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Princeton-Forscher lassen KI-Modelle 500 Tage ein Start-up führen. Nur drei schaffen es ins Plus – eine simple Wirtschafts-Weisheit ist besser als fast alle.
Forscher der Princeton University haben mit CEO-Bench einen neuen Langzeit-Benchmark vorgelegt, der KI-Agenten vor eine ungewöhnliche Aufgabe stellt: Sie sollten 500 Tage lang ein fiktives Software-Start-up führen. Das Ergebnis fällt für die aktuellen Modelle ernüchternd aus. Von zehn getesteten KI-Modellen schafften es lediglich drei, am Ende mehr Geld auf dem Konto zu haben als das Startkapital von einer Million US-Dollar. Zum Vergleich: Daten zu menschengeführten Start-ups in den USA legen nahe, dass ein Fünftel aller Start-ups im ersten Jahr und bis zu 65 Prozent der Start-ups innerhalb von zehn Jahren nach ihrer Gründung scheitern.
Als Vergleich im Benchmark-Test ließen die Forscher auch einen handkodierten, regelbasierten Agenten ganz ohne maschinelles Lernen die gleiche Aufgabe absolvieren. Abgesehen von den drei Gewinnern performte er besser als die KI-Modelle.
Die in der auf arXiv veröffentlichten Studie [1] mit der beschriebenen Simulation dreht sich um ein Start-up namens „NovaMind“. Die KI-Agenten starten ohne Kunden und mit einer Million Dollar. Fällt der Kontostand unter null, ist die Firma insolvent – und das Spiel vorbei. Um ihr Start-up zu führen, stehen den Agenten 34 Werkzeuge zur Verfügung: von Preisfestlegung über Produktgestaltung bis hin zu Marketing. Als Input bekommen sie unter anderem „unternehmensinterne“ Datenbanken, Informationen zu Kundengruppen mit Präferenzen, die erst entschlüsselt werden müssen, und einen Markt, der sich laufend verändert. Konjunkturzyklen, Druck durch Wettbewerber und Änderung der Marktlage inklusive. Die Modelle müssen unübersichtliche, miteinander vernetzte Unternehmensdatenbanken analysieren, Daten und Ereignisse in fundierte Strategien übersetzen und zahlreiche Entscheidungen aufeinander abstimmen. Wie die Autoren der Studie betonen, messen sie damit nicht die Fähigkeit, isolierte Aufgaben abzuarbeiten, sondern das, was sie „Steering Intelligence“ nennen: die Kompetenz, ein komplexes System über längere Zeit trotz Unsicherheiten zu steuern.
In der Hauptauswertung absolvierten alle Modelle jeweils drei Durchläufe. Als Leistungsmaß dient der beste Run pro Modell. Claude Opus 4.8 erzielte dabei ein End-Guthaben von rund 27,8 Millionen US-Dollar nach 500 Tagen, GPT-5.5 kam auf etwa 21,3 Millionen. Beide Modelle landeten damit in ihrer besten Runde deutlich oberhalb des Startkapitals – in den anderen beiden Runden lagen sie darunter und „bestanden“ den Test ebenfalls nicht. Claude Fable 5 schaffte laut der CEO-Bench-Projektseite [2] in einem Lauf rund 47 Millionen Dollar; hier lief der Test jedoch zwischenzeitlich mit Opus, da Fable sich aufgrund seiner starken Sicherheitseinschränkungen immer mal wieder Aufgaben verweigerte.
Die übrigen Modelle blieben entweder unter dem Startkapital oder gingen bankrott. Claude Opus 4.7 überlebte zwar in allen Läufen die kompletten 500 Tage, endete aber mit nur rund 390.000 Dollar. Grok 4.20 hielt es im besten Fall gerade einmal 37 Tage durch, DeepSeek V4 Pro maximal 176 Tage.
Die erfolgreichen Modelle gingen für ihren Erfolg sehr unterschiedlich vor. Claude Opus 4.8 verfolgte in einem Run eine radikale Harvesting-Strategie: zunächst aggressiver Kundenaufbau, dann drastische Kostenschnitte – am Ende stand eine hohe Cash-Bilanz bei null aktiven Kunden. Ziel erreicht, im echten Leben wäre das jedoch nichts wert gewesen. GPT-5.5 setzte hingegen auf einen dauerhaften Kundenstamm und investierte rund 89 Prozent seines Entwicklungsbudgets in gruppenspezifische Verbesserungen. Beide Modelle schrieben eigenständig Code-Dateien: Opus 4.8 baute eine kohortenbasierte Cash-Prognose, GPT-5.5 analysierte Verhandlungshistorien, um Kundenpräferenzen abzuleiten.
Die Varianz zwischen den Läufen desselben Modells ist ebenfalls groß. GPT-5.5 zum Beispiel schwankte zwischen frühen Bankrotten nach 77 Tagen und einem vollständigen 500-Tage-Lauf. Einzelne Runs liefern daher kein stabiles Leistungsbild. Selbst in einer auf 50 Tage verkürzten Variante scheiterten die meisten Agenten – was nahelegt, dass nicht nur der lange Horizont, sondern die grundsätzliche Entscheidungskoordination unter Unsicherheit ein Problem für sie darstellt.
Das Ergebnis passt ins Bild aktueller Forschung zur Langzeit-Kompetenz von KI-Modellen. Im Projekt „Emergence World“ durften Modelle wie ChatGPT, Grok, Claude und Gemini simulierte Städte regieren [3] – mit teils bizarren Resultaten: Gemini 3 Flash schuf eine Hochkriminalitäts-Welt, Claude Sonnet 4.6 baute einen nahezu konfliktfreien „Ponyhof“. Auch dort zeigte sich, dass die Modelle in offenen Langzeit-Szenarien zu unvorhersehbarem Verhalten neigen. Man muss allerdings bei beiden Simulationen anfügen: Die getesteten KIs waren keine Weltmodelle, sondern überwiegend Reasoning-Modelle, die mutmaßlich nicht ideal für solche Aufgaben sind.
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Grillen steht normalerweise hoch im Kurs. Während der Hitzewelle wird sich aber kaum noch jemand begeistert vor den Holzkohlegrill gestellt haben. Doch die Hitze ist zunächst vorüber.
Wie praktisch, dass der Weber Compact Kettle in der 57 Zentimeter großen Variante im befristeten Angebot ist. Gemeinsam mit den anderen Versionen auf der Produktseite steht der Holzkohlegrill auf Platz 1 der einschlägigen Bestsellercharts.
Der Holzkohlegrill Weber Compact Kettle hat einen Grilldurchmesser von 57 Zentimetern. Die Grillfläche gibt der Hersteller mit 2.342 Quadratzentimetern an. Laut Weber bietet er damit genug Platz, um Speisen für sechs bis acht Personen gleichzeitig zuzubereiten. Geeignet ist er auch für das Grillen mit Gästen und der Familie.
Der Grill setzt sich aus einem porzellanemaillierten Kessel und Deckel zusammen. Beide sind laut Herstellerangaben rostbeständig, die Hitze wird im Inneren gespeichert.
Die Temperatur ist über verstellbare Lüftungsschieber am Deckel und Kessel regelbar, im Deckel ist ein Thermometer integriert. Der Grillrost wiederum besteht aus beschichtetem Stahl.
Auf der Habenseite stehen überdies eine Ascheauffangschale, hitzebeständige Griffe, ein Deckelhaken, ein Bodengitter sowie zwei Allwetter-Räder. Entsprechend soll sich der Grill einfacher reinigen und transportieren lassen.
Bei Amazon ist der 57 Zentimeter breite Weber Compact Kettle im zeitlich befristeten Angebot. Die Offerte reicht gemäß Produktseite
Weber Compact Kettle Holzkohlegrill 57 cm mit Stand und Rädern/Rostbeständige porzellanemaillierte Oberfläche, Integriertes Deckelthermometer, Ascheauffangschale, 2342 cm² Grillfläche, Schwarz
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Weitere Modelle sind bei Amazon auf der gemeinsamen Produktseite
Die BT Group (British Telecom) und Verizon werden die internationalen Geschäftsbereiche zusammenlegen. Das hat der US-Mobilfunkbetreiber Verizon am 29. Juni 2026 bekanntgegeben. Damit endet die mehr als 18 Monate währende Suche des britischen Telekommunikationskonzerns nach einem Käufer.
Wie die Unternehmen mitteilten, wird Verizon eine Ausgleichszahlung in Höhe von 625 Millionen US-Dollar an BT leisten, um sich gleiche Stimmrechte in dem neuen 50/50-Joint-Venture zu sichern. Durch die Transaktion soll ein Unternehmen entstehen, das mehr als 3.000 Kunden in rund 180 Ländern bedient und einen gemeinsamen Jahresumsatz von vier Milliarden US-Dollar generiert.
Damit erhält der US-Konzern Verizon direkten Zugriff auf die Kommunikation großer multinationaler Unternehmen, auf den gehobenen Mittelstand und auf öffentliche Institutionen. BT betreut in Deutschland mehrere Hundert Geschäftskunden. Laut offizieller Unternehmensangaben gehört ein Großteil der DAX-Unternehmen zum festen Kundenkreis von BT in Deutschland.
Die BT Group verkaufte ihre regionalen Stadtnetze an 1&1 Versatel, behielt jedoch weiterhin ein 6.000 Kilometer langes, hochkapazitives Glasfaser-Backbone, das die wichtigsten deutschen Wirtschaftsregionen verbindet.
Über die eigene Plattform Global Fabric/MPLS vernetzt BT internationale Standorte, Rechenzentren und Cloud-Knoten in ganz Europa mit eigenen und mit angemieteten Seekabeln und Landtrassen und 8.000 Beschäftigten.
