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(g+) Software: Energieeffizienz beginnt im Code

Von Otto Geißler
Software ist ein unterschätzter Faktor bei Green IT. Doch sie bestimmt, wie effizient Hardware arbeitet – mit Folgen für Kosten, Verbrauch und Nachhaltigkeit.
Der Energieverbrauch von Software bleibt meist unsichtbar. (Bild: Pixabay / Montage: Golem.de)
Der Energieverbrauch von Software bleibt meist unsichtbar. Bild: Pixabay / Montage: Golem.de

Wenn über Energieeffizienz gesprochen wird, stehen meist Hardware, Kühlung oder Architekturen von Rechenzentren im Fokus. Prozessoren werden sparsamer gemacht, Serverdichten optimiert, Abwärme intelligenter genutzt – doch Software gilt häufig als abstrakte Ebene, deren Energiebedarf sich quasi automatisch aus der zugrunde liegenden Hardware ergibt. Tatsächlich entscheidet Software jedoch in hohem Maße darüber, wie effizient Hardware genutzt oder ob sie dauerhaft im energetisch ungünstigen Bereich betrieben wird.

Jede Software instruiert Hardware, bestimmte Operationen auszuführen, Speicher zu reservieren, Daten zu übertragen oder Prozesse parallel abzuarbeiten. Architekturentscheidungen, Programmiersprachen, Laufzeitumgebungen und Frameworks bestimmen, wie intensiv Ressourcen beansprucht werden. Während sich Leistungsunterschiede oft direkt messen lassen, bleibt der Energieverbrauch im Alltag meist unsichtbar. Genau darin liegt das Problem: Ineffiziente Software funktioniert, ist aber teuer, ökologisch wie ökonomisch.

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  • 08. Februar 2026 um 10:00

Celestron Origin: Der modulare Porsche unter den Smart-Teleskopen

Von Mario Keller
Das Celestron Origin ist größer, schwerer, schneller und teurer als alle anderen Smart-Teleskope. Dafür schneidet es im Test überraschend durchwachsen ab.
Das Smart-Teleskop Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Das Smart-Teleskop Celestron Origin Bild: Mario Keller

Bei dem Begriff Porsche denkt man meist an zwei Dinge: schnell und teuer. Und diese Eigenschaften gelten auch für das Origin der Traditionsfirma Celestron, die seit Jahrzehnten Teleskope herstellt. Es ist, bezogen auf das Öffnungsverhältnis von f/2.2, das im Moment schnellste und damit lichtempfindlichste Smart-Teleskop. Und mit gut 7.000 Euro in der Vollausstattung ist es auch das teuerste Gerät auf dem Markt.

Celestron geht mit seinem ersten Smart-Teleskop neue Wege mit einem modularen Konzept und greift dabei geschickterweise auf Teile zurück, die sich bei Kunden seit vielen Jahren bewährt haben. Im ausgiebigen Test überzeugt es aufgrund seiner Komplexität, der unausgereiften Software und wegen des ambitionierten Preises allerdings weder Einsteiger noch Profis vollständig.

Der Teleskopbaukasten

Während alle anderen Smart-Teleskope auf dem Markt monolithische Geräte sind, besteht das Origin aus verschiedenen Komponenten, die Nutzer selbst zusammenbauen müssen. Das liegt zum einen daran, dass etwa die Montierung, das Stativ oder die Polhöhenwiege auch bei anderen Celestron-Teleskopen zum Einsatz kommen. Zum anderen machen es allein die Größe und das Gewicht notwendig, die Teile einzeln zu transportieren und zu lagern.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Diese Modularität bietet allerdings den großen Vorteil, dass Komponenten einfach ausgetauscht werden können und somit das Set-up einfach erweitert werden kann.

Unterteilen lässt sich der Aufbau in drei wesentliche Baugruppen.

  • Die Montierung: Sie besteht aus einem massiven Edelstahl-Stativ, der Nexstar Evolution Montierung und einer optionalen Polhöhenwiege. Hier kommen schon knapp 22 kg an Gewicht zusammen.
  • Das Teleskop: Es ist ein 6 Zoll Spiegelteleskop im RASA-Design. Die spezielle Bauform ermöglicht es, eine große Teleskopöffnung mit relativ kurzen Brennweiten zu kombinieren. Das resultiert in einem optischen Gerät mit einem sehr kleinen Öffnungsverhältnis von f/2.2 bei 152 mm Öffnung und 335 mm Brennweite. Das Teleskop ist auch der smarte Teil des Systems. Bauartbedingt sitzt bei RASA-Teleskopen die Kamera am vorderen Ende des Tubus. Das ermöglicht es, dass Nutzerinnen selbst die Kamera austauschen, sehr einfach Filter montieren und den Aufnahmewinkel der Kamera verändern können.
  • Das Zubehör: Als dritte Baugruppe kann man optionales Zubehör betrachten, wie z. B. den Starsense Autoguider – ein eigenständiges System aus einem kleinen Fernrohr mit Kamera. Dieses sendet Informationen an das Hauptgerät, um die Stabilität der Nachführung zu verbessern. Wie das funktioniert, schauen wir uns im Praxistest genauer an.

RASA-Teleskope (Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph) gibt es seit etwa 2014 – lange vor den ersten Smart-Teleskopen. Bisher gab es diese mit Öffnungsgrößen von 8, 11 und 14 Zoll. Mit dem Start des Celestron Origin wurde die Baureihe um ein deutlich kleineres und leichteres Teleskop mit 6-Zoll-Öffnung ergänzt – zunächst nur exklusiv im Origin Smart Teleskop, etwas später aber auch als reines OTA (Optical Tube Assembly).

Smart wird das Origin durch einen Raspberry Pi, der direkt im Teleskoptubus verbaut ist. An diesem ist die Kamera per USB-Kabel angeschlossen, das im Tubus verlegt ist und am oberen Ende des Teleskops in einem USB-C Stecker für die Kamera mündet.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
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Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Zwei Kameras für das Origin

Es gibt aktuell zwei Kameras für das Origin. Die ab der Markteinführung 2024 ausgelieferte Kamera hat einen Sony-IMX178-Farbsensor und ist damit auf dem Stand des Vaonis Stellina, das wir im Januar 2022 getestet haben .

Im Oktober 2025 kam eine neue Kamera auf den Markt, die Next-Generation 678C. Diese nutzt den Sony-IMX678-Farbsensor mit einer 4K-Auflösung und 16:9-Bildformat. Der gleiche Sensor kommt auch im sehr viel kleineren und preiswerteren Dwarflab DWARF III zum Einsatz.

Besitzer der ersten Kamerageneration können die neue Kamera für 650 Euro nachkaufen. Wer das als Celestron Origin Mark II bezeichnete Bundle kauft, bekommt sein Origin mit der neuen Kamera.

Die Verbindung zur Montierung und zusätzlichen Geräten wie dem Starsense Autoguider erfolgt über serielle Kabel, die an den jeweiligen mit "AUX1" und "AUX2" bezeichneten Anschlüssen am Teleskop und der Nexstar Montierung eingesteckt werden.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
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Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Die Verbindung zur Außenwelt erfolgt per WLAN. Das Origin erzeugt ein eigenes Netz, kann sich aber auch mit vorhandenen Netzwerken verbinden. Die Verbindung kann über 5 GHz und 2.4 GHz erfolgen. Praktisch ist hier der Fallbackmodus. Wird keines der bekannten WLAN-Netzwerke erkannt, wird der interne Accesspoint aktiviert. Somit ist der Zugriff auch gewährleistet, wenn das Origin mal unterwegs auf dem Feld aufgebaut wird.

Die Steuerung erfolgt über eine App auf einem Mobilgerät wie einem Smartphone oder Tablet. Sie ist für Android und iOS verfügbar.

Die Lieferung des Celestron Origin erfolgt per Spedition auf einer Palette. Spätestens hier zeigt sich, dass das Origin anders als alle anderen Smart-Teleskope ist.

Muss man sonst nur das Stativ mit dem Teleskop verbinden und kann loslegen, ist beim Celestron erst einmal Zusammenbauen angesagt. Das erfolgt in der Basisausstattung ohne die optionale Polhöhenwiege allerdings werkzeuglos und ist ziemlich schnell erledigt. Für den Transport ist es auch gut und sinnvoll, die doch recht großen und schweren Komponenten getrennt bewegen zu können.

Trotzdem dauert der Auf- und Abbau deutlich länger als bei einfacheren Geräten auf dem Markt. Und auch die Portabilität ist durch die Größe und das Gewicht eingeschränkt.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Im klassischen Alt-AZ Betrieb wird die Montierung direkt auf das Stativ geschraubt. Diese kann sich dann auf ihrer Basis horizontal drehen und die Aufnahme für das Teleskop vertikal nach oben und unten bewegen. Somit kann jeder Punkt am Himmel mit dem Teleskop angefahren werden.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Dieser Aufbau hat den Nachteil, dass durch die Bildfeldrotation die maximale Belichtungszeit begrenzt ist. Vorteile sind aber der schnellere Aufbau und dass keine genaue Ausrichtung der Montierung auf den Himmelspol notwendig ist.

Das Teleskop wird mit einer Prismenschiene an der Montierung befestigt. Hier muss man allerdings sehr aufpassen, das Teleskop wirklich genau in der Aufnahme der Montierung zu platzieren, damit es sich auch sicher festklemmen lässt. Das klappt leider nicht immer beim ersten Versuch.

Das zweite Problem ist die Richtung, in der das Teleskop montiert werden muss. Setzt man es falsch herum ein, stimmt die Altitude-Bewegungsrichtung nicht und das Gerät kann sich nicht initialisieren. Hier wäre es gut, wenn an der Teleskopaufnahme ein Pfeil oder Hinweis angebracht wäre – gerade wenn das Gerät auch für Einsteiger oder unerfahrene Nutzer gedacht ist.

Die Kamera ist bereits montiert und muss nur noch mit dem entsprechenden USB-Kabel verbunden werden. Ein optionaler Filter kann noch am entsprechenden Halter am Kameraflansch angebracht werden.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Der erste Aufbau

Um einen Eindruck von der Bildqualität und Bedienbarkeit des Teleskops zu bekommen, starte ich meinen Test mit der Zusammenstellung, in der das Origin beim Marktstart ausgeliefert wurde, also mit der alten Kamera und ohne zusätzliche Erweiterungen. Lediglich der Nebelfilter kommt bereits zum Einsatz, da dieser auch beim Start schon verfügbar war.

Das Teleskop sollte am besten direkt am Beobachtungsort zusammengebaut werden. Komplett aufgebaut, ist es nicht nur schwer, sondern durch die Größe auch nur umständlich zu bewegen.

Der interne Akku, den man nicht einfach wechseln kann, wird über ein 12V-Netzteil geladen, welches das Teleskop auch während des Betriebs mit Strom versorgen kann. Da das Gerät keine Lagesensoren hat und sich beim Einschalten versucht, am Himmel zu orientieren und zu initialisieren, sollte man den Teleskoptubus schon vor dem Einschalten auf ein freies Stück Himmel ausrichten. Das geht einfach durch Lösen der Alt- und AZ-Klemmung und händisches Bewegen des Teleskops.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
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Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
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Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Ist das Teleskop eingeschaltet und per WLAN mit der Origin-App auf dem Tablet oder Telefon verbunden, startet es die Initialisierung. Dabei werden mehrere Bilder des Himmels gemacht und mit einer internen Sternendatenbank verglichen. In Verbindung mit der aktuellen Uhrzeit und den GPS-Koordinaten des Standorts kann das Teleskop die genaue Ausrichtung am Himmel ermitteln und ist dann in der Lage, beliebige Objekte am Himmel anzufahren und zu fotografieren.

Als Erstes fällt auf: Die App zur Steuerung ist erheblich komplexer als bei anderen Smart-Teleskopen. Zunächst startet eine Sternenkarten-Ansicht mit einigen wenigen Bedienelementen am unteren Bildrand. Das wirkt noch sehr aufgeräumt und über die Kartenansicht lassen sich durch Verschieben und Zoomen sehr leicht Objekte am Himmel heraussuchen. Allerdings setzt das voraus, dass man zumindest ungefähr weiß, wo man suchen muss.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Eine direkte Suche ist möglich (über ein Lupensymbol), aber selbst diese zeigt bereits eine gewisse Komplexität.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Hier gibt es sehr viele verschiedene Kategorien und Kataloge. Für unerfahrene Nutzer ist das vermutlich überfordernd. Gut gelöst ist, dass die aufgelisteten Objekte zeigen, ob sie überhaupt beobachtbar sind und wann sie am Himmel auf- bzw. untergehen.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Wer weiß, wie sein Objekt heißt, kann es direkt über ein Suchfeld eingeben und suchen lassen.

Die "Heute Nacht" -Ansicht liefert eine Liste von Objekten für die aktuelle Nacht plus Informationen zum Sonnenauf- und -untergang sowie zur Mondphase.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Wurde ein Objekt ausgewählt, werden dem Nutzer Detailinformationen angezeigt. Mit einer Internetverbindung werden sogar Details in englischer Sprache vorgelesen.

Unübersichtlich wird es beim Wechsel in das Menü der Einstellungen: Hier gibt es eine sehr große Menge an Optionen, die fast alle noch weitere Untereinstellungen öffnen. Selbst erfahrene Nutzer können hier schnell den Überblick verlieren.

Die vielen Einstellungen können überfordern

Grundsätzlich ist es gut, dass viele Parameter gezielt eingestellt werden können, aber leider ist das nicht sehr gut gelöst. Gerade Einsteiger sind mit der Zahl der Optionen vermutlich sehr schnell überfordert.

Auch ist die Logik hinter der Platzierung einiger Funktionen nicht immer nachvollziehbar. So versteckt sich z. B. das "Ausschalten" des Gerätes hinter Menü – Einstellungen – Erweiterte Einstellungen – Ausschalten.

Dafür ist dann aber die Option, mit bis zu welcher Helligkeit Sterne in der Sternenkarte angezeigt werden sollen, gleich auf der obersten Einstellungsebene zu finden.

Hat man ein Objekt in der Suche oder einer Liste gefunden, so kann man es sich mit der Option "Locate" auf der Sternenkarte zeigen lassen oder über "Center" das Teleskop auf das Objekt ausrichten. Das funktioniert sehr gut und geht relativ schnell.

Allerdings fällt dabei auf, dass die Montierung beim schnellen Bewegen recht laut ist. Celestron verwendet in der Nexstar-Montierung Servo- statt Steppermotoren. Diese sind in Verbindung mit der Mechanik leider relativ laut.

Ist das Objekt angefahren, wechselt die App in den Kameramodus, zeigt einen Live-Feed der Kamera und führt einen Autofokus aus. Auch das Kameramenü hat wieder ein eigenes kleines Untermenü. Hier können alle Einstellungen auf Automatik gelassen werden oder selbst die Belichtungszeit und den ISO-Wert für die Kamera eingestellt werden.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Positiv für erfahrene Nutzer ist, dass sich zum einen der Fokus von Hand nachstellen lässt, falls der Autofokus mal nicht hundertprozentig trifft. Auch kann der Bildausschnitt noch leicht verschoben werden. Damit positioniert sich das Teleskop minimal neu. In Verbindung mit der Möglichkeit, die Kamera rotieren zu können, lässt sich so sehr genau der gewünschte Bildausschnitt einstellen.

Die Funktion Schnappschuss macht genau ein Bild mit den aktuellen Einstellungen, das man gut zur Kontrolle nutzen kann. Über "Bildaufnahmen starten" wird dann eine Aufnahmeserie gestartet. Diese läuft so lange, bis sie abgebrochen wird. Alle Aufnahmen werden dabei automatisch miteinander verrechnet, um über die Zeit ein immer besseres und rauschärmeres Bild zu erzeugen.

Ist die entsprechende Einstellung in den Optionen gesetzt, speichert das Teleskop auch alle Einzelaufnahmen auf dem internen 64 GByte großen Speicher. Somit können die Rohdaten auch am eigenen Rechner verarbeitet werden.

Das Teleskop ist sehr lichtstark

Bei den ersten Aufnahmen einer Serie zeigt sich gut, wie lichtstark das Teleskop ist; selbst dunklere Objekte werden sehr schnell im Bild sichtbar. Allerdings brennen helle Sterne dabei auch schnell aus und werden überbelichtet. Selbst der Nebel- bzw. Schmalbandfilter hilft hier nur bedingt.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Die Bildqualität ist gut, aber nicht überragend. Hier ist kein großer Unterschied zu preiswerteren Geräten wie dem Vaonis Vespera II oder Pro zu erkennen. Besser sind beim Origin aber die Einstellungen zur automatischen Bildbearbeitung. Von automatischem Entrauschen über KI-Bearbeitung, Dekonvolution und Gradientenentfernung reichen die Optionen. Wer das Celestron Origin für die elektronisch unterstützte Astronomie (EAA, kurz Electronic Assisted Astronomy) nutzt, ist hier gut aufgehoben.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Wer nicht die ganze Nacht sein Teleskop betreuen möchte, kann einen Zeitplan mit verschiedenen Objekten und Zeiten definieren, den das Origin dann automatisch abarbeitet.

Mit der optionalen Polhöhenwiege kann das Origin auf eine äquatoriale Montierung umgebaut werden.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Dabei wird die vertikale Rotationsachse und damit die Basis der Montierung um einen bestimmten Winkel geneigt, der abhängig vom Breitengrad des Standortes ist. Diese Achse wird genau auf den geografischen Nordpol (für die Nordhalbkugel) oder den geografischen Südpol (Südhalbkugel) ausgerichtet. Damit ist diese Rotationsachse dann parallel zur Erdachse und beim Nachverfolgen von Objekten am Himmel bei langen Belichtungszeiten muss nur noch eine statt beider Achsen bewegt werden.

Das Teleskop folgt damit genau der Kreisbahn des Objektes am Himmel und es kommt nicht mehr zu einer Rotation des Objektes innerhalb des Bildfeldes wie bei einer azimutalen Montierung. Somit sind deutlich längere Belichtungszeiten möglich. Nachteil ist der deutlich größere Aufwand beim Aufstellen und initialen Ausrichten der Montierung.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Das Origin greift hier auf die für das Nexstar bereits vorhandene und bewährte Technik zurück. Der Anbau erfordert ein wenig Arbeit und ist mit etwas technischem Verständnis gut zu erledigen. Für Unerfahrenere könnte der Umbau aber schon eine gewisse Hürde darstellen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass die Polhöhenwiege aus Platzgründen für den Transport nicht komplett zusammengebaut ist und somit zusätzliche Arbeiten notwendig sind, die dann allerdings nur einmal anfallen. Der Arbeitsaufwand beim ersten Zusammenbau beträgt rund 30 bis 45 Minuten.

