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(Bild: Google, Collage heise online/dmk)
Fur Windows, macOS, Linux und die Android-Version des Chrome-Browsers sind Sicherheitsupdates verfügbar. Auch die LTS-Fassung von ChromeOS wurde abgedichtet.
Für mehrere Chrome-Produkte von Google stehen schützende Aktualisierungen bereit. Den Browser sichert ein Stable Channel Update auf 150.0.7871.114/.115 (Windows und macOS) beziehungsweise 150.0.7871.114 (Linux) unter anderem gegen zwei als kritisch bewertete Lücken ab.
In der neuen Chrome for Android-Version 150 (150.0.7871.114) haben sich die Entwickler dieselben Sicherheitslücken vorgenommen wie in den Desktop-Releases. Außerdem gibt es eine frische Version von Chrome for iOS (Stable 150 / 150.0.7871.113) – ohne Security-Relevanz, aber mit Stabilitäts- und Performanceverbesserungen.
Die LTS (Long-Term-Support)-Fassung des Betriebssystems ChromeOS ist ebenfalls in einer neuen Stable-Version, nämlich LTS-144 (144.0.7559.257 / Platform-Version 16503.90.0), verfügbar. Auch hier haben die Entwickler mehrere teils kritische Sicherheitsaktualisierungen eingebaut.
Üblicherweise schreibt Google in den Versionsankündigungen, wenn das Unternehmen davon weiß, dass Sicherheitslücken bereits im Internet angegriffen werden. In den vorliegenden Versionsankündigungen finden sich jedoch keine derartigen Hinweise.
Nutzer des Chrome- sowie Chromium-basierter Browser schützen die aktuellen Fixes vor möglichen Angriffen auf CVE-2026-15112 und CVE-2026-15129 (jeweils „critical“). In beiden Fällen handelt es sich laut Googles knapper Beschreibung um sogenannte Use-after-free-Lücken. Bei solchen greift der Programmcode auf bereits freigegebene Ressourcen zu, deren Inhalte daher nicht definiert sind. Angreifer können das oftmals sogar zum Ausführen von Schadcode missbrauchen, etwa bei der Anzeige sorgsam präparierter Webseiten.
Weiterhin wurden 23 Lücken mit „High“- (unter anderem Use-after-free und unzureichende Validierungsmechanismen) sowie zwei mit „Medium“-Einstufung beseitigt.
Die LTS-Updates für ChromeOS verteilt Google, so heißt es in den zugehörigen Release Notes [5], nach und nach automatisch an „die meisten Chrome-OS-Geräte“.
Auch hier wurden unter anderem zwei kritische Use-after-free-Lücken beseitigt, die die Grafik-Komponente Aura (CVE-2026-8514 [6]) sowie die Web-Authentifizierungsfunktionen (CVE-2026-12443 [7]) betrafen.
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(Bild: Dirk Knop / heise online)
Für eine zuvor nur rudimentär abgedichtete Schwachstelle aus dem Exploit-Fundus von "Nightmare Eclipse" gibt es jetzt einen neuen, (hoffentlich) finalen Patch.
Microsoft hat am gestrigen Mittwoch seine Windows Malware Protection Engine aktualisiert, um sie besser gegen mögliche Angriffe auf die schon seit Mitte Juni bekannte „RoguePlanet“-Schwachstelle (CVE-2026-50656, CVSS-Base-Score 7.8) abzusichern. Im Zuge einer erfolgreichen Attacke könnten sich Angreifer über die Schwachstelle Systemrechte verschaffen.
CVE-2026-50656 betrifft Windows 10 und 11 und wurde schon am 10. Juni im Zuge des Definitionsupdates 1.453.20.0 erstmals von Microsoft ins Visier genommen. Unseren damaligen Experimenten zufolge jedoch nur rudimentär [1]: Mit einer trivialen Änderung im Quelltext des Proof-of-Concept-Exploits hätte man den alten Patch in kürzester Zeit umgehen und erneut eine Shell mit Systemrechten ausführen können.
Die Malware Protection Engine ist als zentrale Virenschutz-Komponente Bestandteil des Windows Defender und verwandter Schutzlösungen in Microsoft-Produkten. Per Default passiert die Engine-Aktualisierung automatisch, sodass die Nutzer nichts tun müssen. Bei abweichenden Konfigurationen ist es ratsam, einen Blick auf den aktualisierten Sicherheitshinweis zu CVE-2026-50656 [2] zu werfen.
Engine-Versionen ab einschließlich 1.1.26060.3008 sind laut MS gegen RoguePlanet abgesichert. Überprüfen kann man die Modulversion in Windows 10 und 11, indem man das Sicherheitscenter öffnet, dort in die Einstellungen wechselt und auf „Info“ klickt.
(Bild: Screenshot)
RoguePlanet ist eine von einer ganzen Reihe Windows betreffender Zero-Day-Schwachstellen, die ein Sicherheitsforscher mit dem Pseudonym „Nightmare Eclipse“ in den vergangenen drei Monaten nach und nach offenlegte.
Auf BlueHammer (CVE-2026-33825) im April [3] waren RedSun (CVE-2026-41091), UnDefend (CVE-2026-45498), YellowKey (CVE-2026-45585) sowie GreenPlasma und MiniPlasma (beide zurückgehend auf CVE-2020-17103) gefolgt. In mehreren Fällen waren die ausführlich auf GitHub beschriebenen Schwachstellen für Angriffe ausgenutzt worden [4].
Einen Coordinated Vulnerability Disclosure (CVD)-Prozess, im Zuge dessen Hersteller verwundbarer Produkte üblicherweise vorab über Schwachstellen informiert werden, gab es laut Microsoft nicht. Der Konzern drohte deshalb mit Klagen und der Polizei [5]. „Nightmare Eclipse“ stellte die Vorwürfe in Abrede.
Insbesondere ein MSRC-Blogpost mit dem Titel „A shared responsibility: Protecting customers through Coordinated Vulnerability Disclosure“ [6], in dem der Konzern recht emotionsgeladen seine Empörung zum Ausdruck brachte, löste teils heftige Diskussionen in der Security-Community aus. Unter anderem schrieb Microsoft darin: „Unsere Abteilung für digitale Kriminalität wird weiter Verfahren gegen [kriminelle] Akteure einleiten und gegen diejenigen, die ihre kriminellen Aktivitäten ermöglichen.“ Der letzte Halbsatz wurde vielfach als allgemeine Drohung gegen (öffentliche) Sicherheitsforschung gelesen.
Abzuwarten bleibt nun, ob ein Engine-Patch als eher oberflächliche Lösung langfristig gegen RoguePlanet und mögliche Varianten standhält. Und ob beziehungsweise in welcher Form Nightmare Eclipse demnächst weitere Schwachstellen-Funde nachschieben wird.
Wenigstens für den kommenden Patchday am 14. Juli will der Forscher laut Blogpost [7] keine massenhafte Zero-Day-Veröffentlichung geplant haben. Inwieweit man dem Glauben schenken kann, steht auf einem anderen Blatt.
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(Bild: Rainald Menge-Sonnentag / KI / iX)
Angreifer könnten über ein Repository mit Schadcode auch Zugriff auf Dateien außerhalb einer Sandbox erhalten.
In sechs großen Coding-Agenten findet sich eine Sicherheitslücke: Über ein Repository mit Schadcode können Angreifer die KI-Modelle dazu bewegen, auf beliebige Dateien zuzugreifen – auch außerhalb einer Sandbox.