Verizon betreibt eines der größten IP-Backbone-Netzwerke und hatte kürzlich den früheren Telekom-CTO Abdu Mudesir abgeworben.
BT-Vorstandschefin Allison Kirkby bezeichnete die Vereinbarung als "wichtigen Schritt nach vorn für BT als Ganzes, während wir unsere auf das Vereinigte Königreich fokussierte Strategie umsetzen". Trotz hoher Umsätze blieben die Gewinnmargen im globalen IT-Servicegeschäft aufgrund des enormen Wettbewerbsdrucks, hoher Betriebskosten und komplexer internationaler Strukturen für BT niedrig.
Kirkby leitete ein milliardenschweres Sparprogramm im gesamten Unternehmen ein. Im vergangenen Monat kündigte sie an, dass BT sein Einsparziel von ursprünglich drei Milliarden Pfund bis zum Jahr 2029 auf 3,7 Milliarden Pfund bis 2030 anheben werde.
BT und Verizon erklärten zudem, dass Martijn Blanken zum designierten Chief Executive Officer des neuen Joint Ventures ernannt wurde. Blanken war Führungskraft beim australischen Telekommunikationskonzern Telstra. Wie die Unternehmen mitteilten, wird das Joint Venture auf Jersey eingetragen, den Hauptsitz im Vereinigten Königreich haben und dort steuerlich ansässig sein.
Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Bis zum offiziellen Abschluss der Transaktion werden die internationalen Geschäftsbereiche von BT und Verizon weiterhin unabhängig voneinander operieren. Ein Abschluss der Transaktion wird bis zum Jahr 2027 erwartet.
Obwohl Sony die Playstation 6 noch nicht offiziell angekündigt hat, verdichten sich die Hinweise auf die technische Ausrichtung der Konsole. Aktuelle Berichte unter Berufung auf den als gut vernetzt geltenden Hardware-Insider Kepler_L2 sprechen davon, dass sich die Entwicklung der Konsole weiterhin im Zeitplan befinde. Ein Marktstart Ende 2027 gilt demnach als wahrscheinlich.
Den Leaks zufolge ermöglicht das Gerät die Spiele mit einer Ausgabe in 4K-Auflösung bei bis zu 120 Bildern pro Sekunde, inklusive Raytracing, wie Moore's Law is Dead berichtet.
Allerdings dürfte das Szenario nicht auf nativer 4K-Berechnung beruhen. Stattdessen soll die PS6 verstärkt auf die nächste Generation von Sonys KI-Upscaling-Technik PSSR setzen, um eine entsprechend hohe Bildqualität und Bildrate zu erreichen. Die erste Playstation Spectral Super Resolution (PSSR) ist auf der PS6 Pro verfügbar.
Während frühere Schätzungen noch von rund 700 US-Dollar für die PS6 ausgingen, hält Kepler_L2 inzwischen einen Verkaufspreis von annähernd 1.000 US-Dollar für realistisch. Zusätzliche Brisanz erhält die Einschätzung durch aktuelle Aussagen von Sony.
Im Rahmen einer Investorenveranstaltung erklärte das Unternehmen, künftige Hardware grundsätzlich nicht mehr mit "erheblichen Verlusten" verkaufen zu wollen. Gleichzeitig beobachte man die Entwicklung der Bauteilpreise genau.

Als größtes Problem gelten derzeit die hohen Kosten für Speicherchips. Branchenbeobachter rechnen nicht mit einer schnellen Entspannung der Lage. Sollte die PS6 tatsächlich Ende 2027 erscheinen, könnte Sony deshalb einen höheren Verkaufspreis als bei früheren Playstation-Generationen verlangen.
Ein späterer Marktstart würde das Problem nach Einschätzung der Insider kaum entschärfen. Sollten die Produktionskosten weiter steigen, könnte die Konsole noch teurer werden.
Internationales Wettrennen um KI-Hackingfähigkeiten
(Bild: Herr Loeffler / Shutterstock.com)
Zhipu AIs offenes Modell GLM-5.2 erreicht laut Sicherheitsexperten die Fähigkeiten von Anthropics Mythos bei der Bug-Erkennung.
Das chinesische KI-Unternehmen Zhipu AI (bekannt als Z.ai) hat mit GLM-5.2 ein Open-Weight-Modell veröffentlicht, das sich bei der Erkennung von Sicherheitslücken offenbar mit Anthropics Opus 4.8 messen kann.
Das haben IDOR-Benchmark-Tests [1] der Cybersicherheitsfirma Semgrep ergeben. Da es sich um ein Open-Weight-Modell handelt, kann jeder GLM-5.2 herunterladen, lokal betreiben und modifizieren. Das eröffnet für Hacker weitere Möglichkeiten für kriminelle Einsätze.
Die offene Verfügbarkeit von GLM-5.2 ist ein zweischneidiges Schwert. Sicherheitsfirmen, CERTs und interne Red Teams können das Modell in abgeschotteten Umgebungen für Code-Reviews und Penetrationstests nutzen, ohne sensible Daten an US-Clouds zu übermitteln. Für DSGVO-konforme Umgebungen in Europa ist das ein Vorteil.
Gleichzeitig können auch Angreifer GLM-5.2 ohne jede Aufsicht betreiben. Diese Eigenschaft macht das Modell attraktiv für Akteure, die nach Schwachstellen in kritischen Systemen suchen wollen. Lior Div, Chef der Cybersicherheitsfirma 7AI, fasste die Lage gegenüber dem Wall Street Journal [2] zusammen: China sorge dafür, dass der Abstand zu den US-KIs "immer kleiner" werde.
Zhipu AI selbst räumt in den Release Notes ein, dass GLM-5.2 während des Reinforcement-Learning-Trainings verstärkt sogenanntes Reward Hacking zeigte. Das Unternehmen [3] habe daraufhin spezielle Anti-Hacking-Sicherungen für das Training und die Evalution des Modells integriert.
Die Entwicklung trifft die US-Regierung in einem heiklen Moment. Eines von Anthropics Modellen war kurzzeitig komplett gesperrt [4], weil die Trump-Administration den Zugriff durch ausländische Nutzer untersagte. Auch OpenAI bekommt von der US-Regierung Auflagen „aus Sicherheitsgründen“.
Für europäische Unternehmen und Behörden stellt sich mit der wachsenden Leistungsfähigkeit der KI-Modelle die Governance-Frage: Wie lässt sich der Einsatz solcher Werkzeuge in sicherheitskritischen Bereichen mit dem EU AI Act und nationalen Sicherheitsvorgaben vereinbaren – und wie geht man mit einem Modell um, das beim Schwachstellen-Finden brilliert, aber keiner Aufsicht unterliegt?
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Whatsapp-App auf Smartphone
(Bild: PixieMe / Shutterstock.com)
WhatsApp-Nutzer können bald mit Benutzernamen chatten, ohne ihre Mobilfunknummer preiszugeben. Die weltweite Reservierung der Namen startet in Kürze.
Der weltweit populärste Messenger-Dienst WhatsApp ändert ein grundlegendes Funktionsprinzip: Künftig müssen Nutzer ihre private Handynummer nicht mehr preisgeben, um mit neuen Kontakten zu chatten. Stattdessen führt der Messenger-Dienst individuelle Benutzernamen ein, über die Anwender miteinander in Verbindung treten können. Die weltweite Phase zur Reservierung der Wunschnamen startet am 29. Juni, bevor die eigentliche Funktion im Laufe des Jahres schrittweise für alle Nutzer freigeschaltet wird.
Bislang war die mit dem WhatsApp-Konto verknüpfte Handynummer für jeden Chatpartner sichtbar. Alice Newton-Rex, Vizepräsidentin für Produktentwicklung bei WhatsApp, bezeichnet die Neuerung als das „nächste große Datenschutz-Upgrade“ des Unternehmens. Da die persönliche Telefonnummer oft mit sensiblen Lebensbereichen verknüpft sei, sollten die Nutzer nun selbst entscheiden können, wem sie diese überhaupt noch zeigen – etwa beim Beitritt in neue Gruppenchats oder beim Kennenlernen neuer Menschen.
Wer künftig über den Benutzernamen kontaktiert wird oder selbst jemanden anschreibt, gibt seine Nummer nicht mehr preis, es sei denn, die andere Person hat diese bereits in ihrem Telefonbuch gespeichert. Auch bei Anrufen über die App wird anstelle der Telefonnummer der Benutzername eingeblendet. Für die generelle Erstellung eines WhatsApp-Kontos bleibt die Handynummer indes weiterhin zwingend erforderlich.
Da WhatsApp eine hohe Nachfrage nach beliebten Namen erwartet, wird die Reservierung weltweit gleichzeitig geöffnet, um jedem die gleiche Chance auf seinen Wunschnamen zu geben. Jeder Benutzername muss dabei eindeutig sein und kann später auch wieder geändert oder gelöscht werden. Für Unentschlossene bietet die App einen Namens-Generator zur Inspiration an.
(Bild: Meta)
Unternehmen, Influencer oder Organisationen erhalten zudem eine Sonderfunktion: Durch eine Verknüpfung mit ihrem Meta-Konto können sie ihre bereits etablierten Facebook- oder Instagram-Nutzernamen direkt für WhatsApp beanspruchen und so ihre Online-Identität wahren.
Um Spam und unerwünschte Kontaktanfragen zu verhindern, wird es kein öffentliches Verzeichnis zum Durchsuchen und keine Namensvorschläge (Autocomplete) geben. Man muss den exakten Namen einer Person kennen, um sie kontaktieren zu können.
