Microsoft aktualisiert sein Tablet Surface Pro 13 und seine Notebooks Surface Laptop 13,8 und 15: Qualcomms Snapdragon X2 fährt darin zehn oder zwölf Kerne aus.
Microsoft bringt das Windows-Tablet Surface Pro mit 13-Zoll-Touchscreen und die beiden Surface Laptop mit 13,8 und 15 Zoll Bildschirmdiagonale auf den aktuellen Stand: Ab sofort sind die Geräte in neuen Versionen erhältlich, in den statt der ersten nun die zweite Generation von Qualcomms Snapdragon X arbeitet. Vorgesehen sind jeweils Varianten mit zehn (Snapdragon X2 Plus) oder zwölf Kernen (Snapdragon X2 Elite), aber nicht das Topmodell mit 18 Kernen. Dennoch sind die Preise hoch; die anhaltende Speicherkrise lässt grüßen.
Das neue Tablet Surface Pro 13 kostet mit Snapdragon-Zehnkerner und LCD-Bildschirm mindestens 1600 Euro. Es hat 16 GByte Arbeitsspeicher und eine 256-GByte-SSD an Bord sowie immer ein silbernes Gehäuse (offiziell Platin). Erst ab 1700 Euro bekommt man es alternativ auch in Sand oder Schwarz; dann ist die SSD doppelt so groß. Das Blau der Vorgängergeneration entfällt beim 2026er-Jahrgang.
Modelle mit Snapdragon-Zwölfkerner fangen bei 1900 Euro mit 512er-SSD an; in diese Varianten baut Microsoft ein farbstarkes OLED-Panel ein. Jede weitere Speichererhöhung packt auch beim Preis ordentlich was drauf: Mit 24 GByte Arbeitsspeicher werden bereits 2150 Euro (Zehnkerner) oder 2400 Euro (Zwölfkerner) aufgerufen. Die Topmodelle mit 32 oder 64 GByte RAM kosten 2850 beziehungsweise 3700 Euro, haben immer den Zwölfkerner und wie das Basismodell ausschließlich ein silbernes Gehäuse. Im Gerätepreis sind weder ein Netzteil (90 Euro) noch Stift oder Tastatur enthalten. Letztere gibt es einzeln für 130 beziehungsweise 160 Euro; das Bundle aus beiden mit passend zur Gehäusefarbe eingefärbter Tastatur kostet 310 Euro.
Das kleinere und günstigere Surface Pro 12 wurde nicht aktualisiert, sondern verbleibt mit erster Snapdragon-X-Generation im Programm.
Beim Surface Laptop traut sich Microsoft nicht, Varianten mit 256er-SSD anzubieten, sondern beginnt mit 512 GByte Speicherplatz (und auch mit 16 GByte Arbeitsspeicher). Der Surface Laptop 13,8 startet mit Snapdragon-Zehnkerner bei 1700 Euro und mit dem Zwölfkerner bei 1800 Euro; als Gehäusefarben sind Jadegrün, Silber, Sand und Schwarz vorgesehen. Für den größeren Surface Laptop 15 werden jeweils ein Hunderter mehr fällig; ihn gibt es nur in Silber und Schwarz.
Bei höheren Stufen wechselt der Fokus. Der Surface Laptop 13,8 bekommt mit Zehnkerner 24 (2150 Euro) oder 32 GByte RAM (2400 Euro), während man bei Zwölfkerner ohne Zwischenschritte gleich beim ausschließlich schwarzen Topmodell mit 32 GByte RAM und 1-TByte-SSD für 2750 Euro landet. Beim 15-Zöller hat hingegen nur die Basiskonfiguration den Zehnkerner, alle höheren Varianten hingegen den Zwölfkerner. Auch ist ausschließlich der 15-Zöller mit 64 GByte Arbeitsspeicher zu haben, wenn man tief in die Tasche greift: Mit 1-TByte-SSD sind 3800 Euro aufgerufen und mit (ebenfalls exklusiver) 2-TByte-SSD dann 4200 Euro.
Der kleinere und günstigere Surface Laptop 13 wurde nicht aktualisiert, sondern verbleibt mit erster Snapdragon-X-Generation im Programm.
Für alle drei Neulinge hebt Microsoft hervor, dass Windows 11 bei ihnen nun haptisches Feedback liefert. Bei den beiden Laptops spürt man es über die haptischen Touchpads und beim Surface Pro, wenn man Microsofts Slim Pen nutzt. Auf allen Geräten soll zudem die Profisoftware Affinity vorinstalliert sein, die die Eingabegeräte ebenfalls bei ausgewählten Funktionen oder Aktionen zum Wackeln bringt.
Die neuen Surface-Geräte mit Snapdragon X2 sind wie ihre Vorgänger für Privatanwender gedacht. Für Geschäftskunden sind laut Microsoft hingegen Varianten mit Intel-CPUs vorgesehen; solche mit Intels 2026er-Prozessorbaureihe Core Ultra 300 (Panther Lake) sind bereits vor kurzem gestartet.
In der Praxis ist die Trennung nach Geschäftsbereichen beziehungsweise Prozessorarchitekturen aber keinesfalls so stark, wie Microsoft suggeriert: Der Fachhandel offeriert Intel- und Qualcomm-Varianten Seite an Seite. Zudem startet später im Herbst auch noch der Profi-Laptop Surface Laptop Ultra, der sich an KI-Entwickler, Designer und Videografen richtet, also mindestens semiprofessionelle Anwender. Darin wird mit Nvidias RTX Spark alias N1X ebenfalls ein ARM-Prozessor zum Einsatz kommen.
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(Bild: Tux by Larry Ewing/GIMP)
Der neue Kernel Linux 7.1 bringt einen modernen NTFS-Treiber und aktiviert Intels FRED standardmäßig. Zudem erregt der KI-Einsatz bei der Entwicklung Aufsehen.
Dieses Mal etwas früher als gewohnt, erschien der neue Kernel Linux 7.1 bereits auch in unseren Breiten noch am Sonntag gegen 17:00 Uhr und nicht erst in den frühen Morgenstunden des Montags. Was Uneingeweihten ein extrem „glattes“ Release suggeriert, hatte einen ganz anderen banalen Grund. Linus Torvalds hielt sich in einer anderen Zeitzone auf, in der es bereits Sonntagnachmittag war. Daher führte er den Release zur „gewohnten Zeit – nur nicht in der regulären Zeitzone“ aus.
Neben einigen Neuerungen wie ein neuer NTFS-Treiber oder die Nutzung von Intel FRED zur Leistungssteigerung, macht sich der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Entwicklungsprozess bemerkbar.
Bereits in 2021 mit dem Release von Linux 5.15 [1] erhielt der Kernel einen frischen Treiber für Microsofts NTFS-Dateisystem. Dieser von der Paragon Software GmbH beigesteuerte Treiber ntfs3 schien die geeignete Lösung für das Arbeiten mit Windows-Datenträgern zu sein.
Bis dato hatte der Kernel selbst lediglich einen Treiber namens ntfs für rein lesenden Zugriff in petto. Für Schreibzugriff konnten die Anwenderinnen und Anwender lediglich auf den FUSE-Treiber (Filesystem in USErspace) ntfs-3g zurückgreifen. Der krankte aber an unvollständiger Kompatibilität mit der NTFS-Spezifikation und konnte nach Abstürzen Dateisysteme beschädigt zurücklassen. ntfs3 hingegen war ein waschechter Kernel-Treiber (kein FUSE) und konnte lesend und schreibend auf NTFS zugreifen. Er setzte die volle NTFS-Spezifikation 3.1 um; inklusive Unterstützung unter anderem für Access Control Lists (ACL), erweiterte Attribute, Kompression und das wichtige Journaling-Replay.
Obwohl ntfs3 im Grunde das lieferte, was das Nutzerherz begehrt, und eine gute Basis zum Weiterentwickeln bot, liefert Linux 7.1 einen weiteren Treiber für das Dateisystem aus Redmond. Die Unzufriedenheit mit der Entwicklungsgeschwindigkeit und der Wartung von ntfs3 war so groß, dass der neue Treiber trotzdem den Weg in den Mainline-Kernel fand.
