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Neu in .NET 10.0 [15]: Klasse Program und Main()-Methode in File-based Apps

Von Heise
Verkehrsschild mit Aufschrift .NET

(Bild: Pincasso / Shutterstock.com)

File-based Apps können wahlweise Top-Level Statements oder einen klassischen .NET-Einsprungpunkt besitzen.

Eine File-based App kann die in C# 9.0 (im Rahmen von .NET 5.0) eingeführten Top-Level Statements [1] verwenden. Das wird der Regelfall sein, bei dem die Ausführung der Datei bei der ersten Zeile beginnt:

Console.WriteLine(System.Runtime.InteropServices.RuntimeInformation.FrameworkDescription);
Console.WriteLine($"Kompilierungsmodus: {(System.Runtime.CompilerServices.RuntimeFeature.IsDynamicCodeSupported ? "JIT" : "AOT")}");
Start der File-based App mit Top-Level Statement (Abb. 1)
Start der File-based App mit Top-Level Statement (Abb. 1)

Start der File-based App mit Top-Level Statement (Abb. 1)

Neben der Verwendung von Top-Level Statements ist auch der klassische Stil mit class Program und Main()-Methode in den File-based Apps möglich:

class Program
{
    static void Main(string[] args)
    {
        Console.WriteLine(System.Runtime.InteropServices.RuntimeInformation.FrameworkDescription);
        Console.WriteLine($"Kompilierungsmodus: {(System.Runtime.CompilerServices.RuntimeFeature.IsDynamicCodeSupported ? "JIT" : "AOT")}");
    }
}
Die File-based App lässt sich auch mit der Main()-Methode in der Klasse Program starten (Abb. 2).
Die File-based App lässt sich auch mit der Main()-Methode in der Klasse Program starten (Abb. 2).

Die File-based App lässt sich auch mit der Main()-Methode in der Klasse Program starten (Abb. 2).


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11218724

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.dotnet-lexikon.de/TopLevel%20Statement/lex/12051
[2] mailto:rme@ix.de

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  • 20. März 2026 um 09:58

Integration in Codex: OpenAI übernimmt das Start-up Astral

Von Heise
Logo und Name von OpenAI auf einem Smartphone, im Hintergrund enorm vergrößtere rote Pixel

(Bild: Camilo Concha/Shutterstock.com)

OpenAI baut mit der Übernahme des Python-Tool-Entwicklers Astral das Engagement im Bereich Coding weiter aus und will seine Codex-Plattform weiterentwickeln.

Der ChatGPT-Hersteller OpenAI übernimmt Astral, ein Start-up, das etablierte Open-Source-Programme für Python entwickelt und integriert dessen Software in die Plattform Codex. Das gaben beide Unternehmen am Donnerstag bekannt. OpenAI baut damit sein Engagement in dem schnell wachsenden Markt für Coding- und Entwicklerdienstleistungen weiter aus.

Ziel von OpenAI ist es, Codex über das Programmieren hinaus zu einem umfassenderen Angebot an Entwicklerdienstleistungen auszubauen. Nach Angaben des Unternehmens verzeichnet das Codex-Ökosystem seit Jahresbeginn eine Verdreifachung der Nutzerzahlen mit aktuell über zwei Millionen wöchentlich aktiven Nutzern. „Unser Ziel mit Codex ist es, über reine Codegenerierung hinauszugehen und Systeme zu entwickeln, die den gesamten Entwicklungsprozess unterstützen – von der Planung von Änderungen über die Modifizierung von Codebasen und die Ausführung von Tools bis hin zur Ergebnisprüfung und der langfristigen Softwarewartung“, heißt es in einer Mitteilung von OpenAI [1].

Integration der Astral-Tools in Codex

Astral hat einige der meistgenutzten Open-Source-Python-Tools entwickelt, wie uv, Ruff und ty. Python ist eine der wichtigsten Sprachen in der modernen Softwareentwicklung. Durch die Integration der Entwicklertools in Codex will OpenAI KI-Agenten einen direkten Zugriff auf lokale Entwicklungsumgebungen ermöglichen. „Astral hat sich stets darauf konzentriert, Tools zu entwickeln, die die Arbeit von Entwicklern mit Python revolutionieren und ihnen helfen, bessere Software schneller zu entwickeln“, sagte der Gründer und CEO von Astral, Charlie Marsh. „Als Teil von Codex werden wir unsere Open-Source-Tools weiterentwickeln, um die Grenzen der Softwareentwicklung zu erweitern.“

Die von Astral entwickelten Python-Tools sollen dabei weiterhin Open Source bleiben. „Im Einklang mit unserer Philosophie und der Ankündigung von OpenAI wird OpenAI unsere Open-Source-Tools auch nach Abschluss der Übernahme weiterhin unterstützen. Wir werden weiterhin offen und gemeinsam mit unserer Community – und für das gesamte Python-Ökosystem – entwickeln, genau wie von Anfang an“, schreibt Marsh in einem Blogeintrag [2].

„Die Tools von Astral werden von Millionen von Python-Entwicklern genutzt. Indem wir ihr Know-how und ihr Ökosystem in OpenAI einbringen, beschleunigen wir unsere Vision, Codex zum optimalen Agenten für den gesamten Softwareentwicklungszyklus zu machen“, erklärte Thibault Sottiaux, Codex Lead bei OpenAI.

Der Astral-Deal, der noch unter dem Vorbehalt üblicher Abschlussbedingungen, einschließlich der behördlichen Genehmigung, steht, ist die jüngste in einer Reihe von Firmenübernahmen durch OpenAI. Anfang dieses Monats kündigte der ChatGPT-Entwickler die Übernahme der KI-Sicherheitsplattform Promptfoo [3] an, die Unternehmen dabei hilft, Schwachstellen in KI-Systemen während der Entwicklung zu identifizieren und zu beheben. Die Technologie von Promptfoo soll direkt in OpenAI Frontier, eine Plattform zum Entwickeln und Betreiben von KI-Mitarbeitern, integriert werden. Kurz zuvor hatte OpenAI zudem eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme des KI-Start-ups Neptune [4] getroffen, nachdem es Ende vergangenen Jahres bereits den Entwickler der Apple-Kurzbefehle-App, Software Applications Incorporated, gekauft [5] hat.


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https://www.heise.de/-11218568

Links in diesem Artikel:
[1] https://openai.com/index/openai-to-acquire-astral/
[2] https://astral.sh/blog/openai
[3] https://openai.com/de-DE/index/openai-to-acquire-promptfoo/
[4] https://openai.com/index/openai-to-acquire-neptune/
[5] https://www.heise.de/news/Tiefere-KI-Integration-fuer-macOS-Macher-von-Apples-Kurzbefehlen-gehen-zu-OpenAI-10846001.html
[6] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[7] mailto:akn@heise.de

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  • 19. März 2026 um 20:45

heise+ | 20 Jahre Twitter: Was vom globalen Dorfplatz übrig bleibt

Von Heise

(Bild: ovop58/Shutterstock.com)

Twitter war einmal der globale Treffpunkt für den Austausch im Netz und wirkt auch unter neuem Namen noch weit darüber hinaus. Eine Würdigung.

Am 21. März 2006 tippte Jack Dorsey um 21:50 Uhr Ortszeit in Kalifornien fünf Worte in einen Prototypen, der die öffentliche Kommunikation für immer verändern sollte: „just setting up my twttr" [1] [1]. Was als internes Experiment eines gescheiterten Podcasting-Startups begann, wuchs zur wichtigsten Echtzeitnachrichten-Plattform der Welt heran – und wurde dann von einem einzelnen Milliardär in ein politisches Instrument verwandelt.

Damit ging alles los: Der erste Tweet von Jack Dorsey.

Zwanzig Jahre nach dem ersten Tweet ist die Plattform, die heute X heißt, kaum wiederzuerkennen. Die Geschichte von Twitter ist die eines digitalen Marktplatzes, der Revolutionen befeuerte, den politischen Diskurs beschleunigte und globalisierte und am Ende von einem einzelnen Mann in etwas grundlegend anderes verwandelt wurde.

Vom Notfallprojekt zur Kommunikationsrevolution

Twitter entstand als Reaktion auf eine Krise. Das San Franciscoer Startup Odeo, 2005 von Noah Glass und Evan Williams gegründet, entwickelte Podcast-Software. Als Apple im Juni 2005 Podcasting direkt in iTunes integrierte, war Odeos Geschäftsmodell über Nacht obsolet. Williams forderte sein kleines Team auf, neue Ideen zu entwickeln.


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[1] https://x.com/jack/status/20

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  • 20. März 2026 um 12:00

Die Große Grüne Mauer hält, was sie verspricht

Von Uwe Kerkow
Blick von einem Hügel mit Pavillon auf eine ausgedehnte Wüstenlandschaft

Die Taklamakan bei Yangguan.

(Bild: Kasbah, shutterstock)

Chinas jahrzehntelanges Aufforstungsprogramm hat eine der größten Wüsten der Welt in einen CO2-Speicher verwandelt. Wie kann das sein?

Fast fünf Jahrzehnte lang hat China Bäume und Sträucher rund um die Taklamakan-Wüste gepflanzt. Jetzt zeigt eine neue Studie: Die Region nimmt mittlerweile mehr Kohlendioxid auf, als sie abgibt. Wissenschaftler aus den USA und China haben das mithilfe von Satellitendaten nachgewiesen und ihre Ergebnisse im Januar 2025 in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht [1].

Die Taklamakan-Wüste erstreckt sich über etwa 337.000 Quadratkilometer im Nordwesten Chinas – eine Fläche fast so groß wie Deutschland. Mehr als 95 Prozent der Wüste bestehen aus wandernden Sanddünen. Hohe Gebirge umgeben die Region und blockieren feuchte Luft, weshalb Wissenschaftler die Taklamakan als "hyperarides" Gebiet bezeichnen.

Megaprojekt wissenschaftlich bestätigt

Seit 1978 läuft in China das Wiederaufforstungsprogramm im Norden, das auch als "Große Grüne Mauer" bekannt geworden ist. Das Programm soll die Ausbreitung der zentralasiatischen Wüsten stoppen und Sandstürme reduzieren. Bis heute wurden mehr als 66 Milliarden Bäume in Nordchina gepflanzt. Im Jahr 2024 schloss China den grünen Gürtel um die Taklamakan [2] mit einer Länge von 3.050 Kilometern.

Nun analysierten Forscher aus den USA und China Satellitendaten der vergangenen 25 Jahre. Sie untersuchten Niederschläge, Vegetationsbedeckung, Photosynthese-Aktivität und CO₂-Konzentrationen. Zusätzlich nutzten sie den Carbon Tracker der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanbehörde NOAA, der weltweit CO₂-Quellen und -Senken modelliert.

Das Ergebnis: Die Vegetation am Rand der Wüste absorbiert [3] kontinuierlich mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre, als die Wüste insgesamt freisetzt. Besonders stark ist dieser Effekt während der Regenzeit von Juli bis September.

Wie funktioniert das?

Die Niederschläge während der Regenzeit sind mit durchschnittlich 16 Millimetern pro Monat zwar gering, aber 2,5-mal höher als in der Trockenzeit. Dieser Regen stärkt die Photosynthese der Pflanzen erheblich. Die CO₂-Konzentration über der Wüste sinkt dadurch von 416 Teile pro Million (ppm) in der Trockenzeit auf 413 ppm während der Regenzeit.

