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Erstes Mal in CS-Geschichte: Valve ändert maßgeblich das Nachladen in Counter-Strike 2

Von Oliver Nickel
Künftig werden halbvolle Magazine weggeworfen, wenn nachgeladen wird. Das wird in Counter-Strike-Matches für Munitionsknappheit sorgen.
CS2-Spieler müssen künftig mehr auf ihre Munition achten. (Bild: Valve)
CS2-Spieler müssen künftig mehr auf ihre Munition achten. Bild: Valve

Seit den frühen Zeiten in Counter-Strike hat sich das Nachladen von Waffen mit halbvollen Magazinen nicht negativ ausgewirkt. Die noch verfügbaren Patronen wurden einfach in den Munitionsvorrat zurückgelegt. Valve hat nun ein komplettes Rework dieser Mechanik mit einem neuen Update in Counter-Strike 2 eingeführt.

Die meisten Waffen im Spiel werden künftig ihre verbliebenen Patronen im Magazin fallen lassen. Spieler bekommen also nur eine begrenzte Zahl von Nachladeaktionen zur Verfügung. So werden sich das AK-47 der Terroristen-Seite und das M4A1-S der CT-Seite pro Runde maximal dreimal nachladen lassen. Ein M4A4 bekommt maximal vier Zusatzmagazine. Schrotflinten wie die XM1014 und die Nova werden weiterhin mit einzelnen Patronen geladen.

Sternstunde für M249

"Wir finden, dass die Entscheidung zum Nachladen weitreichendere Folgen haben sollte. Deshalb wurde das Nachladen im heutigen Update überarbeitet. Beim Nachladen wird nun das leere Magazin fallen gelassen und die restliche Munition verworfen" , schreibt Valve im Blog-Post zum neuen Update. Der Reddit-User Glittering_Map_2223 hat zudem eine Tabelle erstellt, in der alle Waffen mit ihren neuen Munitionskapazitäten und Reservemagazinen angezeigt werden.

Einige Waffen werden dabei mit merklich weniger Patronen ausgestattet. Das gilt für Pistolen wie die Glock-18 und Desert Eagle. Andere Waffen erhalten mehr Munition. Das trifft für die Famas, das Galil AR und die CZ75-Auto zu. Generell gilt aber: Beim Drücken der Nachladetaste werden alle verbliebenen Patronen gelöscht.

Deshalb dürfte während der Spielrunde Munition schnell knapp werden. Auch ist das ein Argument für Schrotflinten mit Röhrenmagazinen und Maschinengewehre wie das M249, welches 100 Schuss im Magazin hält.

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  • 19. März 2026 um 17:10

Anzeige: Amazon mit Oster-Deal? USB-Ladekabel nur 1,58 Euro

Von Claus Ludewig
Amazon hat offenbar die Frühlingsangebote verlängert. Denn das beliebte USB-C-Ladekabel-Set gibt's vor Ostern wieder zum Stückpreis von nur 1,58 Euro.
Den 4er-Pack Lisen-USB-C-Ladekabel gibt es wieder zum Bestpreis bei Amazon. (Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon) amazon Affiliate

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Den 4er-Pack Lisen-USB-C-Ladekabel gibt es wieder zum Bestpreis bei Amazon. Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon

Mit dem Modell 2E152 hat der chinesische Hersteller Lisen ein vielseitiges USB-C-Kabelset auf den Markt gebracht. Der Lieferumfang umfasst gleich vier USB-C-auf-USB-C-Kabel: zwei Varianten mit jeweils 1 Meter Länge sowie je ein Kabel mit 0,5 Metern und 2 Metern. In den vergangenen Monaten war dieser 4er-Pack immer wieder ganz oben bei den Amazon-Bestsellern. Nun gibt es kurz vor Ostern eine Neuauflage eines Bestpreis-Angebots.

USB Power Delivery und Quick Charge bis 60 Watt

Technisch unterstützt das Lisen-2E152-Set USB Power Delivery 3.0 mit einer Ladeleistung von bis zu 60 Watt. Zusätzlich wird Qualcomm Quick Charge 4.0 unterstützt. Damit lassen sich viele aktuelle Smartphones, Tablets und andere USB-C-Geräte schnell aufladen.

In Kombination mit einem passenden Schnellladenetzteil sind deutlich verkürzte Ladezeiten möglich. Ein Beispiel: Ein aktuelles High-End-Smartphone wie das Samsung Galaxy S26 Ultra erreicht laut Herstellerangaben in etwa 30 Minuten rund 75 Prozent Akkuladung.

Datenübertragung nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit

Neben der Ladefunktion ermöglichen die Kabel auch Datenübertragungen. Allerdings bleibt es bei USB-2.0-Tempo. Für alltägliche Aufgaben wie Back-ups oder kleinere Dateiübertragungen reicht das aus.

Wer jedoch große Datenmengen schnell übertragen möchte, muss auf Kabel mit USB-3.x-Unterstützung ausweichen.

Nylon-Ummantelung soll für mehr Haltbarkeit sorgen

Beim Material setzt Lisen auf ein geflochtenes Nylon-Design. Dieses soll die Kabel widerstandsfähiger gegen Abnutzung und Zugbelastung machen. Ergänzend dazu verbaut der Hersteller verstärkte Stecker, die häufiges Ein- und Ausstecken besser verkraften sollen.

Nach Herstellerangaben kommt zudem ein UV-verklebteter Kupferkern zum Einsatz, um die Langlebigkeit der Lötstellen zu erhöhen.

4 USB-Kabel für nur 6,30 Euro

Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung verkauft Amazon das USB-C-Kabel-Set Lisen 2E152

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für nur 6,30 Euro. Da im Paket gleich vier Kabel enthalten sind, bedeutet dies einen Stückpreis von nur 1,58 Euro. Laut der Keepa-Preishistorie gab es dieses USB-Schnelllade-Set noch nie günstiger zu kaufen. Zuletzt konnte man diesen Bestpreis bei den Amazon-Frühlingsangeboten erzielen, ehe danach der Preis anstieg. Nun legt der Versandhändler diese Offerte erneut auf, doch gilt sie nur bis zum 31. März – falls der Vorrat so lange reicht.

Lisen 2E152 60W USB C Kabel, [4er Pack, 0,5M 1M 1M 2M] USB-C-auf-USB-C-Kabel-Set

Bis 31.03. zum Bestpreis

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Mögliche Alternative

Wie gut das Angebot pro USB-C-Kabel ist, zeigt sich, wenn man beispielsweise das ebenfalls 5.000-mal allein im vergangenen Monat verkaufte Kabel von Iniu ansieht. Das Iniu DI-D5CC

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verkraftet USB-PD-3.0 mit 100 Watt, mehr Leistung, doch es ist deutlich teurer. Im befristeten Angebot kostet es 6,43 Euro. Dafür erhält man ein 2 Meter langes Ladekabel.

Preis, Daten und Fakten zum Lisen-2E152-USB-Ladekabel:

  • Beim Lisen 2E151 befinden sich gleich vier USB-C-Kabel im Karton.
  • Alle USB-Kabel sind dabei von Nylon ummantelt, wobei 48 Stränge aus recyceltem Baumwollgarn genutzt werden. Zudem ist der Kupferkern extra mit UV-verklebt.
  • Die Kabel unterstützen Ladeleistungen bis 60 Watt über Power Delivery 3.0 sowie Quick Charge 3.0/4.0.
  • Bei Amazon gibt es den 4er-Pack-USB-Schnellladekabel Lisen 2E152 für nur 6,30 Euro. Damit bringt der Versandhändler den gleichen Deal wie bei den Frühlingsangeboten nun wieder zurück. Doch laut Amazon soll dieses Angebot nur bis zum 31. März gelten.

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  • 19. März 2026 um 17:01

Störungsmeldung vom 19.03.2026 15:15

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider T-Online

Details

Beginn
19.03.2026 15:15
Region
Lauenau (05043)
Provider
T-Online
Zugangsart
FTTH

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  • 19. März 2026 um 15:15

Störungsmeldung vom 19.03.2026 15:15

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
19.03.2026 15:15
Region
Trippstadt (06306)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 19. März 2026 um 15:15

Entspannung oder volle Eskalation: Der Irankrieg am Scheideweg

Von Luca Schäfer
Rauch über einer Stadt

Archivbild: Rauch über Beirut nach einem israelischen Luftangriff

(Bild: Ali Chehade Farhat/Shutterstock.com)

Der Irankrieg steht am Scheideweg. Schläge gegen iranische Funktionäre und hochrangige Rücktritte in den USA. Droht nun die gefürchtete Bodeninvasion?

Am 19. Tag des Krieges wurde die Ermordung [1] des Chefs des iranischen Nationalen Sicherheitsrates, Ali Larijani, bestätigt – damit verliert der Iran eine seiner letzten Säulen.

Der mutmaßlich durch einen israelischen Luftschlag getötete [2] Larijani war nicht nur Mitglied des dreiköpfigen Übergangsrates – sondern galt zudem als mächtigste Schlüsselfigur, aufgrund der schwachen Stellung [3] von Mojtaba Khamenei.

Dessen Tod [4] sowie das gewaltsame Ableben weiterer Spitzenpersonen – darunter Verteidigungsminister Ali Shamkani und der zuvor ermordete [5] Ajatollah Ali Khamenei – ziehen den Kreis um Mojtaba Khamenei, den neuen religiösen Führer des Iran, enger. Dieser hält sich, höchstwahrscheinlich schwer verletzt, aus der Öffentlichkeit zurück [6]. Sein Kalkül: Überleben. Am Mittwochmittag bestätigte [7] das israelische Militär zudem die Tötung des Geheimdienstminister Esmaeil Khatib.

Die US-israelische Taktik folgt bekannten Mustern [8]: Gezielte Schläge gegen Systemträger sollen einen Systemkollaps erzwingen. Die Strategie ist jedoch nicht ohne Risiko: Führende Köpfe mögen ausgeschaltet sein, das System bleibt intakt.

Der Tod Larijanis vertieft [9] die Führungskrise im Iran massiv – eine Kapitulation ist es nicht. Israel erklärte seinerseits [10] den Krieg bereits für "gewonnen", betont jedoch gleichzeitig, dass die Durchsetzung gesteckter Ziele noch ausstünden. Droht ein Irak 2.0?

Rücktritt, Protest, Divergenz

Joseph Kent [11] ist profilierter Militär – er galt als Trump-Gefolgsmann [12] und ist nun der prominenteste Kritiker des Iran-Krieges. Kent, zuletzt Leiter des geheimdienst-übergreifenden Antiterrorismus-Centers und Veteran aus elf Auslandseinsätzen, veröffentlichte am Dienstag [13] via privatem X-Kanal seinen Rücktritt.

Er könne den Krieg, so seine zentrale Begründung, "nicht mit seinem Gewissen vereinbaren [14]". Kent behauptet [15], der Iran habe – anders als seit Jahren insbesondere in Tel Aviv behauptet – keine unmittelbare nationale Bedrohung für die USA dargestellt.

Er legt damit nahe, dass Washington – vergleichbar mit dem Irak – bewusst einen inexistenten Kriegsgrund lanciert habe. Bislang muss offen bleiben, inwieweit auch israelische Stellen final Einfluss nahmen.

