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Ein Verbandskasten im Auto ist nicht nur Pflicht, sondern kann im Ernstfall absolut entscheidend für eine erfolgreiche Erste Hilfe sein. Seit den jüngsten Anpassungen der Vorschriften sind bestimmte Inhalte zwingend vorgeschrieben, darunter auch medizinische Masken. Wer bei einer Kontrolle keinen aktuellen Verbandskasten mitführt, riskiert Bußgelder – und im Notfall fehlen wichtige Materialien, die absolut unerlässlich sind. Mit der Heldenwerk-KFZ-Verbandstasche nach DIN 13164:2022 gibt es derzeit ein Angebot bei Amazon, das Sicherheit, Konformität und Aktualität mit einem äußerst attraktiven Preis kombiniert.
Die Tasche enthält alles, was Auto- und Motorradfahrer im Ernstfall benötigen: Pflaster, Kompressen, Mullbinden, Verbandpäckchen und ein Dreieckstuch für die Erstversorgung kleiner und größerer Verletzungen. Dazu kommen Handschuhe und eine Schere, mit denen sich Verbände anlegen oder Kleidung schnell öffnen lässt. Eine Rettungsdecke schützt Verletzte vor Unterkühlung, während Feuchttücher und Wundreinigungstücher die hygienische Versorgung erleichtern. Besonders wichtig: Zwei medizinische Masken gehören zum Set, so dass die Tasche der aktuellen DIN-Norm für 2026 entspricht.
Die Aufbewahrung ist übersichtlich organisiert, die Materialien sind steril verpackt und durch eine bebilderte Anleitung ergänzt, die im Ernstfall schnelle Orientierung bietet. Gerade dann, wenn der letzte Erste-Hilfe-Kurs schon länger zurückliegt, ist das eine wertvolle Unterstützung. Die Tasche selbst ist kompakt, robust und mit einem stabilen Reißverschluss versehen. Sie passt ins Handschuhfach, die Türablage oder in den Kofferraum und ist durch die leuchtend rote Farbe leicht auffindbar.
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Der Linux-Kernel-Chefentwickler Linus Torvalds zeigte sich schon vor Monaten offen für den Einsatz von KI-Tools in der Softwareentwicklung. Im Rahmen einer Diskussion ist er diesbezüglich nun etwas ausfallender geworden und hat betont, dass Linux kein Anti-KI-Projekt sei. "Wenn jemand ein Problem damit hat, kann er gerne dieses Open-Source-Ding machen und einen Fork erstellen oder einfach verschwinden", so Torvalds.
Einige Entwickler scheinen sich vehement gegen den Einsatz von KI zu stellen. Ein Open-Source-Entwickler hatte sogar kürzlich mit einem "Anti AI Release" eine Prompt Injection in sein eigenes Projekt eingebaut, um KI-Agenten, die auf das Projekt zurückgreifen, gezielt Code löschen zu lassen und Vibe Coder damit vorsätzlich zu schädigen.
Torvalds hat bezüglich KI aber offenkundig eine andere Einstellung. "Mir ist klar, dass manche Leute KI wirklich nicht mögen, aber dies ist ein Bereich, in dem ich als Hauptverantwortlicher Maintainer absolut nicht nachgeben werde", schrieb er in einer Mail. KI sei lediglich ein Tool wie viele andere, und in diesem Fall sogar ein "zweifellos nützliches".
Vor einem Jahr sei die Lage diesbezüglich womöglich noch nicht ganz so eindeutig gewesen, heute stehe die Nützlichkeit von KI aber außer Frage. "Jeder, der das bezweifelt, hat es offensichtlich selbst noch nicht ausprobiert", so der Kernel-Entwickler.
Zwar könne KI durchaus lästig sein und erzeuge für Maintainer gerade eine Menge Arbeitsaufwand, die Lösung bestehe allerdings nicht darin, "den Kopf in den Sand zu stecken und laut 'Lalala, ich kann dich nicht hören' zu singen, wie es manche Leute offenbar tun".
Stattdessen sei es wichtig, KI so zu nutzen, dass sie den Maintainern helfe, statt ihnen Ärger zu bereiten, so Torvalds weiter. "Wir zwingen niemanden, sie zu nutzen, aber ich werde Leute, die versuchen, andere davon abzuhalten, sie zu nutzen, ganz laut ignorieren." KI sei zwar nicht perfekt, das seien Menschen aber auch nicht.
Beim Kernel-Projekt stehe zudem seit jeher die Technologie im Mittelpunkt. Die Community nutze Open Source nicht aus ideologischen Gründen, sondern weil dies zu besserer Technologie führe. Entscheidungen würden dabei primär auf Grundlage technologischer Vorzüge getroffen, nicht aus Angst vor neuen Tools. "Dies ist kein Social-Warrior-Projekt, war nie eines und wird auch nie eines sein", betonte Torvalds.
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(Bild: Dirk Knop / heise online)
Das BSI hat Windows Hello for Business analysiert und Schwächen bei der biometrischen Anmeldung aufgedeckt – besonders ohne Enhanced Sign-in Security.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die erste technische Analyse aus seinem Projekt „Windows seziert“ veröffentlicht. Die 169 Seiten lange Untersuchung nimmt Windows Hello for Business (WHfB) auseinander – Microsofts Anmeldung per PIN oder Biometrie für Unternehmensumgebungen. Anders als die offizielle Dokumentation beschreibt die Analyse nicht nur die Architektur, sondern rekonstruiert zahlreiche interne Abläufe per Reverse Engineering und bewertet sie aus Sicht eines Angreifers mit lokalen Administratorrechten.
Windows Hello for Business ersetzt klassische Passwörter durch schlüsselbasierte Anmeldungen. Nutzer authentifizieren sich lokal per PIN oder biometrischem Merkmal wie Gesicht oder Fingerabdruck. Das eigentliche Geheimnis – ein kryptografischer Schlüssel – bleibt auf dem Gerät, idealerweise geschützt durch das Trusted Platform Module (TPM). Gegenüber Active Directory oder Microsoft Entra ID weist sich anschließend nicht das Passwort, sondern das Gerät mit diesem Schlüssel aus.
Die Analyse des BSI [1] bestätigt diesen grundsätzlichen Aufbau von Windows Hello for Business. Gleichzeitig beschreibt sie mehrere Einschränkungen und Angriffsmöglichkeiten, die Microsoft zwar teilweise erwähnt, aber deutlich weniger ausführlich bewertet.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse betrifft die Rolle des TPM. In der offiziellen Dokumentation gilt es als zentrale Schutzkomponente von Windows Hello. Laut BSI trifft das jedoch nicht uneingeschränkt zu.
Ohne den Sicherheitsmodus Enhanced Sign-in Security (ESS) schützt das TPM die biometrischen Vorlagen für die Gesichtserkennung nicht direkt. Diese werden zwar verschlüsselt auf dem lokalen System gespeichert, der dafür benötigte Schlüssel bleibt jedoch ebenfalls lokal verfügbar. Nach Einschätzung des BSI können lokale Administratoren deshalb sowohl die Datenbank als auch die gespeicherten Templates entschlüsseln.