Eine Besonderheit der Taklamakan sind die umliegenden Berge, die Schmelzwasser liefern. Dieses wird über wassersparende Bewässerungssysteme zu den Pflanzen geleitet. Ohne diese natürliche Wasserquelle wäre das Projekt vermutlich nicht möglich.

Trotz des nachgewiesenen Erfolgs bleibt die globale Bedeutung des Projekts als Kohlenstoffsenke begrenzt. Selbst wenn die gesamte Taklamakan-Wüste mit Wald bedeckt wäre, würde dies nur etwa 60 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr binden. Zum Vergleich: Die weltweiten Emissionen liegen jedoch bei rund 40 Milliarden Tonnen jährlich.

Doch in einer Zeit, in der andere Wälder zu Kohlenstoff-Emittenten mutieren [4], ist der Beitrag hochwillkommen.

Aufforstung

Die Aufforstungsmethoden in China haben sich über die Jahrzehnte stark weiterentwickelt. Heute arbeiten Fachleute an der Begrünung, und ihr Ansatz ist mehrstufig: Zunächst werden Gräser, Büsche und Pionierbäume wie Espen in Schachbrettmustern gepflanzt, um die Dünenbildung zu bremsen. Dahinter wird Schotter ausgebracht, um den Sand weiter zu stabilisieren und die Bildung einer festen Bodenkrume zu fördern.

Erst in der dritten Stufe folgen größere Bäume, die als Windschutz gegen Sandstürme dienen sollen. Mittlerweile kommen auch neue Baumarten zum Einsatz, etwa bestimmte Kiefern aus der Mongolei, die schnell wachsen und gleichzeitig langlebig sind. Gepflanzt wurden unter anderem Wüstenpappeln, rote Weidenbäume und Saxaul-Bäume.

In Gebieten mit ausreichend Regen wird teilweise per Flugzeug ausgesät. Sandkontrollmaßnahmen werden durch Solarpaneele mit Energie versorgt.

Rückschläge

Der Weg war nicht ohne Probleme. Erosion, intensive Landwirtschaft, Umweltverschmutzung und Dürre verursachten immer wieder Rückschläge. Allein 2009 ging schätzungsweise ein Viertel der gepflanzten Setzlinge ein, nachdem Winterstürme im Jahr zuvor bereits zehn Prozent der Neupflanzungen vernichtet hatten.

Kritiker bemängeln zudem die geringe biologische Vielfalt der neu geschaffenen Wälder. Monokulturen sind anfällig für Schädlingsbefall. Baumarten, die nicht in China heimisch sind, bieten Wildtieren und Vögeln kaum Lebensraum und können bestehende Nahrungsketten verändern oder stören.

Trotz dieser Rückschläge hat sich die Waldbedeckung in der Region deutlich erhöht. 1977 waren nur 5,05 Prozent der Fläche bewaldet, 2018 waren es bereits 13,57 Prozent. Heute sind annähernd 23 Prozent der gesamten Landfläche Chinas von Wald bedeckt – 1949 waren es nur zehn Prozent.

Bäume schützen Infrastruktur

Die Begrünung schützt zudem wichtige Infrastruktur. 2022 nahm China eine 2.712 Kilometer lange Eisenbahnschleife in Betrieb, die verschiedene Städte rund um die Taklamakan verbindet. Die Strecke transportiert Mineralien sowie landwirtschaftliche Spezialitäten in den Rest des Landes.

Im Oktober 2024 kündigte die China Three Gorges Corporation zudem ein großes Energieprojekt in der Taklamakan an: Es soll 8,5 Gigawatt Solarenergie und vier Gigawatt Windenergie liefern. Der Bau soll innerhalb von vier Jahren abgeschlossen sein.

China gibt sich mit dem Erreichten nicht zufrieden. Bis 2050 sollen in dem Gebiet, das so groß ist wie Westeuropa, etwa 400.000 Quadratkilometer begrünt werden. Dann würde die Grüne Große Mauer über eine 4.500 Kilometer lange Strecke laufen und sowohl die Taklamakan als auch die Wüste Gobi umschließen.

Das langfristige Ziel Pekings ist es, die Waldbedeckung Chinas von derzeit 23 Prozent bis 2050 auf 25 Prozent zu erhöhen. Zum Vergleich: In Deutschland sind 32 Prozent der Landfläche bewaldet, in den Niederlanden elf Prozent.


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https://www.heise.de/-11211135

Links in diesem Artikel:
[1] https://web.gps.caltech.edu/~yly/yly_mac/ReprintsYLY/N457_noor-2026-taklamakan-afforestation-project.pdf
[2] https://www.telepolis.de/article/China-laesst-die-Wueste-bluehen-10192535.html
[3] https://www.sciencealert.com/this-hyperarid-desert-is-transforming-into-a-carbon-sink-heres-why
[4] https://www.mdr.de/wissen/umwelt-klima/amazonas-regenwald-cozwei-schleuder-statt-kompensation-100.html

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  • 19. März 2026 um 16:00

iOS 26.4 bringt bald Neuerungen: Apple geht die Problemstellen an

Von Heise
Apples iPhone 17 Pro

(Bild: heise medien / Sebastian Trepesch)

Von der unzuverlässigen iPhone-Tastatur über die konservative Familienfreigabe bis zu Liquid-Glass-Geblinke: Version 26.4 verspricht wichtige Fixes.

Version 26.4 von iOS, iPadOS und macOS Tahoe nähert sich der Fertigstellung: Apple hat in der Nacht auf Donnerstag einen ersten „Release Candidate“ für Entwickler zum Test freigegeben. Sollten keine großen Bugs mehr darin gefunden werden, könnte Apple das Update womöglich noch im März für alle unterstützten iPhones, iPads und Macs zum Download freigeben.

Neben acht neuen Emojis – darunter Big Foot und ein gequetschter Smiley – und kleineren Ergänzungen bei Erinnerungen und Apple Music gehen iOS 26.4 & Co auch Problemstellen an, die unter Nutzern teils seit Monaten für Beschwerden sorgen. Apple verspricht, dass das Update die Genauigkeit der Tastatur beim schnellen Tippen verbessern soll. Das war bislang ein Dauerfrustpunkt für viele iPhone-Nutzer, die ihr Gerät auf iOS 26 [1] aktualisiert hatten. Ersten Erfahrungsberichten zufolge geht schnelles Tippen mit der neuen Betriebssystemversion tatsächlich etwas fehlerfreier als bisher von der Hand.

Einige der neuen Emojis in iOS 26.4. Big Foot lässt schön grüßen.

Apple justiert weiter bei Liquid Glass nach

Neu ist auch eine Option, blinkende Elemente der Liquid-Glass-Bedienoberfläche zu reduzieren. Buttons und Texteingabefelder blitzen derzeit teils recht deutlich auf, wenn diese per Finger angewählt werden – zum Ärger mancher Nutzer. Apple hat bereits mehrere Anpassungsmöglichkeiten für das neue Interface-Design bereitgestellt, weitere dürften noch folgen. Die Bedienungshilfe, die Bewegung reduziert, kann laut Apple die teils sehr belebten Animationen von Liquid Glass in 26.4 besser verringern.

Bei Apples Familienfreigabe musste bislang das als Organisator eingetragene Familienoberhaupt für sämtliche Einkäufe anderer Familienmitglieder bezahlen. Einziger Workaround war, andere Accounts mit eigenem Guthaben auszustatten [2]. Demnächst können erwachsende Mitglieder einer Familienfreigabe erstmals ihre eigenen Kreditkartendaten hinterlegen und etwa In-App-Käufe und Abos abrechnen. Auch auf Beschwerden von Apple-Watch-Nutzern zur mit watchOS 26 neu gestalteten Training-App reagiert der Hersteller nun: Die Workout-Aufzeichnung startet ab Version 26.4 auch durch Antippen des Sportart-Icons.

EU-Funktionen kommen frühestens mit iOS 26.5

Wichtige, teils schon getestete Funktionen muss Apple allerdings erneut aufschieben – diese folgen somit frühestens mit iOS 26.5. Dazu gehört die bereits versprochene Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von RCS-Nachrichten sowie der Support für vollwertige iOS-Mitteilungen auf Smartwatches anderer Hersteller in der EU. Künftig können Kopfhörerhersteller außerdem in der EU den praktischen schnellen Gerätewechsel integrieren, den bisher nur AirPods (und Beats) beherrschen. In iOS 26.4 lässt sich das nur von den Entwicklern testen, für Endnutzer soll es später folgen. Beide Funktionen sind Teil von EU-Vorgaben zu mehr Interoperabilität [3]. Komplett fehlen in Version 26.4 außerdem die großen KI-Verbesserungen rund um Siri, die Apple vor zwei Jahren versprochen und beworben hatte, bislang aber nicht umsetzen konnte.


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https://www.heise.de/-11218340

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[1] https://www.heise.de/ratgeber/iOS-und-iPadOS-26-in-Action-23-Tipps-fuer-die-neuen-Apple-Systeme-10646549.html
[2] https://www.heise.de/ratgeber/Getrennte-Zahlung-bei-Apples-Familienfreigabe-4632737.html
[3] https://www.heise.de/news/EU-Endspurt-bei-Apple-iPhone-wird-ungewollt-offener-11118716.html
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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[6] mailto:lbe@heise.de

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  • 19. März 2026 um 17:12

Beispiellose Malware-Angriffe auf iPhones: Apple mahnt zum Update

Von Heise
Rückseite eines iPhones das auf der Verpackung liegt

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

Angreifer setzten komplexe Exploits ein, um iPhones bei Aufruf einer Webseite zu knacken. Apple-Patches liegen vor, Nutzer sollten sie dringend installieren.

iPhone-, iPad- und Mac-Nutzer sollten schnellstmöglich alle verfügbaren Updates einspielen. Die jüngsten Versionen von iOS 26 bis zurück zu iOS 15 schützen gegen Schwachstellen, die durch die zwei mächtigen Exploit-Kits DarkSword und Coruna offenbar für großflächige Angriffe gegen iPhone-Nutzer eingesetzt wurden, wie Apple mitteilte. Ob ein Update vorliegt, lässt sich auf dem Gerät in „Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate“ prüfen. Die Software auf dem neuesten Stand zu halten, bleibe der wichtigste Baustein, um das eigene Gerät zu schützen.

Nicht alle iOS-Versionen erhalten Patches

Genaue Versionsnummern mit sämtlichen verfügbaren Patches nannte der Hersteller nicht. Aktuell sind iOS, iPadOS und macOS 26.3.1, iOS 18.7.6 sowie iOS/iPadOS 16.7.15 und iOS/iPadOS 15.8.7. Für die alten iOS-/iPadOS-Versionen hatte Apple in der vergangenen Woche unter Verweis auf Coruna ein Notfall-Update veröffentlicht. Ob die Exploit-Kits auch gegen Macs eingesetzt wurden, bleibt unklar, Sicherheits-Updates [1] liefert Apple derzeit für macOS 26, macOS 15 und macOS 14.

Nutzer, die noch iOS 17 einsetzen, müssen demnach auf iOS 18 aktualisieren. iPhones, die noch mit iOS 13 oder iOS 14 laufen, sollten zur Beseitigung der Sicherheitslücken auf iOS 15 umsteigen, merkt der Hersteller an.

