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Apple-Studie: Nutzer wollen transparente KI-Agenten statt Black-Box-Systeme

Von Heise
Ein Kopf mit Aufschrift AI

(Bild: photoschmidt/ Shutterstock.com)

Eine neue Studie von Apple untersucht, wie Menschen mit KI-Agenten interagieren wollen. Das Ergebnis: Transparenz und Kontrolle schlagen Leistung.

Apple-Forscher haben in einer zweiphasigen Studie untersucht, wie Nutzer mit KI-Agenten interagieren möchten. Das Ergebnis ist überraschend: Menschen bevorzugen weniger leistungsstarke, sondern eher transparente Agenten gegenüber leistungsstarken Black-Box-Systemen. Die im Februar 2026 veröffentlichte Studie „Mapping the Design Space of User Experience for Computer Use Agents“ [1] identifiziert vier zentrale Kategorien für das UX-Design und analysiert neun bestehende Systeme wie Claude Computer Use Tool, OpenAI Operator und Googles Project Mariner.

Die Forscher untersuchten in Phase 1 ihrer Studie neun kommerzielle KI-Agent-Systeme und führten Interviews mit acht UX- und KI-Praktikern aus großen Technologieunternehmen. In Phase 2 testeten sie ihre Erkenntnisse mit 20 Teilnehmern in einem sogenannten Wizard-of-Oz-Experiment. So wird ein Versuch bezeichnet, bei dem ein Mensch (Proband) annimmt, mit einem autonomen (im Sinne der künstlichen Intelligenz) System zu kommunizieren, in Wirklichkeit aber mit einem Menschen interagiert. Die Probanden sollten Aufgaben wie Ferienwohnungsbuchungen oder Online-Shopping erledigen, während ein Forscher im Nebenraum die Agent-Aktionen simulierte. Die Teilnehmer konnten den vermeintlichen Agenten jederzeit mit einem Interrupt-Button stoppen. Die aufgezeichneten Videos und Chat-Logs lieferten Einblicke in die tatsächlichen Nutzererwartungen.

Transparenz wichtiger als Automatisierung

Ein zentrales Ergebnis: Nutzer wollen Einblick in Agent-Aktivitäten, aber kein Mikromanagement. Zu viel Kontrolle würde bedeuten, dass sie die Aufgaben gleich selbst erledigen könnten. Besonders wichtig ist den Probanden Transparenz bei unbekannten Bedienoberflächen. Dort wünschen sie mehr Zwischenschritte, Erklärungen und Bestätigungspausen – selbst bei Szenarien mit geringem Risiko. Bei Aktionen mit echten Konsequenzen wie Käufen, Kontoänderungen oder Kontaktaufnahmen mit anderen Menschen fordern Nutzer mehr Kontrolle.

Das Vertrauen in KI-Agenten bricht schnell zusammen, wenn das System stille Annahmen trifft oder Fehler macht. Bei mehrdeutigen Wahlmöglichkeiten bevorzugen Nutzer, dass der Agent pausiert und nachfragt, statt zufällig zu wählen. Besonders deutlich wird dies bei Entscheidungen, die zu falschen Produktauswahlen führen könnten.

Bestehende Systeme erfüllen Erwartungen nur teilweise

Die neun analysierten Systeme, darunter Claude Computer Use Tool von Anthropic, OpenAI Operator und Googles Project Mariner, erfüllen die Nutzererwartungen laut den Forschern nur teilweise. Die Studie zeigt auch kontextabhängige Erwartungen: Nutzer wollen unterschiedliches Agent-Verhalten, je nachdem ob sie Optionen erkunden oder eine bekannte Aufgabe ausführen. Die Erwartungen ändern sich auch basierend auf der Vertrautheit mit einer Schnittstelle. Die gesammelten Erkenntnisse könnten direkten Einfluss auf Apples geplante Siri-Überarbeitung haben. So kündigte der iPhone-Hersteller im Sommer 2024 an, dass der Sprachassistent künftig appübergreifend Aufgaben erledigen soll. Die Veröffentlichung verzögerte sich jedoch. Aktuell wird erst in den nächsten Monaten damit gerechnet [2].

Apple verfolgt bei KI-Agenten einen deutlich konservativeren Ansatz als Konkurrenten wie OpenAI, Google und Meta. Während diese Unternehmen Milliarden in große, allgemeine Sprachmodelle investieren, konzentriert sich Apple auf gezielte, datenschutzorientierte Features mit Schwerpunkt auf On-Device-Verarbeitung.

Für rechenintensive Aufgaben evaluiert Apple externe Modelle, insbesondere Googles Gemini, plant aber, eine angepasste Version auf eigenen Servern zu betreiben. Persönliche Daten und Geräte-Kontext bleiben bei Apples eigenen In-House-Modellen. Die aktuelle Studie spielt Apple in die Hände: Nutzer akzeptieren lieber später startende, aber besser konzipierte Systeme als schnell eingeführte Black-Box-Lösungen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11176387

Links in diesem Artikel:
[1] https://machinelearning.apple.com/research/mapping
[2] https://www.heise.de/news/Bericht-Neue-Siri-doch-nicht-in-iOS-26-4-11173689.html
[3] https://www.heise.de/mac-and-i
[4] mailto:mki@heise.de

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  • 13. Februar 2026 um 17:14

Eclipse Theia 1.68: KI-Agenten lernen Skills und erledigen To-do-Listen

Von Heise
Eine Roboterhand auf einer Tastatur

(Bild: kung_tom/Shutterstock.com)

Das Verwenden des GitHub Copilot gestaltet sich nun einfacher, und KI-Agenten können Fortschritte visuell darstellen sowie Skills verwenden.

EclipseSource hat die Veröffentlichung von Eclipse Theia 1.68 bekanntgegeben, einer quelloffenen Entwicklungsplattform für Web- und Cloud-basierte Tools. Das aktuelle Release erlaubt das Verwenden von GitHub Copilot out-of-the-box und lässt KI-Agenten – noch als Alpha-Feature – Skills verwenden. Neben zahlreichen KI-bezogenen Updates gibt es auch weitere Neuerungen, unter anderem zur Verbesserung der Accessibility.

Aufgabenplanung zum Mitverfolgen

KI-Agenten können in Eclipse Theia durch das neue Tool todo_write den Fortschritt mehrstufiger Aufgaben visuell darstellen: Sie können To-do-Listen erzeugen, die im Chatfenster angezeigt und aktualisiert werden. Die Aufgaben erhalten, ihrem Status entsprechend, Icons für „noch nicht erledigt“, „in Arbeit“ oder „erledigt“. Um das Feature nutzen zu können, muss der neue Agenten-Modus „Agent Mode (Next)“ aktiviert sein. Dieser soll sich dadurch auszeichnen, dass er Coding-Aufgaben effektiver, zuverlässiger und autonomer durchführt.

Das Entwicklungsteam zeigt ein Beispiel: Ein Prompt fordert den KI-Agenten auf, eine To-do-Liste für das Kochen einer Mahlzeit zu erstellen und so zu tun, als würde er die dafür nötigen Schritte ausführen.

Der KI-Agent arbeitet eine virtuelle To-do-Liste ab.
Der KI-Agent arbeitet eine virtuelle To-do-Liste ab.

Der KI-Agent arbeitet eine virtuelle To-do-Liste ab.

(Bild: EclipseSource)

GitHub Copilot in Eclipse Theia 1.68

Entwicklerinnen und Entwickler mit aktivem GitHub-Copilot-Abo können dieses nun direkt innerhalb der Theia IDE sowie in mit Theia AI erstellten Tools verwenden. Sie benötigen dafür weder zusätzliche API-Keys noch Abos. Dahinter steht technisch das neue Package @theia/ai-copilot, das GitHub Copilot als Language-Model-Anbieter in Eclipse Theias KI-Framework integriert, mitsamt Authentifizierung per OAuth.

Wie der Authentifizierungsvorgang aussieht, demonstriert das EclipseSource-Team:

GitHub Copilot lässt sich direkt aus Eclipse Theia 1.68 heraus nutzen.
GitHub Copilot lässt sich direkt aus Eclipse Theia 1.68 heraus nutzen.

GitHub Copilot lässt sich direkt aus Eclipse Theia 1.68 heraus nutzen.

(Bild: EclipseSource)

Skills für KI-Agenten

Als Alpha-Feature können KI-Agenten in Eclipse Theia nun Agent Skills nutzen. Diese bestehen aus wiederverwendbaren Anweisungen und Domänenwissen, die Agenten aus SKILL.md-Dateien beziehen. Unter anderem können Agenten im Verzeichnis ~/.theia/skills/ vorhandene Skills automatisch entdecken, spezifische Skills per Entwickleranweisung mithilfe des Befehls /skillName nutzen oder Skills nach Bedarf laden. Für Letzteres dient die Variable {{skills}}, die Entwicklerinnen und Entwickler in Agenten-Prompts einfügen können.

Das Erstellen von Skills mithilfe des CreateSkill-Agenten befindet sich ebenfalls im Alpha-Status. Um projektspezifische Skills festzulegen, dient das KI-Chat-Interface. Dort können Developer den gewünschten Skill beschreiben, und der Agent wird eine korrekt strukturierte SKILL.md-Datei mitsamt entsprechendem YAML-Frontmatter und Markdown-Inhalt erstellen.

Updates für Accessibility und VS-Code-Kompatibilität

Für eine verbesserte Barrierefreiheit sind im Chat nun Fokusnavigationsbefehle verwendbar, um per Tastatur zwischen Input und Antworten zu navigieren (Strg/Cmd+oben/unten). Auch sind alle Chat-Buttons jetzt per Tastatur zugänglich, und für Screenreader stehen umfassende ARIA-Attribute bereit.

Daneben wurde die Kompatibilität mit Erweiterungen für Visual Studio Code [1] auf die API-Version 1.108.0 erhöht und das Theia-Team hat einige Bugs behoben, wie der Blogeintrag zur Ankündigung [2] aufführt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11175535

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Visual-Studio-Code-1-109-KI-Modellen-beim-Denken-ueber-die-Schulter-schauen-11166278.html
[2] https://eclipsesource.com/blogs/2026/02/12/eclipse-theia-1-68-release-news-and-noteworthy/
[3] mailto:mai@heise.de

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  • 13. Februar 2026 um 12:38

Sicherheitskonferenz München: Wie hirntot ist Europa?

Von Rüdiger Suchsland

Rüdiger Suchsland

Macron und Merz bei einem gemeinsamen Auftritt

Der französische Staatspräsident Macron und der deutsche Bundeskanzler Merz bei einem gemeinsamen Auftritt in Berlin, Juli 2025. Bild: Shutterstock.com

Emmanuel Macrons europäischer Paukenschlag: "Wir müssen Europa als Macht denken" – und das Versagen der Merz-Regierung.

"Die Nato ist hirntot" – mit diesem provokativen Satz versuchte der französische Staatspräsident Emmanuel Macron vor Jahren die westliche Allianz aus dem selbstgewählten Dornröschenschlaf wachzurütteln. Jetzt rüttelt er wieder: "Wenn wir nichts tun, ist Europa in fünf Jahren weggefegt", warnt der Politiker.

Europa – und darunter versteht Macron jedenfalls mehr als die EU, sondern den Kontinent unter Einschluss Großbritanniens und der Schweiz, vielleicht der Balkanstaaten, vielleicht – müsse sich jetzt entscheiden, ob es in der Zuschauerrolle verbleiben oder zum Akteur werden wolle.

"Wenn wir Zuschauer sein wollen, dann mündet das in eine glückliche Unterwerfung."

"Diese Krise, die wir erleben, ist ein tiefgreifender geopolitischer Bruch"

Nur wenige Tage vor der heute beginnenden Münchner Sicherheitskonferenz [1] bat der Präsident eine Handvoll Korrespondenten renommierter europäischer Tageszeitungen – neben Le Monde, Financial Times und El País wurde aus der Bundesrepublik nicht etwa der Deutschlandfunk oder die FAZ, sondern die Süddeutsche Zeitung [2] gebeten – zu einem ebenso hochkarätigen wie wohl platzierten Gespräch über die Herausforderungen für Europa in der gerade entstehenden neuen Weltordnung.

Die entscheidenden Botschaften dieses Interviews dürften freilich im politischen Berlin kaum jemandem gefallen: Während man dort die deutsch-französische Achse vor sich hin rosten lässt, und plötzlich viel stärker als je zuvor seit 1945 auf eine nationale Karte und deutsche Alleingänge setzt, und auf neue Militarisierung, so sehr, dass man sowohl in Warschau wie in Paris höchst beunruhigt auf solche martialischen Gesten der Merz-Regierung blickt, fordert Macron mehr Selbstdisziplin und Einheit.

Der Präsident ist überzeugt, dass ein gespaltenes Europa scheitern werde. Allzu oft setze nach einer Krise "feige Erleichterung" ein. "Europa leidet an einem Trauma, die Menschen zweifeln".

Europa müsse "den Grönland-Moment nutzen", verlangt Frankreichs Präsident eine entschlossenere Haltung der Europäer:

"Jeder muss sich bewusst werden, dass diese Krise, die wir erleben, einen tiefgreifenden geopolitischen Bruch darstellt."

Außenpolitischer Paradigmenwechsel gegen die "geopolitische Minderjährigkeit" Europas

Darum verlangt der Franzose nun nichts weniger als einen außenpolitischen Paradigmenwechsel: Europa müsse sich neu definieren, und aus dem "Zustand der Unmündigkeit" und seiner "geopolitischen Minderjährigkeit" entwachsen.