Erst mit aktiviertem ESS ändert sich dieses Sicherheitsmodell grundlegend. Dann werden sicherheitskritische Teile der biometrischen Verarbeitung in eine durch Virtualization-based Security (VBS) geschützte Umgebung verlagert. Zusätzlich kommt das TPM unter anderem für HMAC-basierte Autorisierungstickets und Replay-Schutz zum Einsatz.
Das BSI empfiehlt deshalb ausdrücklich, ESS zu aktivieren – sofern geeignete Hardware vorhanden ist. Gleichzeitig weist die Behörde darauf hin, dass bislang nur sehr wenige Sensoren diesen Modus vollständig unterstützen. Bereits 2023 hatten Sicherheitsforscher mehrere Fingerabdrucksensoren für Windows Hello [2] angegriffen.
Besonders kritisch bewertet die Studie die Sicherheitsannahmen hinter biometrischer Anmeldung. Das BSI argumentiert, dass biometrische Merkmale im Gegensatz zu einer PIN keine zusätzliche Entropie in das System einbringen.
Der Unterschied liegt im Ablauf der Anmeldung. Eine PIN liefert bei jeder Anmeldung neues Wissen des Benutzers. Biometrische Merkmale dienen dagegen lediglich dazu, lokal den Zugriff auf bereits vorhandenes Schlüsselmaterial freizugeben. Für einen Angreifer mit administrativen Rechten befinden sich damit alle für die Authentifizierung benötigten Komponenten bereits auf dem Rechner.
Deshalb bewertet das BSI eine ausreichend lange PIN in Kombination mit TPM und dessen Brute-Force-Schutz teilweise günstiger als die biometrische Anmeldung ohne ESS. Diese Einschätzung gilt allerdings ausdrücklich für das Bedrohungsmodell eines Angreifers mit lokalen Administratorrechten. Vor typischen Angriffen wie Phishing oder Passwortdiebstahl schützt Windows Hello for Business wie gehabt, indem das eigentliche Authentifizierungsgeheimnis das Gerät nicht verlässt.
Aus der Analyse leitet das BSI außerdem eine ungewöhnlich konkrete Empfehlung für Unternehmen ab: Pro Gerät sollte möglichst nur ein Benutzer für Windows Hello registriert werden.
Grund ist die lokale Verwaltung der biometrischen Datenbank: Befindet sich auf einem Rechner bereits das biometrische Template eines anderen Domänenbenutzers, könnte ein lokaler Administrator dieses theoretisch manipulieren oder dessen Identität übernehmen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der betreffende Benutzer zuvor bereits auf genau diesem Gerät registriert wurde.
Die Behörde ordnet dieses Risiko in den breiteren Security-Kontext ein. Ein lokaler Administrator verfüge ohnehin bereits über zahlreiche Möglichkeiten zur Rechteausweitung, etwa über Pass-the-Hash- oder Pass-the-Ticket-Angriffe. Windows Hello for Business eröffne hier keinen völlig neuen Angriffsweg, sondern erweitere das bestehende Bedrohungsmodell.
Über die Sicherheitsbewertung hinaus liefert die Analyse zahlreiche bislang nicht dokumentierte technische Details. Das BSI rekonstruiert unter anderem den vollständigen Authentifizierungsablauf zwischen FaceCredentialProvider, Windows Biometric Service, Microsoft Passport, LSASS und Kerberos. Außerdem beschreibt die Analyse interne RPC-Schnittstellen, die Struktur der biometrischen Datenbank sowie den Aufbau der Schlüsselhierarchie.
Die Autoren weisen zudem auf Lücken in Microsofts Entwicklerdokumentation hin. Während die Fingerabdruckerkennung vergleichsweise gut beschrieben sei, fehle für die Gesichtserkennung an mehreren Stellen weiterführende Dokumentation, etwa zu asynchronen API-Aufrufen oder internen Schnittstellen des Windows Biometric Frameworks.
Auch praktische Tests enthält die Untersuchung. So beobachteten die Autoren, dass schlecht durchgeführte Registrierungen – etwa mit Schal, Kapuze und Brille – die Wahrscheinlichkeit von Fehlidentifikationen erhöhen können. Außerdem gelang es ihnen, Gesichtsmasken erfolgreich zu registrieren und später mit derselben Maske in anderer Farbgebung erneut erkannt zu werden. Solche Ergebnisse betreffen nach Darstellung des BSI jedoch die konkrete Umsetzung der Gesichtserkennung [3] und nicht die kryptografische Architektur von Windows Hello for Business.
Mit der Veröffentlichung beginnt das BSI seine angekündigte Reihe „Windows seziert“. In den kommenden Monaten sollen weitere Analysen, unter anderem zu Protected Process Light (PPL) und Control Flow Guard (CFG), folgen.
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Wer ein kulturstiftendes Epos verfilmt, muss mit Finten tricksen und Kompromisse eingehen. Das sorgt für Gesprächsstoff, wie unsere Filmanalyse zeigt.
Christopher Nolan ist einer der wenigen lebenden Regisseure, die sich den Regeln der Filmbranche widersetzen können und trotzdem, oder gerade deswegen, immer wieder Massen ins Kino locken. Wo andere mit computergenerierter Grafik (CGI) und digitalen Filmkameras Kosten sparen, segelt er auf echten Schiffen aus Holz und nimmt sie mit dem größten und teuersten analogen Kinoformat auf, das es gibt. Wenn ihm die Technik der Kameras nicht genügt, lässt er eben neue bauen.
Sein dreizehnter Film „Die Odyssee“, der am 16. Juli in die Kinos kommt, ist sein bisher aufwendigstes Projekt. Dabei musste Nolan, ganz wie seine Hauptfigur Odysseus, zahlreiche Strudel und Klippen umschiffen. Allein die Besetzungsliste rief Kulturkonservative und Identitäre auf die Barrikaden, bevor sie auch nur eine Minute des Films gesehen hatten. Entgegen guter alter griechischer Tradition hatte es der Regisseur nämlich gewagt, die Frauenrollen nicht mit Männern und die der Göttin Athene mit einer Sterblichen zu besetzen. Nolan hilft diese Aufmerksamkeit jedoch ungemein: Wer im aktuellen Kulturkampf mitreden will, kommt nicht umhin, sich den Film anzuschauen (und diesen Artikel zu lesen).