Der neue NTFS-Treiber ist eine moderne grundlegende Neuimplementierung als Kernel-Treiber. Da der ursprüngliche alte „nur lesen“-Kernel-Treiber in Linux 6.9 entfernt wurde, erhält der neue Treiber nun den Namen des alten: ntfs. Anders als der alte Treiber bietet der Neue native Schreibunterstützung im Kernel. Eine zentrale technische Änderung ist der Umstieg auf iomap. Eng damit verbunden ist der Verzicht auf buffer_head-basierte Pfade. Stattdessen nutzt der Treiber Folios, also die modernere Speicherverwaltungsabstraktion [2] des Kernels.
Für Schreibzugriffe implementiert der neue Treiber „Delayed Allocation“. Zum Treiber gehört außerdem eine begleitende Userspace-Programmsammlung. Die Aufnahme in den Mainline-Kernel ist mit Linux 7.1 erfolgt. Der produktive Einsatz von ntfs wird von einem vollständigen und funktionsfähigen Journaling abhängen.
Linux 7.1 aktiviert Intels „Flexible Return and Event Delivery“ (FRED) auf unterstützten x86_64-Systemen standardmäßig. FRED modernisiert einen der empfindlichsten Bereiche der x86-Architektur, nämlich den Übergang zwischen Benutzer- und Kernelmodus sowie die Behandlung von Interrupts, Exceptions und anderen Ereignissen. Technisch ersetzt FRED klassische Kontrollflussübergänge über die Interrupt Descriptor Table (IDT) und Rückkehrpfade über IRET durch neue, spezialisierte Mechanismen.
Für den Linux-Kernel bedeutet FRED allerdings nicht nur das Setzen eines CPU-Flags. FRED verspricht niedrigere Latenzen bei Systemaufrufen, Interrupts und Exceptions und reduziert zugleich alte x86-Sonderfälle im Entry-Code.
Bei Linux 7.1 kamen AI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz, um Bugs zu finden, Patches vorzubereiten, Code-Reviews zu unterstützen und sicherheitsnahe Probleme in alten oder wenig beachteten Codepfaden aufzuspüren. Gleichzeitig zeigte Linux 7.1 die Schattenseite: Linus Torvalds kritisierte eine Flut von AI-generierten Bugreports, die die Security-Liste nahezu unbeherrschbar gemacht habe.
Die Kernel-Community reagierte pragmatisch mit strengeren Regeln für Transparenz und Verantwortlichkeit. AI-unterstützte Beiträge sollen über Assisted-by: gekennzeichnet werden. Die wichtigste Lehre aus dem AI-Einsatz in Linux 7.1 lautet: AI kann im Kernel-Projekt produktiv sein, wenn sie menschliche Analyse ergänzt.
Knapp die Hälfte der Code-Änderungen und -Neuerungen in Linux 7.1 entfallen auf die Pflege von Treibern. Gleichzeitig beginnt der Kernel, sehr alte x86-Altlasten loszuwerden. IPv6 verliert den Status als nachladbares Modul; es ist nun entweder fest im Kernel enthalten oder vollständig deaktiviert.
BPF bleibt ein Schwerpunkt. io_uring kann nun BPF verwenden, um die zentrale Dispatch-Schleife zu ersetzen. In der Speicherverwaltung wurde der alte Swap-Map-Code entfernt.
Linux 7.1 [3] bringt kein neues, revolutionäres „Killer-Feature“. Viele kleine Verbesserungen und ein Zuwachs an Treibern lassen mehr auf ein Wartungsrelease schließen. Der neue Kernel steht wie üblich unter kernel.org [4] zum Download bereit.
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Dank logarithmischer Mathematik soll der 3-Nanometer-Chip Tensordyne Napier KI wesentlich schneller und effizienter berechnen als Nvidia-Beschleuniger.
Das 2017 unter dem Namen Recogni gegründete Unternehmen Tensordyne meldet den sogenannten Tape-Out seines KI-Beschleunigers „Napier“. Der Name verweist auf John Napier, der als Erfinder des Logarithmierens als Rechenhilfe gilt. Der Napier-Chip soll dank logarithmischer Mathematik die zahlreichen Multiplikationen, die bei der Anwendung von KI-Modellen nötig sind, in Additionen verwandeln.
Weil sich Additionen effizienter berechnen lassen, verspricht Tensordyne wesentlich höhere Rechenleistung pro Rack als bei KI-Servern mit der noch [1] aktuellen Nvidia-Technik GB300 [2]. Je nach KI-Modell soll ein Napier-Rack bis zu 13-mal so viele Tokens pro Sekunde liefern wie ein Nvidia GB300 NVL72.
Die Effizienz, gerechnet in Tokens pro Sekunde pro Watt, soll sogar bis zum Faktor 17 besser sein.
Nach Angaben des Unternehmens liegen bereits Bestellungen für Napier-Systeme im Gesamtwert von mehr als 200 Millionen US-Dollar vor. Wann genau die ersten TDN72-Pods ausgeliefert werden sollen, verrät Tensordyne bisher jedoch nicht.
Bis Ende 2026 will Nvidia allerdings das gezielt für Inferencing optimierte System Groq 3 LPX [3] auf den Markt bringen. Das einst ebenfalls für Inferencing angekündigte Rubin CPX [4] ist damit wohl vom Tisch.
Durch die logarithmische Rechenweise können die eigentlichen Rechenwerke des Napier kleiner ausfallen, sodass mehr davon auf den Chip passen und Platz für schnelles SRAM bleibt. Jeder Chip ist mit 144 GByte HBM3E-RAM gekoppelt. Außerdem baut Teledyne einen besonders schnellen Interconnect ein.
Ein TDN72 Pod besteht aus vier eng vernetzten Rack-Einschüben mit je neun Napier-Chips. Ein Tensordyne Napier Rack (TDN Rack) wiederum besteht aus vier TDN72-Pods, also 288 Napier-Chips.
(Bild: Tensordyne)
Das TDN Rack leistet 608 PFlops, hat 42 TByte HBM3E, 78 GByte SRAM und 256 TByte RAM. Es nimmt unter Volllast 120 Kilowatt Leistung auf und kommt mit Luftkühlung aus. Der Interconnect im Rack überträgt bis zu 275 TByte/s.
Der Napier-Chip soll unter anderem die Datenformate FP16, FP8, FP4 und Int8 verarbeiten. Er eignet sich laut Tensordyne für gängige KI-Modelle wie Kimi K2.6, DeepSeek-R1/V4 Pro, Llama3.1 405B, Mixtral 8x22B, GPT-OSS-120B und Qwen 80B.
Zum Vergleich: Nvidia will in ein Groq-3-LPX-Rack insgesamt 256 Groq-3-LPUs einbauen, jede mit 500 MByte SRAM. Das ergibt pro Rack 128 GByte SRAM, dazu kommen 12 TByte DDR5-RAM.
Der Hauptsitz von Tensordyne [5] liegt im Silicon Valley, eine Niederlassung besteht in München. Mehrere leitende Entwickler waren früher bei der Firma Juniper Networks tätig, die heute zu HPE gehört.
Bei der Entwicklung des Napier kooperierte Tensordyne mit Broadcom. Broadcom entwickelt auch KI-Chips für andere Firmen, beispielsweise mehrere Generationen der TPUs von Google.
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KI soll Arbeit erleichtern und Fachkräftemangel lindern. Doch Studien zeigen: Statt Entlastung bringt die Technik oft Arbeitsverdichtung und neue Aufgaben.
KI soll Arbeit abnehmen, die Produktivität steigern und Kosten sparen – so das Versprechen der IT-Branche. Die Modelle werden Woche für Woche mächtiger, doch in den Statistiken der Ökonomen und Arbeitssoziologen schlägt sich das nicht nieder. Angestellte klagen nach der Einführung von KI-Systemen nicht über Langeweile, sondern über zusätzliche Belastungen. Nach mancher Umstellung schrumpft deren Output sogar, anstatt zu wachsen.
Damit stellen die Forscher das Hauptversprechen der KI-Branche infrage. Die Tech-Unternehmen um OpenAI und Google verkaufen KI als Lösung für den weltweiten Fachkräftemangel, dem viele westliche Industrienationen entgegenblicken. Dank KI, so die Erzählung, brauche man künftig weniger Fachkräfte und könne Kosten sparen. Genau das treibt die Börsenkurse von Nvidia, Microsoft und Google, lässt immer mehr Rechenzentren aus dem Boden sprießen und versetzt Arbeitnehmer in Panik, sie könnten morgen ihren Job verlieren.
