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heise+ | Dreame, Ecovacs, Mammotion und Segway: Vier High-End-Mähbots im Härtetest

Von Heise — 17. April 2026 um 08:00

Kräftige Antriebe, Kartenautomatik, cleverer Igelschutz und Randschnitt: Diese Luxusmähbots sollen trickreiche Alleskönner sein. Ob das stimmt, klärt der Test.

Die Ausstattungsliste von Luxusmährobotern ist in dieser Modellsaison so lang wie noch nie. Weil es in den Verkaufsregalen des boomenden Mähbotmarkts enger wird, versuchen die Hersteller mit Feature-Overkill ihren Platz im Rasenrevier zu sichern.

Zur Ausstattung zählen etwa Allradantrieb und Einzelradaufhängung für Fahrten über Stock und Stein, Kartierungsautomatik per Laser, Kamera und Satellit ohne Antennenballast, Igelkollisionsschutz mit KI und Messertricks für den Kantenschnitt. Das Testquartett Dreame A3 AWD Pro 3500, Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro, Mammotion Luba 3 AWD 3000 und Segway Navimow X420 bündelt jeweils fast alle dieser Talente.

Für die genannten Modelle rufen die Hersteller entsprechend gehobene Preise zwischen 1500 und 2700 Euro auf. Varianten mit größeren Akkus und Flächenleistungen sind noch kostspieliger. Das Preisniveau ist damit zwar nicht höher als in den Vorjahren. Aber weil die Hersteller die Neuzugänge als Eier legende Wollmilchsäue anpreisen, steigen die Erwartungen. Ob die Geräte wirklich alle Tricks vorzüglich statt nur durchschnittlich beherrschen, haben wir in der Praxis getestet.


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https://www.heise.de/-11259259

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[1] https://www.heise.de/tests/Dreame-Ecovacs-Mammotion-und-Segway-Vier-High-End-Maehbots-im-Haertetest-11259259.html
[2] https://www.heise.de/tests/Maehroboter-von-Segway-und-Mammotion-mit-Lidar-Navigation-im-Test-11163164.html
[3] https://www.heise.de/tests/Rasenroboter-fuer-alle-Faelle-die-wichtigsten-Trends-und-neuen-Modelle-10335854.html
[4] https://www.heise.de/tests/Kabelloser-Maehroboter-Mammotion-Luba-2-AWD-im-Test-9794427.html
[5] https://www.heise.de/hintergrund/Sichere-Maehroboter-Wie-bei-c-t-ein-Teststandard-entsteht-10215649.html
[6] https://www.heise.de/tests/Maehroboter-Dreame-Roboticmower-A1-im-Test-9974400.html

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heise+ | Vivo X300 Ultra: High-End-Kamera mit teurem Zubehör

Von Heise — 16. April 2026 um 18:00

Mit außergewöhnlichen Kameras und sehr speziellem Zubehör soll das Vivo X300 Ultra vor allem Fotoliebhaber anlocken.

Dieses Smartphone [1] [1] ist nichts für Sparfüchse, dafür ist es mit knapp 2000 Euro viel zu teuer. Das X300 Ultra vom hier weniger bekannten Hersteller Vivo ist allerdings mindestens dann einen zweiten Blick wert, wenn es ein Smartphone mit einer besonderen Kamera sein soll.

Das Vivo X300 Ultra trägt den derzeit wohl höchsten Kamerahügel aller Smartphones auf dem Rücken, er ragt mehr als 8 Millimeter aus der Rückseite hervor. Als Designelement rückt er das Telefon damit weit in Richtung Kamera. Der Herstellerschriftzug ist so aufgebracht, dass er im Querformat zu lesen ist. Die Rückseite unseres Testmusters besteht aus mattem Glas in einem dezenten Grünton, das untere Viertel ist farblich leicht abgesetzt. Das gesamte Gerät ist makellos verarbeitet und wirkt hochwertig.

Schüttelt man das Smartphone, hört man dennoch deutliches Klappern. Dafür sind die großen Kameraobjektive und deren optische Stabilisatoren verantwortlich, die sich im inaktiven Zustand im Gehäuse bewegen. So ein Klappern ist bei den meisten Smartphones zu hören, vor allem bei solchen mit aufwendigen Kamerasystemen, beim Vivo X300 Ultra ist das jedoch laut. Mit 237 Gramm zählt das große Smartphone auch zu den schwereren Modellen. Nach IP68/IP69 geschützt, machen ihm Staub und Wasser nichts aus.


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https://www.heise.de/-11249071

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[1]  https://www.heise.de/thema/Smartphone
[2] https://www.heise.de/tests/Ein-teurer-Spass-Kamera-Smartphone-Vivo-X300-Ultra-im-Test-11249071.html
[3] https://www.heise.de/tests/Billiger-ist-besser-Nothing-Phone-4a-und-4a-Pro-im-Test-11257905.html
[4] https://www.heise.de/ratgeber/High-End-Smartphones-2026-Stagnation-statt-Innovation-11199992.html
[5] https://www.heise.de/tests/High-End-Smartphones-iPhone-Pixel-und-Galaxy-im-Vergleich-11173362.html
[6] https://www.heise.de/tests/Honor-Oppo-Xiaomi-im-Vergleich-High-End-Smartphones-aus-China-11173368.html

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Samsung setzt auf LCDs, Bilderrahmen und Fußballfans

Von Heise — 16. April 2026 um 06:37

Organische Displays gelten bislang als das Non-plus-Ultra im TV. Samsung will die LCD-Technik mit winzige LEDs pushen und nutzt OLEDs als Bilderrahmen.

Samsung, der koreanische Marktführer bei Fernsehern, bringt nach eigenen Angaben OLED-TVs und LCD-TVs künftig auf dieselbe Qualitätsstufe. Aber natürlich nicht irgendwelche LCDs, sondern solche mit Micro-RGB-LEDs im Backlight.

Die winzigen Leuchtdioden in den LCD-TVs von Samsung bestehen aus einem Cluster aus roten grünen und blauen Dioden in einem gemeinsamen Gehäuse, jedes Farbsegment misst laut Samsung etwa 100 Mikrometer in der Länge – deshalb Samsungs Bezeichnung als MicroRGB-LEDs. Die ursprüngliche Idee von Micro-LEDs war, dass die Kantenlänge des gesamten LED-Gehäuses bis zu 100 Mikrometer misst. Aber um solche Haarspalterei soll es hier nicht gehen (ein menschliches Haar ist zwischen 40 bis 100 Mikrometer dünn).

Winzige RGB-Leuchtdioden im Backlight von Samsungs MicroRGB-LED-TVs leuchten durch die LCD-Schicht, der Energiebedarf liegt laut Samsung deutlich unter dem von TVs mit weißen Micro-LEDs.

(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)

RGB-LED macht den Unterschied

Entscheidender ist, dass Samsung für die mit farbigen Micro-LEDs ausgestatteten LCD-TVs eine ebenso gute Bildqualität verspricht wie für Geräte mit selbstleuchtenden OLED-Panels. In einer Präsentation konnten wir uns von der enormen Farbsättigung der neuen Modelle überzeugen. Die kräftigen Farben wirken sich auch positiv auf die Kontrastwahrnehmung aus, wobei der Schwarzwert der MicroRGB-LED-TVs ohnehin sehr gut ist. Allerdings bleibt es bei einer, wenn auch geringen Blickwinkelabhängigkeit der Darstellung.

In diesem Jahr bietet Samsung zwei LCD-TV-Serien mit MicroRGB-LEDs im Backlight an: R95H und R85H, jeweils in 65 Zoll, 75 Zoll und 85 Zoll; in der 85er-Reihe finden sich zusätzlich ein 100 Zöller und ein 55 Zöller. Die R95H-Modelle haben mehr Dimming-Zonen, nutzen eine bessere CPU, besitzen eine mattierte, spiegelfreie Oberfläche und ein leicht abweichendes Design mit mittig platziertem Stand.

Die LCD-TVs aus Samsungs R95H-Serie erzeugen mit winzigen RGB-LEDs im Backlight beeindruckende Farben.

(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)

Aus Samsung-Sicht ist die verstärkte Zuwendung zu den LCDs nachvollziehbar, denn die eigene QD-OLED-Fertigung ist teuer und in der Diagonale begrenzt. Alternativ kommt derzeit nur Konkurrent LG Display als Lieferant von WOLEDs in Frage. LCD-Panels stellt Samsung zwar nicht selbst her, hat aber durch die eigene Backlight-Entwicklung mehr Möglichkeiten, sich vom Mitbewerb abzusetzen.

OLED-TV als Bilderrahmen

Aktuell hat das Unternehmen noch vier OLED-TV-Serien im Programm, eine davon (S95H) ist die Fortführung der Vorjahresgeräte (S95F). Das Topmodell, der schicke S99H, ist in Diagonalen von 55 bis 85 Zoll erhältlich. Sein mattiertes Display hängt wie ein Bild in der etwas breiteren TV-Einfassung. Er erreicht laut Samsung eine um 35 Prozent höhere Spitzenleuchtdichte, was sich in HDR-Sequenzen bemerkbar macht.

Der S99H beeindruckt nicht nur mit inneren (Bild-)Werten, auch äußerlich macht er richtig was her.

(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)

Bis auf den explizit als Bilderrahmenfernseher angebotenen The Frame Pro [1] werden derzeit keine TV-Modell mit Samsungs One Connect-Box ausgeliefert. Die Topmodelle R95H und S99H lassen sich optional um eine drahtlose One-Connect-Box erweitern. Dann stehen zusätzlich zu den vier HDMI-Eingängen im TV vier weitere in der Box zur Verfügung. Die drahtlose Signalbox kostet einige hundert Euro, was sich offenbar selbst bei den teureren TV-Geräten nicht gerechnet hat.

Das fein mattierte Display des OLED-Topmodells S99H hängt wie ein Bild im TV-Rahmen.

(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)

Aber: Samsung erlaubt am S99H den Bilderrahmenmodus, er darf also über längere Zeit denselben Bildinhalt anzeigen. Das ist ein absolutes Novum bei Fernsehern mit organischem Display. Bislang aktivieren OLED-TVs nach kurzer Anzeige eines Standbilds automatisch einen im Wesentlichen schwarzen Bildschirmschoner. Die Bilderrahmenfunktion wird zwar anders als beim Frame nicht automatisch aktiviert, wenn der Fernseher in den Ruhezustand wechselt. Der Fernseher gibt aber Zugriff auf Samsungs Art Store, um Kunstwerke oder auch eigene Bilder anzuzeigen. Wir haben nachgefragt, wie Samsung mit möglichem Einbrennen nach exzessivem Gebrauch der Bilderrahmenfunktion umgehen will. Eine Antwort steht noch aus.

Samsung hat seinen neuen OLEDs nach eigenen Angaben eine dickere organische Leuchtschicht spendiert, wobei „dicker“ im Grunde ein zusätzlicher Layer bedeutet, was auch zusätzlich kostet. Im Gegenzug leuchten die TVs heller beziehungsweise benötigen bei gleicher Leuchtdichte ein Drittel weniger Energie als die Vorjahresmodelle.

Neue Pixelstruktur erst 2027

Trotz der Modellvielfalt scheint es so, als wolle Samsung die QD-OLED-Fertigung für den TV-Bereich nicht weiter ausbauen. Die kürzlich angekündigte Änderung der Pixelstruktur von im Dreieck angeordneten Subpixeln (sogenannte Diamond-Struktur) in die für LCDs üblichen RGB-Streifen wird im Monitorbereich erst im kommenden Jahr kommen, erklärte uns ein Samsung-Mitarbeiter. Ob sie bei Fernsehern jemals eingesetzt wird, ließ der Hersteller offen.

Angesichts des verstärkten Hangs zum MicroRGB-LED-Backlight im LCD-TV scheint uns das aber fraglich, denn es würde enorme Investitionskosten erfordern, die sich im preissensitiven TV-Segment kaum wieder einspielen ließen. Und nicht zuletzt dürfte die starke Konkurrenz aus China dagegensprechen, die den Markt derzeit mit niedrigen Preisen quasi von hinten aufrollt.

Samsung hat auch echte RGB-LED-Displays im Programm, also Displays, in denen für jeden Bildpunkt eine LED zuständig ist. Die großen Schirme fallen aber weniger unter die Rubrik „Fernseher“, sondern werden eher als Public Displays angeboten.

(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)

Fußballkommentatoren gesucht

Ein witziges Gimmick neben den vielen KI-Funktionen zur leichteren Bedienung des TVs hat Samsung seinen 2026er-Geräten spendiert: den KI-Fußballmodus. Mit ihm kann man während einer Übertragung entweder die Stadiongeräusche herunterdrehen, um den Kommentar besser zu verstehen. Oder man dreht dem Kommentator den Saft ab und kommentiert das Spiel stattdessen selbst.

Das Ganze funktioniert im Fußballmodus in einem Untermenü über zwei Slider. Und weil die Funktion auch für andere Gelegenheiten hilfreich sein kann, hat Samsung sie zusätzlich im Modus AI-Sound integriert, um Hintergrundgeräusche oder Sprache zu reduzieren oder zu verstärken.


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https://www.heise.de/-11259689

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[1] https://www.heise.de/tests/The-Frame-Pro-im-Test-Bilderrahmenfernseher-von-Samsung-11110989.html
[2] https://www.heise.de/ct
[3] mailto:uk@ct.de

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Seltene Erden: Abhängigkeit von China sinkt langsam

Von Heise — 15. April 2026 um 15:51

Deutschland hat 2025 wieder mehr Seltene Erden importiert. EU-weit kommt etwa die Hälfte der wertvollen Metalle aus China und ein Viertel aus Russland.