Wir haben den Film bereits vorab gesehen und können dringende Fragen beantworten: Wie interpretiert Nolan die Odyssee? Welche Aspekte verstärkt er, welche drängt er in den Hintergrund? Welches Vorwissen setzt er voraus? Was bringen die IMAX-Kameras tatsächlich – und in welchen Formaten lässt sich der Film sehen? Wo steht das Werk im Kanon des Regisseurs? Trägt das Ensemble? Und wie modern ist Nolans Lesart? Unsere umfangreiche Analyse lässt sich deshalb zweimal lesen: vor der Vorstellung als spoilerfreier Text über Vorgeschichte, Technik, Inszenierung und Ästhetik, danach als Untersuchung der Figuren, der Abweichungen von Homer und der abschließenden Wendung – auf die Gefahrenstellen weisen wir rechtzeitig hin.
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Reklame für ein iPhone 17 Pro: Aktuell verkaufen sie sich wie von selbst, sagen Marktforscher.
(Bild: Savvapanf Photo / Shutterstock)
Die gesamte Smartphone-Branche ächzt unter der Speicherkrise. Die Ausnahme ist Apple: iPhones sind nicht teurer geworden und die Verkäufe ziehen weiter an.
Während Macs, iPads und sogar (signifikant veraltetes [1]) Apple-Zubehör teils deutlich teurer [2] geworden sind, hat Apple trotz anderslautender Gerüchte [3] seine seine iPhone-Preise nach wie vor nicht angehoben. Davon scheint der Konzern nun zu profitieren. Laut der jüngsten globalen Markterhebung von Omdia [4] ging es im Gesamtmarkt für Smartphones im zweiten Quartal 2026 um 4 Prozent zurück.Apple erzielte den bislang höchsten Marktanteil von 20 Prozent in einem zweiten Quartal, das üblicherweise sehr ruhig ist.
Platz 1 belegte allerdings Samsung mit 22 Prozent – offenbar weil es dem Unternehmen mit dem Galaxy S26 gelang, im Premium-Segment zu punkten sowie mit billigeren Modellen chinesischer Einsteigermarken Konkurrenz zu machen.
Apple soll auch davon profitiert haben, dass das Unternehmen die Preise nicht erhöht hat. Die iPhone-17-Serie habe „einen der stärksten Upgrade-Zyklen in der Apple-Geschichte“ erzielt, schreibt Omdia. Die Konkurrenten liegen deutlich hinter Samsung und Apple: Es sind Xiaomi mit 11 Prozent und Oppo mit 10 Prozent. Vivo kam mit 8 Prozent auf Rang 5 bei den Marktanteilen. Damit teilen sich ein US-Unternehmen, eine südkoreanische Firma und drei chinesische Hersteller die Top Five. Angaben des Marktforschers IDC zufolge halfen die stabilen iPhone-17-Preise Apple insbesondere in China [5].
Besonders gelitten haben soll ein Bereich, in dem Apple nicht mitspielt: die Kategorie der Smartphones im Bereich von unter 400 US-Dollar. Hier gab es laut Omdia die meisten Schwierigkeiten, ausreichend preiswerte Komponenten wie RAM und NAND einzukaufen, da die Margen sehr dünn sind. Bis zu 60 Prozent der Komponentenkosten fallen bei Billig-Smartphones für Speicher an, bei High-End-Modellen sind es aktuell noch rund 30 Prozent.
Apple scheint derzeit zu planen, seine iPhone-Preise im Rahmen der iPhone-18-Serie zu erhöhen. In diesem Jahr ist angeblich vorgesehen, im September iPhone 18 Pro und 18 Pro Max zusammen mit dem neuen iPhone-Foldable [6] („iPhone Ultra“) auf den Markt zu bringen, iPhone 18, 18e [7] und Air 2 folgen angeblich im Frühjahr 2027.
Vorabberechnungen der Bill-of-Materials-Preisliste (BoM) für das iPhone 18 Pro Max besagen, dass Apple wohl bis zu 300 US-Dollar mehr [8] zahlen muss, um die Komponenten für das 1-TByte-Modell zu beschaffen. Die Marge könnte sich verkleinern, wobei gleichzeitig mit einer (vermutlich spürbaren) Preiserhöhung zu rechnen ist.
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Einer der größten Börsengänge aller Zeiten wackelt. Analysten von Mahoney Asset Management warnen: Die SpaceX-Krise am Fremdkapitalmarkt hat erst begonnen.
Erst wenige Wochen ist es her, dass Elon Musks Raumfahrt- und Telekommunikationskonzern SpaceX an die Börse gegangen ist. Der Börsengang galt als einer der größten der Geschichte, doch inzwischen scheinen die Finanzmärkte das Unternehmen skeptisch zu beäugen. Zumindest gerät SpaceX gleich an zwei Fronten zunehmend unter Druck.
Während die Aktie am Dienstag bei 136,08 US-Dollar schloss – nur knapp einen Dollar über dem IPO-Ausgabepreis von 135 Dollar –, spielt sich am Anleihemarkt ein Drama ab, das für die Zukunft des Unternehmens womöglich schwerer wiegt.
Wie die Financial Times (FT) berichtet, hat sich der Risikoaufschlag der langlaufenden SpaceX-Anleihe mit Fälligkeit 2056 [1] innerhalb weniger Wochen von 175 auf 231 Basispunkte über US-Staatsanleihen ausgeweitet. Das Papier ist damit die am schlechtesten performende BBB-Benchmark-Anleihe im gesamten ICE-BofA-Index.
Die Dimension lässt sich in einer einzigen Zahl zusammenfassen: Wer bei der Erstausgabe 100 Millionen Dollar in diese Tranche investierte, hält heute nur noch Papiere im Wert von 90,7 Millionen Dollar.
Mehr als zwei Drittel dieses Verlustes gehen laut FT nicht auf den allgemeinen Ausverkauf langlaufender US-Staatsanleihen zurück, sondern auf die Spread-Ausweitung – also das gewachsene Misstrauen des Marktes gegenüber SpaceX als Schuldner.
Besonders brisant ist der Vergleich mit dem breiteren Markt. Im ICE-BofA-Triple-B-US-Dollar-Index für Unternehmensanleihen sind 5.543 Anleihen gelistet, 1.450 davon mit einem Nennwert von mindestens einer Milliarde Dollar. Unter all diesen Papieren belegt die SpaceX-2056-Anleihe seit ihrer Aufnahme in die Indizes Ende Juni den letzten Platz.
Laut FT-Analyse nähern sich die Renditeaufschläge von SpaceX dabei dem Niveau von Double-B-Anleihen an – jener Kategorie also, die Ratingagenturen als spekulativ einstufen und die im Marktjargon als "Junk" firmiert.
SpaceX hat kurz nach dem Börsengang insgesamt 25 Milliarden Dollar über fünf Anleihe-Tranchen mit Laufzeiten zwischen 2031 und 2056 aufgenommen, wie aus einer offiziellen Mitteilung [2] des Unternehmens hervorgeht.
Die Emission war mit rund 90 Milliarden Dollar an Orders mehr als dreifach überzeichnet, also beschloss SpaceX, das geplante Volumen von 20 auf 25 Milliarden Dollar zu erhöhen. Geführt wurde das Gläubiger-Konsortium von BofA Securities, Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan und Morgan Stanley.
