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Vor vorgesternMake ff.org

IKEA-Hack: Samla-Box wird zur Haube für den Snapmaker U1

Von Heise
3D-Drucker im Einsatz

(Bild: Makerworld.com)

Wer den 3D-Drucker Snapmaker U1 einhausen will, zahlt für die Original-Haube satte 159 Euro – viel billiger ist die Community-Lösung aus einer IKEA-Kiste.

Wer einen Snapmaker U1 besitzt oder mit dem Multicolor-Drucker liebäugelt, kennt seine offene Bauweise. Für eine geschlossene Haube [1] verlangt Snapmaker zurzeit 159 Euro. Es gibt aber eine viel billigere Lösung. Auf MakerWorld [2] hat der User Beaver Works einen gedruckten Verbinder veröffentlicht, der die transparente IKEA-Samla-Box (45 Liter, 56 × 39 × 28 cm, 6,99 Euro) als Haube auf den Drucker setzt. Schrauben braucht es keine, nur ein Tropfen Kleber sorgt für Halt. Die Box hält Staub und Lärm draußen sowie die Wärme drinnen, was vor allem bei verzugsfreudigem ABS oder ASA hilft.

Von der Community weitergedacht

Tüftler aus aller Welt haben den Entwurf nachgedruckt und weitergedacht. Eine Variante kommt beim Zusammenbau ohne das Abstecken der Kabel aus, eine andere ergänzt Lüftungsschlitze, und jemand hat den Verbinder kurzerhand an eine ähnliche Box der US-amerikanischen Warenhauskette Costco angepasst.

Vier Köpfe, 80 Prozent weniger Filament

Die Frage, warum der U1 überhaupt so gefragt ist, hat die Make in Ausgabe 7/25 in einem ausführlichen Test [3] beantwortet. Der Drucker wechselt zwischen vier Druckköpfen, druckt mehrfarbig ohne Spülabfall und spart so bis zu 80 Prozent Filament. In einzelnen Disziplinen hängt er sogar den rund fünfmal teureren Prusa XL ab, und das für unter 1000 Euro.

(Bild: Nathalie Schönwetter)

IKEA als Maker-Fundgrube

Dass sich IKEA-Produkte erstaunlich oft zweckentfremden lassen, ist der Grund, warum sich das Make-Sonderheft 6/25 [4] nur rund um IKEA-Hacks dreht. Dort wird der Servierwagen Bror zur mobilen Werkbank und der Luftfilter Förnuftig zur Absaugstation für Lötdämpfe.

Gerade die Samla-Boxen werden für alle möglichen Hacks verwendet, vom Katzenklo über den Anzuchtkasten bis zur Filament-Aufbewahrung [5]. Bei der Trockenbox sorgen etwas Dichtungsband, ein paar gedruckte Halter, Silica-Gel und ein Hygrometer dafür, dass hygroskopisches PLA, ABS oder Nylon vor Feuchtigkeit geschützt bleibt. Passende Vorlagen für die 22- und 45-Liter-Box gibt es zuhauf.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11332385

Links in diesem Artikel:

  1. https://eu.snapmaker.com/de/products/top-cover-for-snapmaker-u1
  2. https://makerworld.com/de/models/2031310-snapmaker-u1-top-cover-modding-for-ikea-samla-45l
  3. https://www.heise.de/ratgeber/3D-Drucker-Snapmaker-U1-im-Test-11066562.html
  4. https://www.heise.de/news/Jetzt-im-Make-Sonderheft-6-25-Ikea-Hacks-10818952.html
  5. https://ikeahackers.net/2023/12/diy-filament-dry-box.html
  6. mailto:mch@make-magazin.de

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  • 15. Juni 2026 um 17:00

Diagnosegerät für Maker und Hardware-Entwickler

Von Heise

(Bild: Haleng)

Statt Oszilloskop-Kurven liefert der I2C Doctor verständliche Hinweise zur Fehlerursache auf dem I²C-Bus.

Haleng hat für I2C-Debugging den I2C Doctor entwickelt. Ein Diagnosewerkzeug mit integriertem Bildschirm, das die Analyse von I²C-Anwendungen vereinfachen soll.

Das Gerät basiert auf einem ESP32 mit zwei Prozessorkernen und 240 MHz Taktfrequenz sowie 4 MB Flash-Speicher. Die Bedienung erfolgt über drei Tasten und ein 1,3 Zoll großes TFT-Farbdisplay mit einer Auflösung von 240 × 240 Pixeln. Die Stromversorgung übernimmt eine USB-C-Buchse. Das eigentliche Einsatzgebiet liegt jedoch auf der Hardwareseite: Über Grove-, STEMMA-, QT- und QWIIC-Anschlüsse sowie zusätzliche Stiftleisten lässt sich der I2C Doctor direkt mit Schaltungen verbinden.

Hinweise in Textform

Nach dem Anschluss analysiert das Gerät den Zustand des I²C-Busses. Dabei werden Spannungen, Pull-up-Widerstände, Kurzschlüsse, Signalanstiegszeiten und Ströme bewertet. Anschließend berechnet die Firmware einen Gesundheitswert zwischen 0 und 100 Prozent und gibt konkrete Empfehlungen aus. Statt Rohdaten oder Oszilloskop-Kurven erhält der Anwender Hinweise in Klartext. Wer schon einmal mehrere Stunden damit verbracht hat, herauszufinden, warum ein OLED-Display einfach schwarz bleibt, dürfte diesen Ansatz zu schätzen wissen.

Die Analyse berücksichtigt dabei verschiedene I²C-Geschwindigkeiten von 10 kHz bis 1 MHz. Über DIP-Schalter können Pull-up-Widerstände mit 10 kΩ, 4,7 kΩ, 2,2 kΩ oder 1 kΩ zugeschaltet werden. So lässt sich direkt prüfen, wie sich unterschiedliche Konfigurationen auf die Busqualität auswirken. Zusätzlich überwacht ein Pull-up-Analyzer die Widerstandswerte und bewertet sie als passend, zu hoch oder zu niedrig.

Neben der eigentlichen Diagnose verfügt der I²C Doctor über eine Reihe weiterer Werkzeuge. Ein integrierter Adress-Scanner erkennt angeschlossene Geräte und versucht anhand einer internen Datenbank, bekannte Sensoren automatisch zu identifizieren. Ferner gibt es einen Live-Monitor, der die Kommunikation eines Masters beobachtet und Informationen wie Busgeschwindigkeit, Datenrate sowie die zuletzt übertragenen Bytes anzeigt.

Für Entwickler eigener Hardware dürfte insbesondere der Bereich „Fault Injection“ interessant sein. Hier können gezielt Fehlerzustände simuliert werden. So lassen sich zusätzliche Leitungskapazitäten zuschalten, um lange Kabel nachzubilden. Auch elektromagnetische Störungen, Clock Stretching oder ein blockierter Bus können künstlich erzeugt werden. Damit kann überprüft werden, wie robust eine Schaltung auf ungünstige Bedingungen reagiert. Wer seine Hardware bisher nur unter Idealbedingungen getestet hat, bekommt hier gewissermaßen einen eingebauten Nörgler für den I²C-Bus.

Für Entwicklung von Firmware

Ebenfalls vorhanden sind ein Stresstest für einzelne Geräte, ein Werkzeug zur Ermittlung der maximal stabilen Kommunikationsgeschwindigkeit sowie Funktionen zum Lesen und Schreiben von Registern. Sogar ein Sensor-Simulator ist integriert. Dabei verhält sich der I2C Doctor selbst wie ein I2C-Gerät und kann beliebige Daten an einen Master zurückliefern. Das kann bei der Entwicklung eigener Firmware hilfreich sein, wenn die eigentliche Hardware noch nicht verfügbar ist.

Auch an den Praxiseinsatz wurde gedacht. Die I²C-Schnittstellen sind durch Serienwiderstände geschützt.

Firmware-Updates erfolgen entweder per USB oder drahtlos über einen integrierten WLAN-Access-Point. Dazu wird eine neue Firmware-Datei über den Browser auf das Gerät übertragen. Der verbaute ESP32 besitzt zwar WLAN-Unterstützung, laut Dokumentation wird standardmäßig jedoch keine Antenne montiert. Für Updates sollte sich das Gerät daher in unmittelbarer Nähe befinden.

Mit Abmessungen von rund 84 × 50 mm inklusive Gehäuse bleibt der I2C Doctor kompakt genug für den Werkzeugkoffer oder die Schreibtischschublade. Für Maker, die regelmäßig mit Sensoren, Displays oder Mikrocontrollern arbeiten, könnte das Gerät eine interessante Ergänzung zu Multimeter und Logikanalysator sein. Ein Oszilloskop ersetzt es zwar nicht, dafür verspricht es eine deutlich angenehmere Antwort auf die Frage, warum der I²C-Bus mal wieder beschlossen hat, heute nicht mitzuarbeiten.

Erhältlich ist der I2C Doctor für 59 US-Dollar auf Tindie. [1] Dort findet man auch eine ausführliche Dokumentation.

Wer doch ein Oszi haben möchte, wird in unserem Maker-Guide dazu [2] an die Hand genommen


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11329380

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.tindie.com/products/haleng/i2c-doctor-white/
  2. https://www.heise.de/ratgeber/Kaufberatung-Das-passende-Oszilloskop-fuer-Anfaenger-oder-Profis-finden-10635748.html
  3. https://www.heise.de/make
  4. mailto:das@heise.de

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  • 11. Juni 2026 um 17:34

AZ-Delivery gibt sein Geschäft auf: Das Ende eines bekannten Maker-Shops

Von Heise
AZ Delivery Shop Aufgabe

(Bild: AZ Delivery)

Viele angehende Maker haben in den vergangenen Jahren den Einstieg mit Produkten von AZ-Delivery gemacht. Nun schließt der vor Maker Shop seine Pforten.

Wer in den vergangenen Jahren als Maker-Einsteiger nach Arduino-Boards, ESP32-Modulen oder Sensoren gesucht hat, kam an AZ-Delivery kaum vorbei. Jetzt ist Schluss: AZ-Delivery schließt seine Türen [1]. Das Unternehmen kündigt das Ende auf der eigenen Homepage per Banner an und wirbt zum Abschied mit Rabatten für Restbestände.

2014 fühlte sich Gründer Andreas Bonacina (EDIT: Nachname korrigiert) inspiriert: Nachdem sein Bruder mehrere Wochen auf Computerteile aus China [2]gewartet hatte, entschloss er sich, ein FBA-Geschäft (Fulfillment by Amazon) zusammen aufzubauen. Innerhalb kurzer Zeit florierte das Geschäft, und Andreas konzentrierte sich zusammen mit Albert Vu auf den Aufbau seiner eigenen Marke [3] AZ Delivery. 2018 war das Unternehmen in seiner Sparte Marktführer in Deutschland. Im Dezember 2020 wurde AZ-Delivery dann an den Amazon-Aggregator SellerX verkauft.

SellerX übernahm Online-Händler, die über Amazon ihre Produkte vertrieben [4] – doch das Geschäftsmodell geriet in die Krise. Der Fall von SellerX, das von Blackrock versteigert werden sollte [5], zeigte die Schattenseiten des schnellen Wachstums: Übernahmen, Schulden und ein stagnierender Markt brachten das Modell ins Wanken. Die Geschäftsanschrift von AZ-Delivery wechselte zuletzt nach Berlin [6], zur c/o SellerX Germany GmbH.

(Bild: AZ Delivery Webshop)

Nicht ohne Kontroversen

In der Community war AZ-Delivery nie unumstritten. Bereits 2021 sorgte das Unternehmen für Aufsehen, als es begann, bekannte Produktbezeichnungen fremder Hersteller als Marke unter den Nagel zu reißen [7]. Laut Handelsregister-Daten wurden dutzende Wortmarken [8] angemeldet, darunter gängige Bauteilbezeichnungen wie ATMEGA328, DHT11, HC-05, HD44780, MAX7219, SSD1306, BME280 oder DS18B20 – allesamt seit Jahren in der Szene etablierte Bezeichnungen von Drittherstellern.

In Foren wurde das als „bösgläubige Markenanmeldung [9]“ diskutiert. Der Bestand solcher Marken wurde angezweifelt, da die Bezeichnungen nachweislich vor dem Eintrag im Umlauf waren. Wie viele dieser Marken tatsächlich durchgesetzt werden konnten, ist unklar.

Gemischte Gefühle in der Szene

Von großem Bedauern ist in den einschlägigen Foren wenig zu spüren. Im Thread auf Mikrocontroller.net [10] fällt der Abschied eher nüchtern aus – die Qualität der Produkte und der teils fragwürdige Umgang mit Markenrechten hatten dem Ruf geschadet. Auch im Make-Magazin-Test von verschiedenen Breadboards [11] fielen die Produkte von AZ-Delivery durch.

(Bild: AZ-Delivery)

Und doch: AZ-Delivery hat über Jahre eine Rolle gespielt, die man nicht unterschätzen sollte. Für viele angehende Maker war der Shop das Tor in die Welt des Makings mit Mikrocontrollern und dem Basteln mit Elektronik. Wer als Einsteiger bei Amazon nach „Arduino“ oder „ESP32“ suchte, landete fast unweigerlich bei AZ-Delivery – inklusive deutschsprachiger E-Books und Anleitungen, die mal brauchbar, mal weniger hilfreich waren. Die Hemmschwelle war deutlich niedriger als eine Direktbestellung bei AliExpress mit eventuell langen Lieferzeiten und chinesischer Dokumentation. So wurden die schnell verfügbaren und über Amazon lieferbaren Boards oft die pragmatische Wahl.

