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Gerade in Städten oder auf Supermarktparkplätzen mit Parkscheibenpflicht passiert es schnell, dass man vergisst, die Parkscheibe einzustellen. Das kann im schlimmsten Fall zu einem Strafzettel führen, obwohl man nur kurz parken wollte. Elektronische Parkscheiben sollen dies verhindern, indem sie die Parkzeit automatisch einstellen.
Eine solche elektronische Parkscheibe gibt es derzeit bei Amazon im Angebot. Die Needit Park Mini ist gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung von 29 Euro um 30 Prozent reduziert. Damit kostet sie nur noch 20,99 Euro
Bei der Needit Park Mini handelt es sich um eine besonders kompakte elektronische Parkscheibe. Sie ist nur 8,3 cm breit und rund 4,5 cm hoch. Damit gehört die Park Mini zu den eher kleineren elektronischen Parkscheiben und nimmt dadurch nur wenig Platz an der Windschutzscheibe ein. Die Befestigung erfolgt mit mitgelieferten Klebepads.
Im Inneren befindet sich ein Bewegungssensor, der erkennt, wenn das Fahrzeug länger als etwa 20 Sekunden stillsteht. In diesem Moment wird die Parkfunktion aktiviert und die Parkscheibe stellt die Ankunftszeit automatisch ein. Wie bei klassischen Parkscheiben wird die Zeit auf die nächste halbe Stunde aufgerundet. Wer beispielsweise um 10:12 Uhr parkt, erhält somit die Anzeige 10:30 Uhr. Dieses Verhalten entspricht den gesetzlichen Vorgaben für Parkscheiben.
Ein wichtiger Punkt ist die rechtliche Zulassung. Elektronische Parkscheiben dürfen in Deutschland nur verwendet werden, wenn sie offiziell genehmigt sind. Laut Hersteller verfügt die Park Mini über eine entsprechende Zulassung des Kraftfahrt-Bundesamtes sowie eine ECE-Genehmigung (10 R-047203). Damit soll sie im Straßenverkehr legal genutzt werden dürfen.
Die Parkscheibe besitzt zwei Displays: Ein größeres zeigt nach außen die Parkzeit an, so dass Kontrolleure sie problemlos ablesen können. Ein kleineres Display auf der Rückseite dient dazu, dass sich die Parkzeit auch im Fahrzeug ablesen lässt.
Der Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit erfolgt automatisch. Dadurch soll die Uhr immer korrekt laufen. Zusätzlich gibt es eine manuelle Einstellmöglichkeit, etwa wenn das Gerät neu eingerichtet wird, oder nach einem Batteriewechsel.
Die Stromversorgung erfolgt über eine Batterie, die laut Hersteller mehrere Jahre halten soll. Danach kann sie ausgetauscht werden.
Das Konzept ist allerdings nicht ganz ohne Einschränkungen. Wie bei allen elektronischen Geräten besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass ein Defekt oder eine leere Batterie dazu führt, dass keine gültige Parkzeit angezeigt wird. In solchen Fällen kann trotz installierter Parkscheibe ein Bußgeld drohen.
Außerdem hängt der Nutzen stark vom eigenen Fahralltag ab. Wer nur selten in Bereichen mit Parkscheibenpflicht parkt, profitiert weniger von der automatischen Funktion. Elektronische Parkscheiben sind vor allem für Fahrer sinnvoll, die regelmäßig auf Supermarktparkplätzen oder in innerstädtischen Kurzzeitparkzonen unterwegs sind.
Trotz dieser Einschränkungen scheint die Park Mini bei vielen Nutzern gut anzukommen. Bei Amazon erreicht sie derzeit 4,6 von 5 Sterne bei fast 20.000 Bewertungen.
Preislich liegt die elektronische Parkscheibe im üblichen Bereich. Während viele Modelle zwischen 15 und 40 Euro kosten, wird die Needit Park Mini bei Amazon aktuell für 20,99 Euro
Needit elektronische Parkscheibe Park Mini
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Von Needit gibt es noch viele weitere elektronische Parkscheiben zu entdecken. Eine Übersicht liefert der Amazon-Store von Needit
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Das richtige Ladekabel finden? Schwieriger, als man denkt. Jedes USB-C-Kabel passt zwar an jeden USB-C-Charger, trotzdem sind nicht alle gleich. Ein Highspeed-Ladegerät mit dreistelliger Ausgangsleistung braucht zum Beispiel ein Kabel, das die hohe Ausgangsleistung auch unterstützt. Sonst kommt nur ein Bruchteil an Handy, Tablet oder Laptop an.
Eine sichere Wahl sind die mit nahezu jedem Gerät kompatiblen 240-W-USB-C-Ladekabel von Anker. Amazon verkauft eine Doppelpackung derzeit mit fast 50 Prozent Rabatt für unter 12 Euro. Weniger hat der Spitzenseller seiner Kategorie noch nie gekostet. Laut dem Onlinehändler gilt der Deal bis spätestens zum 16. März. Aufgrund der hohen Nachfrage empfehlen wir, schnell zu bestellen.
Die USB-Ladekabel von Anker unterstützen den Schnellladestandard Power Delivery 3.1 und erlauben entsprechend kurze Ladezeiten. Mit einem starken Charger gepaart, sollen sie ein Macbook Pro 16 Zoll (M3) in 25 Minuten von 0 auf 50 Prozent laden und ein iPhone 15 oder Samsung Galaxy S24 in 26 Minuten. Auch zur Datenübertragung eignen sich Ankers USB-Ladekabel. Basierend auf dem USB-2.0-Standard, erreichen sie Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 480 MBit oder umgerechnet 60 MByte pro Sekunde. Das entspricht ungefähr 17 Sekunden für ein GByte.
Neben Geschwindigkeit sind Ankers USB-Ladekabel auf Langlebigkeit ausgelegt. Laut Hersteller sollen sie 10.000 Biegungen überstehen; die Stecker sollen bis zu 12 kg Zug standhalten. Die robuste geflochtene Ummantelung weist Schmutz ab und bleibt auch über mehrere Monate weich. Praktisch: Anders als viele Konkurrenzprodukte bieten Ankers USB-Ladekabel enorm flache Stecker (10 mal 58 mm). Dadurch passen sie auch in Handys mit Hülle oder kabellose Gaming-Mäuse, die oft nur knappe Aussparungen für Ladekabel haben.
Unter Amazon-Kunden sind die meisten Anker-Produkte Favoriten, die Ladekabel sind keine Ausnahme. Über 2.800 Nutzer bewerten sie im Schnitt mit 4,8 von 5 Sternen. Häufig gelobt werden die hochwertige Verarbeitung und Haptik, schnelle Ladegeschwindigkeit und zuverlässige Ladeleistung. Allein im letzten Monat wurde die Doppelpackung über 5.000-mal bestellt.
Amazon verkauft die USB-Ladekabel
Anker 240W USB C Kabel
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(Bild: Jan Zabrodsky / Shutterstock.com)
Der chinesische Hersteller hat eine Batterie vorgestellt, die E-Autos fast so schnell lädt wie Verbrenner tanken – allerdings nur unter einer Bedingung.
Wer heute ein Elektroauto fährt, kennt das Problem: An der Ladesäule vergeht oft eine halbe Stunde oder mehr, bis der Akku wieder voll ist. Der chinesische Hersteller BYD will dieses Ärgernis nun drastisch verkürzen.
Am Donnerstag zeigte das Unternehmen die zweite Generation seiner Blade-Batterie. Der Akku soll in fünf Minuten von zehn auf 70 Prozent springen – und nach insgesamt neun Minuten bei 97 Prozent stehen. Damit käme das Laden eines E-Autos dem Tankstopp an der Zapfsäule erstmals sehr nahe.
Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Dieses Tempo schafft die Batterie nur an hauseigenen Spezialsäulen [1].
Hinter den Rekordwerten steckt ein neuer Typ von Ladestation, den BYD "Flash Charging" nennt.
Jede einzelne Säule pumpt bis zu 1,5 Megawatt durch ein einziges Kabel ins Fahrzeug. Zum Vergleich: Die leistungsstärksten öffentlichen Schnelllader in Europa und Nordamerika liefern derzeit meist höchstens 350 Kilowatt – also weniger als ein Viertel.
Wer sein Fahrzeug an einer gewöhnlichen öffentlichen Säule anschließt, muss also länger warten.
Ganz leer geht man dort aber nicht aus: Laut BYD [2] nimmt die Blade-Batterie 2.0 auch an Standardladern 30 bis 50 Prozent mehr Energie pro Zeiteinheit auf als herkömmliche E-Auto-Akkus.
Kalte Winter gelten als Achillesferse vieler Elektroautos: Niedrige Temperaturen bremsen den Ladevorgang spürbar aus und kosten Reichweite. BYD verspricht, dieses Problem weitgehend gelöst zu haben.
Selbst nach 24 Stunden bei minus 30 Grad Celsius soll der Akku in rund zwölf Minuten von 20 auf 97 Prozent klettern – nur etwa drei Minuten mehr als bei angenehmen Raumtemperaturen.
Für Pendler und Familien in kälteren Regionen wäre das ein handfester Vorteil [3] gegenüber bisherigen Batterien, die bei Frost oft doppelt so lange zum Laden benötigen.