Die deutsche Wirtschaft hat im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen rund 5500 Tonnen Seltene Erden im Wert von 77,6 Millionen Euro importiert. Das entspricht laut Mitteilung des Statistischen Bundesamts [1] einem Anstieg von rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der chinesische Anteil an den Importen ist dabei von 65 Prozent im Vorjahr auf nun 55 Prozent gesunken.

Seltene Erden wie Neodym, Dysprosium und Terbium sind für die deutsche Industrie unverzichtbar. Die Metalle werden unter anderem zwingend für den Bau von Windkraftanlagen, die Herstellung von Auto-Katalysatoren und die Produktion optischer Spezialgläser benötigt. Da der Abbau der Metalle in Deutschland und der restlichen Europäischen Union kaum stattfindet, ist die Wirtschaft hier stark auf Importe angewiesen.

Viertel der EU-Importe aus Russland

Auf den Plätzen zwei und drei der deutschen Importstatistik folgen wie im Jahr zuvor [2] Österreich und Estland. An historische Höchstwerte kommen die aktuellen Zahlen aber nicht heran: Im Jahr 2018 wurden noch 9700 Tonnen Seltene Erden importiert. Das sind 76 Prozent mehr als 2025.

In der gesamten Europäischen Union wurden 2025 laut Eurostat 15.100 Tonnen Seltene Erden importiert. Auch hier ist China mit 47 Prozent Hauptlieferant, gefolgt von Russland (26 Prozent) und Malaysia (23 Prozent).

Bei bestimmten Materialien ist die Abhängigkeit noch stärker: So stammen 97 Prozent der in die EU importierten Lanthanverbindungen direkt aus der Volksrepublik. In Deutschland wird der Rohstoff vor allem für Auto-Katalysatoren, hochwertige Kameralinsen und bei der Benzinherstellung gebraucht.

Abhängigkeit von China bleibt

Obwohl der Anteil der Importe Seltener Erden aus China leicht gesunken ist, bleibt die Abhängigkeit weiterhin hoch. Das EU-Parlament drängt [3] deshalb auf stärkere Bemühungen, die europäische Ressourcenversorgung autonomer aufzustellen, da China seine marktbeherrschende Stellung als „Waffe“ nutze. Die Abgeordneten verlangen deshalb den Abbau Seltener Erden auf eigenem Gebiet sowie strategische Partnerschaften mit Drittländern.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte China Exportkontrollen auf Seltene Erden verschärft. Obwohl diese später zunächst ausgesetzt [4] wurden, hatte der Schritt für große Unsicherheit [5] in der europäischen Wirtschaft gesorgt. Die Europäische Handelskammer in China warnte deshalb kürzlich [6] ebenfalls vor den wirtschaftlichen Folgen der Abhängigkeit von China. Die chinesische Regierung könne der europäischen Wirtschaft „beispiellosen Schaden“ durch ihr Exportkontrollsystem zufügen, wenn sie das wolle.

Auch andere Länder ergreifen Maßnahmen, um ihre Abhängigkeit von China zu reduzieren. Die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump etwa arbeiten an Rohstoffreserven [7], um sich so gegen Engpässe und Preisschwankungen bei Seltenen Erden abzusichern. Auch nutzte Trump die vom russischen Angriffskrieg geprägte Situation der Ukraine, um mit dem Land ein lukratives Abkommen für seine Bodenschätze abzuschließen. Japan hofft [8] derweil, ab 2027 auf eigenem Hoheitsgebiet Seltene Erden abbauen zu können und untersucht dafür derzeit die Tiefsee.

Bis solche Vorkommen allerdings aufbereitet und nutzbar sind, können Jahrzehnte vergehen [9]. Auch die Frage, ob sie zunächst überhaupt wirtschaftlich abgebaut werden können, ist oftmals offen, wie das Beispiel der Ukraine [10] zeigt.


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https://www.heise.de/-11259078

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_N023_51.html?nn=2110
[2] https://www.heise.de/news/Deutschland-ist-stark-von-Seltenen-Erden-aus-China-abhaengig-10360090.html
[3] https://www.heise.de/news/EU-Parlament-China-setzt-Ausfuhrschranken-fuer-seltene-Erden-als-Waffe-ein-10485172.html
[4] https://www.heise.de/news/China-Aussetzung-der-Exportkontrollen-fuer-Seltene-Erden-gilt-auch-fuer-die-EU-10966118.html
[5] https://www.heise.de/news/Chinas-Exportkontrollen-verteuern-seltene-Erden-10478623.html
[6] https://www.heise.de/news/Zu-abhaengig-von-China-EU-Kammer-warnt-vor-Folgen-fuer-Europa-11255787.html
[7] https://www.heise.de/news/Seltene-Erden-US-Regierung-investiert-in-Rohstoffreserven-11163268.html
[8] https://www.heise.de/news/Japan-testet-Abbau-Seltener-Erden-aus-der-Tiefsee-11140314.html
[9] https://www.heise.de/hintergrund/Seltene-Erden-in-Europa-Das-Vorkommen-zu-nutzen-wird-20-bis-30-Jahre-dauern-7461074.html
[10] https://www.heise.de/hintergrund/Rohstoffvorkommen-in-der-Ukraine-Spiegelfechten-um-seltene-Erden-10318309.html
[11] https://www.heise.de/ct
[12] mailto:hag@heise.de

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heise+ | Drei Mikro-USB-Sticks für Smartphone, Tablet und Notebook im Vergleich

Von Heise — 14. April 2026 um 12:30

Der Speicher vieler Mobilgeräte lässt sich nicht aufrüsten. Ein schneller USB-Stick hilft; mancher Winzling kann gar dauerhaft am Gerät verbleiben.

Die aktuelle Speicherkrise bringt Hersteller dazu, wieder Geräte mit kleinerem Speicherausbau anzubieten, denn so lassen sich die Käufer mit geringeren Einstiegspreisen locken. Am Ende reicht der Speicher dann vielleicht doch nicht aus, und immer weniger Mobilgeräte haben einen Slot für MicroSD-Karten oder lassen sich zum Aufrüsten noch öffnen.

Bei stationär genutzten PCs hängt man einfach eine schnelle USB-SSD an den Rechner, doch bei Mobilgeräten ist das unpraktisch. Zwar haben viele Handyhüllen einen Magnetring auf der Rückseite, an der eine passende SSD haften würde, doch das Mobiltelefon wird damit deutlich unhandlicher.

Abhilfe schaffen Micro-USB-Sticks. Drei Stück mit dem modernen USB-C-Stecker haben wir gefunden, der kleinste ist kaum größer als eine MicroSD-Karte. Die beiden etwas größeren gehen locker als Immer-dran-Zusatzspeicher fürs Notebook durch.


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https://www.heise.de/-11203898

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tests/Drei-Mikro-USB-Sticks-fuer-Smartphone-Tablet-und-Notebook-im-Vergleich-11203898.html
[2] https://www.heise.de/tests/Doppelkopf-Speicher-USB-Sticks-mit-Steckern-fuer-USB-C-und-USB-A-im-Test-10678834.html
[3] https://www.heise.de/tests/Zehn-schnelle-USB-SSDs-und-Sticks-mit-bis-zu-2-TByte-Speicherplatz-im-Test-10311320.html
[4] https://www.heise.de/ratgeber/Kaufberatung-fuer-externe-Massenspeicher-2025-10436449.html
[5] https://www.heise.de/hintergrund/Der-USB-Stick-wird-25-Jahre-alt-Erfolg-mit-Tuecken-10295317.html

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heise+ | Office-Headset Jabra Evolve3 85 im Test: Guter Klang ohne Mikrofonarm

Von Heise — 13. April 2026 um 09:30

Der Jabra Evolve3 85 soll ein Office-Kopfhörer sein. Doch im Test zeigt er, dass er mehr ist als das.

Der Jabra Evolve3 85 sieht eher aus wie ein Lifestyle-Kopfhörer als ein Office-Headset, denn das Mikrofon ist dezent integriert. Einziger optischer Hinweis auf die Business-Nutzung ist die dedizierte Microsoft-Teams-Taste. Der Test klärt, ob die Sprachqualität ohne sichtbares Bügelmikrofon trotzdem überzeugt.

Jabra verschalt den Kopfhörer mit zweckmäßigem Kunststoff, ein Teil des Kopfbügels und die Halterung für die Ohrmuscheln sind aus Metall. Ein Premiumgefühl kommt da nicht auf, angesichts von Preisen ab etwa 370 Euro (mit Qi-Ladepad 400 Euro) hätten wir etwas mehr erwartet. Immerhin macht der Kopfhörer keinen zerbrechlichen Eindruck. Mit nur 211 Gramm ist der Evolve3 85 außergewöhnlich leicht für einen Over-Ear-Kopfhörer. Verhältnismäßig viel Platz in den Ohrmuscheln steuert zu einem luftig-leichten Tragegefühl bei. Jabra schafft es, viel Platz für die Ohren mit einer schlanken Silhouette zu kombinieren. An ihrer dicksten Stelle messen die Ohrteile knapp 36 Millimeter inklusive Ohrpolster. Dadurch bleibt das Packmaß für einen Over-Ear-Kopfhörer spartanisch.

Verschiedene Tasten steuern Telefonate und Medienwiedergabe. Auf eine Touchfläche zur Bedienung verzichtet Jabra. Neben den üblichen Tasten, um Telefonate anzunehmen oder zu beenden, für die Lautstärkeregelung oder um zwischen aktiver Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancellation, ANC) und Transparenzmodus zu wechseln, findet sich eine Teams-Taste mittig auf der rechten Ohrmuschel. Ist der Kopfhörer mit macOS, Windows oder einem Android- oder iOS-Smartphone verbunden, holt ein Druck auf diese Taste Teams in den Vordergrund. Nutzten wir Teams im Browser unter Linux (getestet mit Fedora-Linux), bewirkte das Knöpflein dagegen nichts. Da das Headset Teams-zertifiziert ist, muss man während Anrufen nicht vor dem Computer sitzen, um das Mikro ein- oder abzustellen. Das kann man auch per Tastendruck fernab der Tastatur erledigen, zum Beispiel, während man sich einen Kaffee in der Küche holt. Telefoniert man, zeigt der Kopfhörer das mit zwei rot leuchtenden LEDs an, eins pro Seite.


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https://www.heise.de/-11250481

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[1] https://www.heise.de/tests/Office-Headset-Jabra-Evolve3-85-im-Test-Guter-Klang-ohne-Mikrofonarm-11250481.html
[2] https://www.heise.de/tests/Noise-Cancelling-Kopfhoerer-fuer-21-Euro-Das-taugt-der-Ugreen-HiTune-Max5c-11108904.html
[3] https://www.heise.de/tests/Over-Ear-Kopfhoerer-Grell-Audio-OAE2-im-Test-11074664.html
[4] https://www.heise.de/tests/Bluetooth-Kopfhoerer-Sennheiser-HDB-630-im-Test-10695643.html
[5] https://www.heise.de/tests/Sony-WH-1000XM6-im-Test-Gelungene-Evolution-des-Noise-Cancelling-Kopfhoerers-10380034.html
[6] https://www.heise.de/tests/Kopfhoerer-Test-Sennheiser-HD-505-mit-neutraler-Klangwiedergabe-10289832.html
[7] https://www.heise.de/tests/Im-Test-Professionelle-Kopfhoerersimulationen-fuer-Dolby-Atmos-10366378.html

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Warum LED-Leuchtmittel nicht mehr so grässlich wie früher sind

Von Heise — 12. April 2026 um 10:06

Wisst ihr noch, wie grottig die ersten LEDs strahlten? Kalt, blass, Gesichter wirkten kränklich. Das ist inzwischen behoben, wenn man richtig auswählt.

Die ersten LED-Birnen Anfang der 2000er stießen auf wenig Gegenliebe: Auch wenn sie deutlich weniger Strom benötigten als die bisherigen Glühbirnen, strahlte ihr Licht kalt, Farben sahen blass aus, Personen wirkten fast kränklich. Und geflackert haben sie auch noch – vor allem beim Dimmen.

Tatsächlich täuschte dieser Eindruck nicht, sondern die ersten LED-Leuchtmittel strahlten ein Farbspektrum ab, dem vor allem Rot fehlte. Im Video erklären wir die Hintergründe und wie man anhand des CRI- oder Ra-Werts feststellen kann, wie farbecht Leuchtmittel sind. Ra/CRI beschreibt, wie gut acht Testfarben wiedergegeben werden. Sonnenlicht entspricht dem Maximalwert von 100, die alten LEDs erreichten vielleicht 60 bis 70. Inzwischen schreibt eine EU-Verordnung vor, dass nur noch Leuchtmittel ab 80 in den Handel gelangen dürfen. Farben und Gesichter wirken damit schon viel natürlicher.

Eine Stichprobe im Baumarkt zeigte, dass Leuchtmittel mit gängigen Fassungen wie E27 oder GU10 auch mit Ra=90 zu finden sind. Besonders farbstarke mit Ra=95 bietet der Versandhandel zu immer noch guten Preisen. Wer besonders kräftige Farben möchte, sucht zusätzlich nach dem Messwert für R9, der über 50 liegen sollte. Die Farbtemperatur ist davon übrigens weitgehend unabhängig, sie bleibt weiterhin ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines passenden Leuchtmittels.