Als zusätzliche Schutzmaßnahme führt WhatsApp einen optionalen „Username Key“ (Benutzernamen-Schlüssel) ein. Haben Nutzer diesen aktiviert, müssen Fremde diesen zusätzlichen Code kennen, um überhaupt die allererste Nachricht an den Benutzernamen senden zu können.
Mit dem Verbergen der Handynummer [1] erfüllt WhatsApp einen der am häufigsten geäußerten Wünsche seiner weltweiten Nutzerschaft und zieht technologisch mit der Konkurrenz gleich. Der Messenger Signal ermöglicht bereits seit Anfang 2024 [2], die eigene Nummer hinter einem Benutzernamen zu verstecken. Bei Telegram gehört die Kommunikation über öffentliche Benutzernamen ebenfalls zum Standard.
Wer im Netz absolute Anonymität sucht, findet diese bei Alternativen wie Threema oder Session: Diese Apps verzichten sogar bei der Registrierung komplett auf persönliche Daten wie die Telefonnummer und funktionieren rein über zufällig generierte IDs.
WhatsApp [3] gehört zum Facebook-Konzern Meta und dominiert den weltweiten Markt der Messenger-Dienste mit rund 3 Milliarden Anwendern. Telegram ist mit rund einer Milliarde Usern mit Abstand die größte Alternative zu WhatsApp. Signal wächst mit seinem Fokus auf Datenschutz kontinuierlich und kommt auf schätzungsweise 70 bis 100 Millionen Anwender. Threema hat mit knapp 10 Millionen Anwendern eine vergleichsweise kleine Nutzerbasis – genießt aber insbesondere in der Schweiz und in Deutschland sowie bei datenschutzbewussten Unternehmen und Behörden einen guten Ruf.
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Der SB Mini II ist ein Nachbau des Apple II Plus. Entworfen wurde er von Simon Boak.
(Bild: Simon Boak)
Simon Boak hat den Apple II Plus nicht emuliert, sondern mit modernen Bauteilen in echter Hardware nachgebaut – inklusive 3D-gedrucktem Gehäuse.
Ein Bastler aus Schottland hat einen Apple II Plus [1] mit modernen Bauteilen konstruiert. Statt sich einer Software-Emulation zu bedienen, wagte Simon Boak einen echten Hardware-Nachbau. Der SB Mini II, der den Klassiker von Steve Wozniak rekonstruiere, behalte trotz einiger Veränderungen aber dessen Schaltungsprinzipien weitgehend bei, betont er.
Wie Boak in seinem Blog Unimplemented Trap [2] schreibt, war der Apple II/II Plus seinerzeit aus Standardbauteilen aufgebaut – viele der damals verwendeten Logikbausteine und der 6502-Prozessortyp sind bis heute erhältlich. Hinzu kommt, dass Apple im Handbuch zum Apple II die kompletten Schaltpläne veröffentlichte und ganze Bücher die Funktionsweise erklären. Es bleibe damit, so Boak, „kein Geheimnis“, wie der Rechner intern arbeite. Die offene Dokumentation war eine wichtige Voraussetzung für sein Bastelprojekt.
Im Zentrum des SB Mini II arbeitet ein handelsüblicher 65C02, getaktet mit rund 1,024 MHz. Boak erzeugt diesen Wert durch einen 4,096-MHz-Quarzoszillator, dessen Frequenz durch vier geteilt wird – der Originalwert lag bei 1,023 MHz für die 60-Hz-Modelle. Beim Arbeitsspeicher kommen 48 KByte zum Einsatz, realisiert über anderthalb 32-KByte-SRAM-Bausteine, wobei 16 KByte ungenutzt bleiben. Der Wechsel von DRAM zu SRAM vereinfacht die Schaltung erheblich, weil die beim Original nötige Refresh-Logik wegfällt. DRAM war damals eine reine Kostenentscheidung; heute sei SRAM preislich vertretbar, sagte Boak.
Eine integrierte Language-Card-Logik für volle 64 KByte hatte Boak zunächst angedacht, dann aber wegen der Komplexität verworfen. Stattdessen steckt im Slot 0 eine Replica einer Saturn-128-KByte-Karte. Das ROM liegt als 12-KByte-Image in einem 32-KByte-EEPROM; per Jumper lässt sich zwischen oberer und unterer Hälfte des Chips umschalten, wobei in der zweiten Hälfte Adrian Blacks Diagnoseprogramm „Deadtest“ untergebracht ist.
Boak weist noch auf einige weitere Abstriche bei seinem Nachbau hin: Die Steckplätze führen kein DMA-Signal, kein USER-1-Signal und keinen 7M-Takt. Auch einen Kassettenanschluss gibt es im Gegensatz zum Original nicht.
Bei Tastatur und Peripherie zeigt sich der Spagat zwischen Original und Moderne besonders deutlich. Ein Raspberry Pi Pico stellt eine USB-Tastaturschnittstelle bereit, erzeugt elektrisch aber die gleichen parallelen Datensignale wie die originale ASCII-Tastatur des Apple II. Pegelwandler sind nicht nötig, da der Pico nur Logik auf der Platine treibt und die 3,3 Volt für die verwendete CMOS-Logik ausreichen. Über Control+Print Screen lässt sich ein Reset auslösen, beim Einschalten führt der Pico einen Power-On-Reset durch. Ein integrierter Lautsprecher entspricht funktional dem des Originals.
Auf Onboard-Grafik verzichtet der SB Mini II komplett. Die Videoausgabe übernimmt ausschließlich eine Apple-II-VGA-Karte im Erweiterungsslot. Beim originalen Apple II diente ein erheblicher Teil der Schaltung der Erzeugung eines Composite-Videosignals. Diese Logik entfällt hier zugunsten der VGA-Karte und eines schärferen Bildes.
Der SB Mini II ist Boaks erstes vierlagiges Platinendesign: Die inneren Lagen führen die Spannungsversorgung, die Signale laufen außen. Versorgt wird die Platine mit 12 Volt, ein Pololu-Regler erzeugt daraus die 5 Volt.
Das Gehäuse besteht aus mehreren 3D-gedruckten Teilen, die verklebt und anschließend lackiert werden. Das Design orientiert sich am Apple-ProFile-Festplattengehäuse, kombiniert dessen Form aber mit Lüftungsschlitzen und der Rückseite des Apple II. Wie beim Original lässt sich der Deckel ohne Werkzeug einklippen und für einen Blick ins Innere wieder abnehmen.
Passend dazu hat Boak den Studio-II-Monitor gestaltet, ein 3D-druckbares Gehäuse für ein 8-Zoll-LCD mit 1024 × 768 Pixeln und dem über eBay oder AliExpress erhältlichen Treiberboard HE080IA-01D. Die Farbgebung erinnert an den Apple II und an Apple-Displays der frühen 2000er-Jahre. Zum Bausatz gehören neben Front, Rückseite, zweiteiligem Standfuß und Tastengehäuse auch eine Reihe von Schrauben, Gewindeeinsätzen und Schaumstreifen; die Montageanleitung umfasst zehn Schritte. Die Schaltpläne, Stücklisten und CAD-Dateien des SB Mini II stehen auf GitHub [3] bereit, der Studio-II-Monitor liegt als Original-Entwurf auf Printables [4] unter einer Creative-Commons-Lizenz (Attribution-ShareAlike 4.0) vor.
Wer den Apple II als prägendes System der frühen Heimcomputer-Ära einordnen möchte, findet im heise-Artikel Apple II: Nostalgische Zeitreise und Interview mit Zeitzeuge John Romero [5] den passenden Kontext.
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Vergangene Woche wurde eine Sicherheitslücke in libssh2 bekannt. Jetzt ist Exploit-Code aufgetaucht, der sie missbrauchen kann.
Admins und Nutzer sollten Ausschau nach Aktualisierungen für diverse Softwarepakete halten. Die libssh2-Bibliothek, die weit verbreitet zum Einsatz kommt, enthält eine kritische Sicherheitslücke. Ein veröffentlichter Proof-of-Concept-Exploit vereinfacht deren Ausnutzung durch bösartige Akteure deutlich.
Im Schwachstelleneintrag hat [1] die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA inzwischen die freie Verfügbarkeit des Proof-of-Concept-Exploits ergänzt. Die Sicherheitslücke basiert auf einer nicht erfolgten Begrenzung des „packet_length“-Feldes bei der Verarbeitung in der Funktion ssh2_transport_read(). Angreifer aus dem Netz können das missbrauchen, um mit übermäßig großen „packet_length“-Werten in manipulierten SSH-Paketen den Speicher auf dem Heap durcheinander zu bringen und dabei das Ausführen von eingeschleustem Code zu provozieren (CVE-2026-55200, CVSS 9.8, Risiko „kritisch“).
Wenn Angreifer Opfer dazu bringen, sich mit ihrer Client-Software mit manipulierten Servern zu verbinden, können sie ihnen damit Schadcode unterjubeln. Projekte wie curl, PHP, libgit2 und diverse weitere setzen libssh2 ein. libssh2 ist bis einschließlich Version 1.11.1 anfällig. Noch immer ist das die letzte verfügbare offizielle Version, der Patch ist derzeit lediglich als Quellcode-Commit verfügbar. Diverse Linux-Distributionen stellen jedoch aktualisierte Pakete mit eigenen Backports bereit.