Somit widerspricht erstmals ein hochrangiger US-Beamter öffentlich. Die Reaktion folgte prompt: Trump bezeichnet Kent als "schwach in Sicherheitsfragen" und zeigte [16] sich erfreut über dessen Abgang. Trump selbst hatte Kent im November 2025 für dessen Posten nominiert [17], war demnach von dessen Sachkenntnissen überzeugt.

Erster Riss im Kartenhaus

Kents Rücktritt wird durch die Aussagen von Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard verstärkt: Diese erklärte [18] vor dem US-Senat, Iran habe vor dem Krieg nicht versucht, sein Urananreicherungsprogramm wieder aufzubauen.

Ein Signal, dass die Republikanische Partei nun noch tiefer spalten [19] dürfte. Kent öffnet zudem die Büchse der Pandora – dutzende nicht überzeugte Akteure innerhalb der US-Kriegsmaschinerie könnten sich ermutigt fühlen, es ihm gleichzutun.

Er stößt damit eine überfällige Debatte an: Der Iran-Krieg basiert auf falschen Prämissen. Das Lügengebilde wankte bereits mächtig durch die Aussagen des omanischen Außenministers. Badr Albusaidi hatte erklärt [20], dass die USA und der Iran – der Oman war zentraler Mittler – zweimal kurz vor einer Einigung gestanden hätten.

Das US-Expansionssystem bekommt damit – nach den Geheimdienstberichten und Einsprüchen [21] zum Zwölf-Tage-Krieg, als diverse US-Dienste den zentralen Thesen über den Zerstörungsgrad des iranischen Atomprogramms öffentlich widersprachen [22] – erstmalig auch interne Risse.

Inwiefern die fortgesetzten israelischen Tötungen hochrangiger potenzieller Gesprächspartner zudem in Teilen des US-Apparates auf Ablehnung stoßen, muss offen bleiben. Klar ist: Sollten sich Ablehnung verdichten [23], wäre der Krieg nicht mehr führbar.

Status quo

Die militärische Lage ist asymmetrisch: Rund 80 Prozent der iranischen Luftabwehr sollen zerstört [24] sein, die mobile Restkapazität beschränkt sich auf Systeme wie Bavar-373. Etwa 60 Prozent der Raketenfähigkeit sollen vernichtet [25] sein.

Dennoch hält der Iran dagegen [26]: Allein 290 Raketen und über 600 Drohnen wurden auf Israel abgefeuert. Erstmals setzte [27] der Iran dabei die ballistische Rakete "Haj Qasem" ein – benannt nach dem ermordeten General Qasem Soleimani.

Der Krieg stürzt [28] die Region zunehmend ins Chaos: Mehr als 2.000 Menschen sind mittlerweile getötet worden – 1.444 davon im Iran, dazu 30 Israelis und US-Soldaten sowie 21 Menschen in den Golfstaaten. Die Gesamtzahl der Verletzten übersteigt 12.000.

Auch die Libanonfront entwickelt sich zum blutigen Abschnitt: Die IDF hat ihre Bodeninvasion im Süden ausgeweitet und flankiert [29] diese mit massiven Bombardierungen. Die Hisbollah feuert derweil [30] über 100 Raketen pro Nacht auf israelisches Kerngebiet ab, überfordert damit zeitweise Abfangsysteme.

Vor dem letzten Drittel

Die US-Militär-Strategie durchlief bisher zwei Phasen: Zunächst dominierten Enthauptungsschläge gegen die iranische Führung – wirksam, jedoch ohne die angestrebte Systemerschütterung. Ein anhaltender Rallye-Effekt stabilisierte [31]das Regime.

In der laufenden zweiten Phase folgten Angriffe auf Produktionsanlagen, die Marine sowie Versorgungslinien. Sinnbild dieser Phase sind die Angriffe auf Kharg Island [32]. Sie deuten auf einen längeren Krieg – aktuell spricht die US-Administration von bis zu 100 Tagen [33] – hin.

US-Bodentruppen gelten als unwahrscheinlich, die politischen Folgekosten wären unkalkulierbar, doch bleiben Boden-Gefechte denkbar [34]. Die Eröffnung einer separatistisch-kurdischen Front erscheint möglich [35]. Darüber hinaus könnten die USA auf kampferfahrene sunnitische IS-Gefangene zurückgreifen, die sich derzeit unter US-Kontrolle im Irak befinden [36].

Zeichen auf Entspannung

Für eine Vollinvasion des Iran bräuchte [37] die US-Armee weit über 200.000 Soldaten – für den deutlich kleineren und gIrak waren 2003 bereits 170.000 notwendig.

Die derzeit in der Region zusammengezogenen Kontingente reichen dafür (noch) nicht aus. Der Iran hält dank seiner gebirgigen Geographie, natürlicher Verteidigungslinien und einer möglichen nationalen Mobilisierung diverse Überraschungen für Invasoren bereit [38].

Noch scheinen weder der Iran noch seine verbliebenen Alliierten alle Karten ausgespielt zu haben, man agiert immer noch relativ defensiv-taktisch: Teheran dürfte mindestens mit einem Auge auf ein Abkommen schielen, das den Systemerhalt sichert.

Schlummernde Reserven – ökonomische Hebel, weitreichendere Sperrungen, Anschläge in Drittstaaten, großflächige Mobilisierung schiitischer Freiwilliger oder ein direktes Hilfegesuch an Peking – bleiben vorerst ungenutzt.

Europa nimmt Abstand

Mit den jüngsten Entwicklungen – Divergenzen im US-Apparat, sinkende interne Zustimmungswerte (Midterm-Wahlen im November), stockende Kriegsziele und dem Kent-Moment – könnte sich ein schmales Gesprächsfenster öffnen. Die Voraussetzung: Die Aggressoren müssten von ihren Maximalpositionen abrücken – was derzeit unrealistisch erscheint.

Der Iran-Krieg tritt damit in seine möglicherweise entscheidende Phase: Entspannung oder Voll-Eskalation. Hier geht es auch für Europa um viel: während Trump Brüssel und Berlin Passivität vorwirft und den Militärpakt ("Sie machen einen dummen Fehle [39]r") in einen nicht gewinnbaren Krieg zwingen will, könnte sich die EU-Nato-Zurückhaltung [40] als weise Entscheidung entpuppen.

In der Ferne schimmert das nächste transatlantische Zerwürfnis auf: Maga-Imperalismus ist unvereinbar mit vormaligen Freundschaften. Doch für diese Einsicht dürfte es dann längst zu spät sein.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11217668

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.theguardian.com/world/2026/mar/17/irans-security-chief-ali-larijani-killed-in-airstrike-israel-says
[2] https://nypost.com/2026/03/17/world-news/iran-confirms-brutal-leader-ali-larijani-killed-after-us-israeli-airstrikes/
[3] https://www.telepolis.de/article/Mojtaba-Khamenei-Der-Schattenmann-uebernimmt-das-Kommando-11203546.html
[4] https://www.nzz.ch/international/ali-larijani-iranischer-sicherheitschef-bei-angriff-getoetet-ld.1929657
[5] https://www.telepolis.de/article/Iran-Was-Khameneis-Tod-fuer-die-Region-bedeutet-11198731.html
[6] https://www.fr.de/politik/am-leben-zu-halten-mojtaba-khameneis-wunden-koennten-helfen-den-schatten-obersten-fuehrer-zr-94213878.html
[7] https://x.com/Osinttechnical/status/2034223596382322708
[8] https://www.project-syndicate.org/commentary/power-vacuum-in-iran-heightens-nuclear-threat-by-stephen-holmes-2026-03/german
[9] https://www.bbc.com/news/articles/cgqgxqekp89o
[10] https://www.reuters.com/world/middle-east/israel-has-won-war-with-iran-foreign-minister-says-goals-remain-unmet-2026-03-17/
[11] https://en.wikipedia.org/wiki/Joe_Kent
[12] https://www.nzz.ch/international/aus-protest-gegen-den-iran-krieg-joe-kent-war-ein-gefolgsmann-von-trump-nun-tritt-er-zurueck-ld.1929712
[13] https://www.aljazeera.com/news/2026/3/18/who-is-joe-kent-and-why-did-he-resign-as-trumps-counterterrorism-chief
[14] https://www.reuters.com/world/middle-east/us-national-counterterrorism-center-director-resigns-over-war-iran-2026-03-17/
[15] https://edition.cnn.com/2026/03/17/politics/joe-kent-resigns-iran-war
[16] https://timesofindia.indiatimes.com/world/us/good-thing-that-hes-out-donald-trump-says-joe-kent-was-weak-on-security-after-counterterrorism-chief-quits-over-iran-war/articleshow/129637773.cms
[17] https://washingtonstatestandard.com/briefs/trump-names-washingtons-joe-kent-to-lead-counterterrorism-agency/
[18] https://www.aljazeera.com/news/2026/3/18/us-intel-chief-gabbard-says-iran-was-not-rebuilding-enrichment-prior-to-war
[19] https://www.washingtonpost.com/national-security/2026/03/17/joe-kent-resigns-iran-war/
[20] https://www.economist.com/by-invitation/2026/03/18/americas-friends-must-help-extricate-it-from-an-unlawful-war
[21] https://www.srf.ch/news/srf-news-chats/ihre-fragen-zum-iran-krieg-warum-hoert-trump-nicht-auf-seine-eigenen-geheimdienste
[22] https://www.berliner-zeitung.de/news/iran-droht-mit-zerstoerung-der-weltwirtschaft-us-geheimdienste-sehen-regime-stabil-li.10024064
[23] https://www.tagesspiegel.de/internationales/unbeliebter-prasident-unbeliebter-krieg-die-stimmung-in-den-usa-wendet-sich-gegen-trump-15368184.html
[24] https://www.globalsecurity.org/military/ops/iran-war-oprep.htm
[25] https://medium.com/write-a-catalyst/the-shadow-war-that-went-hot-inside-the-iran-israel-us-conflict-dacf34577e15
[26] https://www.wsj.com/livecoverage/us-israel-iran-war-news-2026/card/iran-has-launched-more-than-290-missiles-and-500-drones-at-israel-so-far-a9uvddRz4of5pzSQ5LOs
[27] https://timesofindia.indiatimes.com/defence/international/a-closer-look-at-haj-qasem-irans-ballistic-missile-used-for-the-first-time-against-israel-us/articleshow/129647192.cms
[28] https://www.aljazeera.com/news/2026/3/6/us-and-israel-attacking-iran-at-record-pace-war-monitor-says
[29] https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/afxline/topthemen/article69b8616a17184da7cffdbf65/militaer-israel-weitet-einsatz-am-boden-im-libanon-aus.html
[30] https://nypost.com/2026/03/11/world-news/hezbollah-terrorists-launch-100-rockets-at-israel-overwhelming-the-iron-dome/
[31] https://www.telepolis.de/article/Rally-round-the-flag-Effekt-Warum-Krisen-Regierungen-staerken-11207167.html
[32] https://www.telepolis.de/article/Kharg-Island-USA-greifen-Irans-Oel-Drehkreuz-an-11211184.html
[33] https://www.focus.de/politik/ausland/us-armee-fordert-ploetzlich-mittel-fuer-100-tage-iran-krieg-an-trump-sprach-von-vier-bis-sechs-wochen_1cd45ee3-42aa-41d5-8654-e841aff2f250.html
[34] https://www.aljazeera.com/news/2026/3/11/could-the-us-deploy-troops-to-iran-and-how-could-that-play-out
[35] https://www.specialeurasia.com/2026/03/05/iran-kurdish-incursion/
[36] https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kaempe-in-syrien-is-kaempfer-sollen-in-den-irak-verlegt-werden-200462312.html
[37] https://www.americansecurityproject.org/the-u-s-is-unprepared-for-a-significant-war-with-iran/
[38] https://voennoedelo.com/en/posts/id13806-us-ground-troops-in-iran-could-mean-heavy-losses-expert
[39] https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-nato-146.html
[40] https://www.tagesspiegel.de/politik/regierungserklarung-merz-zum-iran-krieg-wir-hatten-abgeraten-15373736.html

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  • 19. März 2026 um 14:00

Medien: Weder Publikum noch Akteure wissen, was sie eigentlich wollen

Von Rüdiger Suchsland
Ein altes Fernsehgerät, dazu alte Regale und ein alter Sessel

Bild: Shutterstock.com

Wo soll sich der Bürger noch verlässlich informieren? Erste Ideen-Pläne für eine europäische Medienplattform – eine Berliner Veranstaltung.