In diesem Schwerpunkt sondieren wir die Studienlage: Was sagen die neuesten Untersuchungen zum KI-Einsatz über Arbeitsbelastung und Produktivität tatsächlich aus? Dabei entpuppte sich so manch weitverbreitete Überzeugung als Irrtum, allen voran das Bild von der KI als flächendeckender Jobkiller. Auch dass ihr Einsatz automatisch Arbeitszeit spart und Fachkräfte entlastet, lässt sich nicht halten. Und: Es wird nicht alles besser, nur weil nächste Woche ein noch mächtigeres Sprachmodell an den Start geht. Welche Folgen diese Erkenntnisse haben, erklärt der Soziologe Florian Butollo im anschließenden Interview [9] [9]. Ein weiterer Artikel diskutiert, wie Sie den Einsatz von KI in Ihrem Unternehmen praktisch neu bewerten müssen [10] [10] – und warum Prozesse, Werkzeuge und Arbeitsorganisation oft wichtiger sind als das schlaueste Modell.
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Wie lang darf eine Radtour mit einem E-Bike sein, bevor dem Akku der Saft ausgeht? Und wie realistisch ist die Reichweitenanzeige ? Der Test im Video.
Wir haben das Tanay HX von Cilo (Schweiz) getestet, um die angegebene Reichweite von 153 km in Fahrstufe 2 zu überprüfen. Das E-Bike kostet knapp 6.500 Euro, hat einen 708-Wh-Akku von Darfon und einen Shimano-EP6-Motor mit 85 Nm Drehmoment. Die Bedingungen waren günstig: flaches Terrain, etwa 400 Höhenmeter, moderate Temperaturen – allerdings regnete es zu Beginn.
Ob die versprochenen 153 km wirklich reichen, haben wir auf dem Mauerradweg ausprobiert. Und das inklusive Stadtverkehr, Regen und grobstolligen Reifen, die alle ihren Teil zum Ergebnis beitragen. Wie weit wir wirklich gekommen sind und was wir für zukünftige Touren empfehlen, zeigen wir im Video.
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Am Sonntag starten die deutschen Fußballer ins WM-Turnier. Wer vor den Nachbarn jubeln möchte, braucht einen latenzarmen Empfang. Wir haben nachgemessen.
Die Nachbarn jubeln bereits, während der Ball am eigenen Bildschirm noch auf dem Elfmeterpunkt liegt – dieses Phänomen kennen viele Streaming-Nutzer. Anlässlich der gestarteten Fußball-WM haben wir nachgemessen, welche Empfangswege sich für die Spiele am besten eignen und von welchen man besser die Finger lässt. Außer natürlich, es sind keine anderen Fußballfans in Rufnähe.
Wir haben die Latenzen vom Stadion bis zum heimischen Bildschirm beim linearen Fernsehgucken über Satelliten, Kabel und DVB-T im Vergleich zum Datenstrom aus dem Internet ermittelt. Beim IPTV-Streaming haben wir zudem geprüft, welche Apps sich besonders eigenen und mit welcher Streaming-Hardware der Ball am Bildschirm am schnellsten im Tor landet. Außerdem haben wir während des Eröffnungsspiels am Donnerstag erneut gemessen, dabei aber abgesehen von den WM-Kanälen der Telekom keine wesentlichen Änderungen feststellen können.
Weil das Satellitensignal in der Vergangenheit der schnellste Empfangsweg war, haben wir DVB-S2 bei unseren Latenzmessungen als virtuellen Nullpunkt gewählt. Ganz allgemein liegt der Empfang von Kabel-TV im ZDF nahezu gleich auf und in der ARD knapp 1,5 Sekunden dahinter. Eine Ausnahme bildet derzeit Vodafone mit seinem „Jubel-Booster“.
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Globalfoundries Dresden fertigt einen GNSS-Chip der niederländischen Firma Qualinx, wobei Entwürfe, Daten und Wafer vollständig in der EU bleiben.
Mit Unterstützung des European Chips Act hat der Chip-Auftragsfertiger Globalfoundries (GF) ein Verfahren umgesetzt, bei dem jeder Schritt vollständig in der EU bleibt. Als Pilotkunde für dieses „European Sovereign Manufacturing“ dient die niederländische Firma Qualinx. Sie lässt ihre besonders sparsamen GNSS-Empfangschips der Baureihe QLX3xx bei GF in Dresden produzieren.
Beim European Sovereign Manufacturing von GF verlassen weder die Daten des Chip-Designs noch physische Materialien Europa. Auch ein Secure Mask Service ist den Prozess eingebunden.
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom arbeitet GF daran, dass künftig auch alle Daten rein über europäische Netze und Cloud-Infrastrukturen verarbeitet und gespeichert werden.
Das Verfahren soll auch für kleinere Unternehmen nutzbar werden, beispielsweise über Multi-Projekt-Wafer-Shuttles, bei denen Chips unterschiedlicher Firmen auf derselben Silziumscheibe durch die Fab laufen.
Das European Sovereign Manufacturing ist vor allem für sicherheitkritische Chips wichtig, die etwa für Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastrukturen verwendet werden. Bis Ende 2026 will GF in Dresden einen vollständig automatisierten „Trusted European Flow“ etablieren. Auch Test und Packaging der Dies sollen in der EU ansässige Dienstleister (Outsourced Semiconductor Assembly and Test, OSAT) übernehmen.
Der Qualinx QLX3Gx [1] ist ein System-on-Chip (SoC) mit einem ARM-Kern und einem digitalen Hochfrequenz-Frontend für unterschiedliche Navigationssatellitensysteme wie GPS. Der Chip soll im Mittel mit 1 Milliwatt Leistungsaufnahme auskommen.
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In raueren Umgebungen kann man günstige PMR-Funkgeräte mit teureren kombinieren, um die Kosten zu reduzieren. Die richtige Programmierung ist der Schlüssel.
Baustellengeeignete PMR446-Handfunkgeräte [1] [1] gibt es zuhauf. Ohne Display sowie mit großem Lautsprecher sind sie robust und für laute Umgebungen geeignet. Von günstig in Einsteigerqualität bis teuer und hochwertig: Für jeden Anwendungsfall ist etwas dabei.
Die Geräteklasse hat aber einen großen Nachteil: Die Hersteller aktivieren ab Werk kodierte Rauschsperren (CTCSS, DCS), um Störungen durch fremde Nutzergruppen auf demselben Kanal zu reduzieren. Es braucht also einen zusätzlichen „Code“ auf dem Signal, damit auf der anderen Seite was zu hören ist. Da es allerdings mehrere Hundert Kombinationsmöglichkeiten gibt und keine herstellerübergreifende Konvention, hören sich die Geräte unterschiedlicher Hersteller häufig nicht gegenseitig. Mangels Display mit Einstellungsmenüs kann man scheinbar auch nichts daran ändern.
Doch es gibt eine Lösung für die babylonische Sprachverwirrung: Die meisten displaylosen Handfunkgeräte lassen sich mittels Programmierkabel und Software über die Zubehörschnittstelle konfigurieren, sodass man Parameter angleichen kann. Das Kombinieren von günstigen Geräten für Arbeiter in rauen Umgebungen mit teureren Modellen für diejenigen, die nur Überwachungs- und Steuerungsaufgaben haben, ist so möglich. In diesem Artikel erklären wir, wie die kodierten Rauschsperren funktionieren und an den Beispielen Midland D10 und Retevis P64, wie Sie zwei Geräte im Analogbetrieb zusammenbringen. Wie das im Digitalmodus mit DMR gelingt, lesen Sie in einem weiteren Artikel [12] [12]. Besondere Funk- oder Programmierkenntnisse benötigen Sie dafür nicht; für die Programmiersoftware erfordert jedoch etwas Schulenglisch.
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(Bild: Chubo - my masterpiece / Shutterstock.com)
YouTube Premium wird in Deutschland teurer. Das Familienabo schlägt künftig mit knapp 28 Euro pro Monat zu Buche.
Das werbefreie Abonnement YouTube Premium wird teurer. Google erhöht die Abopreise sowohl im Einzel- als auch im Familienabo. Auch Studentinnen und Studenten sowie Abonnenten des Premium-Lite-Tarifs müssen künftig mehr zahlen. Es ist die erste Preiserhöhung von YouTube in Deutschland seit 2023.
Für das Einzelabo von YouTube Premium verlangt Google künftig 14,99 statt bisher 12,99 Euro – ein Aufpreis von 2 Euro. Zahlt man das Abo für 12 Monate auf einen Schlag, kostet es 149,99 Euro statt 180 Euro bei monatlicher Zahlung.