IT-Forscher von Wiz haben die Schwachstelle entdeckt und GhostApproval genannt. Die Schwachstelle liegt im Umgang mit symbolischen Links.
Betroffen sind Amazon Q Developer, Anthropics Claude Code, Augment, Cursor, Google Antigravity und Windsurf. Für die meisten Tools existiert inzwischen ein Update, das die Schwachstelle behebt, aber für Augment und Windsurf existieren noch keine Patches.
Offenbar prüfen die betroffenen Agenten die Symlinks nicht genügend. Die Wiz-Forscher haben ein Repository erstellt, das den Symlink project_settings.json enthält, der auf die SSH-Schlüssel (~/.ssh/authorized_keys) verweist.
In der Readme-Datei steht die Anweisung, dass der Assistent beim Aufsetzen eines Workspace eine Zeile zu project_settings.json hinzufügen soll. Diese Zeile enthält den SSH-Schlüssel des Angreifers.
Sobald jemand das Repository einem KI-Agenten mit der Bitte übergibt, einen Workspace dafür einzurichten, schreibt der Agent vermeintlich in die harmlose project_settings.json-Datei, die aber keine Projektdatei, sondern ein Symlink auf die SSH-Schlüssel ist. Damit öffnet er den Zugriff über SSH für den Angreifer.
(Bild: Wiz)
Wiz hat auch erfolgreich eine Variante des Angriffs getestet, die einen Symlink auf die Start-up-Datei der Shell ~/.zshrc nutzt.
Besonders fatal: Wer auf Sicherheit durch Human in the Loop setzt, könnte getäuscht werden. So erkennt Claude Code im internen Reasoning zwar, dass es sich bei project_settings.json eigentlich um eine zsh-Konfigurationsdatei handelt. Allerdings verschweigt der Assistent im Dialog diese Information und fragt nur „Make this edit to project_settings.json?“
(Bild: Wiz)
Andere Tools umgehen die menschliche Interaktion wohl noch weiter: Windsurf schreibt zunächst den SSH-Schlüssel in die Datei und fragt danach, ob es auch okay ist. Augment zeigt gar keinen Dialog.
Die Forscher haben die Schwachstelle im Februar 2026 entdeckt und an die Hersteller gemeldet. Für Amazon Q Developer, Google Antigravity und Cursor gibt es inzwischen Updates, die das Problem nicht mehr haben. Augment und Windsurf arbeiten daran. Anthropic hat laut eigenen Angaben unabhängig von der Wiz-Untersuchung daran gearbeitet, dass Claude Code Symlinks erkennt und davor warnt.
Weitere Details zu den Schwachstellen und wie sie sich in den einzelnen KI-Agenten zeigen, finden sich im Wiz-Blog [1].
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Preisgünstige Kameramikroskope mit Display sind ideal zum Reparieren von Elektronik und feiner Mechanik. Kindern gewähren sie erste Blicke in den Mikrokosmos.
Das USB-Mikroskop ist ein typisches Beispiel für chinesischen Erfindergeist: Kombiniere eine einfache Webcam mit einem vergrößernden Objektiv, das sich in einer Röhre zum Scharfstellen hin- und herbewegen lässt, füge einen Kranz von LEDs zur Beleuchtung des Objekts hinzu – fertig. Das Ganze wird zu einem Preis verkauft, den sich jeder leisten kann. Die gängigen Betriebssysteme erkennen Webcams automatisch und fügen Standardtreiber hinzu, was die Entwicklung und Pflege eigener Treiber einspart.
Dieser Ansatz hat bestens funktioniert, denn USB-Mikroskope sind extrem praktisch. Egal, ob man eine Lupe braucht, ein Mikroskop oder – bei dünnem Mikroskoptubus – ein Endoskop, um hinter die Fußleiste zu schauen, alltägliche Anwendungen gibt es viele. Mittlerweile haben die Hersteller die Mikroskope mit eigenen Displays, Akkus und Speicher für die Bild- und Videoaufzeichnung ausgestattet. So braucht man keinen PC mehr und kann auch im Wald biologische Studien betreiben.
Wir haben fünf Modelle mit Display für unterschiedliche Einsatzzwecke zu Preisen zwischen 47 und 210 Euro ins c’t-Labor geholt: Das Andonstar AD246S-M und das Tomlov TM3K-3D eignen sich besonders gut zum Löten und Schrauben an filigranen Geräten, die bunten Modelle Heweimei P2 und MX2-AS von Matata Studio für Kinder und Schulunterricht und das Wadeo DM4 als billiger Allrounder.
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(Bild: Apple / Bearbeitung: heise medien)
In der dritten Beta von iOS 27 wurden neun neue Sprachen für Apples Übersetzungs-App entdeckt, darunter Dänisch, Schwedisch und Kantonesisch.
Apple baut in iOS [1] 27 sein Sprachenangebot in der mitgelieferten Übersetzungs-App deutlich aus. Zu den vorhandenen 21 Sprachen gesellen sich neun Neuzugänge, wie jetzt in der dritten Betaversion von iOS 27 [2] entdeckt wurde. Apple selbst hat sich dazu bislang nicht geäußert. Mit der für Herbst erwarteten Veröffentlichung der finalen Versionen der Betriebssystem-Updates bekommen die neuen Sprachen alle Nutzer, deren Geräte mit iOS 27 kompatibel sind.
Aus Europa kommen Dänisch, Schwedisch und Norwegisch dazu. Letztere Sprache kommt in der Bokmål-Variante hinzu, die am stärksten verbreitet ist und zumeist auch als das Norwegisch gilt, das Ausländer lernen. Neu hinzu kommt Kantonesisch in traditioneller Schrift, das in China gesprochen wird. Weitere Neuzugänge sind Hebräisch und Malaiisch. Portugiesisch liegt künftig in der europäischen Variante vor – bisher gab es nur brasilianisches Portugiesisch. Spanisch wurde um die in Mexiko und den USA gesprochenen Varianten erweitert.
Apple hat in letzter Zeit großen Elan bei der Lokalisierung seiner Dienste und Software gezeigt. Im März 2026 wurden im App Store elf Sprachen ergänzt, für die Entwickler in App Store Connect Metadaten eintragen können. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC [3] im Juni kündigte Apple indessen unter anderem neue Tastatur-Unterstützungen in iOS 27 an. Künftig gibt es dort Afrikaans, Guaraní, Zulu sowie mehrere indigene Sprachen.
Apples Übersetzungs-App unterstützt bislang Arabisch, Chinesisch (Mandarin, vereinfacht/traditionell), Niederländisch, Englisch (UK, nur Transkription) und Englisch (US), Französisch, Deutsch, Hindi, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Polnisch, brasilianisches Portugiesisch, Russisch, europäisches Spanisch, Thai, Türkisch, Ukrainisch und Vietnamesisch. Seit 2024 können Entwickler die Übersetzungsfunktion zudem über eine offene Translation API [4] direkt in eigene Apps einbinden – auch auf dem Mac.
Verglichen mit Google und seiner Übersetzungs-App bleibt Apple auch nach der Erweiterung ein kleines Licht. Der Mitbewerber unterstützt eine dreistellige Zahl an Sprachen. Alleine im Sommer 2024 wurde das Angebot um 110 neue Sprachen erweitert. Zum 20-jährigen Jubiläum im April 2026 [5] stieg die Zahl der Sprachen auf fast 250.