Die weißen Flecken in der Medienlandschaft nehmen zu. Es herrscht Monokultur und zu wenig Problembewusstsein.

Der freie Markt "regelt" und "reguliert" ganz offensichtlich gar nichts: Im Verdrängungswettbewerb fressen die Großen die Kleinen, bevor sie von den noch Größeren verschluckt werden, die einzige erkennbare Tendenz dabei ist konsequentes Downsizing der Qualität und Kaputtsparen des Produkts, bis es irgendwann verschwindet.

Wo soll sich der Bürger noch verlässlich informieren?

Davon abgesehen, dass damit eine über Jahrhunderte gewachsene Medienlandschaft und -Tradition ersatzlos an ihr Ende zu kommen scheint, hat das höchstwahrscheinlich auch Folgen für die Demokratie: Die "Vierte Gewalt" als Gegenmacht und Kontrollinstanz der Mächtigen verschwindet, aus dem "Sturmgeschütz der Demokratie" (Rudolf Augstein über den Spiegel) ist ein klappriger Bollerwagen geworden.

Wo soll sich der Bürger noch verlässlich informieren? Wie soll er Fake News und Propaganda von Fakten und politischer Bildung unterscheiden, wenn mit der Medienkonkurrenz die Kriterien und die Verlässlichkeit abhandenkommen, oder die Medien so eng mit den Herrschenden verbunden sind, dass alle Informationen derart "kuratiert" werden, dass sie der Macht in die Hände spielen?

Und wenn sie nicht von der abhängig sind, dann vom Wankelmut des Publikums.

"Wir unterstützen den Aufbau einer europäischen Medienplattform unter Einbeziehung von arte"

Als eine mögliche Antwort wird seit Jahren eine "Europäische Medienplattform" ins Spiel gebracht. Im Schwarz-Roten Koalitionsvertrag heißt es: "Wir unterstützen den Aufbau einer europäischen Medienplattform unter Einbeziehung von arte".

Aber was soll so eine "Europäische Medienplattform" überhaupt sein? Was gehört dazu, wie viel kostet es, und wer garantiert Vielfalt und Verzicht auf Zensur? Über solche Fragen debattierte man am Mittwoch, 18. März, in der Berliner Landesvertretung des Bundeslands Baden-Württemberg beim "Medienpolitischen Kongress 2026 [1]".

Es war ein erstes Ausloten der Fragen, mehr nicht, und schon hier zeigte sich, dass man bei diesem Thema vorläufig noch stark aneinander vorbeiredet – und das war keineswegs ausschließlich der Zusammensetzung des Podiums geschuldet.

"Die Demokratie ist bedroht"

Dass die jetzige Mediensituation gefährlich sei, darüber war man sich schnell einig. "Die Demokratie ist bedroht", alarmierte re:publica-Gründer Markus Beckedahl gleich zu Beginn die Zuhörer, "zu wenige bestimmen über Inhalte", alles sei zu teuer, und die Bürger zum passiven Konsum verdammt.

Die Medienvielfalt werde ersetzt durch die Übermacht der US-Konzerne. SWR-Chefredakteur Kai Gniffke sekundierte: Die Tech-Konzerne regulierten Stimmungen und Wahlergebnisse. Gniffke erinnerte an die Initiative Eurosky auf der Basis von blue sky.

Aber wovon war überhaupt die Rede? Von Social Media? Den öffentlich-rechtlichen Sendern? Den Zeitungen? Einem europapolitischen Projekt? Oder vom Publikum?

Letzteres, "die Bürger" also, läuft nämlich nicht immer den besten, klügsten, informativsten und kultiviertesten Programmen nach, im Gegenteil: Der Titel des über Jahre meist angeklickten Artikels in der FAZ, berichtete Moderatorin Helene Bubowski, habe "Die Paradoxie des Seitensprungs" gelautet. Das ist die Wirklichkeit.

Solche Konsumenten würden sich wohl eher "eine europäische Medienplattform unter Einbeziehung von RTL" wünschen.

Darum noch einmal ein Rückblick in die jüngere Mediengeschichte.

Alarmstimmung und nachlassende Vielfalt

4,10 Euro kostet heute eine FAZ, knapp viermal so viel wie am letzten Tag, als noch mit D-Mark bezahlt wurde. Dafür war sie am Ende des Jahres 2001 noch etwa viermal so dick. Zeitungen sind längst vom Alltagsprodukt zum Luxusgut geworden.

Sie finanzieren sich auch kaum mehr durch Anzeigen, und die Tendenz, Printausgaben einzustellen und komplett ins Digitale auszuwandern, scheint unumkehrbar. Zeitungen sind zum Luxusprodukt geworden. Nice to have, aber eher ein Statussymbol als ein Teil der essenziellen Daseinsvorsorge.

Auch in anderen traditionellen Medien herrscht Alarmstimmung: Was vor zwanzig Jahren, nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, unmittelbar nach der Boomzeit der 1990er, im Printbereich begann und sich rapide beschleunigte, bis die in den 1990er-Jahren zentimeterdicken Tageszeitungen heute wieder so dünn sind, wie in den Nachkriegshungerjahren der frühen Fünfziger, setzt nun auch erkennbar im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ein.

Die Radiosender der ARD legen sich zusammen und suchen "Synergien"; das Deutschlandradio schafft das Deutschlandfunk Kultur nur dem Namen nach nicht ab; was die Mantelzeitungen bei Regionalblättern sind, sind ARD-Pools und zusammengelegte Redaktionen im Radio. Kultur wird massiv gekürzt, Auslandsberichterstattung und Wirtschaft auch stark, Innenpolitik und Sport geht es noch vergleichsweise gut.

Doch die schon heute sichtbar nachlassende Vielfalt wird die Grundtendenz noch beschleunigen: Wozu 9 Regional-Sender mit jeweils mehreren Programmen, also insgesamt etwa 70 einzelnen Radioprogrammen, wenn die Vielfalt zunehmend der Einfalt weicht, überall die gleichen Beiträge gespielt und im Laufe des Tages nochmal wiederholt werden?

Die Selbstlähmung der Akteure

Können all diese Probleme durch eine europäische Medienplattform gelöst werden? Man muss daran zweifeln. Das erste Podium in Berlin bot eher ein Beispiel für die Selbstlähmung der Akteure. Man ist sich zwar einig, dass gerade 50 Prozent der Werbeeinnahmen in Social Media an die Big-Techs gehen, dass Verlage von US-Konzernen erpresst und an die Wand gespielt werden, und insgesamt eine ungesunde Situation besteht, vor harten medienpolitischen Gegenmaßnahmen schrecken alle zurück.

Und die Privaten – Claus Grewenig von RTL vertrat deren Positionen auf dem Podium – wollen vor allem unreguliert und unangepasst an gesellschaftliche Bedürfnisse ihre Gewinne einfahren, auch um den Preis die Menschen weiter zu verdummen. Dafür pochen sie auf das Wettbewerbsrecht.

Jeder Satz des RTL-Vertreters am Mittwoch bot neue Argumente dafür, warum man die privaten Rundfunkmedien mit Programm-Auflagen medienpolitisch noch ganz anders an die Kandare nehmen und regulieren muss. Medienpolitik müsste Konzerne für verbreitete Inhalte in die Haftung nehmen und vorhandene Monopole zerschlagen.

Keine Waffengleichheit zwischen den Akteuren

Das deutete ausgerechnet der Ländervertreter der Runde, der baden-württembergische Staatssekretär für Medienpolitik, Rudi Hoogvliet [2], an: Ob denn Medienpolitik in der Hoheit der Länder wirklich gut aufgehoben sei, fragte er spitz: "Ist die Zeit nicht über uns hinweg gegangen?" Zurzeit herrsche keine Waffengleichheit zwischen den Akteuren.

Würde die denn durch eine europäische Medienplattform hergestellt? Einig war man sich in Berlin vor allem, was die anvisierte Plattform nicht sein soll: "Keine Mediathek", die alle anderen Medientheken zusammenfasse, denn das gebe es in Aggregatorenform bereits, und "keine Kathedrale", also nichts Großes, Teures. Also eine Art TikTok für Europa?

Markus Beckedahl gab mit roten adidas-Turnschuhen den modernen Jugendversteher und schwärmte von "Streaming, Social Network, Suchmaschine, Messenger, KI, Mediathek", das alles als gemeinnützige GmbH organisiert und technisch über offene Protokolle in Dauerveränderung.

Aber gibt es diese Sehnsucht nach Interaktivität überhaupt, oder sind das nicht die vergangenen Träume der Neunzigerjahre, als man auch noch glaubte, die schöne neue digitale Welt werde die Demokratie auf neue Stufen heben, anstatt sie zu zerstören?

Auch die blumigen Ausführungen Beckedahls über die angeblich sehnlichst gesuchten "interaktiven Nutzererlebnisse" führen an den großen Problemen vorbei. Die Demokratie wird man durch solche interaktiven Nutzererlebnisse nicht retten, sondern eher durch Medienbildung.

Schaut man genauer hin, so Wolfgang Kreißig [3], Chef der Landesmedienanstalt im Ländle, ist überdies klar erkennbar, dass allenfalls zehn Prozent der User eigene Inhalte "produzieren" möchten, und sei es nur als Troll im Leserforum:

"Die allermeisten lesen, aber interagieren nicht."

Man müsse "den Druck mal runternehmen, vielleicht brauchen wir gar nicht die ganz große Idee." Die Leute wollen in der Praxis gar nicht allzu "interaktiv" oder gar aktiv sein, sie wollen größtenteils passiv konsumieren.

Auch SWR-Chef Gniffke ergänzte: "Wenn sich alle an Recht und Gesetz halten würden, wäre ich schon zufrieden."

Lesen Sie im zweiten Teil: Wie digitale Souveränität in Europa praktisch möglich wäre


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.baden-wuerttemberg.de/de/regierung/baden-wuerttemberg-im-bund/landesvertretung-in-berlin
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Rudi_Hoogvliet
[3] https://www.lfk.de/die-lfk/organisation/team

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  • 19. März 2026 um 13:00

KI-Fehler mit Folgen: Wenn Polizei blind auf Technik vertraut

Von Kai Imhoff
Verwendung von Kameratechnologie zur Überwachung von Menschen und Fahrzeugen an öffentlichen Orten

(Bild: Oselote / Shutterstock.com)

Zwei Fälle zeigen, wie KI-Systeme bei der Polizei zu gravierenden Fehlern führen. Eine Frau saß monatelang unschuldig im Gefängnis.