Wer jetzt noch zuschlagen will: Der Shop unter az-delivery.de [13] ist noch erreichbar und fast überall sind schon reduzierte Preise angezeigt. Wie viel Einsparung das gegenüber anderen Quellen bietet, sollte man aber prüfen. Wie lange der Shop noch aktiv ist, zeigt ein Banner unten auf der Seite: aktuell noch 111 Tage. Alternativen für günstige Maker-Elektronik finden sich unter anderem bei BerryBase, Eckstein-Shop oder – mit etwas Erfahrung und Geduld – direkt bei AliExpress.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11327154

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.instagram.com/p/DZU6gWVCl2_/
  2. https://de.linkedin.com/in/andreas-habedank-5333081a1
  3. https://www.az-delivery.de/en/pages/wer-wir-sind
  4. https://www.trendingtopics.eu/sellerx-100-millionen-euro-fuer-das-zusammenkaufen-von-amazon-shops/
  5. https://retail-news.de/das-ende-der-amazon-aggregatoren-sellerx-in-der-krise/
  6. https://www.companyhouse.de/en/AZ-Delivery-Vertriebs-GmbH-Berlin
  7. https://www.mikrocontroller.net/topic/526180
  8. https://www.northdata.com/AZ-Delivery%20Vertriebs%20GmbH,%20Berlin/Amtsgericht%20Deggendorf%20HRB%204592
  9. https://www.sellerforum.de/forum/thread/58727-vorsicht-h%C3%A4ndler-von-elektronikbauteilen-registriert-fremde-handelsbezeichnungen/
  10. https://www.mikrocontroller.net/topic/585600
  11. https://www.heise.de/ratgeber/Im-Vergleich-Steckplatinen-fuer-Maker-erklaert-10384724.html
  12. https://www.heise.de/make
  13. https://www.az-delivery.de/
  14. mailto:caw@make-magazin.de

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  • 10. Juni 2026 um 13:17

Lernen mit Make: Einstieg in die Digitalelektronik und Programmierung

Von Heise
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Zwei neue Experimentierkits helfen beim Einstieg in die Digitalelektronik und Programmierung von Mikrocontrollern und Sensoren.

Lange angekündigt, jetzt ist es endlich verfügbar. Makey:Lab, das Innovations-Labor für junge Erfinder und Erfinderinnen ab 14 Jahren, kann im heise shop für 119,90 Euro bestellt werden [1] . Dank des mit vielen Sensoren, einem Mikrocontroller und einem Display bestückten Entwickler-Boards kann man ohne Löten und Verkabeln sofort loslegen. Einfach Software auf dem PC installieren (Windows, Linux, PiOS), und schon kann man erste Projekte starten und Ideen umsetzen.

Unser Ansatz: Schnelle Erfolgserlebnisse, um für Technikthemen zu begeistern, die Neugier zu wecken und für weitere Schritte zu motivieren. Mit unserer Plattform entdeckt man eigenständig die faszinierende Welt von MINT, Making und Mikrocontrollern – und das auf spielerische Art und Weise, ohne Lehrer, ohne Kontrolle.

Ohne Lehrer? Ja, das geht! Wir erinnern uns an die Heimcomputer der 80er Jahre, als sich eine ganze Generation das Programmieren mit viel Trial & Error und wenigen Büchern selber beibrachte. Makey:Lab kommt mit einem 200-seitigen Begleitbuch, das viele anschauliche Beispiele enthält und durch die Funktionen und Möglichkeiten führt.

Das Playbook zum Makey:Lab zeigt und beschreibt detailliert den Aufbau von Programmen.,
Das Playbook zum Makey:Lab zeigt und beschreibt detailliert den Aufbau von Programmen.,

Das Playbook zum Makey:Lab zeigt und beschreibt detailliert den Aufbau von Programmen.

Weitere Playbooks sind bereits in Planung, mit zusätzlichen Projekten rund um IoT, KI und Robotik. Mit Makey:Lab kann man im eigenen Tempo zu Hause arbeiten, ohne Druck und ohne unmittelbare pädagogische Einwirkung. Man darf Fehler machen, ausprobieren und alternative Lösungen finden.

Gleichwohl eignet sich Makey:Lab aber auch als Lehrmittel für den Unterricht in Schulen und Hochschulen, für Workshops in Makerspaces und zur beruflichen Weiterbildung.

Mit dem Makey:Lab erleben Anfänger, wie faszinierend es sein kann, eigene Projekte zu verwirklichen und sich praktische Fähigkeiten anzueignen. Making ist weit mehr als nur ein Hobby – es ist der Schlüssel, um Lösungen für Probleme umzusetzen und vom Theoretischen ins Praktische, vom Reden ins Handeln zu kommen. So geht Maker Education!

IoT2-Werkstatt

Unsere grafische Software „IoT2-Werkstatt“ sorgt dafür, dass man sich ganz auf kreative Ideen fokussieren kann, ohne auf die Schreibweise eines Programmcodes achten zu müssen.

Mit den grafischen Superblöcken eröffnet man sich die Welt zu spannenden Projekten und industriell relevanten Technologien. Die Oberfläche (ArduBlock) stammt aus der Arduino-Welt, die weltweit Millionen von Makern einsetzen. Da Arduino mittlerweile auch von großen Unternehmen für Projekte eingesetzt wird, kann man sein Wissen später auch beruflich nutzen. Makey:Lab ist aber auch kompatibel zu MicroPython und anderen Sprachen, die den ESP32-Mikrocontroller unterstützen.

Mit dem Mikrofon und den RGB-LEDs lässt sich leicht eine Lärmampel programmieren. Für alle Hardwareelemente gibt es eigene Superblöcke. ,
Mit dem Mikrofon und den RGB-LEDs lässt sich leicht eine Lärmampel programmieren. Für alle Hardwareelemente gibt es eigene Superblöcke. ,

Mit dem Mikrofon und den RGB-LEDs lässt sich leicht eine Lärmampel programmieren. Für alle Hardwareelemente gibt es eigene Superblöcke.

Mit den vorgefertigten Superblöcken baut man sich die Funktion seines Programms per Drag & Drop zusammen. In der Oberfläche gibt es Blöcke für Programmstrukturen wie Schleifen und Verzweigungen und fürs Display, WLAN, Internetfunktionen und für die verbauten Sensoren:

  • MEMS-Mikrofon
  • Licht und Abstandssensor (ADPS9990)
  • Gassensor (BME680)

Ein Dreh-Drucksensor dient zur Steuerung, ein Buzzer kann Sounds und Pieptöne ausgeben.

Mit der WLAN-Funktion kann man Daten ins Internet oder an sein Smartphone senden. Spezielle Blöcke ermöglichen es, Daten an KI-Dienste zu schicken und auswerten zu lassen. Makey:Lab bringt zahlreiche Anschlüsse für zusätzliche Sensoren (Grove, Stemma) mit und ist Pin-kompatibel zu Erweiterungen für den BBC micro:bit.

Zum Lieferumfang gehören die Makey:Lab-Platine mit einem ESP32, ein USB-C-Datenkabel sowie das Playbook. Abonnenten der Make zahlen statt 119,90 Euro nur 109,90 Euro. Lehrer und Schulen erhalten einen Mengenrabatt.

Make Special Digitalelektronik

Wer bisher mit Mikrocontrollern wie dem Arduino, ESP32 oder Raspberry Pi Pico gearbeitet hat, ist mit digitaler Technik bereits in Berührung gekommen – meist jedoch auf einer hohen Abstraktionsebene: Man schreibt Programme, die digitale Ein- und Ausgänge steuern, Sensorwerte einlesen und LEDs oder Motoren ansteuern. Doch was im Inneren des Controllers passiert, bleibt für viele oft verborgen. Wie funktioniert eigentlich die interne Takterzeugung, wie arbeitet ein Timer, wie funktioniert ein Zähler und Teiler, wie arbeiten Schieberegister? Und auch beim Entwurf von extrem schnellen Schaltungen mit FPGAs ist das Wissen über Logikgatter wie AND, OR, NOR, NAND, XOR und wie man sie zusammenschaltet erforderlich.

Make Special Digitalelektronik: Das Bundle besteht aus Experimentierkit und Heft.,
Make Special Digitalelektronik: Das Bundle besteht aus Experimentierkit und Heft.,

Make Special Digitalelektronik: Das Bundle besteht aus Experimentierkit und Heft.

Ein großer Vorteil der hier im Set verwendeten CMOS-Gatter ist, dass sie im statischen Zustand nahezu keinen Strom verbrauchen. Das macht sie besonders attraktiv für energieeffiziente Anwendungen, etwa batteriebetriebene Geräte oder stromsparende Sensorlogik.

Das Heft ist für Einsteiger, aber auch für Fortgeschrittene gedacht, die eine praktische Auffrischung brauchen. Es eignet sich für die Berufsausbildung, fürs Studium und Hobby. Das Heft führt Schritt für Schritt in die Grundlagen der Digitaltechnik ein. Einen Einstieg in die Schaltalgebra vermittelt die historischen Hintergründe und hilft bei der Planung kombinatorischer Logikschaltkreise. Sequenziell arbeiten hingegen Flip-Flops, von denen wir die wichtigsten Arten im Detail erklären. Wir stellen zudem grundlegende Logik-ICs vor und wie man sie richtig einsetzt.

Die PADs im Einsatz: ein digitaler Zähler aus Binärzählern und BCD-Dekodern.,
Die PADs im Einsatz: ein digitaler Zähler aus Binärzählern und BCD-Dekodern.,

Die PADs im Einsatz: ein digitaler Zähler aus Binärzählern und BCD-Dekodern.

Mit dem in Kooperation mit ELV entwickelten Experimentierkit baut man die im Heft erklärten Schaltungen nach: Mit bereits zwei Gattern entsteht ein Oszillator, der ein Rechtecksignal ausgibt. Mit einem zusätzlichen Binärzähler lassen sich sogar Sound-Sequenzen erzeugen. Taktgesteuert ist auch die Ampelanlage, deren Funktion wir in Logik-Terme überführen, die anschließend grafisch Schritt für Schritt mit Karnaugh-Veitch-Diagrammen minimiert werden, um Logik-Gatter zu sparen. Anhand eines Zufallszahlengenerators erklären wir Schieberegister im Detail, führen im LED-Lauflicht à la „Knight Rider“ in Multiplexer ein und wenden Flip-Flops praktisch an. Eine digitale Zählerschaltung mit Anzeige demonstriert abschließend den praktischen Einsatz von Binärzählern und BCD-Dekodern.

Die Bauteile in der Übersicht: PADs, Kabel, Steckbrücken.,
Die Bauteile in der Übersicht: PADs, Kabel, Steckbrücken.,

Die Bauteile in der Übersicht: PADs, Kabel, Steckbrücken.

Das Heft hat einen Umfang von 88 Seiten [9] und wurde von Redakteuren von ELV und Make geschrieben. Das Kit besteht aus 50 sogenannten PADs, zwei Breadboards und zahlreichen Steckbrücken und Jumperkabeln. Der Vorteil des PAD-Systems: Man kann die Bauteile ohne Blick ins Datenblatt verkabeln, weil alle Anschlussbezeichnungen bereits aufgedruckt sind. Wer noch alte CMOS- oder TTL-ICs herumliegen hat, kann sie mit dem PAD-System kombinieren. Zur Stromversorgung dient ein 5-V-Ladenetzteil, wie es für Smartphones in jedem Haushalt verfügbar ist. Das Bundle aus Heft und Kit kostet 89,90 Euro und ist exklusiv im heise shop versandkostenfrei verfügbar [10].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11307808

Links in diesem Artikel:

  1. https://shop.heise.de/makey-lab-iot-lern-und-experimentierplattform
  2. https://www.heise.de/ratgeber/Lernen-mit-Make-Einstieg-in-die-Digitalelektronik-und-Programmierung-11307808.html
  3. https://www.heise.de/ratgeber/Frostwarner-im-Eigenbau-Schaltung-zur-Temperaturerkennung-fuer-Pflanzen-11137574.html
  4. https://www.heise.de/ratgeber/Experimentierset-Servo-Tester-selber-bauen-7336766.html
  5. https://www.heise.de/ratgeber/Experimentierset-Modulares-Breadboard-bauen-7536452.html
  6. https://www.heise.de/ratgeber/Oxocard-in-C-programmieren-10964639.html
  7. https://www.heise.de/ratgeber/Bastelprojekt-Wie-man-Fischertechnik-mit-der-Oxocard-steuert-10314276.html
  8. https://www.heise.de/make
  9. https://www.heise.de/news/Experimentierkit-Digitalelektronik-jetzt-im-heise-Shop-erhaeltlich-11260323.html
  10. https://shop.heise.de/make-special-digitalelektronik-mit-experimentierset?wt_mc=intern.shop.shop.make-digitalelektronik.ticker-1.link.link
  11. mailto:dab@make-magazin.de

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  • 10. Juni 2026 um 07:00

WisdPi Prom21: AMDs B650-Chipsatz als PCIe-Erweiterungskarte

Von Heise
PCIe-Erweiterungskarte vor weißem Hintergrund

(Bild: WisdPi)

Die Erweiterungskarte Prom21 von WisdPi bringt USB, M.2-Steckplätze und SATA. Theoretisch läuft sie sogar an Raspberry Pis.

WisdPi bringt mit der Prom21 zum ersten Mal eine herstellerunabhängige Erweiterungskarte mit AMDs Desktop-Chipsatz B650 zur Marktreife. Sie ist primär als interne PCI-Express-Karte (PCIe 4.0 x4) für Desktop-PCs gedacht, läuft grundsätzlich aber in und an allen möglichen Systemen.