Parallel zum Anleihe-Debakel steht die SpaceX-Aktie unter Dauerdruck. Wie Bloomberg berichtet, hat das Papier seit seinem Höchststand nach dem Börsengang rund ein Drittel verloren [3], mit anderen Worten: Fast 850 Milliarden Dollar an Börsenwert haben sich aufgelöst.
Am Mittwoch fiel der Kurs zeitweise auf 133,34 US-Dollar und damit erstmals unter den IPO-Ausgabepreis von 135 Dollar.
Ken Mahoney, Geschäftsführer von Mahoney Asset Management, erklärte gegenüber Bloomberg, er glaube nicht, dass SpaceX seinen Tiefpunkt erreicht habe. In den kommenden Monaten werde es durch auslaufende Sperrfristen für Insider ein "kontinuierliches Angebot" an Aktien geben.
Die Aktie wird mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 30 gehandelt, was einer der höchsten Werte im Nasdaq 100 ist. SpaceX wurde nach einer verkürzten Wartefrist von nur 15 Handelstagen in den Index aufgenommen [4].
Die Fundamentaldaten liefern den Skeptikern Munition. SpaceX erzielte 2025 einen Umsatz von rund 18,6 Milliarden Dollar, verbuchte aber einen Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar. Profitabel arbeitet einzig der Satellitendienst Starlink.
Die Anfang 2026 übernommene KI-Tochter xAI riss mit 2,47 Milliarden Dollar operativem Verlust bei gerade einmal 818 Millionen Dollar Umsatz ein Loch in die Bilanz, wie eine Analyse der Konzernfinanzen [5] zeigt.
Starinvestor Michael Burry, der als "Big Short"-Investor mit seiner Wette gegen die US-Immobilienblase berühmt wurde, hält sich demonstrativ fern. SpaceX sei "im Grunde ein kleines Raumfahrtunternehmen, ein Nischen-Telekommunikationsunternehmen und eine Art Coreweave-Light" – nichts im IPO-Prospekt deute darauf hin, dass der Konzern eine Billion Dollar wert sei, geschweige denn zwei Billionen [6].
Auch institutionelle Investoren reagieren skeptisch: Der dänische Pensionsfonds AkademikerPension hatte SpaceX bereits vor dem Börsengang auf seine schwarze Liste gesetzt [7] und die Bewertung als "großzügig übertrieben" kritisiert.
Für Anleihe-Investoren, die ihre Papiere bis 2056 halten, könnten die gestiegenen Renditeaufschläge langfristig zu höheren Erträgen führen – vorausgesetzt natürlich, SpaceX überlebt bis dahin.
Für den Konzern selbst wird die Lage unangenehmer: Analysten hatten den Anleihemarkt als Hauptquelle externer Finanzierung für die kommenden Jahre eingeplant. Diese Rechnung geht bei Spreads auf Junk-Niveau nicht mehr auf.
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Revel Pharmaceuticals kehrt mit CMLase jahrzehntealte Proteinschäden im Labor um – Hautgewebe verjüngt sich messbar.
Wenn ein Steak in der Pfanne brutzelt, laufen zwischen Aminosäuren und Zuckern chemische Reaktionen ab, die für Bräunung und Aromen sorgen. Was Köche als Maillard-Reaktion schätzen, vollzieht sich auch im menschlichen Körper – nur nicht in 30 Minuten bei 400 Grad, sondern über 50 bis 70 Jahre bei Körpertemperatur.
Das Ergebnis: Fortgeschrittene Glykationsendprodukte, sogenannte AGEs, verkrusten langlebige Proteine in Haut, Blutgefäßen und Augenlinsen. Seit den 1980er-Jahren galt dieser Prozess in der Fachwelt als unumkehrbar.
Eine jetzt in Nature Communications veröffentlichte Studie [1] von Revel Pharmaceuticals, Calico und der University of Colorado Anschutz Medical Campus stellt diese Annahme auf den Kopf.
Das Team um Aaron Cravens, Geschäftsführer des in San Francisco ansässigen Biotech-Unternehmens Revel Pharmaceuticals, hat ein künstliches Enzym namens CMLase entwickelt.
Es zielt auf Nε-Carboxymethyl-Lysin (CML) – das häufigste AGE-Addukt an Lysinresten menschlicher Proteine. CML schädigt nicht nur die Proteinstruktur, sondern bindet als Ligand an den RAGE-Rezeptor und befeuert damit chronische Entzündungen, oxidativen Stress und die Ausschüttung proinflammatorischer Zytokine.
Für die Longevity-Forschung ist CML deshalb ein zentrales Ziel.
Das Problem bei der Suche nach einem passenden Enzym: Es gibt kein natürliches Vorbild, das CML gezielt von Proteinen ablösen kann. Cravens vergleicht die Ausgangslage [2] gegenüber The Scientist mit der Suche nach einer "Nadel im Heuhaufen" – die nach dem Auffinden auch noch geschärft werden müsse, weil sie "extrem stumpf" sei.
Als Ausgangspunkt identifizierte das Team eine Glycin-Oxidase aus dem Bakterium Calidithermus roseus. Dessen Verwandtschaft zur Carboxymethyl-Aminogruppe von CML machte es zum Kandidaten.
Per computergestütztem Screening und gerichteter Evolution über mehr als 500 Millionen Enzymvarianten in fünf Evolutionsrunden entstand daraus die Variante CrGO-897 – CMLase.
Das Enzym oxidiert CML und stellt den ursprünglichen Lysinrest wieder her, während das Trägerprotein intakt bleibt. Cravens nennt es ein "Rasenmäher-Enzym", das die schädlichen Anhängsel einfach von den Proteinen abschneidet.
Die Forscher testeten CMLase zunächst an Modellproteinen wie Kasein, Hämoglobin und Kollagen. Je nach Substrat entfernte das Enzym zwischen 52 Prozent (BSA) und 97 Prozent (Kasein) der CML-Modifikationen.
Dann folgte der entscheidende Schritt: Tests an echtem menschlichem Gewebe von Spendern zwischen 20 und 75 Jahren. Klassische Tiermodelle mit Mäusen schieden aus, da deren Lebensspanne von zwei Jahren die über Jahrzehnte akkumulierten Schäden im Menschen nicht abbilden.
Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen des Teams. Im Arteriengewebe eines 75-jährigen Spenders senkte CMLase die CML-Werte um über 70 Prozent, im Hautgewebe älterer Spender um mehr als 55 Prozent. In den Hautproben fielen die Werte dabei unter das Niveau, das typischerweise bei 31-jähriger Haut gemessen wird.
"Wir hatten mit einer Verringerung um 20 Prozent gerechnet", erklärte Cravens laut The Scientist.