Erheblich mehr schlägt der Konzern auf das Familienabo drauf, das sich mit bis zu fünf weiteren Familienmitgliedern ab 13 Jahren teilen lässt: Anstelle der 23,99 Euro kostet es fortan 27,99 Euro im Monat – 4 Euro mehr. Das vergünstigte Studentenabo, das bisher für 7,49 Euro im Monat gebucht werden konnte, kostet nun 8,99 Euro pro Monat – 1,50 Euro mehr.
(Bild: Andreas Floemer / heise medien)
Das im vergangenen Jahr in Deutschland eingeführte Abo Premium Lite [1] wird ebenfalls teurer. Anstelle der bisher abgerufenen 5,99 Euro pro Monat fallen nun 7,99 Euro monatlich an. Mit dem Lite-Abo werden Abonnenten „bei den meisten Videos“ keine Werbeunterbrechungen angezeigt, zudem lassen sich seit Anfang dieses Jahres [2] „die meisten“ YouTube-Videos herunterladen und „die meisten Videos“ auf Smartphones und Tablets im Hintergrund abspielen.
Die neuen Abopreise, die bereits auf der Plattform einsehbar sind, betreffen offenbar nicht nur Neukunden. Laut eines Beitrags von Caschys Blog [3] erhalten Bestandskunden derzeit Mails von YouTube, mit denen über die Preisanpassungen informiert wird. Laut YouTube werden bestehende Mitglieder mindestens 30 Tage vor einer Preiserhöhung benachrichtigt; der neue Preis wird erst im ersten Abrechnungszeitraum fällig, der mindestens 30 Tage nach der Ankündigung liegt. Die Preiserhöhungen für Deutschland deuteten sich bereits im April an. Damals drehte Google in den USA an der Preisschraube für YouTube-Abos [4].
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Die Philosophin Dorothea Winter warnt davor, gesellschaftliche Probleme technisch zu lösen und erklärt, warum man KI-Systemen nicht vertrauen kann.
Unternehmen werben mit „vertrauenswürdiger KI“, die europäische KI-Regulierung, der so genannte AI Act, fordert sie ebenfalls, und auch in der öffentlichen Debatte gilt Vertrauen als Gütesiegel für Sprachmodelle und Chatbots. Der Begriff hat sich längst in unserer Sprache festgesetzt. Aber das sei ein Problem, warnt die Philosophin Dorothea Winter im c't-Podcast „They Talk Tech“ mit Svea Eckert und Eva Wolfangel [1]. „Das ist ein Kategorienfehler.“ KI sei im Kern eine Technologie der Selektion, deren Kriterien sich oft nicht mehr offenlegen ließen. Dabei von Vertrauen zu sprechen, sei falsch: Vertrauen könne man allenfalls den Menschen entgegenbringen, die solche Systeme entwickeln und einhegen. „Aber dem System selbst kann und soll ich nicht vertrauen.“
Winter hat an der Berliner Humboldt-Universität zu Intentionalität und KI promoviert und lehrt an der Humanistischen Hochschule Berlin. Ihr Blick auf die Technik beginnt bei einer alten Frage: Kann eine Maschine Kunst schaffen? Ihre Antwort ist klar: Mithilfe von KI lasse sich Kunst schaffen, aber allein kann die KI das nicht. Entscheidend sei die Intentionalität, also dass ein Mensch mit einem Werk etwas aussagen wolle. „Kunst ist einer der Bereiche, in denen wir Menschen wollen, dass Menschen sie machen“, erklärt sie und verweist auf Studien, nach denen Menschen Bilder und Musik als weniger ausdrucksstark bewerten, sobald sie sie für KI-generiert halten.
Dass viele Nutzerinnen und Nutzer Chatbots dennoch wie ein menschliches Gegenüber behandeln, hält Winter nicht für einen Zufall, sondern für Konstruktion. Dinge zu beseelen sei zwar urmenschlich – auch über das störrische Auto oder die bockende Kaffeemaschine reden wir schließlich vermenschlichend. Dennoch sei allen klar, dass es sich dabei nicht um Lebewesen handele. Bei KI-Systemen hingegen verschwimme diese Grenze, und zwar mit Absicht. „Unternehmen habe diese Systeme bewusst so gebaut, dass sie so wirken und dass Menschen eine Beziehung zu ihnen aufbauen.“ Das Geschäftsmodell dahinter sei, die Aufmerksamkeit möglichst lange zu binden.
Heikel wird das für Winter dort, wo Chatbots soziale Lücken füllen sollen, etwa als niedrigschwelliger Ersatz für fehlende Therapieplätze. Im Einzelfall könne das helfen, sagt sie, insbesondere angesichts des überlasteten Gesundheitssystems. Die eigentliche Gefahr drohe dann, wenn dadurch weniger Therapieplätze angeboten werden: „Wir sollten nicht versuchen, sozialpolitische Themen und Unzulänglichkeiten technisch zu lösen.“
Dazu kommen Gefahren des sogenannten De-Skillings, also des Verlernens von Fähigkeiten, die man an Technik auslagert. Winter erinnert an skandinavische Länder, wo Bildungsforscher Kindern zeitweise die Handschrift nicht mehr beibringen wollten, weil sie später im Beruf und Alltag vor allem tippen würden. „Aber es zeigte sich, dass handschriftliches Schreiben dem Lernen nützt, auch wenn man es später kaum braucht“, sagt Winter. Ohne von Hand zu schreiben, konnten sich die Schülerinnen und Schüler manche Dinge schlechter merken. Deshalb wurde die Handschrift wieder eingeführt.
„Wir müssen als Gesellschaft entscheiden, welche Fähigkeiten wir abgeben wollen und welche nicht“, sagt sie. Natürlich sei es in Einzelfällen möglich, Irrtümer wie den mit der Handschrift zu korrigieren. „Aber gerade bei jungen Menschen und deren Zukunft sollte man sich lieber gut überlegen, was man auslagert und was nicht.“
Dazu kämen erste Forschungsergebnisse, die zeigten, dass gerade junge Menschen, die viel mit Chatbots interagierten, soziale Fähigkeiten verlernen könnten: „Wenn ich ein menschliches Gegenüber habe, dann wiederspricht mir diese Person auch mal und stimmt mir nicht nur zu.“
Und auch die Prognose, dass künftig niemand mehr selbst Texte verfassen müsse, hält Winter für falsch. Denn Texte zu schreiben sei mehr, als Informationen zu speichern: Es hilft auch, Dinge zu durchdenken. Dazu komme Kreativität: „Kreative Leistungen sind in hohem Maße Übung“, sagt Winter, „wer kreative Aufgaben an die KI auslagert, läuft Gefahr, den kreativen Muskel abzubauen und künftig keine kreative Leistung mehr umsetzen zu können.“
Zu den ganzen gesellschaftlichen Entscheidungen, die nun verhandelt werden müssten, komme das Problem der schleichenden Verantwortungsdiffusion. In komplexen technischen Strukturen wie bei der Nutzung von KI lasse sich kaum noch sagen, wer im Fehlerfall hafte: Datenlieferant, Entwicklerin, einsetzendes Unternehmen? In der Philosophie heiße das „Problem of many hands“. Diskriminiere ein KI-System zum Beispiel bei der Auswahl von Bewerberinnen wie 2018 bei Amazon, verteile sich die Schuld auf so viele Schultern, dass am Ende niemand sie trage.
„They Talk Tech“ erscheint jeden Mittwoch überall, wo es Podcasts gibt [3]. Svea Eckert und Eva Wolfangel diskutieren ein Tech-Thema oder treffen inspirierende Frauen aus und rund um die Tech-Welt.
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Kleines Update, große Wirkung: Steinberg behebt einen alten Workflow-Bruch und verzahnt Folder Tracks mit dem Mixer. Ein Audio-Editor ist nun auch an Bord.
Wenn man nur auf die Versionsnummer der letzten beiden Cubase-Updates (zuletzt 15.0.30) achtet, könnte man meinen, es handle sich um Wartungsroutinen zur Fehlerbehebung. Doch der Schein trügt, denn die Updates sollen nicht nur einen der massivsten Kritikpunkte seitens der Nutzer beseitigen, sie erweitern darüber hinaus auch die Funktion.