Die NexStar Montierung selbst wird mit den gleichen Rändelschrauben an der Polhöhenwiege befestigt wie vorher an der Basisplatte des Stativs. Aufgrund des Gewichts ist es besser, wenn man das zu zweit macht. Mit etwas Übung klappt es aber auch alleine.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Celestron hat auf seinem Youtube-Kanal eine ganze Serie von Videos zum Origin veröffentlicht. Die englischsprachigen Videos erklären die wichtigsten Aufbau- und Bedienkonzepte recht gut, unter anderem auch den Aufbau und Betrieb im EQ-Modus.

Da das Teleskop nun auch über den ursprünglichen Zenitpunkt der Nexstar-Montierung hinaus bewegt wird, gibt es einen zusätzlichen Winkeladapter, damit das Kabel nicht an der Montierung hängenbleiben und beschädigt werden kann. Das ist wohl ein Hinweis darauf, dass der EQ-Modus beim ursprünglichen Design nicht eingeplant war.

Ist das Teleskop im EQ-Modus aufgebaut, muss dieser in der App auch aktiviert werden, da sich damit auch einige Anforderungen an die Bewegung und das Anfahren von Objekten ändern. Zusätzlich muss man einmal das sogenannte Polar-Alignment durchführen, um die Montierung möglichst genau auszurichten. Das ist in der App recht gut gelöst. Das Stativ wird mit der Seite der Azimut-Schrauben in Richtung Norden ausgerichtet.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Beim Initialisieren merkt das Teleskop, dass die Ausrichtung nicht passt, und schlägt den Alignmentprozess vor. Nach dem Starten wird ein Fadenkreuz angezeigt, das die Abweichung anzeigt. Ziel ist es jetzt, durch Einstellen des Azimutwinkels und der Polhöhe an den entsprechenden Schrauben den Punkt genau in die Mitte des Kreuzes zu bewegen. Dabei misst das Teleskop kontinuierlich die Abweichung und zeigt sie in der App an.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
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Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Ist der Vorgang abgeschlossen, kann wie vorher auch ein Objekt angefahren und belichtet werden. Dabei sind nun aber deutlich längere Belichtungszeiten als die sonst maximal 10 Sekunden möglich. Das reduziert nicht nur die Datenmenge auf dem internen Speicher, sondern ermöglicht es, auch schwach leuchtende Objekte in einzelnen Aufnahmen schon sichtbar zu machen.

Problematisch sind nur sehr helle Sterne, da diese in der Regel komplett überbelichtet werden, selbst mit dem Nebelfilter.

Das modulare Konzept der Origins ermöglicht es dem Nutzer auch nachträglich Komponenten wie die Kamera zu tauschen. Der Hauptunterschied zwischen dem Sony IMX178 und dem IMX678 der neuen Kamera liegt im verarbeiteten Spektrum: Der IMX678 bietet eine bessere Leistung im roten und infraroten Bereich des Lichts, während der IMX178 in den sichtbaren Wellenlängen um 480 nm empfindlicher ist.

Der IMX678 ist ein Nachfolger und gehört zu Sonys Starvis-2-Serie. Die Pixel sind mit 2.0 µm gegenüber vorher 2.4 µm etwas kleiner und die Auflösung mit 8.3 MP gegenüber 6.3 MP etwas größer. Das passt ganz gut zum Origin, denn durch die schnelle Optik wird genug Licht trotz der kleineren Pixel gesammelt.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Was etwas stört, ist das 16:9-Bildfeld des Sensors. Hier wird auf der kurzen Seite wertvolles Bildfeld verschenkt. Ein quadratischer Sensor wie der IMX676 wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen. Eine höhere Auflösung von 12.6 MP und ein deutlich besser genutztes Bildfeld wäre hier der Vorteil. Aber wer weiß, vielleicht kommt dieser Sensor ja auch noch irgendwann als zusätzliche Kameraoption.

Austausch der Kamera

Der Austausch der Kamera ist relativ einfach. Das Kameragehäuse ist mit einer Überwurfmutter am Teleskop befestigt. Diese muss man lösen und dann den Adapter von der alten Kamera abschrauben, auf das Gehäuse der neuen Kamera inklusive der gummierten Schutzkappe übertragen, das neue Gehäuse wieder an das Teleskop schrauben und das USB-Kabel anschließen.

Das Teleskop erkennt die neue Kamera und die App fordert dazu auf, neue Kalibrierungsbilder (Darkframes) aufzunehmen, da diese kameraspezifisch sind. Das dauert ca. 20 Minuten, in denen der Objektivdeckel geschlossen bleibt und das Teleskop so dunkel wie möglich gehalten werden muss. Danach kann das Teleskop wie gewohnt genutzt werden.

Wenn ich schon einmal am Bauen bin, dann montiere ich auch gleich den Starsense Autoguider.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
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Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Dieses zusätzliche kleine autarke Teleskop hat seine eigene Kamera fest verbaut. Ist es mit dem Origin verbunden, wird es mit Strom versorgt und liefert im Gegenzug Daten an den Steuercomputer des Teleskops. Der Autoguider nimmt ein Weitfeld-Bild des Himmels auf und verfolgt dort möglichst exakt die Bewegung bestimmter Sterne. Dadurch werden Ungenauigkeiten bei der Nachführung erkannt und können korrigiert werden. Das ermöglicht sehr genau geführte Langzeitbelichtungen.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
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Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
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Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
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Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Die Integration in die Origin App ist extrem einfach, denn das System erkennt den Autoguider und nutzt ihn automatisch.

Das modulare Konzept ist im Moment einzigartig auf dem Markt der Smart-Teleskope. Einzelne Teile können ausgetauscht und ergänzt werden, um das System auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten. Gerade bei einem doch sehr hohen Einstiegspreis müssen Kunden so nicht das komplette Gerät nach wenigen Jahren austauschen.

Einen EQ-Modus gibt es zwar auch für andere Smart-Teleskope, allerdings sind diese deutlich kleiner und leichter. Das macht es technisch einfacher. Das Origin ist das erste große Teleskop, das diese Möglichkeit der langen Belichtungszeiten anbietet.

Dazu kommt das Autoguiding-System, das die Genauigkeit bei langen Einzelbelichtungen verbessert. Das macht das Origin zu einem professionellen Astrofotografie Set-up.

Das Stativ und die Montierung sind massiv und stabil und auch für größere Teleskope geeignet. Da es keine speziellen Komponenten für das Origin-Teleskop sind, kann die Montierung auch mit anderen Teleskopen verwendet werden, was zusätzliche Investitionen erspart.

Die Möglichkeit, unterschiedliche Kameras und Filter zu verwenden, spricht ebenfalls für die Flexibilität des Systems.

Die Software unterstützt aktiv das Erstellen von Kalibrierungsbildern wie Dark- und Flatframes, die bei der professionellen Bearbeitung der Bilddaten helfen.

Was noch nicht so gut funktioniert

Die Hardware des Celestron Origin ist solide, aber die Software hat auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial. Das Origin ist ein komplexes Gerät mit sehr vielen Einstellungsmöglichkeiten. Gerade deshalb ist es wichtig, einen strukturierten und bestenfalls nach Erfahrungsgrad (Einsteiger, Fortgeschrittene, Experten) gefilterten Zugang zu geben. Einstellungen, deren Sinn ein Nutzer (noch) nicht versteht, sollte er auch erst einmal nicht anpassen.

Im aktuellen Zustand ist die Steuerung eher verwirrend. Für erfahrene Nutzerinnen fehlen dagegen Funktionen wie ein Mosaik-Modus, bei dem das Bildfeld durch überlappende Aufnahmen vergrößert wird. Das kann man auch von Hand durch Anpassen des Framings in der Kameraansicht machen, aber das ist recht umständlich.

Auch das Erstellen der Zeitpläne ist noch recht rudimentär.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
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Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
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Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
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Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
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Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Eine weitere Funktion, die erfahrene Anwender vermissen werden, ist das sogenannte Dithering. Dabei wird zwischen den Einzelaufnahmen das Teleskop um wenige Pixel bewegt, damit nicht immer die gleichen Kamerapixel die exakt gleiche Stelle vom Himmel aufnehmen. Das reduziert das Bildrauschen und verhindert typische Rauschmuster im Bild (Walking Noise).

Auch die generelle Stabilität der App lässt noch zu wünschen übrig. In einem Fall ließ sich das Teleskop erst nach einem Reboot initialisieren. Davor kam es immer wieder zu einem Fehler. Hat man den Nebelfilter installiert und das in der App eingestellt, fragt die App extrem häufig nach, ob der Filter noch installiert ist. Das ist eher störend als hilfreich.

Der Zugriff auf die gespeicherten Daten des Teleskops erfolgt durch Anschließen eines USB-Sticks an den verbauten Raspberry Pi. In der App können dann die Ordner der einzelnen Aufnahme Sessions kopiert werden. Allerdings gibt es keine richtige Fortschrittsanzeige oder Bestätigung für den Kopiervorgang. Auch die deutsche Übersetzung ist hier teilweise missverständlich.

Das Celestro Origin kostet in der Vollausstattung beim Hersteller derzeit rund 7.000 Euro.

Fazit

Das erste Smart-Teleskop von Celestro hinterlässt einen durchwachsenen Eindruck. Auf der einen Seite erweitert es bewährte Hardware für die Astronomie und Astrofotografie um ein großes Maß an Automatisierung, womit Celestron auch Unerfahrene ansprechen will. Die Modularität verspricht einfache zukünftige Updates der Hardware und die Möglichkeit, das System an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Hohe Komplexität

Das geht allerdings mit einer deutlich größeren Komplexität einher als bei allen anderen Smart-Teleskopen auf dem Markt. Damit stellt sich die Frage nach der Zielgruppe, denn der Schritt ist nicht mehr weit zu einem selbst zusammengestellten Set-up, das gegebenenfalls preiswerter und noch flexibler bei gleicher Komplexität ist – zumal noch einige Funktionen fehlen, die für den professionellen Einsatz wichtig oder zumindest wünschenswert sind.

Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 1/24: Montierung des Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
Bild 2/24: Raspberry Pi (Bild: Mario Keller)
AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Bild 3/24: AUX-Anschlüsse (Bild: Mario Keller)
Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Bild 4/24: Lieferung mit Größenvergleich. Das Bild zeigt den kompletten Lieferumfang inkl. der optionalen Komponenten mit dem im Moment kleinsten Smart-Teleskop, dem Dwarf Mini, als Größenvergleich. (Bild: Mario Keller)
Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Bild 5/24: Alt-AZ-Aufbau (Bild: Mario Keller)
Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Bild 6/24: Kamera und Filterhalter (Bild: Mario Keller)
Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bild 7/24: Origin aufgebaut (Bild: Mario Keller)
Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Bild 8/24: Bedienoberfläche (Bild: Mario Keller)
Suche (Bild: Mario Keller)
Bild 9/24: Suche (Bild: Mario Keller)
Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 10/24: Suche 2 (Bild: Mario Keller)
Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Bild 11/24: Heute Nacht (Bild: Mario Keller)
Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Bild 12/24: Kameraeinstellungen (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Bild 13/24: Aufnahme 1 (Bild: Mario Keller)
Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Bild 14/24: Aufnahme 2 (Bild: Mario Keller)
Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Bild 15/24: Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege   (Bild: Mario Keller)
Bild 16/24: Stativ mit Polhöhenwiege (Bild: Mario Keller)
Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Bild 17/24: Stativ mit Polhöhenwiege und Montierung (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Bild 18/24: Polausrichtung Stativ (Bild: Mario Keller)
Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Bild 19/24: Polausrichtung App (Bild: Mario Keller)
Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Bild 20/24: Kamera am Teleskopende (Bild: Mario Keller)
Autoguider (Bild: Mario Keller)
Bild 21/24: Autoguider (Bild: Mario Keller)
Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Bild 22/24: Guiding-Daten (Bild: Mario Keller)
Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Bild 23/24: Mosaik Veil-Nebel (Bild: Mario Keller)
Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Bild 24/24: Aufnahme der Celestron Origin (Bild: Mario Keller)

Für Einsteiger ist das Origin durchaus nutzbar, aber die Lernkurve ist deutlich steiler als bei kleineren, monolithischen Geräten. Dafür kann man über lange Zeit mit dem Gerät sein Wissen und seine Fertigkeiten entwickeln.

Unausgereifte Software

Erfahrene Nutzerinnen finden ein schnelles RASA-Teleskop mit einer vereinfachten Steuerung per App und fertig zusammengestellten Komponenten für die Astrofotografie, allerdings mit einigen Einschränkungen, die allerdings per Software behoben werden können.

Die Software selbst ist im Moment noch der größte Schwachpunkt des Systems, hier kann der Hersteller noch deutlich nachbessern. Das kommt dann aber auch allen aktuellen Nutzern zugute.

Gute Bildqualität

Bleibt die Frage nach der Qualität der Bilder und ob diese den stolzen Preis rechtfertigen. Das liegt wortwörtlich im Auge des Betrachters. Im Test hat sich jedenfalls gezeigt, wie schnell das Teleskop aufgrund des kleinen Öffnungsverhältnisses Licht sammelt. Das ermöglicht sehr tiefe Deep-Sky-Aufnahmen und macht es auch für das Aufspüren und Beobachten von sehr lichtschwachen Objekten wie Asteroiden und Kometen interessant.

Die Bildqualität direkt aus der App ist gut, aber nicht viel besser als die Ergebnisse der preiswerteren Smart-Teleskope. Die Stärke liegt hier in den Rohdaten und der Möglichkeit, diese auf dem eigenen Rechner zu verarbeiten.

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  • 08. Februar 2026 um 09:00

Anzeige: IT-Jobs in Administration, Entwicklung und Digitalprojekten

Von Golem Karrierewelt
Von Satellitensystemen bis Smart-Home-Gateways: Sechs IT- und Digitaljobs in Admin, Entwicklung, Security, Funktechnik und KI.
Bild: Golem

Digitale Infrastrukturen werden gleichzeitig komplexer und sicherheitskritischer – von klassischen Betriebsaufgaben bis zu vernetzten Produktplattformen und KI-gestützten Prozessen. Entsprechend gefragt sind Spezialisten, die Systeme stabil betreiben, Schnittstellen entwickeln oder Technologien strategisch weiterdenken.

Im Golem Jobmarkt finden sich aktuelle Positionen in Forschungseinrichtungen, öffentlichen Institutionen und technologieorientierten Unternehmen.

Sechs Positionen im Überblick

Die folgende Auswahl zeigt aktuelle Stellen mit unterschiedlichen Schwerpunkten:

  • IT-Systemadministrator / IT-Systemadministratorin auf Hochschulniveau (w/m/d) : Der Bundesnachrichtendienst (BND) sucht für den Großraum Bonn (Bonn/Köln) Verstärkung für Instandhaltung, Auswertung, Modifikationen und Upgrades von IT-Systemen (Soft-/Hardware), inklusive Qualitätssicherung; Schichtdienst und Sicherheitsüberprüfung (Ü3) sind vorgesehen (Bewerbungsschluss: 26.02.2026).
  • Softwareentwickler Backend (m/w/d) : boTec GmbH in Wiesbaden entwickelt Backend-Komponenten für eine Enterprise-Integrationsplattform – mit APIs, Interface Services, Datenpersistenz sowie Fokus auf Performance und Security; eingesetzt werden u. a. Typescript, C#, relationale Datenbanken, Docker, Kubernetes sowie AWS/Azure (hybrides Arbeiten).
  • Softwareentwickler (m/w/d) : Paulmann Licht GmbH (Springe/Völksen, mobiles Arbeiten) sucht für das Smart-Home-Team Unterstützung bei Pflege und Weiterentwicklung des Licht-Systems "smik", insbesondere Gateway und Cloudanbindung; gefragt sind sehr gute Kenntnisse in Java und Rust sowie Erfahrung mit CI/CD, Linux/Yocto und optional KI-Integration.
  • Nachrichtentechniker/-innen (m/w/d) für die operative Einsatztechnik : Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in Köln plant und betreibt im Produktmanagement Mobilkommunikation funkbasierte Systeme für den operativen Einsatz, analysiert Fehlfunktionen und koordiniert betriebsnahe Prozesse; Erfahrung mit professioneller Funktechnik (PMR) ist zentral (Bewerbungsfrist: 02.03.2026).
  • Digitalmanager mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz und Prozessinnovation (m/w/d) : TourismusMarketing Niedersachsen GmbH (Hannover, Homeoffice) treibt Digitalprojekte, bewertet KI-Tools und Innovationen, betreut Websites und Anwendungen und steuert Dienstleister; gefragt sind u. a. Erfahrung mit Webtechnologien/CMS, Projektmanagement sowie die Fähigkeit, Anforderungen in KI-Use-Cases und Roadmaps zu übersetzen (zunächst auf zwei Jahre befristet).

IT-Profis finden im Golem Jobmarkt eine spezialisierte Suchumgebung für IT-Fachkräfte – mit modernen Funktionen wie einem KI-gestützten Lebenslaufgenerator, einem Tool zur automatisierten Erstellung von Anschreiben sowie einem persönlichen Job-Alarm. Stellenausschreibungen lassen sich durch intelligente Filter nach Positionen im öffentlichen Sektor, Remote-Anteil, Fachgebiet oder Branche gezielt eingrenzen.

Bei Fragen zur Nutzung des Jobmarkts oder zu den Angeboten der Golem Karrierewelt steht dir das Team werktags zwischen 8 und 18 Uhr zur Verfügung – telefonisch, per E-Mail oder direkt über unseren KI-Chatbot Klara. Alle Informationen, Tools und Weiterbildungen sind zentral über die Golem Karrierewelt erreichbar.

Weiterbildung gefällig? In der Trainingssuche der Golem Karrierewelt findest du Onlineworkshops, E-Learnings und weitere Bildungsangebote zu sämtlichen aktuellen IT-Themen wie Security, künstlicher Intelligenz oder Cloud.

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  • 08. Februar 2026 um 07:00

US-Spionagesatellit: Geheimprogramm "Jumpseat" nach Jahrzehnten enthüllt

Von Marcel Kunzmann

Marcel Kunzmann

Satellit in einer Halle

Von der NRO freigegebene Bilder des Jumpseat-Programms

(Bild: NRO)

Die US-Behörden haben Details zu einem Satellitenprogramm freigegeben, das 35 Jahre lang sowjetische Militärkommunikation abfing. Erstmals gibt es Bilder.

Die US-Spionagesatellitenbehörde National Reconnaissance Office (NRO) hat erstmals Details und Bilder [1] eines jahrzehntelang streng geheimen Überwachungsprogramms aus der Zeit des Kalten Krieges veröffentlicht. Das Programm mit dem Codenamen Jumpseat diente der elektronischen Aufklärung gegen die Sowjetunion.

"Die historische Bedeutung von Jumpseat kann nicht hoch genug eingeschätzt werden", erklärte James Outzen, Direktor des Center for the Study of National Reconnaissance bei der NRO. "Seine Umlaufbahn verschaffte den USA einen neuen Aussichtspunkt für die Sammlung einzigartiger und kritischer Signalaufklärung aus dem Weltraum."