Laut Entwickler [1] funktioniert sie sogar mit einem Thunderbolt-5-Adapter an Apple-Macs und mit einem M.2-Adapter an einem Raspberry Pi 5. Eigenständige Treiber sind offenbar nicht notwendig; die generischen Treiber aktueller Betriebssysteme sollen genügen.

Extra USB, SATA und M.2

Moderne Chipsätze sind schlicht I/O-Hubs, die per PCI Express mit dem Prozessor kommunizieren und weitere Anschlüsse bereitstellen. Die Prom21-Karte von WisdPi stellt einmal USB 3.2 Gen 2x2 (20 Gbit/s, Typ C), viermal USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s, Typ A), vier M.2-Steckplätze und einen Oculink-Port [2] bereit. An letzterem lassen sich etwa per Adapterkabel bis zu vier SATA-Laufwerke anschließen. Für Gehäuseanschlüsse gibt es noch sechs USB-2.0-Front-Header.

Die M.2-Steckplätze sind laut Dokumentation [3] mit jeweils vier PCIe-4.0-Lanes angebunden. Wie bei Mainboards limitiert allerdings die PCIe-Verbindung zum Prozessor: Die SSDs schaffen einzeln die hohe Geschwindigkeit, lassen sich aber nicht gleichzeitig ausreizen.

PCIe-Erweiterungskarte von hinten vor weißem Hintergrund
PCIe-Erweiterungskarte von hinten vor weißem Hintergrund

Zwei der vier M.2-Steckplätze befinden sich auf der Kartenrückseite.

(Bild: WisdPi)

Damit auch alle angeschlossenen USB-Gerätschaften genügend Strom bekommen, hat die Prom21-Karte einen sechspoligen PCIe-Stromanschluss. Zur Kühlung genügt ihr ein Aluminiumkühlkörper ohne Lüfter.

Der Preis ist mit 199 US-Dollar im Hersteller-Shop [4] hoch. Inklusive Einfuhrumsatzsteuer sind das etwa 205 Euro. Das dürfte auch der geringen Produktionsstückzahl geschuldet sein. B650-Mainboards starten schon bei 80 Euro [5]. Aktuell können sich Interessierte benachrichtigen lassen, sobald die Erweiterungskarte wieder verfügbar ist.

B550-Karte für Bastelcomputer

WisdPi will außerdem eine B550-Version auflegen, die sich mit PCIe 3.0 und weniger Anschlüssen begnügt. Auf einem Prototyp ist etwa kein USB-C zu sehen. Hier sollen Bastelcomputer noch stärker in den Fokus rücken, die in der Regel gar kein PCIe 4.0 haben. Der Raspberry Pi 5 zum Beispiel stellt eine einzelne Lane bereit, die inoffiziell PCIe-3.0-Geschwindigkeit schafft.

Bild von Vorserien-Hardware in einem Mainboard
Bild von Vorserien-Hardware in einem Mainboard

Prototyp einer B550-Erweiterungskarte.

(Bild: WisdPi)


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11321883

Links in diesem Artikel:

  1. https://github.com/geerlingguy/raspberry-pi-pcie-devices/issues/818#issuecomment-4615509887
  2. https://www.heise.de/news/PCI-Industrievereinigung-attackiert-zum-Jubilaeum-Thunderbolt-1637546.html
  3. https://oshwhub.com/wesd/b650
  4. https://wisdpi.com/products/prom21?variant=48307094847742
  5. https://preisvergleich.heise.de/?cat=mainboards&xf=2836_B650&pagesize=30&sort=p&promode=true&cs_id=1206858352&ccpid=hocid-newsticker
  6. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  7. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
  8. mailto:mma@heise.de

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  • 08. Juni 2026 um 15:45

NAS mit ARM-Chips von Qualcomm: Radxa DragonBay und DragonStation mit "Fygo OS"

Von Heise

Der für Einplatinencomputer bekannte chinesische Hersteller Radxa kündigt NAS-Komplettgeräte mit ARM-Prozessoren von Qualcomm an.

Der Hersteller Radxa aus Shenzhen baut zwei kompakte Netzwerkspeicher (NAS) mit ARM-Prozessoren von Qualcomm. In die flache DragonStation mit 10-Gigabit-Ethernet passen sechs M.2-SSDs. Das NAS DragonBay hat hingegen nur 2,5-Gigabit-Ethernet und vier Einbauschächte für 3,5-Zoll-Festplatten sowie zwei M.2-SSDs als Cache.

Auf der Radxa-Website gibt es noch keine detaillierten Informationen zu den beiden NAS. Laut Radxa-Chef Tom Cubie sollen sie aber bald folgen.

Update

Laut Informationen aus dem Discord-Kanal von Radxa steckt in der DragonBay der Qualcomm SC8280XP, also der 2021 für Notebooks angekündigte Snapdragon 8cx Gen3 [2].

Auf den Einplatinencomputer Dragon Q6A lötet Radxa hingegen den Qualcomm Dragonwing QCS6490.

Ein Nachteil des Smartphone- beziehungsweise Embedded-Prozessors ist der fest aufgelötete LPDDR4-Arbeitsspeicher, der sich nicht erweitern lässt. Vorteile sind hohe Effizienz und niedrige Leistungsaufnahme im Leerlauf.

Als Betriebssystem soll „Fygo OS“ zum Einsatz kommen. Dabei kooperiert Radxa mit der chinesischen NAS-Distribution FnOS [3] (FeiNiu, 飞牛) ; der Name bedeutet anscheinend „fliegender Ochse“.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11318835

Links in diesem Artikel:

  1. https://radxa.com/blog/DragonStation-and-DragonBay-AI-NAS-Systems/
  2. https://www.heise.de/news/Qualcomm-Snapdragon-8cx-Gen-3-Erste-5-Nanometer-Plattform-fuer-PCs-6281673.html
  3. https://www.fnnas.com/
  4. https://www.heise.de/ct
  5. mailto:ciw@ct.de

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  • 04. Juni 2026 um 16:26

LTE für IoT-Projekte

Von Heise
USB-LTE4G-EU Kommunikationsmodul auf grüner Leiterplatte mit Quectel EG900K-EU LTE-Modem, USB-C-Buchse, Antennenanschluss und Pinleiste für IoT- und M2M-Anwendungen

(Bild: Olimex)

Das neue USB-LTE4G-EU verbindet IoT-Geräte per LTE und benötigt dabei nur eine einzige Antenne.

Mit dem USB-LTE4G-EU [1] hat Olimex ein kompaktes 4G-Modem für IoT- und Embedded-Projekte vorgestellt. Das Gerät basiert auf dem LTE-Modul Quectel EG800K-EU und richtet sich an Anwendungen wie Telemetrie, Fernwartung, industrielle Steuerungen oder mobile Gateways. Der Fokus liegt dabei weniger auf maximaler Geschwindigkeit, sondern auf einer stabilen Datenverbindung für Geräte, die dauerhaft online sein sollen.

Das Modem nutzt LTE Cat.1bis. Der Mobilfunkstandard ist speziell für IoT-Geräte gedacht und arbeitet mit nur einer Antenne. Dadurch sinken Hardwarekosten und Stromverbrauch. Die maximale Datenrate liegt bei bis zu 10 MBit/s im Download und 5 MBit/s im Upload. Das reicht zwar nicht, um das aktuelle YouTube-Video der Make [2] zu schauen, aber für Sensordaten reicht es allemal.

Angeschlossen wird das Modul über USB-C mit USB-2.0-Interface. Laut Olimex funktioniert die Einbindung unter Linux, Windows und Android ohne größere Konfiguration. Besonders interessant für Maker: Systeme wie Raspberry Pi, BeagleBone oder OLinuXino sollen das Modem automatisch erkennen. Einfach einstecken und die Internetverbindung läuft über LTE, wenn man eine SIM-Karte eingesteckt hat.

Die Stromaufnahme fällt laut Olimex niedrig aus. Im Sleep-Modus benötigt das Modem rund 3 mA, im Idle-Betrieb etwa 22 mA. Unter Last steigt der Verbrauch laut Hersteller auf 50 bis 350 mA, kurzzeitig können beim Verbindungsaufbau aber Stromspitzen bis 2 A auftreten. Olimex weist deshalb ausdrücklich darauf hin, dass ein hochwertiges USB-Kabel notwendig ist.

Mit Abmessungen von 34 × 25 × 6 mm fällt das Gerät kompakt aus. Die Betriebstemperatur gibt Olimex mit -35 bis +75 Grad Celsius an, womit sich das Modem auch für Außeninstallationen oder industrielle Umgebungen eignet. Angeboten wird außerdem eine Variante mit integrierter PCB-Antenne unter der Bezeichnung USB-LTE4G-EU-ANT.

Für Maker ergeben sich damit einige interessante Einsatzmöglichkeiten. Denkbar wären etwa autarke Messstationen mit LTE-Anbindung, mobile Raspberry-Pi-Gateways, Fernwartungssysteme für Garten- oder Solaranlagen oder Telemetrie-Projekte ohne vorhandene Netzwerkinfrastruktur.

Im Olimex-Shop [3] kostet das USB-LTE4G-EU derzeit 11,95 Euro pro Stück.

Wer zwar kein Internet braucht, aber Daten weit funken möchte, findet in unserem Artikel zum Klingel-Repeater [4] einen Einstieg in LoRa.


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https://www.heise.de/-11317284

Links in diesem Artikel:

  1. https://olimex.wordpress.com/2026/05/29/usb-lte4g-eu-for-reliable-4g-lte-connectivity-in-iot-and-industrial-applications-across-europe/
  2. https://www.youtube.com/watch?v=U1F-BhEHjTs
  3. https://www.olimex.com/Products/IoT/LTE/USB-LTE4G-EU/
  4. https://www.heise.de/ratgeber/Der-DIY-Klingel-Repeater-im-Eigenbau-11302495.html
  5. https://www.heise.de/make
  6. mailto:das@heise.de

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  • 03. Juni 2026 um 15:08

Die Redaktion auf der Maker Faire Prag

Von Heise

Auf der Maker Faire Prag sammelte die Make-Redaktion neue Eindrücke und entdeckte Unterschiede zur deutschen Maker-Community.

Die Maker Faire Ruhr ist jetzt schon eine Weile vorbei und die Make-Redaktion scharrt ungeduldig mit den Lötkolben bis zum nächsten Maker-Event. Da passte die Maker Faire Prag perfekt, um wieder die Inspirations-Akkus aufzuladen. Außerdem war es etwas Neues für die heise-Maker: Maker Faires in DACH kennt die Redaktion bereits wie ihre Westentasche.

Aber wie tickt die Maker-Szene eigentlich bei den osteuropäischen Nachbarn? Um das herauszufinden, ist das Team kurzerhand nach Tschechien zur Maker Faire in Prag gereist.

Dort hat sich die Redaktion aufgeteilt und ging getrennt auf Erkundungstour. Im Folgenden berichten die Redakteure, was sie auf ihren Maker-Expeditionen gefunden haben.

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Ákos

Schon beim Betreten des Messegeländes ging es los: Im Außenbereich warteten postapokalyptische Fahrzeuge, die gelegentlich Feuer spuckten, und Maker, die wieder anderes Feuer mit ihren Erfindungen löschten. Daneben waren dann auch gleich die ersten Zelte aufgebaut, in denen Besucher an Maker-Workshops teilnehmen konnten.

Bild 1: Das Außengelände wurde für Liveshows genutzt.,
Bild 1: Das Außengelände wurde für Liveshows genutzt.,

Das Außengelände wurde für Liveshows genutzt.

Im Zentrum der Anlage, einem Amphitheater rund um den historischen Křižík-Brunnen, gab es den ganzen Tag über Vorträge, die mit Chemieexperimenten und Laserharfenmusik das Publikum begeisterten. Vorbei an den vielfältigen Imbissständen (es gab sogar mittelalterliches Essen) erschlossen sich von dort aus vier prall gefüllte Hallen voller Aussteller.

Bild 2: Das Messegelände der Maker Faire in Prag.,
Bild 2: Das Messegelände der Maker Faire in Prag.,

Das Messegelände der Maker Faire in Prag.

Unter den Ausstellern waren auch viele junge Menschen von Schulen und Hochschulen, die ihre Projekte präsentierten. Am Stand von „Studentsk HW hackathon“ konnte man zum Beispiel ein paar Lösungen für Astronauten entdecken, die während eines Hackathons innerhalb von 24 Stunden entstanden sind. Einer der Studierenden namens Jan erklärte mir, dass sein Entwurf eine lokale Ortung in einer Raumstation ermögliche. Dafür müsse man vier Sensormodule (im folgenden Bild rot) möglichst weit voneinander entfernt in der Station anbringen und ein fünftes an einem Astronauten befestigen. Mithilfe von WLAN und Time-of-Flight sei es dann möglich, die Position der Person zu bestimmen: Indem man die Dauer misst, die der Datenaustausch benötigt.

Bild 3: Damit weiß man immer, wo das Alien in der Raumstation ist.,
Bild 3: Damit weiß man immer, wo das Alien in der Raumstation ist.,

Damit weiß man immer, wo das Alien in der Raumstation ist.

Auch der chinesische Hersteller Lilygo war mit einem Stand vertreten und zeigte seine neuesten Produkte. Bereits auf der letzten Maker Faire Hannover hatte er den Prototyp einer Augmented-Reality-Brille dabei, die man vor Ort testen konnte.

Bild 4: Lilygos AR-Brille.,
Bild 4: Lilygos AR-Brille.,

Lilygos AR-Brille.