Lange schon beklagten Anwender Folgendes: In großen Cubase-Projekten wird der Mixer schnell unübersichtlich – und ausgerechnet Ordnerspuren helfen dort bislang nicht. Zwar lassen sich Spuren im Arrangement sauber gruppieren, im Mischpult zerfällt diese Ordnung jedoch wieder in Einzelkanäle. Wer viele Drum-, Vocal- oder Orchestertracks verwaltet, kennt das Problem: Struktur im Projekt, Chaos im Mix.
Mit Version 15.0.20 ändert Steinberg genau das – und greift damit einen der meistgeäußerten Anwenderwünsche auf. Das Update verzahnt Ordnerspuren erstmals mit dem Routing im Mixer und beseitigt damit einen Workflow-Bruch, der Cubase seit Jahren begleitet. Daneben liefert Steinberg eine Reihe weiterer Verbesserungen bei Automation, Notation und Audioanalyse. Wie gut all das im Alltag funktioniert und welche weiteren Neuerungen ins Gewicht fallen, prüfen wir im Praxiseinsatz.
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Nicht nur bei DENIC rumpelte es: Ein domainbeklauter DeFI-Anbieter und ein abgeschalteter Cloud-Hoster sind Themen dieser Folge. Und eine Bitlocker-Lücke.
Bei manchen Themen suchen sich die Hosts des heise-security-Podcasts auswärtige Hilfe, zum Beispiel beim kürzlichen Ausfall weiter Teile der Top-Level-Domain .de. DNSSEC-Experte Carsten Strotmann springt Sylvester und Christopher bei und erklärt, wo das Problem lag. Außerdem befasst sich die Folge mit der Sicherheitslücke YellowKey, dem Drama um dessen Entdecker und ganzen vier weiteren Themen. Um die alle in die Folge zu quetschen, greifen die Hosts zu einem neuen Trick.
Der kurze, aber folgenreiche Ausfall beim DENIC betraf alle Nutzer von DNSSEC-validierenden Resolvern – so viel war schnell klar [2]. Doch was den Ausfall verursachte und was die deutsche Vergabestelle für Domains daraus gelernt hat, erläutert Carsten im ersten Teil des Podcasts. Er ist ausgewiesener DNSSEC-Experte und arbeitet seit 20 Jahren mit dem kryptografischen Protokoll zur Absicherung von DNS-Einträgen.
Nachdem der Experte das virtuelle Studio wieder verlassen hat und die Stammhosts unter sich sind, geht es zunächst um cow.fi. Der DeFI-Anbieter war aufgrund eines Kommunikationslapsus zwischen Domainvergabestelle („Registry“) und Domainanbieter („Registrar“) kurzzeitig seine Domain los – auf dieser erschien eine Phishingseite und Kriminelle erbeuteten damit Kryptoguthaben im Wert von 1,2 Millionen US-Dollar. Außerdem besprechen die Hosts YellowKey, eine Sicherheitslücke, die die Bitlocker-Verschlüsselung angreift. Ob sie eine echte Umgehung der Festplattenverschlüsselung unter Windows erlaubt, ist Gegenstand einer Diskussion (nicht nur) im Passwort-Podcast.
Da es erneut viel mehr Themen in der Security-Welt gab, als den Hosts Aufnahmezeit zur Verfügung steht, haben sie sich ein neues Format ausgedacht: In der „Fünf-Minuten-Challenge“ erzählen sie dieses Mal drei weitere Themen in insgesamt knapp 900 Sekunden. Genug Zeit, um spaßige Details zur Fail-Zwiebel beim Cloud-Hoster Railway, eine Einordnung zu Signals Caching-Problem und eine Fortsetzung zu Googles Zero-Knowledge-Proof in der Quantenforschung unterzubringen.
Die neue Folge von „Passwort – der Podcast von heise security [3]“ steht seit Mittwoch auf den üblichen Podcast-Plattformen bereit.
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Seit heute kann man die neue Version des deutschen Office-Pakets von SoftMaker kostenlos herunterladen und bis Ende Juli ausprobieren.
Das Nürnberger Softwarehaus SoftMaker stellt ab sofort die Version 2026 seines Office-Pakets für Windows, macOS und Linux kostenlos zum Testen zur Verfügung [1]. Sie besteht aus dem Textprogramm TextMaker, der Tabellenkalkulation PlanMaker und dem Präsentationsprogramm Presentations.
Die umfangreichen Neuerungen betreffen sowohl die Bedienoberfläche als auch den Funktionsumfang. Die Microsoft Office nachempfundene Menüleiste (Ribbon) wurde neu gestaltet und soll nun auch auf skalierten Anzeigen (zum Beispiel auf 150 Prozent) besser aussehen. Neue Kontextmenüs mit integrierter Symbolleiste sollen die Mausbedienung vereinfachen, fürs Auge gibt es schnell wechselbare Farb-Themes und einen dunkleren Dark Mode.
Eine Integration von ChatGPT und KI-gestützten DeepL-Übersetzungen bietet SoftMaker Office schon länger [2], allerdings nur in der Aboversion NX. Kürzlich hinzugekommen ist die optionale Integration der Online-Rechtschreibprüfung LanguageTool [3] als Alternative zum integrierten und auf die neueste Version aktualisierten Duden Korrektor. Die Assistenten standen bislang aber nur im Textprogramm zur Verfügung. Im neuen Softmaker Office NX Universal unterstützt die KI auch im Präsentationsprogramm und soll komplette Präsentationen zu einem vorgegebenen Thema selbstständig erzeugen und umfangreiche Foliensätze zusammenfassen können. Außerdem lassen sich KI-generierte Bilder direkt in Dokumente einfügen oder vorhandene Grafiken per Texteingabe verändern – etwa um störende Objekte zu entfernen, den Bildhintergrund auszutauschen oder einen künstlerischen Filter anzuwenden.
(Bild: heise medien)
Ein Konto oder Abo bei OpenAI/ChatGPT ist nach wie vor nicht erforderlich. Es gibt allerdings ein Nutzungskontingent. Für Texte (In- und Output) beträgt es fünf Millionen Zeichen. Ist das Kontingent erschöpft, lässt es sich nur aufstocken, indem man das Abo von SoftMaker NX verlängert. Für nicht-Text-KI-Aktionen wie der Bilderstellung wird es laut Hersteller einen Schlüssel für den Tokenverbrauch geben. Der ist aber noch nicht festgelegt. Nutzer der Einmalkauf-Versionen SoftMaker Office 2026 und des Spar-Abos NX Home müssen auf alle KI-Funktionen verzichten.
Das Textprogramm kann nun Markdown-Dateien importieren und exportieren. Die Kompatibilität von DOCX-Dateien soll sich wieder etwas verbessert haben. Zudem werden Word-Dateien so geschrieben, dass in der Microsoft-Textverarbeitung keine Kompatibilitätshinweise mehr erscheinen. Beim gemeinsamen Arbeiten an einem Dokument kann man jetzt auf Kommentare antworten und als erledigt markieren. Die Überarbeitungsfunktion ist programmweit konfigurierbar und lässt sich direkt im Menüband ein- und ausschalten. Die Gliederungsansicht unterstützt Drag & Drop, um Überschriften nebst allen untergeordneten Ebenen zu verschieben.
Im Vergleich mit Microsoft Office fallen bei Alternativpaketen vor allem die Kalkulationsprogramme hinter Excel zurück. Softmakers PlanMaker ist keine Ausnahme. In der neuen Version verkleinern die Entwickler die Lücke zum Marktführer wieder ein Stück und führen einige vermisste Funktionen ein, zum Beispiel Filter, Sortieren, Eindeutig, Sequenz, XVerweis und XVergleich. Ebenfalls kommen dynamische Arrays hinzu: Eine einzige Formel kann mehrere Ergebnisse liefern, die automatisch in benachbarte Zellen überlaufen und sich bei Datenänderungen selbst aktualisieren. Pivot-Diagramme visualisieren Daten aus Pivot-Tabellen dynamisch und interaktiv.
Darüber hinaus gibt es noch etliche Detailverbesserungen. Beispielsweise lassen sich QR-Codes und PDF-Dokumente als Vektorgrafiken in Presentations einbinden, das jetzt auch einen Textmarker bereitstellt. Die Druckdialoge aller Module erhalten eine Vorschau, die Windows-Version unterstützt Emojis und es gibt diverse Verbesserungen für Linux. So wird auch ohne Gnome der System-Dateidialog genutzt und das Installationsprogramm verknüpft Office-Dateitypen nicht mehr ungefragt mit den SoftMaker-Programmen.