Mehrere Sicherheitsforscher haben in den vergangenen Tagen ausführliche Analysen zu DarkSword [2] und Coruna [3] veröffentlicht. Zum ersten Mal scheinen hochkomplexe Exploit-Kits im breiteren Stil gegen beliebige iPhone-Nutzer eingesetzt worden zu sein – auch aus finanzieller Motivation und nicht allein im Rahmen gezielter staatlicher Überwachung.

Malware über Webseiten eingeschleust

Der Aufruf einer manipulierten Webseite reichte demnach zur kompletten Kompromittierung des iPhones aus. Dabei konnten angeblich sensible Daten von den Geräten ausgelesen und an die Angreifer übertragen werden. Die Angriffe richteten sich unter anderem gegen Nutzer in der Ukraine, Türkei und Saudi-Arabien, die Exploits waren speziell auf bestimmte Versionen von iOS 17 und iOS 18 ausgelegt.


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https://www.heise.de/-11217842

Links in diesem Artikel:
[1] https://support.apple.com/de-de/100100
[2] https://www.heise.de/news/DarkSword-Zweite-maechtige-iPhone-Spyware-in-freier-Wildbahn-gesichtet-11216618.html
[3] https://www.heise.de/news/Coruna-Was-hinter-dem-neuen-Exploitkit-fuer-iPhones-steckt-11205616.html
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[5] https://www.heise.de/mac-and-i
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  • 19. März 2026 um 14:15

DSGVO: EuGH schiebt systematischen Auskunftsmissbräuchen Riegel vor

Von Heise
Eine Person hält ein mobiles Endgerät, über das ein Achtung-Zeichen retouchiert ist, in ihrer rechten Hand, während sie ihre linke Hand abweisend in die Kamera hält.

(Bild: Andrii Yalanskyi / Shutterstock.com)

Wer Auskunftsansprüche nur nutzt, um später künstlich Schadenersatzforderungen zu konstruieren, geht künftig leer aus. Das hat der EuGH jetzt entschieden.

Das Recht auf Auskunft über die eigenen personenbezogenen Daten gehört zu den schärfsten Schwertern der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO [1]). Doch wer dieses Instrument zweckentfremdet, um daraus ein Geschäftsmodell zu machen, stößt nun an juristische Grenzen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am Donnerstag in einem wegweisenden Urteil klargestellt, dass Auskunftsanträge eindeutig als rechtsmissbräuchlich eingestuft werden können. Voraussetzung ist, dass sie allein mit der Absicht gestellt werden, später Schadenersatzansprüche zu provozieren.

Mit der Entscheidung in der Rechtssache C-526/24 [2] stärkt das höchste europäische Gericht die Verteidigungsmöglichkeiten von Unternehmen gegen sogenannte Datenschutz-Trolle. Der Fall nahm seinen Ausgang vor dem Amtsgericht Arnsberg. Dort entwickelte sich eine Art Lehrstück über eine moderne juristische Grauzone.

Eine in Österreich wohnhafte Person hatte sich für den Newsletter des Optikerunternehmens Brillen Rottler angemeldet und dabei freiwillig ihre Daten in die Maske eingegeben. Nur 13 Tage später forderte sie das Unternehmen nach Artikel 15 DSGVO auf, umfassend Auskunft über die verarbeiteten Daten zu erteilen. Als das Unternehmen den Antrag mit Verweis auf einen mutmaßlichen Missbrauch ablehnte, klagte die Person auf eine Entschädigung von mindestens 1000 Euro für den angeblich entstandenen immateriellen Schaden.

Kläger war kein Unbekannter

Das Optikerunternehmen konnte vor Gericht darauf verweisen, dass der Antragsteller kein Unbekannter war. Medienberichte und Informationen von Rechtsanwälten legten nahe, dass die Person systematisch Newsletter abonniert, unmittelbar danach Auskunft verlangt und bei der kleinsten Verzögerung oder Ablehnung Klagewellen wegen Datenschutzverstößen initiiert. Das Amtsgericht Arnsberg rief daraufhin den EuGH an. Es wollte klären lassen, ob bereits ein erster Auskunftsantrag als „exzessiv“ im Sinne der DSGVO gelten kann und unter welchen Bedingungen ein Schadenersatzanspruch in solchen Konstellationen besteht.

Die Luxemburger Richter stellten nun fest, dass der einschlägige Schutz der DSGVO nicht schrankenlos gilt. Zwar dient das Auskunftsrecht dazu, dass sich Bürger der Datenverarbeitung bewusst werden und deren Rechtmäßigkeit überprüfen können [3]. Ziel ist es, gegebenenfalls Rechte auf Berichtigung oder Löschung wahrzunehmen. Wenn aber nachgewiesen werden kann, dass ein Antrag trotz formaler Korrektheit nur gestellt wurde, um künstlich die Voraussetzungen für eine Schadenersatzklage zu schaffen, liegt ein Rechtsmissbrauch vor.

Ein solcher Nachweis kann laut EuGH etwa durch das bisherige Verhalten der Person und öffentlich zugängliche Informationen über ähnliche Forderungen gegenüber anderen Unternehmen geführt werden.

Wann wird Schadenersatz fällig?

Relevant für die Praxis ist die Klarstellung des EuGH zu den Voraussetzungen für Schadenersatz [4]. Ein bloßer Verstoß gegen die DSGVO reicht demnach nicht automatisch für eine Geldentschädigung aus. Der Kläger muss vielmehr nachweisen, dass ihm tatsächlich ein konkreter materieller oder immaterieller Schaden entstanden ist.

Zwar umfasst ein immaterieller Schaden grundsätzlich auch den Kontrollverlust über die eigenen Daten. Doch setzt der EuGH hier jetzt eine entscheidende Hürde: Wer durch sein eigenes Verhalten die entscheidende Ursache für den Schaden gesetzt hat – etwa indem er die Datenverarbeitung nur provoziert, um sie später zu „verklagen“ – kann keinen Ersatz verlangen.

Firmen verspricht dieses Urteil eine Erleichterung. Sie können bei exzessiven Anträgen unter Berufung auf Artikel 12 Absatz 5 DSGVO entweder die Auskunft verweigern oder ein angemessenes Entgelt für den Verwaltungsaufwand verlangen. Trotzdem bleibt die Beweislast beim Verantwortlichen.

Das Amtsgericht Arnsberg muss nun im konkreten Einzelfall prüfen, ob das Verhalten des Klägers die Schwelle zum Missbrauch überschritten hat, wobei Faktoren wie die kurze Zeitspanne zwischen Anmeldung und Antrag sowie die Freiwilligkeit der Datenpreisgabe eine zentrale Rolle spielen.


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https://www.heise.de/-11217908

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/thema/DSGVO
[2] https://infocuria.curia.europa.eu/tabs/tout?searchTerm=C-526%2F24&lang=de&sort=ALL_DATES-DESC
[3] https://www.heise.de/news/DSGVO-Auskunftsrecht-von-Buergern-wird-oft-nur-mangelhaft-befolgt-10251146.html
[4] https://www.heise.de/news/EuGH-Urteil-Breiter-Schadenersatzanspruch-ist-im-Sinne-der-DSGVO-8987526.html
[5] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner

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  • 19. März 2026 um 14:46

Beispiellose Malware-Angriffe auf iPhones: Apple mahnt zum Update

Von Heise
Rückseite eines iPhones das auf der Verpackung liegt

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

Angreifer setzten komplexe Exploits ein, um iPhones bei Aufruf einer Webseite zu knacken. Apple-Patches liegen vor, Nutzer sollten sie dringend installieren.

iPhone-, iPad- und Mac-Nutzer sollten schnellstmöglich alle verfügbaren Updates einspielen. Die jüngsten Versionen von iOS 26 bis zurück zu iOS 15 schützen gegen Schwachstellen, die durch die zwei mächtigen Exploit-Kits DarkSword und Coruna offenbar für großflächige Angriffe gegen iPhone-Nutzer eingesetzt wurden, wie Apple mitteilte. Ob ein Update vorliegt, lässt sich auf dem Gerät in „Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate“ prüfen. Die Software auf dem neuesten Stand zu halten, bleibe der wichtigste Baustein, um das eigene Gerät zu schützen.

Nicht alle iOS-Versionen erhalten Patches

Genaue Versionsnummern mit sämtlichen verfügbaren Patches nannte der Hersteller nicht. Aktuell sind iOS, iPadOS und macOS 26.3.1, iOS 18.7.6 sowie iOS/iPadOS 16.7.15 und iOS/iPadOS 15.8.7. Für die alten iOS-/iPadOS-Versionen hatte Apple in der vergangenen Woche unter Verweis auf Coruna ein Notfall-Update veröffentlicht. Ob die Exploit-Kits auch gegen Macs eingesetzt wurden, bleibt unklar, Sicherheits-Updates [1] liefert Apple derzeit für macOS 26, macOS 15 und macOS 14.

Nutzer, die noch iOS 17 einsetzen, müssen demnach auf iOS 18 aktualisieren. iPhones, die noch mit iOS 13 oder iOS 14 laufen, sollten zur Beseitigung der Sicherheitslücken auf iOS 15 umsteigen, merkt der Hersteller an.

Mehrere Sicherheitsforscher haben in den vergangenen Tagen ausführliche Analysen zu DarkSword [2] und Coruna [3] veröffentlicht. Zum ersten Mal scheinen hochkomplexe Exploit-Kits im breiteren Stil gegen beliebige iPhone-Nutzer eingesetzt worden zu sein – auch aus finanzieller Motivation und nicht allein im Rahmen gezielter staatlicher Überwachung.

Malware über Webseiten eingeschleust

Der Aufruf einer manipulierten Webseite reichte demnach zur kompletten Kompromittierung des iPhones aus. Dabei konnten angeblich sensible Daten von den Geräten ausgelesen und an die Angreifer übertragen werden. Die Angriffe richteten sich unter anderem gegen Nutzer in der Ukraine, Türkei und Saudi-Arabien, die Exploits waren speziell auf bestimmte Versionen von iOS 17 und iOS 18 ausgelegt.


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[1] https://support.apple.com/de-de/100100
[2] https://www.heise.de/news/DarkSword-Zweite-maechtige-iPhone-Spyware-in-freier-Wildbahn-gesichtet-11216618.html
[3] https://www.heise.de/news/Coruna-Was-hinter-dem-neuen-Exploitkit-fuer-iPhones-steckt-11205616.html
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[5] https://www.heise.de/mac-and-i
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  • 19. März 2026 um 14:15

Webmailer Roundcube: Kritische Lücken erlauben Dateimanipulation und mehr

Von Heise
Brief

(Bild: Pavel Ignatov / Shutterstock.com)

Angreifer hätten beliebige Dateien auf den Webserver schreiben, Skriptcode einschleusen und Inhaltsfilter umgehen können.

Im Webmail-System Roundcube klafften mehrere, teils kritische Sicherheitslücken. Das Entwicklerteam hat sie behoben und nun den fünften und „hoffentlich letzten“ Kandidaten für die Version 1.7 veröffentlicht. Auch ältere Versionen erhalten Flicken für die Lücken.