Unter Linux sollte also das Aufrufen der Softwareverwaltung und die Installation der angebotenen Aktualisierungen zum Ziel führen. Etwa unter Windows wird das jedoch schwieriger. Die offiziellen curl-Binaries für Windows [2] 8.21.0_2 vom 24. Juni 2026 sind etwa noch statisch mit libssh2 1.11.1 verlinkt, die die Sicherheitslücke aufweist. Zwar macht das curl-Team im „Sommer der Glückseligkeit“ Urlaub [3] – allerdings dürfte der Bedarf nach einer Aktualisierung seitens der zahlenden Supportkunden nun wachsen und in Kürze eine Aktualisierung bereitstehen.
Die Sicherheitslücke und eine weitere in libssh2 [4] wurden in der vergangenen Woche bekannt. Seitdem steht lediglich der Commit im Quellcode bereit, ein offizielles neues Paket mit dem Update steht seitdem noch aus.
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Die Linux Foundation und Tech-Giganten starten Akrites, um Open-Source-Sicherheitslücken zentral und vertraulich zu beheben.
Die Linux Foundation hat gemeinsam mit zahlreichen Tech-Unternehmen und Finanzinstituten die Initiative Akrites gestartet. Ziel ist es, den Umgang mit Sicherheitslücken in wichtiger Open-Source-Software zentral zu koordinieren, sie vertraulich mit den jeweiligen Projektverantwortlichen zu beheben und erst anschließend offenzulegen. Hintergrund ist die wachsende Sorge, dass moderne KI-Modelle Schwachstellen deutlich schneller finden als bisher und damit den Zeitdruck für Verteidiger erheblich erhöhen.
Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem Amazon Web Services, Anthropic, Cisco, Google, IBM, Microsoft, GitHub, Nvidia, OpenAI, Red Hat sowie JPMorganChase, Citi und Vodafone. Die beteiligten Unternehmen wollen Personal, Sicherheitswissen und finanzielle Mittel bereitstellen.
Nach Angaben in der Ankündigung der Linux Foundation [1] verändert generative KI die Sicherheitslandschaft grundlegend. Während die Suche nach schwerwiegenden Sicherheitslücken bislang viel Fachwissen und oft Wochen an Analyse erforderte, könnten leistungsfähige KI-Modelle [2] große Open-Source-Projekte inzwischen innerhalb weniger Minuten auf potenzielle Schwachstellen untersuchen. Dadurch verkürze sich die Zeit zwischen dem Auffinden einer Lücke und ihrer möglichen Ausnutzung erheblich.
Akrites soll diese Entwicklung mit einem gemeinsamen Sicherheitsprozess beantworten. Statt dass mehrere Unternehmen dieselbe Schwachstelle unabhängig voneinander melden oder unterschiedliche Patches entwickeln, bündelt die Initiative die Koordination. Kern des Projekts sind ein gemeinsames Security Incident Response Team (SIRT) sowie ein einheitlicher Prozess zur koordinierten Offenlegung von Sicherheitslücken (Coordinated Vulnerability Disclosure, CVD). Die beteiligten Organisationen wollen bestätigte Schwachstellen gemeinsam mit den Upstream-Maintainern beheben, bevor Details veröffentlicht werden.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit den Entwicklern der betroffenen Open-Source-Projekte. Laut Linux Foundation sollen Fehlerbehebungen grundsätzlich in die Originalprojekte zurückfließen. Maintainer behalten die Kontrolle über ihre Projekte und sollen nicht mit mehrfachen oder widersprüchlichen Sicherheitsmeldungen belastet werden.
Für Pakete, die nicht mehr aktiv gepflegt werden, sieht Akrites zudem eine Rolle als „Maintainer of Last Resort“ vor. In solchen Fällen soll die Initiative Korrekturen für aktuelle Versionen bereitstellen, damit kritische Sicherheitslücken auch dann geschlossen werden können, wenn ursprüngliche Entwickler nicht mehr verfügbar sind.
Technisch setzt Akrites auf etablierte Verfahren und Standards der IT-Sicherheitsbranche. Dazu zählen unter anderem CVE zur Identifikation von Schwachstellen, CVSS zur Bewertung ihrer Schwere sowie CWE zur Klassifizierung von Schwachstellentypen. Dadurch soll sich die Initiative in bestehende Prozesse von Softwareherstellern, Sicherheitsforschern und Betreibern kritischer Infrastruktur einfügen.
Die Anschubfinanzierung übernimmt Alpha-Omega, ein Förderfonds der Linux Foundation für Open-Source-Sicherheit. Weitere Unternehmen und Organisationen können sich beteiligen, indem sie Entwicklerkapazitäten oder finanzielle Mittel bereitstellen. Parallel zum Start hat die Initiative einen offenen Brief [3] veröffentlicht, in dem die Gründungsmitglieder zu einer gemeinsamen Absicherung der Open-Source-Infrastruktur aufrufen.
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Microsoft Threat Intelligence beobachtet eine mehrstufige Angriffswelle auf das Hotel- und Gastgewerbe in Asien und Europa.
Microsoft hat eine Angriffswelle auf das Hotel- und Gastgewerbe in Asien und Europa beobachtet. Sie läuft bereits seit April dieses Jahres. Die Quelle der Angriffe mag Microsoft [1] jedoch nicht genau einordnen – es bleibt unklar, wer hinter den Attacken steckt.
Microsoft berichtet in einem Blogbeitrag [2], dass die Malware-Kampagne auf .zip-Dateien mit Foto-Namensschema setzt. Die laden potenzielle Opfer mit dem Webbrowser herunter. In den Archiven finden sich Shortcut-Dateien (Verknüpfungen), die als Bilder getarnt sind. Sofern ein Opfer diese etwa mittels Doppelklick startet, fangen diese eine Angriffskette an, die auf verschleierter PowerShell fußt. In der Folge installiert sie ein Node.js-Implantat, nistet sich zweifach in der Registry ein, um Persistenz zu erreichen und kommuniziert mit den Command-and-Control-Servern (C2) über Ports abseits der Standardports.
Die IT-Sicherheitsforscher von Microsoft führen weiter aus, dass die Täter die betroffenen Maschinen nach der Infektion am C2-Server anmelden. Teils erzwingen sie das Herunterfahren der Systeme. Außerdem kompilieren sie Binärdateien im Portable-Executable-Format (PE). Allerdings bleibt den IT-Forschern zufolge unklar, was das eigentliche Ziel der Angreifer ist. Durch die Verschleierung und das Einnisten gehen sie jedoch davon aus, dass sie Nachfolge-Aktivitäten auf den kompromittierten Systemen planen.
Die Drahtzieher hinter der Kampagne haben im Mai dieses Jahres legitime Dienste missbraucht, um Phishing-E-Mails an die Opfer zu senden. Darunter die Cloud-Plattform Calendly und Googles URL-Redirector-Dienst. In Anlehnung an „Geldwäsche“ bezeichnen Microsofts IT-Forscher das als „Authentifizierungswäsche“. Die Phishingmails erhalten dadurch einen seriöseren Anstrich. Die Betrugsmails waren mehrsprachig, mit unterschiedlichen Ködern und Betreffzeilen. Thematisch gaben die Angreifer vor, es gehe um Beschwerden von Gästen und Zimmeranfragen. Das soll die Angestellten der Hotel- und Gastwirtschaftsbetriebe dazu bringen, die E-Mails zu lesen und die enthaltenen bösartigen Links und Dateien zu öffnen.
In den zwei beobachteten Wellen der Kampagne kamen zunächst bösartige Dateien nach dem Namensschema „IMG<Zufallszahl>.png.lnk“ zum Einsatz, in der zweiten hingegen „PHOTO<Zufallszahl>.png.lnk“. Die zweite Welle war noch etwas ausgefeilter und kompiliert dynamisch eine .NET-DLL mittels „csc.exe“. Die C2-Infrastruktur haben die Täter zudem auf „.cfd“-Domains ausgeweitet, die hinter Cloudflare-Schutz gehostet werden. Der Blogbeitrag beschreibt die einzelnen Stufen der Angriffe für Interessierte im Detail.
Während Microsofts IT-Forscher sich nicht sicher sind, was die Angreifer bezwecken, fällt die Kampagne in die Zeit, in der viele Menschen ihren Urlaub buchen. Uns erreichen noch immer zahlreiche Hinweise, dass Leser nach Buchung eines Hotelzimmers Phishing-WhatsApp-Nachrichten mit echten Daten und Bezug auf die Buchung erhalten. Im März hatten etwa die Best Western Hotels vor Cyberangriffen auf touristische Buchungssysteme [3] gewarnt. Im April wurde bekannt, dass auch bei Booking.com Zugriffe von unbefugten Kriminellen entdeckt [4] wurden.
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Heller, brillanter, besser abgestimmt – LG behebt einige Schwächen des Vorgängers. Was die neuen KI-Funktionen des OLED-TV im Alltag bringen, klärt unser Test.
Die neue Smart-TV-Generation von LG mit OLED-Panels kommt unter der Bezeichnung „G6“. Der Vorgänger G5 überzeugte mit Kontrast, patzte aber bei feinen Farbverläufen – genau dort setzt LG beim neuen G6 an. Der Hersteller nutzt im aktuellen Topmodell eine überarbeitete Version des Primary RGB Tandem OLED-Panels, das letztes Jahr im G5 debütierte. Das Panel leuchtet jetzt noch etwas heller – ein stets willkommener Bonus bei OLED-Displays.
Mit dem neuen Prozessor namens Alpha 11 Gen 3 Prozessor geht LG einen der prominentesten Kritikpunkte am G5 an: Er verarbeitet die eingehenden Signale mit 12 statt mit 10 Bit pro Farbe, um Stufen in Farbverläufen zu eliminieren. Die Luminanzverarbeitung hat LG sogar auf 13 Bit angehoben. Der neue Prozessor optimiert außerdem die Surround-Sound-Wiedergabe. Beim Bedienkomfort gibt es kleinere Verbesserungen, das webOS- Betriebssystem des Smart-TVs webOS hat LG dagegen nur geringfügig angepasst.