Acht Starts zwischen 1971 und 1987

Die NRO bezeichnete Jumpseat als "erste Generation hochelliptischer Orbit-Signalerfassungssatelliten der Vereinigten Staaten". Zwischen 1971 und 1987 starteten acht Satelliten des Programms von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien aus mit Titan-IIIB-Raketen ins All. Einer der Starts scheiterte. Die Satelliten blieben bis 2006 im Einsatz.

Ihre Hauptaufgabe bestand laut NRO in der "Überwachung der Entwicklung gegnerischer offensiver und defensiver Waffensysteme". Die Satelliten fingen elektronische Emissionen und Signale ab, sammelten Kommunikationsaufklärung sowie Daten über ausländische Waffensysteme.

Die gesammelten Informationen flossen nach Angaben der NRO an das Verteidigungsministerium, die National Security Agency (NSA) und "andere nationale Sicherheitselemente".

Langsamer Flug über der Arktis

Die Jumpseat-Satelliten bewegten sich in hochelliptischen Umlaufbahnen zwischen einigen hundert Kilometern und 39.000 Kilometern Höhe. Ihre Flugbahn war so ausgerichtet, dass sie ihren höchsten Punkt über der nördlichen Hemisphäre erreichten.

Da Satelliten an diesem Punkt am langsamsten fliegen, verweilten die Jumpseat-Späher den Großteil ihrer zwölfstündigen Erdumrundung über der Arktis, Russland, Kanada und Grönland.

Diese Flugbahn ermöglichte eine dauerhafte Abdeckung der Arktis und der Sowjetunion. Die Sowjetregierung hatte bereits einige Jahre vor dem ersten Jumpseat-Start 1971 begonnen, Kommunikations- und Frühwarnsatelliten in denselben Orbittyp zu bringen. Die Sowjets nannten die Umlaufbahn Molniya, das russische Wort für Blitz.

Wie das Portal Ars Technia berichtet [2], enthüllte der investigative Journalist Seymour Hersh den Namen Jumpseat erstmals 1986 in einem Buch über den sowjetischen Abschuss von Korean Air Lines Flug 007 im Jahr 1983. Hersh schrieb, dass die Jumpseat-Satelliten "alle Arten von Kommunikation abfangen" konnten, einschließlich Sprachnachrichten zwischen sowjetischem Bodenpersonal und Piloten

Bilder zeigen trommelförmige Konstruktion

Die Raumfahrthistoriker Dwayne Day und Nicholas Watkins bezeichneten Jumpseat in einem 2020 im Space Review veröffentlichten Artikel [3] als "vielleicht den mysteriösesten" der hochfliegenden Überwachungssatelliten seiner Ära. Day und Watkins schrieben, dass die Jumpseat-Satelliten "den Stand der Technik in Bezug auf Nutzlasten, Antennen und Satellitendesign vorantrieben".

Künstlerischer Darstellung eines Jumpseat-Satelliten

Künstlerische Darstellung von Jumpseat

(Bild: NRO/X [4])

Die nun freigegebenen Bilder zeigen erstmals das genaue Aussehen der Satelliten. Sie wurden von der Hughes Aircraft Company gebaut und verwendeten eine Drehbewegung zur Stabilisierung. Die trommelartige Form der Jumpseat-Satelliten überrascht daher nicht. Auf dem oberen Deck befand sich eine Vorrichtung, die der Drehung des Satelliten entgegenwirkte und es den Antennen ermöglichte, auf Funkquellen zu zeigen.

Eine von der NRO veröffentlichte Illustration zeigt, dass die Satelliten eine vier Meter große Antenne zum Abfangen von Funksignalen trugen. Dies ist etwas kleiner als frühere Schätzungen aus öffentlichen Quellen zur Größe der Antenne. Die NRO hat nicht offengelegt, welche Arten von Signalen die Jumpseat-Satelliten genau abfingen.

Day und Watkins legten 2020 Belege vor, dass Jumpseat wahrscheinlich auch Infrarotsensoren zur Überwachung sowjetischer Raketentests und zur Frühwarnung vor einem möglichen sowjetischen Raketenangriff trug. Die NRO erwähnte diese mögliche Sekundärmission in ihrer Freigabe nicht.

Kommerzielle Anbieter überholen alte Technik

Chris Scolese, Direktor der NRO, gab im Dezember formell "bestimmte begrenzte Fakten" im Zusammenhang mit dem Jumpseat-Programm frei. Scolese schrieb, die Freigabe stehe im Einklang mit Bestimmungen einer Durchführungsverordnung, die der frühere Präsident Barack Obama 2009 unterzeichnet hatte.

Aufbau eines Jumpseat-Satelliten

Aufbau eines Jumpseat-Satelliten

(Bild: NRO [5])

"Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass die öffentliche Anerkennung begrenzter Fakten unseren aktuellen und zukünftigen Satellitensystemen nicht schadet", schrieb Scolese in einem am 4. Dezember datierten Memorandum. "Darüber hinaus steht die Anerkennung des Programms im Einklang mit unserer Verpflichtung gegenüber der amerikanischen Öffentlichkeit, durch die Freigabe historischer Programme wo möglich offen und transparent zu sein."

Die NRO werde eine vollständigere Freigabe des Jumpseat-Programms "nach Zeit und verfügbaren Ressourcen" prüfen, schrieb Scolese. Er räumte ein, dass nicht klassifizierte kommerzielle Unternehmen heute Signalaufklärungssatelliten betreiben, "deren Fähigkeiten mit Jumpseat vergleichbar, wenn nicht sogar überlegen sind".

Die Jumpseat-Satelliten wurden in Partnerschaft mit der Air Force im Rahmen eines Programms namens Project Earpop entwickelt. Die ersten elektronischen Überwachungssatelliten der Regierung flogen in niedrigen Erdumlaufbahnen, wo sie bei jedem Überflug weniger als 15 Minuten in Reichweite sowjetischen Territoriums verbrachten.

Nachfolger bleiben geheim

Die Freigabe des Jumpseat-Programms folgt auf die Deklassifizierung mehrerer anderer Spionagesatelliten aus der Zeit des Kalten Krieges. Dazu gehören die Corona-Serie von Fotoaufklärungssatelliten der CIA aus den 1960er Jahren, die die Regierung 30 Jahre später offiziell anerkannte.

Die NRO gab 2011 zwei weitere optische Spionagesatellitenprogramme mit den Codenamen Gambit und Hexagon frei, die von den 1960er bis in die 1980er Jahre starteten. Zuletzt wurde 2023 ein Marineüberwachungsprogramm namens Parcae enthüllt.

Laut öffentlichen Quellen begann die NRO 1994 mit dem Start einer neuen Generation hochfliegender Abhörsatelliten namens Trumpet, doch Details bleiben klassifiziert. Die Behörde hat auch eine separate Serie von Abhörsatelliten in geostationärer Umlaufbahn über dem Äquator mit enormen Netzantennen gestartet, zusammen mit busgroßen erdgerichteten Teleskopen, die jeden Ort der Welt beobachten können.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11162755

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.nro.gov/news-media-featured-stories/news-media-archive/News-Article/Article/4392223/declassifying-jumpseat-an-american-pioneer-in-space/
[2] https://arstechnica.com/space/2026/01/us-spy-satellite-agency-declassifies-high-flying-cold-war-listening-post/
[3] https://www.thespacereview.com/article/4096/1
[4] https://x.com/planet4589/status/2016662675523015152
[5] https://www.nro.gov/news-media-featured-stories/news-media-archive/News-Article/Article/4392223/declassifying-jumpseat-an-american-pioneer-in-space/

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  • 08. Februar 2026 um 08:00

Störungsmeldung vom 06.02.2026 12:00

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
06.02.2026 12:00
Region
Krefeld (02151)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

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  • 06. Februar 2026 um 12:00

Freiwillige Chatkontrolle: EU-Parlament plant nächste Frist-Verlängerung

Von Heise

(Bild: Henk Vrieselaar/Shutterstock.com)

Eigentlich sollten anlasslose Scans privater Nachrichten längst Geschichte sein. Doch die EU-Institutionen treiben die nächste Verlängerung der Maßnahme voran.

Das verdachtsunabhängige Scannen privater Online-Kommunikation war ursprünglich als einmalige Sonderregelung gedacht. Nun soll die entsprechende freiwillige Chatkontrolle [1] schon zum zweiten Mal verlängert werden – trotz heftiger Kritik an der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme [2]. Damit zeichnet sich ab, dass das Provisorium zum Dauerzustand werden dürfte: Die EU-Kommission, die Mitgliedstaaten und Verhandlungsführer des Parlaments drängen auf eine erneute Fortschreibung der Vorgabe im Kampf gegen die Verbreitung von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs.

Die Kommission [3] und der Ministerrat wollen die Frist für die Befugnis pauschal um rund zwei Jahre verlängern [4] – bis zum 3. April 2028. Federführende EU-Abgeordnete versuchen nun zumindest, die Frist auf ein Jahr zu begrenzen und die Scans auf bereits bekanntes Missbrauchsmaterial zu beschränken. Generell steht damit das digitale Briefgeheimnis in Europa erneut am Scheideweg, während die Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung im Rahmen der seit Jahren umkämpften Verordnung zum Einschränken von Darstellungen sexueller Gewalt an Kindern feststecken [5].

Die Vertraulichkeit digitaler Nachrichten ist in der EU eigentlich rechtlich fest verankert. Die Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation aus dem Jahr 2002 schützt die Privatsphäre der Bürger und untersagt das Überwachen von Inhalten ohne die ausdrückliche Einwilligung der Betroffenen. Doch seit 2021 hebelt eine „vorübergehende Ausnahme“ diesen Schutz aus [6]. Sie erlaubt es Internet-Dienstleistern wie Meta, Google, Microsoft oder Snapchat, die privaten Chats, Bilder und Metadaten ihrer Nutzer automatisiert zu durchleuchten, um Missbrauchsmaterial zu finden. Diese Übergangsbestimmung war ursprünglich auf drei Jahre befristet, wurde aber bereits im April 2024 einmal verlängert [7]. Nun steht die zweite Runde an.

Politische Sackgasse und mangelnde Faktenlage

Die zuständige Berichterstatterin im EU-Parlament, Birgit Sippel, hat ihrem Entwurf [8] eine ungewöhnlich kritische Stellungnahme [9] beigefügt. Die SPD-Politikerin bemängelt darin deutlich, dass die eigentlich außergewöhnliche Maßnahme zur Routine wird, nur weil die Verhandlungen zur sogenannten CSA-Verordnung seit 2022 nicht vorankommen. Sippel schlägt daher vor, zumindest auf die fehleranfälligsten Technologien zu verzichten.

In ihrem Papier fordert die Sozialdemokratin, das Scannen von Textnachrichten sowie die automatisierte Bewertung von bisher unbekanntem Bildmaterial künftig zu unterlassen. Stattdessen sollen Anbieter nur noch nach bereits bekannten Inhalten suchen dürfen, die über eindeutige digitale Fingerabdrücke, sogenannte Hash-Werte, identifiziert werden können.

Auch der EU-Datenschutzbeauftragte kritisiert seit Jahren, hier werde in ein Grundrecht eingegriffen, ohne dass die Notwendigkeit belegt sei. Dennoch soll die Abstimmung im Parlament bereits im März erfolgen, da die Befürworter eine „Schutzlücke“ befürchten, sollte die bisherige Erlaubnis im April 2026 einfach auslaufen.

Ineffizienz und Kriminalisierungsgefahr

In der Praxis zeigt sich ein problematisches Bild, das die Argumente der Befürworter konterkariert. Laut Zahlen des Bundeskriminalamts war 2024 fast die Hälfte der gemeldeten Inhalte – rund 100.000 Chats – strafrechtlich völlig irrelevant. Oft handelte es sich um harmlose Strandfotos oder jugendtypisches "Sexting" unter Minderjährigen. Statt organisierte Täterringe zu sprengen, dürfte das automatisierte Verfahren so dazu beitragen, dass die Ermittlungsbehörden in einer Flut von Datenmüll ertrinken.

Etwa 40 Prozent der Verfahren richten sich mittlerweile gegen Jugendliche, nicht gegen kriminelle Netzwerke. Diese Ressourcen fehlen den Ermittlern an anderer Stelle, etwa bei der proaktiven Suche im Darknet oder bei gezielten Ermittlungen gegen bekannte Verdächtige.

Bürgerrechtler wie der frühere EU-Abgeordnete Patrick Breyer warnen vor einem „Ende des digitalen Briefgeheimnisses auf Raten“. Solange die freiwillige Chatkontrolle immer wieder verlängert werde, so Breyer, fehle der Druck auf die EU-Staaten, sich auf moderne Sicherheitsstandards wie „Security by Design“ einzulassen. Dabei könnten Apps so voreingestellt werden, dass eine Kontaktaufnahme durch Fremde („Grooming“) erschwert wird, ohne die private Kommunikation aller Bürger pauschal zu überwachen.

Im EU-Parlament besteht jetzt noch Gelegenheit, durch Änderungsanträge am Sippel-Entwurf zumindest die gröbsten Auswüchse der Massenüberwachung zu verhindern. Bündnisse wie „Chatkontrolle stoppen“ rufen dazu auf, die Volksvertreter direkt zu kontaktieren [10], bevor im März die Würfel fallen.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/EU-Kommission-wertet-freiwillige-Chatkontrolle-als-Erfolg-doch-Daten-fehlen-9579886.html
[2] https://www.heise.de/news/Cybersicherheitsexperten-Auch-freiwillige-Chatkontrolle-gefaehrdet-Grundrechte-11085438.html
[3] https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:52025PC0797
[4] https://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-5761-2026-INIT/en/pdf
[5] https://www.heise.de/news/EU-rueckt-von-Chatkontrolle-ab-11092696.html
[6] https://www.heise.de/news/EU-Parlament-erlaubt-flaechendeckende-Scans-nach-Kinderpornografie-6130267.html
[7] https://www.heise.de/news/EU-Parlament-verlaengert-freiwillige-Chatkontrolle-durch-US-Konzerne-9622821.html
[8] https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/LIBE-PR-784310_EN.pdf
[9] https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/LIBE-PR-784310_EN.pdf#page=21
[10] https://fightchatcontrol.eu
[11] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[12] mailto:jo@ct.de

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  • 07. Februar 2026 um 18:55

Kryptobörse verschenkt versehentlich 44 Milliarden Dollar

Von Heise

(Bild: Ormalternative / Shutterstock.com)

Folgenschwere Panne bei einer Werbeaktion der südkoreanischen Kryptowährungsbörse Bithumb: Durch einen Fehler erhielten 695 Nutzer je mindestens 2000 Bitcoin.

Die südkoreanische Kryptowährungsbörse Bithumb hat am Freitag bei einer Werbeaktion einen folgenschweren Fehler gemacht: Statt Bargeldprämien von 2000 koreanischen Won (etwa 1,40 Dollar) verteilte die Plattform mindestens 2000 Bitcoin pro Gewinner. Insgesamt wurden rund 620.000 Bitcoin im Wert von rund 44 Milliarden Dollar versehentlich an 695 Nutzer ausgezahlt.

Laut Bithumb handelte es sich um einen Eingabefehler beim Auszahlungsprozess. Die Börse sperrte nach eigenen Angaben innerhalb von 35 Minuten den Handel und Auszahlungen für die betroffenen Konten. Bis Samstag hatte Bithumb nach eigenen Angaben 99,7 Prozent der fälschlicherweise gutgeschriebenen Bitcoin (618.212 BTC) zurückgeholt.

Der Vorfall löste auf der Plattform einen kurzzeitigen Bitcoin-Crash aus. Viele Empfänger versuchten sofort, die unverhofften Bitcoin zu verkaufen. Der Preis der Crypto-Währung stürzte auf Bithumb zeitweise um 17 Prozent von etwa 104,5 Millionen Won auf 81,1 Millionen Won ab, bevor sich der Kurs wieder erholte. Auf anderen internationalen Börsen blieb der Bitcoin-Preis weitgehend stabil, da der Verkaufsdruck lokal begrenzt war.

Bithumb betonte, dass der Vorfall nicht auf externe Hacker oder Sicherheitslücken zurückzuführen sei. Keine fehlerhaften Bitcoin-Auszahlungen seien auf externe Wallets transferiert worden, das Kundenvermögen sei sicher verwahrt geblieben. Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde FSC reagierte mit einer Notfallsitzung. Sie kündigte an, die internen Kontrollsysteme von Bithumb und anderen Kryptobörsen zu überprüfen und bei Unregelmäßigkeiten Vor-Ort-Inspektionen durchzuführen.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[2] mailto:jo@ct.de

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  • 07. Februar 2026 um 17:59

Freiwillige Chatkontrolle: EU-Parlament plant nächste Frist-Verlängerung

Von Heise

(Bild: Henk Vrieselaar/Shutterstock.com)

Eigentlich sollten anlasslose Scans privater Nachrichten längst Geschichte sein. Doch die EU-Institutionen treiben die nächste Verlängerung der Maßnahme voran.

Das verdachtsunabhängige Scannen privater Online-Kommunikation war ursprünglich als einmalige Sonderregelung gedacht. Nun soll die entsprechende freiwillige Chatkontrolle [1] schon zum zweiten Mal verlängert werden – trotz heftiger Kritik an der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme [2]. Damit zeichnet sich ab, dass das Provisorium zum Dauerzustand werden dürfte: Die EU-Kommission, die Mitgliedstaaten und Verhandlungsführer des Parlaments drängen auf eine erneute Fortschreibung der Vorgabe im Kampf gegen die Verbreitung von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs.

Die Kommission [3] und der Ministerrat wollen die Frist für die Befugnis pauschal um rund zwei Jahre verlängern [4] – bis zum 3. April 2028. Federführende EU-Abgeordnete versuchen nun zumindest, die Frist auf ein Jahr zu begrenzen und die Scans auf bereits bekanntes Missbrauchsmaterial zu beschränken. Generell steht damit das digitale Briefgeheimnis in Europa erneut am Scheideweg, während die Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung im Rahmen der seit Jahren umkämpften Verordnung zum Einschränken von Darstellungen sexueller Gewalt an Kindern feststecken [5].

Die Vertraulichkeit digitaler Nachrichten ist in der EU eigentlich rechtlich fest verankert. Die Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation aus dem Jahr 2002 schützt die Privatsphäre der Bürger und untersagt das Überwachen von Inhalten ohne die ausdrückliche Einwilligung der Betroffenen. Doch seit 2021 hebelt eine „vorübergehende Ausnahme“ diesen Schutz aus [6]. Sie erlaubt es Internet-Dienstleistern wie Meta, Google, Microsoft oder Snapchat, die privaten Chats, Bilder und Metadaten ihrer Nutzer automatisiert zu durchleuchten, um Missbrauchsmaterial zu finden. Diese Übergangsbestimmung war ursprünglich auf drei Jahre befristet, wurde aber bereits im April 2024 einmal verlängert [7]. Nun steht die zweite Runde an.