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Parallels Desktop auf einem Intel-Mac:
(Bild: Parallels / Apple)
Im Sommer 2006 lieferte Parallels die erste Version seiner Virtualisierungslösung aus. Zielgruppen und Nutzungsarten haben sich seither stark verändert.
Rundes Jubiläum: Die populäre Virtualisierungslösung Parallels Desktop für macOS wird in diesem Sommer 20 Jahre alt. Seither hat sich viel verändert: Aus der einfachen Möglichkeit, ein Intel-Windows auf dem Mac auszuführen, ohne Multiboot nutzen zu müssen, wurde ein Tool, mit dem viele verschiedene Betriebssysteme verwendet werden – inklusive macOS selbst.
Die Reise mit Parallels Desktop begann 2006. Damals hatte Apple die ersten Intel-Macs auf den Markt gebracht, nachdem man sich von der für den Hersteller zunehmend problematischen PowerPC-Architektur entfremdet [1] hatte. Die x86-basierten Maschinen hatten einen weiteren Vorteil: Technisch lief darin eine PC-Architektur. Apple ermöglichte es mit Bootcamp [2] erstmals, ein aktuelles Windows auf Macs zu bringen, in das man auf Wunsch neben macOS booten konnte. Der Hersteller lieferte sogar passende Treiber. Bequem war das für viele macOS-Nutzer nicht, auch der Datenaustausch hinkte.
Auftritt Parallels Desktop: Ähnlich wie etwas später der Hauptkonkurrent VMware Fusion erlaubte die Anwendung, Windows in einer virtuellen Maschine zu installieren. Damit konnte man, bei ausreichend RAM- und Festplattenplatz, Windows einfach parallel zu macOS verwenden. Nach und nach verbesserte sich auch der Datenaustausch, schließlich gingen Mac und Windows auf Wunsch sogar ineinander über. Über die Jahre wurde die Software immer wieder verbessert, bekam mehr Grafik- und allgemeine Leistung, ließ sich teilweise auch für (eher einfache) Spiele nutzen. Später liefen auch 64-Bit-Windows-Varianten, Linux-Derivate sowieso.
Ab 2010 setzte Parallels verstärkt auf das Enterprise-Geschäft, später kam mit Parallels Access auch ein Fernwartungswerkzeug hinzu. Mehr und mehr nutzten Profis die App, etwa zur Cross-Platform-Entwicklung. 2020 kam dann mit Apple Silicon [3] die nächste Prozessor-Revolution auf dem Mac: Intel wurde nach und nach abgekündigt. Anfangs dachte man, Parallels Desktop würde dadurch an Bedeutung verlieren. Doch die Firma, die heute zu Corel gehört, machte weiter und setzte auf ARM-VMs. Schnell lief auch ARM-Windows unter Parallels Desktop [4]. Auch ARM-Linux-Derivate kamen hinzu.
Besonders praktisch ist Parallels Desktop auch, wenn man ein neues macOS testen möchte. So kann man etwa unter macOS 15 (Sequoia) eine VM mit macOS 26 (Tahoe) einsetzen, um Apps und das Betriebssystem an sich zu testen. Auch frühere macOS-Versionen laufen natürlich noch, was zur Rückwärtskompatibilität beiträgt. Allein ausreichend RAM und SSD-Platz sollte man vorhalten. Neben Parallels Desktop ist auch noch VMware Fusion [5] auf dem Markt, zudem gibt es auch weitere, kostenlose Alternativen wie UTM [6] oder VirtualBox. Zuletzt zeigte Parallels, dass das VM-Werkzeug mit Windows 11 auch auf dem MacBook Neo [7], Apples günstigstem Mac, läuft – trotz iPhone-Chip.
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Fabrik von CXMT in Hefei in der chinesischen Provinz Anhui.
(Bild: CXMT)
Die Firma CXMT aus Hefei könnte demnächst DRAM fürs iPhone liefern, wenn auch nur für China-Modelle. Vorher muss Apple das aber mit der US-Regierung klären.
Apple plant, die aktuelle RAM-Krise [1] zumindest für den chinesischen iPhone-Verkauf in den Griff zu bekommen: Der Konzern interessiert sich verstärkt für Produkte des örtlichen Anbieters CXMT (ChangXin Memory Technologies). Laut einem neuen Bericht der Financial Times sollen bereits Tests mit DRAM-Chips des Herstellers erfolgt sein. Allerdings muss sich Apple vor der tatsächlichen Verwendung noch mit der US-Regierung unter Donald Trump einigen [2]: CXMT steht nämlich nach wie vor offiziell auf deren Sanktionsliste, weil es als Lieferant für die chinesische Armee gilt.
Apple versucht, die Regierung umzustimmen – insbesondere mit dem Argument, dass man CXMT-DDR5-Chips ja nicht in Geräten für den amerikanischen Markt verbauen will. Allerdings möchte die US-Regierung schlicht nicht, dass sanktionierte Firmen mit amerikanischen Unternehmen Geschäfte machen. Die Haltung in der Trump-Administration gilt in der Frage als gespalten.
Laut Financial Times [3] ist CXMT inzwischen weltweit viertgrößter DRAM-Hersteller nach SK Hynix und Samsung Electronics (Südkorea) sowie Micron (USA). Zwar investiert die Top 3 aktuell kräftig in Produktionsstätten. Doch Resultate werden sich nicht kurzfristig zeigen, außer die KI-Branche, die wichtigster Nachfragetreiber ist, käme in die Krise. Bei Micron etwa geht man auch noch 2027 von schlechter Lieferbarkeit und hohen Tarifen aus.
Apple hatte schon früher versucht, CXMT auf seine Lieferantenliste zu setzen, doch 2022 – als von RAM-Krise noch keine Rede war – scheiterte dies unter anderem an dem heutigen US-Außenminister Marco Rubio, der damals republikanischer Senator war. Apple kommentierte die möglichen Tests nicht. Ob CXMT als weiterer Lieferant wirklich hilft, ist zudem nicht gesagt: Auch dort ist nicht mit extrem viel billigeren Preisen oder auch nur ausreichenden Stückzahlen zu rechnen, denn schon jetzt ist die Nachfrage groß. Die Gewinne konnte CXMT bereits steigern, nachdem es bereits Milliardenverluste beim Aufbau der Fabriken gegeben hatte.
CXMT ist nicht das einzige chinesische Unternehmen für Speicherkomponenten, das für Apple als interessant gilt. YMTC (Yangtze Memory Technologies Corp.) aus Wuhan in der Provinz Hubei stellt NANDs für SSDs her und könnte Apple für seine iPhone-Flashspeicher aushelfen. Auch hier gilt, dass der Konzern nicht plant, die chinesischen Komponenten in iPhones für den Westen zu verbauen, stattdessen sollen sie in für China gedachten Smartphones laufen.
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ChatGPT, Gemini und andere KI-Systeme entscheiden, welche Nachrichtenquellen Nutzer sehen. Nur jeder vierte prüft die Quellen.
Immer mehr Menschen lassen sich Nachrichten von ChatGPT, Gemini oder Perplexity zusammenfassen, statt Originalartikel zu lesen. Für Medien hat diese Entwicklung bereits wirtschaftliche Folgen: Durch sogenannte Zero-Click-Suchen gehen deutschen Websites laut aktuellen Schätzungen bis zu 265 Millionen Klicks pro Monat [1] verloren.