Die vermutlich gefährlichste Sicherheitslücke klafft in der Sessionverwaltung mittels Redis/memcache – sie erlaubt Angreifern ohne vorherige Anmeldung, beliebige Dateien auf den Webserver zu schreiben. Ebenfalls unangenehm: Eine weitere Sicherheitslücke erlaubte in manchen Fällen, das Passwort eines Roundcube-Nutzers zu ändern, ohne dessen altes Passwort zu kennen. CVE-Kennungen gibt es bis jetzt für keine der Sicherheitslücken.

Des Weiteren behoben die Roundcube-Entwickler verschiedene Wege, die Inhaltsfilter, speziell die Blockierung von Bildern in der E-Mail-Anzeige, zu umgehen. Auch eine IMAP-Injection, Cross-Site Scripting und SSRF fanden und meldeten unabhängige Sicherheitsforscher.

Updates sind erschienen

Fehlerbereinigte Ausgaben für die drei aktuell gepflegten Roundcube-Versionen sind erschienen:

  • Roundcube 1.7rc5,
  • Roundcube 1.6.14 und
  • Roundcube 1.5.14

Downloadlinks und einige knappe Informationen zu den einzelnen Sicherheitslücken finden sich auf der Versionsankündigung bei Github [1]. Die Entwickler des Webmailers empfehlen dringend allen Admins, ihre Webmailer auf den neuesten Stand zu bringen. Exploits für Roundcube-Sicherheitslücken [2] hatten erst Ende Februar für eine Warnung der US-Cybersicherheitsbehörde CISA gesorgt.


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https://www.heise.de/-11217824

Links in diesem Artikel:
[1] https://roundcube.net/news/2026/03/18/security-updates-1.7-rc5-1.6.14-1.5.14
[2] https://www.heise.de/news/Roundcube-Webmail-Angriffe-auf-Sicherheitsluecken-laufen-11185535.html
[3] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[4] mailto:cku@heise.de

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  • 19. März 2026 um 14:07

Richtig skalieren: Vom Monitoring Stack zur Observability-Plattform

Von Heise
Systemadmin vor Überwachungsmonitoren

(Bild: Gorodenkoff / Shutterstock.com)

Wie der Weg vom simplen Monitoring zur skalierbaren Observability-Plattform gelingt, zeigt Dominik Schmidle in seinem Talk auf der Mastering Observability 2025.

Monitoring gilt im modernen Software Engineering längst als Selbstverständlichkeit – oder, wie es im Englischen heißt, als Commodity: eine standardisierte Leistung, die man am besten günstig von spezialisierten Anbietern einkauft. Doch wie Dominik Schmidle in seinem Talk während der Online-Konferenz Mastering Observability 2025 anmerkt, können kommerzielle Monitoring-Services ab einer gewissen Systemgröße sehr schnell sehr teuer werden. Daher drängt sich unweigerlich die Frage „Selber bauen oder einkaufen?“ auf, wenn klassische Monitoring Stacks bei wachsender Systemkomplexität an ihre Grenzen stoßen.

Individuelle Teamaufgabe oder übergreifendes Produkt?

Mit steigender Komplexität der zu verwaltenden Systeme wächst auch der Aufwand für deren Überwachung – bis hin zu einer grundlegenden organisatorischen Entscheidung: Bleibt Monitoring lediglich eine Komponente innerhalb der einzelnen verantwortlichen Teams, oder wird es zu einem eigenständigen, teamübergreifenden Produkt? Genau dieser Frage geht Schmidle in seinem Talk „Think Big: Monitoring Stack war gestern – Observability Platform at scale! [2]“ anhand eines konkreten Praxisbeispiels nach: einer B2B-Plattform für Kubernetes Cluster Fleet Management.

Der Vortrag zeichnet die Monitoring-Geschichte dieser Plattform nach, die intern beim IT-Dienstleister Giant Swarm entstanden ist – einem Anbieter eines kuratierten Platform Engineering Stack. Dominik Schmidle teilt dazu nicht nur die im Prozess gesammelten Erfahrungen, sondern erläutert auch im Detail, wie sich mit fokussiertem Produkt-Denken und geeigneten Plattform-Mustern in der Praxis schließlich Mehrwert schaffen lässt, der bis hin zum Endkunden wirkt.

Über den Speaker

Dominik Schmiedle
Dominik Schmiedle

Dominik Schmidle ist Technischer Produktmanager bei Giant Swarm. Er startete seine Karriere vor über sieben Jahren als Full-Stack-Software-Engineer, fand seine Leidenschaft in DevOps und Produktmanagement und spezialisierte sich mit dem Wechsel zum Produktmanager auf Cloud-Technologie. Sein erklärtes Ziel: das Leben von Entwicklern durch intuitive Entwickler-Plattformen zu vereinfachen. Schmidle engagiert sich darüber hinaus aktiv in der Cloud-Community.


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[1] https://www.mastering-obs.de/?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_clc_observ.empfehlung-ho.link.link&LPID=34258
[2] https://www.mastering-obs.de/2025/veranstaltung-83481-se-0-think-big-monitoring-stack-war-gestern--observability-platform-at-scale.html
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 19. März 2026 um 12:13

Fake-Entwickler aus Pjöngjang: Wie Nordkorea westliche Unternehmen unterwandert

Von Heise
Flagge Nordkoreas

(Bild: Jiri Flogel/Shutterstock.com)

Gefälschte Profile und KI-Gesichter: Nordkorea schleust laut US-Behörden IT-Arbeiter in westliche Firmen ein, um deren Gehälter für sein Atomprogramm zu nutzen.

Gefälschte Profile auf Job-Plattformen, KI-generierte Gesichter im Vorstellungsgespräch [1], gestohlene Identitäten im Lebenslauf: Nordkorea schleust laut US-Behörden systematisch IT-Arbeiter in westliche Unternehmen ein – und kassiert deren Gehälter für sein Atomwaffenprogramm. Die Aktivitäten sind Teil einer globalen Strategie im Bereich Cybercrime [2]. Die USA haben im Zuge einer laufenden Kampagne Sanktionen gegen sechs Personen und zwei Organisationen verhängt, die das globale Netzwerk am Laufen halten. Auch Europa ist kein sicherer Hafen: Ein Mittelsmann operierte aus Spanien. Auch in anderen Teilen des Kontinents beobachtet die Google Threat Intelligence Group mehr Bewerbungen von nordkoreanischen IT-Fachkräften bei Firmen in Europa [3].

Bei der Suche nach geeigneten IT-Fachkräften haben einige US-Unternehmen in den vergangenen Jahren offenbar auf jede Form von Präsenz verzichtet – selbst beim Vorstellungsgespräch. Das FBI riet deshalb bereits im Januar 2025 dazu, dass Firmen zumindest den Einstellungsprozess möglichst von Angesicht zu Angesicht vornehmen sollten. Zum Teil sind die Firmen offenbar auch auf dubiose Personalvermittler hereingefallen.

Nicht nur Fake-Arbeit, sondern auch Erpressung

Wäre es nur das Abkassieren von Löhnen gegen eine Arbeitsleistung, könnten vermutlich einige Firmen sogar damit leben, wenn das Geld nicht in Waffenprogramme fließen würde. Doch die US-Behörden warnen, dass solche IT-Agenten in Einzelfällen auch dazu übergehen, die Unternehmen zu erpressen. Dazu schleusten sie Malware in Firmennetzwerke ein und stahlen sensible Daten. Laut FBI wurden Quelltexte gestohlen und erst gegen Geld freigegeben. Ganze Code-Repositories, etwa auf GitHub, seien auf eigene Accounts und private Cloud-Speicher übertragen worden.

Das US-Finanzministerium beziffert den von Nordkoreanern erwirtschafteten Betrag [4] allein für das Jahr 2024 auf 800 Millionen US-Dollar. Diese Summe ist jedoch nur ein Teil der Einnahmen: In einem Rekordjahr soll Nordkorea zudem zwei Milliarden US-Dollar Kryptogeld gestohlen [5] haben. Bei den jetzt sanktionierten Personen handelt es sich unter anderem um den CEO einer Briefkastenfirma in Vietnam, die 2,5 Millionen US-Dollar für Nordkoreaner in Kryptowährung umtauschte. Der spanische Akteur vermittelte Freelance-IT-Verträge, andere koordinierten die Auslandsentsendung von IT-Arbeitern oder betrieben Geldwäsche. In den USA wurde erst kürzlich eine Helferin wegen des Einschleusens falscher IT-Fachkräfte aus Nordkorea [6] zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.

Was das FBI Firmen rät

Das FBI rät Unternehmen dazu [7], bei der Vergabe von Zugriffsrechten restriktiv vorzugehen und den Netzwerktraffic sowie Remote-Verbindungen zu überwachen. Wie wichtig eine genaue Analyse ist, zeigte sich bei Amazon, wo eine minimale Tastatur-Verzögerung einen nordkoreanischen IT-Maulwurf [8] entlarvte. Auch sollten externe Personalvermittler dahingehend überprüft werden, wie sie Neueinstellungen vornehmen.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tp/article/Deepfake-Betrug-Warum-Sie-Ihrem-Chef-nicht-mehr-trauen-koennen-11187530.html
[2] https://www.heise.de/thema/Cybercrime
[3] https://www.heise.de/news/Vermeintliche-IT-Fachkraefte-aus-Nordkorea-Mehr-Bewerbungen-bei-Firmen-in-Europa-10337399.html
[4] https://home.treasury.gov/news/press-releases/sb0416
[5] https://www.heise.de/news/Rekordjahr-Nordkorea-soll-zwei-Milliarden-US-Dollar-Kryptogeld-gestohlen-haben-10748416.html
[6] https://www.heise.de/news/Falsche-IT-Fachkraefte-aus-Nordkorea-eingeschleust-Haft-fuer-US-Amerikanerin-10500790.html
[7] https://www.ic3.gov/PSA/2025/PSA250123
[8] https://www.heise.de/news/Sekundenbruchteile-verraten-Nordkoreaner-11120504.html
[9] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[10] mailto:mki@heise.de

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  • 19. März 2026 um 12:00

Transform 2026: Was tun gegen den Transformation Overload?

Von Heise
Redner bei der Konferenz Transform 2026

(Bild: Dennis Reimann / Bitkom)

Auf der Konferenz ging es um die rasanten Veränderungen durch KI - und die Schwierigkeiten von Unternehmen, mit der Entwicklung Schritt zu halten.

Etliche Unternehmen haben bereits KI-Pilotprojekte gestartet oder setzen KI schon auf breiter Basis ein. Allerdings bleiben Rollenmodelle, Verantwortungsstrukturen und Talentarchitekturen häufig unverändert. Eine aktuelle Studie [1] der Unternehmensberatung Deloitte zeigt, dass der Engpass der KI-Transformation nicht mehr in der Technologie selbst liegt, sondern im Organisationsdesign, in der Governance-Reife und in der Neudefinition von Arbeit.

Nina Moeller, Geschäftsführerin, Materna TMT, beschreibt es schon im Titel ihres Talks [2] auf der Transform [3]. Es herrscht vielerorts „Transformation Overload“. Transformation ist nicht mehr nur ein zeitlich und organisatorisch begrenztes Projekt, sondern der Dauerzustand quer durchs Unternehmen, in dem etliche Transformations- und Veränderungsinitiativen parallel laufen.