James Galligan, Pharmakologe an der University of Arizona und nicht an der Studie beteiligt, nannte den Ansatz demnach "ziemlich gewagt" und hob hervor, dass es den Forschern gelungen sei, "etwas zu entwickeln, das selektiv diese Modifikationen entfernt".
So eindrucksvoll die Ex-vivo-Daten sind – für eine Longevity-Therapie am Menschen bleiben erhebliche Hürden.
Sämtliche Tests liefen bislang an aufbereiteten Gewebeschnitten, bei denen das Enzym maximalen Zugang zu den Schadstellen hatte. Ob CMLase auch in der dichten, vernetzten Architektur der lebenden extrazellulären Matrix wirkt, ist offen.
Ebenso ungeklärt: Führt die chemische Reparatur tatsächlich zu einer messbaren Wiederherstellung der Gewebeelastizität oder zur Unterdrückung der RAGE-Signalkaskade?
Der bakterielle Ursprung des Enzyms wirft zudem Fragen zur Immunogenität auf. Bei wiederholter Verabreichung könnte der menschliche Körper Abwehrreaktionen gegen das fremde Protein entwickeln. Studien zur Pharmakokinetik und Gewebepenetration stehen ebenfalls noch aus.
Cravens schwebt langfristig ein "One-and-Done"-Ansatz vor, bei dem Patienten jahrzehntelange Schäden in einem Behandlungszyklus loswerden. Besonders relevant wäre das für Menschen mit Typ-2-Diabetes, bei denen sich AGEs deutlich schneller ansammeln.
CML ist allerdings nur eines von vielen AGE-Addukten. Die Autoren der Studie betonen selbst, dass die alleinige Umkehr von CML den multifaktoriellen Alterungsprozess nicht auflösen wird. Das nächste Ziel auf der Liste: Glucosepane, eine dominante Kollagenvernetzung, die die Gewebeelastizität beeinträchtigt.
Ein anderes Revel-Enzym – eines zum Abbau von Harnsäurekristallen – steht laut Cravens [3] bereits kurz vor klinischen Studien als Therapie gegen Gicht.
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"...fühlt sich aber nach einer ganzen Wand an". Der ZDF-Kommentator über Marc Cucurella. Bild vom EM-Endspiel 2024: Shutterstock.com
Gebühren zahlen, Phrasen hören. Während Spanien gegen Frankreich Fußballkunst zeigt, liefert das ZDF einen Kommentar voller Phrasen. WM Blog – Folge 15.
Die vier Favoriten vor Turnierbeginn haben sich bis ins Halbfinale durchgesetzt. Die vier Mannschaften, "welche die schlechtesten Quoten hatten in den ganzen Wettbuden", wie es Chris Kramer im ZDF treffend ausdrückte.
War das Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien nun ein vorweggenommenes Endspiel?
Keineswegs! Für Spanien-Fans war es zwar ein wunderbarer Abend, aber auch ein Abend voller Demut und Dankbarkeit für etwas nicht Selbstverständliches. Es begann in den ersten zehn Minuten ausgeglichen. Zwei sehr starke Mannschaften, die wenig Fehler machten, begegneten sich gegenseitig voller Respekt.
Auch die Nationaltrainer von Spanien und Frankreich hatten Gemeinsamkeiten: zwei reife, erwachsene Gentleman-Trainer. Sie hatten Haltung, Höflichkeit, sie meckerten nicht viel mit den Schiedsrichtern herum, trugen beide einen Anzug mit offenem Hemd.
All das fiel noch mehr im Kontrast zum Deutschen Nagelsmann ins Gewicht.
Ein gewisses optisches Übergewicht für die Spanier war früh erkennbar, das aber auch daran lag, dass diese Ballbesitzmannschaft etwas stärker nach vorne ging.
Der Elfmeter für Spanien war sehr hart gegen Frankreich, denn er war zwar schon korrekt und regelgerecht, weil es ein Foul war, aber ganz offensichtlich kein Foul, das auch nur minimal beabsichtigt oder in Kauf genommen wurde. Einfach Pech.
Bemerkenswert war, dass die Franzosen mit der Situation nervlich irgendwie nicht umgehen konnten, dass sie zum ersten Mal mit echter Gegenwehr konfrontiert waren und zurücklagen. Zunehmend erschien Spanien dann unüberwindlich.
Für den französischen Trainer Didier Deschamps konnte es einem leidtun. Er verliert im Laufe des Spiels auch langsam die Fassung.
Man muss, um Weltmeister zu werden, einmal durch die Hölle gegangen sein. Und Frankreich hatte bislang keine richtigen Prüfungen gegen sich – an der ersten scheiterten sie zur Unzeit.
Nun kommt es in jedem Fall zu einem WM-Endspiel, das noch nie stattgefunden hat. Entweder zu einer Wiederauflage des letzten EM-Finales, das Spanien genau vor zwei Jahren, am 14. Juli 2024, mit 2:1 gegen Enlgand für sich entscheiden konnte. Oder zum Kontinentalduell, zur Begegnung der beiden besten Mannschaften des europäischen und des lateinamerikanischen Kontinents und insofern auch zum Duell zweier Fußballphilosophien: gegen die argentinische Mannschaft.
Im Kontrast zum Spiel fiel umso schwerer der peinliche Auftritt des ZDF-Kommentators Gari Pauband ins Gewicht. Pauband scheint ein Experte für banale Etikettierungen und falsche Metaphern zu sein. Auch wenn er absolut nichts zu sagen hat, muss er wie eine Sprechmaschine wirklich immer reden, und Phrasen dreschen.
So häuft er gewaltig viele Banalitäten aufeinander und sagt nur das, was man sowieso schon gerade gesehen hat, aber das oft falsch. Dass er die spanische Führung mit "Frankreich führt!" kommentierte, war noch lustig und schnell korrigiert, aber dass er Spanien zum "Einzug ins EM Finale" gratulierte, war zuviel des Schlechten.
"Wo ist nur Frankreichs Durchschlagskraft?", fragte er in der 55. Minute, und wiederholte das noch zweimal, anstatt zu erklären, warum sich die Franzosen mit diesem Gegner schwerer taten.
Pauband schwafelte vom "der schwächste Auftritt Frankreichs", dabei war es vielleicht einfach der stärkste Gegner, auf den Frankreich getroffen ist. Insofern muss man sagen "Frankreich wurde entzaubert von den Spaniern".
Dann irgendwann: "Cucurella ist nur eine Person, fühlt sich aber nach einer ganzen Wand an". Vorher hatte er schon die Haare des Abwehrgenies dafür verantwortlich gemacht, "dass er den Angreifer des Gegners nicht sehen konnte".
Der ZDF-Spaßvogel könnte einen guten Kabarettisten abgeben, als Sportreporter wirkte er wie eine totale Fehlbesetzung.
Es war eben nicht nur eine defensive Glanzleistung, sondern natürlich auch eine sehr gute Mittelfeld- und Offensivleistung der spanischen Mannschaft.