Welche Folgen hat das für die öffentliche Meinungsbildung? Eine neue Studie von Agora Digital [2] ist genau dieser Problemstellung nachgegangen: Wie beeinflussen KI-Systeme die öffentliche Meinungsbildung, wenn sie nicht nur Informationen zusammenfassen, sondern auch entscheiden, welche Quellen Nutzer überhaupt zu Gesicht bekommen?
Darin sehen die Autorinnen Vivien Benert und Stina Timmermann den entscheidenden Wandel. Das eigentliche Problem seien weniger einzelne Fehler der Systeme, sondern ihre Rolle als neue Gatekeeper. KI-Modelle treffen eine Vorauswahl von Quellen – nach Kriterien, die für Nutzer weitgehend unsichtbar bleiben.
Für ihre Untersuchung analysierte die Studie 675 Nachrichtenanfragen an ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity und Google AI Overview und wertete fast 5.000 Quellenverweise aus.
Dabei stießen sie auf insgesamt 554 verschiedene Domains – dennoch konzentrieren sich die Antworten der KI-Systeme häufig auf einen vergleichsweise kleinen Kreis etablierter Medien.
Das Ergebnis: Die Systeme greifen häufig auf einen vergleichsweise kleinen Kreis etablierter Medien zurück. Welche Quellen erscheinen, hängt jedoch vom verwendeten KI-System, vom Thema und sogar von der Formulierung der Anfrage ab.
Teilweise werden auch problematische oder als Desinformation eingestufte Domains neben seriösen journalistischen Angeboten aufgeführt, ohne dass Nutzer darauf hingewiesen werden.
Nach Auffassung der Autorinnen entsteht dadurch eine "Blackbox" der Quellenauswahl. Nutzer erfahren nicht, warum bestimmte Medien berücksichtigt werden und andere nicht.
Gleichzeitig öffnen viele Nutzer die angegebenen Quellen gar nicht erst. Laut der Studie überprüft nur etwa jeder Vierte die Quellen regelmäßig – drei von vier verlassen sich also überwiegend auf die KI-Zusammenfassung.
Die Untersuchung liefert damit empirische Hinweise darauf, dass KI-Systeme unterschiedliche Informationsräume erzeugen können. Sie belegt allerdings nicht, dass die Antworten deshalb zwangsläufig falsch oder politisch verzerrt sind. Ebenso wenig wurde überprüft, ob sämtliche Aussagen der KI tatsächlich durch die angegebenen Quellen gedeckt werden.
Über die empirischen Befunde hinaus geht das begleitende Positionspapier [3] von Agora Digital. Es interpretiert die Ergebnisse medienpolitisch und beschreibt KI-Systeme als neue Machtzentren der öffentlichen Kommunikation.
Weil Nutzer zunehmend fertige Antworten erhalten, statt selbst verschiedene Quellen auszuwählen, verschiebe sich die Kontrolle über Sichtbarkeit und Reichweite von klassischen Medien und Suchmaschinen hin zu den Anbietern großer Sprachmodelle.
Besonders kritisch bewertet das Begleitpapier mögliche Auswirkungen von Lizenzpartnerschaften zwischen KI-Unternehmen und Medienhäusern. Als Beispiel wird die Kooperation von OpenAI mit Axel Springer genannt.
Dass Welt.de in den untersuchten ChatGPT-Antworten besonders häufig erscheint, wird als möglicher Hinweis auf strukturelle Vorteile solcher Partnerschaften interpretiert. Dieser Zusammenhang ist jedoch eine politische Deutung der Ergebnisse und nicht unmittelbar durch die empirischen Daten bewiesen.
Die Studie selbst bleibt vorsichtiger. Sie zeigt vor allem, dass sich die Quellenprofile verschiedener KI-Systeme deutlich unterscheiden und ihre Auswahlmechanismen kaum nachvollziehbar sind.
Daraus leiten die Autorinnen Forderungen nach mehr Transparenz, einer besseren Zuordnung von Aussagen zu ihren Quellen sowie klaren Regeln für den Umgang mit journalistischen Inhalten und Desinformation ab.
Für Nutzer ergibt sich daraus vor allem eine praktische Konsequenz: KI-Antworten eignen sich als schneller Einstieg in ein Thema, ersetzen aber nicht den Blick auf die Originalquellen.
Wer sich bei kontroversen politischen Fragen ein möglichst vollständiges Bild machen will, sollte mehrere Informationsquellen vergleichen – und nicht allein der Zusammenfassung einer einzelnen KI vertrauen.
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US-Präsident Donald Trump ordnete neue Militärschläge an und erklärt: "Iran will unbedingt einen Deal"
(Bild: YousufDean/Shutterstock.com)
Die Waffenruhe ist vorbei. Die USA haben in der Nacht neue Luftschläge gestartet, Iran reagierte mit Angriffen auf US-Basen. Wie weit wird Trump diesmal gehen?
Das US-Militär hat in der Nacht zum Donnerstag eine zweite Welle von Angriffen auf den Iran geflogen, die heftiger als die Angriffe vom Vortag ausfiel. Nach Angaben des US-Regionalkommandos Centcom wurden in den vergangenen 48 Stunden insgesamt rund 170 iranische Militärziele getroffen, darunter Luftabwehrsysteme, Küstenüberwachungsanlagen, Raketen- und Drohnenlager, Marineanlagen sowie militärische Logistikinfrastruktur entlang der iranischen Küste.
Ziel der Angriffe sei es, Irans Fähigkeit zu schwächen, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu beeinträchtigen, so das Centcom [1].
Betroffen waren die östlich gelegenen iranischen Städte Iranshahr, Bandar Abbas, Konarak, Tschahbahar, Buschehr sowie Aq Qala im Nordosten des Landes. Die iranische Nachrichtenagentur Irna meldete, bei einem Angriff auf den Flughafen Iranshahr sei ein Feuerwehrmann getötet worden.
In Tschahbahar seien ein Seefahrt-Kontrollturm und ein Depot getroffen worden, in Aq Qala eine Eisenbahnbrücke. Irans Gesundheitsministerium teilte mit, die US-Angriffe hätten binnen zwei Tagen 14 Menschen das Leben gekostet und 78 weitere verletzt [2].
Auslöser der neuen Eskalation ist ein Streit über die Auslegung des Mitte Juni unterzeichneten Rahmenabkommens, das den Weg für eine Beendigung des Krieges zwischen den USA und Iran weisen sollte.
Das Abkommen sah eine 60-tägige Verhandlungsphase vor, in der offene Fragen wie die Zukunft des iranischen Atomprogramms, die Kontrolle der Meerenge und Irans Unterstützung für militante Gruppen in der Region geklärt werden sollten.
Kern des Konflikts ist Klausel fünf des Abkommens, wonach Iran "unter Einsatz seiner besten Bemühungen Vorkehrungen für die sichere Durchfahrt kommerzieller Schiffe" durch die Straße von Hormus treffen soll.
Iran interpretiert diese Formulierung laut seinem Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei so, dass Teheran die alleinige Zuständigkeit für die Regelung der Schifffahrt durch die Meerenge besitze – und greift Schiffe an, die keine iranische Genehmigung vorweisen. Die USA hingegen bestehen darauf, dass die Straße von Hormus ein internationales Gewässer sei und alle Schiffe ungehindert passieren dürfen.