Politische Sackgasse und mangelnde Faktenlage

Die zuständige Berichterstatterin im EU-Parlament, Birgit Sippel, hat ihrem Entwurf [8] eine ungewöhnlich kritische Stellungnahme [9] beigefügt. Die SPD-Politikerin bemängelt darin deutlich, dass die eigentlich außergewöhnliche Maßnahme zur Routine wird, nur weil die Verhandlungen zur sogenannten CSA-Verordnung seit 2022 nicht vorankommen. Sippel schlägt daher vor, zumindest auf die fehleranfälligsten Technologien zu verzichten.

In ihrem Papier fordert die Sozialdemokratin, das Scannen von Textnachrichten sowie die automatisierte Bewertung von bisher unbekanntem Bildmaterial künftig zu unterlassen. Stattdessen sollen Anbieter nur noch nach bereits bekannten Inhalten suchen dürfen, die über eindeutige digitale Fingerabdrücke, sogenannte Hash-Werte, identifiziert werden können.

Auch der EU-Datenschutzbeauftragte kritisiert seit Jahren, hier werde in ein Grundrecht eingegriffen, ohne dass die Notwendigkeit belegt sei. Dennoch soll die Abstimmung im Parlament bereits im März erfolgen, da die Befürworter eine „Schutzlücke“ befürchten, sollte die bisherige Erlaubnis im April 2026 einfach auslaufen.

Ineffizienz und Kriminalisierungsgefahr

In der Praxis zeigt sich ein problematisches Bild, das die Argumente der Befürworter konterkariert. Laut Zahlen des Bundeskriminalamts war 2024 fast die Hälfte der gemeldeten Inhalte – rund 100.000 Chats – strafrechtlich völlig irrelevant. Oft handelte es sich um harmlose Strandfotos oder jugendtypisches "Sexting" unter Minderjährigen. Statt organisierte Täterringe zu sprengen, dürfte das automatisierte Verfahren so dazu beitragen, dass die Ermittlungsbehörden in einer Flut von Datenmüll ertrinken.

Etwa 40 Prozent der Verfahren richten sich mittlerweile gegen Jugendliche, nicht gegen kriminelle Netzwerke. Diese Ressourcen fehlen den Ermittlern an anderer Stelle, etwa bei der proaktiven Suche im Darknet oder bei gezielten Ermittlungen gegen bekannte Verdächtige.

Bürgerrechtler wie der frühere EU-Abgeordnete Patrick Breyer warnen vor einem „Ende des digitalen Briefgeheimnisses auf Raten“. Solange die freiwillige Chatkontrolle immer wieder verlängert werde, so Breyer, fehle der Druck auf die EU-Staaten, sich auf moderne Sicherheitsstandards wie „Security by Design“ einzulassen. Dabei könnten Apps so voreingestellt werden, dass eine Kontaktaufnahme durch Fremde („Grooming“) erschwert wird, ohne die private Kommunikation aller Bürger pauschal zu überwachen.

Im EU-Parlament besteht jetzt noch Gelegenheit, durch Änderungsanträge am Sippel-Entwurf zumindest die gröbsten Auswüchse der Massenüberwachung zu verhindern. Bündnisse wie „Chatkontrolle stoppen“ rufen dazu auf, die Volksvertreter direkt zu kontaktieren [10], bevor im März die Würfel fallen.


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[1] https://www.heise.de/news/EU-Kommission-wertet-freiwillige-Chatkontrolle-als-Erfolg-doch-Daten-fehlen-9579886.html
[2] https://www.heise.de/news/Cybersicherheitsexperten-Auch-freiwillige-Chatkontrolle-gefaehrdet-Grundrechte-11085438.html
[3] https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:52025PC0797
[4] https://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-5761-2026-INIT/en/pdf
[5] https://www.heise.de/news/EU-rueckt-von-Chatkontrolle-ab-11092696.html
[6] https://www.heise.de/news/EU-Parlament-erlaubt-flaechendeckende-Scans-nach-Kinderpornografie-6130267.html
[7] https://www.heise.de/news/EU-Parlament-verlaengert-freiwillige-Chatkontrolle-durch-US-Konzerne-9622821.html
[8] https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/LIBE-PR-784310_EN.pdf
[9] https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/LIBE-PR-784310_EN.pdf#page=21
[10] https://fightchatcontrol.eu
[11] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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  • 07. Februar 2026 um 18:55

Dauerkrise in Deutschland: Warum sinkende Inflation die Sorgen nicht lindert

Von Thomas Pany

Thomas Pany

Kunden in der Schlange vor der Supermarktkasse

Bild: Shutterstock.com

Fast eine Billion Euro Verlust, Lebensmittel deutlich teurer: Zwischen Statistik und Alltag bleibt Deutschland im Krisenmodus.

Seit 2020 reiht sich eine Krise an die nächste: Pandemie, Ukraine-Krieg, Energiepreisschock, Zollstreit mit den USA.

Deutschland hat seit 2020 wirtschaftliche Einbußen in Höhe von 940 Milliarden Euro erlitten.

Das entspricht einem Wertschöpfungsverlust von über 20.000 Euro pro Erwerbstätigem, wie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) [1] berechnet hat. Ein Viertel dieser Summe entfällt allein auf das Jahr 2025 – eine Summe, die frühere Krisen deutlich übertrifft.

Krisenkette seit 2020

Die Bundesbank [2] prognostiziert nach Angaben ihrer Website für 2026 ein Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent, für 2027 von 1,3 Prozent. Bundesbankpräsident Joachim Nagel rechnet erst ab dem zweiten Quartal 2026 mit einer merklichen Erholung. Getrieben wird diese demnach vor allem durch Staatsausgaben und eine Belebung der Exporte.

Das IW hat die tatsächliche Wirtschaftsentwicklung mit einem kontrafaktischen Verlauf verglichen [3], der sich am langfristigen Wachstumstrend der Jahre 1991 bis 2019 orientiert.

Die Methodik basiert auf preis- und saisonbereinigten Daten zum realen Bruttoinlandsprodukt, wie das IW in seiner Pressemitteilung [4] erläutert. Die ausgewiesenen Verluste ergeben sich aus der aufsummierten Abweichung beider Verläufe.

Inflation sinkt – Preisniveau bleibt

Die Inflationsrate liegt laut Statistischem Bundesamt [5] wieder bei rund zwei Prozent. Im Dezember 2025 betrug sie 1,8 Prozent, im Jahresdurchschnitt 2025 lag sie bei 2,2 Prozent.

Doch sinkende Inflation bedeutet nicht sinkende Preise, sondern nur langsamer steigende. Im Fünf-Jahres-Vergleich [6] liegen die Verbraucherpreise insgesamt rund 23 Prozent höher als 2020, Lebensmittelpreise sogar 37 Prozent höher.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband [7] (vzbv) berichtete kürzlich, dass 58 Prozent der Verbraucher sich große oder eher große Sorgen wegen der Lebenshaltungskosten machen. Besonders deutlich zeigt sich der Druck im Bereich Lebensmittel: Gut zwei Drittel (68 Prozent) geben an, dass sie hier die Preissteigerungen am stärksten spüren.

Supermarkt als Krisenbarometer

Eine Rentnerin aus Hessen führt seit über 40 Jahren penibel ein Haushaltsbuch. Ihr Mustereinkaufskorb mit zehn Alltagsartikeln kostete 2019 noch 12,05 Euro, heute zahlt sie 19,25 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 60 Prozent, wie die Tagesschau [8] anhand dieses exemplarischen Einzelfalls berichtet.

Die Verbraucherzentrale [9] machte Anfang Januar einen elementaren Punkt der aktuellen Wahrnehmung in der Bevölkerung deutlich: Menschen reagieren auf Preisschilder, nicht auf Inflationsraten.

Der Supermarkt ist für viele zum Krisenbarometer geworden. Mehrere Preisschocks in kurzer Zeit verändern Erwartungen: Wer wiederholt starke Preissprünge erlebt, rechnet innerlich mit dem nächsten.

Löhne holen nur langsam auf

Die Reallöhne lagen im ersten Quartal 2025 nur um 1,2 Prozent höher als im Vorjahresquartal, meldete das Statistische Bundesamt [10] im Juni vergangenen Jahres. Die Nominallöhne stiegen um 3,6 Prozent. Das ist der schwächste Anstieg seit 2022. Verantwortlich dafür sei vor allem der Wegfall der Inflationsausgleichsprämie.

Dagegen bezifferte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung die nominale Tariflohnsteigerung für 2025 auf durchschnittlich 2,6 Prozent [11].

Preisbereinigt ergibt sich damit ein realer Zuwachs von 0,4 Prozent. Das Niveau der Tariflöhne liegt damit aber weiterhin unter dem Spitzenwert des Jahres 2020. Die realen Verluste aus den Jahren 2021 bis 2023 mit hohen Inflationsraten seien noch immer nicht vollständig ausgeglichen.

Strukturelle Herausforderungen

Die Bundesbank schätzt, dass das Potenzialwachstum der deutschen Wirtschaft nur noch bei 0,4 Prozent pro Jahr liegt. Bundesbankpräsident Nagel betont, dass breitere strukturelle Reformen nötig wären, um dies nachhaltig zu stärken. Der Fachkräftemangel führe zu zunehmender Arbeitsmarktknappheit.

"Die laufende Dekade ist bislang von außergewöhnlichen Schocks und gewaltigen ökonomischen Anpassungslasten geprägt, die mittlerweile das Belastungsniveau früherer Krisen deutlich übertreffen."

IW-Forscher Michael Grömling [12]

Die ökonomischen Kosten der Stagnationsperiode 2001 bis 2004 lagen preisbereinigt bei rund 360 Milliarden Euro, für die Finanzmarktkrise 2008/2009 bei rund 525 Milliarden Euro.

Vertrauen als eigentliche Herausforderung

Die wirtschaftlichen Schäden durch Pandemie, Krieg und geopolitische Spannungen sind real. Doch ebenso real ist die Frage, ob Deutschland strukturell krisenanfälliger geworden ist – oder ob sich historische Ausnahmelagen nur verdichten. Die offiziellen Daten senden inzwischen vorsichtige Stabilisierungssignale. Das Krisengefühl jedoch bleibt.

Darin läge die Herausforderung: Nicht nur Wachstum und Inflation zu steuern, sondern Vertrauen zurückzugewinnen – in Planbarkeit, Berechenbarkeit und wirtschaftliche Normalität.

Ökonomisch lässt sich jede dieser Krisen erklären: Pandemie als externer Schock, Krieg als geopolitische Zäsur, Handelskonflikte als politisches Kalkül. In Tabellen werden sie zu Prozentpunkten, in Modellen zu Abweichungen vom Trend.

Im Alltag verdichten sie sich zu etwas anderem: zu einem brüchigen Gefühl von Normalität. Wenn Preise binnen weniger Jahre um ein Drittel steigen, wenn Energie, Miete, Lebensmittel gleichzeitig teurer werden, dann verändert das nicht nur Budgets, sondern besonders die Erwartungen.

Stabilisierung wirkt dann nicht wie Entspannung, sondern wie das Einfrieren auf höherem Niveau. Die eigentliche Krise ist womöglich weniger die aktuelle Inflationsrate als der Verlust an Selbstverständlichkeit – die Ahnung, dass wirtschaftliche Ruhe kein verlässlicher Zustand mehr ist, sondern nur eine Pause zwischen den nächsten Ausschlägen.


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[1] https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Kurzberichte/PDF/2026/IW-Kurzbericht_2026-Kosten-der-Krise.pdf
[2] https://www.bundesbank.de/en/press/press-releases/bundesbank-s-forecast-for-germany-economy-will-gradually-recover-965032
[3] https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Kurzberichte/PDF/2026/IW-Kurzbericht_2026-Kosten-der-Krise.pdf
[4] https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/michael-groemling-dauerkrisen-kosten-deutschland-fast-eine-billion-euro.html
[5] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/01/PD26_019_611.html
[6] https://www.tagesschau.de/wirtschaft/lebensmittelpreise-preismacht-einzelhandel-100.html
[7] https://www.vzbv.de/meldungen/mehrheit-sorgt-sich-wegen-steigender-lebenshaltungskosten
[8] https://www.tagesschau.de/wirtschaft/lebensmittelpreise-preismacht-einzelhandel-100.html
[9] https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/lebensmittelproduktion/steigende-lebensmittelpreise-fakten-ursachen-tipps-71788
[10] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/06/PD25_202_62321.html
[11] https://idw-online.de/de/news863407
[12] https://www.iwkoeln.de/studien/michael-groemling-oekonomische-kosten-der-krisen-in-deutschland.html

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  • 07. Februar 2026 um 16:00

Schloss Krieblowitz: Wo "General Vorwärts" seinen letzten Frieden fand

Von Sabine Küster-Reeck

Sabine Küster-Reeck

Ansichten von Schloss Krieblowitz

Ansichten von Schloss Krieblowitz. Bilder: Sabine Küster-Reeck

Der berühmte Feldherr, General Blücher, besiegte Napoleon – und fand sein Grab in Schlesien. Doch seit 1945 ist sein Leichnam spurlos verschwunden.

"Wir ziehen, wo der Finger der Vorhersehung uns zeiget."

Gebhard Leberecht von Blücher vor seinem Ritt in die Völkerschlacht von Leipzig

Das Schloss Krieblowitz, oder "Pałac Krobielowice", wie es jetzt auf Polnisch heißt, liegt inmitten einer weitläufigen, romantischen Parkanlage, unweit der Stadt Breslau, heute Wrocław. Im Baustil der Renaissance errichtet, wirkt es überhaupt nicht "preußisch-nüchtern". Im Gegenteil, wirkt doch das schöne Schloss mit seinen aparten Wandelgängen und den zahlreichen Säulen, die das ganze Gebäude umrunden, beinahe ein wenig orientalisch.

Mit ein wenig Fantasie ausgestattet, stellt sich der Betrachter vor, wie hier einst der Besitzer und gleichzeitig einer der berühmtesten Feldmarschälle der preußischen Geschichte, seinen Verdauungsspaziergang unternahm: Gebhard Leberecht von Blücher, seit 1814 Fürst Blücher von Wahlstatt, geboren am 16. Dezember 1742 in Rostock, wurde als Befehlshaber in den Schlachten der Befreiungskriege gegen Napoleon Bonaparte zu einer Berühmtheit.

"General Vorwärts", wie er auch respektvoll von seinen Untergebenen genannt wurde, war auch im hohen Alter noch für sein draufgängerisches Wesen berühmt.

Der preußische König Friedrich-Wilhelm III. schenkte ihm daher im Jahre 1814, nach der Säkularisation in Preußen, und ein Jahr vor der Schlacht von Waterloo, das vormals in kirchlichem Besitz befindliche Schloss und das Dorf Krieblowitz in Niederschlesien. Diese Geste sollte eine Anerkennung für seine Verdienste in den Schlachten der Befreiungskriege sein.

"Ich wollte, es wäre Nacht, oder die Preußen kämen"

Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington

So hoffte der Herzog von Wellington, der in der Schlacht von Waterloo im Jahre 1815 gegen Napoleon Bonaparte, seine Chancen auf einen Sieg schwinden sah. Nach dem desaströsen Ende von Napoleons Russlandfeldzug 1812 und den darauffolgenden Befreiungskriegen, wird der Korse 1814 zunächst nach Elba verbannt.

Wellington vertritt zu dieser Zeit englische Interessen auf dem Wiener Kongress, als ihn im März 1815 die Nachricht von Bonapartes Flucht von Elba erreichte. Doch der Feldherr Wellington zieht an der Spitze einer Allianz aus englischen, deutschen und niederländischen Soldaten in die Schlacht von Waterloo. "General Vorwärts", Feldmarschall Blücher, ist bereits 73 Jahre alt, als er mit seiner Armee und der Unterstützung des Generals Gneisenau, die Schlacht zugunsten der alliierten Truppen entscheiden kann und somit die endgültige Niederlage Bonapartes herbeiführt.

Damit endet Napoleons "Herrschaft der 100 Tage". Er muss abdanken und wird auf die Atlantikinsel St. Helena verbannt, wo er am 5. Mai 1821 stirbt.

Die Neuordnung Europas beginnt; der Wiener Kongress besiegelt diese Ereignisse. Gebhard Leberecht Blücher von Wahlstatt kann sich nun in den wohlverdienten Ruhestand und auf sein Schloss Krieblowitz [1] zurückziehen.

Der General war ein Original, so sein Nachkomme Nikolaus von Blücher, vor allem aber ein alter Soldat mit Führungsqualitäten. Für die militärische Strategie aber, war indes General von Gneisenau, Stabschef der schlesischen Armee, verantwortlich.

3er-Block: Blücherporträt, Uniform, Mausoleum

Blücherporträt und Blüchers Uniform ausgestellt im Schloss Krieblowitz. Blücher Mausoleum. Bilder: Sabine Küster-Reeck

Eine Anekdote berichtet, Blücher sei in der Schlacht von Waterloo von seinem Pferd gestürzt und unter diesem begraben worden. Zwar konnte man ihn lebend retten, jedoch wurde er zwecks "Heilung" am ganzen Körper mit Knoblauch eingerieben.

Als er aus Freude über die Genesung einen Offizier ungestüm umarmte, der einen Arm eingebüßt hatte, warnte er diesen: "Achtung, ich stinke."

Blücher verlebte im Schloss Krieblowitz seine letzten Lebensjahre. Er stirbt bereits im Jahr 1819 nach einem unglücklichen Sturz vom Pferd. Gemäß seinem Wunsch wird 1820 eine Familiengruft im Schlosspark errichtet. Nachdem der große Feldherr zunächst im benachbarten Woigwitz (Woitkovice) beigesetzt wird, bettet man ihn nach Fertigstellung der Gruft um.

Von seinen Nachkommen wird das Schloss Krieblowitz im Stil der Neorenaissance umgebaut und um die drei Ecktürme, sowie weitere Umbauten erweitert.

Das Schloss übersteht den 2. Weltkrieg und wird zum Hotel

Wie durch ein Wunder hat das schöne Schloss im Stil der Renaissance den 2. Weltkrieg fast unbeschadet überstanden und bewahrt seine Geschichte bis heute. Zwar wird das Schloss Krieblowitz im 2. Weltkrieg nicht stark zerstört, jedoch durch die Rote Armee am 25. Februar 1945 geplündert. Seither sind das Mausoleum und die Familiengruft leer, der Verbleib von Blüchers Leichnam ist nicht bekannt.

Niederschlesien wird nach dem Krieg an Polen übergeben; das Schloss Krieblowitz [2] wird in "Pałac Krobielowice" umbenannt.

Im Verlauf der Nachkriegsjahre wird das Schloss in Wohnungen für die Arbeiter der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) "Panstove gospodarstowo" umgewandelt.

Das schöne Gebäude verfällt jedoch im Laufe der Jahrzehnte immer mehr. Die Nachfahren der Familie Blücher von Wahlstatt verschlägt es nach 1945 in alle Welt. So leben noch heute Nachkommen der Adelsfamilie in den USA und auch in Australien.