Diese wurde auch in Prag präsentiert. Mittlerweile in einer weiterentwickelten Version, sodass man die angezeigten Bilder diesmal viel besser fokussieren konnte. Einen Preis für das ESP32-basierte Gadget konnte ich den Lilygo-Vertretern leider nicht entlocken, aber das Produkt soll wohl in den nächsten zwei Monaten erhältlich sein.

Joey und Alex

Ich finde es großartig, wenn sich Projekte nicht ganz ernst nehmen und mit einem Augenzwinkern gestaltet sind. Besonders gefreut habe ich mich daher über einen Stand mit Fahrzeugen und Zelten im Mad-Max-Stil: improvisierte Endzeit-Fahrzeuge aus Schrott. Brutal, funktional und einschüchternd gebaut, bei deren Anblick jeder TÜV-Prüfer in Schockstarre verfallen würde. Zwischen all diesen Brachialitäten standen zwei passend gekleidete Herren, die eine Spielplatz-Federwippen-Ente als Arbeitsunterlage wie einen Amboss nutzen.

Bild 5: Gleich kommt der "Road Warrior" um die Ecke.,
Bild 5: Gleich kommt der "Road Warrior" um die Ecke.,

Gleich kommt der "Road Warrior" um die Ecke.

Was für ein schöner Kontrast! Ähnliche Gegensätzlichkeiten habe ich mehrfach beobachtet. Und das beschränkt sich nicht nur auf die Maker Faire selbst, auch Prag selber scheint so zu sein. Die Innenstadt setzt sich aus Gebäuden ganz unterschiedlicher Epochen und Baustile zusammen, die direkt nebeneinander stehen und sich doch gut ergänzen. Vielleicht färbt diese bunte Mischung eben auch auf die dortige Maker-Szene ab.

Bild 6: Die Skyline von Prag lädt zum Verweilen ein.,
Bild 6: Die Skyline von Prag lädt zum Verweilen ein.,

Die Skyline von Prag lädt zum Verweilen ein.

Bemerkenswert fand ich außerdem, dass man an den Ständen kaum Bambu-Lab-Drucker gesehen hat, dafür aber umso mehr 3D-Drucker aus dem Hause Prusa. Letzteres ist wenig verwunderlich, das Prusa-Firmengelände ist nur wenige hundert Meter von der Maker Faire Prag entfernt. Dass Bambu Lab in der tschechischen Maker-Szene so viel weniger stark vertreten zu sein scheint, war mir dagegen neu.

Bild 10: Maker-Zeitschriften lagen kostenlos zum Mitnehmen aus. Dank der App "Google Übersetzer" konnten wir sogar lesen, was drinsteht.,
Bild 10: Maker-Zeitschriften lagen kostenlos zum Mitnehmen aus. Dank der App "Google Übersetzer" konnten wir sogar lesen, was drinsteht.,

Maker-Zeitschriften lagen kostenlos zum Mitnehmen aus. Dank der App "Google Übersetzer" konnten wir sogar lesen, was drinsteht.

Was mich dann doch ein bisschen kalt erwischt hat, war die Sprachbarriere vor Ort. Diese stand mir stärker im Weg, als ich vermutet habe. Die allermeisten Stände sind mit tschechischen Schildern und Texthinweisen versehen. Und wenn man sich ein ausgestelltes Projekt nicht visuell erschließen kann, kommt man ums Fragen nicht herum. Das ist einerseits spannend, weil ich so in kurzer Zeit vergleichsweise viele Gespräche geführt habe, auf der anderen Seite ist das schnelle Erfassen entsprechend schwieriger. Für einen Besuch der Prager Maker Faire würde ich daher beim nächsten Mal beide Öffnungstage einplanen, um genügend Zeit für Gespräche zu haben. Und zwei weitere Tage, um die Stadt weiter erkunden zu können – es lohnt sich!

Alex

Wenn ich an Prag denke, habe ich zuerst Bilder von Altstadt, Kultur und Kunsthandwerk im Kopf. Vielleicht bin ich deshalb auch mit der Erwartung zur Maker Faire Prag gefahren, dort vor allem klassische DIY-Projekte und Handmade-Themen zu sehen. Das gab es auch. Aber den spürbaren Schwerpunkt auf moderner Hardware, Mikrocontrollern, Robotik und offenen Hardware-Plattformen gab es dennoch. Zwischen all den Devboards, Sensoren und Technologie-Demos entstand dabei ein Eindruck, der mich über die ganze Messe hinweg begleiten sollte: Da ist unglaublich viel Technologie und Experimentierfreude, aber auch ein gewisses Suchen.

Bild 7: Auf der Suche nach neuen Roboter-Ideen: Alex entdeckt den Stand von HP und Moravia auf der Maker Faire Prag.,
Bild 7: Auf der Suche nach neuen Roboter-Ideen: Alex entdeckt den Stand von HP und Moravia auf der Maker Faire Prag.,

Auf der Suche nach neuen Roboter-Ideen: Alex entdeckt den Stand von HP und Moravia auf der Maker Faire Prag.
Bild 11: Roboter dürfen auf einer Maker Faire natürlich nicht fehlen. ,
Bild 11: Roboter dürfen auf einer Maker Faire natürlich nicht fehlen. ,

Roboter dürfen auf einer Maker Faire natürlich nicht fehlen.

Besonders aufgefallen ist mir das in Gesprächen mit den Hardware-Entwicklern vor Ort. So zeigte mir M5Stack den neuen CardputerZero, eine kleine Hardware-Plattform voller Möglichkeiten und mit einigen eher beispielhaften Software-Demos. Irgendwann fiel dort der Satz: „Can’t wait to see what the community creates!“ Der Satz wirkte zunächst charmant und ehrlich. Je länger ich darüber nachdachte, desto interessanter wurde er aber. Viele der gezeigten Systeme wirkten weniger wie fertige Produkte, sondern mehr wie eine Einladung an Maker, Entwickler und Start-ups, daraus überhaupt erst Anwendungen und Ideen zu entwickeln.

Genau in dieses Bild passten auch andere Gespräche der Messe. STMicroelectronics sprach über seinen Start-up-Accelerator, bei dem junge Hardware-Teams mit Technik, Know-how und Entwicklungsunterstützung gefördert werden, während die eigentlichen Ideen und Anwendungen aus den Start-ups selbst kommen sollen. Bei HP und Moravia standen Bildungsansätze und Robotik-Nachwuchsprojekte im Mittelpunkt. Und schließlich trafen wir zufällig einen deutschen Studenten mit Entrepreneurship-Schwerpunkt, der zum ersten Mal eine Maker Faire besuchte. Er war begeistert von den vielen Ideen und Projekten, stellte aber gleichzeitig die vielleicht passendste Frage der ganzen Messe: Wie wird daraus eigentlich ein Produkt?

Im Gespräch wurde schnell klar, dass genau darin ein aktuelles Spannungsfeld der Maker-Szene liegt. Viele Unternehmen scheinen die technologische Plattform bereits fertig entwickelt zu haben, während die eigentliche Suche nach Anwendungen, Produktideen und echten Einsatzfeldern bewusst an Communitys, Start-ups oder Bildungseinrichtungen weitergereicht wird.

Daniel B.

Verglichen mit Deutschland hat Tschechien zwar rund 11 Prozent weniger Absolventen in MINT-Studiengängen, allerdings auch noch keine so klaffende Fachkräftelücke. Dennoch wächst der Bedarf im Nachbarland und so war die Maker Faire Prag aus meiner Sicht stark darauf ausgelegt, dem Nachwuchs Technik und DIY schmackhaft zu machen. Ein Großteil der Aussteller bot Workshops und Mitmach-Aktionen für die vielen Familien mit Kindern an. An vielen Ständen konnten Kinder löten, mit Elektronik experimentieren und Betonobjekte bauen. Daneben gab es erstaunlich viele Anbieter von Experimentierkits rund um Robotik, Modellbau, Elektronik, Mikrocontroller.

Bild 8: Ein großer Bereich drehte sich in einer Halle um Kampfroboter und deren Reparatur nach einem Scharmützel.,
Bild 8: Ein großer Bereich drehte sich in einer Halle um Kampfroboter und deren Reparatur nach einem Scharmützel.,

Ein großer Bereich drehte sich in einer Halle um Kampfroboter und deren Reparatur nach einem Scharmützel.
Bild 9: In vielen praktischen Workshops konnten Kinder erste DIY-Erfahrungen sammeln.,
Bild 9: In vielen praktischen Workshops konnten Kinder erste DIY-Erfahrungen sammeln.,

In vielen praktischen Workshops konnten Kinder erste DIY-Erfahrungen sammeln.

Überrascht war ich von einem Stand einiger Retro-Computing-Enthusiasten, die ihre vergilbte Hardware aufgebaut hatten und Kinder Doom und Quake darauf spielen ließen, die meisten geschätzt unter 12, ohne dass irgendein Erwachsener missfallend die Augenbraue hob. In Tschechien ist man in dieser Hinsicht offenbar etwas kulanter. Dennoch erinnerte mich die Maker Faire Prag sehr stark an die Maker Faire Hannover, obwohl in Prag kaum private Maker als Aussteller zu sehen waren, die einfach nur ihr Projekt vorstellten. Was im Vergleich zu deutschen Maker Faires völlig fehlte, waren flanierende Cosplayer und Steampunker. Eine Ausnahme bot das Außenbereichs-Highlight: ein Mad-Max-Ensemble mit Trucks und Feuerschauspiel à la Thunderdome.

Die Präsenz von Espressif und STMicroelectronics in Prag zeigte, dass die tschechische Maker-Community eine gewisse Relevanz unter wichtigen Chip-Produzenten hat. Apropos Maker: Der Dresscode war unter Besuchern und Ausstellern ähnlich wie in Deutschland einheitlich: (bedrucktes) T-Shirt oder Hoodie und Jeans. Ich habe mich jedenfalls sehr wohlgefühlt.

Maker Faire im DACH-Raum

Das klingt doch alles sehr gut! Neue Eindrücke sind ja das Lebenselixier der Maker, das man sich nur von einer Maker Faire abholen kann. Wer in Prag nicht dabei sein konnte oder das als zu weit weg empfand, entdeckt bestimmt im deutschsprachigen Raum noch eine Messe, auf der er sich in das inspirierende Getümmel stürzen kann.

  • 20. – 21. Juni 2026: Maker Faire Solothurn
  • 26. Juni 2026: Maker Faire Wuppertal
  • 15. – 16. August 2026: Maker Faire Hannover
  • 7. – 8. November 2026: Maker Faire Mittleres Rheinland

Für die Messen Solothurn, Wuppertal, Hannover und Rheinland ist nach wie vor der Call for Makers offen. Wer also sein cooles Projekt vorstellen will oder als Bildungseinrichtung die MINT-Trommel rühren möchte, sollte sich das nicht entgehen lassen.


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https://www.heise.de/-11308189

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  1. https://www.heise.de/ratgeber/Die-Redaktion-auf-der-Maker-Faire-Prag-11308189.html
  2. https://www.heise.de/ratgeber/Bastelprojekt-Genaue-Bewegungsablaeufe-fuer-Roboter-programmieren-10624897.html
  3. https://www.heise.de/hintergrund/Rueckblick-Maker-Faire-Hannover-2025-ein-Festival-der-Kreativitaet-10636239.html
  4. https://www.heise.de/ratgeber/Roboterwettbewerbe-im-Ueberblick-Regeln-Technik-und-Aufbau-fuer-Einsteiger-10494303.html
  5. https://www.heise.de/ratgeber/Bastelprojekt-Wie-man-Fischertechnik-mit-der-Oxocard-steuert-10314276.html
  6. https://www.heise.de/tests/Igus-ReBeL-Cobot-im-Test-Roboterarm-fuer-kleines-Geld-9768047.html
  7. https://www.heise.de/ratgeber/Pybricks-Lego-Roboter-mit-Python-steuern-9050077.html
  8. https://www.heise.de/ratgeber/Roboter-als-Lernkonzept-fuers-Klassenzimmer-Marco-Duevelmeyer-im-Interview-9591850.html
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  • 03. Juni 2026 um 07:00

Firefox 151: Endlich Web-Serial für den beliebten Browser

Von Heise
Firefox Maskottchen jagt einen Bitstream.

(Bild: heise medien / KI)

Der freie und offene Webbrowser Firefox ist eine letzte Bastion gegen Chromium-Varianten. Nun gibt es endlich auch die Web-Serial-API für den Fuchs.

Mozilla hat Firefox 151 um die Web-Serial-API für Desktop-Browser erweitert. Die über JavaScript nutzbare Schnittstelle erlaubt Webanwendungen den direkten Zugriff auf serielle Geräte, die per USB oder Bluetooth mit dem Rechner verbunden sind. Entwickler können damit Mikrocontroller programmieren, Firmware aktualisieren oder Messdaten auslesen, ohne native Anwendungen oder Browser-Erweiterungen installieren zu müssen. Die Funktion war bislang Chromium-basierten Browsern wie Chrome oder Edge vorbehalten.

Der Schritt ist wichtiger, als es auf den ersten Blick erscheint. Viele moderne Hardware-Werkzeuge setzen inzwischen auf browserbasierte Oberflächen. Mussten Nutzer dafür bislang oft zwangsläufig zu einem Chromium-Browser greifen, wächst mit Firefox 151 [2] nun die Freiheit bei der Browserwahl. Mozilla hat die Implementierung nach eigenen Angaben gemeinsam mit Adafruit getestet [3] und validiert, dessen Open-Source-Hardwareplattformen in der Maker-Szene weitverbreitet sind.