Das rückten dann vor allem Christian Streich und Chris Kramer gerade: Spanien ist ein Fußball-System, und das produziert offensichtlich Titel. Auch bei den U19, die am Samstag gegen Deutschland gewannen, wie auch bei den Frauen. Spanische Trainer standen als Trainer beider Vereine im Champions League-Finale – Mikel Arteta für den FC Arsenal London und Luis Enrique für PSG Paris, so wie übrigens Argentinier die Hälfte der lateinamerikanischen Nationen trainieren.
Mit Pauband geht es auch anderen so: "Wenn du sprichst, bluten die Ohren der Götter", spottete FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube kürzlich in einem wunderbaren Kommentar [1] über die ZDF-Plage: "Du aber, Gari Paubandt, bist schrecklich, es fürchten dich die Götter."
"Ein schneller Stürmer hat bei dir 'flinke Beine'. Läuft er mit ihnen los, und es stellt sich ihm niemand entgegen, hat er 'viel Wiese vor sich . . . ach, doch nicht mehr', denn so viel Wiese war es gar nicht. Du sagst nicht 'der Schiedsrichter lässt das Spiel laufen', du sagst 'selten wurde eine Pfeife seltener benutzt'. Selten seltener, das ist schon fast am seltensten.
Ein guter Spieler ist für dich, Poet, 'einer, der durchaus zu gefallen weiß'. Was liegt nicht alles in solchem Durchaus! Bei dir, jedwedes Ding Ausschmückendem, findet ein Wechsel nicht einfach statt, vielmehr wird Algerien gleich 'einen Wechsel vollführen'. ...
Läuft einer einem anderen ins Kreuz, findest du, Herr der scherzhaften Metapher, 'Rodriguez hat sich als Rucksack versucht'. Der Ball ist für dich gern 'das Spielgerät'. Merkwürdig darum dein Satz: 'Wenn der Ball sauber getroffen wird, dann kann's hier direkt klingeln.' Wurde denn nicht 'das Spielgerät' unsauber getroffen? Die Algerier sind für dich 'die Wüstenfüchse'.
So fließt die Rede aus deinem Mund, erlaube uns ein altes Bild, 'wie Limonade aus dem Schlund des Raben' (Walter Benjamin)."
Jürgen Kaube, FAZ [2]
Andere formulierten einfach "schlimmer als Claudia Neumann", was für Fans eine Art Todesurteil ist, im Netz liest man "was für ein inkompetenter Kommentator! [3]" "Man kann dieses Gerede kaum ertragen", "Was dieser Kommentator an selbstverliebtem, sprachlichen Nonsens abliefert, kann nicht mehr überboten werden. Grauenhaft!"
"Der Messias wird erst kommen, wenn er nicht mehr nötig sein wird, er wird erst nach seiner Ankunft kommen, er wird nicht am letzten Tag kommen, sondern am allerletzten."
Franz Kafka, am 4. Dezember 1917 in seinem Tagebuch
Wären die Öffentlich-Rechtlichen nun die einzigen, die Fußball übertragen, könnten sie sich solch ein Versagen noch erlauben. Aber sie haben eine starke Konkurrenz mit Magenta TV, die sowieso die Öffentlich-Rechtlichen insofern in den Schatten stellten, weil sie alle Spiele übertragen.
Es ist unverständlich, dass man einerseits Gebühren bezahlt, andererseits nicht alle Spiele zu sehen bekommt, während man bei Magenta die Gebühren bezahlt und dann wirklich auch alle Spiele sehen kann, und das auch Wochen später in der Mediathek, die sich ARD/ZDF auch zu großen Teilen eingespart haben. Solange die Öffentlich-rechtlichen dann wenigstens die besseren Kommentatoren auffahren, wäre das vielleicht noch auszuhalten.
Bei der WM 2026 zeigte sich, dass die Kommentatoren aber fast durchweg schwach sind. Nur die Experten können dies wettmachen, und sie werden oft nicht gut genug eingesetzt. Aber bis auf Oliver Schmidt im ZDF und Tom Bartels in der ARD, fiel es einem fußballinteressierten Menschen schwer, irgendeinem der Kommentatoren länger zuzuhören.
Warum sympathisiert der Autor dieses Textes mit Spanien und Argentinien? Spanien spielt, wenn alle Spieler gesund sind und an guten Tagen, einen nahezu perfekten Fußball. Dann geben sie ihrem Gegner keine Chance, machen ihn nieder, wie vor einem Jahr, an dem Spanien gegen Frankreich 5:4 gewann, und lange schon 5:1 geführt hatte. Spanien kann begeisternd und bezaubernd spielen, wie bei der Europameisterschaft 2024.
Argentinien ist das Gegenteil. Fußball ist da vor allem Willenskraft, nicht Leichtigkeit, es ist Verstand und bewundernswerte Kälte, wie sonst oft bei italienischen Mannscahften; Fußball ist aber bei ihnen auch leidenschaftlicher Kampfgeist. Fußball heißt hier nie aufgeben – es sind die Abenteuer und Achterbahnfahrten, die man immer mit dieser Mannschaft erlebt. Und natürlich die Tatsache, dass ein Genie wie Lionel Messi im Zentrum ist und früher Maradona.
In Spanien ist Fußball ein Freizeitvergnügen, eine große Fiesta, es ist, wie am Nachmittag in eine Ausstellung moderner Malerei zu gehen und dann zum Stierkampf und in beiden Fällen einfach die Kunst zu bewundern, und dann gut Essen und Trinken. Es ist diese Verbindung aus Kunst und Fiesta, aus Stil und Form und Spaß zu einer mediterranen Lebenskunst.
In Argentinien ist Fußball eine Religion. Es ist eine total ernste, aber auch eine leidenschaftliche Angelegenheit, sie entscheidet darüber, ob die Nation glücklich ist oder unglücklich, und die Argentinier haben, als sie 2022 Weltmeister wurden, gefühlt vier Jahre lang gefeiert. Sie feiern jetzt weiter, sie werden wahrscheinlich sogar feiern, wenn sie heute Abend gegen die Engländer ausscheiden, aber gleichzeitig werden sie unglaublich traurig sein.
Und dann ist da ja noch die Chance, dass sie ins Finale kommen und dass sie vielleicht sogar gegen Spanien gewinnen. Nichts ist unmöglich, das weiß man in Argentinien. Und alle Erfahrungen, besonders all die Leidenserfahrungen, die die Europäer in den kommenden Jahrzehnten noch machen werden, die haben die Argentinier schon gemacht.
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(Bild: Manuel Masiero / KI / iX)
Googles offizielle IDE für die Entwicklung von Android-Apps setzt verstärkt auf KI-Integration, unter anderem mit mehreren parallel laufenden Agentenchats.