Innenraum Schloss Krieblowitz

Schloss Krieblowitz. Bild: Sabine Küster-Reeck

Nach der Wende ersteigert ein weiterer ferner Verwandter aus Neuseeland das Schloss Krieblowitz. Der hatte als kleiner Junge ein Foto und eine Zeichnung des Schlosses von seiner Großmutter gesehen. Der Mann, fasziniert von diesem Ort, entscheidet sich, ihn zu kaufen.

Die Restaurierung des Gebäudes dauert vier Jahre, und das Schloss erhält ein Restaurant, ein Hotel und einen Golfplatz.

Das Andenken bewahren

Heute, in Friedenszeiten, bei geöffneten Grenzen, ist es nun möglich, wunderschöne, historische Orte wie das Schloss Krieblowitz aufzusuchen. Einen weitläufigen Park mit altem Baumbestand zu durchwandern, dessen Bäume einiges gesehen haben dürften.

Dabei kommt einem die Vorstellung in den Sinn, wie hier einst der Fürst Blücher von Wahlstatt forsch auf seinem Pferd durch die Wälder preschte.

Vielleicht hatte der Feldmarschall die Muße und auch den Wunsch, sich mit all dem Erlebten auseinanderzusetzen, was ihm in all seinen Jahren als Soldat auf den Schlachtfeldern Europas in den Napoleonischen Kriegen widerfahren war?

Sicherlich hatten die blutigen Kriege dieser Zeit, bei aller Tapferkeit und allem Wagemut, all ihre Beteiligten oft an den Rand ihrer mentalen und psychischen Belastbarkeit geführt. So sagte Blücher damals: "Ich bin froh, dass das Morden zu Ende ist!"

Heute nun kann man in seinem Schloss, das ihm einst zum Geschenk gemacht wurde, übernachten und in historisch nachempfundenen Zimmern und Suiten die original erhaltenen Möbelstücke bewundern. Im Erdgeschoss befindet sich eine Galerie mit zahlreichen Exponaten, die den Generalfeldmarschall und seine Familie abbilden.

Unwillkürlich tritt der Besucher eine Zeitreise an, die ihn inspiriert, sich näher mit der Geschichte dieser Epoche zu befassen, darüber zu lesen und von Zeiten zu erfahren, als es ein friedliches Europa, wie wir es heute kennen, noch lange nicht gab.

"Wir sollten unsere Vorfahren und ihre Leistungen nicht verleugnen. Wir sollten aber vor allem wissen, dass diese Art und Weise und die Zeit sich gegenseitig umzubringen, hoffentlich für immer vorbei ist."

Nikolaus Fürst Blücher von Wahlstatt *25 Juli 1932, heute in der Schweiz lebend


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  • 07. Februar 2026 um 14:00

Bücher & Wirklichkeit: Wir sollten wieder mehr Abenteuer wagen!

Von Ruben Philipp Wickenhäuser

Ruben Philipp Wickenhäuser

Ein Wal unter einem alten Schiff auf einer plakat- oder coverähnlichen Illustration.

KI-generierte Grafik

Fantasy ist kein Ersatz für gute Abenteuerromane. Echte Abenteuer sind anspruchsvoller – und gesellschaftlich relevanter.

Fantasy-Geschichten boomen. Ob als Manga oder Tolkien-artige Fantasy, ob mit Vampir- oder Werwolfthema, Zauberschule, Elfen, Orks, Zwergen oder anderem, als Roman, Film oder Serie. Fantasy arbeitet mit mehr oder weniger übernatürlichen Kräften, legendären Monstern, Missionen und Herausforderungen.

Aber: Wie steht es um Abenteuerromane? Romane, die die Abenteuer in einer realen Welt mit realen Begrenzungen erzählen, ohne hilfreiche Magie und bedeutungsschwangere Mystik, die keine pädagogischen Problemzonenromane und dergleichen sind?

Die, wenn sie es tun, nur einzelne Elemente der Fantastik verwenden, in sorgfältig durchdachten Maßen und um Kernelemente der Geschichte zu ermöglichen?

Fantasy, Fantastik und die Realität

In der Fantasy kracht die blitzende Axtschneide von Brombir Goldhammer durch das kränklich verkrümmte Jochbein des Orks Brobutz, ein roter Blutschwall schießt kochend hervor. So liest sich der bis zur Unerträglichkeit gesteigerte Gewaltkitsch von Romanen wie "Die Zwerge" und Co., die Klischees des Genres in einer Art erzählerischem Blutrausch wieder und wieder durchdeklinieren.

Oder es werden Klischees nur scheinbar konterkariert: Anstelle des breitschultrigen Zwergs schwingt die zierliche Zwergin, die idealerweise auch noch vegan lebt, die kiloschwere Schlachtaxt und zeigt es damit den körperlich überlegenen Mitstreitern mal so richtig.

Dabei ist das Überzeichnen mit Blutdurst keine notwendige Ingredienz für gute Spannung. Andere Fantasyromane schaffen angenehme Spannung und Raum für Träume, wie es bei Harry Potter und ähnlichen Stoffen der Fall ist. Was Wunder, dass derlei Bücher gut gehen: Zauber machen kleine Leute mit dem Schnippen eines Fingers ganz groß.

Michael Ende hat schwache Jungen durch eine wohl bemessene Prise an Fantastik, unter großen Entbehrungen und der Konfrontation mit moralischen Dilemmata zu Helden werden lassen. In anderen Romanen werden Fantasy-Analogien genutzt, um schwierige Themen spannender und leichter begreifbar zu schildern. Hier zeigen Fantasy und Fantastik ihre Stärken.

Problematisch ist moderne Fantasy, wenn sie die Gießkanne benutzt, dank der jeder alles erreichen kann. Die Mühen auf dem Weg zum Ziel sind oft nur vorgeschoben, letztlich konsequenzenlos, was durchaus gerade den Reiz ausmachen kann. Auch die Botschaft an sich – jeder kann alles erreichen – ist durchaus positiv. Sie wird aber schnell zur Augenwischerei und dem Verdrängen der Realität, wenn es einfach so, ohne Mühen und Opfer erreicht werden kann.

Wenn Fantasy zur Augenwischerei wird

Dies ist sogar ein nützliches Mittel, um bestehende Verhältnisse zu zementieren: Wer privilegiert ist, wird den weniger Privilegierten gerne vormachen, dass sie ebenfalls alles erreichen könnten. Für Wunder und Gefahren braucht es aber eigentlich gar keine Fantasy. Unsere Realität bietet genug davon, um ebenfalls Abenteuer mit satter Spannung, starker Atmosphäre und Rätseln auszuschmücken.

Ob es Geschichten über verlassene Orte, Wikinger, afrikanische Naturvölker oder Indianer sind, sie alle benötigen nicht einmal mystische Anklänge, um ihre Leser mitzureißen.

Um die Genres abzugrenzen: Es geht hier nicht um die beliebten Detektivromane, die häufig starke Parallelen zu Abenteuergeschichten haben. Indianergeschichten als Beispiel für gute Abenteuerromane.

Indianergeschichten als Beispiel für gute Abenteurromane

Indianerromane sind ein gutes Beispiel für hoch spannende Abenteuer ohne jede Fantasy. Sie sind seit längerem nicht mehr "in" – der Autor dieses Beitrags dürfte einer der letzten gewesen sein, der mit zwei Jugendromanen und zwei Sachbüchern Mitte der neunziger Jahre literarisch zu der Begeisterung für diese faszinierenden Abenteuer beigetragen hat.

Dementsprechend widerlegt er die Behauptung mit zahlreichen Argumenten, der Begriff "Indianer" sei nicht politisch korrekt, und wirft den Kritikern vor, dass dies sogar den Menschen selbst schadet (mehr zum Thema: Sowohl im Beitrag auf Telepolis [1]– als auch als ausführliche Stellungnahme im Video [2]).

Denn es ist ein großer Verlust, dass diese Romane aus Voreingenommenheit und Unwissen derart gebrandmarkt werden. Sie sind besonders deutlich mit einer Bedingung verknüpft: Ihnen vorausgehen muss eine solide Recherche der Kultur, in der sie spielen. Dies ist sowohl dem Vermeiden von Klischees, wie dem Respekt gegenüber jenen Kulturen geschuldet.

Vor allem erwächst daraus die große Stärke von Indianerbüchern: Sie eröffnen einen anderen Blick auf die Welt. In ihnen ist die Umwelt rätselhaft und gefährlich, von scheinbar übernatürlichen Kräften durchdrungen – die aber nie explizit auftreten, sondern im Kopf der Protagonisten wohnen und ihr Denken und Handeln beeinflussen.

Abenteuer brauchen keine Drachen

Dies gilt auch für die materielle Welt der Handlung, in der nicht einfach konsumiert werden kann, sondern alles aus eigener Kraft und mit Erfindungsreichtum hergestellt werden muss. Pfeil und Bogen sind keine quasimagischen, über Generationen vererbten Elfenwaffen oder Schwerter von der Stange, sondern echte, aus dem passenden Holz und Stein- oder Knochenspitzen mit erlernter Kunstfertigkeit gemachte Objekte.

Wie in der realen Welt ist ihr Einsatz nicht leicht. Der Pfeil trifft mit Glück und Übung das Reh, das aus blanker Not gejagt wird. Das waidwunde Tier aber fällt nicht tot um, sondern schleppt sich davon, leidet, muss eingeholt und erlegt werden. Und wenn sich die Waffen gegen Feinde richten, dann ist der Kampf mühevoll und höchst riskant, denn sogar eine kleine Verletzung kann letztlich zum Tod führen.

Der Kampf bringt einerseits Anerkennung und schützt die eigene Gruppe. Andererseits ist er lebensgefährlich und kann er eine Blutsfehde entzünden. Das bedeutet: Die eigene Handlung hat sowohl unmittelbare persönliche als auch langfristige gesellschaftliche Konsequenzen.

An Spannung mangelt es also nicht – vorausgesetzt, man beherrscht sein Schreibhandwerk und hat sich solide Kenntnisse über das Thema angeeignet.

Für Abenteuer eignen sich alle Zeiten, selbst die Gegenwart

Nicht nur das alte Amerika, auch das alte Europa bietet reichlich Stoff für Abenteuer, die der Jagd auf Drachen und mystischer Zauberei in nichts nachstehen. Auch hier ist nicht die Kunst, Wunschbilder von Päpstinnen und Piratinnen herbeizuschreiben, sondern mit Wissen über die mittelalterliche Gesellschaft, über Essen, Rüstungen, Bauwerke und allem, was sonst so Spaß macht, Kristallisationskerne für Spannung und Abenteuer zu finden. Nichts davon muss in einem pädagogischen Stil abgefasst sein.

Die Details werden natürlich in die Handlung eingewoben, bieten dadurch unbemerkt Unterricht in Alltagsgeschichte und machen es erfahrbar, dass unsere nur scheinbar so selbstverständliche Sicht der Dinge nur eine Sicht von zahllosen ist.

Selbst Geschichten aus der jüngeren Vergangenheit können fesseln: Tom Sawyer spielt keine zweihundert Jahre entfernt – dennoch ist die Gesellschaft, die Art zu denken, miteinander umzugehen, eine gänzlich andere.

Ganz ohne Zauberei und Elfen ermöglichen diese Romane ein Eintauchen in eine andere Welt. Ungerechtigkeit selbst wird erfahrbar, nicht nur wohlfeil Kritik nachgeblökt, und das auf einer menschlichen Ebene, nicht anhand ideologisch gefärbter Plattitüden.

Ganz und gar nicht nur gute Unterhaltung – sondern wichtiger denn je

Und damit ist eine wesentliche Funktion von realen Abenteuergeschichten benannt. Solche Romane sind, wenn sie gut recherchiert aufgezogen und exzellent geschrieben werden, mehr als spannende Unterhaltung. Sie zeigen Grenzen auf: Eine zierliche Person kann keinen gewichtigen Gegner nebenbei im Faustkampf besiegen. Sie muss ihre Schwäche berücksichtigen und nach alternativen Lösungswegen für die Herausforderung suchen.

Sie muss aus eigener Kraft psychische oder physische Stärke und Standhaftigkeit, aber auch Schlauheit entwickeln. Sie erschüttern festgefügte Annahmen über unsere Geschichte, ja, über Gut und Böse in der Historie. Neben den realen Grenzen des Selbst vermitteln historische Geschichten und solche aus der Gegenwart auch eine andere, uns fremdartig vorkommende, aber reale Mentalität. Ihre moralischen Ideale können den unsern völlig fremd sein, aber aus ihrer Sicht handelt sie "gut".

Damit kann nicht nur Begeisterung für die Vergangenheit, sondern auch Wertschätzung für die Errungenschaften der Gegenwart geweckt werden. Und dies sind Errungenschaften, die dringend der Wertschätzung bedürfen, denn wenn wir uns ihrer nicht bewusst sind, werden wir auch nicht für ihren Erhalt kämpfen.

Hinzu kommt kritisches Denken, das Hinterfragen von als gegeben akzeptierten Annahmen. Abenteuer weiten unbewusst den Blick für das Andere, für Erklärungen hinter scheinbar unverständlichen Geschehnissen. Sie fördern Empathie und Resilienz anstelle von Empfindlichkeit. Für eine demokratische, freiheitliche Gesellschaft ist dies wichtiger denn je.

Realität verpflichtet

Das kann gute Fantasy zwar auch. Aber sie ist weit entfernt von unserer realen Welt und hat dadurch ihre eigenen Chancen und Möglichkeiten – aber eben andere als die reale Abenteuergeschichte. Wo Fantasy beliebig sein kann, müssen sich Abenteuergeschichten auf realer Grundlage an der Realität messen lassen.

Dabei kommt es nicht darauf an, dass jeder Knopf in der mit den richtigen Stichen angenäht wurde. Sondern darum, dass die Protagonisten sich nach den gleichen Naturgesetzen richten müssen wie wir, die gleiche Verantwortung wie wir für ihr Handeln tragen, im Guten wie im Schlechten.

Abenteuergeschichten haben es verdient, als spannendes Genre gelesen zu werden.

Ruben Wickenhäuser, Jahrgang 1973, studierte Geschichte und Biologie. Nach seinen Indianerbuch-Erstlingswerken veröffentlichte er historische Romane und Sachbücher. Im Autorenteam der ältesten Science Fiction-Serie der Welt, Perry Rhodan NEO, schreibt er seit sieben Jahren und bekommt herausragende Rezensionen, zuletzt für seinen Pilotband der Staffel 370. Er ist Vice Chair der Bewerbung Nürnbergs für Worldcon 2028 [3].

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  • 07. Februar 2026 um 12:00

Software ist ein Werkzeug, kein Selbstzweck: Plädoyer für mehr Fachlichkeit

Von Heise
Post-its auf Holzwand

(Bild: LanKS/Shutterstock.com)

Zu viele Teams diskutieren über Technologien statt über Probleme. Es ist an der Zeit, den Fokus wieder auf die Fachlichkeit zu richten.

Wir entwickeln Software nicht, weil es so schön ist. Wir entwickeln sie, um fachliche Probleme zu lösen. Diese Unterscheidung klingt banal, aber sie geht in der täglichen Arbeit vieler Teams verloren. Ich beobachte seit Jahren, wie Diskussionen in Entwicklungsteams ablaufen: Es geht um Frameworks, um Architekturstile, um die neueste Technologie. Es geht darum, ob man besser auf Microservices oder auf einen Modulithen setzt, ob man dieses oder jenes Tool verwendet, ob die Code-Coverage hoch genug ist. Worüber erstaunlich selten gesprochen wird: das fachliche Problem, das die Software eigentlich lösen soll.

Das ist kein Zufall und keine Nachlässigkeit. Es ist ein strukturelles Problem unserer Branche. Wir haben uns so sehr an technische Debatten gewöhnt, dass wir gar nicht mehr merken, wie weit wir uns von der eigentlichen Aufgabe entfernt haben. Dieser Artikel ist ein Versuch, das sichtbar zu machen – und ein Plädoyer dafür, den Blick wieder auf das Wesentliche zu richten.

Der Technologie-Tunnelblick

Warum reden wir lieber über Technologie als über Fachlichkeit? Die Antwort ist unbequem, aber nachvollziehbar: Technologie ist greifbar. Sie lässt sich vergleichen, messen, bewerten. Man kann Benchmarks lesen, Dokumentationen studieren, Tutorials durcharbeiten. All das passiert in einer Welt, die Entwicklerinnen und Entwickler kennen und kontrollieren.

Fachliche Probleme sind anders. Sie sind oft vage formuliert, widersprüchlich, und sie erfordern Gespräche mit Menschen, die eine andere Sprache sprechen – nicht im linguistischen Sinne, sondern im Sinne von Denkweisen und Prioritäten. Eine Fachexpertin interessiert sich nicht dafür, ob das System auf Kubernetes läuft. Sie will wissen, ob es ihre Arbeit erleichtert. Das sind verschiedene Welten, und die Brücke zwischen ihnen zu bauen, ist anstrengend.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Die Branche belohnt technische Expertise stärker als Domänenwissen. Wer sich mit der neuesten Technologie auskennt, gilt als kompetent. Wer die Fachdomäne einer Versicherung oder eines Logistikunternehmens versteht, wird selten auf Konferenzen eingeladen. Das prägt, worauf Entwicklerinnen und Entwickler ihre Energie richten. Und so entstehen Teams, die technisch auf der Höhe der Zeit sind, aber nicht wirklich verstehen, welches Problem sie lösen.

Architekturstile als Glaubensfragen

Nirgends zeigt sich der Technologie-Tunnelblick deutlicher als in der Debatte um Architekturstile. Nehmen Sie die Diskussion um Microservices versus Monolith. In den 2010er-Jahren galt es fast als Naturgesetz, dass Microservices die bessere Wahl sind. Wer einen Monolithen baute, musste sich rechtfertigen. Wer Microservices einsetzte, galt als modern.

Aber was ist eigentlich die fachliche Begründung für Microservices? Im Kern geht es darum, Teile eines Systems unabhängig voneinander entwickeln, deployen und skalieren zu können. Das ist sinnvoll, wenn unterschiedliche Teams an verschiedenen Teilen arbeiten, wenn diese Teile unterschiedliche Lebenszyklen haben, wenn sie unterschiedlich stark genutzt werden. Es ist weniger sinnvoll, wenn ein kleines Team ein überschaubares System baut, bei dem alles zusammenhängt.

Trotzdem entscheiden sich Teams für Microservices, ohne diese Fragen zu stellen. Die Entscheidung fällt nicht auf Basis der Domäne, sondern auf Basis dessen, was gerade als Best Practice gilt. Das Ergebnis sind verteilte Systeme mit all ihrer Komplexität (Netzwerkkommunikation, Eventual-Consistency, Debugging über Servicegrenzen hinweg, …), ohne dass diese Komplexität durch einen fachlichen Nutzen gerechtfertigt wäre.