Wir konzentrieren uns im Test neben der Bildqualität auf die KI-Integration und gehen der entscheidenden Frage nach: Sind LGs neue KI-Funktionen mehr als Marketing?
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Vorbesprechung einer Hunde-OP mit der Vision Pro.
(Bild: Ronny Grunert)
Chirurgen würden gerne das Apple-Headset verstärkt im Operationssaal nutzen. In der Tierversorgung funktioniert das schon – teilweise.
Für viele Endkunden bleibt die Vision Pro [1] ein Traum: Apples Mixed-Reality-Headset ist mit Preisen ab knapp 4000 Euro nur für Nutzer zu rechtfertigen, die sie wirklich brauchen oder das notwendige Kleingeld zur freien Verfügung haben. Doch im Vergleich zu den Tarifen, die Medizingerätehersteller aufrufen, ist der Vision-Pro-Preis ein Schnäppchen. Entsprechend interessieren sich mehr und mehr Mediziner [2] für das Headset, um die Brille für Trainingsaufgaben oder gar im Operationssaal zu verwenden. In Sachsen wurde das Headset nun erfolgreich genutzt, um bei einer Tumoroperation an einer Hündin zu helfen. Dabei wurde die Planung mit der Vision Pro durchgeführt.
Die Hündin Zari, ein 10 Jahre alter Hovawart, war an einem Milztumor erkrankt, der bereits eine Schwere von sieben Kilogramm erreicht hatte. Das Tier ist der Familienhund von Dr. Ronny Grunert. Der Medizinwissenschaftler beschäftigt sich am 3D-Druck-Forschungslabor Legend Leipzig und dem Fraunhofer Institut IWU in Bernsdorf seit Jahren mit Datenbrillen im Medizinbereich. Das IWU richtetete kürzlich in Leipzig zusammen mit weiteren Partnern das erste europäische Spatial Computing Healthcare Summit [3] aus, bei der es um die Vision-Pro-Nutzung in der Medizin ging.
„Ursprünglich entwickeln wir die App nextViewer für den zukünftigen Einsatz in der Neurochirurgie, um Operationen mit der Vision Pro besser planen zu können“, sagt Grunert. Die Idee, dies in der Veterinärmedizin anzuwenden, ergab sich in der Zusammenarbeit mit dem operierenden Arzt, der von der Nutzung des Headsets begeistert gewesen sei. „Die Schnittlinie kann mit der Vision Pro besser geplant werden und im Modell eingezeichnet werden, um den Tumor besser zu entfernen.“
Während es in der menschlichen Chirurgie vielleicht noch Jahre dauern wird, bis ein Headset wie die Vision Pro vom Chirurgen – und nicht nur von beobachteten oder begleitenden Ärzten – getragen werden kann, wären solche praktischen Umsetzungen in der Veterinärmedizin schon möglich. „Das ist so, weil man dort nicht den langwierigen Prozess der Medical Device Regulation (MDR) begehen muss. Wichtig dabei ist aber natürlich der Tierschutz und die Durchführung aller Risikoanalysen.“ Diese wurden beim nextViewer-Entwicklungsprozess standardmäßig vorgenommen. Während der eigentlichen OP blieb das Headset aber unten. „Da es das erste Mal war, wollten wir uns erst mal rantasten“, sagt Grunert. Technisch sei eine Operation via Passthrough aber durchaus möglich, sowohl mit der Vision Pro M2 als auch mit der M5.
„Wenn man sich mit dem Finger durch das im Raum schwebende 3D-Modell des Hundes bewegt, kann man besser erkennen, wo sich angrenzende Strukturen (Blutgefäße, Nerven) befinden, die nicht verletzt werden dürfen. Die Fingerspitze wird in den CT-Bildern durch ein Fadenkreuz dargestellt“, erklärt Grunert. Der operierende Tierarzt habe festgestellt, dass die Technik den Stress bei solch großen Operationen deutlich verringert. Es gebe dank des Headsets eine bessere Vorbereitungen und Überraschungen würden vermieden. Zari hat die Operation trotz des großen Tumors übrigens gut überstanden und ist mit der Familie von Grunert bereits wieder unterwegs in den Urlaub. Die OP wurde am 1. April durchgeführt. Dank Spatial Persona [4] konnten auch weitere Ärzte bei dem Eingriff anwesend sein.
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iPhone-Verpackungen: Bei Apple ist ein neuer Formfaktor in der Pipeline.
(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)
Trotz Berichten über diverse Fertigungsschwierigkeiten beginnt die Herstellung des ersten Apple-Foldable vermutlich kommenden Monat. Es bleiben aber Fragen.
Kommt Apples erstes Foldable wie geplant im September? In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Berichte und Andeutungen aus Asien über angebliche Produktionsprobleme beim iPhone Ultra [1], wie das Gerät in der Gerüchteküche genannt wird. Doch zuletzt soll es gut ausgesehen haben.
Laut einem Bericht im China Securities Journal, ein Wirtschaftsblatt, das unter Parteiverantwortung in Peking erscheint, bleibe es beim von Apple angestrebten Termin. Die Meldung, die vom taiwanischen Elektronikfachblatt DigiTimes [2] aufgegriffen wurde, bezieht sich auf informierte Personen aus der Lieferkette. Diese teilten mit, dass das Foldable wie vorgesehen zusammen mit iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max [3] vorgestellt wird. Auch eine Auslieferung sei im Herbst geplant, es war nicht einmal von einer leichten Verschiebung in den Oktober die Rede.
Im Mai hatten chinesische Leaker zuletzt behauptet, Apple habe Schwierigkeiten mit der Herstellung des wichtigen Klappscharniers, es gebe „Haltbarkeitsbedenken“, die Apple sehr ernst nimmt. Das Ultra soll durch das Scharnier ein besonders faltenfreies Display erhalten, wenn es aufgeklappt wird. Im Frühjahr gab es zudem einen Bloomberg-Bericht, laut dem Apple keinen Termin im September anpeilt, Analysten behaupteten gar Dezember. Ein Beispiel dafür gibt es schon: 2017 war das iPhone X zwar zusammen mit zwei weiteren Modellen vorgestellt worden, kam aber erst im November und nicht im September.
Unterdessen heißt es aus Korea [4], Apple habe der Bildschirmfertigung bei Samsung Display grünes Licht gegeben. Bis Ende des Jahres sollen Fabriken unter anderem in Vietnam drei Millionen Panels liefern. Die Yield-Rate (also die Produktion, die kein Ausschuss ist) liegt bei mindestens 70 Prozent, Samsung Display soll aber über 80 Prozent erreichen. Der Hersteller ist Exklusivpartner beim Ultra, heißt es. Kapazität sei genug da.
Ebenso aus Korea [5] kommt die Nachricht, dass Apple die Massenproduktion des Ultra spätestens Ende Juli beginnen lassen will. Das Gerät dürfte über 2000 US-Dollar kosten, kommt mit einem 7,8-Zoll-Screen im Inneren und einem Pass-Format, ist also weniger hoch als ein normales iPhone. Das Außendisplay landet bei 5,5 Zoll, es gibt einen A20-Chip, Touch-ID im Einschaltknopf (keine Gesichtserkennung) und Apples neuen Modemchip C2, hieß es. Der Klappmechanismus könnte mindestens eine Million Klapp-Vorgänge verkraften, zumindest soll Apple dies getestet haben.
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Noch ein Apple-Manager wandert zu OpenAI ab.
(Bild: Henry Franklin / Shutterstock.com)
Immer wieder gingen Apple-Mitarbeiter zu OpenAI. Nun ist mit Paul Meade ein höherer Manager zur Abteilung von Jony Ive abgewandelt. Er war Vision-Pro-Experte.
Unschöne Nachricht für Apple zum Wochenende: Ein wichtiger Topangestellter aus dem Bereich Vision Pro [1] und Smartglasses wechselt die Seite. Wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg schreibt, soll Paul Meade, Apple-Manager im Rang eines Vizepräsidenten, künftig in der Hardware-Einheit von OpenAI arbeiten. Die setzt sich wiederum aus Ex-Apple-Designchef Jony Ive und dessen Hardwarefirma i/o zusammen, die OpenAI für Milliarden erworben [2] hatte.
Meade galt bislang als Hauptverantwortlicher für das Vision-Pro-Projekt, das er langsam aber sicher in ein Smartglass-Vorhaben umbauen [3] sollte. Apple will dabei angeblich das gesamte Brillengeschäft [4] disruptieren – zunächst mit Headsets ohne Display, später aber als eine Art kleine Vision Pro. Mit Meade wird dies nun nicht mehr umgesetzt. Er soll, so informierte Kreise [5], OpenAI beim Bau eigener Geräte helfen. Diese sind nach letztem Stand für 2027 geplant.
Meade war direkt mit Apples Geräten beschäftigt, arbeitete seit sieben Jahren im Hardware Engineering vor allem für das Vision-Pro-Projekt. Weder Apple noch OpenAI kommentierten den Vorgang. Bei der Vision Pro ist derzeit unklar, ob Apple weitere Modelle herausbringt oder gleich in Richtung Smartglasses geht. Das M5-Modell war im vergangenen Jahr präsentiert worden. Eine leichtere Vision Air [6] ist angeblich zunächst nicht geplant. Möglicherweise hatte das Meade frustriert; laut Bloomberg soll sein Abgang direkt mit den Änderungen zu tun haben, die John Ternus als neuer Apple-Chef plant.