Android Studio Quail 2 steht als stabiles Release bereit. Gegenüber dem Vorgänger Quail 1 zeichnet sich die Android-IDE durch drei wesentliche Neuerungen aus: eine Multitasking-Architektur für parallele Agentenchats, native LeakCanary-Integration im Profiler sowie eine jetzt vollständig mit Agent Mode integrierte agentengestützte Crash-Analyse in App Quality Insights.
Die parallelen Agentenchats von Android Studio Quail 2 [1] überwinden den bisherigen Engpass, dass sich Agenten-Tasks nur sequenziell abarbeiten ließen. Damit erlaubt es die neue Version Entwicklerinnen und Entwicklern beispielsweise, in einem Tab ein UI-Refactoring zu starten, in einem zweiten eine ProGuard-Regel neu zu definieren und in einem dritten die Dokumentation zu generieren. Jedem Tab lässt sich ein individuelles Modell zuweisen. Worktree-Support gibt es mit den parallelen Agentenchats allerdings nicht.
(Bild: Google)
LeakCanary und App Quality Insights (AQI) greifen Entwicklern unter die Arme, um Fehler aufzuspüren und zu beheben, ebenfalls KI-gestützt. Das Open-Source-Tool LeakCanary [2] steckt nativ im Profiler und spürt Speicherlecks laut Google bis zu fünfmal schneller auf als bisher, indem es die Leak-Nachverfolgung vom Testgerät auf den Entwicklungsrechner verlagert. Der Button „Go to Declaration“ springt zur entsprechenden Codestelle, während „Fix with Agent“ sie nach User-Zustimmung mittels KI-generiertem Codepflaster schließt.
AQI setzt auf den gleichen Modus Operandi. Klicken Developer im AQI-Panel auf ein Crash-Ereignis, erhalten sie eine Zusammenfassung des Problems, in einem eigenen Chat und auf Wunsch noch eine umfassende Erklärung dazu. Beides basiert auf dem jeweils ausgewählten Modell. „Fix with AI“ soll dann ebenfalls für schnelle Abhilfe sorgen.
Google bietet Android Studio Quail 2, dessen tierischer Codename Quail (Wachtel) für die 2026-Generation der IDE steht, für Windows, macOS, Linux und ChromeOS zum Download [3] an. Android Studio Quail 3 [4] ist bereits als Release Candidate verfügbar.
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(Bild: evkaz / Shutterstock.com)
Gut 290 GitHub-Repositorys, die angeblich von Securityanbietern, Toolherstellern und weiteren Firmen sind, verteilen Schadcode zum Abgreifen von Daten.
Angreifer haben hunderte GitHub-Repositorys angelegt, die vermeintlich von bekannten Firmen stammen. Ein Link auf die „official page“ im Readme führt zu einer Seite der Angreifer, die einen Infostealer verteilt.
Die Schadsoftware greift Credentials und vertrauliche Daten von mindestens 19 Webbrowsern und zahlreichen Krypto-Wallets ab. Auch Messenger und Social-Media-Anwendungen sowie Steam-Accounts sind im Fokus der Angreifer.
Der Angriff nutzt keine Schwachstellen aus, sondern setzt auf Brandjacking und Social Engineering. Die Repositorys geben vor, von bekannten Firmen unter anderem aus den Bereichen Security, Entwicklungswerkzeuge, Krypto-Tools, Fintech und Gaming-Software zu stammen. Der Schadcode läuft ausschließlich auf Windows-Rechnern.
Sicherheitsforscher von Arctic Wolf haben den Angriff entdeckt. Der Auslöser war, dass ein Fake-Repository vorgab, von Arctic Wolf zu stammen. Bei den weiteren Untersuchungen haben die Forscher festgestellt, dass die Angreifer insgesamt 292 Repositorys erstellt hatten, von denen GitHub inzwischen die meisten entfernt hat.
Einige Repositorys sind jedoch vermutlich noch aktiv und es ist möglich, dass die Angreifer weitere Fake-Repositorys erstellen.
Der Angriffsvektor ist jedes Mal derselbe. Für das Fake-Repository zu Arctic Wolf enthielt die Markdown-Datei mit dem Readme (README.md) einen Link zur vermeintlichen „official page“ des Anbieters und der Software. Dieser Link führte zu einer Domain der Angreifer, die sich wiederum als Arctic-Wolf-Seite ausgab und ein Paket zum kostenlosen Download angeboten hat.
Der Download-Button trug die Schrift „Download Secure Content“ und zahlreiche Badges wiesen darauf hin, dass die Verbindung sicher und die Software auf Viren geprüft sei.
(Bild: Arctic Wolf)
Der Klick auf den Button löste den Download einer ZIP-Datei aus. Offenbar erzeugte der Server, der das Paket verteilte, im Minutentakt frische Pakete mit jeweils geänderten ZIP-Dateinamen und neuen Namen der Executables.
Neben dem Schadcode enthielt das Archiv viel Beifang, der nach Vermutung der Sicherheitsforscher lediglich dazu dient, die ZIP-Datei auf die erwartete Größe zu bringen. Der eigentliche Schadcode steckte in zwei Dateien: gup.exe zum Laden der Datei libcurl.dll, die wiederum den Infostealer dekodiert und im Speicher ausführt.
Der Infostealer ist laut der Analyse von Arctic Wolf eine Variante des im März von Trend Micro entdeckten BoryptGrab [2], der darauf ausgelegt ist, zahlreiche Daten und Credentials abzugreifen. Allerdings ist der für den Angriff genutzte Schadcode auf ein Minimum reduziert und lädt im Gegensatz zu BoryptGrab keine weiteren Payloads nach.
Die einzelnen Module des Infostealers zielen dabei auf unterschiedliche Browser, Messenger, Krypto-Wallets und mehr.
Die gesammelten Daten schickt die Software schließlich als ZIP-Archiv an einen russischen Server.
(Bild: Arctic Wolf)
Der Infostealer läuft nach dem Start nur einmal durch und versucht nicht, sich als automatisch gestarteter Prozess festzusetzen. Er macht auch keine Anstalten, sich auf andere Systeme zu verteilen.
Auch verzichtet der Schadcode auf Aufräumarbeiten: Alle gesammelten Daten und auch Logdateien der Software bleiben in einem temporären Verzeichnis, das die Software nach getaner Arbeit nicht löscht.
Weitere Details zu den einzelnen Modulen im Infostealer und den spezifischen IP-Adressen der Angreifer finden sich im Arctic-Wolf-Blog [3].
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Das Angebot gilt bis Ende der Woche beziehungsweise solange der Vorrat reicht. Zur Auswahl stehen verschiedene Geschmacksrichtungen inklusive Zero Zucker, so dass nicht nur Fans der klassischen Variante fündig werden.
Rein preislich ist das Angebot attraktiv. Gerade große 500-ml-Dosen kosten gerne mal mehr. Bei zwölf Dosen kommt allerdings eine Gesamtmenge von sechs Litern zusammen – und die sollte nicht dazu verleiten, den Vorrat in möglichst kurzer Zeit aufzubrauchen.