Die Architektur sollte aus der Domäne folgen, nicht umgekehrt. Wenn das fachliche Problem eine klare Trennung von Verantwortlichkeiten nahelegt, können Microservices die richtige Antwort sein. Wenn das Problem überschaubar ist und die Teile eng zusammenhängen, ist ein gut strukturierter Monolith oft die bessere Wahl. Aber diese Abwägung findet zu selten statt. Stattdessen wird der Architekturstil zur Glaubensfrage, losgelöst von der Realität des Problems.

Prinzipien ohne Kontext

Ähnlich verhält es sich mit Design-Prinzipien. DRY, SOLID, Clean-Code: Diese Begriffe kennt jede Entwicklerin und jeder Entwickler. Sie werden in Büchern gelehrt, in Code-Reviews eingefordert, in Vorstellungsgesprächen abgefragt. Aber sie werden oft so behandelt, als wären sie universelle Gesetze, die immer und überall gelten.

Nehmen Sie DRY (Don't Repeat Yourself). Das Prinzip besagt, dass jede Information im System nur einmal repräsentiert sein sollte. Das klingt einleuchtend. Duplikation führt zu Inkonsistenzen, erschwert Änderungen, erhöht die Fehleranfälligkeit. Soweit die Theorie.

In der Praxis führt die dogmatische Anwendung von DRY oft zu einem anderen Problem: falschen Abstraktionen. Zwei Stellen im Code sehen ähnlich aus, also werden sie zusammengefasst. Aber allzu oft sehen sie nur zufällig ähnlich aus, fachlich haben sie nichts miteinander zu tun. Doch nun sind sie gekoppelt, und wenn sich eine Stelle ändern muss, muss die Abstraktion angepasst werden, die auch die andere Stelle betrifft. Die vermeintliche Vereinfachung wird zur Komplexitätsfalle.

Die Frage, ob Duplikation akzeptabel ist, lässt sich nicht ohne fachlichen Kontext beantworten. Wenn zwei Codestellen dasselbe fachliche Konzept repräsentieren, sollten sie zusammengeführt werden. Wenn sie verschiedene Konzepte repräsentieren, die nur zufällig gleich implementiert sind, sollten sie getrennt bleiben. Aber diese Unterscheidung erfordert ein Verständnis der Domäne – und genau das fehlt oft.

Dasselbe gilt für SOLID, für Clean-Code-Regeln, für jedes Prinzip. Sie sind Heuristiken, keine Gesetze. Ihr Nutzen hängt vom Kontext ab. Eine Klasse mit mehr als 200 Zeilen ist nicht automatisch schlecht. Eine Methode mit drei Parametern ist nicht automatisch besser als eine mit fünf. Es kommt darauf an, was die Klasse oder Methode tut, welches fachliche Konzept sie repräsentiert, wie sie verwendet wird. Wer Prinzipien ohne Kontext anwendet, optimiert für technische Metriken statt für fachliche Klarheit.

Falscher Maßstab für Qualität

Apropos Metriken: Auch bei der Qualitätsmessung zeigt sich der Technologie-Tunnelblick. Test-Coverage ist das prominenteste Beispiel. Eine hohe Coverage gilt als Zeichen guter Qualität. Teams setzen sich Ziele: 80 Prozent, 90 Prozent, manchmal 100 Prozent. Tools visualisieren die Abdeckung, Dashboards zeigen Trends, Code-Reviews fordern Tests für jede neue Zeile.

Aber was misst Test-Coverage eigentlich? Sie misst, wie viel Code von Tests ausgeführt wird. Sie misst nicht, ob die richtigen Dinge getestet werden. Sie misst nicht, ob die Tests sinnvolle Szenarien abdecken. Und sie misst schon gar nicht, ob die Software das fachliche Problem löst.

Es ist möglich, 100 Prozent Coverage zu erreichen und trotzdem eine Software zu haben, die am Bedarf vorbeigeht. Die Tests prüfen, dass der Code macht, was er macht, aber niemand hat jemals geprüft, ob das, was er macht, auch das Richtige ist. Die Anforderungen waren missverstanden, die Domäne war nicht durchdrungen, die Gespräche mit den Fachexpertinnen und Fachexperten haben nicht stattgefunden. Der Code ist technisch einwandfrei und fachlich wertlos.

Ähnlich verhält es sich mit statischen Analysen, Linting-Regeln, Komplexitätsmetriken. Sie alle messen technische Eigenschaften des Codes. Sie können helfen, bestimmte Probleme zu vermeiden. Aber sie können nicht messen, was wirklich zählt: ob die Software das richtige Problem auf die richtige Weise löst. Wer sich auf diese Metriken verlässt, verwechselt technische Sauberkeit mit fachlicher Qualität.

Die Fachlichkeit zurückholen

Wie lässt sich der Fokus verschieben? Es gibt Ansätze, die dabei helfen können: Domain-Driven Design (DDD), Event-Storming, Domain-Storytelling & Co. Sie alle haben gemeinsam, dass sie die Fachlichkeit in den Mittelpunkt stellen. Sie fordern, dass Entwicklerinnen und Entwickler mit Fachexpertinnen und Fachexperten sprechen, dass der Code die Sprache der Domäne spricht, dass Architekturentscheidungen aus dem fachlichen Kontext abgeleitet werden.

Aber hier lauert eine Falle: Auch diese Ansätze können zum Selbstzweck werden. Ich habe kürzlich darüber geschrieben, wie Domain-Driven Design dieses Schicksal ereilt hat [1]. Die Kernbeobachtung: DDD wurde akademisiert. Was als einfache Idee begann („verstehe die Domäne und sprich die Sprache des Business“) ist zu einem Katalog von Patterns geworden, über den Entwicklerinnen und Entwickler diskutieren, statt mit Fachexpertinnen und Fachexperten zu reden.

Das ist bezeichnend. Selbst ein Ansatz, der explizit den Fachfokus propagiert, wurde von uns als Branche in etwas Technisches verwandelt. Wir diskutieren, ob etwas ein Aggregat oder eine Entity ist, statt zu fragen, wie die Fachleute das Konzept nennen. Wir zeichnen Bounded-Context-Diagramme, statt die Grenzen aus der Domäne abzuleiten. Wir lernen die Patterns auswendig, statt die Domäne zu verstehen. Der Sog der Technologie ist so stark, dass er selbst Ansätze vereinnahmt, die gegen ihn gerichtet sind.

Die Lösung liegt nicht in neuen Methoden oder besseren Tools. Sie liegt in einer Haltungsänderung. Wir müssen akzeptieren, dass die schwierige Arbeit, also die Gespräche mit Fachexpertinnen und Fachexperten, das Ringen um Verständnis, das Aushalten von Unsicherheit, nicht durch Technik ersetzt werden kann. Wir müssen den Mut aufbringen, weniger über Frameworks zu reden und mehr über Probleme. Wir müssen uns eingestehen, dass technische Eleganz kein Wert an sich ist, wenn sie nicht im Dienst der Fachlichkeit steht.

Software als Werkzeug, nicht als Kunstwerk

Softwareentwicklung ist angewandte Problemlösung. Wir werden nicht dafür bezahlt, schönen Code zu schreiben. Wir werden dafür bezahlt, Probleme zu lösen. Das klingt banal, aber es hat weitreichende Konsequenzen.

Es bedeutet, dass die beste Architektur nicht die eleganteste ist, sondern die, die das fachliche Problem am besten adressiert. Es bedeutet, dass Prinzipien und Patterns Werkzeuge sind, keine Ziele. Es bedeutet, dass technische Schulden manchmal akzeptabel sind, wenn sie die schnellere Lösung eines dringenden fachlichen Problems ermöglichen. Es bedeutet, dass wir unseren Erfolg nicht an Coverage-Zahlen oder Clean-Code-Metriken messen sollten, sondern daran, ob die Software ihren Zweck erfüllt.

Das erfordert ein Umdenken. Es erfordert, dass wir unsere Komfortzone verlassen und uns auf das einlassen, was unbequem ist: die Kommunikation mit Menschen, die anders denken als wir. Es erfordert Demut, also die Einsicht, dass wir als Entwicklerinnen und Entwickler nicht die Expertinnen und Experten für die Domäne sind, auch wenn wir gerne so tun. Es erfordert Pragmatismus, also die Bereitschaft, technisch suboptimale Lösungen zu akzeptieren, wenn sie fachlich besser passen.

Ich plädiere nicht dafür, technische Qualität zu ignorieren. Guter Code ist wichtig. Saubere Architektur ist wichtig. Tests sind wichtig. Aber all das ist Mittel zum Zweck, nicht Selbstzweck. Wenn wir das vergessen, bauen wir technisch ausgefeilte Systeme, die niemand benötigt. Wir optimieren für Metriken, die nichts aussagen. Wir führen Debatten, die nichts bringen.

Die Frage, die wir uns in jedem Projekt, bei jeder Entscheidung stellen sollten, ist einfach: Hilft das, das fachliche Problem besser zu lösen? Wenn ja, machen wir weiter. Wenn nein, sollten wir innehalten und uns fragen, ob wir gerade der Technologie dienen oder der Fachlichkeit. Die Antwort darauf bestimmt, ob wir Softwareentwicklung als Handwerk betreiben oder als Selbstzweck.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/blog/Wendet-man-DDD-auf-DDD-an-bleibt-kein-Domain-Driven-Design-uebrig-11102739.html
[2] mailto:rme@ix.de

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  • 07. Februar 2026 um 09:07

Developer-Häppchen fürs Wochenende – Kleinere News der Woche

Von Heise
Mexikanische Häppchen

(Bild: Natalia Klenova/Shutterstock.com)

Kleine, aber interessante Meldungshäppchen vom News-Buffet zu Elastic, KubeLB, JetBrains, Neos, GitHub, Slint, OpenMP, Google und Accessibility.

In unserem leckeren Häppchen-Überblick servieren wir alles, was es zwar nicht in die News geschafft hat, wir aber dennoch für spannend halten:

  • Das Motto des neuen Release Elastic 9.3 [1] lautet „Automate everything“. Dafür bringt das Update der Elasticsearch-Plattform eine Reihe von Neuerungen, durch die Entwicklerinnen und Entwickler mit ihren Daten chatten und maßgeschneiderte KI-Agenten konfigurieren können. Während der Elastic Agent Builder als generell verfügbar gilt, starten die auf Automatisierung ausgelegten Elastic Workflows als Technical Preview.
  • Kubermatic rüstet KubeLB 1.3 [2] für die im Kubernetes-Ökosystem anstehende Migration von Ingress zur Gateway API. Das Load-Balancing-Tool erhält dazu ein automatisiertes Konvertierungstool als Beta-Funktion. In das neue Release fließen darüber hinaus einige Verbesserungen für die Supply Chain Security ein. KubeLB wartet zudem erstmals mit einer Web Application Firewall (WAF) auf, die zunächst aber noch im Alpha-Status Kunden der Enterprise Edition vorbehalten bleibt.
  • JetBrains Console [3] ist nun für JetBrains-Kunden mit einem kommerziellen Abo mitsamt KI-Lizenz verfügbar. Die Konsole ermöglicht eine erweiterte KI-Verwaltung und KI-Analytics für Unternehmen. Diese können damit beispielsweise die KI-Kosten auf Unternehmens- oder Teamebene verwalten.
  • Mit verschiedenen Verbesserungen im Bereich User Experience und Editing hat die Neos Foundation ihr Open-Source-CMS Neos 9.1 veröffentlicht [4]. Der CKEditor ist nun nativ integriert, und es gibt neue Toolbars und Formatierungsoptionen. Die nächste große LTS-Version Neos 9.3 soll ebenfalls noch in diesem Jahr erscheinen.
  • GitHub hat die generelle Verfügbarkeit von GPT-5.2-Codex [7] für Copilot Enterprise, Copilot Business, Copilot Pro und Copilot Pro+ bekannt gegeben. Developer können das Modell über den Copilot-Chat auch aus den Entwicklungsumgebungen Visual Studio Code, Visual Studio, JetBrains, Xcode und Eclipse heraus nutzen.
  • Das UI-Framework Slint liegt in Version 1.15 vor [8]. Das Entwicklungsteam hat Layouts mit dynamischen Rastern eingeführt und ermöglicht Zwei-Wege-Bindings für Structs. Über den Slint-Compiler lassen sich zudem Typ-Hinweise für Python hinzufügen.
  • Python soll die vierte durch das OpenMP API offiziell unterstützte Sprache werden [9]. Dazu hat das OpenMP Architecture Review Board (ARB) einen koordinierenden Unterausschuss eingerichtet, um Python der API-Spezifikation ab Version 7 zuzufügen. Als neues Mitglied im OpenMP ARB soll Anaconda, Anbieter der gleichnamigen Python-Distribution, die Bemühungen aktiv vorantreiben.
  • Google bündelt die Dokumentation vieler seiner Tools und Dienste in einer Knowledge-API [10], die auch für LLMs zugänglich ist, nämlich über einen MCP-Server. Die Sammlung bietet beispielsweise Infos zu Android, Google Cloud, KI, TensorFlow, Firebase und weitere. Für den Zugang ist ein API-Key über Google Cloud erforderlich.
  • Das W3C hat die Accessibility Conformance Testing (ACT) Rules Format 1.1 [11] als offizielle Empfehlung [12] veröffentlicht. Sie dienen der Entwicklung von manuellen Testmethoden und automatisierten Testwerkzeugen.

Solltest du ein schmackhaftes Thema vermissen, freuen wir uns über deine Mail [13].


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https://www.heise.de/-11167542

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.elastic.co/blog/whats-new-elastic-9-3-0
[2] https://www.kubermatic.com/blog/kubelb-v1-3-advanced-security-with-waf-seamless-gateway-api-migration-and-supply-chain-integrity/
[3] https://blog.jetbrains.com/ai/2026/02/enhanced-ai-management-and-analytics-for-organizations/
[4] https://www.neos.io/blog/whats-neos-in-january-2026.html
[5] https://www.mastering-obs.de/?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_clc_observ.empfehlung-ho.link.link&LPID=34258
[6] https://www.mastering-obs.de/tickets.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_clc_observ.empfehlung-ho.link.link&LPID=34258
[7] https://github.blog/changelog/2026-01-26-gpt-5-2-codex-is-now-available-in-visual-studio-jetbrains-ides-xcode-and-eclipse/
[8] https://slint.dev/blog/slint-1.15-released
[9] https://www.openmp.org/press-release/python-new-member-anaconda/
[10] https://developers.googleblog.com/introducing-the-developer-knowledge-api-and-mcp-server/
[11] https://www.w3.org/TR/2026/REC-act-rules-format-1.1-20260205/
[12] https://www.w3.org/news/2026/accessibility-conformance-testing-act-rules-format-1-1-is-now-a-w3c-recommendation/
[13] mailto:developer@heise.de?subject=Ein%20Vorschlag%20f%C3%BCr%20die%20Developer-H%C3%A4ppchen
[14] mailto:who@heise.de

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  • 07. Februar 2026 um 09:04

Störungsmeldung vom 07.02.2026 13:45

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
07.02.2026 13:45
Region
Kronberg (i Taunus) (06173)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

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  • 07. Februar 2026 um 13:45

Review Bombing: Starfleet Academy und das alte Problem des Star-Trek-Fandoms

Von Peter Osteried
Schlecht gelaunte Trekkies überziehen Starfleet Academy mit negativen Bewertungen. Das Phänomen ist im Franchise nicht neu – es ist nur sichtbarer.
Die einzige Crew, die von der Fandom-Negativität verschont blieb: Kirk und Co. (Bild: Paramount)
Die einzige Crew, die von der Fandom-Negativität verschont blieb: Kirk und Co. Bild: Paramount

Star Trek: Starfleet Academy wird seit seinem Start mit auffallend schlechten Online-Bewertungen überzogen, sogenanntem Review Bombing . Auf Plattformen wie IMDb liegt die Serie deutlich unter dem Durchschnitt: Der Score liegt dort aktuell bei 4,3 von 10 möglichen Punkten ; mehr als 40 Prozent aller, die die Serie bewertet haben, vergaben nur einen Stern – die schlechtest mögliche Bewertung.

Der Blick in die Geschichte des Franchise zeigt, dass diese Form der Ablehnung kein neues Phänomen ist. Sie fällt nur durch die Möglichkeit, schlechte Bewertungen bei Portalen wie IMDb oder Rotten Potatoes zu hinterlassen, stärker auf. Ein Teil des Fandoms war schon immer negativ eingestellt – und zwar, seit Star Trek nicht mehr nur aus Kirk und Co. bestand.

Nahezu jede neue Star-Trek-Serie von The Next Generation bis Enterprise wurde zunächst von Teilen des Fandoms bekämpft, oft aus denselben Gründen: Ablehnung von Veränderung, Diversität und neuen Erzählweisen. Heute ist diese Ablehnung durch Onlinebewertungen jedoch sichtbarer und lauter als früher, während die Serien selbst oft erst im Rückblick Anerkennung finden.

Als die nächste Generation kam

Heute gilt Star Trek: The Next Generation als Höhepunkt des Franchise. Man findet wohl nur noch wenige Stimmen, die sich negativ zu der Serie positionieren. Im Jahr 1986 war das aber anders.

Als Paramount eine neue Star-Trek-Serie ohne die Darsteller der alten Serie und Filme ankündigte, heizten sogar die Stars der ursprünglichen Show die negative Stimmung an. Captain-Kirk-Darsteller William Shatner bezeichnete die Serie im Jahr 1987 in einem Interview mit dem Sci-Fi-Magazin Starlog als Fehler . Viele Fans schworen, sich die neue Serie nicht anzusehen – und das aus den abstrusesten Gründen.

Die einen störten sich daran, dass Picard, der Captain der Enterprise, glatzköpfig war. Die anderen sahen in Commander Riker einen blassen Abklatsch von Kirk. Wieder andere mokierten sich darüber, dass das Enterprise-Interieur eher nach einem Hotel aussah als nach einem Raumschiff, die Untertassensektion wiederum nach einem Pfannkuchen.

Dass ein Klingone an Bord der Enterprise seinen Dienst verrichtete, missfiel auch – waren die Klingonen in der originalen Serie doch noch der Feind. Ein Beispiel dafür, dass diese Fans Gene Roddenberrys Vision nie richtig verstanden haben. Denn dass aus Feinden Freunde werden können, ist Teil der Star-Trek-DNS.

Heute haben die meisten Fans dies vergessen – oder niemals mitbekommen. Denn damals war die Negativität weniger präsent.

Es brodelt im Fandom

Normalzuschauer, die sich nicht tiefergehend mit der Serie befassten, bekamen vermutlich so gut wie nie etwas von diesen Anfeindungen mit. Sie fanden im Fandom statt, spielten sich in Fanzines ab, die von Fans für Fans herausgegeben wurden und meist fotokopierte Magazine waren. Auch in auf die Science-Fiction fokussierten Magazinen wie Starlog oder Cinefantastique traten die negativen Auswüchse des Fandoms zutage.