Praxis

Die neue Schnittstelle dürfte zudem nicht nur für Maker und Hardwareentwickler interessant sein. Immer mehr Geräte verlagern Einrichtung, Diagnose und Firmwarepflege in den Browser. Von Messgeräten über Laborhardware bis hin zu Reparatur- und Servicewerkzeugen können künftig auch Endanwender profitieren, wenn Hersteller auf offene Webstandards statt auf proprietäre Desktop-Programme setzen.

Firefox 151 fordert vor dem Zugriff auf serielle Geräte ausdrücklich die Zustimmung des Nutzers an.

Dass das bereits funktioniert, zeigte ein kurzer Praxistest mit dem iFixit FixHub [4]. Nach Freigabe des seriellen Zugriffs über den neuen Firefox-Dialog erkannte die browserbasierte Web-Konsole die angeschlossene Power Station sofort.

Nach der Freigabe erscheint die angeschlossene FixHub Power Station im Geräteauswahldialog des Browsers.

Eine veraltete Firmware wurde automatisch erkannt und ließ sich direkt aus der Webanwendung aktualisieren.

Die Webanwendung erkennt direkt die veralteten Firmware-Versionen und spielt Updates direkt über die serielle Verbindung ein.

Anschließend konnte auch der angeschlossene Lötkolben vollständig über Firefox bedient werden. Temperaturanzeige, Sollwertvorgabe und Gerätestatus wurden ohne zusätzliche Software direkt im Browser dargestellt. Damit ist es möglich, den Lötkolben ohne die Station an beliebigen USB-C, Hochstrom-Powerbanks zu nutzen.

Temperaturregelung und Statusanzeige des iFixit-Lötkolbens laufen komplett in einer Browseranwendung auf Basis der Web-Serial-API.

Ich werde nun wieder mehr Firefox benutzen, nachdem diese für mich wichtige Funktion endlich verfügbar ist.

Siehe auch:


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Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/make
  2. https://www.firefox.com/de/
  3. https://blog.mozilla.org/en/firefox/firefox-web-serial-adafruit/
  4. https://de.ifixit.com/fixhub-de
  5. https://www.heise.de/download/product/firefox-19416?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link
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  • 02. Juni 2026 um 11:37

UN will Elektro-Umbau von Verbrennern bis 2027 international standardisieren

Von Heise

(Bild: Carl Undéhn)

Verbrenner zu Stromer: Die UN arbeiten an einem internationalen Standard für den E-Umbau von Verbrennerautos. Ein Regelwerk soll bis 2027 stehen.

Die UNECE, die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa, arbeitet an einem weltweit gültigen Regelwerk für den Umbau von Verbrennern auf Elektroantrieb. Eine Arbeitsgruppe unter dem Weltforum für Fahrzeugvorschriften soll bis 2027 harmonisierte Vorschriften entwickeln, die Mindestanforderungen für Umrüstkits festlegen, Leistungsanforderungen für umgebaute Fahrzeuge definieren und den Einsatz standardisierter Kits ermöglichen, die in allen teilnehmenden Ländern anerkannt werden.

Ob auch Tüftler und Selbstumrüster von einem künftigen Regelwerk profitieren werden, ist noch offen. Der aktuelle Entwurf [1] sieht vor, dass nur autorisierte Installateure Umbauten durchführen dürfen. Wer in der eigenen Garage schraubt, bliebe damit vorerst weiterhin auf die nationale Einzelabnahme angewiesen. Das nächste Treffen der Gruppe findet am 11. Juni statt.

Flickenteppich nationaler Vorschriften

Bisher steht, wer seinen Verbrenner auf Elektroantrieb umrüsten will, in Deutschland vor einer teuren Einzelabnahme — und in den meisten anderen Ländern fehlt jeglicher regulatorischer Rahmen. Einzig Frankreich hat 2020 ein eigenes, standardisiertes Zulassungsverfahren für Umrüstkits eingeführt, doch in der Praxis blieb der Durchbruch bisher aus.

Auch in Deutschland sind Unternehmen, die den serienmäßigen Umbau versucht haben, gescheitert. Es gibt aber eine lebendige Tüftlerszene und eine Handvoll kleinerer Werkstätten, die Verbrenner auf Elektroantrieb umrüsten. Make beleuchtet die Hürden und Herausforderungen [2], vor denen Bastler stehen, die ihren Verbrenner in Eigenregie auf Elektroantrieb umrüsten und durch den TÜV bringen wollen.

Beim E-Umbau wird in der Regel das originale Getriebe beibehalten und über eine Adapterplatte mit einem Elektromotor verbunden.

Die UNECE ist im Hinblick auf Fahrzeugvorschriften kein Papiertiger [3]: Ihre Regelungen werden von 64 Vertragsstaaten anerkannt, darunter die gesamte EU, Großbritannien, Japan und Südkorea. Die Typgenehmigungen und Prüfnormen, nach denen Fahrzeuge und ihre Bauteile in Europa zugelassen werden, stammen größtenteils von dort. Wenn die Arbeitsgruppe eine UN-Regulation für Retrofit verabschiedet, könnten EU-Mitgliedstaaten sie direkt in nationales Recht übernehmen und die bisherige teure Einzelabnahme durch eine standardisierte Zulassung ersetzen. Die Arbeitsgruppe deckt alle Fahrzeugkategorien ab, vom Zweirad bis zum Lkw. Geleitet wird sie von Frankreich und Spanien, unterstützt von Schweden, Deutschland, Großbritannien, Japan und der Europäischen Kommission.

Riesiger Bestand, große Wirkung

Der Bedarf ist groß. Weltweit sind rund 1,4 Milliarden Pkw unterwegs, die allermeisten davon mit Verbrennungsmotor. Selbst wenn ab morgen nur noch Elektroautos verkauft würden, bliebe der bestehende Fuhrpark über Jahrzehnte auf der Straße. Retrofit könnte helfen, diesen Bestand schneller zu dekarbonisieren — und zwar mit besserer Klimabilanz als ein Neuwagenkauf. Die französische Umweltbehörde ADEME hat 2021 errechnet [4], dass ein umgerüsteter Kleinwagen über seine Restlebensdauer 66 Prozent weniger CO₂ verursacht als ein weiter betriebener Diesel und sogar 47 Prozent weniger als ein fabrikneuer Stromer, weil die Produktion einer neuen Karosserie entfällt.

Eine Kosten-Nutzen-Analyse des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung im Auftrag des SWR zeigt zudem, dass sich ein Umbau auch wirtschaftlich lohnen kann [5]: Bei Kosten von 12.000 bis 15.000 Euro und einer Jahresfahrleistung von 14.000 km amortisiert sich die Investition nach etwa sieben Jahren.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11313731

Links in diesem Artikel:

  1. https://globalautoregs.com/documents/42113
  2. https://www.heise.de/hintergrund/Projekt-E-Auto-Verbrenner-auf-Elektroantrieb-umruesten-11302796.html
  3. https://unece.org/environment/press/unece-accelerate-decarbonization-road-transport-developing-harmonized-provisions
  4. https://www.avere-france.org/lademe-publie-une-etude-sur-le-retrofit/
  5. https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/verbrenner-elektro-eauto-umruesten-kosten-100.html
  6. https://www.heise.de/make
  7. mailto:mch@make-magazin.de

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  • 01. Juni 2026 um 17:00

Home Assistant: Smartphone-Apps ermöglichen Übernahme durch Angreifer

Von Heise
Home-Assistant-Logo und -Schriftzug vor Matrix-Regen-Hintergrund

(Bild: heise medien)

Die Companion-Apps für Android und iOS reißen ein Sicherheitsleck in Home Assistant. Angreifer könnten Instanzen übernehmen.

Wer Home Assistant mit den Companion-Apps unter Android oder iOS steuert, sollte die verfügbare Aktualisierung schleunigst anwenden. Das Update für die Apps schließt eine Sicherheitslücke, durch die Angreifer ein Zugriffstoken abgreifen und damit die komplette Home-Assistant-Instanz übernehmen können.

Details liefert eine Sicherheitsmeldung im GitHub-Repository von Home Assistant [1], der CVE-Schwachstelleneintrag wurde nun am Wochenende öffentlich (CVE-2026-44698 [2], CVSS 8.3, Risiko „hoch“). Die Schwachstelle beschreibt die Sicherheitsmeldung als Cross-Origin IFrame Token-Exfiltration mittels WebView-JavaScript-Bridge-Callback-Injection. Etwas weniger hakelig: Ein Iframe etwa von einer in Home Assistant eingebundenen externen App kann aufgrund der Schwachstelle beliebigen JavaScript-Code in der Companion-App innerhalb des Haupt-Frames ausführen und dabei den Zugriffstoken des angemeldeten Nutzers ausleiten. Angreifer können sich damit als dieser Nutzer ausgeben und die Kontrolle übernehmen, je nach Rolle des Users auch die komplette Instanz.

Als Angriffsszenario beschreiben die Entwickler, dass ein Opfer die Home-Assistant-Companion-App installiert hat und damit am Server angemeldet ist. Zudem hat das Opfer eine Webseite (Iframe)-Karte zu einem Dashboard hinzugefügt, die auf eine Drittanbieter-Webseite verweist, die Angreifer kontrollieren können – entweder direkt oder etwa nach einem Einbruch in einen solchen Dienst. Das Opfer öffnet das Dashboard, woraufhin der Zugriffstoken an die Angreifer übermittelt wird. Der wiederum nutzt dann den Token zum Zugriff auf die Home-Assistant-REST-API mit den Rechten des angemeldeten Users.

Aktualisierte Software fixt das Problem

Die Schwachstelle bessern die Home-Assistant-Companion-Apps in Version 2026.4.4 für Android und 2026.4.1 für iOS aus. Wer nicht umgehend auf die aktualisierten Apps umsteigen kann, soll jede Webseiten-Karte aus den Dashboards entfernen und einen Bogen um das Einbinden von Drittanbieter-URLs etwa für Wetter-Widgets, Status-Seiten oder externe Dashboards machen.

Wer Interesse an Smart-Home-Steuerung mittels Home-Assistant hat und einen Weg zum Einstieg sucht, findet hier eine ausführliche Home-Assistant-Einführung [3].

Siehe auch:


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https://www.heise.de/-11313360

Links in diesem Artikel:

  1. https://github.com/home-assistant/core/security/advisories/GHSA-7jp2-p2fw-mgvf
  2. https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-44698
  3. https://www.heise.de/ratgeber/Smart-Home-Alles-was-Einsteiger-ueber-Home-Assistant-wissen-muessen-11145685.html
  4. https://www.heise.de/download/product/home-assistant?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link
  5. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  6. mailto:dmk@heise.de

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  • 01. Juni 2026 um 11:53

DLSS 4.5: Nvidia verbessert Ray Reconstruction für Raytracing-Spiele

Von Heise
Ray Reconstruction in Alan Wake 2

In „Alan Wake 2“ kann Ray Reconstruction mehr Details rekonstruieren – in diesem Fall Rauschmuster auf Fernsehern.

(Bild: Nvidia)

Nvidias Ray-Reconstruction-Modell für DLSS 4.5 kommt im August und verbessert die Grafik in Raytracing-Spielen wie „Cyberpunk 2077“ – auf Wunsch vieler Nutzer.

Nvidia hat auf der Computex ein verbessertes Ray-Reconstruction-Modell für DLSS 4.5 angekündigt, das im August für alle GeForce-RTX-Grafikkarten erscheint. Davon profitieren Spiele mit anspruchsvollem Ray Tracing und Path Tracing – darunter „Cyberpunk 2077“, „Star Wars Outlaws“ und „Alan Wake 2“.

Ray Reconstruction ist ein KI-Denoiser für Spiele mit intensivem Raytracing. Bei aktiviertem Ray Tracing oder Path Tracing berechnet die Grafikkarte Licht und Schatten, indem sie einzelne Lichtstrahlen verfolgt. Da aktuelle GPUs nicht jedes Pixel vollständig in Echtzeit abtasten können, bleibt das Bild dabei zunächst verrauscht. Denoiser glätten dieses Rauschen mit handoptimierten Algorithmen, was häufig Details weichzeichnet und Bildfehler produziert. Ray Reconstruction ersetzt diese Algorithmen durch ein KI-Modell, das räumliche und zeitliche Bilddaten aus der Spiel-Engine analysiert und fehlende Pixel zuverlässiger als andere Ansätze rekonstruiert. Das Ergebnis ist ein schärferes, stabileres Bild mit präziserer Beleuchtung und generell reduzierten Artefakten.

Technische Vorzeigespiele profitieren

Ray Reconstruction umfasst eine eigene Upscaling-Komponente. Als Nvidia Anfang des Jahres das Upscaling-Modell mit einem neuen Transformer-Ansatz auf DLSS 4.5 hob und die Bildqualität in Spielen ohne Raytracing verbesserte [2], blieb Ray Reconstruction zunächst außen vor. Spieler von Raytracing-Spielen müssen sich derzeit also zwischen dem verbesserten Upscaling von DLSS 4.5 auf der einen und Ray Reconstruction auf der anderen Seite entscheiden.

Weil Ray Reconstruction bei Spielen mit intensivem Raytracing praktisch alternativlos ist, blieben die Vorzüge von DLSS 4.5 ausgerechnet bei den technischen Vorzeigespielen in der Praxis bisher aus. Ein neues Ray-Reconstruction-Modell stand daher weit oben auf der Wunschliste von Besitzern einer Nvidia-Grafikkarte.