Energydrinks enthalten viel Koffein. Eine 500-ml-Dose kommt bei den üblichen 32 mg Koffein pro 100 ml bereits auf 160 mg. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hält für gesunde Erwachsene Einzeldosen von bis zu 200 mg und über den Tag verteilt bis zu 400 mg Koffein für gesundheitlich unbedenklich. Dabei zählt allerdings auch Koffein aus Kaffee, Cola und anderen Quellen mit, die ebenfalls über den Tag verteilt getrunken werden.
Je nach Sorte kommt zudem eine erhebliche Menge Zucker hinzu. Zuckerfreie Varianten umgehen dieses Problem zwar, ändern aber nichts am hohen Koffeingehalt. Zwei oder drei große Dosen hintereinander sind daher keine gute Idee – auch wenn der günstige Vorrat direkt neben dem Gaming-PC oder Fernseher steht.
Für gelegentliche Energydrink-Konsumenten ist der aktuelle Amazon-Preis dennoch interessant: Zwölf 500-ml-Dosen für 10 Euro sind ein günstiger Vorratspreis. Amazon bezieht sich bei den Preisen auf UVPs, nicht den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage. So gab es etwa die Sorte Sour Apple
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Apple will Halbleiter-Start-ups und KI-Serverchip-Experten übernehmen. Das berichtet das Branchenmagazin The Information unter Berufung auf Insider aus dem Umfeld von Apple sowie aus der Banken- und Halbleiterbranche.
In den vergangenen Monaten habe Apple Gespräche mit Investmentbanken über potenzielle Übernahmeziele geführt und direkten Kontakt zu Halbleiter-Start-ups gesucht, um deren Bereitschaft für einen Verkauf auszuloten.
Der Hintergrund: Apples erster echter, dedizierter KI-Serverchip mit dem Codenamen Baltra sollte eigentlich noch in diesem Jahr einsatzbereit sein. Insidern zufolge habe sich das Projekt jedoch verzögert und es gebe Performance-Probleme bei großen KI-Modellen.
Dabei geht es Apple um fertige Chip-Architekturen für Rechenzentren, aber auch um Technologien wie die von PrismML, um große KI-Modelle so zu verkleinern, dass sie auf dem iPhone laufen können.
Historisch gesehen mied Apple milliardenschwere Übernahmen bisher eher und kaufte lieber kleinere Technologie-Firmen für wenige hundert Millionen US-Dollar, um deren Know-how einzusammeln. Eine Ausnahme war die 3-Milliarden-Dollar-Übernahme von Beats im Jahr 2014.
Doch der Druck im KI-Konkurrenzkampf verändert den Kurs: Erst Anfang des Jahres kaufte Apple das israelische KI-Start-up Q.ai für knapp 2 Milliarden US-Dollar.
Es wäre nicht das erste Mal, dass Apple für Chip-Kompetenz nicht ohne Zukäufe auskommt. Der Grundstein für die heutigen, extrem erfolgreichen Apple-Silicon-Prozessoren (M- und A-Serie) wurde bereits 2008 gelegt. Damals kaufte Apple für 278 Millionen US-Dollar den Chip-Designer PA Semi. Nun könnte versucht werden, dies im Server- und KI-Bereich zu wiederholen.
Anders als die meisten Unternehmen setzt Apple bereits für das KI-Training nicht auf Nvidias GPU-Beschleuniger: Das Betriebssystem KI Apple Intelligence wurde zuletzt auf Googles TPUs trainiert. Auf der Hausmesse re:invent von Amazon Web Services (AWS) sagte Benoit Dupin, verantwortlich für Apples KI-Produkte, das Unternehmen nutze für Inferencing deren Inferentia2-Beschleuniger und teste auch Trainium2, den von AWS selbst entwickelten Beschleuniger für KI-Training.
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Ab 2028 wird es keine physischen Playstation-Spiele mehr geben. Das gab Sony vor Kurzem bekannt und kassierte dafür, wenig überraschend, reichlich Kritik. Die Entscheidung bedeutet eine alleinige Abhängigkeit von Sonys digitalem Store und mit Blick auf die zunehmende Dominanz von Streaminganbietern, gibt es sicher bessere Zeitpunkte als jetzt, um mit der Pflege einer physischen Bibliothek zu beginnen. Doch private Sammler wird es weiterhin geben und mit ihnen wird vielleicht auch der Wert privater Sammlungen steigen. Doch es gibt ein Problem: Die wenigsten Geräte kommen noch mit Laufwerken für CDs und DVDs, wohl aus ähnlichen Gründen.
Immerhin sind externe Laufwerke mittlerweile sehr günstig. Ein Modell von Origbelie mit USB-Anschlüssen und Kartenlesern ist im Amazon-Angebot derzeit für unter 26 Euro erhältlich. Weniger kostete es laut Preistracker Keepa noch nie. Der Deal gilt spätestens bis zum 19. Juli 2026.
Das externe DVD-Laufwerk von Origbelie unterstützt die meisten CD- und DVD-Formate. Wer es genau wissen möchte: CD ± R/RW, CD-ROM, DVD ± R/RW, DVD-ROM, DVD-RAM, DVD+R DL, DVD-R DL und VCD E SVCD. Praktisch für Filmsammler: Es ist außerdem kompatibel mit Discs aus acht Regionen, darunter USA/Kanada, Europa/Japan/Südafrika/Naher Osten und Südostasien/Ostasien. Das Laufwerk kann problemlos mit PCs und Laptops verbunden werden, die auf Windows Vista oder höher sowie Linux laufen, sowie mit iMacs und MacBook mit macOS 16.0 oder höher.
CDs und DVDs liest und schreibt das externe DVD-Laufwerk von Origbelie mit 24x- beziehungsweise 8x-Geschwindigkeit. Dabei erreicht es Übertragungsraten von bis zu 625 MByte pro Sekunde. Wichtig: Für seine Höchstgeschwindigkeit muss es mit einem USB-3.0-Port (oder höher) verbunden werden. Es ist allerdings abwärtskompatibel mit älteren USB-Standards.
Wie eingangs erwähnt, kann das externe DVD-Laufwerk von Origbelie mehr als nur Discs brennen und lesen. Ausgestattet mit vier USB-A-Ports, kann es als USB-Hub herhalten, zum Beispiel für Flash Drives oder kabellose Mäuse. Seine zwei Speicherkartenslots eignen sich zum Auslesen und Beschreiben von TF- und MicroSD-Karten. Für Rechner ohne eingebauten Kartenleser muss man so nicht mehrere externe Schnittstellen gleichzeitig nutzen.
ORIGBELIE Externes DVD Laufwerk, ultraflacher CD-Brenner USB 3.0 mit 4 USB-Anschlüssen und 2 TF/SD-Kartensteckplätzen, Plug-and-Play Externes CD Laufwerk für Laptop Mac, PC Windows 11/10/8/7 Linux OS
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