Die Folge ist Transformation Overload: Orientierungslosigkeit, Überforderung und sinkende Wirksamkeit, weil Change-Projekte um Zeit, Aufmerksamkeit und Ressourcen konkurrieren. Ihrer Ansicht nach gilt es zukünftig nicht mehr um die erfolgreiche Steuerung einzelner Change-Projekte. Unternehmen müssten vielmehr Change als dauerhaften Zustand orchestrieren.

Josephine Hofmann, stellvertretende Leiterin des Forschungsbereiches Arbeitsgestaltung und Unternehmensorganisation beim Fraunhofer IAO, ging in ihrem Talk darauf ein, was der vermehrte Einsatz von KI mit Mitarbeitern macht, insbesondere mit Führungskräften.

KI verunsichert Mitarbeiter

So führe Kollege KI-Agent zu einer allgemeinen Verunsicherung. Mitarbeiter fragten sich, was sie und ihre Arbeit noch wert seien, wenn die KI ihre Tätigkeiten oft schneller und rund um die Uhr erledige. Wenn KI Tätigkeiten von Menschen übernehme, bestehe auch die Gefahr von De-Skilling: Wenn der Mitarbeiter aus Fleisch und Blut Tätigkeiten nicht mehr regelmäßig ausführt, kann er Fertigkeiten verlernen. Last not least könne KI im Team auch zu einem veränderten Sozialverhalten unter Mitarbeitern führen, wie aktuelle Studien zeigen.

Um diese und weitere Veränderungen zu bewältigen, schlägt Hofmann ein ganzes Bündel an Maßnahmen vor. Dazu zählen zum Beispiel ein gemeinsamer Wissenspool sowie eine gemeinschaftlich gepflegte Promptbibliothek – viel in Eigeninitiative im Team aufbereitetes und bereitgestelltes Know-how.

Was die Fortbildung von Mitarbeitern zu Digitalthemen „von oben“ betrifft, herrscht nach einer Umfrage [4] von Bitkom Research noch viel Verbesserungspotenzial. So bieten die meisten Unternehmen für ausgewählte Mitarbeiter Weiterbildungen zu Digitalthemen an – aber nur 14 Prozent schulen alle oder fast alle Beschäftigten.

Zwei Drittel der befragten Unternehmen schulen immerhin vereinzelt in der Belegschaft. 40 Prozent der Unternehmen geben an, dass die Beschäftigten keine Lust auf Weiterbildungen zu Digitalthemen haben, ebenso vielen fehle die Zeit, Beschäftigte weiterzubilden, und 28 Prozent sagen, es mangele dafür an Geld.


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https://www.heise.de/-11218430

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.deloitte.com/content/dam/assets-zone3/us/en/docs/services/consulting/2026/state-of-ai-2026.pdf
[2] https://transform.show/program/transform-2026/keynote-32
[3] https://transform.show/
[4] https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Weiterbildung-zu-Digitalthemen
[5] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[6] mailto:jo@ct.de

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  • 19. März 2026 um 18:35

Autonomes Fahren: US-Behörde untersucht Kameraausfälle bei Teslas FSD

Von Friedhelm Greis
Teslas autonomes Fahren hat ein fundamentales Problem. Das System erkennt nicht zuverlässig, wenn die Kameras keine brauchbaren Bilder liefern.
Kameras können die Umgebung bei tiefstehender Sonne nicht gut erkennen. (Bild: Pixabay)
Kameras können die Umgebung bei tiefstehender Sonne nicht gut erkennen. Bild: Pixabay

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA verschärft ihre Untersuchung zu Teslas System für autonomes Fahren. "Im Zentrum dieser Untersuchung steht die Fähigkeit des Systems, bei eingeschränkter Sicht eine Beeinträchtigung zu erkennen und den Fahrer rechtzeitig zu warnen" , heißt es in einem Schreiben der Behörde (PDF). Tesla bezeichnet das System aktuell als Autonomes Fahren (Überwacht) (engl: Full Self-Driving (Supervised)/FSD). Betroffen sind rund 3,2 Millionen Fahrzeuge.

Anlass der Untersuchung ist unter anderem ein tödlicher Unfall vom 28. November 2023. Dem Dokument zufolge verfügen die Tesla-Fahrzeuge zwar über ein System, um Sichtbehinderungen wie Blendung oder andere optischen Beeinträchtigungen wie Staub zu erkennen. Doch die verfügbaren Unfalldaten gäben Anlass zur Sorge, dass dieses System solche Einschränkungen nicht ausreichend erkenne und den Fahrer nicht ausreichend warne. Das gelte sowohl für die ursprüngliche Softwareversion als auch für ein nachträgliches Update.

Musk setzt auf Vision Only

Tesla-Chef Elon Musk entschied im April 2021 , bei der Umgebungserkennung künftig auf Radarsensoren zu verzichten und nur noch Kameras zu nutzen. Zudem erteilte er wiederholt der Nutzung von Laserscannern eine Absage . Andere Hersteller beharren jedoch darauf, dass mehrere Sensorsysteme erforderlich sind, um die Schwächen von Kameras auszugleichen.

Zu solchen Schwächen gehören unter anderem Probleme bei schlechten Sichtverhältnissen oder eine Blendung durch die tief stehende Sonne. Die bisherige Unfallanalyse durch das Amt für Mängeluntersuchungen (ODI) ergab demnach, dass das System typische Straßenverhältnisse, die die Sicht der Kamera beeinträchtigten, nicht erkannte und/oder bis kurz vor dem Unfall keine entsprechende Warnung herausgab.

Weiter heißt es: "Die Überprüfung der Stellungnahmen von Tesla ergab weitere Unfälle in ähnlichen Umgebungen, bei denen das System entweder keinen beeinträchtigten Zustand erkannte und/oder den Fahrer nicht rechtzeitig warnte, so dass dieser nicht reagieren konnte. Bei all diesen Unfällen verlor FSD zudem den Fahrweg eines vorausfahrenden Fahrzeugs oder erkannte es erst gar nicht."

Rückruf könnte folgen

Das ODI eröffnete daher als zweite Stufe der Untersuchung eine Technische Analyse (Engineering Analysis (EA)). Nach Einschätzung des Portals Electrek.co dauert eine solche Analyse etwa 18 Monate. Anschließend könnte die NHTSA einen Rückruf anordnen. Um einen Austausch oder eine Ergänzung der Hardware zu vermeiden, müsste Tesla wohl nachweisen, dass die Software jederzeit in der Lage ist, solche Beeinträchtigungen zu erkennen. Die ursprüngliche Untersuchung war im Oktober 2024 gestartet worden .

Parallel dazu untersucht die NHTSA seit Oktober 2025 andere Vorfälle mit dem FSD-System . Dabei geht es um Fälle, bei denen rote Ampeln übersehen wurden, in den Gegenverkehr gelenkt oder Bahnschranken nicht erkannt wurden.

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  • 19. März 2026 um 19:12

Erstes Mal in CS-Geschichte: Valve ändert maßgeblich das Nachladen in Counter-Strike 2

Von Oliver Nickel
Künftig werden halbvolle Magazine weggeworfen, wenn nachgeladen wird. Das wird in Counter-Strike-Matches für Munitionsknappheit sorgen.
CS2-Spieler müssen künftig mehr auf ihre Munition achten. (Bild: Valve)
CS2-Spieler müssen künftig mehr auf ihre Munition achten. Bild: Valve

Seit den frühen Zeiten in Counter-Strike hat sich das Nachladen von Waffen mit halbvollen Magazinen nicht negativ ausgewirkt. Die noch verfügbaren Patronen wurden einfach in den Munitionsvorrat zurückgelegt. Valve hat nun ein komplettes Rework dieser Mechanik mit einem neuen Update in Counter-Strike 2 eingeführt.

Die meisten Waffen im Spiel werden künftig ihre verbliebenen Patronen im Magazin fallen lassen. Spieler bekommen also nur eine begrenzte Zahl von Nachladeaktionen zur Verfügung. So werden sich das AK-47 der Terroristen-Seite und das M4A1-S der CT-Seite pro Runde maximal dreimal nachladen lassen. Ein M4A4 bekommt maximal vier Zusatzmagazine. Schrotflinten wie die XM1014 und die Nova werden weiterhin mit einzelnen Patronen geladen.

Sternstunde für M249

"Wir finden, dass die Entscheidung zum Nachladen weitreichendere Folgen haben sollte. Deshalb wurde das Nachladen im heutigen Update überarbeitet. Beim Nachladen wird nun das leere Magazin fallen gelassen und die restliche Munition verworfen" , schreibt Valve im Blog-Post zum neuen Update. Der Reddit-User Glittering_Map_2223 hat zudem eine Tabelle erstellt, in der alle Waffen mit ihren neuen Munitionskapazitäten und Reservemagazinen angezeigt werden.

Einige Waffen werden dabei mit merklich weniger Patronen ausgestattet. Das gilt für Pistolen wie die Glock-18 und Desert Eagle. Andere Waffen erhalten mehr Munition. Das trifft für die Famas, das Galil AR und die CZ75-Auto zu. Generell gilt aber: Beim Drücken der Nachladetaste werden alle verbliebenen Patronen gelöscht.

Deshalb dürfte während der Spielrunde Munition schnell knapp werden. Auch ist das ein Argument für Schrotflinten mit Röhrenmagazinen und Maschinengewehre wie das M249, welches 100 Schuss im Magazin hält.

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  • 19. März 2026 um 17:10

Anzeige: Amazon mit Oster-Deal? USB-Ladekabel nur 1,58 Euro

Von Claus Ludewig
Amazon hat offenbar die Frühlingsangebote verlängert. Denn das beliebte USB-C-Ladekabel-Set gibt's vor Ostern wieder zum Stückpreis von nur 1,58 Euro.
Den 4er-Pack Lisen-USB-C-Ladekabel gibt es wieder zum Bestpreis bei Amazon. (Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon) amazon Affiliate

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Den 4er-Pack Lisen-USB-C-Ladekabel gibt es wieder zum Bestpreis bei Amazon. Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon

Mit dem Modell 2E152 hat der chinesische Hersteller Lisen ein vielseitiges USB-C-Kabelset auf den Markt gebracht. Der Lieferumfang umfasst gleich vier USB-C-auf-USB-C-Kabel: zwei Varianten mit jeweils 1 Meter Länge sowie je ein Kabel mit 0,5 Metern und 2 Metern. In den vergangenen Monaten war dieser 4er-Pack immer wieder ganz oben bei den Amazon-Bestsellern. Nun gibt es kurz vor Ostern eine Neuauflage eines Bestpreis-Angebots.

USB Power Delivery und Quick Charge bis 60 Watt

Technisch unterstützt das Lisen-2E152-Set USB Power Delivery 3.0 mit einer Ladeleistung von bis zu 60 Watt. Zusätzlich wird Qualcomm Quick Charge 4.0 unterstützt. Damit lassen sich viele aktuelle Smartphones, Tablets und andere USB-C-Geräte schnell aufladen.

In Kombination mit einem passenden Schnellladenetzteil sind deutlich verkürzte Ladezeiten möglich. Ein Beispiel: Ein aktuelles High-End-Smartphone wie das Samsung Galaxy S26 Ultra erreicht laut Herstellerangaben in etwa 30 Minuten rund 75 Prozent Akkuladung.

Datenübertragung nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit

Neben der Ladefunktion ermöglichen die Kabel auch Datenübertragungen. Allerdings bleibt es bei USB-2.0-Tempo. Für alltägliche Aufgaben wie Back-ups oder kleinere Dateiübertragungen reicht das aus.