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in die Polizeiarbeit – von Chatbots für Recherchen bis hin zur Gesichtserkennung.

Doch zwei aktuelle Fälle aus Großbritannien und den USA zeigen, welche Konsequenzen drohen, wenn Ermittler die Ergebnisse automatisierter Systeme nicht ausreichend überprüfen.

Erfundenes Fußballspiel in britischem Polizeibericht

In England sorgte ein Vorfall bei der Polizei der West Midlands für Aufsehen. Beamte nutzten Microsofts Chatbot Copilot, um Hintergrundinformationen für eine Sicherheitsbewertung vor einem Fußballspiel von Aston Villa zusammenzustellen.

Der Chatbot lieferte dabei Angaben [1] über angebliche Ausschreitungen bei einem Spiel von West Ham – einem Spiel, das nie stattgefunden hatte.

Diese frei erfundenen Informationen flossen in die Briefing-Unterlagen ein und beeinflussten die Risikoeinschätzung. Auf dieser Grundlage verwehrte die Polizei Fans von Maccabi Tel Aviv den Zutritt zum Stadion.

Ein offizieller Bericht [2] des britischen Innenausschusses stellte später fest, dass das Problem nicht allein die sogenannte Halluzination des Chatbots war, sondern wie leichtfertig die Angaben als Fakten übernommen wurden.

Der damalige Polizeichef Craig Guildford erklärte vor dem Ausschuss zunächst, seine Beamten hätten keine KI eingesetzt – und korrigierte diese Aussage erst später schriftlich.

Die Abgeordneten warfen ihm daraufhin mangelnde Sorgfalt vor. Guildford ging mittlerweile in den Ruhestand und die Polizei schaltete Copilot organisationsweit ab.

Unschuldig im Gefängnis durch fehlerhafte Gesichtserkennung

Noch drastischer traf es Angela Lipps aus Tennessee [3]. Die 50-jährige Großmutter verbrachte fast sechs Monate im Gefängnis, weil eine Software der Polizei in Fargo, North Dakota, die zur Gesichtserkennung genutzt wurde, sie fälschlicherweise als Bankbetrügerin identifizierte.

Lipps war noch nie in North Dakota gewesen und noch nie geflogen. Dennoch nahmen US-Marshals sie im Juli mit vorgehaltener Waffe fest, während sie auf vier kleine Kinder aufpasste. Als mutmaßliche Flüchtige erhielt sie keine Kaution. Über fünf Monate lang sprach kein einziger Ermittler aus Fargo mit ihr.

Erst als ihr Pflichtverteidiger Jay Greenwood Kontoauszüge vorlegte, wurde klar: Lipps befand sich zur Tatzeit mehr als 1.900 Kilometer entfernt in Tennessee und tätigte dort alltägliche Einkäufe.

An Heiligabend stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein. Lipps saß daraufhin mittellos in Fargo fest – ohne Winterkleidung bei Schnee und Kälte. Die Polizei übernahm keine Kosten für ihre Heimreise.

Lokale Strafverteidiger sammelten Geld für ein Hotelzimmer. Durch die monatelange Haft verlor Lipps ihr Haus, ihr Auto und ihren Hund. Eine Entschuldigung der Polizei blieb aus.

Wachsende Debatte über KI-Kontrolle bei Behörden

Beide Fälle treffen einen Nerv: Die britische Regierung plant derzeit 115 Millionen Pfund für ein nationales KI-Zentrum für die Polizeiarbeit. Der Copilot-Vorfall wirft die Frage auf, ob die nötigen Kontrollmechanismen mit dem Tempo der Einführung Schritt halten.

Der Innenausschuss fordert die Polizei auf, ihre Transparenz wiederherzustellen und deutlich vorsichtiger damit umzugehen, welche Quellen sie als verlässlich einstuft.

Beide Fälle verdeutlichen ein gemeinsames Grundproblem: Künstliche Intelligenz liefert Ergebnisse, die professionell wirken, aber grundlegend falsch sein können. Ohne menschliche Überprüfung riskieren Behörden Fehlentscheidungen mit schwerwiegenden Folgen für Einzelne.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.theregister.com/2026/02/24/west_midlands_police_copilot/
[2] https://committees.parliament.uk/publications/51721/documents/286921/default/
[3] https://www.inforum.com/news/fargo/ai-error-jails-innocent-grandmother-for-months-in-fargo-case

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  • 19. März 2026 um 12:00

Microsoft SwiftKey: Zwang zum Microsoft-Konto für Backups kommt Ende Mai

Von Heise
Swiftkey-App im Play Store auf Smartphone

Swiftkey: Microsoft macht OneDrive für Backups zur Pflicht.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Microsofts weit verbreitetes SwiftKey-Keyboard für Android und iOS erfordert für Backups bald ein Microsoft-Konto.

Nutzer, die ihre SwiftKey-Tastatur mit einem Google- oder Apple-Konto verbunden haben, werden derzeit per Mail darüber informiert, dass sie ihre App künftig mit einem Microsoft-Konto verknüpfen müssen. Andererseits gehen ihre in der Cloud gesicherten App-Daten flöten.

OneDrive statt Apple oder Google

Die seit 2016 zu Microsoft gehörende Software-Tastatur [1] verzichtet ab diesem Frühjahr auf Anmeldungen über andere Anbieter wie Google und Apple. Das Unternehmen verlagert durch die ab Ende Mai verpflichtende Anmeldung über ein Microsoft-Konto die Nutzerdaten der App in seinen eigenen Cloud-Speicher OneDrive. Wie das Unternehmen auf seiner SwiftKey-Produktseite [2] schreibt, wird der Umstieg auf die OneDrive-Sicherung schrittweise eingeführt und soll bis zum 31. Mai 2026 vollständig umgesetzt sein. Derzeit ist die Anmeldung auf einem Android-Smartphone noch mit Google-Konto möglich, wie wir heute ausprobiert haben.

Microsoft begründet den Umzug auf OneDrive mit seinem „Engagement für Datenschutz und Transparenz“. Durch die Verknüpfung mit einem persönlichen Cloudkonto können Nutzerinnen und Nutzer ihre Eingabedaten geräteübergreifend synchronisieren, einschließlich personalisierter Vorschläge für die Autokorrektur und Wörterbücher. Ebenso können so Themes gesichert werden.

Wie Windows Central [3] berichtet, hebe die Info-Mail von SwiftKey einen „verbesserten Datenschutz“ sowie die Möglichkeit hervor, Microsoft-Rewards-Punkte zu sammeln, die beispielsweise für Spenden für wohltätige Zwecke oder Rabatte auf Xbox-Spiele verwendet werden können. Zudem soll die Nutzung vereinfacht werden, indem Nutzer dieselben Anmeldeinformationen verwenden könnten, die man bereits für andere Microsoft-Apps und -Dienste nutze.

Auch ohne Konto nutzbar

Wenn man mit der SwiftKey-App noch vor Ende Mai zu einem Microsoft-Konto wechselt oder sich mit einem Microsoft-Konto bei SwiftKey anmeldet, muss man nichts weiter unternehmen. Die Daten von Nutzern mit Microsoft-Konto werden automatisch auf OneDrive gesichert.

Wenn Nutzer SwiftKey nicht mit einem Microsoft-Konto verknüpfen und die Backup-&-Sync-Funktion von OneDrive nicht aktivieren wollen, bleiben die Daten laut Microsoft lokal auf dem Gerät gespeichert. Man könne SwiftKey so weiterhin normal verwenden, die Daten werden jedoch nicht geräteübergreifend synchronisiert, erklärt der Konzern.

SwiftKey erfreut sich den Downloadzahlen in Googles Play Store zufolge nach wie vor großer Beliebtheit. Die Tastatur wurde aus dem Play Store [4] mehr als eine Milliarde Mal heruntergeladen. In Apples App Store hat die App eine Bewertung von 4,6 von 5 Sternen. Die App für Apples Ökosystem stand im Jahr 2022 übrigens kurzzeitig vor dem Aus [5], doch Microsoft hatte sich wenige Monate später umentschieden und sie mit neuen Funktionen zurückgebracht [6]. Teile des Software-Keyboards befinden sich auch in Microsofts Onscreen-Keyboard von Windows.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Alternativ-Tastaturen-fuer-Smartphones-Microsoft-schluckt-Swiftkey-3091856.html
[2] https://support.microsoft.com/de-de/topic/swiftkey-sicherung-und-synchronisierung-mit-onedrive-c4124048-e64a-42c9-b8c8-24d2febca1bb
[3] https://www.windowscentral.com/software-apps/swiftkey-will-soon-require-a-microsoft-account-data-to-be-moved-to-onedrive
[4] https://play.google.com/store/apps/details?id=com.touchtype.swiftkey&hl=de
[5] https://www.heise.de/news/Microsoft-erbarmt-sich-SwiftKey-fuer-iOS-wird-wiederbelebt-7346905.html
[6] https://www.heise.de/news/Microsoft-erbarmt-sich-SwiftKey-fuer-iOS-wird-wiederbelebt-7346905.html
[7] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[8] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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  • 19. März 2026 um 13:00

Perplexitys KI-Browser Comet schlägt auf iOS ein

Von Heise
Ein iPad mit Perplexity

(Bild: Perplexity)

Mit Verzögerung kommt Comet auf iPhones und iPads. Die KI soll sich für den Nutzer durchs Web klicken, greift dafür aber offenbar tief in die Trickkiste.

Comet ist jetzt für iOS und iPadOS verfügbar: Perplexitys KI-Browser lässt sich aus Apples App Store laden, wie der Anbieter mitteilte. Zu den Funktionen zählen „hybride Suchergebnisse“, die eine klassische Websuche um KI-Zusammenfassungen und Nachfragen erweitern. Zudem können Nutzer dem Browser im Sprachmodus Fragen zu offenen Tabs stellen – oder Informationen auf mehreren geöffneten Webseiten so auch direkt vergleichen. Die aus Perplexity und anderen Chatbots bekannten Recherchefunktionen sind ebenfalls mit an Bord.

Agentic Browser nur mit Workaround

Der Browser lässt sich mit der Desktop-Version von Comet synchronisieren, die seit Längerem für macOS und Windows erhältlich ist. Die App arbeitet auch als „persönlicher KI-Assistent“ und kann Aktionen für den Nutzer ausführen, verspricht der Anbieter [1]. Dazu gehört etwa die Recherche im eigenen Terminkalender – vorausgesetzt, man gibt der App darauf Vollzugriff.

Eine Besonderheit solcher KI-Browser ist, dass diese auch Aktionen im Web ausführen sollen, etwa die gewöhnlich nervige Suche nach Flügen. Auf iOS konnte Perplexity diese Agentic-Browser-Funktionen offenbar nur mit einem Workaround umsetzen: Weist man die App etwa an, bestimmte Produkte auf Amazon zu recherchieren und in den Warenkorb zu legen, weicht sie auf eine virtuelle Browser-Instanz in der Cloud aus. Dabei werden unter anderem die Cookies mit an die Perplexity-Cloud geschickt, wie Macstories das Prozedere unter Verweis auf einen Warndialog in der App beschreibt [2]. Auf anderen Betriebssystemen klickt der KI-Assistent direkt im lokalen Browser, das konnte Perplexity möglicherweise durch Limitierungen in iOS nicht umsetzen.