Die neue Office-Version gibt es in der Abo-Ausgabe SoftMaker Office NX in den zwei Stufen Home (rund 30 Euro pro Jahr) und Universal (knapp 50 Euro Jahresgebühr) und als Einmalkauf-Version SoftMaker Office Professional 2026. Wer ein bestehendes NX-Abo besitzt, bekommt nach Ablauf der Betatestphase am 31.7.2026 automatisch ein Update auf die aktuelle Version. Die Beta von SoftMaker Office 2026 stellt zu diesem Datum den Betrieb ein. Besitzer der Einmalkauf-Lizenz SoftMaker Office Professional 2026 (die günstigere „Standard“-Version entfällt) erhalten die neue Version zum vergünstigten Preis von knapp 70 Euro; der reguläre Kaufpreis beträgt wie beim Vorgänger rund 140 Euro.
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Auf Chromebooks läuft nicht nur ChromeOS. Wenige Handgriffe verwandeln sie in vollwertige Notebooks mit Linux oder Windows. Wir zeigen, wie das geht.
Auf den ersten Blick wirkt das Thinkpad auf dem Bild wie ein herkömmliches Linux-Notebook, doch ein Blick auf das spezielle Tastaturlayout und die Sondertasten verrät: Hier stimmt etwas nicht. Denn hier läuft ein Fedora-System mit KDE-Oberfläche auf einem Chromebook.
Chromebooks stehen im Ruf, günstig zu sein und mit seinem ChromeOS dennoch mehr als genug Power für die allermeisten Aufgaben zu haben. Warum möchte man es also von ChromeOS befreien? Darauf gibt es gleich mehrere Antworten: So wünschen sich Poweruser mehr Flexibilität und Leistung. Die offizielle Linux-Umgebung innerhalb ChromeOS erlaubt zwar die Installation vieler Linux-Anwendungen, aber eben nicht jeder. Zudem dürstet die Linux-Umgebung aufgrund der Virtualisierung nach Speicher und Rechenpower. Auf schwacher Hardware werden dann selbst schlanke Linux-Programme oft zäh in der Bedienung.
Auch Nachhaltigkeit spielt eine Rolle: In den vergangenen Jahren hat Google für Chromebooks zwar Update-Zeiträume von mehreren Jahren etabliert, doch etliche Geräte laufen dennoch ins Support-Ende, obwohl die Hardware noch flott genug ist, um weitere Jahre ihren Dienst zu verrichten. Nicht wenige Nutzer fühlen sich nicht wohl damit, in welchem Umfang Google KI-Anwendungen forciert oder wünschen sich mehr Datenschutz.
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Seit März stecken zahlreiche Pixel-Smartphones in einer Neustart-Schleife fest. Google bietet nun ersten Betroffenen ein Web-Tool zur Rettung der Geräte an.
Seit Google im März ein größeres Update auf Android 16 QPR3 [1] als „Pixel-Drop“ veröffentlichte, können zahlreiche Nutzer ihre Pixel-Smartphones nicht mehr verwenden. Denn seitdem stecken offenbar mindestens Hunderte Pixel-Geräte – von der Pixel-6-Serie bis hin zur neuesten Pixel-10-Reihe – in einer Neustart-Schleife (Bootloop) fest [2]. Seitdem arbeitet Google an der Behebung des Fehlers, jedoch mit bescheidenem Erfolg. Die Betroffenen sind über ihre seit Monaten nutzlosen Geräte frustriert; nun haben erste Nutzer offenbar von Google ein Lösungstool erhalten. Den Berichten zufolge funktioniert es nicht bei allen.
Der öffentliche Issue-Tracker-Eintrag zum Bootloop-Fehler ist mittlerweile nahezu 800 Einträge lang. Nutzer teilen dort seit März Google und anderen Betroffenen ihre Erfahrungen mit. Sie schreiben über ihre Lösungsversuche und die teils frustrierende Kommunikation mit Google, die manchen Bootloop-Opfern Google-Store-Guthaben und ein Ersatzgerät anboten [3], jedoch ohne Rettung der auf ihren defekten Geräten gespeicherten Daten.
Dabei teilte Google Ende April mit, an einer Lösung zu arbeiten, die die Geräte retten könne, ohne Datenverlust. Diese Lösung hat Google offenbar seit Anfang Juni an erste Nutzer verteilt. Bei dieser handelt es sich um ein Web-Tool [4], für das Betroffene ihr Pixel-Gerät an einen Rechner anschließen müssen, der mindestens 7 GByte freien Speicher hat.
Nach Angaben der dedizierten Webseite funktioniert das Tool auf Pixel 3 oder neueren Geräten mit Android-Version 10 und höher. Es unterstütze ferner keine Android-Tablets oder ChromeOS-Geräte. Den Beiträgen der ersten Tester [5] zufolge muss das Pixel-Gerät in den Fastboot-Modus [6] und dort in den Rescue Mode versetzt werden. Einem Beitrag zufolge führt das Tool durch den Prozess, die Nutzer müssen lediglich den Anweisungen folgen.
Google hält zudem fest, dass es sich bei der Software noch um eine Betaversion handelt. Es ist daher durchaus möglich, dass der Konzern alsbald eine neue, stabile Software teilt. Tester müssen sich dem Beitrag zufolge keine Sorgen um ihre Daten machen. Es heißt: „Keine Sorge – dieser spezielle Wiederherstellungsprozess ist so konzipiert, dass er den Bootloop behebt, ohne Ihre persönlichen Daten zu löschen. Sobald das Telefon wieder funktioniert, können Sie Ihre Dateien wie gewohnt sichern.“
Einige Betroffene berichten, dass ihr Gerät nicht erkannt wurde, sodass eine Rettung nicht erfolgen konnte. Als Lösung hatte [7] eine Person eine Android 17 Beta geflasht, mit der das Pixel-Smartphone wieder funktionierte. Ein weiterer Nutzer berichtet unter anderem auf Reddit [8] und im Issue-Tracker [9] über eine erfolgreiche Lösung: Er konnte sein Gerät in den abgesicherten Modus starten. Dann habe er die Standortdienste aktiviert, WLAN deaktiviert und sämtliche gespeicherten Netzwerke entfernt. Anschließend sei das Gerät seinem Bericht zufolge wieder normal gestartet.
Die zahlreichen Beiträge der laut Issue-Tracker offiziell über 400 Betroffenen zeigen jedoch auf, dass Google das Problem bis heute nicht vollkommen im Griff hat und auch keine universelle Lösung liefern kann. Für die Betroffenen ist das eine bittere Erfahrung mit Googles Hardwaresupport. Eine offizielle Stellungnahme zur Angelegenheit hat Google uns auf Anfrage von Anfang vergangener Woche nicht liefern können.
Es sei festzuhalten, dass die Anzahl der betroffenen Geräte verhältnismäßig überschaubar zu sein scheint, jedoch sollte der Konzern Geräte mit solchen gravierenden Fehlern schneller beheben und transparenter kommunizieren.
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Noch ein Grabstein auf dem Google Friedhof: die Pixel Studio App.
(Bild: Andreas Floemer / heise medien)
Google macht seine KI-Bildbearbeitungs-App Pixel Studio dicht. Weniger als zwei Jahre nach der Einführung.
Googles Pixel-Studio-App landet auf dem Friedhof der Google-Produkte [1], auf dem mittlerweile über 300 Grabsteine stehen. Die KI-App hatte es nach ihrer Einführung im August 2024 erst im März 2025 auf Pixel-Geräte in Deutschland geschafft, jetzt werden Nutzerinnen und Nutzer in der App nach und nach auf Nano Banana umgeleitet.
Googles Pixel Studio [2] ist zusammen mit der Pixel-9-Reihe im August 2024 vorgestellt worden. Mit der App lassen sich mit Prompts KI-Bilder und Sticker direkt auf dem Smartphone generieren, die sich unter anderem direkt über die Tastatur-App Gboard teilen lassen.
Schon im Februar [3] dieses Jahres teilte Google 9to5Google mit, dass die Pixel-Studio-App eingestellt werde. Nun, mit dem Update auf Version 2.2.001.864530193.00, das für die Modelle der Pixel-9- und Pixel-10-Serie verteilt wird, wird das Ende der App eingeleitet. Laut 9to5Google verfügt das Bildbearbeitungstool auf KI-Basis, das sich zur Bearbeitung von Screenshots verwenden lassen kann, nach dem Update nicht mehr über die bisher nutzbaren generativen KI-Tools, um etwa ein Bild per Prompt bearbeiten zu lassen. Auf einem Redaktionsgerät sind die Funktionen noch vorhanden, jedoch wird das abschließende Update offenbar schubweise verteilt, sodass es nicht alle gleichzeitig erhalten.