David Des Roches, ehemaliger Nato-Operationsdirektor im Pentagon, erläuterte [3] gegenüber dem katarischen Sender Al Jazeera die US-Position: Das Abkommen habe von den USA verlangt, die Blockade iranischer Häfen aufzuheben – was geschehen sei – und Sanktionen für iranische Ölverkäufe auszusetzen. Im Gegenzug habe Iran zugesagt, den zivilen Schiffsverkehr nicht zu behindern. "Iran hat diese Schiffe angegriffen, um eine neue Normalität zu schaffen, bei der Schiffe durch iranische Gewässer fahren müssen. Das ist für Präsident Trump inakzeptabel", so Des Roches.
Beim Nato-Gipfel in Ankara erklärte Trump das Rahmenabkommen für gescheitert. "Dies ist eine Vergeltung für das gestrige Bombardement von Schiffen durch Iran", schrieb er auf seinem Social-Media-Kanal. "Wenn es wieder passiert, wird es viel schlimmer!"
Auf dem Rückflug in die USA sagte Trump vor Journalisten an Bord der Air Force One, die USA hätten Iran "sehr hart getroffen" – im Verhältnis 20 zu 1. Gleichzeitig schloss er eine Rückkehr in einen voll entfesselten Krieg nicht aus, äußerte aber die Hoffnung, dass "alles sehr schnell vorbei sein wird".
Darüber hinaus drohte Trump mit einer Reihe weiterer Maßnahmen: der Wiederherstellung der US-Seeblockade, Angriffen auf iranische Kraftwerke und Meerwasserentsalzungsanlagen (was ein Kriegsverbrechen wäre), sowie einer möglichen Einnahme der Insel Charg, über die rund 90 Prozent der iranischen Rohölexporte abgewickelt werden.
Trump ließ die Welt bei der Rückkehr vom Gipfel in mittlerweile bekannter Manier wissen, der Iran wolle "unbedingt einen Deal machen" – Details zu einem angeblichen Telefonanruf aus Teheran nannte er jedoch nicht. Strategisch stehen beide Seiten damit wieder dort, wo sie kurz vor Abschluss des Rahmenabkommens waren.
Als Reaktion auf die US-Angriffe attackierte Iran nach Angaben der Revolutionsgarden "US-Basen und strategische Zentren" in Bahrain, Kuwait und Katar mit einer großen Anzahl verschiedener Drohnentypen.
Konkret wurden ein Patriot-Raketenabwehrsystem in Kuwait, eine Frühwarnantenne in Katar sowie Treibstofftanks der US-Armee in Bahrain als Ziele genannt. In Bahrain ertönten die Luftschutzsirenen zweimal, das Innenministerium rief die Bevölkerung auf, Schutz zu suchen.
In Katar wurden die Einwohner laut Berichten von Al Jazeera kurz nach vier Uhr morgens per Mobiltelefon aufgefordert, in Gebäuden zu bleiben und Fenster sowie Freiflächen zu meiden – kurze Zeit später wurde Entwarnung gegeben. Ob es in den betroffenen Ländern zu Schäden kam, blieb zunächst unklar.
Die Revolutionsgarden drohten, sollten die US-Angriffe nicht aufhören, würden weitere US-Stützpunkte in der Region ins Visier genommen. Irans Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf schrieb [4] auf X: "Amerika hat immer noch nicht begriffen, dass Einschüchterung und Wortbruch nicht mehr ohne Folgen bleiben. Lassen Sie mich eines klarstellen: Wer angreift, wird selbst angegriffen."
Zur Kontrolle der Straße von Hormus erklärte Ghalibaf: "Die Meerenge wird nur unter iranischen Arrangements geöffnet, nicht durch US-Drohungen."
Wie zu erwarten war, haben die erneuten Kämpfe den Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge weitgehend lahmgelegt. Laut [5] der Finanznachrichtenagentur Bloomberg beschränkt sich die Bewegung in der Straße von Hormus inzwischen nahezu vollständig auf eine nördliche, von Iran gebilligte Route, während ein weiter südlich gelegener Korridor, den Oman und die USA unterstützen, kaum noch genutzt wird.
Daten des Marktanalyseunternehmens Kpler zeigen, dass in den drei Wochen nach dem Abschluss des Interims-Abkommens täglich durchschnittlich 34 Handelsschiffe die Meerenge passierten – mit einem Spitzenwert von 59 am 24. Juni. Während des Krieges lagen die täglichen Durchfahrten an den meisten Tagen unter 20.
Pakistan, das als Vermittler des Waffenstillstands fungiert hatte, rief beide Seiten zur Mäßigung auf. "Ein erneuter Konflikt liegt in niemandes Interesse", erklärte das pakistanische Außenministerium. Man fordere alle Parteien auf, ihren Verpflichtungen aus dem Rahmenabkommen nachzukommen. Gut informierte Kreise in Islamabad wiesen laut [6] Tagesschau Bedenken zurück, die Eskalation könne den Verhandlungsprozess endgültig zum Scheitern bringen.
US-Militärexperten bewerten die Hebel der USA als eingeschränkt. US-Marineadmiral a.D. James Stavridis, erklärte [7] gegenüber CNN, man könne Irans Möglichkeiten zur Kontrolle von Hormus mit den Bombardierungen zwar einschränken, "aber in diesem neuen Zeitalter der Drohnen kann man ihnen diese Fähigkeiten nicht vollständig nehmen". Andere von CNN zitierte Experten empfehlen, den wirtschaftlichen Druck zu erhöhen, statt militärisch zu eskalieren.
Inmitten des wieder aufgeflammten Krieges bereitete sich Iran indes auf die bevorstehende Beisetzung [8] seines verstorbenen Obersten Führers Ali Chamenei vor, der in seiner Heimatstadt Mashhad im Nordosten des Landes bestattet werden soll. Millionen Menschen hatten zuvor an mehrtägigen Trauerzeremonien in verschiedenen iranischen und irakischen Städten teilgenommen. Damit versucht das iranische Regime zugleich, den äußeren Druck als Katalysator für innere Geschlossenheit zu nutzen.
Für die nahe Zukunft zeichnet sich ein brandgefährliches Patt ab: Die US-Strategie, durch massive Bombardements ein schnelles Einlenken zu erzwingen, wird an der dezentralen Drohnen-Infrastruktur des Irans ins Leere laufen. Solange das Weiße Haus die iranische Unnachgiebigkeit als bloßen Bluff vor einem neuen Abkommen fehldeutet, bleibt jede diplomatische Ausfahrt blockiert.
Ohne einen Paradigmenwechsel in Washington ist die wahrscheinlichste Entwicklung ein neuer Dauerkonflikt am Golf, der die globale Wirtschaft in Geiselhaft nimmt.
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(Bild: Johannes Börnsen / Heise online)
KPMG-Umfrage: 80 Prozent der deutschen Betriebe bewerten ihre Lage als gut. Milliardenpakete von EU und Weltbank treiben den Wiederaufbau an.
Es ist das fünfte Kriegsjahr in der Ukraine, aber die Wirtschaft des Landes zeigt sich relativ robust. So sehen es zumindest vier von fünf deutschen Firmen, die dort aktiv sind.
Das geht aus dem German-Ukrainian Business Outlook 2026 [1] von KPMG Deutschland und der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer (AHK Ukraine) hervor. Demnach bewerten die Firmen ihre Geschäftslage in der Ukraine als zufriedenstellend bis sehr gut. Befragt wurden zwischen März und Mai 2026 insgesamt 102 Firmen.
Fast jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) plant demnach, Personal einzustellen, 43 Prozent wollen ihre Investitionen binnen zwölf Monaten ausweiten. Noch bemerkenswerter ist: 38 Prozent der befragten Firmen wollen expandieren oder neu einsteigen – unabhängig davon, wann der Krieg endet.