Weiterhin beschreibt das Video, warum einige ältere LEDs flackerten. Das ist weitgehend gelöst, da die EU-Verordnung auch hierfür sinnvolle Grenzwerte festgelegt hat. Die zugehörigen Kennzahlen PstLM und SVM stehen allerdings nur auf wenigen LED-Verpackungen. Besser findet man die fürs Dimmen geeigneten Leuchtmittel.

c’t Phasenlage stellt Energiethemen wie Photovoltaik, Solarakkus, Balkonkraftwerke, dynamische Stromtarife, Wärmepumpen und Smart Home miteinander verzahnt dar und sammelt dazu das Know-How der Redaktionen von c’t, heise+ und den anderen heise-Magazinen. Sie finden c’t Phasenlage auf YouTube [4], auf Peertube [5] und auf den gängigen Podcast-Plattformen [6]. Alle zwei Wochen soll eine Folge erscheinen.


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Die Vorzüge gebrauchter PCs | c’t uplink

Von Heise — 11. April 2026 um 06:30

Wenn neue Hardware im Preis steigt, schlägt die Stunde der Gebrauchtgeräte. Die Preise sind oft attraktiv, doch ein paar Dinge gibt es zu beachten.

Die Idee ist völlig naheliegend: Wenn ein neuer Rechner gekauft werden muss, warum nicht einen gebrauchten nehmen, wo neue Hardware angesichts von RAM- und SSD-Preis-Krise so teuer ist? Je nach Ansprüchen lässt sich mit refurbished PCs, also gebrauchten und professionell aufbereiteten Geräten, tatsächlich eine Menge Geld sparen.

Allerdings sind solche Geräte zwar oft, aber bei weitem nicht immer eine sinnvolle Wahl. Wann das so ist – und was es sonst noch zu beachten gilt – das ist Thema dieser Folge des c’t uplink.

Zu Gast im Studio: Christian Hirsch, Christof Windeck
Host: Jan Schüßler
Produktion: Tobias Reimer

► Mehr zu gebrauchten PCs [8] lesen Sie bei heise+ (€).

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Das kann OpenClaw in der PRAXIS | c't 3003

Von Heise — 10. April 2026 um 16:30

OpenClaw läuft permanent, lernt selbstständig und handelt proaktiv. c't 3003 zeigt, warum solche KI-Agenten die Zukunft sind und warum Vorsicht geboten ist.

Was passiert, wenn ein KI-Agent permanent auf dem eigenen Rechner läuft und per Messenger gesteuert wird? OpenClaw zeigt es: Lampen schalten, Musik generieren, Kinderbuch-Stifte bespielen, vieles funktioniert erstaunlich gut und ohne Konfiguration. Der KI-Agent lernt zudem selbstständig dazu. Klingt perfekt, ist es aber nicht: Das System kann auch Schaden anrichten. Und seit Anthropic die Flatrate gestrichen hat, ist Claude Opus als bestes Modell kaum noch erschwinglich.

Transkript des Videos

(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guck mal hier, ich schicke einfach eine Sprachnachricht an meinen OpenClaw-Assistenten. Ich hab hier so ein elektronisches Namensschild, da steht irgendwie hinten www.lednametags.de hinten drauf. Ich hab keine Lust, die Software selbst zu installieren. Ich möchte das einfach an den Rechner hängen, auf dem du läufst, und dann soll da I LOVE c't 3003 draufstehen. Ja, paar Sekunden später steht da I LOVE c't 3003 drauf. Und ich hab nichts vorbereitet, ich hab nix selbst installiert, ich hab einfach nur eine Telegram-Sprachi geschickt. Und das Krasse ist, das Ding hat mir sogar eigene Animationen auf das Teil programmiert, was zum Beispiel mit der Windows-Software für dieses LED-Namensschild so ohne Weiteres gar nicht möglich wäre. Ich habe noch mehr Beispiele, ich habe aber auch noch ein paar Horrorgeschichten, warum OpenClaw auch ganz schön problematisch sein kann. Vor allem glaube ich, dass ich euch OpenClaw bzw. ähnliche Systeme jetzt besser erklären kann als vorher, weil ich nämlich auch ein bisschen gebraucht habe, um zu checken, was daran jetzt eigentlich so anders oder besonders ist. Und ich bin zu 100% davon überzeugt, dass solche Systeme in Zukunft alltäglich werden. Bleibt dran!

Liebe Hackerinnen, liebe Internetsurfer, herzlich willkommen hier bei...

Ja, manchmal mache ich hier Videos und denke so: "Passt schon, ne?" Und dann merke ich aber: "Hm, ich glaube, das hat man gar nicht so gut verstanden." Und das habe ich besonders doll gemerkt, als die Streamer Staiy und Drakon auf unser OpenClaw-Video reagiert haben. Das ist jetzt auch kein Vorwurf an die beiden oder so, ist alles gut, aber ich habe offenbar viel zu viel KI-Wissen vorausgesetzt und nicht deutlich genug für normal technisch interessierte Menschen erklärt, was an OpenClaw jetzt eigentlich so krass ist.

Und deshalb versuche ich das jetzt ein zweites Mal. Also finde ich wichtig, weil solche OpenClaw-artigen Systeme wirklich extrem relevant zu werden scheinen. Guck mal hier, in China legen zum Beispiel etliche Kommunen nicht nur so Förderprogramme auf für Firmen, die kommerzielle OpenClaw-Lösungen entwickeln. Es gibt auch wirklich so Aktionen, wo Leute sich kostenlos OpenClaw auf ihre Rechner von Profis installieren lassen können, inklusive so Plüsch-Hummer-Nippes, weil der Hummer, das ist das Wappentier von OpenClaw. Gleichzeitig rät die chinesische zentrale Sicherheitsbehörde für Cyberangelegenheiten aber explizit davon ab, OpenClaw bei Regierungsstellen, Staatsbetrieben und Banken auf Arbeitsrechnern zu installieren.

Und ich finde, das zeigt sehr anschaulich, dass OpenClaw einerseits faszinierend und nützlich ist, aber gleichzeitig auch super gefährlich.

Aber jetzt endlich konkret, was das ist, OpenClaw? Ja, das ist eine Software, die der österreichische Entwickler Peter Steinberger als Experiment für sich selbst entwickelt hat. In einem Interview mit mir hat er sogar gesagt, dass er es als eine Art Kunstprojekt sieht. Anders als ChatGPT kann OpenClaw Dinge auf einem Computer machen. ChatGPT kann ich natürlich auch Dateien schicken zum Analysieren und ChatGPT kann auch Sachen generieren, zum Beispiel PDFs, aber ChatGPT hat keinen direkten Zugriff auf meinen Rechner. Das wohnt ausschließlich im Browser oder halt in der ChatGPT-Handyapp. OpenClaw wohnt dagegen auf meinem Rechner. Ich selbst muss als Nutzer OpenClaw auf einem Rechner installieren. Ich kann also nicht einfach eine Website aufrufen, sondern ich muss Zugang zu einem Computer haben. Das kann ein lokaler Rechner sein, der hier bei mir auf dem Schreibtisch steht, Homeserver, alter Laptop, Raspberry Pi geht auch, oder halt ein angemieteter Server im Netz. Ich habe OpenClaw hier bei mir auf einem Framework Desktop mit Fedora Linux installiert, auf dem sonst nichts läuft und der permanent eingeschaltet ist. Das ist so der normale Modus Operandi für OpenClaw.

So, und weil das Ding halt lokal auf einem Rechner läuft, denken viele Leute, dass OpenClaw auch zwingend was mit lokalen KI-Modellen zu tun hat und dass man also einen Rechner braucht, auf dem lokale KI-Modelle gut laufen. Und nein, das stimmt nicht. OpenClaw funktioniert mit Abstand am besten, wenn man es mit den leistungsfähigsten KI-Modellen verwendet, und das sind zurzeit leider die großen Cloud-Modelle. Man kann es mit lokalen Modellen verwenden, habe ich auch intensiv ausprobiert, sage ich später noch was zu, aber meiner Meinung nach funktioniert OpenClaw zurzeit am besten mit Anthropic Claude Opus. Das bedeutet also, dass man OpenClaw auch problemlos auf einem Rechner nutzen kann, der keine lokalen Modelle laufen lassen kann. OpenClaw selbst ist sehr ressourcenschonend, das läuft auf einer Kartoffel, das muss ja nur Prompts an Anthropic schicken in meinem Fall und die Ergebnisse entgegennehmen.

Kurzer Einschub, also die coolen Sachen, die mein OpenClaw kann und die in diesem Video vorkommen, für die ist, sag ich mal, zu mindestens 80% das LLM verantwortlich, in meinem Fall Claude Opus. Aber Claude Opus ist inzwischen nahezu unbezahlbar, weil es nicht mehr per Abo geht. Dazu später mehr.

So, und jetzt denken vielleicht einige von euch, haben auch viele kommentiert, ja, okay, das läuft auf dem Rechner und kann da Dinge machen. Was ist daran jetzt aber anders als zum Beispiel Claude Code oder Codex oder OpenCode? Da kann ich ja auch einfach sagen, guck dir mal alle Bilder in dem und dem Verzeichnis auf meiner SSD an und kopiere alle Katzenfotos in das und das Verzeichnis. Ja, das stimmt, aber Claude Code und Co. machen halt nur Sachen, wenn ich die explizit starte und dann prompte. OpenClaw kann ich einfach sagen, schick mir jede Stunde ein Gedicht, das mich daran erinnert, genug Matcha Latte zu trinken, weil OpenClaw halt immer läuft.

So, und jetzt noch ein weiterer Unterschied zu Claude Code und Co. OpenClaw läuft da, wo ich mit meinem Bot kommunizieren will. Also in meinem Fall ist das Telegram. Nicht, weil ich Telegram so super finde, finde ich nicht, aber weil ich OpenClaw halt so in Telegram integrieren kann, dass es ein eigener Account ist. Würde ich WhatsApp oder Signal benutzen, würde der OpenClaw-Bot quasi ich sein. Das heißt, wenn der eine Nachricht schreibt, sieht das für andere so aus, als würde sie von mir kommen. Und das Ding könnte auch alles lesen, was reinkommt. Für mich ist das aber keine Option, deshalb benutze ich Telegram, da sieht er nur, was explizit an ihn geht.

So, und alleine, dass ich mit dem Bot über Messenger kommuniziere, macht für mich schon einen riesigen Unterschied aus, weil ich zum Beispiel einfach von unterwegs mit dem Bot sprechen kann. Ohne Telegram müsste ich mir überlegen, wie ich von außen an meinen Rechner komme, also, was weiß ich, VPN einrichten oder sogar Ports öffnen, muss ich hier alles nicht. OpenClaw ist einfach eine „Person" in meinem Messenger. Das hat offenbar auch Anthropic gecheckt, also die Leute, die Claude Code machen, und die bieten jetzt auch offiziell Messenger-Unterstützung an.

Und trotzdem ist das immer noch nicht das Gleiche, weil OpenClaw proaktiv Sachen machen kann und Claude Code nur reaktiv. Prompt rein, Antwort raus. Oder auch Prompt rein und dann kommt da die Software raus. OpenClaw hat obendrein auch noch sehr durchdachte Memory-Modelle, damit er sich auch Sachen merken kann, wenn das Kontextfenster gelöscht wird, also quasi das Kurzzeitgedächtnis des KI-Modells. Claude Code versucht das auch, aber immer nur im Rahmen des gerade aktiven Projekts bzw. des aktuellen Projektordners. OpenClaw ist auch selbstmodifizierend. Man kann also einfach auf Telegram sagen, wenn du mir in Zukunft Sprachis schickst, dann bitte auf Schwäbisch mit dem und dem Text-to-Speech-Modell. Und dann wird das gespeichert.

So, jetzt aber endlich nochmal ein paar Beispiele, was das Ding kann und wofür ich das benutze. Ich hatte ja am Anfang schon das Beispiel mit diesem LED-Namensschild hier gezeigt. Ja, ich habe halt nichts konfiguriert, das ging halt einfach. Also einfach sagen, per Text oder Sprachi, ja, und der Bot ist dann wirklich in der Lage, Bilder dafür zu generieren. Und ich habe dann mal gefragt, wie das eigentlich funktioniert, und dann sagt der Bot, mache ich „per Hand", also ich zitiere, Pixel für Pixel in Python. Das fand ich einigermaßen erstaunlich, vor allem, weil es ja die „offizielle" Software nur für Windows gibt. Für macOS gibt es eine kostenpflichtige inoffizielle Software, ja und für Linux nur so ein Python-Script. Das ist für Menschen oft nicht so richtig leicht zu bedienen, aber für OpenClaw und solche agentischen Systeme ist so ein Script deutlich leichter als grafische Benutzeroberflächen. Das ist nämlich das Ding, was man echt verstehen muss. Alles, was sich auf der Kommandozeile machen lässt, in Skripten oder Python oder über ein MCP oder über eine API, über MCP hatten wir mal ein eigenes Video, das machen OpenClaw und Claude Code problemlos. Alles, was allerdings mit grafischen Benutzeroberflächen zu tun hat und leider auch Websites im Browser, das geht schon auch irgendwie, aber viel, viel, viel schlechter. Ja, und das Namensschild ist ein perfektes Beispiel, das kann man komplett über Python programmieren und das geht problemlos in Sekunden.

Ich habe dann auch nochmal was vermeintlich Schwierigeres auf OpenClaw geworfen. Ich habe hier nämlich noch so einen alten Tiptoi-Stift, da kann man sich so Kinderbücher mit vorlesen lassen. Man musste allerdings manuell erst die Audiodateien des entsprechenden Kinderbuchs drauftun und die Software dafür, die gibt es nur für Windows und macOS. Ich also wieder eine Sprachi hier an OpenClaw geschickt. Ich möchte die Inhalte von diesem Bild, also von diesem Tiptoi-Buch, auf meinen Tiptoi-Stift draufladen. Bitte regel das alles. Ich möchte einfach nur den Tiptoi-Stift an den Rechner anschließen, auf dem du läufst. Und dann sollen bitte die Inhalte für dieses Buch da drauf gespielt werden. Danke.