Die Blade-Batterie 2.0 basiert auf Lithium-Eisenphosphat, kurz LFP. Diese Zellchemie verzichtet auf knappe und teure Rohstoffe wie Kobalt oder Nickel.
Nach Zahlen von [4] BloombergNEF kostet eine Kilowattstunde LFP aktuell rund 81 US-Dollar, während die verbreitete Nickel-Mangan-Kobalt-Variante bei 128 US-Dollar liegt.
Gleichzeitig steigerte BYD die Energiedichte gegenüber dem Vorgänger um fünf Prozent.
Beim Thema Sicherheit durchlief die Batterie nach BYD-Angaben [5] ein hartes Prüfprogramm: Nach 500 Schnellladezyklen trieben die Ingenieure einen Nagel durch die Zelle – ohne dass Rauch oder Flammen entstanden. Zusätzlich gewährt BYD eine lebenslange Garantie auf die Batteriezellen.
Zehn BYD-Modelle erhalten die neue Batterie als Erstes, darunter die Oberklasse-Limousine Yangwang U7 und der sportliche Denza Z9GT.
Auf dem Datenblatt stehen Reichweiten jenseits der 1.000-Kilometer-Marke. Diese Angaben beruhen jedoch auf dem chinesischen CLTC-Prüfzyklus, der Reichweiten im Vergleich zum alltagsnäheren EPA-Standard um rund 35 Prozent zu hoch ansetzt.
Realistisch dürften Fahrer mit etwa 650 Kilometern pro Ladung rechnen – immer noch ein solider Wert, der lange Strecken ohne Zwischenstopp ermöglicht.
Megawatt-Ladeleistung belastet das Stromnetz erheblich. BYD begegnet dem mit einem cleveren Konzept: Die Flash-Charging-Säulen werden in bestehende öffentliche Ladeparks eingebettet.
Dort speisen langsamere Netzanschlüsse zunächst große Pufferbatterien, die ihre Energie dann gebündelt an das Fahrzeug abgeben. BYD-Chef Wang Chuanfu verglich die Installation mit dem Aufstellen einer Klimaanlage.
Bis Jahresende sollen 20.000 solcher Stationen in China stehen, davon 2.000 entlang von Autobahnen. Rund 4.200 Standorte nahm BYD bereits in den ersten beiden Monaten 2026 in Betrieb.
Einen weltweiten Ausbau kündigte das Unternehmen zwar an, nannte für Europa aber weder Orte noch Termine. Wer hierzulande auf die Technik hofft, muss sich also vorerst gedulden.
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Links in diesem Artikel:
[1] https://techcrunch.com/2026/03/05/byd-rolls-out-ev-batteries-with-5-minute-flash-charging-but-theres-a-catch/
[2] https://carnewschina.com/2026/03/05/byd-unveils-blade-battery-2-0-10-70-in-5-mins-10-97-in-9-mins-and-20000-flash-charging-stations-in-2026/
[3] https://cnevpost.com/2026/03/05/byd-unveils-2nd-gen-blade-battery/
[4] https://about.bnef.com/insights/clean-transport/lithium-ion-battery-pack-prices-fall-to-108-per-kilowatt-hour-despite-rising-metal-prices-bloombergnef/
[5] https://www.byd.com/za/news-list/byd-unveils-2nd-generation-blade-battery-and-flash-charging-technologyw
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Millionen sparen, Programme prüfen, Strukturen umbauen: Beim RBB treffen Reformrhetorik und harte Sparrealität aufeinander.
Der Rundfunk Berlin-Brandenburg steht erneut unter Druck: Während der Sender intern umgebaut wird, verlangt der Rechnungshof weitere Millionen-Einsparungen [1].
Personalrat und Gewerkschaft ver.di [2] werfen der Senderleitung vor, ohne klare Analyse und transparente Kostenplanung zu agieren – während gleichzeitig beim Personal gespart werde.
Im Zentrum der Kritik steht das interne Reformprojekt "Neue Zusammenarbeit", mit dem die Führungsebene des öffentlich-rechtlichen Senders verschlankt werden soll. Der Personalrat und die Gewerkschaft bemängeln fehlende Analysen, unklare Ziele und intransparente Kosten [3].
Die RBB-Leitung weist die Vorwürfe zurück. Sie betont, das Projekt stehe nicht unter der Überschrift "Sparen und konsolidieren", sondern ziele auf mehr Flexibilität und Innovation ab. Doch diese Darstellung steht in deutlichem Widerspruch zur finanziellen Realität des Senders.
Trotz wachsender Beitragseinnahmen weist der RBB ein strukturelles Defizit auf. Ab 2026 müsse der Sender jährlich rund neun Millionen Euro einsparen, "um seine Zahlungsfähigkeit sicherzustellen", so Karin Klingen, Präsidentin des Rechnungshofs [4].
Der Berliner Rechnungshof übt verstärkte Kontrolle aus – eine direkte Folge des früheren Versagens der Aufsichtsgremien [5] bei der Finanzplanung und beim gescheiterten Projekt "Digitales Medienhaus" [6].
Drei konkrete Sparvorschläge liegen auf dem Tisch: Erstens könnte die Zahl der Hörfunkprogramme von sieben auf sechs reduziert werden. Dabei steht offenbar das reichweitenschwache Radio 3 zur Disposition [7]. Zweitens erwägt der RBB eine Ausweitung der Werbemöglichkeiten. Dazu gehören mehr Werbung im Radio und die umstrittene Einführung von Werbung in den Mediatheken [8]. Drittens plant der Sender einen schrittweisen Verzicht auf die teure UKW-Verbreitung zugunsten von DAB+, obwohl dies Risiken für die Reichweite birgt.
Der vom Bundesverfassungsgericht bestätigte RBB-Staatsvertrag [9] zementiert die Reformen und stärkt die Kontrollmechanismen. Die strengen Auflagen sind Reaktion auf die Skandale der Vergangenheit, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in eine Vertrauenskrise stürzten.
Als Antwort auf massenhafte, standardisierte Beschwerden werden aktuell Eingaben über No-Reply-E-Mail-Adressen nicht mehr bearbeitet, wie epd [10] meldet.
Zitiert wird dort die RBB-Intendantin Ulrike Demmer, die Ende Januar in der RBB-Rundfunkratssitzung gesagt haben soll, dass Programmbeschwerden "ein wesentliches Mittel zur Qualitätssicherung" sei.
"Doch bei den Beschwerden an den RBB sei ein Missbrauch zu erkennen, dem ein Riegel vorzuschieben sei. Sie sprach von einer ‚digitalen Attacke‘, bei der es darum gehe, ‚Strukturen lahmzulegen‘. Der Rundfunkrat beschloss in seiner Sitzung Ende Januar, dass auf der Webseite der Sendeanstalt darauf hingewiesen werden soll, dass über No-Reply-Adressen eingereichte Programmbeschwerden nicht zulässig sind."
Die Diskrepanz zwischen den Beteuerungen der RBB-Leitung und der finanziellen Zwangslage ist offenkundig. Während die Führung betont, Innovation stehe im Vordergrund, zeichnen die hier zitierten Berichte ein anderes Bild: Sie zeigen einen Sender, dessen Reformen vor allem vom Sparzwang getrieben sind.
Für viele Beobachter bleibt die Frage: Kann der RBB seine Glaubwürdigkeit zurückgewinnen, wenn schon die interne Kommunikation über Sparzwänge und Reformziele derart widersprüchlich verläuft?
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Links in diesem Artikel:
[1] https://meedia.de/news/beitrag/21277-rbb-muss-auch-kuenftig-jedes-jahr-neun-millionen-euro-sparen.html
[2] https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/rbb-zweifel-bei-zusammenarbeit-106835
[3] https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/rbb-zweifel-bei-zusammenarbeit-106835
[4] https://meedia.de/news/beitrag/21277-rbb-muss-auch-kuenftig-jedes-jahr-neun-millionen-euro-sparen.html
[5] https://medien.epd.de/article/4019
[6] https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2024/11/landesrechnungshof-ruege-rbb-digitales-medienhaus-schlesinger.html
[7] https://meedia.de/news/beitrag/21277-rbb-muss-auch-kuenftig-jedes-jahr-neun-millionen-euro-sparen.html
[8] https://www.dwdl.de/nachrichten/105755/berliner_rechnungshof_regt_werbung_in_mediatheken_an/
[9] https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2025/pressemitteilung.1591610.php
[10] https://medien.epd.de/article/4350
[11] https://medien.epd.de/article/4350
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Deloitte-Studie untersucht globale Wirtschaftstrends. Globaler Süden als Wirtschaftstreiber, Westen auf dem Rückzug. Europa und Unternehmen müssen klug agieren.
Die weltwirtschaftliche Integration verändert ihre Richtung. Geopolitische Konflikte, neue Handelsrouten und strategische Partnerschaften prägen zunehmend die Struktur der Globalisierung. Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Deloitte analysiert den Trend.
Das Ergebnis: Während einige Regionen enger zusammenrücken, entfernen sich andere voneinander. Vor allem aufstrebende Volkswirtschaften gewinnen an Bedeutung. Europa reagiert mit stärkerer Binnenintegration und neuen internationalen Partnerschaften.