Das bedeutet für den Franzosen erstens: Man muss die Beziehung zu Russland normalisieren und mit den Russen wieder sprechen, verhandeln, die diplomatischen Beziehungen normalisieren – Ukraine-Krieg hin oder her.

Macron spricht von der " Wiederaufnahme einer europäischen Diskussion mit den Russen ... ohne naiv zu sein".

Denn:

"Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem dieser Zermürbungskrieg sein Endstadium erreicht hat."

Es sei nun "legitim, sich die Frage zu stellen, wie man diesen Krieg beenden kann".

Seine Überlegung sei "ganz einfach": Verhandlungen und Diskussionen über ein Kriegsende sollten nicht ohne Europa stattfinden.

"Unsere geografische Lage wird sich nicht ändern, ob wir Russland nun mögen oder nicht, Russland wird auch morgen noch da sein. Es liegt nun einmal vor unserer Haustür."

Eine fraglos zutreffende Feststellung. Man fragt sich nur, warum Macron fast vier Jahre zu dieser Erkenntnis gebraucht hat.

"Die Chinesen schützen ihre Industrie ja auch."

Zweitens: Frankreich will die Abhängigkeit von China und den USA verringern.

"Meine Botschaft lautet: Unsere Agenda der europäischen Unabhängigkeit beschleunigen. Investieren, schützen, diversifizieren und vereinfachen – schneller."

Das Wichtigste daran ist, dass Macron die beiden Großmächte de facto auf eine Stufe stellt.

Drittens schlägt Macron einen ökonomischen Umbau durch vier zentrale Schritte vor, um die europäischen Defizite und die Deindustrialisierung aufzuhalten.

"An erster Stelle steht die Vereinfachung der Regeln und die Vertiefung des Binnenmarkts."

Macron beruft sich auf den Draghi-Bericht [3] vom Vorjahr. Der zweite Schritt sei Diversifizierung und Derisking: Beispiel Indien oder Kanada.

Mercosur dagegen sei ein schlechtes, weil veraltetes Abkommen.

"Die Strategie ist gut, das geopolitische Signal ist richtig. ... Wichtig ist ... dass es Spiegelklauseln gibt, dass also den außereuropäischen Produzenten die gleichen Auflagen gemacht werden wie den europäischen. Das ist nur fair."

Viertens will Macron Schutzklauseln für den europäischen Markt. Er meine damit "nicht Protektionismus, sondern die Bevorzugung europäischer Produkte".

"Die Chinesen schützen ihre Industrie ja auch. Wenn sich die beiden Großmächte, denen wir gegenüberstehen, nicht mehr an die Regeln der Welthandelsorganisation halten, müssen wir uns wehren. Sonst verschwinden wir vom Markt."

Schließlich müsse Europa bereit sein, gemeinsam Schulden zu machen – Stichwort: Eurobonds. Der Weltmarkt habe zunehmend Angst vor dem US-Dollar und suche nach Alternativen, so Macron.

"Bieten wir ihm europäische Schulden an."

Für alle Investoren weltweit sei ein demokratischer Rechtsstaat ein enorm attraktiver Faktor.

"Es handelt sich also um eine einmalige Gelegenheit, die es auch ermöglichen würde, die Vorherrschaft des Dollars anzugehen."

Das Versagen der Merz-Regierung

Die wichtigste Frage ist allerdings die, wie realistisch diese Pläne des französischen Staatspräsidenten tatsächlich sind. Europa hat es in den drei Jahrzehnten seit Ende des Kalten Kriegs immer verstanden sich selbst zu lähmen.

Und auch die ersten Reaktionen auf das Macron-Interview lassen nichts Gutes erhoffen: "Die Bundesregierung verwirft Macron-Ideen" vermeldete die Süddeutsche am Tag nach dem Interview.

Und das in scharfem Ton: Macron lenke "von dem ab, worum es eigentlich geht: dass wir ein Produktivitätsproblem haben", hieß es am Dienstag aus Kreisen der Bundesregierung, ohne dass ergänzt wurde, wie man diesem denn begegnen wolle. Aus Sicht Berlins stört Macron den gemächlichen Gang der Dinge.

"Nach den Gepflogenheiten der Diplomatie zeigt sich die Bundesregierung mit dieser Reaktion auf Gedankenspiele Macrons maximal verärgert", kommentiert die SZ.

Anstatt den Schulterschluss mit Frankreich zu suchen, experimentiert Friedrich Merz mit der italienischen Rechtskonservativen Giorgia Meloni.

Einmal mehr zeigt sich deutsche Kanzler als außenpolitisch unerfahrener, ungeschickter Akteur, als Diplomat in Ausbildung – die Merz-Regierung lässt ihre historische Chance auf einen europäischen Neuanfang ungenutzt und versagt auf ganzer Linie.

Europa wirkt führungslos und hirntot – wann kommen die Elektroschocks, die das untote Wesen wie vor Jahren die Nato wiederbeleben?


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11175203

Links in diesem Artikel:
[1] https://securityconference.org/
[2] https://www.sueddeutsche.de/politik/macron-interview-frankreich-praesident-europa-usa-russland-li.3384437
[3] https://commission.europa.eu/document/download/97e481fd-2dc3-412d-be4c-f152a8232961_de

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  • 13. Februar 2026 um 09:00

Was das Einfrieren russischer Gelder wirklich bewirkt

Von Paul Steinhardt

Paul Steinhardt

Eurozeichen greift nach russischem Emblem und Pfeil zu ukrainischem Emblem und Eurozeichen verwackelt

Die EU friert russische Milliarden ein – doch was diese Sanktion tatsächlich bewirkt, verstehen die wenigsten.

Eine jede Berücksichtigung russischer Interessen ist nach Meinung von Verteidigungsminister Boris Pistorius [1] ein "Kapitulationsfrieden", der "auch ein Sicherheitsrisiko für die Sicherheit in Europa" darstellt. Da ist es nur konsequent zu fordern, "nicht lockerzulassen in der Unterstützung der Ukraine".

Was dann die Frage aufwirft, wie die Unterstützung der Ukraine finanziert werden soll. Für Bundeskanzler Friedrich Merz stand außer Frage, dass dafür russisches Zentralbankvermögen von schätzungsweise 210 Milliarden Euro genutzt werden soll, was er wie folgt begründete [2]:

"Wir brauchen einen neuen Impuls, um Russlands Kalkulation zu ändern. Jetzt müssen wir einen wirksamen Hebel ansetzen, um das zynische Zeitspiel des russischen Präsidenten zu durchkreuzen und ihn an den Verhandlungstisch zwingen."

Was moralisch gerechtfertigt erscheint, wenn Russland ein "brutaler und rücksichtsloser Aggressor mit imperialistischen Ansprüchen" ist, wie Pistorius ebenfalls behauptet hat. Trotzdem aber hat sich eine Mehrheit der EU-Ratsmitglieder gegen eine Weitergabe russischen Zentralbankvermögens an die Ukraine ausgesprochen.

Ist diese Entscheidung, wie die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner [3] meint, ein "Armutszeugnis" oder gar, wie Marie-Agnes Strack-Zimmermann [4] von der FDP behauptet, Ausweis dafür, dass "der lange Arm Putins bis Europa reicht"?

Was ist das russische Zentralbankvermögen?

Um diese Frage zu beantworten, gilt es zunächst zu konstatieren, dass das in Europa gebunkerte russische Zentralbankvermögen ein Artefakt des bargeldlosen Zahlungsverkehrs über Banken ist.

Ein solches Vermögen gibt es daher nicht, wenn Zahlungen mithilfe von Bargeld geleistet werden. Denn in diesem Fall bezahlt z.B. ein Käufer von ihm erworbene Waren mithilfe der Übergabe von Banknoten an den Verkäufer. Der Käufer hat in diesem Fall weniger und der Verkäufer mehr Bargeld in seiner Kasse.

Bei einer bargeldlosen Bezahlung hat der Käufer dagegen weniger und der Verkäufer mehr Geld auf seinem Girokonto. Dieses Geld ist aber bilanztechnisch gesehen eine Verbindlichkeit der Bank gegenüber einem Girokonteninhaber.

Daher reduziert eine Bezahlung mit Giralgeld die Verbindlichkeiten der Bank des Käufers und erhöht die Verbindlichkeiten der Bank des Verkäufers um den exakten gleichen Betrag.

Nun aber muss eine Bilanz immer ausgeglichen sein. D.h. die Vermögenswerte (Aktiva) und die Verbindlichkeiten (Passiva) eines Unternehmens müssen sich auf den exakt gleichen Betrag belaufen.

Daher müssen sich bei einer Überweisung auch die Aktiva der Geschäftsbank des Käufers um den Überweisungsbetrag reduzieren und die Aktiva der Geschäftsbank des Verkäufers um den Überweisungsbetrag erhöhen.

Dieses Settlement (Zahlungsausgleich) kann mithilfe von Zentralbankgeld erfolgen, das auf der Aktivseite von Geschäftsbanken steht. Zentralbankgeld nun aber sind Guthaben einer Geschäftsbank bei ihrer Zentralbank und damit bilanztechnisch gesehen Verbindlichkeiten einer Zentralbank gegenüber einer Geschäftsbank.

Eine Inlandsüberweisung führt daher zur betragsmäßig gleichen Reduktion und Erhöhung des Zentralbankvermögens von zwei Geschäftsbanken bei ein und derselben Zentralbank.

Führen nun die Geschäftsbanken des Käufers und Verkäufers kein Konto bei der gleichen Zentralbank, sondern bei zwei unterschiedlichen Zentralbanken (ZB1 und ZB2), dann müssen sich natürlich bei einer Überweisung trotzdem die Zentralbankguthaben (Aktiva) auf der der beiden Geschäftsbanken um den Überweisungsbetrag reduzieren bzw. erhöhen.

Nun aber wären die Verbindlichkeiten von ZB1 und die Forderungen von ZB2 um den Überweisungsbetrag "zu niedrig". Weshalb bei einer Überweisung eines Käufers bei einer Geschäftsbank im Währungsraum und in der Währung von ZB1 der Überweisungsbetrag auf seinem Konto bei ZB1 gutgeschrieben werden muss, damit die Aktiva und Passiva auf denselben Betrag sich summieren.

Bilanztechnisch führt damit eine solche Überweisung über zwei Zentralbanken dazu, dass ZB1 eine Verbindlichkeit gegenüber ZB2 und ZB2 eine Forderung gegenüber ZB1 in ihren jeweiligen Bilanzen ausweisen.

Umgekehrt führt eine Überweisung eines Wirtschaftssubjekts aus dem Währungsraum von ZB2 an ein Wirtschaftssubjekt im Währungsraum von ZB1 dazu, dass sich die Verbindlichkeiten von ZB1 gegenüber ZB2 und damit gleichzeitig die Forderungen von ZB2 gegenüber ZB1 um den Überweisungsbetrag reduzieren.

Das aber heißt, dass das Zentralbankgeld von ZB1 in diesem Fall nicht als Zahlungsmittel, sondern vielmehr als eine Art von Transportmittel für Zahlungen in der Währung von ZB1 zwischen Nichtbanken im Währungsraum von ZB1 und ZB2 fungiert.

Einfrieren von Währungsreserven: Wirkmechanismus

Beim in Euro denominierten russischen Zentralbankvermögen handelt es sich faktisch um solche Forderungen der russischen Zentralbank (ZB2) gegenüber der Europäischen Zentralbank (ZB1). Faktisch heißt das, dass man für ein Verständnis des intendierten Wirkmechanismus des Einfrierens des russischen Zentralbankvermögens von der Zwischenschaltung von privaten Dienstleistern – wie etwa Euroclear – absehen kann.

Friert man nun solche russischen Forderungen gegenüber der Europäischen Zentralbank (Währungsreserven) ein, zielt man also darauf ab, den Zahlungsverkehr in Euro zwischen russischen Wirtschaftssubjekten und allen anderen Wirtschaftssubjekten zu verhindern.

Das heißt, hat z.B. ein russischer Käufer zwar Euro auf seinem Konto und ist ein Verkäufer auch gewillt sich mit Euros bezahlen zu lassen, dann kann er das nicht, weil der russischen Zentralbank verwehrt ist, die für den Transfer notwendigen Währungsreserven zu nutzen.

Nun haben nicht nur Europa, sondern alle G7-Länder und die Schweiz die russischen Währungsreserven bei ihren Zentralbanken eingefroren

Da Russland im Jahr 2021 80 Prozent seines Außenhandels mithilfe des Euro und US-Dollars abwickelten, war daher plausibel zu erwarten, dass mit dieser Finanzsanktion die russische Wirtschaft schwer geschädigt würde.

Weniger plausibel dagegen ist es, wie zum Beispiel die Die Linke im Bundestag [5], das "Einfrieren russischen Staatsvermögen" mit dem Argument gutzuheißen, dass damit Putin Geld genommen würde, das er verwenden hätte können, "um seinen brutalen Angriffskriegs zu verlängern". Denn nicht Währungsreserven, sondern Steuerzahlungen und Staatskredite finanzieren, wie in den meisten andern Ländern, auch die russischen Staatsausgaben.

Viele Experten waren allerdings der Meinung, dass es einen indirekten Effekt dieser Finanzsanktion gibt, der notwendig zu einer Reduktion des Steueraufkommens des russischen Fiskus führte.

Währungsreserven nun dienen fraglos Zentralbanken auch dazu, damit in den entsprechenden Devisenmarkt zu intervenieren.