Wer jedoch große Datenmengen schnell übertragen möchte, muss auf Kabel mit USB-3.x-Unterstützung ausweichen.

Nylon-Ummantelung soll für mehr Haltbarkeit sorgen

Beim Material setzt Lisen auf ein geflochtenes Nylon-Design. Dieses soll die Kabel widerstandsfähiger gegen Abnutzung und Zugbelastung machen. Ergänzend dazu verbaut der Hersteller verstärkte Stecker, die häufiges Ein- und Ausstecken besser verkraften sollen.

Nach Herstellerangaben kommt zudem ein UV-verklebteter Kupferkern zum Einsatz, um die Langlebigkeit der Lötstellen zu erhöhen.

4 USB-Kabel für nur 6,30 Euro

Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung verkauft Amazon das USB-C-Kabel-Set Lisen 2E152

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für nur 6,30 Euro. Da im Paket gleich vier Kabel enthalten sind, bedeutet dies einen Stückpreis von nur 1,58 Euro. Laut der Keepa-Preishistorie gab es dieses USB-Schnelllade-Set noch nie günstiger zu kaufen. Zuletzt konnte man diesen Bestpreis bei den Amazon-Frühlingsangeboten erzielen, ehe danach der Preis anstieg. Nun legt der Versandhändler diese Offerte erneut auf, doch gilt sie nur bis zum 31. März – falls der Vorrat so lange reicht.

Lisen 2E152 60W USB C Kabel, [4er Pack, 0,5M 1M 1M 2M] USB-C-auf-USB-C-Kabel-Set

Bis 31.03. zum Bestpreis

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Mögliche Alternative

Wie gut das Angebot pro USB-C-Kabel ist, zeigt sich, wenn man beispielsweise das ebenfalls 5.000-mal allein im vergangenen Monat verkaufte Kabel von Iniu ansieht. Das Iniu DI-D5CC

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verkraftet USB-PD-3.0 mit 100 Watt, mehr Leistung, doch es ist deutlich teurer. Im befristeten Angebot kostet es 6,43 Euro. Dafür erhält man ein 2 Meter langes Ladekabel.

Preis, Daten und Fakten zum Lisen-2E152-USB-Ladekabel:

  • Beim Lisen 2E151 befinden sich gleich vier USB-C-Kabel im Karton.
  • Alle USB-Kabel sind dabei von Nylon ummantelt, wobei 48 Stränge aus recyceltem Baumwollgarn genutzt werden. Zudem ist der Kupferkern extra mit UV-verklebt.
  • Die Kabel unterstützen Ladeleistungen bis 60 Watt über Power Delivery 3.0 sowie Quick Charge 3.0/4.0.
  • Bei Amazon gibt es den 4er-Pack-USB-Schnellladekabel Lisen 2E152 für nur 6,30 Euro. Damit bringt der Versandhändler den gleichen Deal wie bei den Frühlingsangeboten nun wieder zurück. Doch laut Amazon soll dieses Angebot nur bis zum 31. März gelten.

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  • 19. März 2026 um 17:01

Störungsmeldung vom 19.03.2026 15:15

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider T-Online

Details

Beginn
19.03.2026 15:15
Region
Lauenau (05043)
Provider
T-Online
Zugangsart
FTTH

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  • 19. März 2026 um 15:15

Störungsmeldung vom 19.03.2026 15:15

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
19.03.2026 15:15
Region
Trippstadt (06306)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 19. März 2026 um 15:15

Entspannung oder volle Eskalation: Der Irankrieg am Scheideweg

Von Luca Schäfer
Rauch über einer Stadt

Archivbild: Rauch über Beirut nach einem israelischen Luftangriff

(Bild: Ali Chehade Farhat/Shutterstock.com)

Der Irankrieg steht am Scheideweg. Schläge gegen iranische Funktionäre und hochrangige Rücktritte in den USA. Droht nun die gefürchtete Bodeninvasion?

Am 19. Tag des Krieges wurde die Ermordung [1] des Chefs des iranischen Nationalen Sicherheitsrates, Ali Larijani, bestätigt – damit verliert der Iran eine seiner letzten Säulen.

Der mutmaßlich durch einen israelischen Luftschlag getötete [2] Larijani war nicht nur Mitglied des dreiköpfigen Übergangsrates – sondern galt zudem als mächtigste Schlüsselfigur, aufgrund der schwachen Stellung [3] von Mojtaba Khamenei.

Dessen Tod [4] sowie das gewaltsame Ableben weiterer Spitzenpersonen – darunter Verteidigungsminister Ali Shamkani und der zuvor ermordete [5] Ajatollah Ali Khamenei – ziehen den Kreis um Mojtaba Khamenei, den neuen religiösen Führer des Iran, enger. Dieser hält sich, höchstwahrscheinlich schwer verletzt, aus der Öffentlichkeit zurück [6]. Sein Kalkül: Überleben. Am Mittwochmittag bestätigte [7] das israelische Militär zudem die Tötung des Geheimdienstminister Esmaeil Khatib.

Die US-israelische Taktik folgt bekannten Mustern [8]: Gezielte Schläge gegen Systemträger sollen einen Systemkollaps erzwingen. Die Strategie ist jedoch nicht ohne Risiko: Führende Köpfe mögen ausgeschaltet sein, das System bleibt intakt.

Der Tod Larijanis vertieft [9] die Führungskrise im Iran massiv – eine Kapitulation ist es nicht. Israel erklärte seinerseits [10] den Krieg bereits für "gewonnen", betont jedoch gleichzeitig, dass die Durchsetzung gesteckter Ziele noch ausstünden. Droht ein Irak 2.0?

Rücktritt, Protest, Divergenz

Joseph Kent [11] ist profilierter Militär – er galt als Trump-Gefolgsmann [12] und ist nun der prominenteste Kritiker des Iran-Krieges. Kent, zuletzt Leiter des geheimdienst-übergreifenden Antiterrorismus-Centers und Veteran aus elf Auslandseinsätzen, veröffentlichte am Dienstag [13] via privatem X-Kanal seinen Rücktritt.

Er könne den Krieg, so seine zentrale Begründung, "nicht mit seinem Gewissen vereinbaren [14]". Kent behauptet [15], der Iran habe – anders als seit Jahren insbesondere in Tel Aviv behauptet – keine unmittelbare nationale Bedrohung für die USA dargestellt.

Er legt damit nahe, dass Washington – vergleichbar mit dem Irak – bewusst einen inexistenten Kriegsgrund lanciert habe. Bislang muss offen bleiben, inwieweit auch israelische Stellen final Einfluss nahmen.

Somit widerspricht erstmals ein hochrangiger US-Beamter öffentlich. Die Reaktion folgte prompt: Trump bezeichnet Kent als "schwach in Sicherheitsfragen" und zeigte [16] sich erfreut über dessen Abgang. Trump selbst hatte Kent im November 2025 für dessen Posten nominiert [17], war demnach von dessen Sachkenntnissen überzeugt.

Erster Riss im Kartenhaus

Kents Rücktritt wird durch die Aussagen von Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard verstärkt: Diese erklärte [18] vor dem US-Senat, Iran habe vor dem Krieg nicht versucht, sein Urananreicherungsprogramm wieder aufzubauen.

Ein Signal, dass die Republikanische Partei nun noch tiefer spalten [19] dürfte. Kent öffnet zudem die Büchse der Pandora – dutzende nicht überzeugte Akteure innerhalb der US-Kriegsmaschinerie könnten sich ermutigt fühlen, es ihm gleichzutun.

Er stößt damit eine überfällige Debatte an: Der Iran-Krieg basiert auf falschen Prämissen. Das Lügengebilde wankte bereits mächtig durch die Aussagen des omanischen Außenministers. Badr Albusaidi hatte erklärt [20], dass die USA und der Iran – der Oman war zentraler Mittler – zweimal kurz vor einer Einigung gestanden hätten.

Das US-Expansionssystem bekommt damit – nach den Geheimdienstberichten und Einsprüchen [21] zum Zwölf-Tage-Krieg, als diverse US-Dienste den zentralen Thesen über den Zerstörungsgrad des iranischen Atomprogramms öffentlich widersprachen [22] – erstmalig auch interne Risse.

Inwiefern die fortgesetzten israelischen Tötungen hochrangiger potenzieller Gesprächspartner zudem in Teilen des US-Apparates auf Ablehnung stoßen, muss offen bleiben. Klar ist: Sollten sich Ablehnung verdichten [23], wäre der Krieg nicht mehr führbar.

Status quo

Die militärische Lage ist asymmetrisch: Rund 80 Prozent der iranischen Luftabwehr sollen zerstört [24] sein, die mobile Restkapazität beschränkt sich auf Systeme wie Bavar-373. Etwa 60 Prozent der Raketenfähigkeit sollen vernichtet [25] sein.

Dennoch hält der Iran dagegen [26]: Allein 290 Raketen und über 600 Drohnen wurden auf Israel abgefeuert. Erstmals setzte [27] der Iran dabei die ballistische Rakete "Haj Qasem" ein – benannt nach dem ermordeten General Qasem Soleimani.

Der Krieg stürzt [28] die Region zunehmend ins Chaos: Mehr als 2.000 Menschen sind mittlerweile getötet worden – 1.444 davon im Iran, dazu 30 Israelis und US-Soldaten sowie 21 Menschen in den Golfstaaten. Die Gesamtzahl der Verletzten übersteigt 12.000.

Auch die Libanonfront entwickelt sich zum blutigen Abschnitt: Die IDF hat ihre Bodeninvasion im Süden ausgeweitet und flankiert [29] diese mit massiven Bombardierungen. Die Hisbollah feuert derweil [30] über 100 Raketen pro Nacht auf israelisches Kerngebiet ab, überfordert damit zeitweise Abfangsysteme.

Vor dem letzten Drittel

Die US-Militär-Strategie durchlief bisher zwei Phasen: Zunächst dominierten Enthauptungsschläge gegen die iranische Führung – wirksam, jedoch ohne die angestrebte Systemerschütterung. Ein anhaltender Rallye-Effekt stabilisierte [31]das Regime.

In der laufenden zweiten Phase folgten Angriffe auf Produktionsanlagen, die Marine sowie Versorgungslinien. Sinnbild dieser Phase sind die Angriffe auf Kharg Island [32]. Sie deuten auf einen längeren Krieg – aktuell spricht die US-Administration von bis zu 100 Tagen [33] – hin.

US-Bodentruppen gelten als unwahrscheinlich, die politischen Folgekosten wären unkalkulierbar, doch bleiben Boden-Gefechte denkbar [34]. Die Eröffnung einer separatistisch-kurdischen Front erscheint möglich [35]. Darüber hinaus könnten die USA auf kampferfahrene sunnitische IS-Gefangene zurückgreifen, die sich derzeit unter US-Kontrolle im Irak befinden [36].

Zeichen auf Entspannung

Für eine Vollinvasion des Iran bräuchte [37] die US-Armee weit über 200.000 Soldaten – für den deutlich kleineren und gIrak waren 2003 bereits 170.000 notwendig.

Die derzeit in der Region zusammengezogenen Kontingente reichen dafür (noch) nicht aus. Der Iran hält dank seiner gebirgigen Geographie, natürlicher Verteidigungslinien und einer möglichen nationalen Mobilisierung diverse Überraschungen für Invasoren bereit [38].