Ja, und das hat auch einfach funktioniert. Ich war dann recht ungläubig, weil ich ja schon wusste, dass es eigentlich keine Linux-Software dafür gab. Und ich habe OpenClaw dann gefragt, wie er das gemacht hat. Ja, und dann hat er halt einfach irgendwelche GME-Dateien, whatever, heruntergeladen und die auf den Stift kopiert. Offenbar ist das das Gleiche, was die Windows- und Mac-Software auch macht. Aber woher wusste OpenClaw das? Das steht ja vermutlich nicht in den Claude-Trainingsdaten. Ja, das hat er mir dann alles erklärt. Er hat halt irgendwo irgendwelche Tiptoi-Projekte auf GitHub gefunden und so herausgefunden, wie die Tiptoi-Website aufgebaut ist, wo die Dateien liegen und so weiter. Das hätte ich vielleicht auch selbst irgendwann irgendwie hinbekommen. Aber ich kann definitiv nicht so schnell Informationen erfassen wie ein Sprachmodell und hätte dafür definitiv länger gebraucht.

Ja, und OpenClaw kann natürlich nicht nur Sachen bedienen, die per USB an seinem Host-Rechner dranhängen, sondern auch Sachen im Netzwerk tun. Ich habe drei Sachen ausprobiert, die mir bei mir zu Hause eingefallen sind. Schalte meine Philips-Hue-Lampe in dem und dem Raum an, schmeiß mir mal ein selbstgeneriertes Lied auf mein Google-Home-Assistant-Gerät in der Küche und spiel was auf meinem Sonos-Soundsystem ab. Und alles drei hat er einfach gemacht, ohne dass ich irgendetwas konfigurieren musste.

Ganz kurz, das ist der 3003-Diss-Track, den er lokal auf meinem Rechner generiert hat. Und ich muss leider zugeben, dass ich das öfter als Prank mache, dass ich irgendwelche Quatschlieder generiere und die dann auf diverse Boxen hier in der Wohnung schmeiß, um meine Familie zu ärgern. Ja, das geht alles.

Auf jeden Fall hat er alle diese drei Sachen, also Lampe, Sonos und Google Assistant, alles drei einfach gemacht, ohne dass ich irgendwas konfigurieren musste. Also die Informationen, die ich hier gerade erwähnt habe, einfach wie die Geräte heißen, waren die Informationen, die ich OpenClaw auch gegeben habe. Bei der Hue-Lampe musste ich einmal zum Bestätigen auf die Hue-Bridge drücken, aber das ist ja das ganz normale Sicherheitsfeature, das macht man einmal und dann kann OpenClaw schalten und walten, wie es will. Und manchmal brauchen Sachen auch ein, zwei Versuche, da muss man vielleicht noch eine Frage beantworten oder sagen, versuch's nochmal. Aber wenn OpenClaw Dinge einmal hinbekommen hat, schreibt er sich die gewöhnlich auch in seine TOOLS.md, das ist quasi sein Notizbuch, wo steht, welche Tools er wie benutzen kann.

Und, weil ich OpenClaw, habe ich ja gerade schon gesagt, auf einem recht leistungsfähigen Rechner laufen habe, kann der darauf halt Lieder, Bilder, Videos generieren und die Tools dafür, also zum Beispiel Ace-Step für Musik, die hat er alle selbst installiert und das ist eine AMD-Maschine und ich habe ehrlich gesagt mit lokalen KI-Tools oft Probleme mit Nicht-Nvidia-Hardware, aber OpenClaw macht das alles ohne Probleme. Also, was heißt ohne Probleme? Manchmal klappt es, wie gesagt, nicht beim ersten Versuch, aber irgendwann passt das dann schon. Manchmal dauert es auch zehn Minuten, aber ist ja egal, ich muss ja nichts machen dabei. Und wie gesagt, einmal installiert, schreibt er sich das auf und dann läuft das.

Aber ich check das schon, das sind alles Dinge, die für so Computerheinis wie mich beeindruckend sind. Aber das ist natürlich auch nichts, was man jeden Tag verwendet, das sind eher so Party-Zaubertricks. Also, dass ich so meine Familie damit ärgere, dass ich auf den Boxen hier in der Wohnung irgendwelche generierten Lieder abspiele. Man kann ja so Pranks mitmachen, ne?

Deshalb. Was ich aber jeden Tag verwendet habe, und das ist mir fast ein bisschen peinlich, das ist OpenClaw als Chatgruppen-Teilnehmer. Ja, ich weiß, das ist psychologisch problematisch, ein LLM zu vermenschlichen, vor allem, weil ich meinen Bot auch so eingestellt habe, dass er wirklich schreibt wie ein Mensch, also viel Kleinbuchstaben, Komma- und Tippfehler etc. Aber es ist wirklich interessant, eine KI im Chat drin zu haben, statt auf so einer ChatGPT-artigen Chatbot-Oberfläche. Und ich weiß auch nicht, ob ich und meine Freunde irgendwie seltsam sind, aber uns hat das sehr konsistent Spaß gemacht, so ein quasi allwissendes Ding im Chat zu haben, das strittige Fragen klären kann und uns irgendwas erklären kann.

Was ich besonders erstaunlich fand, das Ding hat manchmal echten Menschenhumor. Zum Beispiel haben wir einmal über einen Artikel gesprochen, in dem es darum geht, dass Incel-Sprache in den Mainstream wandert, also sowas wie Looksmaxxing, also generell irgendwas-maxxing. Da wurde dann auch die Netflix-Doku „Inside the Manosphere" erwähnt und jemand sagte dann so, natürlich nicht ernst gemeint, kann man die irgendwo runterladen? Und der Bot: Kann ich dir nicht bei helfen, sorry, bin da Compliancemaxxing. Und ich meine, Compliancemaxxing ist schlau, ist ein gutes Wortspiel, bezieht sich auch wirklich auf Dinge und das ist nur ein Beispiel dafür. Also das Ding wirkt tatsächlich auf eine Art intelligent.

Vor allem fand ich auch interessant, dass der Bot manchmal bessere Antworten gegeben hat als Opus 4.6 auf claude.com, also das gleiche Sprachmodell, nur halt nicht im OpenClaw-Korsett oder Harness, wie man in der KI-Welt dazu sagt. Offenbar lag das daran, dass Opus auf meinem Rechner quasi lokal suchen konnte, über die Brave-API geht das übrigens, während Opus auf claude.com offenbar geblockt war auf dieser spezifischen Website, die da besucht werden sollte.

Also nochmal OpenClaw zusammengefasst, das kann Dinge auf meinem Rechner machen, das läuft permanent als Service oder als Daemon, kann also auch proaktiv irgendwas tun, zum Beispiel zweimal am Tag eine sehr spezifische News-Zusammenstellung in eine Telegram-Chatgruppe oder in Discord oder halt sonst woanders reinposten und es ist LLM-agnostisch. Das heißt, ich kann das mit jedem LLM, was sogenannte Tool Calls beherrscht, nutzen. Und zwar auch lokalen. Also Tool Calls ist Aufruf von Tools. Das können eigentlich alle neueren LLMs.

In der Praxis habe ich mehrere lokale LLMs ausprobiert. Auch auf wirklich leistungsfähigen Maschinen, wie zum Beispiel einem Mac Studio mit 512 GB Unified RAM. Das lief leider nie ansatzweise so gut wie Cloud-Modelle. Das Problem ist nicht nur die „Intelligenz" der lokalen Modelle, sondern vor allem, dass OpenClaw bei jeder Anfrage riesige Prompts da reinballert. Also das sind hier bei mir bei einem einfachen „Hallo" 171.000 Tokens, sagt OpenClaw selbst. Ja, also der knallt da halt nicht nur das System-Prompt rein, sondern auch die sogenannten Workspace-Dateien. Das ist die AGENTS.md, das ist die SOUL.md, also seine Seele, die USER.md, also mit welchen Usern er interagiert, und die TOOLS.md, das sind eben die Tools, die aufkamen, und die IDENTITY.md und so weiter. Und das ist in jedem Prompt drin. Das wird von den Cloud-Modellen so gemacht, dass die Sachen, die ein zweites Mal kommen, über den sogenannten KV-Cache verarbeitet werden. Das heißt, man muss diese Tokens dann nicht bezahlen, die gelten dann nicht. Aber ja, bei den lokalen Modellen tut sich ja extrem viel. Zum Beispiel ist Qwen 3.5, was noch nicht so lange raus ist. Das wirkt auf mich erstmal sehr vielversprechend. Das ist auch schnell und da muss ich auf jeden Fall nochmal ein bisschen länger mit experimentieren, aber es ist auf jeden Fall noch kein Opus 4.6, aber vielleicht kommt das noch.

So, und jetzt nochmal das Thema, das man bei OpenClaw natürlich erwähnen muss. Das Ding macht Sachen und kann deshalb auch Sachen kaputt machen. Also ich persönlich würde OpenClaw niemals, niemals Zugriff auf meine Mails geben, auch nicht auf irgendwelche persönlichen Daten, unter gar keinen Umständen auf irgendwas, was mit Geld zu tun hat, und ich würde OpenClaw auch nicht auf einem Rechner installieren, der offene Ports hat, also aus dem großen Internet erreichbar ist. Ich habe OpenClaw auf einem Rechner, der nur bei mir hier im internen Netz hängt, auf dem ich in keine wichtigen Accounts eingeloggt bin, beziehungsweise ich auch nicht OpenClaw irgendwelche Passwörter gebe, wo auch keine wichtigen Daten drauf sind. Generell finde ich gut, wenn man mit solchen Systemen experimentiert, man sollte aber versuchen zu verstehen, was die machen und was die Risiken sind.

OpenClaw kann autonom Software installieren und natürlich kann er sich da Trojaner einfangen und generell kann er sich eine Prompt Injection einfangen. Gerade wenn man kleine lokale Modelle verwendet, die großen State-of-the-Art-Cloud-Modelle sind da natürlich darauf optimiert, dass sie nicht so sensibel auf Prompt Injections reagieren, aber die sind auch nicht zu 100% sicher.

Und was passiert, wenn man OpenClaw Zugriff auf wichtige Daten, wie die eigenen Mails gibt? Das zeigt das inzwischen in der Szene berühmte sogenannte Yue-Incident. Da hat nämlich eine Meta-KI-Forscherin, also jemand, die sich auskennt eigentlich, Hunderte Mails von OpenClaw gelöscht bekommen, ohne dass sie das wollte. Sie hatte aber sogar explizit gesagt, analysiere nur mein Postfach, lösche keine Mails. Es ist dann trotzdem passiert.

Und ich habe solche Sachen auch beobachtet, also undramatischer, weil ich OpenClaw ja keinen Zugriff auf wichtige Sachen gegeben habe, aber OpenClaw hat auf jeden Fall manchmal einfach halluziniert, also mit dem Brustton der Überzeugung Quatsch erzählt, keine Ahnung, Restaurants empfohlen, die es gar nicht gibt, aber es ist auch vorgekommen, dass OpenClaw eine mehrere Wochen problemlos lauffähige Ace-Step-Installation einfach komplett zerschossen hat. Es hat es dann selbst wieder repariert bekommen, aber ja, war erst mal kaputt. Und ich habe auch sehr oft gehabt, dass OpenClaw sich bei einem Update selbst zerkonfiguriert hat, also dass man sowas gesagt hat wie, mach ein Update oder stell das mal so oder so ein und dann sagt OpenClaw, okay, und dann war es weg. Dann konnte ich es nicht mehr über Telegram bedienen. Ich musste mich dann über SSH auf den OpenClaw-Rechner draufgehen und da gibt es dann den OpenClaw-Doctor-Befehl, der OpenClaw wieder repariert. Das klappte auch immer, aber ihr merkt schon, das ist auf jeden Fall faszinierende Software, aber kein Rundum-Sorglos-Paket, auf gar keinen Fall. Ohne zu verstehen, was OpenClaw ist und was es macht und vor allem, was es kaputt machen kann, sollte man OpenClaw auf keinen Fall benutzen. Wenn ihr euch das zutraut, dann probiert das auf einer Maschine aus, wo es kein Problem wäre, wenn alles drauf gelöscht wird. So sollte man das sehen.

Es ist für mich wirklich sonnenklar, dass solche permanent laufenden, selbstlernenden Agentensysteme keine kurzzeitige Modeerscheinung sind, sondern das ist was, was Menschen und Unternehmen in Zukunft immer mehr nutzen werden. Darauf könnt ihr mich gerne festnageln, davon bin ich wirklich überzeugt. Da steckt so viel Potenzial drin. Es ist aber nicht so, dass OpenClaw irgendwie fertig ist oder so. Im Gegenteil, es ist noch buggy, es ist noch gefährlich. Wenn man nicht weiß, was man tut, es ist, wie Peter Steinberger das ja auch beschrieben hat, experimentelle Software, im wahrsten Sinne des Wortes. Man kann damit experimentieren und dadurch besser verstehen, was agentische Systeme Stand heute so leisten können, wie man die vielleicht für sich selbst nutzen kann. Aber das Ding ist nichts für Leute, die irgendwas Fertiges haben wollen. Vor allem ist es, wenn man das meiner Meinung nach beste Modell haben will, extrem teuer.