Das neue Ray-Reconstruction-Modell soll im August für alle RTX-Grafikkarten veröffentlicht werden, schreibt Nvidia im Firmenblog [3]. Das neue Modell bietet im Vergleich zum bisherigen Modell laut Nvidia 35 Prozent mehr Rechenkapazität bei ähnlichen Performance-Kosten. Es soll räumliches Bewusstsein für Szenen tiefer verankern und Engine-Daten über Bewegung und Beleuchtung besser auswerten.

Mehr Schnee, weniger Bildrauschen

In „Indiana Jones und der Große Kreis“ reduziert das neue Modell etwa Schlieren bei Schnee- und Partikeleffekten. In „Pragmata“ reagiert die Beleuchtung auf Lasereffekte schneller und hinterlässt weniger Artefakte, wenn sich ein Laser abschaltet. In „Alan Wake 2“ werden feine Muster auf Fernsehgeräten im Spiel stabiler und klarer dargestellt. Generell sollten Spiele mit dem neuen Ray-Reconstruction-Modell weniger verrauscht dargestellt werden.

Zum Start im August soll Ray Reconstruction 4.5 in 27 Spielen verfügbar sein, darunter auch „Avatar: Frontiers of Pandora“, „Hogwarts Legacy“, „Half-Life 2 RTX“ und „DOOM: The Dark Ages“. Das neue Ray-Reconstruction-Modell kann ab August wie die Upscaling- und Frame-Generation-Komponenten von DLSS über die Nvidia-App manuell eingestellt werden.


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https://www.heise.de/-11313102

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  1. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  2. https://www.heise.de/news/DLSS-4-5-Nvidia-App-mit-neuen-Funktionen-jetzt-fuer-alle-Nutzer-11141849.html
  3. https://www.nvidia.com/en-us/geforce/news/dlss-4-5-ray-reconstruction-1000-rtx-games-apps-out-now/
  4. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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  • 01. Juni 2026 um 09:43

Platinen mit rekonfigurierbaren Flüssigmetall-Leiterbahnen für die Entwicklung

Von Heise

Das Start-up-Unternehmen Itera kündigt Leiterplatten an, deren Flüssigmetall-Leiterbahnen sich in einer Minute durch Elektrobenetzung verlegen lassen.

Das Start-up-Unternehmen Itera kündigt Platinen für elektronische Schaltungen an, deren Leiterbahnen aus Flüssigmetall bestehen. Die Form der Leiterbahnen lässt sich in einem feinen Raster durch Elektrobenetzung (Electrowetting) verändern; das soll weniger als eine Minute dauern. Dadurch können Entwickler die Verschaltung der auf der Platine befestigten Bauelemente und Anschlüsse rasch ändern.

Weil Itera-Leiterplatten Änderungen an der Verdrahtung der Komponenten ohne mechanische Eingriffe ermöglichen, sollen sie die Entwicklung physischer Schaltungen stark beschleunigen.

Bisher verrät die Itera-Website [1] erst wenige Details. Allerdings verspricht das US-Unternehmen, auch mehrlagige Platinen mit Durchkontatkierungen seien machbar.

Elektrobenetzung bezeichnet das physikalische Phänomen, dass ein elektrisches Feld die Oberflächenspannung mancher Flüssigkeiten beeinflusst. Dadurch wiederum benetzt diese Flüssigkeit je nach elektrischer Feldstärke unterschiedlich große Bereiche einer Oberfläche.

Mehrere [2] Forschungsarbeiten [3] haben in den vergangenen Jahren Elektrobenetzung mit Flüssigmetallen untersucht. Dabei ging es unter anderem um Galliumverbindungen, die etwa auch zur Wärmeübertragung zwischen Prozessoren und Kühlkörpern [4] zum Einsatz kommen.

Winzige Schalter im "Ideal Switch" von Menlomicro.

(Bild: Menlomicro)

Alternative Mikro-Relais

Eine ebenfalls innovative Alternative zur Umschaltung von Verbindungen hat die Firma Menlomicro als „Ideal Switch“ [5] entwickelt. Das sind Relais in Chip-Bauform, die intern sehr viele winzige Schaltkontakte enthalten. Menlomicro liefert unterschiedliche Varianten beispielsweise für das Schalten relativ hoher Ströme oder von Signalen mit hohen Frequenzen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11308438

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.itera.co/
  2. https://link.springer.com/article/10.1007/s44258-025-00052-8
  3. https://advanced.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/adma.202506383
  4. https://www.heise.de/news/Playstation-5-im-Teardown-Grosser-Kuehler-monolithischer-Chip-und-Fluessigmetall-4923450.html
  5. https://menlomicro.com/technology/how-it-works
  6. https://www.heise.de/ct
  7. mailto:ciw@ct.de

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  • 27. Mai 2026 um 16:09

Lizenzstreit und Cloud-Zwang: Bambu Lab unter massivem Druck

Von Heise
Johannes hinter Gittern

(Bild: Johannes Börnsen / Maker Media)

Ein polnischer Entwickler, eine DMCA-Drohung und fünf chinesische Gesetze: Der Streit um Bambu Labs geschlossenes Ökosystem erreicht eine neue Eskalationsstufe.

Bambu Lab baut 3D-Drucker [1], die den Markt in den vergangenen Jahren ordentlich aufgemischt haben: gute Druckqualität, hohe Geschwindigkeit, attraktive Preise – vom Einsteiger-Modell A1 Mini bis zu großen Maschinen für den professionellen Einsatz. Doch das chinesische Unternehmen steht mal wieder im Kreuzfeuer der Community.

Slicer, Lizenzen und ein Netzwerk-Plug-in

Um zu verstehen, worum es geht, muss man einen Blick auf die Software werfen. Ein Slicer ist die Software, die ein 3D-Modell nimmt und dem Drucker sagt, was er damit machen soll – massiv drucken, mit Gitterstruktur, hohl. Bambu Labs eigener Slicer heißt Bambu Studio. Den hat das Unternehmen aber nicht von Grund auf selbst entwickelt: Bambu Studio basiert auf dem PrusaSlicer des tschechischen Herstellers Prusa Research.

Damit kommt die AGPL-3.0-Lizenz ins Spiel. Sie erlaubt es, den Code eines Open-Source-Projekts zu nehmen, zu verändern, auch kommerziell zu nutzen und wiederzuveröffentlichen – unter der einzigen Bedingung, dass das Ergebnis wieder unter derselben Lizenz steht. Ein Tauschgeschäft: Man nimmt ein fertiges Projekt, passt es an seine Hardware und Bedürfnisse an, und als Gegenleistung dürfen andere wiederum auf die Ergänzungen zugreifen. Bambu Studio steht unter dieser Lizenz, soweit also lizenzkonform.

Bambu hat jedoch ein Netzwerk-Plug-in in den Slicer eingebaut, das die erstellten Daten an die Bambu-Cloud sendet, von wo sie an den Drucker weitergeleitet werden. Seit Anfang 2025 ist dieser Weg verpflichtend. Alternative Slicer wie der beliebte OrcaSlicer [2] können nicht mehr direkt mit dem Drucker kommunizieren, sondern müssen über „Bambu Connect“ – im Wesentlichen dasselbe Netzwerk-Plug-in – die Bambu-Cloud durchlaufen.

Nachträgliche Einschränkung für bestehende Geräte

Wer einen Bambu-Drucker gekauft hat, bevor diese Änderung kam, erlebt einen massiven Einschnitt: Vorher ließen sich Dateien einfach lokal übers Netzwerk an den Drucker schicken, der Drucker konnte gesteuert und überwacht werden. Das geht jetzt nicht mehr. Der Funktionsumfang des bereits bezahlten Geräts hat sich nachträglich verschlechtert.

Das hat den polnischen Entwickler Pawel Jarczak gestört. Er veröffentlichte einen eigenen Fork von Bambu Studio – was er darf, denn Bambu Studio steht unter AGPL-Lizenz. Dieser Fork ermöglicht wieder die direkte Kommunikation mit Bambu-Lab-Druckern.

Bambu Lab warf Jarczak vor [3], sein Fork melde sich bei den Bambu-Servern als offizieller Bambu-Studio-Client – mit fest einprogrammierter Versionsnummer. Die Server könnten den legitimen von gefälschtem Traffic nicht unterscheiden, was die Cloud-Infrastruktur destabilisieren könne. Bambu drohte mit Sektion 1201 des amerikanischen Digital Millennium Copyright Acts – einem Gesetz, das das Umgehen technischer Schutzmaßnahmen unter Strafe stellt. Jarczak nahm seinen Fork daraufhin offline.

Damit war die Sache aber nicht erledigt. Jarczak wandte sich an Louis Rossmann, einen amerikanischen YouTuber und Right-to-Repair-Aktivisten, sowie an GamersNexus. Beide veröffentlichten den Fork und boten Jarczak jeweils 10.000 Dollar für seine rechtliche Verteidigung an. GamersNexus kündigte außerdem an, alle eigenen Bambu-Lab-Drucker hinauszuwerfen und durch Prusa-Drucker zu ersetzen.

Auch der US-Urheberrechtsanwalt Leonard French meldete sich zu Wort: Was Bambu da mache, sei ein klassisches Vorgehen für „progressives Einschließen“. Ein Hersteller bringe Hardware günstig mit vielen Funktionen auf den Markt, schränke diese dann Schritt für Schritt per Software-Update ein und sperre die Nutzer langsam aber sicher in ein Ökosystem ein, aus dem sie nicht mehr ohne Weiteres herauskommen.

Der AGPL-Vorwurf: Steckt mehr dahinter?

Jarczak legte zusätzlich eine detaillierte technische Analyse vor [4]: Das geschlossene bambu_networking-Plug-in sei kein unabhängiges Add-on, sondern ein tief integrierter Bestandteil von Bambu Studio. Bambu Studio lade, installiere und aktualisiere das Plug-in selbst, löse 108 Funktionen aus der geschlossenen Bibliothek auf und nutze es für zentrale Funktionen wie Login, Monitoring, LAN- und Cloud-Druck, MakerWorld, Kamera und Telemetrie.

Sein Fazit: Das Verteilen von Bambu Studio als AGPL-Programm, ohne den Quellcode des geschlossenen Plug-ins bereitzustellen, sei ein AGPL-Verstoß. Da Bambu Studio auf PrusaSlicer und Slic3r basiert – beides AGPL-Code von vielen Autoren –, könne Bambu Lab diese Ausnahme nicht einseitig einführen.

Josef Prusas Einschätzung auf X

Josef Prusa ist Gründer von Prusa Research, einem der bekanntesten 3D-Drucker-Hersteller weltweit – und Urheber des PrusaSlicers, auf dem Bambu Studio aufbaut. Er hatte Bambus AGPL-Verstoß bereits 2023 kritisiert, sah aber keine rechtliche Handhabe – ein Verfahren müsste vor einem chinesischen Gericht geführt werden.

In einem langen Post auf X [5] bettet er den Streit nun in einen größeren Kontext: Zwischen 2017 und 2023 habe China fünf Gesetze verabschiedet, die Unternehmen zur Geheimdienstkooperation verpflichten, dem Staat Zugang zu Verschlüsselungsschlüsseln sichern, chinesische Datenzugriffe unabhängig vom Serverstandort ermöglichen und entdeckte Schwachstellen direkt an Behörden leiten. Prusa kommt zu dem Fazit, dass fast die komplette 3D-Druckwelt damit in chinesischen Staatshänden liege. Das gelte ebenso für Hersteller chinesischer Autos, Kameras und KI-Modelle.

Offene Fragen

Ob Bambu Lab tatsächlich gegen Rossmann und Gamers Nexus vorgeht, ist bisher offen. Öffentlich hat der Streit eine Diskussion ausgelöst, die zumindest Teile der Community aufhorchen lässt. Und grundsätzlich berührt der Fall die Frage: Wem gehört eigentlich ein Gerät, das ich gekauft habe – und darf mir der Hersteller nachträglich Funktionen entziehen?

Für Bambu Lab ist es nicht das erste Mal, dass das Unternehmen sich unbeliebt macht: Bereits die Einführung von „Authorization Control“ Anfang 2025 [6] hatte für massive Kritik gesorgt. Der aktuelle Fork-Konflikt eskaliert diesen Streit nun auf eine neue, rechtliche Ebene. Der Fork selbst ist weiterhin bei Rossmann und GamersNexus verfügbar.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11304925

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/thema/3D-Drucker
  2. https://www.heise.de/news/OrcaSlicer-2-3-2-Massives-Update-11265708.html
  3. https://blog.bambulab.com/setting-the-record-straight-on-cloud-access-and-community/
  4. https://github.com/jarczakpawel/OrcaSlicer-bambulab/blob/main/bambu_agpl.md
  5. https://x.com/josefprusa/status/2054602354851254330
  6. https://www.heise.de/news/Bambu-Lab-Sicherheitsfeature-sperrt-Dritt-Slicer-aus-10248408.html
  7. https://www.heise.de/make
  8. mailto:vza@heise.de

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  • 22. Mai 2026 um 21:59

Rack-Server mit bis zu 128 RISC-V-Modulen und 1024 CPU-Kernen

Von Heise

Die chinesische Marke Firefly verkauft Server mit 48 RISC-V-Modulen, 384 CPU-Kernen und 768 GByte RAM ab 34.150 Euro. Manche Details bleiben bisher unklar.

Die chinesische Marke Firefly offeriert in ihrem Onlineshop unter anderem den Rack-Server CSC2-N48SPK3 mit 48 RISC-V-Rechenmodulen. Jedes davon ist mit dem Achtkerner SpacemiT K3 [1] sowie 16 GByte LPDDR5-RAM bestückt.