Meades bisheriges Team, die Vision Products Group, kurz VPG, wird nun von seinem Stellvertreter Fletcher Rothkopf geleitet. Dieser war vorher für das Produktdesign verantwortlich. Meade ist nicht der einzige Manager, der von Apple zu OpenAI abgewandert ist. Ive hatte unter anderem die Designer Tang Tan und Evans Hankey [7] angeworben, zudem sollen zahlreiche mittlere Manager, Gestalter und Hardware-Experten „übergelaufen“ sein.
Zuletzt bekam Johny Srouji [8], Apples Chip-Boss, mehr Macht im Hardware-Bereich und soll dort an großen Umbaumaßnahmen arbeiten. Auch das könnte zu Konflikten mit Meade geführt haben, der sich laut Bloomberg „degradiert“ gefühlt haben könnte. Es ist nach wie vor unklar, welche Hardware [9] OpenAI tatsächlich plant, zuletzt gab es Gerüchte, es könne gar ein Smartphone sein.
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Ein neu entwickelter Bluttest aus Stanford kann das biologische Alter von Zellen bestimmen und Krankheiten wie Alzheimer und ALS frühzeitig erkennen.
(Bild: Indah HR / Shutterstock.com)
Die in „Nature Medicine“ veröffentlichte Studie zeigt: Unsere Zellen altern völlig asynchron. Der Test sagt Alzheimer und ALS Jahre im Voraus voraus.
Zwei Personen, die laut Geburtsurkunde das gleiche Alter haben und auch die gleichen Werte beim Hausarzt, können dennoch ein unterschiedliches biologisches Alter haben.
Etwas, das wie eine Binsenweisheit klingt, wurde jetzt von einem Team der Stanford University um den Neurologieprofessor Tony Wyss-Coray bewiesen, und zwar mit einer Präzision, die die Longevity-Forschung aufmischen dürfte.
Die Gruppe untersuchte mehr als 60.000 Personen aus drei unabhängigen Kohorten. Insgesamt wurden mehr als 7.000 Plasmaproteine analysiert, und mit den Ergebnissen wurden Machine-Learning-Modelle trainiert, die am Ende aus einer einzigen Blutprobe das biologische Alter von über 40 Zelltypen gleichzeitig abschätzen konnten.
Die in Nature Medicine veröffentlichte Studie [1] zeigt: Nicht Organe, sondern einzelne Zellpopulationen bestimmen, welche Krankheiten eine Person treffen werden. Schon Jahre, bevor eine Krankheit dann wirklich ausbricht, lässt sich das Risiko ihrer Entstehung schon im Blutbild feststellen.
Die Methode wirkt auf den ersten Blick beinahe zu elegant. Jeder Zelltyp im Körper gibt spezifische Proteine ins Blut ab. Im Gehirn produzieren Astrozyten andere Eiweiße als Skelettmuskelzellen oder Lungenepithelzellen.
Das Stanford-Team nutzte den Human Protein Atlas, um jedes gemessene Protein seinem zellulären Ursprung zuzuordnen und speiste die Daten in Elastic-Net-Regressionsmodelle ein.
Die Algorithmen ermittelten für jede Person eine "Alterslücke" pro Zelltyp: Wie stark weicht das biologische Alter dieser Zellpopulation vom Durchschnitt der Gleichaltrigen ab? Das Ganze wurde auf zwei unterschiedlichen Proteomik-Plattformen – SomaScan und Olink – sowie über drei Kohorten, einschließlich der UK Biobank mit 44.458 Teilnehmern, validiert.
Die wahrscheinlich brisanteste Entdeckung betrifft das Gehirn. Personen mit extrem gealterten Astrozyten – jenen Stützzellen, die unter anderem die Blut-Hirn-Schranke aufrechterhalten und toxische Stoffwechselprodukte wie Amyloid-beta abtransportieren – wiesen über 15 Jahre ein 12,59-fach höheres Alzheimer-Risiko auf als Personen mit jugendlichen Astrozyten.
Dieser Wert ist gleichauf mit dem stärksten bekannten genetischen Risikofaktor, der APOE4-Genvariante, und übertrifft sowohl den polygenen Risikoscore als auch das chronologische Alter als Prädiktor [1].
Es wird besonders beeindruckend, wenn man es mit der Genetik kombiniert. Bei APOE4-Homozygoten – also Personen, die das Alzheimer-Risikoallel doppelt tragen – entwickelten 38 Prozent von denen mit extremer Astrozytenalterung innerhalb von 15 Jahren eine Demenz, während es bei normaler Astrozytenalterung nur 12 Prozent waren.
Im Beobachtungszeitraum erkrankte keiner der 23 APOE4-Homozygoten mit jugendlichen Astrozyten. Die Zahl mag klein sein, doch die Tendenz ist erstaunlich: Es sieht so aus, als ob biologisch junge Hirnzellen das genetische Risiko erheblich abpuffern.
Wyss-Coray bezeichnete das Gehirn gegenüber Stanford Medicine [2] als "Wächter der Langlebigkeit" . Ein extrem gealtertes Gehirn erhöhe das Sterberisiko über 15 Jahre um 182 Prozent.
Die stärkste Einzelassoziation im gesamten Datensatz bezieht sich statistisch gesehen auf den Muskel und nicht auf das Gehirn. Menschen mit extrem gealterten Skelettmuskelzellen hatten ein Risiko, an amyotropher Lateralsklerose zu erkranken, das mehr als 12,74-fach erhöht war – und das bereits über drei Jahre vor der klinischen Diagnose.
In der krankheitsangereicherten Genomics England Rare Disease-Kohorte (GNPC) war die extreme Muskelalterung fast nur bei ALS-Patienten zu beobachten. Weil es bis heute keinen verlässlichen Frühmarker für ALS gibt, eröffnet dieser Befund die Möglichkeit eines diagnostischen Zeitfensters, das es bisher nicht gab .
Auch bei Lungenkrebs liefert der Ansatz eine bemerkenswerte Feinstratifizierung. Bei Rauchern identifizierte eine extreme Alterung des Atemwegsepithels ein um 58 Prozent höheres Krebsrisiko als die Raucheranamnese allein – unabhängig von Packungsjahren.
Die betroffenen alveolären Typ-2-Zellen gelten als Stammzellen der Gasaustauschfläche und als Ursprungszellen des Lungenadenokarzinoms. Zwei Raucher mit identischer Biografie, aber unterschiedlichem Zellaltersprofil, tragen demnach massiv unterschiedliche Risiken .
Aus allen Zelltyp-Daten destillierte das Team einen Polycellular Aging Risk Score, der die kumulative Alterungslast in einen einzigen Mortalitätswert integriert.
Die Dosis-Wirkungs-Beziehung ist drastisch: Personen mit normalen Profilen überlebten zu rund 90 Prozent den 15-Jahres-Zeitraum, bei extremer Alterung in mehr als 20 Zelltypen lag die Rate bei nur 34 Prozent.
Jugendliche Immun- und Nervenzellen wirkten dabei als aktive Schutzfaktoren – sie hoben die Überlebensrate unabhängig vom Zustand anderer Zelltypen an .
So bestechend die Ergebnisse klingen, so nüchtern muss man Limitationen benennen. Die Kohorten bestanden überwiegend aus älteren Personen europäischer Abstammung. Ob die Modelle bei jüngeren oder ethnisch diverseren Populationen ebenso treffsicher arbeiten, ist offen.
Gravierender noch: Die Studie ist beobachtend. Ob eine gezielte Senkung der Astrozytenalterung tatsächlich Alzheimer verhindert, muss erst in Interventionsstudien geprüft werden.
Im klinischen Alltag dürften Ärzte zudem vor der Herausforderung stehen, hochdimensionale Zellalterungsprofile ohne standardisierte Leitlinien zu interpretieren – ein Risiko für Über- wie Unterdiagnosen, solange klare Handlungsalgorithmen fehlen.
Klassische Instrumente wie Demenz-Scores, MRT oder Liquoranalysen messen Symptome oder Strukturveränderungen, setzen also am Krankheitsgeschehen an.
Die zelltypischen Altersuhren hingegen erfassen biologische Drift Jahre vor klinischer Manifestation und decken dabei mehr als 40 Systeme parallel ab – ein fundamental anderer Ansatz, der bestehende Diagnostik nicht ersetzt, aber um eine präventive Dimension ergänzt.
Wyss-Coray treibt die Kommerzialisierung über zwei Spin-offs voran: Teal Omics für Wirkstoff-Screening und Vero Bioscience [3] für ein Verbraucherprodukt. Innerhalb von zwei bis drei Jahren soll ein Test verfügbar sein . Die Kosten sollen sinken, wenn sich Messungen auf Schlüsselorgane wie Gehirn, Herz und Immunsystem konzentrieren.
In Europa dürften allerdings die In-vitro-Diagnostika-Verordnung und die KI-Regulierung eigene Hürden aufstellen, bevor ein solcher Test in der Praxis ankommt.
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So wirbt Commodore auf seiner Website für das Callback
(Bild: Commodore)
Das Callback 8020 soll Nutzern helfen, ihr Smartphone-Verhalten zu ändern – ganz ohne Browser und soziale Medien. Nach Kritik am Preis reagiert der Hersteller.
Alles kommt irgendwann wieder: Die Schallplatte, Wetten dass... und jetzt auch das Klapphandy. Die aus der Heimcomputer-Ära der 1980er Jahre bekannte Marke Commodore meldet sich mit einem ungewöhnlichen Produkt zurück: dem Callback 8020, einem Linux-basierten Klapphandy, das bewusst auf Browser, soziale Medien sowie E-Mail- und Arbeits-Apps wie Slack oder Teams verzichtet.