"Abwarten ist keine Strategie", kommentierte Andreas Glunz, Bereichsvorstand International Business bei KPMG. Die Unternehmen sehen demnach strategische Chancen beim Wiederaufbau und bei der wirtschaftlichen Integration der Ukraine in die EU.
AHK-Geschäftsführer Reiner Perau formulierte es nüchterner: Der Krieg sei nach über vier Jahren "zu einer von vielen Randbedingungen geworden".
Paradox wirken dagegen die Zahlen, wenn man sie neben die Makrodaten legt. Im ersten Quartal 2026 schrumpfte das ukrainische BIP um 0,5 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr und war damit das schwächste Quartal seit 2022.
Die Europäische Kommission rechnet für das Gesamtjahr dennoch mit 1,5 Prozent Wachstum der ukrainischen Volkswirtschaft, der IWF sogar mit 2,0 Prozent.
Hinter dem Optimismus der Firmenzentralen lauert ein massives operatives Risiko: die systematische Zerstörung der Energieinfrastruktur durch russische Angriffe.
Die Nationalbank der Ukraine prognostiziert für 2026 ein Defizit bei der Stromversorgung von rund 6 Prozent, was etwa doppelt so viel ist, wie ursprünglich erwartet wurde.
Industrie und Logistik werden demnach regelmäßig gedrosselt, und statt in Effizienz und Kapazitätsausbau zu investieren, fließt das Geld in Dieselgeneratoren. In der KPMG-Befragung stieg der Sorgenposten Energieversorgung um satte 20 Prozentpunkte gegenüber 2024 auf 32 Prozent.
Dass 71 Prozent der Unternehmen Kriegsrisikoversicherungen für Neuinvestitionen als unverzichtbar einstufen, überrascht vor diesem Hintergrund kaum. Bestehende EU- und Bundesprogramme nutzen bisher allerdings nur 10 Prozent der Firmen – ein enormes Missverhältnis zwischen Bedarf und tatsächlicher Inanspruchnahme.
Trotz allem fließt auch weiterhin viel Geld in die ukrainische Wirtschaft. Das wurde zuletzt auf der Ukraine Recovery Conference betont, die Ende Juni in Danzig stattfand. EU-Kommission unterzeichnete dort Vereinbarungen [2] über mehr als 1,1 Milliarden Euro unter dem Ukraine Investment Framework.
Hinzu kommt der European Flagship Fund mit einem Startkapital von 220 Millionen Euro, der bis zu 7 Milliarden Euro an Investitionen hebeln soll. Getragen wird der Fonds von Frankreich, Deutschland, Italien und Polen.
Die Weltbank genehmigte [3] zudem eine Entwicklungsfinanzierung über 3,39 Milliarden US-Dollar, um Privatinvestitionen und Arbeitsmarktreformen anzuschieben.
Das BMWE unter Katherina Reiche [4] stockte das Darlehensprogramm UkraineConnect auf 80 Millionen Euro auf und steuert 45 Millionen Euro zum EBRD-Garantiefonds RAMP-UP für dezentrale Energieerzeugung bei.
Ausgerechnet von verbündeter Seite droht eine weitere Belastung: Der EU-Kohlenstoffgrenzausgleich CBAM verteuert seit Anfang 2026 ukrainische Exporte von Stahl, Eisen und Zement. Experten beziffern die möglichen Einbußen bis 2030 auf bis zu 4,7 Milliarden US-Dollar [5].
Die Modernisierung, die CBAM eigentlich erzwingen soll, könnte dadurch finanziell ausgebremst werden – ein regulatorisches Dilemma, das weder Brüssel noch Kiew bisher gelöst haben.
Für deutsche Anbieter von Energietechnik, IT-Infrastruktur und Verteidigungstechnologie bleibt der ukrainische Markt trotzdem attraktiv. Steuerbefreiungen auf Solarmodule, Generatoren und Batteriespeicher bis 2029 senken die Einstiegshürden, und ein deutsch-ukrainisches Verteidigungspaket über 4 Milliarden Euro – samt Joint Ventures für KI-gestützte Drohnen – eröffnet langfristige Industriekooperationen.
Wer sich jetzt positioniert, so die einhellige Botschaft der Akteure, zahlt weniger als nach Kriegsende.
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SpaceXAI hat mit Grok 4.5 ein neues KI-Flaggschiff vorgestellt, das besonders bei Coding-Aufgaben überzeugt. EU-Nutzer müssen sich jedoch bis Juli gedulden.
Die Übernahme des Entwickler-Tools Cursor durch SpaceXAI (ehemals xAI) und die damit einhergehende enge Zusammenarbeit tragen erste Früchte: Mit Grok 4.5 wurde ein neues Flaggschiff-KI-Modell vorgestellt, das besonders in den Bereichen Coding, agentische Aufgaben und Wissensarbeit punkten soll. Zugleich positioniert es sich preislich im günstigen Bereich der Flaggschiff-Modelle. EU-Nutzer müssen sich allerdings noch in Geduld üben. Vermutlich aufgrund der gesetzlichen Anforderungen verschiebt sich die Freigabe für den EU-Raum auf voraussichtlich Mitte Juli, wie SpaceXAI mitteilt.
Grok 4.5 [1] wurde nach Herstellerangaben auf zehntausenden Nvidia-GB300-GPUs trainiert, mit besonderem Fokus auf Datenfilterung, Deduplizierung und Qualitätsbewertung. Im Training wurde es vor allem auf mehrstufige Software-Engineering-Aufgaben mit automatisierter und modellbasierter Bewertung vorbereitet. Das Modell läuft mit rund 80 Tokens pro Sekunde – vergleichbar mit „Flash“-Modellen anderer Anbieter – und soll gegenüber führenden Modellen die doppelte Token-Effizienz bei gleichen Aufgaben bieten.
Grok 4.5 soll nicht nur schwierige und langlaufende Aufgaben übernehmen können, sondern auch breiter aufgestellt sein, etwa für Arbeiten im juristischen Bereich oder im Finanzsektor. Zudem sollen die Fähigkeiten in der Cybersecurity weiterentwickelt worden sein. Letztgenanntes könnte dem Wunsch der US-Regierung entgegenkommen, die zuletzt die neuen KI-Topmodelle von OpenAI und Anthropic wegen Sicherheitsbedenken ausgebremst hatte [2].
In Benchmarks positioniert sich das neue Modell zumeist hinter Fable von Anthropic, schneidet in einigen Bereichen aber besser ab als die Top-Modelle Opus 4.8 (Anthropic) und GPT-5.5 (OpenAI). Mit 2 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 6 US-Dollar pro Million Output-Tokens ist es vor allem aber deutlich günstiger bei ähnlich hohem Leistungsvermögen: Es liegt deutlich unter GPT-5.5 (5 $/30 $) und unter Claude Opus 4.8 (5 $/25 $).
Das Modell ist ab sofort in Grok Build (ehemals Grok CLI), in Cursor (in allen Abos) sowie über die xAI-API-Konsole verfügbar. Für Grok Build und Cursor gibt es zeitlich begrenzt kostenlosen Zugang.
SpaceXAI und Cursor hatten vor einigen Wochen bekannt gegeben, dass SpaceXAI den Hersteller des beliebten Entwickler-Tools für 60 Milliarden US-Dollar übernimmt [3].
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LineageOS erhälte unter anderem einen Webinstaller.