Insgesamt stellt der ab 34.150 Euro erhältliche CSC2-N48SPK3 also 384 CPU-Kerne und 768 GByte RAM bereit. Ein separates ARM-Board mit Rockchip RK3588 dient der Fernwartung, was Firefly BMC nennt.

Für rund 20.000 Euro mehr ist eine Version mit doppelt so viel RAM lieferbar. Außerdem hat Firefly den „CSD2-N128 AI Server“ mit bis zu 128 Rechenmodulen angekündigt, die mit ARM- oder RISC-V-Prozessoren von Rockchip oder SpacemiT bestückt sein können.

RISC-V-Chip mit RVA23

Der SpacemiT K3 ist einer der ersten RISC-V-Prozessoren, der die Vorgaben der Spezifikation RVA23 [2] erfüllt. Diese wiederum ist die Voraussetzung dafür, die RISC-V-Versionen aktueller Linux-Distributionen [3] installieren zu können. SpacemiT kooperiert mit Canonical [4] bei Ubuntu 26.04 für den K3.

Offene Fragen

Für die externe Kommunikation stehen vier RJ45-Buchsen mit 10-Gbit/s-Ethernet bereit. Das Fernwartungsmodul hat einen separaten Gigabit-Ethernet-Anschluss.

System-on-Module Firefly CORE-K3JD4 mit RISC-V-Prozessor SpacemiT K3
System-on-Module Firefly CORE-K3JD4 mit RISC-V-Prozessor SpacemiT K3

System-on-Module Firefly CORE-K3JD4 mit RISC-V-Prozessor SpacemiT K3

(Bild: Firefly)

Wie die 48 Boards im Firefly CSC2-N48SPK3 [5] mit den vier 10GE-Ports und dem BMC verbunden sind, hat Firefly noch nicht veröffentlicht. Vermutlich nutzt Firefly dabei die Onboard-Ethernet-Adapter der Rechenmodule.

Auch der Funktionsumfang der Fernwartung ist unklar. Denn anders als bei einem typischen „Baseboard Management Controller“ (BMC) sitzt vermutlich nicht auf jedem einzelnen Modul ein separater Fernwartungschip.

Wahrscheinlich baut Firefly in den CSC2-N48SPK3 48 Module des hauseigenen Typs CORE-K3JD4 [6] ein, das mit einem SpacemiT K3 und 16 GByte RAM jeweils 325 Euro kostet. Das Modul hat die Bauform eines Notebook-Speichermoduls (Small-Outline DIMM/SODIMM) mit 260 Kontakten.

Schon länger im Geschäft

Firefly, früher auch T-Firefly, ist eine Marke der chinesischen Firma T-Chip Intelligent Technology aus Zhongshan in der Provinz Guangdong. Firefly verkauft zahlreiche Minicomputer, Einplatinencomputer [7], Mainboards [8] und Server, viele davon mit ARM-SoCs der chinesischen Firma Rockchip.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11301051

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/RISC-V-Einplatinencomputer-mit-RVA23-Chip-fuer-neue-Linux-Distributionen-11167085.html
  2. https://www.heise.de/news/RISC-V-CPUs-mit-RVA23-Mehr-Leistung-und-bessere-Linux-Unterstuetzung-9993260.html
  3. https://www.heise.de/news/RISC-V-und-Linux-Ubuntu-25-10-erzwingt-nagelneue-Prozessoren-10537964.html
  4. https://canonical.com/blog/spacemit-announces-availability-of-ubuntu-on-k3-k1-series
  5. https://www.firefly.store/de/collections/servers/products/csc2-n48spk3-risc-v-server
  6. https://www.firefly.store/de/products/core-k3jd4-risc-v-edge-system-on-module
  7. https://www.heise.de/news/Rockchip-Board-mit-drei-Ethernet-Anschluessen-9528670.html
  8. https://www.heise.de/news/Mini-ITX-Mainboard-mit-ARM-CPU-fuer-Linux-Rechner-6537189.html
  9. https://www.heise.de/ct
  10. mailto:ciw@ct.de

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  • 20. Mai 2026 um 16:03

RTL-SDR V4 eingestellt: Beliebter SDR-Stick erreicht das Aus

Von Heise
Ein schwarzer RTL-SDR V4 USB-Dongle mit SMA-Antennenanschluss und USB-Stecker, überlagert von einem roten Verbotssymbol auf grauem Hintergrund.

(Bild: RTL-SDR)

Der RTL-SDR V4 verschwindet vom Markt. Ein Nachfolger mit Einschränkungen ist bereits geplant.

Der RTL-SDR V4 wird nicht weiter produziert [1]. Das haben die Entwickler des beliebten Dongles für Software Defined Radio (SDR) offiziell bestätigt. Grund dafür ist das Ende der verfügbaren Bestände des verwendeten Tuner-Chips Rafael R828D, der schon seit längerer Zeit nicht mehr hergestellt wird. Bereits bei der Vorstellung des V4 im August 2023 war klar, dass es sich eigentlich um ein Produkt mit begrenzter Laufzeit handelt, das auf Restposten angewiesen ist. Nun sind die letzten brauchbaren Chips verbaut.

Für Maker und Funk-Enthusiasten ist das durchaus relevant, denn der RTL-SDR V4 gilt in vielen Bastelprojekten als robuste SDR-Lösung. Anders als bei anderen Funkempfängern übernimmt dabei nicht fest verdrahtete Hardware die Signalverarbeitung, sondern größtenteils Software. Ein SDR-Stick digitalisiert Funkdaten direkt und übergibt sie an den Rechner. Mit passender Software lassen sich dann unterschiedlichste Funkstandards analysieren oder empfangen – etwa Flugfunk, Wettersonden, Amateurfunk, ADS-B-Flugzeugdaten, Satellitensignale oder IoT-Funkprotokolle.

Vorteile bei Hochfrequenzen

Der V4 unterscheidet sich von älteren RTL-SDR-Modellen vor allem durch seine Architektur für den Empfang im hochfrequenten Bereich (HF). Frühere Varianten wie der V3 benötigten meist einen externen Upconverter, um Kurzwellenfrequenzen unterhalb von etwa 24 MHz sinnvoll zu empfangen. Beim V4 ist dieser Upconverter bereits integriert. Zusätzlich setzt das Design auf mehrere Signalpfade und zusätzliche Filter, die über die drei Eingänge des R828D-Chips realisiert werden. Das reduziert Störungen und erleichtert die Verarbeitung unterschiedlicher Frequenzbereiche.

Bei Hochfrequenzen bringt das Vorteile bei der Empfangsqualität. Wer beispielsweise Kurzwelle, CB-Funk oder Amateurfunkbänder empfangen will, muss weniger externe Hardware einsetzen. Für portable Projekte oder kompakte Messaufbauten ist das praktisch. Außerdem ist der Stick dadurch für viele Einsteiger leichter nutzbar, weil zusätzliche Konverter und Filter wegfallen.

Ganz verschwinden soll die Technik aber nicht. Die Entwickler arbeiten bereits an einem neuen Modell namens V4L. Dieses nutzt den R828S-Chip, der allerdings nur zwei Eingänge unterstützt. Dadurch entfallen einige der zusätzlichen Filtermöglichkeiten des bisherigen V4. Die grundsätzliche Architektur mit integriertem HF-Upconverter soll jedoch erhalten bleiben.

Allerdings wird auch der V4L nur begrenzt verfügbar sein. Denn auch der R828S wird nicht mehr produziert, weshalb erneut nur vorhandene Lagerbestände zum Einsatz kommen. Zudem wird ein neuer Treiber erforderlich sein, da der Chip bislang offenbar noch nie in einem RTL-SDR-kompatiblen Produkt eingesetzt wurde.

V5-Nachfolger denkbar

Den älteren RTL-SDR V3 wollen die Verantwortlichen dagegen weiterhin regulär produzieren. Parallel denken die Entwickler bereits über eine mögliche Version V5 nach. Konkrete Informationen dazu gibt es bisher aber nicht. Noch vorhandene Restbestände des V4 könnten vereinzelt bei Händlern auftauchen. Die Entwickler warnen allerdings vor zahlreichen Fälschungen auf Marktplätzen. Teilweise würden dort Gehäusekopien des V4 mit einfacher V3-Klonhardware verkauft. Für Funkbastler gilt also einmal mehr: Nicht alles, was wie ein SDR aussieht, ist auch einer.

Wer noch so einen Dongle zu Hause hat, findet in unserem Artikel zum USB-C-Umbau Tipps [2], wie man den Stick mit einer USB-C-Buchse versieht.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11300874

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.rtl-sdr.com/
  2. https://www.heise.de/news/USB-C-fuer-RTL-SDR-Dongles-10243200.html
  3. https://www.heise.de/make
  4. mailto:das@heise.de

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  • 20. Mai 2026 um 14:29

Mischung aus Shaper Origin und Maslov CNC: mobiler Fräsroboter Cubiio-Gordix

Von Heise
Mobiler Fräsroboter Cubiio-Gordix im Einsatz

(Bild: @MakeSomething)

Gordix möchte die Portalfräse durch ein mobiles CNC-Robotersystem für große Werkstücke auf kleinem Raum ersetzen. Umbaubar zu Laser-Cutter und Plotter.

Portable CNC statt Portalfräse: Das taiwanische Team hinter den Cubiio-Laserwerkzeugen sammelt auf Kickstarter Geld für „Gordix“ ein. Die knapp über vier Kilogramm leichte Maschine verzichtet auf klassische Linearachsen und bewegt sich stattdessen per acht Zahnriemen über Werkstücke bis zu 1,22 × 2,44 Meter. Laut Hersteller soll das System Holz, Kunststoff und sogar dünne Metallplatten bearbeiten können.

Das Gerät kombiniert CNC-Router, Lasergravierer und Plotter in einem Gerät. Als Werkzeugaufnahme dient unter anderem eine Makita-Oberfräse mit 65-mm-Spannhals. Die angegebene Genauigkeit liegt bei ±0,5 Millimetern, die maximale Zustelltiefe bei 30 Millimetern. Neben Fräsen und Gravieren unterstützt Gordix auch Laserbearbeitung mit einem optionalen 10-Watt-Modul sowie großformatiges Zeichnen per Plotteraufsatz.

Interessant ist die Positionierung zwischen klassischen CNC-Konzepten: Gegenüber stationären Portalfräsen spart Gordix massiv Platz und Gewicht, erreicht dafür aber nicht deren Steifigkeit und Bearbeitungsgeschwindigkeit. Im Unterschied zu handgeführten Oberfräsen arbeitet das System automatisiert per G-Code. Gleichzeitig erinnert das Konzept an die portable CNC-Fräse „Shaper Origin [1]“, bei der Anwender die Maschine manuell führen und die Elektronik nur kleine Korrekturen ausführt.

Auch Parallelen zur offenen „Maslow CNC [2]“ sind offensichtlich: Beide Systeme arbeiten mit Riemen beziehungsweise Ketten statt starren Achsen und sind für große Holzplatten gedacht. Während die Maslow jedoch vertikal an der Wand hängt und eher als günstige DIY-Lösung gilt, setzt Gordix auf ein kompaktes, mobiles Robotersystem mit automatischer Kalibrierung und optionalen Zusatzwerkzeugen.

Die Einrichtung soll in wenigen Minuten erledigt sein: Anwender spannen die acht Gurte (vier unten, vier oben) diagonal über den Arbeitstisch bis zu den Ecken. Als Ankerpunkte dienen mitgelieferte Teile, an denen man die Endpunkte der Gurte befestigt. Das System kalibriert sich anschließend selbst. Dabei nimmt das System die Maße des „Frästischs“ (die Software kann sich mehrere Tische merken), die der Anwender vorher gemessen hat, und kompensiert auch Fehler in Winkligkeit der Grundplatte. Richtig messen muss man aber.

G-Code-Dateien lassen sich direkt in die Fräse importieren, alternativ erzeugt die Browser-Software aus Bildern automatisch Werkzeugpfade. Über das runde Display mit Drehencoder steuert man auch die Fräsvorgänge.

Das Kickstarter-Projekt ist bereits kurz nach dem Start deutlich überfinanziert [4]. Die günstigste Konfiguration startet bei 1850 US-Dollar, das Komplettpaket mit Laser- und Plottermodul kostet derzeit 1950 US-Dollar. Die Auslieferung ist für Herbst 2026 geplant. Wie immer gilt für Kickstarter-Kampagnen: Nichts ist garantiert, die Finanzierung geht auf das eigene Risiko.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11299639

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.shapertools.com/origin
  2. https://www.maslowcnc.com/
  3. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  4. https://www.kickstarter.com/projects/cubiio/gordix-large-format-desktop-cnc-without-rails
  5. https://www.heise.de/make
  6. mailto:caw@make-magazin.de

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  • 19. Mai 2026 um 17:31

LaneSaber: Radfahrender Maker baut sich LED-Lichtschwert gegen zu enge Überholer

Von Heise

(Bild: LaneSaber)

Um sich vor zu eng überholenden Autos zu schützen, hat ein radfahrender US-Maker eine LED-beleuchtete Sicherheitsflagge in Form eines Lichtschwertes gebaut.

Einem Maker aus den USA, der unter dem Pseudonym Sundance auf Bluesky [1] aktiv ist, reichte es: Zu oft wurde er von Autos zu knapp überholt – besonders wenn er seine Kinder und seinen Hund auf dem Lastenfahrrad transportierte. Damit vorbeifahrende Autos den gesetzlich festgelegten Überholabstand einhalten, hat er den LaneSaber gebaut: eine LED-beleuchtete Sicherheitsflagge, die seitlich am Rad montiert wird und den nötigen Abstand bei Tag und Nacht sichtbar markiert.