Wenn das aber der russischen Zentralbank verunmöglicht werde, so wurde geschlossen, müsse der Rubel stark abwerten und würde die damit bewirkte Inflation die russische Wirtschaft schwer schädigen.

Der damalige US-Präsident Joe Biden [6] zeigte sich davon überzeugt, dass diese historisch einmalige Finanzsanktion im Zusammenhang mit anderen Wirtschaftssanktionen Russlands militärische Fähigkeiten in der Ukraine weiter Krieg zu führen, untergraben werde. Was ein damaliger Staatssekretär der US-Treasury, Wally Adeyemo, wie folgt begründete [7]:

"We were in a place where we knew they really couldn't find another convertible currency that they could use and try to subvert this."

Freilich wissen wir inzwischen, dass der prognostizierte Zusammenbruch der russischen Wirtschaft ausgeblieben ist. Russland hatte Mittel und Wege gefunden, die anfängliche starke Abwertung des Rubels wieder umzukehren und die Abwicklung ihres Außenhandels über Euro und US-Dollar auf inzwischen nur noch 15 Prozent zu reduzieren.

Womit keineswegs bestritten werden soll, dass mit dieser Finanzsanktion Russland schwerer ökonomischer Schaden zugefügt worden ist.

Rätselhaft allerdings bleibt, wie die von Merz propagierte "Weitergabe" von Währungsreserven Russland weitere ökonomische Schäden zufügen hätte können, die in der Lage gewesen wären, "Russlands Kalkulationen zu ändern" und an "den Verhandlungstisch zu zwingen".

Hände weg von Währungsreserven

Vor diesem Hintergrund gewinnen Argumente gegen die Konfiskation russischer Währungsreserven an Gewicht, die schon gegen deren Immobilisierung von der EZB und der Europäischen Kommission geltend gemacht wurden: Es ergäben sich

  • [1] Akzeptanzprobleme für den Euro als internationales Zahlungsmittel und
  • [2] es werde die Finanzstabilität gefährdet.

Zu [1]: Ein EU-Diplomat brachte auf anonymer Basis dieses Problem wie folgt zum Ausdruck [8]:

"Man kann nicht einfach das Gesetz umgehen. Und selbst wenn es eine rechtliche Rechtfertigung gibt, ist nicht klar, welche Folgen diese Entscheidung für den Status des Euro als Weltwährung haben wird."

Zunächst ist festzuhalten, dass der US-Dollar selbst mit Blick auf den europäischen internationalen Handel den Rang abläuft. Das zu ändern, liegt sicherlich im Interesse der Länder der Eurozone. Denn mit der Verwendung des Euros können sowohl heimische Exporteure als auch Importeure Wechselkursrisiken vermeiden und fallen daher auch keine Kosten für die Absicherung dieses Risikos an.

Aufgrund amerikanischer Wirtschaftssanktionen als Reaktion auf die russische Annexion der Krim im Jahr 2014, hatte Russland vermehrt als Außenhandelswährung auf den Euro gesetzt.

Europa hat sich 2022 widerwillig an den von den USA vorangetriebenen Finanzsanktionen beteiligt. Jetzt aber sogar ernsthaft eine Konfiskation russischer Währungsreserven erwogen. Von den Versuchen vieler Länder einer De-Dollarisierung, wird daher der Euro bestimmt nicht profieren.

Zu [2]: Staatsanleihen sind im Finanzsektor inzwischen zu einer Art von Geld geworden. Das Problem mit der Übernahme der Geldfunktion durch Staatsanleihen besteht darin, dass sie an Wert verlieren können. Aufgrund dieses Risikos erfordert die Bezahlung mit Staatsanleihen, dass der Zahler sich verpflichtet, einen solche Verlust auszugleichen.

Zu einem solchen Ausgleich eignen sich zwischen Banken Zentralbankgeld und bei Finanzinstituten ohne Konto bei einer Zentralbank Giralgeld.

Um solche Liquidität zu generieren, können Staatsanleihen und andere Wertpapiere verkauft werden. Was aber, wenn viele Wertpapiere verkauft werden müssen, zu Wertminderungen führt und dadurch Liquiditätsengpässe nach sich ziehen kann.

Dieser Mechanismus erklärt die Krise von mehreren Pensionsfonds in Großbritanien im Herbst 2022. Auslöser war ein Konflikt zwischen der von Liz Truss geführten Regierung Gund der Bank of England.

Auf Ausgabenpläne von Truss reagierte die Bank of England mit Zinserhöhungen. Diese Zinserhöhungen ließen aber den Preis von Staatsanleihen sinken und lösten Kettenreaktionen nach dem obigen Muster aus.

Eine Konfiskation von Euro-Währungsreserven kann denselben Effekt wie eine Zinserhöhung haben. Denn wenn schon Währungsreserven im Orbit einer der unabhängigsten Zentralbanken der Welt konfisziert werden können, ist das sicherlich Grund dafür, das Ausfallrisiko europäischer Staatsanleihen neu zu bewerten, was so die entsprechenden Kettenreaktionen auslösen kann.

Fazit

Der Mehrheit des EU-Rats ist daher für ihre Entscheidung gegen eine Weitergabe der russischen Währungsreserven ein Reifezeugnis auszustellen. Ein Armutszeugnis dagegen verdient ihre Entscheidung, der russischen Zentralbank auf Dauer die Verwendung ihrer Währungsreserven zu verwehren.

Was die Frage aufwirft, ob nicht auch der EZB, die ansonsten kaum eine Gelegenheit auslässt, um auf ihre politische Unabhängigkeit zu pochen, ein Armutszeugnis auszustellen ist. Denn es handelt sich bei dem Einfrieren von Währungsreserven um einen beispiellosen politischen Eingriff in das Zahlungsverkehrssystem, das fraglos im Kompetenzbereich der EZB liegt und zudem nur mit fragwürdigem Bezug auf eine Notfallklausel [9] erst möglich würde.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11171568

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/newsletter-und-abos/bulletin/bmvg-ukraine-frieden-bt-2397830
[2] https://www.tagesschau.de/ausland/europa/merz-ukraine-kredit-russland-vermoegen-100.html#:~:text=*%20Ausland.%20*%20Europa.%20*%20Merz:%20Eingefrorene%20russische%20Milliarden%20f%C3%BCr%20Ukraine-Kredit%20nutzen.https://www.tagesschau.de/ausland/europa/merz-ukraine-kredit-russland-vermoegen-100.html
[3] https://www.fr.de/politik/nach-verhandlungen-um-russische-vermoegen-armutszeugnis-gruenen-chefin-rechnet-mit-merz-europa-politik-ab-zr-94092754.html
[4] https://www.tagesschau.de/ausland/eu-gipfel-ukraine-hilfen-reaktionen-100.html
[5] https://www.dielinkebt.de/themen/reden/detail/rede-von-isabelle-vandre-am-05122025-1/
[6] https://www.ft.com/content/5b397d6b-bde4-4a8c-b9a4-080485d6c64a
[7] https://www.ft.com/content/5b397d6b-bde4-4a8c-b9a4-080485d6c64a
[8] https://www.ft.com/content/4e6499e0-33db-423a-a74b-528118792d22
[9] https://dejure.org/gesetze/AEUV/122.html

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  • 13. Februar 2026 um 08:00

China testet erfolgreich wiederverwendbare Mondrakete und Raumschiff

Von Marcel Kunzmann

Marcel Kunzmann

Eine Rakete hebt ab

Bei dem Test kam eine verkürzte Version der Langer-Marsch-10-Rakete zum Einsatz

(Bild: Xinhua/X)

China macht Fortschritte bei bemannter Mondmission. Test von Rakete und Raumschiff erfolgreich. Wird das Land die USA im Rennen zum Mond überholen?

China hat am Mittwoch einen kombinierten Testflug seiner neuen wiederverwendbaren Trägerrakete Langer Marsch 10 und des Raumschiffs Mengzhou durchgeführt [1] – und damit einen wichtigen Meilenstein in seinem bemannten Mondprogramm erreicht.

Der Start erfolgte um 11 Uhr Ortszeit vom Raumfahrtbahnhof Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Raumfahrtbehörde CMSA mitteilte [2].

Bei dem Test wurden gleichzeitig zwei technische Ziele verfolgt: die Erprobung des Notfall-Abbruchsystems der Raumkapsel Mengzhou unter maximaler aerodynamischer Belastung und die kontrollierte Landung der ersten Raketenstufe.

Spektakuläre Doppellandung im Südchinesischen Meer

Etwa eine Minute nach dem Start, als die Rakete den Punkt der höchsten aerodynamischen Belastung erreichte, zündeten die Rettungstriebwerke der Mengzhou-Kapsel und trennten diese von der Trägerrakete. Die unbemannte Raumkapsel setzte später Fallschirme ein und wasserte vor der Küste Hainans.

Die Langer Marsch 10-Rakete setzte ihren Flug jedoch fort, stieg mit ihren mit Kerosin betriebenen YF-100-Triebwerken weiter in den Weltraum auf, trat anschließend wieder in die Atmosphäre ein, zündete ihre Triebwerke erneut und landete kontrolliert im Südchinesischen Meer – direkt neben einem Bergungsschiff.

"Die erste Stufe der Rakete und die Rückkehrkapsel des Raumschiffs sind sicher im vorgesehenen Seegebiet gelandet", erklärte die CMSA in einer Stellungnahme. Die Behörde bezeichnete den Test als "bedeutenden Durchbruch" im bemannten Mondprogramm des Landes.

Technische Spezifikationen und Wiederverwendbarkeit

Die Mengzhou-Kapsel, deren Name auf Deutsch "Traumschiff" bedeutet, ist für den Transport von bis zu sieben Taikonauten zur chinesischen Raumstation ausgelegt. Für eine Mondmission bietet sie Platz für drei Taikonauten. Nach Angaben der CMSA ist das Raumschiff für mehrfache Wiederverwendung konzipiert.

Die Langer Marsch 10-Rakete in ihrer Vollversion besteht aus drei miteinander verbundenen Erststufen mit insgesamt 21 Triebwerken und einer kombinierten Schubkraft von über 2.600 Tonnen beim Start. Die Rakete soll in der Lage sein, Nutzlasten von bis zu 70 Tonnen in eine niedrige Erdumlaufbahn und das 26 Tonnen schwere Mengzhou-Raumschiff auf den Weg zum Mond zu bringen.

Der bei dem Test verwendete Booster war eine verkürzte Version mit sieben YF-100K-Triebwerken, die speziell für Technologievalidierung und erdnahe Umlaufbahnen vorgesehen ist. Die Rakete nutzte vier ausklappbare Gitterflossen zur aerodynamischen Steuerung und ein drosselbares Triebwerk für das finale Landemanöver.

Mehrere Premieren gleichzeitig

Nach Angaben der CMSA umfasste der Test mehrere historische Erstleistungen für Chinas Raumfahrtprogramm: die erste Zündung und den ersten Flug der Langer Marsch 10 in ihrer Prototyp-Konfiguration, den ersten Notfall-Abbruchtest eines bemannten Raumschiffs unter maximaler aerodynamischer Belastung, die erste Wasserlandung einer Raumkapsel und einer Raketenstufe sowie den ersten Testflug von einer neu errichteten Startrampe in Wenchang.

Zhang Hailian, stellvertretender Chefkonstrukteur der CMSA, erklärte [3] in einem Briefing nach dem Test: "Dieser Erfolg zeigt, dass die grundlegenden Technologien für unsere bemannte Mondlandung nun in eine Phase hoher Reife eintreten. Wir planen nicht mehr nur, sondern validieren im Flug die Hardware, die chinesische Bürger zur Mondoberfläche bringen wird."

Die staatliche China Aerospace and Science Technology Corporation (CASC), die für Design und Bau von Mengzhou und Langer Marsch 10 verantwortlich ist, bezeichnete die Bergung des Boosters als "bedeutenden Schritt" zur Beherrschung wiederverwendbarer Raketentechnologie.

Der Test habe mehrere Schlüsseltechnologien evaluiert, darunter die Zuverlässigkeit mehrfacher Triebwerksneustarts, die Anpassungsfähigkeit an komplexe Kraft- und Wärmeumgebungen während des Wiedereintritts sowie hochpräzise Navigationssteuerung.

China und die Vereinigten Staaten befinden sich in einem Wettlauf um die nächste bemannte Mondlandung. China strebt an, vor 2030 bemannt auf dem Mond zu landen. Im März plant die US-Raumfahrtbehörde Nasa, mit dem Start von Artemis II [4] erstmals seit Jahrzehnten wieder Menschen in die Mondumlaufbahn zu bringen.

Kurzvideo des Testflugs:


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https://www.heise.de/-11174444

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.china.org.cn/2026-02/12/content_118329990.shtml
[2] https://english.news.cn/20260211/4cd11380574a46d485fa52f6606a5fbf/c.html
[3] https://news.satnews.com/2026/02/11/china-advances-2030-lunar-timeline-with-successful-long-march-10-integrated-test/
[4] https://www.heise.de/tp/article/Generalprobe-gescheitert-Mondmission-startet-fruehestens-im-Maerz-11164987.html

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  • 13. Februar 2026 um 06:00

Google erbarmt sich: YouTube bekommt Vision-Pro-App

Von Heise
YouTube-Wiedergabe im offiziellen Client auf der Vision Pro

YouTube-Wiedergabe im offiziellen Client auf der Vision Pro: Made by Google.

visionOS-Nutzer können seit Donnerstag unverhofft einen offiziellen YouTube-Client nutzen. Ob es an Googles Gemini-Kooperation mit Apple liegt, ist unklar.