Die im Februar veröffentlichte Studie mit dem Titel "K-Shaped Globalization: How geopolitics is reshaping trade and investment corridors" [1], untersucht, wie sich geopolitische Spannungen auf internationale Handels-, Investitions- und Finanzverbindungen auswirken.
Grundlage sind 38 Indikatoren aus fünf Dimensionen für 249 Länder und rund 64 Millionen Datenpunkte. Der Index misst unter anderem Handelsbeziehungen, Finanzintegration und geopolitische Ausrichtung. Die Werte werden mit dem Jahr 2005 als Referenz verglichen.
Laut der Studie bricht der Konsens der Nach-Kalten-Kriegs-Globalisierung auf, während geopolitische Rivalitäten stärker in ökonomische Entscheidungen hineinwirken. Diese Entwicklung beeinflusst langfristig die Struktur globaler Lieferketten, Investitionsströme und Handelsrouten – und zwingt Staaten wie Unternehmen dazu, ihre Strategien neu auszurichten.
Die Daten zeigen eine Abschwächung der globalen Integration. Geopolitische Spannungen dämpfen sowohl den internationalen Handel als auch grenzüberschreitende Investitionen. Besonders deutlich ist dies im Güterhandel und bei ausländischen Direktinvestitionen. Auch der Handel mit Dienstleistungen wächst langsamer als zuvor.
Die Studie stellt eine sogenannte "K-förmige Globalisierung" fest. Während einige Regionen enger zusammenrücken, entfernen sich andere voneinander.
Vor allem China und mehrere Länder des Globalen Südens intensivieren ihre wirtschaftlichen Beziehungen. Gleichzeitig führen die USA einen Rückzug des Westens aus der Weltwirtschaft an, begleitet von Zöllen und sinkender politischer Kooperation.
Europa steht vor einer Phase der Neujustierung. Einerseits vertieft sich die wirtschaftliche Integration innerhalb Europas, andererseits baut der Kontinent neue Partnerschaften außerhalb der traditionellen westlichen Allianzen auf. Hintergrund sind sowohl der Rückgang des Handels mit China als auch die zunehmenden Spannungen mit den USA.
Deloitte-Chefökonom Alexander Börsch sieht darin eine langfristige strukturelle Veränderung der Weltwirtschaft. "Unternehmen müssen sich auf ein K-förmiges Muster der globalen Integration mit abwechselnden Dynamiken vorbereiten", schreibt er. Gerade stark globalisierte Konzerne könnten Schwierigkeiten bekommen, Risiken und Chancen in einer zunehmend fragmentierten Welt zu managen, da sich Handels- und Investitionsströme regional unterschiedlich entwickeln.
Die Entwicklung zeigt sich auch im Gesamtwert der globalen Verbindungen. Der entsprechende Index fiel laut Studie von minus zwei Punkten im Jahr 2024 auf minus sieben im Jahr 2025. Ähnliche Rückgänge gab es zuletzt während der globalen Finanzkrise 2008, der Eurokrise, der Covid-19-Pandemie und nach Beginn des Ukrainekriegs.
Besonders stark nimmt das geopolitische Alignment zwischen Staaten ab. Unterschiede in Abstimmungen in den Vereinten Nationen, eine Ausweitung von Zöllen und Sanktionen sowie zunehmende militärische Konflikte spiegeln diese Entwicklung wider. Die Handelsverbindungen gehen leicht zurück, vor allem im Warenhandel. Gleichzeitig stagniert die Finanzintegration insgesamt.
Die Studie zeigt zudem eine deutliche Verschiebung bei den Ländern, die von der Globalisierung profitieren. Besonders stark nehmen die internationalen Verbindungen in mehreren aufstrebenden Volkswirtschaften zu. Dazu zählen unter anderem China, Indien, Vietnam, Malaysia, Indonesien oder die Vereinigten Arabischen Emirate.
Im Gegensatz dazu verlieren mehrere traditionelle Industrienationen an Integrationsdynamik. Rückgänge verzeichnet der Index unter anderem für die USA, Deutschland, Frankreich oder Großbritannien.
Ein ähnliches Bild zeigt sich beim globalen Handel mit Gütern und Dienstleistungen. Hier legen vor allem China, Indien, Indonesien und Vietnam zu. Dagegen verlieren Volkswirtschaften wie Japan, die USA oder Deutschland relativ an Gewicht.
Bei ausländischen Direktinvestitionen ergibt sich ebenfalls eine Verschiebung. Mehr Kapital fließt zunehmend in asiatische und aufstrebende Märkte, während Investitionen in klassische westliche Industriestaaten abnehmen. Laut Studie profitieren etwa China, Indien oder Malaysia stärker von Investitionen, während Deutschland, Japan, Frankreich und die USA Rückgänge verzeichnen.
Parallel zu diesen globalen Veränderungen nimmt innerhalb Europas die wirtschaftliche Integration leicht zu. Seit 2021 sind die Güterexporte zwischen europäischen Ländern laut Studie um rund zwölf Prozent gestiegen, der Handel mit Dienstleistungen um 29 Prozent und die Direktinvestitionen innerhalb Europas um etwa fünf Prozent.
Neben der stärkeren Binnenintegration baut Europa neue wirtschaftliche Beziehungen außerhalb des Kontinents auf. Besonders stark haben sich laut Studie die Wirtschaftsverbindungen zu Ländern wie Neuseeland, Malaysia, Indonesien oder den Philippinen entwickelt. Anzumerken ist hier allerdings, dass das ökonomische Gewicht der neuen Partner insgesamt leichter ist als das von China und den USA.
Gleichzeitig gehen traditionelle wirtschaftliche Beziehungen zurück. So sind die wirtschaftlichen Verbindungen Europas zu den USA seit 2021 um mehr als sechs Prozent gesunken. Auch gegenüber Israel, Argentinien oder Russland registriert die Studie rückläufige Werte. Auffällig ist, dass laut der Studie trotz Krieg und Sanktionen das europäische Handelsvolumen mit den USA und Israel stärker abgenommen hat als mit Russland.
Deloitte empfiehlt Unternehmen, in der neuen K-förmigen Globalisierung klug zu navigieren. Man solle entlang der geopolitischen Linien Kapital platzieren, den Handel an korridorspezifischen Strategien orientieren, mit wechselnden Mustern und höheren Risiken rechnen, mehr Entscheidungen auf lokalen Ebenen fällen und resiliente Versorgungsketten aufbauen.
Die Studie stammt von Deloitte, einem der weltweit größten Prüfungs- und Beratungsunternehmen. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 460.000 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Umsatz von mehr als 67 Milliarden US-Dollar. Deloitte steht wegen Vorwürfen möglicher Interessenkonflikte zwischen Wirtschaftsprüfung und Beratung [2], fehlerhafter Prüfungen [3] sowie enger Verflechtungen mit politischen Institutionen und Einflussnahmen [4] (Stichwort: Drehtüreffekt) in Kritik.
Dass inzwischen sogar sie das Sinken der USS Economy offen benennen, sollte aufhorchen lassen.
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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.deloitte.com/de/de/issues/efficiency-resiliency/geoeconomic-dynamics-index-globalization.html?id=de:2ps:3gl:4___econ-geoeconomic-dynamics-index-2026:5:6oth:20260216::ag&gad_source=1&gad_campaignid=23568640500&gclid=CjwKCAiA-__MBhAKEiwASBmsBLK9aigxlG7wzKir3C44NpNJD02XkK1_IIQpjsX8c6m0b2rJcXcGKRoCpFwQAvD_BwE
[2] https://www.finanzwende.de/themen/wirtschaftspruefungsgesellschaften
[3] https://www.it-daily.net/shortnews/ki-halluziniert-quellen-deloitte
[4] https://lobbypedia.de/wiki/Deloitte
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MacBook Neo in Benutzung.
(Bild: Apple)
Apple begibt sich mit dem MacBook Neo in neue Marktbereiche. Das ist erklärungsbedürftig – der Konzern schickt eine Marketingdirektorin vor.
Apples erster neuer Mac seit dem Mac Studio führt ein neues Namensschema ein: Nach MacBook Pro, MacBook Air und dem MacBook ohne Bezeichnung [1] (eingestellt 2019) kommt nun das MacBook Neo [2]. Doch was hat sich Apple bei dem ungewöhnlichen Namen gedacht? Einen kleinen Einblick in die Denkweise gab jetzt eine Marketingdirektorin des Konzerns. Im Rahmen der Londoner „Special Apple Experience“ [3] teilte Colleen Novielli, Director Mac Product Marketing, mit, es sei dem Konzern darum gegangen, etwas zu schaffen, das sich „spaßig und freundlich und frisch“ anfühlt. Dies passe genau zum Geist dieses Produkts, sagte Novielli gegenüber Techradar [4].
Neo kommt vom griechischen Wort „Neos“ und heißt so viel wie „neu, jung“ oder „kürzlich“. Es wird seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor allem als Wortanhang verwendet, wobei der Begriff neutral besetzt ist – er kann eine gute wie schlechte Neuentwicklung beschreiben. Mit der „The Matrix“-Figur hat das MacBook Neo jedenfalls nichts zu tun. Der Konzern wollte erwartungsgemäß nicht verraten, ob Neo noch für weitere Produkte kommt – etwa beim iPad oder beim iPhone. Das könne sie nicht beantworten, so Novielli lächelnd.