So, und das ist hier jetzt nochmal eine wichtige Aktualisierung. Anthropic hat nämlich vor wenigen Tagen entschieden, dass man Claude Opus und auch Sonnet nicht mehr mit einem Abo, also einer Flatrate, verwenden kann. Also kann man schon, aber nicht mehr mit externen Tools wie leider OpenClaw. Nicht mal mit dem extrem teuren Claude-Max-Abo für 107,10 Euro im Monat, das ich für meine Zeit mit OpenClaw abgeschlossen hatte. Also für die Zeit, bevor diese neue Regel galt. Will man Claude-LLMs verwenden, muss man jetzt über API abrechnen. Und das ist was, was ich euch unter keinen Umständen empfehlen würde, weil die über 100 Euro, die ich vorher im Monat bezahlt habe, die ballert ihr da locker, wenn ihr ein bisschen was damit macht, am Tag durch. Am Tag, okay? Wenn ihr einfach nur Hallo dahin schreibt, dann kann es sein, dass das Ding weit über 100.000 Token an die Server schickt. Und ja, OpenClaw ist eine Token-Schleuder, das muss man so sagen. Das ist aber halt schade, weil Opus meiner Meinung nach das einzige LLM ist, mit dem OpenClaw halt wirklich nützlich ist.

Es gibt eine Alternative, ob das nun daran liegt, dass OpenClaw-Erfinder Peter Steinberger jetzt bei OpenAI arbeitet. Auf jeden Fall kann man jetzt OpenClaw mit einem einfachen ChatGPT-Plus-Abo, also es kostet ein bisschen mehr als 20 Euro im Monat, über Flatrate benutzen, mit dem aktuellen LLM Codex 5.4. Und das muss man so klar sagen, das ist leider deutlich, deutlich, deutlich schlechter als Claude Opus. Ich habe das ja gezwungenermaßen, nachdem Anthropic halt mein Abo gecancelt hat sozusagen oder die Flatrate, habe ich das umgeschaltet auf Codex 5.4. Und ja, was soll ich sagen, also die Sprache ist irgendwie kaputt. Das Ding sagt Sachen wie, das ist ziemlich hybrisig. Also kommen ständig solche komischen Wortschöpfungen und irgendwelchen Formulierungen, die auch grammatikalisch nicht viel Sinn ergeben. Manchmal werden auch so Fragmente in anderen Sprachen, neulich hatte ich was in Hindi da reingehauen, in die Antworten, ganz komisch. Vor allem kann es aber auch weniger. Also die beeindruckende Tool-Benutzungskompetenz, die ist bei Codex 5.4, ja, schrottig.

Eigentlich bin ich ja sowieso nicht der größte Fan davon, dass alles über irgendwelche Server von irgendwelchen US-Unternehmen läuft. Dauerhaft würde ich OpenClaw auf jeden Fall erst verwenden, wenn es ein lokales Modell gäbe, was gut damit funktioniert. Aber da habe ich noch keins gefunden, was Opus ansatzweise das Wasser reichen kann und was einigermaßen schnell auf bezahlbarer Hardware läuft. Ihr vielleicht? Gerne in die Kommentare schreiben. Interessiert mich wirklich. Tschüss.

c't 3003 [1] ist der YouTube-Channel von c't. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


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heise+ | Marktübersicht: Internetanschlüsse für 19 bis 35 Euro im Monat

Von Heise — 10. April 2026 um 09:00

Breitband per DSL, Kabel oder Glasfaser muss nicht teuer sein. Schon ab 19 Euro im Monat bekommt man 50 MBit/s, für 35 Euro sogar bis zu 1000 Mbit/s.

Wiederkehrende Kosten läppern sich im Laufe der Jahre. Bei 50 Euro monatlich für den Internetanschluss kommen im Laufe des Jahres 600 Euro zusammen. Wer für eine Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren unterschreibt, hat am Ende insgesamt 1200 Euro bezahlt. Mit jedem monatlich gesparten Euro gewinnt man finanziellen Spielraum.

Wir haben untersucht, welche Breitbandtarife man für maximal 35 Euro pro Monat bekommt. Die Angebote reichen von DSL mit 16 MBit/s über Glasfaser (FTTH) mit 50 und DSL mit 250 bis zu TV-Kabelanschlüssen mit 1000 Mbit/s. Allerdings sind nicht alle diese Angebote überall verfügbar.

Bei allen Angeboten müssen Sie zunächst sorgfältig prüfen, ob der angebotene Preis dauerhaft gilt. Dabei gibt es zwei Schwellen: Sternchenpreise wie 9,99 Euro pro Monat gelten nur einige Monate lang. Zu Beginn einer üblicherweise zweijährigen Laufzeit bekommt man also einen zeitlich begrenzten Nachlass.


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Tschechien will Alt-AKW bis zu 80 Jahre lang laufen lassen

Von Heise — 09. April 2026 um 18:44
Vier AKW-Kühltürme

(Bild: Nostrifikator, CC BY-SA 3.0)

In Dukovany steht das älteste Atomkraftwerk Tschechiens. Die Betreiber nennen den Zustand der Reaktorblöcke sowjetischer Bauart „ausgezeichnet“.

Tschechien will sein ältestes Atomkraftwerk am Standort Dukovany bis zu 80 Jahre lang laufen. Das sei kein Ersatz für den geplanten Bau neuer Atomreaktoren, sondern eine „logische Ergänzung“, teilte Industrie- und Handelsminister Karel Havlicek in Prag mit [1]. Die vier Reaktorblöcke des sowjetischen Typs WWER-440/213 gingen bereits in den Jahren 1985 bis 1987 ans Netz. Sie könnten damit bis in die Jahre 2065 bis 2067 Strom produzieren.

Von 60 auf 80 Jahre

Bisher habe man mit einer Betriebsdauer von 60 Jahren gerechnet, sagte der Vorstandsvorsitzende des teilstaatlichen Stromkonzerns CEZ, Daniel Benes. Doch aktuelle Wirtschafts- und Sicherheitsanalysen hätten gezeigt, dass man die Reaktorblöcke in Dukovany länger betreiben könne. „Jeden Tag stellen wir fest, dass sie in einem ausgezeichneten Zustand sind“, sagte Benes. Eine Vereinbarung über eine feste AKW-Laufzeit gibt es in Tschechien nicht.

Umweltschützer – vor allem aus dem nahen Österreich – halten die bestehende Anlage des Typs WWER 440/213 für veraltet. Diese Bauart wurde auch in den Blöcken 5 bis 8 des stillgelegten DDR-Atomkraftwerks Greifswald verwendet. Neben dem Weiterbetrieb der alten Reaktorblöcke plant Tschechien in Dukovany auch den Bau von zwei neuen. Den Zuschlag erhielt im vorigen Jahr der südkoreanische Energiekonzern KHNP [2]. Dukovany liegt rund 100 Kilometer nördlich von Wien und rund 210 Kilometer östlich von Passau.


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[1] https://mpo.gov.cz/cz/rozcestnik/pro-media/tiskove-zpravy/budoucnost-ceske-energetiky-delsi-provoz-stavajicich-dukovan--nove-jaderne-i-obnovitelne-zdroje-a-plyn--292447/
[2] https://www.heise.de/news/Atomkraft-Suedkoreanischer-Konzern-baut-neue-tschechische-Reaktoren-9804671.html
[3] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[4] mailto:mho@heise.de

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heise+ | Fritzbox als Reiserouter: Unterwegs online wie daheim

Von Heise — 09. April 2026 um 07:00

Streamen auf Reisen scheitert oft, weil die Dienste aufs Heimatland eingeschränkt sind. Ein Fritz-VPN-Reiserouter hilft. Wir zeigen, wie Sie ihn einrichten.

Streamen unterwegs wird schwierig, wenn der Anbieter seinen Dienst aufs Heimatland oder gar die Heimatregion des Kunden beschränkt und keine Mediendaten rausrückt, wenn Sie anderswo unterwegs sind. Das gilt nicht nur bei den üblichen Verdächtigen, also Netflix und Co. Auch die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender könnten solche Streamingwünsche zurückweisen. Der klassische Weg, aus diesem Gehege auszubrechen, führt über bezahlte VPNs darauf spezialisierter Anbieter. Doch die muss man auf jedem Gerät einzeln einrichten. Das geht mit passender Hardware einfacher und langfristig preisgünstiger.

Ein Reiserouter als VPN-Zentrale mit Verbindung zum eigenen Heimrouter versorgt per WLAN gleich mehrere Clients. Deren Konfiguration beschränkt sich damit auf das Herstellen einer WLAN-Verbindung. Solch ein Gerät muss kein Vermögen kosten: Eine gebrauchte Fritzbox 4040 ist für 30 bis 40 Euro zu haben und hat im Winter 2025 noch ein FritzOS-Update auf Version 8.03 bekommen. Die jüngere Fritzbox 4050 reißt als Neugerät mit 120 Euro oder gebraucht ab 90 Euro zwar ein größeres Loch in die Kasse. Sie funkt aber auch mit Wi-Fi 6, was in dichter besiedelten Gegenden vorteilhaft ist, und dürfte noch länger mit FritzOS-Updates versorgt werden.

Zunächst sei kurz umrissen, was erreicht werden soll: Der Reiserouter erhält seinen Internetzugang vom Netz der Unterkunft. Gibt es im Zimmer Netzwerkanschlüsse, verbindet man den WAN-Port des Reiserouters per Patchkabel mit einem der Ports. Hängt ein Access-Point vor der Tür, nimmt der Reiserouter per WLAN damit Verbindung auf.


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[1] https://www.heise.de/ratgeber/Fritzbox-als-Reiserouter-Unterwegs-online-wie-daheim-11112413.html
[2] https://www.heise.de/ratgeber/Router-austauschen-So-schlaegt-sich-die-alte-Fritzbox-7490-gegen-ihre-Nachfolger-11196149.html
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Routerdefekte-durch-falsche-Kondensatoren-auch-bei-Fritzbox-6890-LTE-11086055.html
[4] https://www.heise.de/ratgeber/FritzOS-Version-8-20-Ausfallschutz-und-Neuerungen-in-der-kommenden-Firmware-10400083.html
[5] https://www.heise.de/tests/Fritzbox-5690-Pro-im-Test-AVMs-erster-Router-mit-DSL-und-Glasfasermodem-9799123.html
[6] https://www.heise.de/tests/Fritzbox-7690-im-Test-AVMs-schneller-DSL-Router-mit-Wi-Fi-7-9770521.html

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„Memflation“: Günstigeres RAM gibt es erst wieder ab 2028, meint Gartner

Von Heise — 08. April 2026 um 17:55

Chiphersteller verdienen prächtig, aber superteure Speicherchips werden die Nachfrage nach Hardware außerhalb der KI „bis 2028 vernichten oder verzögern“.

Für den weltweiten Umsatz mit Halbleiterbauelementen im Jahr 2026 prognostizieren Marktforscher von Gartner ein Wachstum von 64 Prozent auf 1,3 Billionen US-Dollar. Im Jahr 2025 lag er demnach bei 805 Milliarden US-Dollar.

Ein erheblicher Teil des Umsatzwachstums resultiere aber nicht mehr produzierten Stückzahlen, sondern aus den stark gestiegenen Preisen für DRAM- und NAND-Flash-Chips. DRAM (für Arbeitsspeicher) werde im laufenden Jahr 125 Prozent teurer. Bei NAND-Flash (für SSDs und Speicherkarten) erwartet Gartner sogar 234 Prozent Preisanstieg.

„Memflation“ würgt Märkte ab

30 Prozent aller 2026 verkauften Bauelemente werden KI-Chips sein, sagt Gartner weiter voraus. Damit bleibt KI der größte Treiber der Halbleiter-Nachfrage. KI-Beschleuniger für große Modelle benötigen aber viel DRAM und KI-Rechenzentren wiederum viel Flash-Speicher. Daher drosseln die rasant steigenden Preise für Speicherchips auch die Nachfrage nach manchen KI-Chips.

Vor allem erwartet Rajeev Rajput, Senior Principal Analyst bei Gartner, dass die sogenannte „Memflation“ alle Märkte schwächt, die nichts mit KI zu tun haben: „Die Memflation wird die Nachfrage außerhalb des KI-Bereichs bis ins Jahr 2028 hinein zunichte machen oder zumindest verzögern, wobei das Ausmaß je nach Anwendungsbereich variieren wird.“ In den kommenden Monaten sollen die Preise für RAM und Flash besonders stark zulegen, dann schwäche sich die Teuerungsrate wohl ab. Doch erst spät im Jahr 2027 sei mit „nennenswerten“ Rückgängen der Preise zu rechnen.

Prognose: Weltweiter Umsatz mit Halbleiterbauelementen
Marktsegment 2025 2026 2027
[Mrd. US-$] [Mrd. US-$] [Mrd. US-$]
Speicher (RAM, Flash) 216,3 633,3 748,1
alle anderen 589,0 686,9 806,4
gesamter Markt: 805,3 1.320,2 1.554,5
Quelle: Gartner, April 2026

Unübersichtlicher Markt

Der Markt der Halbleiterbauelemente ist unübersichtlich, weil es viele verschiedene gibt. Die größten Umsätze entfallen auf sogenannte Logikchips, beispielsweise Prozessoren, Mikrocontroller, Grafikprozessoren, KI-Beschleuniger, FPGAs, Netzwerk- und Soundchips sowie spezialisierte Controller (USB, PCIe, SATA, I/O) und ASICs. Es folgen die erwähnten Speicherchips.

Aber es gibt noch viele andere Typen wie Sensoren, mikromechanische Systeme (MEMS), Analog-ICs, LEDs und andere optoelektronische Chips oder auch Leistungshalbleiter.