Überraschung am Donnerstag: Google hat seine allererste offizielle App für die Vision Pro publiziert – und es ist ausgerechnet YouTube [1]. Die App war praktisch seit Einführung der Apple-Brille erhofft und erwartet worden, doch der Suchriese ließ sich viel Zeit. Ein unabhängiger und eigentlich sehr schöner Third-Party-Client namens Juno war von Google vertrieben [2] worden; der Konzern ließ die App durch Apple entfernen, wie deren Entwickler bereits im Herbst 2024 mitteilte. Google hatte nach Ankündigung der Vision Pro im Sommer 2023 unterschiedliche Signale gesendet. Anfangs neigte das Unternehmen in Richtung „dagegen“, dann hieß es, man arbeite doch daran [3]. Doch das brauchte augenscheinlich seine Zeit. Ob Google sich auch durch die neue Gemini-KI-Partnerschaft mit Apple [4] überreden ließ, ist bislang nicht durchgesickert.

Was der Client so alles kann

Zunächst: YouTube für visionOS ist eine native App. Man bekommt also nicht einfach die iPadOS-Version vorgesetzt, die Google bislang für die Vision Pro gesperrt hatte. Gleich zu Anfang bewirbt die Anwendung passend dazu auch Spatial-Videos bei dem Dienst, für die es ein eigenes Tab gibt. Wobei diese oftmals recht pixelig – weil eher für Quest & Co. gemacht – ausfallen, denn 8K-Aufnahmen findet man bei YouTube quasi nicht. Eventuell ändert sich dies durch die Vision-Pro-Anwendung nun aber.

Die Oberfläche ist einfach gestaltet und hält sich relativ weitgehend an visionOS-Standards. Man navigiert durch besagte Tabs, zu denen auch der Zugriff auf das eigene Profil gehört, bei Wiedergabe erscheint das Video im Großbild, das man auch entsprechend aufziehen kann. Bei Spatial-Videos schaltet YouTube in den Spatial Mode, ist also komplett immersiv. Den Bildausschnitt kann man per Zwickgeste anpassen. Der Player für 2D-Videos scheint hingegen keine Gesten zu unterstützen, für Pause, Scrubbing und Vor- und Zurückspulen um 15 Sekunden nutzt man die übliche Augensteuerung, was Google hätte besser machen können. Störend ist, dass sich die Größe der Untertitel nicht anpassen lässt. Darüber hinaus lassen sich über Kontextmenüs Tonspuren und Untertitelsprache sowie auch Auflösung anpassen. Über ein Kontextmenü kann man Videos auch in Wiedergabelisten schicken, nervige fehlende Menüs bei eingeblendeten Videovorschlägen während des Pausierens wie unter tvOS [5] – die dortige App ist völlig anders gestaltet – gibt es nicht.

Meditatives YouTube-Schauen

Der Client wirkt insgesamt sehr zurückgenommen. So kann man sich bei 2D-Videos voll aufs Anschauen konzentrieren, was durchaus angenehm ist. Erst wenn man auf die Titelzeile eines laufenden Videos klickt, kommen weitere Infos wie Description, der Einblick in die Kommentare sowie Videovorschläge. Letztere füllen auch nicht den Bildschirm, wenn man ein Video anhält oder es fertig abgespielt wurde. Eine Autoplay-Funktion für die automatische Wiedergabe des nächsten Clips existiert aber.

Im Spatial Mode verteilt YouTube die Kommentare und die Beschreibung sowie weitere Videovorschläge in separaten Schwebefenstern, genauso wie die Wiedergabesteuerung. Environments, also 3D-Umgebungen, hat Google nicht extra angefertigt, stattdessen sieht man jene, die man für die Vision-Pro-Oberfläche ausgewählt hat. Alles in allem können sich Vision-Pro-Besitzer freuen: Im ersten Kurztest wirkte die YouTube-App stabil. Was nun noch fehlt, um Käufer des 3700-Euro-Headsets (Einstiegspreis) glücklich zu machen, wäre eine offizielle Netflix-App [6]. Diese wird nach wie vor nicht angeboten, stattdessen muss man per Browser oder über Web-App-Werkzeuge [7] gucken.


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https://www.heise.de/-11175153

Links in diesem Artikel:
[1] https://apps.apple.com/de/app/youtube-for-visionos/id6745572359
[2] https://www.heise.de/news/YouTube-Client-Juno-fliegt-aus-dem-App-Store-der-Vision-Pro-9961048.html
[3] https://www.heise.de/news/Nicht-nur-im-Browser-YouTube-Client-fuer-visionOS-kommt-jetzt-doch-9619803.html
[4] https://www.heise.de/hintergrund/Analyse-zu-neuen-Plaenen-Macht-Apple-bei-KI-jetzt-alles-besser-11150262.html
[5] https://www.heise.de/news/Googles-YouTube-App-fuer-tvOS-Fehlende-Features-und-nervige-Bedienung-11126907.html
[6] https://www.heise.de/news/Netflix-laesst-Apples-Vision-Pro-links-liegen-auch-Spotify-und-YouTube-ohne-App-9601500.html
[7] https://www.heise.de/news/Video-auf-der-Vision-Pro-Nexus-fuer-Netflix-VLC-und-Infuse-im-Anflug-9655000.html
[8] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[9] https://www.heise.de/mac-and-i
[10] mailto:bsc@heise.de

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  • 13. Februar 2026 um 06:21

Mondmission: Warum gibt es so wenige Startfenster für Artemis II?

Von Patrick Klapetz
Die Besatzung von Artemis II hat noch elf Startmöglichkeiten zum Mond , und diese verteilen sich auf mehrere Monate. Warum ist das so?
Mit Artemis II sollen wieder Menschen zum Mond aufbrechen. Es gibt aber nur wenige Startmöglichkeiten. (Bild: Nasa/Sam Lott)
Mit Artemis II sollen wieder Menschen zum Mond aufbrechen. Es gibt aber nur wenige Startmöglichkeiten. Bild: Nasa/Sam Lott

Artemis II könnte am 7. März 2026 zum Mond aufbrechen – frühestens. Bis zum 11. März gibt es vier weitere Startfenster . Falls die Besatzung der US-Raumfahrtbehörde Nasa bis dahin nicht abheben kann, muss der Start auf April verschoben werden. Insgesamt gibt es aktuell elf Möglichkeiten über einen Zeitraum von 61 Tagen.

Aber warum wählte die Nasa die Startfenster für die astronautische Mondmission so eng? Die Startfenster sind zudem nur 120 Minuten geöffnet, mit Ausnahme des 11. März, da sind es 115 Minuten. Der Grund: Die Bedingungen, die für den Start des Raumschiffs erforderlich sind, sind sehr spezifisch.

Spezielle Anforderungen an die Orbitalmechanik

Es geht vor allem um die Orbitalmechanik sowie die besonderen Anforderungen der Mission und ihrer Hardware. Die Besatzung von Artemis II wird vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida starten. Die Mondreise ist auf zehn Tage angelegt.

Doch die Astronauten werden nicht auf direktem Weg zum Mond fliegen. Die Mondrakete SLS (Space Launch System) wird das Orion-Raumschiff zunächst in eine hohe Erdumlaufbahn bringen. Dort wird die Besatzung gemeinsam mit den Bodenteams verschiedene Überprüfungen durchführen, um sicherzustellen, dass die Kapsel für ihre Reise bereit ist.

"Orion muss außerdem zum Zeitpunkt der translunaren Injektionszündung in der richtigen Ausrichtung mit Erde und Mond sein" , teilte die Nasa mit. Dieses Manöver soll Orion auf den richtigen Kurs zum Mond bringen, die Raumkapsel aber auch auf eine freie Rückkehrbahn befördern. Die Raumkapsel wird dafür die Mondschwerkraft nutzen, ohne dass eine weitere größere Triebwerkszündung erforderlich ist.

Gefahrenzone: Die Schattenseite des Mondes

Da das Orion-Raumschiff dafür jedoch den Mond umrunden muss, wird der Kontakt zur Besatzung und zum Raumschiff für einen kurzen Zeitraum unterbrochen sein. Die Flugbahn eines bestimmten Tages muss daher sicherstellen, dass das Raumschiff nicht länger als 90 Minuten im Dunkeln der Mondrückseite verbringt.

Ansonsten könnten die Solarpanels nicht genügend Sonnenlicht in Strom umwandeln, um den optimalen Temperaturbereich des Raumfahrzeugs aufrechtzuerhalten. Damit scheiden alle Startfenster aus, bei denen Orion während seines Fluges länger als 90 Minuten im Schatten des Mondes verweilen muss. Zudem muss das Startdatum eine Flugbahn unterstützen, die das richtige Eintrittsprofil in die Erdatmosphäre ermöglicht .

Problemfaktor: Wetter und Technik

Weitere Startfenster könnten entfallen, falls es an den entsprechenden Tagen zu schlechten Wetterbedingungen kommen sollte. Zudem wird die nächste Generalprobe, das Wet-Dress-Rehearsal, zeigen, ob die Rakete und das Raumschiff bereit für den Start sind. Sollte es weitere Treibstofflecks geben, könnten auch die Startfenster im März entfallen, da die Rakete dann für Reparaturen erneut zurück zur Montagehalle gebracht wird.

Selbst wenn die bisher veröffentlichten Starttermine alle gestrichen würden, hieße das nicht, dass Artemis II in diesem Jahr nicht starten könnte. Es gibt auch berechnete Starttermine über April und Mai hinaus, diese wurden bisher aber nicht veröffentlicht.

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  • 13. Februar 2026 um 07:56

Keanu Reeves: John Wick schlägt und schießt in Gun-Fu-Spektakel

Von Peter Steinlechner
Keanu Reeves übernimmt erneut seine Paraderolle als John Wick. Das Actionspiel erzählt eine neue Geschichte vor den Filmen.
Artwork von John Wick (Bild: Saber Interactive)
Artwork von John Wick Bild: Saber Interactive

Durch seine Rolle als Johnny Silverhand in Cyberpunk 2077 ist Keanu Reeves schon fester Bestandteil der Spielewelt. Nun taucht er in einem weiteren Computerspiel auf, und zwar als eine seiner wohl bekanntesten Figuren: John Wick.

Das Filmstudio Lionsgate und die Spielefirma Saber Interactive (Warhammer 40.000 – Space Marine 2) kündigten bei einer State of Play von Sony ein großes AAA-Spiel auf Basis des Actionhelden an.

John Wick erscheint für Windows-PC, Playstation 5 und Xbox Series X/S. Ein offizieller Name soll später folgen, ein Veröffentlichungstermin wurde nicht genannt. Offenbar befindet sich das Projekt in einem frühen Zustand.

Es entsteht in Zusammenarbeit mit Franchise-Regisseur Chad Stahelski. Reeves wirkt ebenfalls an der Produktion mit und stellt nicht nur sein Aussehen, sondern auch Stimme und Darstellung der Figur bereit. Die Spieler steuern den Auftragskiller in einem reinen Einzelspieler-Third-Person-Actionspiel.

Neue und bekannte Charaktere

Die Handlung ist mehrere Jahre vor den Ereignissen der Filme angesiedelt, sie erzählt ein neues Abenteuer innerhalb des etablierten Universums rund um das Verbrechersyndikat High Table. Laut den Entwicklern greift die Kampagne bekannte Figuren auf, führt aber auch neue Charaktere ein.

Ziel sei es, die filmtypische Mischung aus präzisen Schießereien und Nahkampf, oft als Gun-Fu bezeichnet, umzusetzen. Saber Interactive kündigte dafür ein Kampfsystem mit choreografierten Gefechten, cineastischer Kameraführung, Fahrsequenzen und atmosphärisch inszenierten Schauplätzen an. Die Spieler sollen sich wie in einem John-Wick-Film fühlen, inklusive wechselnder Missionen und aufwendig inszenierter Storysequenzen.

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  • 13. Februar 2026 um 07:26

Sons of Sparta: Neues God of War erhältlich

Von Peter Steinlechner
Der erwartete Shadow Drop ist da: God of War – Sons of Sparta zeigt Kratos' Jugend, zusammen mit seinem Bruder Deimos.
Artwork von God of War - Sons of Sparta (Bild: Sony)
Artwork von God of War - Sons of Sparta Bild: Sony

Sony hat unmittelbar nach einer State of Play ein neues God-of-War-Spiel veröffentlicht. Es trägt den Untertitel Sons of Sparta und stellt erstmals seit Jahren wieder die griechische Vergangenheit von Kratos in den Mittelpunkt.

Zuvor gab es Leaks zum Spiel, die nur in einem Punkt nicht zutrafen: Angeblich sollte es auch Versionen für PC und Xbox geben, davon war aber keine Rede. Vielleicht kommen diese ja später.

Im Fokus von Sons of Sparta stehen der junge Kratos und sein Bruder Deimos während ihrer Ausbildung in Sparta. Die Handlung setzt ein, als ein anderer Kadett verschwindet und die beiden sich eigenständig auf die Suche machen.

Das Abenteuer soll zeigen, wie Pflichtgefühl, Loyalität und die Beziehung der Brüder ihren späteren Lebensweg prägen. Damit greift das Spiel eine Phase auf, die in den Hauptteilen bislang nur angedeutet wurde.