Das MacBook Neo ist mit einem Preis ab 699 Euro das bislang günstigste Mac-Notebook – und mischt damit im günstigeren Windows-Segment mit. „Wenn Sie an viele vergleichbare PCs denken, die Sie in dieser Preisklasse bekommen können, werden Sie feststellen, dass es sehr einfach ist, einen Computer mit Funktionen und einer Nutzererfahrung zu bauen, die gerade noch so in Ordnung sind.“
Das MacBook Neo solle so aber nicht sein, man habe es durch Detailliebe perfektionieren wollen. Apple geht davon aus, die Maschine zu neuen Zielgruppen bringen zu können, eine Art Demokratisierung des Macs steht also an. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir dieses tolle neue Produkt weltweit vielen weiteren Kunden anbieten können.“
Apple wisse, was derzeit in der Welt passiere und versuche sicherzustellen, die richtigen Produkte an die richtigen Kunden zur richtigen Zeit zu liefern. Novielli erinnerte daran, dass das erste MacBook Air nur über eine einzige USB-Schnittstelle verfügt habe. Das Neo hat nun immerhin zwei. Für das allererste MacBook Air wurden einst 1699 Euro fällig [5].
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https://www.heise.de/-11201246
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[1] https://www.heise.de/meinung/Kommentar-Das-MacBook-Neo-ist-kein-neues-12-Zoll-MacBook-11200082.html
[2] https://www.heise.de/news/Buntes-MacBook-Neo-Apple-will-den-Laptop-Markt-aufwirbeln-11198917.html
[3] https://www.heise.de/news/Apple-kuendigt-ueberraschend-Special-Apple-Experience-an-11178848.html
[4] https://www.techradar.com/computing/macbooks/we-wanted-something-that-felt-fun-and-friendly-and-fresh-and-felt-like-it-really-suited-the-spirit-of-this-product-apple-exec-on-why-their-new-budget-laptop-is-called-macbook-neo
[5] https://everymac.com/global-mac-prices/all-msrp-macbook-air-prices-in-germany.html
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[7] https://www.heise.de/mac-and-i
[8] mailto:bsc@heise.de
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„Palm Royale“: Wie es weitergeht, bleibt offen.
(Bild: Apple)
Apple gilt für Serienmachen eigentlich als ruhiger Hafen: Mag der Konzern etwas, wird nachbestellt. Bei „Palm Royale“ aber nicht. Nach Plot Twist ist Schluss.
Es ist für Zuschauer äußerst unschön, wenn sich ein Sender oder Streamingdienst dazu entscheidet, eine Serie zu beenden, bevor alle Handlungsstränge im Rahmen eines Finales oder einer finalen Staffel aufgelöst wurden. Cliffhanger sollte es eigentlich nur geben, wenn klar ist, dass es weitergeht. Bislang gab sich Apple hier meist vorbildlich: Bei Apple TV laufende Shows wurden üblicherweise zu einem soliden Ende geführt, auch wenn der iPhone-Konzern keine weiteren Folgen bestellen wollte. Was es hingegen schon gab, waren lange Wartezeiten auf neue Staffeln [1], etwa bei „Severance“. Doch nun lässt Apple seine Kunden bei einer viel gelobten Dramedy-Show tatsächlich hängen.
„Palm Royale“ wird Fachmedien zufolge „einfach so“ eingestellt, obwohl die zweite Staffel mit vielen Fragen endete. Wie Variety schreibt [2], wurde dies auch bereits bestätigt – wobei eine Ankündigung seitens Apple noch fehlt.
Apple hatte „Palm Royale“, dessen Hauptdarstellerin Kristen Wiig ist, im Frühjahr 2024 veröffentlicht und dann auch gleich im Sommer für eine zweite Staffel beauftragt, obwohl zunächst nur 10 Folgen geplant waren. Die zweite Staffel mit weiteren 10 Folgen lief von November 2025 bis Januar 2026. Apple veröffentlicht Shows stets im Wochentakt und nicht zum „Bingen“ auf einmal, wie man das von Netflix kennt.
„Palm Royale“ galt als Kritikerliebling, hatte bei Rotten Tomatoes allerdings nur ein Rating von 60 Prozent. Die Show bekam insgesamt 35 Nominierungen für Preise wie die Emmys, Critics' Choice Award sowie Actor Awards. Die Serie spielte im Palm Beach der Sechzigerjahre und ging auf einen Roman von 2018 zurück.
Das Finale von „Palm Royale“ endete mit einem Plot Twist, der für viel Stoff für die kommende Staffel 3 gesorgt hätte [3]. Diesen müssen sich Fans der Show nun dazudenken. Es ist unklar, warum Apple die Serie abrupt gecancelt hat. Es gibt Berichte, dass sie in der Produktion sehr teuer war. Der Streamingmarkt steht aktuell vor einem Umbruch, nachdem Netflix aus dem möglichen Kauf von Warner Brothers ausgestiegen [4] ist.
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https://www.heise.de/-11197403
Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Severance-in-zweiter-Staffel-Apple-startet-grosse-Marketingmaschine-10246126.html
[2] https://variety.com/2026/tv/news/palm-royale-canceled-apple-tv-1236677741/
[3] https://www.hollywoodreporter.com/tv/tv-features/palm-royale-finale-twist-carol-burnett-laura-dern-interview-1236451267/
[4] https://www.heise.de/news/Netflix-gibt-auf-Paramount-kann-Warner-kaufen-11192283.html
[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[6] https://www.heise.de/mac-and-i
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ScanSnap-Home-Updater: Endlich nativ auf M-Macs.
(Bild: heise medien)
Hersteller Ricoh, vormals Fujitsu, hat ein Update für seine Scanner-Software publiziert. Darin erfolgt ein lange erwarteter Architekturwechsel.
Nicht mehr lange, dann wird man ein aktuelles macOS nicht mehr auf Intel-Maschinen installieren können: Mit macOS 27, das im Herbst erscheinen dürfte, streicht Apple offiziell den x86-Support [1]. Danach besteht zwar noch die Möglichkeit, Intel-Code über die Übersetzungsschicht Rosetta 2 auszuführen [2], doch auch das endet dann ein Jahr darauf. Entsprechend verwunderlich ist es, dass es auch jetzt noch teils große Hersteller gibt, die ihre Apps nicht nativ für Apple-Silicon-Maschinen (also die einzige auf dem Markt befindliche Apple-Architektur) angepasst haben. Dazu gehörte etwa bis vor kurzem die Steam-App von Valve [3] und – bis diese Woche – die offizielle Begleitanwendung für Besitzer der populären ScanSnap-Scanner von Ricoh, vormals Fujitsu.
Dies ändert sich nun: Wie der Website des Anbieters zu entnehmen ist, kommt ScanSnap Home für macOS in Version 3.6.0 [4] nun endlich ohne Notwendigkeit, Rosetta 2 anzuwerfen. "Der native Betrieb auf Mac-Computern mit Apple Silicon wurde ermöglicht", heißt es von der japanischen Firma lapidar. Der Support für Intel-Maschinen scheint jedoch weiterhin zu bestehen, er wurde laut Release Notes nicht gestrichen.
Die App, die sowieso als etwas schwerfällig gilt, dürfte durch den Umstieg etwas flotter werden, etwa beim Start. Ohne sie sind ScanSnap-Scanner, von denen es mittlerweile eine große Auswahl [5] gibt, nicht korrekt zu verwenden – außer mit Spezial-Apps wie Vuescan [6]. ScanSnap Home umfasst den gesamten Betrieb des Scanners, vom eigentlichen Scan-Vorgang über die Schnittstelle zum OCR bis hin zur Konvertierung in andere Formate wie Word oder Excel. Auch Geräteeinstellungen und Firmware-Updates führt man über die Anwendung durch.
Neben der Apple-Silicon-Anpassung liefert ScanSnap Home für Mac auch noch weitere Verbesserungen. Beim iX2500 kann man via Scan in Netzwerkordner automatisch Bilder in durchsuchbare PDFs konvertieren und mit diesem Modell und dem iX2400 auch lange Seiten in einem Rutsch (durch eine eigene Einstellung) erfassen.
Verbesserungen gab es auch bei Kurzscans mit automatischer Farberkennung, der Office-Konvertierungsfunktion, die nun auch nicht mehr grundsätzlich Abbyy Finereader benötigt und beim iX2500 lassen sich Textkontrast erhöhen und ein Durchscheinen reduzieren, wenn Dokumente in der Cloud landen sollen. Schließlich will Ricoh auch die Texterkennung genauer gemacht haben. ScanSnap Home ist Teil des Kaufs eines ScanSnap-Scanners.