Noch scheinen weder der Iran noch seine verbliebenen Alliierten alle Karten ausgespielt zu haben, man agiert immer noch relativ defensiv-taktisch: Teheran dürfte mindestens mit einem Auge auf ein Abkommen schielen, das den Systemerhalt sichert.

Schlummernde Reserven – ökonomische Hebel, weitreichendere Sperrungen, Anschläge in Drittstaaten, großflächige Mobilisierung schiitischer Freiwilliger oder ein direktes Hilfegesuch an Peking – bleiben vorerst ungenutzt.

Europa nimmt Abstand

Mit den jüngsten Entwicklungen – Divergenzen im US-Apparat, sinkende interne Zustimmungswerte (Midterm-Wahlen im November), stockende Kriegsziele und dem Kent-Moment – könnte sich ein schmales Gesprächsfenster öffnen. Die Voraussetzung: Die Aggressoren müssten von ihren Maximalpositionen abrücken – was derzeit unrealistisch erscheint.

Der Iran-Krieg tritt damit in seine möglicherweise entscheidende Phase: Entspannung oder Voll-Eskalation. Hier geht es auch für Europa um viel: während Trump Brüssel und Berlin Passivität vorwirft und den Militärpakt ("Sie machen einen dummen Fehle [39]r") in einen nicht gewinnbaren Krieg zwingen will, könnte sich die EU-Nato-Zurückhaltung [40] als weise Entscheidung entpuppen.

In der Ferne schimmert das nächste transatlantische Zerwürfnis auf: Maga-Imperalismus ist unvereinbar mit vormaligen Freundschaften. Doch für diese Einsicht dürfte es dann längst zu spät sein.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.theguardian.com/world/2026/mar/17/irans-security-chief-ali-larijani-killed-in-airstrike-israel-says
[2] https://nypost.com/2026/03/17/world-news/iran-confirms-brutal-leader-ali-larijani-killed-after-us-israeli-airstrikes/
[3] https://www.telepolis.de/article/Mojtaba-Khamenei-Der-Schattenmann-uebernimmt-das-Kommando-11203546.html
[4] https://www.nzz.ch/international/ali-larijani-iranischer-sicherheitschef-bei-angriff-getoetet-ld.1929657
[5] https://www.telepolis.de/article/Iran-Was-Khameneis-Tod-fuer-die-Region-bedeutet-11198731.html
[6] https://www.fr.de/politik/am-leben-zu-halten-mojtaba-khameneis-wunden-koennten-helfen-den-schatten-obersten-fuehrer-zr-94213878.html
[7] https://x.com/Osinttechnical/status/2034223596382322708
[8] https://www.project-syndicate.org/commentary/power-vacuum-in-iran-heightens-nuclear-threat-by-stephen-holmes-2026-03/german
[9] https://www.bbc.com/news/articles/cgqgxqekp89o
[10] https://www.reuters.com/world/middle-east/israel-has-won-war-with-iran-foreign-minister-says-goals-remain-unmet-2026-03-17/
[11] https://en.wikipedia.org/wiki/Joe_Kent
[12] https://www.nzz.ch/international/aus-protest-gegen-den-iran-krieg-joe-kent-war-ein-gefolgsmann-von-trump-nun-tritt-er-zurueck-ld.1929712
[13] https://www.aljazeera.com/news/2026/3/18/who-is-joe-kent-and-why-did-he-resign-as-trumps-counterterrorism-chief
[14] https://www.reuters.com/world/middle-east/us-national-counterterrorism-center-director-resigns-over-war-iran-2026-03-17/
[15] https://edition.cnn.com/2026/03/17/politics/joe-kent-resigns-iran-war
[16] https://timesofindia.indiatimes.com/world/us/good-thing-that-hes-out-donald-trump-says-joe-kent-was-weak-on-security-after-counterterrorism-chief-quits-over-iran-war/articleshow/129637773.cms
[17] https://washingtonstatestandard.com/briefs/trump-names-washingtons-joe-kent-to-lead-counterterrorism-agency/
[18] https://www.aljazeera.com/news/2026/3/18/us-intel-chief-gabbard-says-iran-was-not-rebuilding-enrichment-prior-to-war
[19] https://www.washingtonpost.com/national-security/2026/03/17/joe-kent-resigns-iran-war/
[20] https://www.economist.com/by-invitation/2026/03/18/americas-friends-must-help-extricate-it-from-an-unlawful-war
[21] https://www.srf.ch/news/srf-news-chats/ihre-fragen-zum-iran-krieg-warum-hoert-trump-nicht-auf-seine-eigenen-geheimdienste
[22] https://www.berliner-zeitung.de/news/iran-droht-mit-zerstoerung-der-weltwirtschaft-us-geheimdienste-sehen-regime-stabil-li.10024064
[23] https://www.tagesspiegel.de/internationales/unbeliebter-prasident-unbeliebter-krieg-die-stimmung-in-den-usa-wendet-sich-gegen-trump-15368184.html
[24] https://www.globalsecurity.org/military/ops/iran-war-oprep.htm
[25] https://medium.com/write-a-catalyst/the-shadow-war-that-went-hot-inside-the-iran-israel-us-conflict-dacf34577e15
[26] https://www.wsj.com/livecoverage/us-israel-iran-war-news-2026/card/iran-has-launched-more-than-290-missiles-and-500-drones-at-israel-so-far-a9uvddRz4of5pzSQ5LOs
[27] https://timesofindia.indiatimes.com/defence/international/a-closer-look-at-haj-qasem-irans-ballistic-missile-used-for-the-first-time-against-israel-us/articleshow/129647192.cms
[28] https://www.aljazeera.com/news/2026/3/6/us-and-israel-attacking-iran-at-record-pace-war-monitor-says
[29] https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/afxline/topthemen/article69b8616a17184da7cffdbf65/militaer-israel-weitet-einsatz-am-boden-im-libanon-aus.html
[30] https://nypost.com/2026/03/11/world-news/hezbollah-terrorists-launch-100-rockets-at-israel-overwhelming-the-iron-dome/
[31] https://www.telepolis.de/article/Rally-round-the-flag-Effekt-Warum-Krisen-Regierungen-staerken-11207167.html
[32] https://www.telepolis.de/article/Kharg-Island-USA-greifen-Irans-Oel-Drehkreuz-an-11211184.html
[33] https://www.focus.de/politik/ausland/us-armee-fordert-ploetzlich-mittel-fuer-100-tage-iran-krieg-an-trump-sprach-von-vier-bis-sechs-wochen_1cd45ee3-42aa-41d5-8654-e841aff2f250.html
[34] https://www.aljazeera.com/news/2026/3/11/could-the-us-deploy-troops-to-iran-and-how-could-that-play-out
[35] https://www.specialeurasia.com/2026/03/05/iran-kurdish-incursion/
[36] https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kaempe-in-syrien-is-kaempfer-sollen-in-den-irak-verlegt-werden-200462312.html
[37] https://www.americansecurityproject.org/the-u-s-is-unprepared-for-a-significant-war-with-iran/
[38] https://voennoedelo.com/en/posts/id13806-us-ground-troops-in-iran-could-mean-heavy-losses-expert
[39] https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-nato-146.html
[40] https://www.tagesspiegel.de/politik/regierungserklarung-merz-zum-iran-krieg-wir-hatten-abgeraten-15373736.html

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  • 19. März 2026 um 14:00

Medien: Weder Publikum noch Akteure wissen, was sie eigentlich wollen

Von Rüdiger Suchsland
Ein altes Fernsehgerät, dazu alte Regale und ein alter Sessel

Bild: Shutterstock.com

Wo soll sich der Bürger noch verlässlich informieren? Erste Ideen-Pläne für eine europäische Medienplattform – eine Berliner Veranstaltung.

Die weißen Flecken in der Medienlandschaft nehmen zu. Es herrscht Monokultur und zu wenig Problembewusstsein.

Der freie Markt "regelt" und "reguliert" ganz offensichtlich gar nichts: Im Verdrängungswettbewerb fressen die Großen die Kleinen, bevor sie von den noch Größeren verschluckt werden, die einzige erkennbare Tendenz dabei ist konsequentes Downsizing der Qualität und Kaputtsparen des Produkts, bis es irgendwann verschwindet.

Wo soll sich der Bürger noch verlässlich informieren?

Davon abgesehen, dass damit eine über Jahrhunderte gewachsene Medienlandschaft und -Tradition ersatzlos an ihr Ende zu kommen scheint, hat das höchstwahrscheinlich auch Folgen für die Demokratie: Die "Vierte Gewalt" als Gegenmacht und Kontrollinstanz der Mächtigen verschwindet, aus dem "Sturmgeschütz der Demokratie" (Rudolf Augstein über den Spiegel) ist ein klappriger Bollerwagen geworden.

Wo soll sich der Bürger noch verlässlich informieren? Wie soll er Fake News und Propaganda von Fakten und politischer Bildung unterscheiden, wenn mit der Medienkonkurrenz die Kriterien und die Verlässlichkeit abhandenkommen, oder die Medien so eng mit den Herrschenden verbunden sind, dass alle Informationen derart "kuratiert" werden, dass sie der Macht in die Hände spielen?

Und wenn sie nicht von der abhängig sind, dann vom Wankelmut des Publikums.

"Wir unterstützen den Aufbau einer europäischen Medienplattform unter Einbeziehung von arte"

Als eine mögliche Antwort wird seit Jahren eine "Europäische Medienplattform" ins Spiel gebracht. Im Schwarz-Roten Koalitionsvertrag heißt es: "Wir unterstützen den Aufbau einer europäischen Medienplattform unter Einbeziehung von arte".

Aber was soll so eine "Europäische Medienplattform" überhaupt sein? Was gehört dazu, wie viel kostet es, und wer garantiert Vielfalt und Verzicht auf Zensur? Über solche Fragen debattierte man am Mittwoch, 18. März, in der Berliner Landesvertretung des Bundeslands Baden-Württemberg beim "Medienpolitischen Kongress 2026 [1]".

Es war ein erstes Ausloten der Fragen, mehr nicht, und schon hier zeigte sich, dass man bei diesem Thema vorläufig noch stark aneinander vorbeiredet – und das war keineswegs ausschließlich der Zusammensetzung des Podiums geschuldet.

"Die Demokratie ist bedroht"

Dass die jetzige Mediensituation gefährlich sei, darüber war man sich schnell einig. "Die Demokratie ist bedroht", alarmierte re:publica-Gründer Markus Beckedahl gleich zu Beginn die Zuhörer, "zu wenige bestimmen über Inhalte", alles sei zu teuer, und die Bürger zum passiven Konsum verdammt.

Die Medienvielfalt werde ersetzt durch die Übermacht der US-Konzerne. SWR-Chefredakteur Kai Gniffke sekundierte: Die Tech-Konzerne regulierten Stimmungen und Wahlergebnisse. Gniffke erinnerte an die Initiative Eurosky auf der Basis von blue sky.

Aber wovon war überhaupt die Rede? Von Social Media? Den öffentlich-rechtlichen Sendern? Den Zeitungen? Einem europapolitischen Projekt? Oder vom Publikum?