Erweiterte Funktionen erfordern Perplexity-Abo

Wie alle anderen iOS-Browser auch, muss Comet im Unterbau auf Apples WebKit-Engine setzen. Der Browser ist kostenlos, erst ab 18 freigegeben und erfordert für erweiterte KI-Funktionen ein Perplexity-Abo, das ab 22 Euro pro Monat kostet. Das schaltet unter anderem den Zugriff auf aktuelle KI-Modelle von OpenAI, Google und Anthropic frei.


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https://www.heise.de/-11217579

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[1] https://www.perplexity.ai/de/hub/blog/meet-comet-for-ios
[2] https://www.macstories.net/news/comet-is-the-first-agentic-browser-for-ios-worth-trying/
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i
[5] mailto:lbe@heise.de

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  • 19. März 2026 um 12:42

heise+ | Memory Integrity Enforcement: Wie Apple Malware-Angriffe im Keim ersticken will

Von Heise
A19 Pro von Apple

A19 Pro von Apple: MIE macht ihn sicherer.

(Bild: Apple / Freepik / KI / heise medien)

Eine neue Sicherheitstechnik auf Apple-Silicon-Ebene soll selbst komplexeste Exploit-Ketten ins Leere laufen lassen. So funktioniert es auf dem iPhone.

Apple hat eine neue Ära der Smartphone-Sicherheit eingeläutet. Das Herzstück bildet eine Technologie namens Memory Integrity Enforcement (MIE) – ein Speicherschutzsystem, das nach den Worten von Apple [1] [1] „die bedeutendste Weiterentwicklung der Speichersicherheit in der Geschichte von Betriebssystemen für Endnutzer“ darstellt. Doch was verbirgt sich hinter diesem sperrigen Begriff, und warum ist der Schutz so wichtig?

Speicherfehler als Einfallstor für Angreifer

Um MIE zu verstehen, muss man das Problem betrachten, das es lösen soll: Speicherkorruption. Dabei greift Software unbeabsichtigt auf Speicherbereiche zu, die ihr nicht gehören. Dies kann durch Programmierfehler möglich werden. Die häufigsten Varianten sind Buffer Overflows (Pufferüberläufe) und Use-after-free-Fehler. Ersterer entsteht, wenn ein Programm mehr Daten in einen Speicherpuffer schreibt, als dieser aufnehmen kann. Die überschüssigen Daten landen in benachbarten Speicherbereichen und können dort Informationen überschreiben. Use-after-free-Fehler treten auf, wenn ein Programm Speicher freigibt, aber später trotzdem darauf zugreift.

Beide Fehlertypen ermöglichen es Cyberkriminellen, die Kontrolle über ein Programm zu übernehmen. Angreifer können dadurch eigenen Code ausführen (Remote Code Execution, RCE) oder sich erweiterte Rechte auf dem System verschaffen (Privilege Escalation). Besonders problematisch: Selbst nach umfangreichem Code-Review und Tests schleichen sich solche Fehler immer wieder in Software ein.


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[1] https://security.apple.com/blog/memory-integrity-enforcement/

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  • 19. März 2026 um 08:00

Störungsmeldung vom 19.03.2026 10:12

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
19.03.2026 10:12
Region
Leck (04662)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 19. März 2026 um 10:12

Microsoft-Erinnerung an nächste Phase der Kerberos-RC4-Härtung

Von Heise
Digitale Identitäten auf einem Tablet, darüber ein Schloss in dem ein Gesicht steckt (Symbolbild)

(Bild: Jirsak/Shutterstock.com)

Microsoft will die unsichere RC4-Verschlüsselung loswerden. Das Unternehmen weist darauf hin, dass im April die nächste Phase startet.

Im April will Microsoft die nächste Phase im Prozess zum Rauswurf der unsicheren RC4-Verschlüsselung aus Kerberos starten. Die Authentifizierung im Active Directory soll dadurch deutlich sicherer werden, gilt die RC4-Verschlüsselung doch bereits viele Jahre als geknackt.

Dazu hat Microsoft im Message-Center [1] der Windows-Release-Health-Notizen eine 30-Tage-Erinnerung veröffentlicht. Die Windows-Updates zum April-Patchday und die darauf folgenden läuten die zweite Umsetzungsphase ein, um Schutzmaßnahmen gegen ein Kerberos-Informationsleck zu etablieren (CVE-2026-20833 [2], CVSS 5.5, Risiko „mittel“). Die erste Phase, die Microsoft „Bereitstellungsphase“ nennt, begann mit den Windows-Updates zum Januar-Patchday. Damit hat Microsoft [3] „neue Überwachungs- und optionale Konfigurationseinstellungen eingeführt, die dazu beitragen, die Abhängigkeit von älteren Verschlüsselungstypen wie RC4 zu reduzieren und Domänencontroller auf eine künftige Umstellung vorzubereiten, die mit dem Update im April 2026 beginnt und die standardmäßige Verwendung von AES-SHA1-verschlüsselten Tickets vorsieht.“

„Erzwingungsphase“ ab April 2026

Im zugehörigen Support-Beitrag erklärt Microsoft [4], dass im April die „Erzwingungsphase mit manuellem Rollback“ startet. Damit setzt Microsoft den Weg fort, der durch „stärkeres Standard-Ticket-Verhalten“ weg von veralteter Verschlüsselung wie RC4 führt. Domain-Controller setzen als neuen Standard auf AES-SHA1-verschlüsselte Tickets für Konten, die keine explizite Kerberos-Verschlüsselung konfiguriert haben. Microsoft nennt als konkreten Standardwert „0x18“ für „DefaultDomainSupportedEncTypes“ für KDC-Vorgänge von Konten, für die kein AD-Attribut „msds-SupportedEncryptionTypes“ gesetzt wurde. Admins können das Verhalten noch durch die manuelle Konfiguration des „RC4DefaultDisablementPhase“-REG_DWORD im Registry-Zweig „HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System\Kerberos\Parameters“ übersteuern. „0“ steht für keine Überwachung, „1“ erzeugt die Warnungen in den Protokollen der Phase 1, während „2“ die Erzwingungsphase aktiviert.

Microsoft [5] weist eindringlich darauf hin, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, Abhängigkeiten von RC4-basierten Kerberos-Tickets für Dienstkonten oder Apps aufzulösen, bevor im Juli 2026 die „Durchsetzungsphase“ beginnt.

Das thematisierte auch das heise security Webinar zu Authentifizierung im Active Directory absichern: Mit Microsofts veralteten Konzepten (über)leben [6], das die praktischen Probleme von Kerberos und NTLM und Lösungen dafür aufzeigte.


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https://www.heise.de/-11217286

Links in diesem Artikel:
[1] https://learn.microsoft.com/en-us/windows/release-health/windows-message-center#3803
[2] https://msrc.microsoft.com/update-guide/vulnerability/CVE-2026-20833
[3] https://www.heise.de/news/Microsoft-startet-mit-Identifizierung-von-unsicherer-RC4-Verschluesselung-11145332.html
[4] https://support.microsoft.com/de-de/topic/verwalten-der-kerberos-kdc-verwendung-von-rc4-f%C3%BCr-%C3%A4nderungen-bei-der-ticketausstellung-von-dienstkonten-im-zusammenhang-mit-cve-2026-20833-1ebcda33-720a-4da8-93c1-b0496e1910dc#ID0EDDBN
[5] https://www.heise.de/thema/Microsoft
[6] https://shop.heise.de/authentifizierung-im-active-directory-absichern-4018837114940
[7] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[8] mailto:dmk@heise.de

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  • 19. März 2026 um 11:02

ConnectWise ScreenConnect schließt kritische Zugriffslücke

Von Heise
Finger tippt auf Update-Button

(Bild: heise online / dmk)

In ScreenConnect von ConnectWise können Angreifer aus dem Netz eine Lücke missbrauchen, um unbefugt auf die Fernwartung zuzugreifen.

Eine kritische Sicherheitslücke in der Fernwartungssoftware ScreenConnect von ConnectWise ermöglicht Angreifern den unbefugten Zugriff. Nicht autorisierte Akteure können Informationen auslesen und zum Erlangen von Zugriff missbrauchen.

In einer Sicherheitsmitteilung warnt ConnectWise [1] vor der Schwachstelle. Die individuellen Maschinen-Keys speichert ScreenConnect pro Instanz in den Server-Konfigurationsdateien. Die können unter nicht genannten Umständen von unbefugten Angreifern ausgelesen und zur Authentifizierung von Sessions missbraucht werden, erklären die Entwickler (CVE-2026-3564 [2], CVSS 9.0, Risiko „kritisch“). Abweichend von der Risikoeinstufung nach CVSS-Standard schätzt ConnectWise die Sicherheitslücke als „wichtig“ ein und gibt als Priorität den Level „1“, „Hoch“ an. Als lediglich „wichtig“ stuft ConnectWise den Angaben zufolge Schwachstellen ein, die vertrauliche Daten oder andere Ressourcen kompromittieren können, dazu jedoch zusätzlichen Zugang oder Rechte benötigen.

Von der Schwachstelle sind offenbar alle älteren ScreenConnect-Fassungen betroffen. Erst die Version ScreenConnect 26.1 bringt demnach verbesserte Schutzmaßnahmen für den Umgang mit Maschinen-Keys mit. Die Entwickler betonen, dass das die verschlüsselte Speicherung und Verwaltung umfasse, was das Risiko von unbefugtem Zugriff reduziere für den Fall, dass die Integrität des Servers kompromittiert sei. Offenbar erfolgte die Ablage zuvor nicht verschlüsselt.

ScreenConnect: Aktualisierte Version

Die aktuelle Fassung von ScreenConnect steht auf der Download-Seite von ConnectWise [3] zum Herunterladen bereit. Partner, die die Integration mittels Automate nutzen, erhalten die Aktualisierung über die Automate-Produkt-Update-Webseite [4].

In der Fernwartungssoftware ScreenConnect fiel zuletzt Mitte Dezember [5] vergangenen Jahres eine kritische Sicherheitslücke auf. Angemeldete Angreifer konnten dadurch Schadcode einschleusen und ausführen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11217173

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.connectwise.com/company/trust/security-bulletins/2026-03-17-screenconnect-bulletin
[2] https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-3564
[3] https://www.screenconnect.com/download
[4] https://docs.connectwise.com/ConnectWise_Automate_Documentation/Automate_Product_Updates
[5] https://www.heise.de/news/Fernwartung-ScreenConnect-Kritische-Luecke-ermoeglicht-Schadcodeausfuehrung-11112865.html
[6] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[7] mailto:dmk@heise.de

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  • 19. März 2026 um 09:55

Ubiquiti UniFi Network Application: Kritische Lücke erlaubt unbefugten Zugang

Von Heise
Stark verzerrtes Bild eines Fingers auf einer Tastatur, im Vordergrund ein digitales Ausrufezeichen

(Bild: janews/Shutterstock.com)

In Ubiquitis UniFi Network Application klafft eine kritische Lücke, durch die Angreifer unbefugt Zugang zu Konten erlangen können.

In Ubiquitis UniFi Network Application hat der Hersteller zwei Sicherheitslücken gemeldet. Eine davon gilt als kritisch mit Höchstwertung und erlaubt Angreifern aus dem Netz, sich unbefugt Zugriff auf Konten zu verschaffen. Ubiquiti stellt Aktualisierungen bereit.