Vorbestellungen starten am 30. Juni, die Auslieferung ist für das vierte Quartal 2026 geplant.
Die Grundidee hinter dem Gerät stammt laut [1] Commodore-Präsident und CEO Peri Fractic aus eigener Erfahrung: Er habe selbst einen Wechsel zu einem einfacheren Klapphandy vollzogen, um seine eigene Smartphone-Abhängigkeit zu überwinden. Das Callback 8020 sei das Ergebnis dieses persönlichen Weges – ein Gerät, das er als "die perfekte Mitte zwischen dumm und smart" beschreibt.
Als Betriebssystem kommt Sailfish OS des finnischen Unternehmens Jolla zum Einsatz, das über eine Android-Kompatibilitätsschicht nach Herstellerangaben 99 Prozent der Android-Apps ausführen kann.
Allerdings blockiert Commodore bestimmte App-Kategorien bereits auf Systemebene: Browser und soziale Netzwerke lassen sich nicht installieren. Unterstützt werden hingegen Dienste wie WhatsApp, Signal, Telegram, Kartendienste, Musik-Streaming, Kalender, Podcasts und FM-Radio.
Nutzer können zwar Apps per APK-Datei manuell nachladen, das Gerät sei aber, so Commodore, "in erster Linie als ruhigeres, bewussteres Telefon konzipiert."
Ob die Trennung zwischen erlaubten und gesperrten Apps in der Praxis sauber funktioniert, muss laut [3] dem Technik-Fachportal igors lab ein unabhängiger Test noch zeigen.
Technisch ist das Callback 8020 bereits per Design veraltet. Als Prozessor kommt ein Mittelklasse-Prozessor von 2020, der MediaTek Helio G81 [4], zum Einsatz. Ihm stehen 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte internem Speicher zur Seite.
Eine 32-Gigabyte-MicroSD-Karte liegt bei. Das innere Display misst 3,25 Zoll bei einer Auflösung von 480 mal 640 Pixeln, auf der Außenseite zeigt ein kleines Sekundärdisplay Uhrzeit, Datum, Akku und Empfang. Eine 48-Megapixel-Sony-Kamera ist auf der Rückseite verbaut, der Akku ist wechselbar, und es gibt zwei SIM-Kartensteckplätze.
Auf 5G verzichtet Commodore bewusst – begründet wird dies mit Akkulaufzeit, Gehäusegröße und dem eigenen Detox-Ansatz. Stattdessen unterstützt das Gerät 4G-VoLTE sowie WLAN und Bluetooth. Schutz gegen Spritzwasser bietet die Zertifizierung nach IP44. Ein Touchscreen ist vorhanden, aber standardmäßig deaktiviert und lässt sich bei Bedarf einschalten.
Besonderes Augenmerk legt Commodore auf die Audioausstattung: Verbaut sind Chips von ESS und Cirrus Logic sowie ein sogenannter "audiophiler DAC" für verlustfreie Audiowiedergabe. Das Gerät spielt außerdem Klingeltöne im Stil des legendären Commodore-64-Soundchips SID ab und enthält vorinstallierte Spiele – darunter klassische C64-Titel sowie Snake.
Das Gehäuse ist in fünf Farbvarianten erhältlich: ProtoPET White, SX Silver, BASIC Beige, Starlight Edition (transparent) und eine vergoldete Founders Edition.
Der ursprünglich aufgerufene Einstiegspreis von 499 US-Dollar stieß bei Interessenten auf Kritik. Commodore reagierte und senkte den Preis der drei Standardvarianten sowie der Starlight Edition auf einheitlich 399 US-Dollar. Die vergoldete Founders Edition bleibt bei 640 US-Dollar. Wer am ersten Vorbestellungstag, dem 30. Juni, bestellt, erhält zusätzlich 50 US-Dollar Rabatt.
Die Preissenkung wurde laut Commodore durch zwei Maßnahmen ermöglicht: Zum einen werden keine Kopfhörer mehr standardmäßig mitgeliefert, zum anderen kommen wiederaufbereitete "Post-Consumer"-Speicherchips zum Einsatz, die mit einer einjährigen Garantie abgesichert sind. Wer fabrikneuen Speicher und die Hi-Def-IEM-Kopfhörer des Unternehmens möchte, kann diese gegen Aufpreis dazubestellen.
Den ursprünglich höheren Preis erklärt Commodore auch damit, dass das Unternehmen – anders als viele Smartphone-Hersteller – keine Einnahmen durch das Sammeln und Verkaufen von Nutzerdaten erzielt. Hinzu kämen gestiegene Speicherpreise infolge einer Speicherkrise sowie die Kosten für das mitgelieferte Zubehör.
Das Callback 8020 dürfte sich an eine kleine Zielgruppe richten: Menschen, die ihr Hauptgerät bewusst zeitweise zur Seite legen wollen und dafür bereit sind, für ein Gerät zu zahlen, das sich über das definiert, was es nicht kann.
Die Marke Commodore weckt bei Technik-Enthusiasten sofort nostalgische Gefühle. Das in den 1950er Jahren von Jack Tramiel gegründete Unternehmen prägte mit Heimcomputern wie dem VC20, der Amiga-Serie und vor allem dem legendären Commodore 64, dem meistverkauften Heimcomputer der Welt, die digitale Revolution der 1980er Jahre.
Nach dem Konkurs von Commodore International im Jahr 1994 begann jedoch eine regelrechte Odyssee für die Markenrechte. In den folgenden Jahrzehnten versuchten diverse Firmen, den Namen für moderne PCs, MP3-Player oder gar ein erstes Android-Smartphone (das Commodore PET im Jahr 2015) zu nutzen, meist mit überschaubarem Erfolg.
Die tatsächliche Wiederbelebung der Marke fand jedoch an der Basis statt: in der Retro-Community. Im Juni 2025 kaufte der britische Retro-Tech-YouTuber Christian "Peri Fractic" Simpson gemeinsam mit einer Investorengruppe die offiziellen Namensrechte an der Marke (Commodore Corporation B.V.). Um die Authentizität der neuen Firma zu garantieren, holte Simpson legendäre ehemalige Commodore-Veteranen wie den Chef-Ingenieur Bill Herd (C128), Jeri Ellsworth und den früheren UK-Geschäftsführer David Pleasance mit ins Boot.
Als erstes offizielles Produkt brachte das Unternehmen kurz darauf die Commodore 64 Ultimate-Reihe sowie den Commodore 64X PC auf den Markt – moderne, voll lizenzierte Hardware-Neuauflagen, auf die Fans jahrelang gewartet hatten. Mit dem Callback 8020 wagt sich die Firma nun erstmals wieder an ein neues Produktsegment.
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Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt vor einer möglichen Finanzkrise durch schuldenfinanzierte Investitionen in künstliche Intelligenz.
(Bild: VL-PhotoPro / Shutterstock.com)
Die Zentralbank BIZ schlägt Alarm: Die undurchsichtigen Kredite von Schattenbanken für Tech-Riesen bedrohen das globale Finanzsystem.
Investitionen in Künstliche Intelligenz könnten eine Finanzkrise auslösen. Darauf weist die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in ihrem Jahresbericht 2026 [1] hin und schlägt Alarm.
Der Grund dafür ist, dass der Ausbau der KI in vielen Fällen über Schulden finanziert ist, und das, so heißt es im Bericht, sei einer der gefährlichsten Druckpunkte für die Weltwirtschaft. Hinzu kommen eine stärker werdende Inflation und Staatsschulden auf Rekordniveau. Daraus ergebe sich ein Mix, der jeden Schock verstärken könnte.
BIZ-Generaldirektor Pablo Hernández de Cos formulierte die Sorge unmissverständlich: Die groß angelegten Investitionen in KI-Infrastruktur drohten "überhandzunehmen", da Konzerne wie Google, Meta, OpenAI und Nvidia sich gegenseitig zu überbieten versuchten.
Bleibe die Technologie hinter den Erwartungen zurück, könnte der aktuelle Boom "abrupt enden", was schwere makroökonomische Folgen haben könnte.
Der Bericht zieht dabei historische Parallelen, die aufhorchen lassen: Das Tempo und Ausmaß der KI-Investitionen ähnele der Dotcom-Blase oder – worauf The Telegraph hinweist – der britischen Eisenbahnmanie der 1840er Jahre [2] und den "roaring 20s" vor der Weltwirtschaftskrise.
Bereits im Februar hatten nervöse Börsenreaktionen auf ein düsteres KI-Szenario [3] darauf hingedeutet, dass die Stimmung an den Märkten fragil ist. Auch der Internationale Währungsfonds und die Bank of England warnten bereits vor einer gefährlichen Überbewertung im KI-Sektor.
Besonders brisant sind die Strukturen, mit denen der Boom finanziert wird. Die BIZ beschreibt ein System sogenannter "Circular-Financing"-Konstruktionen, heißt es etwa bei [4] Bloomberg: Chiphersteller und Hyperscaler beteiligen sich an KI-Labors oder Neocloud-Anbietern, die sich im Gegenzug zu mehrjährigen Abnahmeverträgen für Chips oder Rechenleistung verpflichten.
Rechenzentren werden demnach an Dritte ausgelagert, die sie über langfristige Verträge mit Ausstiegsklauseln an die Hyperscaler zurückvermieten. Die Vertragsbedingungen solcher Deals würden "unzureichend offengelegt", warnt die BIZ. Und dadurch steigt das Risiko, dass ein und dieselbe Anlage mehrfach verpfändet werde.