Ich bin ein Spartaner – oder zwei

Spielerisch setzt Sony nicht auf das bekannte Kamera-über-der-Schulter-Actionsystem, sondern auf ein 2D-Action-Adventure mit Retroanmutung. Die Level bestehen aus linearen Abschnitten mit Kämpfen, Plattformpassagen und Umgebungsrätseln.

Neben neuen Gegnern treten bekannte Kreaturen aus der griechischen Mythologie auf, inklusive Bosskämpfen. Zentral ist die Zusammenarbeit der Brüder, die sich auch mechanisch im Leveldesign widerspiegeln soll.

Das Spiel unterstützt ein bis zwei Spieler, Details zum Koopablauf nannte Sony nicht. Naheliegend ist, dass beide Brüder gleichzeitig steuerbar sind und gemeinsam Rätsel sowie Kämpfe bewältigen.

Entwickelt wurde das Projekt von Santa Monica Studio mit dem Retrostudio Mega Cat Studios, das Pixelgrafik mit moderner Präsentation und Dualsense-Feedback kombiniert. Zudem kehrt der Schauspieler TC Carson als Erzähler in der Rolle des älteren Kratos zurück.

Neuauflage der God-of-War-Trilogy kommt

Sons of Sparta erscheint digital für 30 Euro, eine Deluxe-Version mit Artbook, Soundtrack und Zusatzgegenständen kostet 40 Euro. Eine Playstation-Plus-Premium-Mitgliedschaft wird nur für Streaming benötigt, nicht zum regulären Spielen.

Parallel bestätigte Sony, dass sich ein Remake der ursprünglichen Griechenland-Trilogie in Entwicklung befinde. Details dazu gibt es noch nicht, zunächst steht das neue Spin-off im Mittelpunkt.

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  • 13. Februar 2026 um 07:18

heise+ | Claude Opus 4.6: Wie Sie Kostenfallen der neuen KI umgehen

Von Heise

Anthropics neues Sprachmodell soll schwerere Aufgaben wuppen als ChatGPT. Wer jedoch nicht aufpasst, steht bald knietief im Dispo.

Woche für Woche buhlen KI-Entwickler mit neuen Modellen um die Gunst der Nutzer. Dabei müssen die Konkurrenten von OpenAI mit besonderen Funktionen punkten, um Kunden von ChatGPT wegzulocken. Der US-Hersteller Anthropic setzt bei seinem neuen Modell Claude Opus 4.6 auf mächtige Funktionen für aufwendige Aufgaben, die beispielsweise beim Coding ein Team aus mehreren KI-Agenten parallel löst. Das verspricht, größere Probleme zu knacken, an denen einfachere Modelle scheitern, erzeugt aber auch deutlich höhere Kosten, wenn die Agenten sich untereinander austauschen.

Mit dem kostenlosen Account oder selbst dem Pro-Abo für rund 21 Euro im Monat ist man da schnell am Ende. Wir haben das neue Modell ausprobiert und klären die Frage, ob Opus 4.6 sich für gewöhnliche Anwender mit Flatrate-Abo lohnt, wie es sich von ChatGPT unterscheidet und worauf Sie unbedingt achten sollten.

In diesem Hands-on klappern wir nicht die Feature-Listen ab und beten Benchmarks runter, sondern zeigen, wie man mit solchen Kalibern von Sprachmodellen anders umgehen muss, als einfach drauflos zu plappern. Einen Überblick, was Anthropic alles in Opus 4.6 verbessert haben will, finden Sie in diesem Artikel [7] [7].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11174875

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tests/Claude-Opus-4-6-im-Hands-on-Maechtige-KI-Agenten-treiben-Kosten-in-die-Hoehe-11174875.html
[2] https://www.heise.de/ratgeber/OpenClaw-im-Selbstversuch-Erste-Schritte-mit-dem-Super-KI-Agenten-11167211.html
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Vision-Language-Model-Wie-FastVLM-hochaufloesende-Bilder-im-Browser-analysiert-11156884.html
[4] https://www.heise.de/ratgeber/Privates-Wissensarchiv-Anleitungen-und-Co-mit-lokaler-KI-durchsuchen-11141754.html
[5] https://www.heise.de/hintergrund/Parameter-in-KI-Modellen-Was-sie-bei-grossen-Sprachmodellen-wirklich-bedeuten-11139376.html
[6] https://www.heise.de/hintergrund/IT-Recht-Rechtskonformer-Einsatz-von-KI-Agenten-11133778.html
[7] https://www.heise.de/news/Anthropic-stellt-Claude-Opus-4-6-mit-Agent-Teams-vor-11167133.html

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  • 12. Februar 2026 um 18:05

Apotheken am Limit: Wenn starre Preise zur Existenzbedrohung werden

Von Christoph Jehle

Christoph Jehle

Schlange aus dem Apotheken-Logo schaut in die leere Schale, davor Euro-Münze mit

Seit den 1970ern gab es nicht mehr so wenige Apotheken. Der Grund: ein starres Honorarsystem ohne Inflationsausgleich.

Neben der leitungsgebundenen Energieversorgung zählt die deutsche Versorgung mit Medikamenten zu den am stärksten regulierten wirtschaftlichen Bereichen.

Die Zeiten, als Apotheken die Preise für rezeptpflichtige Medikamente festlegen konnten, sind schon lange vorbei. Die Preishoheit haben die Apotheker nur noch bei Produkten, bei denen sie in direkter Konkurrenz zu den Drogeriemarktketten stehen.

Medikamentenauswahl wird durch Rabattverträge zwischen Herstellern und Kassen vorgegeben

Welches Medikament der Apotheker an einen Patienten abgeben darf, wird in der Regel nicht vom Arzt mit dem Rezept, sondern durch den Rabattvertrag zwischen einem Hersteller und der jeweiligen Gesetzlichen Krankenkasse bestimmt.

Da die Rabattverträge und die Hintergründe, wie diese jeweils zustande kommen, als Betriebsgeheimnis gelten, weiß der Apotheker nicht, welchen Preis die jeweilige Kasse für das abgegebene Medikament an den Hersteller bezahlt.

Die Vergütung für öffentliche Apotheken basiert auf einheitlichen Honoraren und Abgabepreisen für verschreibungspflichtige Fertigarzneimittel, die im Schnitt mehr als 80 Prozent des Umsatzes ausmachen. Der Apothekenabgabepreis einer verschreibungspflichtigen Packung errechnet sich aus einem Festzuschlag von drei Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis zuzüglich einer Pauschale von 8,35 Euro pro Medikament.

Die Apotheke erhält zudem 0,41 Euro, die sie an einen Fonds abgibt, aus dem Nachtdienste und pharmazeutische Dienstleistungen finanziell unterstützt werden. Hinzu kommt die Umsatzsteuer von derzeit 19 Prozent.

Der Festzuschlag wird im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung um einen Apothekenabschlag in Höhe von 1,77 Euro pro rezeptpflichtigem Arzneimittel reduziert. Der Kostenanteil der Apotheken an den GKV-Gesamtausgaben macht daher mit 5,84 Milliarden Euro nur 1,8 Prozent aus. Ein Inflationsausgleich findet schon seit Jahren nicht mehr statt.

Zur Umsetzung der Rabattverträge [1] ist im Rahmenvertrag für Apotheken geregelt, dass die Abgabe von rabattbegünstigten Arzneimitteln vorrangig erfolgen muss.

Unabhängig davon, welchen Hersteller der verschreibende Arzt auf dem Rezept vermerkt hat, muss die Apotheke ein wirkstoffgleiches Medikament auswählen, für das die Krankenkasse des jeweiligen Patienten einen aktuellen Rabattvertrag abgeschlossen hat. Der Arzt kann einen Austausch des Arzneimittels nur ausschließen, wenn er bei seiner Verordnung auf dem Rezept das Aut-idem-Feld ankreuzt.

Für den Austausch von Arzneimitteln gilt [2]:

  • Gleicher Wirkstoff: Es gelten grundsätzlich Salze, Ester, Ether, Isomere, Mischungen von Isomeren, Komplexe und Derivate eines Wirkstoffs als derselbe Wirkstoff.
  • Identische Wirkstärke: Das bedeutet bei Medikamenten, dass unterschiedliche Präparate bei gleicher Dosierung die gleiche Menge des aktiven Wirkstoffs enthalten und im Körper die gleiche Intensität und Dauer der Wirkung entfalten.
  • Identische Packungsgröße: Als identisch gelten dabei Packungsgrößen, die nach geltender Packungsgrößenverordnung das gleiche Packungsgrößenkennzeichen (Normkennzeichen) tragen.
  • Gleiche oder austauschbare Darreichungsform: Darreichungsformen mit identischer Bezeichnung sind gleich und austauschbar solche, die der G-BA [3] in der Arzneimittel-Richtlinie (Anlage VII Teil A) [4] als austauschbar definiert hat.
  • Zulassung für ein gleiches Anwendungsgebiet: Ausreichend ist die Übereinstimmung eines von mehreren Anwendungsgebieten.

Wird ein anderes Arzneimittel als das rabattbegünstigte gewünscht, kann der Apotheker das austauschbare, nicht rabattierte Präparat abgeben. Der Patient bezahlt dann zunächst den gesamten AVP und die Krankenkasse erstattet dann die Kosten, die sich abzüglich Rabatte und sonstiger Abschläge ergeben. Mehrkosten, die dabei entstehen, muss der Versicherte selbst tragen.

Aufwendige Abrechnungen mit den Krankenkassen

Ein Apotheker muss mit jeder der Gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, bei welcher der jeweilige Patient versichert ist. Die Zahl der Gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland [5] umfasste mit dem Stand vom 1. Januar 2026 93 Krankenkassen, die rund 90 Prozent der Bevölkerung versorgen.

Rezeptabrechnungs-Dienstleister übernehmen für Apotheken die Prüfung, Einreichung und Abrechnung von Papierrezepten sowie E-Rezepten mit Krankenkassen. Sie bieten Vorteile wie schnellere Auszahlungen, geringere Fehlerquoten und entlasten das Personal, teils durch digitale Echtzeit-Prüfungen. Wenn allerdings ein solcher Dienstleister in die Insolvenz [6] geschickt wird, kann das Ergebnis für den betroffenen Apotheker durchaus bitter sein.

Das Apothekensterben in Deutschland nimmt zu

Die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken aufgrund fehlender Honoraranpassungen und der Mangel an qualifiziertem Personal führen dazu, dass die Zahl der Apotheken in Deutschland kontinuierlich abnimmt [7].

Das Apothekensterben in Deutschland hat sich zum Jahresbeginn 2026 weiter drastisch beschleunigt. Die Zahl der Betriebsstätten sank auf rund 16.600, den niedrigsten Stand seit den 1970er Jahren.

Die im Koalitionsvertrag vorgesehene Erhöhung des Apothekenhonorars ist jetzt dem Finanzierungsvorbehalt zum Opfer [8] gefallen, wodurch sich die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken weiter verschlechtert und Nachfolger kaum noch gefunden werden können.

Mit Online-Apotheken kann dieser Schwund nicht wirklich ausgeglichen werden, weil beispielsweise verschiedene Medikamente nur in einem vergleichsweise schmalen Temperaturbereich gelagert werden dürfen, die beim Postversand nicht gesichert werden können. Zudem ist es für viele Patienten gar nicht so einfach, echte Online-Apotheken von Fake-Shops [9] zu unterscheiden.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11171121

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/medikamente/rabattvertraege-bei-arzneimitteln-10602
[2] https://www.deutschesarztportal.de/wirtschaftlichkeit/aktuelle-rabattvertraege
[3] https://www.g-ba.de/
[4] https://www.deutschesarztportal.de/verordnung-und-erstattung/arzneimittelrichtlinie/austauschbare-darreichungsformen
[5] https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkassen-liste/
[6] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/avp-stellt-rezeptabrechnung-komplett-ein-120614/
[7] https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/apotheke-kosten-100.html
[8] https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/apotheke-kosten-100.html
[9] https://www.mdr.de/ratgeber/gesundheit/medikamente-faelschung-fakeshop-108.html

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  • 12. Februar 2026 um 15:25

Odessa, Kiew, Dnipro: Massive Angriffe treffen Zivilbevölkerung

Von Kai Imhoff

Kai Imhoff

Folgen von Raketenangriffen auf kritische Infrastruktur in der Ukraine

(Bild: ADA_photo / Shutterstock.com)

Einer der heftigsten Luftangriffe seit Wochen trifft die Energieversorgung – wieder Hunderttausende ohne Strom und Heizung.

Die ukrainische Bevölkerung erlebte in der Nacht zum Donnerstag einen der heftigsten Luftangriffe seit Wochen. Russische Streitkräfte nahmen die größten Städte des Landes ins Visier.

Kiew, Charkiw, Odessa und Dnipro meldeten schwere Schäden an Wohnhäusern und Energieanlagen [1]. Mitten im Winter stehen nun Hunderttausende Menschen ohne Heizung, Strom und fließendes Wasser da – wieder einmal.

Drohnen und Raketen treffen Großstädte

Die ukrainische Luftwaffe zählte 24 ballistische Raketen, einen Marschflugkörper und 219 Drohnen. Die Verteidiger konnten nach eigenen Angaben 16 Raketen und 197 Drohnen abfangen oder unschädlich machen.

Die restlichen Geschosse verursachten dennoch erhebliche Zerstörungen.

Eine Energieanlage in der Region Odessa erlitt schwere Treffer. Das Energieunternehmen DTEK rechnet mit langwierigen Reparaturarbeiten. Auch eines seiner Wärmekraftwerke wurde beschädigt. Den genauen Standort nannte das Unternehmen aber nicht.