Vor diesen Schwachstellen warnt Ubiquiti in einer Sicherheitsmitteilung [1]. Aufgrund einer Path-Traversal-Lücke in UniFi Network Application – ehedem als UniFi Controller bekannt – können Angreifer mit Zugang zum Netzwerk Zugriff auf Dateien im darunterliegenden System erhalten und diese manipulieren, um Zugang zu einem ebenfalls darunterliegenden Konto zu erlangen (CVE-2026-22557, CVSS 10, Risiko „kritisch“). Genauere Details erörtert das Unternehmen nicht. Zudem können authentifizierte bösartige Akteure im Netzwerk eine NoSQL-Injection-Schwachstelle in der UniFi Network Application angreifen und dadurch ihre Rechte ausweiten (CVE-2026-22558, CVSS 7.7, Risiko „hoch“).

Die CVE-Schwachstelleneinträge sind noch reserviert, konkretere Informationen zu den Sicherheitslücken gibt es daher noch nicht. Admins sollten jedoch zügig die aktualisierten Softwarepakete auf ihren Instanzen anwenden, um die Angriffsfläche zu reduzieren.

UniFi Network Application: Fehlerkorrigierte Softwareversionen

Beide Sicherheitslücken schließen die Fassungen UniFi Network Application 10.1.89 [2], 10.2.97 [3] und die Firmware 4.0.13 [4] für UniFi Express – was die enthaltene UniFi Network Application auf Stand  9.0.118 [5] hievt – oder jeweils neuere Versionen. In den verlinkten Versionsankündigungen stellt Ubiquiti die Downloads der Updates zur Verfügung. Das Unternehmen empfiehlt dort zudem, auf UniFi OS Server für selbst gehostete Instanzen umzusteigen.

Zuletzt hatte Ubiquiti Anfang Januar eine Schwachstelle [6] in der UniFi Protect Application ausgebessert. Sie ermöglichte Angreifern, unbefugt auf UniFi-Protect-Kameras zuzugreifen.


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https://www.heise.de/-11217047

Links in diesem Artikel:
[1] https://community.ui.com/releases/Security-Advisory-Bulletin-062-062/c29719c0-405e-4d4a-8f26-e343e99f931b
[2] https://community.ui.com/releases/UniFi-Network-Application-10-1-89/625f366f-7ea5-4266-bd9f-500180494035
[3] https://community.ui.com/releases/UniFi-Network-Application-10-2-97/7c599511-d03a-4dce-8832-93b90cbaa41d
[4] https://community.ui.com/releases/UniFi-OS-Express-4-0-13/27e4730e-5fb7-4303-9c0f-d2f572d861c2
[5] https://community.ui.com/releases/UniFi-Network-Application-9-0-118/72fa9862-3c4f-4e9b-a028-4fc7a0b2ba28
[6] https://www.heise.de/news/Ubiquiti-UniFi-Protect-Sicherheitsluecke-ermoeglicht-Zugriff-auf-Kameras-11131097.html
[7] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[8] mailto:dmk@heise.de

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  • 19. März 2026 um 09:04

Neue Studie: Bis zu 3-mal so viele Balkonkraftwerke mit Förderung

Von Heise
Solarzelle an Balkon

(Bild: nnattalli / Shutterstock.com)

Die Förderung von Balkonkraftwerken kann einen sehr starken Effekt auf die Installationszahlen haben, zeigt eine Masterarbeit der Uni Kassel.

Ein im Oktober 2024 eingeführtes Förderprogramm für Balkonkraftwerke in Kassel [1] hat einen starken Einfluss auf die Installationszahlen gehabt. Mit einem pauschalen Zuschuss in Höhe von 150 Euro pro Haushalt hat sich die Anzahl der Installationen der kleinen Anlagen um das 1,5- bis 3-Fache erhöht.

„Mithilfe statistischer Verfahren können wir zeigen, dass dieser Effekt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Förderprogramm zurückzuführen ist", erklärt die Kasseler Studentin Ronja Gehrke.

Daten aus dem Marktstammdatenregister

Sie hat für ihre Masterarbeit im Studiengang Nachhaltiges Wirtschaften an der Universität Kassel die Auswirkungen des Förderprogramms auf die städtischen Installationszahlen untersucht. Dazu hat sie Daten aus dem Marktstammdatenregister ausgewertet, in dem alle Betreiberinnen und Betreiber eines Balkonkraftwerks ihre Anlage registrieren müssen.

Für die Ermittlung des Effekts wurde die Entwicklung der Installationszahlen in anderen deutschen Großstädten herangezogen, die keine vergleichbare Förderung hatten.

„Mit verschiedenen Annahmen können wir sicher sagen, dass das Förderprogramm die Anzahl der neu installierten Balkonkraftwerke auf das 1,5- bis 3-Fache erhöht hat", sagte Gehrke weiter.

Ronja Gehrke

(Bild: privat)

Über 1,2 Millionen Anlagen in Betrieb

Die kleinen Photovoltaikanlagen, auch bekannt als Steckersolargeräte, müssen nicht von einer Elektrofachkraft installiert werden. Sie können die Stromrechnung senken und amortisieren sich in der Regel innerhalb weniger Jahre.

In Deutschland sind laut dem Marktstammdatenregister, in dem alle Solaranlagen angemeldet werden müssen, derzeit mehr als 1,2 Millionen Balkonkraftwerke in Betrieb. Da viele Balkonkraftwerke nicht angemeldet sind, wird die Dunkelziffer sehr hoch angesetzt – die tatsächliche Gesamtzahl könnte laut Experten um mehr als das Doppelte darüber liegen.

CDU will Solarförderung einstellen

Laut Medienberichten [2] plant das Bundeswirtschaftsministerium unter Katherina Reiche (CDU), die Förderung von kleinen Solaranlagen bis 25 kWp einzustellen. Begründung: Insbesondere kleine Solaranlagen seien inzwischen aufgrund gesunkener Kosten oft bereits ohne zusätzliche Förderung wirtschaftlich, sofern sie hohe Eigenverbrauchsanteile realisieren könnten.

Balkonsolar auf Maker-Art

Balkonkraftwerke bieten sich besonders gut für Maker an, da die kleinen Anlagen mit schnellen Hacks noch effizienter arbeiten können. Zu den in Make vorgestellten Projekten gehören ein Energiemonitor [3] und eine Infotafel [4], auf der die Produktionsdaten angezeigt werden können. Auch hat Make über das Projekt solarmqtt [5] von Thomas Euler berichtet – ebenfalls eine Art Display für Balkonkraftwerke, das zusätzlich Einbindung in Home Assistant bietet.

Der Energiemonitor von Walter Trojan, vorgestellt in Make 1/26

Förderung weit verbreitet

Nicht nur Kassel, sondern zahlreiche andere Städte und Gemeinden in Deutschland unterstützen Kauf und Inbetriebnahme eines Balkonkraftwerks finanziell. In den meisten Fällen liegt die Förderung zwischen 100 und 500 Euro. Ein Überblick über die Städte und Gemeinden in Deutschland, die Förderung für Balkonkraftwerke anbieten, wird in diesem Ratgeber [6] zusammengefasst.


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https://www.heise.de/-11217368

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[1] https://www.kassel.de/buerger/umwelt_und_klima/klimaschutz/energie-und-klimaschutz/balkonkraftwerke.php
[2] https://www.heise.de/news/Reiche-Ministerium-plant-Einschnitte-bei-der-Solarfoerderung-11192880.html
[3] https://www.heise.de/ratgeber/Energiemonitor-fuer-Balkonkraftwerk-bauen-und-auswerten-11140405.html
[4] https://www.heise.de/ratgeber/Smarte-Energie-Infotafel-im-Eigenbau-LED-Matrix-Uhr-HoDi-10186040.html
[5] https://github.com/teuler/solarmqtt
[6] https://www.heise.de/bestenlisten/ratgeber/foerderung-fuer-balkonkraftwerke-wo-es-sie-gibt-und-wann-sich-die-investition-lohnt/3nn437c
[7] mailto:mch@make-magazin.de

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  • 19. März 2026 um 11:28

Nach 13 Jahren: Xbox One gehackt

Von Heise
Eine Xbox One von vorn.

(Bild: Microsoft)

Ein Hardwareangriff auf die Xbox One umgeht erstmals die Boot-ROM-Sicherheit – mit präzisem Voltage Glitching.

Mehr als zehn Jahre nach ihrem Marktstart ist die Xbox One erstmals auf einer der tiefsten Sicherheitsebenen erfolgreich angegriffen worden. Der Sicherheitsforscher Markus „Doom“ Gaasedelen demonstrierte auf der RE//verse 2026 einen Hardware-Angriff namens „Bliss“, der die bisher als besonders robust geltende Chain of Trust der Konsole durchbricht.

Im Zentrum steht dabei kein klassischer Software-Exploit, sondern ein gezielter Hardwareangriff. Statt wie bei älteren Konsolen über Reset-Glitches zu arbeiten, nutzt „Bliss“ sogenanntes Voltage Glitching. Dabei wird die Versorgungsspannung der CPU für einen extrem kurzen Moment gestört – und zwar exakt zum richtigen Zeitpunkt. Das Ergebnis: Sicherheitsprüfungen werden übersprungen und der Codefluss lässt sich manipulieren.

Mit Spannung: Eine Frage des Timings

Konkret besteht der Angriff aus zwei präzise getimten Glitches. Einer sorgt dafür, dass Schutzmechanismen beim Initialisieren des Speichers nicht korrekt gesetzt werden. Der zweite greift beim Laden von Daten ein und ermöglicht so den Sprung in manipulierten Code. Laut Berichten führt das zu einer vollständigen Kompromittierung der Konsole – inklusive Zugriff auf Hypervisor und Betriebssystem.

Der Angriff zeigt, wie sich selbst komplex abgesicherte Systeme auf physikalischer Ebene beeinflussen lassen. Wer mit Mikrocontrollern oder FPGAs arbeitet, kennt ähnliche Effekte vielleicht schon im Kleinen – hier passiert das Ganze nur auf Konsolen-Niveau. Und ja, „kurz mal die Spannung wegnehmen“ klingt simpel, ist aber in der Praxis eher ein Timing-Albtraum mit Oszilloskop und viel Geduld.

Spannend ist auch, dass der Angriff direkt auf das Boot-ROM abzielt – also den unveränderbaren Teil im Silizium. Das bedeutet: Ein klassisches Software-Update kann die Lücke nicht schließen. Genau deshalb gilt dieser Schritt als besonders relevant, auch wenn es aktuell noch keine einfache Umsetzung für Endnutzer gibt.

Für die Szene könnten sich daraus langfristig neue Möglichkeiten ergeben. Diskutiert werden etwa bessere Ansätze zur Archivierung von Firmware und Spielen oder Fortschritte bei der Emulation. Auch modchip-ähnliche Lösungen wären denkbar, die die Glitch-Technik automatisieren – aktuell ist das aber noch Zukunftsmusik.

Für Maker bleibt vor allem der methodische Ansatz interessant: Der Vortrag zeigt sehr gut, wie man sich an geschlossene Systeme herantastet, interne Abläufe analysiert und eigene Tools entwickelt, um überhaupt messbare Ergebnisse zu bekommen. Das ist weniger „Hack mal schnell deine Konsole“ und mehr „Reverse Engineering auf Hardcore-Level“.