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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/macOS-27-Intel-Apps-sagen-zum-Abschied-leise-Servus-11182896.html
[2] https://www.heise.de/news/macOS-27-Intel-Apps-sagen-zum-Abschied-leise-Servus-11182896.html
[3] https://www.heise.de/ratgeber/Tipp-Steam-Client-auf-Apple-Silicon-umstellen-10516781.html
[4] https://www.pfu.ricoh.com/imaging/ss_hist/de/mac/index.html
[5] https://www.scansnapit.com/de-de/products/
[6] https://www.hamrick.com/
[7] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[8] https://www.heise.de/mac-and-i
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2024 gab es einen Cyberangriff auf die britische Behörde TfL. Nun ist herausgekommen: Dabei wurden auch Daten von zehn Millionen Kundinnen und Kunden gestohlen.
Bei einem Cyberangriff auf Transport for London (TfL) wurden 2024 sensible Daten von etwa zehn Millionen Kundinnen und Kunden entwendet. Die Behörde ist für das Verkehrssystem in London zuständig. Unter den gestohlenen Daten seien Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Adressen, berichtet die BBC.
Eine anonyme Person hat den britischen Nachrichtensender [1] demnach kontaktiert und ihm die Daten zur Verfügung gestellt. Sie habe zuvor eine Kopie der gestohlenen TfL-Datenbank erlangt. Die BBC gibt an, die Daten untersucht und anschließend gelöscht zu haben. Die rund 15 Millionen Zeilen hätten schätzungsweise Informationen von zehn Millionen TfL-Kundinnen und Kunden enthalten.
Der Angriff von 2024 [2] sei auf die kriminelle Gruppierung „Scattered Spider“ zurückzuführen, so die BBC. Unter anderem seien viele Informationstafeln und Online-Dienste ausgefallen, was einen Schaden von 39 Millionen britischen Pfund (umgerechnet knapp 45 Millionen Euro) verursacht hätte. Es sei einer der größten Hackerangriffe in der britischen Geschichte gewesen. Die mutmaßlichen Täter, zwei junge Erwachsene, stehen in Großbritannien vor Gericht [3].
Die BBC wirft TfL vor, unzureichend auf den Cyberangriff reagiert zu haben. Die Behörde habe nicht genug getan, um betroffene Kundinnen und Kunden zu warnen. Mehrere Millionen von ihnen hätten keine Warnung erhalten oder diese nicht zur Kenntnis genommen. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass die gestohlenen Daten noch nicht dafür verwendet wurden, weitere Angriffe durchzuführen, berichtet die BBC unter Berufung auf die anonyme Quelle.
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[1] https://www.bbc.com/news/articles/cz0ggkr2g77o
[2] https://www.heise.de/news/Cyberangriffe-betreffen-Wertachkliniken-in-Bayern-und-Londoner-Verkehrsbetrieb-9857069.html
[3] https://www.nationalcrimeagency.gov.uk/news/two-charged-for-tfl-cyber-attack
[4] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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Bei ClickFix-Angriffen sollen Opfer selbst Befehle ausführen, um ihre Systeme zu infizieren. Eine Kampagne setzt auf Windows Terminal.
Microsoft [1] warnt vor einer im Februar 2026 beobachteten ClickFix-Kampagne. Die setzt darauf, dass potenzielle Opfer bösartige Befehle im Windows-Terminal ausführen.
Das berichtet das Microsoft-Threat-Intelligence-Team auf Bluesky [2]. Demnach handelt es sich um eine weitverbreitete ClickFix-Kampagne, die im Februar 2026 auf den Start des Windows-Terminals anstatt des sonst dafür gebräuchlichen Prozesses aus Windows-Taste + „R“ (öffnet den „Ausführen“-Dialog von Windows), darauffolgend dem Einkopieren des bösartigen Befehls und schließlich der Ausführung setzt.
Bei der Kampagne weisen die Täter die potenziellen Opfer an, das Tastenkürzel aus Windows-Taste + „X“ zu drücken und dort dann „I“ auszuwählen. Das startet den Windows-Terminal (allerdings nicht, wie von Microsoft angegeben, die Version mit Administratorrechten, die liegt zumindest auf deutschen Windows-Systemen auf der Taste „a“). Im Terminal steht die PowerShell-Umgebung bereit, die üblicherweise auch für administrative Aufgaben genutzt wird.
Dieser Ansatz umgeht Erkennungen, die speziell auf den Missbrauch des „Ausführen“-Dialogs angepasst sind. Zugleich nutzt er die bekannte Umgebung des Windows-Terminals aus. Sobald das Terminal gestartet ist, leiten die Täter die Opfer an, bösartige PowerShell-Befehle auszuführen. Die Befehle liefern sie dabei mittels gefälschter CAPTCHA-Seiten aus, oder über angebliche Prompts zu Problemlösungen sowie über Köder, die an geläufige Verifikationsmechanismen erinnern.
Der initiale Befehl ist Hex-kodiert und „XOR-komprimiert“, erklären Microsofts IT-Forscher. Er öffnet weitere Windows-Terminals mit PowerShell, die zur Dekodierung der eingebetteten Hex-Befehle dienen. Die laden eine legitime, umbenannte 7-Zip-Binärdatei herunter, die eine mehrstufige Angriffskette entpackt und startet. Diese umfasst zusätzliche ausführbare Dateien, geplante Aufgaben, Ausnahmen für den Microsoft Defender und schließlich Ausleitung von gestohlenen Maschinen- und Netzwerk-Informationen. Schließlich mündet der Angriff in der Installation des Lumma Stealer, der sich etwa in Chrome- und Edge-Webbrowser-Prozesse einklinkt und dort Web- und Login-Daten sowie gespeicherte Zugangsdaten sucht und an die Server der Täter schickt. Eine zweite Variante nutzt die „EtherHiding“-Technik, bei der eine Blockchain als Command-and-Control-Server und zur Verschleierung des Cyberangriffs genutzt wird.
Mitte Februar hatten Microsofts IT-Sicherheitsforscher eine ClickFix-Variante beobachtet, bei der die Angreifer auf DNS-Antworten [3] gesetzt haben. In diesen Antworten zu Anfragen zur Namensauflösung im Internet versteckten sie den schädlichen Code, der zur Installation von Malware führt.
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https://www.heise.de/-11202023
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[1] https://www.heise.de/thema/Microsoft
[2] https://bsky.app/profile/threatintel.microsoft.com/post/3mgdvlrkjeu2v
[3] https://www.heise.de/news/ClickFix-Attacken-nutzen-Schadcode-in-DNS-Antworten-11177592.html
[4] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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Vor mehr als 20 Sicherheitslücken in Cyber Protect warnt Acronis aktuell. Admins sollten bereitstehende Updates rasch anwenden.
24 Sicherheitslücken: Seit dem Donnerstag dieser Woche hat Acronis Warnmeldungen zu derart vielen Schwachstellen in Acronis Cyber Protect veröffentlicht. Sieben davon gelten als hohes Sicherheitsrisiko.
Auf der Übersichtsseite der Sicherheitsmitteilungen von Acronis [1] listet der Hersteller die Schwachstellen auf. Am gravierendsten stechen folgende Schwachstellen hervor:
Die aktualisierten Software-Stände stehen teils seit Monaten oder noch länger zum Herunterladen bereit. Wer Acronis Cyber Protect in seiner Infrastruktur einsetzt, sollte daher prüfen, ob dort aktuell verwundbare Fassungen laufen, und gegebenenfalls die Updates anwenden.
Zuletzt hatte Acronis im September eine als hochriskant eingestufte Sicherheitslücke im Acronis Cyber Protect Cloud Agent [9] für Windows geschlossen.
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https://www.heise.de/-11201761
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[1] https://security-advisory.acronis.com/advisories
[2] https://security-advisory.acronis.com/advisories/SEC-9646
[3] https://security-advisory.acronis.com/advisories/SEC-9137
[4] https://security-advisory.acronis.com/advisories/SEC-9408
[5] https://security-advisory.acronis.com/advisories/SEC-8481
[6] https://security-advisory.acronis.com/advisories/SEC-8445
[7] https://security-advisory.acronis.com/advisories/SEC-9439
[8] https://security-advisory.acronis.com/advisories/SEC-4168
[9] https://www.heise.de/news/IT-Sicherheitsloesung-Acronis-Cyber-Protect-Cloud-Agent-ist-verwundbar-10627091.html
[10] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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Die neue Preview-Version 1.25 von Windows Terminal ist erschienen, während Version 1.24 nun stabil ist. Entwickler erhalten weitere Konfigurationsmöglichkeiten.
Windows Terminal hat die Preview-Version 1.25 erreicht. Microsofts Terminal-Anwendung für Eingabeaufforderung, PowerShell, WSL und Co. erlaubt nun das Durchsuchen der Einstellungen sowie erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten per User Interface.
Gleichzeitig mit Erscheinen der neuen Preview-Version gilt die Version 1.24 [1] als stabil. Sie bietet unter anderem erweiterten Sprachsupport in der Befehlspalette: Diese schlägt auch dann Keywords auf Englisch vor, wenn die Spracheinstellung eine andere ist.
In der neuen Vorschauversion können Entwicklerinnen und Entwickler die Einstellungen durchsuchen. Sie finden in der Suche sowohl alle integrierten Einstellungen als auch zusätzliche wie Farbschemata, Profile oder Erweiterungen. Einige Einstellungen, die sich auf ein beliebiges Profil anwenden lassen, können mehrfach erscheinen.