Private Kreditfonds, die hier wie ein Schattenbankensystem fungieren, sind in diesem wirtschaftlichen Ökosystem zu zentralen Finanziers geworden. Doch dort zeigen sich laut dem BIZ-Bericht "bereits Anzeichen von Stress".
Konkret: Fonds werden mit Rücknahmeanträgen überhäuft und mussten teilweise Auszahlungen sperren. Eine Dynamik, die an die bedenklichen Geldkreisläufe erinnert [5], vor denen Experten schon länger warnen.
Im historischen Vergleich schlägt der aktuelle KI-Boom jede Dimension. IBM-Chef Arvind Krishna rechnete bereits Ende 2025 vor [6], dass weltweit rund 100 Gigawatt an KI-Rechenzentrums-Kapazität angekündigt seien.
Notwendig seien dafür etwa Investitionen von rund 8 Billionen Dollar. Wenn dies zum großen Teil über Kredite finanziert wird, wären rund 800 Milliarden Dollar Gewinn im Jahr notwendig, um einmal die Zinsen zu zahlen und noch eine leichte Rendite zu erwirtschaften.
Fraglich ist hier, ob Kunden auch künftig bereit sind, massiv Geld für KI-Produkte zu zahlen. Schon heute übersteigen die Compute-Kosten in KI-Teams längst die Personalkosten, wie aktuelle Analysen zu den explodierenden Infrastrukturausgaben zeigen [7]: OpenAI gibt allein 2026 rund 50 Milliarden Dollar für Rechenleistung aus.
Die BIZ warnt zudem vor handfesten Engpässen: Kapazitätsgrenzen bei Rechenzentren und eine Verknappung des Chip-Angebots könnten den Boom zusätzlich gefährden. Laut einem Bericht der Financial Times habe Google bereits die Nutzung seiner Gemini-KI durch Meta begrenzt, weil die Kapazitäten nicht ausreichten.
Die WTO warnte im März ebenfalls [8], dass der Energiehunger der KI-Infrastruktur zur Achillesferse des Welthandels werden könnte.
Die KI-Risiken treffen auf ein ohnehin fragiles Umfeld. Hochverschuldete Staaten hätten es versäumt, ihre Finanzen in Wachstumsphasen zu konsolidieren, kritisiert die BIZ.
Ein möglicher Zahlungsausfall trifft dann auf Hedgefonds, die in den vergangenen Jahren nicht nur als Käufer von Staatsanleihen an Bedeutung gewonnen haben, sondern die auch "hochgradig fremdfinanzierte Strategien" verfolgen, wie Bloomberg betont. Und das alles auf Basis kurzfristiger Finanzierung. Das Risiko von Notverkäufen und sich selbst verstärkenden Abwärtsspiralen sei erheblich.
An den Märkten macht sich die Nervosität bereits bemerkbar: Der Nasdaq gab zuletzt um bis zu 1,3 Prozent nach, nachdem Apple höhere Preise wegen steigender Chipkosten angekündigt hatte.
Südkoreas Blue-Chip-Index schwankte an einem Tag um mehr als 10 Prozent. Selbst der SpaceX-Börsengang mit einer IPO-Bewertung von rund 1,8 Billionen Dollar endete ernüchternd – die Aktie fiel um 25 Prozent vom Höchststand.
De Cos' Appell an die Zentralbanken fiel entsprechend deutlich aus: Geldpolitische Disziplin bleibe unerlässlich. Die Verantwortlichen sollten sich "nicht scheuen", bei Bedarf die Zinsen anzuheben – auch wenn das kurzfristig Wachstum koste.
Eine Neubewertung der Risiken, ob durch höhere Zinsen oder einen KI-Einbruch ausgelöst, könne "ähnlich disruptive Auswirkungen haben wie die globale Finanzkrise von 2008".
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(Bild: Wolf Hosbach / KI / iX)
Mit GitBrowser lassen sich Git-Repos mit KI-Hilfe grafisch sortieren und partiell, anhand der Einteilung committen – auch nur mit Teilen von Dateien.
Die neue Version der grafischen Git-Verwaltung GitBrowser analysiert alle Dateiänderungen in einem Repo, sortiert sie in zusammenpassende Gruppen und benennt diese. So bekommen Anwenderinnen und Anwender einen schnellen Überblick über alle Änderungen, die sie oder ein Trupp von KI-Agenten gemacht haben. Die nach Themen sortierten Änderungsgruppen können sie dann separat stagen und commiten.
Für diese Funktion, Change Set Analysis, [1] verwendet GitBrowser den hauseigenen Coding-Assistenten CodeBot, der sich an Claude, Gemini oder OpenAI anbinden lässt. Eine Besonderheit der Funktion ist, dass sie Themen auch innerhalb einer Datei erkennt und nur diesen Teil der Bühne übergibt, wenn der Anwender diesen Gliederungspunkt commiten will. Anwenderinnen und Anwender klicken in der Dateiliste auf „Analyze Changesets with CodeBot“ und erhalten die gegliederte Übersicht.
(Bild: GitBrowser)
Einzelne Dateien lassen sich anklicken und dann mit Diff untersuchen, wobei nur die zum Thema passenden Abschnitte zu sehen sind. Auch beim manuellen Commiten, ohne KI-Hilfe, können Anwender einzelne Teile einer Diff-Ansicht zum Stagen wählen.
(Bild: GitBrowser)
Neu ist ferner eine umfassende Unterstützung für Worktrees, die sich im Tool wie normale Checkouts verwenden lassen, inklusive Commit, Push oder Merge. Auch hier funktioniert die Change Set Analyse mit CodeBot zwischen zwei Worktrees.
Das im November 2025 vorgestellte Tool [2] ist kostenlos, aber für die KI-Funktionen benötigen Anwender ihre eigenen Modell-Keys. Neben der Mac-Version ist in Kürze eine Beta für Windows angekündigt.
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Die Linux Foundation und Tech-Giganten starten Akrites, um Open-Source-Sicherheitslücken zentral und vertraulich zu beheben.
Die Linux Foundation hat gemeinsam mit zahlreichen Tech-Unternehmen und Finanzinstituten die Initiative Akrites gestartet. Ziel ist es, den Umgang mit Sicherheitslücken in wichtiger Open-Source-Software zentral zu koordinieren, sie vertraulich mit den jeweiligen Projektverantwortlichen zu beheben und erst anschließend offenzulegen. Hintergrund ist die wachsende Sorge, dass moderne KI-Modelle Schwachstellen deutlich schneller finden als bisher und damit den Zeitdruck für Verteidiger erheblich erhöhen.
Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem Amazon Web Services, Anthropic, Cisco, Google, IBM, Microsoft, GitHub, Nvidia, OpenAI, Red Hat sowie JPMorganChase, Citi und Vodafone. Die beteiligten Unternehmen wollen Personal, Sicherheitswissen und finanzielle Mittel bereitstellen.
Nach Angaben in der Ankündigung der Linux Foundation [1] verändert generative KI die Sicherheitslandschaft grundlegend. Während die Suche nach schwerwiegenden Sicherheitslücken bislang viel Fachwissen und oft Wochen an Analyse erforderte, könnten leistungsfähige KI-Modelle [2] große Open-Source-Projekte inzwischen innerhalb weniger Minuten auf potenzielle Schwachstellen untersuchen. Dadurch verkürze sich die Zeit zwischen dem Auffinden einer Lücke und ihrer möglichen Ausnutzung erheblich.
Akrites soll diese Entwicklung mit einem gemeinsamen Sicherheitsprozess beantworten. Statt dass mehrere Unternehmen dieselbe Schwachstelle unabhängig voneinander melden oder unterschiedliche Patches entwickeln, bündelt die Initiative die Koordination. Kern des Projekts sind ein gemeinsames Security Incident Response Team (SIRT) sowie ein einheitlicher Prozess zur koordinierten Offenlegung von Sicherheitslücken (Coordinated Vulnerability Disclosure, CVD). Die beteiligten Organisationen wollen bestätigte Schwachstellen gemeinsam mit den Upstream-Maintainern beheben, bevor Details veröffentlicht werden.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit den Entwicklern der betroffenen Open-Source-Projekte. Laut Linux Foundation sollen Fehlerbehebungen grundsätzlich in die Originalprojekte zurückfließen. Maintainer behalten die Kontrolle über ihre Projekte und sollen nicht mit mehrfachen oder widersprüchlichen Sicherheitsmeldungen belastet werden.
Für Pakete, die nicht mehr aktiv gepflegt werden, sieht Akrites zudem eine Rolle als „Maintainer of Last Resort“ vor. In solchen Fällen soll die Initiative Korrekturen für aktuelle Versionen bereitstellen, damit kritische Sicherheitslücken auch dann geschlossen werden können, wenn ursprüngliche Entwickler nicht mehr verfügbar sind.
Technisch setzt Akrites auf etablierte Verfahren und Standards der IT-Sicherheitsbranche. Dazu zählen unter anderem CVE zur Identifikation von Schwachstellen, CVSS zur Bewertung ihrer Schwere sowie CWE zur Klassifizierung von Schwachstellentypen. Dadurch soll sich die Initiative in bestehende Prozesse von Softwareherstellern, Sicherheitsforschern und Betreibern kritischer Infrastruktur einfügen.
Die Anschubfinanzierung übernimmt Alpha-Omega, ein Förderfonds der Linux Foundation für Open-Source-Sicherheit. Weitere Unternehmen und Organisationen können sich beteiligen, indem sie Entwicklerkapazitäten oder finanzielle Mittel bereitstellen. Parallel zum Start hat die Initiative einen offenen Brief [3] veröffentlicht, in dem die Gründungsmitglieder zu einer gemeinsamen Absicherung der Open-Source-Infrastruktur aufrufen.
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