Wer jetzt selber eine Konsole hacken will, findet dazu eine Anleitung in unserem Artikel „Linux auf der PS4 [2]“.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11216859

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[2] https://www.heise.de/ratgeber/Linux-auf-der-Playstation-4-installieren-10250863.html
[3] https://www.heise.de/make
[4] mailto:das@heise.de

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  • 19. März 2026 um 07:41

heise+ | USB-Ladegerät für bis zu zehn Geräte für 33 Euro im Test

Von Heise

Zehn-Port-USB-PD-Lader für die ganze Familie: Zehn Smartphones und sogar Notebooks passen an das Lizoak YMX-800W. Doch die Leistung im Namen gibt es nicht her.

Auf den meisten aktuellen USB-Ladegeräten mit der Ladetechnik Power Delivery prangt die Maximalleistung, etwa 65 W oder 140 W. Dazu kommen meist die Buchstaben GaN. Das gilt auch für das mit 33 Euro sehr günstige Multiladegerät von Lizoak: 800W GaN steht groß auf der Gehäuseseite des kompakten, aber mit gut 13 Zentimetern sehr langen Tischgeräts. Dass diese Angabe nicht die Gesamtleistung bedeuten kann, wird dem elektrotechnisch geschulten Auge schon beim Anblick des Euronetzkabels mit dem kleinen zweipoligen Stecker klar. Der ist für Ströme von maximal 2,5 Ampere ausgelegt, was auch das Typenschild bestätigt und bei 230 Volt 575 Watt bedeutet. Der kleine, als Benutzerhandbuch bezeichnete Beipackzettel nennt für das YMX-800W eingangsseitig sogar nur zwei Ampere (460 Watt).

Der chinesische Hersteller bietet das 10-Port-Ladegerät YMX in verschiedenen Varianten von 695 W bis zu unserem mit 800 W an: je mehr „W“, desto mehr USB-C- und desto weniger USB-A-Anschlüsse. Zum Lieferumfang gehören außer dem Gerät und besagtem Beipackzettel ein 1,4 Meter langes Euronetzkabel und ein Standfuß, um den Lader hochkant aufzustellen. Die Vorderseite stellt acht USB-C- und zwei USB-A-Ports bereit, auf der Rückseite gibt es nur die zweipolige Eurobuchse für das Netzkabel. Kühlschlitze in der Rückenplatte erwiesen sich im Test als nur mäßig wirksam.

Wie viel Leistung das YMX-800W nun wirklich abliefern kann, verrät die Beschreibung nicht, also haben wir es ausprobiert. Schließt man nur ein zu ladendes Gerät an, schaffte der Lader die jeweils unter der Buchse angegebene Leistung, zum Teil sogar deutlich mehr. Die oberen beiden USB-C-Ports laden auch anspruchsvolle Notebooks mit Power Delivery (PD) 3.1 mit bis zu 28 Volt und fünf Ampere, also 140 Watt. Die beiden folgenden schaffen 100 Watt bei maximal 20 Volt und fünf Ampere, was für die meisten Notebooks ausreicht. Die USB-C-Stecker saßen allerdings etwas wackelig in den Buchsen. Bei den oberen 140-Watt-Buchsen ließ sich der USB-C-Stecker nicht vollständig einstecken, bei den unteren USB-C-Buchsen dagegen schon.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11197140

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tests/Solarpaneele-fuer-unterwegs-Wie-viel-sie-wirklich-leisten-10600725.html
[2] https://www.heise.de/tests/Austauschen-statt-wegwerfen-Powerbanks-mit-Wechselakkus-im-Test-10486350.html
[3] https://www.heise.de/ratgeber/Wie-USB-C-Netzteile-und-Adapter-mit-PD-Triggerchips-beliebige-Geraete-versorgen-10319753.html
[4] https://www.heise.de/tests/Zwoelf-KFZ-Ladeadapter-mit-USB-C-und-Power-Delivery-im-Test-10422125.html
[5] https://www.heise.de/tests/Power-unterwegs-Powerbanks-fuer-iPhone-und-Co-im-Test-9777187.html
[6] https://www.heise.de/tests/Powerbanks-mit-Power-Delivery-fuer-Smartphones-und-Notebooks-im-Vergleich-9840784.html

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  • 19. März 2026 um 09:00

Kickstarter: Fahrrad mit Reifendrucksensor ausrüsten

Von Michael Linden
Ein Start-up aus Colorado hat einen winzigen Sensor entwickelt, der Reifendruck von innen misst und die Werte per ANT+ an den Fahrradcomputer schickt.
Outrider TL Mini (Bild: Kickstarter)
Outrider TL Mini Bild: Kickstarter

Wer den Druck von Fahrradreifen regelmäßig prüft, kennt das Problem: Jedes Mal, wenn ein Manometer ans Ventil kommt, entweicht ein bisschen Luft. Der Outrider TL Mini soll das Problem durch einen Sensor beheben, der dauerhaft im Reifen sitzt und die Messwerte drahtlos überträgt.

Outrider TL Mini (Bild: Kickstarter)
Bild 1/3: Outrider TL Mini (Bild: Kickstarter)
Outrider TL Mini (Bild: Kickstarter)
Bild 2/3: Outrider TL Mini (Bild: Kickstarter)
Outrider TL Mini (Bild: Kickstarter)
Bild 3/3: Outrider TL Mini (Bild: Kickstarter)

Sensor im Felgenbett, Daten am Lenker

Das rechteckige Gerät liegt flach an der Innenseite der Felge. Der vorhandene Presta-Ventilschaft wird bei der Montage einfach durch das Bauteil geführt. Der Mini wiegt in seiner kleinsten Ausführung 3,7 Gramm und ist in drei Varianten erhältlich: Road mit 19 mm, Gravel mit 21 mm und Mountain mit 30 mm Breite.

Sobald das Fahrrad losfährt, beginnt der Sensor mit der Messung und sendet die Werte per ANT+ an einen Fahrradcomputer oder ans Smartphone – iOS und Android werden unterstützt. Die angegebene Messgenauigkeit liegt bei ungefähr zwei Prozent. Wer den Druck ohne Fahrt prüfen will, hebt das Rad kurz an und gibt ihm einen festen Stoß: Das löst ebenfalls eine Sofortmessung aus, ganz ohne Luftverlust.

Kompatibilität mit mehr Felgen und Einsätzen

Der Mini ist schmaler als das Vorgängermodell Outrider Pro und soll dadurch in ein breiteres Spektrum von Felgen passen. Laut Hersteller ist er auch eher mit Reifeneinsätzen kompatibel, die vor allem im Mountainbike-Bereich verbreitet sind. Die Technik soll leichte Nässe von innen, etwa durch flüssiges Dichtmittel in schlauchlosen Reifen, problemlos verkraften.

Die Akkulaufzeit gibt Outrider mit 2.000 Betriebsstunden an. Wie lange das in der Praxis reicht, hängt davon ab, wie oft das Rad tatsächlich bewegt wird.

Kickstarter-Kampagne läuft, Preis überschaubar

Derzeit läuft eine Kickstarter-Kampagne für das Produkt. Ein Zweier-Set – für beide Räder – ist für 55 US-Dollar zu haben, der spätere Einzelhandelspreis soll bei 69 US-Dollar liegen. Ob das Produkt tatsächlich so ausgeliefert wird, wie beworben, bleibt wie bei jeder Crowdfunding-Kampagne abzuwarten.

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  • 19. März 2026 um 10:15

Steuerberater, Lohnsteuerhilfe, App?: Die passende Hilfe bei der Steuererklärung

Von Thomas Öchsner
Es wird langsam wieder Zeit für die Steuererklärung. Helfen lassen kann man sich vom Steuerberater oder von einer App. Was wem nützt und warum die teuerste Lösung nicht immer die passendste ist.
Ein Taschenrechner ist schon ein ganz guter Helfer, aber es gibt natürlich viel mehr. (Bild: jackmac34/Pixabay)
Ein Taschenrechner ist schon ein ganz guter Helfer, aber es gibt natürlich viel mehr. Bild: jackmac34/Pixabay

Die einen schieben sie so lange auf wie möglich, die anderen füllen die Formulare möglichst frühzeitig aus oder sortieren ihre Belege für den Steuerberater schon im Frühjahr, um schneller Geld vom Finanzamt zurückzubekommen. So oder so, Mitte März kann man mit der Steuererklärung für 2025 beginnen. Vorher fangen auch die Finanzämter nicht an. Denn erst jetzt haben sie alle steuerlich relevanten Daten von Arbeitgebern und Versicherungen übermittelt bekommen, und auch die Software ist aktualisiert.

Die gesetzliche Frist für die Abgabe der Steuererklärung endet bereits am 31. Juli 2026, mit Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein am 28. Februar 2027. Was aber tun, wenn man als IT-Fachkraft zwar Software programmieren und analytisch denken kann, aber sich trotzdem von der Steuererklärung überfordert fühlt oder schlichtweg keine Lust darauf hat? Und welche Helfer – vom Steuerberater über die Lohnsteuerhilfe bis zur Steuerapp – sind für wen am besten geeignet und gleichzeitig günstig? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Für wen ist ein Steuerberater sinnvoll?

1.172 Euro im Durchschnitt erhielten Steuerpflichtige laut den zuletzt verfügbaren Zahlen des Statistisches Bundesamt nach Abgabe ihrer Einkommensteuererklärung zurück. Trotzdem ist es nicht immer ratsam, sich gleich an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater zu wenden. Ob sich das rentiert, hängt davon ab, wie schwierig die Steuererklärung ist.

"Angestellte, Rentner oder Beamte, die nur Einkünfte aus nicht selbständiger Tätigkeit oder nur eine Rente oder Pension bekommen, müssen eigentlich nicht zum Steuerberater gehen," sagt Steuerberater Marcus Polz von der Kanzlei Müller & Polz aus Eresing in Oberbayern.

Anders sieht es aus, wenn es komplizierter wird, etwa wenn ein Arbeitszimmer abzusetzen ist, höhere Kapitaleinkünfte vorliegen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu deklarieren oder etwa Renovierungskosten richtig anzugeben sind. "Wer da Angst hat, Fehler zu machen, ist natürlich bei einem Steuerberater gut aufgehoben," sagt Polz.

Wie ist das bei den Selbstständigen?

Ein Fall für den Steuerberater sind meistens auch die Steuererklärungen von Selbstständigen, Freiberuflern oder Unternehmerinnen und Unternehmern. Ihnen bieten die Steuerberaterinnen und Steuerberater zusätzliche Leistungen an, etwa die Buchhaltung inklusive Umsatzsteuervoranmeldungen, eine Lohnbuchhaltung und das Erstellen der Steuererklärungen samt Jahresabschluss.

"Theoretisch könnten Selbstständige das auch selbst machen. Aber der Aufwand ist ihnen meistens zu hoch. Sie müssen sich richtig einarbeiten, tief ins Steuerrecht eindringen. Die wenigsten haben die Muße dazu," sagt Polz. Außerdem habe man die Sicherheit, "dass die Steuererklärung korrekt ist, wenn das ein Steuerberater übernommen hat. Man sollte ruhig schlafen können, auch wenn man weiß, dass ein Betriebsprüfer kommt."

Klar, man kann Freundinnen und Freunde, Kollegen oder Verwandte fragen, ob sie Fachleute empfehlen können. Oder man sucht auf der Website der Bundesteuerberaterkammer . Dafür muss man nur einen Ort oder eine Postleitzahl eingeben. Man kann bei Bedarf im Internet aber auch nach spezialisierten Steuerberatern mit Zusatzqualifikationen suchen, etwa für internationales Steuerrecht, Testamentsvollstreckung und Nachlassverwaltung.