(Bild: LineageOS)
LineageOS, das Custom-ROM mit der breitesten Geräteunterstützung, lässt sich künftig einfacher installieren. Es erhält einen Webinstaller.
Das LineageOS-Team hat zahlreiche Neuerungen für sein Custom-ROM angekündigt. Unter anderem soll es sich einfacher installieren und nutzen lassen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören ein browserbasiertes Flash-Tool, eine neu gestaltete Updater-App und erweiterte Geräteunterstützung. An LineageOS 24 auf Basis von Android 17 feilt das Team ebenso.
Wie LineageOS in seinem Blogbeitrag mit dem Titel „Summertime Updates! [1]“ schreibt, lässt sich das Custom-ROM mit dem neuen webbasierten Flash-Tool direkt über den Browser installieren. Bislang mussten Nutzerinnen und Nutzer zum Flashen eines Telefons Android-Plattform-Tools auf dem PC installieren und einige Eingaben auf der Kommandozeile vornehmen, um den Bootloader zu entsperren und die vorab manuell heruntergeladenen Betriebssystem-Images darüber aufs Smartphone zu hieven.
(Bild: Screenshot Andreas Floemer / heise medien)
Der Vorgang ist zwar recht detailliert dokumentiert, der Weg über den Browser ist aber viel komfortabler, da man das Telefon nur noch an den PC anschließen und ein paar Mal auf „weiter“ klicken muss. LineageOS ist in diesem Bereich ein Nachzügler: Denn eine solche Lösung bietet neben Google mit dem Android-Flash-Tool [2] für die eigenen Pixel-Geräte auch das sichere Custom-ROM GrapheneOS [3] mit dem Web-Installer [4] an.
LineageOS [5] bietet sein webbasiertes Flash-Tool im Download-Portal an und unterstützt Fastboot, ADB und sogar Samsungs Odin-Flash-Protokoll. Das Team weist jedoch darauf hin, dass es den herkömmlichen Installationsprozess nicht vollständig ersetzt. Nutzer müssen weiterhin die gerätespezifischen Anweisungen im LineageOS-Wiki [6] befolgen. Dies dürfte damit zusammenhängen, dass LineageOS eine große Anzahl an Geräten verschiedener Hersteller unterstützt. Im Zuge der Ankündigung unterstützt LineageOS 23.2 eine Anzahl weiterer Geräte der Hersteller Samsung, Motorola, Sony und Xiaomi. Vor allem viele Xiaomi-Modelle hat das Team in die Familie unterstützter Geräte aufgenommen.
Weiter hat LineageOS der Updater-App für Smartphones einen frischen Anstrich verpasst und an Googles „Material 3 Expressive [7]“-Designsprache angepasst. Zudem zeigt die App nun vor der Installation die im jeweiligen Update enthaltene Stufe des Android Security Bulletin (ASB) an, sodass besser ersichtlich sein soll, welche Sicherheitspatches genau installiert werden.
(Bild: LineageOS)
Außerdem schreibt LineageOS, dass A/B-OTA-Pakete nun standardmäßig gestreamt werden. Dadurch werde der benötigte Speicherplatz für Updates reduziert und der Installationsprozess beschleunigt.
Überdies schreibt LineageOS, dass das Team sich an Googles neues Sicherheitspatch-Modell angepasst hat, das der Konzern im vergangenen Sommer eingeführt hat. Die Sicherheitspatch-Strategie sieht vor [8], dass nur Lücken mit hohem Risiko monatlich gepatcht werden, andere nur quartalsweise. Das LineageOS-Team werde dennoch weiterhin monatliche Sicherheitspatches für aktuelle LineageOS-Versionen testen und integrieren, während es gleichzeitig – soweit möglich – Korrekturen auf mehrere ältere Zweige zurückportieren wolle.
(Bild: LineageOS)
Die Entwickler erklären, dass das Backporting bei einigen der älteren LineageOS-Versionen sehr komplex sei. Daher könne man keine vollständige (oder auch nur teilweise) Sicherheit garantieren. „Seien Sie jedoch versichert, dass wir unser Bestes tun, um jede Android-Version so lange wie möglich zu unterstützen“, verspricht das LineageOS-Team.
Schließlich gibt das Team noch einen Ausblick auf die nächste große Version: LineageOS 24 auf Basis von Googles im Juni veröffentlichtem großen Update auf Android 17 [9] befinde sich „in vollem Gange“. Zum erwarteten Veröffentlichungstermin macht LineageOS keine Angaben, man komme aber „gut voran“.
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(Bild: Rainald Menge-Sonnentag / KI / iX)
Angreifer könnten über ein Repository mit Schadcode auch Zugriff auf Dateien außerhalb einer Sandbox erhalten.
In sechs großen Coding-Agenten findet sich eine Sicherheitslücke: Über ein Repository mit Schadcode können Angreifer die KI-Modelle dazu bewegen, auf beliebige Dateien zuzugreifen – auch außerhalb einer Sandbox.
IT-Forscher von Wiz haben die Schwachstelle entdeckt und GhostApproval genannt. Die Schwachstelle liegt im Umgang mit symbolischen Links.
Betroffen sind Amazon Q Developer, Anthropics Claude Code, Augment, Cursor, Google Antigravity und Windsurf. Für die meisten Tools existiert inzwischen ein Update, das die Schwachstelle behebt, aber für Augment und Windsurf existieren noch keine Patches.
Offenbar prüfen die betroffenen Agenten die Symlinks nicht genügend. Die Wiz-Forscher haben ein Repository erstellt, das den Symlink project_settings.json enthält, der auf die SSH-Schlüssel (~/.ssh/authorized_keys) verweist.
In der Readme-Datei steht die Anweisung, dass der Assistent beim Aufsetzen eines Workspace eine Zeile zu project_settings.json hinzufügen soll. Diese Zeile enthält den SSH-Schlüssel des Angreifers.
Sobald jemand das Repository einem KI-Agenten mit der Bitte übergibt, einen Workspace dafür einzurichten, schreibt der Agent vermeintlich in die harmlose project_settings.json-Datei, die aber keine Projektdatei, sondern ein Symlink auf die SSH-Schlüssel ist. Damit öffnet er den Zugriff über SSH für den Angreifer.
(Bild: Wiz)
Wiz hat auch erfolgreich eine Variante des Angriffs getestet, die einen Symlink auf die Start-up-Datei der Shell ~/.zshrc nutzt.
Besonders fatal: Wer auf Sicherheit durch Human in the Loop setzt, könnte getäuscht werden. So erkennt Claude Code im internen Reasoning zwar, dass es sich bei project_settings.json eigentlich um eine zsh-Konfigurationsdatei handelt. Allerdings verschweigt der Assistent im Dialog diese Information und fragt nur „Make this edit to project_settings.json?“
(Bild: Wiz)
Andere Tools umgehen die menschliche Interaktion wohl noch weiter: Windsurf schreibt zunächst den SSH-Schlüssel in die Datei und fragt danach, ob es auch okay ist. Augment zeigt gar keinen Dialog.
Die Forscher haben die Schwachstelle im Februar 2026 entdeckt und an die Hersteller gemeldet. Für Amazon Q Developer, Google Antigravity und Cursor gibt es inzwischen Updates, die das Problem nicht mehr haben. Augment und Windsurf arbeiten daran. Anthropic hat laut eigenen Angaben unabhängig von der Wiz-Untersuchung daran gearbeitet, dass Claude Code Symlinks erkennt und davor warnt.