Schon damals zeigte sich: Ein Teil des Fandoms war sehr starr, es wollte nichts Neues, sondern mehr von dem, was es schon kannte. Auch wenn Setting und der Missionsidee bei Star Trek: The Next Generation konsistent blieben, störte man sich an den neuen Figuren. Seit dieser Serie hat die Negativität niemals wieder abgerissen.

Auf die Raumstation

Als Star Trek: Deep Space Nine angekündigt wurde, war Star Trek: The Next Generation ein riesiger Erfolg (und ist mittlerweile fast durchweg beliebt). Aber die neue Serie hatte wieder mit der Fandom-eigenen Negativität zu kämpfen. Als bekanntgegeben wurde, dass diesmal nicht eine Raumschiff-Crew dorthin gehen würde, wo noch niemand je zuvor gewesen war, wurde schon vorab geurteilt.

Das sei nicht mehr Star Trek, sagten die einen, weil der Zug zu den Sternen fehlen würde. Das könnte doch nur langweilig sein, weil auf einer Raumstation doch eh nichts passiere, meinten die anderen.

Dass ein Ferengi auf der Station sein sollte, führte zu Hassbriefen; in der Dokumentation What We Left Behind spricht Quark-Darsteller Armin Shimerman auch über die vielen hasserfüllten Briefe, die die Produktion im Vorfeld, aber auch im ersten Jahr der Serie erhielt. Ebenso kritisiert wurde, dass der Commander der Station von einem PoC-Schauspieler gespielt werden sollte: Avery Brooks – obwohl Diversität von Beginn an ebenfalls zur DNS von Star Trek gehörte.

Auch Nana Visitor, die Darstellerin von Major Kira Nerys, erhielt solche Briefe und zitierte aus einem in der DS9-Dokumentation: "Ich wurde für so ziemlich alles kritisiert. Die Leute fanden, dass meine Figur wie eine Zicke rüberkam. Das entsprach nicht der Star-Trek-Welt, sie war nicht dies, sie war nicht das. Aber ich verstand auf einer grundlegenden Ebene die Erfahrung eines Menschen, der aus dem Krieg kommt – und was das mit einem macht."

Auch Star Trek: Deep Space Nine wurde im Lauf der Serie neu bewertet. Sie gilt heute vielen als die beste Serie des Franchise.

Star Trek: Voyager – zu politisch korrekt

Als Star Trek: Voyager kam, hatte Deep Space Nine das Publikum bereits für sich gewonnen. Bei der neuen Serie gab es aber wieder Fans, die nicht mochten, was sie bekamen. Dass eine Frau Captain des neuen Schiffs war, missfiel vielen (und manchen missfällt es noch heute).

Darüber hinaus wurde Star Trek: Voyager vorgeworfen, politisch zu korrekt zu sein. Das war in den Neunzigerjahren der Begriff für das, was heute oft als "woke" beschrieben würde. Holodoc-Darsteller Robert Picardo, der auch in Star Trek: Starfleet Academy dabei ist, postete kürzlich bei Instagram und Facebook einen Zeitungsbericht aus jener Zeit, der mit den Vorwürfen der politischen Korrektheit arbeitet.

Unnötig zu sagen, dass Star Trek: Voyager heutzutage sehr beliebt ist.

Zum Ende von Star Trek: Voyager wurde Star Trek: Enterprise angekündigt, damals nur unter dem Titel Enterprise. Schon das war ein Aufreger. Wie konnte Paramount es wagen, eine Star-Trek-Serie zu produzieren, diese dann aber nicht mal Star Trek zu nennen? Schämte man sich etwa dafür? Später knickte Paramount tatsächlich ein und änderte den Titel.

Eine Neuerung der Serie war, dass die Titelsequenz von einem Song unterlegt war . Auch hier: negative Äußerungen. In Hinblick auf den Song hat sich das auch nie geändert – noch immer verabscheuen ihn viele.

Was einigen Fans aber auch nicht gefiel: die Idee eines Prequels. Wieso musste Star Trek an den Anfang zurück, wieso nicht weitererzählen, was passiert, am besten noch mit ein paar bekannten Figuren? Doch auch, dass die Geschichte auf einer Enterprise stattfand, missfiel. Denn im Kanon war diese Enterprise bis dato unbekannt.

Schon damals – und bei Enterprise lässt sich der Hass schon im Internet finden – wurde den Machern, vor allem Rick Berman und Brannon Braga, vorgeworfen, dass sie keine Ahnung von Star Trek hätten, es nicht liebten und die Drehbücher schlecht seien . Dasselbe hört man heutzutage über das neue Star Trek unter Führung von Alex Kurtzman. Dabei zeigt gerade eine Folge wie die fünfte Episode der ersten Staffel von Star Trek: Starfleet Academy , dass die Macher Star Trek sehr wohl lieben.

Aber auch mit Star Trek: Enterprise war nicht Schluss. Es kamen ja noch die neuen Filme.

Es kann nur einen Kirk geben

Auch als der erste Kinofilm von J.J. Abrams angekündigt wurde, war das Geschrei groß. Einerseits wurde es als Sakrileg angesehen, dass Kirk und Co. neu besetzt wurden, andererseits fürchtete man einen tumben Actionfilm, der alles verraten würde, wofür Star Trek stand. Und dann erregte noch der Umstand, dass die Filme in einer alternativen Zeitlinie spielen, den Unmut mancher Fans. Denn der Kanon und die Kontinuität sind vielen heilig – etwas, das sich schon bei Star Trek: Enterprise zeigte.

Die so genannten Kelvin-Filme waren erfolgreicher als jeder der vorherigen Filme mit klassischer und TNG-Crew, weil Abrams Star Trek für ein neues Publikum frisch machte – wie seit 2017 auch Alex Kurtzman. Denn ein Franchise, das nur das bietet, was es immer schon gab, das es nicht wagt, Neues zu erzählen, ist letzten Endes zum Sterben verurteilt.

Es muss ein neues, junges Publikum angesprochen werden, damit ein Franchise langfristig überleben kann. Das mögen manche nicht verstehen wollen: die Art Fan, die schon 1986 existierte und es hasste, dass es nach Kirk und Co. eine neue Crew geben sollte. Solche Fans gab es eben schon immer, sie sind heute nur aufgrund der technischen Möglichkeiten lautstärker denn je.

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  • 07. Februar 2026 um 09:00

3i Infrastructure: Eigner sieht fehlende Finanzierungsmöglichkeiten für DNS:NET

Von Achim Sawall
Glasfaser -Firmen bekommen gerade schwer Kredite zu akzeptablen Konditionen für Deutschland. Darum bewertet 3i Infrastructure seine Beteiligung DNS:NET wohl künftig als Totalausfall.
(v.l.n.r.) Ralph Steffens, Co-CEO von DNS:NET und Oliver Igel (SPD), Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick (Bild: DNS:Net)
(v.l.n.r.) Ralph Steffens, Co-CEO von DNS:NET und Oliver Igel (SPD), Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick Bild: DNS:Net

Der Mehrheitsinvestor von DNS:NET, die britische 3i Infrastructure, will den Wert des Netzbetreibers komplett abschreiben. Das hat 3i am 2. Februar 2026 bekanntgegeben . Grund seien "fehlende Finanzierungsmöglichkeiten für den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes von DNS:NET" , weil die "Kreditnachfrage nach deutschen Glasfaserausbauunternehmen sich deutlich verschlechtert" habe.

Zugleich betonte 3i Infrastructure, dass DNS:NET sich operativ weiterhin planmäßig entwickeln würde. Das Problem sei nur die schlechte Bewertung wegen der Kreditnachfrage. Zuletzt hatte DNS:NET angekündigt , in vier Regionen rund um Berlin Einfamilienhaushalte mit bis zu 8,5 GBit/s auszustatten.

Bernardo Sottomayor, Managing Partner und Leiter Europäische Infrastruktur bei 3i Investments, sagte: "Die erheblichen Auswirkungen des sich verschlechternden Finanzierungsumfelds im Bereich des Glasfaserausbaus in Deutschland und damit einhergehend auf unsere Investition in DNS:NET stellen einen enttäuschenden Ausreißer dar."

DNS:NET als enttäuschender Ausreißer

3i Infrastructure übernahm im April 2021 die Mehrheit von 60 Prozent für den Preis von 182 Millionen Euro von der Deutschen Beteiligungs AG und dem Gründer Alexander Lucke, der das Unternehmen weiterhin als Chief Executive Officer leitete. DNS:NET kündigte danach an, im Berliner Umland, Brandenburg und dem angrenzenden Sachsen-Anhalt mit Hilfe der Beteiligung und den Banken in den kommenden Jahren weitere 2,5 Milliarden Euro für den Glasfaserausbau zu investieren.

Doch 3i setzte im Jahr 2023 Ralph Steffens als Co-CEO bei DNS:NET ein und investierte weitere 24 Millionen Euro. "DNS:NET sieht sich in Deutschland weiterhin mit schwierigen Marktbedingungen im Glasfasersektor konfrontiert, was zu erheblichen Verzögerungen beim Netzausbau im Großraum Berlin führt" , erklärte der Eigner .

Einbruch bei Telekom-Konkurrenten

Damit setzt sich der Einbruch von alternativen Glasfaserfirmen fort: Unsere Grüne Glasfaser (UGG) , ein Joint Venture der Telefónica Group und des Allianz Versicherungskonzerns, hatte im Juni 2025 erklärt, keine neuen Ausbauprojekte mehr zu starten. Unternehmenssprecher Jens Lauser sagte Golem am 4. Dezember 2025: "Bei UGG wird der Fokus auch 2026 darauf liegen, die aktuell eigenwirtschaftlich finanzierten rund 450 deutschen Gemeinden online zu bekommen. Zusätzliche neue Gebiete und neue Vereinbarungen sind für den Moment nicht in der Planung."

Deutsche Glasfaser kündigte Mitte Oktober 2025 an , den Ausbau in den kommenden Jahren langsamer voranzutreiben. Bis zu 250 Arbeitsplätze sollen deutschlandweit abgebaut werden.

In Gemeinden, in denen bereits die Ausbauquote erreicht wurde, zog man sich nach Pleiten von Bauunternehmen zurück. Auch der Überbau oder dessen Ankündigung durch die Telekom ist eine Ursache für die Probleme von UGG und Deutsche Glasfaser.

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  • 06. Februar 2026 um 21:03

E-Autos: Stellantis zieht den Stecker

Von Michael Linden
Der Autokonzern Stellantis streicht seine Pläne für E-Autos und setzt wieder auf Verbrenner. Die Aktie stürzt ab, Arbeitsplätze in Europa werden gestrichen.
Stellantis führt einen Reset durch. (Bild: Jeff Kowalsky/AFP via Getty Images)
Stellantis führt einen Reset durch. Bild: Jeff Kowalsky/AFP via Getty Images

Stellantis ändert seinen Kurs radikal und sieht seine E-Auto-Strategie als gescheitert an. Stellantis-Konzernchef Antonio Filosa rechnet für 2026 mit einem Verlust zwischen 19 und 21 Milliarden Euro bei einem Umsatz von rund 80 Milliarden Euro, wie das Handelsblatt berichtet . Die Aktie hat nach Bekanntgabe der Zahlen fast ein Viertel ihres Wertes eingebüßt. Eine Dividende wird es für die Aktionäre in diesem Jahr nicht geben.

Der Schritt steht im Zusammenhang mit den stockenden Verkäufen von Elektrofahrzeugen in Europa und in den USA. In Europa erwägt die EU-Kommission bereits, das geplante Verbrenner-Aus für 2035 aufzuweichen. In den USA hat die Trump-Regierung die Förderung für Elektroautos weitgehend gestrichen.

Die Ladeinfrastruktur gilt auf beiden Kontinenten als unzureichend. Lediglich in China schreitet die Umstellung schneller voran, getrieben durch staatliche Wirtschaftspolitik. Stellantis ist auf dem chinesischen Markt jedoch kaum präsent, anders als deutsche Konkurrenten.

Kritik am früheren Management

Filosa, seit Sommer 2025 an der Konzernspitze, übte Kritik an seinem Vorgänger Carlos Tavares. Demnach spiegeln die Belastungen die Kosten einer Überbewertung der Geschwindigkeit bei der Energiewende wider. Dies habe den Konzern von den Wünschen vieler Autokäufer entfernt.

Stellantis nannte auch Qualitätsprobleme. Allein 4,1 Milliarden Euro entfielen auf Rückstellungen für Garantieleistungen. Neben Kosten-Inflation gehe es um eine Verschlechterung der Qualität durch operative Entscheidungen, die nicht die erwarteten Ergebnisse geliefert hätten.

Der geplante Stellenabbau in Europa kostet 1,3 Milliarden Euro. Weitere 2,1 Milliarden Euro werden für die Anpassung der Akku-Pläne fällig, unter anderem für Entschädigungszahlungen an Partner. Den Löwenanteil von 14,7 Milliarden Euro macht die Anpassung der Elektroauto-Strategie in den USA aus.

Davon fließen 5,8 Milliarden Euro in bar vor allem an Zulieferer, die in Vorleistung gingen. Der Politikwechsel unter der Trump-Regierung zwingt den Konzern zu diesem strategischen Wechsel. Während unter Joe Biden noch Quoten die Autobauer zu E-Autos drängen sollten, steht bei Trump der Klimawandel nicht mehr im Fokus.

Filosa kann künftig erwarten, mehr Verbrenner zu verkaufen, die weiterhin höhere Margen versprechen als E-Autos. Die Verbrennertechnik gilt als weitgehend ausentwickelt, während E-Autos hohe Investitionen erfordern und oft nahe an den Herstellungskosten verkauft werden.

Investitionen in den USA

Die US-Zölle bringen Stellantis dazu, mehr in den USA zu investieren, um dort produzieren zu können. Während in Europa Jobs wegfallen, sollen in den USA mehr als 5.000 neue Stellen entstehen. 2.000 neue Ingenieure seien bereits an Bord, um Qualitätsmängel auszugleichen.

In den kommenden vier Jahren will Stellantis 13 Milliarden Dollar in den USA investieren – die größte Investition in der kurzen Geschichte des Unternehmens. In Kanada gibt es dagegen ein Gemeinschaftsunternehmen mit LG für ein Akkuwerk auf .

Der Strategieschwenk zeigt sich an den künftigen Modellen. In den USA wurde der rein elektrische Pick-up RAM 1500 gestrichen. Das Modell erhält wieder einen V8-Motor. Zurück kommt auch der Jeep Cherokee, der Jeep Compass wird in einer neuen Generation aufgelegt.

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  • 06. Februar 2026 um 19:31

Smarte Thermostate von Aqara, Bosch, Homematic IP, SwitchBot, Tado, TP-Link

Von Heise

Komfortabler und billiger heizen: Das gelingt mit digitaler Heiztechnik, wozu nicht nur smarte Thermostate gehören, sondern auch weitere Gehilfen.

Billiger heizen, komfortabler heizen, oder idealerweise beides: Das gelingt mit smarter Heiztechnik. Dazu gehören nicht nur smarte Thermostate, sondern auch weitere digitale Gehilfen, wie die c’t-Redakteure Urs Mansmann und Stefan Porteck im Podcast diskutieren.

Urs berichtet von monatlichen Verbrauchsübersichten, die manche Vermieter ihren Mietern erstellen müssen – was nur kaum jemand weiß. Urs erklärt, unter welchen Bedingungen man Anspruch auf diese Abrechnungen hat und was fernauslesbare Heizkostenverteiler damit zu tun haben.

Dann geht es natürlich auch um smarte Thermostate. Wir vergleichen sechs aktuelle Modelle, beschreiben Einbau, Nutzen sowie Funkinfrastrukturen und erklären, warum Matter enttäuscht. Wir diskutieren, unter welchen Bedingungen Geofencing, Fenstersensoren und Raumthermostate funktionieren. Und wir tauschen Erfahrungen und Tipps aus.

Die Systeme und Apps stoßen an ihre Grenzen, wenn man Thermostate und Sensoren verschiedener Hersteller mischen oder aufwendige Regeln nutzen möchte. Stefans Lösung: die Smart-Home-Plattform Home Assistant. Er beschreibt, wie man smarte Thermostate integriert, sie mit beliebigen Sensoren kombiniert und die Regeln implementiert.

Zwischendurch weisen wir auf einen neuen YouTube-Kanal von heise hin: c’t Phasenlage. Dort stellen wir Energiethemen wie Photovoltaik, Solarakkus, dynamische Stromtarife, Wärmepumpen und Smart Home miteinander verzahnt dar. Der Kanal richtet sich an technikinteressierte Einsteiger und Experten und bringt – wenn Host Jörg Wirtgen es hinkriegt – alle 14 Tage ein Video: https://www.youtube.com/@ctPhasenlage [7]

Zu Gast im Studio: Urs Mansmann, Stefan Porteck
Host: Jörg Wirtgen
Produktion: Tobias Reimer

► Die c’t-Artikel zum Thema (Paywall):

Warum sich Smart-Home-Technik beim Heizen lohnt [9]

Sechs smarte Heizkörperthermostate im Test [10]

Smarte Thermostate mit Home Assistant ausreizen [11][Link auf https://www.heise.de/select/ct/2026/2/2531709092450993844] [12]

Ohne Cloud: Heizungen von Bosch, Buderus und Junkers überwachen und steuern [13][Link auf https://www.heise.de/select/ct/2026/2/2530709291970570642] [14]

Geld sparen mit monatlicher Verbrauchsübersicht für Heizung und Warmwasser [15]

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  • 07. Februar 2026 um 06:30

Streaming-Falle: Warum Ihre Abos immer teurer werden – und was hilft

Von Luca Schäfer

Luca Schäfer

Ein TV mit Apps und eine Fernbedienung im Vordergrund

Welches Streamingportal lohnt sich – und wie können Verbraucher das herausfinden?

(Bild: Proxima Studio/Shutterstock.com)

Anbieter nutzen einen perfiden Trick, um Kunden zur Kasse zu bitten. Doch es gibt einen Ausweg aus der Kostenspirale.

Am Ende entscheidet [1]Karlsruhe: Der Streit um die Erhöhung der Rundfunkbeiträge in Deutschland landet per Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht.

Bereits 2020 sorgten [2] CDU-Experten mit der Forderung nach einer Privatisierung von ARD und ZDF für Aufregung. Auch die AfD will dem Rundfunkbeitrag an den Kragen [3] und attackiert [4] aktuell die Sendeanstalten unter dem Vorwurf fehlender Objektivität im Landtag von Sachsen-Anhalt – bislang ohne Erfolg.

Gleichwohl stehen zahlreiche Alternativen mit einem vielfältigen Angebot in den Startlöchern: Netflix, Amazon Prime, DAZN und Co. sind als feste Größen im deutschen Markt etabliert.