Mindestens zwei Menschen verloren ihr Leben. In Lozova, einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt nahe der russischen Grenze, starben zwei Personen. Sechs weitere trugen Verletzungen davon.

In Kiew wurden zwei Menschen verletzt. In Dnipro erlitten vier Personen Verletzungen [2]. Unter ihnen befanden sich ein Säugling und ein vierjähriges Mädchen.

Versorgungskrise trifft Zivilbevölkerung hart

Die humanitären Folgen wiegen schwer. In Odessa fehlt fast 300.000 Einwohnern die Strom- und Wasserversorgung. Das teilte der stellvertretende Ministerpräsident Oleksiy Kuleba mit. Knapp 200 Gebäude in der Hafenstadt haben laut [3] Reuters keine funktionierende Heizung mehr.

In der Hauptstadt Kiew sitzen die Einwohner von rund 3.500 Wohnhäuser in der Kälte. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, der jüngste Angriff habe die Versorgung von fast 2.600 weiteren Gebäuden lahmgelegt.

Bereits zuvor waren 1.100 Häuser betroffen gewesen. Mehr als 100.000 Haushalte haben den Berichten zufolge [4] keinen Strom. In Dnipro warten 10.000 Verbraucher auf die Wiederherstellung ihrer Heizung.

Kiew greift russische Ölraffinerien an

Die Ukraine führt ihrerseits Angriffe auf russische Energieziele durch. Drohnen setzten eine Ölraffinerie des Konzerns Lukoil nahe der Stadt Ukhta in Brand. Die Anlage liegt etwa 1.550 Kilometer nordöstlich von Moskau in der Republik Komi.

Der dortige Regionalchef Rostislav Goldshtein berichtete laut [5] Reuters, niemand sei zu Schaden gekommen. Rettungskräfte bekämpften das Feuer vor Ort.

Der ukrainische Generalstab vermeldete zudem einen Treffer auf eine weitere Lukoil-Raffinerie in der Region Wolgograd. Im Januar hatten solche Angriffe nachgelassen. Seit einigen Tagen nimmt ihre Häufigkeit jedoch wieder zu.

Gespräche über Energiewaffenstillstand stocken

Washington und Kiew bemühen sich nach eigenen Angaben um ein Abkommen. Es soll Angriffe auf die Energieversorgung beider Seiten unterbinden. Die ukrainische Regierung zeigte sich bereit, ihre Schläge gegen russische Raffinerien einzustellen.

Präsident Selenskyj dämpfte am Mittwoch jedoch die Erwartungen. Moskau werde einen solchen Kompromiss ablehnen. Der russische Präsident Putin zeige kein Interesse an einer Vereinbarung, behauptete er weiter. Ob das stimmt, lässt sich nicht unabhängig überprüfen.


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https://www.heise.de/-11174772

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-02-12/russia-s-latest-airstrike-adds-strain-on-ukraine-s-energy-sector
[2] https://www.reuters.com/world/europe/ukrainian-capital-kyiv-under-massive-attack-russian-missiles-officials-say-2026-02-12/
[3] https://www.reuters.com/world/nearly-300000-people-without-power-water-supply-ukraines-odesa-after-russian-2026-02-12/
[4] https://www.reuters.com/world/europe/ukrainian-capital-kyiv-under-massive-attack-russian-missiles-officials-say-2026-02-12/
[5] https://www.reuters.com/world/europe/ukrainian-drone-strike-causes-fire-refinery-russias-komi-region-governor-says-2026-02-12/

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  • 12. Februar 2026 um 15:20

Trump und Kuba: Die Chance eines pragmatischen Deals

Von Lee Schlenker

Lee Schlenker

Zwei Flaggen auf einem Balkon

Ein Bild aus Zeiten der Annäherung: US- und kubanische Flagge in Havanna im Jahr 2016

(Bild: Delpixel/Shutterstock.com)

Trump und Havanna wollen verhandeln. Beide Seiten haben etwas anzubieten. Ein pragmatischer Deal könnte eine humanitäre Krise noch verhindern. Ein Gastbeitrag.

Am 29. Januar erklärte [1] US-Präsident Trump den nationalen Notstand in Bezug auf Kuba und drohte damit, Zölle in Höhe von 30 Prozent gegen Länder zu verhängen, die Havanna mit Öl beliefern. Damit machte er deutlich, dass Washington in bilateralen Gesprächen mit Kuba maximalen Druck ausübt. Laut Trump finden Gespräche statt, Kuba bestreitet [2] dies jedoch.

Während die kubanische Wirtschaft kollabiert und die Bevölkerung das Land in beispiellosem Ausmaß verlässt [3], sagt Trump, er werde "freundlich [4]" sein und in dem von ihm angestrebten Abkommen mit der kubanischen Führung eine "humanitäre Krise" vermeiden wollen. Zugleich bekräftigte [5] er seine Hoffnung, dass die Gespräche zu einem "freien Kuba" und zur Rückkehr jener Kubaner führen werden, die nach der Revolution von 1959 das Land verließen und sich in Südflorida niederließen.

Während die kubanischen Behörden erklären [6], sie seien zu einem "ernsthaften Dialog" mit den USA über eine Reihe von Themen bereit – mit Ausnahme ihrer "Verfassung, des politischen Systems und des Wirtschaftsmodells" –, stellt sich nach einer offensichtlichen Entspannung mit dem herrschenden Regime in Venezuela infolge der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro [7] durch das US-Militär die Frage: Wie könnte ein realistisches Abkommen mit Kuba derzeit aussehen?

Wie könnte ein pragmatischer Deal aussehen?

Lee Schlenker

Unser Gastautor Lee Schlenker

(Bild: RS [8])

Eine naheliegende Vereinbarung mit Havanna liegt für Trump auf dem Tisch. Wenn seine Berater – allen voran der kubanischstämmige Außenminister Marco Rubio, dem er die Kuba-Politik bislang faktisch überlassen hat – ihn nur nicht in dem Glauben bestärken [9] würden, das kubanische Regime stehe kurz vor dem Zusammenbruch und anhaltende Stromausfälle würden eher ein gefügiges Regime hervorbringen als eine Festigung der Streitkräfte und eine Massenemigration in einem Wahljahr.

Durch pragmatische Verhandlungen könnte Trump ein Abkommen mit Kuba schließen, das zur Wiederbelebung der Tourismusbranche des Landes beitragen würde, US-Unternehmen Zugang zu kritischen Mineralien und Lieferketten verschaffen und ausstehende Eigentumsansprüche in Milliardenhöhe durch Investitionen in künftige Entwicklungs- und Infrastrukturprojekte regeln würde.

Im Gegenzug für die Aufhebung von US-Beschränkungen für Reisen und Investitionen könnte Kuba politische Gefangene freilassen, mehr in die USA abgeschobene Personen aufnehmen, seine Beziehungen zu außerhemisphärischen Akteuren reduzieren und die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten in den Bereichen Sicherheit, Terrorismusbekämpfung und Justiz ausbauen.

Damit würden beide Gegner einen unvollkommenen, aber notwendigen Weg hin zu normalen Beziehungen einschlagen.

Kollektive Bestrafung und absurde Vorwürfe

Klar ist: Trumps Drohung [10], erhöhte Zölle auf Exporte in die USA aus Drittländern – insbesondere Mexiko – zu verhängen, falls diese Havanna weiterhin mit Treibstoff versorgen, käme einer kollektiven Bestrafung [11] gleich. Dies könnte zum unnötigen Tod Tausender unschuldiger Kubaner führen.

Der Vorwand, Kuba – eine kleine, verarmte und alternde Insel – stelle eine ungewöhnliche und außergewöhnliche Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar, ist absurd. Nach übereinstimmender Einschätzung [12] der US-Geheimdienste unterstützt oder finanziert Kuba keinen Terrorismus.

Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass Kuba ausländische Militär- oder Geheimdienststützpunkte beherbergt. Ebenso wenig existieren glaubwürdige Belege dafür, dass das Land transnationale Terrorgruppen wie die Hamas oder die Hisbollah willkommen heißt [13], wie es in Trumps Präsidialerlass behauptet wird [14].

Tatsächlich ist Kuba ein verlässlicher Partner [15] der USA in gemeinsamen Sicherheitsfragen [16] und strebt [17] eine noch engere Zusammenarbeit mit Washington bei der Drogen- und Terrorismusbekämpfung an. Dies wird auch von vielen US-Strafverfolgungsbehörden befürwortet [18].

Maximalistische Forderungen

Diese Themen sollten – neben anderen [19], die die Grundlage der sogenannten "America First"-Außenpolitik der Regierung gegenüber der westlichen Hemisphäre bilden – im Zentrum jeglicher Gespräche mit der kubanischen Regierung stehen.

Einige oppositionelle Medien berichten [20], dass solche Gespräche seit mindestens letzter Woche in Mexiko zwischen der CIA und Raúl Castros Sohn Alejandro Castro Espín stattfinden [21]. Castro Espín war der führende kubanische Unterhändler bei geheimen bilateralen Gesprächen während der zweiten Amtszeit Obamas, die zur Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern führten.

Doch Marco Rubio [22] und seine Verbündeten im Kongress lehnen einen Dialog mit einer Regierung, die sie als illegitim betrachten, seit Langem ab. Sie bestehen darauf, dass der Präsident die Sanktionen gegen Kuba erst bei einem Regimewechsel aufheben dürfe. Somit könnten sie jedes Abkommen mit Havanna torpedieren.

Rubio war jedoch gezwungen, Trumps Annäherung an die chavistische Regierung in Venezuela mitzutragen [23]. Und auch wenn Kuba das eine Thema ist, bei dem Rubio seine Haltung möglicherweise nicht abschwächt, könnte er zu dem Schluss kommen, dass eigene Präsidentschaftsambitionen [24] nicht zwangsläufig darunter leiden, wenn er zumindest kurzfristig etwas unterstützt, das weniger als den Sturz der kubanischen Regierung bedeutet.

Rubio und andere hochrangige kubanisch-amerikanische Amtsträger täten gut daran, ihre maximalistischen Forderungen nach einem sofortigen Regimewechsel beiseitezulegen, die ohnehin nie [25] zu Zugeständnissen seitens der kubanischen Regierung geführt haben, und dem Präsidenten zu einem realistischen [26] Abkommen zu verhelfen.

Tourismus und Nickel

Ein solches Abkommen könnte seine strategischen Ziele in den Bereichen Migration, Drogenhandel, kritische Mineralien und die Eindämmung russischen und chinesischen Einflusses voranbringen – und das nur 90 Meilen vor der Küste Floridas.

Die gute Nachricht ist, dass diese Bereiche – ebenso wie andere Themen, etwa wirtschaftliche Reformen innerhalb Kubas – Bereiche sind, über die Havanna gesprächsbereit ist, vorausgesetzt, die USA halten ihren Teil der Vereinbarung ein, wie mit der Denkweise der kubanischen Regierung vertraute Quellen berichten.

Trumps Führungskräfte sondieren [27] seit Jahren Möglichkeiten auf der Insel und haben die Marke "Trump" dort registrieren [28]lassen. Zudem hat der Präsident viele wohlhabende kubanisch-amerikanische Freunde und Spender [29], die dort zu günstigen Bedingungen Geschäfte machen möchten.

Während der kubanische Tourismus einbricht und die Hotelauslastung bei rund 25 Prozent liegt, könnte Trump im Rahmen der geltenden ausländischen Investitionsgesetze Kubas die Entwicklung zahlreicher Hotels und Resorts an den erstklassigen, aber unterentwickelten Küstenlagen der Insel erleichtern – ähnlich den jüngst angekündigten Plänen [30] seines Unternehmens in Vietnam.

Diese privat geführten Projekte könnten der kubanischen Wirtschaft einen erheblichen Schub verleihen, sofern sie mit gelockerten US-Reisebeschränkungen und speziellen Lizenzen für den Import von US-Waren und Treibstoff einhergehen.

Kuba verfügt zudem über die dritt- bzw. fünftgrößten Reserven [31] der strategischen Mineralien Kobalt und Nickel, die derzeit vom kanadischen Unternehmen Sherritt International abgebaut werden.

Ein Abkommen könnte vorsehen, dass US-Unternehmen auf die Bergbaukonzessionen von Sherritt bieten, Kubas moderate Offshore-Ölreserven – die derzeit von chinesischen, angolanischen und australischen Firmen erschlossen werden [32] – erkunden und zur Modernisierung der maroden Energieinfrastruktur des Landes beitragen. Letzteres ist in Kubas Portfolio für Auslandsinvestitionen [33] vorgesehen.

Schulden und Schäden durch die US-Blockade

Trump hat erklärt [34], er wolle sich um die "Menschen, die aus Kuba kamen, die vertrieben wurden oder unter Zwang gingen", kümmern. Dies wird von vielen als Hinweis auf die Milliardenbeträge an ungelösten Eigentumsansprüchen gedeutet, die aus den Verstaatlichungen nach der Revolution resultieren.

Da Kuba nicht über die finanziellen Mittel verfügt, um diese Ansprüche auszuzahlen, und da zwei dieser hochrangigen Streitfälle in diesem Monat vor dem Obersten Gerichtshof der USA verhandelt werden [35], könnte Trump eine Regelung ausarbeiten, nach der anerkannte Anspruchsteller Beteiligungen an dringend benötigten Entwicklungs- und Infrastrukturprojekten auf der Insel erwerben können.