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Bit-Rauschen, der Prozessor-Podcast: Weshalb (und wo) Magnetband weiterlebt

Von Heise — 08. April 2026 um 06:10

Viele Rechenzentren nutzen weiterhin Magnetband alias Tape. Wie sich die Technik weiterentwickelt, erklärt Folge 2026/7 des Podcasts Bit-Rauschen.

Aus dem IT-Alltag von Privatleuten ist Magnetband als Datenspeicher zwar verschwunden. Doch hinter den Mauern von Rechenzentren lebt Bandspeicher alias Tape fröhlich weiter. Die Technik wird ständig weiterentwickelt, eine Bandkassette der Generation LTO-10 fasst bis zu 40 Terabyte an Daten, so viel wie die derzeit größte Festplatte.

Im Gespräch mit seinem Kollegen Christof Windeck [7] erklärt c’t-Redakteur Lutz Labs [8], für welche Zwecke Magnetband auch heute noch attraktiv ist. Er beschreibt auch, welche Firmen Tape-Speicher weiterentwickeln und in welchen Systemen die Kassetten und Laufwerke zum Einsatz kommen: Folge 2026/7 von Bit-Rauschen, der Prozessor-Podcast von c’t.

Podcast Bit-Rauschen, Folge 2026/7 :


Wir freuen uns über Anregungen, Lob und Kritik zum Bit-Rauschen. Rückmeldungen gerne per E-Mail an bit-rauschen@ct.de [10].

Alle Folgen unseres Podcasts sowie die c’t-Kolumne Bit-Rauschen finden Sie unter www.ct.de/Bit-Rauschen [11]

Weitere Podcasts aus unserem Team finden Sie unter heise.de/podcasts [12].


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Mikrocontroller-Marktführer aus Europa: Infineon, NXP und STMicroelectronics

Von Heise — 07. April 2026 um 19:13

Drei der fünf weltweit führenden Hersteller von Mikrocontrollern sitzen in Europa; zusammen mit Renesas und Microchip halten sie rund 80 Prozent Marktanteil.

Der deutsche Hersteller Infineon führte 2025 mit 23,2 Prozent im Weltmarkt der Mikrocontroller. Laut den Schätzmodellen des Marktforschungsunternehmens Omdia betrug der gesamte Umsatz mit Mikrocontrollern im Jahr 2025 rund 22,1 Milliarden US-Dollar, ein leichter Rückgang um 0,3 Prozent im Vergleich zu 2024. Gegen diesen Trend konnte Infineon seinen Umsatzanteil um 1,8 Prozentpunkte steigern.

Auf den Rängen zwei bis fünf folgen die Firmen NXP, Renesas, STMicroelectronics und Microchip. Die fünf führenden Hersteller von Mikrocontrollern vereinen rund 80 Prozent des Gesamtmarktes auf sich, schätzt Omdia [1].

Europa führend bei Mikrocontrollern

Mit Infineon, NXP und STMicro stammen drei der fünf führenden Hersteller von Mikrocontrollern aus Europa. Renesas ist ein japanisches Unternehmen, Microchip sitzt in den USA.

Die restlichen 20 Prozent des Marktes verteilen sich auf zahlreiche Hersteller. Anders als bei Mikroprozessoren (Microprocessor Units, MPUs) gibt es bei Mikrocontrollern (Microcontroller Units, MCUs) weiterhin viele unterschiedliche Rechenkerne, außer von ARM etwa auch RISC-V, ARC, Xtensa, MIPS, MSP430, AVR, PIC, RL78 und andere. Außerdem fertigen die größeren MCU-Hersteller jeweils zahlreiche Varianten ihrer Chips.

Einen Teil ihrer Mikrocontroller lassen die großen europäischen Hersteller bei Chip-Auftragsfertigern wie TSMC, Globalfoundries oder UMC produzieren. Infineon und NXP sind auch Partner bei der im Bau befindlichen Dresdner Fab ESMC [2] von TSMC. Außerdem betreiben Infineon und STMicro auch eigene Fabs beziehungsweise Packaging-Werke in Asien.

STMicro kooperiert zudem mit dem chinesischen Auftragsfertiger Huahong, um in China Mikrocontroller aus lokaler Fertigung zu verkaufen.

Branchen-Konzentration

Infineon hatte 2020 den US-Chiphersteller Cypress und dessen PSoC-Mikrocontroller übernommen [3]. NXP wiederum schluckte 2015 die ehemalige Motorola-Sparte Freescale [4]. 2016 übernahm Microchip den Konkurrenten Atmel [5]. Renesas entstand aus der Verschmelzung der Chipsparten von Hitachi, NEC und Mitsubishi [6].


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[1] https://omdia.tech.informa.com/
[2] https://www.heise.de/hintergrund/Chipfertigung-in-Deutschland-ESMC-Chef-Dr-Christian-Koitzsch-im-Interview-10522291.html
[3] https://www.heise.de/news/Wegen-Cypress-Uebernahme-Infineon-besorgt-sich-eine-Milliarde-Euro-frisches-Geld-4765792.html
[4] https://www.heise.de/news/Chiphersteller-NXP-und-Freescale-verschmelzen-2562233.html
[5] https://www.heise.de/news/Weniger-Halbleiterhersteller-Microchip-kauft-Atmel-3078864.html
[6] https://www.heise.de/news/NEC-Electronics-und-Renesas-sollen-verschmelzen-215980.html
[7] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[8] https://www.heise.de/ct
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heise+ | Speicherkrise 2026: Wie Betrüger bei SSDs und Festplatten zuschlagen

Von Heise — 07. April 2026 um 17:00

Speicher wird knapp, Preise steigen – und gleichzeitig tauchen immer mehr gefälschte oder manipulierte SSDs, Festplatten und Speicherkarten im Handel auf.

Die Lage auf dem Speichermarkt hat sich innerhalb weniger Monate dramatisch verändert. Was lange als günstige Massenware galt, ist plötzlich knapp und teuer. Grund dafür ist vor allem der enorme Bedarf an Massenspeicher für KI-Infrastruktur. Hyperscaler kaufen SSDs und Festplatten in großen Mengen auf, wodurch für klassische Consumer-Produkte weniger übrigbleibt.

Die Auswirkungen sind inzwischen auch im Alltag spürbar: SSD-Preise haben sich seit Herbst 2025 teilweise verdoppelt bis verdreifacht, und selbst einfache Speicherkarten kosten deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Besonders deutlich zeigt sich die Situation bei Sony: Das Unternehmen hat Ende März 2026 die Auslieferung vieler SD- und CFexpress-Karten vorübergehend gestoppt – schlicht, weil ihm der Rohstoff für neue Speicherkarten fehlt.

Doch die steigenden Preise sind nur ein Teil des Problems. Knappheit und hohe Margen machen Betrug mit gefälschten Speichern attraktiv. Und genau das passiert derzeit in zunehmendem Ausmaß.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/ratgeber/Speicherkrise-2026-Wie-Betrueger-bei-SSDs-und-Festplatten-zuschlagen-11244181.html
[2] https://www.heise.de/hintergrund/Stromsparen-bei-grossen-Festplatten-Arrays-11110786.html
[3] https://www.heise.de/ratgeber/Massenspeicherberatung-Festplatten-als-Datenlager-10436445.html
[4] https://www.heise.de/ratgeber/Leitfaden-Der-optimale-Massenspeicher-fuer-Ihre-Anwendung-10436433.html
[5] https://www.heise.de/tests/Massenspeicher-fuer-den-Raspberry-Pi-im-Vergleich-MicroSD-SSD-und-USB-Stick-10256026.html

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Das Anker Solix Power Dock wächst mit: Mehrfachsteckdose für Balkonkraftwerke

Von Heise — 04. April 2026 um 10:10

Das Anker Solix Power Dock kann man ohne Elektriker auf 32 Panels mit 14 kWp, 64 kWh Akku und Wallboxen erweitern. Auch vorhandene Balkonkraftwerke erkennt es.

Das Anker Solix Power Dock schließt eine Lücke bei Solaranlagen, und zwar zwischen Balkonkraftwerken und der PV auf dem Dach. Balkonkraftwerke kosten teils unter 300 Euro, dürfen aber nur 800 Watt liefern. Die Photovoltaik auf dem Dach liefert viel mehr, aber muss aufwendig geplant werden und kostet eher über 10.000 Euro.

Das Power Dock muss man einmal zusammen mit einem Elektriker anschließen und anmelden, kann es dann aber alleine erweitern. Man kann ein bestehendes Balkonkraftwerk einbinden, neue Balkonkraftwerke direkt anschließen, zwei Wallboxen einstöpseln – und das System mit Modulen von Anker ausbauen: So ein Solarmodul steuert maximal acht PV-Panels mit 3,6 kW an, hat 2,7 kWh Akku und lässt sich um fünf Akkumodule mit weiteren je 2,7 kW erweitern. Bis zu vier dieser Türme sind möglich, insgesamt also 32 Panels mit 14,4 kW Leistung und Akkus mit 64 kWh Kapazität.

Diese Folge von c’t Phasenlage klärt unter anderem, was genau man anschließen kann, welche auch älteren Solarbanks von Anker funktionieren und welche Messmethoden das Power Dock unterstützt. Sie finden c’t Phasenlage auf YouTube [2], auf Peertube [3] und auf den gängigen Podcast-Plattformen [4].

c’t Phasenlage stellt Energiethemen wie Photovoltaik, Solarakkus, Balkonkraftwerke, dynamische Stromtarife, Wärmepumpen und Smart Home miteinander verzahnt dar und sammelt dazu das Know-How der Redaktionen von c’t, heise+ und den anderen heise-Magazinen. Alle zwei Wochen soll ein Video erscheinen.


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[3] https://peertube.heise.de/c/ct_phasenlage_videos/videos
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[6] mailto:jow@heise.de

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Sind OLEDs jetzt komplett unproblematisch? | c't 3003

Von Heise — 03. April 2026 um 16:00

Sind OLED-Monitore jetzt Mainstream? c't 3003 hat 646 Stunden mit einem aktuellen Modell verbracht. Einbrennen, Helligkeit & Textschärfe im Real-Check!

OLED-Monitore dominieren die Verkaufscharts, aber sind sie auch alltagstauglich? c’t 3003 hat den MSI MPG322URXD 646 Stunden lang als Hauptmonitor genutzt – für Gaming und Textarbeit. Das Ergebnis hat uns überrascht.

Transkript des Videos

(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guck mal hier, ich bin hier auf einer Preissuchmaschine und guck mir die meist angeklickten Monitore an. Hm, Platz 1 OLED, Platz 2 OLED, Platz 3 auch OLED, Platz 4 OLED, ah ja, Platz 5 ist ohne OLED, zumindest im Namen, ah, okay, ist auch ein OLED. Ja, okay, einen einzigen Monitor gibt es in den Top 10, der nicht OLED ist. Und das liegt vermutlich auch nur daran, dass der mit 159 Euro extrem preisgünstig ist.

Ja, ich muss zugeben, dass ich nicht so richtig doll im Monitor-Game drinstecke, und deswegen einigermaßen überrascht war, wie populär OLED inzwischen geworden ist. Sind OLEDs jetzt tatsächlich Mainstream? Hatten die nicht immer noch Probleme mit Einbrennen und mit zu niedriger Helligkeit für so sonnendurchflutete Räume? Ja, das gucken wir uns jetzt alles mal an. Ich habe mir den für mich am besten passenden OLED besorgt. Ich habe den ein halbes Jahr lang als Hauptmonitor intensiv getestet, genau 646 Stunden lang. Außerdem zeige ich euch, ganz wichtig, wie ihr den für euch passenden Monitor findet. Und da habe ich wirklich sehr konkrete Tipps, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Monitore gehören übrigens zu den Computerteilen, die nicht teurer geworden sind in den letzten Monaten. Nice, bleibt dran.

Liebe Hackerinnen, liebe Internetsurfer, herzlich willkommen hier bei...

Ja, wenn man ehrlich ist, Hardware kaufen ist ja eigentlich erstmal vorbei, nachdem die Computerhersteller alle beschlossen haben, dass sie nur noch an KI-Rechenzentren liefern wollen und alle anderen völlig egal sind. Aber was ich festgestellt habe, Monitore sind nicht teurer geworden. Und da trifft sich das ganz gut, dass ich meinen 27-Zöller irgendwie zu klein und auch zu kontrastarm fand. So ein Ultra-Wide-Teil wollte ich aber nicht haben, weil ich bei mir die zugegeben sehr spezifische Anwendung habe, dass ich ständig Bildschirmaufnahmen für unsere 3003-Videos mache und unsere Videos sind halt im Seitenverhältnis 16:9 und nicht 21:9. Okay, ja, ja, ja, man kann auch mit 21:9 Monitoren 16:9 capturen. Das bedeutet aber, dass ich da ständig rumkonfigurieren müsste und dazu habe ich keine Lust. Außerdem finde ich 16:9 sowieso irgendwie ganz gut, weil es mein Sichtfeld ausfüllt und ich nicht die ganze Zeit hin und her gucken muss. Aber hey, das ist mein Geschmack, kann bei euch alles total anders aussehen.