Der leuchtende Stab beansprucht den eigenen Raum sichtbar, bevor ein Überholvorgang beginnt – damit Autofahrer nicht erst mittendrin merken, dass der Platz nicht reicht. Sundance bezeichnet das in seiner frei verfügbaren Bauanleitung [2] als eine Art „nonverbales Gespräch“ mit Autofahrern, ohne dass man den Blick von der Straße nehmen muss.

Einfacher Aufbau, große Wirkung

Der Aufbau ist bewusst einfach. Basis ist ein handelsüblicher 16-Zoll-Fahrradständer aus Stahl, dessen Feder gekürzt wird. Dann wird der Arm mit Schraubstock und Hammer umgebogen. Als Flaggenstange dient ein 6-mm-Glasfaserstab, umwickelt mit einem roten COB-LED-Streifen. Bei COB-LEDs sitzen die Leuchtdioden so dicht aneinander, dass sie eine durchgehende Leuchtlinie statt einzelner Punkte erzeugen. Wetterfest wird das Ganze durch klaren Schrumpfschlauch. E-Bike-Fahrer können die LEDs per 12-V-DC-DC-Wandler vom Bordakku speisen. Die Materialkosten belaufen sich auf 60 bis 100 US-Dollar; an Werkzeug benötigt man Metallsäge, Schraubstock, Bohrmaschine und Lötkolben.

Wem ein einfarbiges Lichtschwert zu langweilig ist, findet in der Make die passenden Anleitungen, um auf adressierbare RGB-LEDs umzusteigen – etwa mit WLED auf ESP-Basis [4] für App-gesteuerte Lichtmuster oder dem Festival-Totem mit bunten LED-Effekten [5].

(Bild: Make)

Überholabstand: ein brisantes Thema

In Deutschland gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern innerorts und 2 Metern außerorts beim Überholen von Radfahrenden – Werte, die viele Autofahrer weder kennen noch einhalten, weshalb das Thema Überholabstand schon lange die Rad-Community beschäftigt. Der OpenBikeSensor [6] etwa misst per Ultraschall den tatsächlichen Abstand vorbeifahrender Autos.

Zudem will die Bundesregierung Türwarnsysteme in Fahrzeugen verpflichtend vorschreiben [7], um sogenannte Dooring-Unfälle zu verhindern. Der LaneSaber verfolgt einen pragmatischeren Ansatz: nicht messen, nicht regulieren, sondern Raum beanspruchen.

Vom Lichtschwert zur Wasserwaage

Der Name kommt nicht von ungefähr – die Sci-Fi-Ikone dient Makern in diversen Kontexten als Inspiration. Die LED-Wasserwaage 2.0 aus der Make [8] etwa besitzt ein verstecktes Lightsaber-Easter-Egg, und bei „Popular Woodworking“ entstand aus Obi-Wans Hilt-Design ein CNC-gefräster Wanderstock, und auf Etsy verkaufen Maker funktionale Gehstöcke im Lichtschwert-Look für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11297012

Links in diesem Artikel:

  1. https://bsky.app/profile/did:plc:qi4e3sakyina2oljjrqauef5
  2. https://docs.google.com/presentation/d/1bXP25kywV8hwmsAQga-sKpcOQrSfnjogwYB-lNVnwSA/edit?usp=sharing
  3. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  4. https://www.heise.de/ratgeber/Disco-is-back-Lichtshow-mit-WLED-auf-ESP-Basis-basteln-und-per-App-steuern-7613740.html
  5. https://www.heise.de/ratgeber/Bastelprojekt-mit-ESP32-fuers-Festival-Totem-Ei-mit-RGB-LEDs-basteln-9212419.html
  6. https://www.heise.de/ratgeber/OpenBikeSensor-Abstandsmesser-fuer-Radfahrer-selber-bauen-6292452.html
  7. https://www.heise.de/news/Dooring-Unfaelle-Radfahrer-sollen-besser-geschuetzt-werden-11102209.html
  8. https://www.heise.de/ratgeber/LED-Wasserwaage-2-0-im-Selbstbau-Bug-behoben-11214168.html
  9. mailto:mch@make-magazin.de

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  • 18. Mai 2026 um 17:00

Lapdock für Maker: CrowView Note mit Arduino UNO Q

Von Heise
Lapdock von vorn mit angeschlossenem Arduino UNO Q

(Bild: EleCrow)

Display, Tastatur und Akku im Notebook-Format: Das CrowView Note soll Arduino UNO Q mobiler machen.

Lapdocks für Smartphones, Raspberry Pis und andere Einplatinenrechner gibt es schon seit Jahren. Die Idee dahinter ist simpel: Bildschirm, Tastatur, Touchpad und Akku werden in ein Notebook-ähnliches Gehäuse gepackt, während die eigentliche Rechenarbeit ein über USB-C angeschlossenes Gerät übernimmt. Mit dem CrowView Note versucht Elecrow nun allerdings, das Prinzip stärker auf Maker zuzuschneiden.

Das CrowView Note ist ein 14-Zoll-Lapdock [1] mit IPS-Panel und einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln und 60 Hz bei 100 % sRGB-Abdeckung. Das Gerät integriert Tastatur, Touchpad, Lautsprecher, Mikrofon und einen Akku mit 5000 beziehungsweise 6000 mAh, je nach Angabe im Datenblatt. Angeschlossen werden kompatible Geräte über USB-C. Darüber laufen gleichzeitig Stromversorgung, Audio, Video und Eingaben.

Speziell wird das CrowView Note durch das Bundle mit dem Arduino UNO Q. Dabei handelt es sich nicht um ein klassisches Arduino-Board mit kleinem Mikrocontroller allein, sondern um eine Kombination aus Qualcomm Dragonwing QRB2210 und STM32U585. Das System setzt also auf zwei getrennte Recheneinheiten. Der Qualcomm-Chip übernimmt Linux, Netzwerkfunktionen, Videoverarbeitung und KI-Anwendungen, während sich der STM32-Mikrocontroller um Echtzeitaufgaben kümmert.

Rudimentäre Kamera

Der Linux-Teil läuft mit einem Quad-Core-Prozessor mit bis zu 2 GHz, Adreno-GPU und 4 GByte RAM. Dazu kommen zwei ISPs für Kameraverarbeitung. Laut Hersteller eignet sich das Board dadurch für lokale KI-Anwendungen wie Objekterkennung oder Gestensteuerung. Das ist für Maker interessant, weil viele KI-Projekte sonst schnell bei Cloud-Diensten landen oder zusätzliche Hardware benötigen. Hier läuft die Verarbeitung direkt auf dem Gerät.

Zum Bundle gehört außerdem eine USB-Kamera mit 640 × 480 Pixeln. Die Auflösung wirkt im Jahr 2026 zwar eher wie Steinzeit, reicht aber für einfache Computer-Vision-Projekte oder Objekterkennung aus.

Das CrowView Note selbst besitzt neben mehreren USB-C-Anschlüssen auch Mini-HDMI sowie zwei USB-A-Ports. Unterstützt werden neben dem Arduino UNO Q auch Raspberry Pi 5, Raspberry Pi Zero, Jetson Nano, Orange Pi, Rock Pi oder LattePanda. Damit eignet sich das Gerät im Prinzip als universeller Entwicklungsmonitor für viele SBC-Projekte.

Interessant ist auch die Smartphone-Unterstützung. Android-Geräte mit Desktop-Modus lassen sich direkt anschließen und auf dem 14-Zoll-Display nutzen. Unterstützt werden im Apple-Bereich nur iPhones mit USB-3-fähigem Anschluss, also die Pro-Modelle neuerer Generationen. Die normalen iPhone-Varianten mit USB 2.0 bleiben außen vor.

Für Maker könnte das CrowView Note vor allem bei mobilen Projekten spannend werden. Wer beispielsweise an einem Roboter arbeitet, ein KI-Projekt auf Basis eines Jetson Nano testet oder unterwegs Sensorik debuggen möchte, bekommt mit dem Gerät eine kompakte Entwicklungsumgebung. Gerade bei Workshops, Messen oder Feldtests spart das zusätzliche Monitore und Eingabegeräte. Auch als portables Dashboard für Home-Assistant- oder Raspberry-Pi-Projekte wäre das Gerät denkbar.

Das Bundle mit Arduino UNO Q und Kamera wird für 259,90 US-Dollar angeboten. Für Maker könnte das Gerät weniger ein Notebook-Ersatz sein, sondern eher eine Art universeller „Werkstatt-Bildschirm zum Zusammenklappen“.

Wer mehr über den UNO Q erfahren will, findet alles dazu in unserem Test [2].


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https://www.heise.de/-11294367

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.elecrow.com/crowview-note-14-for-arduino-uno-q-with-camera-kit.html?idd=6
  2. https://www.heise.de/tests/Im-Test-Arduino-UNO-Q-mit-App-Lab-11084275.html
  3. https://www.heise.de/make
  4. mailto:das@heise.de

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  • 15. Mai 2026 um 06:23

CERN öffnet seine KiCad-Bauteilbibliothek: 17.000 Komponenten für Maker

Von Heise
Eine mit KiCad entworfene Platine

(Bild: CERN)

Das CERN hat seine komplette KiCad-Bibliothek mit über 17.000 Bauteilen unter freier Lizenz veröffentlicht – nutzbar für eigene Schaltpläne und Platinenlayouts.

Das Europäische Kernforschungszentrum CERN hat seine hauseigene Bauteilbibliothek für die freie Leiterplatten-Software KiCad als Open Source veröffentlicht [1]. Wer am Genfer Teilchenforschungszentrum eine Schaltung entwirft, greift seit Jahren auf einen Fundus mit mehr als 17.000 elektronischen Bauteilen zu, den das Design Office pflegt. Genau diese Sammlung – Schaltungssymbole für den Schaltplan und passende Footprints für das Platinenlayout – stellt das CERN nun in einem öffentlichen GitLab-Repository [2] zur Verfügung.

Maker, die schon immer mal einen eigenen Teilchenbeschleuniger im Keller bauen wollten, haben ab sofort zumindest schon mal die passende Bauteilbibliothek. Als Lizenz dient die freizügige CERN-OHL-P.

CERN teilt gerne

Neben der frischen KiCad-Bauteilbibliothek hat das CERN der Welt schon mehrfach Schlüsseltechnologien als Open Source überlassen – allen voran 1993 den Quellcode des World Wide Web, der das Internet zum Massenmedium machte. Hinzu kommen die CERN Open Hardware Licence, die mittlerweile zur Standardlizenz für viele Open-Hardware-Projekte geworden ist, sowie maßgebliche Beiträge zur PCB-Software KiCad selbst.

KiCad ist mittlerweile De-facto-Standard für Hobby- und Open-Hardware-Projekte, und Make hat auch mehrmals über die [3] Software berichtet [4]. Eine professionell kuratierte Bauteilsammlung erspart viel Recherchearbeit und das fehleranfällige Selbstanlegen von Symbolen. Den dicksten Block in der CERN-Bibliothek stellt mit Abstand „Connectors“ – ein Spiegel der vielen Stecker- und Mezzanine-Karten in der Forschungselektronik. Daneben gibt es eigene Dateien für Logik-ICs, Analog- und Interface-Bausteine, Operationsverstärker, Regler und DC-DC-Wandler, Dioden, Transistoren, Quarze, Sensoren, LEDs, Relais und Optokoppler sowie das komplette Passiv-Sortiment.

Auch CERN-spezifische Chips dabei

Eine Überraschung sind die CERN-eigenen Chips: Die Bibliothek enthält nämlich auch Symbole für hauseigene, strahlungstolerante Schaltkreise (ASICs). Hier finden sich etwa die DC/DC-Wandler FEAST und bPOL, der Gigabit-Optikempfänger GBTIA oder der PICOTDC, ein Time-to-Digital-Wandler mit Pikosekunden-Auflösung.

Bauteile aus der frisch veröffentlichten KiCad-Bibliothek des CERN: links eine Laser-Photodioden-Kombination, daneben zwei Operationsverstärker, ein Schalter, ein Optokoppler – und rechts mit IC1 ein hauseigener Forschungschip: der strahlungstolerante DC/DC-Wandler FEAST 2.1.

Follow the white rabbit

Welche fertige Hardware teilweise aus diesem Fundus entstanden ist, zeigt das verwandte „Open Hardware Repository [5]“: Am bekanntesten dürfte die Ethernet-Erweiterung „White Rabbit“ sein. Damit wird Sub-Nanosekunden-genaues Ethernet-Timing ermöglicht, eine Technik, die auch weit außerhalb von CERN und anderen hochpräzisen Physikexperimenten Verwendung findet, etwa in europäischen Stromnetzen für Zeitstempel von Schaltvorgängen oder in der Finanzwelt zur Synchronisation von Handelsplätzen.

Generiert wird die Bibliothek aktuell mit KiCad 9.x. Sie ist aber auch mit Version 10 kompatibel.

Siehe auch:


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https://www.heise.de/-11291640

Links in diesem Artikel:

  1. https://home.cern/cerns-kicad-component-library-now-open-source/
  2. https://gitlab.com/ohwr/cern-kicad-libs
  3. https://www.heise.de/ratgeber/Kostenlose-E-CAD-Programme-im-Vergleich-10321246.html
  4. https://www.heise.de/news/KiCad-4-Platinen-entwerfen-mit-Open-Source-Software-3029071.html
  5. https://ohwr.org/
  6. https://www.heise.de/download/product/kicad-53316?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link
  7. mailto:mch@make-magazin.de

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  • 12. Mai 2026 um 17:00
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