(Bild: Microsoft)
Daneben arbeitet das Entwicklungsteam weiterhin daran, Einstellungen aus der JSON-Datei in das Einstellungs-UI zu überführen. Dort steht nun ein neuer Editor namens Aktionen bereit. In diesem können Developer beispielsweise genauer festlegen, was etwa bei Neues Fenster geschehen soll und welche Tastenzuordnungen zu Aktionen bestehen.
Für eine optische Vereinheitlichung der Microsoft-Tools nutzt das Terminal nun die Farbschemata Dark Modern und Light Modern, die seit Visual Studio Code 1.78 [2] bekannt sind.
Alle weiteren Infos zu Windows Terminal Preview 1.25 bietet der Microsoft-Entwicklerblog [3]. Die neue Vorschauversion lässt sich per Microsoft Store [4], GitHub-Repository [5] oder WinGet beziehen.
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Links in diesem Artikel:
[1] https://github.com/microsoft/terminal/releases/tag/v1.24.10621.0
[2] https://www.heise.de/news/Sourcecode-Editor-Visual-Studio-Code-1-78-stellt-Profil-Templates-zur-Auswahl-8986881.html
[3] https://devblogs.microsoft.com/commandline/windows-terminal-preview-1-25-release/
[4] https://apps.microsoft.com/detail/9n8g5rfz9xk3
[5] https://github.com/microsoft/terminal/releases/tag/v1.25.622.0
[6] mailto:mai@heise.de
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(Bild: software-architektur.tv)
Wie skaliert man Projekte, ohne an Silos zu scheitern? Darüber sprechen Eduardo da Silva, Guro F. Størdal und Eberhard Wolff in der englischsprachigen Folge.
Wie gelingt der Sprung vom lokalen Pilotprojekt zur internationalen EV-Ladeinfrastruktur – ohne an organisatorischen Silos zu scheitern? Darüber sprechen Eduardo da Silva und Guro Fladvad Størdal mit Eberhard Wolff in einer weiteren englischsprachigen Folge des Videocasts software-architektur.tv [1].
Die Episode beleuchtet dazu die mehrjährige Skalierungsreise von Circle Ks eMobility-Organisation. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein ursprünglich kleines Team in Norwegen, das den Geschäftsbereich Elektrofahrzeug-Laden zunächst nur validieren sollte, den Übergang zu einer internationalen, mehrere Produkte umfassenden Organisation bewältigt hat. Eduardo da Silva und Guro Fladvad Størdal berichten im Gespräch mit Eberhard Wolff über Fehler, Experimente und Erkenntnisse aus diesem Prozess.
Die eMobility-Einheit von Circle K begann als kleines Team mit dem Auftrag, das Geschäftsmodell für EV-Ladeinfrastruktur in Norwegen zu erproben. Der Erfolg erzwang jedoch rasch einen Kurswechsel: Statt weiter zu validieren, musste die Organisation skalieren – auf mehrere europäische und schließlich globale Märkte, in einer Branche, die sich selbst noch in der Entwicklung befindet.
Eine der zentralen Herausforderungen war dabei das Aufbrechen funktionaler Silos. Zunächst konzentrierten sich Eduardo da Silva [2] und Guro Fladvad Størdal [3] darauf, die Trennung zwischen Produkt- und Technologie-Abteilungen zu überwinden. Im Laufe der Zeit gingen sie jedoch weiter und entwickelten echte crossfunktionale Value Streams, die auch Marketing, Vertrieb, Operations und weitere Disziplinen kontinuierlich einbinden. Das Ziel: die Aktivitäten zu identifizieren und zu strukturieren, die für schnelles und nachhaltiges Geschäftswachstum nötig sind.
Bei Circle K griffen sie auf eine Reihe etablierter Methoden und Frameworks zurück – darunter Domain-driven Design, Team Topologies und Wardley Mapping. Doch keines dieser Werkzeuge, für sich genommen, erwies sich als eine Universallösung. Stattdessen beschreiben da Silva und Størdal den Prozess als kontinuierliche Verbesserung: Menschen mit Fachwissen einbeziehen, Lernen maximieren und die Value Streams samt ihren Teams befähigen, die notwendigen Design- und Organisationsentscheidungen selbst zu treffen – stets orientiert an einer klaren langfristigen Vision.
Die zentrale Botschaft lautet demnach: Nachhaltige Skalierung gelingt nicht durch das Anwenden eines einzelnen Modells, sondern durch das bewusste Zusammenspiel verschiedener Ansätze, getragen von den Menschen, die die Domäne am besten kennen.
Wer mehr zum Thema erfahren und Eduardo da Silva und Guro Fladvad Størdal live auf der Bühne erleben möchte, kann sich auch ihren Vortrag am 10. März 2026 auf der Konferenz Agile meets Architecture [5] in Berlin ansehen. Eberhard Wolff bietet dafür einen speziellen Rabattcode für seine Zuschauerinnen und Zuschauer [6].
Die Folge wird am Mittwoch, 11. März 2026, live ab 13 Uhr von der Konferenz Agile meets Architecture [7] gestreamt. Während des Livestreams können Interessierte Fragen via Twitch-Chat, YouTube-Chat oder anonym über das Formular auf der Videocast-Seite [8] einbringen.
software-architektur.tv ist ein Videocast von Eberhard Wolff, iX-Blogger [9] und bekannter Softwarearchitekt, der als Head of Architecture bei SWAGLab arbeitet. Zum Team gehören außerdem Lisa Maria Schäfer [10] (Socreatory) und Ralf D. Müller [11] (DB Systel). Seit Juni 2020 sind über 250 Folgen entstanden, die unterschiedliche Bereiche der Softwarearchitektur beleuchten – mal mit Gästen, mal Wolff, Schäfer oder Müller solo. Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren berichtet heise Developer über die Episoden.
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https://www.heise.de/-11198793
Links in diesem Artikel:
[1] https://software-architektur.tv/
[2] https://www.agile-meets-architecture.com/speakers/2026-eduardo-da-silva
[3] https://www.agile-meets-architecture.com/speakers/guro-fladvad-stordal
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[5] https://www.agile-meets-architecture.com/
[6] https://pretix.eu/AmA/2026/redeem?voucher=AMA_AIS_2026
[7] https://www.agile-meets-architecture.com/
[8] https://software-architektur.tv/
[9] https://www.heise.de/developer/Continuous-Architecture-2687847.html
[10] https://www.socreatory.com/de/trainers/lisa-moritz
[11] https://techstories.dbsystel.de/blog/profiles/Ralf-D.-Mueller.html
[12] mailto:map@ix.de
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Microsofts GitHub könnte in Zukunft Konkurrenz von OpenAI bekommen. Zumindest lässt das KI-Unternehmen intern angeblich eine Alternative entwickeln.
OpenAI arbeitet an einer GitHub-Alternative, berichtet The Information unter Berufung auf einen Insider. Nach mehreren Ausfällen des Portals von Microsoft hätten Entwicklerinnen und Entwickler von OpenAI die Arbeit an einem hauseigenen Code-Repository als Alternative begonnen.
Das Projekt befindet sich demnach noch in einem frühen Stadium der Entwicklung und wird innerhalb der nächsten Monate nicht erscheinen. Auch die Option, die Plattform nach vollendeter Entwicklung zu verkaufen, werde diskutiert, so The Information weiter [1]. Als Alternative stünde zudem im Raum, das Tool ausschließlich intern zu nutzen. OpenAI hätte sich nicht dazu geäußert.
The Information erinnert noch daran, dass auch andere Tech-Unternehmen intern bereits eigene Code-Repositories verwenden. Darin können Entwicklerinnen und Entwickler Codes ablegen und gemeinsam bearbeiten. Bekannte Beispiele seien etwa Metas Sapling und Googles Piper.
Auch in anderen Bereichen baut OpenAI Druck auf die Konkurrenz auf. Erst im vergangenen Jahr hat die Firma ihren KI-Chatbot ChatGPT um ChatGPT mit einem Instant-Checkout-Feature ausgestattet sowie das Agentic Commerce entwickelt. Nutzerinnen und Nutzer können damit direkt in ChatGPT Produkte finden und kaufen [2].
Mit ChatGPT Translate, einem KI-basierten Übersetzungsdienst [3] für mehr als 50 verschiedene Sprachen sowie dem Chrome-Konkurrenten Atlas [4] hat OpenAI in der Vergangenheit obendrein verschiedenen Google-Angeboten Konkurrenz gemacht.
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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.theinformation.com/articles/openai-developing-alternative-microsofts-github?rc=klmisg
[2] https://www.heise.de/news/ChatGPT-Instant-Checkout-OpenAI-fuehrt-Shopping-Funktion-ein-10679080.html
[3] https://www.heise.de/news/OpenAI-hat-mit-ChatGPT-Translate-jetzt-einen-eigenen-Uebersetzungsdienst-11143221.html
[4] https://www.heise.de/news/Ein-Browser-fuer-ChatGPT-OpenAI-gibt-Chrome-Konkurrenten-Atlas-fuer-macOS-frei-10793833.html
[5] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[6] mailto:mho@heise.de
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Keepass speichert Passwörter sicher und kostenlos. Wir führen Schritt für Schritt durch Installation, Datenbankverwaltung und sinnvolle Sicherheitsstrategien.