Dies wäre eine ähnliche Vorgehensweise wie beim jüngst mit Spanien vereinbarten Schuldenumwandlungsprogramm [36]. Washington und Havanna erzielten 2015 begrenzte Fortschritte bei der Beilegung dieser Ansprüche über ähnliche Mechanismen. Jede ernsthafte Verhandlung müsste jedoch auch Kubas Gegenforderung über Milliardenbeträge an Schäden durch das seit 64 Jahren bestehende US-Handelsembargo berücksichtigen [37].

Weitere Kooperationsmöglichkeiten

Mit solchen Zusagen der US-Seite, die zur Belebung der kubanischen Wirtschaft beitragen, einige Energieengpässe lindern und Hindernisse für verstärkte Auslandsinvestitionen beseitigen könnten, könnte sich Kuba verpflichten, Hunderte politische Gefangene freizulassen, wie von Außenminister Rubio gefordert [38]. Havanna hielt sich an eine ähnliche, vom Vatikan vermittelte Vereinbarung, die in den letzten Tagen der Regierung unter Joe Biden im vergangenen Jahr geschlossen wurde.

Zudem könnte Kuba sich bereit erklären [39], regelmäßigere Abschiebeflüge aus den USA zu akzeptieren, was für Trump eine Priorität ist, und eine intensivere Sicherheitszusammenarbeit zusagen.

Die Insel könnte gemeinsame Anti-Drogen-Operationen wieder aufnehmen und nachrichtendienstliche Informationen zu US-Ermittlungen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bereitstellen. All dies hat Kuba bereits mehrfach angeboten [40].

Vor allem aber könnte Kuba bei zunehmenden Investitionen, Tourismus, Handel und Sicherheitsbeziehungen mit den USA zustimmen, seine wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen zu außerhemisphärischen Akteuren wie Russland und China zu reduzieren. Diese hat es größtenteils aus Notwendigkeit [41] und nicht aus freier Wahl gesucht.

Trump und Rubio

Trump räumte kürzlich ein, dass die Kubaner "harte Leute" seien, und verwies darauf, dass ihre Regierung trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen nach dem Zusammenbruch ihres wichtigsten Förderers, der Sowjetunion, vor mehr als 30 Jahren überdauert habe.

Vor seiner ersten Amtszeit sagte er [42], er habe "kein Problem" mit Präsident Obamas Öffnung gegenüber Havanna gehabt, er hätte jedoch einen besseren Deal ausgehandelt.

Trump versteht intuitiv, dass eine pragmatische Einbindung und direkte Verhandlungen den besten Weg darstellen, um die Kooperation Kubas zu sichern und die Interessen der USA auf der Insel voranzubringen – statt Zwang, Unnachgiebigkeit und Gewalt.

Nun liegt es bei Marco Rubio, zu entscheiden, ob er dem Präsidenten im Weg stehen oder ihm dabei helfen will, eine 60-jährige Pattsituation zu überwinden und das Abkommen mit Kuba zu erreichen, das Trump stets angestrebt hat.

Lee Schlenker ist Forschungspraktikant im Programm "Democratizing Foreign Policy" am Quincy Institute for Responsible Statecraft sowie Masterstudent für Lateinamerikastudien an der Edmund A. Walsh School of Foreign Service der Georgetown University.

Dieser Text erschien zuerst bei unserem Partnerportal Responsible Statecraft [43] auf Englisch


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11174253

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/2026/01/addressing-threats-to-the-united-states-by-the-government-of-cuba/
[2] https://www.washingtonpost.com/world/2026/02/02/cuba-cossio-us-trump-dialogue-negotiations-diplomat/4e267db6-0064-11f1-ad9f-6f689ec6b060_story.html
[3] https://www.newyorker.com/magazine/2025/10/06/a-cuban-exodus-faces-trumps-america
[4] https://www.huffpost.com/entry/trump-starting-talk-cuba-moves-cut-oil-supplies_n_697ecbb9e4b0c862d1f50fef
[5] https://www.euronews.com/2026/02/01/trump-says-us-starting-to-talk-to-cuba-as-washington-moves-to-cut-havanas-oil-supplies
[6] https://www.reuters.com/world/americas/cuba-communication-with-us-cuban-diplomat-says-trump-tightens-screws-2026-02-02/
[7] https://www.heise.de/tp/article/USA-greifen-Venezuela-an-Maduro-Entfuehrung-loest-internationale-Empoerung-aus-11127984.html
[8] https://responsiblestatecraft.org/author/leeschlenker/
[9] https://www.nytimes.com/2025/12/12/us/politics/rubio-cuba-venezuela.html
[10] https://www.heise.de/tp/article/Trump-erklaert-Kuba-zur-Bedrohung-fuer-die-nationale-Sicherheit-11160092.html
[11] https://www.seattletimes.com/business/anger-and-anguish-spread-across-cuba-as-it-learns-of-trumps-tariff-threat-on-those-who-provide-oil/
[12] https://www.nbcnews.com/news/latino/cuba-shouldnt-sponsor-terrorism-list-former-us-officials-say-rcna52728
[13] https://www.bellyofthebeastcuba.com/is-cuba-a-safe-haven-for-hamas-and-hezbollah
[14] https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/2026/01/addressing-threats-to-the-united-states-by-the-government-of-cuba/
[15] https://apps.dtic.mil/sti/pdfs/AD1150459.pdf
[16] https://www.reuters.com/world/americas/cuba-says-island-is-no-black-hole-drug-trafficking-route-us-2025-12-04/
[17] https://cubaminrex.cu/en/cuba-condemns-terrorism-and-reaffirms-its-cooperation-matters-security-and-fight-against-money
[18] https://www.youtube.com/watch?v=Edulj7x46JY
[19] http://google.com/search?q=american+conservative+reed+lindsay&oq=american+conservative+reed+lindsay&gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEUYOdIBCDYwMTFqMGo3qAIAsAIA&sourceid=chrome&ie=UTF-8
[20] https://responsiblestatecraft.org/media/
[21] https://www.politico.com/newsletters/national-security-daily/2026/02/02/could-a-castro-become-our-man-in-havana-00760436
[22] https://www.nbcnews.com/news/latino/sen-marco-rubio-pushes-against-obamas-cuba-changes-hearing-n299431
[23] https://foreignpolicy.com/2026/01/16/venezuela-iraq-afghanistan-trump-maduro/
[24] https://www.politico.com/news/2026/01/10/marco-rubio-venezuela-2028-future-00718902
[25] https://quincyinst.org/research/u-s-cuban-relations-a-realist-case-for-pragmatic-engagement/#a-pragmatic-policy-based-on-us-national-interests
[26] https://www.defensepriorities.org/explainers/move-on-from-washingtons-outdated-cuba-policy/
[27] https://www.bloomberg.com/features/2016-donald-trump-golf-cuba/?embedded-checkout=true
[28] https://www.miamiherald.com/news/nation-world/world/americas/cuba/article245902870.html
[29] https://www.washingtonpost.com/politics/sugar-tycoon-alfonso-fanjul-now-open-to-investing-in-cuba-under-right-circumstances/2014/02/02/4192b016-8708-11e3-a5bd-844629433ba3_story.html
[30] https://www.luxurytribune.com/en/trump-organisation-to-launch-1-5-billion-golf-resort-in-vietnam
[31] https://en.unav.edu/web/global-affairs/cuba-quiere-aumentar-su-produccion-de-niquel-y-cobalto-y-aprovechar-el-alza-de-precios
[32] https://youtu.be/fLqNUuJICJI?si=9l9xzxhpxu7yJnqe
[33] https://inviertaencuba.mincex.gob.cu/es/buscar/?csrfmiddlewaretoken=h9TexNgbJWaGjN9tqHLBmgPG1Ta8wH4ZAdlxKNH2hEqaln38RsjZG9c1ctVO0PGp&q=%C2%A7or=2%C2%A7or=17
[34] https://www.reuters.com/world/americas/cubas-diaz-canel-says-there-are-no-current-talks-with-us-government-2026-01-12/
[35] https://www.levernews.com/the-supreme-courts-quiet-war-on-cuba/
[36] https://www.lamoncloa.gob.es/lang/en/gobierno/news/paginas/2025/20250703-ffd4-cuba-debt-conversion.aspx
[37] https://www.nytimes.com/2015/12/14/world/americas/talks-begin-in-cuba-on-confiscated-us-property-worth-billions.html
[38] https://www.barrons.com/news/rubio-calls-for-immediate-release-of-700-cuban-political-prisoners-3587febf?gaa_at=eafs&gaa_n=AWEtsqe4humOgFhifkq8h-2ZFmjnHDxwOQ9RJuQJq740jxQ3jhW2TRpAb5awZ52bIDI%3D&gaa_ts=6982876b&gaa_sig=p-JknGjB4WyHHHVJowaXN4uyIvgFWlx3AEVaUR4stH-gg7iq-dQ16Edx6derF668efX6aqAsvYev3OK0KgRl4Q%3D%3D
[39] https://www.economist.com/the-americas/2025/08/21/the-new-fears-of-cubans-in-florida
[40] https://www.cipi.cu/cooperation-between-cuba-and-the-united-states-on-law-enforcement-and-compliance-evolution-results-and-limitations/
[41] https://responsiblestatecraft.org/cuba-russia/
[42] https://www.foxnews.com/politics/trump-says-obamas-cuba-policy-is-fine-but-u-s-should-have-got-a-better-deal
[43] https://responsiblestatecraft.org/deal-cuba-trump/

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  • 12. Februar 2026 um 14:00

Störungsmeldung vom 12.02.2026 08:20

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
12.02.2026 08:20
Region
Magdeburg (0391)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 12. Februar 2026 um 08:20

Verwaltungsgericht: Internetsperren für Porno-Plattformen doch rechtswidrig

Von Achim Sawall
Die Internetsperren gegen Pornhub und Youporn sind doch nicht rechtens. Kläger dürften 1&1 und der Plattformbetreiber sein.
Werbebild von Pornhub (Bild: Ethan Miller/Getty Images)
Werbebild von Pornhub Bild: Ethan Miller/Getty Images

Das Verwaltungsgericht Neustadt hat Sperrverfügungen der Medienanstalt Rheinland-Pfalz zu Pornoplattformen als rechtswidrig beurteilt. Das gab das Gericht am 12. Februar 2026 bekannt . Dabei geht es um den in Zypern ansässigen Konzern Aylo (ehemals Mindgeek) und dessen Plattformen Pornhub und Youporn.

Das Gericht machte weder Angaben zum Kläger noch zum betroffenen Plattformbetreiber. In früheren Eilverfahren zu diesem Thema wurde häufig 1&1 als betroffener Provider genannt, da der Konzern im Zuständigkeitsbereich der Medienanstalt Rheinland-Pfalz liegt.

Diese ordnete im April 2024 die Sperrung gegen verschiedene Access-Provider an, weil nach Vorgaben des deutschen Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) keine ausreichenden technischen Vorrichtungen wie Altersverifikationssysteme vorhanden seien, um den Zugriff von Kindern und Jugendlichen zu verhindern. Nachdem dies nicht zum Erfolg führte, ordnete die Medienanstalt im April 2024 DNS-Sperren an.

Dagegen erhoben laut Gericht die betroffenen Unternehmen im April 2024 und der Pornoanbieter im Oktober 2024 Klage beim Verwaltungsgericht Neustadt.

Laut Urteilsbegründung liegt für die Sperrung "keine taugliche Ermächtigungsgrundlage vor. Die nationalen Regelungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags sind aufgrund des Anwendungsvorrangs des Unionsrechts und wegen Verstoßes gegen das sogenannte Herkunftslandprinzip im vorliegenden Fall nicht anwendbar."

Seit dem vollständigen Inkrafttreten der europäischen Verordnung über digitale Dienste (DSA) im Februar 2024 unterlägen Anbieter digitaler Dienste grundsätzlich nur den Gesetzen des EU-Mitgliedstaates, in dem sie ihren Sitz hätten – hier der Republik Zypern.

Unabhängig davon sei ein Vorgehen der Landesmedienanstalt gegen die großen Pornoplattformen auch deshalb ausgeschlossen, weil die Europäische Kommission bereits eigene Verfahren eingeleitet habe. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falls wurde die Berufung zum Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz zugelassen.

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  • 12. Februar 2026 um 18:56

Anzeige: 1.000-Watt-Balkonkraftwerk zum bisher besten Amazon-Preis

Von Benjamin Gründken
Bei Amazon ist ein bifaziales Balkonkraftwerk zum bisher besten Preis dort im Angebot. Der Deal gilt kurze Zeit.
Balkonkraftwerke mit bifazialen Modulen erzeugen auch über die Rückseite Strom. (Bild: Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Solakon; Montage: Golem.de)
Balkonkraftwerke mit bifazialen Modulen erzeugen auch über die Rückseite Strom. Bild: Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Solakon; Montage: Golem.de

Hohe Energiepreise und der Preisverfall an der Modulfront haben Balkonkraftwerke zu einer attraktiven Anschaffung gemacht. Innerhalb der Bagatellgrenze ist nicht einmal eine Genehmigung erforderlich. Man muss die steckerfertige Anlage bloß online im Markstammdatenregister der Bundesnetzagentur anmelden. Handwerkliches Geschick braucht es nur dahingehend, dass die Module an die Wand, aufs Dach oder an das Geländer müssen.

Die Module werden anschließend in den Wechselrichter gesteckt, der Wechselrichter in die Steckdose. Handelsübliche Schukostecker gelten längst als Standard; die VDE hat ihren Einsatz erlaubt. Voraussetzung ist nur, dass der Wechselrichter über gewisse Abschaltautomatiken verfügt.