Mit dem allmählichen Ende der App scheint Google in seinem Portfolio an KI-Tools aufzuräumen: Statt Pixel Studio setzt der Konzern auf die Bildgenerierung per „Remix“ in Google Messages sowie die generativen KI-Werkzeuge in Google Photos. Zudem werden Nutzer von Pixel Studio fortan zu Nano Banana [4] in Gemini umgeleitet. So werde Nutzern, die bereits Version 2.3 der Pixel-Studio-App erhalten haben, in der Anwendung der Hinweis „Probieren Sie zur Erstellung von Bildern und Animationen Nano Banana in der Gemini-App aus“ angezeigt.
Unter der Nachricht befindet sich ein Button, der Nutzerinnen und Nutzer zur Gemini-App leitet. Bis auf Weiteres können Nutzer weiterhin auf ihre erstellten Sticker und Bilder in Pixel Studio zugreifen, aber sie können keine neuen erstellen, so Android Authority [5].
Google soll noch ein Export-Tool für die mit Pixel Studio erstellten KI-Kreationen anbieten. Die Bedienoberfläche der App zur Bearbeitung von Screenshots mit grundlegenden Werkzeugen ist nach dem Update weiterhin nutzbar, jedoch bietet sie keine Funktionen, die nicht auch in anderen Bearbeitungs-Apps zu finden sind.
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KI verändert die Arbeitswelt, soweit klar. Auf der SXSW in London diskutierten Experten über die Folgen für Arbeitnehmer und Unternehmen.
Zur Premiere der SXSW London 2025 hofften viele Teilnehmer noch, dass Künstliche Intelligenz ihre Jobs nicht gefährdet. In diesem Jahr hat sich das Blatt gewendet: Sehr viele Vorträge, Diskussionsrunden und Panels drehten sich darum, welche Rolle Menschen künftig überhaupt im Arbeitsprozess einnehmen werden und wie sich die Arbeit von LLMs und KI-Agenten beherrschen lässt.
Laut Tech- und KI-Experte Azeem Azhar von Exponential View wurden 2023 viele KI-Unternehmen gegründet, ohne dass ihre Gründer tiefere Kenntnisse in Künstlicher Intelligenz hatten. 20 Prozent der Unternehmen behaupten aber, dass sie bereits daran verdienen.
Auf die Frage von MIT-Redakteur Will Douglas Heaven, wie viele Jobs durch KI bereits verloren gegangen seien, erklärte Azhar, es gebe keine Beweise, dass KI Jobs gekostet habe. Viele Unternehmen würden vorschieben, dass Entlassungen durch KI entstanden sind. Es klinge einfach besser, wenn jemand behauptet, „wir brauchen nicht mehr so viele Leute, weil wir so erfolgreich KI-Tools einsetzen“, statt einzugestehen, „die Firma läuft nicht so gut, deshalb müssen wir Leute entlassen“.
(Bild: Anthropic)
Seine Einschätzung deckt sich mit einer Studie des Claude-Entwicklers Anthropic [1] von März 2026 . Azhar räumte zugleich ein, dass die unsicheren weltpolitischen Umstände nur schwer von den Auswirkungen der KI zu trennen sind. So würden Investitionen angesichts von Kriegen, regionalen Konflikten und nicht zuletzt der Klimakrise zurückgehalten und Unternehmen würden keine neuen Leute mehr einstellen.
(Bild: Anthropic)
Die theoretischen Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz würden in der Praxis derzeit kaum umgesetzt, ergab die Anthropic-Studie. Wenn man bedenkt, dass ChatGPT gerade einmal dreieinhalb Jahre für alle verfügbar sei, habe sich bereits sehr viel verändert, findet Heaven. Er glaubt, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz insbesondere in der medizinischen Forschung und in der Mathematik schnell zu konkreten Anwendungen führen könne. In der Wissenschaft berge KI aber die Gefahr, dass sich Forschungsschwerpunkte unbeabsichtigt verschieben und die Wissenschaftler den Fokus verlieren.
(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)
Ling Ge von Tencent wies darauf hin, dass Unternehmen KI-Werkzeuge keinesfalls blind und überall einsetzen sollten. Die nötige Rechenleistung sei einfach zu teuer dafür, erklärte die strategische Beraterin des weltgrößten Gaming-Konzerns und Betreibers von WeChat. Die Quantencomputer-Spezialistin ist sich sicher, dass nur diejenigen Unternehmen auf lange Sicht überleben, die den Einsatz von KI-Modellen hinterfragen und sehr gezielt nutzen.
Ein weiteres Problem: KI ist derzeit nicht vertrauenswürdig, findet Douglas Heaven. Dazu tragen aus seiner Sicht insbesondere Deep Fakes bei, die ein mächtiges Werkzeug seien, um andere zu verletzen; bei pornografischen Inhalten seien davon besonders Frauen betroffen. Außerdem würde mit Deep Fakes grundsätzliches Misstrauen erzeugt und die Bevölkerung – frei nach Hannah Arendt – verunsichert.
(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)
Das gelte insbesondere für die Gruppe von Menschen, die jeglichen Einsatz von KI ablehnt. Da KI auf den ersten Blick meist sehr ähnliche Ergebnisse erziele wie ein Mensch, seien Deep Fakes zudem nur schwer als solche zu erkennen. Auch deshalb forsche man verstärkt an mechanistischer Interpretierbarkeit, also eine Art Reverse Engineering und Debugging. Es geht darum, die KI-Modelle nicht mehr als Black Box zu akzeptieren, sondern zu verstehen, wie sie reagieren und produzieren, um die Ergebnisse vorhersehbar zu machen.
Auch für Lucy Liu, Gründerin und Präsidentin des Fintech-Unternehmen Airwallex, spielt der Vertrauensaspekt eine wichtige Rolle. So könne man zwar übers Wochenende eine neue Anwendung vibe coden, doch das Vertrauen der Nutzer gewinne man in so kurzer Zeit keinesfalls; hier sei weiterhin viel menschliche Intervention nötig. Relevante Entscheidungen und Strategien müssten ohnehin von Menschen vorgegeben werden, erklärte Liu. Insofern revolutioniere KI die Arbeit nicht, sondern verändere sie nur.
(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)
Diese positive Sicht auf KI teilen viele Menschen nicht, meint die ehemalige Präsidentin der britischen Handelskammer, Martha Lane Fox. Etliche hätten stattdessen Angst vor den Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz. Auch Lane-Fox ist sich sicher, dass sich die Rollen im Arbeitsleben in den kommenden Jahren stark verändern werden. Diese Änderungen müssten die Menschen jedoch akzeptieren lernen.
(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)
Deutlich optimistischer blickt Zoom-Gründer und CEO Eric Yuan auf die Veränderungen. Er glaubt, dass wir in wenigen Jahren nur noch drei bis maximal vier Tage pro Woche arbeiten werden. Die KI könne dann viele Aufgaben rund um die Uhr, also 24/7 erledigen, ohne zu ermüden, ohne Urlaub zu nehmen. Er forderte die Menschen dazu auf, die längere Freizeit zu genießen, statt der Arbeit hinterherzutrauern. Wer die reduzierte Arbeitszeit finanziert, sagte Yuan auch auf Nachfrage nicht.
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An der Tür machen Direktvermarkter Druck, gleichzeitig erklären selbsternannte Experten den Glasfaser-Ausbau für Schwachsinn. Was stimmt, erklären wir im Video.
DSL und Koaxkabel haben ausgedient – nicht weil sie heute nicht mehr funktionieren, sondern weil sie technisch am Ende sind. Höhere Geschwindigkeiten erfordern immer mehr dezentrale Technik, immer näher am Kunden, immer teurer. Die Glasfaser löst dieses Problem ein für alle Mal: weniger Störanfälligkeit, passive Infrastruktur, gigantische Reservebandbreite.
Wer jetzt auf Glasfaser umsteigt, muss sich um die nächsten Jahrzehnte keine Gedanken mehr machen. Und wer noch keinen Anschluss hat: Ruhe bewahren und keine überstürzten Verträge an der Haustür unterschreiben. Wir erklären in diesem Video einmal genau, wie die alten Infrastrukturen entstanden sind und weshalb der Glasfaserausbau technisch wie wirtschaftlich gesehen sinnvoll ist, ihr aber trotzdem keine Panik haben braucht, dass euch morgen die Verbindung gekappt wird.