Auch Ihr Kennwort ist bestimmt mal unverschlüsselt in einem Datenleck aufgetaucht – und damit für Kriminelle nutzbar. Mit einem Passwort-Manager wie KeePass können Angreifer aber nur begrenzt Schaden damit anrichten, da man für jeden Account ein anderes Kennwort verwendet. KeePass ist ein weitverbreiteter Open-Source-Passwortmanager für Windows und schützt Anmeldedaten sowie sensible Informationen kostenlos. Der Einstieg in das Programm kann jedoch recht holprig sein, denn es erklärt seine vielen Funktionen kaum.
Anmeldedaten lassen sich mit KeePass individuell sichern und durch Dutzende Erweiterungen können Nutzer Komfortfunktionen wie eine automatische Formularausfüllung ergänzen. Da alle Passwörter in einer verschlüsselten, lokalen Datei liegen, behalten Nutzer die volle Kontrolle über ihre Daten, ohne auf Sicherheit verzichten zu müssen. Mit dem eingebauten Passwortgenerator können sie schnell für jeden genutzten Dienst ein sicheres Kennwort erstellen.
In diesem Grundlagenartikel gehen wir auf den ersten Start mit KeePass unter Windows ein. Er richtet sich an Personen, die bisher keine oder kaum eine Ordnung in ihrem Passwort-Wust haben: Manche Kennwörter existieren vielleicht nur im Browser, manche auf Papier, manche in einer Excel-Datei. Wir beschreiben, wie Angreifer vorgehen und warum Firmen das größte Risiko für Ihre Anmeldedaten sind. Außerdem erklären wir, wie ein Passwortmanager dagegen hilft und Daten sicher verwahrt. Und zuletzt zeigen wir die Installation von KeePass unter Windows, richten eine Passwort-Datenbank ein und fügen Einträge systematisch hinzu.
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https://www.heise.de/-11187694
Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/ratgeber/Private-Space-Apps-und-Daten-im-Datentresor-von-Android-wegschliessen-10320754.html
[2] https://www.heise.de/hintergrund/Sensible-Daten-durch-Passworttresore-besser-schuetzen-10077425.html
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Multi-Faktor-Authentifizierung-im-Unternehmen-implementieren-9679217.html
[4] https://www.heise.de/hintergrund/Mehr-Sicherheit-durch-risiko-und-kontextbasierte-Multi-Faktor-Authentifizierung-9680813.html
[5] https://www.heise.de/hintergrund/Statt-Passwoerter-Passkeys-in-eigenen-Anwendungen-nutzen-9680373.html
[6] https://www.heise.de/hintergrund/Eigene-Server-mit-Pushauthentifizierung-schuetzen-9680041.html
[7] https://www.heise.de/ratgeber/Passkeys-Passwort-Nachfolger-vorgestellt-9661324.html
[8] https://www.heise.de/ratgeber/Passkeys-Die-passende-Schluesselverwaltung-auswaehlen-9660336.html
[9] https://www.heise.de/ratgeber/Statt-Passwoerter-Wie-Sie-Accounts-mit-Passkeys-schuetzen-9654849.html
[10] https://www.heise.de/ratgeber/KeePass-Grundlagen-Passwoerter-endlich-effektiv-schuetzen-11187694.html
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In der Raumluft sammeln sich mit der Zeit allerhand Schadstoffe an, die sich auch durch regelmäßiges Lüften nicht vollständig beseitigen lassen. Besonders groß ist die Belastung im Frühling, wenn Pollen durch das offene Fenster ins Zimmer gelangen und Allergikern das Leben schwer machen. Um gesundheitliche Probleme zu vermeiden, sollte die Luft regelmäßig gereinigt werden. Dafür empfiehlt sich der Luftreiniger Core 200S von Levoit, der mit seinem 3-in-1-Filtersystem besonders gründlich vorgeht und bequem per App gesteuert werden kann. Bei Amazon ist er vorübergehend zum reduzierten Preis erhältlich.
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Dank seines 360°-Designs und der Vortexair-Technologie benötigt das Gerät weniger als 30 Minuten, um die Luft in einem Raum mit 31,5 Quadratmetern vollständig zu reinigen. Dabei stehen drei Lüftergeschwindigkeiten und ein Schlafmodus zur Auswahl. Die Geräuschentwicklung hält sich mit 24 Dezibel im Schlafmodus und 48 Dezibel in der höchsten Stufe in Grenzen, so dass der Luftreiniger keine Beeinträchtigung im Alltag darstellt.
Auf dem intuitiven Touchscreen des Core 200S lassen sich Lüftergeschwindigkeit und Schlafmodus ebenso einstellen wie Nachtlicht und Displaybeleuchtung, eine Kindersicherung und ein Timer für zwei, vier oder acht Stunden. Nach Verbindung mit dem WLAN und der kostenlosen VeSync-App können Nutzer das Smartphone als Fernbedienung nutzen und sich zusätzlich über die verbleibende Lebensdauer des Filters informieren.
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Elon Musk hat sich in einer Befragung vor Gericht gegen Vorwürfe der Marktmanipulation während der Verhandlungen zur Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter (heute X) verteidigt. Wie die Financial Times berichtet , sagte Musk, dass ein Tweet von ihm zu der Übernahme "möglicherweise nicht meine klügste Entscheidung" gewesen sei.
Eine Gruppe von Twitter-Investoren erhebt den Vorwurf, Geld verloren zu haben, nachdem Musk in dem Tweet androhte, vom Twitter-Kauf zurückzutreten, obwohl er gewusst habe, dass er rechtlich zum Abschluss der 44-Milliarden-Dollar-Übernahme von Twitter verpflichtet sei.
Vor einer Jury erklärte Musk am 4. März 2026 in San Francisco, dass er mit seinem Post nicht beabsichtigt habe, den Aktienkurs von Twitter zu manipulieren. Er habe vielmehr auf ein Problem mit Bots und Spam auf Twitter aufmerksam machen wollen, um die Plattform zu retten.
Er fügte hinzu, dass es unmöglich sei, die Reaktion der Märkte auf seine Äußerungen vorherzusagen, und dass "die Leute dazu neigen, zu viel in meine Handlungen hineinzuinterpretieren" . Musk warf den Anwälten der Gegenseite zudem vor, Fragen so zu formulieren, dass sie die Jury in die Irre führten, und ihm Worte in den Mund zu legen. Auch in früheren Verfahren versuchte der Multimilliardär, den Einfluss seiner Tweets herunterzuspielen .
Die Anwälte legten als Beweise für Musks absichtliches Handeln E-Mails von Bankern an ihn und seine engsten Mitarbeiter vom 9. Mai 2022 vor, in denen die Strategie des vorgetäuschten Rücktritts von der Kaufabsicht besprochen wurde, um einen niedrigeren Preis zu erzielen. Am 13. Mai sendete Musk den strittigen Tweet ab, woraufhin der Twitter-Kurs von etwa 54 US-Dollar pro Aktie auf knapp über 30 US-Dollar sank.
Sollte die Jury entscheiden, dass die Vorwürfe der Investoren berechtigt sind, könnte dies zu Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe führen. Während des für zwei Wochen angesetzten Prozesses sollen neben Musk auch mehrere seiner engsten Mitarbeiter sowie sein Anwalt befragt werden, der sich wegen der Zeugenaussage von der Vertretung Musks zurückgezogen hat.
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Ein Filmabend steht an, das Licht ist gedimmt, die Snacks liegen bereit. Doch statt Kinogefühl gibt es ein zu kleines Bild mit blassen Farben. Gerade bei 4K-Streaming, Fußballübertragungen oder aktuellen Konsolenspielen fällt auf, wie viel Atmosphäre verloren geht, wenn Diagonale und Bildqualität einfach nicht mit den gebotenen Inhalten mithalten können. 65 Zoll schaffen hier spürbar mehr Präsenz im Raum. Szenen wirken größer, Details klarer, Gesichter plastischer.
Der Hisense-LED-TV mit 65 Zoll (1,64 m) bietet dieses Upgrade, ohne in Preisregionen jenseits der 1.000 Euro vorzustoßen. Das 4K-UHD-Panel löst fein auf und bringt Inhalte in 3.840 x 2.160 Pixeln auf die Fläche. In Kombination mit Dolby Vision werden Kontraste präzise abgestuft, so dass selbst dunkle Sequenzen nicht im Grau verschwinden. Helle Elemente behalten ihre Textur, Farben wirken dank Precision Colour ausgewogen und natürlich.
Gerade bei Serien mit vielen Nachtszenen oder kontrastreichen Blockbustern spielt Dolby Vision seine Stärken aus. Details bleiben erkennbar, ohne dass helle Bereiche überstrahlen. Der integrierte Lichtsensor passt die Bildhelligkeit automatisch an die Umgebung an. Scheint tagsüber Sonne ins Wohnzimmer, regelt der Fernseher nach. Abends reduziert er die Helligkeit, so dass das Bild angenehmer wirkt.
Auch schnelle Bewegungen profitieren von der Bildverarbeitung. Sportübertragungen oder rasante Spielszenen laufen flüssig, so dass Bewegungen sauber dargestellt werden. Das sorgt für ein ruhigeres Gesamtbild, besonders auf der großen 65-Zoll-Fläche.