Weitere Details zu den Schwachstellen und wie sie sich in den einzelnen KI-Agenten zeigen, finden sich im Wiz-Blog [1].
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Ein defekter Kompressor oder eine nicht richtig geschlossene Gefrierschranktür fallen im Alltag oft erst auf, wenn das Eis bereits schmilzt oder Lebensmittel verdorben sind. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, kann seine Kühlgeräte unkompliziert nachträglich ins Smart Home integrieren. Amazon bietet das GoveeLife WLAN Kühlschrank Thermometer im Set mit Gateway
Das Herzstück dieses Deals ist das beiliegende H5151 Gateway. Es verbindet den extrem kompakten Temperatursensor über das heimische 2,4-GHz-WLAN mit dem Internet und macht aus einem simplen Messgerät ein aktives Warnsystem. Registriert das Thermometer Werte außerhalb eines vordefinierten Temperaturbereichs (der Messbereich liegt zwischen -40 °C und +70 °C), sendet das System ohne zusätzliche Abokosten sofort eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone.
Die Amazon-Käufer (4,4 Sterne bei über 130 Bewertungen) loben in ihren Rezensionen besonders die hohe Messgenauigkeit und die simple Installation. Gelegentlich wird angemerkt, dass der WLAN-Empfang etwas schwächeln kann, weshalb das Gateway im Haus relativ zentral und nicht zu weit entfernt vom Router platziert werden sollte.
GoveeLife WLAN Kühlschrank Thermometer Digital
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Damit die Überwachung im Alltag reibungslos funktioniert, gibt es bei der Einrichtung ein paar technische Details zu beachten. Kühlschränke können durch ihr massives Metallgehäuse Funksignale stark abschirmen. Daher ist das Design mit dem extrem flachen Sensorkabel enorm praktisch und wird auch in den Rezensionen oft gelobt: Die eigentliche Sendeeinheit mit dem LCD-Display kann magnetisch außen am Gerät befestigt werden, während das Kabel durch die Gummidichtung geführt wird und nur der Messfühler im Inneren liegt. So wird die Isolierung nicht beschädigt und die Funkverbindung zum Gateway bleibt stabil.
Zudem sollten Nutzer in der Govee-App unbedingt die Toleranzbereiche und die integrierte Anti-Fehlalarm-Technologie passend zum eigenen Kühlgerät konfigurieren. Das verhindert, dass der normale Abtauzyklus des Kompressors sofort eine Push-Benachrichtigung auslöst. Zuletzt noch ein Praxistipp zur Stromversorgung: Das System wird mit klassischen AAA-Alkaline-Batterien betrieben. Da Kälte diesen Batterien schnell zusetzt, empfiehlt es sich, bei einer Platzierung direkt im Gefrierfach auf kälteresistente Lithium-Batterien umzusteigen, um ständige Wechsel zu vermeiden.
Da ein einziges Gateway bis zu zehn Govee-Sensoren (mit einer Funkreichweite von bis zu 40 Metern) gleichzeitig verwalten kann, lohnt sich bei mehreren Kühlgeräten oder Aquarien der Blick auf die angebotenen Bundles. Wer direkt zwei Sensoren inklusive Gateway benötigt, greift zur 2er Packung mit Gateway
GoveeLife Gefrierschrank Thermometer 2 Pack
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Eine US-Bundesrichterin hat den Vergleich zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und Tech-Milliardär Elon Musk im Streit über verspätete Offenlegungen bei der Übernahme von Twitter offiziell gebilligt. Bezirksrichterin Sparkle Sooknanan äußerte in Washington zwar erhebliche Bedenken (PDF), sah jedoch nur wenig Spielraum bei der Beurteilung der Fairness und Angemessenheit des Vergleichs. Weder die SEC noch Musks Anwälte gaben einen Kommentar ab.
Musk übernahm im Jahr 2022 den Kurznachrichtendienst Twitter für 44 Milliarden Dollar und benannte ihn später in X um. Die US-Börsenaufsicht SEC warf ihm vor, den massiven Aufkauf von Twitter-Aktien im Vorfeld der Übernahme viel zu spät öffentlich gemacht zu haben.
Durch die Geheimhaltung konnte er die Aktien auf dem Markt deutlich günstiger erwerben und sparte so laut Klageschrift rund 150 Millionen Dollar. Leidtragende waren die normalen Anleger, die ein Recht darauf gehabt hätten, rechtzeitig von den Übernahmeplänen zu erfahren. Musk verteidigte sich stets damit, dass die verspätete Offenlegung keine Absicht gewesen sei.
Ursprünglich wollte die SEC, dass Musk diese 150 Millionen Dollar als unrechtmäßige Bereicherung an die Anleger zurückzahlt. Doch im Mai 2026 nahm der Fall eine unerwartete Wende. Die SEC und Musks Anwälte präsentierten dem Gericht einen fertigen Vergleich.
Die Details überraschten: Musk wird als Privatperson komplett aus der Schusslinie genommen. Stattdessen richtet sich die Strafe gegen eine Art Vermögensverwaltung, den Elon Musk Revocable Trust, dessen alleiniger Treuhänder und Begünstigter der Namensgeber selbst ist. Und statt einer Rückzahlung von 150 Millionen Dollar sieht der Vergleich lediglich eine Zivilstrafe von 1,5 Millionen Dollar vor. Das Geld geht zudem nicht an die geschädigten Anleger, sondern direkt an die Staatskasse.
In ihrer Urteilsbegründung machte Richterin Sooknanan aus ihrer Frustration keinen Hehl. Sie wunderte sich offen, warum die Börsenaufsicht es zugelassen habe, dass der Trust erst in letzter Minute in den Prozess eingeführt worden sei – offensichtlich nur zu dem Zweck, damit Musk öffentlich behaupten könne, er sei persönlich nicht belangt worden.
Juristisch gesehen hatte die Richterin jedoch keinen Spielraum. Wie Sooknanan erklärte, sei ein Gericht bei solchen Einigungen zwar kein bloßer "Stempelautomat", aber eben auch kein "Bürgerbeauftragter", der eigene Ermittlungen anstelle. Solange ein Vergleich nicht "die richterlichen Befugnisse verhöhnt" und absolute Mindeststandards an Fairness erfülle, müsse das Gericht ihn akzeptieren – selbst wenn es die Einigung für unangemessen halte.
Bitwarden ist einer der etabliertesten Passwortmanager am Markt. Er kombiniert ein modernes Funktionsset mit vollständig einsehbarem Quellcode sowie der Option auf Self-Hosting, was ihn für Privatanwender und Unternehmen gleichermaßen interessant macht. Besonders für Organisationen mit strengen Compliance-Vorgaben bietet die offizielle Self-Hosting-Variante zusätzliche Kontroll- und Integrationsmöglichkeiten – allerdings erkauft mit höherem Betriebsaufwand und klaren Anforderungen an Architektur, Betrieb und Security-Prozesse.
Bitwarden adressiert den Mehrbedarf mit detaillierten Self-Host-Checklisten, die unter anderem Deployment-Methoden, Netzwerk- und Firewall-Design, Datenbank- und Zertifikatswahl, Back-up- und Restore-Strategien, Monitoring/Alerting sowie Identity-Integration (SCIM, Directory Connector) und regulatorische Anforderungen (zum Beispiel HIPAA, SoC2) abdecken. Es läuft aber nicht von selbst, sondern muss richtig eingesetzt werden. Wir erklären, wie.
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