdem gibt Richter einen Ausblick auf die nächsten Schritte hin zur digitalen Brieftasche EUDI-Wallet und zum Deutschland-Stack, der Zukunfts-IT der öffentlichen Verwaltungen.
c’t: Herr Richter, ab 2027 wollen Sie mit der Deutschland-App den Staat schlanker, bürgernäher und verständlicher machen. Laut Ihrem Chef, Digitalminister Karsten Wildberger, wird die App „krass“. Aber wie soll sie konkret funktionieren?
Markus Richter: Ziel ist, dass die App mithilfe von künstlicher Intelligenz, einer Crawler-Technik und einem Assistenzsystem den Zugang zur Verwaltung erleichtert. Die App greift auf die bestehenden Dienste der Behörden zu. Die Bürger interagieren also nur mit der App und können leichter Verwaltungsleistungen beantragen. Wir sind gerade dabei, einen Prototyp zu erstellen.
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Volkswagen prüft die Aufspaltung seines Kerngeschäfts. Analysten sehen Milliardenpotenzial – doch IG Metall warnt vor einem Angriff auf das VW-Gesetz.
Volkswagen, Europas größter Autobauer, steht vor einer Zerreißprobe. Erst vor wenigen Tagen hatte der Konzern angekündigt, bis zu 100.000 Stellen zu streichen. Doch wie Reuters berichtet, könnte weitaus mehr geplant sein.
Demnach plant Konzernchef Oliver Blume offenbar [1] auch, die Bereiche Pkw und Komponenten in eigenständige Firmen auszugliedern.
Ob beabsichtigt oder nicht: Mit diesem Schritt würde Volkswagen die Grenzen des VW-Gesetzes austesten, das dem Land Niedersachsen und den Gewerkschaften weitreichende Mitbestimmungsrechte sichert.
Telepolis hatte bereits darüber berichtet, dass der Aufsichtsrat am 9. Juli [2] über die neuen Ziele beraten wird. Mit dem Stellenabbau versucht der Konzern, rund 11 Milliarden Euro Kosten einzusparen.
Hinter der Idee, die Bereiche Pkw und Komponenten auszugliedern, könnte strategisches Kalkül stecken. So argumentieren laut Reuters zumindest einige Finanz- und Rechtsexperten.
Ziel könnte demnach sein, das VW-Gesetz beim Umbau des Konzerns zu umgehen. Das Gesetz gilt für die VW AG, die sechs deutsche Kernwerke kontrolliert, und es schränkt demnach die Möglichkeiten des Vorstandes effektiv ein, Werke zu schließen.
Würden jetzt Unternehmensteile ausgegliedert, könnte das die Bindung lockern. Analysten der Citigroup vergleichen den Ansatz laut Reuters mit einer "Bad Bank": Schwächere Geschäftsbereiche würden isoliert, eine schlankere Holding bliebe zurück.
Die Zahlen untermauern die Logik. Volkswagens Mehrheitsbeteiligungen an der Lkw-Sparte Traton und am Sportwagenhersteller Porsche AG sind zusammen rund 44 Milliarden Euro wert. Der Börsenwert des Gesamtkonzerns liegt dagegen bei nur 37,6 Milliarden Euro.
Jede Ausgliederung erfordert nach dem VW-Gesetz eine Zustimmung von über 80 Prozent der Aktionäre. Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte und damit eine Blockadeposition.
Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) lehnt indessen Maßnahmen ab, die den Einfluss der Beschäftigten schwächen. Dieser sei ein "wesentlicher Bestandteil der Erfolgsgeschichte von Volkswagen", sagte er gegenüber Reuters.
Die IG Metall warnt offen: Die Ausgliederungspläne kämen einem "Angriff auf das VW-Gesetz" gleich. Gewerkschaften und Niedersachsen stellen gemeinsam die Mehrheit im Aufsichtsrat.
Auch die Bundesregierung positioniert sich: Ihr Ziel sei es, "die Schließung von Standorten in Deutschland zu verhindern", erklärte ein Regierungssprecher [3]. Berlin hält selbst keine Anteile am Wolfsburger Konzern.
Statt Werkstore zu verriegeln, bringt Lies einen anderen Ansatz ins Spiel: Die Fertigung von Modellen für den chinesischen Markt soll nach Deutschland verlagert werden [4], um wenig ausgelastete Standorte zu stützen.
Blume selbst hat diese Idee im April ebenfalls öffentlich erwogen [5] und prüft, europäische Kapazitäten mit chinesischen Partnern zu teilen.
Der Druck auf den Konzern kommt von mehreren Seiten gleichzeitig: Einmal sind es US-Zölle, dann schrumpft der chinesische Markt seit knapp acht Monaten und chinesische Autobauer wie BYD und SAIC drängen immer stärker auf den europäischen Markt.
Aber Volkswagen steht mit diesem Problemen nicht allein. Auch Mercedes und BMW sind inzwischen gezwungen [6], Arbeitszeiten, Löhne und Produktionskapazitäten zu überdenken.
Ulrich Hocker, Präsident der Aktionärsvereinigung DSW, formulierte es gegenüber Reuters und mit Blick auf Volkswagen unverblümt: "Irgendwann muss jedem klar werden, dass eine tiefgreifende Transformation durchgeführt werden muss, um das Überleben dieses Unternehmens zu sichern".
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