So bricht das videobasierte Streaming-Format YouTube alle Rekorde: Laut der neuesten [5] Medienstudie nutzen 70 Prozent aller über 14-jährigen Konsumenten die amerikanische Plattform. Bisweilen scheint dennoch die neue Rundfunk-Digitalstrategie aufzugehen: Junge Formate wie "Funk" sollen Markt und Einfluss sichern. Liegt die Zukunft dennoch im Streaming?

Neue Dimensionen der Konkurrenz

Die junge Bevölkerung nutzt [6] im Durchschnitt 2,5 Streamingdienste gleichzeitig. YouTube, ÖRR-Mediatheken und globale Dienste konkurrieren mittlerweile auf Augenhöhe. Dabei entwickelte [7]sich Internetbasiertes Streaming erst in den 2000er Jahren.

Mittlerweile existiert eine große Produktpalette. Diese reicht von Internetfernsehen über Streamserver (wie Netflix) und Web-Fernsehangebote (wie bei der ZDF-Mediathek) bis hin zu Sendungen, die exklusiv für das Internet produziert werden (wie nahezu alle Formate auf YouTube).

Der Markt ist gewaltig: Allein YouTube blickt [8] auf bis zu 800 Millionen Nutzer pro Monat und sammelt bis zu 60 Stunden neues Videomaterial pro Minute. Im Jahr 2012 waren in Deutschland insgesamt 1424 Web-TV-Sender verfügbar, darunter drei Prozent öffentlich-rechtliche Anbieter. Jene Zahl schoss immens in die Höhe: Schon 2016 konnten 12.000 Angebote gezählt werden [9], wobei ein großer Teil auf YouTube-Kanäle zurückzuführen war.

Der Branchenprimus Netflix vermeldete [10] Anfang 2026 einen satten Quartalsgewinn von 2,9 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn generiert [11] sich hierbei aus einem Dreiklang: Mit dem größten Anteil trägt der Verkauf von Abonnements bei, gefolgt von Werbeeinnahmen sowie gelegentlichen Lizenzverkäufen oder Partnerschaften.

Von der Premier League in die Welt

Doch besitzen glänzende Zahlen auch eine Kehrseite. Einerseits drückt der mittlerweile harte Wettbewerbsmarkt – neben Netflix existieren mit Paramount, Amazon, Spotify oder Peacock Dutzende weitere Anbieter – auf die Margen.

Andererseits folgt aus der gewachsenen Marktmacht der Anbieter eine gewisse Problematik für die Nutzenden, was sich am Beispiel des Sportmarktes exemplarisch darstellen lässt. 2016 startete DAZN als "Netflix des Sports" [12] seinen Siegeszug: Nach und nach kaufte [13] man die Übertragungsrechte der englischen Premier League (damals von Sky Deutschland) sowie einer Vielzahl internationaler Fußball-Ligen und weiterer Sportligen hinzu.

Der Vorteil für die Nutzer [14] lag auf der Hand: Losgelöst vom immobilen TV-Endgerät wurde das Mitfiebern bei sportlichen Ereignissen an nahezu allen Orten der Welt möglich – gegen ein entsprechend zu bezahlendes Abonnement.

Doch DAZN erhöhte in den letzten Jahren verlässlich die Preise, fragmentierte gemeinsam mit anderen Konkurrenz-Anbietern die Spieltage und Zeiten (um eine optimale Verwertung zu ermöglichen) und sorgte – en passant – dafür, dass kaum ein Sportereignis mehr im frei empfangbaren Programm läuft. Kritik von Verbraucherschützern [15] und aktiven Fans hagelte es [16], doch der Trend scheint ungebrochen.

Zur Kasse, bitte!

Wie DAZN im Sportbereich, so nutzt Netflix seine Marktmacht im Bereich des Streamings von Unterhaltungssendungen. Versteckte Kosten, Abofallen, eine hochgefahrene Werbung und eine je nach Bezahlvariante eingeschränkte Zugänglichkeit brachten Netflix in die Kritik [17]. Insbesondere gilt jedoch, dass die – durchaus auch als Stärke zu verstehende – Fragmentierung den Bogen überspannt.

Um alle Trash-TV-Formate oder alle Spiele des FC Bayern München in der Champions League, dem DFB-Pokal und der deutschen Bundesliga verfolgen zu können, braucht es ein halbes Dutzend verschiedener Zugänge. Dies sowie fehlende Nachrichtenformate, ein mangelhafter Kinderschutz, die Verdrängung lokaler Kulturgüter sowie eine durch Preismechanismen organisierte soziale Exklusion stellen die größten Kritikpunkte dar.

Zeitgeist Add-On

Neben einer mittlerweile per Algorithmen perfektionierten Personalisierung bestechen die Angebote durch eine zeit- wie ortsunabhängige On-Demand-Fähigkeit. Inhalte können auf Smart-TVs, Tablets, Smartphones und PCs ohne zusätzliche Hardware empfangen werden [18]. Streaminganbieter investieren stark in exklusive Inhalte, Originalproduktionen und globale Lizenzpakete. Sie haben ihre Produktionen in weiten Teilen professionalisiert und bestechen mit kinoreifen Film- oder Serienangeboten.

Die angebots- und identitätsbasierte Streamingdienstleistung passt damit ideal in den aktuellen Zeitgeist: 95 Prozent der Remote-Worker streamen heimlich [19] während der Arbeitszeit nach einer Studie aus 2022.

Die Digitalisierung der Freizeit hebelt [20] die klassische Arbeit-Freizeit-Unterteilung stückweise aus. Insbesondere bei den vorherrschenden seichten Unterhaltungsformaten kann zu schneller Entspannung und Zerstreuung beitragen [21], wie malayische Untersuchungen ergaben. Streaming fördert eine Kultur des sofortigen Zugriffs: Inhalte sind jederzeit verfügbar, es gibt einen endlosen Nachschub und personalisierte Empfehlungen – der Zeitgeist einer rastlosen On-Demand-Gesellschaft.

Worauf zu achten gilt…

Gleichwohl bieten die Streamingplattformen derzeit die gängigste und erfolgversprechendste Alternative zum in die Kritik geratenen Standardprogramm von ARD und ZDF. Wer demnach an Weihnachten "Kevin allein zu Haus" oder der 900. Folge "Lindenstraße" entfliehen möchte, sollte folgende Hinweise ernst nehmen: Nutzen Sie Vergleichsportale [22]!

Oftmals lassen sich Angebote bündeln, Jahresermäßigungen buchen oder zu speziellen Angebotszeiten Gebühren sparen. Entscheiden Sie zudem, angepasst an Ihr Konsumverhalten, was sich wirklich lohnt: Wer keinen Reiz an Bundesliga und Co. empfindet, dürfte sich DAZN problemlos sparen können.

Familien- oder mit Freunden geteilte Multi-Profil-Optionen können im legalen Rahmen zudem die Kosten senken [23]. Insbesondere gilt es, auf automatische Kostenerhöhungen zu achten, die leider regelmäßig und oft versteckt erfolgen.

Auch kann es nützlich sein, sich bei den Abo-Varianten clever zu entscheiden [24]: Wer Werbepausen ertragen kann, zahlt oftmals deutlich weniger. In der Regel gilt, dass Abo-Hopping günstiger ist als ein Dauer-Abo. Zu guter Letzt sollte nicht vergessen werden: Solange die Rundfunkgebühren verpflichtend sind, lohnt sich ein Blick in die kostenfreien Angebote der Rundfunk-Mediatheken.

Vor dem Abschluss prüfen:

  1. Preis vs. Leistung: Unterschiedliche Tarif-Stufen vergleichen.
  2. Inhalte: Exklusivserien oder Must-See-Filme identifizieren.
  3. Testphase nutzen: Probeabos ausnutzen, Kündigung im Kalender eintragen.
  4. Kompatibilität: Geräte & Offline-Optionen checken.
  5. Abo-Management: Laufende Dienste regelmäßig überprüfen.
  6. Mediatheken: Kostenlose Angebote nutzen.
  7. Gruppe: Multi-Profile Angebote ausreizen.

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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.deutschlandfunk.de/rundfunkbeitrag-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-bundesverfassungsgericht-100.html
[2] https://www.spiegel.de/politik/deutschland/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-cdu-experten-wollen-ard-und-co-privatisieren-a-c00ec550-71fa-4203-b247-84f59a5b9409?utm_source=dlvr.it&utm_medium=%5Bfacebook%5D&utm_campaign=%5Bspontop%5D#ref=rss
[3] https://www.fr.de/politik/bundestagswahl-afd-strebt-abschaffung-des-rundfunkbeitrags-an-zr-93521355.html
[4] https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landespolitik/afd-scheitert-mit-rundfunk-abstimmung-102.html
[5] https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/ard-zdf-medienstudie-oeffentlich-rechtliche-streaming-angebote-mit-reichweite-vor-privaten-streaming-diensten
[6] https://www.media-perspektiven.de/fileadmin/user_upload/media-perspektiven/Medienstudie/PM_ARD-ZDF-Medienstudie_2025_final_fuer_MP-Website.pdf
[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Internetfernsehen
[8] https://www.etwasverpasst.de/erklarung
[9] https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/NuN_15_WebTV_0.pdf
[10] https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/netzwelt/article696ff8ee707d4aa20757b2be/netflix-mit-mehr-als-325-millionen-kunden.html
[11] https://www.thewrap.com/netflix-disney-hbo-max-paramount-peacock-subscribers-revenue-profit-november-2025-update/
[12] https://de.wikipedia.org/wiki/DAZN
[13] https://web.archive.org/web/20200809234656/https://media.dazn.com/de/press-releases-dach/2019/07/dazn-bundesliga-eurosport/
[14] https://www.bsgroup.eu/blog/the-future-of-viewing-sports-streaming-services/
[15] https://web.de/magazine/sport/fussball/verbraucherschuetzer-dazn-40640936
[16] https://www.tagesspiegel.de/sport/ubertragungsrechte-der-fussball-bundesliga-warum-die-fans-die-leidtragenden-sein-werden-12801866.html
[17] https://www.klamm.de/news/das-teure-streaming-zeitalter-wie-netflix-spotify-co-ihre-nutzer-zur-kasse-bitten-68N67d429badae1700001d54524.html
[18] https://inorain.com/blog/broadcasting-vs-streaming
[19] https://tech.co/news/remote-work-streaming
[20] https://www.nokzeit.de/2024/10/07/die-digitalisierung-des-freizeitverhaltens/
[21] https://rsisinternational.org/journals/ijriss/articles/the-impact-and-contributions-of-online-streaming-platforms-on-creative-content-viewing-culture-in-post-covid-19-malaysia/
[22] https://www.chip.de/news/Guenstige-Streaming-Abos-im-Vergleich-Gleiche-Inhalte-bei-geringeren-monatlichen-Kosten_185621238.html
[23] https://www.merkur.de/verbraucher/im-alltag-sparen-streaming-kosten-im-blick-die-tipps-zr-94123684.html
[24] https://www.fr.de/wirtschaft/netflix-disney-amazon-worauf-kunden-beim-streaming-abo-achten-sollten-geheim-tipp-inklusive-93275856.html

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  • 06. Februar 2026 um 20:20

Studium, Master, trotzdem prekär – warum Bildung nicht mehr vor Abstieg schützt

Von Thomas Pany

Thomas Pany

Schülerin oder Studentin niedergekämpft am Schreibtisch mit Bücherstapeln

Bild: shutterstock.com

Wer heute studiert, macht alles richtig – und landet trotzdem in der Unsicherheit. Was ist mit dem Aufstiegsversprechen passiert?

Wer alles richtig macht, sollte nicht fallen. So lautete das unausgesprochene Versprechen der Bildungsgesellschaft: lernen, studieren, Abschluss erwerben – und sozial aufsteigen. Doch dieses Versprechen trägt nicht mehr für alle. Der französische Bildungsforscher François Dubet formuliert es im Interview mit Le Monde [1] so:

"Der Abschluss ist zugleich unverzichtbarer und weniger rentabel als früher. "

Eine Diagnose, die auch in Deutschland einen wunden Punkt berührt.

Bildung wurde über Jahrzehnte als Aufstiegsmaschine verstanden. Die Idee war ebenso ökonomisch wie demokratisch: Höhere Qualifikation steigert Produktivität und schafft Chancengleichheit.

Die Massenbildung hat den Zugang geöffnet – aber sie hat die Hierarchien nicht abgeschafft. Dubet, der gemeinsam mit Marie Duru-Bellat L'Emprise scolaire [2] veröffentlicht hat, beschreibt ein System, das breiter geworden ist, aber nicht durchlässiger.

Mehr Abschlüsse, weniger Wert

In Frankreich erwerben heute rund acht von zehn Jugendlichen das Abitur. Dort heißt es: "Baccalauréat" oder kurz: "Le Bac". Mehr als jeder Zweite beginnt ein Studium.

Studieren ist zur Normalität geworden – auch in unteren sozialen Schichten. Doch die Demokratisierung der Eliten bleibt begrenzt. Die Grandes Écoles und Vorbereitungsklassen sind weiterhin sozial stark abgeschottet.

Die Selektion hat sich lediglich verlagert: Nicht mehr "Abitur oder nicht“, sondern welches Zeugnis von welcher Universität?

Der Bildungsforscher Dubet spricht von einer Inflationslogik: Man braucht mehr, um dasselbe zu erreichen. Das gilt augenscheinlich nicht nur für Frankreich: Früher reichte das Abitur für gehobene Positionen, dann ein Bachelor, heute ein Master.

Die Auswahl wanderte weiter zum Master. Doch qualifizierte Arbeitsplätze entstehen nicht im gleichen Tempo wie Abschlüsse – sie hängen vom Arbeitsmarkt und von Konjunkturzyklen ab.

Fragile Absolventen auf unsicherem Terrain

Die Folge sind "fragile Absolventen" – gut ausgebildet, aber verletzlich gegenüber Schwankungen des Arbeitsmarkts. Studien des französischen Forschungszentrums Céreq zeigen: Mit der Inflation der Titel braucht es immer höhere Abschlüsse, um denselben Status zu erreichen.

Auch in Deutschland zeigt sich diese Dynamik. Laut dem Statistischen Bundesamt [3] sind 15 Prozent der Erwerbstätigen unter 35 formal überqualifiziert. Jede siebte junge Erwerbstätige verfügt über einen höheren Abschluss, als für die Tätigkeit erforderlich wäre. Bei Frauen liegt der Anteil bei 16 Prozent, bei Männern bei 13 Prozent.

Besonders betroffen sind junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte: 18 Prozent von ihnen gelten als überqualifiziert. Zudem arbeiten 22 Prozent der unter 35-Jährigen fachfremd, bei Menschen mit Einwanderungsgeschichte 28 Prozent. Überqualifizierung bedeutet dabei nicht "zu viel Bildung", sondern ein Missverhältnis zwischen Qualifikation und Arbeitsmarkt.

Sortieren statt bilden

Der Abschluss dient zunehmend als Sortierinstrument. Laut Dubet entfernt sich das französische System von seinem ursprünglichen Zweck, Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln, und wird zum Mechanismus der sozialen Differenzierung. Jeder zweite Absolvent eines allgemeinen Bachelorstudiengangs findet seine erste Stelle ohne fachlichen Bezug.

Das Problem ist nicht individuelles Scheitern, sondern ein strukturelles Versprechen, das nicht mehr eingelöst wird. Generationen wurde suggeriert, längere Zeiten an Schulen und Universitäten garantieren eine angemessene soziale Position.

Wenn diese Erwartung enttäuscht wird, entsteht nicht nur ökonomische Unsicherheit, sondern symbolische Entwertung – ein Gefühl des Abstiegs trotz Anstrengung.

Zwischenüberschrift: Neue Bildungsspaltung zwischen Elite und Masse

Eine Studie des französischen Planungskommissariats [4] zeigt: Drei von vier Franzosen glauben, früher sei es besser gewesen – auch zwei Drittel der unter 35-Jährigen. Heute ist im Nachbarland jeder zweite junge Mensch Hochschulabsolvent, 1975 war es nur jeder Fünfte.

Gleichzeitig ist der Berufseinstieg unsicherer, prekäre Beschäftigung verbreiteter, die relative Einkommensposition der Jungen schwächer.

Der Zugang zu Wohneigentum ist schwieriger geworden, während ältere Generationen größere Vermögensanteile konzentrieren. Auch der Cour des Comptes [5] (französischer Rechnungshof) konstatiert begrenzte Effekte der Bildungsförderung in benachteiligten Gebieten. Die soziale Frage verschwindet nicht – sie verschiebt sich.

Abschluss als einzige Form sozialer Anerkennung

Dubet plädiert nicht für weniger Bildung. Sein Einwand ist grundsätzlicher: Der Abschluss ist zur nahezu einzigen legitimen Form sozialer Anerkennung geworden. Damit wird jede Abweichung vom akademischen Ideal als Defizit gelesen.

Gefordert seien vielfältigere Wege, mehr Durchlässigkeit, Anerkennung außerakademischer Kompetenzen, die Möglichkeit von Pausen und Umwegen. Nicht die Akademisierung an sich ist das Problem, sondern die Monopolisierung von Status durch Zertifikate.

Wenn Bildung das zentrale Aufstiegsversprechen einer Demokratie ist, dann trifft sein Bruch den Kern ihres Selbstverständnisses. Die Enttäuschung darüber bleibt nicht folgenlos – sie vertieft die Spaltung zwischen Gewinnern und Verlierern des schulischen Wettbewerbs und öffnet politischen Polarisierungen Raum.

Hinzu kommt eine weitere Unbekannte: der wachsende Einfluss Künstlicher Intelligenz auf Ausbildung und Arbeitsmarkt. Noch ist unklar, welche Tätigkeiten automatisiert, welche Kompetenzen aufgewertet und welche entwertet werden.

Sicher ist nur, dass KI nicht mehr bloß Routinearbeiten ersetzt, sondern zunehmend analytische, kreative und wissenschaftliche Prozesse unterstützt oder übernimmt. Wenn Qualifikationen schneller veralten und Denkprozesse ausgelagert werden, könnte sich die Renditelogik von Abschlüssen weiter verschieben.

Bildung stünde dann nicht nur vor dem Problem der Titelinflation, sondern vor der grundsätzlichen Frage, welche Fähigkeiten in einer KI-geprägten Ökonomie überhaupt noch als knapp und damit als wertvoll gelten.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.lemonde.fr/campus/article/2026/02/06/francois-dubet-le-diplome-est-a-la-fois-plus-indispensable-et-moins-rentable-qu-autrefois_6665627_4401467.html
[2] https://www.pressesdesciencespo.fr/fr/book/?GCOI=27246100854820
[3] https://www.presseportal.de/pm/32102/6204530
[4] https://www.strategie-plan.gouv.fr/publications/jeunesse-dhier-et-daujourdhui-le-grand-declassement
[5] https://www.vie-publique.fr/rapport/298465-leducation-prioritaire-une-politique-publique-repenser

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  • 06. Februar 2026 um 20:15
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