Steuerberater Polz empfiehlt bei der Wahl, auf eine Mischung aus Sympathie und Nähe zu achten: "Man muss sich vertrauen. Ich muss als Steuerberater dem Mandanten vertrauen, dass sie oder er mir alles sagt. Ich will ja auch in Ruhe schlafen. Die Mandanten wiederum müssen mir vertrauen. Sie ziehen sich ja quasi vor mir aus. Oft kenne ich von meinen Mandanten nicht nur die finanziellen Verhältnisse."

Wovon hängt das Honorar ab?

Steuerberater können ihr Honorar nicht nach Gutdünken festlegen. Sie müssen sich an ihre Steuerberater-Vergütungsverordnung halten. Diese bietet ihnen aber einen großen Spielraum, auch wenn bestimmte Bandbreiten vorgegeben sind. Dabei kommt es darauf an, mit welchem Gebührensatz der Berater rechnet, wobei der Gegenstandswert die Grundlage bildet. Das sollte fairerweise vor allem vom Aufwand und vom Schwierigkeitsgrad abhängen.

"Wir schauen schon, wie lange wir brauchen," sagt Polz. Er empfiehlt seinen Mandanten, die Unterlagen möglichst übersichtlich zu übergeben. "Je besser alles vorbereitet ist, je geordneter die Unterlagen sind, je weniger Rückfragen es gibt, je weniger private Ausgaben wir aussortieren müssen, desto niedriger fällt normalerweise die Rechnung aus."

Was muss ich konkret bezahlen?

Das hängt vom Einzelfall ab. Polz nennt zwei Musterfälle. Beispiel eins: eine Angestellte, Jahreseinkommen brutto 80 000 Euro, Vermieterin einer Eigentumswohnung, keine weiteren Einkünfte oder Besonderheiten. Die Kosten für den Steuerberater beziffert er auf 600 bis 800 Euro. Beispiel zwei: ein Soloselbständiger. Die Steuerberaterin übernimmt die laufende Buchhaltung, kümmert sich um die vierteljährlichen oder monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen, die Einnahmenüberschussrechnung und die Steuererklärungen mit diversen Extraformularen.

Hier können laut Polz die Kosten bei rund 2.500 Euro liegen. Wem das auf die Dauer zu viel Geld ist, kann sich natürlich auch vom Steuerberater eine Brücke bauen lassen: Man lässt sich ein, zwei Mal bei der Steuererklärung helfen, lernt dabei, wie es geht, und macht es danach selbst.

Arbeitnehmer und Beamte, Rentner oder Pensionäre, bei denen die Steuererklärung nicht allzu kompliziert ist, sind in der Regel bei einem Steuerhilfeverein gut aufgehoben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vereine helfen beim Ausfüllen der Steuererklärung, beantworten Steuerfragen und unterstützen ihre Mitglieder, wenn etwa ein Einspruch gegen einen Steuerbescheid nötig ist.

Etwa fünf Millionen Menschen nutzen in Deutschland diesen Service. Die Hilfe der Vereine ist jedoch begrenzt: Nicht beraten dürfen sie nach Angaben des Bundesverbands der Lohnsteuerhilfevereine, wenn man Gewinne aus einem Gewerbebetrieb oder aus einer selbstständigen Tätigkeit erzielt. Betreuen dürfen sie aber Mandanten mit Einkünften aus Vermietung und Verpachtung, sofern diese nicht mehr als 18.000 (Alleinstehende) oder 36.000 Euro (Verheiratete) pro Jahr betragen. Ein Lohnsteuerhilfeverein in der Nähe des eigenen Wohnsitzes lässt sich leicht über das Internet finden .

Was kostet die Hilfe der Vereine?

Die Unterstützung bei der Steuererklärung ist durch den Mitgliedsbeitrag abgegolten. Die meisten Vereine haben einen gestaffelten Jahresbeitrag, der je nach Einkommen in der Regel zwischen 50 und 400 Euro liegt. Hinzu kommt eine einmalige Aufnahmegebühr von zehn oder 15 Euro. Die Vereine sind also meist deutlich günstiger als ein Steuerberater.

Diejenigen, die ihre Steuererklärung selbst machen und neben dem für Laien nicht so leicht verständlichen Programm Elster der Finanzämter eine Zusatzsoftware nutzen wollen, haben viele Angebote zur Auswahl. Im Jahr 2024 hat die Stiftung Warentest 31 Programme, Webangebote und Apps untersucht , die beim digitalen Ausfüllen der Steuerunterlagen vor allem Angestellten helfen sollen.

Die Tester prüften dabei, ob die Anbieter neue Steuerregeln und Vorteile richtig umsetzen und bei Wahlmöglichkeiten die steuerlich günstigste Option empfehlen. Das Fazit der Stiftung: "Im besten Fall bringen die Programme tatsächlich eine höhere Steuererstattung, denn sie bieten Hilfestellungen, die in den amtlichen Tools und Formularen fehlen."

In dem Vergleich schnitt allerdings nur ein Anbieter mit der Note "Sehr gut" ab, und das in allen drei Kategorien (Download-Programme für PC, Browser-Programm und Mobile Apps). Das war die für verschiedene Geräte und Betriebssysteme zur Verfügung stehende Software Wiso Steuer von Buhl Data. Sie kostet derzeit bei Buhl Data im Einzelverkauf 45,99 Euro und 35,99 Euro im Abo . Das Angebot ist laut dem Test aber auch das teuerste.

Deutlich günstiger ist die Nummer zwei im Test, die Software Tax, ebenfalls von Buhl Data. Der Preis-Leistung-Sieger kostet ebenfalls direkt beim Anbieter derzeit 15,99 Euro . Beide Testsieger beherrschen den Warentestern zufolge "alle gängigen Einkunftsarten und Ausgaben, die Arbeitnehmer benötigen."

Steuerlaien seien mit beiden Angeboten gut bedient. Beide Top-Programme könnten sich aber noch beim Service verbessern. Sechzehn der untersuchten anderen Programme bezeichnete die Tester allerdings als "nur ausreichend" oder gar "mangelhaft" .

Im Prinzip ja, allerdings nicht alle. Grundsätzlich gilt dabei: Wo es steuerpflichtige Einnahmen gibt, lassen sich auch Ausgaben (in diesem Fall für den Steuerberater oder den Lohnsteuerhilfeverein) absetzen. Für das Ausfüllen des Mantelbogens (heißt jetzt ESt 1 A) der Steuererklärung lassen sich jedoch zum Beispiel keine Beratungskosten geltend machen.

Steuerberater Polz sagt: "Den größten Teil meines Honorars kann der Steuerpflichtige bei der Steuererklärung steuermindernd angeben." Bei dem Soloselbständigen mit Steuerberatungskosten in Höhe von 2.500 Euro seien dies "weit über 90 Prozent" .

Der Golem-Steuertipp: Wann das Finanzamt genau hinschaut

Bei Top-Verdienern mit Einkünften von mehr als 200.000 Euro pro Jahr schauen die Finanzbeamten und Beamtinnen normalerweise genauer hin. Bei einem Jahresverdienst von weniger als 80.000 Euro dürfte hingegen die Wahrscheinlichkeit sinken, dass intensiver geprüft wird.

Auch wer eine Abfindung vom Arbeitgeber erhalten hat , mit einer nebenberuflichen selbstständigen Tätigkeit steuermindernde Verluste seit Jahren anhäuft, Verluste aus Ferienwohnungen geltend macht, Mietverhältnisse mit nahen Angehörigen angibt, keine Kapitalerträge erklärt, erstmalig ein Arbeitszimmer oder eine doppelte Haushaltsführung abrechnet oder außergewöhnliche hohe Kosten für berufliche Fortbildungen oder Reisen erklärt, muss mit Rückfragen rechnen. Jede Oberfinanzdirektion legt für die Finanzämter periodisch wechselnde Prüffelder fest. Welche das in welchem Jahr genau sind, soll geheim bleiben.

Mehr darüber, wie Finanzämter arbeiten und Steuersündern auf die Spur kommen, steht in unserem Ratgebertext Lieber nicht schummeln (g+) .

Thomas Öchsner ist seit mehr als 30 Jahren Finanzjournalist und war leitender Redakteur in der Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung. Gerade ist sein neues Buch erschienen: Ihr Geld für eine bessere Welt: Der Leitfaden für nachhaltige Anlagen, Wolters Kluwer Steuertipps.

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  • 19. März 2026 um 10:00

Quanteneffekte: Quantenakku lädt durch Licht

Von Mario Petzold
Die erste Batterie dieser Art soll das Stromspeichern verändern und die Energieübertragung über große Distanzen ermöglichen.
Die Quantenbatterie nimmt Strom auf. Beim Speichern gibt es aber noch Verbesserungspotenzial. (Bild: Csiro)
Die Quantenbatterie nimmt Strom auf. Beim Speichern gibt es aber noch Verbesserungspotenzial. Bild: Csiro

Ein Forschungsteam von Csiro , dem nationalen australischen Wissenschaftsinstitut, des Royal Melbourne Institute of Technology und der Universität von Melbourne hat die technische Machbarkeit einer Quantenbatterie gezeigt. Laut eigenen Angaben handelt es sich um den weltweit ersten geglückten Versuch, obwohl in der Studie, die in Light: Science & Applications veröffentlicht wurde, allein 20 weitere Studie benennt werden, die sich mit der Möglichkeit von Quantenbatterien befassen.

Die Quanteneffekte, die für die Batterie genutzt werden, sollen zur schnelleren Energieaufnahme und einer effektiveren Verbindung zwischen Batteriespeicher und Energiequelle beitragen. Auch hier werden laut der Studie die Quantenverschränkungen ausgenutzt, die sich in einem nahezu störungsfreien Umfeld zeigen.

Einzigartiges Verhalten

Eine weitere Idee ist die Superabsorption, bei der die Energie eines Lichtstrahls im Grunde ohne Verzögerung aufgenommen wird. Das führt zu einer beinahe spontanen Aufladung der Quantenbatterie, die auch aus der Distanz möglich wird. Der Effekt konnte in einer der Schichten des Akkus gezeigt werden.

Der verantwortliche Autor James Quach beschreibt zudem, dass das Aufladen umso schneller verläuft, je größer die Batterie konstruiert ist. Er erwartet, dass die Technik eine bisher nicht erreichbare Effizienz und Ladegeschwindigkeit möglich machen wird.

Technisches Neuland in abgeschlossenem System

Auch wenn die Forschungsgruppe die grundlegende technische Machbarkeit der Quantenbatterie zeigen konnte, ist an eine praktische Anwendung nicht zu denken. Denn die Experimente fanden in einer abgeschlossenen Laborumgebung nahe dem absoluten Nullpunkt bei -270 °C statt. Jeder Störung des Systems lässt die Quantenverschränkung, ähnlich wie beim Quantencomputer, verloren gehen.

Entsprechend kurz zeigt sich deshalb auch die Speicherdauer. Die Diagramme, die den Verlauf der Speicherkapazität zeigen, liegen im Bereich von Femtosekunden. Dabei handelt es sich um den billiardstel Teil einer Sekunde. Diese Dauer zu verlängern, soll laut James Quach der nächste Schritt sein, den das Team angehen will.

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  • 19. März 2026 um 09:52
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