Ich bin auf jeden Fall auf geizhals.de gegangen und obwohl ich das schon lange benutze, war ich wirklich überrascht, wie detailliert man da die Dinge filtern kann, wenn man da so richtig reingeht. Und das ist jetzt eine ehrliche Aussage von mir, obwohl, und jetzt Disclaimer, mein Arbeitgeber Heise Mehrheitsaktionär bei Geizhals ist. Übrigens auch Alleingesellschafter da bei billiger.de und guenstiger.de. Okay, über die Namen können wir nochmal sprechen. Die populärste Preissuchmaschine hierzulande ist übrigens Idealo. Die gehört mehrheitlich dem Axel-Springer-Konzern. Idealo kann man natürlich auch benutzen bei der Monitorsuche, aber ganz ehrlich, Geizhals ist vor allem bei Technik-Sachen viel detaillierter. Das sage ich als Keno, nicht als Heise-Mitarbeiter. Und ich finde auf jeden Fall auch, dass die Geizhals-Website sehr gut zu Heise und c't passt. Die verschwendet keine Energie auf Design. Funktion folgt Form. Ganz wichtig.

Hat man das Ding aber einmal gecheckt, ist das wirklich super praktisch. Guck mal, ich klicke hier auf Monitore und dann gibt es da über 3000 Produkte, aber ich grenze das jetzt ein und klicke dann halt das an, was mir wichtig ist. Also ich weiß, dass mir 27 Zoll zu klein sind. Also 31,5 Zoll und maximal bis 37,5 Zoll, weil mehr kriege ich nicht auf meinen Schreibtisch. Und 16:9 will ich auch, hatte ich am Anfang gesagt, also klicke ich das an und dann bleiben noch 384 Modelle übrig. Das ist schon mal deutlich weniger. Außerdem will ich 4K-UHD-Auflösung, aha, nur noch 209. Bildwiederholfrequenz habe ich jetzt keine extrem starke Meinung, aber ich will glaube ich mehr als 60, also ab 120. Und jetzt das Wichtigste, kein IPS oder VA, das ist alles LCD, nein, ich will ja OLED. Zack, runter auf 46.

Ja, und da muss ich erstmal runterscrollen, weil da erstmal so für mich eher unwichtige Sachen kommen. Für mich dann aber wichtig, der USB-C-Teil. Ich will da Laptops und andere Sachen über USB-C anschließen, die dann nicht nur geladen werden, sondern ich auch Tastatur und so verwenden kann, die am Monitor hängen. Also so klassische Dockingstation-Funktion, halt ohne Dockingstation, nur mit dem Monitor. Das Bild soll natürlich auch übertragen werden über USB-C. Das ist für mich praktisch, weil ich sehr oft unterschiedliche Geräte teste und so kann ich die mit einem Kabel anschließen und muss da nicht so ewig rumfummeln. Ich klicke also hier auf DisplayPort inklusive USB-C zweimal und Power Delivery. Ab 65 Watt würde ich mal sagen, das reicht mir, um die Teile aufzuladen. Und dann sind wir auf einmal schon bei 23 Geräten.

So, und jetzt wird es richtig interessant. Das ist so ein Klassiker bei Displays und auch bei Notebooks. Also ist mir schon öfter aufgefallen. Ich checke dann ganz oft nicht, wo die Unterschiede bei so leicht unterschiedlichen Typbezeichnungen sind. Also UXWRD versus UXURXDE versus UXWRD. Aber auch hier ganz schön Acer Predator X32 X5 BMIIPHUZX. Okay, ganz easy, ne? Also wenn da jetzt ein Buchstabe anders ist, wie unterscheidet sich das Gerät dann? Aber was man jetzt machen kann, und das ist in diesem Fall echt für mich das Killer-Feature, also ihr klickt hier auf diese beiden Pfeile und dann wird das Gerät zur Vergleichsliste hinzugefügt und dann klickt ihr alle an, die ihr vergleichen wollt, also für euch in die engere Auswahl kommen und dann werden hier die Unterschiede gelb markiert. Ja, super, und jetzt kann ich auch die Unterschiede sehen bei den leicht veränderten Typbezeichnungen. Wie gesagt, funktioniert nicht nur bei Monitoren, funktioniert auch super mit Laptops unter anderem und auch bei Fernsehern und bei allen möglichen Dingen. Super praktisch.

Ja, und da ist mir dann auch aufgefallen, dass nur einer der Monitore, die hier bei mir in der engeren Auswahl waren, über USB-C DisplayPort 2.1a unterstützt. Was ich schon sehr gerne hätte, weil es ist nicht garantiert, dass die älteren Standards 4K mit 120Hz ohne DSC können. DSC, wenn ihr euch das jetzt fragt, das ist so eine theoretisch fürs Auge unsichtbare Kompression, die aber manchmal Probleme macht. Zum Beispiel habe ich schon mal beobachtet, wenn man mit Alt-Tab aus dem Spiel raustappt und der Bildschirm dann ein paar Sekunden schwarz wird. Also meistens ist DSC kein Problem, aber wenn ich das irgendwie vermeiden kann, dann nehme ich doch lieber DisplayPort 2.1a, weil da geht es ohne Kompression. Und deswegen habe ich mich dann am Ende für den MSI MPG 322URX DE entschieden.

Ja, klick mal auf bestellt. So schnell ist der da. Nice. Und beim Auspacken kickt hier direkt meine Grobmotoriker-Panik ein. Wie fragil ist das Ding bitte? Und sind OLEDs sowieso? Ja, ich check, dass das nice aussieht, wenn es quasi keinen Rahmen gibt. Aber beim Handling muss man da wirklich extrem aufpassen. Auch so Fingerabdrücke sind sofort brutal zu sehen und müssen vorsichtig weggeputzt werden. Und das finde ich, sollte man wirklich immer sagen bei OLEDs. Wenn ihr irgendwas richtig Robustes haben wollt, was man auch ein bisschen grob behandeln kann und was ihr öfter von A nach B tragen wollt, dann sind vor allem so große OLEDs vielleicht nichts für euch. Das ist wirklich oft sehr filigran alles. Ist ja auch logisch, OLEDs brauchen halt keine Hintergrundbeleuchtung, weshalb die extrem dünn gebaut werden können. Das ist ja auch einer der Vorteile. Und das ist meistens natürlich auch kein Problem, wenn ihr das irgendwo fest installieren wollt. Aber ich sag das trotzdem einfach mal dazu, wenn ihr oft auf LANs oder so geht, dann vielleicht besser ein Monitor mit einem stabileren Gehäuse. Wie bei LCDs. Hier seht ihr hier deutlich den Unterschied bei meinem alten LCD-Monitor.

So, das jetzt hier zum Gehäuse. Aber wie ist das Bild denn jetzt? Und ey, ja, das ist super. Ich muss ehrlich sagen, dass das ein riesiger Unterschied gegenüber meinem 4K IPS LCD ist. Guck mal hier, das sind die beiden untereinander. Oben mein alter 27 Zöller mit IPS LCD und unten der 32 Zöller mit OLED. Und das sieht man auch deutlich. Das Schwarz ist halt schwarz und nicht grau. Und die Farben kicken auch richtig rein. Aber wenn man die Vorhänge aufzieht und die Sonne reinkommt, dann sieht man auch, das Display spiegelt definitiv mehr als bei meinem alten Monitor. Das ist jetzt nicht so schön in hellen Umgebungen, aber was ich dann doch erstaunlich fand, die Helligkeit reichte auch bei dem OLED für helle Räume, also wo die Sonne reinknallt. Das sind hier beide Monitore bei voller Helligkeit untereinander, also geht schon. Aber so richtig Spaß macht der OLED halt vor allem in dunklerer Umgebung, das muss man schon sagen.

Und dafür lacht ihr mich jetzt vermutlich aus. Mein alter Monitor hatte maximal 60 Hertz und ich dachte, dass man auch nicht unbedingt mehr braucht für so Büroarbeit. Aber 120 bzw. 240 Hertz ist ein Game Changer. Das habe ich also wirklich in dem Moment, wo ich den OLED angeschlossen habe, sofort gemerkt. Und das Interessante ist, das ist nie nur beim Gaming so, sondern das ist auch schon bei ganz normalen Sachen wie Fenster hin und her schieben, Maus bewegen. Es ist einfach alles viel, viel, viel geschmeidiger und ich will da nicht mehr von weg. Die Frage ist, ob man wirklich mehr als 120 Hertz braucht. Mein Testmonitor hat hier 240 Hertz. Ich bin mir nicht so sicher, ob man den Unterschied 120, 240, ob das so einen Riesenunterschied macht. Sollen wir das mal detailliert testen? Also bis wann Menschen das überhaupt wahrnehmen können? Gerne in die Kommentare schreiben. Aber auf jeden Fall 120 Hertz, das will man schon haben. Also ich zumindest.

Ja okay, und was ich auch noch loben kann, ist die Blickwinkelabhängigkeit. Die ist nämlich nicht vorhanden. Das Teil sieht von allen Seiten super aus. Das ist bei guten LCDs zwar auch besser geworden, aber so gut wie OLED, schwierig. Wir müssen aber natürlich jetzt noch zu den zwei OLED-Elefanten im Raum kommen. Und das ist zum ersten einmal die ungleichmäßige Pixelmatrix, beziehungsweise konkreter. Ich habe bei früheren OLEDs so eine gezackte Textdarstellung wahrgenommen, beziehungsweise Farbsäume. Das war auf jeden Fall bei älteren OLEDs immer ein Problem. Aber ganz ehrlich, ich könnte jetzt das große Fass aufmachen, das alles im Detail erklären. Aber bei dem OLED-Monitor hier ist das für mich kein Problem. Obwohl die RGB-Subpixel nicht gleichmäßig angeordnet sind, sondern ungleichmäßig. Bei der weniger blaue und rote Subpixel als grüne verwendet werden. Das ist so, aber ich kann es nicht wahrnehmen. Guck mal hier, das ist einmal Text auf dem LCD und das ist einmal Text auf dem OLED. Also wenn ich mir einbilde, dann kann ich auf dem OLED so ganz leichte Farbsäume sehen. Also in dieser Videoaufnahme, bloß im Auge, beim normalen Arbeiten nicht. Aber ich kann mir das auch bei dem LCD einbilden, ehrlich gesagt. Ich finde sogar, dass das Bild hier in dieser Aufnahme sogar bei den OLEDs ein bisschen gleichmäßiger aussieht. Aber wie gesagt, das ist ganz dicht dran mit der Kamera. Ihr seid ja mindestens 30 Zentimeter weg davon und dann nehme zumindest ich das alles nicht mehr wahr. Deshalb ist das meines Erachtens kein Problem. Wenn das für euch trotzdem ein Thema ist und ihr Angst davor habt, dass ihr das wahrnehmt, dann könnt ihr auch einfach noch ein bisschen abwarten, denn sowohl Samsung als auch LG, also die OLED-Panel-Hersteller, Die haben beide angekündigt, bei den kommenden Modellen die Subpixel klassisch anzuordnen. Also in der RGB-Matrix, beziehungsweise gleichmäßiger. Ich habe einen Heise-Artikel dazu verlinkt, wenn euch das interessiert. Aber wie gesagt, meines Erachtens macht auch die aktuelle Generation, zumindest bei dieser hohen Auflösung, ganz wichtig, kein Problem. Also bei geringeren Auflösungen und bei den 21:9, da kann man es vielleicht wahrnehmen, aber hier bei meinem 4K-Monitor eben nicht.

Und jetzt der zweite Elefant im Raum, Einbrennen. Ein Riesenthema, immer schon, und zwar gerade bei für Büroarbeiten genutzten Monitoren. Ich sag mal, ich schreibe ständig Texte in, ja, Nextcloud Office. Checkt ihr, checkt ihr, ich habe nicht Microsoft Word gesagt. Ja, und da habe ich das Fenster oft an der gleichen Stelle und dann habt ihr natürlich auch immer die Icons vom User Interface an der gleichen Stelle. Und das war ja immer so gefährliches Territory bei OLED. MSI hat aber in dem Monitor, den ich getestet habe, etliche Funktionen eingebaut, die das verhindern sollen, zum Beispiel Pixel Shift. Damit nicht immer die gleichen Pixel die gleichen Farben darstellen müssen, wird das Bild alle zwei Minuten um wenige Pixel verschoben. Hatte ich die ganze Zeit an, ist mir nicht einmal aufgefallen. Das gleiche gilt für Static Screen Detection, Taskbar Detection und Logo Detection. Der Monitor prüft die ganze Zeit, ob es irgendwelche Bildelemente gibt, die sich lange Zeit nicht verändern und dimmt die dann etwas runter. Kann man alles abstellen? Habe ich nicht abgestellt? Hatte ich alles auf Standard? Habe ich nicht einmal wahrgenommen.

Jetzt kommt was, was mir aufgefallen ist, nämlich OLED Care 2.0. Sobald der Monitor vier Stunden gelaufen ist und in den Standby geht, dann läuft so eine Pixel-Auffrischung, wobei dann so Helligkeitsunterschiede ausgeglichen werden. Das heißt, wenn einzelne Pixel viel heller geleuchtet haben als andere, werden die anderen auch gealtert, eben damit gleichmäßig altert. Also angenommen, ihr habt acht Stunden an dem Bildschirm arbeitete und das Teil schaltet sich dann ab, weil ihr Feierabend macht, dann wird nach ungefähr zehn Minuten automatisch dieser OLED-Care-Modus aktiviert und dieser Prozess dauert so eine Viertelstunde immer. Und in vielen Fällen kriegt ihr das also gar nicht mit, weil das passiert nur, wenn der Monitor in Standby geht. Aber wenn ihr während dieses Prozesses wiederkommt und an den Rechner geht, dann wundert ihr euch womöglich, warum der Monitor auf einmal kein Bild anzeigt. Ihr könnt dann den Einschaltknopf drücken und dann wird der Prozess abgebrochen. Ihr könnt wieder ganz normal daran arbeiten oder spielen. Das lässt sich viermal abbrechen. Dann beim fünften Mal, wenn ihr es beim fünften Mal abbrechen wollt, dann zwingt euch der Monitor dazu. Dann müsst ihr also diese Viertelstunde warten. Ich hatte das in meinem halben Jahr mit diesem Monitor nicht einmal, dass ich das nicht abbrechen konnte. Also ich hatte das schon, dass der in diesen Care-Modus gegangen bin, als ich mal wiedergekommen bin oder so, aber dann habe ich es immer manuell abgebrochen und dann hat er den Care-Modus halt gemacht, wenn ich dann das nächste Mal Pause gemacht habe. Also diese viermal beziehungsweise fünfmal habe ich nicht einmal ausgekostet, dass ich da diesen Modus anschalten musste.