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(Bild: heise medien)
Was macht man mit einem CD-ROM-Spiel, das schon 1993 eher altmodisch wirkte? Neu bauen, sagt „The 7th Guest Remake“. Und trotzdem altmodisch bleiben.
Wie gut waren eigentlich CD-ROM-Spiele mit echten Schauspielern? Wenn man sie heute spielt und schonungslos urteilt: Nicht besonders. Die Laufwerke waren langsam, die Auflösung niedrig, das Format neu. Statt fernsehreifer Unterhaltung gab es Experimente und Trash. Allzu oft wurden Produktionen ohne professionelle Schauspieler, Kameraleute, Set-Designer oder Autoren durchgezogen.
Vergleichsweise ambitioniert wirkte dagegen „The 7th Guest“. Vielleicht der größte Pluspunkt des linearen Rätsel-Adventures war die augenzwinkernde Inszenierung. Schauergeschichten um sechs getriebene Gäste in einem Spukhaus waren schon damals ein eher nostalgisches Vergnügen. Dazu war das Interface langsam, aber simpel. Um die Rätsel zu lösen, brauchte man nur Grips, kein Geschick. Alle konnten mitspielen – wenn sie einen leistungsstarken Gaming-PC hatten. Das Original galt als Killer-App für ein neues Format. Heute ist es ein Artefakt aus einer verlorenen Zeit. Was kann man daraus noch übernehmen?
„The 7th Guest Remake“ übernimmt die Idee, den groben Plot und das grundsätzliche Game Design. Ansonsten ist es aber eine komplette Neuentwicklung. Für VR-Fans ist sie bereits vor über zwei Jahren erschienen, als „The 7th Guest VR“. Sie kam sehr gut an, und so gibt es nun endlich eine Version, die man normal am Computer spielen kann. Die Steuerung mit Maus und Tastatur oder Gamepad funktioniert absolut problemlos.

Dem Remake merkt man an, dass hier Fans und Kenner des Originals am Werk sind. Die Rollen mögen neu gecastet sein, doch sie orientieren sich stark an ihren Vorbildern, teilweise werden sogar Dialoge übernommen. Dazu kann das Haus endlich zeitgemäß bereist werden: Statt mit der Skeletthand zu klicken, um vorgerenderte Kamerafahrten zu bestellen, darf man sich frei in der Egoperspektive durch das Spukhaus bewegen. Anfangs sind allerdings fast alle Türen verschlossen.
Neu sind auch die Rätsel. Schon der Kuchen in der Küche sieht völlig anders aus. Ehrlicherweise waren die Kopfnüsse von damals aber nicht brillant, sondern austauschbare Knobelaufgaben. Nun wurden sie wirklich ausgetauscht und wirken auf uns etwas leichter und besser zusammengestellt als im Original. Mit solchen Urteilen muss man aber vielleicht vorsichtig sein, wenn man die Urfassung mit 13 Jahren und einem nicht ganz ausgewachsenen Gehirn gespielt hat. Die neuen Rätsel variieren sehr anschaulich zwischen verschiedenen Logik-, Schau- und Kombinationsaufgaben, könnten mehrheitlich genauso in einem Escape Room auftauchen. Schwierigkeiten hatten wir beim Test am ehesten, die grundsätzliche Aufgabe eines Rätsels zu verstehen. Das eine oder andere haben wir versehentlich gelöst, als wir noch herumprobiert haben. Ein paar Lösungswege waren langwierig auszuführen, nachdem man die grundsätzliche Aufgabe längst verstanden hatte.
Doch im Kern geht es nicht um die wechselnden Spielereien mit Labyrinthen, Schiebemöbeln, Zahlen und Buchstaben, sondern um ein bisschen Reibung. Die Rätsel sind eine stressfreie Tätigkeit, die man nebenbei erledigt, während man die liebevoll gestalteten Räume des Hauses erkundet. Dazu kann man üppig Münzen einsammeln und gegen Tipps oder komplette Rätsellösungen eintauschen, wenn man mal nicht weiterweiß.
Die Knobeleien strukturieren das Spiel und verhindern, dass man es in allzu wenigen Stunden durchspielt. In jedem Raum des Hauses werden eine Handvoll Rätsel gelöst; sind die neu zugänglichen Räume abgehakt, rückt die Uhrzeit weiter, es gibt die eine oder andere neue Videosequenz, und neue Räume öffnen sich.
Und dann ist der interaktive B-Movie vorbei. Uns hat er durch zwei unterhaltsame Abende geführt, durch ungefähr sieben Stunden Spielzeit. „The 7th Guest Remake“ ist also nicht besonders lang, das war aber das Original auch nicht. Es verzichtet auf stupide Wiederholungen. Und wer die SteamVR-Version besitzt, der kriegt es ohne Aufpreis dazu.
Überhaupt: Wer VR mag, dem kann man die Version empfehlen. Inhaltlich ist sie weitgehend identisch. Das merkt man auch der Version für den flachen Bildschirm an. Einerseits sehen die Räume mit ihrem natürlichen Maßstab überzeugend echt aus, andererseits wirken sie technisch veraltet. Das VR-Original ist auch auf der mobilen Meta-Quest-Brille erschienen, und das trägt womöglich zu den matschigen Texturen der neuen PC-Fassung bei. Das ganze Haus ist vollgeräumt mit Gegenständen, die man in die Hand nehmen und betrachten kann. Viele davon sehen aus der Nähe ganz schön verpixelt aus. Allerdings lernt man beim Spielen auch, nicht alles in die Hand zu nehmen. Wer alle Schubladen aufreißt, findet die eine oder andere Münze, und gelegentlich sucht man bestimmte Gegenstände. Doch hier wird kein Inventar vollgepackt.
Auch die Inszenierung mit frei im Raum herumstehenden Schauspielern erkennt man noch als VR-Idee. Ganz überzeugend ist die technische Lösung nicht, vor allem erkennt man bei dem volumetrischen Video, dass sich Texturen über Polygone spannen. Das sieht dann aber auf eine etwas unheimliche Art wieder nostalgisch aus – es passt zur Neuinszenierung eines altmodischen Schauerspiels.
„The 7th Guest Remake“ ist kein Meisterwerk für alle, sondern eine smart inszenierte interaktive Geisterbahn mit kleinen Kopfnüssen. Wer gern allein oder zu zweit auf dem Sofa bei Krimis miträt, Escape Rooms oder alte Schauergeschichten mag, der wird von diesem Titel gut unterhalten. Das Vergnügen wird größer, wenn man sich an das Original erinnert. Doch das „7th Guest Remake“ funktioniert auch für sich.
The 7th Guest Remake ist ab dem 04.06. auf Windows und Linux (Steam Deck), Playstation 5 und Xbox Series X/S für 20 Euro erhältlich. Versionen für Nintendo Switch und Switch 2 sollen noch im Laufe des Jahres erscheinen.
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Was tut sich bei den Leistungsdaten von E-Bikes – und könnte das künftig zu einer deutlich härteren Regulierung führen?
Die meisten Fahrräder mit elektrischem Antrieb – die Pedelecs – liegen in einer ziemlich praktischen rechtlichen Kategorie: Unter bestimmten und durchaus praxisnahen Voraussetzungen (Tretunterstützung bis 25 km/h, maximal 250 Watt Dauerleistung etc.) sind sie normalen Fahrrädern gleichgestellt. Die Definition ist allerdings löchrig. Parameter wie zulässiges Gesamtgewicht, kurzzeitige Höchstleistung, Mehrspurigkeit und Abmessungen des Gefährts sind bislang kaum bis gar nicht reguliert.
In dieser Folge des c’t uplink geht es um die technischen Entwicklungen und wie Hersteller selbst derzeit versuchen, sich auf Maximalparameter zu einigen – um zu verhindern, dass die Politik irgendwann so hart eingreift, dass sämtliche Pedelecs versicherungspflichtig werden. Außerdem sprechen wir über drei aktuelle Pedelecs, die wir vor Kurzem getestet haben.
Zu Gast im Studio: Robin Brand, Steffen Herget
Host: Jan Schüßler
Produktion: Tobias Reimer
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- Immer stärkere Motoren: Riskiert die E-Bike-Industrie ihre Regulierung? [8]
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