Letzteres, "die Bürger" also, läuft nämlich nicht immer den besten, klügsten, informativsten und kultiviertesten Programmen nach, im Gegenteil: Der Titel des über Jahre meist angeklickten Artikels in der FAZ, berichtete Moderatorin Helene Bubowski, habe "Die Paradoxie des Seitensprungs" gelautet. Das ist die Wirklichkeit.

Solche Konsumenten würden sich wohl eher "eine europäische Medienplattform unter Einbeziehung von RTL" wünschen.

Darum noch einmal ein Rückblick in die jüngere Mediengeschichte.

Alarmstimmung und nachlassende Vielfalt

4,10 Euro kostet heute eine FAZ, knapp viermal so viel wie am letzten Tag, als noch mit D-Mark bezahlt wurde. Dafür war sie am Ende des Jahres 2001 noch etwa viermal so dick. Zeitungen sind längst vom Alltagsprodukt zum Luxusgut geworden.

Sie finanzieren sich auch kaum mehr durch Anzeigen, und die Tendenz, Printausgaben einzustellen und komplett ins Digitale auszuwandern, scheint unumkehrbar. Zeitungen sind zum Luxusprodukt geworden. Nice to have, aber eher ein Statussymbol als ein Teil der essenziellen Daseinsvorsorge.

Auch in anderen traditionellen Medien herrscht Alarmstimmung: Was vor zwanzig Jahren, nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, unmittelbar nach der Boomzeit der 1990er, im Printbereich begann und sich rapide beschleunigte, bis die in den 1990er-Jahren zentimeterdicken Tageszeitungen heute wieder so dünn sind, wie in den Nachkriegshungerjahren der frühen Fünfziger, setzt nun auch erkennbar im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ein.

Die Radiosender der ARD legen sich zusammen und suchen "Synergien"; das Deutschlandradio schafft das Deutschlandfunk Kultur nur dem Namen nach nicht ab; was die Mantelzeitungen bei Regionalblättern sind, sind ARD-Pools und zusammengelegte Redaktionen im Radio. Kultur wird massiv gekürzt, Auslandsberichterstattung und Wirtschaft auch stark, Innenpolitik und Sport geht es noch vergleichsweise gut.

Doch die schon heute sichtbar nachlassende Vielfalt wird die Grundtendenz noch beschleunigen: Wozu 9 Regional-Sender mit jeweils mehreren Programmen, also insgesamt etwa 70 einzelnen Radioprogrammen, wenn die Vielfalt zunehmend der Einfalt weicht, überall die gleichen Beiträge gespielt und im Laufe des Tages nochmal wiederholt werden?

Die Selbstlähmung der Akteure

Können all diese Probleme durch eine europäische Medienplattform gelöst werden? Man muss daran zweifeln. Das erste Podium in Berlin bot eher ein Beispiel für die Selbstlähmung der Akteure. Man ist sich zwar einig, dass gerade 50 Prozent der Werbeeinnahmen in Social Media an die Big-Techs gehen, dass Verlage von US-Konzernen erpresst und an die Wand gespielt werden, und insgesamt eine ungesunde Situation besteht, vor harten medienpolitischen Gegenmaßnahmen schrecken alle zurück.

Und die Privaten – Claus Grewenig von RTL vertrat deren Positionen auf dem Podium – wollen vor allem unreguliert und unangepasst an gesellschaftliche Bedürfnisse ihre Gewinne einfahren, auch um den Preis die Menschen weiter zu verdummen. Dafür pochen sie auf das Wettbewerbsrecht.

Jeder Satz des RTL-Vertreters am Mittwoch bot neue Argumente dafür, warum man die privaten Rundfunkmedien mit Programm-Auflagen medienpolitisch noch ganz anders an die Kandare nehmen und regulieren muss. Medienpolitik müsste Konzerne für verbreitete Inhalte in die Haftung nehmen und vorhandene Monopole zerschlagen.

Keine Waffengleichheit zwischen den Akteuren

Das deutete ausgerechnet der Ländervertreter der Runde, der baden-württembergische Staatssekretär für Medienpolitik, Rudi Hoogvliet [2], an: Ob denn Medienpolitik in der Hoheit der Länder wirklich gut aufgehoben sei, fragte er spitz: "Ist die Zeit nicht über uns hinweg gegangen?" Zurzeit herrsche keine Waffengleichheit zwischen den Akteuren.

Würde die denn durch eine europäische Medienplattform hergestellt? Einig war man sich in Berlin vor allem, was die anvisierte Plattform nicht sein soll: "Keine Mediathek", die alle anderen Medientheken zusammenfasse, denn das gebe es in Aggregatorenform bereits, und "keine Kathedrale", also nichts Großes, Teures. Also eine Art TikTok für Europa?

Markus Beckedahl gab mit roten adidas-Turnschuhen den modernen Jugendversteher und schwärmte von "Streaming, Social Network, Suchmaschine, Messenger, KI, Mediathek", das alles als gemeinnützige GmbH organisiert und technisch über offene Protokolle in Dauerveränderung.

Aber gibt es diese Sehnsucht nach Interaktivität überhaupt, oder sind das nicht die vergangenen Träume der Neunzigerjahre, als man auch noch glaubte, die schöne neue digitale Welt werde die Demokratie auf neue Stufen heben, anstatt sie zu zerstören?

Auch die blumigen Ausführungen Beckedahls über die angeblich sehnlichst gesuchten "interaktiven Nutzererlebnisse" führen an den großen Problemen vorbei. Die Demokratie wird man durch solche interaktiven Nutzererlebnisse nicht retten, sondern eher durch Medienbildung.

Schaut man genauer hin, so Wolfgang Kreißig [3], Chef der Landesmedienanstalt im Ländle, ist überdies klar erkennbar, dass allenfalls zehn Prozent der User eigene Inhalte "produzieren" möchten, und sei es nur als Troll im Leserforum:

"Die allermeisten lesen, aber interagieren nicht."

Man müsse "den Druck mal runternehmen, vielleicht brauchen wir gar nicht die ganz große Idee." Die Leute wollen in der Praxis gar nicht allzu "interaktiv" oder gar aktiv sein, sie wollen größtenteils passiv konsumieren.

Auch SWR-Chef Gniffke ergänzte: "Wenn sich alle an Recht und Gesetz halten würden, wäre ich schon zufrieden."

Lesen Sie im zweiten Teil: Wie digitale Souveränität in Europa praktisch möglich wäre


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[1] https://www.baden-wuerttemberg.de/de/regierung/baden-wuerttemberg-im-bund/landesvertretung-in-berlin
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Rudi_Hoogvliet
[3] https://www.lfk.de/die-lfk/organisation/team

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  • 19. März 2026 um 13:00

KI-Fehler mit Folgen: Wenn Polizei blind auf Technik vertraut

Von Kai Imhoff
Verwendung von Kameratechnologie zur Überwachung von Menschen und Fahrzeugen an öffentlichen Orten

(Bild: Oselote / Shutterstock.com)

Zwei Fälle zeigen, wie KI-Systeme bei der Polizei zu gravierenden Fehlern führen. Eine Frau saß monatelang unschuldig im Gefängnis.

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in die Polizeiarbeit – von Chatbots für Recherchen bis hin zur Gesichtserkennung.

Doch zwei aktuelle Fälle aus Großbritannien und den USA zeigen, welche Konsequenzen drohen, wenn Ermittler die Ergebnisse automatisierter Systeme nicht ausreichend überprüfen.

Erfundenes Fußballspiel in britischem Polizeibericht

In England sorgte ein Vorfall bei der Polizei der West Midlands für Aufsehen. Beamte nutzten Microsofts Chatbot Copilot, um Hintergrundinformationen für eine Sicherheitsbewertung vor einem Fußballspiel von Aston Villa zusammenzustellen.

Der Chatbot lieferte dabei Angaben [1] über angebliche Ausschreitungen bei einem Spiel von West Ham – einem Spiel, das nie stattgefunden hatte.

Diese frei erfundenen Informationen flossen in die Briefing-Unterlagen ein und beeinflussten die Risikoeinschätzung. Auf dieser Grundlage verwehrte die Polizei Fans von Maccabi Tel Aviv den Zutritt zum Stadion.

Ein offizieller Bericht [2] des britischen Innenausschusses stellte später fest, dass das Problem nicht allein die sogenannte Halluzination des Chatbots war, sondern wie leichtfertig die Angaben als Fakten übernommen wurden.

Der damalige Polizeichef Craig Guildford erklärte vor dem Ausschuss zunächst, seine Beamten hätten keine KI eingesetzt – und korrigierte diese Aussage erst später schriftlich.

Die Abgeordneten warfen ihm daraufhin mangelnde Sorgfalt vor. Guildford ging mittlerweile in den Ruhestand und die Polizei schaltete Copilot organisationsweit ab.

Unschuldig im Gefängnis durch fehlerhafte Gesichtserkennung

Noch drastischer traf es Angela Lipps aus Tennessee [3]. Die 50-jährige Großmutter verbrachte fast sechs Monate im Gefängnis, weil eine Software der Polizei in Fargo, North Dakota, die zur Gesichtserkennung genutzt wurde, sie fälschlicherweise als Bankbetrügerin identifizierte.

Lipps war noch nie in North Dakota gewesen und noch nie geflogen. Dennoch nahmen US-Marshals sie im Juli mit vorgehaltener Waffe fest, während sie auf vier kleine Kinder aufpasste. Als mutmaßliche Flüchtige erhielt sie keine Kaution. Über fünf Monate lang sprach kein einziger Ermittler aus Fargo mit ihr.

Erst als ihr Pflichtverteidiger Jay Greenwood Kontoauszüge vorlegte, wurde klar: Lipps befand sich zur Tatzeit mehr als 1.900 Kilometer entfernt in Tennessee und tätigte dort alltägliche Einkäufe.

An Heiligabend stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein. Lipps saß daraufhin mittellos in Fargo fest – ohne Winterkleidung bei Schnee und Kälte. Die Polizei übernahm keine Kosten für ihre Heimreise.

Lokale Strafverteidiger sammelten Geld für ein Hotelzimmer. Durch die monatelange Haft verlor Lipps ihr Haus, ihr Auto und ihren Hund. Eine Entschuldigung der Polizei blieb aus.

Wachsende Debatte über KI-Kontrolle bei Behörden

Beide Fälle treffen einen Nerv: Die britische Regierung plant derzeit 115 Millionen Pfund für ein nationales KI-Zentrum für die Polizeiarbeit. Der Copilot-Vorfall wirft die Frage auf, ob die nötigen Kontrollmechanismen mit dem Tempo der Einführung Schritt halten.

Der Innenausschuss fordert die Polizei auf, ihre Transparenz wiederherzustellen und deutlich vorsichtiger damit umzugehen, welche Quellen sie als verlässlich einstuft.

Beide Fälle verdeutlichen ein gemeinsames Grundproblem: Künstliche Intelligenz liefert Ergebnisse, die professionell wirken, aber grundlegend falsch sein können. Ohne menschliche Überprüfung riskieren Behörden Fehlentscheidungen mit schwerwiegenden Folgen für Einzelne.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.theregister.com/2026/02/24/west_midlands_police_copilot/
[2] https://committees.parliament.uk/publications/51721/documents/286921/default/
[3] https://www.inforum.com/news/fargo/ai-error-jails-innocent-grandmother-for-months-in-fargo-case

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  • 19. März 2026 um 12:00
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