Ich habe mir übrigens am Ende des halben Jahres auch ganz genau mit einfarbigen Bildschirminhalten angeguckt, ob ich ein Brennmuster sehen kann und ich habe keine gefunden. Wie gesagt, nach 646 Betriebsstunden und laut Monitor 82 Auffrischungsvorgängen. Aber offenbar auch nach längerer Zeit passieren keine schlimmeren Dinge. Also der YouTube-Channel Monitors Unboxed hat das nämlich zwei Jahre lang ausprobiert. Interessanterweise mit dem Vorgängermodell von dem, was ich hier getestet habe, dem MPG 321 statt MPG 322. Die benutzen beide das gleiche von Samsung hergestellte OLED-Panel Und ja, da kann man bei genauem Hingucken was erkennen, richtig viel ist das nicht. Was ich ganz interessant finde, obwohl da 659 dieser Auffrischungsvorgänge durchgelaufen sind, ist die SDR-Maximalhelligkeit nur von 243 auf 238 Nits runtergegangen. Das ist ziemlich wenig. Also für mich heißt das, Einbrennen macht mir persönlich keine großen Sorgen. Gibt bei MSI auch noch eine 3-Jahres-Einbrenn-Garantie.

Ich könnte jetzt auch nochmal alle kleinen, kleinen Gaming-Funktionen hier durchhecheln, aber da habe ich ehrlich gesagt keine Lust zu, weil da sind die meisten auch eher quatschig. Also vor allem die Bildverbesserungsfunktionen, die sehen meiner Meinung nach gruselig aus. Okay, man kann eine sogenannte Optix-Funktion anschalten, da wird ja der mittlere Teil des Bildschirms so vergrößert, hilft womöglich bei Shootern. Ja, habe ich nicht verwendet, wir Profis brauchen das nicht, ne, wisst ihr? Ne, keine Ahnung.

Was ich aber wirklich oberpraktisch finde, die USB-Hub-Funktion. Man hat halt einmal eine USB-C Buchse plus zweimal USB-A und einmal USB-B. Und da kann ich dann einfach zum Beispiel mein Notebook über ein USB-C Kabel anschließen. Und dann wird das aufgeladen, das Bild wird übertragen, mein Audio Interface ist verbunden, was am Monitor hängt mit Mikrofon und Lautsprechern und meine Tastatur, die auch über USB am Monitor hängt auch. Will ich einen anderen Rechner benutzen, stöpsel ich einfach mein eines USB-C Kabel um und zack, fertig. Das geht übrigens auch unter Linux, hier zum Beispiel mit meinem Framework Laptop hier. Und das auch übrigens problemlos mit 240 Hertz. Kurioserweise geht das mit meiner Linux-Maschine sogar besser als mit meinem Apple MacBook Air M2. Das kann nämlich nur 120 Hertz, aber das liegt nicht am Monitor, sondern an Apple. Für 240 Hertz braucht man Pro, Max oder Ultra bei Apple. Ja, okay.

Mein Fazit. Wäre das kein Testgerät, was ich zurückschicken muss, würde ich den Monitor auf jeden Fall behalten. Ich muss mir mal überlegen, ob ich jetzt wirklich 850 Euro auf den Tisch legen will dafür. Aber mir hat das alles schon sehr gut gefallen. Also das super tintige Schwarz, die 32 Zoll Größe, die USB-C Hub-Funktion, vor allem die 240 Hertz. Ich habe echt Probleme, jetzt wieder zurück zu meinem alten 27 Zöller mit 60 Hertz zu gehen. Die Sachen, die ich für mich kritisieren würde, sind an erster Stelle ganz klar die krass spiegelnde Oberfläche. Die stört mich interessanterweise am meisten von allen Kritikpunkten. Also deutlich mehr als die etwas geringere Helligkeit. die reicht für mich auch, wenn die Sonne richtig reinknallt. Aber die Spiegelungen, die nerven mich. Ja, und ich finde auch etwas beunruhigend, dass das Teil so papierdünn ist und ich hätte echt Angst, wenn ich damit umziehen müsste. Ja, okay, ist vielleicht eine Spezialangst bei mir. Ja, und diese Zwangspausen mit der OLED-Auffrischung, ah, das ist so ein Mini-Ärgernis, was mich letztendlich nicht so richtig nervt. Weil das kann man ja eben viermal abbrechen, bis man dazu gezwungen wird, diese Viertelstunde zu warten. Und das habe ich bei mir immer hingekriegt. Also klar, wenn ihr jetzt so Leute seid, die irgendwie 30 Stunden am Stück gamen oder so, aber also normalen Nutzungszyklen sollte das eigentlich immer passen, dass das dann gemacht wird, wenn ihr den Monitor gerade nicht benutzt. Achso, der Monitor hat übrigens auch keinen Lüfter, falls euch das noch interessiert. Da gibt es ja manchmal Geräte, die manchmal so unangenehme Geräusche machen, ist hier nicht der Fall.

Ja, am Ende muss man sich halt einfach selbst überlegen, ob man sich so einen Luxusmonitor gönnen will. Es ist ja alles super individuell. Es gibt natürlich auch gute Monitore, die deutlich günstiger sind oder auch mal auf dem Gebrauchmarkt gucken. Ich würde aber sagen, dass ich glaube ich an anderer Stelle eher sparen würde als am Monitor. Ist aber wie gesagt meine Meinung. Wie seht ihr das? Gerne in die Kommentare schreiben. Ich lese das alles, zumindest an den ersten Tagen nach Veröffentlichung. Und ja, tschüss.

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Desolate FCC-Vorgabe: „Freedom Router“ für US-Verbraucher

Von Heise — 03. April 2026 um 07:30

Ab sofort lassen die USA für Verbraucher nur noch im Inland hergestellte Router zu. Die Vorgaben des FCC sind jedoch unrealistisch und sicherheitsmäßig heikel.

Wie jüngst von der Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) beschlossen wurde, dürfen in den USA neue Router für den Verbrauchermarkt nur noch verkauft werden, wenn sie komplett lokal entwickelt und gefertigt wurden [1]. Die Crux: Es gibt weder Produzenten noch Geräte, die diese Vorgaben erfüllen.

Bereits genehmigte Routermodelle dürfen zwar weiterhin verkauft und vorhandene Exemplare weiter genutzt werden. Sie bekommen aber nur noch bis zum 1. März 2027 Sicherheitsupdates. Als Grund für das umfassende Verbot erklärte die FCC, die ausländischen Verbraucher-Router stellten ein „inakzeptables Risiko für die nationale Sicherheit“ dar.

Made in USA

Dass die Made-in-USA-Vorgaben der FCC unrealistisch sind, zeigt sich schon beim Blick in hiesige Router für Konsumenten. So lässt etwa die Deutsche Telekom ihren Speedport-7-Router von Arcadyan mit Mediatek-Funkchips herstellen, die zugehörigen Repeater namens „WLAN-Verstärker“ mit Qualcomm-WLAN-Bausteinen dagegen bei WNC. Beide Firmen sind in Taiwan beheimatet, betreiben aber nicht nur Fabriken, sondern auch Entwicklungsbüros in China und anderen asiatischen Ländern.

Die Funkchips im Speedport-7-Router der Telekom stammen von Mediatek, gebaut wird der Router von Arcadyan, beide Firmen sind in Taiwan beheimatet, haben aber auch Fabs in China und anderen asiatischen Ländern.

(Bild: Bild: Deutsche Telekom)

In manch asiatischem Routermodell steckt eine mit heißer Nadel aus Open-Source-Quellen zusammengestrickte Firmware. Dass der Hersteller eine Backdoor in die Firmware einpflanzt, ist zwar nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich. Denn dann benötigt die Software womöglich mehr Platz, als der ursprünglich vorgesehene billige Flash-Baustein bietet, vielleicht auch mehr RAM; beides treibt die Kosten und ist gerade angesichts der gestiegenen Speicherpreise unrealistisch.

Unsicher auch ohne Backdoor

Dabei braucht es meist gar keine Backdoor, es genügen die fast im Monatsrhythmus aufpoppenden Lücken, um das Internet mit einem per Botnet ausgelösten Distributed-Denial-of-Service weltweit empfindlich zu stören. Wenn die vorhandenen Router keine Sicherheitsupdates mehr bekommen, stehen die Scheunentore für Schädlinge weit offen. Außerdem: Welche Geheimnisse fänden sich in einem privaten Router, abgesehen von mehr oder weniger nützlichen Metadaten? Der hindurchgehende interessante Verkehr läuft schließlich, schwer knackbar, TLS-geschützt. Deshalb wäre es effizienter, dessen Quelle oder Senke – also den Server beziehungsweise das Endgerät – zu kompromittieren.

Es bleibt das Risiko, dass der private Router als Sprungbrett ins interne Netz dient. Doch auch da ist es effizienter, die Betriebssystem-Monokulturen und Apps zu unterwandern und das Login gleich mit aufzuschnappen.

Hinzu kommt: Die „Freedom-Router“ werden unweigerlich ausnutzbare Bugs haben, denn Programmierer sind Menschen und Menschen machen Fehler. Die Lücken werden womöglich sogar zahlreicher, wenn man die Firmware der KI überantwortet, weil es daheim zu wenig kompetente Entwickler gibt, um wenigstens die KI-Ergebnisse zu prüfen. Wie sich der Graben zwischen Hier-gebaut-Anspruch und Kompetenz-weit-weg überbrücken lässt, verrät die Regulierungsbehörde nicht.

Kritische Ausnahmeanträge

Unternehmen können zwar Ausnahmegenehmigungen für ihre Router beantragen, müssen dabei aber umfassend über Lieferketten und Interna informieren, etwa zu Firmenstruktur, Partnern und Joint Ventures, Eigentümern sowie Management. Sie müssen für jedes einzelne Modell alle Bestandteile des Routers samt Herkunftsland deklarieren, wo es entwickelt, gefertigt und zusammengebaut wird, woher Firmware und Software kommen und vor allem eine Rechtfertigung, warum das Gerät nicht in den USA produziert wird.

Zusätzlich muss jeder Ausnahmebewerber einen „detaillierten, zeitlich verpflichtenden Plan zur Etablierung oder Erweiterung der Produktion in den USA“ für das jeweilige Modell vorlegen, samt bereits ausgegebener und geplanter Investitionssummen, Geldquellen und exakter Zeitreihen sowie Meilensteine. Genehmigungen werden aber nur befristet erteilt.

Abgesehen von der Preisgabe wettbewerbsrelevanter Informationen bleibt fraglich, ob sich dieser Aufwand bei Routern für den Verbrauchermarkt, die in der Regel geringe Margen abwerfen, für die Anbieter überhaupt rechnet.


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heise+ | Manjaro Linux: Community ringt um mehr Mitbestimmung

Von Heise — 02. April 2026 um 14:45

Beim Manjaro-Projekt knirscht es. Während manche deshalb das Ende der Linux-Distribution herbeireden, sehen es andere als lange überfällige Neuorganisation.

Ein Post im Manjaro-Forum hat Linux-YouTuber und -Nachrichtenseiten aufgescheucht: Unter „Announcements“ hat das Manjaro-Team sein „Manjaro 2.0 Manifesto“ veröffentlicht, nachdem Diskussionen in den teaminternen Kommunikationskanälen nicht vorankamen. Neben zahlreichen Kritikpunkten an der Projektleitung will das Team mit seinen Vorschlägen das Manjaro-Projekt umstrukturieren, um Vertrauen wieder herzustellen und mehr Unterstützung aus der Open-Source-Community zu erhalten.

Die Verfasser des Dokuments sehen Manjaro in einer langjährigen Abwärtsspirale: Zwar werde die Distribution von einer beträchtlichen Zahl an Menschen genutzt, habe aber in den letzten zehn Jahren stagniert, Vertrauen verspielt und sich etliche peinliche Fehler geleistet. So sollen etwa mehrfach TLS-Zertifikate nicht rechtzeitig erneuert worden sein, obwohl Teammitglieder auf deren Ablaufen aufmerksam gemacht hätten. Die Projektleitung wolle Manjaro in ein erfolgreiches Business verwandeln und lehne es ab, dem Rest des Teams Zugriff auf die Infrastruktur zu geben. Als mögliche Lösung schlägt das Team in seinem Manifest nun vor, einen Verein zu gründen, der die Linux-Distribution künftig pflegen soll.

Die Idee ist nicht neu: „Den Gedanken, Manjaro in einen Verein zu bringen, gibt es schon länger“, erzählt der gegenwärtige Projektleiter Philip Müller im Gespräch mit c’t. „Auch 2019 war das bereits ein Thema, wobei wir uns schlussendlich für die jetzige Firmenstruktur entschieden hatten.“ Seither dient die Manjaro GmbH & Co. KG als Ansprechpartner für Kooperationen und koordiniert die Weiterentwicklung von Manjaro Linux, unterstützt von Freiwilligen aus der Community.


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