Doch welche Anlage soll es werden? Amazons aktueller Bestseller Nr. 1 in der Kategorie der monokristallinen Solarmodule ist ein 1.000-Watt-Set der Marke Solarway. Es befindet sich zum laut Preistracker bisher besten Amazon-Preis im befristeten Angebot.

Bifaziale Module mit Leistungspolster

Laut Produktseite bietet das Set zwei 500-Watt-Module der Marke Tongwei TWMNH54HD. Sie setzen auf moderne N-Typ-Zellen und sind von bifazialer Bauart, können also auch über die Rückseite Strom erzeugen. Bei insgesamt 1.000 Watt bleibt sogar ein kleines Polster, sollte die Sonne mal nicht ideal am Himmel stehen.

Aufseiten des Wechselrichters erwartet Käufer ein Modell von Growatt mit einer Ausgabeleistung von 800 Watt, was genau der Bagatellgrenze für den genehmigungsfreien Betrieb entspricht. Zum Lieferumfang gehören außerdem ein Anschlusskabel mit Schuko-Stecker und zwei 2 Meter lange Verlängerungskabel für die Solarmodule.

Das Balkonkraftwerk steht aktuell auf dem ersten Platz im Bereich der monokristallinen Solarmodule bei Amazon. Es wird dort über Solakon selbst mit Gratisversand verkauft. Bis maximal zum 15. Februar kostet es nur noch 246,98 Euro . Laut Preistracker Keepa handelt es sich, exklusive Gutscheine, um den bisher besten Amazon-Preis. Das 90-Tage-Mittel soll bei 307,82 Euro gelegen haben.

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  • 12. Februar 2026 um 18:45

Ariane 64 startet: SpaceX nach 10 Jahren von der Esa eingeholt

Von Mario Petzold
Mit dem erfolgreichen Start der großen Trägerrakete kann Europa eigenständig große Lasten transportieren. Zuverlässig ist sie schon einmal.
Künstlerische Darstellung zum Erstflug der Ariane mit vier Boostern (Bild: ESA/D. Ducros)
Künstlerische Darstellung zum Erstflug der Ariane mit vier Boostern Bild: ESA/D. Ducros

Die europäische Trägerrakete Ariane 6 ist am 12. Februar 2026 um 17:45 Uhr (MEZ) zum sechsten Mal in den Orbit gestartet. Jeder der Starts war bisher erfolgreich, auch wenn beim Erstflug 2024 zwei Nutzlasten und eine Raketenstufe als Weltraumschrott im Orbit zurückgelassen werden mussten.

Zum ersten Mal kam die Ariane 64 zum Einsatz, die statt bisher zwei nun vier Feststoffbooster aufweist. Damit wurde die maximale Nutzlast von 10,3 auf 21,6 Tonnen mehr als verdoppelt. Das entspricht dem Wert, den die Trägerrakete Falcon 9 von SpaceX erreicht.

Die Rakete Saturn V für die bemannten Mondflüge hatte hingegen eine Nutzlast von 135 Tonnen und die Raketen für das Artemis-Projekt der USA sollen ebenfalls deutlich größere Lasten transportieren als die Ariane.

Wichtig für sämtliche Satellitenmissionen

Vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, transportierte die Ariane 64 insgesamt 32 Satelliten für Amazon Leo in den niedrigen Erdorbit. Mit dem Vorhaben, das früher als Project Kuiper bezeichnet wurde, will der Internetversandhändler eine Konkurrenz zu Starlink aufbauen.

Ariane 6, deren Komponenten in 13 europäischen Ländern gebaut werden, soll eine Alternative zum derzeit dominierenden Unternehmen SpaceX werden. Wobei der Abstand derzeit beträchtlich ist.

Die Falcon 9 hat mittlerweile fast 400 Starts absolviert. Auch wegen dieses Erfahrungsvorsprungs soll ein Flug damit knapp 30 Prozent günstiger sein als mit der europäischen Variante.

Es ist aber nicht allein eine Frage des Preises. Vor allem soll die Abhängigkeit europäischer Projekte von der Nasa reduziert werden, nachdem zuletzt verschiedene Kooperationen von US-amerikanischer Seite infrage gestellt wurden. Ziel ist es, europäische Satelliten komplett eigenständig in den Orbit zu bringen, ein Vorhaben, das schon 2008 formuliert wurde und nur langsam vorankommt.

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  • 12. Februar 2026 um 18:40

Attacken auf Systeme mit FortiSandbox und FortiOS möglich

Von Heise
IP-Adressen

(Bild: FlashMovie / shutterstock.com)

Angreifer können unter anderem Firewalls von Fortinet attackieren. Sicherheitsupdates stehen zum Download bereit.

Fortinets Netzwerkbetriebssystem FortiOS und die IT-Sicherheitslösung FortiSandbox sind über mehrere Sicherheitslücken angreifbar. Bislang gibt es seitens des Netzwerkausrüsters keine Hinweise auf Attacken.

Sicherheitspatches installieren

Setzen Angreifer an einer Schwachstelle (CVE-2025-52436 „hoch“) in FortiSandbox an, können sie im Zuge einer XSS-Attacke eigene Befehle ausführen. Dafür ist der Beschreibung der Lücke zufolge keine Authentifizierung nötig.

Geräte wie Firewalls mit FortiOS sind über mehrere Softwareschwachstellen angreifbar. Bei einer bestimmten Konfiguration der LDAP-Authentifizierung (unauthenticated binds) können Angreifer an einer Lücke (CVE-2026-22153 „hoch“) ansetzen und so die Anmeldung im VPN-Kontext umgehen.

Zusätzlich können Angreifer unter anderem noch eigene Befehle ausführen (CVE-2025-64157 „mittel“). Dafür müssen sie aber bereits Admin sein.

Weiterführende Informationen zu den geschlossenen Lücken hat Fortinet im Sicherheitsbereich seiner Website [1] aufgelistet.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11174023

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.fortiguard.com/psirt
[2] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[3] mailto:des@heise.de

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  • 12. Februar 2026 um 12:29

Dell schließt unzählige Sicherheitslücken in Avamar, iDRAC und NetWorker

Von Heise
Ein symbolischer Updateknopf auf einer Tastatur.

(Bild: Tatiana Popova/Shutterstock.com)

Die Backuplösungen Dell Avamar und NetWorker und die Server-Fernverwaltung iDRAC sind verwundbar.

Die Entwickler von Dell haben in Avamar und NetWorker massenhaft Schwachstellen in Komponenten wie Apache Tomcat und Spring Security geschlossen, die die Backuplösungen nutzen. Die Server-Fernverwaltung iDRAC bekommt ebenfalls ein Sicherheitsupdate.

Verwundbare Backuplösungen

In drei Warnmeldungen listet Dell [1] die nun geschlossenen Sicherheitslücken in Komponenten von Drittanbietern auf, die Avamar und NetWorker betreffen.

Darunter fallen Komponenten wie Apache HTTP Server, Expat, OpenSSL und Vim. Der Großteil der geschlossenen Lücken stammt aus dem Jahr 2025. Darunter sind auch „kritische“ Schwachstellen (etwa Samba CVE-2025-10230), über die Schadcode auf Systeme gelangen kann. Es wurden aber auch Lücken geschlossen, die schon über zehn Jahre alt sind (zum Beispiel Apache HttpClient CVE-2015-5262 „mittel“).

Weitere Gefahr

Server-Admins sollten iDRAC-Service-Module für Linux und Windows auf den aktuellen Stand bringen. Geschieht das nicht, können sich Angreifer mit niedrigen Nutzerrechten aufgrund von Fehlern bei der Zugriffskontrolle höhere Nutzerrechte verschaffen (CVE-2026-23856). In einer Warnmeldung versichern die Entwickler, das Sicherheitsproblem in der Ausgabe 5.4.1.1 gelöst zu haben. Alle vorigen Versionen sollen verwundbar sein.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11173829

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/thema/Dell
[2] https://www.dell.com/support/kbdoc/de-de/000425429/dsa-2026-023-security-update-for-dell-networker-multiple-third-party-component-vulnerabilities
[3] https://www.dell.com/support/kbdoc/de-de/000425759/dsa-2026-024-security-update-for-dell-networker-multiple-third-party-component-vulnerabilities
[4] https://www.dell.com/support/kbdoc/de-de/000425769/dsa-2026-072-security-update-for-dell-avamar-dell-networker-virtual-edition-nve-and-dell-powerprotect-dp-series-appliance-dell-integrated-data-protection-appliance-idpa-multiple-third-party-vulnerabilities
[5] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[6] mailto:des@heise.de

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  • 12. Februar 2026 um 10:11

Gitarre neu gedacht: „Schwebende“ Gitarrensaiten von 250-kg-Magnet gehalten

Von Marcus Hansson

(Bild: Matthias Krantz / Youtube)

Ein Musiker und YouTuber hat mithilfe eines starken Magneten eine Gitarre gebaut, bei der die Saiten anstelle der üblichen Befestigung am Korpus frei schweben.

Es sieht verrückt aus, doch wer genauer hinschaut, erkennt: Die Saiten dieser Gitarre, die normalerweise am Korpus befestigt werden, schweben frei in der Luft – und trotzdem lässt sich darauf wie auf einer ganz normalen Gitarre spielen. Mit extrem starken Magneten hält der schwedische YouTuber und Musiker Matthias Krantz [1] die Saiten unten am Klangkörper fest, ohne dass sie dabei den Korpus berühren. Der Effekt wirkt wie aus einem Sci-Fi-Film, zusätzlich betont durch eine geschwungene, luftige Gitarre, die in der zweiten Hälfte seines Ende Januar 2026 veröffentlichten Videos zu sehen ist.

Normalerweise werden Gitarrensaiten über einen Steg am Korpus geführt. Krantz ersetzt diesen durch einen aus einem Eisenblock gefertigten Steg, der von einem starken Magneten freischwebend gehalten wird. Der Magnet erzeugt gleichzeitig die nötige Spannung, sodass die Saiten spielbar bleiben, trotz eines rund zwei Zentimeter breiten Luftspalts.

Magnet mit 250 kg Zugkraft

Das Projekt begann mit kleinen Magneten, die die Saiten zwar gerade hielten, aber beim Spielen zu schwach waren – sie flogen bei leichtem Zug mit lautem Surren davon. Erst ein 100 × 50 × 25 mm großer Magnetblock der Klasse N52 und mit fast 250 kg Zugkraft erwies sich als stark genug, um die Saiten auch beim Spielen stabil zu halten. Der Magnet erzeugt an seiner Oberfläche eine magnetische Flussdichte von 4174 Gauss (≈0,42 Tesla), was ihn zu einem der stärksten handelsüblichen Neodym-Magnete macht.

Solche Magneten sind jedoch nicht ungefährlich: Quetschgefahr und enorme Kräfte sind deutlich im Video zu sehen. Krantz testete den Magneten sogar auf einem Amboss und musste feststellen, dass er ihn nicht mehr freibekam – ein zweiter Magnet musste nachbestellt werden. Durch die gewaltigen Kräfte des Magneten hat der Schöpfer der Gitarre auch spürbar Angst vor der eigenen Erfindung.

(Bild: Matthias Krantz / Youtube)

Musikinstrumente auf Maker Art

Die Mühe hat sich gelohnt: Am Ende funktioniert die Gitarre, auch wenn sie nur vier statt sechs Saiten hat. Der Magnetaufbau eröffnet zudem neue musikalische Möglichkeiten. Beim Spielen hat Krantz festgestellt, dass der freischwebende Stahlblock, an dem die Saiten befestigt sind, in verschiedene Richtungen leicht verschoben werden kann. Je nachdem, wie die Magnete bewegt werden, entsteht ein Vibrato-Effekt, und sogar die Lautstärke der Gitarre lässt sich so beeinflussen.

Für Krantz ist das Projekt kein Einzelfall – auf seinem YouTube-Kanal [3] dreht sich alles um ungewöhnliche Umbauten von Musikinstrumenten. In den letzten Jahren baute er unter anderem eine Gitarre mit einem kreisrunden, rotierenden Griffbrett und mit insgesamt 18 Saiten, ersetzte in einem alten Klavier die Filz-Klavierhämmer durch kleine Zimmermannshämmer aus Stahl und versuchte sogar, Gitarrensaiten aus Spinnenseide herzustellen, indem er Spinnen „gemolken“ hat.

Klavierspielender Oktopus als Sidekick

Im November 2025 veröffentlichte er zudem ein Video, in dem er einem Oktopus das Klavierspielen beibringt [4] – inklusive selbst gebautem Unterwasser-Klavier und verschiedenen Belohnungsmethoden mit Krabbenfleisch. Die Tausenden Kommentare zeigen, dass auch Forschende und Verhaltensforscher sein Vorgehen lobten.

Das Magnet-Gitarren-Projekt scheint vorerst abgeschlossen: Am Ende des Videos reißt der Magnet zwei Saiten ab, woraufhin Krantz das Instrument an der Wand aufhängt. Über seinen Discord-Server [5] lassen sich die Vorbereitungen für seine nächsten Projekte verfolgen.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Mattias_Krantz
[2] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[3] https://www.youtube.com/@Mattiaskrantz
[4] https://www.youtube.com/watch?v=PcWnQ7fYzwI
[5] https://discord.com/invite/MyrHY2CEmU
[6] mailto:mch@make-magazin.de

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