Als Smart-TV bringt der Hisense 65E6NT die wichtigsten Streamingdienste direkt mit. Netflix, Prime Video oder andere Apps sind schnell erreichbar. Per WLAN verbindet sich das Gerät kabellos mit dem Heimnetz, Bluetooth ermöglicht die Kopplung von Kopfhörern oder Lautsprechern. Alexa ist bereits integriert, so dass sich Lautstärke, Programme oder Apps per Sprache steuern lassen. Dazu kommen mehrere HDMI-Anschlüsse inklusive HDMI 2.1 für Konsole, Blu-ray-Player oder Soundbar. Der Triple Tuner für DVB‑C, ‑S, S2, T und T2 deckt klassisches Fernsehen ohne Zusatzgerät ab.
Aktuell fällt der Preis deutlich: 394 Euro ruft Amazon für den Hisense 65E6NT 65-Zoll-4K-Smart-TV
Mehr als 500 Käufer im letzten Monat zeigen, dass das Modell gerade gefragt ist. Hinzu kommen 4,3 Sterne bei rund 3.700 Bewertungen. Der Fernseher trägt zudem das Label Amazons Tipp. Versand und Rückgabe erfolgen direkt über Amazon, eine Altgerätemitnahme wird ebenfalls angeboten.
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Ein 65-Zoll-4K-Smart-TV mit Dolby Vision und LED-Technik unter 400 Euro ist keine Selbstverständlichkeit. Für viele, die ihr Wohnzimmer ohne riesiges Budget in Richtung Heimkino aufrüsten möchten, könnte genau jetzt der passende Moment dafür sein.
Während der LED-TV von Hisense zwar optisch auftrumpft, kommt allerdings wie bei vielen aktuellen TVs der Sound aufgrund der flachen Bauweise etwas zu kurz. Diesem Manko lässt sich mit einer Soundbar effektiv entgegenwirken. Aktuell ist diese 2.1-Kanal-Soundbar bei Amazon
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Seit Dezember ist Kuba von vitalen Treibstofflieferungen abgeschnitten
(Bild: prosportfoto/Shutterstock.com)
Die US-Energieblockade gegen Kuba hält weiter an. Linken-Politiker Pellmann fordert im Telepolis-Interview klare Kante von der Bundesregierung.
Die US-Regierung hat Ende Januar eine Energieblockade gegen Kuba verhängt [1] und droht Ländern, die die Insel mit Erdöl beliefern, mit hohen Strafzöllen. Die Blockade löst international Proteste [2] aus.
Für den Linken-Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann ist dies ein klarer Bruch des Völkerrechts. Im Interview kritisiert er die Bundesregierung für ihre ausbleibende Reaktion, fordert humanitäre Hilfe und diplomatische Initiativen. Gleichzeitig hebt er die Resilienz [3] und den Widerstand [4] der Kubaner hervor und sieht in der sozialistischen Insel auch ein Beispiel souveräner Außenpolitik.
▶ Die US-Regierung hat am 30. Januar die Blockade gegen Kuba verschärft und droht mit hohen Strafzöllen gegen jedes Land, welches die Insel mit Erdöl beliefert. Wie ordnen Sie diese Eskalation ein?
Pellmann: Das kubanische Volk trotzt seit über 60 Jahren der US-Blockade. Jetzt verschärft die Trump-Regierung im Zuge ihrer neuen "Sicherheitsdoktrin [5]", in der sie die westliche Hemisphäre zu ihrem alleinigen Einflussgebiet erklärt, noch einmal die Sanktionen. Dem liegt die westliche Regime-Change-Politik zu Grunde, die die Linke entschieden ablehnt.
▶ Sie haben als Linksfraktion ein Gutachten beim wissenschaftlichen Dienst zur Frage der Rechtswidrigkeit der US-Sanktionen gegen Kuba in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse seit dem 13. Februar vorliegen. Was sagt es im Wesentlichen aus?
Pellmann: Das Gutachten [6] bestätigt den Bruch des Völkerrechts durch das US-Embargo gegen Kuba und die Verhängung von Wirtschaftssanktionen gegen Drittstaaten, die legitimen Handel mit Kuba betreiben. Diese imperialistische Politik ist genauso klar völkerrechtswidrig wie der US-Angriff auf Venezuela und die Entführung Maduros.
Auch hier fehlten klare Worte der Bundesregierung. Der wissenschaftliche Dienst fand dagegen auch dazu [7] eine klare Einschätzung. Für Merz ist das bis heute zu "komplex".
Es ist übrigens exemplarisch und beschämend, dass die Bundesregierung seit Beginn der Verschärfung der Blockade Anfang Februar keine humanitäre Hilfe an Kuba leistet. Man fährt eben als treuer Vasall im Fahrwasser der US-Außenpolitik.
▶ Was bekommen Sie von der Lage vor Ort mit?
Pellmann: Ich kann mir nur ein Bild durch die hiesigen Presseberichte [8] machen. Die Verschärfung der Blockade durch die USA führt jedenfalls in allen Bereichen zu restriktiven Maßnahmen bis hin zur Rationierung von Lebensmitteln. Man kann daher von einer Hungerblockade sprechen. Ich plane jedoch dieses Jahr, mir ein eigenes Bild vor Ort zu schaffen.
▶ Die kubanische Bevölkerung leidet nicht nur unter der Blockade, sondern leistet seit über 60 Jahren dagegen Widerstand. Was kann man Ihrer Meinung nach von Kuba lernen? Wo könnte Deutschland sich Kuba zum Vorbild nehmen?
Pellmann: Kuba hat sozusagen seine eigene Revolution gemacht. Sie ist tief im Volk verwurzelt und steht vor allem für einen souveränen Weg einer Nation im "Hinterhof der USA". Damit ist Kuba bis heute Vorbild für viele Länder, die unter der US-Hegemonie leiden.
Wenn jetzt US-Außenminister Rubio davon spricht [9], die "antikolonialen Aufstände" hätten zum Niedergang der "westlichen Imperien" geführt, zeigt das die historische Dimension dieser Auseinandersetzung. Wenn Deutschland sich zur Zeit ein Vorbild an Kuba nehmen sollte, dann doch souverän in der Außenpolitik zu werden.
▶ Was fordern Sie von der Bundesregierung?
Pellmann: Die Bundesregierung muss ihren Worten Taten folgen lassen. Schließlich hat sie in der UN-Generalversammlung die Resolution gegen die US-Blockade [10] unterstützt. Sie muß diesen völkerrechtswidrigen Akt verurteilen und eine diplomatische Initiative starten, um die lebensnotwendigen Erdöl-Lieferungen nach Kuba wieder zu ermöglichen.
Ein erstes politisches Signal wäre der sofortige Beginn humanitärer Hilfe für Kuba. Zudem sollte sie den US-Botschafter dazu einbestellen.
▶ Welche weiteren Schritte planen Sie, um etwas gegen die Blockade zu tun?
Pellmann: Die Linke fordert schon lange [11], die US-Blockade gegen Kuba zu beenden. Sie kann aber nur öffentlichen Druck auf die Bundesregierung durch entsprechende parlamentarische Initiativen erzeugen und außerparlamentarische Bewegungen [12] unterstützen, die für die Solidarität mit Kuba stehen.
Konkrete Hilfe gibt es durch Cuba sí [13], eine AG in der Partei, die materielle Unterstützung für Kuba durch Spenden organisiert.
Benjamin Roth sprach mit Sören Pellmann [14]. Pellmann studierte Jura und Förderschullehramt und arbeitete unter anderem als Lehrer in Leipzig. Er ist Co-Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag [15] und seit 2017 über das Direktmandat Leipzig II im Bundestag vertreten.
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[1] https://www.heise.de/tp/article/Kuba-ohne-Treibstoff-Wie-die-US-Blockade-die-Insel-abriegelt-11169900.html
[2] https://www.telepolis.de/article/Kuba-Eine-Belagerung-die-jeden-Aspekt-des-Voelkerrechts-verletzt-11183756.html
[3] https://www.telepolis.de/article/Kuba-An-vitalen-Stellen-eine-Mindestversorgung-gewaehrleisten-11187085.html
[4] https://amerika21.de/2024/12/273035/kubas-bevoelkerung-manifestiert-mut
[5] https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2025/12/2025-National-Security-Strategy.pdf
[6] https://www.bundestag.de/resource/blob/1145798/WD-2-079-25-EU-6-075-25.pdf
[7] https://www.bundestag.de/resource/blob/1143098/WD-2-001-26.pdf
[8] https://cubaheute.de/2026/02/19/havanna-ohne-benzin-trumps-oelblockade-kuba-alltag/
[9] https://uwidata.com/43250-rubios-call-for-neocolonialism/
[10] https://www.un.org/german/sites/default/files/2025-11/ar80004.pdf
[11] https://www.die-linke.de/start/presse/detail/news/imperialistische-aggression-gegen-kuba-klar-zurueckweisen/
[12] https://www.unblock-cuba.org/
[13] https://cuba-si.org/start/aktuelles/
[14] https://www.soeren-pellmann.de/home/home/
[15] https://www.dielinkebt.de/start/
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